Ihre Meinung zu: Macron-Kritik an Erdogan: "Das ist ein gebrochenes Versprechen"

29. Januar 2020 - 19:34 Uhr

Türkische Kriegsschiffe und syrische Söldner habe die Türkei nach Libyen entsandt. So lautet der Vorwurf von Frankreichs Präsident Macron. Das stehe im Gegensatz zu den Zusagen, die der türkische Staatschef gemacht habe.

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Kommentare

"... ein Angriff auf die Souveränität Libyens..."

Und das aus dem Mund des französischen Präsidenten - nachdem es sein Land war, das führend dabei, Libyen zu zerstören. Libyen, das Land mit dem höchsten Lebensstandard Afrikas ist heute ein Failed-State - dank tatkräftiger Mithilfe Frankreichs.

Friedensengel?

Die Türkei unterstützt in Libyen die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis. Diese libysche Regierung hat Deutschland als lrgitime Vertretung Libyiens anerkannt. Die Türkei bilden in Libyien Soldaten aus, wie Deutschland in Irak.
Das wurde von beiden Regierungen gewünscht.
War es nicht Frankreich, die USA, Großbritannien und Kanada dass Libyien zerstörte? Sie haben das Chaos angerichtet?

@NeNeNe

"War es nicht Frankreich, die USA, Großbritannien und Kanada dass Libyien zerstörte? Sie haben das Chaos angerichtet?"

Auf eine einfache Frage eine einfache Antwort: Nein, die waren es nicht.

Hatte Erdogan der Merkel in

Hatte Erdogan der Merkel in Istanbul letzte Woche nicht öffentlich entlocken können, dass der Warlord Haftar In Berlin nichts unterschrieben hat ?
so what ?
Wer sonst soll sich diesem Handlanger Haftar entgegen stellen ?

Ein Mann, ein Wort

Das war in vielen Generationen eine Formel, auf die man sich verlassen konnte und die "Ehrenmänner" auszeichneten.

Machtpolitikern wie Erdogan, Trump & Co geht es nicht um Moral und Ehre sondern ausschließlich um den Erfolg. Sie leben von Machtdemonstration und Einschüchterung.

Verträge mit solchen Leuten sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben sind.

@DrBeyer

nun verdrehen sie mal nicht die fakten. natürlich waren sie es!

Libyen-Gipfel

Merkels Libyen-Gipfel war also erwartungsgemäß eine bombastische Selbstinszenierung ohne diplomatischen oder humanitären Mehrwert.

Die Welt schaute wieder einmal auf Berlin. Eifrig wurde die Abschlusserklärung studiert. Darin enthalten unter anderem die Aufforderungen zu einem Waffenstillstand, zur „Aufnahme vertrauensbildender Maßnahmen“ sowie zur „Entwaffnung bewaffneter Gruppen“. Weiter wurden die „Akteure“ angehalten, „alle Handlungen zu unterlassen, die den Konflikt verschärfen“ könnten. Angemahnt außerdem „eine transparente, rechenschaftspflichtige, faire und gerechte Verteilung öffentlicher Güter“. Und so weiter und so fort bis hin zu der Auflage einer „maßgeblichen Beteiligung von Frauen und jungen Menschen an allen Aktivitäten in Bezug auf den demokratischen Übergang Libyens“.

Was für eine Ansammlung inhaltsleerer Gemeinplätze.

Tatsächlich erstaunen kann dabei nur, wie viele immer wieder auf diese Masche hereinfallen.

Hat jemand wirklich etwas anderes erwartet?

"Das ist ein gebrochenes Versprechen" [Macron zu Erdogan]

Über das, was von den von Politikern abgegebenen Versprechen im Allgemeinen und vom Sinn der unter ihnen abgehaltenen „Konferenzen“ im Besonderen zu halten ist, kann sich jeder, der sich diesbezüglich immer noch Illusionen hingibt anhand des folgenden Auszugs aus dem Artikel aufklären lassen:

„Die UN-Mission in Libyen hatte am Samstag mitgeteilt, dass mehrere Teilnehmerländer des Berliner Libyen-Gipfels das dort bekräftigte Waffenembargo bereits gebrochen hätten. Es seien seither mehrere Maschinen auf Flughäfen im Westen und Osten Libyens gelandet, mit denen Waffen, gepanzerte Fahrzeuge, Kämpfer und Berater ins Land gebracht worden seien. Die Namen der Länder wurden nicht genannt“.

Macron

Wenn der Franzose Kriegsschiffe an die Grenzen zur Türkei schickt dann darf mann nicht staunen wenn der Türke antwortet.

Einfache Antwort ?

"Waren es nicht Frankreich, die USA ....... die Libyen zerstörten?"
Ganz so simpel wie Sie annehmen, ist die Antwort keineswegs:
https://www.dw.com/de/libyen-krieg-als-rachefeldzug-sarkozys/a-43090503

@DrBeyer

Die Usa, Großbritannien und Frankreich waren es doch, die Das Land zerstört haben.

DrBeyer 20.11

doch, die waren es, die die Rebellen an die Macht gebombt haben, die Libyen ins Chaos stürzten- wer sonst?
Abgesehen davon ließen sich Merkel und Maas wohl viel zu früh von den ÖR-Medien und ihren Fans hier für die Konferenz feiern. Deren Beschlüsse schon in den ersten 48 Stunden gebrochen wurden-obwohl sie schon vor der Konferenz formuliert wurden. Was bleibt ist ein Conte, der beleidigt ist, weil er nicht in der ersten Reihe stehen durfte, ein weiteres Waffenembargo, was nicht eingehalten wird und ein nicht funktionierender Waffenstillstand

19:51 von B. Goldmann

>>>Und das aus dem Mund des französischen Präsidenten - nachdem es sein Land war, das führend dabei, Libyen zu zerstören. Libyen, das Land mit dem höchsten Lebensstandard Afrikas ist heute ein Failed-State - dank tatkräftiger Mithilfe Frankreichs.<<<

Der Lebensstandard sah so aus, dass es keine Menschenrechte gab. Vielleicht googlen Sie mal was es bedeutete wenn man als Frau von Gaddafi an der Schulter berührt wurde.

Gegen die Verbrehen gegen die Menschlichkeit einzuschreiten gab es ein UN-Mandat. Ihr Vergleich ist keiner.

Klare Kante zeigen

Europäische und amerikanische Bodentruppen werden nicht zum Einsatz kommen. Also versuchen die Konfliktparteien, woanders Unterstützung zu holen. Die Türkei als Regionalmacht könnte Ordnung schaffen.

Statt immer wieder die Türkei zu belehren, sollte sie unterstützt werden. Wer hat denn die Waffenruhe zuerst nicht eingehalten?

Der Stärkere setzt sich eben doch durch. Das müsste auch Maas wissen.

20:34 von Woinem

“Wenn der Franzose Kriegsschiffe an die Grenzen zur Türkei schickt dann darf mann nicht staunen wenn der Türke antwortet.“

Wie darf ich mir das vorstellen? Krieg gegen Frankreich?

Gelten nicht eigentlich noch

Gelten nicht eigentlich noch die UN-Resolutionen 1970 und 1973? Wenn ja ist es mehr als ein "gebrochenes Versprechen".

USA, Großbritannien und Frankreich waren es doch, die Das Lan

Egal wer es war die großen Worte aus Berlin sind Schall und Rauch die halten nicht bis zur Bundestagswahl durch.
Solange keine Interessensgemeinschaft bei Wortbruch Konsequenzen einleitet ist jeder Vertrag sinnlos. Deutschland kann außer einem Scheckbuch nichts bieten. Respekt haben diese Machthaber nur wenn Maßnahmen ergriffen werden die weh tun. Dazu ist Deutschland nicht fähig und somit ist der Schlüssel wie es unser Außenminister ausdrückt wachsweich und kann kein Schloss aufschließen.

Macron hat recht. Nur, wer

Macron hat recht. Nur, wer könnte denn welche Sanktionen in Kraft setzen ? Daran krankt das Abkommen. Im übrigen, es erstaunt mich, dass einige Kommentatoren das menschenrechtsfreie diktatorische Gaddafi-Regime glorifizieren. Ansonsten: " Geburtswehen " sollten nicht davon abhalten das Kind ( Demokratie ) zur Welt zu bringen.

@teenriot 20.50

oh je, jetzt kommen Sie mit UN-Resolutionen? Schauen Sie sich mal die lange Liste der UN-Resolutionen an, die komplett ignoriert wurden, u.a. durch Israel unter verschiedenen Regierungen! Hier hat Macron wohl Recht, aber als Amtsnachfolger von Sarkozy sollte er, was Libyen angeht, auch etwas bescheidener und demütiger auftreten.

21:07 von deutlich

>>>oh je, jetzt kommen Sie mit UN-Resolutionen? Schauen Sie sich mal die lange Liste der UN-Resolutionen an, die komplett ignoriert wurden, u.a. durch Israel unter verschiedenen Regierungen! <<<

Ihr Whataboutismus sagt exakt nichts aus. Was ist mit dem Corona-Virus? Sagt genau so viel aus...

20:46 von teenriot - Gaddafi

war sicher ein Diktator - aber hat das den Westen schon einmal gestört? War Gaddafi schlimmer als SaudiArabien? Schlimmer als die anderen afrikanischen Potentaten? Meinen Sie, man hat Libyen zerstört, weil Gaddafi ein Diktator war und man mit der Zerstörung ihres Landes den Libyern die Menschenrechte bringen wollte? Übrigens: Gaddafi war für die Gleichberechtigung der Frauen - Frauen und Männer waren in Libyen gleichgestellt. Das gefiel vielen traditionellen Einwohnern aus bestimmten Stämmen nicht, u. a. waren sie deshalb gegen Gaddafi. Und das mit dem höchsten Lebensstandard Afrikas kann man googeln - versuchen Sie es.

21:16, B. Goldmann

>>20:46 von teenriot - Gaddafi
war sicher ein Diktator - aber hat das den Westen schon einmal gestört?<<

Zum Beispiel, als das Flugzeug über Lockerbie explodierte. Oder als die Diskothek La Belle in Berlin Opfer eines von Libyen orchestrierten Anschlages wurde.

der kranke Mann am Bosporus

mir scheint so sieht sich Erdogan nicht

und seine Bevoelkerung ist trunken von Nationalismus
besser neu erwachtem Groessenwahn

Macron

Was geht das ein Monsieur Macron an, wen oder was die Türkei nach Libyen ensandt? Der offiziell anerkannte Präsident von Libyen bittete um Hilfe und die Türkei hilft. So what?

Ich muss ganz ehrlich sagen

erstaunt bin ich nicht das es in Libyen mit Streitereien weiter geht. Es waren so schöne Worte bei der Berliner Frieden Konferenz von Frau Merkel,gebracht hat es anscheinend nichts.

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