Ihre Meinung zu: Razzia gegen Rechtsextreme - "Combat 18" ist verboten

23. Januar 2020 - 7:44 Uhr

Das Innenministerium hat die rechtsextreme Neonazi-Vereinigung "Combat 18" verboten. Bei Razzien in mehreren Bundesländern beschlagnahmten Ermittler Beweismaterial. Von Holger Schmidt und Michael Götschenberg.

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Der mutmaßliche Mörder des

Der mutmaßliche Mörder des Kassler Regierungspräsidenten Lübcke, Stephan E., hatte nicht nur Kontakte zur jetzt verbotenen Gruppe Combat18, sondern nachweislich auch zur AfD, für die er sogar im hessischen Landtagswahlkampf 2018 engagiert war. Es bleibt besorgniserregend, dass eine immer stärker völkisch-nationalistisch geprägte afd auch zum gewaltbereiten rechtsextremen Rand de facto nicht klar abgegrenzt ist und eine Anziehungskraft entwickelt, je weiter sie nach rechtsaußen abdriftet. Auch da gilt es, mit allen politischen und juristischen Mitteln unsere offene demokratische Gesellschaft zu verteidigen.

Verbot?

Dann hoffen wir mal, dass das Verbot von "Combat 18" klappt, nachdem sogar die Antifa bei der Überführung der Neonazi-Vereinigung mitgeholfen hat.
Und dass es nicht in die Hose geht, wie bei der linksextremistischen Plattform "Indymedia".

Rechtsextreme "C18"

Ich glaube, man kann davon ausgehen, dass es Kontakte des "NSU" zu "C18" gab und die auch wussten, was läuft; rechtssicher beweisen wird wohl schwierig.
Zu verbieten ist immer problematisch, da dann die Mitglieder noch mehr im Untergrund agieren.
Auch wenn es sicherlich kein deutsches Phenomen ist, auch in vielen anderen demokratischen Ländern gibt es rechtsextreme Gruppierungen oder sogar Parteien: ist m. M. alles ekelhaft und menschenverachtend!

Da hat die Polizei eine tolle

Da hat die Polizei eine tolle Arbeit geleistet. Diese Terroristen gehören ins Gefängnis und nirgends wo anders hin !

Die Vereinigung Combat 18 ist verboten, aber

deren Mitglieder sind natürlich immer noch da und werden weiter aktiv bleiben.

Hier im Aachener Raum gab es bis zu ihrem Verbot die "Kameradschaft Aachener Land". Heute nennen sich deren ehemalige Mitglieder "Syndikat 52".

Gibt dem Kind einen neuen Namen und mach weiter wie gehabt. Wird bei Combat 18 nicht anders laufen.

Warum werden solche Leute

Warum werden solche Leute über lange Zeit öffentlich vorgewarnt? Ist das Absicht?!

Symptome behandelt statt Ursachen bekämpft

Solche Organisationen braucht niemand! Schön, dass sie verboten wird. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Diese Vereinigung wird verboten, aber die Anhänger können sich immer wieder neu formieren. Gerade im Internet lassen sich viele Foren und Seiten aufspüren, wo genau das passiert.

Es geht meiner Meinung nach eher darum, in den Dialog zu gehen, den Hass zu bekämpfen und vor allem solche toxischen Meinungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Frühe Aufklärung, Bildung und Aufbau sozialer Kompetenzen würde mir als erster Lösungsimpuls einfallen :)

Staat und Gesellschaft muss endlich aufwachen !

Es ist höchste Zeit, dass Gesellschaft und Staat gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus vorgeht.
Das beginnt bei den "rechtesradikalen" Gesinnungsgenossen im Staatsdienst, insbesondere bei den Diensten und der Polizei (siehe den Auswüchsen in Sachsen und Hessen), so wie sich auch die Justiz sich mal fragen lassen darf, in wie weit sich die Rechtsextremisten durch (meiner Meinung nach) viel zu milde Urteile herausgefordert fühlen ihr schändliches Werke fortzuführen.
Wenn ich mir das Vorstrafenregister des (mutmaßlichen) Täters von Herrn Lübcke anschaue, dann kann ich nur zu diesem Schluss kommen.
Wenn es in unserer Gesellschaft wieder möglich ist, antisemitische und fremdenfeindliche Sprüche zu klopfen, und sich öffentlich zum "braunen" parteipolitischen Milieu zu bekennen, ist auch hier höchste Eile geboten, diesem Treiben ein Ende zu bereiten - und da sind alle humanistisch-liberalen Demokraten aufgefordert sich an dieser Stelle zu engagieren.

Gruß Hador

Entweder wird im Moment reichlich viel gemutmaßt...

...oder die zuständigen Behörden wollen keine Informationen herausgeben, weil "Teile davon die Bevölkerung verunsichern könnten."

Liegen konkrete Beweise gegen Combat 18 vor, dann müssen sie auch auf den Tisch, dann müssen sie klar und deutlich kommuniziert werden. Wenn Vereine bzw. Vereinigungen verboten werden, muss transparent sein, warum. Verbote nach dem Motto auszusprechen, dass schon keiner dagegen zu klagen wagen wird, das ist eines Rechtsstaats unwürdig.

Und in einem Rechtsstaat sollten, nein müssen, konkrete Beweise mehr zählen als irgendwelche moralisch gut gemeinten Aktionen, die auf Mutmaßungen basieren. Sonst bleibt nur der Antagonismus zwischen "gut gemeint" und "gut gemacht."

Abgesehen davon wird das Problem nicht verschwinden. Wenn man Combat 18 verbietet, lösen sich die bisherigen Mitglieder nicht in Luft auf. Sie werden sich wohl neu organisieren. Das Ganze hat etwas vom Wettlauf zwischen Hase und Igel, mit dem Staat in der Rolle des Hasen.

Gut so!

Gut so!
Zitat: "Das Innenministerium hat die rechtsextreme Neonazi-Vereinigung "Combat 18" verboten."

Gut so!

Warum dauert es so lange, terroristische Vereinigungen zu verbieten?

Warum diese Sache mit so viel medialem Tamtam begleitet wird, verstehe ich indes nicht: schließlich - so wie im Artikel zu lesen ist - war ""Combat 18" nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden als Organisation weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden".

@andereseits 7.25

Wie genau soll eine Partei verhindern, dass Menschen mit ihr sympathisieren, die Straftaten begehen? Wie sollten z.B. die Linke oder die Grünen verhindern, dass jemand, der sich für sie einsetzt, in Wirklichkeit eine kapitale Straftat plant oder verüben wird?
Hier das Versäumnis einer aktiven "Abgrenzung" vorzuwerfen, erscheint mir nicht realistisch.

@andererseits um 07:25Uhr

Schöne Worte, aber eben nur schöne Worte! Die Realität sieht leider anders aus! Ich staune immer wieder, was die Bürger erwarten, wenn eine Partei oder eine Organisation oder ein sogenannter Verein verboten wird. Als Erstes wird es immer Juristen geben, die ein Verbot zu verhindern oder zu verzögern wissen und die "harten Kerne" sind sowieso nicht beeindruckt. Oder hat ein Verbot den NSU verhindert oder gibt es keine "Hells Angel" mehr? Der sogenannte Rechtstaat kann eine Geldstrafe wegen Verwendung verbotener Symbole aussprechen, aber mehr letztlich nicht.

"K(r)ampf gegen Rechts": Armutszeugnis für die Bundesregierung

Wie kann es sein, dass ein vom Familienministerium (!) mit 110 Mio. Euro / Jahr geförderter sog. "Kampf gegen Rechts" es nicht vermag, derartige rechtsextreme Umtriebe wie die von "Combat18" effektiv zu bekämpfen?

Es ist ein Armutszeugnis für die Regierung, dass es trotz dieser immensen Summen nicht möglich ist, diesen rechtsextremen Sumpf trocken zu legen.

Meine Vermutung: der sog. "Kampf gegen Rechts" richtet sich nicht in erster Linie dem Rechtsextremismus, was er sollte, sondern der Bekämpfung grund-vernünftiger konservativer, bürgerlicher und liberaler Kräfte in diesem Land.

Insofern wird aus einem Kampf gegen den Rechtsextremismus ein "Krampf gegen Rechts".

@GeMe um 7.54 Uhr u.a., "Gib dem Kind einen anderen Namen ..."

Sicherlich haben Sie (wie auch viele ander Kommentatoren hier) damit recht, dass die Mitglieder versuchen werden, sich neu zu organisieren.
Allerdings sind die Mitglieder nun namentlich bekannt und registriert, insofern dürfte es schwierig werden, unbeobachtet neue Organisationen zu gründen.
Jeder kann einen Kaninchenzüchterverein gründen und da alles andere machen, als Kaninchen zu züchten.
Als "gemeinnützig" deklarierte Sportgruppen, Kulturvereine ..., überall sollte genauer hingeguckt werden, wer die Mitglieder sind und was da genau gemacht wird. Auch die Geldquellen sollten angeschaut werden.
Es gibt zwar Decknamen, aber seine echte Identität kann man ja glücklicherweise nicht so leicht austauschen wie den Namen eines Vereins.
Ich sehe den Willen unseres Staates, den Sumpf auszuheben und bin zuversichtlich.

re Bote

"Warum diese Sache mit so viel medialem Tamtam begleitet wird, verstehe ich indes nicht: schließlich - so wie im Artikel zu lesen ist - war ""Combat 18" nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden als Organisation weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden"

Wenn Sie die Artikel vollständig lesen würden, bevor Sie kommentieren, würden SIe es vielleicht verstehen.

Zitat aus dem Artikel:
"In den vergangenen Jahren hat diese Struktur nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörden regional wieder an Bedeutung gewonnen, vor allem in Hessen und Nordrhein-Westfalen."

07:25 von andererseits

Es bleibt besorgniserregend, dass eine immer stärker völkisch-nationalistisch geprägte afd auch zum gewaltbereiten rechtsextremen Rand de facto nicht klar abgegrenzt ist und eine Anziehungskraft entwickelt, je weiter sie nach rechtsaußen abdriftet. Auch da gilt es, mit allen politischen und juristischen Mitteln unsere offene demokratische Gesellschaft zu verteidigen.

Verbote sind nicht unbedingt ein Stilmittel einer offenen demokratischen Gesellschaft.
.
Außerdem sehe ich die Sache etwas anders: die AfD gibt den Menschen einen Ort im politischen Gefüge, der in Einzelfällen einer genaueren Abgrenzung nach ganz rechts bedarf, aber es ist ein Ort im demokratischen Spektrum. Ohne eine "völkisch geprägte" Partei, wie Sie schreiben, gäbe es ein Vakuum, und noch mehr Menschen würden sichzu faschistischen Gruppierungen hingezogen fühlen, um ihrer Einstellung Ausdruck zu verleihen. So hat die AfD zB sehr viele Nichtwähler mobilisiert und aus dieser Grauzone zurück geholt.

Dieses Verbot

und die weiteren, die zum Austrocknen der rechtsnationalen Sumpflandschaften insgesamt noch erfolgen müssen, sind unbestritten notwendig. Ob sie aber zum "Umdenken" in den Köpfen der Betroffenen führen, oder vielmehr zum abtauchen und umfirmieren bleibt ungewiss.
Wichtig bleibt jedoch die Ermittlungsarbeit um Attentate und Bedrohungen für die Fanatiker zu erschweren und deren Risiko zu erhöhen. Der wichtigere Teil des Kampfes gegen "Rechts" und für den Schutz aller Bürger gegen Radikale Übergriffe. Und die Offenlegung der Vernetzung dieser Gewalttäter mit deren Repräsentanten , die in den Bundestag gewählt wurden.

07:57 von einBert

Warum werden solche Leute über lange Zeit öffentlich vorgewarnt? Ist das Absicht?!

Warum werden Raser vor Radarfallen gewarnt? Natürlich ist es Absicht, weil man sie nicht in erster Linie bei illegalem Tun und Treiben erwischen will, sondern dazu erziehen möchte, ihr Verhalten so zu ändern, dass es den Gesetzen entspricht. Dazu gehört auch, dass man solchen Menschen klar macht, dass man ihnen auf den illegalen Fersen ist.
.
Warnt man nun illegale Gruppierungen mit einem drohenden Verbot, so haben diese zwar einerseits die Möglichkeit, sich neu aufzustellen, andererseits wird den etwas helleren Mitgliedern solcher Nazi-Clubs klar, dass dergestaltes Auftreten in einer demokratischen Gesellschaft nicht geduldet werden kann und nicht toleriert werden wird, weil es außerhalb unserer demokratischen Grundsätze stattfindet.
.
So erreicht man sicherlich auch Menschen und schiebt sie zurück aufs richtige Gleis.

Brauner Hass

Es wurde höchste Zeit, dass diese extrem gewaltbereite Gruppierung verboten wird. Kranke Gedanken und Ideen lassen sich allerdings nicht verbieten, sie leben in den Individuen weiter. Aber auf eine Läuterung bei jenen, die so weit gehen, braucht man kaum zu hoffen, sie leben in einer anderen Welt und werden diese wohl meist nicht mehr verlassen.
Forist Smarsh hat recht, wenn er "frühe Aufklärung, Bildung und Aufbau sozialer Kompetenzen" als einen Weg aufzeigt, braunen Hass einzudämmen.

@Hador um 8:09 Uhr

Meiner Meinung nach gehen Gesellschaft und Staat gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus vor; aber es geht nicht einfach mit verbieten. Seit vielen Jahren werden über die Medien entsprechende Maßnahmen der Politik, Behörden etc. publiziert bzw. die Gesellschaft informiert. Auf "rechtesradikale" Gesinnungsgenossen im Staatsdienst zu beschränken greift vorl zu kurz und ist m. M. auch nicht korrekt; der rechtsradikale Sumpf durchzieht mehr oder weniger alle Bevölkerungsschichten, aus unterschiedlichen Gründen. Und ich bin auch pessimistisch, dass sich dies ändert - dies wird immer Gegenstand der Gesellschaft sein. Das soll nicht heißen, dass nichts mehr unternommen werden soll, um die Gesellschaft zu informieren; aber vielleicht ist so eine Radikalität auch im Menschen verankert (ich weiß es nicht)?

07:40, nostradamus 2015

>>Dann hoffen wir mal, dass das Verbot von "Combat 18" klappt, nachdem sogar die Antifa bei der Überführung der Neonazi-Vereinigung mitgeholfen hat.<<

Ja. Antifaschisten leisten wertvolle Arbeit.

>>Und dass es nicht in die Hose geht, wie bei der linksextremistischen Plattform "Indymedia".<<

Indymedia linksunten ist eine Website, auf der jeder/r, der/die will, Inhalte einstellen kann, und keine Organisation.

Ihr Vergleich mit Combat 18 geht deswegen komplett in die Irre.

RE: derdickewisser um 09:55

***Wie genau soll eine Partei verhindern, dass Menschen mit ihr sympathisieren, die Straftaten begehen?***

Indem sie jene Figuren aus der Partei wirft, die die Schoah leugnen und ausgewiesene Nazis, bzw. dem rechtsextremen Milieu zuzuordnen sind, weniger Hetze betreiben, und keine Lügen verbreiten. Zudem bestimmt jeder selbst, von wem er Hilfe bekommt.

Wäre schon mal ein Anfang und eigentlich ganz einfach !

Gruß Hador

Glorreiches Innenministerium

Die Nachricht des Verbots von Combat 18 wird präsentiert wie die Zerschlagung eines Terror Netzwerks. Combat 18 war lange Jahre unter den Augen der Behörden aktiv und mit V-Leuten durchsetzt. Erst der Anschlag auf die Synagoge in Leipzig und der politische Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke brachten die Behörden unter Zugzwang. Die "Kameraden" hatten lange genug Zeit sich darauf vorzubereiten und sich anders zu organisieren. Die Strukturen werden weiter bestehen bleiben. Das ist bei den großen Rocker Clubs nicht anders.
Wer glaubt jetzt sicher zu sein, bzw. dies dem Bürger suggerieren zu können, macht sich selber etwas vor. Es ist nach wie vor so, daß in Deutschland das rechte Auge die ausgeprägtere Sehschwäche hat. Man betrachte nur die politischen Aktivitäten und Ansichten des ehemaligen Verfassungsschutzchefs Hans Georg Maaßen.

"Wie genau soll eine Partei verhindern, dass Menschen mit ihr sympathisieren, die Straftaten begehen?"

Das kann keine Partei, denn ein bisher unbescholtener Bürger in eine Partei eintritt und später Straftaten begeht, kann die Partei das vorher ja nicht wissen.

Es besteht aber für jede Partei die Möglichkeit sich über zukünftige Mitglieder und über Unterstützer zu informieren, bevor man sie aufnimmt und/oder mit ihnen zusammen arbeitet.

In Zeitalter des Internets ist das kein Problem.

Schaut man sich allerdings an, mit wem die AfD kooperiert, dann findet bei der AfD eine Abgrenzung nach rechts definitiv nicht statt. Warum auch? Man steht ja selbst am ganz rechten Rand. Siehe z.B. Herr Kalbitz und seine Kontakte in die rechtsextrem Szene und er ist ja nicht der einzige.

Na hoffentlich

Na,hoffentlich erwischen sie auch die eigentlichen Hintermänner dieser "Vereinigung "!

@ karlheinzfaltermeier um 10.01 Uhr, immer dranbleiben

"Oder hat ein Verbot den NSU verhindert oder gibt es keine Hells Angels mehr?" Es stimmt, einfach ist es nicht, getarnte illegale Organisationen zu beobachten und zu verbieten. Es braucht Geduld, Kleinarbeit und ständige Präsenz der staatlichen Organe, notfalls auch radikale Maßnahmen. Die Überprüfung des Vereinsvermögens auf illegal erworbenes Geld gehört dazu. Von wem kommen Spenden, wer gibt Geld?
In Bremen hat unser Innensenator Mäurer radikal gegen Rockergruppen durchgegriffen und ihnen gezeigt "wo der Hammer hängt": Die Mongols wurden verboten. Den Hells Angels wurde das Haus abgerissen. In den letzten zwei Jahren wurde mit Hilfe der Bundespolizei und Herrn Seehofer sehr viel erreicht, auch gegen andere mafiöse Organisationen.
Natürlich sind die Mitglieder illegaler Organisationen weiterhin aktiv. Man kann aber den einzelnen Kriminellen und Radikalen ihre Vorhaben erschweren und verhindern, dass anonym radikale kampfstarke Organisationen aufgebaut werden.

"...nach Einschätzung der

"...nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden als Organisation weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden"

Das stimmt nicht Es gab das Netzwerk und wie im Spiegel zu lesen ist, zahlreiche namentlich genannten Personen, welche das Netzwerk nutzten. Außerdem fanden im Zuge des Verbots zahlreiche Hausdurchsuchungen statt. Das Tamtam ist durchaus angemessen, weil Rechtsextremität deutlich zugenommen hat. Auch, weil die Rechtsextremen zunehmend Unterschlupf bei der AfD erhalten. Man muss im Zusammenhang also auch über die AfD als Auffangbecken reden. Sie spielen das Problem herunter. Warum tun Sie das?

@10:12 von Bote_der_

"Wie kann es sein, dass ein vom Familienministerium (!) mit 110 Mio. Euro / Jahr geförderter sog. "Kampf gegen Rechts" es nicht vermag, derartige rechtsextreme Umtriebe wie die von "Combat18" effektiv zu bekämpfen?"

Weil diese Terroristen Unterstützer bis rein in unsere Parlamente haben?

Weil geistige Brandstifter diese Taten verharmlosen, relativieren oder gar gutheißen?

Weil die Ideologie hinter diesem Terror von einer rechtsextremen "Partei" unterstützt wird und Rassismus, Hetze und völkisch-nationale Ideologie von bis zu 20 % von dafür anfälligen Wählern gewählt werden?

@10:23 von Digitaler Fußabdruck

Da die AfD sich zunehmend weiter nach rechts verlagert, also in einen extremistischen Bereich, ist natürlich die Gefahr groß, dass der rechtsradikale Sumpf mitten in einer Partei entsteht und es eine Veränderung dahingehend gibt, was in unserem Staat erlaubt ist und was nicht. Eine - wie Sie schreiben - "völkisch geprägte" Partei muss ebenso wie alle anderen Parteien das Grundgesetz beachten. In diesem Bereich ist der "Flügel" gerade dabei, Grenzen zu überschreiten. Ein Auffangbecken für die Radikalen ist nur dann sinnvoll und nützlich, solange das Auffangbecken sich verfassungskonform verhält.

Klagen

Im Artikel ist zu lesen, welcher Neonazi würde schon vorm verhassten Staat klagen.
Ist das nicht etwas blauäugig?
Reichsbürger die meinen es gibt den Deutschen Staat nicht in der Form, klagen doch auch in einem Rechtssystem, was sie nicht mal anerkennen wollen.

Der "Retter" verzweifelter Wähler!

"die AfD gibt den Menschen einen Ort im politischen Gefüge, der in Einzelfällen einer genaueren Abgrenzung nach ganz rechts bedarf, aber es ist ein Ort im demokratischen Spektrum. Ohne eine "völkisch geprägte" Partei, wie Sie schreiben, gäbe es ein Vakuum, und noch mehr Menschen würden sichzu faschistischen Gruppierungen hingezogen fühlen, um ihrer Einstellung Ausdruck zu verleihen. So hat die AfD zB sehr viele Nichtwähler mobilisiert und aus dieser Grauzone zurück geholt." @Digitaler Fussabdruck
.
Ist das nicht süß? Erinnert mich irgendwie an das Märchen von "Hans im Glück". Der hatte zum Schluss statt nem Klumpen Gold nix, war dafür aber glücklich. Passt zur AfD.

@ 10:12 von Bote_der_Wahrheit

Solange eine Partei sich immer ganz klar von Rechtsextremen abgrenzt, hat sie nichts zu befürchten. Kampf gegen rechts war bisher immer Kampf gegen Rechtsextremismus. Ein rechtsorientierter CSU-Abgeordneter hat nichts zu befürchten.

Compat 18 jetze endlich zu vebieten ,finde ich richtig!!!

Aber warum dauert es immer so lange ,ein Verbot gegen rechtsextreme Vereinigungen auszusprechen,dies frage ich mich jetze zum wiederholten Mal.Denn immerhin hat sich Seehofer schon im Juni 2019 dafür ausgesprochen ein Verbot von" Compat 18 "zu prüfen.Übrigens wusste man schon seit 2013 das "Compat 18 "eine rechtsextreme Vereinigung ist mit Verbindung zum Aussland und das sie sich unter anderen konspirativ auf einen "Rassenkrieg" vorbereitete.

Andererseits Warum immer

Andererseits

Warum immer sofort alles mit AFD verbinden.? Warum schenken sie denen so viel Aufmerksamkeit?
Wie viele Morde werden von Christen begangen, ohne dass die Kirche damit in Verbindung gebracht würde?
Viel erstaunlicher finde ich, dass es ein offizielles Gründungsdatum einer Untergrundpartei gibt, und die nicht sofort verboten wurde, als man sie entdeckte. Die Namensgebung spricht für sich. Dass das keine Pfadfinder sein können, war ja wohl klar.

@10:22 von draufguckerin: den Sumpf auszuheben

"Ich sehe den Willen unseres Staates, den Sumpf auszuheben und bin zuversichtlich."

Diesen Sumpf wird man nie ausheben können, weil das Gedankengut dieser Menschen ja nicht verschwindet, wenn man den Namen ihres Clubs verbietet.

Wie bei Syndikat 52 nennen die sich dann eben anders und machen weiter wie gehabt bis auch diese Gruppe beobachtet und ggf. wieder verboten wird.

Die Mitglieder von Syndikat 52 sehen das zur Zeit offensichtlich recht entspannt. Erst kürzlich stand ich an einer Ampel hinter einem Auto, das auf der Heckscheibe einen großen Aufkleber "Syndikat 52" hatte.

Na endlich... allerhöchste Zeit wurde es!!

Na endlich... das wurde allerhöchste Zeit.

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/combat18-101.html

Das Innenministerium hat die rechtsextreme Neonazi-Vereinigung "Combat 18" verboten. Bei Razzien in mehreren Bundesländern beschlagnahmten Ermittler Beweismaterial.

Lasst uns hoffen, dass das Beweismaterial vor Gericht ausreicht. Denn ich sage nochmal, dass Rechtsextremismus und auch anderer Extremismus in all seinen Formen (egal ob jetzt Linksextremismus, islamistischer Extremismus und sonstiger anderer Extremismus) in unserer Mitte keinen Platz hat. Und ich gebe offen zu, dass dieses Verbot schon viel frueher hätte kommen muessen:

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/combat18-101.html

Das Verbot der Neonazi-Vereinigung "Combat 18" wirkt spektakulär, kommt allerdings alles andere als unerwartet. Spätestens seit der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im Frühjahr 2019 steht die Forderung nach einem Verbot im Raum.

@ 09:55 von derdickewisser

Die Antwort auf Ihre Frage finden Sie leicht selbst, wenn Sie sie nicht gelöschten Hasskommentare auf div. Afd-Facebookseiten zur Kenntnis nehmen und auch die verrohte Sprache mancher Afd-Mandatsträger*innen.

10:27 von Reinhard Libuda

"Dieses Verbot
und die weiteren, die zum Austrocknen der rechtsnationalen Sumpflandschaften insgesamt noch erfolgen müssen, sind unbestritten notwendig. Ob sie aber zum "Umdenken" in den Köpfen der Betroffenen führen, oder vielmehr zum abtauchen und umfirmieren bleibt ungewiss."

.-.-.-.-.

Unser Staat ist kein Umerziehungslager.
Er ist nicht dazu, die Gehirne "umdenken" zu lassen.

Wenn ein Gehirn es faszinierend findet, Gewalt auszuüben, dann wird der dazugehörige Mensch in einen Raum gebracht, wo er diese Gewalt nicht mehr ausüben kann.

Eine Demokratie baut darauf, dass Menschen im Wesentlichen friedfertig und gewaltfrei sind.

Falls die meisten plötzlich das Gegenteil wollen, dann werden sich alle mehr oder weniger umbringen vor lauter Hass.
Dann ist das Projekt Demokratie gescheitert.

Wenn es nur wenige sind, die gewalttätige Bürger unterstützen, dann genügt es, die Gewalttätigen an der Gewaltausübung konsequent zu hindern.

§129a?

"Gab es Kontakte des "NSU" zu "C18" oder sogar gemeinsame terroristische Taten? Bewiesen werden konnte dieser Zusammenhang nicht"hätte man von anfang an die ermittlungen nach§129a geführt,bräuchte man combat 18 nichtmal verbieten es säßen alle im knast.sie wurden vorgewarnt und durch den VS geschützt.fragen sie herrn massen.

@Smarsh, 08:04

"Diese Vereinigung wird verboten, aber die Anhänger können sich immer wieder neu formieren. Gerade im Internet lassen sich viele Foren und Seiten aufspüren, wo genau das passiert. Es geht meiner Meinung nach eher darum, in den Dialog zu gehen, den Hass zu bekämpfen >>> und vor allem solche toxischen Meinungen gar nicht erst aufkommen zu lassen"

Meiner Meinung nach ist das sogar der einzig zielführende (wenn auch wesentlich mühsamere bzw. anspruchsvollere) Ansatz.

Der naive Irrglaube, man könne dieses immer größer werdenden Problems mit immer neuen Gesetzen und Verboten Herr werden und rechtsextreme Netzwerke so "austrocknen" erinnert eher an den Versuch, Luftballons in Wasser zu versenken.

@ Chefee

„Warum schreibt man nicht das Combat 18 aus Großbritannien kommt?
Wo bleibt die Wahrheit, oder weshalb stellt man immer ganz Deutschland in schlechte Licht?

Combat 18 ist eine militante neonazistische Organisation, "die aus Großbritannien stammt" und dort zunächst als Saalschutz für die rechtsextreme British National Party fungierte. 1993 löste sie sich von der BNP und breitete sich auf andere Länder aus.„

Weil es für die Problematik mit dem „Verein“ wenig Relevanz hat

@GeMe 10.38

Eine "Abgrenzung nach rechts" gehört nicht zu den Pflichten einer Partei, ebenso wie eine solche nach "links"; und selbst "rechts" zu sein ist noch kein Straftatbestand. Auch der "ganz rechte Rand" liegt noch im Bereich des in einer Meinungsvielfalt Zulässigen, ebenso wie der "ganz linke Rand", solange eben keine Straftaten begangen oder geplant werden. Und hierüber gibt es sicherlich keine Informationen im Internet. Was als "rechtsextrem" (oder "linksextrem") gelten kann, ist sicherlich nicht eindeutig definiert und daher schwer zu beurteilen. Insgesamt ist es zulässig, auch rechtes und rechtsnationales Gedankengut zu vertreten. Deshalb sind wir eine Demokratie, in deren Grundgesetz die Meinungsfreiheit einen hohen Stellenwert besitzt.

@ Hador 10.35

Ich habe ein Problem damit zu verstehen, was eigentlich damit gemeint ist, dass die AfD "Hetze" betreibe. Ich kennen keine Aufrufe zu Straftaten durch die AfD, und Meinungen, auch wenn sie weit "rechts" stehen und hoch kritisch gegen die Regierung und deren Ausrichtung gerichtet sind, sind, soweit ich das sehe, zulässig. Wieso auch nicht?

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die jüngste Meldung...

... von t...s.de trägt den Titel:
"Kein Platz für Rechtsextremisten"
Wie geht denn das, frage ich mich.
Weil, mir wird an anderer Stelle ja ständig von ARD-Journalisten und -Redakteuren erklärt, das sehr viele Rechtsextremisten in Dtl. herumlaufen.
Sei es in Dresden, Chemnitz und in Thüringen.
Schon wer sich gegen die Flüchtlingspolitik unserer Regierung wendet - und da gibt es Millionen in Ost und West - wird in die rechtsextreme Ecke gestellt.
Noch schlimmer, Rechtsextreme sitzen massenhaft in Landtagen und im Bundestag. So werden die gewählten AfD-Abgeordneten tituliert.
Wie kommt man dann zu so einer Artikelüberschrift, wenn doch die ARD Rechtsextreme überall in Dtl. ausfindig gemacht hat.

10:36 von HerrLehner

"Wer glaubt jetzt sicher zu sein, bzw. dies dem Bürger suggerieren zu können, macht sich selber etwas vor."

.-.-.-.-.

Darum hat das ja auch niemand getan.

@DeHahn 11.02

Ich verstehe Ihre Pointe mit Hans im Glück leider nicht.

Deswegen erneut: na endlich... das wurde höchste Zeit

Aus dem Grund wiederhole ich meinen Kommentar zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/combat18-101.html

Das Innenministerium hat die rechtsextreme Neonazi-Vereinigung "Combat 18" verboten. Bei Razzien in mehreren Bundesländern beschlagnahmten Ermittler Beweismaterial.

Na endlich! Das war allerhöchste Zeit! Und lasst uns hoffen dass dieses Beweismaterial vor Gericht ausreicht. Aber das kann nur ein erster Schritt auf einem Weg sein. Denn diesem Schritt muessen weitere Schritte folgen:

1. Verbot von rechten Parteien wie
AfD, DVU, NPD, Dritter Weg und Co
2. Verbot von weiteren rechtsextremen und rechtsterroristischen Vereinen und Organisationen:

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/combat18-101.html

Ende Juni vergangenen Jahres hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer öffentlich angekündigt, "C18", wie die Gruppe in der Szene auch genannt wird, und weitere rechtsextreme Organisationen verbieten zu wollen.

Auch dass muss kommen.

Eine militante Neonazi-Organisation

mit gewaltbereiten Extremisten wird verboten, das ist richtig! Bleibt zu hoffen, dass das Verbot wirkt und die Extremisten nicht unter neuem Namen wieder auftreten, wie es in solchen Kreisen oft passiert- nicht nur bei Neonazis.

@ joachim53 (11:08): Verbot ist absolut richtig aber nur ein ers

hi joachim53

Compat 18 jetze endlich zu vebieten ,finde ich richtig!!!

ich ebenfalls. Aber das kann nur ein erster Schritt sein. Und dieser Frage von Ihnen:

Aber warum dauert es immer so lange, ein Verbot gegen rechtsextreme Vereinigungen auszusprechen,dies frage ich mich jetze zum wiederholten Mal. Denn immerhin hat sich Seehofer schon im Juni 2019 dafür ausgesprochen ein Verbot von" Compat 18 "zu prüfen.

schließe ich mich absolut an.

Gegen Rechtsradikalität

Man darf sich vor der Erkenntnis nicht verschließen, daß in der europäischen Gesellschaft die nachwachsenden Strukturen eine signifikante rechtsradikale Komponente haben.Zwar gibt es eine ganze Reihe von europäischen Jugendorganisationen.Aber sie alle haben ihre Wurzeln in separaten Institutionen - seien es Parteien oder Religionen.Was wir brauchen ist eine europäische Jugend, die davon unabhängig ist, aber nicht dem Prinzip der völligen Beliebigkeit sozialer Medien huldig.
Man muß die Kraft der Jugend zum Aufbau nutzen - und das ist wörtlich zu nehmen.Warum wird nicht eine "Freie Europäische Jugend " gegründet, die ganz konkrete Großbauprojekte verwirklicht, nicht etwa als billige Hiwi-Truppe, sondern in eigener Verantwortung.Die Jugend braucht Ziele und Verantwortung dafür - aber keine ideologischen Ziele. Statt der irrsinns-Summen für eine europäische Armee sollte Geld in eine solche Organisation fließen. Wir haben doch die europäische Kommission, die sich zu Großem berufen fühlt.

"Übliche Verschwörungstheorie" (BfV)?

"Dem Verfassungsschutz wird darin [EXIF-Studie] unterstellt, er habe in Wahrheit kein Interesse an einem Verbot. Die Organisation werde vielmehr bewusst am Leben gehalten, um als "Honeypot" extrem gewaltbereite Rechtsextremisten anzulocken, um diese mit Hilfe von Spitzeln in der Organisation kontrollieren zu können."

Erklärt sich so die ungewöhnliche und kontraproduktive Vorwarnung durch unseren Heimatminister Hr. Seehofer? So hatten die "Kämpfer" zumindest ein gutes halbes Jahr Zeit gehabt, sich aus dem Staub zu machen um in anderen Verbindungen und Organisationen unbehelligt ihrem saugefährlichen Rassenunfug zu frönen. Rechtlich verwertbare Spuren werden unter diesen Umständen nur die ganz harten Vollpfosten dieses "Vereins" hinterlassen.

Paßt zumindest ins bekannte Arbeitsbild dieses Amtes, das eigentlich unsere Verfassung schützen soll.

@derdickewisser 09:55

Die AfD will es nicht verhindern. Hier geht es nicht um können, sie will es nicht. Man will nicht auf die radikalen Kräfte verzichten, auf die NSU Sympathisanten, auf die Sympathisanten der IB, auf andere Neonazis die mit der AfD sympathisieren. Man ignoriert das Problem. Das Versäumnis einer aktiven "Abgrenzung" vorzuwerfen ist korrekt. Der Mörder von Lübcke hat sogar für die AfD offen Politik gemacht und war der AfD bekannt und dies obwohl man von AfD Seite immer wieder die Unwahrheit sagte und behauptete die AfD würde ihn nicht kennen.

@ Dabbeljuh (11:03): Bei dem hier bin ich anderer Meinung

@ Dabbeljuh

Bei dem hier bin ich anderer Meinung:

Ein rechtsorientierter CSU-Abgeordneter hat nichts zu befürchten.

und zwar deswegen weil die CSU mit AfD und diesen PEGIDA-Organisationen gemeinsame Sache macht! Siehe:

https://tinyurl.com/ul7taev
Berliner Zeitung: Sachsen-Anhalt CDU macht gemeinsame Sache mit der AfD – nicht zum ersten Mal (30.08.17, 08:38 Uhr)

m Magdeburger Landtag hatten am Donnerstag weite Teile der CDU-Fraktion für einen Antrag der AfD gestimmt und so eine Enquete-Kommission zur Untersuchung von Linksextremismus mit auf den Weg gebracht. Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art.

Vor der Landtagswahl im Frühjahr 2016 vollzog Haseloff dann eine 180-Grad-Wende. Er trat unter dem Eindruck der erstarkenden AfD gegen Merkel für eine „Landesobergrenze“ für Flüchtlinge ein und stützte den flüchtlingskritischen Kurs des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU).

Anglo-Amerikanische Sprache

Kann mir mal einer erklären warum eine so VÖLKISCHE DEUTSCHE Organisation sich in der englischen Sprache artikuliert.
Wo kriegen die eigentlich Ihr Geld für die Waffen her ?

@Ja. Antifaschisten leisten wertvolle Arbeit. 10:33 von fs

zu @@07:40 nostradamus 2015

Und füge ich hinzu, muss den Verfassungsschutz oftmals erst zum Jagen tragen.
Denn der weiss doch auch lange schon sehr genau,
dass die vormals 'legale Musikszene' dazu := Blood&Honour
einfach unter neuem Namen weitermacht.

Übrigens mit den identischen drei Personen, die wir sehr genau im Blick haben.
Dank der neuen Techniken können sie sich auch nicht mehr so gut verstecken.

Der Verfassungsschutz könnte da also viel effektiver sein, wenn er denn wöllte. ;-)

@Digitaler Fußabdruck 10:23

Bei allem Respekt für Ihre Sichtweise. Kein Mensch braucht eine völkisch nationalistische Partei in Deutschland, nichts anderes ist die AfD. Ich sehe überhaupt nicht wo es in irgendeinerweise irgendein Vakuum gibt. Die Verharmloserei dieser Partei deren Politiker offen die Verfassung der Bundesrepublik ändern wollen, elementare Grundrechte wie Religionsfreiheit, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit in Frage stellen ist eine Zumutung. Es wird Zeit, dass die Mehrheit der Bevölkerung endlich aufwacht und diese Partei in die Bedeutungslosigkeit befördert aus der sie hergekommen ist!

Ohne Debatte

Da gibt es doch nichts zu debattieren. Solche Vereinigungen, besser gesagt Banden, gehören sich selbstverständlich verboten.

Man sollte auch die AfD verbieten, sobald sie sich nicht von den rechtsextremen Denkern, wie Höcke , Kalbitz oder ähnliche Gestalten, welche noch einen Idealismus von anno dazumal verfolgen, nicht trennt. Das hat mit Patriotismus nichts mehr zu tun. Patriotismus heißt m. E. "Germany first", aber nicht "Germany above everything".

Andererseits

Jetzt ist man schon für die Facebook Kommentare zuständig? Die "verrohte AFD Sprache" war unter Wehner, Strauß, & Konsorten, im Bundestag Usus. Wenn Sie etwas gegen diese Partei machen wollen, dann muss das hand und fuss haben.
Sonst lachen die Sie aus und festigen immer weiter ihre Märtyrerrolle.

@Bote_der_Wahrheit 10:12

Unglaublich wie Sie schon wieder den Versuch wagen die AfD und ihre Gesinnungsgenossen als Opfer darzustellen. Grundvernünftige konservativ, bürgerlich, liberale Kräfte schätze ich sehr, dazu gehört die AfD und dazu gehören aber ihre Anhänger definitiv nicht und dies sage ich Ihnen als ein konservativ, bürgerlicher, liberaler Mensch. Ich will nicht mit dieser Partei in Verbindung gebracht werden und ich empfinde es als Zumutung wie diese Partei und ihre Anhänger sich erdreisten sich als bürgerlich oder liberal darzustellen. Ein bisschen Realitätssinn und ein bisschen Ehrlichkeit würde jedem in der AfD und jedem AfD Anhänger guttun. Die AfD und ihre Anhänger verachtet jeden der für die BRD und für unser System und unsere Werte steht. Wer es nicht glaubt soll bitte auf Facebook die Kommentare auf der Facebookseite der AfD lesen, da sieht man es schwarz auf weiß.

RE: um 10:31 von Wolf1905; @Hador um 8:09 Uhr

***Meiner Meinung nach gehen Gesellschaft und Staat gegen Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus vor***

Wenn in Italien die faschistische Lega eine Kundgebung veranstalten wollen, dann gehen locker mal 40000 "Sardinen" auf die Straße, um dagegen zu protestiren. Genau diese Bereitschaft erwarte ich auch von der deutschen Bürgerschaft !

Gruß Hador

11:09 von Bender Rodriguez

"Andererseits

Warum immer sofort alles mit AFD verbinden.? Warum schenken sie denen so viel Aufmerksamkeit?
Wie viele Morde werden von Christen begangen, ohne dass die Kirche damit in Verbindung gebracht würde?"

.-.-.-.-.-.-.

Die AfD ist mit der Kirche nicht vergleichbar.

Die Kirche beruft sich auf "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", so etwas tut die AfD nicht einmal im Ansatz, sondern eigentlich eher das Gegenteil.

Insofern ist die jüngst gegründete Organisation AfD von vornherein menschenfeindlich ausgerichtet.

"Alle Menschen werden Brüder" ist für sie nicht tragbar.

Dementsprechend ist sie geistiger Anstifter - und Förderer - von Menschenfeindlichkeit.
Das Problem der Nicht-Europäer - die vor den Toren stehen quasi - darf nicht, bei aller Heimatliebe, menschenfeindlich gelöst werden.

Die AfD ist diesem Problem nicht gewachsen, sie kann ihre Radikalisten nicht entfernen.
Darum sollte man die AfD nicht wählen, da sie unberechenbar ist.

@ IchMeinJaNur

>>> Weil die Ideologie hinter diesem Terror von einer rechtsextremen "Partei" unterstützt wird ... <<<
.
Haben Sie hierfür eine Quelle?
Oder MeinenSieDasNur zu glauben?

11:10 von GeMe

<< @10:22 von draufguckerin: den Sumpf auszuheben

"Ich sehe den Willen unseres Staates, den Sumpf auszuheben und bin zuversichtlich."

Diesen Sumpf wird man nie ausheben können, weil das Gedankengut dieser Menschen ja nicht verschwindet, wenn man den Namen ihres Clubs verbietet.<<

.-.-.-.-

Doch!
Nichts verändert sich schneller als das Gedankengut eines Menschen.

Das kann man alltäglich beobachten, man kann es aber auch in den Geschichtsbüchern nachlesen.

Selbst hier im Forum ist das beobachtbar.
Jeder Mensch hat viele Schichten in sich, und mal hebt sich die eine, mal die andere.

@ Captain Greybeard

Liegen konkrete Beweise gegen Combat 18 vor, dann müssen sie auch auf den Tisch, dann müssen sie klar und deutlich kommuniziert werden.

Den Angeklagten und ihren Anwälten gegenüber muss die Staatsanwaltschaft die Beweise nennen. Der Öffentlichkeit gegenüber nicht.

@11:41 von derdickewisser

Das Grundgesetz hat nicht nur Artikel 5 (Meinungsfreiheit) zu bieten. Extremistisch kann eine Gruppierung gelten, wenn sie z. B. auch Artikel 3 Abs. 3 verstößt ( Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden). Unter "Niemand darf..." fallen nicht nur Deutsche. Nicht zuletzt wegen diesem Artikel wird z. B. der Flügel beobachtet. Thomas Haldenwang hierzu: "Das BfV konzentriert sich auf die vorrangige Aufgabe, die ich darin sehe, die Aktivitäten der unter Extremismus-Verdacht stehenden AfD-Teilorganisationen ‚Der Flügel‘ und ‚Junge Alternative‘ zu beobachten. Dabei werden die weitere Entwicklung des Mitglieder- und Anhängerpotenzials, der programmatischen und inhaltlichen Ausrichtung, der Verbindungen zu rechtsextremistischen Bestrebungen sowie die öffentlichen Äußerungen [...] eine wichtige Rolle spielen."

@ Chefee

Warum schreibt man nicht das Combat 18 aus Großbritannien kommt?

Weil die deutsche Organisation Combat 18 mit der gleichnamigen britischen nix zu tun hat.

@11:44 von derdickewisser

Hetze ist natürlich nicht nur der Aufruf zu einer Straftat. Und sie kann zulässig und dennoch Hetze sein (z. B. gegen Ausländer).

@11:09 von Bender Rodriguez

"Warum immer sofort alles mit AFD verbinden.? "

Weli es klare Zusammenhänge gibt und Rechtsextreme eben auch gerne an AfD-Wahlkampf und Veranstaltungen zu sehen sind, wie z. B. Stephan E., der wohl der Mörder von Lübcke ist.

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/stephan-e-afd-101.html

"Dem Verfassungsschutz wird

"Dem Verfassungsschutz wird darin unterstellt, er habe in Wahrheit kein Interesse an einem Verbot. Die Organisation werde vielmehr bewusst am Leben gehalten, um als "Honeypot" extrem gewaltbereite Rechtsextremisten anzulocken, um diese mit Hilfe von Spitzeln in der Organisation kontrollieren zu können."

Wenn das von der Antifa kommt, ist das wohl weniger eine Verschwörungstheorie sondern eher Insiderwissen aus der eigenen Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz.

11:41 von derdickewisser

<< @GeMe 10.38

Eine "Abgrenzung nach rechts" gehört nicht zu den Pflichten einer Partei, ebenso wie eine solche nach "links"; und selbst "rechts" zu sein ist noch kein Straftatbestand. Auch der "ganz rechte Rand" liegt noch im Bereich des in einer Meinungsvielfalt Zulässigen>>

.-.-.

Wenn eine Partei anti-demokratisch sein will, dann wird sie es natürlich nicht als ihre Pflicht ansehen, demokratisch zu werden.

Nur ist sie dann eben raus aus dem Spiel.

Meinungsfreiheit hat jeder.
Wenn diese Meinung allerdings antidemokratisch ist, dann kann dieser Jeder diese Meinung zwar noch immer haben, aber nicht mehr öffentlich äußern, wenn sie zu antidemokratischem Handeln und Denken auffordert - sei es direkt oder indirekt.

@11:58 von Demokratieschue...

"Aber das kann nur ein erster Schritt auf einem Weg sein. Denn diesem Schritt muessen weitere Schritte folgen:

1. Verbot von rechten Parteien wie
AfD, DVU, NPD, Dritter Weg und Co"

So ist es! Was nutzt es rechtextremistische Organisationen zu verbieten, wenn man deren parlamentarischen Arm weiter zulässt?

@Töffelchen

"Kann mir mal einer erklären warum eine so VÖLKISCHE DEUTSCHE Organisation sich in der englischen Sprache artikuliert."

Weil es keine völkisch deutsche Organisation ist, sondern der deutsche Ableger einer White-Supremacy Organisation aus Großbritannien, wo Charles Darwin, also das Konzept Rassismus ursprünglich herkommt.

Ihr gebt der AFD einfach zu

Ihr gebt der AFD einfach zu viel Fläche. Und nicht eine Partei hat sie bisher sachlich vorgeführt. Zu Gesprächen einladen und thematisch auseinandernehmen. So macht man das. Der afd immer irgendwas anzudichten ist total kontraproduktiv. Auch hier. Sobald die AFD zu Gewalt aufriefe, wäre sie stande pede verboten.
Denn radikale dürfen nicht antreten.

@ andererseits

>>>... sondern nachweislich auch zur AfD ... <<<
.
Und was hat das damit zu tun?
Denken Sie, es gab zuvor noch nie einen Schwerverbrecher, der in einer anderen Partei aktiv war?

Bot...

"[...] Meine Vermutung: der sog. "Kampf gegen Rechts" richtet sich nicht in erster Linie dem Rechtsextremismus, was er sollte, sondern der Bekämpfung grund-vernünftiger konservativer, bürgerlicher und liberaler Kräfte in diesem Land. [...]

Die Verunglimpfung ganzer Menschengruppen als Messermörder, oder wahlweise als Schmarotzer (Flüchtlinge, die "ja nur in unser Sozialsystem einwandern wollen"), den Hass auf den Islam und ähnliche Geschmacklosigkeiten durch die AfD halten Sie also für grundvernünftig, konservativ, bürgerlich und liberal?

Studie von EXIF Kein Zufall

So sehr ich die Antifa für ihre Radikalität kritisiere, hier handelt es sich nicht um eine Unterstellung sondern um Fakten.
Man muss in diesem Fall EXIF dafür dankbar sein, dass sie die Studie zu Combat18 erstellt haben. Es ist unglaublich, dass monatelang, jahrelang nichts unternommen wurde vom Verfassungsschutz und vom Innenministerium und dies obwohl man sehr wohl und sehr einfach Belege zu Combat18 und der Gefahr durch diese Gruppierung finden konnte. Wenn ich überlege was der aktuelle Innenminister verzapft hat ist es überfällig, dass er zurücktritt. Seehofer ist eine Zumutung für das Amt des Innenministers und zwar schon seit langem!

12:08 von Töffelchen

«Anglo-Amerikanische Sprache
Kann mir mal einer erklären warum eine so VÖLKISCHE DEUTSCHE Organisation sich in der englischen Sprache artikuliert.»

Das Mäntelchen hat eine völkisch deutsche Farbe. Die internationale Vernetzung der Propagandisten von: "Nur Unsere Meinung zählt !" bedient sich der Englischen Sprache. Auf der Ebene derer, die meinen, sie seien die Anführer. Andere plappern nach, ohne Sprache zu verstehen + ohne Zusammenhänge zu durchschauen …

«Wo kriegen die eigentlich Ihr Geld für die Waffen her ?”

Durch Einnnahmen durch Eintrittsgelder auf "Rechts-Rock-Konzerten".
Durch Plattenverkäufe dort + im Internet. Durch Devotionalienhandel.
Durch Verkauf von "szene-typischen" Klamotten für Körper + Füße.

Dazu durch Spendengelder auch derer, die sich nie offen bekennen werden, dass sie spenden + im Hintergrund unterstützen.

Der Wege sind sehr viele, auf denen Einnahmen generiert werden können …

14:07 von Shuusui

"Wenn das [Honeypot] von der Antifa kommt, ist das wohl weniger eine Verschwörungstheorie sondern eher Insiderwissen aus der eigenen Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz."

Demnach müssten die Verfasser der Studie von der Antifa-Rechercheplattform EXIF ja BfV-Mitarbeiter sein, die ihrem Arbeitgeber Vorwürfe machen, weil sie wissen, dass ihre bei den Nazis verdeckt aktiven Kollegen genau diese Banden wie Combat 18 brauchen, um überhaupt eine Arbeitsberechtigung zu haben.

Nun finde ich den Verfassungsschutz in seiner jetzigen Form tatsächlich nicht schützenswert. Dass allerdings rechte "Kampfgruppen" nur aus sich selbst beschäftigenden "Verfassungsschützen" bestehen, halte ich für eine abstruse Verschwörungsverharmlosung. Sie wird der tatsächlichen Gefahr nicht gerecht.

@09:48 von Bote_der_Wahrheit - Ihre Meiung...

...Im O-Ton:
Warum diese Sache mit so viel medialem Tamtam begleitet wird, verstehe ich indes nicht: schließlich - so wie im Artikel zu lesen ist - war ""Combat 18" nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden als Organisation weitgehend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden".

---

...möchte ich dieses entgegnen:
Jeder Nazi, Neo Nazi ist schon einer zuviel in einer freiheitlichen Gesellschaft.
Denn aus einem können sehr schnell viele werden
und dann kann man sie nicht mehr stoppen.

Ich denke Sie sind klug und gebildet genug, daß ich Ihnen nicht die Entstehung des Grauens von 1933 - 1945
erklären muß.

Und ich bin auch nicht der Meinung, daß C18 an Bedeutung verloren hat.
Genauso nicht die ganzen anderen Gruppen,
wie immer sie sich auch nennen mögen.

Smarsh

"
Am 23. Januar 2020 um 08:04 von Smarsh
Symptome behandelt statt Ursachen bekämpft

Solche Organisationen braucht niemand! Schön, dass sie verboten wird. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Diese Vereinigung wird verboten, aber die Anhänger können sich immer wieder neu formieren. Gerade im Internet lassen sich viele Foren und Seiten aufspüren, wo genau das passiert.

Es geht meiner Meinung nach eher darum, in den Dialog zu gehen, den Hass zu bekämpfen und vor allem solche toxischen Meinungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Frühe Aufklärung, Bildung und Aufbau sozialer Kompetenzen würde mir als erster Lösungsimpuls einfallen :)"

Prinzipiell Zustimmung. Das mit der Bildung greift zu kurz, habe ich schon öfter geschrieben. Auch in der AfD gibt es gebildete Leute, was sie nicht daran hindert, rassistischen Schwachsinn von sich zu geben. Das Grundproblem ist m.E. mangelnde soziale Kompetenz und Egoismus: "Jedem das Seine und mir das Meiste."

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