Ihre Meinung zu: Wahlkampf in Großbritannien: TV-Schlagabtausch ohne klaren Sieger

20. November 2019 - 7:29 Uhr

Im ersten TV-Duell zwischen dem britischen Premier Johnson und Herausforderer Corbyn vor der Wahl im Dezember sprachen beide mehr übereinander als miteinander. Das große Streitthema war, natürlich, der Brexit. Von Imke Köhler.

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Kommentare

Immer weiter ...

Wie lange wollen die Briten denn uns Europäer noch länger mit ihrem Labern und dem Verzicht auf Entscheidungen noch nerven? Auch wenn ich für einen Verbleib Von GB in der EU bin, fehlt mir nun wirklich das Verständnis, dass nicht direkt miteinander geredet wird.

Muppet-Show-Niveau!

Und außerdem sollte die EU sämtliche bisher entstandenen Zusatzkosten den Briten in Rechnung stellen - es kann nicht sein, dass alle anderen für diesen Unsinn auch noch zahlen.

Ich finde es unerträglich,

dass Großbritannien regelmäßig Thema in den Medien ist. Auch nach dem Brexit wird es wohl so weitergehen. Dann wird thematisiert werden, ob es den Briten nun besser oder schlechter geht.

Großbritannien und die Kosten

Die Kosten die Großbritannien beim Ausscheiden verursacht sollten veröffentlicht werden. Also die Zahlungsabwicklung der laufende Verträge, zum andern die bereits vereinbarte neue Verträge, desweiteren die laufende Personalkosten für die britische Mitarbeiter und die Abwicklung der Pensionskosten.
Für einige EU-Mitglieder insbesondere Deutschland kommen sowieso durch die Budget Erhöhung der EU deutliche höhere Kosten für die EU zu. Insgesamt scheint es um zweistellige Milliardenbeträge zu gehen.

Beide unfähig

Die armen Briten.
Meiner Meinung nach sind beide Spitzenkandidaten völlig unfähig.

Corbyn schafft es einfach nicht sich klar zum Brexit zu äußern (ja oder nein?).
Seine linken Pläne zur Wirtschaftspolitik sind ebenso nicht hilfreich.

Johnson dagegen hält immer noch an der "goldenen Zukunft" nach dem Brexit fest und ignoriert die Tatsache, dass es Jahre dauern wird,bis Handelsabkommem mit der EU und mit den USA unterschriftsreif sind.
Darüber hinaus haben die Amerikaner bereits relativ unmissverständlich dargelegt, was sie als Bedingungen für ein solches Abkommen fordern werden. Von der vielzitierten "Freiheit ohne die EU" wird da nicht viel bleiben.

@08:13 Kritikstar

Wenn es Sie nicht interessiert, was in Großbritannien los ist und wie der Brexit-betonte Wahlkampf sich gestaltet, müssen Sie es nicht lesen, geschweige denn kommentieren. Ich halte die anstehende Wahl für die wichtigste der letzten 20 Jahre und hoffe, dass die Brit*innen nach der mit Fakenews gespickten und schlampig vorbereiteten ersten Befragung nun bald die Chance zu einem seriösen Referendum bekommen. Kaum erträglich, wenn ein Cambridge-Analytica-gesteuerter Farage die Geschicke des Landes maßgeblich mitbestimmen würde.

Immer wieder Brexit. Ich

Immer wieder Brexit.
Ich wette 1000£, dass sich durch brexit nichts nennenswertes ändert.
Weder in gb, noch in der eu. Das ist eine aufgeblasene Mücke.
Wenn sich rausstellen wird, dass die eu gar nicht notwendug ist, werden die südeuropäer alle austreten und sich der €urogängelung entziehen.
Nur davor hat das EU Regime Angst.

08:13 von Kritikstar

"Ich finde es unerträglich,
dass Großbritannien regelmäßig Thema in den Medien ist. "

Es steht Ihnen frei, dies so zu sehen. Allerdings frage ich mich weshalb Sie dann den Artikel lesen und dazu noch kommentieren.
Persönlich wünsche ich mir weitere Berichterstattung über dieses Thema, zum einen wegen familiärer Bindungen dorthin, aber auch weil es eben uns alle angeht was dort geschieht. Ein Paradebeispiel dafür was passiert, wenn rechte Demagogen in Verantwortung geraten.
Dagegen ist auch unsere Gesellschaft leider nicht mehr immunisiert.

@ 09:17 von Superschlau

" dass sich durch brexit nichts nennenswertes ändert."
Doch, ändern wir sich schon etwas, dass die Verbleibenden mehr zahlen müssen. Allen voran D, wir zahlen schon jetzt fast 25% des EU-Budgets bei 28 Mitgliedsstaaten.

@Kritikstar, 08:13 wenn Sie

@Kritikstar, 08:13
wenn Sie es unerträglich finden, dann schalten Sie doch einfach ab und lesen nur den Lokalteil Ihrer Zeitung. Niemand zwingt Sie, die Brexit Berichte zu lesen. Andere (so wie ich) finden diese Berichterstattung sehr wichtig und interressant, aus verschiedenen Gründen, z.B. wg. Geschäftsbeziehungen in GB oder privaten Kontakten. Mag undenkbar für Sie erscheinen, aber so etwas gibt es, und dann ist es eben nicht nur interessant sondern sogar essentiell die Entwicklung zu verfolgen.

@TW65974, 08:04
Wie kommen Sie darauf, das nicht direkt miteinander geredet wird?? Es wurde sogar intensiv geredet, 2x ein deal ausgehandelt (1x von May, 1x von Johnson). Nun geht es darum, ob GB diesen deal will, in diesem Momemnt sollte die EU sich raushalten (Russland und USA übrigens auch, was sie anscheinend aber nicht tun...). Warum und wie sollte die EU Ihrer Meinung nach in dieser Phase mitreden?

Johnson ich sage die Wahrheit : Schallende Gelächter

Noch immer sind die Wahlbeinflussungs
und Finanzierungsakten nicht veröffentlicht :-)

Johnsons Plan ist einfach.
Alle neuverträge beim weichen Brexit solange blockieren,
bis es endgültig zum harten Brexit kommt.

09:17 von Superschlau

"ich wette 1000£, dass sich durch brexit nichts nennenswertes ändert.
Weder in gb, noch in der eu."

Darf ich Ihnen ein Spendenkto-Nr. einer NGO o. karitativen Organisation zusenden auf das Sie jetzt schon einzahlen können? Die Wette haben Sie nämlich jetzt schon verloren.

Ein paar Beispiele , was sich seit dem Referendum bereits zum Negativen verändert hat:

Die Mietpreise in Frankfurt/M. steigen überdurchschnittlich, weil der Casinokapitalismus der Finanzakrobaten der "City" Personal (die reichlich Boni kassieren) nach FFM und Paris verlagert.

Das Frankf.-Ostend wurde in seiner Sozialstruktur quasi hyper-gentrifiziert.
Schlecht für Alteingesessene.

Zweites Beispiel: der unmittelbar nach Yes-Vote sprunghaft angestiegene rechtsradikale Hass gegen Migranten in UK. Polnische Pflegerinnen o. Rezeptionsangestellte hatten am Tag nach dem Referendum Aufkleber wie "Hau ab!" am Briefkasten.

Und letztes Beisp.: Der Milliardenanteil, den die BRD einzahlt, wird überproportional ansteigen.

Natürlich lügt Johnson schon wieder

wenn er behauptet, einen Handelsvertrag mit der EU könnte es Ende 2020 geben.

Überhaupt staune ich sehr, dass die Presse gar kein Wort über die verkürzte transition period verliert. Ursprünglich waren das 21 Monate, jetzt 11. Dass da was nicht aufgeht ist offensichtlich, aber keiner spricht darüber.

@09:17 Superschlau

Die Wette um 1000€ haben Sie leider jetzt schon verloren, wenn Sie sich allein die negativen Entwicklungen für viele Brit*innen anschauen.
Ihre Einschätzung "aufgeblasene Mücke" sagt wahrscheinlich mehr über Sie als über die Entwicklung von Brexit, GB und EU.
Woher Sie die Einschätzung haben, südeuropäische Länder würden "austreten und sich der €urogängelung" entziehen, bleibt auch Ihr Geheimnis - genau wie die Frage, was denn das "EU-Regime" sein soll.

andere Medienhäuser sehen Johnson als Sieger?!

Liebe TS Redaktion,

alles völlig subjektiv.....

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/johnson-und-corbyn-u...

@09:56 johann2000

Natürlich sind Einschätzungen, wer im Wahlkampf ein Duell gewonnen hat, subjektiv i.S.v. abhängig von Bewertungskriterien etc. Die differenzierte Berichterstattung der Tagesschau und anderer Medien beziehen sich auf diverse Blitzumfragen verschiedener Institute, die fast durchgängig ein Unentschieden konstatierten, und geben keine eigene Einschätzung ab; das tut das Boulevardblättchen BILD nicht. Nichts neues.

Für mich ist die Sache klar :-) ...

.. Da jetzt angeblich eine dünne Mehrheit im Königreich gegen einen Bereit ist, müsste sich das doch auch im Wahlergebnis niederschlagen, oder? Die Wahlbeteiligung müsste exorbitant hoch sein und im Ergebnis ein neues Referendum nach sich ziehen welches in Summe keinen Brexit fordert.
So weit, so gut ... gäbe es da nicht die Hauptakteure, die Briten.
Meine Vermutung: Weihnachten 2020 hängt in London der Union Jack immer noch neben der EU Flagge, Robbie Williams ist Premier und Stadler und Walldorf gröhlen "Oooorder" ...!
Ansonsten befinden wir uns bestimmt gerade im wirklich, aller-aller-allerletzten Aufschub der EU ... die es jetzt ernst meint und das ganze knallhart, quasi wie Plumpudding, durchzieht.
Da kennen die nix, die Europäer ... garnix.
:-)

um 09:56 von johann2000

Ernsthaft? Die "Bild" als Referenz?
Da sind Grimms Märchen ja noch näher an der Wahrheit!

@10:13 OlliH

Das Problem ist, dass beim britischen Mehrheitswahlrecht ("the winner takes it all...") die kleineren Parteien strukturell benachteiligt sind und daher Tories und Labour den Großteil der Sitze absahnen; aus dem Grund hat der Brexitmultimillionär Farage darauf verzichtet, in Hochburgen von Johnsons Konservativen Kandidaten seiner Truppe aufzustellen.

um 09:17 von Superschlau

Was ist denn für sie "nennenswert"?

Das wir durch zusätzliche Zollkontrollen zusätzliche Millionen ausgeben müssen? Das ist Fakt.
Das es durch eben jene Zölle zu Arbeitsplatzverlusten kommt? Das ist eine Begründete Annahme.

Das es keinen grenzüberschreitenden Austausch von Verbrecherdaten gibt? Auch das ist ein Fakt. Zumindest solange, bis UK und EU einen Vertrag darüber aushandeln.

Nein, die Insel wird nicht untergehen. Aber es wird eine Menge Geld kosten. Und diese Geld zahlen auch sie und ich.

09:26 von Giselbert

@ 09:17 von Superschlau
" dass sich durch brexit nichts nennenswertes ändert."
„Doch, ändern wir sich schon etwas, dass die Verbleibenden mehr zahlen müssen. Allen voran D, wir zahlen schon jetzt fast 25% des EU-Budgets bei 28 Mitgliedsstaaten.“
D wird mehr zahlen, bei einem Brexit, natürlich... nach BIP... das ist auch richtig so! Wir profitieren ja auch am Meisten von der EU (Stichwort Euro - günstige Exporte) - geringe Arbeitslosigkeit, Rekordbeschäftigung, Steuerrekorde, überall wird Infrastruktur repariert und neu gebaut (unzählige Baustellen)...
Es ist in der EU ein Geben und Nehmen, eben ein Kompromiss... keine Alternative wäre besser!
Warum kommen wohl so viele Menschen aus der EU nach D - und wir freuen uns über diese, da ansonsten noch mehr fehlenden Fachkräfte...
Wer natürlich zu den Verlierern der Wiedervereinigung in Ost und West gehört, wählt wie in Thüringen Linke oder AFD... die auch aus der EU wollen. Damit es in D dann allen schlechter geht...

um 09:54 von karwandler

"Überhaupt staune ich sehr, dass die Presse gar kein Wort über die verkürzte transition period verliert"

Worüber auch kein Wort verloren wird...

Worüber die ganzen Jahre verhandelt worden ist, betrifft fast ausschliesslich die Übergangszeit.

Wenn das Withdrawal Agreement von der UK angenommen wird, gehen die Brexitverhandlungen erst los!
Die haben noch nicht einmal angefangen, wenn man mal von ein paar Seiten Absichtserklärungen absieht.

um 10:24 von andererseits

"aus dem Grund hat der Brexitmultimillionär Farage darauf verzichtet, in Hochburgen von Johnsons Konservativen Kandidaten seiner Truppe aufzustellen."

Aber erst, nachdem seine Geldgeber ihn dazu aufgefordert haben. Denn diese (u.A. ein sehr sehr reicher Typ namens Aaron Banks) sind an einer Umsetzung des Brexit interessiert.

Nigel Farrage will nur darüber reden. Deswegen wollte er überall Kandidaten aufstellen. Die dann den Tories das Wasser abgraben und somit ein eher "Remainfreundliches Parlament" ermöglichen.

Das wäre für Farrage optimal. Denn wenn der Brexit kommt kann er nicht mehr für Geld darüber reden oder schreiben und wäre auch aus dem für ihn bequemen EU-Parlament raus.
Er müsste dann womöglich arbeiten!

@Er müsste dann womöglich arbeiten! 11:09 w.of endor

Das allerdings glaube ich kaum.
Er hat allein letztes Jahr 97 Mio. eingenommen.

Ich denke, es geht immer nur um Macht und Geltungssucht.

@09:04 von Mister_X

>>Corbyn schafft es einfach nicht sich klar zum Brexit zu äußern (ja oder nein?).<<
Natürlich nicht! Mit einer Äusserung, egal ob für oder gegen Brexit hätte er sofort die Hälfte aller Wähler verloren, egal welche Politik er ansonsten machen möchte.
Diese Brexit Diskussion wird in GB genauso emotional und ohne Vernunft geführt wie in Deutschland die Diskussion über Windräder uä..

>>Seine linken Pläne zur Wirtschaftspolitik sind ebenso nicht hilfreich.<<
Das wissen Sie doch gar nicht. Tatsache ist doch das es mit der üblichen neoliberale Politik in den letzten Jahrzehnten nur abwärts ging für die Bevölkerung (ausser für Superreiche).
Vielleicht wäre es ganz gut alternativ mal etwas soziales auszuprobieren.

@12:09 von silverbeard: Corbyns Brexitplan

Wie heute früh im Radio berichtet wurde hat die Labour Party folgenden Plan für den Brexit.

So sie die Wahl gewinnen wollen Sie nochmals mit der EU verhandeln (max. 3 Monate) und dann ein Referendum machen, bei dem die Briten darüber abstimmen können, ob mit dem neuen Vertrag ausgetreten wird oder ob GB in der EU bleiben soll.

10:15 von dermulla

rnsthaft? Die "Bild" als Referenz?
Da sind Grimms Märchen ja noch näher an der Wahrheit!
.
Bild hatte viele Verleumdungsklagen am Hals
aber glauben sie bloß nicht die hätten alle verloren

Johnson macht auf mich...

...einen teils durchtriebenen und teils ratlosen Eindruck, betet gebetsmühlenartig die bessere Postbrexitzeit herunter, in der alles nur besser werden kann.

Womit er punktet, ist seine Lockerheit, seine zuweilen seine humorvollen Einwürfe - etwas, das dem sauertöpfischen Corbyn völlig abgeht.
Der steht eher verkrampft-belehrend da, versteckt hinter seiner oft spiegelnden Brille, hinter der man seine Augen nur hin und wieder erkennt.
Auch er fordert und verspricht, alles muss, alles wird besser werden.

Na ja, wenn's beide glauben, kann ja nichts mehr schief gehen...
Aber wann??

Soso. Ich soll jetzt schon

Soso. Ich soll jetzt schon spenden? Und dass, obwohl nichts dramatisches genannt wurde. Bei uns wird alles teurer. Völlig normal. Grenzkontrolle zu gb? Unerheblich. Man kann jetzt schon nucht einfach so aufdie insel. Wir bezahlen mehr in die eu?
Wir bekommen ja angeblich auch am meisten raus. Fragt sich nur wer das sein soll.
Der steuerzahler bekommt von der eu nämlich nichts.
Also, die £1000 gehen bitte per paypal an mich.

@johann2000 09:56

Beide waren gleich schlimm. Da zu behaupten es gäbe einen Sieger zeigt wie parteiisch man ist. Die Bild ist immer schon parteiisch pro Trump und da ist es naheliegend, dass man parteiisch pro Johnson ist. Für uns kann diese Wahl völlig egal sein. Die Briten sind eh weg und als Königreich wird man nicht mehr lange existieren. Die Schotten treten sicher aus.

Tja, die Lager sind mittlerweile so festgefahren,...

...so daß die Herren Politiker in Great Britanien es gr nicht mehr merken.

---

Sie merken nicht mehr, daß das Volk
also der wahre Regent, die Schnauze sowas von voll hat.
Dieses stetige hin und her und nichts kommt bei raus
hat dem Ansehen des britischen Parlamentes sehr geschadet.

Wobei für mich der wahre Schuldige schon lange feststeht.

Die Konservativen mit ihren Gallionsfiguren May und Johnson
haben die britische Fregatte in eine Sackgasse navigiert.
Aus der sie nur noch als stark durchlöchertes
und vermorschtes Ruderboot wieder herausfinden wird und dabei viele ihrer Matrosen (Volk) über Bord gegangen und ertrunken sind.
Nur dem Kapitän (B. Johnson), dem gehts gut.
Fragt sich nur wie lange noch?
Wann kommt die Meuterei auf der Bounty II?

@chk 9:27 und Klarstellung

Ich meinte Johnson und Corbyn .. die schauen sich doch nicht einmal mehr an ..

Und wenn das für eine Mehrheit der Briten gilt, brauchen wir die (leider) nicht.

Ich würde nur endlich mal wissen, was die Mehrheit der Briten nun wirklich will.

Und dazu brauchen die bei der kommenden Wahl nun eine klare Richtung, also entweder ein „Ja“ oder ein „Nein“.

Ohne Bedingungen und auf keinen Fall ein „Jein“ oder ein „Ja, aber“. Damit muss jetzt Schluss sein.

re tw65974

"Ich würde nur endlich mal wissen, was die Mehrheit der Briten nun wirklich will.

Und dazu brauchen die bei der kommenden Wahl nun eine klare Richtung, also entweder ein „Ja“ oder ein „Nein“."

Das kriegen Sie bei der Wahl aber nicht.

Da wird ein Parlament gewählt. Weder steht fest, dass eine Stimme für die Konservativen ein Ja ist, noch steht fest, dass eine Stimme für Labour ein Nein ist.

Allenfalls gibt es eine Parlamentsmehrheit, mit der der Brexit am 31. Januar vollzogen werden kann.

Und dann ist alles Weitere immer noch ungewiß.

Wahlkampf in Grossbritannien:TV-Duell ohne klare Sieger....

Jeremy Corbyn ist für Abrüstung und NATO-kritisch.Er möchte Post,Bahn,die Energie- und IT-Wirtschaft in öffentliche Hände überführen(Daseinsfürsorge).Beim Brexit ist er,wegen des rechten Flügels der Labourpartei zurückhaltend.
Wie auch immer,Hauptsache die Liberaldemokraten kommen nicht durch.

re bernd kevesligeti

"Jeremy Corbyn ist für Abrüstung und NATO-kritisch.Er möchte Post,Bahn,die Energie- und IT-Wirtschaft in öffentliche Hände überführen"

Was wird denn nun aus Ihrer Behauptung, die EU-Verträge würden die Rückabwicklung von Privatisierungen verhindern?

War wohl nix.

Genau das ist das Problem...

@14:22 karwandler

„Da wird ein Parlament gewählt. Weder steht fest, dass eine Stimme für die Konservativen ein Ja ist, noch steht fest, dass eine Stimme für Labour ein Nein ist.

Allenfalls gibt es eine Parlamentsmehrheit, mit der der Brexit am 31. Januar vollzogen werden kann.

Und dann ist alles Weitere immer noch ungewiß.“

Wieso akzeptieren das die britischen Wähler?

Politiker aus den Wahlkreisen müssen normalerweise auf Parteiveranstaltungen oder auf der „Straße“ klar sagen, was sie wollen. Gilt das in GB nicht mehr?

Johnson und Corbyn können/wollen anscheinend nicht - auch eine Art Volksverdummung oder ist das der britische Humor, den wir nicht verstehen?

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