Ihre Meinung zu: DWD: In Deutschland ist es immer noch zu trocken

19. Januar 2020 - 18:41 Uhr

Im Januar vor Trockenheit zu warnen, klingt etwas ungewöhnlich - doch genau das tut der Deutsche Wetterdienst. Es komme nach wie vor zu wenig Regen, was Landwirten die dritte schlechte Ernte in Folge bescheren könnte.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.625
Durchschnitt: 2.6 (8 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Hier bei uns in Sachsen

Hier bei uns in Sachsen regnet es viel zu wenig. Meistens sind es nur 0,1 l, also eher leichtes Nieseln, manchmal 1 l, selten mal mehr. Schnee gab es diesen Winter überhaupt noch nicht.
Die meterhohen Schneewehen, die ich von früher kenne, sind wohl Geschichte.
So langsam werden die Sommermonate mehr und mehr zu einem Dürreapltraum.

Schlechte Ernten

Die Landwirtschaft in Deutschland wird dank Klimawandel in Zukunft immer weniger ernten. Aber auch das Artensterben wird sich negativ auswirken.

Viel Regen bringt derzeit gar nichts, sondern

wir brauchen mehrmaligen Wechsel zwischen Schnee und Tauwetter, und dann noch einmal richtig viel Schnee, der langsam schmilzt, sonst fließt das Wasser schnell ab.

Kontinentales Klima auf dem Vormarsch

Infolge des Klimawandels breitet sich das osteuropäische kontinentale Klima mit langanhaltenden stabilen Wetterlagen immer weiter nach Westen aus. Dank der sich erwärmenden Weltmeere bleiben uns dabei gleichzeitig die eisigen Temperaturen Osteuropas im Winter noch erspart. Ein vermuteter Grund für diesen Trend: Ein sich stetig verlangsamender Golfstrom, mit dem sich auch der maritime Einfluss verringert.

„Frühe Dunkelheit und oft eher trübes Herbst- statt echtes Winterwetter. Da könnte so manchem das Warten auf Frühlingstage und mehr Sonne recht lang werden.
>>> Der Deutsche Wetterdienst hofft allerdings auf das genaue Gegenteil: viele Wochen mit viel Regen“

Ich auch. Nicht (nur), weil ich noch nie ein „Sonnenanbeter“ war, sondern vor allem, weil mir das hier längst völlig klar ist:

„Denn ohne deutlich mehr Niederschlag drohen vor allem Landwirten im weiteren Jahresverlauf trübe Aussichten“

Vorerst hauptsächlich den Landwirten und anderen in „witterungsabhängigen“ Berufen Beschäftigten. Letzten Endes aber allen. Und dieses „Phänomen“ kennt keine „Grenzen“.

als Laie der den Prognosen und

Warnungen zum Klimawandel glauben muss stellt sich mir dennoch die Frage: unvorstellbare Mengen an geschmolzenem Polareis lässt die Meeresspiegel (und somit die Wasseroberfläche) stark ansteigen, die klimabedingt übermässig steigenden Temperaturen müssen dann logischerweise auch mehr Wasser verdunsten lassen, in der Atmosphäre können sich dann die schweren Dampfwolken nicht halten und es müsste demzufolge auch vermehrt zu Regengüssen kommen ?

In Deutschland ist es immer noch zu trocken

Der Mensch muss überall seine Finger im Spiel haben.

In diesem Fall nennt man es "Geo-Engineering" ...

Auf wiki liest sich das so:

Der Sammelbegriff Geoengineering bezeichnet vorsätzliche und großräumige Eingriffe mit technischen Mitteln in geochemische oder biogeochemische Kreisläufe der Erde. Als Ziele derartiger Eingriffe werden hauptsächlich das Abbremsen der anthropogenen globalen Erwärmung, etwa durch den Abbau der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre, oder die Verringerung der Versauerung der Meere genannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geoengineering

...oder Wheather-Modifikation.

A weather modification (also known as weather control) is the act of intentionally manipulating or altering the weather...(...)

https://en.wikipedia.org/wiki/Weather_modification

Ich bin entspannt...
Mehr Wärme bedeutet einerseits das Absterben von bestimmten Baumarten, andererseits auch Wachstum!

Wärme hat auch ein Vorteil für das Klima: weniger Verbrennung von Brennstoffen im Winter....

@OlliH

"Ich kann mich in den letzten 20 Jahren an 3 „standesgemäße“ Winter seit 1998 hier am Rhein erinnern.
Es gleicht sich alles aus im Leben [...]"

Merken Sie wirklich nicht, dass der zweite Satz Ihres Beitrags dem ersten Satz widerspricht?

Außerdem gehört der zweite Satz in die Kategorie falschen Volksmunds, jedenfalls wenn man der Wissenschaft Glauben schenkt. Da wird sich zukünftig wettertechnisch alles auf einem deutlich höheren Niveau ausgleichen.

Übrigens hat auch das Rheinland trotz der gar nicht schlechten Niederschläge der letzten Monate noch längst nicht die letzten trockenen Jahre ausgleichen können.

solange...

in DE auch nur ein Brot im Müll landet, kann es sich ja nicht um schlechte Ernten handeln.
Und solange der Mais noch für die Produktion von Biogas reicht auch nicht.

@ex_Bayerndödel

"Viel Regen bringt derzeit gar nichts, sondern wir brauchen mehrmaligen Wechsel zwischen Schnee und Tauwetter"

Oder großflächigen andauernden Landregen. Der bringt selbstverständlich genauso viel.

@ I love the € (19:09)

"Die Landwirtschaft in Deutschland wird dank Klimawandel in Zukunft immer weniger ernten. Aber auch das Artensterben wird sich negativ auswirken."
------
Mit weniger Liebe zu verführerischen, falschen Moneten und mehr Liebe für alle Arten sowie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, "wird" nichts wie es 'wird', sondern eher so wie wir es wollen (Klima positiv). Wenn wir ernten wollen, werden wir großes Ernten. Wenn wir zu sehr auf Währungen setzen, werden wir ärmer, negativer und trauriger werden. Machen Sie mit für prima Klima, kümmern Sie sich nicht um € negativ (relativ belanglos).

19:25 von ex_Bayerndödel dem möchte man ...

nur, woher nehmen … aber notfalls könnte man ja Mehrwasser entsalzen... langsam wird die Konkurrenz um den noch vorhandenen Strom dann aber heftig. Vielleicht sollten wir gelegentlich den Anspruch auf Grundwasser einschränken, mehr Bäume pflanzen und Äpfel futtern statt Rindfleisch.

Was mir an den Niederschlagsprognosen

immer wieder auffällt: Im Voraus wird oft viel mehr Niederschlag angekündigt und am Stichtag rapide nach unten korrigiert. Offensichtlich sind alle Modelle falsch oder geben einen Trend aufgrund von Basisdaten voraus die heute nicht mehr zutreffen. Über grob geschätzt ein Jahr hat es meiner Beobachtung nicht an 10 Tagen "mehr geregnet als vorhergesagt" sondern stets "weniger". Das müsste doch auch Anderen aufgefallen sein.

Das ist schon richtig,

der Schnee fehlt überall.
Der Tauvorgang läßt das Wasser langsamer ins Erdreich dringen.
Doch laßt uns doch erst einmal den Winter vorbei ziehen, dann kann man über Nässe im Boden reden.
Bis ende April müssen wir warten , bis Ergebnisse vorhanden sind.
Jetzt alles wieder auf Klimaveränderungen schieben ist zu kurz gedacht.
Das kann man getrost den FfF überlassen , damit die etwas zu demonstrieren haben.

Abwarten und Beten

In Deutschland ist es immer noch zu trocken
ja wir haben trocken Jahre, das merken zwar wir Land.-u.Forstwirte direkt,doch zu trocken Jahre sind besser als zu nasse Jahre, wo die Ernte verdirbt.
Die alten Bauern sagten immer “besser ein zu trockenes wie ein zu nasse Jahr” diese Meinung bin ich zumindest für unsere Gegend auch.
Was können wir dagegen machen, ich meine nichts, sondern uns nach dem Wetter richten ,vielen sind die schönen und trocken Sommer doch gerade recht.

@19:31 von Zundelheiner

Wenn Sie bei YouTube die Stichworte Wasserkreislauf und Klimawandel eingeben finden Sie u.a. bei
„euronews science - Klimawandel beschleunigt Wasserkreislauf“
eine kurze Antwort auf diese Frage.

Gibt natürlich auch sehr viele ausführlichere Erklärungen zum Thema.

Gaaanz kurz: Die regionalen Unterschiede werden größer.

1000mm Regen

gab es hier in Südwestfalen im letzten Jahr. Das entsprach ungefähr dem langjährigen Mittel, während es 2018 nur 760mm gab.

Allerdings war die Verteilung über's Jahr unüblich: Viel in Herbst und Winter, wenig in Frühjahr und Sommer. Diese Tendenz gibt es schon seit einigen Jahren. Allmählich sollte das bekannt sein und diejenigen, die von Niederschlägen abhängig sind, sich darauf einstellen und im Winter Wasser sammeln für den Sommer.

Im Januar gab es übrigens bislang schon 60mm an 13 Regentagen. Duchschnittlich. Auf den durchnässten Wiesen in den Tälern steht das Wasser, der Boden nimmt es nicht mehr auf.

Von übermäßiger Trockenheit keine Spur, und richtig kalte Tage nebst Schnee kommen auch in der Regel erst ab Mitte-Ende Januar, und nicht zu Weihnachten.

Also kein Grund zur Panik. Jedenfalls nicht hier.

@19:48 von spax-plywood

"Was mir an den Niederschlagsprognosen
immer wieder auffällt: Im Voraus wird oft viel mehr Niederschlag angekündigt und am Stichtag rapide nach unten korrigiert. Offensichtlich sind alle Modelle falsch oder geben einen Trend aufgrund von Basisdaten voraus die heute nicht mehr zutreffen."

Ich glaube nicht, dass die Modelle grundsätzlich falsch sind, sondern dass es schwieriger geworden ist, lokale Wetterereignisse korrekt vorherzusagen. Ich denke da zum Beispiel an ein Wetterereignis vor ein paar Jahren hier in Hamburg: In den westlichen Stadtteilen allerschönstes Sommerwetter, im Osten der Stadt tobte ein Tornado. Die Wetterdienste machen aber Vorhersagen für "Schleswig-Holstein und Hamburg". Irgendwer kann da immer behaupten: Die spinnen doch.

20:39 von MichlPaul

«… vielen sind die schönen und trocken Sommer doch gerade recht.»

Wo in Deutschland leben Sie?
Dass bei Ihnen in der Gegend gegewärtig Sommer ist …?

Warum wird es durchschnittlich trockener in Deutschland in den letzten Jahren? Nicht überall trockener, nicht im gleichen Maß trockener.
Nicht jedes Jahr immer nur trockener …

Ich will nicht persönliche Erinnerungen aus Kindertagen bemühen.
Nicht um dies, nicht um das zu belegen.

Ich lebe seit mehr als 50 Jahren in Köln.
In der Kölner Bucht. "Im Regenloch" Kölner Bucht.

Das zumindest ist die Kölner Bucht, wenn es stabile West-Wind-Wetter-Lagen gibt. Winde, die konstant über längere Zeiträume Feuchtigkeit von Nordsee / Atlantik über die platten NL in den Westen von DEU wehen. Dann staut sich diese am Bergland östlich von Köln. Es regnet immer, für Schnee im Winter ist es meist zu warm. Seit vielen Jahren so.

Winde kommen aber nicht mehr konstant aus Westen.
Nicht im Winter, nicht im Sommer.
Wenn kein Regen fällt … ist das mies …!

So viel Moos hatte ich noch nie

Das Moos breitet sich bei uns vor Feuchtigkeit so rasant aus, dass diese Meldung für den Südwesten kaum zutrifft. Hier regnet es seit Herbstbeginn mehrfach wöchentlich und meine Solarausbeute ist in seit 5 Monaten unterdurchschnittlich für diesen trüben nassen Winter.
Eher Panikmache. Die Regenmenge 2019 nach unserer meteorologischen Station in der Nähe war auch Durchschnitt und nicht zu wenig.

Dann sollten wir wohl beginnen

Bewässerungsanlagen statt Windrädchen zu bauen denn am Klimawandel wird sich nichts ändern lassen sofern wir nicht Global Dimming einsetzen.

@Brynhildur Erik...

"Eher Panikmache. Die Regenmenge 2019 nach unserer meteorologischen Station in der Nähe war auch Durchschnitt und nicht zu wenig."

Lesen Sie einfach den Artikel noch einmal, diesmal bis zum Ende. Darin wird nämlich gerade der von Ihnen genannte Südwesten explizit als deutsche Ausnahme angeführt.

Außerdem steht im Artikel auch drin, warum es sich keineswegs um Panikmache, sondern schlicht um Zustandsbeschreibung handelt.

@19:35 von DrBeyer @OlliH

"Übrigens hat auch das Rheinland trotz der gar nicht schlechten Niederschläge der letzten Monate noch längst nicht die letzten trockenen Jahre ausgleichen können."

Tja, mir persönlich ist es momentan auch eher zu nass. Das Problem dabei: 'Menschliche Sensoren' haben keine große Reichweite, eben auch nicht 1,80 Meter tief in den Erdboden. Die Bäume in unserem Garten (besonders die Eichen) haben da offenbar auch eine ganz andere Sichtweise als ich.

re brynhildur

"Das Moos breitet sich bei uns vor Feuchtigkeit so rasant aus, dass diese Meldung für den Südwesten kaum zutrifft. "

Diese Meldung betrifft auch nicht das Moos an der Oberfläche, sondern die Nässe in 1,8 m Tiefe.

Jedoch, es ist sinnlos, mit diesen Aber-bei-uns-nicht-Augenzumachern zu reden.

Zuverlässig?

Ich gebe jetzt ausdrücklich keine Stellungnahme zum Klimawandel ab - sei es dafür oder dagegen.

Aber ich habe so meine Zweifel an den Daten, die Klimaforscher und Meteorologen präsentieren. Das liegt daran, dass ich zu oft den Eindruck habe, dass nicht einmal die Angaben zum aktuellen Wetter verlässlich sind. Ich wohne nur ein paar 100m von einer Messstation des DWD entfernt und frage mich oft genug, wie ich die veröffentlichten Messwerte mit dem Blick aus dem Fenster in Übereinstimmung bringen soll...

Entsprechend bin ich auch etwas skeptisch gegenüber Auswertungen, die auf diesen Daten beruhen. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich für fossile Brennstoffe und gegen mehr erneuerbare Energien bin.

mehr Grundwasser durch Schnee ?

die Schneedecke schmilzt (und verdunstet zum Teil) bei zunehmenden Temperaturen von der Oberfläche aus, nicht von der untersten Schicht. Deshalb bringen Bäche und Flüsse im Frühling mehr Wasser bis hin zu Hochwasserlagen in den Seen und Abflussgebieten in tieferen Lagen. Erst wenn die oberen Schneeschichten abgetaut und abgeflossen sind kann der Rest in den Boden (falls dieser nicht gefroren ist) einsickern.
Für die weitaus grösseren Landflächen in tieferen Lagen in D (wo es eh keine nennenswerten Schneemassen gibt) hat die Schneemenge für den Grundwasserspiegel kaum Bedeutung.
Somit ist für einen ausgewogenen "Wasserhaushalt" der Böden der Regen weitaus wichtiger.

21:35 von guggi

«Dann sollten wir wohl beginnen … Bewässerungsanlagen statt Windrädchen zu bauen denn am Klimawandel wird sich nichts ändern lassen …»

Wenn kein Regen vom Himmel fällt. Dann ist auch kein Wasser für Bewässerungsanlagen vorhanden.

"Virtuelles Wasser" à la "Bitcoin" im Internet gibt es nicht …

21:17 von Brynhildur Erik...

«So viel Moos hatte ich noch nie.»

Manche sagen, Moos könne man nie genug haben.
Andere klagen: "Ohne Moos nix los …!".
Aber zufrieden ist ja kaum je niemand mehr …

«Das Moos breitet sich bei uns vor Feuchtigkeit so rasant aus, dass diese Meldung für den Südwesten kaum zutrifft.»

Moos in Messtiefe ca. 2 Meter unterirdisch im Erdboden.
Da würde ich hellhörig werden.
Und mal noch ein wachsameres Auge auf das Moos werfen …

In Schleswig-Holstein

ist mittlerweile eine Frühjahrstrockenheit von Februar bis Mai/Juni der Normalfall. Früher hat es wenigstens - Schnee gibt es schon lange nicht mehr - im Dezember und Januar wie Sau geregnet. Scheint auch vorbei zu sein. Die Gräben an den Waldwegen, die im Winter immer voll waren, sind trocken.
Praktisch überhaupt kein Frost und ungewöhnlich viel Sonne. Der Rasen wächst. Ich hab zum ersten Mal die Sommerreifen drauf gelassen.
Rudi Carell ist tot. Heute würde er singen: Wann wird's mal wieder richtig Winter?

.. und die Aussichten sind

.. und die Aussichten sind erstmal auch recht niederschagsarm.

Der Trend der letzten Jahre ist schon beängstigend.

Neben den Einsparungen von CO2 und CH4-Emissionen wäre ein weiteres Mittel, um der Dürre etwas entgegenzuarbeiten auch weniger Bodenversiegelung. Dann würde mehr Regenwasser aufgenommen. Nur, weniger Bodenversiegelung kommt bei den meisten nicht gut an, hieße das doch weniger Verkehrs und Bebauungsfläche.
Will man nicht hören, stattdessen wird unbeirrt immer weiter zusätzliche Fläche versiegelt. Wenn's dann regnet, laufen die Gullys über und der Boden/das Grundwasser bekommt fast nichts ab - Hurra!

Aber da kann man als "Ökohippie" reden und reden (seit so vielen Jahren!), die Mehrheit interssiert's nicht. Vielleicht gibt es ja endlich in der FfF-Generation eine Mehrheit för ökologisch ausgerichtetes Handeln.

Im Januar letzten Jahres lag

Im Januar letzten Jahres lag der Niederschlag 50% über dem langjährigen Mittelwert. Das hat wohl keine Aussagekraft bzgl. eines " trockenen Sommers ".
siehe:de.statista.com/statistik/daten/studie/5573/umfrage/monatlicher-niederschlag-in-deutschland/

Haben wirklich alle Bauern in

Haben wirklich alle Bauern in den letzten zwei Jahren drastische Einbußen hinnehmen müssen?
Oder waren es nur einige und das auch nur in einigen Regionen?

Okay, lokale Wetterereignisse

sind niemals zu verallgemeinern, aber: ich bin jetzt 63 und ich habe noch nie einen solchen Winter erlebt wie den aktuellen. Weder bis 1979 im Saarland noch seitdem in Bremen. Einmal ein wenig Naßschnee im November, der gar nicht erst liegenblieb, und so gut wie keine Temperaturen unter 0 Grad, ab und zu mal ein paar Regentröpfchen, ansonsten grau und trüb, Dauerherbst.
Vor 4 Jahren gaben meine Winterschuhe den Geist auf, seither habe ich mir keine neuen angeschafft, höchstens zwei kalte Wochen und kaum Schnee oder Eis - da brauche ich keine neuen.
Noch ist der Winter nicht vorbei, vielleicht kommt ja noch etwas...

>>Ich gebe jetzt ausdrücklich

>>Ich gebe jetzt ausdrücklich keine Stellungnahme zum Klimawandel ab - sei es dafür oder dagegen.
Aber<<

Das "aber" habe ich schon öfter in den Tagesschauforen gelesen.
Aber die menschlichen Empfindungen sind einfach nicht so exakt wie wissenschaftliche Geräte.

@karwandler 22.00

Jedoch, es ist sinnlos, mit diesen Aber-bei-uns-nicht-Augenzumachern zu reden."
Warum immer so abwertend und von oben herab? Fühlen Sie sich dann größer? Die Mitforistin hat ihre Beobachtung im Südwesten geschildert, die ich bestätigen kann. Hier hat es seit Herbst oft und reichlich geregnet. Und für eine Prognose halte ich Januar nach ein paar Tagen reichlich früh. Wie es in 1,8m Tiefe aussieht wissen Sie so wenig wie ich oder Frau Eriksdottar.

22:39 von traurigerdemokrat

>>Haben wirklich alle Bauern in den letzten zwei Jahren drastische Einbußen hinnehmen müssen?
Oder waren es nur einige und das auch nur in einigen Regionen?<<

Ja, in einigen Regionen alle.

Meerwasser entsalzen - gegen den Anstieg des Meeresspiegels

Fakt ist, die Menge an Wasser auf unserem Planeten ändert sich nicht. Es verschwindet ja nicht ins All und auch durch chemische Prozesse findet eher ein Kreislauf statt.

Das Problem vielerorts ist ja, dass Wasser nicht da ist, wo es Mensch und Natur (zumindest die dem Menschen dienende) brauchen könnte.

Zudem schmelzen Gletscher und das Wasser fließt ins Meer. Hmm... eigentlich müsste es dann ja auf dem Weg dahin Hochwasser geben. Aber egal.

Die Flüsse sind zu begradigt und zu wenig Speicher in Auen und Seen vorhanden. Die Fließgeschwindigkeit müsste reduziert werden.

Und wenn alles nichts hilft, dann müssen wir Meerwasser entsalzen und zurück auf die Berge pumpen..

So oder so ähnlich müsste es gehen.

;-)

22:21 von Tinkotis

«Zuverlässig?

Ich wohne nur ein paar 100m von einer Messstation des DWD entfernt und frage mich oft genug, wie ich die veröffentlichten Messwerte mit dem Blick aus dem Fenster in Übereinstimmung bringen soll...»

Gar nicht sollen Sie die Messwerte der Messstation des DWD in der Nähe Ihrer Fenster mit dem Blick aus Ihrem Fenster in Übereinstimmung bringen.

Für die Schnellerfassung der lokalen Wetterlage erfanden Architekten Fenster. Für die Erfassung mehr großräumiger Wetterlagen ersannen Meteorologen Messstationen …

@ Tinkotis (22:21)

"Aber ich habe so meine Zweifel an den Daten, die Klimaforscher und Meteorologen präsentieren. Das liegt daran, dass ich zu oft den Eindruck habe, dass nicht einmal die Angaben zum aktuellen Wetter verlässlich sind. Ich wohne nur ein paar 100m von einer Messstation des DWD entfernt und frage mich oft genug, wie ich die veröffentlichten Messwerte mit dem Blick aus dem Fenster in Übereinstimmung bringen soll..."
------
Ich finde, Ihr "Blick aus dem Fenster" und die Tatsache, dass einige Messwerte 100 m davon entfernt (möglicherweise) für die Verarbeitung (mit vielen anderen Daten, vieler Messtationen) verwendet werden, reicht nicht aus, um zu urteilen, ob auf "Klimaforscher und Meteorologen" Verlass ist. Ich habe den Eindruck, dass Sie sich zu wenig Gedanken machen, warum dies so ist. Sie müssen sich auch darüber wundern, dass viele Foristen hier unentwegt solche Ansichten vorbringen und diese weiter pflegen. Ja, Meteorologen verwenden umfassendere Methoden zur Wettervorhersage.

re tinkotis

"Ich wohne nur ein paar 100m von einer Messstation des DWD entfernt und frage mich oft genug, wie ich die veröffentlichten Messwerte mit dem Blick aus dem Fenster in Übereinstimmung bringen soll..."

Wie oft vergleichen Sie denn die Messwerte "Ihrer" Messstation mit dem Blick aus dem Fenster? Misst die andere Temperaturen oder Luftdruck als Ihr Blick?

Kein Zwang zur Regenwasserentsorgung!

Regenwasser sollte als natürliche Ressource endlich bundesweit gesetzlich geschützt werden. Stattdessen gibt es in den meisten Bundesländern Gesetze, die Regenwasser mit dem Auftreffen auf befestigte Flächen als "Niederschlagswasser" deklarieren, das zwangsweise zumeist nutzlos in Kanälen zu entsorgen ist.
In Wuppertal zum Beispiel wird nach wie vor Jagd auf Bürger gemacht, die Wasser von Gartenwegen, Terrassen, Balkonen etc. im eigenen Garten versickern lassen. Vom Besitzer eines Einfamilienhauses werden regelmäßig Investitionen bis 30 000 Euro verlangt, um solches Regenwasser zwangsweise nutzlos dem Kanal zuzuführen. Dass einige Meter weiter Straßenbäume unter Wassermangel leiden, interessiert die Stadtverwaltung nicht. Bürger dürfen aber "Baumpatenschaften" übernehmen und per Gießkanne mit Leitungswasser gießen. Propaganda gegen die "asozialen" Regenwasserversickerer betreiben übrigens besonders die örtlichen Grünen.

Landwirtschaft in der Sackgasse

In den letzten Jahrzehnten ging die Landwirtschaft immer mehr in ertragreiche Sorten, die viele (Nerven-) Gifte, viel (Nitrat-) Düngung und gutes Wetter benötigen ...
Niemand hindert die Landwirte/Winzer, endlich trockenresistente Sorten zu säen/pflanzen, die deutlich weniger Gifte (Glyphosat) und deutlich weniger Dünger brauchen!
Aus dieser Sackgasse müssen die Bauern selbst herauskommen, das können weder die Meteorologen noch die Verbraucher. Treckerfahrten nach Berlin und dumme Sprüche für "mehr Respekt" sind keine Lösung!
Aber auch die EU muss die Bevorzugung großer Massenbetriebe endlich einstellen.

19:48, spax-plywood

>>Was mir an den Niederschlagsprognosen
immer wieder auffällt: Im Voraus wird oft viel mehr Niederschlag angekündigt und am Stichtag rapide nach unten korrigiert. Offensichtlich sind alle Modelle falsch oder geben einen Trend aufgrund von Basisdaten voraus die heute nicht mehr zutreffen. Über grob geschätzt ein Jahr hat es meiner Beobachtung nicht an 10 Tagen "mehr geregnet als vorhergesagt" sondern stets "weniger". Das müsste doch auch Anderen aufgefallen sein.<<

Ich teile Ihre Beobachtung. Ich verfolge die Niederschlagsprognosen sehr intensiv, da ich erstens Hobbygärtner und zweitens Pilzsammler bin. Ja, Sie haben Recht, es wird so gut wie immer mehr Regen vorhergesagt, als dann letztendlich fällt. Und auch, daß die Vorhersage kurzfristig nach unten korrigiert wird, ist mir öfters aufgefallen.

22:40 von harpdart

«Noch ist der Winter nicht vorbei, vielleicht kommt ja noch etwas...»

Der im Durchschnitt in ganz Deutschland kälteste Monat des Jahres ist der Februar. Aber selbst wenn der Februar 2020 "knackig kalt" wird. Sagt das erst mal gar nichts über Niederschlagsmengen aus.

"Knackig kalt" ist meist kontinental-sibirisch.
Eher trockene Ost-Wind-Wetterlage mit wenig Feuchtigkeit in der Luft.

"Schnee- und niederschlagsreich" sind in DEU Nord- oder Nord-West-Wetterlagen. Die Feuchtigkeit mit Winden über Nordsee / Ostsee mit sich bringen können. Und das oft auch tun.

Aber gerade diese Art von Wetterlagen werden im Einfluss auf DEU seltener …

@22:40 von harpdart

"Weder bis 1979 im Saarland noch seitdem in Bremen. Einmal ein wenig Naßschnee im November, der gar nicht erst liegenblieb, und so gut wie keine Temperaturen unter 0 Grad, ab und zu mal ein paar Regentröpfchen, ansonsten grau und trüb, Dauerherbst."

Dann haben Sie die Schneekatastrophe 1978/1979 in Norddeutschland wohl gerade verpasst. Die wünsche ich mir allerdings auch nicht zurück. Die Bauern sicher noch weniger.

Ein Hoch auf die Technik

@22:43 von Tremiro
„““Das "aber" habe ich schon öfter in den Tagesschauforen gelesen.
Aber die menschlichen Empfindungen sind einfach nicht so exakt wie wissenschaftliche Geräte.“““

Verstehe, die wissenschaftlichen Geräte arbeiten im Kommabereich und können uns auch besonders genau sagen, ob wir nun schönes Wetter oder Schei...wetter haben.
Da die menschlichen Empfindungen da oftmals weit daneben liegen, gefällt mir das auch wissenschaftlich besser.

Ich persönlich

finde das Wetter hier in Hamburg besser als noch vor vielen Jahren.Da sprach man noch von Hamburger Schmuddelwetter. Das gibt es so nicht mehr.

@Tremiro

Genau solchen Re-Posts wollte ich zuvor kommen, aber na gut:

Es gibt genug Anzeichen für eine schnelle Veränderung des Klimas. Und ich glaube, dass die meisten zum Klimaschutz vorgeschlagenen Maßnahmen zumindest nicht schaden können.

Das ändert aber nichts daran, dass es genug Argumente und Indizien gibt, um den Fachleuten mit Skepsis zu begegnen. Zwar ist hier nicht genug Raum für eine größere Diskussion, aber zumindest einen Denkanstoß kann ich unterbringen.

Messdaten von Hamburg Fuhlsbüttel belegen einen Anstieg der Durchschnittstemperatur in den letzten Jahrzehnten. Bisher finde ich aber keine Analyse, die berücksichtigt, dass der Flughafen nicht mehr wie vor 50 Jahren auf der freien Wiese liegt sondern in einem dicht bebauten Gebiet. Stichwort Stadtklima oder auch Wärmeinsel.

Linsen und Hirse

Das ist doch nichts Neues. Das wurde auf der Alb schon vor hunderten Jahren angebaut - eben weil das Zeug trocken-resistent ist. Es ist doch Widersinn, wenn man glaubt, auf jeder Scholle müsse der selbe Hochleistunges-Weizen, die selbe Biogas-Frucht ständig gedeihen?! Und wenn die endlosen Mais-Monokulturen dann noch dem Zünsler anheimfallen, ist das Geschrei nach noch mehr Gift beim Bauernverband riesengroß - löst aber nur kurzfristig. Können diese Agrar-Tekkies vielleicht mal mehr regional denken und agieren, statt ständig Rekord-Ernten zu fordern? Die produzieren miese Qualität und Monotonie auf den Feldern und verlangen dafür Respekt und hohe Preise ... und dann noch Mitsprache bei der Verwendung von Giften? Dadurch sind wir ja erst zum Insektensterben gekommen!

re deutlich

"Wie es in 1,8m Tiefe aussieht wissen Sie so wenig wie ich oder Frau Eriksdottar."

Aber der DWD weiß es, oder ziehen Sie das mit dem Argument des Nichtwissens in Zweifel?

22:46 von deutlich

>>Die Mitforistin hat ihre Beobachtung im Südwesten geschildert, die ich bestätigen kann. Hier hat es seit Herbst oft und reichlich geregnet. Und für eine Prognose halte ich Januar nach ein paar Tagen reichlich früh. Wie es in 1,8m Tiefe aussieht wissen Sie so wenig wie ich oder Frau Eriksdottar.<<

Ich wohne auch im Südwesten und hier ist es sehr trocken. Da können 50 km schon sehr viel ausmachen.
Und seit Herbst hat es hier sehr wenig geregnet. Dass es in 1,80m Tiefe sehr trocken ist weiß jeder der sich mit der Materie befasst.

@22:51 von vriegel

"Meerwasser entsalzen - gegen den Anstieg des Meeresspiegels"

Ist leider auch (noch!) nicht ganz unproblematisch.

Dazu folgender Text:

>>... Dabei fallen allerdings deutlich mehr problematische Rückstände an als angenommen, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin „Science of the Total Environment“. Die Menge an umweltschädlicher, mit Chemikalien belasteter Salzlauge sei etwa 50 Prozent höher als bislang vermutet. Es sei dringend nötig, bessere Behandlungsverfahren für die Rückstände zu entwickeln, um eine Belastung der Umwelt zu vermeiden und die Kosten der Entsorgung zu senken...>>

22:58 von Koslowski

>>In Wuppertal zum Beispiel wird nach wie vor Jagd auf Bürger gemacht, die Wasser von Gartenwegen, Terrassen, Balkonen etc. im eigenen Garten versickern lassen. <<

Jede Stadt ist froh über jeden Tropfen der Niederschlagswasser der nicht in die Kanalisation gelangt. Ich kann mir nicht vorstellen dass Wuppertal da eine Ausnahme ist.

22:58, Koslowski

>>In Wuppertal zum Beispiel wird nach wie vor Jagd auf Bürger gemacht, die Wasser von Gartenwegen, Terrassen, Balkonen etc. im eigenen Garten versickern lassen. Vom Besitzer eines Einfamilienhauses werden regelmäßig Investitionen bis 30 000 Euro verlangt, um solches Regenwasser zwangsweise nutzlos dem Kanal zuzuführen. Dass einige Meter weiter Straßenbäume unter Wassermangel leiden, interessiert die Stadtverwaltung nicht. Bürger dürfen aber "Baumpatenschaften" übernehmen und per Gießkanne mit Leitungswasser gießen. Propaganda gegen die "asozialen" Regenwasserversickerer betreiben übrigens besonders die örtlichen Grünen.<<

Was ist das denn für ne Geschichte?

Ich habe jetzt auf die Schnelle nur folgenden Link gefunden, mit dem man bei der Stadt Wuppertal die Genehmigung einer Regenwasserversickerungsanlage beantragen kann, schön bürokratisch:

https://www.wuppertal.de/vv/produkte/106/versickerung.php

Welche Propagandaargumente führen die Grünen denn gegen Regenwasserversickerung an?

@22:58 von Koslowski

"Wuppertal zum Beispiel wird nach wie vor Jagd auf Bürger gemacht, die Wasser von Gartenwegen, Terrassen, Balkonen etc. im eigenen Garten versickern lassen. Vom Besitzer eines Einfamilienhauses werden regelmäßig Investitionen bis 30 000 Euro verlangt, um solches Regenwasser zwangsweise nutzlos dem Kanal zuzuführen. Dass einige Meter weiter Straßenbäume unter Wassermangel leiden, interessiert die Stadtverwaltung nicht. Bürger dürfen aber "Baumpatenschaften" übernehmen und per Gießkanne mit Leitungswasser gießen."

Was Sie hier beschreiben, hört sich tatsächlich ziemlich krank an.

"Propaganda gegen die "asozialen" Regenwasserversickerer betreiben übrigens besonders die örtlichen Grünen."

Das wundert mich jetzt nicht so sehr, aber irgendeine nachvollziehbare Begründung MUSS es doch geben?

22:38, Werner40

>>Im Januar letzten Jahres lag der Niederschlag 50% über dem langjährigen Mittelwert. Das hat wohl keine Aussagekraft bzgl. eines " trockenen Sommers ".
siehe:de.statista.com/statistik/daten/studie/5573/umfrage/monatlicher-niederschlag-in-deutschland/<<

Der Wert, den Sie meinen, ist der des Dezembers vorletzten Jahres. Der im Januar lag nur knapp drüber. So zumindest die Statistik, die Sie verlinken.

Sie beschreibt übrigens Durchschnittswerte für ganz Deutschland. Die sind aber wenig aussagekräftig, da in sie auch die überdurchschnittlich hohen Werte des Alpennordstaues eingehen. Die waren letztes Jahr deswegen so hoch, weil das Jahr von sogenannten meridionalen Wetterlagen geprägt war, also entweder Süd- oder Nordwinde. Beides führt in weiten Teilen Deutschlands zu wenig Niederschlag. Die Nordwindlagen führen allerdings in Süddeutschland zu viel Regen, da die Luft von den Alpen zum Aufsteigen gezwungen wird. Dabei kühlt sie ab und kann weniger Feuchtigkeit halten. Es regnet also.

Darstellung: