Ihre Meinung zu: Petition "Rettet die Bäder" ist Thema in Bundestagsausschuss

9. Dezember 2019 - 8:06 Uhr

Der Unterhalt von Schwimmbädern ist teuer, 1400 wurden seit dem Jahr 2000 geschlossen - nach Ansicht der DLRG mit dramatischen Folgen. Zehntausende Bürger protestieren - nun befasst sich ein Bundestagsausschuss damit. Von Michael Heussen.

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Kommentare

rer Truman Welt

Das grundsätzliche Problem mit solchen Investitionen ist, dass sie finanziell überhaupt nicht über deren Lebensdauer betrachtet und kalkuliert wurden. Gemeinderäte, Kommunen und Städte entscheiden sich für solche Projekte/Objekte, wenn einmal Geld in der Kasse ist und vielleicht auch eine Wahl ansteht, mit der dann mit solchen Projekten gepunktet werden kann. Jedes Stadtviertel hat dann sein großes Schwimmbad oder so. Das Problem ist dann die Anschlußfinanzierung, die völlig vernachlässigt wird. Ein Schwimmbad kostet nicht nur einmal, sondern laufend, muss renoviert werden etc. Dies sog. "Cost of ownership" haben die Entscheider nicht im Blick und schon gar nicht im Griff. Jede Investition, die Nachfolgekosten mit sich bringt, umfasst Fixkosten für zukünftige Budgets. Habe ich eine Menge solcher Objekte, habe ich in Zukunft kaum Spielraum im Sinne von zur Disposition stehendem Budget. Das ist die Crux und passiert heute so wie in der Vergangenheit. Es ist ein klassisches Versagen!

Vielleicht

Ist es ja so das viele tollen Wahlgeschenke die von Bundesregierung gemacht werden am Ende auf die Kommunen abgewälzt werden, und am Ende dann denen das Geld für so etwas fehlt ...

Schwimmen sollen alle lernen können

Ja, das sollte eine Grundrecht sein: Schwimmen sollen alle lernen können.

Nur, was die Gemeinden heute bereit stellen sind Amüsierparks mit teuren Spielgeräten und Wasserspielen,
wo keiner mehr über 50m eine Bahn schwimmen lernen kann.
Dazu noch teure Liegeflächen, Saunen, Restaurant usw., was keiner zum Schwimmen braucht.

Das Zeugs kostet trotz Beteiligung "privater Investoren" immens an Investitionen und Unterhalt und braucht hohe Eintrittsgelder.

Gäbe es einfache Frei- und Hallenbäder, nur mit Plansch- und Schwimmlernbecken, dazu Dusche sowie Umkleidekabinen

wäre das alles leichter finanzierbar. Wer mehr mehr gegen mehr Geld möchte, sollte in privat betriebene Wellnesareale gehen.

Ein Problem ist auch....

....dass klassische Schwimmbäder aus der Mode gekommen sind und die Kommunen bzw. die Politik lieber "Spaßbäder" haben wollen, die toll aussehen und wo man beim Bau sicher noch ein paar Vettern bedienen kann. Ein wunderschönes Beispiel ist eine Stadt ganz im Westen der Republik, wo ein ehemaliger SPD-Kanzlerkandidat mal Bürgermeister war. In seiner Amtszeit hat er das heutige Spaßbad gegen den Willen der Bevölkerung durchgedrückt, ein Bürgerbegehren zum Erhalt der alten Schwimmbäder hat er abgeschmettert - und heute ist das Dingen ein fortwährender Garant für Millionenverluste. Aber Hauptsache auf dem Gelände des alten Freibads konnte so die teuerste Wohnlage der Stadt geschaffen werden.....

re: 08:19 von Meinung zu unse...

In dem Artikel geht es nicht um Schwimmbäder in jedem Stadtviertel „oder so“, sondern um die Frage der Bereitstellung einer Infrastruktur der Daseinsvorsorge, wozu z.b. auch Jugend- und Bürgerzentren gehören. Lebensqualität und das Grundrecht auf Selbstentfaltung geht eben nicht in Verwertung auf.

Petition "Rettet die Bäder" ist Thema in Bundestagsausschuss

Und zack, da ist sie wieder, die `Dauer-Schwarze-Null´.
Hier in Köln ist Versorgung mit Bädern noch sehr gut, so das meine drei Kinder alle vor der Einschulung noch Schwimmen gelernt haben, allerdings sind die Eintrittspreise/Kurse nicht gerade günstig.
Der Staat muss da mehr in die Pflicht genommen werden, gehört meiner Meinung nach zum Bildungsauftrag.

Bürgerinitiative

Bei uns gibt es nun eine Interessengemeinschaft, welche finanziellen Support anbietet und zusätzlich Gelder einsammelt, damit unser Waldschwimmbad nicht doch geschlossen wird.
Eine Schande für das ach sooooo reiche Deutschland und man fragt sich immer wieder: wo gehen meine ganzen Steuern hin?

Öffentliche Badeeinrichtungen

Öffentliche Badeeinrichtungen wurden mal aus einem bestimmten Grund eingerichtet.
Wegen nicht vorhandener Wasserversorgung in den Behausungen der gewöhnlichen Bevölkerung. Damit sich auch das gewöhnliche Volk anständig waschen konnte und somit auch die Ausbreitung von Krankheiten verhindern werden sollte.
Diese Gründe fallen heutzutage weg.
Also können auch öffentliche Bäder wegfallen.
Vielleicht sollte das ein Schritt zu Ressourceneinsparung gegen den Klimawandel sein.
Schließlich müssen wir alle irgendwo anfangen.
Bei definitiv Überflüssigem sollte das kein Problem sein.
Private Bäder allerdings sind unter dem Aspekt der Hygiene auch völlig unnötig und könnten wg Verschwendung von Ressourcen verboten werden.
Natürlich auch der Pool in Haus oder Garten.
Um Schwimmen zu lernen gibt es auf dem Festland auch keinen vernünftigen Grund. Allerdings könnten die dann arbeitslosen Schwimmtrainer in den Fluchtausgangsländern sicher neue Arbeitsplätze finden.

Was keine Rendite bringt

"Das heißt, ein normales Schwimmbad kann man nicht mit Gewinn bewirtschaften. Und deswegen ist das auch eine öffentliche Aufgabe."

Knallharte Logik. Was keine Rendite bringt, ist nichts für die Privatwirtschaft. Stattdessen wird darüber diskutiert, ob die Unternehmen mit Steuersenkungen gefördert werden. Also ich finde, es gibt genug Möglichkeiten, "überschüssiges" Geld zu investieren z.B. in Schulen, öffentlichen Nahverkehr, Altenpflege, Gesundheitsvorsorge in ländlichen Gebieten, flächendeckendes Internet ...

Und wieso soll bei dem Investitionsstau eigentlich der Solidarzuschlag gestrichen werden? Hat man die Notlage noch nicht erkannt?

Für was zahlt man eigentlich

Für was zahlt man eigentlich seine Steuern, wenn noch nicht einmal die Grundversorgung - und dazu gehört ein Schwimmbad in der Nähe - gewährleistet ist? Man hat den Eindruck, daß damit nur noch das politische System finanziert wird. Ein System, daß in übergroßem Maße dysfunktional geworden ist. Moppelige und bewegungseingeschränkte Kinder - die dann dem Spott der gut trainierten oberen Schichten ausgesetzt sind - sind auch eine Folge des abgespeckten Sozialstaats und der Abdankung seiner Fürsorgepflicht.

Das ist wirklich ein Problem

Früher kam man quasi von jedem Dorf ins Schwimmbad oder Kino.

Wo sollen sich Jugendliche denn sonst noch treffen, ohne Unsinn zu machen oder sich nur zu besaufen? (Z.B. in Discos - denn Tanzen ist ja auch nicht gerade etwas, was alle beherrschen. Wie viele Schulen bieten schon für ein Halbjahr Tanzunterricht im Sportunterricht an?)

Bäder-Sterben & Nichtschwimmer

Im Moma wurde ein Masterplan gefordert-dem ich nur zustimmen kann.
Die Zeiten der Spaßbäder ist fast vorbei-wenn die Menschen bei 40° mehr als eine halbe Stunde oder länger im Stau stehen um dahin zu kommen!
Wir hatten fußläufig 10min mal in jedem Stadtteil ein Freibad!
1x die Woche Schwimm-Unterricht und das echte "Lernen" dann im Freibad-Sommer waren als 11 - 18Jähriger sehr wichtig.
Wenn ich heutige Strand-Planscher sehe wird mir Angst & Bange!Ausserdem ist die soziale Komponente des Zusammenlebens nicht zu übergehen !Bei 35Grad nur an Wohnungsdusche gebunden zu sein -ist auch Konflikt-Potential !

Wenn man sieht

wöfür die Kommunen in den letzten 4 Jahren ihre Steuermittel ausgaben bzw. sich verschulden müssten, ist klar, dass für die Schwimmbäder kein Geld mehr übrig ist.

@ um 09:03 von Tada

„... ohne Unsinn zu machen oder sich nur zu besaufen?“?
Genau deshalb bin sogar ich, als Nichtschwimmer, früher mit Kumpels ins Freibad gegangen.
Aber Dummheiten können überall gemacht werden und werden überall gemacht. Eine Badeanstalt ist dazu nicht nötig.

Das betrifft doch nicht nur die Schwimmbäder

sondern auch die Schulen, Eisenbahn, Strassen, Brücken. Krankenhäuser, Pflegestellen etc.
Nach Meinung vieler sind wir ja ein reiches Land. Wäre das so brauchte ich das hier nicht zu schreiben.
Die Regierenden verteilen die Millionen eben über die halbe Welt anstatt zuerst an die hiesigen Zustände zu denken.

Die Frage ist doch...

... ist kein Geld in einem der reichsten Länder der Welt für den Unterhalt von öffentlichen Schwimmbädern vorhanden, oder sind die Gelder, in einem der reichsten Länder der Welt schlicht und einfach zunehmend falsch verteilt, eingesetzt oder werden, Dank Experten wie unseren Herrn Verkehrsminister, mit beiden Händen zum Fenster herausgeschmissen - Gelder, die natürlich irgendwo fehlen müssen, vgl. Zustand unserer Schulen, etc...
Irgendetwas läuft in diesem Land zur Zeit gehörig falsch, aber, liebe Mitforisten, was erzähle, pardon, erschreibe ich Ihnen - dass wissen Sie ja bestimmt schon selbst...
Was hier zur Zeit abgeht wird m.E.n. nur noch durch das Brexitchaos in GB getoppt...

Warum

hacken alle auf der schwarzen Null herum? Wenn es einem Staat nicht gelingt, in Zeiten des höchsten Steueraufkommens aller Zeiten einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren und trotzdem die notwendigen Investitionen zu tätigen, stimmt etwas nicht. Dann leben wir an anderer Stelle über unsere Verhältnisse. Vielleicht mal die Positionen im Haushalt betrachten, die besonderen Steigerungen unterworfen sind. Und kommt man dann zu der Auffassung, diese Ausgaben seien unvermeidbar, sollte man auch den Mut haben, zu sagen, warum das so ist und verschwenderische Minister entlassen....Scheuer wäre übrigens einer davon.

@ um 09:21 von Felina2

Genau darum geht es!
„Reiches Land“ bezieht sich aber auf die Wirtschaft und auf ein paar Einzelne, nicht auf die Bevölkerung. Schon gar nicht, wenn selbst ein Durchschnittsgehalt von angeblich 3.500 € für eine Familie kaum ausreicht und auch nur zu kaum mehr Rente führt, als die Grundsicherung.
Ansonsten reicht es gerade noch zur weiteren Aufrüstung.
Aus Klimagründen aber sind Badeanstalten überflüssig.

Deutschland hat ein Ausgabenproblem

Unserere Bundeskanzlerin fur erst vor kurzem nach Indien und nahm 1 Milliarde Euro an deutschen Steuergeldern in die Hand, um sie dort zu investieren. Statt in die Infrastruktur im eigenen Land zu investieren, bringt man das Geld lieber ins Ausland.

Desweiteren steigen die Sozialausgaben in Deutschland immer mehr und machen mit Abstand den groessten Posten aus, nicht zuletzt auch wegen der Fluechtlingskrise. Und der SPD faellt nichts anderes ein, als die Forderung nach noch mehr Sozialausgaben.

Auf Dauer wird eben kein Geld mehr fuer Infrastruktur vorhanden sein und die Deutschen muessen sich darauf einstellen, dass in einem der reichsten Laendern der Erde, die Infrastruktur eher dem eines Ostblockstaats kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs entspricht.

@08:55 von nie wieder spd

Was haben denn Badehaeuser mit Schwimmbaedern zu tun? Sie werfen da Dinge durcheinander.

Oeffentliche Badehaeuser gibt es doch in Deutschland schon vermutlich seit Kriegszeiten nicht mehr, wenn es sie ueberhaupt in Deutschland gab. Ich kenne sowas nur aus Japan.

Hier geht es um *Schwimm*baeder.

nicht nur für's Lernen

Nicht nur für's Lernen, sondern auch für die Gesundheit und das soziale Leben ein wichtiger Ort.

Unser Schwimmbad wurde noch nicht geschlossen, aber Sanierung Fehlanzeige. Überall fallen die Kacheln ab und ohne Heizung sind zeitweise 16°C Wassertemperatur angesagt (kein Vergnügen mehr). Für alle Klimakritiker: eine Solarheizung würde ja reichen. Ach ja ich vergaß, aber der Eintritt wurde verdoppelt (doppelter Preis, die halbe Leistung bleibt).

Wie lange ist Merkel schon an der Macht, 14-15 Jahre? Ich denke es ist klar auf wessen Konto das Schwimmbadsterben geht (schon klar, dass die Kommunen verantwortlich sind, entbindet aber nicht die Regierung, dass diese mit entsprechenden Reglungen und Förderungen entgegensteuern).
Merkel bringt es auf den Punkt: Ein Deutschland in dem wir gerne und gute leben. Wie lange noch?

@09:49 von Chili58

Der mit Abstand groesste Posten bei den Ausgaben des Bundes sind Sozialausgaben und diese sind vor allem durch die Fluechtlingskrise massiv gestiegen.

Es sind jedes Jahr mindestens 25 Milliarden Euro, die dort ausgegeben werden muessen.

re: 08:50 von Sebastian15

Und dabei hatten sie noch Glück.
In unserer Stadt wurde das Freibad abgerissen und darauf ganz schnell Wohnblöcke gebaut.
Den Bürgern wurde als Ersatz ein Spassbad eines Privatinvestors im selben Stadtteil avisiert.
Leider wurde dieses nie gebaut.
Hat später kein Hahn nach gekräht.
Irgendwie sind wir Deutschen schon ein komisches Volk.

Ist schon verrückt

Da wird immer vom reichen Deutschland geschwafelt, und dann schafft man es nicht, Kindern die Möglichkeit zu geben Schwimmen zu lernen und in einer immer mehr digitalisierten Welt ein gesundes Freizeitvergnügen zu ermöglichen. Die meisten Kommunen in Deutschland sind bekanntermaßen überschuldet, und zwar unverschuldet, und dann ist es die verdammte Pflicht und Schuldigkeit des Staates, die Finanzierung der Bäder zu gewährleisten. Bäder sind für mich kein Luxus, sondern Teil der Daseinsvorsorge. Die BRD zahlt jedes Jahr über 500 Mio. Entwicklungshilfe an China, weil es nach wie vor als Entwicklungsland eingestuft ist, aber Geld für Bäder für Ihre Bürger hat sie nicht. Es ist gelinde gesagt zum Ko....

Wo gehen meine Steuern hin

......dort wo sie nicht hin sollen.
Es wird so viel Geld von staatlicher Seite verplempert über Jahre hinweg hunderte von Millionen Euro versenkt werden (Flughafen in Berlin, Stuttgart 21 und vieles mehr) aber für den Erhalt von wichtigen Infrastrukturen(Schulgebäude, Kindergärten, Schwimmbäder, Strassen usw.) fehlt das Geld.

Spassbäder...

auch diese werden irgendwann nicht mehr bezahlbar sein. Verursachen schon jetzt sehr hohe kosten und auch nicht jeder wird sich den Aufenthalt leisten können.
Und bei dem Co2 - Debakel, hoher Energieverbrauch und damit noch höheren Kosten, zählen sie dann sicher mit zu den Ruinen der Zukunft..

Petition "Rettet die Bäder" ist Thema im Bundestagsausschuss...

Und nicht nur die Bäder.Auch Schulgebäude sind mancherorts in desolatem Zustand.
Hier wirkt die "schwarze Null" oder auch die Schuldenbremse.
Eine weitere Auswirkung ist auch,daß kommunale Dienste und Aufgaben unter Privatisierungdruck geraten.

Am 09. Dezember 2019 um 10:00 von dito

" Was haben denn Badehaeuser mit Schwimmbaedern zu tun? Sie werfen da Dinge durcheinander.

Oeffentliche Badehaeuser gibt es doch in Deutschland schon vermutlich seit Kriegszeiten nicht mehr, wenn es sie ueberhaupt in Deutschland gab. Ich kenne sowas nur aus Japan.

Hier geht es um *Schwimm*baeder. "

Das ist nicht ganz richtig, ich bin kurz nach dem Krieg geboren, und kann Ihnen sagen das es Badehäuser in meiner Region noch zu meiner Schulzeit gab, Wannenbad kostetet unter einer Mark, Preis weiß ich nicht mehr genau.

Und schwimmen lernen gehörte zumindest früher zum Sportunterricht, darauf gab es sogar eine Note.
Das wurde allerdings im Freibad gelernt, Hallenbäder hatten nur größere Städte, also ganz so wie Sie das beschreiben ist es nicht gewesen, früher war sicher nicht alles besser.
Aber es war anders, Geld war nicht das Problem wie heute.
Alles was Bund sich ausdenkt, muss am Ende die Gemeinde oder Stadt bezahlen, das geht beim Sozialen los, und endet bei der Unterhaltung.

@10:04 von dito

"Der mit Abstand groesste Posten bei den Ausgaben des Bundes sind Sozialausgaben und diese sind vor allem durch die Fluechtlingskrise massiv gestiegen."

Das wird immer wieder gerne kolportiert. Der mit Abstand größte volkswirtschaftliche Posten sind die nicht eingehobenen Steuern auf Kapitalakkumulation und die Vergesellschaftlichung der wahren Kosten der Produktion. Der Staat organisiert und billigt den Verfall der Infrastruktur, die Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten, die Ausbeutung der Ressourcen im Auftrag des Kapitals, egal wo sie bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen machen.
Klimaneutralität wird es ohne die soziale Frage zu klären nicht geben.

Bäder - Sterben ...

ich lebe zur Zeit in der Schweiz.....
und stellte fest, das fast zu jeder Schule ein Schwimmbad gehört, das auch von der Öffentlichkeit zu bestimmten Zeiten genutzt werden kann und wird.
Sie sind nicht luxuriös sondern zweckmässig gestaltet, also ohne Restaurant usw.
Der Unterhalt ist teils kommunal und durch
einen Trägerverein, sowie Eintritt gesichert.
Also jeder leistet einen Beitrag zum Erhalt des Schwimmbades.

Zu üppiges Konzept für Schwimmbäder

Heutzutage gibt es ja fast nur Spaßbäder und Luxussaunen. Für einfachere Verhältnisse würde ein einfaches Hallenbad ohne Schnickschnack genügen. Großes Becken, evtl. Kleinkinderplantschbecken, Herren- und Damenumkleide, evtl. mit je einer Saunakabine, die im Unterhalt finanzierbar ist. Stattdessen gibt es riesige Spaßbade- und Saunatempel, die so teuer sind, dass sich ein regelmäßiger Besuch sowieso von selbst verbietet.

Das Problem sind die Bürger/innen

Man sieht es vieler Orts: Klassische Schwimmbäder haben Besucherschwund und stattdessen will man Spaßbäder. Die kosten mehr, aber Bürger wollen nicht die erforderlichen höheren Steuern bezahlen die nötig sind. Also wird privatisiert, damit Spaßbäder existieren. Dafür wollen die Bürger aber auch nicht mehr bezahlen, weil die Eintrittspreise gepfeffert sind. Und dann wird von der Politik gefordert doch endlich bezahlbare Schwimmbäder zu eröffnen. Aber bloß keine höheren Steuern. Also rennt man zu der Partei die höhere Steuern im Programm ausschließt und der Kreis schließt sich. Was für eine Farce!

Am 09. Dezember 2019 um 10:40 von briboan

" ich lebe zur Zeit in der Schweiz.....
und stellte fest, das fast zu jeder Schule ein Schwimmbad gehört, das auch von der Öffentlichkeit zu bestimmten Zeiten genutzt werden kann und wird.
Sie sind nicht luxuriös sondern zweckmässig gestaltet, also ohne Restaurant usw.
Der Unterhalt ist teils kommunal und durch
einen Trägerverein, sowie Eintritt gesichert.
Also jeder leistet einen Beitrag zum Erhalt des Schwimmbades. "

Ich lebe zwar nicht in der Schweiz, aber so ist das regional auch bei uns, einfach, sauber und alles gepflegt, die Schulklassen und auch der Renterverein haben bestimmte Zeiten. Alle geben was, und die Sportvereine sind auch eingebunden.
Warum das andere nicht schaffen, ist eigentlich nicht so richtig erklärbar, liegt eindeutig an den Prioritäten.
Dann gibt auch noch Menschen die sich freiwillig ohne Bezahlung engagieren, das gibt bei kleine Vereinen nämlich auch noch.

Je größer der Ort, um so weniger geht, und um so unpersönlicher wird alles.

rer Truman Welt

@ Am 09. Dezember 2019 um 09:49 von Chili58
"Warum"
Da bringen Sie mit Ihrer Feststellung alles auf den Punkt.
Wir leben in Zeiten der Vollbeschäftigung und die Steuereinnahnen sind in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen und wachsen weiter. Wenn wir jetzt meinen, uns auch noch verschulden zu müssen, wann soll das dann überhaupt einmal zurückgezahlt werden, und was machen wir in einer Rezession dann? Wir können uns leisten, wofür Geld da ist, sonst für nichts. Es müssen die richtigen Prioritäten gesetzt werden! Wenn Stuttgart sich für 1/2 Milliarde € die Oper sanieren will, Bäder geschlossen werden oder verkommen, für andere wichtige soziale gesellschaftlich dringendere Investitionen aber dann kein Geld mehr da ist, dann stimmt doch etwas nicht. Kulturelles kann sich geleistet werden, wenn Lebensnotwendiges vorhanden ist. Zudem werden weitere Investitionen bei Vollbeschäftigung lediglich die Preise anheizen und damit die Inflation! Was kostet heute schon die Handwerkerstunde?

@10:04 von dito: Flüchtlingskosten

"Der mit Abstand groesste Posten bei den Ausgaben des Bundes sind Sozialausgaben und diese sind vor allem durch die Fluechtlingskrise massiv gestiegen.

Es sind jedes Jahr mindestens 25 Milliarden Euro, die dort ausgegeben werden muessen."

Das ist beides nicht richtig.

1. Der größte Posten im Sozialetat des Bundes ist der Zuschuss zur Rentenkasse aus Steuermitteln.
Von den ca. 150 Mrd Euro gehen ca. 100 Mrd an die Rentenkasse.
2. Die Flüchtlinge kosten keine 25 Mrd pro Jahr.
Laut einem Bericht des Bundesfinanzministerium hat der Bund in 2018 23 Mrd Euro für Flüchtlinge ausgegeben.
Diese teilten sich wie folgt auf:
7,5 Mrd gingen als Kostenerstattung an die Länder
7,6 Mrd gab der Bund für Maßnahmen des Bundes aus, an denen sich die Länder nicht beteiligt haben.
7,9 Mrd wurden (nicht in Deutschland) für die Bekämpfung von Fluchtursachen ausgeben.

Die Flüchtlinge in Deutschland haben also nur 15,1 Mrd gekostet.

08:36 von Francis Ricardo

Vielleicht

Ist es ja so das viele tollen Wahlgeschenke die von Bundesregierung gemacht werden am Ende auf die Kommunen abgewälzt werden, und am Ende dann denen das Geld für so etwas fehlt ...
///
*
*
Wenn wir uns seit 2015 Ausgaben leisten, ohne das es uns an etwas fehlt oder schechter geht, dann geht Ihr Kommentar am Thema vorbei.

Hoffentlich kommt diese Petition durch - bin dabei

Hoffentlich kommt die Petition durch. Denn dieses Sterben der Schwimmbäder muss in der Tat aufhören.

Daher sage ich: Time for Change, Zeit zum Ändern:

https://www.tagesschau.de/inland/schwimmbaeder-nichtschwimmer-101.html

Der Unterhalt von Schwimmbädern ist teuer, 1400 wurden seit dem Jahr 2000 geschlossen - nach Ansicht der DLRG mit dramatischen Folgen. Zehntausende Bürger protestieren - nun befasst sich ein Bundestagsausschuss damit.

Viele Kinder können deswegen auch nicht schwimmen lernen und viel Schulsport im Schwimmbad kann nicht mehr stattfinden. Aber die Kinder leiden darunter und Familien auch. Siehe hier:

https://tinyurl.com/snapkjp
BR: Immer weniger Grundschulkinder können schwimmen (15.07.2019, 11:33 Uhr)

Immer mehr Schwimmbäder machen zu

Ein Grund für diese Entwicklung ist, dass es immer weniger Schwimmbäder gibt. Anfang 2018 gab es nach Angaben des Bauministeriums noch rund 860 Frei- und Hallenbäder in kommunaler Hand.

Cool bleiben

Hier wird ja getan als gebe es bald keine Bäder mehr in Deutschland.

Im Artikel steht, Ende 2018 waren es „nur“ noch 6400 Stück.

Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie die landesweite Verteilung aussieht, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Um einem Kind schwimmen beizubringen (eines der Hauptargumente hier) wird diese Anzahl wohl immer noch reichen.

Ich frage mal ganz anders, gibt es denn einen akuten Nachfrageüberschuss?
Platzen die 6400 Bäder aus allen Nähten? Muss man in der breiten Masse 50+ Kilometer fahren zum nächsten Bad?

Ich kann das nur für mich beantworten; ich habe garnicht so das Bedürfnis aufs Schwimmbad, aber wenn ich wollte kenne ich drei in unserem Landkreis und es gibt bestimmt noch mehr.

Etwas provozierend formuliert:
Ich vermute eher, dass die Schwimmbadthematik beispielhaft konstruiert wird für Kritik an der öffentlichen Investitionspolitik (die in vielen Bereichen tatsächlich miserabel ist).

Genau dieser Investitionsstau muss aufgelöst werden

Genau dass hier muss sich ändern:

https://www.tagesschau.de/inland/schwimmbaeder-nichtschwimmer-101.html

Gewaltiger Investitionsrückstand

Die Gründe sind von Ort zu Ort unterschiedlich, aber eins haben fast alle Schließungen gemeinsam: Es fehlt an Geld. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beziffert den Investitionsrückstand der Kommunen auf rund 138 Milliarden Euro. Schulgebäude und Straßen sind die größten Einzelposten. Der Erhalt von Schwimmbädern hat da für viele Städte und Gemeinden keine Priorität - es wird sein gelassen, was nicht unbedingt notwendig ist.

Dieser Investitionsstau muss aufgelöst werden. Deswegen wäre bei dem hier:

https://www.tagesschau.de/inland/schwimmbaeder-nichtschwimmer-101.html

So entstand der Sanierungsstau. Viele Bäder wurden in den 1960er-Jahren gebaut. Die Installationen sind heute oft marode, entsprechen nicht modernen hygienischen und energetischen Vorgaben.

Abriss und Neubau die bessere Wahl.

Wenn ich mir die Vorgänge im Rheinbad

in Düsseldorf anschauen (vergleichbares gibt es in anderen Bädern ebenfalls), dann muss man sich nicht wundern das immer mehr Leute nicht mehr in öffentliche Bäder gehen. Dazu natürlich das finanzielle Ausbluten der Gemeinden und Kommunen, die einfach kein Geld mehr für den Unterhalt und Betrieb haben.

Aber natürlich werden dagegen hunderte Millionen für Kulturtempel der Reichen (Elbphilharmonie, Oper Stuttgart usw.) ausgegeben. Daneben Milliarden für "Kulturschaffende" in den subventionierten Tempeln der mehrheitlich staatlich wohlfeilen Film- und Theaterkultur.
Da bleibt eben nichts mehr übrig für banale Dinge wie ein Frei- oder Hallenbad in der Kleinstadt.

Nahezu alle Freunde mit eigenem Haus haben inzwischen für ihre Familie eine Pool in den Garten gebaut. Die setzen keinen Fuß mehr in verfallene und ungepflegte Bäder mit fragwürdigem Publikum.

Daseinsvorsorge "rechnet" sich offensichtlich nicht

"Der Unterhalt von Schwimmbädern ist teuer, 1400 wurden seit dem Jahr 2000 geschlossen"

Die daraus resultierenden Folgen für die Bevölkerung (insbesondere die Kinder) u.a. über die steil ansteigende Kostenbelastung unseres Gesundheitssystems - den Verlust an Lebensqualität nichtmal eingerechnet - sind zwar noch viel teurer, aber was soll's. An diese Auffassung von "Wirtschaftlichkeit" quer durch die ganze Politik haben sich die Bürger ja leider gewöhnt bzw. gewöhnen "müssen". Gut, dass sich endlich viele mit diesem Irrsinn nicht mehr einfach abfinden wollen. Hoffentlich haben sie genug Mitstreiter und Erfolg, damit sich an diesem Irrsinn auf Kosten aller endlich etwas ändert.

"Privatisierung sei keine Alternative: "Schwimmbäder sind Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Natürlich können sie auch als Privater ein Schwimmbad betreiben, aber sie machen nur Verlust"

Klar ist: Wenn o.g. das Ergebnis finanzieller Zwänge in der (Finanz)Politik ist, läuft in der etwas gewaltig schief.

Die Technik aus den 1960ger Jahren ist zu alt

Denn die Bauten aus den 1960ger Jahren kann man kaum mehr modernisieren. Die Technik ist einfach zu alt. Deswegen ist wirklich Abriss und vollständiger Neubau die besser Wahl, damit auch die aktuellen Standards uebernommen werden können.

Klar ist aber auch dass wir als Deutschland nicht zu viele Schulden machen duerfen und es muss ueberlegt werden, wie diese eventuellen neuen Schulden getilgt werden sollen. Außerdem muessen wir die EU-Kriterien beim Defizit einhalten. Aber eine Frage: was ist dieser "Goldene Plan"??

https://www.tagesschau.de/inland/schwimmbaeder-nichtschwimmer-101.html

Anfang der 1990er-Jahre gab es wieder einen "Goldenen Plan", diesmal für Sportstätten in Ostdeutschland. Solch einen Plan fordert die DLRG nun wieder von der Politik. "Wir dürfen die Kommunen dabei nicht allein lassen", sagt Achim Wiese, Sprecher der DLRG.

Was beinhaltet dieser "Goldene Plan" alles?? Details???

Schwimmbäder sind teuer

wie war die wirtschaftliche Situation in der Zeit als die Bäder gebaut wurde ?
also die Schule die ich besuchte (1960) hatte ein eigenes Schwimmbad !
Vielleicht liegt es auch nur daran,
dass in unserem Land die Prioritäten "falsch" gesetzt werden
Für alles und jedes in der Welt Geld vorhanden zu sein scheint
für die eigene Bevölkerung nicht ?
Aber weite Teile der Bevölkerung finden das ja gut
dann ist es eben so ......

Der neue Co-Vorsitzende der

Der neue Co-Vorsitzende der SPD, Norbert Walter-Borjans, hat völlig recht, wenn er Investitionsinitiativen fordert und darauf hinweist, dass marode Infrastruktur durch den Investitionsstau eine eigene Form der Schuldenmacherei ist, die gerade in Niedrigzinszeiten fatal ist. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau beziffert den Investitionsrückstand der Kommunen auf rund 138 Milliarden Euro. Schulgebäude und Straßen sind die größten Einzelposten. Der Erhalt von Schwimmbädern hatte da für viele Städte und Gemeinden bisher keine Priorität - zu Lasten der Bürger*innen. Das muss anders werden, dafür braucht es dringend Investitionsprogramme, die die Kommunen unterstützen und entlasten.

10:58 von twinny

Klassische Schwimmbäder haben Besucherschwund und stattdessen will man Spaßbäder.
.
auch das muß man ehrlichkeitshalber sagen
das Freibad in meinem Ortsteil gebaut in den 50ern hatte ein riesen Becken 50 x 120 m
und eine Liegefläche von bald 12 ha
man kann es kaum glauben in meiner Kindheit war das im Sommer gerammelt voll
die Kleider wurden von extra Personal in Empfang genommen
heutzutage gibt es dazu platzaufwendige Spinde was erkennen läßt es ist dort teilweise gähnend leer
und wenn das Wetter nicht besonders gut ist,
treiben sich 10 ... 20 Leute im Becken rum
- gelegentlich wird das Bad dann auch um 9 :00 geschlossen

Deutsche Kultur

Im Gegensatz zu vielem anderen, was unter Hutbürgern als Verlust deutscher Kultur herbeibefürchtet wird, ist das hier wirklich mal was.

In dem Land - und der Gegend - in denen ich aufwuchs, war es selbstverständlich, daß (so gut wie) alle Kinder schwimmen konnten und die Hallenbäder waren Teil der Alltags- und Sportkultur, gut in Schuss und gut besucht.

Auch hier dauert es wieder viel zu lange, bis der angerichtete Schaden sichtbar wird. Und dann ist er wieder teuer zu beheben.

Die gute alte Zeit

Früher war alle besser, besonders die Politiker. Ein Lokalpolitiker hatte noch Interesse an seinem Wahlbezirk und musste nicht gegen seine Meinung immer dem "Fraktionszwang" folgen. Da gab es in den Parteien noch Reibereien die sich aber für das Volk gelohnt haben.
Auch wurden Schwimmbäder oder eine intakte Infrastruktur als Aushängeschild für jede Stadt oder Gemeinde angesehen.
Die erste Rot/Grüne Fraktion in Frankfurt hatte damals das ganze Tafelsilber verscherbelt um kurz zu glänzen. Jetzt fehlen diese Einnahmen und auch hier ist das sterben von öffentlichen Einrichtungen für jeden zu sehen.
Paradox ist es aber, das die Stadt Frankfurt Eintrittskarten für die Oper Frankfurt teils mit 200 Euro pro Karte bezuschusst.

Selbstverantwortlichkeit klappt oft besser

Seit meine damals 18jährige Tochter in der Schwimmhalle sexuell an der Baderutsche genötigt wurde und wir weitere unschöne unfreiwillige Kontakte zu obzönen Badegästen aushalten mussten, besuchen wir keine öffentlichen Badeanstalten mehr.

Wir haben uns einem Verein angeschlossen, welcher ein Schwimmbad saniert hat und nur noch Mitglieder dort schwimmen gehen können.
Dort ist es herrlich ruhig und man kann sich ohne Probleme sonnen, ohne Sorge haben zu müssen, dass Unangenehmes passiert.
Es ist vielmehr wie im Kleingarten, dass Essen geteilt wird und Kinder miteinander spielen, obwohl sie sich kaum kennen.
Die Leute kommen teils von entfernten Dörfern daher. Männer spielen Skat und Fußball mit den Kindern und die Frauen ruhen auf den Liegen aus und verabreden Buffets für die nächsten Tage.

Tolle Sache!
Die Nutzung ist allerdings auf eigene Gefahr hin...da fördert aber die Aufsichtsbereitschaft vieler, sodass in den letzten drei Jahren nicht ein einziger Unfall passierte.

@ 10:20 von Garfield215

"Ist schon verrückt
Da wird immer vom reichen Deutschland geschwafelt, und dann schafft man es nicht, Kindern die Möglichkeit zu geben Schwimmen zu lernen ..."
Da kommt schon der Verdacht auf, dass man von der Regierung verschaukelt wird (wollte jetzt das Wort "angelogen" nicht nutzen).

"Die BRD zahlt jedes Jahr über 500 Mio. Entwicklungshilfe an China "
Das habe ich nicht gewusst, da bleibt nur Kopfschütteln (sieht man z.B. dortige Militärausgaben, tolle Zugverbindung wesentlich pünktlicher, technologisch vorne mit dabei).

08:50 von Sebastian15

Was sie schreiben stimmt nur zum Teil. Alle Schwimmbäder und Schwimmhallen, in denen ich die letzten Jahre war sind immer überfüllt gewesen. Aber ich pflichte ihnen bei, dass mit immer größeren Projekten öffentliche Gelder verbraten und am Ende privatisiert werden.

bei

all den anderen Kosten, die der Vollversorgungsstaat BRD zu tragen hat, verwundert es nicht, dass Einrichtungen wie Schwimmbäder und auch Turnhallen, die entweder ganz oder teilweise der Freizeitgestaltung dienen, sozusagen "hinten runter fallen" und nicht mehr finanziert werden (können).
Jeder Euro kann halt vom Staat nur einmal ausgegeben werden, und es ist immer zu entscheiden, ob das Geld z.B. für Sozialleistungen oder für die Unterstützung der Freizeitgestaltung der Bürger ausgegeben werden soll.
Ich gehe auch gerne ins Schwimmbad, bin mir aber bewusst, dass das einen gewissen Luxus zum kleinen Preis (nämlich kein kostendeckender) darstellt.

Rettet die Bäder

Was ja richtig ist ! Aber alle jammern wegen dem fehlenden Geld und wenn sich jemand an die kleine oder große Politik wendet, und dann nachfragt , ob es denn sein muss,dass es Dinge wir den BER, Stuttgart 21 und mindestens einige 100 ähnliche Fälle gibt, bekommt man das große Schweigen geboten ! Aber nichts passiert,keine Überprüfung und niemand wird zur Rechenschaft gezogen! Na dann ,weiter so, passiert doch nichts.

@08:55 von nie wieder spd

Um Schwimmen zu lernen gibt es auf dem Festland auch keinen vernünftigen Grund.

Gibt es in Ihrer Umgebung keine Bäche, Flüsse, Teiche, Seen?

Mal so zur Konzeptfrage...

...denn natürlich ist es teuer Schwimmbäder zu unterhalten. Aber die Kosten beginnen beim Bau der ja überall möglichst individuell und damit kostentreibend ist. Bezüglich der erforderlichen Zweckbäder sollte der Bund wenn er schon "mitbezaheln" soll, die Planungshoheit an sich ziehen. Dann gibt es ggf. drei Typ-Bäder einheitlicher Architektur, Technik und Ausstattung für die ganze Republik. Die Technik kommt nicht in den Keller sondern in Container die per Wartungsvertrag fit gehalten werden und nach Belieben angedockt, augetauscht und repariert werden können. Und wenn man das Zweckbad um einen Saunabereich erweitert, ist das eine reine Frage der unterschiedlichen Preise und Kassen. Wir brauchen eben einfach mal neue Strukturen, und da müssen kommunale Aufgaben eben kommunal beschlossen aber eben zentral organisiert und geplant werden. Aber wie in Deutschland üblich wird es wieder Schaaren von Verhinderern geben die es als unmöglich erachten so etwas auch nur anzudenken.

@11:24 von GeMe

2. Die Flüchtlinge kosten keine 25 Mrd pro Jahr.
Laut einem Bericht des Bundesfinanzministerium hat der Bund in 2018 23 Mrd Euro für Flüchtlinge ausgegeben...

Ich vermisse bei Ihrer Aufstellung allerdings die Kosten, die die Länder, und insbesondere die Städte und Gemeinden hatte. Bei Weitem nicht alle Ausgaben werden hier durch den Bund bestritten oder vergütet. Auf einem großen Teil bleiben die Kommunen schlicht sitzen, und das Geld fehlt dann anderswo, zB. bei Schulrenovierungen, oder eben bei Schwimmbädern.

Die Kommunen sind es, die Schwimmbäder bezahlen können müssen. Nicht der Bund.

Die DLRG hat natürlich völlig Recht

jede(r) in D sollte schwimmen lernen können und dazu braucht es Schwimmbäder, nicht Spaßbäder. Die sind immer ein Zuschußbetrieb für die Kommunen, aber das war und ist seit dem Bau bekannt. Es wurde hier ja schon richtig beschrieben: die Prioritäten sind offensichtlich andere. In unserer Kommune war das Hallenbad sanierungsbedürftig und sollte geschlossen werden, um Platz zunächst für Bauplätze, dann für ein Flüchtlingsheim zu schaffen. Ich bin im Förderverein; glücklicherweise konnten wir das verhindern und die Sanierung fand statt. Die selbe Stadt hatte aber die Mittel für eine neue Mehrzweckhalle und für ein Flüchtlingscafe inklusive E-Auto-Ladesäule, die nie genutzt wird. Da gibt's wohl mehr Wohlwollen bei der Presse

"Rettet die Bäder"

Hoffentlich kommt nicht noch ein RRG Politiker auf die Idee eine Schwimmbad Steuer einzuführen.

Würden wir die großen Steuereinnahmen auch für die Menschen in diesem Land ausgeben wäre diese Pettion nicht nötig gewesen.

Das kann jetzt nur der demokratische Wähler ändern.

@11:32 von reuenthal

Ich frage mal ganz anders, gibt es denn einen akuten Nachfrageüberschuss?

Zumindest kann der Zeitraum zwischen Anmeldung zum Schwimmunterricht und tatsächlichem Unterricht schon mal einige Monate dauern. Schulschwimmen ist auch nicht mehr möglich, wenn der Weg zum Schwimmbad und zurück länger dauert als die Schulstunde. Dann lernen eben weniger Kinder schwimmen, und es ertrinken mehr. Wie es bei uns in den letzten Jahren der Fall war.

Schwimmen lernen ist sehr wichtig

Ich habe mit meiner Mutter zusammen in einem Feuerlösch Teich schwimmen gelernt. Heute ist es ein schönes Freibad geworden mit großer Liegefläche und die Betreiber lassen sich oft tolle Dinge einfallen wie z.B. Nachtbaden mit Schlafzelten und am nächsten morgen Frühstück. Das alles für kleines Eintritt Geld.

Komisch...

Die Steuerbilliarden sprudeln und sprudeln. Aber irgendwie ist für nichts Geld übrig. Alles verfällt so langsam. Wofür zahlen wir dann noch Steuern?

Zu teuer?

Was ist teurer: In Schwimmbäder zu investieren oder als Krankenversicherter Folgekosten für Diabetis usw. zu tragen, weil immer mehr Schwimmbäder geschlossen werden und dadurch weniger Bewegung motiviert wird? Mir braucht dann keiner meht mit dem Zeigefinger wg Bewegungsarmut kommen und Übergewicht. Die Elektronikproduktion von E Rollern und Smartphones mitdenen sie sich statt dessen beschäftigen, sind auch nicht umweltfreundlich. Wie erklärt man Eltern das, die Angst um die Kinder haben, wenn sie an Gewässern sind und aufgrund von Sparmaßnahmen Schwimmen nicht beigebracht werden ( was immer der Grund sein mag, dass sie es den Kindern nicht selbst beibringen können, konnten)?

Was den Badegästen am meisten unangenehm auffällt

Laut einer Umfrage sind 55% der Badegäste wegen des rumliegenden Mülls genervt,
43% regen sich über Beckenpinkler auf.
37% sind wegen Alkoholisierter verunsichert oder fühlen sich unwohl.
Ebenfalls 37% befürchten einen Diebstahl und 21% nervt Exhibitioniesmus.
24% beklagen zu laute Musik.

Siehe Quelle: https://de.statista.com/infografik/14055/was-im-freibad-am-meisten-nervt/

Wenn man diese Zahlen zugrunde legt, dann ist das Wohlfühlen in Badeeinrichtungen eher unterdurchschnittlich.
Das sind alles aber Themen von Sicherheit, Ordnung und Service.
Gerade diese Themen sind den linken Politikern oft ein grausiges Thema, wie man an unserem Ort leidvoll erfahren muss.

So wenig Eingriffe wie möglich, sollen angeblich den Bürger Freiheiten bringen.
Die Auswirkungen scheinen andere zu sein.

Und wenn zuwenig Badegäste kommen, wird es nicht mehr finanzierbar und das Bad schließt.
Daran müsste man auch mal denken.

Wer gute Sicherheits- und Servicestandarts vorhält, hat Badegäste genug.

09. Dezember 2019 um 08:55 von nie wieder spd

"Um Schwimmen zu lernen gibt es auf dem Festland auch keinen vernünftigen Grund."

Badeseen sind nicht für Festlandbewohner? Es ist okay wenn Menschen sterben weil sie nicht schwimmen können und dem Wasser zu Nahe kommen?
Der DLRG ist damals unter anderem gegründet worden, weil Menschen auf dem Wasser waren ohne schwimmen zu können und theoretisch zu müssen, aber Schiffe kentern auch mal. Seebrücken stürzen auch mal zusammen und Sturzfluten werden uns auch weiterhin in der Zukunft begleiten.
Die Gründe von damals allen Menschen den Schwimmuntericht zu ermöglichen gelten heute auch noch. Es ist eine wichtige Fähigkeit die flächig beherrscht werden sollte.

An dem Verfall und der

An dem Verfall und der Plattmachung von einfachen Schwimmbädern landesweit kann man erkennen, wie abgehoben und realitätsfern die Masse politischer Deklamationen ist. Schwimmen können , also lebensrettend und gesundheitsfördernd , also ein völlig unumstrittenes Ding und dazu bedarf es schlichter 50 Meter - Becken.Die müssen auch nicht mit dem letzten technischen Aufwand ausgerüstet sein Gebaut werden statt dessen teure Spaßbäder.
Wir haben als Kinder keine geheizten Bäder gekannt - und, nur mal zur Illustration - wir sind in Bombentrichtern schwimmen gegangen. Aber bei den Rüstungsausgaben erkennt man, wohin der Trend geht - womöglich bald wieder zu Bombentrichtern. Lieber 10 einfache Bäder statt 1 Superspaßbad!

zum Thema "schwimmen für Festlandsbewohner"...

*Ironie an*
...würde mir die Frage einfallen, ob in den Lehrplänen der Schulen denn irgendwo steht, dass das Wissen darum vermittelt wird, dass man nicht ins Wasser geht wenn man nicht schwimmen kann. /// Und ohne Schwimmbäder gibt es auch deutlich weniger Badeunfälle. /// Und in allen Fernreise-Ferienzielen sowie auch in den Badeorten an Nord- und Ostsee die ich je gesehen habe die am Meer lagen, wurden auch Schwimmkurse angeboten. *Ironie aus* Also man kann das Problem auch wegreden wenn man nur lange genug nach Argumenten kramt...

@ krissnixmit, um 08:53

“...Der Staat muss da mehr in die Pflicht genommen werden,gehört meiner Meinung nach zum Bildungsauftrag.“

Ich kann Ihnen da nicht vollkommen zustimmen. Radfahren lernen die Kinder doch auch nicht mit staatlicher Hilfe, oder Inline skaten...
Da sind es Papa und Mama, die den Kleinen das beibringen.
Beim Schwimmen ist das scheinbar nicht möglich, ich frage, warum eigentlich?
Meine beiden Jungs können schwimmen, seit sie 5 waren, beigebracht habe ich es ihnen, ein Problem gab es dabei nicht, wohl aber eine Menge Spaß.

Vielleicht nehmen sich die Eltern auch da einmal selbst in die Pflicht?

Es geht immer mehr bergab

Das Steuergeld wird teilweise dermaßen verschwendet,
da ist für Schwimmbäder kein Geld mehr da.
Lesen Sie mal das jährliche Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler.Da wird einem nur noch schlecht.

Schade

Traurig anzusehen wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist.
Man könnte allerdings parallelen sehen. In den 90ern wurde investiert, aber das war auch die Zeit als tonnenweise Spaßbäder in der ehemaligen DDR entstanden. Die hatten zum Teil untereinander kürzere Distanzen als Schwimmbäder hier in Berlin und das draußen auf dem Land. Die sind natürlich nach einiger Zeit wieder weniger geworden, weil die Menschen haben natürlich mal reingeschaut, aber waren keine Dauerkunden. Dafür ist das einfach zu teuer. Und zu erreichen sind die auch nur mit Auto.
Eine Standardschwimmhalle oder auch Freibad braucht nur einen Aufenthaltsbereich, 25m oder 50m Schwimmbahnen und ein Einsteigerbecken. Viele Schwimmhallen haben dann noch Sauna oder Solarium was für die Gesundheitsförderung gut ist und das reicht auch schon. Spaßbäder können ruhig ohne Steuerförderung laufen, Schwimmbäder sind wichtig.
Leider ist aber auch viel falsch gelaufen bei der Planung und Wartung der notwendigen Einrichtungen.

@09:21 von Felina2

"Das betrifft nicht nur Schwimmbäder, sondern auch.....Eisenbahn..." - richtig. Deshalb sehe ich es als völlig falsch an, in die dem Individualverkehr mit einer durchaus noch nicht abgesicherten Antriebstechnik dienenden Anlage Milliarden zu investieren, statt in ÖPNV und soziale Dinge.
Ich schätze, daß sich durch ganz andere Methoden der Klima- und Antriebstechnik bei so mancher Gemeinde die Gewerbesteuer noch deutlich "verändern" wird, weil Industriezweige sich wandeln.

@ schiebaer45, um 12:41

Da reden Sie mir beim ersten Satz Ihres Kommentars aus der Seele.
In einem vorhergehenden Beitrag (der hoffentlich freigeschaltet wird) habe ich an die Eigeninitiative der Eltern appelliert. Schwimmen lernen kann man auch in anderen Gewässern als in teuren Schwimmhallen, und als Schwimmlehrer muss da kein ausgebildeter Schwimmmeister am Rand stehen. Zudem setzen Kinder in aller Regel in ihre Eltern mehr Vertrauen als in eine fremde Person.

12:51 von Superschlau

«Komisch … Die Steuerbilliarden sprudeln und sprudeln. Aber irgendwie ist für nichts Geld übrig. Alles verfällt so langsam. Wofür zahlen wir dann noch Steuern?»

"Billiarden" an Steuern sprudeln nirgendwo.
Schon gar nicht in Ländern, die den Euro als Währung haben.

Erst recht nicht "sprudeln & sprudeln Billiarden" bei den Kommunen.
Die für Bau, Betrieb + Unterhalt der Schwimmbäder verantwortlich sind …

Komisch …

09. Dezember 2019 um 12:55 von yolo

"55% der Badegäste wegen des rumliegenden Mülls genervt,"

Könnte man raten wo der Müll herkommt. Womöglich von den Gästen selbst. Diesen zwiespalt sieht man in Berliner Parks sehr schön. Meckern, aber trotzdem beitragen. Gilt natürlich nicht für alle.

"43% regen sich über Beckenpinkler auf"

Deklariert man das neuerdings? "Hallo ich ins Becken ..." Nichts neues, sondern höhere Sensibilität. Als Kind lernt man, dass das nicht in Ordnung ist.

"37% sind wegen Alkoholisierter verunsichert"

Ist wohl ortsabhängig. Mit unserer Trinkkultur müssen sie mal versuchen Alkohol im Freibad zu verbieten. Über Ergebnisse bin ich gespannt.

"37% befürchten einen Diebstahl"

Auch da gilt nichts wertvolles ins Bad mitnehmen. Früher hatte man kein Mobiltelefon am Beckenrand.

"21% nervt Exhibitioniesmus"

Sorry, aber das ist deren Problem. Ich sehe keinen Grund diese Freiheit einzuschränken.

"24% beklagen zu laute Musik"

Wer ist Schuld? Bäderbetreiber --> ansprechen, Badegäste --> ansprechen

@Yolo 12.10

ja, die zunehmende sexuelle Belästigung von Mädchen und Frauen in den letzten Jahren ist ein gravierendes Problem. Das hat dazu geführt, dass hier im Umkreis alle Freibäder neuerdings Sicherheitsdienste engagiert haben, die die laufenden Kosten weiter treiben und dass Kinder nicht mehr allein ins Bad dürfen, weil die Eltern das nicht wollen. Damit ist für viele der unbeschwerte Sommerspaß dahin, leider

Meine Meinung in dieser Angelegenheit:

Nö!

In meiner Nachbargemeinde Drochtersen wurden zum Beispiel erst kürzlich 9,4 Millionen Euro für den Bau eines neuen Hallenbades bewilligt, was umgerechnet immerhin annähernd 3.400 Euro je durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt in dieser Gemeinde entspricht!

Und sämtliche Folgekosten für den Unterhalt, Personal, Strom usw sind in dieser Aufstellung ja noch nicht einmal enthalten!

Daher mein Fazit:

Eine gute Bildung ist heutzutage für Kinder wesentlich wichtiger(!!) als schwimmen zu lernen!

SOLANGE unser gesamtes deutsches Schulwesen heutzutage regelrecht immer weiter verkommt, ..

..SOLANGE bin ich auch weiterhin gegen diesen wirklich sündhaft(!!) teuren Luxus dieser vielen Frei- und Hallenbäder!

Weil deren weitere Aufrechterhaltung in Wahrheit heutzutage wirklich sündhaft(!!) teuer geworden ist, und ausreichende Schul- und Kita- Plätze und eine wirklich gute Schulausbildung für die Kiddies zumindest für mich persönlich im Vordergrund stehen, bin ich ausdrücklich DAGEGEN!

Unnötig?

Selten einen größeren Schmarrn gelesen. Es geht hier nicht um Dusch und Wannenbäder die zur Sicherung der Hygiene betrieben wurden und ohnehin kaum mehr zu finden sind. Es geht um Schwimmbäder in welchen Jung und Alt das SChwimmen erlernen und verbessern können. Für das Innland keinen Sinn? Wie bitte? Hier gibt es genügend Weiher, Bäche, Seen und Flüße die zum Badengenutztz werden und genau hier gibt es die meisten Todesfälle weil man nicht oder nicht ausreichend schwimmen kann. Der Schwimmunterricht sollte eigentlich als Bildungsauftrag, wie auch die Erste Hilfe, zum Pflichtfach in unseren Schulen werden. Für jeden Sch..... hat unsere Regierung Millionen wenn nicht gar MIlliarden bereit (Bankenrettung, BER udglm.) aber hier wo es wirklich nützlich und vor allem sinnvoll wäre, da fehlt das Geld.

@ Boris.1945

„Wenn wir uns seit 2015 Ausgaben leisten, ohne das es uns an etwas fehlt oder schechter geht, dann geht Ihr Kommentar am Thema vorbei.“

Ich Empfehle ihnen mal sich mit Haushaltslagen von Städten und Gemeinden im Detail zu beschäftigen, und mal zu gucken wenn sie nicht gerade in Musterstädten wie Mohnheim am Rhein wohnen, wie es da so aussieht.
Meine Stadt verhängt zum Beispiel mehrfach im Jahr Haushaltspeeren, was die natürlich tun weil sie über genug Finanzelle Mittel verfügen.
Informieren sie sich dazu doch mal bei Stadtrat Vertretern in ihrer Umgebung, auch wer nachher die Kosten von vielen der Wahlgeschenke zu tragen hat.

Zu 12:37 von Demokratieschue... EZB

@ gman (12:00): das hier von Ihnen ist sachlich falsch
--
@ gman
Dass hier von Ihnen ist sachlich falsch:
Die EZB ist keine Bank sondern eine Organ der EU, quasi eine Behörde. Die Verantwortung dafür tragen unsere gewählten Volksvertreter.
--
Die EZB ist eine Notenbank und keine Behörde. Die EZB ist genauso wie die FED und andere solche. Bitte informieren Sie sich mal ueber die EZB (Europäische Zentralbank).

Es ist richtig! Die EZB ist keine Bank, kein Kreditinstitut sondern eine Behörde! Vieles ist im Nebel wie man immer wieder sieht!
Die EZB ist ein supranationales Organ der Europäischen Union. Sie ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion und bildet mit den nationalen Zentralbanken der EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Sie wurde 1998 im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Rechtspersönlichkeit im Sinne des Völkerrechts. (??)

09. Dezember 2019 um 13:17 von harry_up

"Beim Schwimmen ist das scheinbar nicht möglich, ich frage, warum eigentlich?"

Nicht überall ist ein zum schwimmen geeignetes Gewässer und es geht ja um die Schwimmeinrichtungen an sich.

"Vielleicht nehmen sich die Eltern auch da einmal selbst in die Pflicht?"

Vergleichen sie es mit Impfen. Da werden die Zahlen auch immer schlechter und da sind die Eltern in der Pflicht nicht nur ihrem Kind, sondern auch der Gesellschaft gegenüber. Aber keine Sorge. Pflichtschwimmen war in meiner Schulzeit noch Standard. Es hat sichergestellt, dass sich jedes Kind zumindest über Wasser halten kann. Es wird wohl nicht mehr zurück kommen.

Schwimmen hat keine Lobby

Früheren in den 70er bis 90 er Jahren waren den Bürgern der Städte weitaus mehr Schwimmbäder bereitgestellt. Komischerweise waren die Steuereinnahmen weitaus geringer als heute, da müsste es nach wie vor allemal dransitzen. Anstatt dessen werden Theatersäale und Spassbäder gebaut. Versuchen Sie mal einen Schwimmkurs für ein Kind zu bekommen, noch für ein Flüchtlingskind. Da werden lieber mehr als 50 Milliarden Euro in die Aufrüstung gesteckt, nur weil man auf internationaler Schiene mitspielen muss.

09. Dezember 2019 um 13:37 von Frank von Bröckel

"Eine gute Bildung ist heutzutage für Kinder wesentlich wichtiger(!!) als schwimmen zu lernen!"

Es gibt keinen Grund beides zu trennen. In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist. Das ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen.
Schlimmer ist dabei eigentlich, dass wir die Schwimmbäder brauchen um die adipösen Menschen möglichst schonend zur Bewegungen zu bringen. Schwimmen ist Gelenkschonend und nutzt nahezu alle Muskeln.

Allerdings ist wirklich teuer, was sich allerdings oft genug auf signifikante Fehlentscheidungen in Bau und Planung zurückzuführen ist.

Mit einem funktionierenden ÖPNV könnten sich mehrere Gemeinden ein Schwimmbad teilen. Da muss man aber auch vorher planen wie man das sinnvoll aufstellt, sonst ist das auch eine Luftnummer. Der ÖPNV könnte dann auch noch andere wichtige Infrastruktur involvieren und dann kann man vielleicht auch mal ohne Auto ins Krankenhaus, Veranstaltung, Restaurant, Schwimmen, etc

13:17 von harry_up

"Vielleicht nehmen sich die Eltern auch da einmal selbst in die Pflicht?"

Hab ich, nachdem die teuren Schwimmkurse versagt haben, habe auch ich allen dreien selbst das Schwimmen beigebracht, wäre aber ohne ein vernünftiges Schwimmbad in der Nähe nicht möglich gewesen, der Rhein zu gefährlich, die umliegenden Seen von Sep. bis Juni zu kalt.

Outsourcing öffentlicher Aufgaben war und ist das Problem

Normale Schwimmbäder, einfache Freibäder für die Sommermonate würden reichen. Aber nein: Im Rahmen von Verwaltungsreformen Ende der 80er bis in die 90er Jahre wurden vieles "outgesourct", d.h. in eine gemeinnützige Körperschaft eingebracht. Schwimmbadbetreiber war dann (z.B. inBremen) eine Körperschaft, die "Außer Atem gGmbH" o.ähnl. Im Rahmen von ABM für arbeitslose Akademiker bekam da mancheR einen hochbezahlten Posten (besoldet nach BAT 2). Aus den ABM-Stellen wurden feste Stellen, leider nicht für Fachleute, sondern für (filzokratie-erfahrene?)SozialwissenschaftlerInnen, LehreInnen.

Fachleute, z.B. Ingenieure, denen baulich-technische Erforderisse eine Schwimmbadbetriebes geläufig waren, blieben draußen. Folge: Die Schwimmbäder wurden schlecht gewartet, Fachpersonal wurde nicht gehört. Die schönen Bäder "kamen auf den Hund".
Schade.Vor dem Privatisierungsquatsch waren Bäder den ganzen Sommer geöffnet,die Eintrittpreise niedrig, auch für Kinder und Jugendliche bezahlbar

Infrastruktur für Kinder

Statt Kindergeld zu erhöhen, sollte die Politik besser die Infrastruktur für Kinder verbessern. Dazu zählen Schwimmbäder und Schulen. Das würde die Chancengleichheit erhöhen. Wird aber nix, weil die Mittelschicht das Kindergeld für Privatschulen braucht.

@ kurtimwald um 8.42 Uhr, so ist es

"Was die Gemeinden heute bereit stellen sind Amüsierparks ... wo keiner mehr schwimmen lernen kann. " Völlig richtig. Es gibt private Wellness-Center und Vergnügungsparks, die man aufsuchen kann.
Normale, sichere Schwimmbäder und Sportplätze gehören zur Grundausstattung von Gemeinden, die werden meistens aus Steuern finanziert, sollten allen zur Verfügung stehen und sollten auch für Familien mit Kindern erschwinglich sein.

@ wenigfahrer um 11.16 Uhr

..."aber so ist das regional auch bei uns, einfach sauber und alles gepflegt, ..."

Dann gehören Sie sicherlich zu den Glücklichen aus einem reicheren, gut wirtschaftenden Bundesland. Bei uns in Bremen gibt es solche Freibäder nicht mehr. Es werden leider andere Prioritäten gesetzt - z.B. gibt es den Kompostverein EM e.V. und andere geförderte Projekte, die kaum bekannt sind und von denen kaum jemand etwas hat.
Kompost ist zwar auch wichtig, aber in meinen Augen eher Privatsache von Garteninhabern und eine Angelegenheit des persönlichen Engagements.

es

wäre doch eigentlich ganz einfach:
Kostendeckende Eintrittspreise für Erwachsene plus (auf Wunsch) ermäßigte Eintritts-Jahreskarten für Kinder unter 18 und Sozialleistungs-Empfänger, die als Sachleistung von den gezahlten Sozialleistungen/Kindergeld abgezogen werden. Die Finanzierungslücke wäre mit einem solchen System wesentlich kleiner.

...schande...

Für alles und jeden haben wir Geld. Aber unsere eigene Infrastrucktur wir total vernachlässigt. Was macht unsere Politik nur, wenn ohne Fördermittel nichts mehr geht? Da ist doch am System was falsch.

Was kaum noch jemand weiß...

der ganze Wahnsinn begann 1994. Es war die Blütezeit des Neoliberalismus. Man beschloss die "Strommarkt-Liberalisierung".
.
Seit dem sind die Strommärkte liberalisiert, d.h. an der Börse wird das Geld mit Spekulationen verdient, und wir bezahlen jetzt mit unserem Steckdosenverbrauch direkt die Großaktionäre.
.
Davor waren überall in Deutschland die kommunalen Stadtwerke die Anbieter. Die Gewinne flossen in die Kommunen. Die Kommunen konnten damit jederzeit Schulen sanieren, den (damals ebenfalls städtischen) ÖPNV gegen-finanzieren und günstig halten, und es konnten Frei- und Schwimmbäder finanziert werden.
.
Alles hängt mit allem zusammen. Der Neoliberalismus fällt uns immer mehr auf die Füße. von Post bis Bahn, von Strom bis Hallen- und Freibäder und ÖPNV.

13:24 von wolf2

oder man denke an den ehemaligen MP und SPD vorsteher kurt beck. der wollte rechtzeitig die autorennstrecke nürburgring zum ganzjahresfreizeitpark umbauen. leider wurde er krank, bevor er den umbau erfolgreich abschliessen konnte

Das WAHRE grundsätzliche Problem hier in Deutschland..

..sind die hohen Personal und Unterhaltskosten dieser Bäder!

Wenn meine anscheinend ziemlich wohlhabende Nachbargemeinde Drochtersen durchschnittlich annähernd 3.400 Euro je durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt aufbringen kann, um sich sich OHNE die zukünftigen Folgekosten dabei berücksichtigen zu müssen, ein komplett neues Halkenbad bauen zu müssen,dann ist das auch ihr..

..gutes Recht!

Aber die allermeisten ärmeren Kommunen hier in Deutschland haben INSBESONDERE hinsichtlich der Bereitstellung von Kita- Plätzen und vieles mehr etwas besseres zu tun, als ausgerechnet diese wirklich sündhaft teuren Frei- und Hallenbäder dauerhaft aufrechtzuerhalten!

Zum Vergleich:
Der monatliche Betrag im Bildungspaket für benachteiligte Kinder wurde am 01.08.2019 für soziale Teilhabe, Kultur, Sport, Mitmachen von 10 Euro auf absolut sensationelle 15 Euro monatlich erhöht!

Zwischen 3.400 Euro NUR fürs Schwimmen, und 5 Euro monatlich MEHR für ALLES besteht aber ein krasses Missverhältnis!

Endlich

Passiert mal was in dieser Richtung. Schwimmen ist ein Kulturgut wie lesen oder Radfahren. Das hat nichts mit Luxus zu tun. Und wenn wir die Vermögenssteuer einführen, haben wir auch jederzeit genug Geld für Bäder....

@draufguckerin 14.11

Normale, sichere Schwimmbäder und Sportplätze gehören zur Grundausstattung von Gemeinden, die werden meistens aus Steuern finanziert, sollten allen zur Verfügung stehen "
unterschreib ich sofort! Da lernt man Schwimmen, im Spaßbad eher nicht. Dort sind natürlich Rutschen und Wellenbad für die Kids attraktiv aber für Familien ist der Spaß durch die hohen Preise nur selten drin.
Bei uns in der Region gibt es glücklicherweise noch Beides

@ 14:04 von krissnixmit

re 13:17 von harry_up

Ja prima doch - sie haben es doch gelernt, Ihre drei. Auf ein halbes Jahr kam's dabei sicher auch nicht an.
Ich hab es ganz ohne Schwimmlehrer gelernt, Ich machte zwar Kopfsprünge vom 6 m-Brett, bin dann aber per Hundepaddeln zum Rand.. Allerdings bin ich, wenn es der Bademeister gesehen hatte, rausgeflogen - weil ich nicht "schwimmen" konnte.
Irgendwann konnte ich es dann halt vorschriftsmäßig.
(Ist zwar fast 70 Jahre her, aber ertrunken ist man damals auch schon :-).)

Eigeninitiative ist auf jeden Fall besser als jammern (beziehe ich jetzt nicht auf Sie!).

re draufguckerin

" Bei uns in Bremen gibt es solche Freibäder nicht mehr. Es werden leider andere Prioritäten gesetzt - z.B. gibt es den Kompostverein EM e.V. und andere geförderte Projekte, die kaum bekannt sind und von denen kaum jemand etwas hat."

Ich bezweifle sehr, ob die Beträge, die in Bremen an gemeinnützige Vereine fließen, auch nur eine Woche Betriebskosten eines einzigen Freibads finanzieren könnten.

08:42 von kurtimwald

Gäbe es einfache Frei- und Hallenbäder, nur mit Plansch- und Schwimmlernbecken, dazu Dusche sowie Umkleidekabinen
.
ganz einfach ? .... wo leben sie
in unserem Land ist nichts einfach
da muß mehrmals am Tag die Wasserqualität überprüft werden
und ohne Bademeister der aufpasst dass nicht passiert
wenn 3 jährige allein ins Wasser gehen
geht ja auch nichts

Sozialverpflichtungen

Den Kommunen werden immer höhere Sozialverpflichtungen aufgebürdet, bei denen Einsparungen nicht möglich sind. Wenn die Einnahmen dann nicht reichen, wird eben bei den Schwimmbädern, die Pflege der Grünanlagen, dem Theater oder der Instandhaltung der Straßen gestrichen.

"Nach mir die Sintflut"-politiker

Damit die Statistik gut aussieht investiert der Staat, allen voran Olaf Scholz, möglichst wenig. Die Folge ist ein Verfall der Infrastruktur.
Im Endeffekt wird es uns Steuerzahler viel teurer kommen, alles neu zu bauen anstatt es einfach instand zu halten. Aber dafür sind offenbar die Legislaturperioden zu kurz. Den amtierenden Politikern geht es um die nächste Wahl. Und da sieht die "schwarze Null" erstmal gut aus. Nach mir die Sintflut.

@ Artikel Eins

Es ist nicht nur die Privatisierung in der Stromversorgung. Das neoliberale Märchen greift in sämtliche Lebensbereiche ein. Freiheit für die Reichen bedeutet Unfreiheit für die Armen. Der mit privatem Pool darf noch schwimmen, der andere geht unter.

14:48 von DerkleineMuck

geld wäre auch ohne vermögenssteuer im überfluss vorhanden. müssten die verwaltungen nur nicht das geld zum fenster rausschmeissen, für überflüssige aussichtsplattformen, fussballmuseum oder opernhäusern für elitemenschen von arbeitern subventioniert

Warum hacken alle auf der schwarzen Null herum?

Am 09. Dezember 2019 um 09:49 von Chili58
"Warum hacken alle auf der schwarzen Null herum?"
Ich habe prinzipiell nichts dagegen, keine unnötige Staatsverschuldung zu machen. Aber während zu Zeiten hoher Zinsen jahrzehntelang mehr und mehr Schulden aufgenommen wurden, entdeckt die Regierung ausgerechnet in Zeiten des Minuszinses das Hohelied der Nullverschuldung! Der Staat würde durch neue Schulden Geld EINNEHMEN und tut es nicht! Gleichzeitig wird der Abruf vorhandener Gelder seitens Ländern und Kommunen (zB für Netzausbau, sozialen Wohnungsbau usw) durch überbordenden Bürokratismus effizient verhindert. Das ist so absurd dass ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskomme. Gleichzeitig wird Geld mit beiden Händen zum Fenster rausgeworfen, ich mag schon gar nicht mehr das Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler lesen.

re karl napf

" opernhäusern für elitemenschen von arbeitern subventioniert"

Es gibt auch einige Nicht-Elitemenschen, die sich für klassische Musik interessieren.

Und was "von Arbeitern finanziert" angeht sollten Sie sich mal kundig machen, welche Einkommenschichten welche Anteile am Steueraufkommen beitragen.

@swarnai 15.36

Der mit privatem Pool darf noch schwimmen, der andere geht unter."
Mit Verlaub, das stimmt so nicht. Es gibt nach wie vor öffentliche Schwimmbäder mit Eintritt, den man sich leisten kann. Vielleicht nicht mehr so viele aber an Städten mit weiterführenden Schulen. Dann ist auch die Fahrt hin und zurück geregelt und im Preis der Monatskarte drin. Für die Bequemlichkeit von Kindern und Eltern können weder die "Reichen" noch die Kommunen was. Ich bin begeisterter Schwimmer und weiß, von was ich rede- ich sehe nämlich die rudimentären Schwimmkünste oft

Ach was waren das

Ach was waren das doch für tolle Zeiten als wir im aufgestauten Dorfbach schwimmen gelernt haben und das noch ohne Eintritt bezahlen zu müssen.

um 15:40 von Karl Napf

>>
für überflüssige aussichtsplattformen, fussballmuseum oder opernhäusern für elitemenschen von arbeitern subventioniert
<<

Kultur ist keine Frage, ob man Arbeiter ist oder zu eienr von Ihnen benannten, undefinierten Elite gehört. Banausen findet man überall q.e.d. Mein Großeltern waren übrigens Arbeiter und begeisterte Opernhausgänger.

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