Ihre Meinung zu: Interview Grüne: "Eine Ein-Themen-Plus-Partei"

15. November 2019 - 15:31 Uhr

In Umfragen haben die Grünen zuletzt eingebüßt. Eine Trendwende sieht Meinungsforscher Siegel darin aber nicht. Im tagesschau.de-Interview spricht er von "ganz neuen Chancen" und der Gefahr allzu radikaler Positionen.

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Kommentare

"Den Grünen bieten sich ganz neue Chancen"

Ja, sie sind ja auch die zweitstärkste Partei in Deutschland und als Opposition haben sie schon etwas zu sagen. Auch wenn sie jetzt in den Umfragen etwas eingebüßt haben. Sie müssen halt aufpassen, dass sie nicht übertreiben und kompromissbereit sind.

Interview Grüne:"Eine Ein-Themen-Plus-Partei....

"Hauptkompetenz liegt bei der Umwelt",so heißt es.
Ob das die Anwohner von Moorburg auch so sehen ? Oder die am Flughafen Frankfurt,der von der schwarz-grünen Landesregierung gerade ausgebaut wird ? Warum bietet der SPD/Grünen-Senat von Hamburg subventionierten Ladestrom für die Reeder ?

Und wo gibt es noch grüne Kompetenz ?
Im Ja sagen zu Bundeswehreinsätzen ?

Da der völkisch nationalistische Anteil der Bevölkerung

in den neuen Bundesländern wesentlich höher ist als in den alten Ländern und das nicht erst seit es die AfD gibt, können die Grünen dort auch nicht so punkten. Übrigens gibt es die völkisch nationalistischen Einstellung über die gesamte Zeit der DDR. Frau Wagenknecht hat es ja am eigenen Leibe erfahren. Die internationale Solidarität hat versucht, dieses Thema zu verdecken. Herausgebrochen ist es in einer ungeheuren Intensität in Rostock und Hoyerswerder. Der Mord an Amadeo Antonio gleich nach der Wende in Eberswalde hat in der Eberswalder Bevölkerung keine Solidarisierung mit den schwarzen Gastarbeitern geführt, sondern die Menschen, die von außerhalb von Eberswalde zu einer Demonstration aufgerufen hatten, wurden aus den Fenstern heraus bepöbelt. Da es sich gröstenteils nicht um die sooft zitierten "Abgehängten", sondern um Menschen handelt, die ein biologistisches Weltbild haben, werden die Grünen dort wesentlich weniger gewählt.

Wenn die Grünen nur Erfolg

Wenn die Grünen nur Erfolg haben können, wenn sie zur grün gestrichenen CDU werden, wie der Interviewte meint, können sie auch gleich sein lassen. Seine Vorstellung von Parteiendemokratie ist prekär. Er unterstellt eine in ihren politischen Ansichten weitgehend immobile Wahlbevölkerung, der sich die Parteien optimal anpassen müssen, so ähnlich wie ein Konzern ein Produkt anpasst, um den Umsatz zu optimieren.

@ Bernd Keveligeti

Grün sind die Grünen nur noch zum Schein denn es gibt sehr viele Dinge an denen sie arbeiten sollten. Denken Sie nur mal an den ganzen Atommüll den wir in der Erde haben und bei der Bahn in Castoren auf den Schienen lagern. Das wäre ein gutes Thema für Grün.

Auch das ist grüne Politik

Seit 2007 ist Boris Palmer nun schon Oberbürgermeister von Tübingen. Er scheint dort sachliche gute Arbeit zu machen. Wie gesagt ,auch grüne Politik. Oder Kretschann Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Bernd Kevestilegti

Grüne ? _ Längst out, da sie sich zum Ja-Sager der GroKo gewandelt haben!

rer Truman Welt

Tja, dass das vielen in den sog. "Volksparteien", die sie ja überhaupt nicht mehr sind, nicht passt, dass deren Anteile an Stimmen zerbröseln wie alter Kuchen, kann ich mir wohl denken. Die Problematik stellt sich wie folgt für mich dar -> die Wahrscheinlichkeit, dass bei der nächsten Bundestagswahl AfD und Grüne über 50% zusammen an Wählern hinter sich bringen werden, halte ich für sehr hoch. Die SPD wird - vielleicht etwas übertrieben - mit der 5% Hürde kämpfen, spielen also für eine Regierungsbildung voraussichtlich keine Rolle mehr. Dann kann sich die CDU/CSU überlegen, mit welcher der beiden Parteien sie evtl. koalieren will. Da ein Zusammengehen mit der AfD wohl ihr politisches "Todesurteil" wäre, bleiben wohl nur die Grünen übrig. Deshalb "aufgemerkt" -> nicht zu hart attackieren, sonst fehlt es nach einer Wahl an Glaubwürdigkeit, dann mit denen zu koalieren!
Die SPD sollte sich einmal überlegen, sich vielleicht doch mit der Linken zusammen zu tun, wenn die das denn noch wollen.

re meinung zu unse

"die Wahrscheinlichkeit, dass bei der nächsten Bundestagswahl AfD und Grüne über 50% zusammen an Wählern hinter sich bringen werden, halte ich für sehr hoch."

Sie glauben, die Grünen kriegen 35% plus x?

um 17:18 von schiebaer45

"Seit 2007 ist Boris Palmer nun schon Oberbürgermeister von Tübingen. Wie gesagt ,auch grüne Politik. Oder Kretschann Ministerpräsident von Baden-Württemberg."
Da beweisen doch die Grünen, dass sie es können und dass sie auch mit der CDU zurecht kommen, wenn die nur will. Und wer in der Landespolitik eine gute Arbeit leistet, kann es auch in Berlin bzw. im Osten von Deutschland. Mit der Zeit kommt Rat.

Die GrünInnen

und ihre unausgegorenen Ideen muss man sich leisten können. Der Pendler oder Rentner auf dem Land, die Mieter zahlen drauf. Hausbesitzer mit eigenem Dach für Kollektoren, Bauern mit Brachland für Kollektoren und Windräder sind die Gewinner und für Beamte mit sicherem Arbeitsplatz und ihre wohlversorgten Kinder in den hippen urbanen Quartieren sind die Risiken nicht spürbar und das gute Gewissen per Wahlentscheidung billig. So lange die Andern die Zeche zahlen. Aber Habeck und Baerbock verkaufen heiße Luft gut

Mogelpackung

die Grünen sind nichts weiter als eine grüne FDP geworden. Ihre Politik ist links reden und rechts leben, anderen Vorschriften machen etc. Ich gehe mit jedem eine Wette ein, falls Habeck das Rennen ums Kanzleramt machen sollte, wird auch er mit der Wirtschaft kungeln, faule Kompromisse eingehen etc. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...das sind die Grünen und so wird es auch bleiben!!!

@Bernd Kevesligeti, 16:13

"Hauptkompetenz liegt bei der Umwelt",so heißt es.
Ob das die Anwohner von Moorburg auch so sehen ? Oder die am Flughafen Frankfurt,der von der schwarz-grünen Landesregierung gerade ausgebaut wird ?

Berechtigte Fragen. Grade hier in Hessen erinnert man sich gut, wie der Grüne Spitzenkandidat AlWasir im Laufe nur eines einzigen Wahlabends vom Gegner des Frankfurter Flughafens zu einem Befürworter wurde (und dabei plötzlich die Wichtigkeit des Wirtschaftsstandorts entdeckte).
In BaWü besch… Porsche mit unverhohlener Rückendeckung der grün-schwarzen Landesregierung das Kraftfahrtbundesamt mit einem Diesel, dessen CO2-Ausstoß 2000 Prozent über dem zugelassenen Wert liegt.

Bei den Grünen nennt man das "Realpolitik", sowie bei der SPD eben Sozialreformen zu Lasten der Arbeitnehmer "Realpolitik" sind.

@pynx

In BaWü haben sie den über den biederen Kretschmann in guter Näherung die grüne CDU realisiert.

Die Grünen können natürlich CDU.
Vermutlich wollen sie es sogar.... buerglich wie sie alle sind.

um 17:57 von glogos

"Habeck war im Schleswig-Holsteinischen Landtag Fraktionsvorsitzender der Grünen. Und nach der Wahl amtierte Habeck bis 2017 als stellvertretender Ministerpräsident. "
Er hat also genügend Erfahrungen und wird schon wissen, was er will und was er macht. Sie können wetten mit wem Sie wollen.

Eine simple Rechnung deutet

Eine simple Rechnung deutet doch darauf hin, dass sinkende Zustimmungswerte für SPD und Linkspartei vermutlich steigende Zustimmungswerte für die Grünen zur Folge haben müssen, denn sohin sonst sollen die Wähler abwandern? Etwa zur AfD? Also bleibt das rot-rot-grüne Lager etwa gleich stark, aber nicht stark genug, um zu regieren. Ein Grund zum Jubeln ist das nicht, wenngleich die Grünen auch mit der CDU könnten. Warten wir mal ab, wie das in Österreich wird. Kanzler Kurz wurde noch vor kurzem als "Rechter" gescholten, jetzt hat er offenbar eine grüne Krawatte umgebunden.

@schiebaer45

Zu Palmer und Tübingen ist zu sagen, dass für Pendler und Autofahrer seine Ideen von der autofreien Stadt nicht lustig sind. Der Autoverkehr wird absichtlich ausgebremst, auch mit Ampelphasen. Und Palmer ist innerhalb der Grünen extrem umstritten, weil er unangenehme Wahrheiten anspricht. Kretschmann wird geduldet, weil er Wahlerfolge erzielt. Aber die Bildung in B-W ist seit Grün-Rot kontinuierlich auf dem absteigenden Ast

re von frosthorn 18:11

Ja,so ist es.
Und nicht zu vergessen:Habeck war ja auch mal Umweltminister in Schleswig-Holstein.In dieser Eigenschaft setzte er sich für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel ein.

@Bei den Grünen nennt man das "Realpolitik", 18:11 frosthorn

zu @@16:13 Bernd Kevesligeti

Allerdings muss man zugeben, soo 'real' wie bei der SPD,
ist die 'Realpolitik' der Grünen noch nicht.
Von Ausnahmen abgesehen, wie z.B. der 'Mercedes-Fan' K. oder der 'Fraport-Fan' AW.

Das sage ich, obwohl ich sie seit meiner Zeit als 'Kreisfinanzchef' nicht mehr gewählt habe.
Auch schon Jahrzehnte her, und ich gehörte der 'Realo-Fraktion' um Joschka an.

Die Frage ist, ob die Grünen den Spagat zwischen Rot und Schwarz
überleben werden, und nicht so enden wie die FDP.

@deutlich, 18:30

Zu Palmer und Tübingen ist zu sagen, dass für Pendler und Autofahrer seine Ideen von der autofreien Stadt nicht lustig sind.

Seltsam, in der Tübinger Bevölkerung gibt es dafür breite Zustimmung.

Und Palmer ist innerhalb der Grünen extrem umstritten, weil er unangenehme Wahrheiten anspricht.

Nicht alles, was unangenehm ist, ist deshalb gleich die Wahrheit. Palmer schlägt fremdenfeindliche Töne an, dafür bläst ihm zurecht der Wind ins Gesicht.

Aber die Bildung in B-W ist seit Grün-Rot kontinuierlich auf dem absteigenden Ast

Das ist definitiv eine Falschbehauptung. Die - im Gegensatz zum Bundestrend - erfolgreiche Bildungspolitik in BaWü wird lediglich von einem kleinen Zirkel reaktionärer Kräfte angegriffen, wegen ihrer Ausrichtung auf Emanzipation und auf Überwindung überkommener Klischees von Geschlechterrollen und sexuellen Identitäten. Nicht zuletzt durch die AfD im Landtag.

interview-gruene-eine-ein-themen-plus-parte

Lieber Peter Kock, Sie schreiben @Bernd Keveligeti : "Grün sind die Grünen nur noch zum Schein denn es gibt sehr viele Dinge an denen sie arbeiten sollten. Denken Sie nur mal an den ganzen Atommüll den wir in der Erde haben und bei der Bahn in Castoren auf den Schienen lagern. Das wäre ein gutes Thema für Grün."
Hm,......
Als die Atomkraft in der BRD, ganz allgemein, als das "Allheilmittel" für Energie-Erzeugung - galt, da hieß es grundsätzlich aus =>Grüner Seite :
=>"Atomkraft....nein danke !"
"Man" stellte die Grünen daraufhin als =>"Spinner" hin.....weil doch Atomkraft sooo sauber ist...(?)

Keine der "etablierten Parteien" war bereit sich Gedanken zu machen ...über die =>"Endlagerprobleme"!

Etablierte Parteien profitierten stark von den "Parteispenden" der Atomenergie-Erzeuger-Lobby........

Aber heute, lieber Peter Kock wünschen =>ausgerechnet Sie sich , ....dass die =>Grünen das Endlagerproblem =>lösen sollen.
Bitte überlegen Sie mal, ob dies nun =>"gerecht" ist...Ähhh

18:36, Bernd Kevesligeti

>>Und nicht zu vergessen:Habeck war ja auch mal Umweltminister in Schleswig-Holstein.In dieser Eigenschaft setzte er sich für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel ein.<<

Über den natürlich ausschließlich US-Flüssiggas angelandet werden kann...

Nach Özdemir und Göring-Eckart ...

... manisfestieren sich wieder zwei gerissene Spezialisten, die die Grünen weiter bis zur Unkenntlichkeit zerlegen.

Was mit dieser Partei in den letzten Jahren passiert ist, spottet jeder Beschreibung. Für mich sind die nicht mehr wählbar. Lassen sich dazu noch jedes Umweltthema von A. Merkel wegnehmen, und die setzt sich dann drauf.

Die einstige Friedenspartei winkt jeden Kriegseinsatz der Bundewehr durch.

Es wundert nicht, wenn in den alternativen Medien mit der Wortkreation "NATO-Oliv-Grüne" gefrozzelt wird.

Wo "Grün" draufsteht, ist schon lange nicht mehr "Grün" drin. Ein einziges Trauerspiel.

18:30, deutlich

>> Und Palmer ist innerhalb der Grünen extrem umstritten, weil er unangenehme Wahrheiten anspricht. <<

Die einen nennen es unangenehme Wahrheiten, die anderen nennen es Positionen, die nach weit rechts anschlussfähig sind.

"Den Grünen bieten sich ganz neue Chancen"

Realisten wie Özdemir gebe ich große Chancen das ständige Bekritteln der verabschiedeten Umweltmaßnahmen überzeugt mich aber nicht lasst es doch erstmal angehen und sehen wie die deutsche Wirtschaft damit zu Rande kommt? Wenn jetzt in der Automobilindustrie die Massenentlassungen kommen , da muss es auch Antworten und Subventionen geben. Erogan schiebt gefährliche IS Kämpfer nach Deutschland ab da muss die Bevölkerung davor geschützt werden. Das alles unter einen Hut zu bringen das ist die Aufgabe und nicht zur Profilierung der Partei immer extremeren Umweltanforderungen zu fordern.

18:17, Autochon

>>Die Grünen können natürlich CDU.
Vermutlich wollen sie es sogar.... buerglich wie sie alle sind.<<

Bürgerlich ist für Sie ein Schimpfwort?

frosthorn 18.43

mitnichten Falschbehauptung! Sehen Sie sich einfach mal an, wo B-W im Ländervergleich mittlerweile steht, ehemals vom 2. oder 3. Platz kommend! Da geht's nicht um Geschlechterrollen, sondern um Kompetenzen in Mathe, Sprache, Textverständnis und um Vermittlung von Wissen, nicht um Gegender! Studierfähigkeit hat nämlich mit Geschlechterrollen nichts zu tun sondern mit Vorbildung und Kompetenzen

interview-gruene-eine-ein-themen-plus-partei

Liebe(r) deutlich, Sie schreiben u.a.=>Und Palmer ist innerhalb der Grünen extrem umstritten, weil er unangenehme Wahrheiten anspricht. Kretschmann wird geduldet, weil er Wahlerfolge erzielt.

Aber die Bildung in B-W ist seit Grün-Rot kontinuierlich auf dem absteigenden Ast".

Hm,.....woraus schließen Sie das ?
Glauben Sie, dass ein =>"Bildungsnotstand" in BW ausgebrochen ist, =>...weil Kretschmann Lehrer von Beruf ist ?
Ich kann Ihrem Gedankengang nicht folgen, bitte =>geben Sie mir etwas Nachhilfe-Unterricht !
Vielen Dank im Voraus !
ONYEALI

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