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Erster nicht-chinesischer Todesfall

Vor zwei Tagen ist ein taiwanischer Taixifahrer, der wohl chinesische Touristen transportiert hatte, an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit verstorben (allerdings mit Vorerkrankungen, Hepatitis B und Diabetis). Bei allen anderen Todesfällen außerhalb Chinas handelte es sich um Chinesen aus Hubei. Nicht, dass die Nationalität hier eine große Rolle spielen würde, aber es wundert mich doch, dass dieser Fall in der TS-Berichterstattung gar keine Erwähnung findet. Liegt es daran, dass Taiwan als Nicht-WHO-Mitglied auf Druck von China keine entsprechenden Kommunikationskanäle nutzen kann?

@ Magagpa

Warum wird denn immer gleich vermutet das die Tagesschau Druck bekommt wenn der von ihnen erwähnte Tote nicht vorkommt?
Vielleicht wurde in einer Vielzahl der Berichte es irgendwo doch erwähnt, ich selbst lese hier auch nicht jeden Bericht bei der Vielzahl?
Vielleicht hielt man es auch nicht für relevant genug?
Es muss nicht gleich immer eine Verschwörung vorliegen, wenn man meint etwas nicht zu finden.

Bitte frei lassen

Wäre es in der jetzigen Situation nicht vernünftig, die Millionen aus politischen und ethnischen Gründen internierten Uiguren frei zu lassen? In den Internierungslagern muss die Ansteckungsgefahr doch immens sein.

Magagpa

Ich denke mal, bei der traurigen Zahl von nahezu 2000 Todesopfern ist es nun wirklich nicht eine besondere Nachricht wert, dass ein Opfer aus Taiwan ist. Zu den uigurischen Personen kann man anmerken, dass die Region kaum vom Virus betroffen ist.

Man kann sich nur wiederholen

Es ist notwendig die Krankheit zu isolieren. Die temporaere Einschraenkung des Reiseverkehrs und andere Massnahmen muessen ergriffen werden, wenn man dem Kollaps entgehen will.

Man darf erwaehnen, dass Tiere und Pflanzen viel besser gegen emerging diseases geschuetzt sind als Menschen. In vielen Faellen ist ein Austausch von Tieren und Pflanzen nur zwischen Laendern moeglich, die gleiche Gesundheitsbedingungen ermoeglichen. Ausbrueche werden harsch gemassregelt, zumindest temporaer, bis man die Sache im Griff hat.

Die Ballance zwischen den Guetern Freizuegigkeit und Gesundheit ist schwierig. Warum sollten aber Leute in Mitleidenschaft gezogen werden, die sich nicht dem staendigen Reisestress aussetzen. Welche positiven Auswirkungen hat die Reiseglobalisierung fuer das Klima?

@Am 18. Februar 2020 um 09:04 von KowaIski

"Wäre es in der jetzigen Situation nicht vernünftig, die Millionen aus politischen und ethnischen Gründen internierten Uiguren frei zu lassen?"
Das ist möglicherweise das naivste was ich je gelesen habe. Wenn überhaupt werden sie mit Vorsatz den Virus in den Lagern freisetzen.
Und warum eigentlich auch nicht wir die Axt im Wald genehmen, egal was China macht, seien es 4000 Exekutionen, Umerziehungslager, illegaler Inselbau, auf eines können sie sich verlassen: Auch nächstes Jahr wird Merkel zu Staatsbesuch kommen und erneut wird sie Milliardenverträge dabei haben.

@ 09:26 von Kessl So naiv

@ 09:26 von Kessl
So naiv finde ich es nicht, Uiguren freizulassen, die nur eingesperrt wurden wegen Bart und Kopftuch.

@ Kessel Warum auch nicht?

@ Kessel
Warum auch nicht? Ist doch im Sinne der Völkerfreundschaft den Genossinnen und Genossen Unterstützung vom sozialistischen Bruderstaat zu gewähren.

In Hubei ist es mit Epidemie (fast) vorbei

Dank rigoroser Vereinzelungsmassnahmen. Das bisher exponentielle Wachstum biegt nun in ein logistisches ein. Der Virus kann sich ja nur verbreiten, wenn die Menschen sich begegnen. Mit Fahrverbot, Ausgangssperre und der Absage öffentlicher sowie dem de facto Verbot fast aller privater Zusammenkünfte, hat China es geschafft, dem Virus die Grundlage für die Weiterverbreitung zu entziehen. Dagegen haben im Mittelalter die Menschen alle dicht in der Kirche gedrängt gebetet und dann auch noch alle das Kreuz Geküsst, dass man ihnen hingehalten hat. Zwei Wochen später waren dann alle Gemeindemitglieder tot. Die sogenannte „Quarantäne“ der „Diamond Princess“ war eher leichtsinnig. Oder wollte man warten bis sich alle 4.000 an Bord gegenseitig anstecken ? Ein Risiko stellt aktuell nur die möglicherweise unerkannte Verbreitung in der Bevölkerung zB in Japan oder Singapur dar. Zumal es auch für beide Länder (noch) keine Reisewarnungen gibt.

@möbius

Es gab "bisher" überhaupt kein mit mehreren Meßpunkten belegbares exponentielles Wachstum, sondern nur irgendeine Kurve der Infiziertenzahlen, deren Verhältnisse von Stichtag zu Vortag tendenziell stets kleiner wurde und vom zeitlichen Trend gesehen bald(!) den Wert von "1" unterschreiten wird. Auch auf eine logistische Funktion trifft das nicht zu. Der Verlauf ist einfach "irgendwas". Was für ein Naturgesetzt sollte auch dahinterstecken?!

@09:47 von Möbius

"Dagegen haben im Mittelalter die Menschen alle dicht in der Kirche gedrängt gebetet und dann auch noch alle das Kreuz Geküsst, dass man ihnen hingehalten hat. "

Bei einem Pestausbruch kann man auch alles kuessen was sich einem in den Weg stellt. Nur keine Ratten. Pest uebertraegt sich durch Rattenfloehe.

Die Pest hat sich im Mittelalter wegen der zunehmend dichten Bevoelkerung in den Ballungsraeumen mit zunehmenden Problemen der Abfallbeseitugung verbreitet. Das war der Naehrboden fuer die Ratten, spaeter auch fuer Cholerabakterien.

Starb nun ein Pestpatient sind die Floehe (infiziert) vom Leichnam geflohen um sich das naechste Opfer zu suchen. Fuer Ratten sind die Pesterreger nicht besonders krankmachend.

Dort wo kein Abfall waer, war man einigermassen geschuetzt.

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