Ihre Meinung zu: Boeing übergibt Kongress "verstörende" Mails

25. Dezember 2019 - 18:01 Uhr

"Verstörende" Mails hat Boeing an den US-Kongress übergeben. Sie belegen, wie früh und umfassend leitende Mitarbeiter wussten, wie groß die Sicherheitsmängel bei der Boeing 737 Max waren. Von Arthur Landwehr.

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Kommentare

Ist doch klar...

...dass der Hersteller wusste dass die Maschine mit der brachialen Modifikation nichts taugt, daher hat Boeing die massiven Fehler versucht mit einer Softwareanwendung zu umgehen, die wiederrum auch nichts taugt... und alle Verantwortlichen wussten es wie es die Mails bestätigen können...!

Kundenreaktion

Boeing hat das Vertrauen der Fluggäste verspielt. Ich kann nicht verstehen, warum es immer noch Airlines gibt, die auf dieses Modell setzen. Ich fliege mehrmals im Jahr, werde mich aber nicht in eine 737 Max setzen. Da kann Boeing so viele Updates machen, wie sie wollen. Das Vertrauen ist weg. Das wird vielen Fluggästen so gehen. Es ist daher auch ein wirtschaftliches Risiko für die Airlines, das Modell zu behalten.

Boeing 737 MAX

"wie früh und umfassend leitende Mitarbeiter wussten, wie groß die Sicherheitsmängel bei der Boeing 737 Max waren"

Dafür muss ein Mensch weder Mitarbeiter (dort), noch technik-begabt sein, um zu wissen:
seit der Industrialisierung und dem Beginn der Massenproduktion gibt es keine echte Wertarbeit mehr. Darüber können auch noch so viele (moderne) Simulationen, Tests und (Material-)Prüfungen nicht hinweg täuschen. Denn all die viele Elektrotechnik ist nichts wert, wenn immer merh "just in time"-Sequenzen/Produktionen die Arbeitswelt immer stressiger (siehe burnout-Krankheiten) und schneller wird.

Allein Entschleunigung (sämtlicher Prozesse unserer modernen Gesellschaften) würde helfen, doch davor haben alle Angst.

Konnten denn die Piloten der 737 Max …

das MCAS-System des Flugzeugs nicht manuell abschalten?

Wenn sie die Vermutung hatten, das System steuere entgegen den tatsächlichen Gegebenheiten einen Kurs "Abwärts", obwohl der Anstellwinkel gar nicht zu steil war (nicht > 14 Grad Neigung aufwies) ?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine für das Flugverhalten derart wichtige Messgröße wie der Anstellwinkel des Flugzeugs nur mit einer einzigen Sensorik erfasst wird. Und nicht mind. "doppelt redundant" von 2 von einander unabhängigen Messsytemen bestimmt wird.

Bei Militärmaschinen wie bspw. dem "B2 Stealth Fighter" mag es ja durchaus "angehen", dass sie aufgrund der konstruktiven Formgebung ohne die Unterstützung vieler verschiedener elektronischer Systeme zur Flugstabilisierung gar nicht zu fliegen sind.

Aber das doch nicht auch bei Passagiermaschinen im normalen Flugbetrieb mit Passagieren drin …!

Diese Mängel waren bekannt

""Im Zentrum der Krise steht das für die 737 Max entwickelte Steuerungsprogramm MCAS, das laut Untersuchungsberichten eine entscheidende Rolle bei den Abstürzen gespielt hat. Boeing hatte bereits nach dem Unglück in Indonesien versprochen, die MCAS-Probleme per Software-Update zu beheben. Wenig später kam es zum Absturz in Äthiopien. Das Update hat noch immer keine Zulassung bekommen.
#

"Das Unternehmen habe sich in

"Das Unternehmen habe sich in den vergangenen neun Monaten drastisch verändert."

Bla, natürlich sagt ein PR-Sprecher das. Aber von einer Änderung merkt man wenig. Was hat sich denn getan? Weiterhin versuchte Boeing die Max ohne alle Bedenken ausgeräumt zu haben das Flugzeug schnell zuzulassen. Und auch bei anderen Modellen wurden Defizite bekannt. Hier liegt ein grundsätzliches Problem bei der Qualitätskontrolle vor. Und es trifft sogar ganz andere Projekte: Auch beim Starliner waren Realität nicht mit Simulationen übereinstimmend. Nun ist das bei Tests nicht ungewöhnlich und noch kein Problem. Was aber auffällt ist der Umgang damit: Man will trotzdem als nächstes bemannt starten. Obwohl es beim letzten Versuch Probleme gab und nicht alle getestet werden konnte. Weil: "In Simulationen ist alles ok, zur Not kann Besatzung eingreifen". Das ist exakt die Herangehensweise, die auch bei der 737 für das Problem sorgte. Mögliche Probleme einfach ignorieren. Nix hat sich geändert, gar nix.

Es ist eine Tragödie

....man stelle sich mal vor den 1. Absturz hätte es in den USA und nicht in Indonesien gegeben, dann hätte es sofort ein "grounding" dieses Typs gegeben und wäre der 2. Absturz verhindert worden.
Natürlich ist dies eine Theorie aber ich nehme mal an dass diese Theorie nicht wirklich weit von der Wahrheit entfernt ist.

Es zeit sich immer wieder dass dort, wo es um Milliarden von Dollars geht, man lieber gut ausgebildete PR Berater einstellt und einsetzt als warnenden Aussagen seiner Ingenieure Folge zu leisten.

Bei VW ging es um die Vertuschung von Klimaschäden, immerhin verursacht das nicht den direkten Verlust von Menschenleben, bei einem nicht mehr steuerbaren Flugzeug ist die Sache doch anders, für 346 Familien beideuteten diese Katastrophen lebenslanges Leid.

In beiden Fällen haben jedoch die staatlichen Aufsichtsbehörden krass versagt, das KBA in D und die FAA in de USA. Und das sollte man sehr kritisch hinterfragen.

re erny

"Ist doch klar...

...dass der Hersteller wusste dass die Maschine mit der brachialen Modifikation nichts taugt, daher hat Boeing die massiven Fehler versucht mit einer Softwareanwendung zu umgehen"

Erstens ist ein neues Triebwerk keine brachiale Modifikation, und zweitens zweitens fliegt jedes Flugzeug, mehr oder weniger oder sogar komplett, per Software.

Daran ist nichts Schlimmes. Funktionieren muss es allerdings.

Ich werde versuchen nie mehr

Ich werde versuchen nie mehr in einer Maschine von Boing zu fliegen. Egal was Boing jetzt an Software herausbringt. Da habe ich kein Vertrauen mehr. Auf Freunde und Bekannte werde ich in Gesprächen auch versuchen Einfluss zu nehmen. Wenn bei einem Flugunternehmen der Profit an oberster Stelle steht bin ich nicht bereit irgend ein Risiko einzugehen. So und nicht anders muß die Reaktion eines jeden sein der fliegt.

18:22 von WM-Kasparov-Fan

«Dafür muss ein Mensch weder Mitarbeiter (dort), noch technik-begabt sein, um zu wissen:
seit der Industrialisierung und dem Beginn der Massenproduktion gibt es keine echte Wertarbeit mehr.»

Gerade im Fugverkehr gibt es in Relation zur Anzahl der Flüge + der geflogenen Kilometer weniger schwere Unfälle als bei jeder anderen Art des Personentransports. Evtl. mal abgesehen von Hochgeschwindigkeitszügen in einigen bestimmten Ländern.

Ich denke nicht, dass im Flugzeugbau von Personenmaschinen generell Sicherheitsaspekte (gegenüber finanziellen Erwägungen) zu weit hinten angestellt werden …

ich werde mich nicht mehr in eine 737 max setzen

was für ein populistischer Quatsch

wie will man das erreichen
es ist ja schwierig genug zu sagen mit der Airline XY fliege ich nicht
da die häufig in Kooperation sind
die sich gelegentlich bei Flügen aushelfen
klar wenn die Airline nur 737 max einsetzt ist es einfach

Alles schon dagewesen

An der 747 gab es ein Problem mit der Verriegelung. Hat auch zu einem Absturz geführt.
Der Unfallbericht legte Nahe dass der Mechanismus geændert wird.
Boeing hat dies zugesagt.
Aber nicht getan.
Bis eine zweite 747 WG dieses Defekts abgestürzt ist.

Es hat sich nichts geändert an der Unternehmenskultur. Und es wird sich auch nichts ändern.

„Ein Teil der leitenden Mitarbeiter warnte sehr konkret vor Sicherheitsmängeln, insbesondere des automatischen Steuerungssystems, das wahrscheinlich die Ursache der Abstürze war. Andere Boeing-Beschäftigte schoben die Warnungen an die Seite und taten alles dafür, dass die ehrgeizigen Produktionspläne nicht durch die Flugaufsicht behindert wurden“

Deutlicher kann man den Konflikt zwischen Geld- und allgemeinen Sicherheitsinteressen, also zwischen der Verantwortung des Einzelnen sich selbst und anderen gegenüber und dem durch unser Wirtschafts- bzw. Finanzsystem oktroyierten Zwang zum Profit um jeden Preis nun wirklich nicht darstellen. Der bekanntlich zulasten Letzterer - den Interessen der Allgemeinheit - „gelöst“ wurde.

18:45 von EU_Citizen

“Es ist eine Tragödie
....man stelle sich mal vor den 1. Absturz hätte es in den USA und nicht in Indonesien gegeben, dann hätte es sofort ein "grounding" dieses Typs gegeben ...“

Das war auch mein erster Gedanke.
Anderseits, wo dem “Gott Geld“ gehuldigt wird, geht man auch mal über Leichen. In tatsächlichen und im übertragenen Sinne. Wie die E-Mails zeigen, wusste man um das Risiko.

Viele Fragen offen.

Guter Kommentar. Trifft genau den Punkt. Und jetzt kommen die finanzielle Fragen. Alle bestellte 737 Max sind anbezahlt, zumeist zweidrittel und es wurde bereits investiert in gefertigte Maschinen die nicht ausgeliefert werden können. Erste Abbestellungen und auch Umbestellungen bei Boeing sind bereits erfolgt. Die Luftfahrtgesellschaften können ihre Flugpläne nicht einhalten und leiden Umsatzverluste und machen Boeing haftbar. Man meint das die amerikanische Regierung haften wird, dies würde aber im Widerspruch zu den Konkurrenzbedingungen stehen, wo gerade Airbus von Boeing in Anspruch genommen wird.

@ MM-Kasparov-Fan 18:22 Uhr

"Allein Entschleunigung (sämtlicher Prozesse unserer modernen Gesellschaften) würde helfen, doch davor haben alle Angst."
Der andere (frühere ) Weg wäre eine sog.Null Serie:
Vor Produktion erst einmal diese Null Serie und wenn der Arbeitsablauf keine Probleme mehr aufweise beginnt die Serienfertigung.
Das Problem bliebe allerdings immer noch ob verbaute Teile auch funktionsfähig sind.
Also zwei Kostenstellen im Sicherheitssystem - also lassen wir das.
Diese falsche Antwort des Konzerns führte dann zu Toten.

Und sagt die FAA zu den

Vorgängen bei Boeing?
Ohne deren Wegschauen hätte Boeing das nicht durchziehen können.
Ist auch interessant das die neue Starliner Rakete wohl wegen Softwareproblemen nicht den Orbit zur ISS geschafft hat.
Boeing scheint aber too big to fail zu sein.
Also wird wohl alles mehr oder wenig unter den Teppich gekehrt und einige wenige als Buhmann bestraft.
Das wird alle Passagiere von Boeing sehr beruhigen...

18:36 von schabernack

Bei Militärmaschinen wie bspw. dem "B2 Stealth Fighter" mag es ja durchaus "angehen",
.
da ist es ja auch total was anderes
die Maschine hat ja ein anderes Konzept
die hat ne Form die nicht auf dem Radar abgebildet wird
wie die fliegt und ob die mehr Sprit verbraucht ...
aber von einem Verkehrsflugzeug erwartet man ja Sicherheit
ok das kann natürlich beim entsprechenden Design des Spritverbrauch wegen
auch nicht ganz harmonieren

@th711

Dann dürfen Sie nur bei Fluggesellschaften buchen, die keine Boeing betreiben. Selbst dann kann ein gebuchter Flug kurzfristig von einer anderen Gesellschaft durchgeführt werden. Gegebenenfalls stellt man erst beim Einsteigen fest.

Al Jazeera-Untersuchung

Es mag zwei Jahre her sein, da gab es auf Al Jazeera/english einen 45- oder 60-minutigen
Beitrag über eine bestimmten, neu auf den Markt kommenden Flieger. Das dürfte der 737 max gewesen sein. Der sehr detaillierte Bericht hatte z.B. Auskünfte von Werkangehörigen als Quelle. Es war m.E. von außergewöhnlichem Druck auf die Fertigungs-ausführenden die Rede. Boeing-Angestelle
hinter vorgehaltener Hand: sie würden mit dem Gerät selbst nicht fliegen.

@Am 25. Dezember 2019 um 18:22 von WM-Kasparov-Fan

Genau, was mein Bauch sagt muss ja richtig sein.

Haben sie wenigstens mal ausgerechnet wieviel Menschen prozentual uns Leben gekommen sind pro Flug als die Dinger noch gemäß Ihrer Wertarbeit gebaut wurden?

Wenn wir in sicherheitsrelevanten Bereichen heute noch so bauen und vorgehen würden wie früher, ich denke es würde schwierig werden die Toten noch alle zu erfassen.

Wenn sie damit jedoch meinen, das man damals weder Auto gefahren ist noch geflogen ist ... nun ja, mit Wertarbeit hat das aber dann nichts zu tun.

@ 19:04 von Sisyphos3

Man kann schon bei der Buchung am IATA Code sehen womit man fliegen wird. 739 sollte man dann verweigern,

18:53 von th711

«Ich werde versuchen nie mehr in einer Maschine von Boing zu fliegen … Auf Freunde und Bekannte werde ich in Gesprächen auch versuchen Einfluss zu nehmen.»

Gibt es neben Boeing und Airbus kaum andere Flugzeughersteller weltweit, die in nennenswerter Anzahl Passagiermaschinen für den weltweiten Flugbetrieb bauen. "Iljuschin" aus RUS fällt mir noch ein.

Ob in CHN Passagiermaschinen gebaut werden, weiß ich nicht.
JAP hat keine eigene Flugzeugindustrie.

Oder kleinere Hersteller. Deren Maschinen aber eher Charter-Flugzeuge sind. Als dass sie den Linien- und Urlaubsverkehr mit größeren Passagierzahlen "bedienen" …

@ 19:05 von ricosi64

"An der 747 gab es ein Problem mit der Verriegelung. Hat auch zu einem Absturz geführt.
Der Unfallbericht legte Nahe dass der Mechanismus geændert wird.
Boeing hat dies zugesagt.
Aber nicht getan.
Bis eine zweite 747 WG dieses Defekts abgestürzt ist."

Welche beiden der 63 Totalverluste von 747 in der mehr als 50jährigen Geschichte der 747 waren das denn? Ich habe in der Liste keinen solchen Hinweis gefunden. Die 747 gilt eigentlich als äußerst zuverlässiges, robustes und ausgereiftes Flugzeug.

rer Truman Welt

Okay, noch einmal - 2. Versuch!
Wer setzt sich freiwillig in eine Boing MAX 737?
Ich sicher nicht für Geld und gute Worte! Das Vertrauen ist dahin!

Boing

Herzlich Willkommen im Kapitalismus,
die Fehler hierbei wurden schon vor Jahren gemacht. Irgendwann werden ingenieurgeführte Betriebe und Konzerne
aufgekauft oder erhalten durch Beteiligungen und Einflüsse von aussen langsam aber sicher den Einfluss von Controllern. Wenn dann irgendwann Rendite das wichtigste Ziel wird und die Bezahlsysteme der Vorstände an dies gekoppelt werden, fällt das „Kind“ in den Brunnen.

Das ist doch nichts „Neues“, nun trifft es eben mal einen von den „ Großen“.

Augen zu und durch

Boeing ist Teil des US-Systems, welches durch die fürchterlichen Abstürze der beiden Maschinen und die zu Tode gekommenen Menschen, deutlicher nicht gekennzeichnet werden kann. Koste was es wolle, Gewinnmaximierung ist das einzige Ziel, und selbst bei erkannten Sicherheitsmängeln entscheiden sich offensichtlich Verantwortliche zu einem Augen zu und durch - einer Perversion des Denkens, bei dem Menschenleben keine Bedeutung mehr hat sondern nur der Profit, der Aktienkurs, die Aktionäre. Vergleichbare Prioritäten kann man auch den zahllosen Regimewechseln und Sanktionen zu Grunde legen, bei denen unschuldige Menschen zum Wohle von Wirtschaft und Profit ihr Leben lassen mussten.

@ 19:38 von Meinung zu unse...

"Wer setzt sich freiwillig in eine Boing MAX 737?" Sie meinen vermutlich eine Boing 737 MAX 7 oder 8. Momentan können Sie sich zwar in so ein Flugzeug reinsetzen, aber nicht abfliegen, weil die weltweit Startverbot haben. Wir sollten uns schon darauf verlassen, dass Flugzeuge gründlich geprüft werden. Selbst solche schwerstwiegenden Versäumnisse wie hier bei Boing ändern nichts daran, dass Flugzeuge die sichersten Verkehrsmittel überhaupt sind (selbst zuhause bleiben ist gefährlicher - Unfälle im Haushalt sind die häufigsten Unfälle überhaupt).

Böse Sache

Wenn man von den Sicherheitsmängel gewusst hat und diese aus Habgier übergangen wurden, dann ist gefährlich nahe das Mordmerkmal gegeben.

Wir dürfen gespannt sein, wie viele Milliarden Strafe das kosten wird.

@ 18:23 von Allahkadabra

Was meinen Sie denn, was bei der Zerschlagung eines solchen Konzerns übrig bleibt? Wer kauft denn Fabrikationsstraßen für Boing-Flugzeuge? Halbfertige Boing-Flugzeuge? Das gesamte Humankapital, das Wissen der dort versammelten Ingenieure, geht einfach verloren, wenn die sich zertreuen. Boing hat viele Jahre sehr gute Flugzeuge gebaut ohne die der Weltluftverkehr nicht denkbar ist. Solche absurden Vorschläge helfen hier überhaupt nicht weiter.

Am 25. Dezember 2019 um 19:56 von Säbelzahn

"Wenn man von den Sicherheitsmängel gewusst hat und diese aus Habgier übergangen wurden, dann ist gefährlich nahe das Mordmerkmal gegeben.
Wir dürfen gespannt sein, wie viele Milliarden Strafe das kosten wird."

Wenn man bedenkt, welche Summe ein US-Gericht für einen toten US-Bürger angesetzt hat, ist zumindest die Höhe der Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen einfach - die Zahl der Toten mit 500 Millionen Dollar multiplizieren. Welche Summe dies bei 346 Opfern ergibt, kann jeder selbst ausrechnen.

re sisyphos3

"18:36 von schabernack

Bei Militärmaschinen wie bspw. dem "B2 Stealth Fighter" mag es ja durchaus "angehen",
.
da ist es ja auch total was anderes
die Maschine hat ja ein anderes Konzept
die hat ne Form die nicht auf dem Radar abgebildet wird
wie die fliegt und ob die mehr Sprit verbraucht ...
aber von einem Verkehrsflugzeug erwartet man ja Sicherheit"

Glauben Sie denn, von der B-2 erwartet die Air Force nicht auch, dass sie sicher ist? Bei dem Preis ...

19:56 von Säbelzahn

Wir dürfen gespannt sein, wie viele Milliarden Strafe das kosten wird.

Und dann einen Vergleich mit den Strafzahlungen von VW ziehen.

Am 25. Dezember 2019 um 19:55 von Autograf

"Selbst solche schwerstwiegenden Versäumnisse wie hier bei Boing ändern nichts daran, dass Flugzeuge die sichersten Verkehrsmittel überhaupt sind (selbst zuhause bleiben ist gefährlicher - Unfälle im Haushalt sind die häufigsten Unfälle überhaupt)."

Was haben Haushaltsunfälle, die man selbst verursacht, mit den Abstürzen von Flugzeugen zu tun, die durch Profitgier verursacht wurden?

Nicht nur bei Boeing wird in den USA

oft fehlerhaft gearbeitet. Auch bei anderen
Projekten, wie bei der NASA, im Strassen- und Gebäudebau, bei der Armee usw. wird
wegen Zeitdruck gerne mal über offensichtliche Mängel hinweggesehen. Hauptsache es geht schnell und bringt Renidite.
Der Fairness halber muss man aber auch zugeben, dass in anderen "Hochtechnologieländern" gerne aus obigen Gründen ebenso geschludert wird.

Ich...

...weiß nicht ob ich, wenn ich die Wahl habe, eine 737 MAX betreten würde.
Ich weiß nur das ich erleichtert war als die 737 MAX mit einem Flugverbot belegt wurde.
So konnte ich meinen Urlaub entspannt mit Ethiopian Airlines (4 Flüge- ET707, ET815, ET814, ET 706) antreten und beenden.

Verstörend geht anders!

Denn viele Firmen hätten bei eigenen Fehler die sie selbst belasteten Unterlagen schon längst selbst vernichtet, und anschließend die völlige Unschuld vom Lande gespielt!

Motto:
Fehler bei UNS?

Niemals!

Somit ist es durchaus ein Fortschritt, wenn Boeing alle Mails und sonstige Unterlagen offenlegt!

Es drohen gewaltige Strafen

Die Strafen für Boeing werden gewaltug sein und es ist gut möglich, dass sie den Konzern in die Insolvenz treiben. Dann bleibt zu hoffen, dass sich Auffanggesellschaften im Fluggeschäft halten können, sonst geht ein gesamter Industiezweig in den USA verloren.

@schabernack

"Konnten denn die Piloten der 737 Max das MCAS-System des Flugzeugs nicht manuell abschalten?"

Doch das ist tatsächlich möglich. Leider stand es weder in der "Anleitung" noch wurde ein Crewmitglied darin geschult. Es könnte ja unerwünschte Fragen geben wieso die Crew sowas wissen muss...

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine für das Flugverhalten derart wichtige Messgröße wie der Anstellwinkel des Flugzeugs nur mit einer einzigen Sensorik erfasst wird."

Erstaunlich oder? Leider hätte ein zweiter Sensor sicher $2,99 mehr gekostet. Das war im Budget einfach nicht drinn.

Das Tragische ist auch das dieses neue Triebwerk wirklich erstaunlich gut und effezient ist. Und die 737 als aerodynamische Konstruktion an sich ebenfals.

Passgenau zu dem neuem Super Triebwerk ein ganz neues Flugzeug auf der Basis der 737 entwickelt hätte vieleicht das beste zivile Flugzeug weltweit erschaffen und dem Konzern auf Jahrzehnte satte Profite gebracht..

Ohne maximalen Gewinn keine Chance am Markt

@ der.andere:
Augen zu und durch. Boeing ist Teil des US-Systems

Das "System" ist nirgendwo sonst in der Welt besser, vernünftiger, freundlicher oder optimistischer. Firmen, bei denen nicht der Gewinn im Zentrum steht, existieren nicht mehr, sie haben am Markt keine Chance.

...wann merkt mal...

Wann merkt einmal jemand, das dieses streben und diese Gier nach Kohle unsere Gesellschaft zu einen großen Teil schon zerstört hat.
Wie wollen wir so in zukunft weiterleben zusammenleben?

Kapitalismus?

@ netsraC
Boing. Herzlich Willkommen im Kapitalismus, ...

Wie Sie es nennen, spielt bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Es gibt keine andere Art zu wirtschaften auf der Welt.

Was mag wohl in den Köpfen

Was mag wohl in den Köpfen jener Mitarbeiter vorgehen die gewarnt hatten? Fachleute die eingestellt worden sind um ihre Expertise zum Wohle des Unternehmens einzusetzen. Menschen die intern Mängel fachkundig angezeigt hatten. In einigen US-Medien werden teilweise genau diese Menschen unfair kritisiert weil sie nicht frühzeitig die Probleme nicht öffentlich gemacht zu haben. Mir tun genau diese Mitarbeiter leid.

@Autograf

ich gebe ihnen insofern recht, dass die arbeiter usw. nichts für diesen groben unfug können, der in den chefetagen verbrochen wurde, nur um aktionäre zu befriedigen und gewinne zu maximieren.

aber...es ist mir völlig egal, ob Boeing nun früher gute flugzeuge gebaut hat fakt ist, dass ein gewinngeiles management den namen der firma in den dreck gezogen hat und in meinen auge zu 100% schuld an den opfern ist. insofern wäre eine mordanklage mehr als gerechtfertigt. vor allem in einem land, wo sie ansonsten für den besitz von läppischen 10gr. marihuana für den eigenbrauch in einigen staaten für mehrere jahre hinter gittern landen.

GIER

Was soll die Diskussion - es bleibt wie es ist - wir leben in einer Gesellschaft, die bestimmt wird von der Gier - Gier nach mehr und mehr - ein System in dem Konzerne wie BOING (und nicht nur die) verstrickt sind in ein Netz von Industriellen, Lobbyisten und Politikern bis hin zu hoechsten Mandatstraegern (sh "Trumpistan") - die Gier nach Macht und Reichtum kennt dabei keine Moral und Ethik - sie beherrscht unser Zeitalter und unsere Welt - die wenigen, die anders sind, wird man bald im "Zoologischen Garten" bewundern koennen !

Es drohen gewaltige Strafen

Es drohen gewaltige Strafen,und das ist voll berechtigt!

Boeing ist also sozusagen

die Volkswagen AG der USA. Hardware-Schwäche mit Software ausgleichen, und natürlich hat es keiner gewußt.

@CaPe1942

"Was soll die Diskussion - es bleibt wie es ist - wir leben in einer Gesellschaft, die bestimmt wird von der Gier - Gier nach mehr und mehr"
- Meine Rede - wurde alledings zensiert. Genau so ist es aber.

schabernack antwortete wir zwar
"Ich denke nicht, dass im Flugzeugbau von Personenmaschinen generell Sicherheitsaspekte (gegenüber finanziellen Erwägungen) zu weit hinten angestellt werden"
- Doch das halte ich für viel zu optimistisch (will nicht sagen naiv) und uneigennützig gedacht. So etwas kann es nicht geben. Alle Unternehmen - ohne Ausnahme - sind in erster Linie immer profitorientiert.

Boeing hat die Zukunft des

Boeing hat die Zukunft des Flugzeubaus leider verschlafen. Während Konkurrent Airbus Neuentwicklungen revolutionär und ganzheitlich konzipierte, hielt der US.Konzern an seinen Grundmodellen im wesentlichen fest und stülpte diesen neue Software-Programme über. Die versteckte staatliche Förderung machte Boeing ein Stück weit träge. Sollte es sich bestätigen, dass die tödlichen Gefahren der B-737 MAX dem Unternehmen bekannt waren und man diese einfach ignoriert hat, dann dürfte dies auch finanziell erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Imageschaden ist für den Konzern bereits jetzt ein Desaster.

Eine Lösung hat doch der US

Eine Lösung hat doch der US President doch schon vor Monaten vorgeschlagen. Einfach das Flugzeug 337 Max umbenennen damit ist dann wieder Vertrauen in Boeing Aircrafts hergestellt.

@nelumbo, 21:03 Uhr

Der Vergleich mit Volkswagen hinkt ganz gewaltig. Boeing hat sich ganz offenkundig über die tödlichen Gefahren der B-737 MAX hinweg gesetzt und damit - wenn sich dies bewahrheiten sollte - Menschenleben auf dem Gewissen. Volkswagen hat über Abgaswerte getäuscht und manipuliert. Auch dies ist selbstverständlich ein Straftatbestand, der zu Recht sanktioniert wurde, aber eben doch von anderer Qualität.

Hier hat Boeing

nicht die Nase hoch.
#
"" Fly-by-Wire [ˌflaɪbaɪˈwaɪɹ], FBW, sinngemäß Fliegen per Kabel (elektrisch) oder elektronische Flugzeugsteuerung, ist eine Signalübertragungstechnik für die Flugsteuerung von Luftfahrzeugen.""
#
Da ist Airbus derjenige der die Nase hoch hat. Boeing hat noch alte Technik für die Flugsteuerung.

um 21:03 von nelumbo

"" Boeing ist also sozusagen die Volkswagen AG der USA. Hardware-Schwäche mit Software ausgleichen, und natürlich hat es keiner gewußt.""
#
Sie haben es mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht.
Denke auch so ist es.

@19:17 von

@19:17 von nelumbo
„@th711
Dann dürfen Sie nur bei Fluggesellschaften buchen, die keine Boeing betreiben. Selbst dann kann ein gebuchter Flug kurzfristig von einer anderen Gesellschaft durchgeführt werden. Gegebenenfalls stellt man erst beim Einsteigen fest.“
Und auch:
@19:25 von von Schlotterstein
th711 18:53
„Ich werde versuchen nie mehr in einer Maschine von Boing zu fliegen.“
Und wie wollen sie das anstellen? Das Bording verweigern, wenn am Gate eine Maschine von Boing steht?“
Ja Sie beide haben Recht.
Deswegen habe ich ja auch geschrieben „ich werde versuchen nicht mit Boing....“
Es kommt ganz auf die Situation an. Im Vorfeld kann ich leicht Boing Maschinen ablehnen.
Im Zweifel am Gate beim einchecken, das würde bedeuten daß das Ticket wertlos wird. Das müsste ich mur dann genau überlegen. Wenn gerade kein Zeitdruck herrscht und ich gerade gut bei Kasse bin würde ich es tun - das Einsteigen verweigern.
Leider können aber auch Maschinen anderer Hersteller vom Himmel fallen...

KBA / LBA

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist für Autos zuständig, das Luftfahrt-Bundesamt fürs Fliegen; wobei ich nicht sicher bin, ob in Europa noch nationale Zulassungen erteilt werden.

21:16 von WM-Kasparov-Fan

"Ich denke nicht, dass im Flugzeugbau von Personenmaschinen generell Sicherheitsaspekte (gegenüber finanziellen Erwägungen) zu weit hinten angestellt werden"
- Doch das halte ich für viel zu optimistisch (will nicht sagen naiv) und uneigennützig gedacht. So etwas kann es nicht geben. Alle Unternehmen - ohne Ausnahme - sind in erster Linie immer profitorientiert.""
#
Es ist genau Anders rum . Im Flugzeugbau kommt die Sicherheit vor der Finanziellen Lage. Ein Flugzeug kann nicht eben mal parken wenn ein Defekt auftritt.

@ 21:03 von nelumbo „Boeing

@ 21:03 von nelumbo
„Boeing ist also sozusagen
die Volkswagen AG der USA. Hardware-Schwäche mit Software ausgleichen, und natürlich hat es keiner gewußt.“
Na Super, dann soll mal Boing 25 Milliarden an Strafe zahlen, weil sie wissentlich Schwachstellen ignoriert und nur fehlerhaft nachgebessert haben.
Warum sollen denn eigentlich nur deutsche Firmen solch verrückte Summen als Strafe zahlen?

In 9 Monaten drastisch verändert?

Das Unternehmen habe sich in den vergangenen neun Monaten drastisch verändert.

Ein Riesenkonzern mit über 150.000 Mitarbeiten in nur 9 Monaten drastisch verändert?
Das können sie dem Weihnachtsmann erzählen.

Wertarbeit?

@ WM-Kasparov-Fan:
seit der Industrialisierung und dem Beginn der Massenproduktion gibt es keine echte Wertarbeit mehr.

Ich bezweifle, dass es die vor der Industrialisierung gab.

Harmlose Fehler

@ nelumbo:
Boeing ist also sozusagen die Volkswagen AG der USA.

Nur dass bei den Fehlern von VW niemand sterben musste.

Schutz vor Willkür

@ Allahkadabra:
Totale zerschlagung des Konzerns. Hier hilft nur die unerbittliche Faust des Gesetzes und der Moral: Lebenslang Gefängnis, bzw. Todesstrafen für *alle* Verantwortlichen

Das könnte vielleicht in totalitären Regimen passieren, dass man Untergebene schlicht liquidiert. In einer Demokratie werden Menschen durch Gesetze und die Verfassung ("Würde des Menschen") vor Willkür geschützt.

To big to fail ...

... bei solch wissentlichem Murks? Den VW hatten die da schon lang am Haken! Jedenfalls hat diese Firma ein sattes Problem an der Backe - und mit ihnen vermutlich auch die FAA. Denn wie kann man als DIE Stelle für Luftsicherheit dem Boeing alles glauben, was er in seine Papiere kritzelt? Da könnten die ja auch gleich die Gesetze schreiben, so wie es die Auto-Industrie hierzulande mit dem Scheuer schon praktiziert. Mehr Abstand zu Industrie-Interessen ist nötig!!

Am 25. Dezember 2019 um 21:03 von nelumbo

"Boeing ist also sozusagen
die Volkswagen AG der USA. Hardware-Schwäche mit Software ausgleichen, und natürlich hat es keiner gewußt."

Nur hat die Software von VW keine Toten verursacht, also müssten die Strafen, welche VW zu zahlen hatte, mindestens mit dem Faktor der Todesopfer multipliziert werden, aber an die betroffenen Staaten zu zahlen.

Ist doch fast immer so...

...in der globalen Wirtschaft: Hauptsache, die Kasse klingelt. Menschenleben oder andere Dinge sind diesen Typen völlig egal.
Diesmal ist der Schaden nur ausnahmsweise mal direkt und unmittelbar einem gierigen Konzern zuzuordnen. Aber das Geld ist sicher, und für das Begleichen eventuelle Strafen oder Entschädigungen spart man ein paar Tausend Arbeitsplätze ein.

Ein Hoch auf die Herrschaft des Geldes!

21:16, WM-Kasparov-Fan

>>schabernack antwortete wir zwar
"Ich denke nicht, dass im Flugzeugbau von Personenmaschinen generell Sicherheitsaspekte (gegenüber finanziellen Erwägungen) zu weit hinten angestellt werden"
- Doch das halte ich für viel zu optimistisch (will nicht sagen naiv) und uneigennützig gedacht. So etwas kann es nicht geben. Alle Unternehmen - ohne Ausnahme - sind in erster Linie immer profitorientiert.<<

Wenn Sicherheitsaspekte hintangestellt werden, dann ist das sehr, sehr schlecht für die Profitorientierung. Denn man möchte das, was man herstellt, ja auch verkaufen. Ohne Verkauf kein Profit. Wenn die Flugzeuge öfters mal abstürzen, anstatt zu fliegen, dann ist das äußerst schlecht für den Verkauf und damit für den Profit.

Insofern hat Sicherheitsorientierung im Flugzeugbau und anderswo überhaupt nichts mit Uneigennützigkeit zu tun, sondern ganz im Gegenteil. Wer Sicherheitsaspekte gegenüber kurzfristigen finanziellen Vorteilen zurückstellt, arbeitet langfristig kontraproduktiv.

@18:22 von WM-Kasparov-Fan

"seit der Industrialisierung und dem Beginn der Massenproduktion gibt es keine echte Wertarbeit mehr" - Sie scheinen ja ein richtiger Fachmann zu sein ;-). Ich kann dazu nur Erfahrung im Automobilbau beisteuern. Es ist festzuhalten, daß die Produktion dort sich durch völlig konstante Abläufe auszeichnet. Speziell was Montageroboter leisten ist an Geschwindigkeit und Genauigkeit nicht zu übertreffen. Ich weiß, wie vor 50 Jahren montiert wurde und wie das heute abläuft. Wenn ein Autohersteller z.B. noch mit der Handmontage einer Kurbelwelle wirbt, dann ist das eine Bastelbude.
" immer mehr "just in time"- Produktionen" - was hat denn der Ablauf der Anlieferung mit der Montage zu tun ??? NICHTS !

Die Sensorik - @ schabernack

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine für das Flugverhalten derart wichtige Messgröße wie der Anstellwinkel des Flugzeugs nur mit einer einzigen Sensorik erfasst wird. Und nicht mind. "doppelt redundant" von 2 von einander unabhängigen Messsytemen bestimmt wird."

Doch, genau das war der Fall. Nur ein Sensor versorgte die Software mit Informationen. Ob nun aber dieser Sensor versagt hat, oder die Software nur die falschen Schlüsse zog (schlampig programmiert war), das ist ungeklärt.

@Forengeschwätz

" Am 25. Dezember 2019 um 22:19 von Forengeschwätz
Schutz vor Willkür
@ Allahkadabra:
Totale zerschlagung des Konzerns. Hier hilft nur die unerbittliche Faust des Gesetzes und der Moral: Lebenslang Gefängnis, bzw. Todesstrafen für *alle* Verantwortlichen
Das könnte vielleicht in totalitären Regimen passieren, dass man Untergebene schlicht liquidiert. In einer Demokratie werden Menschen durch Gesetze und die Verfassung ("Würde des Menschen") vor Willkür geschützt."

.

Das ist so weit richtig. Nur in der USA könnte das Insolvenz recht und das Verbraucherschutzrecht dazu führen dass dieser Konzern zerschlagen wird.

Ideen

Vielleicht kann sich mal jemand Gedanken darüber machen warum Flugzeugführer nicht von sich aus mal überlegen was muss ich tun wenn die Technik ausfällt oder Fehler zeigt. Vor Abflug.
Technik Gläubige. Genau wie im selbstfahrenden Auto. Das mit dieser Haltung andere Lebewesen gefährdet werden ist egal. Mein Gott, wie kurzsichtig

@ karwandler 18:46

"Erstens ist ein neues Triebwerk keine brachiale Modifikation..."

Sollte man meinen, stimmt in dem Fall aber nicht.
Zitat aus der "Welt" vom 11.3.19:
"Die neuen spritsparenden Triebwerke vom Typ „Leap 1B“ des Herstellers CFM International wurden ursprünglich für den neuen Airbus 320NEO entwickelt und haben größere Durchmesser als ihre Vorgänger mit ursprünglich 1,54 Metern. Damit jedoch passten sie nicht unter den Flügel der etwas kleineren und niedrigeren Boeing 737. Um das Triebwerk mit seinem Turbinendurchmesser von 1,75 Metern überhaupt verbauen zu können, hat Boeing die Aufhängungen nach vorne verlängert – die „Leap 1B“ hängen nicht unter, sondern vor dem Flügel."

Damit wurde die Balance des Flugzeugs massiv verändert, was die Eingriffe durch die Software erst erforderlich machte - ohne Erfolg.

Neid

Übrigens, diese horrende Neidargumentation geht mir und ich hoffe einigen anderen furchtbar auf den Senkel

Einzelfall?

Die Vorstände der internationalen Aktiengesellschaften stehen unter sehr hohem Erfolgsdruck. Liefern sie nicht, werden sie über kurz oder lang gefeuert.
Das neoliberale System ist da gnadenlos. Für die Schwachen, die sich Skrupel erlauben oder die vielleicht langfristige Strategien verfolgen und den kurzfristigen Profit vernachlässigen, ist in der Unternehmens-Spitze kein Platz. Dafür sorgen die Gier und die Ungeduld vieler Groß-Aktionäre.
Und so gibt es eben auch Poker-Spieler in verantwortlicher Position, die darauf setzen, dass ihr Spiel nicht schiefgeht bzw. nicht entdeckt wird.
So war es gewiss bei Boeing und sicher auch bei VW und weiteren deutschen Autokonzernen bei deren Abgasbetrug.
Um dem entgegen zu wirken, brauchen wir zuerst einen besonderen Schutz für Whistleblower, damit sie gefahrlos gefährliche Machenschaften ihres Arbeitgebers an Behörden melden können und ferner könnte der Gesetzgeber die Wirtschaftsprüfer bei der Jahresabschlussprüfung stärker in die Pflicht nehmen.

Die Amerikaner sind doch

Die Amerikaner sind doch nicht blöde! Selbstverständlich wird dieser Konzern nicht zerschlagen. Immerhin arbeiten über 150.000 Leute dort und machen einen Umsatz von über 100 Milliarden Dollar.
Da wären teure Strafen eher geeignet das Denken im Konzern zu korregieren.
Und personelle Konsequenzen hat es ja gegeben, hoffentlich folgen weitere. Die Strafe (und ich hoffe tatsächlich auf die Höhe wie bei VW) sollte unter den Familien der Opfer aufgeteilt werden.
Aber das sind ja fromme Träume und Wünsche.
Mal sehen was die Realität so bringen wird.

@Forengeschwätz, 22:19 (re Allahkadabra)

„Das könnte vielleicht in totalitären Regimen passieren, dass man Untergebene schlicht liquidiert.
>>> In einer Demokratie werden Menschen durch Gesetze und die Verfassung ("Würde des Menschen") vor Willkür geschützt“

Zum Glück. Deshalb ist es so wichtig, dass die sich schnellstmöglich überall durchsetzt.

@ 22:47 von udo.s

Erst einmal recherchieren - dann kommentieren!
Beim Check vor dem Start konnte das Problem nicht auffallen, weil da kein Problem bestand. Kein Ausfall, keine Fehlermeldung.
Ein Pilot muss sich auf die geprüfte Sicherheit eines Flugzeugs verlassen können. Seit den beiden 737-max-Abstürzen wissen wir: bei Boeing war das anders, denn die FAA überliess die Prüfung der Max-Modelle dem Hersteller selbst - absurd und bizarr, und massiv kriminell!

22:35 von Karussell

@18:22 von WM-Kasparov-Fan
"seit der Industrialisierung und dem Beginn der Massenproduktion gibt es keine echte Wertarbeit mehr
.
da muß ich ihnen zustimmen
es gibt da sicherlich ausnahmen !!
aber gerade in der Massenproduktion sprich Großserie ist die Qualität am besten
zu glauben in der Kleinserie gar Einzelfertigung herrsche Qualität ist ne Lachnummer

21:26 von Adeo60

""Boeing hat die Zukunft des Flugzeubaus leider verschlafen. Während Konkurrent Airbus Neuentwicklungen revolutionär und ganzheitlich konzipierte, hielt der US.Konzern an seinen Grundmodellen im wesentlichen fest und stülpte diesen neue Software-Programme über. Die versteckte staatliche Förderung machte Boeing ein Stück weit träge. Sollte es sich bestätigen, dass die tödlichen Gefahren der B-737 MAX dem Unternehmen bekannt waren und man diese einfach ignoriert hat, dann dürfte dies auch finanziell erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Imageschaden ist für den Konzern bereits jetzt ein Desaster.""
#
Genau so sehe ich es auch. Airbus hat Boeing auf dem Weg des Flugzeugbaus schon lange überholt.Das war einmal ganz anders. Aber die Techniker und Konstrukteure von Airbus haben viel geleistet.

22:47 von udo.s

«Vielleicht kann sich mal jemand Gedanken darüber machen warum Flugzeugführer nicht von sich aus mal überlegen was muss ich tun wenn die Technik ausfällt oder Fehler zeigt. Vor Abflug.・Technik Gläubige.»

Die Piloten scheinen mir im Fall der beiden zur Diskussion stehenden Abstürze der 737 Max eher "Technik-Opfer" zu sein denn "Technik-Gläubige".

Sie versuchten (entgegen wirkend zum automatischen Steuerugssystem) das Flugzeug "wieder hoch zu ziehen". Während das MCAS beständig einen zu steilen Anstellwinkel registrierte, und die Maschine nach unten lenkte.

Darüber hinaus können Piloten "wohl immer nur so gut sein", in dem Maß, dass sie über die konstruktiven Eigenarten der div. Flugzeugmodelle Bescheid wissen. Wie sie bei Fehlfunktionen automatischer Systeme wann eingreifen können / sollten.

Spielt die Schulung der Piloten durch die Hersteller eine sehr wichtige Rolle. Wahrscheinlich die wichtigste Rolle, was manuelle Eingriffsmöglichkeiten (bei neuen Flugzeugtypen) betrifft.

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