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Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier trifft in gewohnter Manier den richtigen Ton, um der Opfer in Dresden wie der Opfern von Krieg und Nazidiktatur insgesamt angemessen zu gedenken. Und er nimmt kein Blatt vor den Mund, die Bedrohungen von Demokratie, Rechtstaatlichkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt klar zu benennen. Danke für die klaren angemessenen Worte vom richtigen Präsidenten zur rechten Zeit.

"die Demokratie verteidigen"

Dies kann ich nur unterstreichen, dass dies eine wichtige Aufgabe für uns alle ist.

Aber dass dies Steinmeier selbst tut (obwohl er dies ausspricht), kann ich leider nicht mehr glauben. Wo war Steinmeier die letzten Tage um die Demokratie zu verteidigen?

Der Opfer gedenken, die Demokratie verteidigen

Ich gedenke allen Opfern, die durch die deutschen Nationalsozialisten weltweit getötet und vertrieben wurden. Dresden war da die logische Endkonsequenz für unseren Angriffskrieg!

was tun Sie, Herr Präsident?

"Wenn gewählte Abgeordnete heute die Parlamente, in denen sie sitzen, vorführen und lächerlich machen, dann ist das der Versuch, die Demokratie von innen zu zerstören."
Und mich macht das fast verrückt: ist das alles Herr Präsident? Diese gewählten Abgeordneten zucken mit den Schultern und grinsen, weil Ihnen scheinbar gar nichts einfällt dagegen. Den Zustand zu beschreiben verändert ihn nicht. Und diese ewigen Appelle an Zivilcourage und Rückgrat sind schön, aber von Politik erwarte ich mehr.

Danke Herr Steinmeier!

Vielen Dank an Herrn Steinmeier! Er hat eine richtig gute Darlegung beider Aspekte geliefert. Das Unrecht, das durch uns Deutschen verursacht wurde darf niemals vergessen werden, genauso wenig wie das Leid derer, die durch die Bombenangriffe Schlimmes erfuhren. Es ist beschämend, wie sich Linke wie Rechte das Gedenken der Bombardierung zu Nutze machen.

Gedenken an Dresden?

Auch das Leid der deutschen Zivilbevölkerung, als Opfer des zweiten Weltkriegs, ist Teil deutscher Geschichte.
Das Gedenken hieran soll Mahnung sein, dass die Gräuel der NS Diktatur sich nie wieder wiederholen dürfen!

16:26 von almudo

„was tun Sie, Herr Präsident?“

Der Bundespräsident ist mangels entsprechender Befugnisse nicht in der Position, Dinge zu verändern.

Aber er ist sehr wohl in der Lage, den Zustand sehr treffend zu beschreiben. Und wer ihm zuhört, wird ihm i.d.R. Recht geben.

Und die Verteidigung der Demokratie ist unser aller Aufgabe.

Sehe ich auch so ...

Zitat: ""Wer heute noch die Toten von Dresden gegen die Toten von Auschwitz aufrechnet; wer versucht, deutsches Unrecht kleinzureden; wer wider besseres Wissen historische Fakten verfälscht, dem müssen wir als Demokratinnen und Demokraten die Stirn bieten."

Sehe ich auch so.
Ich weiß nicht, warum das besondere Erwähnung findet.
Außer ewiggestrigen, rechtsextremen Spinnern macht dies ja auch keiner.

Wenn Hr. Steinmeier diesen dämlichen Gendersprech ("Demokratinnen und Demokraten") weglassen könnte, wäre das einmal eine Aussage von Hrn. Steinmeier, die ich rundum unterschreiben könnten. Lassen wir mal den Aspekt weg, dass es solche und solche Demokraten gibt. Die einen anerkennen demokratische Wahlen. Die anderen eben nicht.

@ Giselbert

Es ist äußerst unappetittlich und erschreckend, welche Botschaften sie hier implizit verbreiten.

Was uns der Tag heute lehren sollte, ist was passiert, wenn die Gesellschaft versagt.

Die Nazis und ihre direkten und indirekten Helfer haben so viel Leid über die Menschheit gebracht - "Nie wieder!".

Da ich nicht so im impliziten wie sie bleiben möchte hier einmal gearde heraus:
Große und einflussreiche Teile der AfD stehen in geistiger Nachfolge de NSDAP.

*Jeder* anständige Deutsche muss das zu tiefst verbascheuen und sich davon maximal distanzieren.

Entweder die AfD wird ihren rechtsextremen Flügel los, oder sie müssen damit leben, dass aufrechte Demokraten ihnen maximalen Widerstand entgegen setzen.
Nie wieder und wehret den Anfängen!

Dresden

Hatten die Deutschen nicht den totalen Krieg gewollt?
Im Übrigen nervt der „Dresdenkult“!
Das damals schon Nazilastige Dresden blieb bis fast zum Schluss von Angriffen weitestgehend verschont.
Wir hier in Köln hatten über 260 Bombennächte,
Hamburg wurde fast vollständig zerstört.

Ebenfalls vielen Dank

Herr Steinmeier hat, wie bereits andere schrieben, die richtigen Worte gesagt. Das ist seine Rolle und die füllt er 100-prozentig aus. Unser Bundespräsident hat nicht die eingreifende Rolle, wie in Präsidialsystemen. Aus gutem Grund, weil die letzten Reichskanzler nur noch unter dem Schutz des Reichspräsidenten per Notstandsverordnung regierten, weil dort die Parteienlandschaft noch zersplitterter war als heute. Unser Bundespräsident kann den politisch Handelnden und uns allen "nur" ins Gewissen reden - und das macht er sehr gut. An seinem Ton und seinem Auftreten sollten sich andere ein Beispiel nehmen.

Wieviel Menschen, die aus dem Osten flohen waren in der Stadt? Niemand kennt die ganze Wahrheit, auch kein Historiker. Krieg ist grausam. Es gab Millionen Opfer an vielen Orten, Leid, Not, Vertreibung >1914-1918< >1939-1945< ..

Kriege gibt es immer noch weltweit. Immer noch Tode, Flüchtlinge, Not. Ob Demokratie oder in welchem politischen System auch immer, warum die Menschen aus der Geschichte, aus Erfahrungen keine Lehren daraus ziehen ist unbegreiflich.

Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen ist heute wieder eine der schönsten Städte Deutschlands. Das Umland ist grandios, Schlösser, Natur, Lebensqualität.

Eine weltoffene Stadt mit Zukunft. Bildung, Wissenschaft und Forschung, moderne Wirtschaft ...
..in der Gläsernen Manufaktur wird die Elektromobilität gezeigt und realisiert usw...
Ich bin gerne in Dresden.

Die Dresdner, wir alle, sollten dankbar sein und nicht vergessen.
Es könnte auch ganz anders sein.

Herr Steinmeier in Dresden?

Eine ausgewogene Rede des Herrn Bundespräsidenten!

Nicht vergessen:

Nicht vergessen: A. Gauland von der aFd hat all dies als "Vogelschiss" bezeichnet!

@almudo

Ich verstehe Sie vollkommen ! Doch Steinmeier macht einen sehr guten Job, sagt im richtigen Augenblick das Richtige und genau das soll er auch tun und es ist seine Hauptaufgabe !
Worte sind und bleiben eine Macht ! Oder hat sich die AfD aufgrund ihrer wunderbaren Taten in die Parlamente manövriert ?? Auch sie bedienen sich seit Jahren "nur" der Worte - wenn auch in diesem Falle zerstörerisch und zersetzend ! Gott sei Dank konnten sie ihre abstrusen politischen Weltbilder bisher nicht unter Beweis stellen.
Steinmeier bedient sich derselbe Waffe - und zeigt, wie man sie im konstruktiven, selbstkritischen und demokratischen Sinne gebrauchen kann.
Beides zeigt Wirkung ! Man sollte den Dialog zwischen den Menschen niemals unterschätzen - weder im guten noch im schlechten Sinne !

16:09 von Giselbert

Zitat:"Wo war Steinmeier die letzten Tage um die Demokratie zu verteidigen?"

Dazu hat der Bundespräsident die passenden Worte gefunden:"Wenn gewählte Abgeordnete heute die Parlamente, in denen sie sitzen, vorführen und lächerlich machen, dann ist das der Versuch, die Demokratie von innen zu zerstören."
Dem ist nichts hinzuzufügen!

Verantwortung ja. Schuld nein.

Es gibt ja einige Leute im politischen Spektrum, die der Ansicht sind, es wäre Zeit, die Schuldkultur zu beenden. Leute, die gerne Verantwortung und Verantwortlichkeit in einen Topf werfen und damit Propaganda betrieben.
Dazu kann ich nur sagen: von den Verantwortlichen von damals lebt heute kaum noch jemand. Man kann also niemanden für das Geschehene mehr verantwortlich machen. Aber wir alle haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Geschehnisse in Erinnerung bleiben, damit sie nicht wieder geschehen. Wenn wir das nicht machen, dann werden wir verantwortlich für die Dinge, die dann geschehen.

16:38 von Feo

Zitat:"Auch das Leid der deutschen Zivilbevölkerung, als Opfer des zweiten Weltkriegs, ist Teil deutscher Geschichte."
Richtig! Genauso wie das Leid der polnischen, holländischen, belgischen,französischen, norwegischen, russischen, jugoslawischen, griechischen (Aufzählung unvollständig) Zivilbevölkerung. Nebenbei: Der sog. "Nero-Befehl" Hitlers, nach dem die Wehrmacht alles auf dem Rückzug zerstören müsse, damit der Feind (und die eigene Bevölkerung!!) es nicht mehr nutzen könne, hat zu diesem Leid erheblich beigetragen.

Steinmeiers findet die richtigen Worte

Eine verdammt gute Rede, die unser Bundespräsident Steinmeier heute im Dresdner Kulturpalast gehalten hat. Schon bei seiner Antrittsrede nach seiner Wahl in der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 dachte ich, dieser Mann hat das Zeug, ein richtig guter Bundespräsident zu werden. Heute, drei Jahre später, kann ich sagen: Frank-Walter Steinmeier ist ein guter Bundespräsident.

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Es spricht Bände, dass für Sie bei einer Rede unseres Bundespräsidenten zur Bombardierung Dresdens vor genau 75 Jahren der angeblich "dämliche Gendersprech" das Thema ist - wohingegen die unerträglichen Aussagen des Faschisten Höcke in Ihrer afd ("dämliche Erinnerungskultur") Ihnen bisher keinen Anlass zur Distanzierung wert sind.
Wie unterschiedlich es doch sein kann, was man für dämlich hält.

Es wird immer noch

Es wird immer noch aufgerechnet, wer mehr Schuld und wer was verdient hat?
Gehen wir doch mal davon aus, dass damals kaum einer an den Überlegungen beteiligt war, wer wo wen angreift, wie sich verteidigt wird, usw.
Dann wird man ganz schnell draufkommen, dass es nur Verlierer gibt.
Und ganz peinlich wird immer noch aufgerechnet, was Kriegsverbrechen waren und was nicht.
Verbrechen kann man nicht mit Verbrechen rückgängig machen. Das sollte man heute schon anerkennen. Und an wk2 müssen sich nicht nur deutsche erinnern, denn die Verantwortung haben heute ca 8mrd Menschen. Deutsche, Türken, Amerikaner, Chinesen, ... alle wissen, was passiert ist und was man machen muss, dass es nicht wieder passiert. Komischerweise gibt es unfassbar viele Kriege weltweit. Richtig lernen wollen die Menschen wohl kaum.

Schade: Versöhnungs-Chance

Die Zahl der Dresden Opfer schwankt von Jahr zu Jahr: mal 20K mal 40000. Egal wie, jeder einzelne davon war zu viel. Nicht nur in DD, sondern auch in allen Ländern! Dass DD auch für Versöhnung und Ausgleich steht, zeigt das Kreuz auf der Frauenkirche. Als man es im Schutt fand, war es nicht mehr restaurierbar. Englische Veteranen haben das gespendet und es wurde vom Sohn eines Bomberpiloten geschmiedet. Nicht als Schuld-Eingeständnis zu verstehen, sondern als Geschenk zur Aussöhnung. Schuld lässt sich nicht aufrechnen, nicht bilanzieren. Tote erst recht nicht.

Am 13. Februar 2020 um 16:15 von Icke 1

Zitat:
"...Dresden war da die logische Endkonsequenz für unseren Angriffskrieg!..."

Zum Glück haben sich die Anglo-Amerikaner anders entschieden und nicht die A-Bombe auf Dresden abgeworfen.

Meine Schwägerin war damals noch ein Kind, war im Keller mit Anderen eingeschlossen und wurden traumatisiert von deutschen Lanzern befreit. Sie schweigt meist darüber, aber es hat sich ein Bild der Verantwortung bei ihr verfestigt.
Von deutschen Boden darf niemals mehr ein Krieg ausgehen.

Gefahr für die Demokratie

ist vor allem aus der Missachtung von Grundgesetz und von demokratischen Wahlentscheidungen entstanden. Dabei kommt es auch nicht auf das Gesagte an, sondern auf die Handlungen und die Wirkungen von Handlungen. Man darf sich nie nie auf die Aussagen von Menschen und Institutionen verlassen, immer sind es die Handlungen und deren Wirkungen die zählen und auf die man achten muss.

Ich hoffe, dass sich die Verfassung wehrhaft zeigt und die Verfassungsorgane im Sinne des Grundgesetzes Gefahren die sich an vielen Stellen aufgezeigt haben mit Entschiedenheit bekämpfen.

Es ist an den Deutschen, diese Gefahren zu erkennen und für die Werte des Grundgesetzes zu kämpfen, wo immer sie bedroht werden. Leider sind viele zu träge geworden und überlassen das Anderen, damit wird die Verfassung immer angreifbarer und fragiler.

Terminus 'Demokratie'

so viel will ich hier gar nicht gegen Bundespräsident Steinmeier sagen, nur, daß er wie viele andere den Terminus 'Demokratie' eher falsch verwendet.
Demokratie ist eine Herrschaftsform (Wikipedia : '... Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen'),
_
zur Erörterung von ethischen und moralischen Fragen ist diese nur im Rahmen eines 'demokratischen' Diskurses als Werkzeug geeignet und auch geboten.

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