Kommentare

Ghosn !

Dieses Beispiele zeigt wieder einmal deutlich, dass Geld doch die Welt regiert. Egal wie viel der Herr Ghosn für seine Flucht aus gegeben hat, sicher hat er aber Helfer, die ihm dies ermöglicht haben. Vielleicht waren ein paar Personen auch aus der Regierung daran interessiert, dass er weg ist, und können nu versuchen, den Prozess zu verschleppen, bis nichts mehr übrig ist. Dann brauchen vielleicht bestimmte Personen nichts mehr aussagen, dass sie in ein schlechtes Licht rücken könnte.
Aber natürlich sollte auch die japanische Regierung mal über eine Änderung ihres Justiz- Systems nachdenken und es deutlich verbessern.

Als zu wenig in die Sachumstände eingeweihter Leser...

...könnte man nun allerlei Vermutungen in die eine wie andere Richtung anstellen, doch da sich die unmittelbar Beteiligten, wie die japanischen Justizbehörden, sich selbst nicht einig sind, wäre das nichts weiter als Fechten im Dunklen.
Das wird natürlich einige nicht davon abbringen, Schuldzuweisungen auszusprechen.
Gegen wen - man wird sehen.

„Interne“ Interessenskonflikte?

„Japanische Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Langem die umfassende Macht der Anklagebehörden [wohl nicht grundlos]. Verdächtige würden so lange durch Verhöre mürbe gemacht, bis sie zu einem Geständnis bereit seien. Ex-Nissan-Chef Ghosn hatte alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen“/„Es sei durchaus möglich, dass Teile der japanischen Regierung vorsätzlich ein Auge zugedrückt hätten, um die Flucht zu ermöglichen. "Denn das wäre ein sehr langes, sehr schmutziges Verfahren geworden, bei dem die japanischen Strafverfolgungsbehörden nicht gut ausgesehen hätten"

Sieht eher danach aus, als sei man sich der Unrechtmäßigkeit des eigenen Handelns durchaus bewusst und wolle bloß verhindern, dass die eigenen Verstöße gegen allgemein - d.h. weltweit, und zwar sowohl „offiziell“ als auch in stillschweigendem Konsens - als solche anerkannte humanitäre und rechtsstaatliche Prinzipien allzu „offensichtlich“ werden als danach, dass man plötzlich sein Gewissen entdeckt hätte.

Nahösticher Diwan...

Über die Fluchtumstände zu spekulieren ist müßg, Fakt ist, daß Ghosn - als auch dortiger Staatsbürger - nun im Libanon ist, und damit in weitgehender Sicherheit vor der japanischen Justiz. Gespannt könnte man allerdings sein auf eine eventuelle Anklageerhebung + Prozeß in Abwesenheit in Japan, wenn man sich bewusst macht, daß Fusionen und Konzerngeschäfte in der Automobilindustrie mindestens so schmutzig sind, wie man es den Finanzmärkten und der Politik nachsagt. Und ob betroffene Kreise in Japan öffentlich ein Fernduell mit Ghosn bzw. dessen Anwälten riskieren, halte ich für fraglich.
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Daß Ghosn angeblich nun bis zum Lebensende im Libanon bleiben müsste, ist nicht unbedingt eine Last... wenn man dort gewisse Gebiete meiden kann. Der Libanon galt schon früher - und teils noch heute - als die "Levantinische Schweiz"... nicht nur wegen gewisser geographischer Ähnlichkeiten. Für vermögende Staatsbürger lässt es sich nach wie vor auch heute sehr gut dort leben.

Warum das Justizsystem in Japan "keine Prozesse mag", …

die eröffnet werden (müssen), ohne dass ein Geständnis des Angeklagten vorliegt. Sidestep vorab:

Der Schreiner, der das Möbelstück nicht akkurat zusammenbaut. Hat seiner Pflicht nicht genügend Genüge getan. "Versagt - Gesicht verloren - mies" …

Aufgabe / Pflicht des Justizsystems ist Aufklärung von Vergehen / Verbrechen. "Unterste Stufe der Leiter" sind Polizeibehörden. Teils Exekutive, teils Justiz.

"Vorläufig festgenommen" kann in JAP nach Gesetzeslage bis zu max. 23 Tage in Polizeigewahrsam bedeuten. Bevor ein Untersuchungsrichter entscheiden muss. Oder zwangsläufig die Staatsanwaltschaft zu informieren ist.

Polizeigewahrsam ist "zentral", nicht in einzelnen Revieren.
"Nach Schreiner-Verständnis" muss (!) die Polizei akkurat herausfinden.
Was genau geschah. "Sonst wie Schreiner oben".

Das Geständnis ist "Kaiser aller möglichen Beweise".
Diesen Kaiser von allen Verdächtigen zu erlangen.
Ist das Selbstverständnis der Polizei.

"Prozesse ohne Kaiser" mögen Richter i.d.R. nicht …

Kapitalismus westlicher und asiatischer Prägung

Die Unterschiede konnten an der Person Ghosn, der zwischen diesen beiden westlichen und asiatischen Befindlichkeiten jonglierte, um seinen Job als Manager gut zu machen, offenkundig werden.
Für Japaner ist es unendlich wichtig, das Gesicht stets zu wahren. Kritik paßt da nicht hin - und hätte es keine Ansätze für Kritik gegeben, wäre es wohl nie zu einer Verschmelzung der Unternehmen gekommen?!?
Meiner Meinung nach passen die beiden Welten so gar nicht zusammen, zumindest für derart enge Beziehungen. Joint Ventures mit konkreten Verträgen ja, darüber hinaus wäre ich vorsichtig eingestellt.
Ich bin gespannt, was letztlich aus der Anklage wird, welche Punkte wirklich nachgewiesen werden können. Vielleicht wird seine Flucht mal zum Wahren des Gesichts (der Justizbehörden) taugen ...

Komisch

Was hat das Fliehen mit der Kritik an jap. Justiz zu tun?

Als damals der Unfall ...

... im Atomkraftwerk in Fukushima passierte, wurde mehrfach in unseren Medien berichtet, das politische System in Japan sei so organisiert, daß sich die Spitzenfunktionäre der japanischen Wirtschaft & der japanischen Politik sehr gut ergänzen und in ihren Jobs gegenseitig ablösen würde. Das hörte sich nicht so an, als gäbe es in Japan eine Demokratie, hat aber definitiv Ähnlichkeiten mit dem US - System. Dort herrschen ja wenigstens angeblich demokratische Verhältnisse, die wahrscheinlich durch den US - Einfluss in Japan auf Japan übertragen wurden.
Inwieweit nun eine „Liberalisierung“ des offensichtlich effizienten japanischen Justizsystems stattgefunden hat, & wie sehr die politisch/wirtschaftliche Clique Japans davon profitiert, wird uns hier vorenthalten.
Warum?
Zumindest hat es dieser Manager geschafft, der Justiz zu entkommen.
Wie geht es eigentlich den exManagern der Atomwirtschaft in Japan?
Alle straffrei davongekommen und nun in der Politik?
Und die Politiker von damals?

Justiz

Das wäre ja nur gut gewesen, wenn der Prozess so lange wie im NSU Fall in Deutschland gewesen wäre?

Wer sich prinzipiell über das Justizsystem in Japan …

informieren mag. Kann das bspw. hier tun:

«https://taz.de/!5183572/?goMobile2=1550016000000»

Der Artikel ist aus 04/2008.

Einige dort erwähnte Gegebenheiten haben sich inzw. (zum Besseren hin) verändert. Auch dank der Kritik internationaler Organisationen wie der UN + Menschenrechts-Verbänden wie "Amnesty International".

Der in meinen Augen wichtigste Aspekt ist, dass Vernehmungen von Verdächtigen bei der Polizei / Staatsanwaltschaft inzw. vermehrt aufgezeichnet werden (Ton + u.U. Bild). Eine eindeutige gesetzliche Regelung, die landesweit gilt, gibt es (meines Wissens nach) aber weiterhin nicht.

Unverändert ist der Aspekt, dass alle Besucher von Verdächtigen in Polizeigewahrsam / Untersuchungshäftlingen / Verurteilten während der Besuche nur Japanisch sprechen dürfen. Alles Gesprochene wird mitgehört.

Ist wer Ausländer, darf u.U. in Anwesenheit eines sprachkundigen Dolmetschers geredet werden. Niemand bei den Behörden in JAP
"reißt sich ein Bein aus", dieses zu ermöglichen …

Wer profitiert?

""Denn das wäre ein sehr langes, sehr schmutziges Verfahren geworden, bei dem die japanischen Strafverfolgungsbehörden nicht gut ausgesehen hätten", so Givens."
Ich bin beeindruckt. Bei so viel Glaskugelwissen könnte man Herrn Givens doch mit besten Gewissen als Experte titulieren.
Ironie aus
Reißerische Überschrift gepaart mit effektheischenden Spekulationen.

Das Justizsysten in Japan ist "träge … bis unwillig", …

aber es ist kein Justizsystem, das man mit denen in autoritären Diktaturen tatsächlich vergleichen könnte. Auch dann nicht, wenn dieser Vergleich von so machen oberflächlich-vorschnell gezogen wird.

Zwei Beispiele:

1. Nach dem Sarin-Giftgas-Anschlag in der Tokyoter U-Bahn (Frühjahr 1995) wollte die General-Staatsanwaltschaft die verantwortliche religiöse Sekte "Oomu Shinryoku" (Aum-Sekte) verbieten lassen. Dies lehnte der Oberste Gerichtshof in JAP in letzter Instanz ab. Einzige Auflage war eine Umbennung im Namen, unter dem die Sekte bis heute existiert. Sie heißt nun:

アレフ・Are-fu・"Die Eier des Mannes - Todesnachricht"

2. Prozess gegen Verantwortliche nach dem Reaktor-Desaster von Fukushima eröffnete die Justiz erst nach Eingaben von Unterschriften "zu Millionen" beim Verfassungsgericht, das den Prozess anwies. Staatl. Stellen hätten ihn besser uneröffnet gesehen. Über den Ausgang "Freispruch 1. Instanz" (09/2019) vernahm man in DEU wenig.

Die Begründung kann ich nachvollziehen …

Ghosns Flucht

Herr Ghosns hat nach monatenlangen untätigem warten auf die behörden, Jetzt meiner Meinung nach die richtige entscheidung getroffen.

hat aber definitiv Ähnlichkeiten mit dem US - System?

nie wieder spd@
ich erkenne hier aber die gleichen Muster bei uns und der EU.

es könnte ein innerer kampf gewesen sein

so unwahrscheinlich ist die behauptung nicht aber mit der strafverfolgungsbehörde an sich hat es vermutlich nichts zu tun.

entweder sind politiker in schwarzgeld verwickelt oder teile der regierung decken mitsubishi (vielleicht sogar nissan)bei ihren schwarzgeld-operationen (jeder weltkonzern bescheißt).

aber von der japanischen staatsverwaltung hört man hier in europa fast nix. über russland und china hingegen sehr ausführlich.

ich denke, eine kombination aus allem wird schon zutreffen. goshn hat dreck am stecken, der auch an politikern klebt, die verbindungen zu den konzernen und zur regierung haben aber alles nicht auf höchster ebene aber mit weiteren schmutzigen verbindungen zwischen dieser und der höchsten ebene.

anders kann ich mir das "europäische" verhalten der beteiligten nicht erklären. eine hälfte der einen seite macht mächtig druck während die andere hälfte dagegen arbeitet und die andere seite da mitholpert und zusammen ein schmutziger kompromiss für den status quo...

12:46 von Traumfahrer

"Ghosn !

Dieses Beispiele zeigt wieder einmal deutlich, dass Geld doch die Welt regiert."

Einzelbeispiele zeigen nie, wie die Gesamtheit funktioniert.

13:56 von Zauberin

"Für Japaner ist es unendlich wichtig, das Gesicht stets zu wahren. Kritik paßt da nicht hin -"

Sogar "unendlich"?

Solche Verallgemeinerungen über die Menschen einer Nation sind niemals auf der Basis von Intelligenz, Einfühlungsvermögen und Differenzierungsvermögen gefällt.

Solche Verallgemeinerungen sind falsch und schädlich.
Man kommt auf dieser Basis grundsätzlich zu falschen und verheerenden Schlüssen.

14:07 von nie wieder spd

«Als damals der Unfall … im AKW in Fukushima passierte, wurde mehrfach in unseren Medien berichtet, das politische System in JAP sei so organisiert, daß sich die Spitzenfunktionäre der JAP-Wirtschaft & der JAP-Politik sehr gut ergänzen + in ihren Jobs gegenseitig ablösen würde. Das hörte sich nicht so an, als gäbe es in JAP eine Demokratie.»

Ist in JAP definitiv eine Demokratie.

Auch wenn sich Institutionen des Staates + Funktionsweise des Parlamentarismus + Verhältnis Staat zu Wirtschaft von Gegebenheiten in EUR (sehr) unterscheiden.

Erstaunlicherweise ist das "sagen-umwobene MITI" (Ministry for International Trade & Industry) eher eine "sozialistisch-anmutende" Institution, die mit einer Art "5-Jahres-Plänen" die "JAP AG" wirtschaftlich lenkt.

Die Kommunistische Partei Japans erhält seit den 1960-ern stets ca. 10% der Stimmen. Immer im Parlament vertreten.

Atomkonzern TEPCO ist in JAP satirisch "Das Atomdorf" genannt.
Wörtl. übertragen: "Ursprungs-Kraft im Dorf der Ratten" …

13:56 von Zauberin

«Für Japaner ist es unendlich wichtig, das Gesicht stets zu wahren.
Kritik paßt da nicht hin …»

Sie haben insofern Recht, dass weder Kritik-Üben, noch Sich-Kritik-Stellen, zu den ausgeprägten Merkmalen der japan. öffentl. Gesellschaft gehören.
Nicht in Medien, nicht in der Wirtschaft.

Und auch in der Familie, unter Freunden, mit Arbeitskollegen tut man das nur "mit wohl gewählten Worten" in einer sehr komplex-komplizierten Sprach-Struktur mit formalisierten Ebenen "des höflichen Umgangs".
Verzwickt-vertrackt …

Aber ganz selbstverständlich kann man in JAP Kritik an anderen + dem Staat äußern. Es gibt "als Ventil" regelmäßige Tage der Kritik in Unternehmen. Können Sie Ihrem Chef "alles +1" sagen, was Sie wollen. In respektvoll-angemessener Wortwahl, ohne "blöde" zu fluchen. Gehört zur Unternehmenskultur des "Kaizen = Kontinuierlicher Verbesserungsprozess".

Gerade jungen Japanern / Japanerinnen geht es "höllisch auf den Senkel", dass in JAP so wenig Kritik-Kultur ist. Ändert sich.

@ um 15:11 von schabernack

Durch die fehlende Distanz zwischen Wirtschaft und Politik und dem nahtlosen personellen Austausch zwischen beiden, habe ich eher den Eindruck, dass die japanische Führungsclique eher eine Kleptokratie ist. Aber wo gibt es die nicht? Sie nennt sich nur immer wieder anders.
Anscheinend gibt es auch in Japan keine politische Kraft, die das ändern will.
Wenn das so ist und alle sind zufrieden, ist es ja ok.
Anderswo werden ja auch nur die Kleinen gehängt und die Großen läßt man laufen.
Also ist’s dort völlig normal.

Justiz in Japan und in der EU ein Problem.

Nicht nur das japanische Justizsystem lässt zu wünschen übrig, wobei korrekterweise gesagt werden muss das auch die eigene Bevölkerung nach diesen Maßstäbe behandelt wird. Obwohl sehr Wohlhabenden auch in Japan Sonderrechte genießen, wie fast überall, war dies nicht der Fall für Ghosn, sonst hätte er nicht so lange in der Voruntersuchung unter diesen Bedingungen festgesessen. Es scheint wohl sehr starke japanische Wirtschaftsinteressen gegen ihn zu geben.....

In übrigen, wo gibt es denn in der EU eine korrekte Justiz für Ausländer. Dies im Strafrecht, Zivilrecht und Wirtschaftsrecht. Auch nicht in solchen Staaten zu denen Deutschland behauptet ein gutes Verhältnis zu haben.
Warum tut die EU hier nichts.

15:39 von nie wieder spd / @schabernack, 15:11

«… habe ich eher den Eindruck, dass die JAP-Führungsclique eher eine Kleptokratie ist. Aber wo gibt es die nicht? Sie nennt sich nur immer wieder anders.»

Ja - wo gibt es sie nicht …?

Definitiv・nicht・gibt es sie in DEU + JAP !
"Eine Kleptokratie" ist als Staat weder auf Platz 3 (JAP), noch auf Patz 4 (DEU) der stärksten Wirtschafts-Nationen dieser Erde !

Woher ist er denn? Dieser Ihrer "… habe eher den Eindruck …".
Von Tsunami + Fukushima & von Ghosn + Justiz …?
Dazu "Tokyo = groß, voll, laut" & "Vulkane in JAP sind viele" …?

Seit wann investiert "Kleptokratie" in das weltweit mit Abstand beste, sicherste, verzweigteste, zuverlässigste Eisenbahn-Netz der Erde seit 60 J. Aber-Millarden von Euro? Die ja besser in Kleptokraten-Taschen verschwänden …?!

«Anscheinend gibt es auch in JAP keine polit. Kraft, die das ändern will.»

Au weia.
Warum erwähnte ich die Kommunistische PJ als permanent im Parlament …?

Ich reg' mich nich' auf. Bin nicht genervt.
"Lange vorbei" bzgl. JAP …

Wer profitiert in Japan von Ghosns Flucht ???

Steuerhinterziehung,Veruntreuung und mit französischen,brasilianischen und libanesischen Pässen ausgestattet.Nur mit dem Reisen wird es jetzt für ihn problematisch.Außerhalb des Libanons droht ihm die Verhaftung.Seine künftigen Geburtstage wird er nicht,wie seinen 60. im März 2014 im Schloss Versailles(Kostenpunkt 600.000 Euro) feiern können.
Der als mal als "Retter" gefeierte,sanierte Nissan in erster Linie durch die Entlassung von 22.000 Beschäftigten.
In Amsterdam ließ er eine Tarnfirma gründen,auf deren Konten offenbar Millionen Euro als eine Art privater Verfügungsfond gebunkert wurden.

13:40 von Zwicke

Dass Gohsn im Libanon relativ bequem leben kann ist nicht zu bestreiten, aber er ist und bleibt ein Gejagter, der sich nicht mehr frei in der Welt bewegen kann ohne irgendwann
fest genommen zu werden (internationaler Haftbefehl)! Da hilft ihm auch sein Vermögen nicht weiter.

Dann geh ich mal

Japan ist eine westliche Demokratie.
In jeder westlichen Demokratie kann eine Person mit sehr viel Geld und Einfluß tun und lassen was ihm beliebt.
Also mal einfach so das Land verlassen.
Trotz Justitz, Polizei und Grenzen.
Japan ist also genau so korrupt wie der Rest der Welt.

@Sausevind

"Solche Verallgemeinerungen sind falsch und schädlich.
Man kommt auf dieser Basis grundsätzlich zu falschen und verheerenden Schlüssen"

Nein, wenn sie stimmen nicht. Und in diesem Fall stimmen sie. Ausnahmen gibt es immer und in jedem Thema. Die Aussage der Userin ist absolut zutreffend. Ich habe in den letzten 5 Jahren selbst viele Verhandlungen in Südostasien geführt, teils direkt auf oberster Ministeriumsebene (z.B. mit nationalen Ministern persönlich). Da sollte man solche Aussagen wie die der zitierten Userin ("Für Japaner ist es unendlich wichtig, das Gesicht stets zu wahren.") sehr ernst nehmen!

16:56 von friedrich peter...

«Obwohl sehr Wohlhabenden auch in Japan Sonderrechte genießen, wie fast überall, war dies nicht der Fall für Ghosn, sonst hätte er nicht so lange in der Voruntersuchung unter diesen Bedingungen festgesessen. Es scheint wohl sehr starke japanische Wirtschaftsinteressen gegen ihn zu geben.....»

Wenn man es so ausdrücken will.
Was man durchaus kann, ohne despektierlich zu sein.

Ist JAP "Wohlverhaltens-Land".
Je weiter oben in der Wirtschaft, desto mehr notwendig.

Um in einem Konzern-Gebilde wie dem, dem Ghosn angehörte, derart weit oben in der Führungsetage zu sein. Dazu muss Ghosn Japanisch sprechen, verstehen, lesen, schreiben können. Mehr als nur so lala …

Muss er wissen, dass je nach Zusammenhang + Situation:

食わす・kuwasu

zwar einerseits "füttern",
aber andererseits "jemand eins aufs Maul hauen"

bedeuten kann …

Das gesamte japanische Justizsystem ist auf solch..

..wirklich abgebrühte rotzfreche(!!) Wirtschaftskriminelle einfach nicht vorbereitet!

Da in Japan SOGAR die überführten Schwerverbrecher aufgrund ihrer strengen japanischen Erziehung das gesamte GEGEN Sie gerichtete Gerichtsverfahren einfach stoisch über sich ergehen lassen, um ihr eigenes Gesicht nicht zu verlieren, sind die Japaner flüchtende Wirtschaftskriminelle einfach überhaupt NICHT gewohnt!

Daher mein Fazit:
Aufgrund ihrer strengen japanischen Erziehung waren die japanische Justizmitarbeiter in dieser Angelegenheit persönlich einfach NUR zu blauäugig, böse Absicht steckt sicherlich NICHT dahinter!

18:19 von Soldat in schwarz

«Japan ist eine westliche Demokratie.»

JAP ist keine westliche, aber eine östliche Demokratie.

Das einzige aus der Geschichte von 2.680 Jahren verbliebene Kaiserhaus der Erde. Seit 1947 Konstitutinelle Monarchie in einer an westlichen Vorbildern orientierten Verfassung.

Deren komplettes 1. Kapitel die Stellung des Tennō behandelt + festlegt. Stark durch die US-Besatzungsmacht nach WK2 wurde die Verfassung beeinflusst. Noch nicht ein einziges Mal in nicht einem einzigen Wort wurde sie seit 1947 geändert. Extrem schwierig, dies überhaupt zu tun.

Manches … bis vieles … in JAP ist "westlich".
Einiges "dem Westen" (weit) voraus.
Anderes wie Märchenwelt von vor 1.001 Jahren.
In der Zeit auf ewig still zu stehen scheint.
Sind verschiedene Welten in JAP.
Die alle nicht von diesem Planeten zu sein scheinen.

Wundert mich schon, dass Ghosn auf die Art aus JAP ausreisen konnte, in der er es tat. Hätte eher erwartet, dass die Kautionsauflagen auch den Einzug aller seiner Pässe bedingten …

@ 18:19 von B. Pfluger

>> Dass Gohsn im Libanon relativ bequem leben kann ist nicht zu bestreiten, aber er ist und bleibt ein Gejagter, der sich nicht mehr frei in der Welt bewegen kann ohne irgendwann fest genommen zu werden (internationaler Haftbefehl)! Da hilft ihm auch sein Vermögen nicht weiter. <<
_
Ist schon klar ... aber wohl allemal bequemer als ein "Leben" hinter Gefängnisgittern. Und wie ich bereits andeutete ... ich kann mir vorstellen, daß die japanische Justiz ein "asiatisch-sonnengöttliches" Urteil fällen wird im Sinne eines "gesichtswahrenden" Vergleichs, der zwar Ghosn die Nähe zu Japan verbietet, ihm aber später wieder Freizügigkeit erlaubt.

Warum...

... reflektieren hier etliche die Unterschiede zwischen der EU-Justiz und dem japanschen Justizsystem..? Die "Causa Ghosn" hat mit der EU übergaupt gar nix zu tun. Sogar Frankreich - dessen Staatsbürgerschaft Ghosn auch besitzt - hat bereits offiziell signalisiert, in der Sache kein Überstellungsersuchen an den Libanon stellen zu wollen.

18:19 von Soldat in schwarz

«Japan ist also genau so korrupt wie der Rest der Welt.»

Wäre weltweit alles +1 genau so "wie der Rest der Welt".

Könnte man sich diverse Erhebungen + Statistiken + Indizes zu "Gott & die Welt" ersparen. Darunter auch den Landes-Index bezüglich Korruption.

Bei eben diesem liegt Japan ganz sehr weit oben "im Positiven" im Vergleich aller Länder der Erde. Wie bei einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate auch.

Unbedingt + unbedingt muss (!) ich den morgigen Sonntag nutzen, um meiner langjährigen "e-mail-Schreiben-Freundin" in Kyoto die Nachricht weiter zu geben, die Flucht von Ghosn-san aus JAP hätte das Land gleich allen anderen Ländern der Erde gemacht.

Werde sie auf andere Aspekte anschreiben.
Die hier zur Flucht von Ghosn-san geäußert wurden.

Die eher abwegigen. Aber auch auf meine eigenen Einschätzungen.
Ob sie diese teilen kann, ob sie ihnen widersprechen mag. Oder ob sie ganz andere Aspekte beizutragen hat, an die weder ich, noch wer anders, zu Justiz & Co. bisher dachten …

19:05 von Zwicke

«Sogar Frankreich - dessen Staatsbürgerschaft Ghosn auch besitzt - hat bereits offiziell signalisiert, in der Sache kein Überstellungsersuchen an den Libanon stellen zu wollen.»

Warum sollte FRA das auch tun?
Gegen Monsieur Ghosn liegt in FRA nichts strafrechtlich Relevantes vor …

Am 04. Januar 2020 um 15:03

Am 04. Januar 2020 um 15:03 von Sausevind
13:56 von Zauberin

"Für Japaner ist es unendlich wichtig, das Gesicht stets zu wahren. Kritik paßt da nicht hin -"
Sogar "unendlich"?
Solche Verallgemeinerungen über die Menschen einer Nation sind niemals auf der Basis von Intelligenz, Einfühlungsvermögen und Differenzierungsvermögen gefällt.
Solche Verallgemeinerungen sind falsch und schädlich.
Man kommt auf dieser Basis grundsätzlich zu falschen und verheerenden Schlüssen.

Am 04. Januar 2020 um 15:03 von Sausevind

Volle zustimmung!

Die Charakterzüge, die hier

Die Charakterzüge, die hier von einigen Foristen den Japanern zugeschrieben werden, kann ich dann aber schwerlich mit der Expansion Japans in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Übereinstimmung. Haben die Japaner damals Korea, China und andere Länder und Inselbewohner des pazifischen Raumes um Erlaubnis zur Besetzung, Vergewaltigung, Ermordung u.ä. gebeten, displiziniert, höflich gefragt?
Bitte weniger Märchen, Spekulationen ebenso. Danke.

Zwei Schlüsse aus dem Drama:

1. Hier sieht man mal warum manche Leute Doppelte- und Mehrfache Staatsbürgerschaften so gut finden: Sie können sich den Folgen ihres handelns optimal entziehen. Aber mehrfachen Wehrdienst oder Steuernzahlen in allen "Heimatländern" will dann doch keiner.
2. Die Ein- und Ausreise mit Privatflugzeugen, besonders auch von kleinen Flugplätzen ohne "internationale" Kontrollen ist ein beliebtes Einfalls- oder "Ausbruchstor" für kriminelle aller Art, auch deutsche (Kleinst-)Flugplätze ermöglichen so den kontrollfreien Zugang (und Angang) von außerhalb der EU.

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