Ihre Meinung zu: Frankreich: Tausende gegen Rentenreform auf den Straßen

28. Dezember 2019 - 21:22 Uhr

In Frankreich haben sich mehr als 10.000 Menschen an erneuten Protesten gegen die Rentenreform beteiligt. Vereinzelt kam es zu Gewalt. Die Streiks im öffentlichen Verkehr sollen Anfang der Woche reduziert werden.

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Kommentare

Langer Atem

Die französische Regierung braucht einen langen Atem. Aber schließlich und endlich wird sie eine einheitliche, zukunftssichere und gerechte Rentenreform verwirklichen. Der Protest ist typisch französisch und wird demnächst abebben.

Teure Streiks

Der volkswirtschaftliche Schaden durch die wilden Streiks soll sich bereits auf mehr als hundert Millionen Euro belaufen. Das zahlen die Bürgerinnen und Bürger, nicht die Regierung.

@Saul

Vielleicht hätte man vorher das Volk fragen sollen, bevor man einfach Reformen abwinken will?

frankreich kommt immer näher

an italien und griechenland heran. wird frau lagarde noch ein paar druckerpressen für ihre freunde anschaffen müssen, bis uns die eu und der euro dann endgültig um die ohren fliegtd

Rente

İn Deutschland redet man mit Rente ab 70 ......Das Deutsche Volk schweigt.
45 Jahre Arbeiten ist genug für den der die 45 arbeitet,aber nicht genug für den der sie nur verwaltet.
Gutenacht armes Deutschland.

@Saul

Wessen Millionen die die es erbringen oder die es aus kosten anderer einstecken.

@tunc70

VOLLE ZUSTIMMUNG

Die Schafe schweigen und ertragen es halt...

@tunc70

Und nicht genug für die, die nie in die Rentenkasse eingezahlt haben, aber volle Rente beziehen. Gerecht gegenüber denen die bereits eingezahlt haben und werden ist das nicht wirklich. Jedem sollte auch das zustehen was eingezahlt wurde.

@um 21:48 von Karl Napf

frankreich kommt immer näher an italien und griechenland heran. wird frau lagarde noch ein paar druckerpressen für ihre freunde anschaffen müssen, bis uns die eu und der euro dann endgültig um die ohren fliegtd

Ihre Pressen laufen ja schon auf Hochtouren. Du darfst jetzt aber nicht schimpfen. Es war doch Deine Kanzlerin die unbedingt den Kommissionspräsidentenjob für die kompetente Verteidigungsministerin wollte anstatt jemanden mit Verstand an der Spitze der Notenbank.

@ um 21:30 von Saul Oppenheimer

Die Bürger zahlen immer und überall und für alles.
Auch für unfähige Regierungen, die die Ärmsten bestehlen zu Gunsten derer, die den Hals nicht voll bekommen.

"Er will das komplizierte

"Er will das komplizierte französische Rentensystem mit 42 verschiedenen Regelungen vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Rentenkassen abbauen. Besonders umstritten ist die faktische Anhebung des Renteneintrittsalters von derzeit 62 auf künftig 64 Jahre."

42 verschiedene Regelungen sind wirklich übertrieben viel.
Ein Rentenalter von 64 Jahre dürfte für die Mehrzahl der Berufe ebenfalls vertretbar sein.
Vielleicht steckt hinter den Streiks aber auch die tiefsitzende Angst, dass dies nur der erste von vielen weiteren Schritten ist. Wenn ich mir die Diskussionen hier in Deutschland im Zusammenhang mit dem Renteneintrittsalter anhöre, kann ich solche Ängste nachvollziehen. Bis z.B. 67 Jahre hätte ich niemals durchhalten können. Zwei meiner Kolleginnen haben dieses Alter gar nicht erreicht.

In Frankreich scheint es so etwas

wie Solidarität unter den Kleinen zu geben. In Deutschland lassen sich die Zwerge spielend leicht gegeneinander ausspielen und disziplinieren.

Es geht den meisten wohl nicht ums Geld, sondern ums Recht

Ich glaube, die Demonstranten protestieren im Grunde weniger gegen die Rentenreformpläne als gegen ihre gefühlte Ohnmacht gegen die Allmacht des Kapitals. Die wiederum im Gegensatz zur vermeintlichen Ohnmacht keineswegs nur „gefühlt“ ist, wie dieser Auszug aus dem Interview mit Paul Krugman hier (v. 21.12.) verdeutlicht:

„Und wenn Trump so geschickt wäre wie Viktor Orban, wäre die amerikanische Demokratie schon tot. Wenn er wieder gewählt wird, könnte trotz Trumps Lotterwirtschaft die Möglichkeit bestehen, dass das die letzte echte amerikanische Wahl gewesen sein wird.
ARD: Im Ernst?
Krugman: Im Ernst. Es ist absolut möglich, dass 2024 die Entrechtung von Minderheitenwählern, die Verbiegung des Wahlrechts und die Unterdrückung von unfreundlichen Medien so weit gehen wird, dass es unmöglich wird, eine normale Wahl abzuhalten“

Der Kapitalismus bereitet Offensichtlich dem Faschismus schon wieder den Weg.
Das aber ist weder Schicksal noch Gesetzmäßigkeit, sondern muss verhindert werden.

@ 21:59 von Hackonya2

Ja aber...
Sie meinen natürlich die Bürger der ehemaligen DDR. Klar, die haben nie eingezahlt und bekommen nun volle Rente - die vielen von denen noch nicht genug ist.
Stimmt.
Aber die konnten ja gar nichts einzahlen.
Aber Ihre Idee der Parität zwischen Einzahlung und Auszahlung geht auch nicht auf. Die Rentenversicherung ist keine klassische Versicherung, also keine verzinsliche Geldanlage. Sie beruht auf dem 'Generationenprinzip', bei dem die jeweils arbeitende (und Beitrasgszahlende) Generation per RV-Beitrag die Renten der vorherigen Generation finanziert. Wenn also die Bedingungen schlechter werden (mehr Anspruchsberechtigte - weniger Beitragszahler, da zu wenig Kinder), dann gibt es auch weniger zu verteilen.
Wir müssen unserer Gesellschaft endlich vermitteln, dass ohne Kinder (und den damit verbundenen teiweisen Verzicht auf Wohlstand) ein Fortbestand unser aller nicht möglich ist.

mag nebensächlich erscheinen

aber welche Gesellschaft kann und will eine Rente für teilweise 52 jährige bezahlen

22:08 von Messi

ich jammere nicht. ich wollte nur dem deutschen michl und seiner kleinen frau die augen darüber öffnen, welche inkompetente regierung wir hierzulande unser eigen nennen. und nur nebenbei. auch bei uns werden ca 60 mrd p.a. gebraucht für was, was nebenbei läuft

22:11 von collie4711

war ja auch nicht notwendig, weil niemand so alt wurde. heute hingegen bei all den gefahren wie feintaub, glyposath u. an wird der mendsch einfach weit über 80

Macron wurde von 3/4 der Franzosen nicht gewählt.

@21:27 von Saul Oppenheimer
Er war nur knapp vor Le Pen, sogar gar nicht weit entfernt vom linken Melanchon.
D.h. die Zustimmung zu seinem Programm hatte offensichtlich keine Mehrheit in Frankreich.

Aber er versucht eine Politik zu betreiben, als wäre die Mehrheit, die er gegen Le Pen in der Stichwahl bekam, eine Mehrheit für sein neoliberales Regierungsprogramm gewesen.

Die Renten sind in Frankreich besser als in Deutschland. Er versucht, den deutschen Fehler, die Versicherungsgesellschaften zu bedienen, zu wiederholen.

re messi

"Es war doch Deine Kanzlerin die unbedingt den Kommissionspräsidentenjob für die kompetente Verteidigungsministerin wollte anstatt jemanden mit Verstand an der Spitze der Notenbank."

Mal wieder komplett daneben.

Erstens wollte Merkel den Kommissionspräsidenten für Manfred Weber.

Zweitens könnten Sie daran sehen (wenn Sie's nicht immer störrisch verweigern), dass eben Merkel nicht allein bestimmen kann.

Drittens braucht der Europäische Rat kein Votum aus der Schweiz (Land der Geldwäsche und des Schwarzgeldes), um über den Posten des EZB Präsidenten zu entscheiden.

21:49 von tunc70

"Rente
İn Deutschland redet man mit Rente ab 70 ......Das Deutsche Volk schweigt.
45 Jahre Arbeiten ist genug für den der die 45 arbeitet,aber nicht genug für den der sie nur verwaltet.
Gutenacht armes Deutschland."

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es eben dieser Blick nach Deutschland ist, der den Franzosen Angst einjagt.

"Das Deutsche Volk schweigt."

Das Deutsche Volk ist damit beschäftigt sich gegenseitig zu bekriegen. Lagerdenken beherrscht uns: Links, rechts, Mainstream, Rand, alt, jung, (ein-)gebildet, vermeintlich ungebildet usw.. Da lässt sich leicht regieren...

Bitte beim Thema bleiben

es geht hier um franzoesische Innenpolitik
und nicht um das deutsche Rentensystem.
Das franzoesische Rentensystem ist kompliziert, priviligiert einzelne Gruppen übermässig und ist vorallem hoch-defizitär und teuer. Es ist defacto unvermeidlich, das
eine substantielle Reform erfolgen muss, die
schon vor 20 Jahren das erste Mal geplant aber nicht durchgesetzt wurde. Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, bei steigender Lebenserwartung und damit Rentenbezug ist eine Anpassung zwingend. Die Alternative ist die Renten irgendwann komplett per Steuern zu finanzieren und/oder es fliegt einem alles um die Ohren. Die franzoesischen Streikenden sollten besser mal einsehen das es hier nicht um eine kapitalistische Brutalität sondern einfach eine notwendige Anpassung an die Lebenswirklichkeit geht. Wer das nicht will könnte in 20 Jahren Pech haben und mit einer Grundrente - only dastehen.
Veränderungen gehören zum Leben - nicht alles von 'oben' muss man ablehnen.

re anna-elisabeth

"Lagerdenken beherrscht uns: Links, rechts, Mainstream, Rand, alt, jung, (ein-)gebildet, vermeintlich ungebildet usw"

Bei so vielen sich überlagernden Lagern ist Lagerdenken paradox.

Lagerdenken geht nur in simplen Gleichungen.

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22:21 von karwandler

das war aber mal wieder voll daneben, mein herr. merkel war weber vollkommen egal, wie alle anderen auch

re krittkritt

"Macron wurde von 3/4 der Franzosen nicht gewählt.

@21:27 von Saul Oppenheimer
Er war nur knapp vor Le Pen, sogar gar nicht weit entfernt vom linken Melanchon.
D.h. die Zustimmung zu seinem Programm hatte offensichtlich keine Mehrheit in Frankreich."

Kennen Sie die französische Verfassung?

Präsident ist, wer die absolute Mehrheit der Wählerstimmen erreicht.

Dieses Rumrechnen mit Nichtwählern und Vorwahlen ist nicht nur unsinnig, es stellt die Verfassung in Frage.

@um 22:21 von karwandler

Erstens wollte Merkel den Kommissionspräsidenten für Manfred Weber.

Wollte sie den? Den profillosen Mann aus der aufmüpfigen Bayern-Partei? Ernsthaft? Weil's so in der Zeitung stand? Langsam sollten auch Sie die eleganten Moves der Kanzlerin bei Personalentscheiden kennen. Das kann sie nämlich.

Zweitens könnten Sie daran sehen (wenn Sie's nicht immer störrisch verweigern), dass eben Merkel nicht allein bestimmen kann.

Nein natürlich nicht alleine. Gemeinsam mit Macron. Er bekommt die Bank, sie die Kommission. Für ihn ist die Bank eminent wichtig. Die gibt ihm Luft für seine Reformen.

"Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64"

Zitat: "Er will das komplizierte französische Rentensystem mit 42 verschiedenen Regelungen vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Rentenkassen abbauen. Besonders umstritten ist die faktische Anhebung des Renteneintrittsalters von derzeit 62 auf künftig 64 Jahre."

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!

In Frankreich geht man auf die Straße, um dagegen heftigst dagegen zu demonstrieren, dass das Renteneintrittsalter von 62 auf 64 angehoben werden sollen.

In Deutschland, wo man ein derartiges frühes Renteintrittsalter über die bereits de facto durch den Euro und die EZB herbeigeführte Schulden- und Transferunion mitfinanziert, redet man darüber, ob man das Renteintrittsalter auf 70 anhebt und geht auf die Straße (FfF), um für heiße Luft noch ein paar mehr Billionen Euros zu zahlen.

Irgendeiner lebt in einem anderen Universum, entweder die Franzosen oder die Deutschen.

Ich glaube, es sind die Deutschen.

Wo sind eigentlich die Jungen?

Macron ist doch so ein Erklärbär. Kann der den Jungen nicht verklickern dass die Gesellschaft in F massiv über seine Verhältnisse lebt und sie das einmal ausbaden müssen? Die befinden sich in einem massiven Generationenkonflikt. Nur haben sie es noch nicht gemerkt. Wenn ein Rentensystem derart marode ist und jetzt schon Milliarden-Schulden hat müssten doch gerade die Jungen FÜR Reformen auf die Strasse. Vielleicht sollte Monsieur le President mal einen Kurs bei Greta besuchen.

@ krittkritt

Macron wurde von 3/4 der Franzosen nicht gewählt.

Möchten Sie also anzweifeln, dass Herr Macron im Einklang mit der französischen Verfassung rechtmäßig zum Präsidenten gewählt wurde?
Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Alles andere sind Gedankenverrenkungen.

re messi

"@um 22:21 von karwandler

Erstens wollte Merkel den Kommissionspräsidenten für Manfred Weber.

Wollte sie den? Den profillosen Mann aus der aufmüpfigen Bayern-Partei? Ernsthaft? Weil's so in der Zeitung stand? Langsam sollten auch Sie die eleganten Moves der Kanzlerin bei Personalentscheiden kennen. Das kann sie nämlich."

Wenn Sie der Insider sind, der von vornherein wußte, dass Merkel eigentlich Ursual von der Leyen haben wollte und ganz elegant ihren Willen gegen den Rest der EU durchsetzte -
- gegen so einen Insider komme ich natürlich nicht an.

Missachtung/Ignorieren des Wählerwillens

@22:37 von karwandler
Natürlich kann Macron, wie von der Verfassung vorgesehen, sein Programm durchziehen. Die Menschen haben aber auch das Recht, sich dagegen zu wehren. Und das tun sie offensichtlich in Frankreich.

Ich vermute jedoch, diese offensichtliche Politik Macrons für die Reichen, für die Banken etc. schadet auf Dauer Frankreich.
So wie bei uns die neoliberalen Reformen zwar formal legal waren, aber Deutschland schon geschadet haben.
Eine gute Politik sucht den Ausgleich der Interessen innerhalb des Staates zum Wohle aller.

The winner takes it all

@ krittkritt:
Er war nur knapp vor Le Pen, sogar gar nicht weit entfernt vom linken Melanchon.

Toll, die beiden können richtig stolz sein und werden möglicherweise Ihr Lob zu schätzen wissen. Präsident ist aber Herr Macron. Die Bevölkerung hat in freier Wahl abgestimmt.

re krittkritt

"Missachtung/Ignorieren des Wählerwillens

@22:37 von karwandler
Natürlich kann Macron, wie von der Verfassung vorgesehen, sein Programm durchziehen. Die Menschen haben aber auch das Recht, sich dagegen zu wehren. Und das tun sie offensichtlich in Frankreich."

Die Menschen haben das Recht, eine andere Meinung zu haben als die Regierung.

Die Regierung hat das Recht, das zu vertreten, was sie für die richtige Politik hält.

In keinem von beiden hat der imaginäre Wählerwillen was zu suchen.

Geld ist auch in Frankreich genug vorhanden

In Deutschland werden pro Jahr 125 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen von unseren sogenannten Leistungsträgern gestohlen. In Italien sind es sogar 250 Milliarden Euro pro Jahr. Leider sind mir die Zahlen zu Frankreich nicht bekannt, sie dürften aber ähnlich Hoch sein. In der gesamten EU belaufen sich die Steuerhinterziehungen auf 1 Billionen Euro pro Jahr. Die Steuervermeidung kommt noch hinzu.
Wenn die jeweiligen Regierungen dort mal ansetzen würden, könnten sich alle europäischen Länder gute Renten gerade für die Wenigverdienenden leisten und sicher könnten auch überall die sozialen Systeme dramatisch verbessert werden und es könnten auch bessere Löhne gezahlt werden. Steuererhöhungen zB wg dem Klimaschutz könnten ausbleiben und sämtliche Sozialversicherungen könnten ausreichend finanziert sein.
Das alles würde helfen Streiks derjenigen zu vermeiden, die momentan für Hunger - und Minilöhne arbeiten müssen. Nicht nur bei der Lufthansa.

Ich hab jetzt

die Kommentare gelesen, und bin eigentlich nur noch gespannt, wann Deutschland aus dem Tiefschlaf erwacht.
Schon mal daran gedacht, das man in der EU ist, und irgendwer muss das alles mal bezahlen.
Die EZB kann zwar so weitermachen, aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt, Artikel gibt es von diesem Jahr reichlich.
Wer das nämlich bezahlt, und wo das enden kann, aber ich vermute, die Deutschen gehen gerne auch 50 Jahre arbeiten.
Ich hab nur 47 geschafft, gut gehen im Alter sieht aber anders aus.

Es tut mir leid aber von diesen Streiks halte ich nichts

Es tut mir leid aber in dieser Sache halte ich von diesen Streiks nach wie vor nichts und das aus dem Grund: sowohl das französische Rentensystem sowie auch das deutsche Rentensystem sind nicht mehr zukunftssicher. Deswegen braucht es auch in Frankreich dringend Reformen bei der Rente.

Und da hatte ich schonmal eine Buergerversicherung vorgeschlagen. Denn bei diesem Modell gäbe es mehr Einzahler: Politiker, Ärzte, Freiberufler (Selbständige), sonstige Angestellte, Piloten, Flugbegleiter, usw.). Damit wäre ein höheres Renten-Niveau sichergestellt und die Zahllast pro Kopf wuerde sinken da sich die Zahllast auf mehr Schultern verteilt. Denn durch mehr Einzahler verteilt sich die Zahllast auf mehr Schultern. Damit wuerden die Rentenbeiträge fuer alle sinken, aber die Renten sind später dann höher.
Denn durch mehr Einzahler kommen mehr Gelder in die Rentenkasse, wodurch dann höhere Renten gezahlt werden können.

@ krittkritt

Eine gute Politik sucht den Ausgleich der Interessen innerhalb des Staates zum Wohle aller.

Da sind wir ja endlich mal einer Meinung. Für diesen Ausgleich benötigt man keine rechten oder linken Populisten, sondern eine liberale und vernünftige Person aus der Mitte. Z.B. Macron.

Und was ist so falsch bei dem hier??

Und was ist so falsch an dem hier??

https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-proteste-rentenreform-101.html

Er will das komplizierte französische Rentensystem mit 42 verschiedenen Regelungen vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Rentenkassen abbauen. Besonders umstritten ist die faktische Anhebung des Renteneintrittsalters von derzeit 62 auf künftig 64 Jahre.

Das sind nur zwei Jahre länger zu arbeiten und was ist falsch an einheitlichen Regeln fuer alle in so einer Buergerversicherung bei den Renten??

Außerdem wuerden mich nach wie vor erstmal Details zu Macrons Rentenreform interessieren:

https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-proteste-rentenreform-101.html

Die Regierung hält bisher an ihrem Ziel fest, die Rentenreformpläne am 22. Januar im Kabinett zu verabschieden.

Wie sieht sein Reformplan aus??

re niemalswiederafd

"In Deutschland werden pro Jahr 125 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen von unseren sogenannten Leistungsträgern gestohlen."

Der Sermon schreiben Sie gefühlt seit zehn Jahren.
Der größte Batzen der Steuerhinterziehung ist die Schattenwirtschaft, vulgo Schwarzarbeit.
Wozu jeder Deutsche beiträgt, der mal was "ohne Rechnung" in Anspruch nimmt.
In dem und also in Ihrem Sinne sind wir ein ganzes Volk von "Leistungsträgern".

@ Messi (22:49): auch Ihnen kann ich absolut zustimmen

hi Messi

Auch Ihnen kann ich bei dem hier:

Macron ist doch so ein Erklärbär. Kann der den Jungen nicht verklickern dass die Gesellschaft in F massiv über seine Verhältnisse lebt und sie das einmal ausbaden müssen? Die befinden sich in einem massiven Generationenkonflikt. Nur haben sie es noch nicht gemerkt. Wenn ein Rentensystem derart marode ist und jetzt schon Milliarden-Schulden hat müssten doch gerade die Jungen FÜR Reformen auf die Strasse.

nur absolut zustimmen. Exakt genauso ist es. Das französische System wird - genauso wie das deutsche System ebenfalls - kollabieren und zusammenbrechen, wenn es keine Reformen gibt. Reformen auch in Frankreich und Deutschland sind ueberfällig.

Deswegen hoffe ich, dass Macron standhaft bleibt und keine Abstriche macht. Aber mich wuerden nach wie vor erstmal Details zu seinem Rentensystem interessieren.

re demokratieschue...

"Denn durch mehr Einzahler kommen mehr Gelder in die Rentenkasse, wodurch dann höhere Renten gezahlt werden können."

Kriegen die mehr Einzahler denn nicht auch was raus?

@ Nettie (22:14)

"Der Kapitalismus bereitet Offensichtlich dem Faschismus schon wieder den Weg.
Das aber ist weder Schicksal noch Gesetzmäßigkeit, sondern muss verhindert werden."
------
Ähnlich wie in Deutschland durcht Schröder und Fischer, SPD und Grüne, sollen in Frankreich, dafür steht Macron, die Kosten von Arbeit (damit direktes und indirektes Einkommen von Unselbständigen) verringert, gekapt werden. Vermeintliches Ziel: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der franz. Wirtschaft gegenüber dem Ausland (Gewinne der Unternehmer sind eine Resultante, relativ sich dadurch verbessernd).
Bereitet der Kapitalismus dem Faschismus WIEDER den Weg, Nettie? Und wie steht es um "Gesetzmäßigkeiten"? Schwieriges Thema, zumal hier.
Hat der Kapitalismus den Bogen überspannt? Ist er erst dabei? Geht da noch mehr? Mehr Umverteilung von untzen nach oben, mehr Kontrolle der Einkommensabhängigen? Mehr Ruhigstellung durch Konsum und Unterhaltung? Denke, das ist noch nicht klar, selbst einige "Kapitalisten" sorgen sich.

@22:32 von karwandler re anna-elisabeth

//"Lagerdenken beherrscht uns: Links, rechts, Mainstream, Rand, alt, jung, (ein-)gebildet, vermeintlich ungebildet usw"

Bei so vielen sich überlagernden Lagern ist Lagerdenken paradox.

Lagerdenken geht nur in simplen Gleichungen.//

Stimmt schon. Ich finde allerdings die genannten Zuschreibungen bereits reichlich simpel. Innerhalb der Lager kann man natürlich 'bedarfsweise' wechseln. Was z.B. dieses verunglückte Lied des WDR (...Oma...Umweltsau) betrifft, lösen sich rechtes und linkes Lager in gemeinsamer Empörung wieder auf.

23:00 von karwandler

mein herr, ihre jetzige häme zeigt wieder einmal, daß es sie sehr ärgert, wieder nicht im bilde zu sein. man muss nur beobachten, dann weiss man, wie merkel handelt,

Die Verteidigung der

Die Verteidigung der Privilegien v.a. der Mitarbeiter des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist unsolidarisch gegenüber der Gesamtbevölkerung. Ein geplantes einheitliches " Punktesystem " ist gerechter für alle.

@ karwandler (23:22): oder was ist dass hier??

@ karwandler

Oder was ist dass hier zum Punkt Steuerhinterziehung??

https://tinyurl.com/wje773s
MDR: Bundesweite Razzia wegen Steuerhinterziehung (15. Mai 2019, 13:42 Uhr)

Die Enthüllungen durch die "Panama Papers" ziehen eine weitere Razzia nach sich. Bundesweit werden zur Stunde Büros und Wohnungen unter anderem in Hamburg, Frankfurt und auf Sylt durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen mehrere vermögende Privatleute.

Oder was ist die seit 2018 laufende Ermittlung gegen den CDU-Abgeordneten Andreas Nowak??

https://tinyurl.com/v3np9qp
MDR: CDU-Politiker wegen Steuerhinterziehung im Visier der Justiz (12. April 2018, 22:14 Uhr)

Gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Nowak wird wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung ermittelt. Der 43-Jährige machte das am Donnerstag selbst öffentlich. "Die Sache ist mir äußerst unangenehm. Es geht um Steuererklärungen aus meiner Zeit vor dem Landtag, die ich nicht rechtzeitig abgegeben habe", sagte Nowak.

@ karwandler (23:22): Damit sind Sie widerlegt

@ karwandler

Von daher stimmt es nicht, dass der größte Steuerschaden durch Schattenwirtschaft entsteht. Das ist damit widerlegt.

Wozu jeder Deutsche beiträgt, der mal was "ohne Rechnung" in Anspruch nimmt.
In dem und also in Ihrem Sinne sind wir ein ganzes Volk von "Leistungsträgern".

Ja wir alle sind Leistungsträger. Aber: nicht jeder von uns nimmt was ohne Rechnung an. Ich passe da schon auf. Und ich hatte dieses Jahr selber Ärger mit dem Finanzamt weil die dreimal Mist bei meinem Steuerbescheid gebaut haben. Die haben was falsch abgerechnet und dreimal denselben Fehler hintereinander gebaut. Dann habe ich die mal schriftlich angeschrieben, habe denen meine Beanstandungen per Screenshot gezeigt, habe meinen Steuerberater eingeschaltet und die Sache war kurz davor, vor Gericht zu gehen!!

Und bei meinen Altvorderen ist die Steuererklärung trotz dreimaligem Anmahnen laut Aussage vom Finanzamt noch immer nicht bearbeitet!! Zuständiges FA: Schweinfurt!

@ Saul Oppenheimer (23:14)

>>@ krittkritt

Eine gute Politik sucht den Ausgleich der Interessen innerhalb des Staates zum Wohle aller.

Da sind wir ja endlich mal einer Meinung. Für diesen Ausgleich benötigt man keine rechten oder linken Populisten, sondern eine liberale und vernünftige Person aus der Mitte. Z.B. Macron.<<
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Bei einer Waage, zumal geeicht, weiß ich seit meiner Kindheit (Laden der Eltern; ich krabbelte auf die Theke und legte die (kleineren) Gewichte auf die eine Seite, (meine Mutter die größeren/schwereren), bis Mehl und Eisen die Waage ausbalancierten). Kunde*in und Kaufleute (Eltern) nickten. Dann kam der Geld- und Warentransfer. Beide Seiten nickten erneut und wünschten sich einen guten Tag.
Frage, S. Oppenheimer, WIE ermitteln Sie mit "guter Politik" den "Ausgleich", die Balance, wie lesen Sie diese ab?

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