Ihre Meinung zu: Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht

12. Dezember 2019 - 16:36 Uhr

Der Bundestag hat beschlossen, dass in zwölf Berufen wieder die Meisterpflicht gelten soll - zum Beispiel für Fliesenleger und Orgelbauer: Die Opposition kritisiert nicht nur die Auswahl der Berufe. Von Anita Fünffinger.

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Ich lehne Bachelor und Master ab. Die Wiedereinführung des Titels "Meister" oder "Meisterin" finde ich gut. Passt auch zu unserer Sprache. Wer ein Handwerk von der Pike auf lernt und meisterhaft ausführt, verdient diesen Titel.

meisterprüfung ist gut ABER

hat sich mal einer gedanken gemacht wie denn, ausser den gut situierten, sich ein elektriker mit kaum 1500€ netto im monat eine meisterprüfung leisten können soll?!
genau, das geht nämlich eigentlich nicht, ausser man hat reiche eltern zb!

bin selbst elektriker und weiss daher auch:
hat man die meisterprüfung, kann man sich eigentlich kaummehr eine wahl:
weil man als normaler elektriker überqualifiziert und zu teuer und so einen kaum einer nimmt, muss man eben ne eigene firma aufmachen.

nur, neben den meister-kosten von grob 30-40000€ 'maleben' noch ne firma hoch ziehen, klar, machen wir, haben wir ja alle unterm kopfkissen liegen?!

andererseits, wenigstens normale e-arbeiten, darf man als einfacher elektriker, selbstständig(!) auch nicht machen.

also kann man entweder sich sein leben lang verkaufen oder hat genuch kohle um gleich den meister und ne firma zu gründen.

und nochwas: was ist mit denen die sich selbstständig machten? is alles wieder kaputt? pech gehabt? egal?

Richard Wagner

hat einen Satz in den Meistersingern …"Verachtet mir die Meister nicht"...
Zum Handwerk gehört auch ein Meister, genauso wie Gesellen und Lehrlinge. Und das in jedem Handwerk. Nur gewissenlose Gesellen betrieben und betreiben die Abkehr von diesem Zustand. Eine politische Diskussion darüber ist obsolet.

kölsches wasser

welcher ausgelernte elektriker verdient denn nur 1500€ netto?

Dass man so schnell wieder zu

Dass man so schnell wieder zu unserem "alten" System zurückkehrt, scheint zu zeigen, zu welchem Chaos diese jetzt wieder abgeschaffte "Regelung" geführt haben muus und da es so relativ schnell ging überrascht doch die, die genau dieses Chaos vorausgesagt hatten, weil die schon längst die Hoffnung aufgegeben haben, dass diese Regierungen in Deutschland ihren Mist, den sie immer wieder und mehr, mit solchen unüberlegten Entscheidungen, auch wenigstens einmal wieder zurück nähmen.

Der Wegfall der Meisterpflicht.....

hat zu Pfusch und teilweise gefährlichen Murks geführt. Es ist gut, dass nun wenigsten für einen Teil der Gewerke wieder die Meisterpflicht eingeführt wird. Der Wegfall des Meisterzwangs für die meisten Berufe hat dazu geführt, dass jeder einen Betrieb für irgendein gewerbe anmelden konnte. Und die Kunden hatten häufig Hobbybastler aus Bulgarien und Rumänien statt Handwerker bekommen.

Aktuell ist ja zudem bei eingen in Diskussion, den Meister in einen Bachelor umzubenennen. Hier kann ich nur abraten. Es wäre eine Abwertung zu einer nichtssagenden Allerweltsausbildung. Nein, der Meister ist ein Qualitätssiegel der neben theoretischen Wissen auch ein hohes Maß an praktischen Können vereint. Wir haben schon einmal den Fehler gemacht, unsere weltweit geschätzten Abschlüssen z.B. als Diplom Ingenieur einen nichtssagenden Master of ... zu opfern.

Handwerksordnung!

Altmaier will sich die Handwerksordnung in fünf Jahren noch einmal ansehen. Das kann er ja machen, aber eine nötige Entscheidungskompetenz wird er dann sich nicht mehr haben.

um 16:22 von Karl Napf

Sehr verehrter Herr "Karl Napf". Sie scheinen in einer irrealen Welt zu leben. Diese genannte Zahl von 1500 ist jedenfalls real.

Am 12. Dezember 2019 um 16:22 von Karl Napf

" kölsches wasser

welcher ausgelernte elektriker verdient denn nur 1500€ netto? "

Also da könnte ich Ihnen ganz locker welche nennen, Singel und angestellt bei einem Elektrohandwerksmeisterbetrieb.
Da wir uns aber hier im öffentlichen Raum befinden, werde ich nicht Name und Adresse schreiben.
So unglaublich klingt das auch nicht, wenn es keinen festgelegten Tarif in jeweiliger Region gibt.

Ja, Deutschland nein die Welt braucht...

...Handwerksmeister die...
Orgeln bauen können.
Denn die können ja in Brand geraten :-)

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Bitte nicht falsch verstehen.
Der Beruf des Orgelbauers ist ein
ehrenwerter Beruf u. ich glaube auch,
daß ein Meistertitel im Handwerk nicht zu verachten ist.

Oder doch nicht?!

Ein Altgeselle kann oft mehr als der Meister dem die Firma gehört.

Deshalb finde ich, daß es auch einen Altgesellen erlaubt sein
sollte sich selbstständig zu machen.
Meinetwegen mit einer kleinen Prüfung.

Warum diese ganzen Ausnahmen?
Es fängt schon bei den Kosten an.
Wer es sich überlegt einen Meister zu machen der weiß,
daß dies teuer wird.

Mein Studium zum Techniker war ja schon teuer,
aber ich brauchte die Schulkosten (außer Prüfungsgebühren) nicht zahlen.
Ein Meister muß das.

Das eigentliche Problem ist aber, daß die meisten Schulabgänger
sich nicht mehr schmutzig machen wollen u. deshalb studieren.
Außerdem werden viele Handwerker schlecht bezahlt.

Und das muß sich ändern!

Werte?

Bei dieser Sache geht es dann wohl um den Stellenwert der einem Menschen in der Gesellschaft zugestanden wird oder wieder soll werden, der im Eifer des sozialen Gefechts der letzten Jahrzehnte und auch hier durch Entscheidungen neoliberaler politscher Verfechter in Regierungen, so ziemlich unter die Räder kam und was bei vielen Berufssparten zu finanziellen Verlusten führte und zum Arbeitswertverlust.
Dies hatte wohl und tut es irgendwie immer noch, mit einer Art falschem Verständnis von Gleichheit zu tun, so wie es sich momentan auch in Frankreich bei Macron zeigt, wo man dort gleichstellt wo es falsch ist.
Auch wenn man aus sozial ungerechter Lage in der modernen Gesellschaft von heute vieles kann kritisieren, so gehört dieser Bereich, der Wiederaufwertung von Berufs und Handwerksklassen, zu einem wichtigen Instrument, die Arbeit, das Handwerk, die Ausbildung und somit Bildung allgemein, vieler Menschen wieder mehr wertzuschätzen und dann auch hoffentlich wieder besser zu honorieren.

@16:12 von Keilstein - Ich glaube Sie verwechseln...

...da etwas.

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Ein Meister ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, währenddessen ein Bachelor
und Master Begriffe aus dem Bereich des Studiums sind.
Früher hießen die entweder Ingenieur oder Dipl. Ingenieur.

Also warum lehnen Sie die Begriffe ab?
Oder liegt es daran, daß eine Entwehrtung dadurch stattfand?
Dann bin ich bei Ihnen.

---

Und was die Argumente angeht, daß es durch die damalige Änderung immer weniger Auzubis gäbe, da glaube ich viel eher, daß es ein Problem mit den Schulabgängern gibt.
Aber auch ein Problem was die Entlohnung angeht.

Viele Schüler sind heute garnicht mehr ausbildungsfähig,
da diese grundlegende Wissenlücken aufweisen.
Und viele wollen sich einfach nicht mehr auf dem Bau für wenig Geld abquälen.
Gilt zwar nicht für alle Handwerksberufe, aber doch noch zuviele.

Ich als Elektriker im Handwerk habe (früher) immer viel weniger verdient,
als z.B. ein Heizungsbauer oder gar Maurer.

Und das kann es echt nicht sein.
Da muß sich endlich was ändern!

wurde Zeit

Das übereilte Abschaffen der Meisterpflicht vor einigen Jahren hat sich gerächt und es zeigt sich, dass eine Änderung dringend notwendig war.
Aber die Rückbesinnung hätte umfassender aussehen sollen. Es gibt noch eine ganze Reihe von Handwerksberufen, in denen eine Meisterpflicht angebracht und im Interesse der Handwerker notwendig wäre.
Selbst wenn u. U. Herr Altmaier in 5 Jahren nicht mehr auf die Änderungsliste schauen kann, sinnvoll wäre es schon nach einiger Zeit erneut die Angelegenheit zu prüfen.

um 16:12 von Keilstein

>>"Zurück zu Bewertem
Ich lehne Bachelor und Master ab. Die Wiedereinführung des Titels "Meister" oder "Meisterin" finde ich gut. Passt auch zu unserer Sprache. Wer ein Handwerk von der Pike auf lernt und meisterhaft ausführt, verdient diesen Titel."<<

Ich unterstütze Ihren Beitrag und sehe das genauso. Bei vielen dieser "Bachelors" weiss man gar nicht wofür diese sind und welche Kompetenz man erwarten darf? Unser altes System Meister, Techniker, Dipl.Ing. (FH), Dipl.-Ing. (TH) erlaubte einen recht treffende Zurechnung der zu erwartende Kompetenz und diese Bezeichnungen hatten über die Landesgrenzen Deutschland hinaus einen guten Ruf, teilweise gar weltweit. Warum musste im Sinne einer "Vereinheitlichung" die alten Berufsbezeichnungen verwässert werden?

um 16:26 von Polyfoam

>>"Dass man so schnell wieder zu unserem "alten" System zurückkehrt, scheint zu zeigen, zu welchem Chaos diese jetzt wieder abgeschaffte "Regelung" geführt haben muus und da es so relativ schnell ging überrascht doch die, die genau dieses Chaos vorausgesagt hatten, weil die schon längst die Hoffnung aufgegeben haben, dass diese Regierungen in Deutschland ihren Mist, den sie immer wieder und mehr, mit solchen unüberlegten Entscheidungen, auch wenigstens einmal wieder zurück nähmen."<<

Gleiches gilt, meiner Meinung nach, für die Bezeichnungen "Bachelor" und "Master". Hier waren ebenfalls die alten Ingenieursstudiengänge besser und aussagefähiger.

Genau so

Das haben viele damals schon gesagt-aber die Politik hat nicht gehört.
Wie immer!

Als Orgelbaumeister und

Als Orgelbaumeister und Klavierbauer muss ich Herr Chrupalla widersprechen. Eine Orgel ist nicht immer rein Mechanisch es gibt sehr viele sehr komplizierte elektrisch gesteuerte Pfeifenorgeln. Durch z. B. falsche Absicherungen können Brände in Kirchenorgeln entstehen ein Klavier gerät hingegen nur durch fremdeinwirkung in Brand.

@16:22 von Karl Napf - Ein Lohn von 1500 € Netto...

...als Elektriker im Handwerk sind garnicht so falsch.

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Erst letzte Woche habe ich mich mit einem alten Bekannten,
wir haben zusammen die Berufschule als Elektroinstallateur besucht,
gefragt was er denn heute also nach über 30 Jahren Berufserfahrung
im Handwerk verdient.

Seine Antwort lautete,
12 € Brutto/ h.
Macht also bei 165 h/ Monat & Lohnsteuerklasse III: 1.582,51 € Netto

Ich kann mich noch ein meinen letzten Stundenlohn von 2002 erinnern.
Der lag als Verdrahter in der Industrie bei 19 DM/ h Brutto.
Und zu der Zeit galt ich schon als Altgeselle.
Im Handwerk war mein Lohn zuvor ein wenig höher.
Das lag aber an meinem alten Chef.
Der zahlte sehr gut im Vergleich zu anderen Elektriker Firmen im Landkreis.
Ich hatte 1998 ca. 2400 DM/ Brutto im Monat bei der Lohnsteuerklasse I zzgl. Urlaubs- u. Weihnachtsgeld welches noch nicht mit eingerechnet ist.

Also noch (weitere) Fragen?

Rückkehr zur Meisterpflicht ...

Wenn denn nicht nur der Titel am Ende steht, sondern auch die Qualität. Wenn richtig ist was hier anklingt, das ein Elektroinstallateur (oder wie das auch immer heißt) heuer knapp mehr verdient, als ein angelernter Fensterputzer, dann allerdings steht infrage, ob den Titel noch jemand will, wenn man das folgende Jahrzehnt dann zum Abzahlen der notwendigen Kredite braucht. Und hatte es mit den fehlenden Titeln nicht auch mit der bösen Niederlassungsfreiheit zu tun, ist die Meisterpflicht da kein (verbotenes) Hindernis beim Marktzugang?

Die Rückkehr zur

Die Rückkehr zur Meisterpflicht im Handwerk ist ein gutes Zeichen, weil sich damit ein besonderes Qualitätsmerkmal verbindet. Ob der Meistertitel auf andere Handwerksberufe erweitert werden sollte, möchte ich zunächst dahingestellt sein lassen. Zu den hohen Kosten der Meisterausbildung muss man feststellen, dass Meistertitel und Bachelor gleichwertig sind, aber ein Studium noch mit einem deutlich höheren Kostenaufwand verbunden sein dürfte. Zudem werden wohl für die Meisterausbildung Rentenpunkte erworben, während für das Studium lediglich Anrechnungszeiten zu berücksichtigen sind. Insgesamt also eine durchaus durchdachte Neuerung.

Meistertitel als Qualitätsmerkmal

Wirklich ernsthaft? Ein Orgelbauer braucht einen Meistertitel, weil eine Orgel brennen kann? Und eine Geige oder ein Klavier sind unbrennbar? Was für ein Blödsinn!

Nun, klar, man hat den Meisterzwang seinerzeit aufgehoben, weil man sich davon erhoffte, Handwerker ohne Job durch eine Selbständigkeit auf elegante Art aus der Arbeitslosenstatistik entfernen zu können. Was vorauszusehen war, ist eingetreten: Pfusch hat sich weiter breitgemacht. Also nun Kommando zurück, wenigstens teilweise. Allerdings scheint die Auswahl der nun wieder dem Meisterzwang unterworfenen Handwerke höchst willkürlich und zeugt von wenig Sachkenntnis. Vielleicht liegt das ja daran, dass ein erklecklicher Anteil der Abgeordneten Beamte oder Juristen sind? Es muss also dringend nachgebessert werden. Und noch eines wäre wünschenswert - ein Bewusstsein der Kunden, dass nicht der billigste, sondern der qualifizierteste auf Dauer der beste Handwerker ist. Und der Meistertitel ist hier durchaus ein Qualitätsmerkmal.

Die Meisterpflicht dient

doch nur den Handwerkskammern, damit diese ihre Pfründe nicht verlieren.
Der Meisterzwang gehört generell abgeschafft. Ich habe in meinem Leben soviele Nichtskönner mit Meistertitel gesehen, dass man das Grausen bekommt.
Deutschland will einfach den Handwerksmarkt nicht dregulieren, weil zuviele daran verdienen. Was überfällig ist, sind die Zwangsmitgliedschaften in den IHKs, Berufsgenossenschaften, usw.. Die damit verbundenen Zwangsabgaben verhindern die Vielfalt im Handwerks- und Dienstleistungssektor.
Wenn sich hier in Zukunft nichts ändert, wird es immer weniger junge Menschen geben die sich für das Handwerk interessieren.
Im Bereich Handwerk denkt Deutschland sehr verknöchert und wird auf Dauer sein weltweites Ansehen bzgl. Qualität und Innovation verlieren.
Ein Satz, der mir immer noch im Gedächtnis ist: "Das ist Neuland", O- Ton Merkel, sagt alles über die Innovationskraft dieser Regierung.

Ich bin auch dafür die sogenannten Meisterschulen bzw.

Meisterkurse des Handwerks abzuschaffen und die schulische und praktische Meisterausbildung bei den Technikerschulen zu integrieren (kostet fast nix). Technikerschulen dauern 4 Semester/2 Jahre mit Abschluss „Staatlich geprüfter Techniker“
Die Handwerks-Meisterausbildung dauert eh nur ca. 6-9 Monate Vollzeit.

Mal zum Vergleich:
Bachelorstudiengang geht ohne vorherige Berufsausbildung und man ist nach 4 Jahren fertig.
Meister: 3 bis 3,5 Jahre Ausbildung, dann Meisterschule sind auch 4-5 Jahre. Von der Theorie ist Meister aber gar nicht mit Bachelorstudiengang vergleichbar.
Techniker: 3,5 Jahre Ausbildung, dann Technikerschule 2 Jahre (fast nur Theorie) ergibt 5,5 Jahre.
Ein staatlich geprüfter Techniker hat gegenüber einem „nur Bachelor“ ohne Berufsausbildung Vorteile.

Schönes Problem

Ich frage mich Mal wieder, wieso auf einmal wieder so ein Problem geschaffen wird. Die Meisterpflicht wurde teilweise abgeschafft und nun wieder die Umkehr. Ist irgend etwas schlimmes passiert, wurde jemand von einer Fließe erschlagen. Und was kann ein Meister besser was ein Geselle nach 20 Jahren Berufserfahrung nicht kann. Ich habe nach 30 Jahren Berufserfahrung sicher genau soviel Wissen wie ein Meister und in all den Jahren habe ich auch nicht einmal ihn gefragt wie etwas gemacht werden muss. Dafür bin ich selber Fachmann genug. Die Chefs sollen Aufträge ran holen und meinen Lohn zahlen...Damit die realen 1500€ Gehalt (wie hier wahrheitsgemäß genannt wurden) pünktlich auf dem Konto sind. Wer die Möglichkeit hat verlässt sowieso so wie ich das lausig bezahlte Handwerk. Denn wer kann schon damit eine Familie ernähren und das Ansehen einen Handwerkers kommt doch sowieso kurz hinter Assi (eigene Erfahrung). Des wegen fand ich die Abschaffung als Change für viele in Selbständigkeit.

// welcher ausgelernte

// welcher ausgelernte elektriker verdient denn nur 1500€ netto? //

In manchen Gebieten in Ostdeutschland können das sogar 1500€ Brutto sein.

Man darf das nicht vergleichen mit der Industrie. Dort bekommen ausgebildete Elektriker (der Beruf heißt sicher anders) tariflich E5 und nach 6 Monaten tarifliche Leistungszulage und kommen dann auf 3000€ Brutto.

@ Am 12. Dezember 2019 um

@ Am 12. Dezember 2019 um 16:56 von eine_anmerkung
"Gleiches gilt, meiner Meinung nach, für die Bezeichnungen "Bachelor" und "Master". Hier waren ebenfalls die alten Ingenieursstudiengänge besser und aussagefähiger."

Auf jeden Fall, diese jetzigen Kasperlestudiengänge haben vielen der Studierenden mehr Verdruss, als Erfolg beim Berufsstart eingebracht. Aber man wollte, wohl wie in unserem ganzen Bildungssystem, möglichst alles nach unten fahren. Man könnte meinen, man will unbedingt unseren Abstand zu den Nachbarnationen verringern, was uns aber gerade im Bildungsberreich, also unserer einzigen "Rohstoffquelle", immer mehr Einbrüche bringt. Der Erfolg dieser Maßnahme zeigt sich mittlerweile, wo kaum jemand noch in die Ingenjeurstudiengänge geht. Aus gutem Grund, denn die Naturwissenschaftsfächer werden ja teils nicht mehr richtig unterrichtet, andernteils fehlt den Kindern der Zugang schon, weil in der Grundchule schon keine Grundrechen und Lesekompetenzen mehr eintrainiert werden.

Dem kann ich nur zustimmen

// Unser altes System Meister, Techniker, Dipl.Ing. (FH), Dipl.-Ing. (TH) erlaubte einen recht treffende Zurechnung der zu erwartende Kompetenz und diese Bezeichnungen hatten über die Landesgrenzen Deutschland hinaus einen guten Ruf, teilweise gar weltweit. //
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Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Die Bezeichnungen Diplom . . . sagte was aus. Sogar Diplom-Ingenieure von Fachhochschulen die vorher einen Beruf gelernt hatten, dann ein Jahr Fachoberschule und Studium, waren nur studierten Ingenieure wegen der Praxisausbildung weit voraus.

Na ja, Meister und Techniker haben wir ja noch . . .

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