Kommentare

Ich glaube nicht, dass

Ich glaube nicht, dass Deutschland un-ärmer geworden ist. Meiner Meinung nach, ist die Kluft zwischen Arm und Reich gross. Viel zu gross. Viele Leute haben mehr als genug, dass sie sparen (also das Geld gar nicht ausgeben), und andere wären froh über nur 100 Euro mehr im Monat. Das ist alles Murks. Man hätte hinsichtlich der Verteilung des Reichtums was erwarten können, von einem Land, das immer so gerne vorbildlich sein will was Ethik und Moral angeht. Wieso hat der DAX eigentlich seit Jahren steigende Werte, weil das Geld nicht anders investiert wird. USW.

fragliche Definition von Armut

Jedes Jahr das gleiche: der Armutsbericht.
Wie oft ist jetzt schon über die fragwürdige Definition von Armut diskutiert worden? Wenn als Grenze einfach 60% des mittleren Einkommens angesetzt wird hat dies zur Folge, dass bei guten Lohnsteigerungen der Facharbeiter mehr Arme gezählt werden, weil der Durchschnitt steigt.
Ebenso unsinnig: Fast alle 1,45 Mio Studenten plus alle Auszubildenden werden zu den Armen gezählt, weil ihr Einkommen meist unter 60% des Durchschnitts liegt. Und das obwohl gerade Studierende nach erfolgreichem Abschluss meist über dem Durchschnitt verdienen.
Es gilt also weiterhin: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."
Man kann alles eben so darstellen, dass es zur eigenen Weltanschauung passt.

Armut ist relativ

Leider lässt sich die Armut an den Zahlen nicht so ganz ablesen. Wir leben in der Nähe der Armutsgrenze und fühlen uns reich.

Es ist unsere Entscheidung so zu leben:
kein volles Gehalt, dafür mehr Zeit
einfacher Lebensstil bei hoher Lebensqualität
komsumkritisch und nachhaltig
vielseitig engagiert

Was den Unterschied zu arm macht:
1.Wir könnten das ändern, wenn wir wollten.
2.Wir sind gesund und haben auch sonst keine Belastungen (zu pflegende Angehörige...)
3. Wir haben ein angespartes finanzielles Polster und müssen uns keine Sorgen machen, wenn morgen die Waschmaschine kaputt geht.

Es ist uns sehr bewusst, dass viele Menschen aus verschiedenen Gründen diese Spielräume nicht haben und wir sind sehr dankbar dafür.

Am Beispiel München

Die Entwicklung, wie sie im Artikel beschrieben ist, ist verständlich. Nehmen wir mal meinen Wohnort, den Großraum München.
Hier brummt der Arbeitsmarkt. Firmen siedeln sich an und stellen ein. Das führt dazu, dass es eine bedeutende Binnenmigration aus anderen Regionen gibt.
Es kommen aber natürlich überwiegend jüngere, gut ausgebildete, gesunde und flexible Menschen. Die älteren, ungelernten oder wenig qualifizierten bleiben tendenziell eher dort, wo sie sind.
Und weil die Firmen dann sagen, in München gibt es Fachkräfte nehmen sie die Nachteile wie höhere Gehälter, teurere Immobilien und mehr Feiertage in Kauf.
So lange es nicht gelingt, andere Regionen für Firmen attraktiv zu machen wird sich der Effekt verstärken.

Ist ja auch nicht

verwunderlich, das die Zahlen so hoch sind.
Etwas über 9 Millionen Rentner liegen unter 1000 Euro, also hat jeder der im Mindestlohn schuftet, gerade etwas über der Grenze.
Nämlich laut Statistik 1.557,00 EUR im Juli 2019.
Die Schere geht also nicht nur zwischen unten und ganz oben auf, sondern schon in der Mitte zwischen zwei Klassen.
Es stimmt in Deutschland generell etwas nicht mehr, die Unterschiede werden einfach immer größer.
Aber Große Pläne und Geld für alle Welt, da hat Deutschland kein Problem.

Das ist nicht das "mittlere Einkommen"

sondern das "Median-Einkommen".......davon 60%

unglaubwürdige Statistik, oder ?

Es geht uns noch vergleichsweise gut, aber....
Verwunderlich der angebliche Rückgang, wo man doch immer mehr Schlangen vor der Tafel sieht oder zB in unserer Klasse (sehr gerne und völlig unbürokratisch) Geld sammelt, damit 2 Kinder auf Klassenfahrt mitkönnen.
Die hohen Lebenskosten, steigende Mieten, immer mehr Jobs im Niedriglohnsektor, wo geht da die Armut oder die Gefahr, darunter zu fallen, zurück?

Statistiken spiegeln selten das echte Leben wider.

@hochtief

Ja, man kann trefflich am eigentlichen Problem vorbei diskutieren und sich haarspalterisch über die zu Grunde liegenden Parameter echauvieren - das ändert aber an der Tatsache gar nichts, dass in einem sehr reichen Land, Menschen von ihrer Arbeit Lohn oder ihrer wohlverdienten Rente nicht würdig leben können. Und das ist in meinen Augen ein Zustand, für den sich viele unserer Lobby-Politiker in Grund und Boden schämen sollten! Ich fürchte nur, bei Berufspolitikern, egal welcher Couleur, ist Moral "terra incognita"...

RE: hochtief um 09:36

***Es gilt also weiterhin: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."
Man kann alles eben so darstellen, dass es zur eigenen Weltanschauung passt.***

Mit Ihrem Kommentar unterstreichen Sie Ihre eigene ideologie-getriebene Weltanschauung. Mit einem Wisch können Sie die Fakten vom Tisch fegen, ohne sich mit den Fakten auseinandersetzen zu müssen. Ob die Studie wissenschaftlich sauber erstellt wurde, scheint Sie nicht zu interessieren.

Gruß Hador

@dr.bashir

Das ist leider nur die halbe Wahrheit zum Industriestandort München.
Es sollte auch erwähnt werden, das in Bayern mit vielen Millionen an Subventionen für die Firmen, geworben wird. Leider können sich das nicht alle Bundesländer leisten.
Fakt ist aber auch das mit der Atraktivität von Standorten, das Preisgefüge, für Mieten und diverse andere Abgaben, erheblich duch einander geschüttelt wird.
Und diese Negativerscheinungen bleiben dann aber meist an der breiten Masse hängen. Was bedeutet das dies vom Bürger getragen werden muss. Und da kommen dann schon bestimmte Gruppen an ihre Grenzen.
Richtiger wäre es die Industrie Bundesweit zu verteilen, aber da mangelt es am Willen der Politik.

Da " arm " ist wer weniger

Da " arm " ist wer weniger als 60% des Durchschnitts hat, wird es immer einen Anteil von Armen geben. Nur wenn alle exakt das Gleiche hätten gäbe es keine " Armut ". Per Definition ist diese Statistik also wenig aussagefähig.

Armutsbericht:Viergeteiltes Land.....

Was wirkt da ?
Einmal wäre da der Niedriglohnsektor zu nennen.Dann die meist geringen Tarifabschlüsse(hier sollten Gewerkschaften ihre Positionen ändern),die hinter der Entwicklung der Arbeitsproduktivität zurückbleiben.
Und dann,mittelbar auch die Schuldenbremse,die Investitionen seitens der Städte,Regionen und Gemeinden verhindert.

@my comment

"Statistiken spiegeln selten das echte Leben wider."....

Stimmt! Besonders bei Einkommensstatistiken wird uns immer wieder vorgegaukelt wie gut wir doch verdienen. Das in diesen Statistiken auch Milliardäre usw. mit eingerechnet werden, wird sehr oft verschwiegen.
So hat z.B. Mannheim ein sehr hohes Lohnniveau von dem der Bürger nicht viel mitbekommt, weil Herr Schwarz (KAUFLAND usw.) mit in der Statistik drin ist.
Statistiken in Deutschland sind nichts anderes als Lügen gegenüber dem Bürger. Sollte man vergessen!

Mindestlohn

Da wird immer über Mindestlöhne diskutiert, auch um vom eigentlichen Problem abzulenken. Wir bräuchten eine Höchstlohn-Debatte, dann gäbe es automatisch mehr Lohn für Alle. Warum muss ein Manager mehr als das 20-fache der Durchschnittsgehälter seiner Mitarbeitenden beziehen ? Wie kann eine Person in mehreren Aufsichtsräten tätig sein, ist die Arbeit so leicht ? 10% aller Aktiengewinne in Bildung investieren etc.

Solange die deutschen

Steuergelder von unseren Poilitkern für "Die Rettung der Welt" anstatt den eigenen Bürgern eingesetzt wird und die Menschen dies akzeptieren, wird sich an dem Zustand nichts ändern.

Ein gewolltes Missverständnis

@ hochtief 9:36

Die Tagesschau spricht vom "mittleren Einkommen". Das ist eindeutig missverständlich, denn beim Median werden nicht die Einkommen, sondern seine Bezieher "gemittelt". Früher war es allerdings noch schlimmer, da sprachen die Wirtschaftsredaktionen glatt von "60% vom Durchschnitt". Was eindeutig falsch ist.

Auf diesem für die meisten Menschen nicht gleich ersichtlichen Unterschied zwischen dem Median und dem Durchschnitt gründet bergeweise Propaganda, die man hier offenbar nicht auszuräumen gewillt ist:
Im Gegensatz zu einem Durchschnittseinkommen muß kein Mensch unter der Armutsquote von 60% des Medians liegen. Da extreme Einkommen nach oben wie nach unten den Median nicht beeinflussen, kann Sozialpolitik relative Armut auch komplett beseitigen.
Die Propaganda ist allerdings billiger.

@hochtief - Statistiken richtig lesen

09:36 von hochtief:
"Fast alle 1,45 Mio Studenten plus alle Auszubildenden werden zu den Armen gezählt, weil ihr Einkommen meist unter 60% des Durchschnitts liegt."

Das ist falsch.
Wie Sie dem von Ihnen kommentierten Bericht entnehmen können, wurde das gesamte Nettoeinkommen des jeweiligen Haushalts herangezogen.

Von der Studie nicht erfasst werden alle Menschen, die keinen (Privat)Haushalt führen - also Obdachlose und alle Heimbewohner (Studenten, Alte, Flüchtlinge, ...).

Die Armutsquote der Studenten wird mit 35,3% angegeben, die Anzahl der Studenten mit 2,8 Millionen.

re orwellag

" Wieso hat der DAX eigentlich seit Jahren steigende Werte, weil das Geld nicht anders investiert wird."

Was in Aktien investiert wird ist privates Kapital. Das reduziert keine Armut, egal, wo es investiert wird.

Wer hat es gemacht?

Unsere GroKo hat.....

Eine Regierung die Schlupflöcher ohne Ende schafft wo z.B. Osteuropäer für 3€ / Std. in unseren Schlachthöfen arbeiten dürfen wo der hiesige keinen anständig bezahlten Job bekommt, eine Rentenpolitik fährt wo der Bürger ausgenommen wird (Riester und Co.)
trägt auch die SCHULD für diese Missstände.

Da sind andere Regierungen der Nachbarländer die wesentlich weniger Wirtschaftsleistung haben aber wesentlich besser als unser Regierenden.

"..... positive Entwicklung

"..... positive Entwicklung in den drei bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen......"
.
18,1% in NRW, deutlich über dem Bundesdurchschnitt, fast jeder 5. "arm", sind eine "positive Entwicklung"?
.
".....sie stieg dagegen in Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen."
Bremen mit 22,7% nicht vergessen!
Wie viele Bundesländer haben wir?
.
Aber klar, eine "positive Entwicklung".......

@10:07 von Mischa007

"Statistiken in Deutschland sind nichts anderes als Lügen gegenüber dem Bürger. Sollte man vergessen!"

Ja da sind die Medien in Belgien unseren weit überlegen, da lässt man sich nicht von der Wirtschaft blenden....
Da wird gefragt wie entwickelt sich der Wohlstand der Allgemeinheit.

Komisch das unsere das nicht drauf haben.

Definition

1035€ netto bei einem Single sind ziemlich genau der Mindestlohn.

Arm nach dieser Definition können also Menschen ohne Arbeit sein, solche, die um den Mindestlohn betrogen werden, Teilzeitarbeiter, Rentner und Studenten.

Wie kann man also scheinbar die Armut bekämpfen? Mehr Mindestlohn, mehr Grundrente, mehr Bafög. Aber...

Dann steigt das mediane Einkommen automatisch an und damit gelten wieder viele Menschen als arm, obwohl sie jetzt mehr Geld haben.

Meine Beobachtung

der des öfteren bei der Tafel meiner Tochter aushilft,die Schlangen der Bedürftigen sind in den letzten 2 Jahren länger geworden. Auch sehe ich hier in Hamburg im Zentrum ( Mönkeberg Strasse ) viel mehr Leute die " Platte " machen als noch vor einigen Jahren.

Jammerland

Jammern auf hohem Niveau. Bin regelmäßig in Polen. Nach unser Definition wären dort über die Hälfte arm.
Solche Berichte schüren nur den sozialen Unfrieden. Der Große Teil der Armen ist an ihrer Lage selbst schuld. Übrigens der Bericht im MoMA über eine taffe alleinerziehende Mutter war super. Solche Menschen bringen uns weiter. Die negativen Schlagzeilen in jeder Nachrichtensendung schlagen mir schon auf Gemüt. Wort des Jahres: ich fordere......

wer hätte das gedacht

der paritätische rechnet deutschland wieder ärmer, daß sein chef wg der vielen mehrarbeit ein noch höheres gehalt beziehen kann. schliesslich lebt die wohlfahrtsindustrie prächtig von solchen berichten. der deutsche arme würde fast überall auf der welt zum mittelstand zählen. falls ich das hier überhaupt so offen aussprechen darf

unglaubwürdige Statistik, oder ?

Statistiken waren immer schon nützlich um die Wirklichkeit zu verdecken.

Ruhrgebiet

Hier im Ruhrgebiet siehts leider weniger "rosig" aus als in es wohl in München der Fall ist. Die Stahlindustrie wurde stark abgebaut und alle Zechen sind mittlerweile zu, hier sind viele Jobs >ersatzlos< weggefallen.

Arbeit findet man hier überwiegend noch im Niedriglohnsektor, dafür sieht man verstärkt Flaschensammler und die "örtliche Tafel" ist total überfordert, da zu viele Neuanmeldungen dort eingehen.

@Am 12. Dezember 2019 um 10:12 von Augustus Cäsar

"Solange die deutschen Steuergelder von unseren Poilitkern für "Die Rettung der Welt" anstatt den eigenen Bürgern eingesetzt wird und die Menschen dies akzeptieren, wird sich an dem Zustand nichts ändern."
Ich habe eine Neuigkeit für sie: Deutschland liegt auf der Welt. Rettet man die Welt, rettet man Deutschland. Ich weiß, die Größenordnung ist ziemlich schwer zu verstehen.
Das ist in etwa so als würden sie im zehnten Stock stehen und die untersten drei Stockwerke brennen, da würden sie die Feuerwehr doch auch nicht erst dann rufen wenn ihre Wohnungstür war wird.
Aber zum Thema Steuergelder und Armut: Wäre die viel bessere Frage nicht warum man Apple und Starbucks seit einem Jahrzehnt die Steuer erlässt, anstatt sich über die wenigen sinnvollen Projekte des Staates aufzuregen? Etwas zu retten, und sei es "nur" die Welt, klingt für mich viel sinnvoller als Apple-Aktionären mehr Dividende zu zahlen.

@Karl Napf

"der deutsche arme würde fast überall auf der welt zum mittelstand zählen. falls ich das hier überhaupt so offen aussprechen darf"

sie vergleichen äpfel mit birnen. sie wissen das natürlich, aber machen es trotzdem.

Wie viele Armutsberichte noch?

Ich möchte das Problem nicht totschweigen, aussitzen oder einfach zu den Akten legen! Aber mal ganz ehrlich: gefühlt wird das Thema inzwischen jeden Monat mit einem neuen Bericht zu Arm und Reich in Deutschland auf´s Tableau gebracht. Sicherlich ist es wichtig, die Menschen daran zu erinnern, dass es nicht jedem gut geht. Und sicher ist es auch notwendig, der Politik immer wieder den "Stempel des Nichtstun" auf die Stirn zu drücken. Dennoch frage ich mich, ob die Nebenwirkungen dieser Vielzahl an Berichten nicht auch zu Politikverdruss, Ignoranz bzw. Gleichgültigkeit oder in Teilen auch Wut führen? Ich kann nicht immer nur das Negative in den Vordergrund stellen, ohne dass das nicht gewisse Wirkungen erzielt, die nicht gewünscht sind.

Daneben halte ich den reinen Ost-West-Vergleich inzwischen für überholt. Wie wäre es auch mal mit einem Nord-Süd-Vergleich? Oder sollte man nicht auch endlich mal die Regionen direkt benennen, die betroffen sind? Himmelsrichtungen sind doch arg pauschal!

@ 10:14 von Nachfragerin

„ Von der Studie nicht erfasst werden alle Menschen, die keinen (Privat)Haushalt führen - also Obdachlose und alle Heimbewohner (Studenten, Alte, Flüchtlinge, ...).“

Wie kommen Sie darauf, dass Studenten pauschal keinen Haushalt führen. Sicherlich die nicht, die weiter zuhause wohnen. Alle, die auswärts wohnen führen einen eigenen Haushalt. Auch im Studentenwohnheim.

Unter „Heimbewohnern“ verstehe ich nun wirklich nicht die MieterInnen eines Studentenwohnheims.

Sollte die Statistik wirklich so berechnet sein, wie Sie sagen zweifele an der Statistik.

Die höchste Armutsquote hat Bremen mit 22,7%

Ein Aspekt der Studie: Die höchste Armutsquote hat Bremen mit 22,7%. Diese Tatsache ist ein drücklicher Beweis für die sozialpolitische Kompetenz der SPD, die seit 1945 ununterbrochen, also seit bald 75 Jahren, in Bremen die Regierung stellt. Man sollte erwarten dass Bremen diesbezüglich als leuchtendes Beispiel auf höherer Stufe steht als jedes andere Bundesland in Deutschland.

60 % des mittleren Einkommens

Sagt überhaupt nichts über Armut aus.

Es gibt auch andere Modelle die Armut besser bemessen können, so zum Beispiel ein 4. Stufen Einkommensmodel Model.

Nach zu lesen zum Beispiel bei Hans Rosling, im Buch Faktfulness.

Statistiken sind Antidepressiva

Ich sage es mal so:
Statistiken hin oder her, D hat sich in allen Bereichen des Lebens nach meiner Beobachtung negativ entwickelt. Und das, ob hoher Steuereinnahmen. Welch ein Widerspruch
Ich weiß nicht wo anfangen soll, aber bei mir stellt sich seid langem das diffuse Gefühl ein, dass D über geschönte Statistiken in Ruhe gewogen wird.
Die Lebensrealität bei der breiten Masse wird von der Politik mehr und mehr negiert.
Dem Globalismus und Multilateralismus sei Dank.

@ Werner40, 10:04

Zitat:"Da " arm " ist wer weniger als 60% des Durchschnitts hat, wird es immer einen Anteil von Armen geben. "

Genau das ist eben falsch:
Die Definition relativer Armut lautet auf 60% vom Median-Einkommen. Nicht vom Durchschnitt.
Bei einem Median werden alle Einkommensbezieher in der Reihenfolge ihres Einkommens sortiert. Das "Median-Einkommen" ist dann das Einkommen desjenigen, der genau in der Mitte ist. Wieviel darüber oder darunter verdient wird, ist für diesen Wert also unerheblich.

Übrigens entspricht der Wert von 60% des Medians (wohl nicht ganz zufällig) zumeist der Pfändungsfreigrenze. Dass Menschen unter diese Grenze fallen, muss nicht sein. Es ist nur politisch gewollt.

@10:00 von Hador Goldscheitel

"Mit Ihrem Kommentar unterstreichen Sie Ihre eigene ideologie-getriebene Weltanschauung."

Der Kommentator hat keine Fakten vom Tisch gewischt, sondern er hat Fakten genannt, die eine berechtigte Kritik am Armutsbericht sind. Und das ist nur ein Punkt von vielen, die zu kritisieren sind. Hier sind verschiedene Kritikpunkte aufgeführt:

https://www.cicero.de/innenpolitik/ein-land-rechnet-sich-arm/52338

"Nun gilt als arm bzw. armutsgefährdet, wer weniger als einen bestimmten Teil des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Dieser Armutsbegriff, der auch von der Bundesregierung verwendet wird, misst somit nicht mehr die Deckung eines Bedarfs, sondern ein Verteilungsmuster. Insofern ist es irreführend, von einer Armutsdefinition zu sprechen. Die Verwendung dieses Verteilungsmaßes zur Bestimmung von Armut kann bizarre Konsequenzen haben. Wenn etwa die Mehrheit einer Bevölkerung hungert, dann wäre nach dem relativen Armutsbegriff trotzdem niemand arm."

lokale Definition?

Moin,
Median, Durchschnitt, mittleres Einkommen etc. ist der eine ungenaue Teil. Ich hab mal ne Frage zu einem anderen:
Indem hier ja nach Bundesländern gemittelt wird - ist damit die DEUTSCHE "Mitte" gemeint oder die in den jeweiligen Ländern?
Denn mit 60% "deutscher Mitte" kann man in Meck-Pomm gut leben, in München reicht es wohl kaum für ein Wohnklo... und die Lebensmittelpreise sind dort z.T. auch unterschiedlich, vielleicht nicht im Supermarkt, sehr wohl aber beim Bäcker/Metzger und in vielen Restaurants.

Kann mir da jemand weiterhelfen?
Besten Dank und viele Grüße!

unglaubwürdige Statistik, oder ?

"Statistiken spiegeln selten das echte Leben wider." - Richtig!
Wer mit Prozentzahlen hantiert, will häufig lügen oder manipulieren. Eine Armutsdefinition, die sich am Median orientiert, schafft immer mehr "Arme", sobald es der Mehrheit der Menschen finanziell besser geht oder wenn Einwanderer Niedriglohnjobs annehmen, da ihnen mangels Sprachkenntnissen und/oder beruflicher Qualifikation kaum eine Wahl bleibt.
Übrigens: Um Kinder von Bedürftigen Klassenfahrten, Eintrittsgelder und benötigtes Material für die Schule zu bezahlen, gibt es das Teilhabepaket. Auskunft erteilt der Klassenlehrer oder Schulleiter! So etwas wird gerne verschwiegen, um eine für eine bestimmte Partei dienliche Stimmung zu erzeugen.

Wenn sich die Representanten

des Staates mehr um die Welt als um die eigenen Buerger kuemmern, ist das kein Wunder.

Wie kann man in der Welt was in Ordnung bringen, was man nicht mal zu Hause schafft.

Steuergelder für die "Rettung der Welt"

... helfen besonders den Ärmsten. Es gibt keinen Widerspruch zwischen der Vermeidung der Klimakatastrophe und dem Kampf gegen die Armut. Was aber nicht toleriert werden kann, sind Steuergeschenke an die Reichen.

@ Werner40

„Da " arm " ist wer weniger als 60% des Durchschnitts hat, wird es immer einen Anteil von Armen geben. "

Das Median Einkommen ist das mittlere Einkommen einer Gesellschaft.
Ein paar Post weiter oben wird das aber schon vom User Marvin in Kurzform erklärt, ich empfehle darüber hinaus lesen sie auch in ausführlichen Erklärungen nach.

@Edda_Watson

"Der Große Teil der Armen ist an ihrer Lage selbst schuld."

Na, bei Ihnen ist Schröders Agenda gut angekommen. Sie sollten aber auf nicht zu viele Hater hoffen. Die Betroffenen haben keine Zeit, am frühen Morgen in Foren herumzujammern wie Sie das gerade getan haben. Ich kam vor sieben Jahren mit Verrenkungen bis unter die Schwelle der Selbstverachtung aus der Hartzhölle raus und habe dabei Leute kennengelernt in ähnlicher Lage.
Nicht der geringe Lohn ist das Schlimmste, sondern die Verachtung, die durch Regierungshandeln eine Kaste eingerichtet hat, die den Unzufriedenen unter den Arbeithabenden eine Möglichkeit gibt, sich über den Unwürdigen erhaben fühlen zu können.
Es gibt immer zu wenig Arbeit in diesem System. Das muß auch so bleiben.

Arbeitsministerium schafft Dumpinglohn

Dass selbst das Arbeitsministerium durch Teilprivatisierung der Aufgaben der Arbeitsagentur einen Bereich von Lohndumping schafft. Befristete Verträge und Personal von Zeitarbeitsfirmen charakterisieren die Situation beim Subunternehmer der Arbeitsagentur.

Die Aussage der Statistik könnte irreführend sein

Ich persönlich beobachte immer mehr jugendliche oder sehr junge Obdachlose. Die Annahme über rückläufige Quantität sagt nichts über deren erschreckendeQualität.

Und wie immer....

wird die übliche Neid-Debatte losgetreten und das Klagen über den Niedriglohnsektor darf natürlich auch nicht fehlen! Manche Foristen dürfen nicht aus ihrem ideologischen Weltbild heraus, weil sie schon mit unangenhmen Tatsachen überfordert sind. Wenn Baden-Württemberg und Bayern der "Reichtum" schon fast vorgeworfen wird, dann wird krampfhaft verdrängt, daß der "Reichtum" nicht vom Himmel fällt, sondern meistens erarbeitet wurde. Ich kann mich noch an einen ARD-Bericht der 60-Jahre erinnern, als man in den Zechen soviel verdiente, daß sich manche Bergarbeiter nach zwei Jahren ein neues Wohnzimmer leisteten und das "alte" vim Sperrmüll abholen ließen. Apropos Niedriglohn:sollte jemand, der Regale auffüllt, soviel verdienen wie ein Facharbeiter - und der Facharbeiter soviel wie der Meister - und der Meister soviel wie der Chefarzt? Wann kapieren die Nörgler, daß hier auch die Bildung in Schule und Beruf eine Rolle spielt.Die Frage der Selbstverschuldung ist sowieso tabu!

So wie es sein soll.

Ich sehe Obdachlose gleich bei mir um die Ecke, jeden Tag auch im Winter.
Für Integration dieser Menschen ist wohl kein Geld übrig. Das sind Menschen, die sich bereits selbst aufgegeben haben und somit ohne Wert für unsere Wirtschaft/Politik.

Aber sicher, mehr Reichtum sieht man auch auf den Straßen fahren. Also alles wie es sein soll.

Armut !

München ist eine der teuersten Städte von D, das ist schon mal eine Tatsache. Und es stimmt auch, dass sich etliche Firmen dort an gesiedelt haben, weil die bayrische Regierung sie deutlich unterstützt hat und dies immer noch tut. Manchmal aber auch mit etwas fragwürdigen Methoden.Dann ist es so, dass die nötige Infrastruktur geschaffen wurde, um die Verkehrswege für die Firmen zu optimieren, öfters auch gegen den Willen der Bürger.
Dies ist eines der großen Probleme anderer Regionen, dass die nötige Infrastruktur fehlt, vor allem eine sichere Internetverbindung, ein wirklich funktionierendes Handynetz, oft fehlendes oder nicht optimiertes Schienennetz usw.
Leider haben diese Dinge so manche Landesregierung nicht wirklich hin gekriegt.

/// Am 12. Dezember 2019 um

///
Am 12. Dezember 2019 um 10:49 von marvin

Die Definition relativer Armut lautet auf 60% vom Median-Einkommen. Nicht vom Durchschnitt.
Bei einem Median werden alle Einkommensbezieher in der Reihenfolge ihres Einkommens sortiert. Das "Median-Einkommen" ist dann das Einkommen desjenigen, der genau in der Mitte ist. Wieviel darüber oder darunter verdient wird, ist für diesen Wert also unerheblich.

Dass Menschen unter diese Grenze fallen, muss nicht sein. Es ist nur politisch gewollt.///
.
Auch in diesem Fall muß es immer Menschen geben, die unterhalb des Medians liegen. Wichtiger ist doch, ob man z.B. mit den angegebenen € 2400 / Monat für eine Familie vernünftig leben kann. Im übrigen, wer schon etwas in der Welt herumgekommen ist und Armut in anderen Ländern gesehen hat und auch die Unterschiede zwischen " Arm " und " Reich " in vergleichbar " reichen " Ländern wird feststellen, dass man in Deutschland eher auf der " paradiesischen " Seite lebt.

@Nachfragerin

Ihre Anmerkung zu der Verarmung von Studenten finde ich sehr hilfreich. Die haben oft Probleme eine bezahlbare Wohnung bzw Zimmer zu finden. 500euro für ein WGzimmer ist keine Seltenheit.

Verteilung des Reichtums ?

Warum sollte man Reichtum verteilen?

Es wäre sehr viel mehr gerechter, wenn Menschen für ihre Arbeit angemessen verdienen und sich somit ohne Stütze ernähren könnten.
Almosen vom Staat halte ich für verfehlt.
Sie schaffen Hängematten für Arbeitsunlustige und Trödler statt Leistungsträger.

Es muss mMn eine Kombi aus Bildungssicherheit, Wirtschaftssicherung und guter Entlohnung her.
Wer will aber den Ungebildeten schon für wenig Leistung hoch bezahlen?
Wer kann viel in der Wirtschaft bezahlen, wenn die Wirtschaft bekämpft wird?
Der Staat müsste massiv in Bildung investieren und Anreize für Unternehmen schaffen. Derzeit passiert genau das Gegenteil, weil der Staat sich die Wirtschaft zur Planwirtschaft umerziehen möchte.
Wer fliehen kann, der tut es wohl auch, wenn man sich die Auswandererzahlen der Leistungsträger anschaut.
Jeder ist seines Glückes Schmied!
Wo Leistung gut bezahlt wird, das geht sie nicht, sondern lockt weitere Leistungsträger an und hebt somit den Wohlstand aller.

09:31 von OrwellAG

"Ich glaube nicht, dass Deutschland un-ärmer geworden ist. Meiner Meinung nach, ist die Kluft zwischen Arm und Reich gross"

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Ihr letzter Satz widerspricht nicht dem Bericht.
In Ihrem ersten Satz setzen Sie ihren persönlichen Glauben gegen den Bericht.

Ich frage mich, auf welche Statistik Sie ihren Glauben gründen - oder ist Glaube in dem Fall nur ein Gefühl? Und wodurch entstand dieses Gefühl?

Aus dem Bekanntenkreis?

Armut !

Sicher in D wird gerne und ausgiebig gejammert.
Aber man muss auch daran erinnern, dass es hier zulande viel zu viel Jobs gibt, die ziemlich schlecht bezahlt oder gar unterbezahlt werden. Der Niedriglohnsektor ist inzwischen zu groß und wirkt sich langsam aber sicher aus. Etliche Firmen sind aus Tarifverbünden aus getreten, um die Angestellten noch schlechter bezahlen zu können. Die Mieten steigen immer mehr wegen der grasierenden Gewinnsucht von Wohnbaukonzernen und Investoren, die Nebenkosten steigen immer mehr.
Wenn man zwei oder gar drei Jobs braucht, um nur einigermaßen über die Runden zu kommen, dann stimmt da etwas nicht mehr.
Und es gibt sehr große Firmen, die ihren Angestellten seit ewiger Zeit einen anständigen Lohn verweigern, nur damit die Bosse noch reicher werden.
Was wie in Polen oder den anderen Ostländern mit ihren fragwürdigen Regierungen geschieht, das ist deren Sache und nicht mit D vergleichbar.

@ 11:06 von karlheinzfaltermeier

„... sollte jemand, der Regale auffüllt, soviel verdienen wie ein Facharbeiter - und der Facharbeiter soviel wie der Meister - und der Meister soviel wie der Chefarzt? Wann kapieren die Nörgler, daß hier auch die Bildung in Schule und Beruf eine Rolle spielt.Die Frage der Selbstverschuldung ist sowieso tabu!“

Sie haben nur zum Teil recht. Natürlich kann man durch Bildung sein soziales Niveau steigern. Allerdings kann man sich keine Gesellschaft vorstellen, in der nur Chefärzte und Meister sind. Irgendwer muss die Regale einräumen, damit der Chefarzt einkaufen kann.

Also muss das Ziel sein, dass auch der Regaleinräumer von seinem Gehalt vernünftig leben kann.

Falsche Sau wird durchs Dorf getrieben

<<"Der Graben verläuft längst nicht mehr nur zwischen Ost und West", sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider<<

Ich denke, das hat weder mit Nord-Süd oder Ost-West zu tun, sondern Reich gegen Arm!

Auf die Frage, was er für den zentralen Konflikt unserer Zeit hält, hat Warren Buffet gesagt:

„Der Klassenkampf natürlich, Reich gegen Arm, und meine Klasse, die Reichen, die gewinnen gerade.“

Arm ist, wer neben seinem Verdienst staatliche Leistungen in Anspruch nehmen muss, um einigermaßen würdevoll leben zu können.

Arm ist, wer bei den Tafeln ansteht, um Lebensmittel zu bekommen!

Das geschieht im Norden, Süden, Westen und Osten der Republik!

In einem Land, in dem wir gut und gerne leben!

Bedanken wir uns bei den christlichen Parteien (cdu/csu) und der sozialdemokratischen Partei, die seit über 50 Jahren soziale Gerechtigkeit auf ihrer Agenda stehen hat, (und den grünen), die die Geschicke des Landes leiten!

@dr.bashir

Das Medianeinkommen ist der Betrag, bei dem 50 % ein geringeres Einkommen und 50 % ein höheres Einkommen als dieser Betrag erzielen.
Wenn also z. B. der Mindestlohn auf 12 Euro die Stunde erhöht wird, dann ändert sich am Medianeinkommen nichts, aber auch gar nichts, da diese Menschen weiterhin in der Gruppe der unteren 50 % verbleiben!
Dagegen könnte es sein, dass sie dann aus der Gruppe "Einkommen unter 60 % des Medianeinkommens" herausfallen und damit statistisch nicht mehr als arm gelten!

Viergeteiltes Land

Und das was gezeigt , oder auch umschrieben wird , ist meist nur eine Momentaufnahme! Solche Aufnahmen sind in der Regel ganz weit weg von jeglicher Realität und sollen auch nicht breit gezeigt oder erörtert werden. Es stört schlicht und ergreifend ..... und eben das will man nicht ! Der schöne Schein !!!!

um 11:17 von yolo

"Warum sollte man Reichtum verteilen?

Es wäre sehr viel mehr gerechter, wenn Menschen für ihre Arbeit angemessen verdienen und sich somit ohne Stütze ernähren könnten."

Naja, das wäre ja auch eine Art des Verteilens, oder? Reichtum höher zu besteuern, um es der Allgemeinheit zu Gute kommen zu lassen, halte ich auch für den verkehrten Weg, wissen wir doch alle, dass der Staat mit Geld eher schlecht als recht umgeht. Daher wäre eine Verteilung mittels höherer Löhne angemessener und würde am Ende durch Lohnsteuer und Sozialabgaben auch irgendwo der Allgemeinheit zu Gute kommen.

Man muss aber auch immer wieder deutlich machen, dass vor allem Bildung ein gutes Mittel zum Schutz vor Armut ist. Daran führt kein Weg vorbei. In einer Gesellschaft, die sich immer mehr digitalisiert, sind wir alle gezwungen, uns immer weiter zu bilden und nicht stehen zu bleiben. Das gilt heute auch im Handwerk sowie der Industrie.

Armut !

Was dabei nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass viele Studierende deshalb, wenn möglich zu Hause bei den Eltern leben, weil sie keine bezahlbare Bleibe finden. Die große Wohnungsnot und dem Mietenwucher Wahnsinn sei Dank !
Es wurden seit Jahren viel zu wenige Sozialwohnungen gebaut, und zu viele entweder in Eigentumswohnungen umgebaut oder die Mieten so drastisch erhöht, dass sich ein normaler Angestellter diese nicht mehr leisten kann.
Dazu kommen all die Jobs, die im untersten Lohnsektor an gesiedelt sind, wovon fast nicht leben kann.
Es sollte deutlich zu denken geben, wenn 10% vom gesamten Vermögen über 90% haben und die anderen 90% nur grob gerechnet zusammen 5%. Dies ist im höchsten Masse ungerecht und schadet jeglichem Gemeinsinn.

10:29 von Edda_Watson

>>Jammern auf hohem Niveau. Bin regelmäßig in Polen. Nach unser Definition wären dort über die Hälfte arm.<<

Sie haben vollkommen recht!

Und wenn sie nach Afrika oder BanglaDesh schauen und vielen anderen Ländern, sind Deutsche sehr reich! Wir haben ein Dach überm Kopf und können es uns leisten, ca.20-25% Nahrung wegwerfen.

Sie müssen nur nach unten sehen, dann funktioniert das hervorragend.

In 10/20/30 Jahren werden die Zustände in Deutschland den o.g. ähnlich werden.

Warum?

Weil dann die hart arbeitenden Menschen im Niedriglohnsektor, zurzeit 27,5% mit stark steigender Tendenz, in Rente gehen werden!

Dann müssen sie nicht mehr nach Polen reisen.....

@Werner40

Ja, die vielen Menschen in Deutschland, die bei jeder ihrer Ausgaben rechnen müssen, ob das restliche Geld dann noch bis zum Monatsende reicht und die vielen Menschen die Teile ihrer Lebensmittel bei der Tafel holen, fühlen sich sicherlich wie im Paradies in Deutschland!
Sie sollten mal mit diesen Paradiesbewohnern reden anstatt nur über sie zu reden!

@ 11:27 von smirker

„ Wenn also z. B. der Mindestlohn auf 12 Euro die Stunde erhöht wird, dann ändert sich am Medianeinkommen nichts, aber auch gar nichts, da diese Menschen weiterhin in der Gruppe der unteren 50 % verbleiben!
Dagegen könnte es sein, dass sie dann aus der Gruppe "Einkommen unter 60 % des Medianeinkommens" herausfallen und damit statistisch nicht mehr als arm gelten!“

Sie haben recht mit ihrer Erklärung. Ich hatte einen statischen Blackout bei meinem Post

Armut !

Ein großes Problem daran ist zusehen, dass sich nicht so viele es leisten können, in Aktien zu investieren. Bei all den Kosten für den Lebensunterhalt bleibt bei vielen nichts übrig, um wirklich privat so vor zu sorgen.
Es müssten Veränderungen kommen, damit ein normaler Arbeiter oder Angestellter so viel im Geldbeutel hat, dass am Monatsende auch etwas übrig bleibt und es müssten bessere und sichere Wege und Anreize geschaffen werden, dass dies Menschen ihr übriges Geld "anlegen" können.
Wenn man immer wieder von all den Betrügern, die viel Menschen um ihr Erspartes bringen, dann fördert dies das " Anlegen" natürlich nicht. Leider gibt es zu viel Anlagebetrüger bei etlichen Firmen, und nur sie sind dann die Gewinner.

Warum sind die Menschen arm?

Herr Schneider ist "das Gesicht" seines jährlichen Armutsberichts. Was aber soll politisch ein solcher statistisch anfechtbarer Bericht bewirken? Der Verband suggeriert schon mit seinem Namen quasi für die ganze Wohlfahrtspflege zuständig zu sein. Dies trifft aber nicht zu...die großen Hilfseinrichtungen wie Deutscher Caritasverband und die Diakonie beteiligen sich nicht an solchen Armutsklagen. Vertreter von CDU, SPD und Grünen kritisieren auch die Vereinnahmung des Verbandes für Parteipolitik, der DPWV sei eine "Lobbyorganisation der Linken". Die Armutsdefinition für eine Familie mit 2 Kindern mit monatlich 2174.- € ist so wohl methodisch nicht haltbar. Viele Faktoren sind verantwortlich für das jeweilige Einkommen...das müßte analytisch mitgeliefert werden. Armut ist nicht nur ein quantifizierbarer Zustand.

Das Problem ist auch der,

Das Problem ist auch der, steuerlich Grundfreibetrag, der ist nicht der Lohnentwicklung angepasst, nachdem richtet sich über anderem auch der Alg2 Satz, we n nicht sogar die Mindestlöhne. Jeder vierte Haushalt hat gerade sein monatliches Auskommen, da bleibt kaum was übrig, und das ist politisch zu gewollt. Auf der anderen Seite lässt es die Politik zu, das Einkommensmillionäre sich mit Raffinesse der Besteuerung entziehen. Wir sehen es an der geplanten Aktienbesteuerung mit vielen Ausnahmen. Schaut in andere Länder, Schweden, Österreich, Niederlande um nur einige zu nennen, die sozialen Sicherungssysteme auch Renten sind meist höher.
Muss sagen, die deutschen Kapitalisten, und auch Beamten sind Geizhälse, paritätisch waren sie nie.

@dr.bashir um 11:24Uhr

Möchten Sie beurteilen, wie hoch ein gerechter Lohn sein muß, denn erfahrungsgemäß richtet sich der nach den Ansprüchen des Lebensstandarts. Das Beispiel eines Chefarztes ist auch nur ein Beispiel, oder habe ich den Eindruck erweckt, die Masse der Bevölkerung wären Chefärzte? Ich kenne noch aus meiner Schulzeit am Gymnasium Leute, die jede Berufsausbildung oder Studium für überflüssig hielten, denn es galt ja "make-love, not-war" und flower-power! Die gleichen Leute beschweren sich aber jetzt, daß sie abgehängt sind und gefälligst von der Gesellschaft nach ihren eigenen Ansprüchen versorgt werden sollen. Ich behaupte nicht, daß das typisch ist und grundsätzlich gilt, aber ich verleugne auch nicht diese Tatsache, wie es die LINKE und Teile der SPD tun.

09:55 von my comment

"unglaubwürdige Statistik, oder ?

Es geht uns noch vergleichsweise gut, aber....
Verwunderlich der angebliche Rückgang, wo man doch immer mehr Schlangen vor der Tafel sieht oder zB in unserer Klasse (sehr gerne und völlig unbürokratisch) Geld sammelt, damit 2 Kinder auf Klassenfahrt mitkönnen.
Die hohen Lebenskosten, steigende Mieten, immer mehr Jobs im Niedriglohnsektor, wo geht da die Armut oder die Gefahr, darunter zu fallen, zurück?

Statistiken spiegeln selten das echte Leben wider."

Ihre unbelegten Aussagen spiegeln aber überhaupt nicht das Leben wider.

Sie leugnen einfach, dass die Armut ein wenig gefallen ist, behaupten, dass die Statistiker lügen, und gut is.

@ morgentau19

„Warum?

Weil dann die hart arbeitenden Menschen im Niedriglohnsektor, zurzeit 27,5% mit stark steigender Tendenz, in Rente gehen werden!

Dann müssen sie nicht mehr nach Polen reisen.....“

Eine Seite der Medaille, aber bekanntlich gibt es auch immer einen Rückseite, und die ist das ca 285.000 Menschen aus der Mittelschicht jährlich aus Deutschland auswandern, weil ihnen Abgaben und Bürokratie zu hoch sind.
Die fehlen uns dann allerdings zukünftig als Beitragszahler.
Dieses Problem scheint nachdem Ökonomen da schon seit mindestens einem Jahrzehnt drauf hingewiesen haben, auch in der Politik anzukommen, bleibt die Hoffnung da jetzt sinnvolle Lösungen für zu finden.

@karlheinzfaltermeier

Die unteren 40 % der Arbeitnehmer haben seit 20 Jahren keine reale Erhöhung ihres Lohnes erhalten (Studie des DIW) und besitzen kein Geldvermögen (Aussage von Prof. Fratzscher bei Maybrit Illner)!
Das ist für Sie offenbar okay, für mich ist das eine Tatsache, für die sich Deutschland schämen sollte!

Unabhängig davon

ob die Armutsdefinition mit 60% des Medianeinkommens strittig ist- ja, es gibt zu Biel Armut in D und wer mit offenen Augen durch das Land geht erkennt sie. Nur was hilft? Zunächst Bildung und Arbeitsplätze, von denen Menschen existieren können, nicht immer mehr Transferleistungen. Ganz nach dem chinesischen Sprichwort: wenn Du willst, dass ein Hungernder immer satt wird, lehr ihn das Angeln

Deutschland ist lebenswert

Armut ist ein Schandfleck für jede Gesellschaft - und dennoch gibt es diese selbst in den reichsten Ländern. Nun muss man aber festhalten, dass auch Studenten und Auszubildende der Armut zugerechnet werden, obwohl vor allem die Erstgenannten später idR zu den besser Verdienenden aufsteigen. Erfreulich auch, dass die Armutsquote in Deutschland, obgleich noch immer zu hoch, spürbar zurückgegangen ist. Zu guter letzt: Jeder zweite Euro fließt in den Sozialhaushalt. Das soziale Netzwerk in Deutschland ist engmaschiger als in den meisten anderen Ländern, übrigens auch dank privater Initiativen wie den "Tafeln". Und aufgrund der guten Konjunktur bewegt sich die Arbeitslosigkeit noch immer auf einem Rekordtief. Dies ist durchaus auch der Regierungspolitik der vergangenen Jahre zu verdanken.

armutsbericht - viergeteiltes land

Es sollte inzwischen allgemein bekannt sein, das alle Statistiken für sich alleine betrachtet wenig bis keine Aussagekraft haben. Man muss sie jeweils mit dem politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Hintergrund derjenigen verknüpfen, die diese Statistik in Auftrag gegeben haben bzw. die diese Statistik veröffentlichen.

Bedeutet also, dass jeder für seine Zwecke aus den gesammelten Zahlen, Werten und Fakten sich die Daten heraussucht, um das von ihm gewünschte Ergebnis „wissenschaftlich“ abzusichern. Dadurch entstehen bei gleicher Datengrundlage natürlich unterschiedliche Ergebnisse und Bewertungen.
Statistiken sind also nie ein Grund, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen.

@karlheinzfaltermeier

Selbstverschuldung tabu? Dieser Satz sagt viel mehr über Ihre Haltung als über Rahmen und Inhalt dieser Diskussion. Die Debatten über Neid und Gier enden oder versanden im Mythos des Selbstverständnisses. Vor allem in dem der sog. "Leistungsträger".

Jeder Bauer in Tschad oder in Somalia arbeitet härter und risikogefährdeter als als jeder Unternehmer bei uns. Wenn Sie das anders sehen, machen Sie mal ein paar Tage Urlaub dort. Das hat mit der Armut bei uns nichts zu tun, umso mehr aber mit der Armut in den Herzen und leider auch im Verstand.

Wieviel Neid braucht denn jemand, der alles hat und trotzdem sich beschwert, weil andere Menschen mit fast Nichts überleben und arbeiten müssen?
Ich frage mich schon, wie sehr ein gut ausgebildeter und gut verdienender oder gar reicher Mensch leiden muß, daß er erst zufrieden ist, wenn andere Nudeln mit Tomatensosse essen müssen jeden Tag wie der Sarrazin einst. Ja, der Neid ist schlimm. Vor allem für die, die ihn brauchen aber nicht genießen.

Armut !

Natürlich kann ein Regaleinräumer nicht so viel verdienen wie ein Meister.
Wenn man aber sieht, wie diese Menschen, auch Reinigungskräfte systematisch und gewollt sogar unterm Mindestlohn abfertigt, dann stimmt etwas nicht im System. Ud so gibt es noch einige Branchen und Firmen, die solch eine Praxis schon seit Jahren praktizieren. Zu den "Geschädigten" gehören auch sehr viel Bedienungen, Menschen in der Pflege und noch so einigen Branchen.
All diese Menschen hätten das Recht für ihre Arbeit die sie leisten, angemessen bezahlt zu werden, aber es wird ihnen einfach verweigert, und die Politik tut nichts und will es auch nicht sehen.

@ 11:46 von karlheinzfaltermeier

Ich gebe Ihnen ja durchaus zum Teil recht, auch bei dem Punkt „mehr Selbstverantwortung“. Natürlich gibt arme Menschen, die mehr aus sich hätten machen können.

Aber trotzdem funktioniert keine Gesellschaft aus ausschließlich gut- und hochqualifizierten Menschen besteht. Irgendwer räumt eben Regale ein, putzt oder fährt Pakete aus. Und die verdienen natürlich weniger, als ein Facharbeiter. Die Frage ist nur wie wenig und wie groß wollen wir die Unterschiede in einer Gesellschaft haben.

11:46 von karlheinzfaltermeier

"Ich kenne noch aus meiner Schulzeit am Gymnasium Leute, die jede Berufsausbildung oder Studium für überflüssig hielten, denn es galt ja "make-love, not-war" und flower-power! "

Es gab auch das Motiv des "Marsches durch die Institutionen" - wenn ich mich recht erinnere.

Und nebenbei haben Sie nicht viel von der Hippi-ideologie verstanden, wenn sie es auf die Schlagworte reduzieren. Aber dafuer ist es jetzt eh zu spaet. Obwohl als Tipp: Weniger stumpfen Konsum, mehr Art- und Umwelterhaltung, mehr Kapitalismuskritik, Spiritualitaet... alles aktueller denn je, wenn auch komplexer unyd verfahrener. Dank wem? Sicherlich nicht wegen der Hippies. Wegen Managern bei VW aber schon eher... und denen, die in den Instititiuonen konvertierten. Der Kapitalismus frisst sie alle. (Siehe aktuell der google konzern.)

@09:50 von spax-plywood

Wenn man den Wert für "mittlere Einkommen" ermittelt indem man die Gesamtsumme der Einkommen durch die Zahl der Empfänger teilt, stimmt das nur , wenn eine Normalverteilung (Verteilung der Einkommenshöhen über die Menge der Empfänger, Glockenkurve) vorliegt. Das ist sicher aber hier nicht der Fall, sondern die Verteilung der Einkommenshöhe ist eher asymmetrisch in Richtung auf höhere Einkommen.

Diakonie kritisiert soziale Spaltung

Die Diakonie hat in Zusammenhang mit Hartz IV von einer 2-Klassen Justiz gesprochen. Die Zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ist ein Demokratieproblem. Arbeitnehmerrechte werden bei Subunternehmen und Zeitarbeitsfirmen abgebaut. Gestützt durch das Sanktionssystem der Jobcenter.

um 11:47 von Sausevind

Falsch, liebe*r Sausevind.

Ich arbeite in der Häma-Onko Forschung, seit 15J in Studien und mache regelmäßig Auswertungen für EU/USA Statistiken.
Ein Beispiel: Non-Hodgkin Lymphom, 20Pat, 2 davon zu "früh" verstorben, schon kippt die Überlebenskurve im mehrprozentigen Bereich, Therapie wird nicht weiter finanziert bzw. von der Krankenkassen als unwirksam eingestuft. Die Dollars mal wieder.
Das die verbliebenen 18 Patienten gut und tlw. viel länger (über-)leben, fällt da nicht mehr ins Gewicht.

Und nun erwarte ich gespannt Ihr fundiertes Wissen und Kenntnis bezüglich der deutschen Armut.

Neue statistische Auswertungen nötig

Nach eigener Definition des Paritätischem handelt es sich bei der Statistik um eine "relative Einkommensarmut als zentraler Indikator".
Das "mittlere Einkommen einer Gesellschaft" (Definition des Paritätischem) führt natürlich je nach Region in Deutschland zu unterschiedlichen Lebensumständen. Wer in einer ländlichen Gegend mit Mietniveau von 5,50 bis 6,50 Euro Miete pro m2 mit einem Einkommen an der "Armutsgrenze" noch über die Runden kommt, kann wahrscheinlich in München noch nicht einmal eine Wohnung mieten.
Dazu kommt, dass nur Einkommen betrachtet wird. Dies bedeutet, dass z.B. vermögende Ruheständler, die nur eine geringe Rente beziehen, weil sie nicht eingezahlt, aber privat vorgesorgt haben unter den Armen gezählt werden. Ebenso sind nach Aussage des Paritätischem 12,4% der als arm gezählten, Studenten und Auszubildende.
Die Statistik des Paritätischem hat enorme Schwächen und tendiert dazu, die Anzahl der Armen zu erhöhen. Dies halte ich für sehr fragwürdig.

um 11:33 von morgentau19

>>
Weil dann die hart arbeitenden Menschen im Niedriglohnsektor, zurzeit 27,5% mit stark steigender Tendenz, in Rente gehen werden!
<<

Etwas am Niedriglohnsektor festmachen zu wollen, ist in den meisten Fällen nicht zielführend. Die Definition ist ja "weniger als 2/3 des Median bei Umrechnung auf Vollzeitbasis". Schon der Median ist als Bezug problematisch. Beispiel: 3 Arbeitnehmer, einer verdient 1.000,- €, der zweite 1.100,- €, der dritte 100.000,- €. Dann liegt der Median bei 1.100,- € (man sortiert alle Werte der Höhe nach, der Median ist genau der in der Mitte). In dem Beispiel gibt es keinen Niedriglohnsektor, weil 1.000,- € ja deutlich mehr sind als 2/3 von 1.100,- €. Arbeitet der mittlere nur noch halbtags für 550,- € bleibt er dennoch der Median, weil sein Lohn auf Vollzeit, also wieder auf 1.100,- hochgerechnet wird. Und wenn der Dritte 1 Mio. verdient, ändert sich der Median dadurch nicht.

Auswanderung

es wandern seit geraumer Zeit viele Hochqualifizierte und Besserverdiendende aus, auch dadurch sinkt die relative Armut.

@ Werner40, 11:12

Zitat: "Auch in diesem Fall muß es immer Menschen geben, die unterhalb des Medians liegen."

Wer findet den Unterschied? ;-)
Ich denke, Sie haben verstanden, dass es keinen mathematischen Grund gibt, weniger als 60% eines Median-Einkommens zu verdienen. Denn das war Ihre Argumentation, solange Sie vom Durchschnitt ausgingen.

Armutszeugnis

Ich kann nicht verstehen, wie man bei dem heutigen Preisniveau darüber diskutieren will, ob 1035 Euro für eine Einzelperson im Monat als arm zu bezeichnen ist oder nicht.

Rechnen Sie sich doch einmal aus, wie weit Sie damit kämen.

@karlheinzfaltermeier - 11:06

"Manche Foristen dürfen nicht aus ihrem ideologischen Weltbild heraus, weil sie schon mit unangenhmen Tatsachen überfordert sind. [...]
Apropos Niedriglohn:sollte jemand, der Regale auffüllt, soviel verdienen wie ein Facharbeiter - und der Facharbeiter soviel wie der Meister - und der Meister soviel wie der Chefarzt?"

Ihr ideologisches Weltbild ist dagegen so gefestigt, dass Sie sich maßloser Übertreibungen bedienen müssen. Wem wollen Sie das andichten, solche Vergütungen zu fordern?

"Wann kapieren die Nörgler, daß hier auch die Bildung in Schule und Beruf eine Rolle spielt. Die Frage der Selbstverschuldung ist sowieso tabu!"

Schon mal was davon gehört, wie in diesem Land die soziale Herkunft Schule und Beruf prägt?
Haben ja gerade wieder ganz toll in Bildung und Chancengleichheit abgeschnitten. Am besten solche OECD-Erhebungen wegen Nörgelei dann auch unter der Decke lassen.

Wegsehen hilft dann bei Problemlösungen ungemein.

Es lebe der soziale, freiheitliche demokratischer Rechtsstaat,

der die Armut weiter betreibt. Bei gerichtlichen Entscheidungen werden immer wieder Bürger mit geringerem Einkommen benachteiligt, trotz Prozesskostenhilfeantrages. Das gebe es auch vor den Verwaltungs - bzw. Sozialgerichten. Ist es ein trauriges Beispiel, dass wegen einer Schufa - Eintragung Schwierigkeiten bekomme bei der Wohnungssuche. Sozialwohnungen werden von Personen des öffentlichen Dienstes besetzt, welche mehr verdienen, als zulässig ist für einen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Konkrete Beispiele für eine Einstufung in die Armutssphäre wird von der TS nicht konkret dargestellt und auch nicht vom paritätischen Wohlfahrtsverband. Denn ich kenne Beispiele wo die "unabhängigen" Richter Personen regelrecht in die Armut geschickt haben. Bsp. bei einer missglückten Operation durch einen Krankenhausarzt. Bei der Beweiswürdigung wurden fadenscheinige Argumente herangezogen, wo dem Kläger vorgeworfen worden ist, dass er seinen Gesundheitszustand fahrlässig herbeigeführt haben

@Adeo60

"Das soziale Netzwerk in Deutschland ist engmaschiger als in den meisten anderen Ländern, übrigens auch dank privater Initiativen wie den "Tafeln"."

Tafeln sind Wohltätigkeit, also das Ertränken des Rechts im Mistloch der Gnade.
Es ist die Aufgabe des organisierten Gemeinwesens, sich um die Nahrungsversorgung zu kümmern und darf niemals moralischer Ablasshandel der Reichen sein.
Tafeln sind eine gesellschaftliche Rückentwicklung in die Armenspeisung durch Burgen und Klöster im Mittelalter.
Tafeln unterminieren den Rechtsanspruch auf Lebensmittel und damit auf Leben.

11:07 von daia20

"" Ich sehe Obdachlose gleich bei mir um die Ecke, jeden Tag auch im Winter.
Für Integration dieser Menschen ist wohl kein Geld übrig. Das sind Menschen, die sich bereits selbst aufgegeben haben und somit ohne Wert für unsere Wirtschaft/Politik.""
#
In Hamburg gibt es jetzt einen Bus in dem Obdachlose duschen können und sich auch aus Spenden neu einkleiden dürfen. Die Idee dazu hatte ein ehemaliger Obdachloser der lange auf der Strasse gelebt hat. Ich sage prima dazu!

Wer hier daran zweifelt.....

….das in diesem Land Massenarmut herrscht, der erinnere sich an Vergangene Zeiten.

Wo ein Mann mit seinem Geld Eine Familie ernaehren konnte.

Wo Wohneigentum auch fuer viele Arbeiter erschwinglich war.

Wo Flaschensammler nicht die Regel sondern eher die Ausnahme darstellten.

Wo hier in Muenchen keine menschen beobachtbar waren, die in Muelleimern nicht nur Flaschen sondern auch Essbares suchen.

Der Lebenstandard in D duerfte fuer weite schichten der Bevoelkerung mittlerweile deutlich unter dem liegen, was noch in den 80ern usus war.

Gestiegene Gehaelter mag manch einer anmerken...

Sind irrelevant mit der Mogelpackung "Euro", die betraechtliche Preissteigerungen brachte.

Dieses Land ist Aermer geworden.

Und Schritte zur weiteren Verarmung sind im vollen Gange.

11:07 von daia20

"Ich sehe Obdachlose gleich bei mir um die Ecke, jeden Tag auch im Winter.
Für Integration dieser Menschen ist wohl kein Geld übrig."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

In diversen Fällen kann man die Integration mit Geld nicht erzwingen.

Das Problem liegt oft tiefer.

Es lohnt sich, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, statt gleich wieder in das Horn zu blasen, das viele Deutschenverachter täglich blasen:

dass die deutsche Regierung eine kalte Seele hat und den Obdachlosen nicht helfen will.

@melanchoniker, 11.04h

Sie sollten nicht den gleichen Fehler machen und Ihr eigenes Schicksal verallgemeinern.
Ich habe viel mit ALGII-Empfängern zu tun.
Am kommenden Samstag haben welche wieder Termine bei mir, um ihre Bewerbungen zu schreiben und die andere Korrespondenz zu erledigen.
Bei denen sieht das mit dem Arbeitswillen deutlich anders aus, als bei Ihnen.
Es sind also nicht alle so wie Sie und sicherlich nicht alle so, wie mein Klientel.

@smirker um 11:49Uhr

Ja, das ist für mich okay! Denn die unterschiedlichen Höhen der Einkommen hängen fast immer von Bildung, beruflichem Können und Flexibilität ab, und nur in Ausnahmefällen führen ideologische Parolen zu Einkommen der Spitzengruppe!

Wir mischen uns gerne global ein

aber bekommen es nicht (mehr) auf die Reihe, den Dreck vor der eigenen Haustüre zu kehren!

Bei allen Zahlenspielen zur Beruhigung der Bevölkerung: Die "richtige Armut" kommt noch auf uns zu. Wir sehen zur Zeit nur die Spitze des Eisberges. Lasst erst mal die Autoindustrie sowie deren Zulieferfirmen die Zahlen bekannt geben, wie viel der Arbeitsplätze wegfallen. Der nächste Schub sind dann die Massen an Rentnern, die zur Zeit noch in Billig-Jobs am arbeiten sind.

Eine Industrie-Nation, in der ein größer werdender Teil an Rentnern in Suppenküchen ernährt werden muss, sollte sich nicht als Prozent-Angeber noch selbst in Szene setzen - die ganze Politik hier ist doch nur noch eine Blamage zu Gunsten der Schere, die immer weiter auseinander klafft! Was bleibt, wäre das Aufblasen der Backen bei der nächsten Bundestagswahl - und die kommt!

@Shuusui, 12:12 Uhr - Gesellschaftliche Verantwortung

Die "Tafeln" sind auch nur Teil einer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Ich vermag darin nichts ehrenrühriges zu sehen. Im übrigen: Wir leben (leider) in einer Wegwerf-Gesellschaft, auch und vor allem bei den Lebensmitteln. Es ist doch nur konsequent, wenn Armut auch dadurch begegnet wird, dass man Lebensmittel nicht verfallen lässt. Insoweit aber bedarf es eines tiefgreifenden Wandels des Bewusstseins. Im übrigen würde ich Wohltätigkeit nicht derart abschätzig bewerten, wie Sie das tun: Fällt bei Ihnen der Spender einer Niere tatsächlich in das "Mistloch der Gnade"...? Es gilt immer noch der weise Spruch von Kennedy: "Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst". Eine Gesellschaft lebt von deren Zusammenhalt - in Form von Vereinen, aber eben auch von Wohltätigkeit. Nicht immer bedarf es eines Rechtsanspruchs, um Hilfe zu erfahren.

Welche Statistik

In der Diskussion um Median und Normalvertelung könnte ein Blick auf Lorenzkurve und Gini-Koeffizent nützlich sein. Nach Gini-Koeffizent hat die Spaltung zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren zugenommen. Die Lorenzkurve zeigt sehr anschaulich wie Reichtum verteilt ist.

@ dr.bashir

„ Aber trotzdem funktioniert keine Gesellschaft aus ausschließlich gut- und hochqualifizierten Menschen besteht. Irgendwer räumt eben Regale ein, putzt oder fährt Pakete aus. Und die verdienen natürlich weniger, als ein Facharbeiter. Die Frage ist nur wie wenig und wie groß wollen wir die Unterschiede in einer Gesellschaft haben.“

Ich stimme ihnen zu, in die Bewertung über Unterschiede sollte allerdings auch Berücksichtigung finden, das wer sich „hoch“ qualifiziert“ hat, dafür in der Regel, Zeit, Kosten und Verdienst Ausfälle investiert hat.
Sich je nach Typ auch einen gewissen Stress, Leistungsdruck und möglicherweise auch Prüfungsangst ausgesetzt hat.
Das meine ich übrigens nicht wertend, das man damit besser ist, sondern als schlichtes Argument das sich dem möglicherweise bei wenig vorhandenem Mehrwert der ein oder andere nicht mehr aussetzen will.
Und wir damit dann die Bereitschaft zur Qualifizierung herabsetzen.

@Wanderfalke um 12:10Uhr

Ich übertreibe? Oder dürfen das nur linkslastige Ideologen? Nur zu Ihrer Information: mein Vater war Hilfsarbeiter und ich habe es trotzdem aufs Gymnasium und weiter geschafft. Und nun? Lassen Sie Ihre Theorien über Ausnahmen hören! Wenn ich an meine Schulzeit denke, dann erinnere ich mich, daß mehr als 50% aus Arbeiter- und Angestelltenkreisen kamen!

Wir Rentner sind damit also

grundsätzlich arm. Und in der Tat, es fühlt auch so an. Es sollte also jeder den Wunsch haben mindestens bis 70 oder 80 zu arbeiten.

12:05 von my comment

"Falsch, liebe*r Sausevind."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Ich habe mich auf Ihren Kommentar von 9:55 bezogen, wo sie 1. nur persönliche Beobachtungen nannten, 2. Statistiken fast grundsätzlich einen Aussagewert über das reale Leben absprachen.

Insofern nützt es mir nichts, wenn Sie nun behaupten, dass Sie Kenntnis von Statistiken haben, die richtiger seien als die von Ihnen diffamierten:

"09:55 von my comment
Statistiken spiegeln selten das echte Leben wider."

@Autochon, 12:22 Uhr - Sozialstaat Deutschland

Sorry, aber es trifft einfach nicht zu, das in Deutschland "Massenarmut" herrscht, auch geistern keine Horden Flaschen sammelnder Renter durch die Strassen. Bei allem Verständnis für jede Form von Armut, die ein Schandfleck für jede Gesellschaft ist, sollten wir keine Zerrbilder zeichnen. Der Armutsbericht zeigt immerhin, dass das Land nicht ärmer geworden ist. Auch hat der Euro nicht zu einer höheren Preisentwicklung geführt. Fahren Sie nach Italien, nach Frankreich und in andere Länder - dann erleben Sie, was Teuerung bedeutet. Und in der Tat sind die Löhne, aber auch die Renten in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Die Arbeitslosigkeit bewegt sich auf einem Rekordtief, die sozialen Leistungen des Staates sind beachtlich und mit der Grundrente wird ein weiteres Instrument gegen Verarmung geschaffen. Das "Paradies" finden Sie nirgends auf der Welt. Aber viele Länder beneiden uns um unsere Demokratie, um unseren Rechts- aber auch um unseren Sozialstaat.

armutsbericht-viergeteiltes-land

daia20 schrieb :"Ich sehe Obdachlose gleich bei mir um die Ecke, jeden Tag, auch bei Winter."

Sie lieber schiebaer45 antworteten =>: "In Hamburg gibt es jetzt einen Bus in dem Obdachlose duschen können und sich auch aus Spenden neu einkleiden dürfen. "

Ich aber frage : Wie kann es in der BRD überhaupt Obdachlose geben ??? Denn...

Wir hatten viiiiele Jahre =>Sozialdemokraten als Sozialminister.
Bitte wie passt dies zusammen ?

In BRD ernähren sich 1,6 Millionen Menschen von der =>Tafel !
Wie kann dies sein, ....trotz sozialdemokratischen Sozialministern ?

Das Problem der Deutschen ist.

Sie sind Obrigkeitshörig und Neiden allen alles.

Und genau darum werden wir nie ein gerechtes Sozialsystem / Rentensystem haben das unserer Wirtschaftsleistung entspricht.

12:27 von DerVaihinger

"Am kommenden Samstag haben welche wieder Termine bei mir, um ihre Bewerbungen zu schreiben und die andere Korrespondenz zu erledigen.
Bei denen sieht das mit dem Arbeitswillen deutlich anders aus"

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Damit thematisieren Sie genau das, was ich in einem Beitrag weiter oben angedeutet habe:

mangelnder Arbeitswille ist mitunter nichts, was man ändern kann.

Welchselbiger nach meinem Menschenverständnis auch das Recht eines jeden Menschen ist.

Unser System ist zwar darauf aufgebaut:
dennoch ist es letztlich menschenunwürdig, dass er arbeiten muss, um überleben zu können.

Arbeit muss Freude bereiten und muss aus innerem Drang erfolgen.

Wer das nicht hinkriegt, ist nicht weniger wert, sondern nur anders als viele.

Darum hilft, so denke ich schon lange, nur ein grundsätzliches Grundeinkommen für jeden Menschen.

Arbeit ist dann freiwillig für den, der entweder mehr als das Grundeinkommen haben möchte oder der sich durch Arbeit verwirklichen will.

@dr.bashir - arme Studenten

10:44 von dr.bashir:
"Wie kommen Sie darauf, dass Studenten pauschal keinen Haushalt führen."
> Das habe ich nie behauptet.

Ich schrieb, dass nur die Studenten erfasst wurden, die einen eigenen Privathaushalt führen. (Nachzulesen auf Seite 17 der hier thematisierten Studie.)

"Sollte die Statistik wirklich so berechnet sein, wie Sie sagen zweifele an der Statistik."
> Das dürfen Sie auch. Eine Studie ist immer nur so gut wie die Auswahl der Methoden.

Das Gesamtbild bleibt aber trotz dieser fehlerhaften Details dasselbe.

@Bote, 12:32 Uhr

Das Durchschnittseinkommen eines über 65-Jährigen liegt in Deutschland bei fast 89% des Durchschnitteinkommens der Gesamtbevölkerung und damit deutlich über dem OECD Schnitt. Für Österreich beträgt der Wert z.B. nur 72%. Die Rente ist eben nur ein Teil der Alterssicherung. Den Deutschen und insbesondere den Rentnern geht es mehrheitlich recht gut. Es ist daher einfach nicht hinnehmbar, wenn bestimmte Kreise Deutschland immer wieder schlecht reden wollen. Fakt ist, dass die Bürger mehrheitlich zufrieden sind und deshalb auch den Fortbestand der GroKo befürworten, weil sie um die Stabilität bei einem Regierungswechsel fürchten. Richtig ist allerdings auch, dass unsere Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht. Hier sind in der Tat klare Vorgaben von Politik und Wirtschaft gefordert, damit die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten erhalten bleibt.

Hintergrundgeräusch

"Wenn du das Elend in der Nachbarschaft nicht mehr ertragen kannst, bleib im Haus und mache Statistik"

Die Zahl der Arbeitslosen, ein Hintergrundgeräusch des medialen und sozialen Lebens, ist seit sehr vielen Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Sie gehört zu unserem Alltag wie der Schneematsch. Sie ist Teil der Selbstverständlichkeit pessimistischer, fragiler Wohlstandserwartung in diesem Land. Analog dazu wird es auch mit der nicht länger zu verbergenden Armut gehen, auch wenn der überwiegende Anteil das nicht sehen wird. Wer im Rettungsboot noch ein Ruder hat und immerhin noch vom schönen Leben auf der Insel träumen darf, orientiert sich nicht mehr am hohen Deck, wo Kaviar serviert wird. Solange man die Leute im Wasser nicht an Bord holen muß, kann alles so bleiben. So einfach wie zynisch, nur Interesse der Eigensicherung oben. Deshalb gibt es nie genug
Boote bzw. Arbeit. Und die Schiffe sind unsinkbar.

Verstehe da was nicht

Wenn, sagen wir, von 10 Arbeiter, verdienen 2 12.000€ und die restlichen 8 1.200€ im Monat... dann kommt im Summe ein durchschnitsgehalt von 3.360€ im Monat raus...
Das spiegelt doch nichts wieder... totaler Humbug... oder hab ich jetzt was nicht verstanden bzw blicke ich nicht durch?!

12:50 von Emil66

"Das Problem der Deutschen ist.
Sie sind Obrigkeitshörig und Neiden allen alles."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Und wieder behauptet jemand, dass 'alle Deutschen" gleich ticken und die und die Eigenschaften haben, die man selber gerne unterstellen will.

Das ist, wie immer, ideologisch verhärtet und nicht einmal im Ansatz nachweisbar.

"Und genau darum werden wir nie ein gerechtes Sozialsystem / Rentensystem haben das unserer Wirtschaftsleistung entspricht."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Solche prophetischen Festaussagen folgen dann eben oft aus ideologischer Verhärtung.

In dem Fall resultiert das aus mangelnder objektiver Sicht auf die Menschen der derzeitigen Bundesrepublik und deren pauschaler Diffamierung, die man aus einem ewigen und unveränderlichen Wesen der deutschen Natur meint ablesen zu können.

@Adeo60 um 12:35

Thema verfehlt, es geht nicht um Verschwendung von Lebensmitteln, sondern darum staatliche Aufgaben nicht privaten Organisationen zu überlassen, denn das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen, "Jobcenter" sagen bereits ihren "Kunden" sie könnten doch zur Tafel gehen.

Mit Ihren Begründung der Legitimität der Tafeln ist auch Selbstjustiz problemlos zu rechtfertigen.
Ob Sie oder der Staat jemanden füttern ist eben nicht egal, so wenig wie es egal ist, ob Sie oder der Staat jemanden einsperren.

@melancholiker um 11:59Uhr

Haben Sie schon im TV Berichte gesehen, in denen die Frage der Selbstverschuldung gestellt wurde und sich "Arme" als selbst schuld für die eigene Situation bezeichnen? Und der Zusammenhang zwischen Deutschland und dem Tschad oder Simalia erschließt sich mir nicht, denn ich dachte es ginge der TS um die Armen in Deutschland.

%-Zahlen sind ja gut und schön

aber immer etwas abstrakt und macht es einfach darüber hinwegzugehen - wenn man allerdings bedenkt, dass sich hier fast 10 Mio. Menschen verbergen macht mich das schon ziemlich fassungslos.
Das sich davon fast die Hälfte in NRW konzentriert (mit einem Drittel der Bundesbevölkerung das bevölkerungsreichste Bundesland; mehr als 4,5 Mio. Menschen, die als arm gelten ) macht jawohl einen Masterplan erforderlich.
Die Ignoranz der Bundes- und Landespolitik ist wohl kaum zu überbieten und öffnet den "politischen Alternativen" weitere Munition.
Mich macht das einfach nur mehr als traurig.

um 13:15 von Shuusui

>>
Mit Ihren Begründung der Legitimität der Tafeln ist auch Selbstjustiz problemlos zu rechtfertigen.
Ob Sie oder der Staat jemanden füttern ist eben nicht egal, so wenig wie es egal ist, ob Sie oder der Staat jemanden einsperren.
<<

Man mag das sozioökonomische Existenzminimum für zu niedrig angesetzt halten und man muss sich in der Tat beschränken. Aber es ist so bemessen, dass man im Zweifelsfall auf die Tafel nicht angewiesen ist. Wenn Sie mal alles weglassen, was man durchaus als überflüssig bezeichnen kann - Alkohol, Tabak, teure Verträge für Telefone und Kommunikation - wenn Sie sich gute gesunde Mahlzeiten selbst zu bereiten - gerne in der Regel ohne Fleisch - und wenn Sie sich um günstige Bezugsquellen - Strom, Gas - kümmern, werden Sie staunen, was alles möglich ist. Ich mach das oben genannte, ohne dass ich finanziell dazu gezwungen wäre, und staune dann immer wieder, wieviel manche angeblich brauchen, um auch nur satt zu werden.

13:15 von Shuusui

"Ob Sie oder der Staat jemanden füttern ist eben nicht egal"

TIERE werden gefüttert, möglicherweise auch noch Babys - aber keine erwachsenen Menschen.

Ich meine, dass Ihre Sprachwahl verrät - und nicht nur in dem Fall -, wie sehr sie Menschen, die nicht spuren, verachten.

12:06 von Klärungsbedarf

>>Etwas am Niedriglohnsektor festmachen zu wollen, ist in den meisten Fällen nicht zielführend.<<

Doch, das ist es!

Warum?

Weil keiner dieser 27,5% (etwa 11,5 Mio. Menschen) finanziell in der Lage sein werden, eine Zusatzrentenversicherung aufbauen zu können, da das Rentenniveau immer niedriger wird, damit sie im Rentenalter würdevoll leben zu können!

Sie werden alle staatliche Leistungen beantragen und zu Tafeln gehen MÜSSEN!

Die Zahl der Obdachlosen wird drastisch zunehmen!

PS. Statistiken sind Augenwischerei. Einige Foristen haben Beispiele genannt..

warum geht es den Nordländern schlechter

als denen im Süden
und nicht erst seit gestern ?
über die CSU in Bayern wird gehetzt ....
über die Menschen im Süden gewitzelt
aber in Bremen wird die SPD seit 70 Jahren gewählt
Berlin der schrillen Partys wegen berühmt
und man wundert sich dass nichts geht
trotz Länderfinanzausgleich

@Wanderfalke, 12.10h

Zu meiner Schulzeit, 1948ff., war der Lernerfolg nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig.
Ich bin wohl zu alt, um zu verstehen, wieso sozial Schwache nicht fleißig lernen dürfen.

@karlheinzfaltermeier - 12:38

"Ich übertreibe? Oder dürfen das nur linkslastige Ideologen? Nur zu Ihrer Information: mein Vater war Hilfsarbeiter und ich habe es trotzdem aufs Gymnasium und weiter geschafft. Und nun?"

Natürlich übertreiben Sie.
Welche linkslastige Ideologie fordert denn solche Vergütungsangleichungen, die Sie hier aufgetischt haben?
Für Ihre hier ausgewiesene Schulbildung halte ich das für ziemlich schwach.

"Lassen Sie Ihre Theorien über Ausnahmen hören! Wenn ich an meine Schulzeit denke, dann erinnere ich mich, daß mehr als 50% aus Arbeiter- und Angestelltenkreisen kamen!"

Ich weiß zwar nicht, welcher Jahrgang Sie sind, aber wenn das für Sie der Maßstab im Hier und Jetzt sein soll, erübrigt sich eine ernsthafte Diskussion zu diesem Thema.

@von das ding um 12:01Uhr

Nachdem ich Ihrer Ansicht nach von der Hippi-Bewegung nichts verstanden habe, sondern anscheinend nur die, die auch den "Marsch durch die Institutionen" verstanden haben(?), unterstelle ich, daß Sie zu den Wissenden zu zählen sind. Und ja, ich konnte mich auch damals nicht für "Gras" begeistern, aber es war mir nicht klar, warum nur ein "Blumenkind" freundlich zu den Mitbürgern sein sollte oder hilfreich. Ich habe auch bis heute nicht begriffen, warum die Hippi-Bewegung in irgendeiner Weise für die Arterhaltung positiv gewesen sein sollte.

ausgemachte Statistikexperten

dozieren hier, dass die Studie irreführend sei, weil man nicht zwischen Durchschnitt und Median unterscheide. Und diese Experten, obendrauf, kommen zu folgendem überraschenden Ergebnis: es gibt überhaupt keine Armut, weil die Armen eigentlich auch reich sind, sie wissen's nur nicht, die hinterhältigen Statistiker gaukeln ihnen was anderes vor. Außerdem: 100% der Bevölkerung verfügen über 100% der Einkommen, womit eine völlig gerechte Verteilung klar bewiesen ist.
Dieser eigenen Statistik, es war zu vermuten, vertraut man natürlich rückhaltlos, denn die hat man ja selbst gefälscht ..,

@Adeo60

Der Euro hat sehr wohl zu Preissteigerungen gefuehrt.
Mit dem Datum seiner Einfuehrung wurde ich vom Jungingenieur, der 1000.- pro Monat zurueck legen konnte zu einem, der nichts mehr sparen konnte.

Bei unveraendertem Konsumverhalten.

Ich kenne natuerlich die Statements, das mit dem Euro keine Preissteigerungen kamen.

Ich halte diese Aussagen fuer falsch.
Denn sie widersprechen meinem Erleben und dem von vielen in meinem Bekanntenkreis (verschiedene soziale Schichten).

Da den Euro kritisieren Eine Kritik an der EU selber bedeutet, wird diese Frage nicht offen diskutiert.

Das die bundesdeutsche Gesellschaft ungleicher wurde, hat uns selbst die TS vor kurzem bestaetigt.
Und deutsche Politiker sind sogar stolz darauf, Armut generiert zu haben.
Man Erinnere sich an den Gas - Gerd und seinen ganzen Stolz (als er noch Kanzler war) :
Den groessten Niedriglohnsektor Europas.
Er umfasst ca. 25% der arbeitenden Bevoelkerung.

Schoenen Tag noch im Elfenbeinturm.

@Shuusi, 13.15 Uhr

Erwachsene werden nicht "gefüttert", sondern sind sehr wohl in der Lage sich selbst zu ernähren. Was die sinnvolle Einrichtung von Tafeln mit Selbstjustiz zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Auch sollte klar sein, dass der Staat(nur) die Rahmenbedingungen schafft, innerhalb derer sich ein geordnetes Gemeinwesen entwickeln kann - ausgerichtet nach rechtsstaatlichen, demokratischen und sozialen Bedingungen. Es braucht innerhalb dieses Rahmens dann sehr wohl noch den gesellschaftlichen Kit, das Füreinander da sein, das sich gegenseitig unterstützen u.a. Wir haben in Deutschland nicht zuwenig Staat, eher etwas zuviel davon.

@sausewind, 12.52h

Ich habe Ihre Antwort aufmerksam gelesen.
Zugegebenermaßen widerspricht einiges davon meiner Lebensauffassung.
Wenn wir uns aber mal auf die harten, sprich mathematischen, Fakten beschränken, dann ist mir einfach nicht klar, wie die Arbeitswilligen die Arbeitsunwilligen mittels bedingungslosem Grundeinkommen finanzieren sollen.
Es dürfte wohl in der Traumwelt anzusiedeln sein, dass auf 10 Arbeitswillige 1 Arbeitsunwilliger kommt.
Bei entsprechendem hohen Grundeinkommen dürften sich die Zahlen eher annähern und sich damit der Unfinanzierbarkeit nähern.

12:47 von Adeo60

>>Aber viele Länder beneiden uns um unsere Demokratie, um unseren Rechts- aber auch um unseren Sozialstaat.<<

Dieser Aussage darf ich ihnen zu 100% zustimmen!

Deshalb kommen immer mehr und wollen in den Genuss kommen!

Massenarmut haben wir!
Nur zeigt sich diese nicht so offen wie in Bangladesh oder weiten Teilen Afrikas.

Die Zahl der Obdachlosen nähert sich stark in Richtung die Millionengrenze (zurzeit ca. 678.000 Stand 2018, Quelle, Welt)

Mitnichten ist dies ein Zerrbild!

Der Euro hat nicht zu einer höheren Preisentwicklung geführt?

Da habe ich ein ganz anderes Empfinden als sie.

Und wir beide haben recht!

Löhne sind gestiegen?

Deshalb gibt es auch mehr Tafeln, mehr Personen die auf staatliche Leistungen angewiesen sind, aber auch mehr Menschen, die im Niedriglohnsektor tätig sind.

Ich habe sie verstanden.....

...nicht verwunderlich...

Im einem Land wo nur die Gier zählt ist das nicht verwunderlich.
Wer Niedriglohn und Leiharbeit fördert, der muss sich nicht wundern. Und der Staat mit seinen Abgaben und Steuern tut den letzten Sargnagel einschlagen.
Also Hausgemacht.

was ist denn arm ?

absolut wer weniger als 2 US$ / Tag hat (etwa)
und relativ wer über weniger als 60 % des Durchschnittseinkommens verfügt
was ja auch recht fragwürdig ist
wer in Monaco wohnt und nur ne 10 m Yacht hat ist also arm
weil die meisten dort ne 20 m Yacht besitzen ?
und zum Thema Hartz
es soll Leute geben die kommen damit zurecht,
einigermaßen zurecht
anderen reicht es überhaupt nicht
wie ist das zu betrachten ?

@Adeo, 12:59

Ihren Job als Sprecher der GroKo, den Sie hier regelmäßig machen, in allen Ehren. Ich finde es ja auch in der Regel gut, unangemessene Angriffe auf unsere Gesellschaft abzuwehren, aber grade heute verlassen Sie selbst den Boden der Seriosität:

Das Durchschnittseinkommen eines über 65-Jährigen liegt in Deutschland bei fast 89% des Durchschnitteinkommens der Gesamtbevölkerung

sagt wer? Das ist aus der Luft gegriffen, wie Ihnen jeder 65-Jährige bestätigen kann.

Die Rente ist eben nur ein Teil der Alterssicherung.

Ich erinnere mich an einen Politiker der jungen Union, der eine Begrenzung der gesetzlichen Altersrenten auf 250 Euro / Monat forderte mit dem Argument, dass der durchschnittliche deutsche Rentner Einkommen von 1000 Euro / Monat aus Vermietung und Verpachtung habe. Wollen Sie sich einen solchen Schuh anziehen?

Nur mal zum Vergleich

„ für einen Paarhaushalt mit zwei Kindern unter 14 Jahren 2174 Euro“

In München sind die Hartz 4 Leistungen für solch ein Paar schon höher (Regelsätze + Miete), d.h. wer in München Hartz 4 bekommt als Paar mit 2 Kindern ist nach der Definition nicht arm.

Zauber der Statistik

13:08 von Fam.Schmidt

«Wenn, sagen wir, von 10 Arbeiter, verdienen 2 12.000€ und die restlichen 8 1.200€ im Monat... dann kommt im Summe ein durchschnitsgehalt von 3.360€ im Monat raus...
Das spiegelt doch nichts wieder... totaler Humbug... oder hab ich jetzt was nicht verstanden bzw blicke ich nicht durch?!»

Was Sie (korrekt) berechnen, ist der sog. "Arithmetische Mittelwert":
(2 x 12.000 + 8 x 1.200) : 10 = 3.360.

Der Mittelwert, der der Berechnung der Armutsgrenze zugrunde liegt, ist aber der sog. "Medianwert". Eine Summenformel, die man hier (wegen Ermangelung der Zeichen) nicht darstellen kann.

Grob gesagt, der Wert, "der genau in der Mitte der Skala liegt".

Wenn man eine gleich große Anzahl (beliebig großer) Einzelwerte erfasst.
Und einer anderen gleich großen Anzahl (beliebig großer) Einzelwerte gegenüber stellt. Der Werte, "der genau in der Mitte ist", wenn größere + kleinere Werte gleich viele sind.

Dieser Wert ist der "Median".
Von dem dann 60% als Armutsgrenze festgesetzt sind.

Darstellung: