Ihre Meinung zu: Linkspartei wählt Bartsch und Ali zu Fraktionschefs

12. November 2019 - 16:50 Uhr

Die Linksfraktion im Bundestag wird künftig von Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch geleitet. Bartsch war erneut zur Wahl angetreten, die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Mohamed Ali dagegen ist ein neues Gesicht.

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Kommentare

Eine gute Wahl mit dem

Eine gute Wahl mit dem bewährten Dietmar Bartsch, der klar für grün-rot-rot die strategischen und konzeptionellen Schritte mit plant, und der Newcomerin Amira Mohamed Ali, die als profilierte Juristin über Parteigrenzen geschätztes Mitglied in den Ausschüssen für Recht/Verbraucherschutz und für Ernährung/Landwirtschaft ist.

Amira Mohamed Ali

.. die gebürtige Hamburgerin

und da wundert man sich
dass manchen Zeitgenossen dazu einfällt
ganz unabhängig davon, dass die ja durchaus qualifiziert sein kann
und unsere Gesellschaft weiterbringen

allein dadurch wie Provokant man einen Bericht formuliert

Völlig unbekannt

aber ein schlagkräftiger Name im der mir irgendwie bekannt vorkommt, wenn auch nicht bei Frauen.
Ob sie beim reden Frau Wagenknecht ersetzen kann, darauf bin ich gespannt, Schade das selbige sich aus der Politik zurückzieht.
Verstehen kann ich das aber schon.

"Sie gilt als enge Vertraute

"Sie gilt als enge Vertraute von Linken-Parteichefin Katja Kipping."

Das ist für die LINKE nicht gut. SW hat da noch gut gegengehalten.

Schade...

Frau Wagenknecht, war ein angenehmer Kontrast mit wirtschaftlichem Sachverstand, klarer Haltung und auch einem Ohr für die Sprache der Normalbürger.

Kaum einer hat so sachlich klar, die Mythen und das Kauderwelsch der anderen Parteien zerhackt wie die Fraktionsvorsitzende.

Ich hoffe sie bleibt der Linken in Deutschland noch eine Weile erhalten, sodass die Linke zumindest in Teilen als Kapitatismuskritische Kraft in der Debatte erhalten bleibt und sich nicht wie die Grünen in Identitätspolitik verliert.

Die Neue Osnabrücker Zeitung

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat heute dazu einen guten Bericht gebracht. Frau Kipping wird weiter an Einfluss verlieren, weil sie auf Lay gesetzt hatte. Jetzt hat sich der Favorit von Frau Wagenknecht durchgesetzt. Eine ziemliche Schlappe für Frau Kipping und der Versuch, mehr Einfluss in der Partei zu haben, ist komplett gescheitert

Schade Bill Hicks 17:18

Eine Sahra Wagenknecht wird es nicht wieder in dieser Partei geben . Schade macht mich traurig .

traurigerdemokrat

über den Satz bin ich auch gestolpert,aber damit ist Frau Ley gemeint.Also alles ist gut .

Die LINKE verliert

ihr Gesicht und viel Verstand. Sahra Wagenknecht hatte Profil, wirtschaftlichen Sachverstand und Realitätsbezug. Die hinterlässt eine gewaltige Lücke, die von einer weiteren Kipping-Vertrauten nicht geschlossen werden kann. Das spricht nur für noch mehr Realitätsferne und urbane Bionade-und Soja-Latte- Politik, die die kleinen AN vergisst.

Frau Wagenknecht und die Zeiten des Rechtsrucks

Sarah Wagenknecht hat leider "in Zeiten des unsäglichen Rechtsrucks, des wachsenden Antisemitismus und Rassismus" nicht immer deutlich gemacht, auf welcher Seite sie steht.

Mit ihrer unsäglichen #aufstehen-Kampagne hat Frau Wagenknecht in bester AfD-Manier versucht, die ärmsten der Bevölkerung gegen Flüchtlinge auszuspielen.

Mit Frau Ali ist jetzt endlich wieder ein richtige Linke an der Spitze.
Freut mich!

17:18 von Bill Hicks

"" Frau Wagenknecht, war ein angenehmer Kontrast mit wirtschaftlichem Sachverstand, klarer Haltung und auch einem Ohr für die Sprache der Normalbürger.""
#
Ja es ist schade,auch ich hoffe Frau Wagenknecht bleibt uns als Politikerin noch erhalten.Wenn auch nicht in der Linken Partei.

ber kaus, 17:28

Eine Sahra Wagenknecht wird es nicht wieder in dieser Partei geben

Tipp: Sie ist gar nicht aus der Partei ausgetreten ...

@ deutlich, um 17:32

Hey, das haben Sie treffend formuliert!

Linke bleibt politikunfähig

Mit der Wahl der Fundamentalistin Amira bleibt die Linke in Flügelkämpfen zerrissen wie eh und je. Während die Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger versuchen, die Partei für eine Reformkoalition mit SPD und Grünen zu öffnen, setzt der Wagenknecht-Flügel nun vertreten durch Frau Amira auf Krawallopposition, Verschwörungstheorien und Liebedienerei gegenüber Wladimir Putin. So bietet die Linkspartei weiterhin keine ernsthafte Alternative für einen Politikwechsel in Deutschland.

traurigerdemokrat

über den Satz bin ich auch gestolpert,aber damit ist Frau Ley gemeint.Also alles ist gut .

Bartsch und Ali zu Fraktionschefs ....

Wenn das denn hilft - bei allem Charisma, ihre klare Rede hat eher weniger geholfen als die ihren nicht weniger namhaften Kollegen Gysi, die Partei wird also den Abgang von Frau Wagenknecht verschmerzen.
Fraktionschefs müssen natürlich auch Reden können, aber in weiten teilen besteht ihre Funktion aus der Organisation der Parlamentsarbeit und der Vermittlung von Beschlüssen eine Aufgabe für durchsetzungsfähige Persönlichkeiten (a la Wehner/ Gysi etc.)
Viel Glück mögen sie haben, Deutschland verdient eine starke Linke.

Der realitätsferne No-border No-Nation..

..Flügel der LINKEN hat sich halt durchgesetzt!

Mit ALLEN dazugehörigen Konsequenzen halt!

Anmerkung

Keine gute Wahl!
Der Verzicht auf Frau Wagenknecht ist ein herber Verlust für die Partei „die Linke“.

Feo, 17:50

Der Verzicht auf Frau Wagenknecht ist ein herber Verlust für die Partei „die Linke“.

DIE LINKE verzichtet nicht auf Wagenknecht, sondern Wagenknecht hat lediglich ihr Amt als Fraktionschefin aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt, ist aber weiterhin Mitglied der Linken.

friggonaut Es ist schon

friggonaut
Es ist schon ziemlich realitätsfremd ,wenn man eine Sahra Wagenknecht in Verbindung damit bringt , dass Sie nicht klare Kante gegen den Rechtsruck gezeigt hat. Mein Gott , diese Frau ist politisch so klug und bisher hat sie immer wieder gezeigt , wo sie politisch steht. Das ist keine Umfallerin ,sie ist nur von dieser unsäglichen Kipping und dem Rixinger laufend gegängelt worden. Wenn diese Frau demonstrativ mit ihrem Mann aus der Linkspartei austreten würde , dann würde Kipping mit ihren Anhängern ganz schnell feststellen , dass die Symbolfigur der Linken die Wagenknecht war. Diese Frau würde auf alle Fälle Deutschland besser als Kanzlerin in der Welt vertreten , als die jetzige Kanzlerin.
Wenn viele solcher Politiker (innen ) in Deutschland dieses Format einer Wagenknecht hätten , von der menschlichen Seite , sowie von der politischen Klugheit her gesehen , dann wäre es mir nicht bange um
den zivilisierten Umgang in unserer Gesellschaft. Leider gibt es nicht genug davon

Frau Wagenknecht

Frau Wagenknecht war außer Herrn Gysi die einzige Person in der Linken, die ein klein wenig über Realitätssinn verfügte. Von Mohamed Ali habe ich bisher weder etwas gehört, noch gesehen, also erlaube ich mir auch nicht, darüber irwelche Schlüsse zu ziehen. Vielleicht evtl. Vorahnungen, wenn sie ein enges Verhältnis zu Frau Kipping hat. Falls das heißt, dass sie in ihrer Sache sehr ähneln, dann ahne ich nichts Gutes.
Und dass Herr Bartsch zu rot -rot -grün tendiert, ist ja logisch, anders hätte diese Partei auch keine Wahl, mal mit zu regieren. Meines Wissens dümpelt die Linke schon Ewigkeiten um die 7 bis 8 %

Neuanfang im Dauertief

Vielleicht ist die neue Fraktionsspitze ein Neuanfang im Dauertief der Linkspartei. Interner Streit wird vom Wähler selten honoriert. Hoffen wir, dass es jetzt aufwärts geht.

Ich hab sie gesehen

Vor ein paar Jahren war die Grande Dame S. W. hier in Oldenburg auf dem Friedensplatz, hat eine lange Rede gehalten, ohne script.
Bevor sie kam, übrigens eine 3/4 Std. zu spät, hat Frau Ali uns mit Gitarre & Gesang die Zeit vertrieben. Es war Sommer, knallheiß.

Nun ja, von der lateinamerikanischen Musik war ich wenig begeistert; aber wie diese sich fortan als als 2. Fraktionschefin erweisen wird, lasse ich auf mich zukommen. - Frau W. kann eh keiner das Wasser reichen, meiner Meinung nach.
Und Dietmar Bartsch ist hier genau richtig!

Toi, toi, toi für dieses Duo.

Naturfreund Ich weiß nicht ,

Naturfreund
Ich weiß nicht , ob es zwei Linksparteien gibt , denn wenn Sie der Wagenknecht Krawallpositionen und Verschwörungstheorien unterjubeln wollen , dann müssen Sie wohl von Frau Wagenknecht keine Ahnung haben.Wo dienerte sich Frau Wagenknecht bei Putin an ?
Den einzigen Punkt , welchen ich auch unterschreiben würde ist der , dass die Linke keine Alternative zu den anderen Parteien ist.
Was aber die Person S.Wagenknecht anbelangt , da bin ich vollkommen entgegengesetzt zu Ihrer Aussage.
Man kann sich doch nicht mit Grünen und der jetzigen SPD ins Bett legen.

hmm warum heißt "die Linke" wohl "die Linke"

Jetzt gibt es halt den Reformer Bartsch und die Linke Ali an der Fraktionsspitze und die Lattesozi Kipping und der Gewerkschafter Riexinger an der Parteispitze. Alle Gruppierungen und Richtungen abgedeckt, fühlt sich keiner zu kurz gekommen.

Wo ein Pseudo SPD Kurs ala Kipping hingeht, zeigt ja die namensgebende Partei.

Politikwechsel? Der war mal möglich gewesen, hat nicht stattgefunden sondern wurde durch Gruppenkuscheln mit Merkel ersetzt. Dafür gibts seitdem die Quittung vom Wahlvolk.

Die LINKE verliert ... nichts

@ deutlich:
Die LINKE verliert ihr Gesicht und viel Verstand. Sahra Wagenknecht hatte Profil

Was soll das? Wagenknecht ist immer noch in der Partei und die verliert auch kein Profil und keinen Verstand. Sarah Wagenknecht ist nur nicht mehr im Fraktionsvorstand. Was ich im Übrigen gut finde, denn andere können mit Sicherheit besser organisieren und integrieren.

18:05 von Trampelchen

Sehr schön beschrieben.
Für mich ist Die Linke nach Sarah Wagenknechts Abgang erstmal leider nicht mehr wählbar. Ohne sie und Gysi als öffentlich am meisten wahrgenommene Personen an der Fraktionsspitze muss sich die Partei erstmal beweisen, daß sie auch andere nicht nur "Allgemeinplätzelaberer" vorzuweisen hat.
Schade um die scharfsinnige Rednerin.

/// Am 12. November 2019 um

///
Am 12. November 2019 um 18:14 von Trampelchen

Man kann sich doch nicht mit Grünen und der jetzigen SPD ins Bett legen.///
.
Warum ? Das funktioniert doch in Berlin ganz gut.

@friggonaut

"Mit ihrer unsäglichen #aufstehen-Kampagne hat Frau Wagenknecht in bester AfD-Manier versucht, die ärmsten der Bevölkerung gegen Flüchtlinge auszuspielen."

Könnten sie bitte begründen an welchen Aussagen von Frau Wagenknecht oder anderen Mitstreitern von #aufstehen, sie diese massive Unterstellung festmachen.

"Sarah Wagenknecht hat leider[...]nicht immer deutlich gemacht, auf welcher Seite sie steht."

Da Frage ich mal zurück, für wen sind jetzt eigentlich die Linken, für Homosexuelle oder mehr für Rentner oder doch eher für Sozialhilfebedürftige oder doch viel eher für Flüchtlinge?

Sehen Sie, das Problem mit Identitätspolitik ist, das jede Minderheit sich nicht erwähnt genug fühlt, wenn sie bei solchen Bekenntnissen nicht aufgezählt wird, wie ein Streber, der sich ärgert, wenn er nicht jede Frage beantworten darf.

Frau W. hatte soziale Gerechtigkeit im wirtschaftlichen Sinne für ALLE im Sinn und da sehe ich auch das Handlungsfeld linker Politik.

@17:18 von Bill Hicks

//Schade...
Frau Wagenknecht, war ein angenehmer Kontrast mit wirtschaftlichem Sachverstand, klarer Haltung und auch einem Ohr für die Sprache der Normalbürger.

Kaum einer hat so sachlich klar, die Mythen und das Kauderwelsch der anderen Parteien zerhackt wie die Fraktionsvorsitzende.

Ich hoffe sie bleibt der Linken in Deutschland noch eine Weile erhalten, sodass die Linke zumindest in Teilen als Kapitatismuskritische Kraft in der Debatte erhalten bleibt und sich nicht wie die Grünen in Identitätspolitik verliert.//

Darf ich mich Ihrem Kommentar anschließen?

Ich fürchte allerdings, dass Frau Wagenknecht in der eigenen Partei nicht ausreichend Gehör findet. Realismus scheint in der Politik zur Zeit keine gefragte Eigenschaft zu sein. Auch der Umgang mit Parteikollegen, die in Nuancen abweichende Meinungen äußern, hat auf mich abschreckende Wirkung.

Linke Arrgoganz ist schnell abzulegen

@ denis.guenther:
Politikwechsel? Der war mal möglich gewesen, hat nicht stattgefunden sondern wurde durch Gruppenkuscheln mit Merkel ersetzt.

Nix gegen Kuscheln. Ohne vernünftige Kompromissbereitschaft, findet sich die Linke prozentual ganz schnell in den Gewässern wieder, in denen die MLPD schon seit Jahrzehnten fischt. Im Trüben.

Vorschnell

@ Schau mer mal:
Für mich ist Die Linke nach Sarah Wagenknechts Abgang erstmal leider nicht mehr wählbar.

Oh. Ein Glück dass sie gar nicht abgegangen ist. Sie ist zumindest noch da.

Linkspartei verabschiedet sich

Mit der Wahl einer Parteilinken in die Fraktionsspitze verabschiedet sich die Linkspartei ins politische Aus. Offenbar fehlt den Verantwortungstraegern jeglicher Realtiaetssinn. Schade, denn eine starke Partei links der Mitte waere dringend erforderlich.

Vorsitzposten neu besetzen

Ich kann für die Linke nur hoffen, dass sie sich bei den im nächsten Jahr anstehenden Wahlen der beiden Vorsitzendenposten besinnt und Bernd Riexinger und meinetwegen auch Katja Kipping durch zwei fähige, nach innen integrationsfähige Personen ersetzt.

In Hessen hat sich als Fraktionsvorsitzende seit Jahren Janine Wissler profiliert. Sie ist bereits stellv. Bundesvorsitzende.

Zusammen mit einem kompetenten Ostvertreter muss die Option für einen Politikwechsel jenseits der bleiernen Grokojahre im Auge behalten werden. Der heißt realistischerweise Grün mit zwei sozialdemokratischen Parteien. Die Linke praktiziert praktisch klassisch sozialdemokratische Politik (siehe Bundesländer in denen sie mitregieren).

Die zweite sollte sich eigentlich in der Opposition regenerieren, wird aber mal wieder gebraucht. Mit der langsamen Abkehr von H4, dem Durchsetzen von Grundrente, hälftigem KV-Beitrag, Mindestlohn etc hat sie die Wende zu brauchbarer arbeitnehmerorientierter eingeleitet.

17:28 von ber kaus

eine Wagenknecht ist ne Ausnahmeerscheinung
wie ein Schmidt bei der SPD

@Anna-Elisabeth, 18:32

Realismus scheint in der Politik zur Zeit keine gefragte Eigenschaft zu sein.

Ich kann die Forderung (an Parteien oder Personen) nach "Realismus" nicht mehr hören. Sie folgt nämlich ausnahmslos aus der Forderung, eigenen Standpunkten abzuschwören. Damit man "wieder wählbar" wird. Schüttel!

@17:35 von friggonaut

"Sarah Wagenknecht hat leider "in Zeiten des unsäglichen Rechtsrucks, des wachsenden Antisemitismus und Rassismus" nicht immer deutlich gemacht, auf welcher Seite sie steht."

Das ist blanker Unsinn. Leider auch ein schönes Beispiel dafür, wie sehr unsere Diskussionskultur gelitten hat. Nicht meine Meinung: Böse. Meine Meinung: Gut. Viel zu einfach und geradezu billig in einer komplizierten Welt.

2019 um 18:30 von Bill Hicks @friggonaut

"" Frau W. hatte soziale Gerechtigkeit im wirtschaftlichen Sinne für ALLE im Sinn und da sehe ich auch das Handlungsfeld linker Politik.""
#
So sehe ich es auch,das muss das " Markenzeichen " linker Politik sein und auch bleiben.

Die kluge und über

Die kluge und über Parteigrenzen hin sehr geschätzte Frau Wagenknecht geht, die Apparatschiks um Frau Kipping bleiben.

Aus meiner Sicht kein guter Tag für die Linke.

I

@18:05 von Trampelchen

"Wenn viele solcher Politiker (innen ) in Deutschland dieses Format einer Wagenknecht hätten , von der menschlichen Seite , sowie von der politischen Klugheit her gesehen , dann wäre es mir nicht bange um
den zivilisierten Umgang in unserer Gesellschaft. Leider gibt es nicht genug davon"

Ja, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär. Ich würde mir wünschen, dass der linke Flügel der SPD zusammen mit den Realos der Linken eine 'neue' SPD gründen. Der rechte Flügel der jetzigen SPD passt besser zur CDU. Der linke Flügel der Linken ist aus meiner Sicht kommunistisch angehaucht.

@18:58 von frosthorn @Anna-Elisabeth, 18:32

//Ich kann die Forderung (an Parteien oder Personen) nach "Realismus" nicht mehr hören. Sie folgt nämlich ausnahmslos aus der Forderung, eigenen Standpunkten abzuschwören.//

Danke für die Kritik. Ich kann nicht leugnen, dass da was dran ist.
Dennoch kann ich z.B. der allgemeinen Empörung über die Äußerung von Binsenweisheiten auch nicht folgen.

Frau Wagenknecht hat die

Frau Wagenknecht hat die Linke immer wieder daran erinnert, dass sie sich eigentlich um die Interessen der deutschen Geringverdiener kümmern sollte.

Das hat Viele in der Partei genervt.

Jetzt wird deutlich, dass man sich ganz ostentativ an anderen Wählerschichten orientieren möchte.

Bin gespannt, ob diese Strategie politisch und an den Wahlurnen auch aufgeht.

I

18:58 von frosthorn @Anna-Elisabeth, 18:32

Nachfrage zu:
"Sie folgt nämlich ausnahmslos aus der Forderung, eigenen Standpunkten abzuschwören."

Ist es nicht genau das, was man z.B. von Frau Wagenknecht fordert?

von born in stasi-land 18:36

Natürlich,Sie sind für eine Linke,die keine Zähne haben soll.Möglichst grün-liberaler Lifestyle.

Und in welchen Gewässern würden Sie denn gern fischen ?

Überschwenglich einseitig

@ Demokratie-Jetzt:
Die kluge und über Parteigrenzen hin sehr geschätzte Frau Wagenknecht geht, die Apparatschiks um Frau Kipping bleiben.

Mit Frau Wagenknecht haben Sie recht.
Aber Frau Kipping schätze ich persönlich auch sehr, sie ist ehrlich, authentisch und alles andere als ein "Apparatschik".

Werner40 Wenn das in Berlin

Werner40
Wenn das in Berlin so gut funktionieren würde, warum haben dann SPD und Linke so viel Federn gelassen und die Grünen weit ab von ihren gestellten Zielen bei den 3 LW im Osten ?
In Berlin funktioniert das ganz gut. Hahaha !
Selten so gelacht.

um 18:59 von Anna-Elisabeth @17:35 von friggonaut

"" Das ist blanker Unsinn. Leider auch ein schönes Beispiel dafür, wie sehr unsere Diskussionskultur gelitten hat. Nicht meine Meinung: Böse. Meine Meinung: Gut. Viel zu einfach und geradezu billig in einer komplizierten Welt.""

#
Sehe ich genau so,die Probleme unserer Zeit können nicht in "Schwarz Weiß " denken gelöst werden ,dazu sind sie viel zu kompliziert.

Bei Helmut Schmidt hat Wagenknecht keinen Stich bekommen

@ Sisyphos3:
eine Wagenknecht ist ne Ausnahmeerscheinung
wie ein Schmidt bei der SPD

Gerade Helmut Schmidt hat aber Sarah Wagenknecht nicht ganz für voll genommen und ihre oft schlecht begründeten sozialistischen Ausführungen schonungslos auseinander genommen.

@ Bernd Kevesligeti

Natürlich,Sie sind für eine Linke,die keine Zähne haben soll.Möglichst grün-liberaler Lifestyle.

Links und Vernunft muss sich ja nicht ausschließen.

Und in welchen Gewässern würden Sie denn gern fischen ?

Im linken Mainstream.
Vielen Dank für Ihre Entgegnung, stets zu Diensten.
Karsten L., Wittenberg

Verlorene Liebesmüh'

@ Demokratie-Jetzt:
Frau Wagenknecht hat die Linke immer wieder daran erinnert, dass sie sich eigentlich um die Interessen der deutschen Geringverdiener kümmern sollte.

... die jetzt trotzdem überproportional AfD wählen.

Realismus?

Für mich steht Frau Wagenknecht mit beiden Beinen auf der Erde und Frau Kipping schwebt irgendwo im ideologischen Wolkenkuckucksnest.

werner40

wenn in Berlin was funktioniert, dann vielleicht das Ausgeben von Geldern aus dem Finanzausgleich und die Entstehung von "besonders belasteten Schwerpunkten" der Kriminalität, wie es die Polizei so verschämt nennt. Was funktioniert denn in Berlin?Das ist doch das abschreckende Beispiel

Schade

Schade, daß Sarah Wagenknecht das Amt abgibt, aber Gesundheit geht vor. Sie ist viele Jahre mit Gregor Gysi das Aushängeschild der Linken gewesen und wird es hoffentlich als Abgeordnete noch eine lange Zeit bleiben. Eine Politikerin, so wie wir Wähler es haben wollen, ehrlich, aneckend, nicht dem Mainstream folgend, klare Aussagen und dem Wähler verbunden. Und ganz wichtig, sie hat erfolgreich ihren Parteikollegen den Weg in die politische Mitte aufgezeichnet und umgesetzt. Die Linke ist nicht mehr Rand sondern Mitte.

Norton oder Frazier

Kipping hätte wissen müssen, dass man gegen Mohammed Ali nur gewinnen kann, wenn man entweder Ken Norton oder Joe Frazier aufstellt.

Im Ernst: Ich bedaure auch Wagenknechts Rückzug, bleibe aber Wähler der Linken. Die SPD ist zumindest hier im Land Berlin zu 80% eine Lobbyistenpartei, da viel zu lange ununterbrochen in der Landesregierung. Die Grünen dagegen sind zu "postmaterialistisch", weit entfernt von den Sorgen der einfachen Leute.

born in stasi-land >> Frau

born in stasi-land
>> Frau Kipping ist ehrlich,authentisch und alles andere als ein "Apparatschik ".
Schön , wenn Sie diese Frau so beschreiben.
Ich sehe sie in einem ganz anderen Licht. Diese Frau erinnert mich an eine hysterische und ausgekochte Blenderin ,welche keinerlei sympathische Ausstrahlung hat. Die Linkspartei wird sich an Frau S.Wagenknecht noch einmal erinnern ,obwohl sie noch da ist ,wenn die Linke bei der nächsten BW an der 5% Hürde knappsen wird. Wer diese kluge und sachliche Frau aus lauter Egoismus bekämpft, so wie es die Kipping und der Riexinger bisher gemacht haben ,braucht sich nicht wundern , wenn seine politische Zeit abläuft. Die Wähler werden der Linken die Quittung dafür geben. Die Wagenknecht ist noch immer das Aushängeschild der Linken. Die Wagenknecht hätte was Besseres verdient , als eine Kipping und einen Riexinger als Parteivorsitzende.

@Anna-Elisabeth / schiebaer45

Nicht meine Meinung: Böse. Meine Meinung: Gut. Viel zu einfach und geradezu billig in einer komplizierten Welt.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne Menschen, die halte ich für böse, obwohl sie meiner Meinung sind. Und noch mehr Menschen, die in meinen Augen gute Menschen sind, obwohl sie nicht meiner Meinung sind. Also für mich zählt dieser Automatismus nicht.
Schon gar nicht angesichts der Tatsache, dass niemand entweder meiner Meinung ist oder nicht, denn ich habe zu vielen Dingen eine Meinung, und das gilt für die anderen auch. Da gibt es Schnittmengen und Unvereinbarkeiten gleichermaßen.

alles diskutiert

über eine frauen-quote. ich wäre eher dafür, eine arbeiter-quote einzuführen und den zugang nur noch für 30% an akademikern. politik wird immer mehr zu einer intellektuell-verkopften angelegenheit und nimmt den grossteil der bevölkerung, der eben keinen akademischen background hat, nicht mehr mit. ein bissel mehr hemdsärmeligkeit und "frei nach schnauze" würden der in sich geschlossenen blase in bundestag und in den fraktionen ganz gut tun.

re von born in stasi-land 19:35

Eine allgemeinplatzhaftige Entgegnung.
Und was ist "linker Mainstream" ? Der Mainstream ist nicht links.Oder meinen Sie bestimmte Leute,die da mal in Berlin in den Nuller-Jahren jede Menge städtischem Wohnraum privatisierten ?

Schade

Schade, dass Sara Wagenknecht die Linke verlassen mußte. Hoffentlich wird aus der Linken nun nicht mehr ein Abklatsch der elitären hochtransatlantischen russlandfeindlichen Grünen, denn das braucht unser Land nicht noch mal. Hoffentlich bleibt die Linke auch weiterhin für mich aus dem Osten wählbar, denn sie hat genug Aufgaben: Deutschland ist das Landmit dem höchsten Niedriglohnsektor in Europa (Danke, SPD), die Russlanpolitik braucht einen Neustart, keine NATO-Kriegseinsätze mehr etc.
Aber die Linke das noch leisten WILL?

Grüße aus Rio de Janeiro (auch ich muß mal Urlaub machen...)

@19:31 von born in stasi-land

"Gerade Helmut Schmidt hat aber Sarah Wagenknecht nicht ganz für voll genommen und ihre oft schlecht begründeten sozialistischen Ausführungen schonungslos auseinander genommen."

Das bezieht sich auf frühere Äußerungen von Frau Wagenknecht. Wie bei intelligenten Menschen so üblich, hat Frau Wagenknecht sehr viel dazugelernt.
Mein Freund hatte sie auch einmal in einem langen höflichen Schreiben mit solchen Aussagen konfrontiert. Sie hat ebenso höflich und ausführlich geantwortet und die Ansichten meines Freundes über Frau Wagenknecht von tiefer Skepsis in Hochachtung verwandelt.
Übrigens hatte er ähnlich kritische Fragen an zwei Politiker der Grünen gerichtet. Eine Antwort hat er nie erhalten.

19:54 von Aufmerksamleser Schade

"" Und ganz wichtig, sie hat erfolgreich ihren Parteikollegen den Weg in die politische Mitte aufgezeichnet und umgesetzt. Die Linke ist nicht mehr Rand sondern Mitte.""
#
Sehe ich genau so,und nur auf diesem Weg könnte die Linke aus ihren Bundesweiten Tiefstand von ca. 7% wieder aufholen. Merke : Wahlen werden in der Mitte gewonnen,nicht am Rand rechts oder links.

@deutlich 19:51

Berlin ist vorallem ein Beispiel dafür wie sogenannte konservative Politik über Jahre hinweg mit Misswirtschaft und Behäbigkeit den Karren in den Dreck fährt und wenn dann alles zu spät ist, dürfen es die Parteien Links davon ausbaden, meist mit unpopulären Maßnahmen, worauf sie von ihrer Klientel auch noch Prügel beziehen.

Genauso im Bund. 16 Jahre Kohl und man hatte 5 Millionen Arbeitslose, man sprach vom kranken Mann Europas. Dann durfte die SPD mit den Grünen ran, um das zu machen was die CDU gern gemacht hätte, also Renten kürzen, Arbeitslosenhilfe ersetzen mit Essen-gegen-Arbeit-Konzepten, die Sicherungssysteme auf den Arbeitnehmer umlagern und Krieg im Ausland führen.

Das hat dann zumindestens dazu geführt, dass die Linke gebildet wurde.

Wetten nach der nächsten echten Krise gibt es RRG für vielleicht 4 Jahre.

@20:03 von frosthorn

"Kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne Menschen, die halte ich für böse, obwohl sie meiner Meinung sind."

Ich nehme an, Sie kalkulieren dabei ein, dass Sie sich mit dieser Einschätzung schwer irren können.
Ich hatte mal eine Schwester, die konnte so böse Dinge sagen, dass es einem die Schuhe ausziehen konnte. Wenn Sie dann aber unvermutet auf Menschen traf, über die sie sich so abfällig geäußert hatte und die ganz offensichtlich in Not waren, war sie die erste, die aktiv geholfen und später noch vor lauter Mitleid geheult hatte. .
Daran muss ich immer denken, wenn hier Foristen unterstellt wird, sie würden Flüchtlingen beim Ertrinken zusehen. Egal aufgrund welcher Äußerungen man dies tut - ich finde solche Unterstellungen schäbig.

@17:50 Feo

Ihre Formulierung ist nicht ganz korrekt: Es handelt sich nicht um einen Verzicht auf Frau Wagenknecht: Frau Wagenknecht selbst hat aus gesundheitlichen Gründen auf den Fraktionsvorsitz verzichtet. Und mit dem Tandem Bartsch/Mohamed-Ali hat die Linke eine gute Chance, zermürbende innerparteiliche Streitigkeiten zu überwinden. Das steigert auch die Chancen im Bund für grün-rot-rot.

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