Ihre Meinung zu: Hersteller machen hohe Umsätze mit gefährlichen Pestiziden

20. Februar 2020 - 7:02 Uhr

Große Pestizidhersteller wie Bayer und BASF machen offenbar einen erheblichen Teil ihrer Umsätze mit hochgiftigen Pestiziden. Das berichtet das ARD-Magazin Monitor mit Verweis auf eine Studie zweier NGOs. Von E. Brandstätter und J. Taßler.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.42857
Durchschnitt: 3.4 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Der Bericht macht wieder

Der Bericht macht wieder einmal deutlich: Es sind vor allem die Armen, die unter Umweltgift und der skrupellosen Gier der Giftproduzenten leiden. Die Hochglanzbroschürlügen von Bayer und BASF können nicht darüber hinwegtäuschen: Da zählt nicht das Leben von Mensch und Umwelt/Mitwelt, da zählt Gewinnmaximierung und Rendite.

Hoch gefährliche Pestizide

Pestizide sind giftig, wissen wir. Deshalb werden sie eingesetzt, oder?
Ohne Pestizide ist eine Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmittel nicht möglich.
In Ostafrika kämpft die Bevölkerung momentan gegen eine Heuschreckenplage, die die Ernaehrungsgrundlage gefährdet . Nun schreit alles nach Insektiziden, ansonsten sterben Hunderttausende von Menschen in der Region.
Ja was denn nun? Chemie ja oder nein?

Diese Frage sollten sich all die Weltverbesserer stellen.

Ein Unternehmen muss und will ...

möglichst viel Gewinn machen und seine Umsätze steigern!
Wenn dabei Produkte in Ländern verkauft werden, deren Regierungen/Behörden diese Produkte für unbedenklich halten und Zulassungen erteilen, dann sind keineswegs die Unternehmen dafür an den Pranger zu stellen, sondern die Regierungen/Behörden dieser Länder!

Geschäft machen ist wichtiger als alles andere?

Das ist das Grundproblem, zusammen mit dem vollkommen irrwitzigen Grundsatz, dass "Wirtschaft wachsen müsste".

Geld ist nur Mittel zum Zweck.

Geld schafft nichts. Geld kann man nicht essen. Geld gibt niemandem zu trinken. Geld gibt kein Dach über dem Kopf.

Geld war einmal eine Vereinfachung im Tauschhandel.
Fell gegen einen Haufen Getreide. Das Fell hält warm und das Getreide kann man säen oder essen.

Wenn es kein Fell, kein Getreide, kein sauberes Wasser, nichts davon mehr gibt, dann hilft alles Geld der Welt nicht, um es zu bekommen.

Dafür haben wir dann einen Haufen Geld.
Es gibt aber nichts, was man damit dann noch machen könnte.

Wir haben uns heute zu entscheiden.
Geld?
Oder Leben?

Ökologische Verantwortung

Wird Zeit, Produktion und Gebrauch von Herbiziden und Pestiziden weitgehend zu verbieten. Auch Mittel die nicht direkt gefährlich sind sind mitverantwortlich für den Rückgang der Artenvielfalt. Und das ist in meinen Augen ein höheres Gut als noch ne Milliarde mehr Menschen auf der Erde.

Natürlich sind Pestizide giftig

Ich weiß nicht, was der Artikel mir sagen will. Pestizide müssen giftig sein, denn sie sollen ja töten - wenn auch nicht den Bauern. Und sie müssen auch "hochgiftig" sein, sonst bräuchte man noch mehr davon.

Bayer und BASF

sind bei weitem nicht diejenigen, die alleinig mit Pestiziden die Welt vergiften.

In vielen Monokulturen werden Pestizide als notwendig angesehen, damit man entsprechende Ertraege hat. In den meisten Laendern koennen Landwirte auf Pestizide von Bayer und BASF zurueckgreifen oder auf Pestizide aus China oder Indien oder anderen Herstellerlaendern. Dabei sind die Zulassung und Herstellungsbedingungen sehr unterschiedlich.

So wird in Indien immer noch das hochgiftige Endosulfan hergestellt, angewenden und exportiert. In vielen Laendern sich Pestizide aus China verboten, da nicht geprueft und deswegen billiger. Und so weiter!

Pestizide von Bayer muessen wenigstens eine Zulassung durchmachen in der die Toxizitaet, die Nachweise und die Wartezeiten geprueft werden. Zudem wird auf Bienenfreundlichkeit getestet.

Warum sich die NGO bei diesem Thema ausgerechnet auf Bayer und BASF stuerzt , erschliesst sich mir nicht.

Hochgiftig

Gibt es eigentlich ungiftige Pestizide?

Giftmischer

Man wundert sich immer wieder, das Menschen sich zu solchen Jobs hergeben.

Natürlich

warum sollte in dem doch dezent schlechtem Ruf der Pharma- und Chemieindustrie keine Wahrheit liegen?

Schließlich ist Monsanto ja jetzt ein Teil von Bayer, eine Firma die Farmern die Existenzgrundlage nimmt indem er ihnen den Genecode ihrer Tier unter dem Hintern weg patentierte, bzw. auf Habgier Hungersnöte in großen Teilen Afrikas zu mindestens mit verursacht hat (Stichwort Terminatorsamen).

Demzufolge, hält sich meine Überraschung über diese Meldung stark in Grenzen...

wen wundert es?

"Große Pestizidhersteller wie Bayer und BASF machen offenbar einen erheblichen Teil ihrer Umsätze mit hochgiftigen Pestiziden". Und sie bestreiten dies nicht einmal, sondern bestreiten nur die Gefährlichkeit ihrer Gift-Produkte.

Nun - wer wundert sich - und worüber? Das war schon immer so und hat sich gerade in Zeiten des weltweiten "Freihandels" kaum geändert. Sonst würden sie ja schlechtere Zahlen erwirtschaften und ihre Shareholder enttäuschen. Wir reden hier übrigens über Substanzen, die weit gefährlicher sind als Glyphosat. Und das ist schon schlimm genug. Bayer und BASF werden Gifte übelster Sorte produzieren, solange nicht moralische und ökologische Standards in den Welthandel einziehen. Dies geschieht dann, wenn der Homo sapiens entstanden ist. Aus seinen Vorläufern (uns). Kann noch länger dauern.

Pestizide !

Natürlich ist es wichtig die Weltbevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen.
Und natürlich müsste man die momentan grassierende Heuschreckenplage bekämpfen, und dies ist sehr wahrscheinlich nur mit Pestiziden zu erreichen.
Das heißt aber nicht, dass dauernd und immer weiter diese gefährlichen Stoffe ein gesetzt werden müssen.
Da machen es sich die Chemie- Unternehmen zu einfach, weil sie immer nur ihre Umsätze und die Gewinne steigern wollen. Statt endlich mal etliches Geld für die Forschung von "ungiftigen" Stoffen aus zu geben, nützen diese Firmen etliche Schlupflöcher in der fehlenden gemeinsamen und für alle Länder verbindlichen Regeln und Gesetze, um weiter zu lügen, betrügen und Geld an zu häufen.
Das ist in meinen Augen eine absolut niederträchtige und verantwortungslose Handlungsweise all dieser Chemieunternehmen. Da können die Boss und gesund locker mit all ihrem Geld beim Biobauer einkaufen "leben" !!!


ufen.

Pestizide !

Sicher es gibt Länder, da sind die Regeln für Pestizide mehr als locker. Aber ich denke, dass einige schlaue Köpfe bei den deutschen Unternehmen schon längst kreative Ideen hatten, wie sie die deutschen Vorschriften irgendwie umgehen können.
Leider denken die Verantwortlichen dieser Unternehmen nicht daran, ihre Praxis zu ändern, weil sie nur auf die Gewinn- Maximierung gepolt sind.
Und leider gibt es etliche verantwortungslose Länder wie China, Indien, Brasilien und noch ein paar mehr, wo die Regierungen nichts tun, um all die giftigen Pestizide zu verbieten. Da fehlt es am Willen, der Verantwortung, aber die Gewinne müssen stimmen.
Dass auch dies zum Umweltschutz gehört, ist diesen Regierungen entweder noch nicht aufgefallen, oder es ihnen egal.
Was für eine traurige und schäbige Welt !

Nachdenken

Wer ein bisschen nachdenkt und Ansätze an wirtschaftliches und volkswirtschaftliches Denken hat erkennt schnell, dass das was hier als furchtbar hingestellt wird, weder Arme in armen Ländern leiden lässt, noch eine skrupellose Gier ist.
Schauen wir doch mal ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit. Da wurden diese Mittel auch auf unsere Äcker gespritzt. Als diese Einsätze bei uns beendet wurden hatten wir keine gesundheitlichen Probleme und die Artenvielfalt war deutlich größer als heute.
Die Länder, die heute diese Spritzmittel einsetzen, haben dadurch wesentlich höhere Ernteerträge und viel weniger Menschen müssen Hunger leiden. Die neuen Spritzmittel dorthin billig zu verkaufen geht nicht, denn diese Produkte kämen umgehend zu uns zurück, die Hersteller wären ruiniert. Warum kämen unsere hier zugelassenen Produkte umgehend zurück? Weil die betreffenden Länder dann die alten Spritzmittel in China oder Indien kaufen und so einen ordentlichen Reibach durch Schwarzhandel machen.

Zweierlei Maß

Die weitaus meisten Pestizide sind zumindest in höheren Dosen ungesund – das ist ihr Job. Dennoch leisten sie einen beträchtlichen Teil zur Sicherstellung der Welternährung, insbesondere für Ablehner der grünen Gentechnik, die schonendere Wege bereithielte.
Dagegen ist mir z.B. der Nutzen von Zigaretten für die Allgemeinheit nicht bekannt, der Schaden hingegen nicht nur für die Raucher zweifelsfrei belegt. Und der LD50-Wert (die lethale Dosis, bei der 50% der Versuchsratten sterben) ist für Trinkalkohol deutlich niedriger als für das im Artikel gescholtene Fungizid Antracol – und da wird sich bestimmt kein Bauer die Flasche an den Hals setzen.
Also Kritik gern, Kontrolle unbedingt, aber bitte mal die Kirche im Dorf lassen.
Durch ein globales Verbot von Pestiziden würden mit ziemlicher Sicherheit mehr Menschenleben gefährdet als gerettet. In Ostafrika wäre man derzeit froh über ein Insektizid gegen die Heuschreckenplage und würde hierfür sicher auch „Kollateralschäden“ in Kauf nehmen.

@06:35 von andererseits

"Der Bericht macht wieder einmal deutlich: Es sind vor allem die Armen, die unter Umweltgift und der skrupellosen Gier der Giftproduzenten leiden. Die Hochglanzbroschürlügen von Bayer und BASF können nicht darüber hinwegtäuschen: Da zählt nicht das Leben von Mensch und Umwelt/Mitwelt, da zählt Gewinnmaximierung und Rendite."

Wenn Sie von der Materie Ahnung haetten, dann wuerden Sie wissen, dass Bayer und BASF diejenigen Hersteller sind, die weltweit die sichersten Pestizide herstellen. Zur Sicherheit zaehlen die GEPRUEFTE Toxizitaet fuer die Anwender und Konsumenten und die Bienenfreundlichkeit.
Alle zugelassenen Stoffe finden Sie in der EU Pestiziddatenbank Datenbank mit zugehoerigen MRLs , ADIs usw.

Die Welt leidet unter der Anwendung von ungeprueften Pestiziden aus verbotenen Stoffen, die in Billiglabors unter ungeprueften Bedingungen in China, Indien und anderswo hergestellt und zu Dumpingpreisen gehandelt werden.

Leider kuemmert sich keiner darum.

Profitgeile Wirtschaft und

Zahnlose Papiertiger in den Regierungen.

@07:22 von Hackonya2

"Gibt es eigentlich ungiftige Pestizide?"

NEIN! Pestizid heisst, dass der Stoff gegen eine Krankheit (Pest) wirkt. Die Pestizide werden gemeinhin in Herbizide (gegen Unkraeuter), Fungizide (gegen Pilze) und Insektizide (gegen Insekten) eingeteilt.

Auch BIObauern setzen Pestizide (meist Fungizide) z.B. aus Kupfer oder Schwefel ein. Das jeweilige Praeparat muss fuer den BIOlandbau zugelassen sein. Dabei haben die Label unterschiedliche Zulassungen.

Viele Krankheiten kamm man aber auch biologisch (bazilus thuringensis) oder mit Management Massnahmen (Untersaaten, Fruchtwechsel) bekaempfen.

Falscher Weg

Das ist der falsche Weg. Diese Gifte sind bei uns verboten, landen dann aber über Umwege bei uns auf dem Tisch. Heuschreckenplagen gab es schon immer, das kann man sogar in der Bibel nachlesen. Da steht aber nicht, dann kam Bayer und vergiftete alle Heuschrecken, und die Menschen mit dazu.

@ um 08:31 von Traumfahrer

"…Da machen es sich die Chemie- Unternehmen zu einfach, weil sie immer nur ihre Umsätze und die Gewinne steigern wollen. Statt endlich mal etliches Geld für die Forschung von "ungiftigen" Stoffen aus zu geben, …"

Wer es sich hier zu einfach macht, das sind Sie. Ich bin mir ganz sicher, dass Sie keine Ahnung haben, welch immenser Aufwand in Chemieunternehmen betrieben wird, um Spritzmittel unproblematischer zu machen. Wer solche falsche Behauptungen aufstellt zeigt nur, dass er insgesamt nicht ernst genommen werden kann.

Altbekannt und nichts passierte.

Das ist doch nicht neu. Dies ist seit Jahrzehnten bekannt. Man braucht nur die Geschäftsberichte dieser Unternehmen zu lesen. Im übrigen nicht nur dieser beide Unternehmen. Da gibt es weitere namhafte amerikanische und chinesische Hersteller. Mich wundert es das nur diese beide deutsche Unternehmen genannt werden. Im übrigen wird erst seit einigen Jahren das Thema Pestiziden von der Presse gesehen, dabei war es schon mal in den 50er ( !!! ) Jahren kurzfristig in der Diskussion.

Verantwortungslos!

Das Verhalten von diesen Firmen ist völlig verantwortungslos! So wird auf Kosten von Menschen, Tieren und Pflanzen Profit gemacht. Schlimm.

Verbot

Gifte deren Anwendung in Deutschland verboten sind sollten in Deutschland auch nicht produziert werden. Alles andere ist Heuchelei. Auch andere Sachen die in Deutschland verboten sind können produziert und verkauft werden, nur anwenden darf man sie nicht. Das ist nicht einzusehen. Wenn etwas in Deutschland verboten ist sollte auch die Produktion und der Verkauf von solchen Produkten verboten werden.

Nicht bei uns? - Der Dreck kommt wieder zurück!

Man könnte ja meinen dass uns das gar nicht interessieren braucht, da die meisten dieser Gifte hierzulande verboten sind. Aber das ist ein Trugschluss - diese Gifte kommen garantiert wieder über den Globalen Handel besonders mit Lebensmitteln wieder zu uns zurück. Und der Einsatz dieser Gifte bei der Produktion von Obst oder Gemüse und daraus gewonnenen Produkten muss noch nicht einmal deklariert werden.
Entwarnung? - Auf gar keinen Fall!

Wer Klima- und

Umweltschutz will, sollte die Gesetze anpassen oder verschärfen. Das funktioniert ja nicht mal in Deutschland. Hier kann man das Zeug völlig legal in Naturschutzgebieten versprühen. Ich hingegen darf kein Gänseblümchen pflücken. Die Ursache für das Leiden von Tier und Mensch weltweit sind verantwortungslose Menschen in Unternehmen, die sich vor allem in den Industriestaaten mit ihren kapitalistischen Marionettenregierungen unangreifbar gemacht haben und ungestört ihr böses Spiel treiben können. Ein nicht ganz unwichtiges davon ist Deutschland.

@ um 07:22 von Hackonya2

"Hochgiftig
Gibt es eigentlich ungiftige Pestizide?"

Nichts ist ungiftig, auch nicht der Bio-Salat. Allein die Dosis macht’s, das wusste schon Paracelsus. Ein Produkt mit äußerst geringer Giftigkeit für Mensch und Tier ist übrigens Glyphosat.

Neu?

Bayer verdient viel Geld mit hochgiftigen Pestiziden - was ist daran neu?

In Ostafrika sterben die Kinder und die Tiere an den Pestiziden.

@06:38 von make sense
Selbst bei der Heuschreckenplage, bei der niemand einen Ausweg weiß, töten Pestizide. auch Menschen.
Einmal weil die Pestizide auch über die Wohnmöglichkeiten gesprüht wurden. Dann aber auch, weil die toten Heuschrecken giftig sind, und das Vieh daran zugrunde geht.

Man vergisst immer gerne, dass Monsanto beispielsweise in den USA längst "Superunkräuter" "gezüchtet" hat. Die Mengen auszubringenden Pestiziden wird immer höher. Die Böden werden ruiniert.

Das ist auf Dauer gesehen keine Lösung.

re:Gibt es eigentlich ungiftige Pestizide?

auf der Liste stehen nicht nur in D verbotene, sondern min. 2/3 der gängingen Pflanzenschutzmittel und eben auch Kupferpräperate, ohne die Ökoanbau nicht funktioniert. Das Bauern-Bashing berut auf der Idee, dass es einen Ausweg gibt: Ökoanbau. Das ist eine Lüge. Der hat nur einigen Mittel die Absolution erteilt, weil sie in der Natur vorkommen....das würde aber auch für Arsen gelten, das als Insektizid einsetzbar wäre. Im Ökoanbau sind auch mittel erlaubt, die extrem Bienengefährlich sind. Ohne kann man diese Weltbevölkerung nicht ernähren. Wie beim Klimawandel ist die bittere Wahrheit: Wir sind einfach zu Viele. Unser land wäre auch mit 50 Millionen nicht leer, aber mit jeder Million weniger sinkt der Druck auf die Ökosysteme.
So froh ich über die Politisierung der Jugend bin, zynisch könnte man sagen: Freitags läuft nicht die Lösung über die Straße, sondern das Problem.

Geld zählt in Politik und Wirtschaft offenbar mehr als Leben

„Die Hersteller weisen ihre Umsätze mit den entsprechenden Wirkstoffen selbst nicht aus, bezweifeln aber die Datengrundlage und weisen die Zuordnung (...) zurück“

„Hersteller wie Bayer und BASF berufen sich auf die wesentlich enger gefasste Zuordnung der WHO und (...) der UN. Die PAN-Kriterien lehnen sie ab. Befürworter der PAN-Liste halten den Einwand für unberechtigt:
> "Es ist eine Liste, die umfassend ist, die weltweit zugelassene Wirkstoffe abdeckt, und es ist die einzige Liste weltweit, die all diese Kriterien zusammenführt, und zwar auf der Basis offizieller Einschätzungen und nicht einer NGO-basierten gefühlten Gefährlichkeit"

„Und auch die deutschen Hersteller machen laut Studie in ärmeren Ländern besonders hohe Umsätze mit sehr gefährlichen Stoffen“
> „Nutzen die Hersteller schwache gesetzliche Regelungen vor allem in Entwicklungsländern aus?“

Offensichtlich. Und sie schaffen und nutzen inkonsistente „gesetzliche Regelungen“, um Transparenz zu bekämpfen. Zum Schaden aller.

@ritchi

Beim Glyphosat steht ja auch nicht die Giftigkeit zur Debatte sondern die potentielle Krebserzeugung. Hervorgerufen durch - wie ich vermute - ein nitrosiertes Beiprodukt.

@ 06:40 von smirker

Ein Unternehmen muss "möglichst viel Gewinn machen" und hat sich dabei um ethische, gesundheitliche und ökologische Standards nicht zu kümmern, weil das Sache der Regierungen/Behörden ist? Eine erstaunliche Haltung für jemanden, der sonst gerne gegen "Verbotspolitik" wettert.

Warum sind häufig

die Gegner all dieses Giftes (ich auch),die gleichen die gegen eine vernünftige Geburtenregelung sind.

Umdenken

Wir sollten als Gesellschaft über die Zwangsverstaatlichung solcher Betriebe nachdenken, um sie dann umweltgerecht umzugestalten. Und wenn das nicht sinnvoll funktioniert, abwickeln und gut. Den freigesetzten Mitarbeitern (mit Ausnahme der Geschäftsführung und Aufsichtsräte) zahle ich anteilig lieber ihr Gehalt weiter als meine Lebensgrundlage zu zerstören.

Hersteller machen große Umsätze mit Pestiziden....

Es muß ja einen Grund geben,warum Bayer in der letzten Zeit Werbeclips schaltet in denen vermeintliche Mitarbeiter geschmeidige ökologische Sprüche absondern.Und sogar ein ehemaliger Grünen-Abgeordneter angeworben wurde,für Public-Relation(Greenwashing).
O-Ton Bayer:"Wir und unsere Konkurrenten haben seit den 1970er Jahren,als Glyphosat eingeführt wurde,investiert.Aber wir sind immer noch nicht auf ein Molekül gestoßen,daß die gleichen Fähigkeiten hat wie Glyphosat"(Bob Reiter,Forschungschef von BAYER CROPSCIENCE).

@andererseits, 06:35

„Es sind vor allem die Armen, die unter Umweltgift und der skrupellosen Gier der Giftproduzenten leiden“

Und diese Menschen haben schon deshalb oft weder die Kraft noch die Möglichkeit - und schon gar nicht das Geld und die nötigen zuverlässigen Datengrundlagen - um diese Umweltzerstörung auch nur aufzuhalten.

Geschweige denn, um gemeinsam nach umweltbewahrenden („konservativen“) Alternativen zu suchen bzw. dafür zu sorgen, dass die zahlreichen Praxisbeispiele dafür, die sich vielerorts längst als umsetzbar und vielversprechend erwiesen haben, sich durchsetzen können.
Weil „Entwickler“ wie Befürworter dieser Alternativen von den „üblichen Verdächtigen“ - den Vertretern der internationalen Industriekonzerne - nicht nur diffamiert, sondern unter Ausnutzung der höchst unterschiedlichen globale gesetzlichen Standards mit allen, wenn auch unter ethischen Gesichtspunkten illegitimen, so doch unter juristischen Aspekten „legalen“ Tricks, bekämpft werden. Vor allem mittels Diskreditierung.

Diese Firmen sind für mich

Diese Firmen sind für mich die Bedrohung der Zukunft. Diese Gifte sind mittlerwerile auch in den Alpen zu messen (durch Staubtransport). Das heisst also, wir alle sind betroffen. So viel wird von Fake News gesprochen, man sollte diesen Firmen die Werbung verbieten, bei Alkohol wurde es bereits diskutiert. Ach, man sollte diese Stoffe verbieten, weltweit. Heftigste Sanktionen müssen kommen, wenn verstossen wird .

Subventioenen

solange die Bauern,die diese Gifte ausbringen, von der EU subventioniert werden, wird sich nichts ändern. Subventionen darf es nur für die Landwirtschaft geben, die umweltverträglich arbeitet!

06:38 von make sense Einfache

06:38 von make sense
Einfache Netze zum Schutz der Pflanzen aus nachhaltigem Material würde die Böden nicht vergiften. Ihre Aussagen sind die gleichen wie die der Firmen. Und die meisten Leute kaufen dieses Gift-Zeugs, weil es einfacher ist oder man sich dran gewöhnt hat. Ich bin sicher, die Kosten wären die dieselben und der Mehraufwand vertretbar. Wenn es denn Netzhersteller gäbe und einen Markt.

@ 08:50 von IBELIN

Ihre Antwort erweckt den Eindruck, dass Sie den Bericht der Tagesschau nicht ansatzweise zur Kenntnis genommen haben.

Pestizide

Es wird immer wieder behauptet, dass wir die Weltbevölkerung ohne Gentechnik und Pestizide nicht ernähren könnten.
Tatsache ist, dass derzeit ca. 13 Milliarden Menschen ernährt werden könnten, das sind nahezu doppelt so viele wie momentan auf der Erde leben.
Tatsache ist auch, dass mit Gentechnik weniger Nahrung produziert wird als mit herkömmlichen Methoden.

kinglouis

....Landwirtschaft , die umweltverträglich arbeitet gibt es wie gesagt nicht...
... es geht höchstens, um weniger belasten....
und welche Art von Landwirtschaft das ist, ist nicht wirklich klar. Der C02 Abdruck pro Produktionseinheit ist z.b. beim Ökolandbau größer. Es ist halt kompliziert.

Alteradi

Die 13 Mrd wären möglich, wenn man komplett auf Fleischproduktion verzichtet, ohne Gentechnik, aber konventionell.
Zu Bedenken ist halt auch: Die konventionelle Landwirtschaft nimmt Krankheitsdruck vom Ökolandbau. Mit mehr Ökolandbau steigt der Krankheitsdruck. Kompliziert...ich wiederhole mich....
...Kinder hütet euch vor Leuten mit einfachen Antworten...

@06:38 von make sense

"Ja was denn nun? Chemie ja oder nein? Diese Frage sollten sich all die Weltverbesserer stellen."

Diese Frage sollten sich nicht nur alle sogenannten Weltverbesserer stellen, sondern alle. Ich muß ja nicht gleich ein Weltverbesserer sein, um den blindwütigen Einsatz von Pestiziden in Frage zu stellen.

Im übrigen sähe es mit der weltweiten Versorgungslage drastisch besser aus, wenn der Konsum von Fleisch nicht mittlerweile wahnwitzige Dimensionen erreicht hätte.

@07:05 von WolfgangS-H

"Der gutbetuchte Veganer holt sich halt sein kupferbelastetes "Bio"futter, oder seine "Bio"Soja von ausgebeuteten Kleinbauern auf abgebrannten Urwäldern. Meinereiner muss aber auch ernährt werden. Und zwar günstig."

Ist das ein Slapstick ? Der Veganer als Urwald-Vernichter ? Bitte erst sich informieren, dann schreiben.

Pestizide und Profit

Wer in der heutigen Zeit hochgiftige Pestizide produziert, genehmigt und damit in den Verkehr bringt, der ist von einem Verbrechen gegen Natur, Artenvielfalt und Menschlichkeit nicht weit entfernt. Was für ein widerliches Pack.

Subventioenen

solange die Bauern,die diese Gifte ausbringen, von der EU subventioniert werden, wird sich nichts ändern. Subventionen darf es nur für die Landwirtschaft geben, die umweltverträglich arbeitet!

Konzerne, Verbraucher und Politik sind gleichermassen gefragt

Gewinnmaximierung ist die Triebfeder des jetzigen Wirtschaftssystems. Der CEO der auf Millionengewinne verzichten würde weil er die Lieferung von Pestiziden in bestimmte Länder ablehnt, weil die verantwortungslos damit umgehen, oder der die Produktion eines lukrativen Pestizids ablehnt weil er Bedenken hat, wird bei der nächsten Aktionärsversammlung gekreuzigt. Insofern machen die Leiter der Konzerne erst mal nur wofür sie angestellt wurden.
Lüge, Scheinheiligkeit, Skrupellosigkeit und Korruption sind damit nur logische Konsequenzen.
Die Änderung allein von den Konzernen zu verlangen wird zu kurz greifen, weil in einem globalisiert konkurrierendem System, in dem der Markt die Regeln schafft, die „Guten“ zumindest kurzfristig die Dummen sind.
Insofern sind solche Artikel wichtig, weil der Druck der Öffentlichkeit und damit der Kunden einen wirtschaftlichen Anreiz schafft sich zu bessern. Oft führt es aber leider nur dazu, dass darin investiert wird einfach nur geschickter zu lügen…

Skeptisch

um 11:27 von skeptiker69

"Zu Bedenken ist halt auch: Die konventionelle Landwirtschaft nimmt Krankheitsdruck vom Ökolandbau. Mit mehr Ökolandbau steigt der Krankheitsdruck. Kompliziert...ich wiederhole mich....

"...Kinder hütet euch vor Leuten mit einfachen Antworten..."

Dieselben Kinder, die Sie wegen Überbevölkerung als Problem sehen und nicht als Lösung? Was den Krankheitsdruck (?) betrifft im Ökolandbau, wäre ich schon an einer Erklärung interessiert, auch wenn es kompliziert sein soll.

Diese Gifte muessen vom Markt genommen werden

Wenn solche Pestizide dermaßen giftig sind:

Hersteller von Pestiziden stellen sich gerne als nachhaltige Unternehmen im Dienste von Mensch und Umwelt dar: Ihre Produkte sicherten lebenswichtige Ernten und verbesserten das Leben der Menschen. Kritiker hingegen werfen vor allem den großen Pestizid-Herstellern unverantwortliche Geschäfte vor, vor allem mit hochgefährlichen Pestiziden. Sie können zum Beispiel Krebs und andere Krankheiten auslösen, das Erbgut verändern und werden für einen weltweiten Rückgang der Artenvielfalt mit verantwortlich gemacht.

dann muessen die vom Markt genommen werden und verboten werden. Genau deswegen stehe ich auch weiterhin fuer die Zerschlagung von Bayer-Monsanto. Monsanto muss in einen eigenständigen Konzern ausgelagert und alle Verbindungen zu Bayer gekappt werden um weiteren Schaden fuer Bayer zu verhindern. Auch die Geschäfte mit solchen Sachen muessen verboten werden. Sowas ist purer Chemiekrieg gegen die Menschen.

@ 53HW (11:39): sowas ist strafbare Gesundheitsschädigung

hi 53HW

Ergänzend sage ich dazu, dass sowas auch strafbar ist (StGB § 223: vorsätzliche Gesundheitsschädigung)

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__223.html

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 223 Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

und es ist grundgesetzwidrig (Grundgesetz Artikel 20a).

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20a.html

Und ja, diese Umtriebe und Geschäfte gehören verboten, zum Schutz von allen.

Pestizide braucht die Natur nicht.

Pestizide sind menschengemacht. Wir brauchen immer mehr davon, weil der Mensch die Natur manipuliert. Firmen, die daran verdienen, wollen uns weismachen, Pestizide seien notwendig für das Überleben der Weltbevölkerung. Genau das Gegenteil ist richtig. Nur wer nicht weiß, wie man mit den in der Natur vorkommenden Pflanzen und Rhythmen ein gegenseitiges Wachstum fördert, wird Pestizide befürworten. Diese aber machen die Böden erst krank und vernichten Artenvielfalt und den Menschen. Hier geht es ausschließlich ums Geld, wie bei vielen anderen Themen. Nur Geld kann niemand essen...

Hersteller machen hohe Umsätze mit gefährlichen Pestiziden

Dieses Zeug kann verschiedene Auto-Immunerkrankungen sowie Krebs auslösen!

Statt diesen gefährlichen Mist endlich zu verbieten, haben die Damen und Herren in Brüssel bspw. Glyphosat die Vertriebserlaubnis für weitere 3/5 Jahre(weiß leider nicht genau) erteilt.

Gut für die Umsätze der Firmen!
Gut für Ärzte und Apotheker und Pharmaindustrie!

Und der Mensch bleibt auf der Strecke....

Eine Offenbarung hierzu kann jeder auf yt einsehen: Dr. Dietrich Klinghardt.

NGOs

Haben auch Interessen was bei Studien am Ende rauskommen soll, das Privileg hat nicht die Industrie alleine.

@06:38 von make sense

„Ohne Pestizide ist eine Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmittel nicht möglich.“

Das stimmt nicht! Insgesamt wird weltweit mehr Nahrung zu viel aufgenommen als anderswo an Nahrung fehlt. Zusätzlich geht ein Drittel von dem, was weltweit produziert wird in Lagern, Läden und Haushalten verloren. Fleischproduktion verbraucht 60% aller Agrarflächen und 40% aller angebauten Ackerfrüchte. Tiere, die hauptsächlich in reichen Ländern in Mengen gegessen werden, die weit über dem liegen was noch gesund ist. Wenn wir den Fleischkonsum in den reichen Ländern bis 2050 auf einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 37,4 kg pro Kopf reduzieren (Niveau 2000), dann können 400 Millionen Tonnen Getreide für die menschliche Ernährung freigesetzt werden. Wenn dann noch moderne Techniken, wie „das digitale Feld“, resistentere Arten und integrale Landwirtschaft etc. zum Einsatz kommen, könnte der Pestizidverbrauch auf ein Minimum beschränkt werden. Aber die Pestizidlobby ist stark…

Kosten internalisieren

Wir müssen endlich damit anfangen, die Folgekosten von Produkten in die Verkaufspreise einzupreisen, also den Verkaufspreis zu bilden nach dem Schema Herstellungskosten + voraussehbare Folgekosten für Umwelt und die Lebensqualität der Menschen + Marge für das Unternehmen.

Das würde die Hersteller veranlassen, den Einsatz von Rohstoffen zu optimieren und Umweltschäden zu minimieren, also eine für uns alle nützliche und konstruktive Innovation voranzutreiben. Es würde zusätzlich den Verbraucher dahin lenken, Verschwendung zu reduzieren und auf nutzlose Waren zu verzichten. Damit hätten wir weniger Produkte in den Regalen, dafür aber solche, die von hoher Qualität sind für unseren Planeten, für unsere Gesundheit und für unsere Nachkommen.

@12:35 von Francis Ricardo

"NGOs haben auch Interessen was bei Studien am Ende rauskommen soll, das Privileg hat nicht die Industrie alleine."

Das stimmt, aber wenn man die finanziellen Mittel vergleicht die für Studien und v.A. für deren Manipulation zur Verfügung stehen, dann besteht da schon ein gewisses Ungleichgewicht. Ausserdem ist die Motivation zu manipulieren unterschiedlich. Bei Konzernen geht es ganz konkret um ausrechenbare Verluste oder entgehende Gewinne. Bei NGOs geht es erst mal darum zu wissen was nun wirklich Sache ist und dann sekundär diffus um den Erfolg einer Kampagne und damit recht indrekt um Geld.
Ausserdem unterstelle ich mal, dass Leute die sich meist ehrenamtlich in einer NGO engagieren und einem "weltverbessernden" Klientel verpflichtet sind im Durschschnitt mehr Skrupel haben als Konzernleiter, die in erster Linie der Gewinnmaximierung verpflichtet sind...

Krankheitsdruck

Der Krankheitsdruck entsteh vor allem durch die Monokulturen.
Im konventionellen Feld nebenan wird die Krankheit abgetötet - wie schädlich auch immer- Also geht von hier kein Ansteckungsdruck aus. Die sanfteren/schwächeren Methoden des Ökolandbaus sind nicht so stark, also geht die Ansteckung weiter. Deshalb der Versuch der Mischkultur. Je mehr Ökolandbau desto höher der Krankheitsdruck insgesamt. Weil das Gift wirkt halt...und ja es ist Gift, das bestreitet keiner.
Ganz klar: die Landwirtschaft muss sich ändern, aber der heutige Ökolandbau ist nicht die Lösung ....
..es ist halt immer noch kompliziert..
und mit "Kinder" meinte ich leichtgläubige Menschen...

Kosten internalisieren

das wäre gut. Und wenn man dann Grundnahrungsmittel zu "strategischen GUT" nach WTO Regeln erklärt, könnte man diesen heimischen markt durch Einfuhrverbote schützen. Und dann kostet es, was es halt kostet. Aber da sind halt die Exportinteressen des Maschinenbaus größer

@ vrenifossi

Eine NGO braucht auch eine Daseinsberechtigung.
Mit den unterschiedlichen Mitteln stimme ich ihnen teilweise zu, kommt aber konkret auf die Fälle an denke ich.
Auch NGOs haben Interessen, Konzerne selbstverständlich auch, nur einseitig kritisch zu sein, ist in meinen Augen nicht zielführend.
Zumeist Spiegeln Studien mehr oder weniger auch Interessen derjenigen wieder die sie finanzieren.

Letztlich entscheiden die

Letztlich entscheiden die Bauern welche Pflanzenschutzmittel sie verwenden und Regierungen, welche zugelassen sind. Panikmache ist unangebracht.

Heuschreckenplage

Das Problem ist, es leben zuviel Menschen auf dieser Welt die alle ernährt werden sollen. Leider klappt es nicht bei allen . Die müssen dann verhungern. Durch den Einsatz von Pestiziden werden die Ernten ertragreicher . Nur den Firmen ertragsgeilheit vorwerfen ist zu einfach. Bei der Heuschrecken Plage in Afrika werden diese Firmen wieder dringend gebraucht.

@13:34 von Francis Ricardo

"Zumeist Spiegeln Studien mehr oder weniger auch Interessen derjenigen wieder die sie finanzieren."

Richtig! Und das Interesse eines Konzerns ist sehr unverhohlen die Gewinnmaximierung, während das Interesse einer Umweltorganisation in erster Linie mal die beste Lösung für die Umwelt ist. Dass ideologische Verbohrtheit manchmal blind macht für die beste Lösung will ich nicht bestreiten, das gilt aber für beide Seiten.
Insofern ist davon auszugehen dass NGO-Studien im Durchschnitt ehrlicher und mehr der Fragestellung verpflichtet sind als die der Industrie.

Gefaehrlichkeit ist nicht das gleiche wie Risiko

Allein die Tatsache, dass ein Pestizid "gefaehrlich" ist, macht dessen Einsatz noch lange nicht riskant.

Es gibt tausende Produkte der chemischen Industrie, die grundsaetzlich gefaehrlich sind, aber dennoch essentiell fuer die moderne Industrie und Landwirtschaft sind.

Deswegen gibt es fuer die sichere Handhabung jeder Chemikalie Vorschriften, die sich anhand der R- und S-Saetze orientieren (https://de.wikipedia.org/wiki/R-_und_S-S%C3%A4tze), um das Risiko fuer Mensch und Natur gering zu halten.

Hersteller von Solarmodulen verwenden z.B. Flusssaeure, welche schon in geringen Mengen bei Koerperkontakt toedlich wirken kann. Trotzdem ist Flusssaeure zum Aetzen von Oxidschichten auf Silizium unabdingbar und wird in der Produktion von Solarzellen gebraucht.

Solange also die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, spricht nichts gegen den Einsatz von gefaehrlichen Subtanzen.

etwas Grundsätzliches

Elke Brandstätter und Jochen Taßler, WDR
machen sich schon Überschrift das Ergebnis der NGO´s zu eigen.
Ist das sinnvoll? Die zitierte Liste enthält eben auch in Deutschland zugelassen Pflanzenschutzmittel.
Ein bisschen mehr innere Distanz wäre vielleicht journalistisch nicht schlecht...

Darstellung: