Kommentare

Berufsjammerer

Es gibt zwei Gruppen von Berufsjammerer:

Bauern und Ärzte!

Debatte über den Agrarbericht:"Es wird nur gemeinsam gehen"

Natürlich sind viele Landwirte gebeutelt.Durch die letzten Dürrejahre.Durch eine Agrarförderung,die mehr große Betriebe bevorzugt.
Und auch durch die Freihandelsabkommen,die die EU mit Drittländern abschloss(wie Mercosur) und das zu Billigimporte führt.

...genau...

Genau meine Rede...nur 13% kommen bei den Landwirten an.
Die Schuld daran trägt die BR. Man hat der Gier Haus und Hof geöffnet und nun weiß man nicht mehr weiter.
Wir brauchen staatliche Mechanismen die einen fairen Preis garantieren, der aber die gierigen Zwischenhändler lahm legt.
Das nennt sich Staatliche Kontrolle.
Das wäre nicht nur in der Landwirtschaft zwingend erforderlich, sondern in sehr vielen Bereichen unserer Wirtschaft.

Wunsch und Wirklichkeit

Aus dem Bericht:
"Im Supermarkt zählt dann aber häufig doch etwas anderes: der Preis."
Das ist eine logische Konsequenz; das Einkommen muss verbessert werden, dann kann auch ein höherer Preis bezahlt werden.
Real wird zwar eine Einkommenssteigerung propagiert, dann aber so lange laboriert, dass es nur so aussieht.
Das ist eine politisch zu lösende Aufgabe - die aber nicht gelöst werden darf.

welcher Punkt

Ich habe den Artikel dreimal gelesen und nichts gesehen, in welchem Punkt sich die Fraktionen einig waren. Da hat die Überschrift wieder falsche Sachen vorgegaukelt...

Höhere Lebensmittelpreise

Frau Klöckner fördert höhere Lebensmittelpreise, dies mag ja auf dem ersten Blick vielleicht richtig sein und natürlich sollen die Landwirte von ihrer Arbeit leben können, wie übrigens alle anderen auch,was leider im Niedriglohnparadies Deutschland nicht immer gewährleistet ist.
Wenn die Lebensmittelpreise steigen, dann müssen auch die Renten etc. steigen steigen oder die Tafeln bekommen noch mehr Zulauf. Alles nur teurer machen ist keine Lösung. Die Menschen müssen auch noch leben können.

@ 14:30 Zwicke (Vorgängermeldung)

Was Ihre merkwürdigen Phantasien zu "Altknechten und Hofmägden" mit den Bauernprotesten und der Landwirtschaftspolitik zu tun haben, erschließt sich mir nicht im mindesten. Wenn Sie keinen Zugang dazu haben, dass eine ökologische Landwirtschaft, die Stärkung bäuerlicher Kleinstrukturen und Familienbetriebe und die Schonung der Umwelt miteinander zu tun haben und die Grünen genau das in ihren Zielvorstellungen und Strategien berücksichtigen, muss das nicht unbedingt zu Sarkasmus denen gegenüber führen, die sich damit ernsthaft befassen.

Schade, dass `die Bauern´

Schade, dass `die Bauern´ immer wieder gleichzeitig sinnvolles und unsinniges in ihre Demos einbringen.
Den Handel unter Druck setzen, damit der faire Preise zahlt und die Erpressung der Erzeuger nicht einfach weiter betreiben kann: Sehr gut.

Auf der anderen Seite dann aber das blöde Gejammer über `wir dürfen nicht mehr so viel Gülle auf die Felder kippen´ oder `jetzt auch noch auf Tierwohl oder Ethik achten, das ist zu viel´, `Insektenschutz ? Was soll denn das noch? Wer denkt denn mal an uns ?
Schwach. Und unhilfreich, weil man so keine `Seite´ auf seine Seite ziehen kann.
Aber auch typisch deutsch: Bloß nicht mit der Zeit gehen und ohne Ideologie einfach Wirtschaft betreiben. Ein Grund dafür, dass DeutschlandsWirtschaft den Anschluss verpasst hat und noch viel weiter zurückfallen wird.

Wir sollen die teueren Lebensmittel kaufen .....

Sagte heute die durchlauchtigste Weinkönigin und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Scheinbar weiss diese Dame nicht was Armutsrentner, Hartz4Ler und andere im Monat für Lebensmittel zur verfügung haben.

17:48 von Gogolo

"welcher Punkt

Ich habe den Artikel dreimal gelesen und nichts gesehen, in welchem Punkt sich die Fraktionen einig waren. Da hat die Überschrift wieder falsche Sachen vorgegaukelt..."

.-.-.-.-.-

Die Überschrift ist ein Zitat - erkennbar an "...".
Dieses Zitat ist im Artikel enthalten.

Bauernprotest

Weshalb erkennt die Bauernschaft nicht, dass die doch auch zu den (Umwelt-)Problemen beiträgt. Ohne Bauern wäre sicherlich alles nichts, nichtsdestotrotz müssen alle zur Lösung der Probleme beitragen, auch die Landwirte. Außer Vorwürfen an die „Politik „ habe ich noch keine konstruktive Vorschläge vernommen. Wieso eigentlich nicht?
Nur jammern, fordern und protestieren ist zu wenige, um wirklich ernst genommen zu werden.

Bauern werden nicht fair bezahlt

billig im Sb Markt kaufen und Umweltforderungen aufmachen geht gar nicht.
Ursache : solche Verträge wie Merkosur wo es Billigfleisch gibt - gezüchtet dort wo früher Regenwald war. Tja dt. Autos wollen verkauft werden in Südamerika.
Pestiziderdbeeren aus China usw.
Dort schert man sich nicht um die Umwelt- aber Geiz im Laden ist geil. Allerdings woher soll der Verbraucher wissen wie das Produkt hergestellt wurde? Ich bin kein Landwirt kenne aber Viele. Die leisten mehr als 10 Stunden jeden Tag und der Lohn ist kärglich. Ich rede nicht von den Riesenställen, sondern von normalen Betrieben die das Futter für die Tiere auf den eigenen Flächen herstellen. Das Verhältnis von Fläche zu Tierbestand pro Betrieb sollte eingeführt werden. Ich sah wie meine Bekannte weinte als ihre Kühe, wo jede einen Namen hatte, zum Schlachter kamen, da der Milchpreis nicht mal die laufenden Kosten ohne den eigenen Lohn ohne Reparaturkosten usw. deckte.

Aus dem Bericht: "Im

Aus dem Bericht:
"Im Supermarkt zählt dann aber häufig doch etwas anderes: der Preis."

Dann muss eben gesetzlich verboten werden, Lebensmittel wie Fleisch zu Ramschpreisen zu verkaufen.
Bei Zigaretten oder Büchern gibt es ja auch eine Preisbindung.

@ 17:48 Gogolo

Dann haben Sie es wohl überlesen:
"Einig waren sich fast alle Fraktionen, dass es nur gemeinsam gehen kann. Das betonte auch Matthias Miersch von der SPD. "Weder Landwirte, noch Umweltverbände, noch Verbraucherschutzverbänden werden zukünftige Agrarpolitik alleine machen können. Es wird nur gemeinsam gehen."

re bernd kevesligeti

"Und auch durch die Freihandelsabkommen,die die EU mit Drittländern abschloss(wie Mercosur) und das zu Billigimporte führt."

Dieses Abkommen liegt auf Eis, weil einige EU-Staaten Nachverhandlungen fordern Auch gerade wegen dem Kapitel Handel mit Agrarprodukten.

Dass von der Klöckner nichts Kritisches zu hören war ist bezeichnend.

@ 17:55 Karl Klammer

Warum werden hier die "Armutsrentner, Hartz4ler und andere" hier als Pseudoargument angeführt? Der Prozentsatz, den die Deutschen von ihren monatlichen Ausgaben für Lebensmittel ausgeben, ist seit den 50er Jahren um mehr als 2/3 gesunken. Und wenn es Ihnen wirklich um Armutsbekämpfung geht, dann spielen sie diese Gruppen bitte nicht gegen die Landwirt*innen aus - die gehören in den bäuerlichen Klein- und Familienbetrieben längst zur Gruppe der von Armut betroffenen dazu - falls sie nicht im Kampf um"Wachsen oder Weichen", "Geiz ist geil" und "wer macht die Milch noch billiger" ihre Höfe aufgeben mussten.

@ 17:27 rareri

Da fragen sich die geneigten Leser*innen: Gehören Sie jetzt zur Gruppe der Bauern oder der Ärzte?

Genossenschaften gründen und selbst vermarkten

Wenn die Bauern Hilfen von der Politik erwarten, dann können sie lange warten. Die Bauern sollten sich auf ihre Tradition besinnen und auf die Raiffeisen-Genossenschaften, das Erfolgsmodell zur Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und gleichzeitig Einkaufsgenossenschaft.
Vom Handel "über den Tisch gezogen", gegeneinander ausgespielt und unter Druck gesetzt, könnte die Selbstvermarktung helfen, auch im Verbund als Genossenschaft.
Kleine Erzeuger-/Verbrauchergenossenschaften gibt es schon an vielen Orten - gut gemanagt könnte man das sicherlich größer aufziehen.
Die deutsche Politikszene beschäftigt sich selbst auf EU-Ebene, die hiesigen Parteien haben nur Zeit, sich gegenseitig mies zu machen und zu bekämpfen. Da ist keine Unterstützung zu erwarten.
Ich selbst vermeide das Einkaufen frischer Sachen im Supermarkt. Die Waren sehen zwar gut aus (gewachst), riechen und schmecken aber oft muffig. Auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen bekomme ich 1a-Ware direkt vom Erzeuger.

re silverfuxx

"Schade, dass `die Bauern´ immer wieder gleichzeitig sinnvolles und unsinniges in ihre Demos einbringen.
Den Handel unter Druck setzen, damit der faire Preise zahlt und die Erpressung der Erzeuger nicht einfach weiter betreiben kann: Sehr gut.

Auf der anderen Seite dann aber das blöde Gejammer über `wir dürfen nicht mehr so viel Gülle auf die Felder kippen´ oder `jetzt auch noch auf Tierwohl oder Ethik achten, das ist zu viel´, `Insektenschutz ? Was soll denn das noch? Wer denkt denn mal an uns ?"

Sehe ich auch so.

Schon mehrmals gab es im TV Interviews, wo ein Bauer über weniger Gülle = weniger Ertrag = weniger Einkommen erzählt hat. Wie das mit weniger Nitrat im Grundwasser gehen soll sagte er nicht.

Da hätte auch der TV Reporter mal nachfragen können.

Landwirtschaft hat Zukunft

Wie koennte es anders sein bei diesem Anstieg der Weltbevoelkerung.

Allerdings muss die Landwirtschaft eigene Anstrengungen unternehmen , um aus dem Wuergegriff des Handels herauszukommen. Die EU , die eigenen Parlamentarier und Verbandsvertreter haben versagt. IN Bruessel und weltweit bestimmt die Globalisierung und die Handelslobby.

Landwirte werden trotz Subventionen praktisch gegeneinander ausgespielt. Der afrikanische Landwirt leidet unter den Billigimporten und der EU Landwirt leidet weil alles so billig ist.

Landwirte aller Laender vereinigt euch und lasst euch nicht vom globalen Handel dominieren. Zoelle, Umweltauflagen und Einfuehrbeschraenkungen sind dabei gute Instrumente.

Europaeische Waehler, waehlt die, die die Umweltauflagen fuer landwirtschaftliche Produktion heraufschrauben, und verbietet die Einfuhr von Produkten die umweltschaedlich und mit Kinderarbeit hergestellt wurden ( z.B. Aquakulturprodukte, Kakao, ...).

Lebensmittel müssen teurer werden - im ernst jetzt?

Von 100% die der Verbraucher zahlt kommen nur 13% bei den Landwirten an. Vielleicht sollten auch mal diejenigen, die die 87% einstreichen den Gürtel enger schnallen. Faktisch wird die Kaufkraft sinken, insbesondere der Generation, die in den nächsten 15 Jahren das Rentenalter erreicht.

Es fällt allen Fraktionen aber aktuell nur die Brieftasche der Bürger ein, wenn es um die Allokation zusätzlicher Kosten von Problemlösungen geht, egal ob es um Lebensmittel (Landwirte), Energieträger (CO2-Abgabe künftig auch auf Gas zum Heizen) oder den Ausbau der Versorgungsnetze (jedes Jahr signifikant teurer) geht. Darin sind sich alle Fraktionen fast immer einig ...

17:54 von andererseits
in unseren Ort ist ein Betrieb der 3500ha bewirtschaftet Meine Verwandeten und Bekannten bewirtschaften 350ha und 100ha.
Der Großbetrieb hat die modernsten Maschinen - Computer messen z.B. wieviel Düngemittel jede Pflanze braucht an Hand von Farbe und Bodenproben. Mit Drohnen werden Schlupfwespen ausgebracht.
Fruchtfolgen werden neu durchdacht. Es wird viel experimentiert hinsichtlich Umweltschutz usw.. Alle Produkte vom Brot bis zur Wurst werden selbst hergestellt und vermarktet in Hofläden. Man kann es sich leisten das die Schweine Auslauf haben und auf Stroh stehen sowie Mutterkuhhaltung auf der Wiese . Es ist kein Bio-Großbetrieb , sondern ein Kreislaufwirtschaftler wie früher. Die Produkte sind etwas teuerer als im SB-Markt.
Das kann ein kleiner Familienbetrieb finanziell nicht leisten. Ganz zu schweigen von der Fortbildung in den Großbetrieb.

„Benjamin Immanuel Hoff von der Linkspartei kritisierte deshalb die "Geiz-ist-geil-Kultur". Auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte erneut, dass Lebensmittel in Zukunft teurer werden müssen“

Die müssen nicht „teurer“ werden, sondern „preiswerter“. Und zwar in dem Sinne, dass der Preis für die Produkteihren tatsächlichen bzw. wahren Wert abbildet - und nicht den von irgendjemandem (oder irgendwelchen politischen Organisationen) „bestimmten“. Dies gilt übrigens für sämtliche Produkte, nicht nur die der Landwirtschaft.

"Wir alle haben Verantwortung und können es nicht nur aufschieben auf andere"

Das ist allerdings richtig. Voraussetzung für das Funktionieren jeder demokratischen Struktur ist, dass sich darin jeder seiner eigenen Rolle und Verantwortung bewusst ist. Und die entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten auch wahrnimmt. Und das nicht zuletzt auch im eigenen Interesse.

man staunt nur noch

wenn die ciscounter die preise erhöhen, steigt dann die qualität der waren automatisch mit? dieses mittel, um das zu glauben, möchte ich auch haben

Mitleid mit Tieren nicht mit Tierquälern

Man täte ja mehr für das Tierwohl, wenn es denn bezahlt würde. Von wegen, gespart wird immer an den Schwächsten. Das Geld landet im neuen Mercedes, aber nicht bei den Tieren. Bauern, die gegen strengere Auflagen zum Schutz von Tieren demonstrieren, haben alles im Sinn aber garantiert nicht das Tierwohl.

Ja, banal aber richtig, Julia Klöckner

Die Ministerin will, dass nachhaltiger produziert wird. "Nachhaltigkeit heißt immer Ökologie, Ökonomie und das Soziale im Blick haben. Was wir versuchen, sind keine schnellen Antworten."
Die Kleinbauern sind eh schon von allen Seiten unter Druck: Niedrige Erlöse, x Vorschriften und dann auch noch der Prügelknabe der Umweltschutz- Tierschutz- Verbraucherorganisationen. Dabei sind die Kleinbetriebe i.d.R. die, die am anständigsten arbeiten. Die sind nämlich auf dem Land noch bekannt und stehen mit ihrem Namen und Gesicht für ihre Produktion. Man darf sich nicht wundern, dass immer mehr kleine Betriebe aufgeben oder keine Nachfolger finden. Das macht die Situation nicht besser, wenn nachher nur große Agrarfabriken bleiben

Nicht auf die Politik warten sondern selbst vermarkten

Ich kaufe bei einem Markthändler, der sein Angebot überwiegend von Bauern aus der Region bezieht: Äpfel und Birnen aus dem Alten Land, Kohl aus Dithmarschen, Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln, Porree, Sellerie... von zuverlässigen Anbietern, die ihre Ware vernünftig lagern: Möhren in Sand, Kartoffeln dunkel und trocken ... Einiges muss ich tiefgefroren dazukaufen, Südfrüchte ebenfalls. Fleisch kommt aus einem Neuland-Betrieb, der neuerdings wieder fast alles vermarktet, auch Innereien, Schweinebauch und z.B. Eisbein oder Ochsenschwanz, was lange nicht so beliebt war. Der Preis ist höher als im Supermarkt, aber ich muss ja kein Filet oder Bio-Hähnchenbrust kaufen, eine Bio-Rindfleischsuppe schmeckt auch und ist nicht teuer.
Gute Kartoffeln sind teuer, 2,50Eu/Kg, haben aber keine faulen oder grüne Stellen - total lecker.
Vom Landwirt / Hofladen und Markt direkt zum Kunden - dann kann man den ganzen EU-Quatsch vergessen
Man muss die Lebensmittel wertschätzen, die ein Bauer übers Jahr anbaut.

@ rareri (17:27)

"Es gibt zwei Gruppen von Berufsjammerer:

Bauern und Ärzte!"
------
Kann nicht anders sein, Bauern ernähren uns, Ärzte schauen nach, ob alles wohl verdaut und nichts dem Darm geschadet hat. Es gibt keine stärkere Machtpositionen, zumindest wenn wir nicht in überirdische Dimensionen denken. Von daher das große Misstrauen gegen beide; soweit wie möglich meiden, weit weg von Ärzten ziehen und die eigenen Früchte essen.
Warum wollen Bauern eigentlich noch leichter und mehr ins Ausland exportieren, macht doch schon die Industrie. Weniger wäre hier ebenfalls mehr. Dann könnten die deutschen Böden und Gewässer sich etwas erholen, auch ohne Pfleger oder Tierärzte (allerdings, die jammern bis jetzt weniger, oder?).
Die "Grüne Woche" in Berlin ist nur eine Verkaufsveranstaltung. Dieser Art von Bauernfängerei sollten wir nicht auf den Leim gehen.

Frau Klöckner ist offensichtlich unrealistisch oder unfähig.

Ich fürchte sogar, dass ganz banale Spenden bzw. Lobbyarbeit verhindern, dass sachliche längst notwendige Veränderungen vorgenommen werden.
Das Ausbringen von zu viel Gülle müsste einen höheren Preis zur Folge haben.
Bio wäre dann plötzlich günstiger - was es in der Gesamtbilanz ja auch tatsächlich ist.

Unrealistisch: Man kann vom durchschnittlichen Verbraucher nicht erwarten, dass er beurteilen kann, ob ein Preis gerechtfertigt ist.

Aber die "C"-Parteien haben Glyphosat verlängert und sind wohl nicht in der Lage, die Voraussetzung für eine wirklich nachhaltige Produktionsweise zu schaffen.

17:55 von Karl Klammer

150 Euro
also 1/3 des Regelbedarfs
das müsste reichen
wenn man davon ausgeht dass es dem einen oder anderen Hartz4ler
noch für Rauchwaren reicht
die gar nicht im Regelfall beinhaltet sind, er sich diese dann ja wohl woanderst
- wo offensichtlich Luft ist - abzweigen kann :-)

Natürlich

kann sich Frau Klöckner nicht so richtig vorstellen wie man unten lebt, bei Ihren Gehalt hat Sie gut reden.
Gebt den Menschen mehr Geld, dann kaufen sie auch andere Dinge.
Und dann wäre es schön wenn sie sich mal ansieht in der TV Doku die es ja gibt, wie die Unterschiede bei der Haltung oder Produktion sind.
Grün und Grün sind ein kleiner, nein besser schon ein großer Unterschied, und die EU Auflagen sind doch politische Probleme, wo sich Deutschland als größter Zahler mal einbringen kann.

@17:47 von Knorlo

"Das nennt sich Staatliche Kontrolle.
Das wäre nicht nur in der Landwirtschaft zwingend erforderlich, sondern in sehr vielen Bereichen unserer Wirtschaft."

Ja! Geht aber nicht - wäre mit Arbeit verbunden und da ist man aus der Übung.

"Man hat der Gier Haus und Hof geöffnet und nun weiß man nicht mehr weiter."

Könnte daran liegen, dass man selbst nicht mehr ganz 'gierbefreit' ist.

Geht arbeiten

Die Zeit, die sie in Proteste für mehr Subventionen und weniger Auflagen investieren, könnten sie mal in umweltfreundlichere Landwirtschaft stecken...

profaner Trick

um auch in Zukunft Massentierhaltung und überintensive Landwirtschaft bei uns zu rechtfertigen, wird nun gesagt, daß wir zur Ernährung der sich vermehrenden Weltbevölkerung noch mehr landwirtschaftliche Produkte exportieren müssen als bisher.
Die deutschen Bauern sind nun stolz, als Ernährer der Weltbevölkerung zu gelten und können dafür auch weiterhin das eine oder andere Auge zudrücken, wenn Tiere gequält und Grundwasser verseucht wird....

@ andererseits 17:54 Uhr

"...dass eine ökologische Landwirtschaft, die Stärkung bäuerlicher Kleinstrukturen und Familienbetriebe und die Schonung der Umwelt miteinander zu tun haben..."
Sie vergessen, dass genau diese Kleinstrukturen den Groß- und noch Größer Landwirten geopfert wurden - und das nicht erst Gestern.

Achgott...

Bauer sind nicht so arm, wie sie uns gern weismachen wollen. Sie hätten ihre Betriebe sonst längst aufgegeben. Fahrt übers Land und kuckt, was da für Privatautos vor den "Bauernhäusern" stehen. Nur so als Tip...

Lebensmittelerzeuger in Ruhe arbeiten lassen

Die verschiedenen Parteien haben unterschiedliche Ansätze, mit den Bauern und der landwirtschaftlichen Produktion umzugehen: Während die Grünen am liebsten alles zertifizieren und kontrollieren würden, möchte unsere Landwirtschaftsministerin die Bauern bei der Umstellung ihrer Betriebe unterstützen. Das ist auch richtig, reicht aber nicht. Schädlingsbekämpfungsmittel kann man nur verbieten, wenn es Alternativen gibt. Kartoffelkäfer absammeln und die Felder von Unkraut frei hacken, das macht heute keiner mehr und es kann kein Mensch mehr bezahlen.
Es muss Regeln geben, z.B. wieviel Vieh pro Fläche, wegen der Entsorgung der Gülle.
Kriminelles Handeln muss bestraft werden, das klappt ja auch gut, wie der Fall des "Hühnerbarons Anton Pohlmann" gezeigt hat.

Wenn tierquälerische Haltung hier verboten wird, wenn die Schweine-, Hühner und Milchviehhaltung besser werden soll, darf man aber nicht gleichzeitig die Grenzen für Tiertransporte aus Ländern öffnen, wo man nicht so genau hinschaut.

Die Verbotspartei zeigt mal

Die Verbotspartei zeigt mal wieder Ihr schönes Gesicht.
-
Sollte man Billiglebensmittel einfach verbieten? Die Grünen finden: ja. Zumindest sei es eine Überlegung wert. „Es kann nicht sein, dass Lebensmittel billiger verkauft werden, als ihre Produktion für die Landwirte kostet. Damit ruinieren wir unsere Landwirtschaft“, sagte Anton Hofreiter, Chef der Bundestagsfraktion der Grünen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Bundesregierung solle prüfen, ob ein Verbot solcher Dumpingpreise möglich sei.
-
"https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/grüne-fordern-verbot-von-billiglebensmittel-–-handel-reagiert/ar-BBZ3SFJ?ocid=spartanntp"

@rr2015 17:58 Uhr

"Das Verhältnis von Fläche zu Tierbestand pro Betrieb sollte eingeführt werden."
Das ist logisch und trägt relativ einfach zur Regulierung bei - also wird es politisch nicht umgesetzt werden.
Genau dieser Bauerntyp steht einfach nicht im Fokus der Politik - und auch nicht beim Bauernverband.

@crash64

"Wenn die Lebensmittelpreise steigen, dann müssen auch die Renten etc. steigen"

Die Renten werden nicht steigen, da sie an die Lohnentwicklung gekoppelt sind.
Aber die Hartz IV-Sätze müssten bei steigenden Lebensmittelpreisen eigentlich steigen, da bei deren Berechnung die Lebenshaltungskosten ja auch hinzugezogen werden (im Gegensatz zur Berechnung der Renten).

"Alles nur teurer machen ist keine Lösung. Die Menschen müssen auch noch leben können."

Seltsam. Vor 20 oder 30 Jahren gehörte meine Familie definitiv zu den Armen der Gesellschaft. Aber wir konnten durchaus leben, auch wenn das Fleisch damals mehr gekostet hat als heute, relativ (unter Einbeziehung der Inflation) sowieso, aber sogar absolut war Fleisch damals teurer als heute.

Es geht nicht darum, alles teurer zu machen, aber Lebensmittel müssen wieder einmal ihren Wert bekommen. Und dazu gehört auch, dem Wert entsprechende Preise zu zahlen.

Danke Frau Klöckner,

Sie meinen es echt gut mit Ihren abgehängten Bürgerinnen und Bürgern.
Gerade die Geringverdiener, und es gibt immer mehr davon, die auf preisgünstige Lebensmittel angewiesen sind, trifft es jetzt schon hart. Genau für diese Gruppe sind nämlich in den letzten 10 Jahren die Preise ohne Weiteres um ca. 40 Prozent gestiegen unter dem Deckmantel der herbeigeschwindelten niedrige Inflationsrate.
Beispiele: Das billigste Mineralwasser sage und schreibe 100%, der billigste Apfelsaft 50%,Backwaren(Brot/Brötchen) 32%, Käse 35% bei gesunkener Qualität, u.s.w. u.s.f..
Sie werden solche Leute leider nicht kennen, Frau Klöckner.
Die s.g. Kerninflation enthält nämlich gar keine Lebensmittelpreise, wie reizend.

@ HSchmidt

Also eine Lebensmittel Preisbindung?
Das macht aber nur Sinn, wenn dem eine Einkommensgarantiebindung gegenüber steht.
Der Tarif A1 ist ja weggefallen und nun beginnt der Tarif bei A2.
Was versäumt wurde; im Niedriglohnbereich wurde nicht entsprechend korrigiert, wobei bereits feststeht, dass der aktuelle Mindestlohn der direkte Weg in die Altersarmut darstellt.
Glauben sie an eine politische Umsetzung?

@wenigfahrer

"Natürlich kann sich Frau Klöckner nicht so richtig vorstellen wie man unten lebt, bei Ihren Gehalt hat Sie gut reden.
Gebt den Menschen mehr Geld, dann kaufen sie auch andere Dinge."

Ich halte auch sehr wenig von Frau Klöckner, aber diffamierendes Politikerbashing ("kann sich nicht vorstellen, wie man unten lebt") bringt niemandem etwas und ist einfach nur unterste Schublade.

Und auch Ihr zweiter Satz ist völliger Käse. Die Menschen in Deutschland haben so viel Geld wie lange nicht und kaufen trotzdem weiterhin das Ramsch-Fleisch, nicht weil anderes Fleisch zu teuer wäre, sondern einfach nur, weil das schlechte billiger ist.

Es ist eine Frage der Prioritäten. Bei den Handys ist den meisten Menschen Qualität anscheinend wichtiger als bei den Lebensmitteln.

@draufguckerin 18.28

ja, Hofläden und Direktvermarkter sind eine gute Alternative, wenn man mobil ist. Dann kennt man Betrieb und Landwirt UND kauft regional und saisongerecht ein- gute Sache. Hab ich auch schon gemacht- und dann auch mal mit dem Bauern reden, das hilft oft , um auch dessen Standpunkt nachzuvollziehen

Bucht Baden statt Malle

Dass die Probleme der Bauern viel mit der Geiz und falschen Schwerpunkten zu tun haben, ist doch ganz offensichtlich. Um es deutlich zu sagen: Nicht jeder muss sich Malle leisten können, zumal das nur so billig ist, weil es auch auf Ausbeutung beruht. Solche Reisen müssten aus vielerlei Gründen viel teurer gemacht werden nicht zuletzt, um einen Teil des Geldes unseren deutschen Bauern zukommen zu lassen, die die Leidtragenden der herrschenden Mechanismen sind. DA müsste die Politik eingreifen, wenn es auch für viele eine bittere Pille ist, weil Malle oder auch sonst 2- bis 3mal Urlaub im Jahr ein hirnrissiges Statussymbol sind. Und die Bauernverbände lassen in dem Punkt auch die Politik im Stich, denn eigentlich müssten sie genau das fordern. Oder aber vehement darauf pochen, dass die Leute, wenn sie schon für das Essen keinen angemessenen Preis zahlen wollen, auf deutschen Bauernhöfen Urlaub machen. Irgendwie muss die Zeche gezahlt werden.

@18:36 von wenigfahrer

"Natürlich
kann sich Frau Klöckner nicht so richtig vorstellen wie man unten lebt,..."

Wüssten Sie eine/n Politiker*in, der/die das heute noch kann? Mir fällt da niemand ein. Vielleicht sollte man für Menschen, die ein politisches Amt anstreben, ein Pflichtjahr im Niedriglohnsektor - wahlweise in der Landwirschaft -anstreben.

@ andererseits 18:03 Uhr

"...falls sie (die Kleinbauern) nicht im Kampf um"Wachsen oder Weichen", "Geiz ist geil" und "wer macht die Milch noch billiger" ihre Höfe aufgeben mussten."
Richtig - aber wurde nicht bereits versucht den Vertrieb in eigener Regie zu organisieren?!
Leider scheiterte das bereits zu Beginn weil der Eine dem Anderen nicht das Schwarze unter dem Nagel gegönnt hatte.
Schade - das wäre eine Alternative in der Verkaufsstruktur geworden.
Verkaufsriesen haben halt die Macht den Preis auch erfolgreich zu drücken und keinesfalls nur bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Der Verbraucher ist bei diesem Spiel außen vor.

@Zepp-Linse um 17.57 Uhr "Warum erkennt die Bauernschaft nicht"

"Warum erkennen die Bauern nicht, dass die doch auch zu den (Umwelt-)Problemen beiträgt?" Und warum erkennen Sie nicht, dass sie ohne Landwirtschaft und Lebensmittelerzeuger gar nicht leben könnten, gar nicht existieren würden?
Abgesehen davon, dass es viele Billigimporte (z.B. Obst aus Ghana, "Bio-Getreide" und Saaten aus China, Tomaten aus China) gibt: Wer stellt denn unsere Lebensmittel her? Morgens Müsli oder Brot aus Getreide, Kaffee aus afrikanischen oder südamerikanischen Plantagen, evtl Tee von asiatishen Teeplantagen, Butter aus Milchviehhaltung, Marmelade aus Obst vom Obstbauern, abends ein Glas Wein (vom Weinbauern/Winzer) oder ein Bier (Hopfenanbau).

Jedes Lebensmittel wird von Landwirten angebaut und geerntet, das sollten wir anerkennen.

Umweltsauereien sollten selbstverständlich verboten und geahndet werden, das passiert ja auch. Ansonsten sollten wir die Leute ihre Arbeit machen lassen.

@ 17:59 HSchmidt

Es gibt keine Preisbindung für Zigaretten, nur eine hohe Steuer.
Die Preisbindung bei Büchern sorgt nur dafür, dass sie überall das Gleiche kosten.
Der Preis selbst wird vom Verlag kalkuliert.
Das würde uns bei den Lebensmittelpreisen nicht weiterhelfen.

18:20 von Karl Napf

«man staunt nur noch
wenn die ciscounter die preise erhöhen, steigt dann die qualität der waren automatisch mit? dieses mittel, um das zu glauben, möchte ich auch haben»

Wohl kaum … bis gar nicht … wird Qualität von Lebensmitteln besser.
Nur weil sie im Laden für Kunden mehr kosten.

Autos werden auch nicht besser, wenn sie bspw. 15% teuer sind.
Aber hinter der Produktion jedes Produkts / Erzeugnisses stehen auch Löhne der Arbeitenden + Produktionsbedingungen.

"Kann man sagen", was soll gerade ich für Löhne / Einkünfte von Arbeitern / Bauern bezahlen? Zahle ich doch schon mehr als genug Steuern für Hinz & Kunz …

Aber gerade in der Landwirtschaft sind enorm hohe Summen an Subventionen durch Steuergelder. Von Ihren, von meinen. Vorwiegend in groß-industrielle Lebensmittel-Produktion. Ist das sinnvoll?

Werden hier evtl. Steuergelder gespart "durch veränderte Systematik".
Kann das durchaus mehr Qualität + mehr Lebenswert für Tiere bedeuten.

"Und die Steuern können woanders hin" …

Strengere Tierschutzvorgaben

"Die Ministerin will, dass nachhaltiger produziert wird." Die Landwirte sollen Nachhilfe in Sachen Nachhaltigkeit nötig haben? Die allermeisten Bauernhöfe in Deutschland gibt es seit zig Generationen, somit ist die Frage eindeutig beantwortet. Nein! Gegen strengere Tierschutzvorgaben demonstriert übrigens keiner. Die Vorgaben sollten aber an dem tatsächlichen Tierwohl ausgerichtet sein, und nicht an dem was diejenigen meinen, die nun gerade nur minimal bis gar keine Ahnung von Tierhaltung haben. Nüchtern betrachtet wird wohl keiner Tierhalter werden wollen wenn ihm die ihm anvertrauten Tiere und deren Wohlbefinden nicht am Herzen läge.

@18:28 von draufguckerin

//"Ich kaufe bei einem Markthändler, der sein Angebot überwiegend von Bauern aus der Region bezieht:..."//

Das würde ich auch gerne tun, bin aber leider weitgehend auf einen kleinen Supermarkt ('um die Ecke') angewiesen, da nicht mobil genug, um den Ansprüchen an das Verbraucherverhalten gerecht zu werden. Ich kaufe zwar die Waren, auf denen "Bio" steht, denke aber fast immer: "Hoffentlich stimmt das auch"

//"Man muss die Lebensmittel wertschätzen, die ein Bauer übers Jahr anbaut."//

Das habe ich schon als Kind gelernt. Meine Eltern haben das vorgelebt und dies kommt auch in verschiedenen Tischgebeten zum Ausdruck. Ich bete zwar nicht mehr, aber ich kenne die Texte und den Sinn des Erntedankfests noch.

18:34 Uhr Sisyphos3..

Es gibt eigentlich keine wirklich Armen im Staat,sondern vielmehr Leute,die auf Werbeaussagen wie
"nur mit dem
Handy,
Reise,
Auto,etc.

lohnt es sich zu leben"..hereinfallen..

Wenn man sich darauf einlässt, nur das zu kaufen, was man wirklich braucht kann man auch mehr für anständige Lebensmittel ausgeben..

@ Andymania (18:52)

"Bauer sind nicht so arm, wie sie uns gern weismachen wollen. Sie hätten ihre Betriebe sonst längst aufgegeben. Fahrt übers Land und kuckt, was da für Privatautos vor den "Bauernhäusern" stehen. Nur so als Tip..."
------
Von mir auch ein Tipp, nicht nur mal so, sondern gerade jetzt und für Dauer: fahrt nicht so viel einfach nur so, schon gar nicht mit alten Karren in der Landschaft rum oder zu Bauernhäusern, bloß um zu gucken, was die vor der Hütte haben stehen mit mehr PS als man selbst geschafft hat - frustriert einen nur und die Natur. Aber wenn ihr trotzdem fahren wollt, fragt den Bauern Löcher in den Bauch und kauft dann direkt bei ihm was (nur) wirklich gut ist und ermahnt ihn die Umwelt nicht zu schaden.
Wenn der Bauer mit sich reden lässt, macht er euch einen guten Preis, ohne dass er euch einen Vogel zeigt.

18:06 von andererseits

Da fragen sich die geneigten Leser*innen: Gehören Sie jetzt zur Gruppe der Bauern oder der Ärzte?

Danke für Ihren gedanklichen Anstoss, denn ich habe noch eine Jammer-Berufsgruppe vergessen: Die Beamten, denn ich war/bin einer (Beamter a.D.).

@17:57 von Zepp-Linse

"Weshalb erkennt die Bauernschaft nicht, dass die doch auch zu den (Umwelt-)Problemen beiträgt. Ohne Bauern wäre sicherlich alles nichts, nichtsdestotrotz müssen alle zur Lösung der Probleme beitragen, auch die Landwirte. Außer Vorwürfen an die „Politik „ habe ich noch keine konstruktive Vorschläge vernommen. Wieso eigentlich nicht?
Nur jammern, fordern und protestieren ist zu wenige, um wirklich ernst genommen zu werden."

Was Sie schreiben ist sicher richtig, aber fairerweise sollte man doch erwähnen, dass es Landwirte und Bauern gibt, die ihre Produktion komplett umgestellt haben und ihre Felder nicht mit chemischen Düngemitteln bearbeiten und Schweine, Rinder u.s.w. artgerecht halten und ernähren.
Nur können die nicht in Massen produzieren, und ob die Absatzmärkte in allen Fällen groß genug sind, weiß ich nicht.

Landwirte bekommen zu wenig

Landwirte bekommen zu wenig für ihre Produkte.
Die Landwirtschaft wird schon subventioniert.
Die Hälfte der Bevölkerung in diesem Land besitzt kein Vermögen, lebt also von der Hand in den Mund.

Das geht nicht auf.

Wenn die Lebensmittelproduktion genauso ausgelagert wird wie die Stahlproduktion, dann gibt es keine regionalen Lebensmittel mehr in diesem Land und Umwelt und Klima werden zusätzlich beslastet.

Man könnte das endlich mal zum Anlass nehmen, das Wirtschaftssystem zu überdenken - oder einfach die Subventionen erhöhen.

18:29 von Ist Wahr

Bauern ernähren uns, Ärzte schauen nach, ob alles wohl verdaut und nichts dem Darm geschadet hat.

Sie tragen dies vor, als wenn Bauern und Ärzte Wohlfahrtsverbände wären. Diese Berufsgruppen arbeiten für Geld und nicht weniger als ein anderer Berufler. Bauern ernähren nicht uns,sondern er betreibt Handel mit Naturalien und bekommt dafür Geld. Und die Bauern leben von dem Geld, welches man ihnen für ihre Leistung gibt. Auch Bäcker und Metzger ernähren uns. So etwas nennt an Wirtschafskette,

Aber eins ist klar,

schon durch Frau Klöckners Preisprophezeiung nimmt jetzt der Handel schon mal Fährte auf.
Es könnte da doch noch was rauszuholen sein, wenn die Kunden einmal sensibilisiert sind.
Richtig, wir brauchen ein neues Siegel!

18:18 von Nettie

«Die [Lebensmittel (LM)] müssen nicht „teurer“ werden, sondern „preiswerter“. Und zwar in dem Sinne, dass der Preis für die Produkte ihren tatsächlichen bzw. wahren Wert abbildet …»

Sehr treffend, sehr richtig, sehr wichtig.
Wie Sie hier den Unterschied zw. "teuer" und "preiswert" beschreiben.

Man liest & hört im hier diskutierten Zusammenhang ja immer wieder, (LM)-Preise in DEU seien im EU-Vergleich die geringsten. In Relation zu den anderen Ländern + in Relation zu den dortigen Ø-Einkommen. Oft wird FRA genannt, wo Preise höher, aber Qualität auch im Ø besser sei. "Mehr Preis-Wert" der Produkte im Land. Am Beispiel von FRA kann ich es persönlich nicht beurteilen. Dazu bin ich viel zu selten dort.

In JAP kostet so gut wie alles (sehr) viel Geld. (LM) auch. Aber in Relation zu DEU bei anderen Leistungen weniger mehr als bspw. Übernachtungen. Der Preis-Wert ist (sehr) hoch.

Ø-Fläche landw. Betriebe in JAP ist gering größer als 2 Hektar.
Ganz anders als in DEU.
"Das merkt man" …

Wie ich schon mehrfach ausdrücklich betonte,

..benötige ich auch weiterhin für den kommenden demographischen Wandel SEHR viele qualifizierte junge Leute!

Und insbesondere die vielen Klein- und Kleinstbetriebe in der deutschen Landwirtschaft binden viel zu viel Manpower junger und gesunder Menschen, die man für SEHR viel wichtigere Aufgaben hier in Deutschland einsetzen SOLLTE, als nun ausgerechnet Kartoffeln, Spargel oder Tomaten hier in Deutschland anzubauen!

Daher mein Fazit:
In Zeiten des extremen Fachkräftemangels MUSS man halt seine Prioritäten setzen, und einheimische Kartoffeln, Spargel oder Tomaten von den vielen deutschen Klein- oder Kleinstbetriebe in der deutschen Landwirtschaft gehören ausdrücklich NICHT dazu!

19:06 von DrBeyer @wenigfahrer

//"Natürlich kann sich Frau Klöckner nicht so richtig vorstellen wie man unten lebt, bei Ihren Gehalt hat Sie gut reden.
Gebt den Menschen mehr Geld, dann kaufen sie auch andere Dinge."

Ich halte auch sehr wenig von Frau Klöckner, aber ich halte auch sehr wenig von Frau Klöckner, aber diffamierendes Politikerbashing ("kann sich nicht vorstellen, wie man unten lebt") bringt niemandem etwas und ist einfach nur unterste Schublade. //

Ich kann in der Äußerung von "wenigfahrer" kein diffamierendes Politikerbashing erkennen.
Nur in diesem Satz: "Gebt den Menschen mehr Geld, dann kaufen sie auch andere Dinge." sehe ich keine Lösung. Man kann ja nur das kaufen, was angeboten wird. Wie ich weiter oben erwähnte, hat nicht jeder die Möglichkeit, wunschgemäß einzukaufen. Und solange das 'Schmuddelfleich' angeboten wird, greifen leider auch die, die es nicht nötig hätten nach der billigeren Ware.

re karl napf

"man staunt nur noch

wenn die ciscounter die preise erhöhen, steigt dann die qualität der waren automatisch mit?"

Das steht zwar nirgends, aber dafür müssten Sie den Artikel verstanden haben.

re tagesschlau2012

"Die Verbotspartei zeigt mal wieder Ihr schönes Gesicht.
-
Sollte man Billiglebensmittel einfach verbieten? Die Grünen finden: ja. Zumindest sei es eine Überlegung wert. „Es kann nicht sein, dass Lebensmittel billiger verkauft werden, als ihre Produktion für die Landwirte kostet. Damit ruinieren wir unsere Landwirtschaft“, sagte Anton Hofreiter, Chef der Bundestagsfraktion der Grünen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Bundesregierung solle prüfen, ob ein Verbot solcher Dumpingpreise möglich sei."

Dann präsentieren Sie mal Ihr Konzept, wie Sie faire Preise für den Erzeuger durchsetzen würden.

Nur die Grünen bashen ist zu billig.

Oder ist damit Ihre Kommentar-Kompetenz schon ausgereizt?

19:20 von schabernack

aber um das eigentliche machen doch unsere politiker/diverse einen grossen bogen. müssen wir in deutschland massen von schweinen produzieren, die für kleingeld nach china gehen und unsere böden mit gülle verseuchen?

@Frank von Bröckel..

"In Zeiten des extremen Fachkräftemangels MUSS man halt seine Prioritäten setzen, und einheimische Kartoffeln, Spargel oder Tomaten von den vielen deutschen Klein- oder Kleinstbetriebe in der deutschen Landwirtschaft gehören ausdrücklich NICHT dazu!"

Und wo kommen dann Ihre Lebensmittel her?aus dem noch befreundeten Ausland, wo man sich weniger um Umweltschutz kümmert? Transportkosten?
Wer ernährt uns im Krisen- oder Kriegsfall?

Sollen aus Jungbauern Pflegekräfte oder Informatiker werden?

Wollen Sie nur noch riesige Ackerflächen wie im Norden oder Osten, anders als unsere klein- und mittelständischen Flächen in Franken?
Wer pflegt die freiwerdenden Acker- und Wiesenflächen?

Ehrlich..solange sich mittelständische Bauern wie meine Schwester halten können ist dies hier in Deutschland noch Heimat!
Ohne Bauern keine Heimat und keine zukunft..

re charles v. rinnbach

" Nüchtern betrachtet wird wohl keiner Tierhalter werden wollen wenn ihm die ihm anvertrauten Tiere und deren Wohlbefinden nicht am Herzen läge."

Die Realität widerlegt Sie tagtäglich.

@19:38 von 91541matthias

//Es gibt eigentlich keine wirklich Armen im Staat,sondern vielmehr Leute,die auf Werbeaussagen wie
"nur mit dem

lohnt es sich zu leben"..hereinfallen..//

Warum nur muss ich da spontan an den Rentner denken, dessen Wohnung abgebrannt ist und der nun obdachlos ist, weil er die Mieten der zu Verfügung stehenden Wohnungen nicht bezahlen kann. Dazu gab es im Dezember einen Bericht im Fernsehen (ARD oder ZDF).
"Handy, Reise, Auto,etc." Schon zynisch, was hier unterstellen.

@ rareri (19:48) Re

Hallo rareri,
weiter oben teilten Sie mit, dass Sie Beamter (a. D.) sind. So kann ich Ihre belehrende Mitteilung besser einordnen (ich kann falsch liegen). Was Sie da schreiben, zeigt mir, dass ich Ihren Humor nicht getroffen habe. Ich lerne - vielen Dank.

Am 17. Januar 2020 um 19:06 von DrBeyer

" Und auch Ihr zweiter Satz ist völliger Käse. "

Mag sein das es aus Ihrer Sicht Käse ist, werfen mir etwas vor ;-), aber selber ist Ihr Ton nicht besser.
Und wie die Artikel der letzten Wochen zeigen, gibt es eine große Gruppe, denen es nicht so pralle geht, ob die Dame dort Kontakt hat, bezweifele ich ganz stark, auch wenn ihnen das nicht gefällt.
Und übrigens hab ich kein Handy, und mein TV ist 22 Zoll, nur falls Sie auch die Idee kommen, ich wüsste nicht was im Umfeld los ist.
Und wenn Sie öfter mal TV sehen, wüssten Sie auch das Preis nicht immer etwas über die Qualität aussagt, dazu gibt es reichlich vom ÖR Doku Beiträge in den letzten Jahren.

Und ich sehe die Kühe auf der Wiese stehen, sie auch, aber das habe ich heute schon mal geschrieben.

Agrarwende....

Agrarwende jetzt.......Frau Klöckner ist die absolute Fehlbesetzung, hängt ihr Fähnchen immer in den Wind. Liebe Bauern lasst euch von den Grosskopferten nicht aufstacheln, verstehe eure Unsicherheit. Denkt bitte nach, wo die Reise hingehen soll, Klöckner redet mit gespaltener Zunge, hier ist Vorsicht geboten. Aber kein weiter so, wie bisher, das ist der falsche Weg.

Falsche Adressaten

Ich verstehe ja die Bauern. Nur gehören die grünen Kreuze vor die Supermärkte und nicht auf die Äcker. Und der Protest sollte auch vor den großen Firmenzentralen stattfinden, und nicht vor dem Bundestag.
Anscheinend duckt man sich dann vor den Discountern lieber weg und schreit lieber da, wo man nichts zu befürchten hat. Die Franzosen sind da konsequenter...

Am 17. Januar 2020 um 20:07 von karwandler

"Dann präsentieren Sie mal Ihr Konzept, wie Sie faire Preise für den Erzeuger durchsetzen würden.
Nur die Grünen bashen ist zu billig.
Oder ist damit Ihre Kommentar-Kompetenz schon ausgereizt?"
#
#
Sie möchten also einer Berufsgruppe etwas geben was sonst keiner bekommt? Es zwingt niemand die Bauern Ihre Produkte zu Dumpingpreisen zu verramschen.
Ich bin nicht beauftragt für x oder y ein Konzept zu erarbeiten, lernen Sie das doch mal.
Wenn die Grünen nur Verbote können dann müssen Sie als Grüner diese berechtigte Kritik aushalten (lernen).

@ rareri (19:48) Re, Korrektur

Hallo rareri,
ich bin es noch mal - nur ein kleiner Hinweis: lassen Sie das eine Komma von mir (20:17) weg, scheint da blöd rumzustehen. Übrigens, Sie meinten vorhin doch hoffentlich "Wirtschaftskreislauf" (Ware - Geld - Ware - Geld ... )?

um 17:54 von andererseits

Landwirtschaft, die Stärkung bäuerlicher Kleinstrukturen und Familienbetriebe und die Schonung der Umwelt miteinander zu tun haben und die Grünen genau das in ihren Zielvorstellungen und Strategien berücksichtigen,

RE
Na ja falsche grüne Werbung mehr nicht und wer hat es für Posten nicht verhindert ,dass EU Gesetze eingehalten werden ,müsste auch ein Grüner erkennen ...JA die

Höhere Lebensmittelpreise

@crash64-grundsätzlich richtig, was Sie schreiben. Es geht nicht nur alles über den Preis, sondern die Qualität muss besser werden. Kaufe immer seltener bei Rewe&Co. Gemüse und Obst nur auf dem Markt und frisches Fleisch nur beim Metzger. Der Rest im Bioladen. Die Bauern brauchen unsere Unterstützung, lasst die billige Milch stehen.

@DrBeyer

"Die Menschen in Deutschland haben so viel Geld wie lange nicht und kaufen trotzdem weiterhin das Ramsch-Fleisch, nicht weil anderes Fleisch zu teuer wäre, sondern einfach nur, weil das schlechte billiger ist."

Das ist auch meine Beobachtung. Ich wohne in direkter Nachbarschaft eines der dominierenden Discounter des Landes und bin immer wieder überrascht, dass da massenhaft die 50kEUR-100kEUR Autos auf dem Parkplatz kurven (Fahrräder und Kleinwagen natürlich auch), aber im Einkaufswagen sich dann das Fleisch von Tönnies und Convenience Food stapelt...

Für _mich_ heißt das, die Menschen haben die falschen Prioritäten. Ich mache es genau umgekehrt. Vernüftige Lebensmittel (zum größten Teil jedenfalls!) und gar kein kein Auto. Damit lebe ich gesünder, nachhaltiger, recht glücklich-ausgeglichenen und (statistisch jedenfalls) auch länger. Ich kann das nur empfehlen, aber jeder nach seiner Facon....

20:19, wenigfahrer

>>Und wie die Artikel der letzten Wochen zeigen, gibt es eine große Gruppe, denen es nicht so pralle geht, ob die Dame dort Kontakt hat, bezweifele ich ganz stark, auch wenn ihnen das nicht gefällt.<<

Auch Frau Klöckner hat Tanten, Onkel, Vettern, Cousinen, Nichten, Neffen.

Meinen Sie, das wären alles Abgehobene? So ne Art Adel?

Oder meinen Sie, sie hätte mit ihren Verwandten keinen Kontakt mehr?

tagesschlau2012

Es zwingt niemand die Bauern Ihre Produkte zu Dumpingpreisen zu verramschen.

Erst Artikel lesen (und grundsätzlich über das Thema informieren oder wissen) und dann kommentieren.
Oder war das nur mal einfach so, weil irgendwas von den Grünen und `verbieten´ gelesen ?

Aus dem Artikel
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/landwirtschaft-demonstrationen-hint...

Unstrittig ist, dass Bauern gegen den Preisdruck ihrer Abnehmer wenig in der Hand haben. Branchenkenner sprechen von "alltäglichen Grausamkeiten', mit denen viele Landwirte konfrontiert seien. [...] Auf Augenhöhe mit dem Handel, sagt die Landwirtschaftsministerin, sei der Landwirt nicht.

Ja, wenn Klöckner etwas sagt, sollte man grundsätzlich davon ausgehen, dass genau das Gegenteil stimmt, aber in diesem Fall liegt sie mal richtig.

Dumpingpreise gehören übrigens wirklich verboten. Und das sage ich, obwohl Grünen-Wähler (die kaum mal was verbieten wollen).

Ein Bauer im TV -Interview

Ich kenne diese Interviews nicht, habe aber persönlich viele Bauern kennen gelernt. Kein einziger hat diese bizarre und naive Gleichung aufgestellt. Die Kritik an der geplanten Düngereform war und ist, daß in vielen Gebieten die Pflanzen nicht mehr bedarfsgerecht gedüngt werden könnten. Mit Gülle hat das erstmal gar nichts zu tun. Und wirklich kein einziger Landwirt hat für sich das Recht auf Überdüngung gefordert. Für hohe Nitatwerte ist nicht ausschließlich die Landwirtschaft verantwortlich. Für diejenigen in Waldgebieten, in den ganz sicher nicht gedüngt wurde, logischerweise erst recht nicht. Nitrat an sich, ist zunächst einmal etwas ganz Natürliches und Lebensnotwendiges. Herr Karwandler von Ihnen habe ich schon reife und durchdachte Kommentare gelesen, dieser hier gehört zweifelsfrei nicht dazu. Das liegt vielleicht nicht allein, aber sicherlich auch an der Schwäche Ihrer Informationsquelle.

20:08 von Karl Napf / @schabernack

«aber um das eigentliche machen doch unsere politiker/diverse einen grossen bogen. müssen wir in deutschland massen von schweinen produzieren, die für kleingeld nach china gehen und unsere böden mit gülle verseuchen?»

Müssen muss das nicht sein.
Nicht nur der Export von Schweinen nach China nicht.

Aber eine Veränderung der in dieser Art existenten Strukturen.
Wäre eine weitaus tiefer greifende Veränderung als die im Artikel hauptsächlich thematisierten.

Wäre es für DEU. Wäre es aber auch für die EU in Gesamtheit.
Gerade die Landwirtschaft ist der Bereich, wo viele grundlegende Regeln solche der EU sind. Von den Subventionen schrieb ich ja bereits in meiner ersten Erwiderung an Sie.

Strukturen der Landwirtschaft sind in so gut wie allen Ländern durch länder-spezifische Gegebenheiten geprägt. In DEU gehören große landwirtschaftliche Betriebe seit Jahrzehnten dazu. In der Ex-DDR nannte man sie "LPG".

"Gar nicht einfach", dort Gedanken + Bereitschaft für Veränderung zu wecken …

@ Karwandler

"Dann präsentieren Sie mal Ihr Konzept, wie Sie faire Preise für den Erzeuger durchsetzen würden."

Wie wäre es mit einer verpflichtenden Angabe des Einkaufspreises. Dann sähe jeder, was der Produzent bekommt.

Ist natürlich nicht ganz so einfach, aber vom Prinzip halte ich Transparenz bei den Preisen für eine gute Sache.

Man könnte z.B. mal mit Fleisch und Molkereiprodukten anfangen....

...und dann so eine Aktion wie vor einer Weile bei Rewe mit dem Zuckergehalt. Nur eben mit dem Preis. Ich wäre gespannt, wie viele Menschen bereit wäen mehr zu zahlen - ich vermag es nicht zu prognostizieren..

20:54 von asimo

massenhaft die 50kEUR-100kEUR Autos auf dem Parkplatz kurven ... aber im Einkaufswagen sich dann das Fleisch von Tönnies und Convenience Food stapelt.
.
irgendwo muß man ja sparen
entweder beim Auto oder Fleisch
und wenn einer 15 Euro für nen Liter Motoröl zahlt
dann hat er eben keine 10 Euro für ein BIO Olivenöl mehr

21:00, Charles v. Rinnbach

>>Für hohe Nitatwerte ist nicht ausschließlich die Landwirtschaft verantwortlich.<<

Wer denn sonst?

>>Für diejenigen in Waldgebieten, in den ganz sicher nicht gedüngt wurde, logischerweise erst recht nicht.<<

Sie haben schon mal was von Grundwasserströmen gehört? Meinen Sie, die machten unterm Ackerrand Halt?

>>Nitrat an sich, ist zunächst einmal etwas ganz Natürliches und Lebensnotwendiges.<<

Ja sicher. So wie CO2 auch. Deswegen können ja beide Substanzen gar keine negativen Auswirkungen haben. Nie.

Preis und Wert sind

Preis und Wert sind verschiedene Kategorien. Damit kommen wir nicht weiter, wenn es darum geht, zu bestimmen was/wieviel Lebensmittel (oder andere Waren) auf dem Markt kosten sollen/könnten/müssten/würden/dürften ...
Die Kosten der Vorleistungen sollten schon drin sein, aber auch diese Kosten kann eine subventionierte(s) Branche/Unternehmen kompensieren. Die hier von manchen Usern gewünschten Preise sind von moralischen Begriffen abgeleitet (was einem Wert sein sollte, etc. bringt uns in unserem Wirtschaftssystem nicht weiter. Preise müssen definiert, kalkuliert (teil oder voll?) und am Markt durchgesetzt werden. Je nach Markt- und Gesellschaftssystem geht die Rechnung verschieden aus.

schlicht nicht wahr

Ihre Behauptung ist schlicht und keinesfalls ergreifend nicht wahr. Es verletzt und kränkt lediglich die Tierhalter die an 365 Tagen im Jahr für für Ihre Tiere da sind, und sich sorgsam um sie kümmern. Und diese Landwirte, das sind ganz sicher die meisten in Deutschland, bestätigen meine These, und das tatsächlich, im Gegensatz zu ganz viel anderen Berufsgruppen bei denen Urlaub und freie Wochenenden die Regel sind, tagtäglich.

Schafft Dumping-Löhne ab,

dann können auch höhere Preise gezahlt werden, aber der immer weiter klaffenden Einkommensschere geht das nicht.
Sonst geht es wieder einmal auf die Ärmsten, aber was kümmert das Frau Klöckner.
Oder kontrolliert die Einkommen vor dem Discounter!
Aber eine noch weitere Anhebung der billigsten Preise geht nicht, wenn wir uns sozial nennen wollen.

Überdüngung? Zu viel Gülle?

Hier im Südwesten sicher nicht, eher zu wenig. Da verhungern die Felchen im Bodensee, weil zu wenig Nitrat und zu wenig Futter vorhanden ist- vorher verhungern die notwendigen Kleinkrebschen und Algen. Und trotzdem werden die Landwirte gegängelt und an den Pranger gestellt von einer grün geführten Regierung, die voll auf Parteilinie ist, wider besseren Wissens. Oder vielleicht auch mangels...

21:12 von fathaland slim

Ja sicher. So wie CO2 auch. Deswegen können ja beide Substanzen gar keine negativen Auswirkungen haben. Nie.

:)
Genau den Gedanken mit CO² hatte ich auch, als ich das las.

rareri

man stelle sich ein Leben ohne vor !

an Silverfuxx 21:00...

wenn Dumpinglöhne bei Verbrauchern, dann auch Dumpingpreise im Handel!
Obwohl letztere schon gewaltig gestiegen sind, die allerbilligsten wohlgemerkt.

re tagesschlau2012

"Sie möchten also einer Berufsgruppe etwas geben was sonst keiner bekommt? Es zwingt niemand die Bauern Ihre Produkte zu Dumpingpreisen zu verramschen."

Es zwingt niemand ... Das ist der Brüller.

Natürlich kann der Bauer sagen, ich will 40 Cent für meine Milch. Gut, sagt die Molkerei, dann ändert sich die Route vom Milchtanker.

Entweder haben Sie keine Ahnung oder Sie tun wenigstens so.

@20:54 von asimo @DrBeyer

"Für _mich_ heißt das, die Menschen haben die falschen Prioritäten. Ich mache es genau umgekehrt."

Mich beeindruckt immer wieder, wie gerne manche Menschen sich selbst in positivem Licht darstellen.

"Ich kann das nur empfehlen, aber jeder nach seiner Facon...."

Und seinen physischen und finanziellen Möglichkeiten. DAS haben Sie vergessen. Ich habe auch kein Auto und mit dem Fahrrad (habe ich ebenfalls nicht) würde ich den nächsten Bio-Laden auch nicht erreichen. Tja, da bekommt die WDR-'Satire' "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau" doch noch (im Promillebereich) den ersehnten Wahrheitsgehalt.

Die zuständige Ministerin

Die zuständige Ministerin will Verbote unbedingt vermeiden - hoch lebe die Freiwilligkeit und Einsicht eines jeden Bürgers. Anscheinend glaubt sie noch an den Weihnachtsmann. Es fehlt daran, dass ein Minister sich auch einmal unbeliebt machen muss, dass er Leitlinien verfasst, keine Rolle vorwärts, rückwärts und zwei Schritte seitwärts macht. Die Politik muss Ziele vorgeben und verfolgen und zwar über Jahre/Jahrzehnte voraus um nicht irgendwann komplett die Orientierung zu verlieren. Wir haben alle nur eine geliehene Zeit hier, auch wenn der Grundgedanke sich breit macht, das Leben möglichst ins Unendliche dehnen zu wollen. Es wird von einem weltweiten Bevölkerungswachstum bis 2050 gesprochen - wann ist da endlich mal Schluss? Wenn keine Ernährung mehr vorhanden ist dünnt sich natürlicherweise die dort vorhandene Population aus - aber Mensch hält sich für Gott. Wir schaffen uns mit dieser Einstellung ab. Keiner hat das Recht Boden, Luft u. Wasser zu vergiften od. Lebewesen zu quälen.

21:15, deutlich

>>Überdüngung? Zu viel Gülle?
Hier im Südwesten sicher nicht, eher zu wenig. Da verhungern die Felchen im Bodensee, weil zu wenig Nitrat und zu wenig Futter vorhanden ist- vorher verhungern die notwendigen Kleinkrebschen und Algen. Und trotzdem werden die Landwirte gegängelt und an den Pranger gestellt von einer grün geführten Regierung, die voll auf Parteilinie ist, wider besseren Wissens. Oder vielleicht auch mangels....<<

Ich glaube, Sie verwechseln da was.

Es gab mal einen Artikel in der "Welt", in der es um den Phosphatgehalt des Bodensees ging. Der ist dank Kläranlagenbau wieder auf dem Stand von etwa 1960, was den Braunfelchen oder Gangfischen, die durch die Eutrophierung des Sees begünstigt wurden und die eigentlich "seetypischen" Blaufelchen verdrängten, nicht gut bekommt.

Der Nitratgehalt des Bodenseewassers liegt bei 4,1mg/l. Der Grenzwert liegt bei 50 mg. Da der Bodensee über vier Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt, ist das eine sehr gute Nachricht.

re charles v. rinnbach

" Für hohe Nitatwerte ist nicht ausschließlich die Landwirtschaft verantwortlich."

Bei "nur zu 90% verantwortlich" stimmt das, aber klingt trotzdem wie ein Abstreiten.

"Nitrat an sich, ist zunächst einmal etwas ganz Natürliches und Lebensnotwendiges."

Es gibt hunderte Stoffe, die wir bis zu einem gewissen Grad benötigen, und die darüber schädlich sind. Hier sprechen wir über den schädlichen Grad.

21:22 von joe70

wenn Dumpinglöhne bei Verbrauchern, dann auch Dumpingpreise im Handel!

Das ist ja ne tolle Logik
Dumpingpreise im Handel, also der Verkauf von Ware unter den Herstellungskosten, nützt, außer dem Händler, weil er so mehr Kunden in den Laden locken kann, niemandem. Dem Produzenten nicht, dem Kunden nicht wirklich.
Denn es ist ja richtig, dass eine gewisse Qualität auch einen gewissen Preis hat.
Werden Hersteller gezwungen dabei mitzumachen (und das ist bei Landwirtschaft ja teilweise so, siehe Diskussion um Milchpreise), können sich die Hersteller nicht halten. Jetzt mal grundsätzlich, obwohl ich ja auch gerne damit argumentiere, dass Hersteller, die es nicht hinkriegen, dann eben dicht machen sollen. Wer nicht mit der Zeit gehen kann, ist eben raus.
Aber in diesem Fall sieht das anders aus, weil hier Absicht des Handels rein aus Profitgier dahintersteckt. Und nicht etwa ein nicht mehr konkurrenzfähiges Produkt.

Mehr handeln in kleinen Schritten

Wenn in Deutschland jährlich 1,7 Millionen Tonnen Backwaren (Studie vom WWF) auf dem Müll landen kann ich nur sagen, dass Lebensmittel teurer werden müssen. Wir sind Weltmeister im Lebensmittel vernichten. Weniger produzieren führt zu höheren Preisen und es landet weniger auf dem Müll. Das führt zu besserer Qualität, schont Ressourcen und ist ein Beitrag zu mehr Tierwohl. Die Landwirte haben es selber in der Hand sie müssen sich nur einig sein und höhere Preise durchsetzen und wir brauchen eine Landwirtschaftsministerin die das mit unterstützt. Aber darin liegt das Problem, dass wichtige Themen nicht richtig angegangen werden und es eine Ewigkeit für Änderungen braucht. Am Ende stehen wieder die Bauern am Pranger, die nur ihre Existenz gefährdet sehen.

Wer denn sonst ?

Schön, wenn man so eine einfache Antwort parat hat, die gleichzeitig alle anderen Möglichkeiten ausschließt. Tatsächlich gibt es Meßwerte in sehr großen Gebieten wie Wälder und auch Naturschutzgebieten bei denen Grundwasserströmungen als Erklärung ausgeschlossen werden können, und nicht immer sind ehemalige Müllhalden in der Nähe, die als Immitent in Frage kommen solche Peaks erzeugt zu haben. Nur bebenbei, bei 82% der Meßstellen überschreitet der Nitratgehalt den zurecht sehr,sehr niedrigen Grenzwert von 50mg/l nicht. Beachtet werden sollte, daß in Deutschland, im Gegensatz zum europäischen Ausland, die Meßstellen besonders häufig an Orten stehen, an welchen man auch höhere Werte erwartet. Deshalb auch das EU-Verfahren gegen die BRD. Das aber auch dort die Grenzwerte eingehalten werden müssen liegt auf der Hand. Jedoch müssen sie ganz lange suchen, um einen Landwirt zu finden, der da dagegen wäre. Mit Ihrem letzten Satz wollten Sie mich wohl mit Anstrengung mißverstehen?

@Ingrid M. 21.28

Sehen Sie, ich finde das gut, dass Julia Klöckner auf Einsicht und Eigenverantwortung setzt und den mündigen Bürger - es gibt Schlimmeres. Z_.B. die, die Alles vorschreiben oder verbieten wollen und den Bürger wie ein unmündiges Kind behandeln

21:12 von Ist Wahr

«Preis und Wert sind verschiedene Kategorien.»

Ja - das sind sie. Und in vielen Bereichen ist es auch nicht das geringste Problem, dass es so ist.

Das kleine selbst-gehäkelte "Ami-Gurumi" Häkel-Strick-Näh-Stofftier-Känguru, das ich 2009 meiner damals ca. 1,5 Jahre alten Nichte als Geschenk aus JAP mitbrachte. Hat ca. 30 Euro gekostet. Und hat für sie bis heute einen Wert, der in Geld gar nicht zu ermessen ist.

Bei Lebensmitteln ist es ganz anders.
"Mittel zum Leben" sind auch andere Dinge außer Nahrung. Aber niemand stirbt, wenn das "Lebens-Mittel" (x) für ihn nicht zur Verfügung steht.

Lebensmittel sind essentiell für menschliches Leben.
Sie sollten an aller 1. Stelle aller "Lebens-Mittel" stehen.
Für die gerade eben nicht "der Marktpreis" den Stellenwert bestimmt.

Nr. 2 auf der Liste derartiger "Lebens-Mittel" ist Wohnraum.
In solcher Qualität, dass sie menschlichem Leben "förderlich ist".

In Relation zu bezahlbaren Preisen "preiswert".
Wie eben Lebensmittel zum Essen auch.

21:41 von Charles v. Rinnbach

Dann verraten Sie mir doch bitte, welche natürlichen Nitratquellen den Nitratgehalt im Grundwasser unter Wäldern zum Anstieg bringen könnten. Sie haben da doch gewiss wissenschaftliche Arbeiten parat, die dies erklären. Denn wenn es wirklich so ist, wie Sie sagen, dann gibt es diese Arbeiten mit hundertprozentiger Sicherheit.

Es gibt natürlich noch den Stickoxideintrag über den so genannten sauren Regen, aber der hat sich in den letzten Jahrzehnten durch KFZ-Katalysatoren und Rauchgasfilter der Industriebetriebe ganz entschieden verringert.

@91541 Matthias

Ob ich die Jungbauern persönlich zukünftig lieber als Informatiker, Polizisten, Techniker, Lehrer oder Pflegekräfte sehen würde, fragen Sie mich hier?

Klare Antwort darauf:

Ja, sicher!

Denn in Zeiten des extremen Fachkräftemangels hier in Deutschland SOLLTE man die wenigen Personalresourcen an jungen Menschen hier in Deutschland für wesentlich wichtigere(!!) Dinge einsetzen, als zum Beispiel ausgerechnet für den Anbau von Kartoffeln, Spargel oder Tomaten!

Beim extremen Fachkräftemangel allerorten heutzutage hier in Deutschland MUSS man halt irgendwo seine Prioritäten setzen!

Abstreiten?

Verehrter Forist Sie sollten bei sich selber prüfen wie Sie von "nicht ausschließlich "auf "klingt wie Abstreiten" kommen. Ich mag nicht ausschließen, daß Sie diese Geheimnis mit anderen Foristen teilen. Ich verrate Ihnen allerdings etwas: Wenn Sie das mit viel Fantasie und Schöpferkraft zwischen den Zeilen gelesen haben sollten; also da stand von mir nichts. Kein Landwirt behauptet, daß die Landwirtschaft keinen Einfluß auf den Nitratgehalt im Grundwasser hat. Aber nochmal: die Lanwirte fordern nicht das Recht für sich auf Überdüngung ein. Die Düngeregeln dürfen auch gerne streng sein, aber sie sollen eben auch sinvoll sein. Und sinnvoll ist die geplante DV eben nicht. Weil Sie in vielen Gebieten nicht besseres Grundwasser, sondern mangelernährte Kulturpflanzen bedeutet.

1) Ein Land wie Deutschland

1) Ein Land wie Deutschland muss sich selbst ernähren können.

2) Diese selbst erzeugten Grundnahrungsmittel - ich spreche hier nicht von Bananen, Datteln, etc. - müssen nachhaltig erzeugt werden und der dafür erforderliche Preis muss gezahlt werden. Evtl. ist dann eben der Staat in der Pflicht dies zu subventionieren. Das wäre wenigstens eine sinnvolle Subvention statt alles in die Industrie, Bankenrettung, etc. zu stecken. Davon würden sowohl die Erzeuger als auch die Verbraucher profitieren. Und der Verbraucher muss einsehen, dass er für Lebensmittel auch mehr bezahlen muss.

3) Lebensmittel gehören nicht in den Müll - völlig meine Meinung. Allerdings sind so manche "Lebensmittel" nicht viel mehr als Müll. Frau Ministerin macht aber auch da gerne gemeinsame Sache mit der Lebensmittelindustrie und steht da auch gerne vor der Kamera. Ein Schelm der Böses denkt.

Wertschätzung von Lebensmitteln?

Vielleicht würden angemessene Preise für Lebensmittel auch dazu beitragen, dass nicht mehr solche Unmengen davon im Müll landen? Wenn nur eingekauft wird, was auch gebraucht wird (ohne Berge von Sonderangeboten, nach dem Motto "drei zum Preis von einem"), dann können die Preise dieser Waren auch höher sein, ohne dass mehr Geld bezahlt werden muss. Also Einkaufen nach Bedarf und nicht im Überfluss. Dann kann auch (mit weniger Ressourcenverbrauch) weniger produziert, das dafür aber zu einem angemessenen Preis verkauft werden. Win win win (Erzeuger, Verbraucher, Umwelt), oder?

Gleiche Regeln wie für andere Industrien

Ich denke, die Landwirtschaft muss akzeptieren, dass die gleichen Regeln gelten wie für andere Bereiche. Z.B. die Textilindustrie: Es gibt gesetzliche Regelungen an die muss man sich halten. Das Regelungen verschärft werden ist auch ganz normal. Es muss versucht werden diese Kosten über höhere Preise wieder zu erlösen. ABER wenn es eine Überproduktion gibt, wird man die hohen Preise nicht durchsetzen. Es müssen also Betriebe schliessen bis Angebot und Nachfrage wieder passen. Es ist natürlich, dass heute nicht nur in Deutschland eingekauft wird, wenn z.B. Fleisch günstiger und/oder besser aus Argentinien/Neuseeland gekauft werden kann. Allen anderen Industrien und Mitarbeitern wird dieser Wandel auch zugemutet. Welcher Landwirt kauft keine Textilien oder Elektronik aus Fernost. Die Agarsubventionen müssen komplett weg, nur dann regelt der Markt alles.

Am 17. Januar 2020 um 21:06 von asimo

"Wie wäre es mit einer verpflichtenden Angabe des Einkaufspreises. Dann sähe jeder, was der Produzent bekommt.
Ist natürlich nicht ganz so einfach, aber vom Prinzip halte ich Transparenz bei den Preisen für eine gute Sache.
Man könnte z.B. mal mit Fleisch und Molkereiprodukten anfangen...."

Interessante Idee,

aber Preise sind nie transparent.

Und natürlich geht es auch um den Mehrwert.

Z.B. Letze Woche ein Schweinefilet im Supermarkt Angebot gekauft. Außen natürlich jede Menge Sehnen, das übliche eben. Nachdem ich die Verkäuferin gebeten hatte, das Fleisch zu parieren, hat sie zuerst das Fleisch gewogen und dann ca. 50 g abgeschnitten.

In der Metzgerei ist zwar der Grundpreis etwas höher, aber da muss man gar nicht fragen ob das Filet pariert werden kann, sondern dass wird selbstverständlich vor den Augen der Kunden gemacht, danach wird das Fleisch gewogen.

Das ist eben der Service, der Mehrwert.

Diese Metzgerei hat leider wenige Parkplätze.

@ schabernack (21:51) Re

"Lebensmittel essentiell für menschliches Leben. Sie sollten an erster Stelle aller "Lebens-Mittel" stehen. (...) Nr. 2 ist ... Wohnraum.
------
Ich hätte kein Problem damit. Es gäbe weitere "Lebens-Mittel", die ich mir ebenfalls zwecks Preisfindung außerhalb eines freien Marktes vorstellen könnte; müsste bald mehr in diese Richtung geschehen. Korrigieren kann man darüberhinaus mittels Politik auch jetzt schon bei unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, unterlässt es aber.

21:41, Charles v. Rinnbach

Eine Studie habe ich gefunden, die die Landwirtschaft aber bestenfalls zu einem nicht sehr großen Teil entlastet. Interessant zu lesen, wenn Sie Lust haben:

>>https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/boden-klima/dateien/a67-nitrat-im-trinkwasser-aus-einem-bewaldeten-wassereinzugsgebiet.pdf<<

NUR ALLEIN aus dem Grunde, WEIL es..

..hier in Deutschland auch ausdrücklich deutsche(!!) Äpfel, Spargel, Tomaten, Wein, Kartoffeln, Kohl usw zu kaufen geben SOLL, "verbrauchen" wir eigentlich völlig unnötig(!!) die Manpower von hunderttausenden jungen Deutschen und...

.... zusätzlich(!!) NICHT zu vergessen die...

... Manpower von hunderttausenden(!!) zumeist jungen und gesunden osteuropäischen Erntehelfern(!!) jedes Jahr!

Ich sage also ausdrücklich JA zur ausländischen Landwirtschaft, aber ausdrücklich NEIN zur deutschen Landwirtschaft!

Denn es gibt in den kommenden Tagen des demographischen Wandels nun einmal wesentlich wichtigere Dinge zu erledigen!

an Silverfuxx

Für den Dumpinglöhner sind sie überlebensnotwendig, überleben in Form von Nahrungsaufnahme, nicht geschäftswirtschaftlich.
Sie sind sicher keiner, das merkt man. Unternehmer?

22:32 von joe70

an Silverfuxx

Für den Dumpinglöhner sind sie überlebensnotwendig, überleben in Form von Nahrungsaufnahme, nicht geschäftswirtschaftlich.
Sie sind sicher keiner, das merkt man. Unternehmer?
////
*
*
Die niedrigpreisenden Lebensmittel sind garantiert für Niedriglöhner lebenswichtig.
*
Denn alle Ökobelastungen treffen diese ja voll, ohne Ausgleichsmöglicheiten, wenn es die überhaupt auch für normale Steuerzahler ohne Kilometerpauschale noch gibt.

22:19 von Detlef von Glahn

Gleiche Regeln wie für andere Industrien

Ich denke, die Landwirtschaft muss akzeptieren, dass die gleichen Regeln gelten wie für andere Bereiche. Z.B. die Textilindustrie: Es gibt gesetzliche Regelungen an die muss man sich halten. Das Regelungen verschärft werden ist auch ganz normal. Es muss versucht werden diese Kosten über höhere Preise wieder zu erlösen. ABER wenn es eine Überproduktion gibt, wird man die hohen Preise nicht durchsetzen. Es müssen also Betriebe schliessen bis Angebot und Nachfrage wieder passen. Es ist natürlich, dass heute nicht nur in Deutschland eingekauft wird, wenn z.B. Fleisch günstiger und/oder besser aus Argentinien/Neuseeland gekauft werden kann. Allen anderen Industrien und Mitarbeitern wird dieser Wandel auch zugemutet. Welcher Landwirt kauft keine Textilien oder Elektronik aus Fernost. Die Agarsubventionen müssen komplett weg, nur dann regelt der Markt alles.
////
*
*
Warum dann den Molloch EU?

22:14 von Ingrid_M

sie stehen auf Merkantilismus
mit was sollen denn unsere Handelspartner die von uns gelieferten Industrieprodukte bezahlen ?

um 21:51 von schabernack

>>
Lebensmittel sind essentiell für menschliches Leben.
Sie sollten an aller 1. Stelle aller "Lebens-Mittel" stehen.
Für die gerade eben nicht "der Marktpreis" den Stellenwert bestimmt.
<<

Auch Marktpreise sind eigentlich kein Problem, wenn es denn saubere Märkte geben würden. Tatsächlich haben wir aber eine Situation, in der Handelsunternehmen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen. Wenn man wirklich etwas bewegen wollte, müsste man eine massive Entflechtung und Zerschlagung vornehmen. Damit handelt sich man dann gewiss den Sozialismus-Vorwurf ein, obwohl es doch pure Marktwirtschaft wäre.

Wenn dazu noch ein Verbraucherbewusstsein käme, dass statt schlechtem Fleisch lieber gutes Gemüse bevorzugt, dann wäre schon viel gewonnen.

Der Vergleich hinkt. Das

Der Vergleich hinkt.
Das Ausland subventioniert zum Teil ganz kräftig die dortige Agrarindustrie.
Es ist auch aus Gründen des Umweltschutzes völlig unsinnig Fleisch zu importieren, wenn dadurch Regenwälder vernichtet und Schadstoffe in die Luft und Wasser (Transport, etc.) gelangen.
Wir werden nicht umhin kommen unsere Lebensweise an die Erfordernisse unserer Umgebung anzupassen.

Am 17. Januar 2020 um 20:08 von Karl Napf

"müssen wir in deutschland massen von schweinen produzieren, die für kleingeld nach china gehen und unsere böden mit gülle verseuchen?"

Nein natürlich nicht.

Unsere Verkaufstalente sollten doch in der Lage sein, die Gülle auch nach China oder sonst wo hin zu verkauft?

Statt adblue vielleicht adgreene.

22:31 von Frank von Bröckel

«Ich sage also ausdrücklich JA zur ausländischen Landwirtschaft, aber ausdrücklich NEIN zur deutschen Landwirtschaft!»

Sind denn noch andere Länder der Erde, die einheimische Landwirtschaft zugunsten von "Junge Männer an die Werkbank" einstampfen sollten?

Oder sollte nur DEU das tun?

Bzw. auch andere derjenigen Industrienationen, bei denen auch Demographischer Wandel zukünftig zu eher weniger günstigen Bedingungen führen wird, als sie nun Anfang 2020 dort jeweils sind?

Nicht, dass gar zu viele Länder der Erde Äpfel + Birnen + Kartoffeln + Spinat + Kohlrabi +++ prinzipiell "in die Tonne kloppen"?

"Gar all zu gut" … wär' das ja auch nicht.

Wenn DEU + Wer (?) alle Lebensmittel im Ausland einkaufen müssten.
Damit in den Regalen der Supermärkte nicht nur Zahn- und Gesichtscreme, plus Seife plus Bananen drin sind …

/// Am 17. Januar 2020 um

///
Am 17. Januar 2020 um 21:14 von joe70
Schafft Dumping-Löhne ab,

dann können auch höhere Preise gezahlt werden, aber der immer weiter klaffenden Einkommensschere geht das nicht.
Sonst geht es wieder einmal auf die Ärmsten, aber was kümmert das Frau Klöckner.
Oder kontrolliert die Einkommen vor dem Discounter!
Aber eine noch weitere Anhebung der billigsten Preise geht nicht, wenn wir uns sozial nennen wollen.///
.
Die Einkommen in Deutschland sind nicht das Problem sondern die " Geiz ist geil " Mentalität der Käufer. In Frankreich wird z.B. ein weit höherer %-Satz der Einkommen für Lebensmittel ausgegeben.

22:18 von blauer planet

die Welt verändert sich
die Ansprüche steigen
wer hat vor 50 Jahren erwartet,
dass beim Bäcker das komplette Angebot
30 min vor Ladenschluß noch zur Auswahl stand ?

Geiz ist geil

Für einige ist Geiz geil, für die meisten ohne Geiz keine Möglichkeit über die Runden zu kommen.

22:44 von Klärungsbedarf / @schabernack

«Auch Marktpreise sind eigentlich kein Problem, wenn es denn saubere Märkte geben würden … Wenn man wirklich etwas bewegen wollte, müsste man eine massive Entflechtung und Zerschlagung vornehmen. Damit handelt sich man dann gewiss den Sozialismus-Vorwurf ein, obwohl es doch pure Marktwirtschaft wäre.»

Oh ja. Das handelte man sich ganz gewiss ein.

Plus das Angehängt-Substantiv "Hysteriker".
An das Vorgehen, das man wählte.
Welcher Art auch immer das Vorgehen sei …

Am 17. Januar 2020 um 19:34 von Anna-Elisabeth

" @18:28 von draufguckerin
//"Ich kaufe bei einem Markthändler, der sein Angebot überwiegend von Bauern aus der Region bezieht:..."//
Das würde ich auch gerne tun, bin aber leider weitgehend auf einen kleinen Supermarkt ('um die Ecke') angewiesen, da nicht mobil genug, um den Ansprüchen an das Verbraucherverhalten gerecht zu werden. Ich kaufe zwar die Waren, auf denen "Bio" steht, denke aber fast immer: "Hoffentlich stimmt das auch"

Hoffentlich!

Es gibt Bauern, die Bio-Eier auf dem Markt verkauft, obwohl sie nicht ein einziges Huhn haben. Natürlich auf dem Markt, weil die Eier nicht unbedingt gestempelt sein müssen.

Das kann im Supermarkt nicht passieren.
Nicht gestempelte Eier auf dem Wochenmarkt zu kaufen, in auch ein

Wagnis.

Noch Besten Dank für die Silvester Wünsche. Ich

wage

zu hoffen, dass Sie mir auch weiterhin

gewogen bleiben.

22:56 von Hackonya2

«Für einige ist Geiz geil, für die meisten ohne Geiz keine Möglichkeit über die Runden zu kommen.»

Sooo verärmlicht ist DEU nun ja keineswegs.

Als dass "die meisten" gar nicht mehr über die Runden kämen, würden sie ihre Euronen nicht dem Götzen des Geizes zum Opfer bringen.

Um dann entgeistert festzustellen, dass 3x Geiz doch mehr kostet, als 1x verständig "irgendwas" gekauft. Auch bei Lebensmitteln gar nicht anders …

@ Klärungsbedarf (22:44)

"Auch Marktpreise sind eigentlich kein Problem, wenn es denn saubere Märkte geben würden. Tatsächlich haben wir aber eine Situation, in der Handelsunternehmen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen. Wenn man wirklich etwas bewegen wollte, müsste man eine massive Entflechtung und Zerschlagung vornehmen. Damit handelt sich man dann gewiss den Sozialismus-Vorwurf ein, obwohl es doch pure Marktwirtschaft wäre."
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Sie wollen zurück zum echten Markt-Kapitalismus? Jetzt wo wir mit den Oligopolisten dem Sozialismus immer näher kommen? Lassen wir der Geschichte ihren Lauf. Marx hätte wohl nichts einzuwenden. Freie Märkte waren - sind historisch erledigt.
Der Kopf muss noch gedanklich folgen. Die Kapitalisten raffen Vermögen wie sie nur können, aber früher oder später müssen sie alles wieder zurückgeben. Sein schreitet schneller, Bewusstsein tut sich schwerer (frei nach K. Marx).

um 23:21 von Ist Wahr

>>
Sie wollen zurück zum echten Markt-Kapitalismus?
<<

Wieso zurück ? hatten wir den schon mal ?
Ok, wir hatten mal eine Zeit, in der selbst die USA ihre Telefongesellschaften zerschlagen haben und in Deutschland gibt es keine IG Farben mehr. Aber so richtig saubere Märkte hatten wir nie.

@Schabernack

Sie haben es erfasst, die legendären deutschen(!!) Bananen und die deutsche(!!) Ananas und sonstige deutsche(!!) Südfrüchte!

Ganz im Ernst:
Die vielen Drittweltländer dieser Welt leiden(!!) ja hauptsächlich unter den Umstand, das diese ausdrücklich NICHT mehr Lebensmittel in streng abgeschottete EU exportieren dürfen, NUR damit wir Alteuropäer unseren eigenen WENIGEN kostbaren Personalresourcen an jungen Menschen SELBST in der eigenen Landwirtschaft eigentlich völlig unnötig "verbrauchen"!

Wir sourcen mangels eigener junger Menschen einfach unsere GESAMTE (!!) Landwirtschaft an die ärmeren Staaten dieser Welt einfach aus!

Die Leute in diesen ärmeren Staaten könnten dann auch ENDLICH(!!) durch den Export dieser landwirtschaftlichen Erzeugnisse in die wohlhabenden westlichen Staaten leben, und wir könnten unsere eigenen Personalresourcen an jungen Menschen wesentlich besser einsetzen!

Eine Win-Win Situation also!

23:21, Ist Wahr

>>Sie wollen zurück zum echten Markt-Kapitalismus? Jetzt wo wir mit den Oligopolisten dem Sozialismus immer näher kommen? Lassen wir der Geschichte ihren Lauf. Marx hätte wohl nichts einzuwenden. Freie Märkte waren - sind historisch erledigt.
Der Kopf muss noch gedanklich folgen. Die Kapitalisten raffen Vermögen wie sie nur können, aber früher oder später müssen sie alles wieder zurückgeben. Sein schreitet schneller, Bewusstsein tut sich schwerer (frei nach K. Marx).<<

Da hat jemand Marx verstanden:=)

Sie haben Recht, zu einem früheren Stadium des Kapitalismus führt kein Weg zurück. Der Wunsch danach gebiert lediglich Phänomene wie den aktuellen US-Präsidenten. Aber auch der kann die gute, alte, schmutzige Zeit nicht zurückholen. Die zwar gewiss alt und schmutzig, aber gut nur im verklärenden Rückblick ist.

@23:10 von Werner Krausss

Ich hoffe, die Moderation erlaubt mir zur Guten Nacht eine kleine Abschweifung:

Im SPIEGEL gibt es die Rubrik "Hohlspiegel", eine Art Sammlung ungewollter Komik aus der Presse.

Dort war ein Eierkarton mit dem Aufdruck
"6 Bio-Bauern-Eier" abgebildet.

Ich wünsche allen eine Gute Nacht.

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