Ihre Meinung zu: Trump greift Ex-Botschafterin während Aussage scharf an

16. November 2019 - 0:03 Uhr

Kaum hatte die ehemalige US-Botschafterin Yovanovitch ihre Aussage vor dem Kongress begonnen, holte Trump auf Twitter zum Gegenschlag aus. Die Demokraten sprachen von Einschüchterung. Von Katrin Brand.

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Kommentare

Während der Anhörung?

Wie hat Trump per Twitter die Zeugin kurz nach Beginn der Anhörung per Twitter bedrohen können.
*
Aber im Namen der Wahrheit ist ja augenscheinlich auch technisch vieles möglich.

Mr Trump hat keine Moral und

Mr Trump hat keine Moral und spielt nie nach den Regeln. Das macht es schwierig, die demokratischen Regeln der USA durchzuziehen. Irgendwie erinnert das an Gotham City.

Ist da etwa Willkür im Spiel?

Ober sticht Unter?

Präsidialsystem

Es ist halt in einem Präsidialsystem das Recht des Präsidenten auch Botschafter absetzen zu dürfen. Man muss ja kein Trump Fan sein, aber erst ganze Zeit Russland Affäre und nun soll es die Ukraine Affäre meistern?

„Per Twitter griff Donald Trump die frühere Botschafterin direkt an. Wohin auch immer Marie Yovanovitch gegangen sei, hätten sich die Dinge zum schlechten entwickelt“

Ich übersetze Trumps „Botschaft“ mal so: „Was auch immer anständige Menschen gegen (vermeintlich) allmächtige Herrscher wie ihn zu unternehmen versuchen, sie haben keine Chance.“

Fracksausen

Herr Trump geifert also bereits während der
Anhörung gegen Frau Yovanovitch.
Na ja, schlechten Stil ist man von dem Mann
gewöhnt, aber diese Twittertirade verrät seinen Gemütszustand: Panik.
Angeblich sei er ja an den Ermittlungen keinen Deut interessiert (habe mir das alles nicht angesehen) und nun dieser Ausraster.
Fürchtet er, dass nach all den Scheusslichkeiten die so nach und nach an die Öffentlichkeit gelangen, dass doch genügend Republikaner im Senat umkippen und einem Impeachment zustimmen?
Auch unter den Republikanern dürfte es
so manchen geben, der Trump kritisch sieht und nicht Komplize sein will an dessen schmutzigen Praktiken. Kaum anzunehmen, dass es DIE Republikaner als Einheit gibt, auch innerhalb der Partei dürften die Meinungen über Trump von extrem über unschlüssig oder gar ablehnend reichen.
Seine Tweetattacke zeigt dass Trump immer nervöser wird.

Über Trump ist schon alles gesagt

Mir bereitet viel mehr Sorgen, dass es so viele Menschen gibt, die ihm hinterher laufen, seine Lügen akzeptieren, seine Hetze gegen Nicht-Weiße, seine Verachtung gegenüber Frauen und seine Verehrung für die martialischen Herrscher der heutigen Welt wie Kim, Putin, Erdogan und Bolsonaro.

In meiner frühen Kindheit sehnten sich noch Leute nach der Rückkehr von Kaiser Wilhelm und generell einem "starken Mann" an der Staatsspitze, wobei keiner den Namen "Hitler" in den Mund nahm.

Offensichtlich sind viele Menschen trotz Bildung und Aufklärung nicht reif dafür, ein selbstbestimmtes Leben nach den Maßgaben von Anstand, Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit zu führen, sondern sie brauchen zur Orientierung in ihrem Leben Idole, die ihnen imponieren, die nicht ihren Kopf sondern ihren Bauch ansprechen und denen sie blind hinterher laufen können.

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