Ihre Meinung zu: Abstandsregeln für Windkraft: Gegenwind von allen Seiten

15. November 2019 - 8:26 Uhr

Die Kritik an den geplanten Abstandsregeln für Windräder wird immer lauter. Jetzt zweifelt auch SPD-Umweltministerin Schulze am Gesetzentwurf von CDU-Wirtschaftsminister Altmaier - und sorgt für den nächsten GroKo-Streit.

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Kommentare

Abstandsregeln

Gibt es eigentlich solche Abstandsregeln auch für Tiermastanlagen, Müllverbrennungsanlagen und Kohlekraftwerke?
Falls nein, warum nicht?

Klagenflut

Jedes neu geplante Windrad wird mit Klagen überzogen. Wenn der Mindestabstand von 1000 Meter nicht eingehalten wird werden Anwohner klagen. Wird das Windrad in den Wald gebaut klagen die Umweltverbände. Jede Klage verzögert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Politik soll mal für Rechtssicherheit sorgen, wenn diese Gewährleistet ist kann man über Umweltziele und Verringerung der Schadstoffemissionen diskutieren.

@Carlos12

Excelente Frage und die Antwort ist die Gleiche wie auf die Frage, warum muss es den Abstand für Windräder geben?

Weil die Energie Lobby die weiterhin auf Kohlestrom setzt und die Agrarlobby zu denen die Tiermast gehört, irre mächtig sind.
So mächtig, dass unsere Politiker teils im vorauseilendem Gehorsam das tun was diese wollen.

Aber das mit dem Abstand ist doch bei weitem nicht der größte Schlag gegen regenerative Energien den sich das Wirtschaftsministerium geleistet hat.

Unter Gabriel wurden massive Förderprogramme für den Kohlestrom angesetzt, angeblich um die 20.000 Jobs in der gesamten Kohle Industrie zu schützen.
Das durch die damit einhergehenden Subventionskürzungen bei den regenerativen Energien dann ca. 250.000 Jobs vernichtet haben, wird nicht erwähnt.

Manchmal finde ich es lächerlich wie offensichtlich es ist, dass unsere Politiker nur noch Strohmänner (und Frauen) der Industrie sind und die Bürger und die Zukunft augenscheinlich egal sind.

Sehr eigenartig

Meines Wissens hatte man sich im Koalitionsvertrag auf den 1000 m –Abstand geeinigt. Und auch die Umweltministerin hatte dieser Vereinbarung damals zugestimmt. Jetzt so tun, als wäre dies nie vereinbart worden, finde ich – gelinde ausgedrückt – sehr eigenartig.

Wir haben wieder......

das typisch deutsche Verhalten! "Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass" oder auch Quadratur des Kreises! Ich frage mich, was früher die Anwohner an Bahnlinien, Autobahnen oder Überlandleitungen gesagt haben - oder wurden die damals garnicht gefragt? Grotesk wird es, wenn einer Greta Thunberg zugejubelt wird, aber dann eine Bürgerinitiative gegen Windräder gegründet oder Prozesse dagegen geführt werden. In Deutschland feiert das alte St.Florians-Prinzip fröhliche Urstände: Heiliger St.Florian, verschon mein Haus - zünd´s andere an!

Wie will man denn die

Wie will man denn die Landbevölkerung "mitnehmen" damit sie den Infraschall und Schattenfall in ihren Häusern klaglos hinnehmen für die "große Sache?"
Da red ich noch nicht einmal von den verstellten Horizonten, und von gemeuchelten Insekten und Vögeln.
Warum soll die Landbevölkerung für die ganze Energiewende herhalten? Wir haben doch schon immense Landschaftszerstörung durch "Bio": Maismonokulturen, Rapsmonokulturen, alles mit Gülle zugesch...., Herbizide für Biomasse, Biomassetransporte auf den Landstraßen -alles für "Bio"gas, "Bio" diesel, "Bio"energie, egal, was die Energiebilanzen ohne Augenwischerei eigentlich sind.
Den Bienen geht es jetzt in der Stadt besser, weil man da ja keine Insektizide spritzt und das ganze Jahr was blüht.
Die Profiteure der Windindustrie leben in den Städten .
Aber die Landbewohner sollen alles ausbaden!

um 08:42 von Carlos12 , ja, das sind auch alles Skandale. Irgendwann muß man anfangen, zu protestieren.

Einseitige Politik

Während die Politik die Autoindustrie gegen die berechtigten Forderungen der betrogenen Dieselkäufer schützt, mit Millionen den Kauf von e-Autos subventioniert,
hat man seit Jahren viele Arbeitsplätze in der Solartechnik und bei den Windanlagen vernichtet.
Das Ende des Braunkohlenabbaus wird verzögert und Millionen verschwendet.
Fazit: wer die unverschämtesten Lobbyisten hat und mit Arbeitsplatzabbau droht, setzt sich durch.

Abstand der Windkraftanlage noch zu gering zur Wohnbebauung

Zum Schutz der Bürger sollten die 1000 m Abstand mindestens eingehalten werden, noch besser wäre, wenn sich der Abstand nach der Nabenhöhe der Anlage bemisst.
Solch eine Anlage führt zu einer Lärmbelästigung und zu Schlagschatten bei den Anwohnern.
Bei einem Neubau müssen auch Tierställe, Müllverbrennungsanlagen und Kraftwerke ebenfalls einer Immissionsprüfung unterzogen werden. Bei Tierställen ist es meist eine Erweiterung der vorhandenen Stallanlagen und da gelten andere Richtlinien. Alles gesetzlich geregelt.
Eisenbahnlinien verursachen auch einen gewaltigen Lärm für die Anwohner, sie genießen Bestandsschutz und es kommt auch darauf, was zuerst da war. Das Wohnhaus oder die Windkraftanlage.

Auch ich möchte kein Windrad vor meiner Tür

welches Schatten wirft und Geräusche erzeugt gleichwohl befürworte ich die Windenergie... auf der See. Aber die Regierung schafft es ja nichteinmal die Stromtrassen dafür zu bauen, sodass schon Heute Räder abgeschaltet werden müssen. Btw: Bin Städter ;) ;)

Ich kann verstehen warum

Ich kann verstehen warum viele Anwohner die windanlagen Night schön finden. Wenn man allerdings weiterhin auf Kohle setzt hat man eben genau das selbe Problem. Man muss sich nur mal die Kohleabbaugebiete anschauen. Ist das etwa estetischer? Zudem wird es immer teurer und schwieriger Kohle abzubauen.
Viele werden geradezu hysterisch wenn es um windanlagen geht. Ich kenne das aus meiner Region. Sie wollen keine windanlagen bei sich in der Nähe aber finden es ok wenn wo anders ganze Dörfer für den Kohleabbau nieder gemacht werden. Für mich ist das egoistisch.

Luxusprobleme, wer keinen Strom

benötigt erhält auch keinen. Ähnlich erging es dem Suppenkasper.

@ 08:49 von Deeskalator

Aber genau den Bürger hat man hier doch endlich im Blick: Es ist noch immer nicht eindeutig geklärt, welche Gesundheitsgefahren vom Infraschall ausgehen, der durch Windräder ausgelöst wird. Bilden sich das die Leute nur ein, oder stimmt es? Bin selbst nicht betroffen und kann nichts dazu sagen, aber manch ein Wissenschaftler fordert Abstände von mehr als zehn(!) Kilometern zu Wohngebieten. Solange hier keine Klarheit herrscht, sollten überhaupt keine neuen Windräder gebaut werden dürfen. Die Gesundheit der Bürger muss an erster Stelle stehen!

Und zu den 250.000 Arbeitsplätzen: Zumindest um das Jahr 2009 (neuere Werte habe ich zugegebenermaßen nie gesucht) war jeder dieser Arbeitsplätze mit rund 50.000 Euro pro Jahr subventioniert. Mit dem gleichen Geld könnte man also auch gleich viele gutbezahlte Stellen an anderer Stelle ermöglichen, ganz ohne dass Mensch, Tier und Landschaft darunter leiden müssten.

Gesundheit der Anwohner

Es ist richtig in den Städten alles erdenkliche zu unternehmen um die Gesundheit der Bewohnerinnen, div, und Bewohner zu schützen. Warum soll dies alles dann auf das Land verlagert werden. Mir persönlich tut es nicht gut in der Nähe einer Windkraftanlage spazieren zu gehen. Habe es mehrfach versucht. Durch mein Herzleiden bin ich eventuell übersensibel.
Kann nicht sagen ob es vom Elektrosmog oder Schattenschlag evtl. sogar von dem Geräusch kommt.
Gesund ist es jedenfalls nicht. Deshalb bin ich froh über die Abstandsregel.

@karlheinzfaltermeier 09.10

genau so ist es! Im Prinzip sind alle für Windkraft- nur halt woanders. Genau wie Stromleitungen. So kommen auch die Umfragen zustande, weil Jede(r) davon ausgeht, nicht betroffen zu sein. Gleiches Spiel bei Funkmasten für Handy usw.

um 08:42 von Carlos12

"Gibt es eigentlich solche Abstandsregeln auch für Tiermastanlagen, Müllverbrennungsanlagen und Kohlekraftwerke?"
Die Hauptsache ist doch, dass die Wirtschaft große Gewinne macht. Wer interessiert sich da noch für die Interessen der Bürger?

Natürlich sind erneuerbare Energien und deren

Förderung das Zukunftsbild und Ziel unserer Gesellschaft.
Die Diskussion über den Abstand dieser Windräder zu unseren Wohngebieten und die Forderung sich der Industrie in der Reduktion des Abstandes soweit zu unterwerfen halte ich für kontraproduktiv. Es fehlen effektive und ökologische Konzepte. M.M.n.

Was spricht dagen auch Menschen zu schützen?

Warum müssen die Alles aushalten?
Zum Glück wehren sie sich die Bürger in Bürgerinitiativen und Bügermeister wollen auch auf dem Land wieder gewählt werden.

Wie nahe möchte ich ein Windrad haben?

Das sollte sich jeder selbst fragen. Wenn man in der Stadt wohnt, ist es leicht auf kürzere Abstandsflächen zu bestehen. Ich wohne in der Stadt, kann aber alle Leute verstehen, die kein Windrad im Vorgarten haben wollen.
Bei Windrädern sollte man sich auf Offshore-Anlagen beschränken.

Die 1000 Meter

sind richtig, wenn die Stadtbewohner das nicht möchten, dann sollen sie doch bitte die Dinger in der Stadt auf dem Marktplatz aufstellen.
Man hatte sich darauf geeinigt, und 1000 von Häusern weg, das kann nicht das wahre Problem sein, das ist eigentlich noch zu nahe.
Wenn man Überland fährt stehen die meisten Windparks außer und fern der Siedlung, wo jetzt wieder das Problem liegen soll ist unverständlich.
Das Gezerre mit dem Klimaschutz muss auch mal gut sein, einige vergessen das wir schon den teuersten Strom haben, und auch auf Kraftstoffe und anderes schon Ökosteuer zahlen.
Weil Schweden immer so positiv hingestellt wird, wenn die Ökosteuern weggenommen werden von allen Dingen. Dann kann der CO2 Preis natürlich höher sein, jetzt gehört die Ökosteuer mit zu dem CO2 Preis.
In Deutschland ist alles immer doppelt und dreifach besteuert.

Das muss mal aufhören.

So geht das Spiel eben

Verzögern, Verhindern und am Schluss die Kernkraft wieder aus der Mottenkiste holen.
In 2 Jahren ist Frau Dr. Merkel ja Geschichte...
Vielleicht wäre es auch mal Zeit über mehr Effizienz und Sparsamkeit zu diskutieren.
Aber das ist bei den Ministern ja tabu, um nicht zu sagen pfui, pfui...

Subventionen

Ich finde, dass man neue Technologien mit unterstützen sollte und gegebenfalls auch finanziell unter die Arme greift, was aber nicht bedeutet, dass es für die Ewigkeit sein muss.
Wer sich nicht selbst trägt, der hat in der Marktwirtschaft auch kaum eine Überlebenschance, Dauersubventionen kann nicht die Lösung sein.

Unausgereifte Idee trifft auf Umwelt und Natur

Die Folge ist Zerstörung. Dazu zählen wir Menschen genauso wie die Wälder und die Tiere.
Wer jetzt in vorauseilendem Gehorsam den Kampf für geringeren Abstand aufnimmt ist für mich sprichwörtlich „ein moderner Don Quijote der versucht gegen Windmühlen“ zu kämpfen. Da geht es um neue Konzepte die dringend ge/erfunden werden müssen. M.M.n.

Am 15. November 2019 um 09:10

Am 15. November 2019 um 09:10 von karlheinzfaltermeier
Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass

Da unterliegen Sie meiner Meinung nach einer Fehleinschätzung.
Besser formuliert wäre: "Wasch du dich, ich mach mich nicht nass".

Wie auch schon Deliciabc anmerkte, gehen nahezu alle Maßnahmen in diesem Bereich zu Lasten der Landbevölkerung. Die Berliner mit ihren 0 Windrädern stellen sich also hin und erzählen großkotzig dem brandenburgischen Nachbarn wie er denn bitte zu leben und zu wohnen hat und wo dort überall Windräder hinzubauen sind. Um sich dann lauthals zu beschweren, wenn der nicht einfach widerstandslos bei jeder noch so bescheuerten Idee freudig "Hurra" schreit.

Aber das reiht sich nahtlos ein in die lange Liste solcher Forderungen, bei denen Anderen immer etwas abverlangt wird, was einen selbst gar nicht oder kaum betrifft.
Das sind halt einfach auch die bequemsten Forderungen.

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Viele Grüße
Die Moderation

Betreibern von Windrädern geht es lediglich um satte Gewinne

das dies zu Lasten der Bevölkerung auf dem Land und zu Attraktivitäts- und Qualitätsnachteilen der dort lebenden Bevölkerung führt , interessiert nicht. 1000 Meter Abstand zu bewohnten Gebeiten ist das Minimum !
Ich wohne selber auf dem Land und hiesige Landschaft wurde bereits genügend verschandet. Auch ich werde klagen,sollte nocheinmal der Versuch unternommen werden ,hier in Dorfnähe ein Windrad zu bauen.
letztlich gehts lediglich um Gewinne,Gewinne,Gewinne ! Die globale Erderwärmung wird der Mensch eh nicht verhindern können und Deutschland schon recht nicht. ich unterstelle mal,daß es darum auch nicht wirklich geht. die globale Erderwärmung wird lediglich instumentalisiert,um die Geldgier und Gewinnsucht der Menschen zu befriedigen.

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