Ihre Meinung zu: Wahl in Großbritannien: Historischer Sieg und neuer Ärger

13. Dezember 2019 - 15:48 Uhr

Absolute Mehrheit für die Tories und ein triumphierender Boris Johnson: Damit kann er das Land wohl Ende Januar aus der EU führen. Doch Johnson droht neuer Ärger - und zwar aus Schottland. Von Stephan Laack.

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Kommentare

@ Sisyphos3 (10:53, vorhg.)

"Absolute Mehrheit für Konservative
was kann man schon erwarten
an einem Freitag dem 13ten"
------
Hallo Sisyphos3, lassen Sie MICH heute ein Haar (ein gesplittetes) herausfischen: ihre eine 3 da oben muß 2 lauten, und Ihr Freitag wird mit D geschrieben, zur richtigen Schreibweise des Donner..... (herzliche Grüße).
Ansonsten lautet mein Kommentar zur Historie von Do., 12.12.2019 (vorläufig): !

Eines ist sicher,

über die Entwicklung in G.B. werden wir, so sie denn negative Aspekte enthält, genauestens Informiert. Solten die Folgen des Brexits in die positive Richtung gehen, bin ich mir da nicht so sicher.

Tja, Herr Johnson...

Ein Spieler, der hoch gepokert und gewonnen hat.

Aber nun muss er wohl oder übel sachorientierte Politik machen. Nach all der heißen Luft und den abenteuerlichen Versprechungen wird das alles andere als einfach.

Ich bin gespannt.

Schottland

Ob ein unabhängiges Schottland so sinnvoll ist?
Ich bezweifel das.
Denn es wäre dann ja quasi eine kleine Insel....
Mit einer vermutlich harten Grenze und Zollkontrollen wie z.B. der Schweiz.

Je nachdem wie sich die Verhandlungen bis Ende 2020 zwischen EU und UK gestalten.

Wahl in Großbritannien:Historischer Sieg und neuer Ärg...

Unverständlich ist aber doch,daß diejenigen Medien und Journalisten,die da in letzter Zeit einen anderen Ausgang vorausgesagt haben,nicht mal in sich gehen.
Oder ist es so,daß sie in einer Blase leben ?

Kantersieg für Jonson

Damit kann er die Engländer wie geplant aus der EU verabschieden. Aber mit den Schotten und den Nordiren wird er es nicht so leicht haben. Hoffentlich halten die Schotten und die Nordiren durch. Das Wahlergebnis dürfte ihre Unabhängigkeitsbestrebungen stärken.

Schottland

Deren Chefin Nicola Sturgeon will sich einen Austritt Großbritanniens aus der EU nicht von London diktieren lassen und pocht daher auf ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum.

Wenn man ernst nehmen würde, was Manche immer so behaupten, dann dürften die Schotten gar nicht noch ein Referendum abhalten. Sonst kommt gleich wieder der Vorwurf, man stimme ab, bis das Ergebnis passt. Das ist natürlich Unsinn, schließlich wählt man auch regelmäßig und Menschen haben das Recht, ihre Meinung zu ändern.

Die Frage ist natürlich, wer bestimmt, ob die Schotten abstimmen dürfen oder nicht?

Und ein weiteres Problem ist, dass Schottland ab dem 31.1. absehbar nicht mehr Mitglied der EU ist. Nach einer möglichen Unabhängigkeit aber auch nicht. Dann müssen sie erst eine Aufnahme beantragen und das dauert. Vielleicht nicht so lang, wie bei anderen Ländern, aber in ein paar Tagen wird das nicht gehen.

Ein Traumergebnis!

Freue mich so über das Ergebnis. Wünsche mir jetzt einen harten Brexit, mit hohen Zöllen gegen Exportweltmeister. Das Brexit-Beispiel wird hoffentlich Schule machen und andere Staaten zu einem ähnlichen Weg animieren. Super!

Bei offenen Märkten gewinnen nur Exportsünder, die meisten anderen Staaten zahlen drauf und verschulden sich. Schluß damit!

Die Geister die ich Rief .....

machen nun hoffentlich endlich Nägel mit Köpfen! Ich kann das Wort Brexit nicht mehr Hören.

Labour

erntet die Politik Toni Blairs. Wie die SPD nicht von ihrem Stigma „Agenda 2010“ und „Harz 4“ loskommt, verfolgt Labour der Blairismus.
Labour kann nur einen radikalen Kurswechsel nach links vollziehen oder wird untergehen.
Sich überhaupt auf die Brexitdiskussion einzulassen war ein schwerer Fehler.
Ihn als das zu bezeichnen, was er ist, - nämlich eine innere Auseinandersetzung der bürgerlichen Klasse, die für die Arbeiterklasse unwichtig ist,- wäre Labours Aufgabe gewesen. Statt dessen hätte Labour die katastrophale Sozialpolitik der Tories thematisieren müssen. Labour überlebt nur, wenn sie wieder zu einer Arbeiterpartei wird.

Verqueres Wahlsystem

Das britische first past the post System verfälscht den Wählerwillen, was sich aber nur bei den Parlamentswahlen auswirkt, nicht bei Abstimmungen. Zwei große Abstimmungen in den letzten Jahren wurden durch unfaire Beeinflussung geprägt: Das Unabhängigkeitsreferendum Schottlands wurde knapp zugunsten der Union entschieden, weil man den Schotten erzählte, nur so könnten sie in der EU bleiben - obwohl längst gewisse Kreise den Austritt der Union aus der EU vorbereiteten. Die Volksbefragung zum EU-Verbleib wurde zweifach unfair beeinflusst: Zum einen weil die EU-Gegner völlig unrealistische goldene Berge außerhalb der EU versprachen, zum anderen, weil viele zuhause blieben, weil es nur eine Befragung war - die Befragung wurde erst später zum Entscheid hochstilisiert. Exekutiert wird der Austritt von einem Parlament, dass nicht die Mehrheit der Bevölkerung vertritt, sondern nur die größte Partei von vielen. Bei zukünftigen Abstimmungen wird aber die Mehrheit entscheiden - armes "UK".

Zwiegespalten

Nun soll er wirklich kommen, der Brexit. Ich wage es kaum zu glauben nach 3 1/2 Jahren Rumgezerre.
Johnson will aus GB (oder nur noch England und Wales?) eine blühende Wirtschaftsnation machen. Ich denke, dass es die eine oder andere europäische Nation gibt, die das ganz genau beobachten wird. Wenden sich die Verhältnisse in (Rest)GB tatsächlich zum Besseren, könnte der EU- Austritt Schule machen und vielleicht sogar das Ende der EU auf lange Sicht bedeuten. Ich weiß also gar nicht so recht, ob ich "good luck" wünschen soll. Trotzdem bin ich froh, dass diese Hängepartie endlich vorbei ist (oder sein soll). Lieber ein Ende mit Schrecken als der Schrecken dauerhafter Unsicherheit ohne Ende.
Jetzt heißt es normalerweise in der EU zusammenrücken. Aber wenn Johnson tatsächlich und wider Erwarten Erfolg haben sollte, werden die EU- Gegner in Europa weiter Aufwind bekommen. Eine schwierige Gemengelage. So oder so: Teufel oder Beelzebub.

Vielleicht das Ende des Vereinigten Königreiches

Wir erleben hier etwas einmaliges. Die Britischen Eliten haben das Land heruntergewirtschaftet und leer gesogen. Fast alles privatisiert, selbst die Gefängnisse. Und was nicht privatisiert werden konnte in Grund und Boden eingedampft und kaputt-gespart. Polizeistationen geschlossen, das Schulsystem vollends gegen die Wand gefahren, die privatisierte Bahn ist ein Totalausfall. Alles im Land geht buchstäblich den berühmten "Bach" herunter. Schuld ist weder die "böse EU", noch "Brüssel". Sondern einzig und allein alle Parteien im Unterhaus und Oberhaus. Deren Model des Brutalokapitalismus und des Kastenmodells "Lordschaft" vs. Bürger ist aus der Zeit gefallen. Genau jene Eliten wollen das Land weiter aussaugen, es stören die EU-Arbeitsschutzvorgaben, der Umweltschutz usw. Das war der Grund. Und das ist das "Feindbild", was die verarmte Bevölkerung auch noch glaubte.
.
Was wir jetzt erleben, ist nicht weniger als den Untergang des einst stolzen Großbritannien durch Eliten.

@ 15:11 von fathaland slim

Wieso - Trump zeigt doch, wie man es macht. Wer im UK gegen die EU stimmt, muss sowas von aus der realen Welt im viktorianischen Zeitalter (Kaiserreich!) leben, dass er von den Problemen, die da kommen werden, nichts mitbekommt. Wenn nach dem Brexit im UK ganze Industrien (Kfz, was davon noch übrig ist, Finanzindustrie) zusammenbrechen, sind das natürlich die bösen Europäer schuld, die sich weigern, mit dem UK Verträge abzuschließen, die es UK erlauben weiterhin wie eine Kolonialmacht auf Kosten der niederen Völker zu leben. Johnson ist das nicht schuld - das war ja wirklich nicht vorauszusehen, dass UK nach dem Brexit nicht mehr alle Rechte eines EU-Mitglieds behalten darf, wenn es sich aller Pflichten entledigt. Nur helfen wird dies niemandem im UK. Sie werden, anderes als die Supermacht USA, als kleines keifendes Land am Rande Europas irgendwo in der Erinnerung verschwinden. Besonders wenn das ganze Nordseeöl mit einem sich abtrennenden Schottland verschwindet.

@ 15:20 von Thomas Mainthal

"Genau jene Eliten wollen das Land weiter aussaugen, es stören die EU-Arbeitsschutzvorgaben, der Umweltschutz usw. " Viel wichtiger sind die strengen Regeln zum Kapitalmarkt, Grenzen für Steuern, Regeln für Geldwäsche usw. Jetzt können die ganzen Steuer- und Kapitalmarkthaie endlich loslegen - es geht um richtig viel Geld: Die ganzen, in Kapitalmärkten angelegten Altersversorgungsgelder der britischen Bürger ...

pxslo - etwas infantil

Mag ja sein, das Sie jetzt mit den Fäustchen trommeln und sich freuen. Aber etwas weiter geblickt werden auch Sie schnell erkennen, das sich UK nun vollends selbst ins Aus geschossen hat. Denn es ist ein Unterschied, ob man Teil eines 512 Millionen Bürger zählenden Binnenmarkt/Globalplayer sind, oder nur ein kleiner unbedeutender Einzelkämpfer mit gerade einmal 66 Millionen Bürgern. Großbritannien hat keine große Industrie mehr.
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Großbritannien ist jetzt ein Mini-Markt und ein Leichtgewicht. Fordern wird UK gern vieles können, einzig hören wird man nicht mehr darauf. Mit dem jetzigen Schritt ist Großbritannien ein leichter Spielball für China und auch für die USA.
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Und die geplante "Steueroase vor den Toren Europas" lässt die Bevölkerung in UK noch mehr verarmen, als ohnehin schon. Denn davon wird keine Bevölkerung satt.

Brexit

Wohl soviel zu den Meinungen das dort ein erneutes Referendum gehalten werden müsste, weil angeblich die Mehrheit kein Brexit will.

United Ireland und Independent Scotland

United Ireland und Independent Scotland als neue EU Mitglieder.
Dann freuen sich B. Johnson's Leave-people und die EU-Anhaenger ebenfalls

Wer augenscheinlich keine Wahl mehr hat,

dem bleibt noch der Mut der Verzweiflung.

Sanktionen

"Es gab zwar prozentual erhebliche Stimmenzuwächse - aufgrund des britischen Mehrheitswahlrechts allerdings einen Sitz weniger im zukünftigen Parlament. "

Das Wahlsystem ist das eigentliche Problem. Warum gibt es keine Sanktionen gegen Länder, die keine Demokratien sind?

Wie hoch ist denn nun die

Wie hoch ist denn nun die Gefahr gewalttätiger Auseinandersetzungen bis hin zum Bürgerkrieg, wenn Schottland zu Gunsten der EU aus Großbritannien austritt?

15:06, Barbarossa 2

>>Eines ist sicher,
über die Entwicklung in G.B. werden wir, so sie denn negative Aspekte enthält, genauestens Informiert. Solten die Folgen des Brexits in die positive Richtung gehen, bin ich mir da nicht so sicher.<<

Da können Sie aber ganz sicher sein.

Schon allein deswegen, weil positive Entwicklungen eine Sensation wären. Und die Presse liebt Sensationen, sie lebt geradezu davon.

Außerdem sprechen genügend Menschen genug englisch, um die hier frei erhältliche englische Presse zu lesen.

Glauben Sie wirklich, in Deutschland könne irgend etwas, was in anderen Ländern passiert und veröffentlicht wird, geheim gehalten werden?

Allein ist Großbritannien nur noch ein Spielball

für China und auch den USA. Sie sind nicht mehr Teil eines großen und weltweit bedeutenden Marktes, namens "EU". Unsere EU hat über 500 Mio Bürger. Großbritannien ist jetzt nur noch ein einzelner und kleiner Mini-Markt, der zu unwichtig und klein ist, als das es ernsthaft gute Verträge einzeln mit China, Indien, USA oder anderen Big-Playern stellen kann.
.
Das geplante Modell der Steueroase ohne Arbeitnehmer-Rechte und ohne Umweltschutzauflagen mag für einen Moment die City of London nochmals aufblühen lassen. Aber das Land, die Bevölkerung wird jetzt noch mehr verarmen. Das Land hat fertig. Ziemlich sicher. Es ist ein Jammer und es tut mir um die Bevölkerung aufrichtig leid.

Schottland

"Ob ein unabhängiges Schottland so sinnvoll ist?
Ich bezweifel das.
Denn es wäre dann ja quasi eine kleine Insel....
Mit einer vermutlich harten Grenze und Zollkontrollen wie z.B. der Schweiz."

Es gibt viele Länder, die vergleichbar sind, und sie überleben. Aber es sollte die Entscheidung der Schotten sein.

neues Referendum in Schottland

"Das Unabhängigkeitsreferendum Schottlands wurde knapp zugunsten der Union entschieden, weil man den Schotten erzählte, nur so könnten sie in der EU bleiben"

Ja, und darum ist ein neues Referendum sinnvoll. Dies hat nichts mit "abstimmen, bis es passt" zu tun.

Problem Schottland?

Es bleibt unklar, wie Schottland, gesetzt den Fall, ein Referendum befürworte eine Trennung von England, Scotland EU Mitglied werden könnte-
Es wurde bereits unter der Regierung May von Seiten der EU klargestellt, dass mit dem Austritt UK aus der EU, Scotland nicht in der EU verbleiben könne.
Es ist zwar richtig, dass Scotland über bedeutende fossile Rohstoffe verfügt, jedoch ist die Zeit mit denen man mit diesen Rohstoffen Geschäfte machen kann mit dem EU- Programm,Umweltschutz,nicht mehr zeitgemäß.
Auch bin ich sicher, dass UK sich von Seiten der EU eine Spaltung des Landes nicht gefallen ließe. Auch bin ich der Überzeugung, dass neue Staatsgründungen heute nicht mehr zeitgemäß sind. Auch die EU ist der Ansicht, dass Nationalstaaten der Globalisierung eher hinderlich seien. Scotland ist in UK sicher besser aufgehoben. Sicher sieht UK, unabhängig und mit einem ausgehandelten Handelsvertrag mit den USA eher rosigen Zeiten entgegen.

rer Truman Welt

Schottland wird die Vereinigung verlassen, das zeigen doch die Wahlergebnisse dort sehr deutlich. Das ist der Preis, den England für die EU Austritt wird bezahlen müssen und ich denke, Schottland wird nicht das einzige Land sein und bleiben, was England die "Vertretungsmacht" entzieht.
Das finde ich mutig und großartig von Schottland. Klasse! Welcome to the EU !

klare Rechtslage

"Die Frage ist natürlich, wer bestimmt, ob die Schotten abstimmen dürfen oder nicht?"

Die Rechtslage ist klar: ohne Zustimmung von der Zentralregierung kann sich Schottland nicht für unabhängig erklären---wie in Katalonien.

@ daneel (15:32): da kommen noch Irland + Zypern dazu

hi daneel

Es gibt viele Länder, die vergleichbar sind, und sie überleben. Aber es sollte die Entscheidung der Schotten sein.

Zu Schottland kommt ja noch die Wiedervereinigung von Irland und Nordirland dazu. Und dann werden beide - zusammen mit den Orkney-Inseln und den Shetland-Inseln in die EUh heimkehren und damit ist England in die Bedeutungslosigkeit gestuerzt und ein kleiner Zwerg.

Ergänzend dazu kommt dann die Wiedervereinigung von Zypern dazu die zu Griechenland - und damit in die EU - heimkehren werden, was Erdogan ärgern wird. Aber das ist Pech fuer den. Mit dem habe ich genauso wenig Mitleid wie mit Trump oder Johnson.

@15:20 von Thomas Mainthal

Sondern einzig und allein alle Parteien im Unterhaus und Oberhaus.

Die Schuld allen Parteien zu geben, ist etwas zu billig. Durch das britische Wahlsystem kann eine 43,6 % Partei alleine regieren. Minderheitsregierungen , wie zuletzt unter T. May, sind ehr die Ausnahme. Kleinere Parteien, die nur in Landesteilen antreten, wie die SNP in Schottland oder diverse nordirische Parteien, haben dadurch wenig Möglichkeiten, in Regierungsverantwortung zu gelangen, um einen Teil ihrer politischen Forderungen durchsetzen zu können. Ich möchte deshalb ihren Satz ändern in Sondern einzig und allein alle Parteien, die in den letzten 50 Jahren die Regierungsverantwortung trugen.

@ Meinung zu unse... (15:34): genauso sehe ich das auch

hi Meinung zu unse....

Schottland wird die Vereinigung verlassen, das zeigen doch die Wahlergebnisse dort sehr deutlich. Das ist der Preis, den England für die EU Austritt wird bezahlen müssen und ich denke, Schottland wird nicht das einzige Land sein und bleiben, was England die "Vertretungsmacht" entzieht.
Das finde ich mutig und großartig von Schottland. Klasse! Welcome to the EU !

korrekt!! So sehe ich dass auch! Und nicht nur Schottland wird verloren gehen sondern auch ein wiedervereinigtes Irland und ein wiedervereinigtes Zypern. So viel dazu... Und das wird Johnson und Erdogan ärgern.

Aber was die beiden noch mehr ärgern wird ist, dass wir Trump und Giuliani drankriegen.

von .tinchen - Das kann wirklich so kommen

"United Ireland" und "Independent Scotland"
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Die Frage aber bleibt dann, war es das alles dann Wert? Ein ganzes, einst großes, Land für ein paar Turbo-Brutalo-Kapitalisten in feinem Zwirn im Unterhaus und Oberhaus fahren eine ganze Nation an die Wand. Wer wird den Nutzen haben? 1000 Menschen? Vielleicht 10.000 Menschen in und um London. Und der Rest der Nation bemerkt irgendwann mehr und mehr, das die ganze Lüge über das böse Europa schon deshalb nicht stimmen konnte, weil Europa überhaupt nicht verantwortlich zeichnet für das Aussaugen des Landes. Im Gegenteil. Europa war noch die einzige verbliebene Institution, die die Bürger auf der Insel halbwegs schützen konnte.
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So ein Scherbenhaufen aber wird etwas mit den Menschen machen. Kein Grund für uns zur Schadenfreude, denn solche tektonischen Verschiebungen innerhalb des Landes sind ein Risiko für das heutige United Kindom.
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Die britischen Eliten sind das bestätigende Lehrbeispiel für den alten Marx. Und ich bin kein Linksextremer

Vielleicht das Ende des Vereinigten Königreiches

Zeit würde es des verstaubte System und dem Parlament aufzulösen. Das ganze ist doch ein peinliches Kaspertheater.

@ daneel (15:35): bitte mal Nachweis zur Rechtsquelle liefern

@ daneel

Woher haben Sie dass hier??

Die Rechtslage ist klar: ohne Zustimmung von der Zentralregierung kann sich Schottland nicht für unabhängig erklären---wie in Katalonien.

Wo steht das drin?? Bitte mal Nachweis zur Rechtsquelle liefern. Danke.

Schottland wird aus dem Königreich austreten

Nach der gestrigen Wahl steht in meinen Augen fest, dass Schottland Großbritannien verlassen wird. Es wird ein neues Unabhängigkeitsreferendum geben und eine Mehrheit stimmt dann für die Unabhängigkeit. Die Stimmenzuwächse für die SNP in Schottland sind kein Zufall. Dies bedeutet aber nicht, dass Schottland der EU beitritt oder EU Mitglied wird

Little Britain

...wird in der Nähe des Hadrianwalls zerbrechen und die ehemals wichtige Insel nördlich von Frankreich endgültig gespalten sein.
Der südliche Teil driftet dann unter trunkenem "Rule, Britannia!"-Gegröle in Richtung Nordwesten ab und kommt irgendwo hinter Island zur ewigen Ruhe.
Keine nennenswerte Industrie und/oder echte Wertschöpfung.

Schottland konnte sich retten und wird in die EU als selbständiger, stolzer Staat willkommen geheißen und aufgenommen.
Ich habe jegliches Verständnis für die ehemals sympathische brit. Folklore und "Spleenigkeit" verloren und bedauere meine brit. Freunde, dass sie ungewollt Opfer von Populismus geworden sind.

Warum

wird soviel Pallaver gemacht? Lasst doch den Engländern deren mehrheitlichen Willen. Und auch den Schotten. Bloß wegen dem bischen EU so eine Aufregung.

Bin gespannt

Obwohl ich das UK gerne weiter in der EU gesehen hätte, bin ich doch froh das eine Entscheidung gefällt wurde, die eindeutig ist. Endlich mal andere Themen und Schluss damit. Jetzt muss B.J. erstmal liefern. Brexit, Handelsabkommen. Die britische Wirtschaft wird dann wohl durch die Decke schießen. Bin gespannt, was aus dem Finanzplatz CoL wird.
Alternativ ist Belfast, vielleicht Dubjetzt attraktiv, denn Nordirland hat’s gut getroffen, den besten Deal.
Ich glaube auch, wenn der Brexit wirtschaftlich erfolgreich ist, werden andere EU-Länder wohl Ambitionen haben, dem UK zu folgen. Vielleicht sogar Deutschland, nicht gleich, aber absehbar.
Warum hat aber W. Blake die Fabriken als satanische Mühlen auf Englands grünen Wiesen bezeichnet? Das Gedicht ist unter dem Namen „Jerusalem“ bekannt und heute eine patriotische Hymne. Sollte und das nicht zu denken geben? Ich denke nein. Aber den Briten.
Aber ich wünsche unseren britischen Freunden alles Gute und viel Erfolg auf dem Weg. Wirklich

15:14 von wachsameaugen

"Ich kann das Wort Brexit nicht mehr Hören."

Das geht hier vielen Johnson-Freunden so. Die brauchen Abwechslung und spannende Unterhaltung.

Da hat man vielleicht drauf Rücksicht genommen in Groß-Britannien. :-)

Etwa die Investitionen in das Nationale Gesundheitssystem

Versprechen kann man viel.
Lassen sich diese Versprechungen, auch einhalten?
Die britische Wirtschaft, hat auch Dank der EU, in den letzten Jahren profitiert.
Was jetzt kommt weiß niemand, auch die Frage mit Schottland.
Alles in allen wird es schwierig werden für Herr Johnson.

@witch of endor 15:11

Ich denke dass sehr sehr viele Schotten die Nase voll haben von den Bevormundungen aus London und von der Arroganz der zwei großen Parteien. Aus diesem Grund wird der einzige Weg für diese Menschen sein Großbritannien per Referendum zu verlassen.

Brexit

Ich weiß nicht ob der Brexit eine gute Idee ist. Auf jeden Fall beneide ich die Briten um den Tatbestand dass sie wählen durften. Dies wäre bei uns völlig undenkbar.
Und sollte der Austritt wirtschaftlich eine gute Idee gewesen sein, so wie unsere Presse darüber berichtet, werden wir das nie erfahren. Und wenn dann nur in kleinen, homöopathischen Dosen.

@pxslo 15:14

Ja am besten schotten wir uns alle ab und reden nicht mehr miteinander und behandeln alle nur noch als Feinde. Die Politik die Sie so vehement gutheißen führt am Ende in einen weltweiten Krieg!

15:35 von daneel

"Die Rechtslage ist klar: ohne Zustimmung von der Zentralregierung kann sich Schottland nicht für unabhängig erklären---wie in Katalonien."

Rechtslagen haben sich oft einer veraenderndernden Realitaet und neuen Wuenschen der Betroffenenen beugen muessen. Es waere zwar schade, wenn dafuer, oder dagegen, wieder Gewalt ins Spiel kommt. Allerdings - ein Blick in die Geschichte der Menschheit laesst, wie immer, Uebles erahnen.

Es wird spannend

Welchen Weg Großbritannien geht, vor allem politisch. Welche Initiativen der EU werden mitgetragen, welche nicht? Auch die EU wird sich verändern: ohne GB wird die EU französischer werden. „Deutscher“ wohl eher nicht, denn Deutschland hat nicht wirklich viele Freunde in der EU. Das zeigt ja auch das Thema Nord Stream II, mit dem Deutschland zum europäischen Gashub werden könnte. Dies ist aber einem Großteil europäischer Staaten (mit Ausnahme vielleicht von Österreich) ein Dorn im Auge. So gesehen sind die optimistischen Prognosen der Bundesbank und der Institute für die Wirtschaft ab 2020 eigentlich schon Makulatur. Der Brexit wird die Situation noch zusätzlich verschärfen. Auch die Grünen werden merken, das eine „ökologische Wende“ in Deutschland zwar wenig bringt aber immens viel kostet. Bald wird auch klar, dass Deutschland nicht das wohlhabendste Land Europas ist sondern nur das Land mit der größten sozialen Kluft. Selbst im krisengebeutelten Griechenland sind Haushalte reicher.

15:41 von Demokratieschue...

"Bitte mal Nachweis zur Rechtsquelle liefern. Danke."

Schliesse mich dem Wunsch an.

Was Schottland betrifft...

...dazu gab es schon 2014 Tagesschauartikel: https://www.tagesschau.de/ausland/schottland-eu-102.html

Kurzum: Ein unwahrscheinliches Szenario. Die meisten Kommentare diesbezüglich gehen von einer Block-EU aus, die es so gar nicht gibt.

@fathaland slim
Ich finde, an Ihrem Kommentar kann man sich ein Beispiel nehmen. Leider wird verstärkt das betrieben, was man in Englisch "moving the goalposts" nennt.

Zuerst wird ein Sieg gemäß der eigenen Vorstellung erhofft; wenn dieser nicht eintritt, wird das Wahlrecht kritisiert; wenn das nichts hilft, wird danach der Untergang beschworen oder die Wähler beleidigt.

Das lässt Parallelen zum Mannschaftssport zu; zuerst ist der Schiedsrichter schuld, nun hatte der Gegner Glück, aber ist sonst eine Niete.

Hätte unser Trainer nie zugelassen; dadurch verbessert man sich nicht.

Auch ich sehe die britische Zukunft nicht rosig und war kein Befürworter des Austritts. Aber, wie Sie sagen, abwarten.

Quelle ist auch im anderen Tagesschau-Artikel

"@ daneel

Woher haben Sie dass hier??

Die Rechtslage ist klar: ohne Zustimmung von der Zentralregierung kann sich Schottland nicht für unabhängig erklären---wie in Katalonien.

Wo steht das drin?? Bitte mal Nachweis zur Rechtsquelle liefern. Danke."

https://www.tagesschau.de/ausland/wahl-grossbritannien-119.html

Es gibt aber viele, viele Quellen. Über dieses Thema haben sich in den letzten paar Jahren sehr viele Gedanken gemacht; es geht eben nicht einseitig. Möglich würde natürlich sein, dass die Stimmung so kippt, dass die Zentralregierung es als kleineres Übel sieht, die Gesetze zu ändern, um es doch möglich zu machen.

Es ist leicht, anderen nach Quellen zu fragen. Warum nicht selber prüfen, ob etwas überhaupt geht, bevor man es fordert?

Trotzdem, bitte schön:

https://www.bbc.com/news/uk-scotland-scotland-politics-16638746

https://www.scotsman.com/news/politics/scottish-independence-referendum-...

@Feo 15:34

Vielleicht überlassen Sie es den Schotten selbst wo Sie sich aufgehoben fühlen. Wer sagt, denn dass die in die EU kommen? Sie könnten auch weder in der EU noch in UK sein.
Rosige Zeiten durch Handelsvertrag mit den USA für UK? Da muss man mega naiv sein, wenn man sowas glaubt. Die USA werden UK einen Vetrag vorlegen der nur den USA als Vorteil nützt. Die USA machen generell keine Verträge zum Nutzen anderer.

Ein trauriger Tag

Ein trauriger Tag für ganz Europa. Ich finde es mehr als schade, dass die Engländer und Waliser die gesamte Schuld ihrer Misere der EU in die Schuhe schieben. So als ob der Brexit Jobs schafft, das Gesundheitswesen saniert und der verarmten Arbeiterschaft und Mittelschicht hilft. Dabei ist der wahre Feind eines weltoffenen und friedlichen Europas schon lange auch in England angekommen und vergiftet eher unbemerkt die Herzen der Menschen. Er heißt Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit garniert mit der heimlichen Sehnsucht, wieder einem Empire vorzustehen. Man ist sogar bereit, die nationale Einheit aufs Spiel zu setzen, indem nun Schotten und Nordiren GB verlassen wollen. Wir werden sehen, ob aus dem G für Great in Zukunft ein L für Little wird. Insgesamt keine schönen Aussichten für Großbritannien und die EU.

Glückwunsch an die Briten!

Jetzt können sie das Irrenhaus EU, mit den wirtschaftsfeindlichen Restriktionen, Protektioniesmus, Transferzahlungen, Massenmigration usw. hinter sich lassen. Drücke die Daumen, dass sie (so wie es ja die Schweiz, Norwegen usw bereits tun) der Welt zeigen, dass es ohne die EU besser geht!

Historischer Sieg

Und wo sind jetzt die Medien & Politiker die gesagt haben das nur "alte weiße Männer" den Breit gewählt haben?

Heute haben die demokratischen Wähler beonders der linken falschen Idiologie und Ihrer Ausbeutung und Bevormundungspolitik wiedersprochen.

Danke, Gut so. mehr davon auch bei uns.

Also entweder ist dieses

Also entweder ist dieses "Pro-Brexit" Wahlergebnis manipiliert oder es waren die Meldungen in der deutschen Medienlandschaft im letzten halben Jahr, die uns ja weiss machen wollten, dass die Engländer in ihrer Mehrheit für einen Verbleib in der EU sind.

radikalen Kurswechsel nach link?

Bigbirl@
Wieso glauben Sie das denn.

Die ganzen links Kurse hat alle Sozialdemokratischen Partein in Europa in die Bedeutungslosigkeit geführt. >5% kann doch nicht das Wahlziel sein.

@Autograf, 15:17 Uhr

Ihr Post hat meine volle Zustimmung. Sie haben das Handwerkszeug der Populisten und Demagogen beschrieben, das sie nutzen, um die Demokratie sich selbst abschaffen zu lassen.

ein Blick in die Geschichte der Menschheit

das ding @
Wir deutschen haben diese änderung ohen Gewalt hinbekommen. Warum so pessimistisch?

@ Michael77 (15:41): es ist sehr sicher das Ende von UK

hi Michael77

Nicht nur vielleicht ist es das Ende des Vereinigten Königreichs sondern sehr sicher:

Vielleicht das Ende des Vereinigten Königreiches

Zeit würde es des verstaubte System und dem Parlament aufzulösen.

korrekt. Und Schottland wollte wohl nie zu GB gehören sondern Schottland artikuliert sich ja klar, dass es zurueck in die EU will und in der EU bleiben will. Die werden gegen ihren erklärten Willen aus der EU gestoßen. Genauso ist es bei Irland und Nordirland. Auch die wollen in der EU bleiben. Das ist eindeutig nachlesbar.

https://tinyurl.com/y3z48nkd
SRF: Wie realistisch ist die irische Wiedervereinigung? Sonntag, 18.08.2019, 12:57 Uhr

Und lesen Sie auch mal die eindeutige Umfrage unterhalb von dem Artikel

Natürlich. Um sich dann ggf.

Natürlich. Um sich dann ggf. der Bevormundung und Arroganz der EU wieder auszusetzen...

@Bernd Kevesligeti: Legenden statt Fakten

Wer genau hat denn einen "anderen" Ausgang vorausgesagt ? Wenn diese Aussage mehr als eine faktenfreie Legende ist, muss es schließlich Namen und Quellen dafür geben.

Die Demoskopen haben schon bereits nach der Festlegung des Wahltermins einen Sieg der Tories vorausgesagt.

Mit einer Minderheit der Wählerstimmen und einer Mehrheit der Mandate. Alles andere ist Legendbildung, die sich verselbständigt.

Hoffentlich nicht bloß der Anfang von "historischem" Ärger

"Johnson kündigte an, den Brexit "fristgerecht"zum 31. Januar umzusetzen. Man dürfe aber auch die anderen Wahlkampfversprechen nicht aus den Augen verlieren: Etwa die Investitionen in das Nationale Gesundheitssystem oder 20.000 Polizisten zusätzlich einzustellen"

Schön, dass ihm Letzteres noch einfällt. Hoffentlich folgen auf diese Worte auch Taten.

13. Dezember 2019 um 15:20 von Thomas Mainthal

"Was wir jetzt erleben, ist nicht weniger als den Untergang des einst stolzen Großbritannien durch Eliten."

Untergang ist immer relativ. Der Freihandelsdeal mit den USA und die Kompatibiltät mit der EU werden sehr wichtig. Da die EU aber auch intensiv nach Märkten sucht kann sich da aber auch ganz schnell eine Situation zu Ungunsten der EU entwickeln. An dieser Stelle sei erneut angemerkt, dass Donald Trump im Wahlkampf angekündigt hat die EU zu zerstören, so ist es durchaus möglich, dass die USA einen sehr nachteiligen Vertrag für sich selbst aushandelt mit dem Fernziel mehr Länder aus der EU herauszulocken und in eine selbstgestaltete Union zu integrieren.
Die EU als Feindbild wird wahrscheinlich weiter gepflegt, schließlich sind wir der nahste Handelpartner und wenn die Konditionen nicht greifen wird man trotzdem weiterhin innenpolitische Fehler auf die EU schieben.
Falscher Optimismus mündet nur in Enttäuschung.

Congratulations!

Das Ergebnis kann einem gefallen oder nicht. Es ist jedoch zustande gekommen aufgrund einer zweifelsfrei demokratischen Wahl. Schauen wir was BJ daraus macht.

Congratulations!

Aus großer Macht folgt große Verantwortung.

15:12 von Bernd Kevesligeti

"Unverständlich ist aber doch,daß diejenigen Medien und Journalisten,die da in letzter Zeit einen anderen Ausgang vorausgesagt haben,nicht mal in sich gehen.
Oder ist es so,daß sie in einer Blase leben ?"

Nein, es ist nur so, dass Ihre Erinnerung Sie täuscht. Das geht hier einigen so.

Oder man las halt falsch, also verfälschend, was leider auch hier unser täglich Brot ist.

Was haben die Briten, was wir nicht haben?

Richtig. Sie haben die Möglichkeit eines Volksentscheides. Und der brachte seinerzeit die Kugel ins Rollen, die jetzt das Ziel erreicht hat. Und wie die Wahlen bestätigen, ist die große Mehrheit der Briten dafür, dieses aufgeblasene Monstrum EU schleunigst zu verlassen und das von ihnen erarbeitete Geld im eigenen Portemonnaie zu behalten. Zahlemann Deutschland kann da bloß neidisch hinterherschauen und darf sich schon auf die gesamteuropäische Kostenlawine freuen, die vdL gerade im Begriff ist loszutreten - zusätzlich zu den Sümmchen, die das "Klimapaket" der Gutverdienenden Otto Normalverbraucher kosten wird. Na, vielleicht streift er dann die Zipfelmütze ab...

Was kommt jetzt

Wie ich die Torries einschätze, werden sie nun versuchen, die EU über den Tisch zu ziehen. Rosienpickerei ist ihre Kernkompetenz! Ich wünsche mir, dass die EU in den kommenden Gesprächen hart bleibt. Gleichzeitig wünschte ich mir, das die Regierungschefs endlich sagen, was sie denken: Der Brexit ist ein historischer Fehler. Nun dem Wahlsieger artig zu gratulieren, halte ich für scheinheilig, nicht für diplomatisch. Statt dessen sollte man den Briten klarmachen: Wenn sie erkennen, dass sie Mist gebaut haben und im Schlamassel stecken, sollte man sie wieder in die Gemeinschaft aufnehmen.

15:14 von pxslo

"Freue mich so über das Ergebnis. Wünsche mir jetzt einen harten Brexit, mit hohen Zöllen gegen Exportweltmeister."

Vorfreude auf schädliche Dinge hatten wir vor dem Ersten Weltkrieg auch. Die waren wie im Rausch vor Begeisterung.

@hackonya2, 15:28 Uhr

Ich würde Ihnen nun einen Taschenrechner empfehlen, um die Stimmen für die Parteien zusammenzurechnen, die für einen Verbleib in der EU oder zumindest ein zweites (echtes) Referendum plädieren. Ich muss kein Prophet sein, um Ihnen vorauszusagen, dass die Stimmen um einiges mehr sind, als die Stimmen für die Torrys. Wäre diese Wahl ein Referendum gewesen, bei dem jede Stimme zählt, hätten die Briten für den Verbleib in der EU gestimmt.

Hackonya2 15:28 - Die Wahl war keine Abstimmung pro Brexit

Zitat: "... weil angeblich die Mehrheit keinen Brexit will"

Nun,

- die Parteien, die FÜR den Brexit sind, haben in Summe 46,5 % an Stimmen erhalten

- die Parteien, die für Remain oder ein 2. Referendum waren, haben 52,1% der Stimmen erhalten.

Das ist ein klares Bild, das die Argumente unterstützt, warum ein 2. Referendum gerechtgertigt gewesen wäre.

@Smoerebroed: Brexit

Wir leben in einer Demokratie. Natürlich wird bei uns gewählt. Auch in Großbritanien war gestern keine Volksabstimmung, nur eine gewöhnliche Wahl nach einer Regierungskrise.
Diese Wahl wurde notwendig, weil damals ohne große Überlegung ein Referendum zugelassen wurde. Bei all den populistischen Scharfmachern heutzutage bin ich sehr froh, dass wir in Deutschland so nicht regieren. Sonst würde die Bildzeitung quasi im Parlament sitzen.

Und glauben Sie wirklich, dass die Wirtschaftslage eines Landes, mal abgesehen von Nordkorea, geheim ist? Sie können sich darüber jederzeit informieren. Sie können sogar direkt nachfragen. Dazu müssen Sie kein Journalist sein.

Das Bild, dass wir aus der Presse haben ist immer nur eine Momentaufnahme. Griechenland ist aktuell kein Thema, ein Vulkan am anderen Ende der Welt schon. War auch mal anderst herum. So lange die Nachricht auf Fakten beruht und solide recherchiert ist (wie bei TS), ist damit alles in Ordnung.

Schotten dichtmachen?

Waren die Engländer denn überhaupt jemals leidenschaftliche EU-Verfechter?
Die Idee einen europäisch-demokratischen Staatenverbund nach dem zweiten Weltkrieg aufzubauen, um damit den Frieden zu sichern, war verlockend. Die Umsetzung dazu offenkundig schwierig. Das royale Problem ist die englische Historie gepaart mit der „Hau Weg“-Politik des 21. Jahrhunderts. Der aktuelle und überaus schnell voranschreitende, global-gesellschaftliche Umbruch zwang die meisten Wähler vielleicht dazu sich augenscheinlich für ein „kleineres“ Übel entschieden zu haben. Eine eklatant, undurchsichtige Fremdbestimmung besteht aber weiterhin. Nachdenken erfordert Energie. Johnson, Trump und weitere Extrem-Populisten in dieser Reihe verstehen es jedoch meisterlich diese beim Wähler abzuzapfen. Großbritannien scheint nach dieser Wahl nicht mehr „Groß“ zu sein, denn Schottland wird sich dem Brexit nicht so einfach kampflos hingeben.
Vielleicht haben die Engländer doch zu schnell ihre „Schotten“ dicht gemacht?!

Schottland

Über die Zulässigkeit eines Unabhängigkeitsreferendums entscheidet in letzter Instanz das Parlament in London - nicht in Edinburgh. Da die Torries dort eine nun sehr bequeme Mehrheit haben und widerholt darauf hingewiesen haben, dass sie dem nicht zustimmen werden, kann sich BJ in aller Ruhe zurücklehnen.
Es wird in Schottland auf absehbare Zeit kein Referendum geben - egal was Frau Sturgeon sagt oder tut oder die ts orakelt.

15.23 Autograf- Die Trennung Schottlands

Eine Trennung Schottlands ist trotz mancherlei Bemühungen noch nie gelungen. Man kann wohl annehmen das wenn es hart auf hart geht Polizei und Armee zum Einsatz kommen. Wie in Katalonien wird auch hier die Einheit Vorrang vor der Freiheit haben.

Jaaaaa!! Get Brexit Done, Boris!

Grossartig, einfach nur grossartig. Das Volk hat sich einmal mehr entschieden - für den Brexit.

Faszinierend wie manche Miesepeter den Briten den Brexit einfach nicht gönnen, bereits wieder nach Ausreden und Relativierungen suchen. Selbstverständlich werden sie alles unternehmen um Boris weitere Steine in den Weg zu legen, selbstverständlich werden sie versuchen den Austritt hinauszuzögern, und selbstverständlich wird insbesondere die kontinentaleuropäische Journalistengilde weiter eifrig gegen den Brexit anschreiben.

Aber mit dieser Mehrheit im Rücken muss es nun einfach gelingen dem Willen des Volkes zum Recht zu verhelfen. Das britische Volk hat es nach diesen drei langen Jahren endlich verdient. Boris, Get Brexit Done!

Grüsse aus der Schweiz, Nicht-EU.

Europe first

Ab Anfang Februar schickt Johnson seine Unterhändler nach Brüssel. Ich hoffe, sie treffen auf harte Verhandlungspartner, denn GB hat sich alleine für diesen Weg entschieden und sollte damit rechnen, dass sie weniger rausholen werden als zu Zeiten der Mitgliedschaft, wo sie sich mit zahllosen Extrawürsten Vorteile an Land ziehen konnten. Aus, vorbei. Nun wird die EU, wenn sie schlau ist, das Maximum für die Europäer heraushandeln. It's showtime!

falsche Vorbilder

"Drücke die Daumen, dass sie (so wie es ja die Schweiz, Norwegen usw bereits tun) der Welt zeigen, dass es ohne die EU besser geht!"

Die Schweiz und Norwegen sind zwei der reichsten Länder der Erde. Außer ihnen ist nicht in der EU nur sechs arme Balkenländer, Island, und 5 Zwergstaaten.

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