Kommentare

rer Truman Welt

Es ist ein Unglück und passiert, so wie andere Unglücke auch passieren. Es ist immer tragisch und hinterher denkt der Mensch, weshalb ist das passiert, wie hätte es vermieden werden können und auch, wer nun evtl. Schuld hat daran. Es sind Reflexe um mit dem Unbegreiflichen, das Schreckliche und unserer Ohnmacht umzugehen. Letzteres zu akzeptieren, zu begreifen und zu fühlen, dass der Mensch nicht alles unter Kontrolle hat und stets den Naturgewalten ausgesetzt ist und bleiben wird verbunden mit der Erkenntnis, dass nichts Sicher ist. Das macht schnell Angst und deshalb diese Reflexe.
Fragen sollten wir uns alle jedoch auch, weshalb wir im Grunde unnötige Risiken eingehen, um irgendwo gewesen zu sein, von irgendwo ein Photo zu haben, um sagen zu können, "ich ward dort". Wozu eigentlich? Weshalb ist uns das so wichtig, um dafür solche Risiken einzugehen? Würden wir das auch tun, wenn wir niemanden davon berichten, nichts posten könnten? Das dürfen wir uns allerdings fragen!

Der Tanz auf dem Vulkan.

Danach ist man immer schlauer.

Es ist die reine Unvernunft

auf einen Vulkan zu klettern von dem niemand sagen kann, ob und wann er das nächste Mal ausbricht.

Die heutigen Touristen brauchen wohl den ultimativen Kick. Wenn das in einer Katastrophe endet ist das Jammern groß.

Mal ganz ehrlich ...

.. wer auf einen aktiven Vulkan steigt muss sich des Risikos eines möglichen Ausbruchs doch bewusst sein. Die Natur ist immer unberechenbar und hält sich nicht an Statistiken oder Hochrechnungen. Der letzte Ausbruch liegt doch erst ein paar Jahre zurück, die Gefahr war damit höchst aktuell.
So eine Tour bietet immer ein wenig gewollten Nervenkitzel, sonst braucht man da nicht hoch zu laufen .. zu sehen gibt's, außer einem qualmenden und stinkenden Loch, ja nicht viel. Dieses Mal ist es leider schief gegangen.
Man sollte daraus lernen: nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll. Wir haben uns nach der Natur zu richten, wir sind ihr nämlich egal.

Typischer Fall

Das Ganze ist ein typischer Fall von "Hinterher ist man schlauer". Alle, die jetzt neunmalklug um die Ecke kommen und tolle Tipps haben, was man alles hätte besser machen können sitzen im warmen Wohnzimmer und müssen solche Entscheidungen nicht treffen. Wenn, wie im Artikel erwähnt, ein Vulkan jahrzehntelang nicht ausgebrochen ist, mal mehr oder weniger grummelt, dann muss man schon Hellseher sein, um einen plötzlichen Ausbruch vorherzusagen.

Und Menschen, eben auch Touristen, sind merkwürdig. Die theoretische Gefahr macht genau den Reiz aus. Wenn die Insel einfach ein kahler Felsen ohne Vulkan wäre würden keine 17500 Touristen einen Ausflug dahin machen.

Nichts ist ohne Risiko, Menschen ertrinken in Baggerseen, stürzen bei Wanderungen ab usw. Von Motorradunfällen bei Wochenendspazierfahrten wollen wir mal gar nicht reden. Das müsste man alles verbieten, wenn die theoretische Möglichkeit des Sterbens der Maßstab wäre. Die ist auf dem Motorrad höher als auf dem Vulkan.

Feststellung der Vulkanologen!!!

Warum läßt man die Touristen überhaupt auf die Insel, wenn bereits vorher VULKANOLOGEN die Gefährdungsstufe ganz offiziell erhöht haben.
Da scheint wieder mal der Profit höher gewesen zu sein, als die Sicherheit der Besucher!

Warum wohl....

Es gibt Leute, die sich jetzt fragen, warum die Touristen auf den Vulkan gehen wollten,
Weil es eben was Besonderes ist, so wie jetzt auch die Katastrophe und die Meldung, die wir alle mit verfolgen.

Und jeder, der jetzt weitere Informationen über die Katastrophe bekommen möchte, macht das im Grunde aus dem gleichen inneren Bedürfnis heraus, das auch die Touristen dort hin gebracht hat.

Das es viel gefährlichere Dinge als so einen Vulkan gibt, spielt dabei keine Rolle.

....zum Beispiel der Besuch im Badezimmer....

...oder das Benutzen von Treppen...
Anzahl Tote in Deutschland: ca. 1.000 pro Jahr,
Anzahl Berichte auf tagesschau.de : 0

Tote, die nicht hätten sein müssen. ...

...Was haben denn bitte schön Touristen auf einer aktiven Vulkaninsel zu suchen?

---

Ja, es gab Tote und ja das ist für Angehörige und Freunde natürlich schlimm.

Aber der Tanz auf dem Vulkan war sowas von überflüssig und man könnte es vergleichen, als wenn ein Tourist mit einem durchlöchertem Fallschirm
aus 3000m sich in die Tiefe stürzt.

Das Risiko ist nicht kalkulierbar.

Und deshalb finde ich, daß solche Reiseangebote garnicht erst angeboten werden sollten.

Ernsthaft, was haben Touris da zu suchen?
Der Nervenkitzel ist nun dem Tod gewichen.
Absolut unnötig und tragisch zugleich!

@07:47 von Meinung zu unse...

"Fragen sollten wir uns alle jedoch auch, weshalb wir im Grunde unnötige Risiken eingehen, um irgendwo gewesen zu sein, von irgendwo ein Photo zu haben, um sagen zu können, "ich ward dort". Wozu eigentlich? Weshalb ist uns das so wichtig, um dafür solche Risiken einzugehen?"

Ich war selbst schon am Kraterrand des Ätna und des Stromboli und es war das beeindruckendste Erlebnis meines bisherigen Lebens. Nichts hat mir jemals so viel Ehrfurcht eingeflößt. Nie habe ich mich so klein gefühlt. So ein Anblick verändert die Sicht auf die Welt. Wäre ich dabei umgekommen, so wäre es allein meine Schuld gewesen. Und ich habe dies allein für mich als emotionale Bereicherung gemacht und nicht um irgendwem davon zu erzählen. Abgesehen davon war ich auch schon auf Island und dort gibt es sehr viele gefährliche Stellen. Dennoch kommen jedes Jahr Millionen Touristen. Ein bisschen Eigenverantwortung darf man den Menschen ruhig zugestehen.

Tourismus muss alles bieten

Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, dass man als Tourist überall hautnah hin muss, um seine Selfies zu machen. Wir selbst schütteln in Norwegen immer wieder den Kopf, wie Menschen, völlig ungeübt und ohne Ausrüstung die unmöglichsten Orte besuchen. Und damit auch Rettern ihre private Zeit rauben und auch diese in Gefahr bringen.
Geologen wären nie einfach mal so zur Insel gefahren, sie hätten sich darauf vorbereitet, sie hätten in dieser Warnstufe beobachtet und abgewartet. Eine Reederei hat einen festen Zeitplan, und sie will ihre Touren verkaufen. Koste es, was es wolle.
Wir sollten als Touristen wieder bescheidener werden. Aber es soll ja auch Menschen geben, die den Weltraum besuchen wollen. Das Geschäft zählt. Die Verantwortung bleibt abgeschlagen hintenan. Das EGO zählt. Entsprechend habe ich wenig Mitleid. Weil dieses Drama wie so viele völlig unnötig war.

@dr. bashir

ein grummelnder Vulkan mit einem Kratersee, welcher auch schon mal weg sein kann (lt. Internet und Sessel). Das hätte mich wohl stutzig gemacht. Aber was will das schon heißen. "Mutmaßungen" aus der Ferne.

Mal ganz ehrlich

Volle Zustimmung.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Mein Beileid den Angehörigen.
Aber, wer, noch dazu für teures Geld, solche Ausflüge bucht und mitmacht, der tut es aus freier Entscheidung.
Und wenn man dann im Jenseits aufwacht....dumm gelaufen.
Die nächsten stehen bereit.

09:14 von Heidemarie Bayer

"Da scheint wieder mal der Profit höher gewesen zu sein, als die Sicherheit der Besucher!"

Warum die Verantwortung immer auf die anderen schieben?
Die Touristen sind genau so verantwortlich wie der Veranstalter. Häufig nehmen sich Viele wichtig aber fühlen sich nicht verantwortlich. Und bei so einer Sache liegt der Beweis vor, das Verstand immer ein Hindernis für die Motivation ist, aber er hilft eben das man diese behält bzw. noch eine Motivation hat.

In dem Fall waren die die bisher dort waren, kleine Helden die sich was trauten. Die die jetzt dort schwer verletzt oder getöteten wurden, sind eben töricht gewesen.

Der Spruch die "die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln" beweist nur eines, das man nur den Erfolgreichen bewundert. Man vergisst das Erfolg eine gewisse Dummheit voraussetzt oder man unterstellt das die Masse zu dumm ist um Erfolge zu erreichen. Dabei ist es aber i.d.R. immer nur Verdrängung oder Unkenntnis des Risikos. Wie hier der Abenteuer-Erfolg.

Wer sich in Gefahr begibt...

... kommt darin um.

Tragisch? Nein, absolut nicht. Eher konsequente Folge bescheuerten Handelns.

Verantwortung abwälzen auf Politik, Wissenschaft, Polizei? Schon mal was von Eigenverantwortung gehört?

So herzlos es klingt, ich habe keinerlei Bedauern mit den "Opfern" dieses Vulkans, denn der hat schlicht gemacht, was Vulkane in einer seismisch aktiven Zone gemeinhin ab und an tun: Er brach aus.

Wenn mir jemand sagt, es könne gefährlich sein, bei Rot über die Straße zu laufen, ich dann dennoch losrenn und von einem Fahrzeug erwischt werde - wie bekloppt muß ich sein, hinterher dem Warner, dem Fahrer des Fahrzeugs oder gar der Stadt wegen des Aufstellens der Ampel Verantwortung zuschustern zu wollen?!?

Beim besten Willen - wer derart bekloppt ist hat es einfach... es mag sich die Fortsetzung jeder selber ausdenken.

re biocreature

"Das Risiko ist nicht kalkulierbar.

Und deshalb finde ich, daß solche Reiseangebote garnicht erst angeboten werden sollten."

Bleiben Sie konsequent:

Kreuzfahrten sollten gar nicht erst angeboten werden. Es gibt dabei unkalkulierbare Risiken: über Bord gehen, am Pool ausrutschen, Verkehrsunfall beim Landgang, etc.

@ HeidemarieBayer um 9.14 Uhr, Vulkanologen

"... wenn bereits vorher Vulkanologen die Gefährdung offiziell erhöht haben." Weil es immer Menschen gibt, die solche Verbote umgehen. Außerdem sind nicht alle Ländern der Welt mit Ge- und Verbotsschildern zugepflastert. Wenn man gefährliche Orte aufsucht, kann auch etwas passieren. Wenn man sich auf Vulkan- oder Geysirfeldern aufhält, verbrennt man sich leicht mal die Schuhe oder Füße, es kann aber auch schlimmer kommen. Für manche Leute ist erst das der ultimative Kick.

Wieviele Menschen verunglücken jedes Jahr in den Alpen! Es gibt tragische Unglücke, aber für viele sind Hinweise der Einheimischen und Ortskundigen (Lawinengefahr, geeignetes Schuhwerk, Kondition ...) leider nur eine Herausforderung, sich darüber hinwegzusetzen. (Berg-)retter müssen dann raus und unter Einsatz der eigenen Gesundheit solche Leute aus der Gefahr holen.
Wer so etwas macht, ist einfach nur spätpubertär frech und dummdreist.

@ 09:36 von spax-plywood

„ ein grummelnder Vulkan mit einem Kratersee, welcher auch schon mal weg sein kann (lt. Internet und Sessel). Das hätte mich wohl stutzig gemacht.“

Theoretisch haben Sie wohl recht. Aber die Realität ist wohl eher die folgende. Die Leute sind auf ihrem Schiff und es werden Ausflüge angeboten. Da gehen wohl die meisten davon aus, dass der Ausflug nicht besonders gefährlich ist, sonst würde er nicht angeboten. Kein Mensch beschäftigt sich mit Vulkanologie und surft auf Websites einer neuseeländischen Vulkanwarte, deren Namen er nicht mal kennt.

Theoretisch kann bei einem Ausflug mit einem Beiboot auch das Beiboot sinken oder sogar das ganze Kreuzfahrtschiff, wie wir auch schon erlebt haben.

Gerade in NZL werden für Touristen alle möglichen riskanten Aktivitäten angeboten. Bei Bungee, Rafting, Speedboot in engen Schluchten ist das Risiko genau der Reiz.

Die Frage ist doch lediglich, ob irgendwer hätte vorhersehen können, dass der Vulkan an diesem Tag ausbricht.

09:14 von Heidemarie Bayer

was halten sie von etwas Eigenverantwortung der Touristen ?
Klettert man im Zoo in den Tigerkäfig - wenn man Verstand hat - um die Katzen zu füttern
einerseits den mündigen Bürger betonen
anderseits sich verhalten wie ein Kind ...

Profit

Wer hört schon auf Wissenschaftler? In Europa gibt es das auch. Auf Stromboli kann man sich Bergschuh ausleihen, um mal in den Krater zu schauen. Mensch ist von Natur aus neugierig. Profit ist die Folge dieser Eigenschaft.

09:20 von Biocreature

Ernsthaft, was haben Touris da zu suchen?
.
das ist doch erstrangig mal deren Problem
wenn ich nach Tibet fahre ist das auch mein Problem
einerseits weil bekanntermaßen Unruhen im Nachbarland durch das ich durchkomme sind, dort jedem Un- oder gar nicht Gläubigen an die Kehle geht oder andererseits weil ich meine Gesundheit in 6.000 m Höhe ernsthaft gefährdet oder nur weil bei nem Herzinfarkt nicht in 10 min der Notarzt ist
das größte Ärgernis für mich ist dass Retter genötigt werden ihr Leben zu riskieren

Vulkane haben eine

Vulkane haben eine Faszination.Dieser Unfall ist ein Fall von :Wrong Place ,Wrong Time.
Da stand bestimmt ein Schild oder es gab die Warnung: Betreten auf eigene Gefahr! Trotzdem bzw.gerade deswegen machen die Menschen diese Sachen.Und leider geht es manchmal schief.Vielleicht sollte man den Besuchern vorher mehr klar machen,was passieren kann an Hand von Videos des letzten Ausbruches.Letzlich ist das Risiko unkalkulierbar wie man sieht.

etwas mehr Empathie bitte

Wären Familienmitglieder mancher Foristen im Tsunami 2004 umgekommen, hätte man dann auch hämisch gelästert: selbst Schuld wenn man sich da an den Strand legen muss ?

Die Natur ist nun mal nicht mit wissenschaftlichen Kristallkugeln beherrsch-oder vorhersehbar.

Klar muss ich nicht in den Vulkan rennen, aber am Strand liegen kann auch tödlich sein, anderes Beispiel damals in Ägypten, als der "Messermann" aus dem Meer kam.

Und nun ?

Meinung sagen okay...negativ urteilen finde ich nicht gut

Wer im Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen werfen.
Meiner Meinung nach sollte keiner ein Urteil fällen. Denn jeder, der in seinem Urlaub mit dem Flugzeug fliegt/mit dem Kreuzfahrtschiff fährt, trägt massiv zur Umweltzerstörung bei.
Man sollte sich vielleicht manchmal einfach überlegen, ob dies oder jenes in der heutigen Zeit wirklich sein muss.
Will mich da net ausschließen. Fliege zwar nicht und fahre auch net mit dem Kreuzfahrtschiff, aber trotzdem trage ich mehr/weniger auch zur Zerstörung d. Umwelt bei (zu viel Müll,unnötige Einkäufe,Autofahrten,etc.).

Großen Respekt&Dank an alle Helfer, die ihr Leben auf's Spiel setzen, um Menschenleben zu retten.
Mitgefühl habe ich auch mit den Menschen, die jetzt große Schmerzen leiden müssen durch ihre Verbrennungen oder entstellt sind.Auch fühle ich mit den Menschen mit, die hier viell. einen Verwandten verloren haben.
Auch wenn es d.falsche Entscheidung war, an diesen Ort zu reisen, ist es nicht fair,über die Opfer negativ zu urteilen.

Tragisch und den Angehörigen mein Beileid

Aber es kann immer etwas passieren und sehr viele Menschen verunglücken im Haushalt.

Im aktuellen Fall von unkalkulierbarem Risiko zu sprechen finde ich maßlos übertrieben.
Das hat auch keiner so beschrieben, als das Tsunami 2004 Indonesien traf. Da wurde geholfen, und nicht Schuldige gesucht. (Zumindest soweit ich mich erinnern kann.)

Moderation zum Bericht

Dort heißt es:
Auszug:
"... die Ursuppe, aus der das gesamte Leben auf der Erde entstanden ist".
Leider hat man versäumt, beizufügen, dass das eine Theorie ist und nicht eine bewiesene Tatsache.

Im Nachhinein...

...ist man immer schlauer! Es ist müssig darüber zu diskutieren, ob man die Katastrophe hätter erahnen können. Alles was wir täglich tun (müssen, wie Arbeit und Hausarbeit), besitzt ein gewisses Risiko. Auch die 'unnötigen' Dinge, wie Urlaub, Sport etc.: Manche Freizeit-Aktivitäten sind durchaus risiko-behafteter, als auf einen Vulkan hochzukraxeln (und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: der Anblick eines Vulkans aus nächster Nähe ist beeindruckend!).
Für alle Zweifler und Mahner: Wer nur zuhause auf dem Sofa liegt und nix unternimmt hat auch ein Risiko!... die tiefe Beinvenenthrombose und Adipositas!

Faszination...

Ich finde solche Vulkane faszinierend und würde so eine Tour auch mal mitmachen. Stromboli wäre mal interessant. Mein Beileid für die Hinterbliebenen. Ich schätze mal das einige der Toten und Verletzten sich des Risikos nicht voll bewusst waren. Ich bin kein Vulkanologe, doch das so etwas passieren kann, wäre mir klar, und ich würde es trotzdem wagen. Solch eine Faszination, ist das was uns als Menschen antreibt und uns als Menschheit vorangebracht hat. Den "Kritikern" kann ich nur empfehlen, bleibt in eurer Höhle wenn es draußen donnert, geht nicht raus zu dem erleuchteten Baum und holt nicht das wabernde Licht, was sich da "Feuer" nennt.
Übrigens: Wer weiß, wie viele von den Kommentatoren hier, auf der Autobahn langsamer fahren und gaffen, weil auf der Gegenfahrbahn Blaulicht zu sehen ist, denn sowas finde ich z.B. abscheulich.

Altes deutsches Sprichwort

"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um"

10:55 von Zimty

Großen Respekt&Dank an alle Helfer, die ihr Leben auf's Spiel setzen,
um Menschenleben zu retten.
ist es nicht fair,
.
was verstehen sie unter "nicht fair" ?
aus Sensationslust das Leben von Rettern zu gefährden ?

09:28 von Weites Land

"Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, dass man als Tourist überall hautnah hin muss, um seine Selfies zu machen. Wir selbst schütteln in Norwegen immer wieder den Kopf, wie Menschen, völlig ungeübt und ohne Ausrüstung die unmöglichsten Orte besuchen."

Ja, einige tun den ganzen Tag nichts anderes, als sich über andere aufzuregen. Sogar im Urlaub!

"Entsprechend habe ich wenig Mitleid."

Genau diese Mitleidlosigkeit - und Verständnislosigkeit - der Mitmenschen ist vielleicht das, was andere dazu treibt, in der Natur Risiken einzugehen.

Insofern ist dieses moralische Sich-selbst-auf-die-Brust-Klopfen schon durchaus geeignet, als Mitschuld zu gelten.

Vergleiche

10. Dezember 2019 um 09:20 von kurtsteiniger1
"...oder das Benutzen von Treppen...
Anzahl Tote in Deutschland: ca. 1.000 pro Jahr,
Anzahl Berichte auf tagesschau.de : 0"

Bei den Treppentoten wird es auch sicherlich sehr viele Vermeidbare geben, aber sie haben recht dass der Fokus oftmals merkwürdig ist. Die Medien verkaufen allerdings auch nur was die Menschen am Interessantesten finden.

10. Dezember 2019 um 10:49 von my comment
"Wären Familienmitglieder mancher Foristen im Tsunami 2004 umgekommen, hätte man dann auch hämisch gelästert: selbst Schuld wenn man sich da an den Strand legen muss ?"
Das sind doch sehr unterschiedliche Vorfälle, da die Insel nur aus dem Vulkan besteht und man sich nicht unbedingt dort aufhalten muss während 2004 etwas mehr als nur Strand betroffen war. Auch zeitlich gibt es Unterschiede, da der Vulkan nach und vor 2004 aktive Phasen hatte. Bleibt noch dass ein Tsunami gewisse Zeit zum Strand braucht und messbare Ursachen hat. Da gibt es ein Warnsystem.

re kh fangrat

"Moderation zum Bericht

Dort heißt es:
Auszug:
"... die Ursuppe, aus der das gesamte Leben auf der Erde entstanden ist".
Leider hat man versäumt, beizufügen, dass das eine Theorie ist und nicht eine bewiesene Tatsache."

Ich habe in dem Artikel nichts von Ursuppe gesehen. Ich wüßte auch nicht, wie der Begriff in einen Bericht über einen Vulkanausbruch hineingeraten sein könnte.

Erklären Sie mal.

@ my comment

"Die Natur ist nun mal nicht mit wissenschaftlichen Kristallkugeln beherrsch-oder vorhersehbar.

Klar muss ich nicht in den Vulkan rennen, aber am Strand liegen kann auch tödlich sein, anderes Beispiel damals in Ägypten, als der "Messermann" aus dem Meer kam."

Ist der "Messermann" jetzt eine Laune der Natur gewesen?
Einen Amoklauf mit einem Naturereignis zu vergleichen, das passt so gut, wie Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.

Aber es macht ganz sicher einen Unterschied, ob vor einem tödlichen Naturereignis gewarnt wird, weil es akut bevorsteht und ich es ignoriere (zum Beispiel Fallschirmsprung bei Orkan) oder ob ich durch ein nicht vorhersehbares tödliches Naturereignis überrascht werde.

Heidmarie Bayer

Den Profit konnte man aber nur mit unbedarften Besuchern machen. Die haben alle gewusst, es ist gefährlich und sie haben für diese Gefahr bezahlt. Bedauern ja, Mitleid nicht.
Mitleid habe ich mit den Rettern, die haben auch Familien und müssen dann dort hin, ob sie wollen oder nicht.

@Sisyphos3

Auch Retter sind mündige Wesen und haben sich dazu entschieden, genau das zu tun, Gefahren und Risiken inklusive.
Ich bin Krankenschwester und habe HIV/Hep Patienten als Krebspatienten, das ist dann eben mein Berufsrisiko wenn ich mit der Nadel abrutsche.
Kann für mich auch tödlich enden.

Seien wir mal froh, das es Retter gibt, egal wo- was- wann passiert.
Oder ?

#wolfmeister 10.48

Das fehlte noch, an einem aktiven Vulkan ein Schild, "Betreten auf eigene Gefahr". Vielleicht noch ein zweites Schild, "Eltern haften für ihre Kinder".

10:07 von Chris Müller

"So herzlos es klingt, ich habe keinerlei Bedauern mit den "Opfern" dieses Vulkans"

Das erwartet doch auch niemand von diesen Usern hier.

Herzlosigkeit ist etwas, worauf man, wie man sieht, oft auch stolz ist. Da hat ein Vulkan ja sogar noch mehr Herz.

Unverständlich

Viele urteilen hier über Menschen, die auf diesen Vulkan gestiegen sind. "Selber schuld" heißt es da und ähnliches.

Sagen wir das auch über Leute, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen oder bei einem Autounfall? Auch ins Flugzeug setze ich mich freiwillig und kenne das Risiko.

Menschen tun Dinge in ihrer Freizeit und manchmal passieren Unfälle. Das können Lawinen sein in den Bergen oder schlicht ein Krampf beim Schwimmen im heimischen Baggersee.

Nur weil man selbst nie auf einen Vulkan kraxeln würde, sollte man nicht so unemphatisch über andere urteilen.

Ich wünsch jedem, dass ihm selbst oder seinen Lieben nie ein Unfall passiert bei einer unnötigen Tätigkeit.

Das Spiel mit dem Feuer

Viele Menschen lieben Extrem Sport, teilweise die Risiken in Kauf nehmend. Gerade die Risiken machen den Nervenkitzel aus.

Ob sich Touristen und Kreuzfahrtschiff des Risikos bewusst waren... Die Touristen wähnten sich wohl sicher.

Aber die Organisatoren mussten wissen - sogar in Italien kommen regelmäßig Touristen beim Vulkantourismus ums Leben oder werden schwer verletzt.

Naturgewalten zu sehen, zu erleben und dann zu verstehen wie klein und unbedeutend man selbst ist... Wenn Menschen dort leben und ihre Existenz haben - über Generationen, dann verstehe ich das noch.

Menschen die den reinen Nervenkitzel suchen... Dem Motto "größer, höher, weiter" folgend... Bei Ihnen kann ich es weniger nachvollziehen.

Ich habe an vielen Auslandsmissionen im Rahmen internationaler Katastrophenhilfe teilgenommen... u. a. Vulkanausbruch Indonesien, Erdbeben Iran,... Manche dieser Katastrophen haben sich länger abgezeichnet. Dennoch waren dort immer auch Touristen... Genau wegen der Gefahr...

10:40 von Sisyphos3

09:14 von Heidemarie Bayer

"was halten sie von etwas Eigenverantwortung der Touristen ?
Klettert man im Zoo in den Tigerkäfig - wenn man Verstand hat - um die Katzen zu füttern
einerseits den mündigen Bürger betonen
anderseits sich verhalten wie ein Kind ..."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Zur Mündigkeit des Bürgers gehört aber auch, dass man keine unpassenden Vergleiche anbietet.

Im Übrigen:
in Hamburg konnte man vor ein paar Jahrzehnten noch die S-Bahn-Türen bei laufender Fahrt öffnen.

Das taten immer wieder Jugendliche, hängten sich in den Fahrtwind, und einige stürzten dabei tödlich ab.
Da kann man sich dann wieder das Maul zerreißen, aber geändert hat das nichts.

Das änderte sich erst, als neue S-Bahnen eingeführt wurden, deren Türen nicht mehr während der Fahrt zu öffnen waren.

Der selbstgerechte Bürger zeigt dann wieder seine Mündigkeit und sein Unverständnis auf. Und seine Mitleidlosigkeit.

@ um 09:27 von mispel

„Kraterrand / beeindruckendstes Erlebnis“ Ihr Kommentar deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung: Vulkane und -Landschaften sind für mich faszinierend.
Übrigens: Ein Vulkan gilt 10 000 Jahre seit dem letzten Ausbruch als AKTIV (Ausbruch Lacher See ist schon 12 000 Jahre her, Aktivität ist immer noch messbar, also NICHT inaktiv). Deswegen erfolgt Messung der Temperatur und Erdbeben (ähnlich wie Gewittergrollen).
Ein aktiver Vulkan ist nicht überall durch dampfende Lavamassen oder Rauchwolken (wie zB der Stromboli) erkennbar. Habe mir gerade Bilder im Internet angeschaut von White Island VOR dem letzten Ausbruch. Ist so ähnlich wie Volcano mit Schwefelfeldern, aber mit fotogenem Kratersee.

11:37 von Merle Barton

<< Altes deutsches Sprichwort

"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um" <<

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Richtig.
Wer sich ins Leben begibt, kommt darin um.

Unglücke passieren eben

Man hätte natürlich nach Neuseeland fliegen, den Vulkan aus Vorsicht vor einem Ausbruch meiden und dafür andere Sehenswürdigkeiten besuchen können.

Und dann stürzt auf der Heimreise das Flugzeug ab...

Oder man bleibt zu Hause, guckt sich alles auf Wikipedia an und erstickt an einer Erdnuss...

Schlimm für den Einzelnen, aber Risiken lauern nunmal überall.

Das leben ist risikoreich und

Das leben ist risikoreich und endet immer tödlich.
Jetzt sind fie am vulkan umgekommen. Alle welt erzählt, das hätte nie passieren dürfen. Insel sperren etc.
Was kommt als nöchstes?
Auf der fahrt in den urlaub verunglücken mehr menschen, als im urlaub selbst. Also wird urlaubsfahrt verboten. Auch auf dem weg zur arbeit sterben menschen ach verbieten wir gleich mit. Etc etc.
Das das nicht geht, leuchtet wohl auch dem letzten Vollkaskokandidaten ein.

Ganz ehrlich

ich kann sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die so eine Vulkanbesteigung machen (wollen).
Mein älterer Sohn war auf einem Vulkan auf Bali.
Nicht aus Sensationsgier, Nervenkitzel oder weil er was zum Angeben brauchte. Das Risiko war ihm bewusst. Allerdings dachte er wohl eher an einen Absturz o.ä.. Der Gedanke an einen Ausbruch liegt eher nicht so nahe.
Noch heute - nach über drei Jahren - erzählt er mit leuchtenden Augen von diesem Erlebnis. Wie klein er sich gefühlt hat, die faszinierende Weite dort oben und die Tiefe des Kraters. Ja, und auch der Respekt vor der Natur, der sich eingestellt hat.
Ich selbst war in diesem Jahr auf Nisyros und bin in den Krater hinter gestiegen. Der Stefanoskrater gehört zu einem aktiven Vulkan, der laut Vulkanologen in der Zukunft ausbrechen kann.
Wie gesagt, ich kann gut verstehen, dass Menschen - trotz Risiko - das erleben möchten.
“Selbst schuld“ trifft es nicht, denn das ganze Leben ist ein Risiko.

Sausevind 11.48

insofern ist dieses moralische Sich-selbst-auf-die-Brust-Klopfen schon durchaus geeignet, als Mitschuld zu gelten."
Das ist doch Humbug! Die gefährliche Selfie-Manie bringt die Leute immer wieder in Gefahr. Das ist genau so verantwortungslos wie Skifahren im abgesperrten Bereich, Schwimmen am gesperrten Strand usw.usf. Und immer müssen sich dann Retter selbst in Gefahr begeben

Wer trägt das Risiko?

Ohne Frage, das IST eine schreckliche Katastrophe.

Aber jetzt auch noch die Frage zu stellen, ob die Behörden hätten warnen oder sogar das Betreten der Insel verbieten sollen, zeigt wie gerne eine große Mehrheit den"Kick" haben möchte, wie gerne Reiseveranstalter diesen Kick als Ausflugspaket verkaufen - und wenn etwas passiert, will man die Behörden bzw den Staat in die Pflicht nehmen wollen.

Das erleben wir leider auch hierzulande immer häufiger.

@Moderation zum Bericht 10:59 von Fangrat

"Leider hat man versäumt, beizufügen, dass das eine Theorie ist
und nicht eine bewiesene Tatsache."

Auf sowas hab ich eigentlich hier nur gewartet.
Es ist etwas mehr als eine Theorie. Das ist nämlich Wissenschaft .

Und die ist immer erst mal der nächstliegenden Erklärung verpflichtet,
bis zum Beweis des Gegenteils (Popper)

Zu beweisen gibts da auch nicht viel,
beweisen Sie mir mal das 1+1=2 ist.
Ist auch unmöglich, da dies ein Axiom ist.

Alles das unterliegt auch nach Gödel dem Unvollständigkeitssatz.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6delscher_Unvollst%C3%A4ndigkeitssatz

Noch Fragen?

Update: Polizei ermittelt gegen Tourbetreiber laut n-tv

Update:

laut einem aktuellen Video bei n-tv wird gegen den Tourbetreiber offiziell von der Polizei ermittelt! Der Ausbruch war doch nicht so unvorhersehbar:

https://tinyurl.com/w66jefq
n-tv: Polizei ermittelt nach Vulkanausbruch in Neuseeland (10.12.2019 07:33 Uhr – 01:06 min)

Noch immer ist das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht bekannt: Bei einem Vulkanausbruch in Neuseeland sterben mindestens fünf Menschen, auch Deutsche sind unter den Verletzten. Doch so ganz plötzlich, wie zuerst angenommen, kam die Eroption nicht.

Zusätzlich berichten n-tv und die ZDF-Nachrichten, dass unter den acht noch Vermissten auch ein Ehepaar aus Baden-Wuerttemberg ist.

https://tinyurl.com/u7oqcd6
ZDF-Nachrichten: Vulkanausbruch in Neuseeland - Kaum Hoffnung für Vermisste - Wohl Deutsche verletzt (10.12.2019 06:56 Uhr)

sowie hier:

https://tinyurl.com/tx7sjmd
n-tv: n-tv: Betreten weiterhin zu gefährlich Zwei Deutsche auf Vulkaninsel vermisst (Dienstag, 10. Dezember 2019)

@12:32 von Zweitaktmotor

"Schlimm für den Einzelnen, aber Risiken lauern nunmal überall."

Letzter Ausbruch 2016. So grob über den Daumen war das Risiko etwa 1 zu 1000, dass der Vulkan am Besuchstag ausbricht.
Risiken gibt es natürlich überall aber man sollte schon die Wahrscheinlichkeit im Auge behalten. Beim Darwin-Award werden jedes Jahr Leute gekürt, die sich mit Russisch-Roulette die Zeit zu verteiben wollten.

Bereits sechs Tote in den Krankenhäusern

Weiterhin berichtet der Newzealand Herald: insgesamt bereit sechs Tote in den Krankenhäusern:

https://tinyurl.com/wxp7jr8
nzherald.co.nz: White Island eruption: Sixth person confirmed dead

Police have confirmed a further person has died following the eruption on Whakaari / White Island, bringing the official toll to six.

The person was earlier being treated at Middlemore Hospital.

STORY CONTINUES UNDER LIVE BLOG

Police have stepped back from their position that a criminal investigation has been launched into the circumstances behind the White Island eruption, which left five dead, eight missing and dozens badly injured.

In a press statement just before 7pm, police said "to correct an earlier statement, it is too early to confirm whether there will also be a criminal investigation."

Aktiver, unberechenbarer Vulkan

Auf die Frage, warum Touristen ihn trotzdem besuchen durften, sagte die Premierministerin: "Es hat anscheinend in den vergangenen 30 Jahren immer Touren gegeben. In dieser Zeit war der Vulkan immer aktiv und auch in dieser Warnstufe. Aber es ist ein sehr unberechenbarer Vulkan."

Wenn ein Vulkan seit 30 Jahren aktiv und unberechenbar ist, dann darf dieser Vulkan touristisch erschlossen werden? Welche Logik verbirgt sich hinter dieser Aussage? Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht?

@12:29 von lila Q

An den Laacher See musste ich auch denken. Manche Experten gehen davon aus, dass sich die darunter liegende Magmakammer wieder füllt und er irgendwann wieder ausbricht. Die Folgen wären katastrophal. Gleiches gilt für den Vesuv in Italien, wo die Gefahr deutlich größer ist. Trotdezm wohnen Menschen (häufig in illegal gebauten Häusern) in direkter Nähe.

white-island-behoerden-rechnen-mit-13-toten-nach-vulkanausbruch

Lieber sausewind, Sie schreiben@11:37 Merle Barton ....<<"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um>>:
""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
=> Richtig.
Wer sich ins Leben begibt, kommt darin um !

Ich ergänze dazu: =>"Das ganze Leben ist lebensgefährlich !"

@08:28 von dr.bashir

"Das Ganze ist ein typischer Fall von "Hinterher ist man schlauer". Alle, die jetzt neunmalklug um die Ecke kommen und tolle Tipps haben..." ... "Wenn, wie im Artikel erwähnt, ein Vulkan jahrzehntelang nicht ausgebrochen ist, dann muss man schon Hellseher sein, um einen plötzlichen Ausbruch vorherzusagen."

Hieran sieht man wie tödlich fakenews sein können. "Jarzehnte" stand eben nicht im Artikel. Hätte man den Fakt gekannt, dass der Vulkan zuletzt 2016 ausgebrochen ist braucht man kein Hellseher zu sein um das Risiko in Verbindung mit der Warnstufe richtig zu bewerten.

@ dr.bashir

„Viele urteilen hier über Menschen, die auf diesen Vulkan gestiegen sind. "Selber schuld" heißt es da und ähnliches.“

Ich würde es so sagen, ich bin auch auf eine 2 Tagestour nach Chernobyl und Pripyat gefahren, ich hab mich damit vorher auseinandergesetzt, und wenn sich irgendwann rausstellen sollte, das es keine gute Idee war, sehe ich das als mein persönliches Restrisiko für meine Entscheidung an.
Ich urteile aber nicht über die Menschen die da hingegangen sind, weil ich gar nichts über sie weiss.

@PaulMann, 13:18

"Ohne Frage, das IST eine schreckliche Katastrophe"

Stimmt. Eine Naturkatastrophe.

"Wer trägt das Risiko?"

Das ist eine wirklich gute Frage, die leicht zu beantworten ist: Jeder selbst. Dies gilt übrigens auch für das Risiko, den falschen Stellen (Leuten, Institutionen, Informationen etc.) zu vertrauen.

13:01 von deutlich

<< Sausevind 11.48"

"insofern ist dieses moralische Sich-selbst-auf-die-Brust-Klopfen schon durchaus geeignet, als Mitschuld zu gelten."

Das ist doch Humbug! Die gefährliche Selfie-Manie bringt die Leute immer wieder in Gefahr. <<

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Ich habe NICHT behauptet, dass die Selbstgerechten sich jemals selber hinterfragen würden. :-(

@ 12:37 von Superschlau

Sie führen sehr sonderbare Argumente an. Sie wollen doch nicht ernsthaft den täglichen Arbeitsweg mit einem Besuch auf einem aktiven Vulkan vergleichen. Wenn ein Vulkan verstärkte Aktivität zeigt, dann sollte man doch annehmen, dass die zuständigen Behörden diesen Vulkan für alle touristische Unternehmungen sperren. Wenn Sie in ein Flugzeug steigen, möchten Sie doch bestimmt auch, dass alle Sicherheitsstandards eingehalten werden. Oder würde Ihnen die Auskunft der Fluggesellschaft ausreichen, dass eine technische Überprüfung der Flugzeuge überflüssig ist, denn mit Abstürzen muss man immer rechnen? Wohl eher nicht.

Wissenschaflter sagt: Magma wurde beim Ausbruch rausgeblasen

Beim nzherald berichtet ein Wissenschafter, der heute Morgen auf der Insel war, das alles viel schlimmer ist als erwartet und er sagt dass es KEINE Asche-Explosion war, sondern dass es eine phreato-magmatische Explosion war:

https://tinyurl.com/vxqyfnm
nzherald.co.uz: Scientist: White Island was 'disaster waiting to happen' (10 Dec, 2019 2:36pm )

It comes as the mother of one American tourist, who was badly burned in yesterday's eruption, said she was "livid" that visitors could step foot on the island.

Emeritus Professor Ray Cas, of Australia's Monash University, said he'd visited the island twice and always thought it was too dangerous to allow daily tour groups onto.

Cas noted that many of the island's eruptions had been hydrothermal, resulting from superheating of the geothermal waters by molten rock or magma within the volcano.

Dass heißt:
der Vulkan hat also doch zerfetzte Lava rausgeblasen.

@ 13:45 von Olivia59

"Risiken lauern" nicht in diesem Fall, Risiken sind einerseits Geschäftsmodell der Kreuzfahrt-Reedereien und andererseits aktiv gewählt durch Menschen, denen das Leben an sich anscheinend nicht genug "kick" bringt.

Mein Mitgefühl an alle Betroffenen

Klar ist es nicht überlebensnotwendig, zu diesem Vulkan zu fahren. Es ist ein Erlebnis, die Natur - auch mit Ihrer Kraft - direkt und mit minimalem "Sicherheitsnetz" zu erfahren. Wasserdamf stieg damals auch auf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr beeindruckend war und das Risiko war mir bewusst, entsprechende Papiere musste ich unterschreiben usw. Und kein Post dazu auf Social Media von mir, denn darum ging es nicht.

Bei mir damals waren auch Mitarbeiter/innen des Bootsunternehmens dabei, als Tourist war man zuminest damals Teil einer geführten Gruppe.

Und klar, jeder sucht sich einen Beruf aus, aber jeder Beruf (das Leben überhaupt) hat Risiken, daher finde ich "selber schuld" zu kurz gegriffen ohne die einzelne Person wirklich gut zu kennen.

Ich wünsche daher vor allem auch den Mitarbeiter/innen der Touren und ihrem Umfeld sowie den Touristen und ihren Familien und Freunden sowie den Retter/innen Kraft und Unterstützung. Mein Mitgefühl gilt Ihnen allen.

Den letzten beißen die Hunde

Nicht der Tourbetreiber hat Schuld, sondern der Neuseeländische Staat, dem war sicher bewusst, wie gefährlich es dort ist. Er hätte die Insel sperren müssen und auf die Sperrung achten müssen.
Der Neuseeländische Staat fängt bei Frau Arden an, sie sollte sich jetzt nicht im TV Betroffenheit zeigen, sie ist die erste Verantwortliche und sollte zurück treten.

13:53 von Kamminer

Wenn ein Vulkan seit 30 Jahren aktiv und unberechenbar ist, dann darf dieser Vulkan touristisch erschlossen werden?
.
ist es nicht jedermanns freie Entscheidung ?
sonst regen sich Leute auf wenn sie in ihrer Entscheidung beschränkt werden
es soll Taucher geben, die machen an Touren mit, wo sie Haie füttern können
wenn sich halt mal ein Hai dazugesellt der nicht 2 sondern 5 m lang ist ....
und die Beute verwechselt
und dann, von den Bergsteigern die den K2 erklimmen,
findet jeder 10te beim Abstieg den Tod ....
wird das deshalb verboten

@demokratiesch.. 14:23

Jetzt wird's langsam abenteuerlich? Wo steht da was von Lava? Es war eine Dampfexplosion, wie ich gestern vermutete. Oder wie die Vulkanologen das immer mögen. Und "Asche Explosion" ist wohl auch eine Ihrer kreativen Eruptionen. Asche kann nicht explodieren.

@Sisyphos3

wobei Haie füttern wirklich dumm ist - egal ob man selbst frei taucht oder im Schutzkäfig hockt: es konditioniert die Tiere geradezu darauf, Menschen als Futterquelle zu sehen, und dann gehören sie nach und nach auch zum Beuteschema. Anders als beim Vulkanausbruch ist das nicht nur Selbstgefährdung, sondern auch eine Gefahr für andere.

Trotzdem wird es als Touristenkick angeboten; fehlt nur noch therapeutisches Schwimmen mit Orkas.

Moderation zum Bericht

Mein Kommentar bezieht sich nicht auf den Bericht über den Vulkanausbruch, sondern auf die Anmoderation zu diesem Bericht.

Wir würden noch in Höhlen leben und Steine klopfen

Jetzt wird über all die hier hergezogen, die solche Risiken eingehen, bzw. in diesem Fall “leichtfertig” eingegangen sind.
Ich bedauere die, die ihr Leben in gefühlter Sicherheit hinter ihrem warmen Ofen zuhause verbringen.
Neugier und der Wunsch, neue Erfahrungen zu machen, etwas zu sehen, was man noch nie selbst gesehen hat, ist die Natur des Menschen. Ohne diese Neugier würden wir bestenfalls noch alle in Höhlen hausen, und Steine klopfen.
Dass diese Neugier - oder nennen wir es besser “Wunsch nach Erfahrungen” - auch in‘s Auge gehen kann, ist bekannt. Jeder muss das selbst einschätzen.
Das Leben ist nicht ohne Risiko und endet immer mit dem Tod.
Was soll jetzt das Geschrei all der Besserwisser?
Es tut mir leid um diejenigen, die mit offenen Augen in die Welt hinaus gegangen waren, und dabei umgekommen sind.

@dr.bashir

"ein Vulkan jahrzehntelang nicht ausgebrochen ist, "

nicht ganz: das letzte Mal war's 2016. Er ist sehr aktiv.

Da sollte man die Warnstufe vielleicht ernst nehmen; aber naja, viele denken sich vermutlich: ist all-inclusive und das Reiseunternehmen wird schon wissen, was es tut. Das Reiseunternehmen denkt sich: "och, es ist noch immer gut gegangen." Nur der Vulkan, der denkt sich nichts und folgt seinem inneren Druck.

14:23 von Demokratieschue...

Beim nzherald berichtet ein Wissenschafter, der heute Morgen auf der Insel war, das alles viel schlimmer ist als erwartet und er sagt dass es KEINE Asche-Explosion war, sondern dass es eine phreato-magmatische Explosion war
[...]
Dass heißt:
der Vulkan hat also doch zerfetzte Lava rausgeblasen

Bei einer Asche-Explosion wird, wie man aus dem Namen vermuten könnte, Vulkanasche ausgeblasen. Vulkanasche ist eine Form dieser "zerfetzten Lava", Pyroklasten genannt. Bei einem phreato-magmatische (phréar (φρέαρ), deutsch ‚Brunnen‘) kommt noch externes Wasser als zweite Komponente hinzu, welches im Unterschied zur rein phreatischen Explosion direkten Kontakt zum Magma hat. Dabei entsteht ein Asche-Wasserdampf-Gemisch, welches sich schlagartig ausbreitet.

Re: Faszination

sehe ich absolut genauso.
Ich bin selbst ein begeisterter Vulkanbesucher. Jedoch informiere ich mich vorher über das Risiko. Und auch wenn das im Nachhinein neunmalklug klingen mag, so wäre ich angesichts der kürzlichen Entwicklung (der Aktivitätszunahme) nicht sicher gewesen, ob ich das Risiko eingegangen wäre mich dorthin zu wagen.

Auf der anderen Seite vertraut man als Tourist dennoch auch gerne den örtlichen Behörden und dem fachkundigen Personal der Unternehmen. Vlt hätte ich mich dann trotz besseren Wissens ebenso für einen Besuch entschieden.

Daher liegt aus meiner Sicht die klare Schuld bei der Regierung Neuseelands bzw. den ausführenden Unternehmen.

Risiken müssen abgewogen werden, was einem durchschnittlichen Touristen (mit bekanntlich durchschnittlicher Intelligenz) aber m.E. nicht allein obliegen kann.

Wozu leben wir?

Natürlich soll hinterfragt werden, ob die Insel eigentlich hätte gesperrt werden müssen ob einer eventuell erkennbar bevorstehenden Eruption. Ob die Katastrophe ansonsten vermeidbar war? Nur, wenn man nicht hingeht.

Sterben müssen wir eh alle mal. Meinereiner tuts lieber auf einem Vulkan oder sonst irgendwo draußen in der Wildnis, als an Bewegungsarmut auf der Couch vor der Glotze zu verenden.

12:54 von Margareta K.

«Ganz ehrlich … ich kann sehr gut verstehen, dass es Menschen gibt, die so eine Vulkanbesteigung machen (wollen).»

Das kann ich auch. Und habe selbst auch schon einen aktiven Vulkan "bestiegen". In JAP. Da gibt es ja viele, bei denen man das kann …

«Noch heute - nach über drei Jahren - erzählt [mein Sohn] mit leuchtenden Augen von diesem Erlebnis. Wie klein er sich gefühlt hat, die faszinierende Weite dort oben und die Tiefe des Kraters. Ja, und auch der Respekt vor der Natur, der sich eingestellt hat.»

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, "den wilden Kräften der Natur" so existenziell nahe zu sein, wie beim Blick in einen aktiven Vulkankrater, "in dem es rumort". Auch bei mir stellte sich Demut der Kleinheit der menschlichen Existenz ein, im Vergleich zu den Kräften der Natur …

Nun waren aber die Touristen in NZL solche von einem Kreuzfahrtschiff.
Nicht eben die Art von Tourismus, die gut auf mögl. Risiken vorbereitet.
Eher wohl "Event-Sight-Seeing zum leichten Konsum" …

Die Natur

hat zugschlagen. Einen vernünftigen Grund diese Einöde zu besuchen gibt es keinen. Außer, daß irgend jemand Geld verdienen will.

10. Dezember 2019 um 15:49 von Grumpy Eugen

"Neugier und der Wunsch, neue Erfahrungen zu machen, etwas zu sehen, was man noch nie selbst gesehen hat, ist die Natur des Menschen. Ohne diese Neugier würden wir bestenfalls noch alle in Höhlen hausen, und Steine klopfen."

Soweit so richtig, aber wir sind ein paar Jahre weiter und diese Leute gehen zur Unterhaltung auf gefährlichem Gelände wandern. Ich sehe keine technologische oder gesellschaftliche Errungeschaft die dadurch erreicht werden kann.
Das es unglaublich beeindruckend ist glaube ich sofort, aber für mich reicht es auch schon am Rande des Ozeans zu stehen um mich besonders klein zu fühlen. Auf einen Vulkan oder Gletscher geht man doch nur wenn man die weniger gefährlichen beeindruckenden Naturgebiete schon gesehen hat und sich ein Stück weit desensibilisiert. Ein neuer Thrill muss dann her genau wie bei Drogen.

Kognitive Dissonanz

Es wäre wirklich interessant zu erfahren wie viele Vulkantouristen Lotto spielen.
Im einen Fall geht man davon aus, dass die geringe Wahrscheinlichkeit auf einen üppigen Gewinn durchaus eintreffen könnte und im anderen tut man die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs eines Vulkans der bereits 2016 ausgebrochen war als unwahrscheinliches Restrisiko ab.
Das sagt viel über unsere menschliche Unzulänglichkeit und das wir gut daran getan haben nicht weiter mit dem Restrisiko Atomkraftwerk herumzuspielen.

Selbst gewähltes Risiko.

Wer dort hinfährt weiß was er tut.

@ imalipursam

Zitat: "Sterben müssen wir eh alle mal. Meinereiner tuts lieber auf einem Vulkan oder sonst irgendwo draußen in der Wildnis, als an Bewegungsarmut auf der Couch vor der Glotze zu verenden."

Das ist zweifelsfrei richtig ... würden in solchen Situationen nicht andere gezwungen sein, sich für die Rettung/Bergung dieser Sensationstouristen ebenfalls in Lebensgefahr zu begeben.

@ 14:42 von Sisyphos3

Ihre persönliche Entscheidungsfreiheit endet, wenn Menschenleben gefährdet sind. Sie dürfen ja auch nicht den Stromboli besteigen, wenn dieser aufgrund vulkanischer Aktivität gesperrt ist. Dies dient nicht nur Ihrem Schutz, sondern auch dem der Rettungsmannschaft, die dann ausrücken darf, wenn Sie verunglückt sind. Zudem sind die Touristen nicht privat zu der Insel gerudert, sondern sie haben diesen Ausflug mit einem Reiseveranstalter unternommen. Hier unterliegen Behörden und Reiseveranstalter einer Fürsorgepflicht, die geradezu haarsträubend missachtet wurde.

@ 16:04 von imalipusram

Sie halten Ihre Unterscheidung wirklich für angemessen? Ich bin selber viel und gerne in der Welt, in der Natur und in fremden Ländern unterwegs. Aber es gibt Dinge in der Gefahrenabwägung und immer öfter auch aus ökologischen Gründen, die kann oder sollte man lassen.
Gleichwohl ist mein volles aufrichtiges Mitgefühl bei den Opfern und ihren Angehörigen.

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