Ihre Meinung zu: London: Neues Gesetz könnte zu hartem Brexit führen

17. Dezember 2019 - 15:09 Uhr

Großbritanniens Premier Johnson hat einen zügigen EU-Austritt versprochen. Nun will er liefern und scheut dabei offenbar nicht den harten Brexit: Bis Ende 2020 soll ein Abkommen mit der EU stehen - ohne Chance auf Verlängerung.

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Kommentare

JOHNSON = TRUMP

wer glaubt, daß sich Johnson jetzt an irgendwelche getroffenen Absprachen mit der EU hält, der glaubt auch an den Weihnachtsmann ! Der Typ ist genauso gefährlich unberechenbar wie sein blonder Kumpel aus Übersee ... das kann noch heiter werden ...

zu hartem Brexit führen ?

Gut so.

Das ist doch dann der Punkt wo alle liefern müsen.
Egal ob in London, Brüssel oder Berlin

Experiment

Mit Großbritannien geht einer der - sehr wenigen - großen Nettozahler der EU.
GB hat darüberhinaus eine Wirtschaftskraft, die größer ist als diejenige der 16 EU-Mitglieder auf den "hinteren" Plätzen.
Wobei man bei insgesamt 28 Mitgliedsstaaten bei mehr als der Hälfte eigentlich kaum von 'hinteren Plätzen' sprechen kann ...

Ich finde den Austritt faszinierend als riesiges soziales und wirtschaftliches Experiment.
Sollte GB prosperieren, wird sich unser Staatenbund kaum halten lassen.
Als Alimentationssystem für arme europäische Länder mit der deutschen Industrie als Hauptgewinner werden die anderen Nettozahler dann wohl dem Beispiel GB folgen und das war's.
Schwierig dürfte es dann hauptsächlich für die deutschen (und teilweise französischen) Bauern werden, die vom Einkommen her schlicht Angestellte der EU sind.
Gerade hinsichtlich dieser irrsinnigen Agrarsubventionen als bäuerliche Sozialhilfe bin ich auf die zukünftige Lösung in GB gespannt.

Es wird ein spannender Versuch werden.

....wetten das...

Der schafft das. Wie beim Brexit. Am Anfang wird diskutiert und dann einigt man sich ganz schnell. Die EU will doch auch weiterkommen, also muss sie Einknicken.
Politiker machen imner alles Möglich, wenn es um ihre Interessen geht.

Die Experten sollten nicht zweifeln, ...

... sondern alles Ihrige dazu beitragen, um das Abkommen fristgerecht zu verabschieden! Im übrigen sei Frau von der Leyen darauf hingewiesen, dass Großbritannien noch niemals Europas oder Deutschlands Freund, Partner und Verbündeter war – es wurde immer nur so geredet, aber wahre Freunde etc. verhalten sich definitiv diametral anders...

Du meine Güte

Ich sehe ein wenig schwarz für die Insel.....

GB hat seit Jahrzehnten keine Handelsverträge mehr ausgehandelt (wie alle EU-Mitglieder). Zudem gibt es von Seiten GB auch keine klaren Ziele, wie sie sich eine künftige Handelsbeziehung mit der EU vorstellen.

Und wie diese Handelsbeziehung im Kontext von weiteren Verträgen mit anderen Ländern zu sehen sind.

Das gleiche Thema hatten wir schon als Frau May die ersten Monate der "Withdrawal-Verhandlungen" verschwendet hat.

Ich vermute auch, das BoJo seinen Plan durchziehen können wir.
Unbequeme gemässigte Parteifreunde hat er im Oktober aus der Partei geworfen und dafür über hundert neue und vermutlich unerfahrene Parteifreunde im Parlament.

Und die sollen innerhalb einer Woche eine qualifizierte Meinung über die künftigen Beziehungen zur EU und einem "harten Austrittstermin" sich bilden?

Kann ich nicht glauben.

Ich trauere mit den Briten...

wenn Sie merken, dass Sie belogen wurden und durch den Brexit (hart oder weich) nichts(!) der hausgemachten britischen Probleme besser wird...
Aber das wird auch ein Lehrstück für die hiesigen blauen Träumer, die auch denken ohne EU sei (das Exportland!) Deutschland besser dran... darauf freue ich mich!
Derzeit freuen sich erst einmal Trump, Putin und China über eine zerstrittene geschwächte EU... das hilft uns sicher... oder?

@14:25 von africadanny

"wer glaubt, daß sich Johnson jetzt an irgendwelche getroffenen Absprachen mit der EU hält, der glaubt auch an den Weihnachtsmann ! Der Typ ist genauso gefährlich unberechenbar wie sein blonder Kumpel aus Übersee ... das kann noch heiter werden …"

Interessiert mich nicht.
Ich will sehen ob das für die Briten später besser oder schlechter läuft.

Der Rest ist …...

Also ich bin der Meinung

das ein weiteres ( 3.Jahr ) völlig ausreichend sein müsste, um die EU zu verlassen.
Ob es ein harter wird, weiß ich natürlich nicht, nach dem lesen einiger Artikel heute, ist das verlassen vielleicht nicht die schlechteste Option, aber das alles wird sich ja dann mal zeigen.
Weltuntergänge wurden ja schon von vielen vorausgesagt, aber die Welt dreht sich immer noch, und die Probleme auf ihr sind nicht kleiner geworden.

@ 14:29 von Lutz Jüncke

Es kommt darauf an, was Sie unter "prosperieren" verstehen. Eins ist sicher, jene sehr wohlhabenden Kreise, die den Brexit mit aller Macht durchsetzen wollen und dafür eine einmalige Propaganda- und Desinformationskampagne gestartet haben (noch mehr als beim schottischen Referendum), die werden nicht zu leiden haben. Aber das einfache Volk? Wie misst man einen Rückgang an Wohlfahrt und Menschenrechten im Verhältnis zur Erhöhung des Gewinns von Unternehmen? Es zeigt sich doch jetzt schon, dass Johnson überhaupt keinen validen Plan für das NHS hat - die 50.000 Krankenschwestern sind die reinste Mogelpackung - wer eine prosperierende Wirtschaft erwartet, muss so nicht mogeln.

Harten Brexit wollte er schon immer

Sich sang und klanglos davonschleichen, ohne offene Rechnungen zu zahlen, das war schon immer der Plan eines harten Kerns der Torries. Moral und Anstand sucht man heute in der Politik vergebens, die schamlose Argumentation insbesondere beim Referendum hat gezeigt, wie skrupellos man diesen Brexit verfolgt. Es ist sehr schade, dass er derart verfängt.

Als einziges Druckmittel bleibt der EU zu sagen, wenn ihr einfach so geht, dann gibts kein Handelsabkommen. Und wie glaubhaft diese Position ist, kann ich nicht beurteilen - zu hoffen wäre es. GB müsste deutlich spüren worin der Nutzen einer Gemeinschaft liegt - auch um Nachahmer abzuschrecken. In der Realität glaube ich aber werden wir die ersten sein, die schnell ein Handelsabkommen schließen und der EU Zusammenhalt wird bröckeln sobald der erste vorprescht. Dass wir keinen Anstand mehr haben zeigt unser nachhaltig hoher Waffenexport, auch an Nationen die völkerrechtswidrige Kriege führen.
Es ist Zeit für einen moralischen Neustart.

Brexit ist das Unwort des Jahres ... für mich

Ich vermute, dass die Briten ihren Austritt bereuen werden.
Aber es sollte dann verhindert werden, dass sie nochmals in die EU eintreten.
Dieses Theater geht einem doch so auf den Geist.

re lutz jüncke

"GB hat darüberhinaus eine Wirtschaftskraft, die größer ist als diejenige der 16 EU-Mitglieder auf den "hinteren" Plätzen."

Eine beliebte Floskel mit der man tarnt, wie der Vergleich zwischen GB und EU-27 ausfällt. Sehr durchschaubar.

"Schwierig dürfte es dann hauptsächlich für die deutschen (und teilweise französischen) Bauern werden, die vom Einkommen her schlicht Angestellte der EU sind."

Die britischen Bauern werden dann Angestellte von GB. Wo ist der Unterschied?

Freund, Partner und Verbündeter

Wer sich so verhält wie GB ist weder Freund noch Partner, bestenfalls noch Verbündeter gegen wenauchimmer. Darauf sollte sich die EU schnellstmöglich einstellen , sonst war`s das.

Verhandlungstaktik

Spekuliert wird, ob Johnson nur durch ein Manöver den Druck auf die EU erhöhen will

Ganz sicher ist das der Grund. Er droht mit dem "harten Brexit". Keiner soll glauben, es könne weiterhin ewige Verschiebungen und Verlängerungen geben. Er glaubt, dass die EU einen harten Brexit mehr zu fürchten hat als GB. Ob er recht hat, kann ich nicht beurteilen.

Aber gut, dann ist es Ende 2020 endlich vorbei. Es wäre das schnellste jemals verhandelte Freihandelsabkommen. Da kann nur klappen, wenn man möglichst viele Standardverfahren übernimmt und sich um möglichst wenige Details streiten muss.

Ich glaube aber kaum, dass BJ ein Abkommen will, das alles weitgehend so lässt, wie es ist, wenn den Brexiteer bisher schon das Modell Schweiz oder Norwegen zu viel Bevormundung war.

Also werden wir nächstes Jahr noch einige Male etwas zu kommentieren haben.

Handelsverträge

Wieviel Kapazität haben die betreffenden Behörden im UK eigentlich? Die müssen ja nicht nur einen Handelsvertrag mit der EU sondern auch einen ganz tollen mit den USA und einer Reihe anderer Haupthandelsländer (Kanada, Australien etc.) in den gleichen Monaten aushandeln und abschließen. Wer weiß, dass solche Handelsverträge praktisch alle Details aus allen Industriezweigen (vom Luftballon bis zur Kraftwerksturbine) regeln, bekommt hier ob dieses Optimismusses doch leichte Schwindelgefühle. Denn ab dem 1.1.2021 kann nur der Handel stattfinden, der geregelt ist. Alles andere unterliegt schwerfälligen internationalen Regeln. Abgesehen davon müssen auch Verträge z.B. zu Luft- und Schiffsverkehr (einschl. Flugüberwachung) geschlossen werden, intern müssen alle bisherigen Aufgaben der EU (z.B. Atomaufsicht) eigenständig geregelt werden ... Ich gehe davon aus, dass Johnson genau weiß, dass das unmöglich ist - er will den harten Brexit und erhofft sich damit die totale Macht für die Seinen.

Daumen hoch

Bei der letzten Wahl in Großbritannien hat der Wähler aufgezeigt wie er zum Brexit steht. Mit großer Mehrheit für einen Austritt aus der Geldverschwendung - Maschinerie der EU. Trotz allen Prophezeiungen (oder vielleicht auch deshalb) und Unkenrufe zum trotze fast aller deutschen Medien.
Was stellt die EU denn realistisch gesehen dar?
Dänemark, Schweden die den Euro unter keinen Umständen haben wollen (dort durfte das Volk im Gegensatz zu anderen EU-Ländern durch eine demokratische Wahl mitreden.)
Norwegen, die wenig Ambitionen zeigen, ein Mitglied der EU zu werden. Sie wollen ihr Land lieber weithin selbst regieren und über ihr Geld weithin selbst bestimmen.
Meines erachtens gibt es kein vereinigtes Europa. Es gibt nur Deutschland als größter Nettozahler und Frankreich als großer Redner. Der Rest sind Mitläufer, die die Millionen jedoch gern einstreichen, weil sie sonst schon lange den Staatsbankrott hätten anmelden müssen.
Aber wir schaffen das schon

14:35 von Glücklicher Leser

über eine zerstrittene geschwächte EU
.
wer schwächt denn die EU ?
in meinen Augen doch eher Leute die keine Alternativen zu ihrer Vorstellung einer EU geben

re wenigfahrer

"Also ich bin der Meinung

das ein weiteres ( 3.Jahr ) völlig ausreichend sein müsste, um die EU zu verlassen."

Es ist keine Frage der Meinung, sondern eine Erfahrung der praktischen Realität, wie lange es dauert, ein umfassendes Handelsabkommen zwischen der EU und einem Drittland auszuhandeln. Zumal die sich überschneidenden Interessen noch vielfältiger sind als mit Japan oder Mercosur.

re trautsich

"In der Realität glaube ich aber werden wir die ersten sein, die schnell ein Handelsabkommen schließen und der EU Zusammenhalt wird bröckeln sobald der erste vorprescht."

Da wird keiner vorpreschen, weil nur die EU verhandelt und weil es nur ein Abkommen geben wird, dem alle 27 zustimmen.

Also verbreiten Sie doch keine falschen Prognosen.

Am 17. Dezember 2019 um 14:47 von karwandler

" "Schwierig dürfte es dann hauptsächlich für die deutschen (und teilweise französischen) Bauern werden, die vom Einkommen her schlicht Angestellte der EU sind."

Die britischen Bauern werden dann Angestellte von GB. Wo ist der Unterschied? "

Da gibt es sicher keinen Unterschied, aber einen gemeinsamen Nenner, es ist nicht richtig und auch nicht gut.

um 14:42 von wenigfahrer

"das ein weiteres ( 3.Jahr ) völlig ausreichend sein müsste, um die EU zu verlassen"

Und ich denke, dass ein Jahr geradezu lächerlich kurz ist.....

Kein Handelsvertrag ist innerhalb eines Jahres ausgehandelt worden.
Die Austrittsverhandlungen haben ja schon knappe 2.5 Jahre gedauert.

Und GB hat einfach nicht die die nötigen Leute dafür. Schliesslich ist es ja nicht nur die EU, sondern auch USA, Mercosur etc etc.

Natürlich geht es auch schneller.....möglicherweise...indem GB einfach alles akzeptiert. Binnenmarkt, Regularien, EU-Gerichtshof...…

Ich glaube, wenn die Tories das machen brennt die Insel....

um 14:52 von Scani

"Norwegen, die wenig Ambitionen zeigen, ein Mitglied der EU zu werden. Sie wollen ihr Land lieber weithin selbst regieren und über ihr Geld weithin selbst bestimmen."

Norwegen ist Teil der EFTA. Was bedeutet, dass Norwegen mehr oder weniger alle Beschlüsse der EU übernimmt und sogar Geld überweist, um Teil des EU-Binnenmarktes zu sein.

Ohne einen Einfluss im EU-Parlament zu haben.

Selbst die Schweiz hat per Volksbefragung Anfang des Jahres ihr Waffenrecht geändert, um EU-Gesetzgebung zu entsprechen.

14:52 von Scani

die Einschätzung könnte hinkommen

Als John Bolton noch U.S.

Als John Bolton noch U.S. National Security Adviser war sagte er bei seinem Besuch in London:
"...America would enthusiastically support a no-deal Brexit..."

Das haette die rote Warnflagge fur GB sein muessen

Ich vermute

dass GB als Gewinner aus dem Brexit kommt. Meines Erachtens zieht die EU eine Show mit einer Dramatik ab, die es nicht geben wird. Die Freihandelsverträge liegen im Prinzip bereits in der Schublade. Im aktuellen Gesetzeswerk muss lediglich das Wort EU-Länder durch GB ersetzt werden. Was entfällt sind die Kapitel Freizügigkeit und finanzielle Transfers. Die EU hat derart viel Angst um die Wirtschaft ihrer Mitglieder, dass sie jeden Deal zuwilligt. Deswegen hat sie auch jeden Brexit-Termin bereitwillig verschoben.
Am Ende bleibt faktisch alles beim Alten - mit dem Unterschied, dass GB nichts mehr in die EU einzahlt und dieses Geld selbst verplant.

GB !

Johnson ist genauso ein Lügner und Betrüger wie Trump und etliche andere.
Freund, Partner und Verbündeter sind nur diejenigen, die gemeinsam alle anderen über den Tisch ziehen und viel Geld einstreichen.
Beim Verteilen werden sie dann zu erbitterten Feinden.
Die übrigen Länder der EU sollten GB und den USA die rote Karte zeigen und lieber sich Verbündete in Afrika suchen, und da für einen gewissen Aufschwung sorgen, durch Förderung und Bildung landwirtschaftlicher und industrieller Systeme, wovon beide Seiten profitieren.
GB und vor allem Johnson soll sich erst einmal mit dem blonden "Hexer" in Amerika streiten, denn keiner wird dem anderen nur irgend etwas glauben, weil sie beide wissen, wie sie lügen und betrügen.
Lediglich das Volk tut mir leid !

GB !

Mit Johnson haben die Briten den Zerstörer ihrer stolzen Nation gewählt und den wirtschaftlichen Untergang. All die manipulativen und verlogenen Kampagnen tragen ihre Früchte für all die, die den hals nicht voll genug kriegen und von diesem Brexit über Gebühr profitieren werden. Und die Bürger haben all diesen Mist auch noch geglaubt.
Hoffentlich zeigt das EU- Parlament diesem Mann die rote Karte und schickt ihn zurück auf die Insel.
Denn Erpressungen wie sie nun Herr Johnson vor hat, führen nur zu Streit und Stress. Und es gibt genügend andere und wesentlich wichtigere Themen als der EU- Austritt von Johnson und seinen Genossen.

re: glücklicher Leser um 14:35

„Ich trauere mit den Briten... ?

Das müssen Sie nun wirklich nicht!
Die Entscheidung der Wähler zum Brexit erfolgt doch nicht deshalb, weil man angeblich belogen worden sei.
So naiv ist man in Britannien nicht, dass man sich auf Versprechungen von Politikern allein sich verließe. Nach drei Jahren Verhandlungen wurden alle Argumente ausgetauscht. Auch in Britannien gibt es eine freie Presse.
Es ist eine freie Entscheidung des britischen Volkes, dass es besser ist, auf der „Insel der Glückseligen“ frei und ohne Bevormundung aus Brüssel/Berlin... zu sein. Denn die Briten teilen die Ideen der EU nicht. Die Briten werden ihr Glück finden, haben sie doch eine „glorreiche“ Geschichte.

Ich befürchte, dass sich die EU ...

.. wieder zu Zugeständnissen hinreißen lässt und sie später bitter bereuen wird. GB hat die EU schon zu Mitgliedzeiten mit Blockadedrohungen zu allerlei einzigartigen Zugeständnissen erpresst.
Und ich befürchte, dass die EU in der Zwischenzeit nicht viel dazu gelernt hat. Doch Vorsicht! Jeder ungerechtfertigte Handschlag ist Wasser auf die Mühlen der Euroskeptiker und könnte blitzschnell einen Dominoeffekt erzeugen.
Johnson ist dreist: seine Taktik lehnt an der Trumpschen Doktrin: "zu meinen Bedingungen oder garnicht". Und da denke ich übt Frau v. d. Leyen schon den Hofknicks.

14:29 von Lutz Jüncke

«Schwierig dürfte es dann hauptsächlich für die deutschen (und teilweise französischen) Bauern werden, die vom Einkommen her schlicht Angestellte der EU sind.
Gerade hinsichtlich dieser irrsinnigen Agrarsubventionen als bäuerliche Sozialhilfe bin ich auf die zukünftige Lösung in GB gespannt.»

Nun sind britische Fischer ja keine Bauern im eigentlichen Sinn.
Aber auch "so'ne Bauern des Meeres".
Waren ja wohl auch mehrheitlich für den Brexit, die Fischer im UK.

Hat Ihnen wohl niemand erklärt. Und von selbst begriffen haben sie es anscheinend auch nicht. Bisher unterliegen sie den Fischerei-Bestimmungen der EU (Fanggründe + Fangquoten). Nicht nur in Gewässern der EU. Auch vor den Küsten von West-Afrika. Alles in Fischrei-Regularien / -Abkommen der EU enthalten.

Ach mit NOR gibt es EU-Abkommen zum Fischfang.
Die Meere vor NOR unterliegen eigenen Regularien.
Neu zu verhandeln für GB, wie vor West-Afrika.

"Könnt' ich doch nur raus zum Fischfang …!"
Flucht der britische Fischer arg …

von witch of endor 15:04 Uhr

Die Efta, gegründet 1960, sollte ein Gegengewicht zu den Europäischen Gemeinschaften bilden. Heute ist die Efta mehr oder weniger zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Heute gehören dieser "Gemeinschaft" nur noch wenige Staaten an. Es zeigt jedoch auf, dass Staaten die der Efta beigetreten sind, nicht konform mit der Europäischen Gemeinschaft gehen wollten. Und Norwegen sieht das heute noch so. Im Grunde geht es bei der Efta nur um die Vertiefung des Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den westeuropäischen Ländern wie auch der Welt insgesamt, jedoch ohne die weitreichenden finanziellen Risiken(z.B. rechtswidrige Rettung von fremden Staaten mit Steuergeldern aus den zugehörigen Mitgliedsstaaten) der EU mitzutragen.
Die Efta und die EU sind dementsprechend zwei verschiedene paar Schuhe.

Am 17. Dezember 2019 um 14:57 von karwandler

"Da wird keiner vorpreschen, weil nur die EU verhandelt und weil es nur ein Abkommen geben wird, dem alle 27 zustimmen."

Einer der Kardinalfehler der EU. Einstimmigkeit verhindert auf fatale Weise pragmatische Lösungen für jedes einzelne Mitglied. Der Output gestaltet sich dann immer als kleinster gemeinsamer Nenner.

Der Mehrwert den die Briten durch Zugewinn an Selbstbestimmung, Vertrags- und Rechtsfreiheit haben werden, obendrauf noch die eingesparten Milliarden an Transfergeldern dürfte alleine ausreichen, um mögliche Verluste - selbst bei einem ungeregelten Austritt - zu kompensieren.
Ich werde mich dann über den Zerfall dieses Bürokratiemonsters EU freuen und einem Neuanfang unter neuen Prämissen entgegenfiebern.

London:Neues Gesetz könnte zu hartem Brexit führen....

Also,am 31.Januar kommt der formale Austritt.Und nach der Übergangsphase kann es Ende 2020 zu einem harten Brexit kommen.
Das zeigt eigentlich nur,daß für die britische Wirtschaft,der EU-Binnenmarkt eine geringere Bedeutung hat als für andere Länder(Exportgroßmeister).

Und diese anderen,die sind jetzt alarmiert,unter dem Motto,"daß dürfen die nicht" ?

Alles in allem eine sehr

Alles in allem eine sehr positive Entwicklung für GB.
Für die EU weniger........

" Johnson gegen

" Johnson gegen Fristverlängerung Neues Gesetz könnte zu hartem Brexit führen "
-
Und da soll nochmal einer sagen, es gäbe immer nur schlechte Nachrichten.

@15:20 von Feo

Die Briten werden ihr Glück finden, haben sie doch eine „glorreiche“ Geschichte.

Sie meinen die Geschichte, groß damit geworden zu sein, alle möglichen Länder rund um die Welt mit militärischen Mitteln zu erobern und auszubeuten? Da müsste den Briten jemand sagen, dass das heute nicht mehr so einfach ist.

Heutzutage werden Länder reich mit Handel. Dazu muss man aber etwas anzubieten haben, was andere gerne bezahlen wollen. Und da hat GB, außer bei Finanzdienstleistungen, in den letzten Jahrzehnten eher nicht geglänzt.

Aber es ist müßig, darüber zu spekulieren, wie es GB z.B. 5 Jahre nach dem Brexit geht von dem noch keiner weiß, wie der aussehen wird.

Aber wer demnächst erst mal kein Handelsabkommen mit irgendeinem bedeutenden Land dieser Erde haben wird, der muss auf jeden Fall Gas geben. Mit der Schweiz haben sie immerhin schon vereinbart, dass alles in etwa so bleibt, wie es ist. Das geht natürlich schnell.

Diplomatieresistent

Johnson und Co. (Trump, Kaczinski, Orban, Erdogan etc.) sind Typen, die angeblich die "Sprache des Volkes" sprechen. Hiermit sind sie von den "Fesseln" der Diplomatie befreit und müssen keine Rücksicht mehr nehmen. Das wirkt auf viele so, als ob sie Klartext redeten, was in gewissem Sinne auch stimmen würde, wenn sie nicht so verlogen wären. Das macht sie aber auch unberechenbar. Das wird ein Problem für die EU. Johnson weiß, wie groß der Druck auf Brüssel lastet, auch wenn hier so getan wird, als sei alles im Lot. Johnson wird spekulieren, dass die EU die Nerven verliert und kurz vor knapp dann doch noch zu seinen Bedingungen einlenkt. Das kann noch heiter werden...

um 15:31 von Scani

"Die Efta und die EU sind dementsprechend zwei verschiedene paar Schuhe."

Das ist richtig...aber darauf wollte ich nicht hinaus.

Fakt ist, dass Norwegen, Island und auch die Schweiz Richtlinien, Regularien und auch Gesetze von der EU übernimmt, ohne einen Einfluss darauf zu haben (keine Abgeordneten im EU-Parlament).

Norwegen überweist sogar Geld an die EU um EU-Vorgaben übernehmen zu dürfen (überspitzt formuliert).

Diese Länder sind nicht so unabhängig, wie EU-Gegner es gerne sehen würden.
Und wie GB mit dem Brexit beweist, kann man aus der EU sogar austreten, wenn man möchte.

Was nun wirklich ein Zeichen von Souveränität eines Staates ist.

Sorry aber Johnson macht sich lächerlich

Sorry aber Johnson macht sich nur lächerlich. Erstens liegt seine Wirtschaft am Boden weil immer mehr Firmen weggehen, zweitens werden sich Schottland + Ornkeys + Shetland-Inseln + ein wiedervereinigtes Irland auf jeden Fall abspalten (dagegen hat Johnson ueberhaupt keinerlei rechtliche Handhabe) und später wird Wales folgen.

Zusätzlich werden die Pro-EUler England ebenfalls verlassen und in die EU fliehen.

Es wird still werden in England und England wird ein unbedeutender kleiner Zwerg und die EU wird leichtes Spiel haben bei den Verhandlungen.

re feo

" Die Briten werden ihr Glück finden, haben sie doch eine „glorreiche“ Geschichte."

Dumm nur, dass die Geschichte Geschichte ist und in der Gegenwart gar nicht hilft.

@Scani 14:52 - Mehrheit für Remain-Parteien

"Bei der letzten Wahl in Großbritannien hat der Wähler aufgezeigt wie er zum Brexit steht."

Gemessen an den Wählerstimmen - also nicht an dem, was das britische"first-past-the-post" System daraus macht sondern was jeder Wähler mit seiner Stimmme entschieden hat - haben die Parteien

- die für Remain oder ein neues Referendum eingetreten sind,
52,2 % der Stimmen erhalten

- die Parteien, die pro Brexit sind nur 46,5 %.

Wenn also bei dieser Wahl der Wähler "aufgezeigt" hat wie er zum Brexit steht, dann spricht das Ergebnis für sich.

Norwegen hat sich soweit in die EU integriert, dass es quasi wie ein Mitglied - nur ohne Stimmrecht - agiert. Das tun die nüchternen Norweger nur dann, wenn sie sich aus dieser Art von quasi-Mitgliedschaft Vorteile versprechen. Was sie offensichtlich tun.

15:10 von flegar

«Die Freihandelsverträge liegen im Prinzip bereits in der Schublade. Im aktuellen Gesetzeswerk muss lediglich das Wort EU-Länder durch GB ersetzt werden.»

Es mag tatsächlich Fälle geben, wo das so sein wird. Eher wenige, eher unwichtige Freihandelsabkommen (was die Handelsvolumina angeht).

Eines der wichtigsten Freihandelsabkommen der EU ist das mit JAP. Erst seit 04/2019 in Kraft. Hat ungefähr 20 Jahre gedauert, um es unterschriftsreif zu verhandeln.

"Pustekuchen" wird JAP in diesem Abkommen EU durch UK ersetzen.
Und ansonsten bliebe alles unverändert.
Hatte Mrs. May "schon mal angefragt".
Hat aber JAP: "Nix da …!" gesagt.

"Ganz dumm" für GB. Haben viele Unternehmen aus JAP ihre Europa-Niederlassungen im UK. Zwar auch wegen der Sprache. Aber die wird im Zweifelsfall nicht wirtschaftliche Erwägungen überwiegen.

Hat das UK viel zu verhandeln mit vielen diversen Partnern …
Bis Ende 2020. Sehr viel …

"Vertrags-Verhandler".
DER neue "Boom-Job" im UK der Jahre 2020 +++ …

re komplex einfach

"Einer der Kardinalfehler der EU. Einstimmigkeit verhindert auf fatale Weise pragmatische Lösungen für jedes einzelne Mitglied. Der Output gestaltet sich dann immer als kleinster gemeinsamer Nenner."

Entweder es ist Zollunion und Binnenmarkt oder es gibt Lösungen für einzelne Länder. Schlicht nicht kombinierbar.

"Der Mehrwert den die Briten durch Zugewinn an Selbstbestimmung, Vertrags- und Rechtsfreiheit haben werden"

Nichts davon ist ökonomischer Mehrwert. Und es gilt: It's the economy, stupid (Angelsächsische Weisheit)

@ Margitt (14:46): der Brexit wird umgekehrt

hi Margitt

Doch, dass hier könnte passieren:

Ich vermute, dass die Briten ihren Austritt bereuen werden.
Aber es sollte dann verhindert werden, dass sie nochmals in die EU eintreten.

Denn genau daran arbeiten schon einige in England. Siehe hier:

https://tinyurl.com/stfmlmd
telegraph.co.uk: Remainers become Rejoiners after losing Brexit election (14 December 2019 • 4:00pm)

The battle has been lost, but hard line Remainers believe the war can still be won. Already pro-EU activists are trying to mobilise supporters to campaign for Britain to rejoin the European Union.

While Brexit has yet to be completed Remainers now accept it will be, following Boris Johnson’s emphatic election victory.

oder hier beim Independent:

https://tinyurl.com/wf84ae3
independent.co.uk: Battle for UK to remain in the EU is now lost and rejoining won't be prospect for 20 years, admits Lord Heseltine Saturday 14 December 2019 14:06

""immer ein Freund, Partner und Verbündeter""

Aber nicht so lange Johnson regiert. Die Briten sollen genießen was ihnen ihre Regierung eingebrockt hat. Keine weichen nachgiebigen Verhandlungen seitens der EU. Ich weiß ich weiß nur Wunschdenken...

re dr.bashir

" Mit der Schweiz haben sie immerhin schon vereinbart, dass alles in etwa so bleibt, wie es ist. Das geht natürlich schnell."

Sehr richtig. Schnelle Handelsabkommen kann GB haben, indem alle Regeln zwischen XYZ und GB so bleiben wie bisher zwischen XYZ und EU.

Nur, wozu dann austreten???

Verhandlungsdruck nach "Art of the Deal"-Manier ...

... seines Alter Ego im Weißen Haus. Aber auch bei dem funktionierte sie nur bei jenen, die sich über den Tisch ziehen ließen:

- Handwerker, die er um ihre vereinbarte Bezahlung brachte

- Arbeitnehmer, die er um ihre Löhne prellte

- Geschäftspartner, bei denen er sich durch seine 4 Insolvenzen aus seinen Zahlungsverpflichtungen mogelte.

Immer Partner, die wirtschaftlich schwächer waren oder die sich an Regeln hielten, die er selbst freimütig brach.

Mit einem Partner, der stärker ist und sich wehrt, funktioniert der "Art of the Deal" nicht.

Eine gestzliche Limitierung der Übergangsfrist mag als Druckmittel gedacht sein. In Wirklichkeit beraubt sie aber UK um ein wichtiges Kapital.

Das Ende der Unsicherheit um den Brexit herum hat für Unternehmen, Investoren, Konsumenten und Arbeitnehmer dieser Tage erst positive Wirkungen an den Börsen und an der Währungsfront gezeigt. Diese Unsicherheit wieder aufleben zu lassen ist irrational und kontraproduktiv.

No Art, no Deal.

Little Britain...

gab es als TV-Serie und bald schon ganz real.

Wenn sich das ehemalige "Großbritannien" innerlich und - politisch - äußerlich (Schottland, Irland, Wales drohen in die Eigenständigkeit abzudriften und das Königreich zu verlassen), zu einem Klein-England degradiert hat, die Milliardäre aus aller "Herren-Länder", die Oligarchen, Warlords und dem Wallstreet-Gelichter sich die Taschen weiterhin auf Kosten der Bevölkerung vollstopfen, ist der Scherbenhaufen da. Denn die Gefahr besteht, das irgendwann auch der letzte Brite verstanden hat, das nicht die EU sondern das politische System in London der wahre "Blutsauger" und Feind ist.

Ich hoffe, und das meine ich ehrlich und ohne Sarkasmus, das die Bevölkerungsschichten in Großbritannien nicht allzu sehr leiden müssen und sich baldmöglichst vom System "Oberhaus/Unterhaus" ohne Verfassung verabschieden. Denn heutigen Populisten gegenüber ist dieses System - wie man sieht - nicht gewappnet.

Lass die Briten

ihren Brexit hinkriegen und in ein paar Jahren sehen wir ob es richtig oder falsch war. Alles anderer sind nur Vermutungen.

15:47 von Demokratiesch..

Sie widersprechen sich. Sie wollen eine große EU aber gleichzeitig nicht lebensfähige Zwergstaaten wie Wales, Schottland oder die Inseln im Nordatlantik. Bevor es zu einer Wiedervereinigung Irlands kommt wird erstmal viel Blut vergossen werden. Akzeptieren Sie doch den Wählerwillen der Briten.
Das B. Johnson auf die Trommel haut um sich in eine starke Position für die Gespräche mit der EU zu bringen ist politisches Tagesgeschäft.

14:54 von Sisyphos3

>>wer schwächt denn die EU ?
in meinen Augen doch eher Leute die keine Alternativen zu ihrer Vorstellung einer EU geben<<

Falsch. Die EU wird zunächst von Putin und Trump geschwächt. Da diese ihre eigenen Interessen haben muss man denen dies zugestehen.
Desweiteren wird die EU von Politikern der rechten Parteien quer durch Europa geschwächt. Diese versuchen, um Stimmen zu fangen, potentielle Wähler mit nationalen und völkischen Parolen besoffen zu machen.
Diese Politiker haben nur ihr eigenes Wohl aber nicht das Wohl ihrer jeweiligen Länder im Sinn.

@Demokratieschützerin: Wenn die Phantasie durchgeht ...

dann mag darin dieses Szenario

"...zweitens werden sich Schottland + Ornkeys + Shetland-Inseln + ein wiedervereinigtes Irland auf jeden Fall abspalten (dagegen hat Johnson ueberhaupt keinerlei rechtliche Handhabe) und später wird Wales folgen "

vorkommen. Aber in der Realität wird das nicht passieren. Das hat seine guten Gründe.

Das United Kingdom kann sich nur von innen heraus reformieren.
Dazu gehören - mit regionaler Autonomie, die sich ggf. vergrößern mag - Schottland und Wales. Mit den beiden bleibt die Chance bestehen, dass die Junge Generation, die mit großer Mehrheit für Remain und deren Parteien gestimmt hat, diesen irrationalen Vorgang namens Brexit in einer halben Generation wieder gerade rückt.

Härte angezeigt

Es ist offensichtlich, dass Boris Johnson den Unterhändlern von der EU-Seite die Pistole auf die Brust setzen will. Er ist gestrickt wie Trump.

"Nicht nachgeben!" kann ich da nur wünschen und hoffen.

Und dem UK-Boris klar sagen, wenn er die EU erpressen will: "Get out, you will not be missed."

Oh Herr mach endlich ein Ende...

Lasst sie doch endlich in frieden ziehen. Es reicht langsam! Ob nun ohne oder mit Abkommen das müssem die Briten selbst regeln.

re demokratieschue...

Sie sind mal wieder eine Marke!

Behaupten:
"der Brexit wird umgekehrt"

und zitieren dazu:
"rejoining won't be prospect for 20 years"

Großartig!

gebranntes Kind ....

... scheut das Feuer.
.
Insofern ist es doch völlig verständlich, dass Boris das Parlament daran hindern möchte das Spiel der letzen Jahre ... alle ausgehandelten Verträge ablehnen und Fristen bis zum Sankt Nimmerleinstag verlängern ... weiterzuspielen.
.
Kluge Männer lernen eben dazu und sorgen vor.

Schicksal, nimm deinen Lauf...

Die armen Briten. Sie werden nun möglicherweise auch noch mit einem harten Brexit abgestraft und Schottland pocht mehr denn je auf ein Referendum in Sachen Unabhängigkeit. Andererseits: Die Briten haben diesen Weg mehrheitlich gewählt, sodass sich das Mitleid letztlich in Grenzen hält. Sin now, pay later!

Sehe ich anders

""Wir werden uns Anfang 2020 treffen", schrieb von der Leyen nach einem Telefonat mit Johnson auf Twitter. "Großbritannien wird immer ein Freund, Partner und Verbündeter sein.""

So wie sich die Briten verhalten ist es schwer von Freunden zu sprechen. Diese Drohung ist gegen die EU gerichtet und sollte ohne Druck behandelt werden. Wenn dabei Verluste entstehen ist mir das lieber als alles übers Kreuz zu brechen.

re geselliger

"Insofern ist es doch völlig verständlich, dass Boris das Parlament daran hindern möchte das Spiel der letzen Jahre ... alle ausgehandelten Verträge ablehnen und Fristen bis zum Sankt Nimmerleinstag verlängern ... weiterzuspielen."

Der PM trifft Vorsichtsmaßnahmen gegen die eigene gefügige Parlamentsmehrheit?

Äußerst steile These ...

Johnsons Zeitgefühl

Einst wollte Johnson das Parlament länger als normal abschalten, weil er ja so viel Zeit für seine Regierungserklärung brauchte. Als das dann gerichtlich gestoppt wurde, hat er es dann doch ganz schnell hingekriegt, wie auch die Regierungserklärung, die jetzt ansteht.

Einst wollte Johnson am 31. Oktober austreten und prahle wie leicht das doch wäre.

Und nun will Johnson binnen eines Jahres mehrere Handelsverträge aushandeln, die sonst etliche Jahre oder auch Jahrzehnte brauchen.

Johnson hat kein Zeitgefühl. Braucht man ja auch nicht wenn man einen harten Brexit will und es nur darum geht so zu tun als wollte man das nicht und die Schuld für einen harten Brexit auf andere zu schieben. Ein verständliches Bestreben wenn man bewusst gegen Mehrheiten agiert.

Kanonenboot-Diplomatie

Wenn das UK den von Johnson ausgehandelten Deal mit der EU wie angekündigt ratifiziert, dann kann es den ganz harten Brexit nicht mehr geben, denn in diesem Deal sind ja die Frage der irischen Grenze(n) und die Höhe der Austrittszahlung des UK endgültig regelt. Wenn Johnson sich trotzdem selbst die Verhandlungsspielräume für ein Handelsabkommen mit der EU in zeitlicher Hinsicht beschneidet, dann ist das am ehesten noch selbstschädigend. Die EU sollte sich von solcher Diktat-Diplomatie im Empire-Stil des 18. Jahrhundert auf keinen Fall beeindrucken oder provozieren lassen.

USA

Johnson hofft mit der USA ganz schnell eine Handelsvertrag zu vereinbaren.

Das Problem ist, die Demokraten sagen, das sie einen Vertrag nicht zustimmen werden, wenn es eine harte irische Grenze gibt.

Britische Arroganz

"Bereits in in ihrem Wahlprogramm hätten die Tories deutlich gemacht, dass sie "die Übergangsphase nicht verlängern werden", hieß es weiter aus Downing Street. "Wir werden sicherstellen, dass wir rechtzeitig diesen Deal hinbekommen", sagte Michael Gove, Johnsons rechte Hand im Kabinett, der BBC."
(Zitat ZDF heute)

Mister Gove, Sie werden gar nichts sicherstellen. Weil erstens die EU und zweitens 27 Staaten darüber befinden werden, wann der Deal fertig ist.

18:53, Hinterdiefichte @ 18:41 Uhr von Tremiro

>>Was sagt denn der Begriff ÖR-Journos alles? Ich denke, Sie sind des Englischen mächtig!<<

ÖR-Journos ist ein Begriff, der der englischen Sprache entstammt?

Das ist mir neu.

Klappt doch!

DENN lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

18:52 von fathaland slim

18:34, Hinterdiefichte

>>@ 18:14 von karwandler
Zitat: „Sie meinen, die Medien saugen sich das aus den Fingern?“

Richtig, das meine ich. Meiner Meinung nach ist Vieles, was man hier lesen kann kein Journalismus mehr, sondern politische Agitation! Da werden, ohne es zu erwähnen „Experten“ aus dem Hut gezaubert, ohne zu erwähnen, dass diese ein Parteibuch haben oder mit der politisch extrem Linken verbandelt sind (z.B. Herr Christian Pfeifer oder Hajo Funke). Gerne .. „Experten“ befragt, die sich in der gleichen Filterblase befinden wie die ÖR-Journos!<<

Werden denn auch in den Medien, die Sie gern konsumieren oder akzeptieren, Experten zitiert, oder braucht man die dort nicht?

Daß Sie Christian Pfeiffer oder Hajo Funke der extremen Linken zuordnen, sagt viel über Ihr persönliches politisches Koordinatensystem und wenig über den politischen Standort der genannten Herren aus.
///
*
*
Ihr Allein-"Koordinatensystem" vermittelt uns also, das Extremismusforscher auch rechts sein könnten?

Nun ja, da haben die Engländer, nicht Briten...

...ihren Bezelbub gewählt.
Oder sollte ich lieber sagen bekommen?!

---

Was für ein Politiker ist Boris Johnson?
- Einer der das eigene Volk falsche Versprechungen macht,
- Einer der offenkundig gelogen hat
sei es nun vor dem Referendum wie auch jetzt im Wahlkampf,
- Einer der Wahlgeschenke machen will, z.B. im maroden Gesundheitssystem
und das nicht weil er es für ein wichtiges Ziel hält, nein weil er dadaurch seine Wähler nachträglich kaufen möchte.

Denn immerhin möchten diese ja schließlich "unterhalten" werden.

Ich befürchte fast, daß es doch noch zu einem harten Brexit kommt.
Und dann können sich die Brexiter und leider auch die Vernüftigen warm anziehen.

Johnson kann das egal sein, ein Mann wie er hat seine Tücher im Trockenen.

Und dann sind da noch die Schotten & Iren.
Wer weiß vielleicht erlebe ich es ja noch.
Den Zerfall of Great Britain into smal England.

Ich würde es den Schotten & Iren aber auch sowas von gönnen.
Die Zeit dafür ist mehr als reif.

Wir Miesmacher

Es gibt immer was zu meckern in diesem Land.
Die Briten haben aber gewählt... Wie beim Fußball zählt das Ergebnis und nicht der Spielverlauf
Dann werden sie dran zerbrechen... Schnell dahingesagt. Wir sollten lieber die EU zusammenhalten.
Die Experten... Irren ist menschlich, aber vielleicht sollten wir ein paar Lungenärzte fragen. Konterexperten werden ja auch von interessierter Seite in den Ring geschoben.
Wichtig ist sich nicht erpressen zu lassen und die EU sollte jetzt mitspielen. Einfach mal Erpressung gegen die Briten raus hauen. Deren Meinung zur EU ist klar nach dem Wahlergebnis und ja, da sind alle Briten daran beteiligt.

Mir tun gerade die Brit*innen

Mir tun gerade die Brit*innen leid, die auf den unteren Stufen der sozialen Leiter stehen und sich viel vom Brexit versprochen haben und erleben müssen, dass sie in den nächsten Jahren noch mehr abgehängt werden. Mir tun die Schott*innen leid, die mit gut 2/3 Mehrheit gegen den Brexit gestimmt haben und noch nicht sicher sein können, wann sie eine neue Chance zur Unabhängigkeit bekommen. Mir tun die Menschen auf der grünen Insel leid, die Grund zu Befürchtungen haben, dass die innerirische Grenze wieder zu Konflikten (hoffentlich nicht zu Toten) führen wird. Und mir tun die jungen weltoffenen Brit*innen leid, die einem mit vielen Falschaussagen daherkommenden neuen Nationalismus gegenüberstehen. Für all diese Menschen hoffe ich auf eine vernünftige solide und ehrliche Politik Johnsons - etwas, das er bis heute schmerzlich vermissen lässt.

19:25 von andererseits

Mir tun gerade die Brit*innen leid,
Mir tun die Schott*innen leid,
Mir tun die Menschen auf der grünen Insel leid,
mir tun die jungen weltoffenen Brit*innen leid,
.
.
und mir tun die Menschen leid
die sich hoffentlich täuschen
und das mit dem Brexit eine Erfolgsstory wird

19:23, Hinterdiefichte

Journos muss dann wohl aus dem britischen Englisch stammen. Im Amerikanischen habe ich den Begriff noch nicht gehört.

Aber wie schon Oscar Wilde sinngemäß sagte:

"Engländer und Amerikaner haben viele Gemeinsamkeiten. Die Sprache gehört nicht zu ihnen."

19:01, Hinterdiefichte

>>Ja, da schreiben sogar Experten! Kann ich ihnen nur empfehlen - ist besser als wikipedia: Achse des Guten, Tichys Einblick, Nuklearia, etc.<<

Meinungsmedien sind also besser als Nachschlagewerke.

Na gut.

@OlliH

Was soll er den machen? Zuliebe der kleineren Hälfte, doch auf den Wunsch der Mehrheitshälfte auf den Brexit verzichten und nicht durchführen? Wurde er dafür gewählt?

re sisyphos3

"und mir tun die Menschen leid
die sich hoffentlich täuschen
und das mit dem Brexit eine Erfolgsstory wird"

Die Prognosen* stehen ziemlich schlecht für eine Erfolgsstory. Aber natürlich ist die Hoffnung eine starke Stütze.

* Und damit meine ich die regierungsamtlichen Prognosen und die der Bank von England.

@19:25 von andererseits

Ich folge Ihrer Aufzählung hinsichtlich des Mitleids.

"Für all diese Menschen hoffe ich auf eine vernünftige solide und ehrliche Politik Johnsons..."

Das bedeutet allerdings, auf Wunder zu hoffen. Da steige ich aus.
Andereseits heißt es ja schon in einem alten Schlagetext: Wunder gibt es immer wieder...

re ickedette

"Die Briten haben aber gewählt... Wie beim Fußball zählt das Ergebnis und nicht der Spielverlauf"

Ziemlich schräge Analogie. Beim Fußball gibt es Schlußpfiff, in der Politik nicht.

Oder müssen sich jetzt 100% der Briten hinter Boris scharen?

Willkommen

im harten Brexit! Johnson wird diese Möglichkeit brutalst durchziehen, denn dies ist das wahre Ziel der Brexiteers.
Freiheit bedeutet deren Meinung nach :eigene britische Regeln, die Tories wollen Ihren radikalen Wirtschaftskurs entfalten, BoJo spricht ja auch schon von der Abschaffung des unabhängigen öffentlichen Rundfunks und Fernsehens.
Da kann dann die private "Meinungsbildung "der Oberschicht den Brexitwählern das Leben versüßen.
Die Eu bleibt auf den Kosten sitzen und kann sehen, wie sie damit mit sich und mit den Briten dann weiter verfährt.
Was die Inselregierung so an Handelsverträgen aushandeln kann, steht in den Sternen. Aber ein zuverlässiger "Partner" sieht für mich anders aus. Das Gleich gilt für die USA unter der republikanischen Knute.
Was die Einmischung in andere Staaten betrifft, sind die Demokraten dort aber keinen Deut besser, siehe Nord Stream 2 heute. Goldene Zeiten für Phantasten!

20:08 von karwandler

re boris.1945

"Zuumindest hat Ihn gerade die Mehrheit der Engländer in einer demokratichen Wahl dazu berufen.
*
Auch wenn Ihnen eine unterlegenen Sozialist lieber gewesen wäre , wegen der historischen weltweiten Verbesserung für die Bevölkerung?"

Wer Johnson nicht mag ist noch lange kein Anhänger Corbyns.

Es ist schlicht unverschämt von Ihnen, wie Sie andere Menschen etikettieren.
///
*
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Richtig, dieses Privileg steht ja ausschließlich einer anderen Richtitung von Foristen zu.
*
Aber unterstellen Sie mir bitte nicht, das ich Corbin allein mit dem nichtfunktionierden Sozialismus identifziere.
*
Aber ich bedaure, wenn Er hier womöglich allein als Ausrede herhalten muss.

Was haben die Briten nur getan

dass ihnen von so vielen gutmeinenden Foristen alles Schlechte ab den Hals gewünscht wird und das in der friedlichen Weihnachtszeit? Ihr demokratisches Wahlrecht genützt und nicht im Sinne von Brüssel und den Supereuropäern gestimmt?Ja, das perfide Albion will nach eigenen Regeln leben und nutzt seine demokratischen Möglichkeiten, unerhört! Und jetzt können die ach so guten Nachbarn den wirtschaftlichen Niedergang nicht erwarten oder den Zerfall von GB in viele verfeindete Stämme wie es im Mittelalter mal war. Wobei die Entwicklung des FTSE100 in den letzten Wochen keine Krise vorwegnimmt, da geht es aufwärts

Johnson muss jetzt liefern,

Johnson muss jetzt liefern, d.h. den Lebensstandard der Briten auch ohne EU Mitgliedschaft, wie versprochen, spürbar erhöhen. Da kann er schon mal in Verhandlungen mit der EU testen, wieviel
Durchsetzungskraft er als Vertreter eines kleinen Landes hat. Viel Spass dabei und vor allem bei den Verhandlungen mit den USA und China.

Egal wer letztendlich "gewinnt"

Ich hoffe zutiefst, dass alle Parteien letztendlich mit irgend einen Deal zufrieden sein werden, egal wie das für beide Seiten ausgehen mag. Auch wenn ich persönlich den Brexit für nicht gut heisse, aber das müssen die Briten schon selbst entscheiden können und auch ggf. die Konsequenzen tragen müssen. Von daher kann ich manche Kommentare nicht ganz nachvollziehen, die sich freuen wenn die EU oder Großbritannien oder Beide untergehen. Bin ich iwie im falschen Film?....frage ich mich manchmal ernsthaft!

17. Dezember 2019 um 20:18 von karwandler

"Oder müssen sich jetzt 100% der Briten hinter Boris scharen?"

Sage ich nicht, aber sie müssen sich arrangieren. Die gespaltene Gesellschaft muss wieder zusammen finden und das geht im Moment nur hinter der Regierung ergo Brexit. Sonst wird es kein Erfolg. Die EU kann ruhig ab 31.1. Zähne zeigen und schon mal ganz klar und deutlich die Grenzen großzügig abstecken damit sie kleine "Einbußen" zugunsten der Verhandlungen anbieten kann. Anders wird es dir britische Regierung auch nicht machen.

re deutlich

"Was haben die Briten nur getan

dass ihnen von so vielen gutmeinenden Foristen alles Schlechte ab den Hals gewünscht wird und das in der friedlichen Weihnachtszeit? Ihr demokratisches Wahlrecht genützt und nicht im Sinne von Brüssel und den Supereuropäern gestimmt?Ja, das perfide Albion will nach eigenen Regeln leben und nutzt seine demokratischen Möglichkeiten, unerhört!"

Ihre Polemik ist selbstzerlegend.

Niemand spricht den Briten das demokratische Wahlrecht ab, aber gleichzeitig ist ja wohl die Meinung erlaubt, dass das Ergebnis suboptimale Wirkungen entfalten wird.

Um es für Sie deutlich auszudrücken: Sie können ruhig AfD wählen, aber trotzdem darf man es begrüßen, dass sie in der Opposition bleibt.

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