Ihre Meinung zu: Muss sich Deutschland gegen das Coronavirus wappnen?

22. Januar 2020 - 15:04 Uhr

In China nimmt die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus rasant zu, auch andere Staaten melden erste Fälle. Sollte Deutschland vorsorglich Maßnahmen ergreifen? Mirjam Meinhardt hat mit Experten gesprochen.

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Kommentare

Wir in Deutschland haben

alles unter Kontrolle, falls die nötigen Medikamente rechtzeitig aus Indien oder China, usw eintreffen. Ansonsten ist Ruhe die oberste Bürgerpflicht.

Der Vergleich mit Influenza ist sinnvoll

Die wichtigste Information des Artikels steht leider ganz unten: Der Vergleich mit Influenza.

Klar sehen die medizinischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Schutzanzügen erst mal einschüchternd aus, aber man sollte sich in Erinnerung rufen, dass es sich dabei um Vorsichtsmaßnahmen handelt, solange man noch nicht viel über das Virus weiß. Grund für Aktionismus und Weltuntergangsstimmung gibt es daher in Europa bestimmt nicht - es ist aber gut, dass man die Entwicklung aufmerkam verfolgt.

Von anderen Coronaviren weiß man übrigens, dass diese langsam mutieren und erste Sequenzierergebnisse bestätigen dies.
Unter https://nextstrain.org/ncov kann man die räumliche Ausbreitung und die Mutationen innerhalb des Virus quasi tagesaktuell verfolgen.

Der Nextstrain-Vergleich mit u.a. Masern oder Influenza ist recht aufschlussreich, weil daraus die höhere Mutationsrate und Subtypenbildung dieser Viren eindeutig hervorgeht - selbst innerhalb des kurzen Zeitraums.

Nein, derzeit muss sich

Nein, derzeit muss sich Deutschland deshalb nicht übertrieben wappnen, hat die Expertin der TS im Interview auch gut erläutert (wie ich finde, besser als der gestrige Experte). Es gibt wichtigere Dinge, um die man sich Deutschland stärker kümmern sollte, z. B. Antibiotikaforschung u. -produktion, "Zweiklassenmedizin" beenden, Kostenkontrolle, die Leistung schlechter u. teurer Zahnärzte kontrollieren, Medizinversorgung auf dem Lande, zu hohe Gewinnspannen der Pharmaindustrie u. zu hohe Marketingausgaben, Korruption im Gesundheitswesen, unnötige Operationen, Transparenz und Rezepturen von Lieferanten überwachen, Patienten stärker vor unwissenschaftlichen Heilmethoden schützen. Auf diesen Gebieten benötigt Deutschland besseren Schutz und Konzepte, ein besseres System. Hier sind dringend Maßnahmen erforderlich. Die nächste Grippewelle wird gefährlicher, wie in jedem Winter, als der Coronavirus. Die in den letzten Jahrzehnten mit ähnlichen Viren gemachten Erfahrungen werden helfen.

Bei einer dermaßen geringen

Bei einer dermaßen geringen Mortalität, gemessen an Influenza, weigere ich mich, irgendwelche Vorkehrungen zu treffen.
Man vergleiche normale Grippe mit all den "schlimmen" Erkrankungen.
Die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen, ist höher.

Wie gesund vorweg?

Bei Toten infolge Infektionen - sollte man da nicht auch informieren, in was fuer einem Gesundheitszustand die lebend waren? Wie schwach, stark, alt, ob schon krank, geschwaecht, etc.?

Hört einfach auf Prof. Addo...

Einfach mal googeln, die Frau. Man wundert sich danach eher, warum sie nicht viel häuafiger in Erscheinung getreten ist. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Entwicklung eines Ebola-Impfstoffs; wenn irgendjemand auf dieser Hemisphäre weiss, wie wo wann ein Virus wirklich gefährlich ist, dann sie.

Was uns anbelangt - Hände waschen, saunieren, Vitamin C. Die Immunabwehr dankt es einem.

Ich meine gestern

Wurde in Nachrichten gesagt, eine Übertragung von Mensch zu Mensch kann kaum durch einen festen Händedruck erfolgen, auch wohl durch Niesen nicht.
Es bräuchte einen intensiveren Körperkontakt.

Ergo habe ich keine Angst.

Natürlich kann sich das Virus jederzeit verändern...

Aber was habe ich davon, in Panik zu verfallen? Nichts.

Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Es wird also für mich so weitergehen wie gehabt, auch wenn ich demnächst auf Reisen gehe.

Aufklärung der Bevölkerung verbessern!

In Deutschland muss vor allem die Bildung der Bevölkerung bzgl. des Umgangs mit ansteckenden Krankheiten verbessert werden: Solange Menschen mit starken Infekten in Zügen, Bussen und Straßenbahnen sitzen und vor sich hin husten, ohne wenigstens die Hand vor den Mund zu halten, verbreiten sich die Erreger rasant. Das führt nicht nur zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden, sondern auch zu viel unnötigem Leid bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen und geschwächter Abwehr. Deshalb braucht es klassische Aufklärungskampagnen in Schulen und am Arbeitsplatz.
Last but not least: Wer krank ist, tut seinen Mitmenschen und sich selbst einen großen Gefallen, wenn er frühzeitig und lange genug zuhause bleibt!

Vegan ist auch keine Lösung...

Daß man hier in DE zunächst keine Hysterie fördern will, finde ich auch richtig Unser Gesundheitssystem funktioniert recht gut bei der Abwehr = Behandlung von Seuchenerkrankungen.
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Klar ist aber auch, daß es in unserer - durch Flugreisen - "klein" gewordenen Welt keinen wirklichen Schutz vor neuartigen Infektionen geben kann, wenn der Erreger (zB. ein Virus) nicht nur am Ursprungsort virulent ist, sondern durch Verschleppung fast weltweit überall. Wenn man sich also auch durch Kontakt mit Reisenden in den USA oder in Europa infizieren kann. Da hilft dann nur präventives Verhalten, oder der Glaube an unsere Medizin, oder... Gottvertrauen...
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Hinzu kommen gewisse kulturelle Eigenheiten in manchen Ländern, die gesundheitlich bedenklich sind. ZB. in Afrika oder Asien die Straßen-Tier- u. Fleischhändler oder sogar innerstädtische Großmärkte, in denen Fleisch und Fisch ungeschützt präsentiert wird, und auch Sofort-Schlachtungen vor Ort - ohne Veterinärkontrollen - nicht unüblich sind.

"Gewappnet sein" bedeutet hier lediglich "vorbereitet sein"

[Der Virologe] hält es "für nicht sehr effizient", sollte Deutschland "jetzt eine Einreisewarnung für China" aussprechen oder "Fieberkontrollen an Flughäfen" (...).

Zumal der Präsident des RKI konstatiert: "Allerdings ist die Übertragungsrate nicht kontinuierlich, nach dem jetzigen Wissensstand. (…) Bisher haben sich offenbar hauptsächlich Personen infiziert, die direkteren, ungeschützten Kontakt mit Erkrankten hatten. Und: "(…) zeigt, dass von den Menschen, die infiziert werden, nur wenige sehr stark krank werden (...). Darum ist (...) das pathogene Potenzial dieses Virus nach dem heutigen Kenntnisstand insgesamt als klein einzuschätzen"

Aber [Virologe]: "Wir müssen sicherlich darauf vorbereitet sein, dass Labore dieses Virus testen können (...)"/
"Auch die Leiterin der Infektiologie des UKE (…) betonte dass es jetzt vorrangig darum gehe, das Personal in den Kliniken zu informieren“

Vielleicht auch die Bevölkerung, worauf sie achten sollte und was sie im Fall des Falles zu tun hat.

@15:06 von mlz

>> Der Vergleich mit Influenza ist sinnvoll. <<
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Da stimme ich Ihnen zu... und ergänze mit einer kleinen Anekdote: Vor einiger Zeit in DE wurde ich Zeuge süffisanter Kommentare von Passanten gegenüber einer hier in DE lebenden Asiatin, die einen Nasen-u.Mundschutz trug (wie auf den ts-Fotos zu sehen). Unklar blieb, ob die Frau die Verbreitung eigener Keime vermeiden, oder sich vor Ansteckung aktiv schützen wollte. Ich jedenfalls fand die Süffisanz meiner deutschen Mitbürger ziemlich "daneben"...
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Zumal - und hier zitiere ich Sie nochmals... >>"Der Nextstrain-Vergleich mit u.a. Masern oder Influenza ist recht aufschlussreich, weil daraus die höhere Mutationsrate und Subtypenbildung dieser Viren eindeutig hervorgeht - selbst innerhalb des kurzen Zeitraums."<<
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Und ganz nebenbei: So ein Nasen-Mundschutz könnte in besonders verkehrsbelasteten Gegenden auch anderweitig helfen...

16:06 von Lyn

Wurde in Nachrichten gesagt, eine Übertragung von Mensch zu Mensch kann kaum durch einen festen Händedruck erfolgen, auch wohl durch Niesen nicht.
Es bräuchte einen intensiveren Körperkontakt.

- Wie soll der intesnivere Kontakt aussehen?!

Ergo habe ich keine Angst.

- Zur Zeit besteht auch kein Anlass.

Natürlich kann sich das Virus jederzeit verändern...

- Das tut jeder Virus.

Aber was habe ich davon, in Panik zu verfallen? Nichts.
.
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

- Wenn es aber kocht, dass kann man sich verbrühen.

Es wird also für mich so weitergehen wie gehabt, auch wenn ich demnächst auf Reisen gehe

- Nach China?

@16:01 von Kurt von Hammerstein

Hört einfach auf Prof. Addo...
Einfach mal googeln, die Frau. Man wundert sich danach eher, warum sie nicht viel häuafiger in Erscheinung getreten ist

Schön, dass Sie meiner Meinung sind. Ich habe Frau Prof. Addo schon mehrmals live bei medizinischen Vorträgen erlebt und bin kompletter Fan dieser überaus kompetenten Frau, die außerdem noch in der Lage ist, komplizierteste Sachverhalte so zu vermitteln, dass man ihr gerne zuhört. Solche ExpertInnen gerne öfters.

Und hier in diesem Fall bestätigt sie meine Vermutung, dass es im Moment keinen Grund gibt, wegen dieses Virus in irgendeine Hektik zu verfallen.

Täglich kommen Menschen von Reisen mit irgendwelchen Infektionen zurück. Darunter sind vermutlich schlimmere. Es gibt Länder, in denen regelmäßig z.B. die Pest grassiert. Ich glaube, da wäre mehr Hektik angesagt, auch wenn es heute, im Unterschied zum Mittelalter, Antibiotika gegen Yersinia pestis gibt. Aber die muss man eben rechtzeitig bekommen.

Wie wappnen?

Durch Einreiseverbote?
Denn medizinische Mittel gibt es wohl noch nicht.

@Many - alles im Griff

Dem kann ich nur noch hinzufügen: Gegenüber Personen, die mit Fieber einreisen, erheben wir einen Klimazoll. Und -sehr wichtig- zur Vermeidung von Ansteckung kennzeichnen wir alle nichtimportierten Lebensmittel mit einem neuen Label, dafür finden in den nächsten 5 Jahren Beratungen mit der EU (Frau v.d.L.) statt.

@16:01 von Kurt von Hammerstein

>> Hört einfach auf Prof. Addo... [...] ... wenn irgendjemand auf dieser Hemisphäre weiss, wie wo wann ein Virus wirklich gefährlich ist, dann sie. >>
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= Na klar - immer empirisch-theoretisch. Im Ernstfall fehlt dann aber doch das pharmazeutische Heilmittel...
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>> Was uns anbelangt - Hände waschen, saunieren, Vitamin C. Die Immunabwehr dankt es einem. <<
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= Diesen - Ihren - Tipp werden Risikogruppen wie Ältere und Operations-Geschwächte sicher gerne aufgreifen...

@Martinus

Die Hand vor den Mund halten soll man auf keinen Fall! Erstens schießen die Erreger ohnehin mit ca 150 kmh dran vorbei und zweitens hat man die Erreger dann schön an der Hand und verteilt sie überall, denn ohne etwas anzufassen kommt man ja meist nicht nicht von A nach B ;-)

@ Kurt von Hammerstein

"Was uns anbelangt - Hände waschen, saunieren, Vitamin C. Die Immunabwehr dankt es einem." Am 22. Januar 2020 um 16:01 von Kurt von Hammerstein

Ich hoffe, mit "uns" meinen Sie sich persönlich.

Personen mit schwachen Immunsystem (Säuglinge, Greise, chronisch Erkrankten und Transplantierte) können mit sowas herzlich wenig anfangen.

***

Umso wichtiger wäre jetzt auf die üblichen Impfungen hinzuweisen. Der Körper kommt mit jeder Erkrankung besser klar, wenn er nur eine davon gleichzeitig bekommt, und nicht 2 oder 3.
Impfen hilft dabei, dass es keine 2 oder 3 werden und dass andere nicht zusätzlich noch angesteckt werden.

@Martinus

Es wird in die Ellenbogenbeuge genießt und gehustet, nicht in die Hände, mit denen dann alles angefasst wird.

Ja, man muss sich vorsehen

Die spanische Grippe hat vor hundert Jahren Millionen das Leben gekostet. Damaly gab es praktisch keinen Reiseverkehr. Die Weitergabe erfolgte in der Stafette.

Die Verbreitungs und Ansteckungsmoeglichkeiten sind seither drastisch gestiegen. Man sollte alle Moegklichkeiten der Seucheneindaemmung bis hin zur temporaeren Einschraenkung des Reiseverkehrs aus gefaehrdeten Gegenden bedenken. Man ist in der Humanmedizin diesbezieglich noch im Mittelalter.

@16:51 von Dekkert

"Durch Einreiseverbote?"

Ist ein Mittel. Ein anderes waere, dass man Reisende, wenn Sie aus gefaehrdeten Gebieten in unbedarfte Laender reisen registriert, damit man im Fall eines Ausbruches auf die Kontakte schneller zugreifen kann.

Denkbar ist auch die Vorabuntersuchung vor einer Reise, damit zumindest Kranke nicht ins Flugzeug steigen. Damit hat man aber nicht die Inkubatuionszeit unter Kontrolle.

Sollte die sache ernshaft werden wird man zwangsweise eine Reihe von Massnahmen diskutieren und einfuehren muessen.

@ IBELIN

Bei den Einschränkungen des Reiseverkehrs befindet sich die Humanmedizin in Mittelalter? MedizinerInnen sind Ihrer Meinung nach diejenigen die den Reiseverkehr kontrollieren können? Was?

Vogelgrippe, Schweinegrippe u.s.w.

und nun die Coronagrippe. Wo kommt der Name eigentlich her?
Am besten wieder wie vor einigen Jahren auf Vorrat Tamiflu oder ein anderes Wundermittel der Pharmaindustrie millionenfach für hunderte Millionen Euro für den Ernstfall bestellen. Obwohl; das Tamiflu hatte sich ja dann als wenig wirksam bzw. fast unbrauchbar entpuppt. Panik = Riesengeschäft!

Was für eine Hysterie....

Das dieser Virus auch nur in China gefährlicher wird als die Grippe steht sogar noch in den Sternen. Und hier in Deutschland ist es schon ein Top-Thema. Was für ein Quatsch...

@Zwicke & @Tada

Ja, ja, in Gottes Namen, wenn wir denn so spezifisch sein müssen - ich meine Menschen, die halbwegs gesund sind und sich in der Lage/Verfassung befinden, gegen Krankheitsverbreitung etwas zu tun.

Erzählen Sie mir hier bitte nix von Risikogruppen; kenne ich selber sehr gut. Ich arbeite derzeit in der heimischen Pflege und muss höllisch aufpassen, nicht krank zu werden. Man ist einem permanenten Sperrfeuer von Keimen ausgesetzt, und muss wiederum darauf achten, da nix weiterzuverbreiten. Gerade deswegen ist z. B. das Händewaschen so wichtig; wenn Sie Taschentücher voller Unaussprechlichem entfernen müssen (das passiert in der Pflege oft genug) sollte man aber bei größeren Mengen wirklich Nitrilhandschuhe tragen. Besondere Vorsicht bei Essensresten; das warme Milieu mit der Festtafel an verwertbaren Nährstoffen sind das reinste Shangri-La für Keime nahezu jeglicher Art.

Wer solche Grundregeln beachtet, macht es auch Coronaviren schwer. Und weitestgehend impfen, wenn man es verträgt.

Coronavirus

Auf Grund der Reiselust der Menschheit und der Beliebtheit von Deutschland als Reiseziel bei der Asiatischen Bevölkerung, läßt sich die Verbreitung wohl nicht verhindern, es wäre nur Schön wenn schnell ein Mittel gegen den Virus gefunden würde und in den Hände der Ärzte gelangen würde.

Ich befürchte..

Dass es angesichts des weiter überbordenden interkontinentalen Reiseverkehrs nur eine Frage der Zeit ist, bis dieses oder andere Viren bei uns ankommen.

Der Knackpunkt ist, ob unser Gesundheitswesen darauf vorbereitet ist oder wieder erst mal im Krankheitsfall aufs Geld geachtet und nicht alles getan wird, was nötig ist...abgesehen vom fehlenden Pflegepersonal..

meint ein Fachkrankenpfleger

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