Ihre Meinung zu: Nach Protesten gegen Lucke: Steinmeier fordert mehr Respekt

25. Oktober 2019 - 19:07 Uhr

AfD-Mitgründer Lucke konnte an der Uni keine Vorlesung halten, Ex-Minister de Maizière nicht aus seinem Buch vorlesen: Grund waren Proteste. Bundespräsident Steinmeier nannte die Aktionen "nicht akzeptabel".

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Kommentare

nicht akzeptabel?

Proteste werde leicht zu Meinungsterror.
*
Aber wer selbst Andersdenkende als Hassprediger tituliert, der hat nicht nur den Anfang dieser jetzigen Verrohung verpasst.

Ich als wirklich Rechter...

... feiere diese Aktionen. Sie sind das Beste, was unserem Lager passieren kann!
Der Durschnittsdeutsche erkennt nämlich zweierlei.
Erstens die Intoleranz und Menschenverachtung derer, die sich ständig als "tolerant", "weltoffen" und "auf dem Boden des Grundgesetzes stehend" ausgeben. Er erkennt also, dass er nur die Wahl zwischen einer rechten und einer linken Intoleranz hat. Beides gefällt ihm natürlich nicht, aber wir Rechten sehen in ihm wenigstens noch den Blutsbruder, die Linken dagegen nur mehr den, den es auf dem Weg zum One World-Paradies zu überwindenden gilt. Wofür er sich da wohl entscheidet?
Zweitens dass selbst Menschen, die defintiv nichts mit echten Nazis zu tun haben, schon als Nazis bezeichnet werden. Sie werden also die Scheu davor verlieren, sich Menschen zu nähern, die ihnen mittels der "Nazikeule" madig gemacht werden sollen. Wir werden einen Nazivorwurf also zukünftig gar nicht mehr entkräften müssen, er wird schlicht und einfach irrelevant sein.

Es ist traurig, wie selbstherrlich junge Menschen agieren,

die eigentlich gelernt haben sollten wie wichtig Toleranz ist.
Und wie man respektvoll mit Andersdenkenden umgeht.
Die Verrohung unserer deutschen Gesellschaft und ganz ähnlich auch in den USA und Russland bereitet mir große Sorgen.
Hier haben wir Eltern versagt.
Hier hat die Schule versagt.

Meine Illusion "nie wieder Krieg" wird sich wohl nicht erfüllen . .

Die proteste sind hier die bösen...

den deren extreme Aktionen sind mehr braun als was eine Vorlesung sein kann. Dialog zerstören, das ist schlimmer als was ein Redner sagen könnte.

Respektvolle Diskussionen

Wo genau werden die eigentlich noch vorgelebt?! Unsere armen Kinder haben sehr wenige gute Vorbilder. Wen wundern die hohen Fallzahlen von Kindern mit sozial-emotional auffälligem Verhalten da noch.

Wie Recht er hat

Der Bundespräsident! Wir verlieren alle Diskussionskultur. Klare Kante, ja. Aber totschreien: nein. Das ist nicht produktiv. Schadet allen.
Bin ich Fan von Herrn Lucke? Nein. Aber ihn s auszugrenzen, das ihn wohl nur stärker - und seine Fans.

Wenn der Faschismus zurückkehrt,

wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus.", sondern er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus." (Ignacio Silone). Ich bin gespannt, ob auch bald die Bücher aller Nicht-Linken verbrannt werden. Und so weiter. Aber die Herrschaften sollten wenigstens den Begriff "Toleranz" nicht so vollmundig führen, sie sind nicht mehr oder weniger tolerant wie ihre rechtsextremen Gesinnungsterror-Genossen.

@Boris.1945, 19:20

„Aber wer selbst Andersdenkende als Hassprediger tituliert, der hat nicht nur den Anfang dieser jetzigen Verrohung verpasst“

Steinmeier hat nicht „Andersdenkende“ als Hassprediger tituliert, sondern Leute, die die Gesellschaft zu spalten versuchen, indem sie alle, die die Dinge nicht exakt so sehen wie von ihnen „vorgegeben“ gegeneinander ausspielen.

Totengräber der Demokratie

Echte Demokraten sollten für die Demokratie eintreten und sich nicht mit Linken, Extremisten und "Aktivisten" gegen den politischen Gegner verbünden. Die Ergebnisse sehen wir jetzt hier! Die meisten Bundesbürger ahnen es schon längst.

Es ist doch seit Jahren so, dass sich die Kirchen, Gewerkschaften und gar die CDU mit dem linken Bodensatz in den sog. "Bündnissen gegen Rechts" verbünden, wenn sie sich Vorteile gegenüber der Konkurrenz versprechen.

Wir müssen wieder zurück zum Demokratie- und zu einem echten Extremismusbegriff. Meinungsäußerungen können niemals extremistisch sein! Gewalt und Gewaltaufrufe dagegen sind klar kriminell und Sache des Staatsanwalts.

Im Ergebnis sind haben auch hier wieder die alten Systemparteien versagt. Die Meinungsfreiheit ist nicht mehr geschützt und wird durch Gesinnungswächter ausgelegt. Die AfD könnte zur Retterin der deutschen Demokratie werden.

Mit Steinmeier und Karliczek setzt sich nun erstmalig auch Prominenz für die Meinungsfreiheit ein.

19:26 Spirit of 1492

ich bin war weit entfernt von rechtem Gedankengut aber mit ihren Ausführungen haben Sie 100% Recht. Das Verhalten der Menschen die uns Demokratie lehren wollen ist schon erschreckend.

sehr gut, dass dies nicht schweigend geduldet wird

"Aggressive Gesprächsverweigerung, Einschüchterung und Angriffe" würden nicht gebraucht"
"Andere zum Schweigen bringen zu wollen, nur weil sie das eigene Weltbild irritieren, ist nicht akzeptabel."
Da hat Steinmeier vollkommen recht.

Es ist mittlerweile unerträglich wie Linksextreme auf manchmal gewalttätige Weise versuchen Andersdenkende einzuschüchtern und mundtot zu machen und somit Meinungsterror betreiben. Für mich ein Zeichen, dass gute Argumente fehlen (wer am lautesten schreit hat nicht unbedingt recht).

Jetzt geht es hier endlich

Jetzt geht es hier endlich auch los wie in Amerika.

Da grassiert diese Unsitte des Meinungsterrors schon seit Jahren, das es jetzt flächendeckend überschwappt ist überfällig. Erste Ankündigungen gab es ja lustigerweise bei Alice Schwartzer, als die in Würzburg reden wollte.

Es wird helfen die Vernünftigen von den Kommunisten zu trennen, so wie auch andere Sachen die sich in letzter Zeit in politischen Bewegungen niedergeschlagen haben.

Nun ja

„Deeskalation“ ist für Linksradikale, wenn der „Feind“ den Rückzug antritt und klein bei gibt. Nur der Sieg zählt – sonst nichts. Will der bitterböse Feind dagegen auf Augenhöhe mitreden oder verhandeln, „eskaliert“ er angeblich. Wer verhandelt, ist ein degenerierter Bürgerlicher. In der DDR wurden in den 50er Jahren die Leute dafür eingebuchtet, wenn sie an der falschen Stelle einen „falschen Witz“ erzählt haben. Ob sich Geschichte bald wiederholt? Die Lunte scheint gelegt zu sein.

Viel zu lange hat die

Viel zu lange hat die Gesellschaft, haben insbesondere die Verantwortlichen in den sozialen Medien Hass- und Hetzkommentare stillschweigend akzeptiert. Die sprachliche Verrohung hat längst die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Es ist vor diesem Hintergrund durchaus verständlich, ja notwendig, dass Rechtspopulisten, die Hass- und Hetze verbreiten, lautstarken Widerstand erfahren. Wer aber Vorlesungen stört und damit in die Freiheitsrechte anderer eingreift, übernimmt letztlich Instrumentarien, die von Höcke u.a. angewandt werden. Diese gerieren sich wie üblich in der Opferrolle. Eine solche Bühne sollte man den Hasspredigern und FEinden der Demokratie nicht öffnen.

Wer würde Steinmeier da widersprechen?

spät, aber immerhin er sagt mal was in die richtige Richtung. Universitäten waren mal ein Hort der freien Diskussion und des Meinungsaustausches. Aber mittlerweile gibt es totalitäre Tendenzen, und die kommen immer von Linksaußen. Lucke, de Maiziere, Lindner, Wendt- die Liste der betroffenen Ausgegrenzten ist lang. Die Antifanten sollten sich mal mit >Rosa Luxemburgs Zitat beschäftigen.

ich muss mich anschliessen..

all denjenigen hier, die kein verstaendnis fuer die sogenannten proteste haben.

es ist herrn lucke keineswegs anzulasten, dass seine partei im endeffekt von einer handvoll rechtsradikaler neonazis unterwandert und "gehijacked" worden ist. er hat sich stets darum bemueht, sachlich gegen die europaeische geldpolitik zu stellen, und dafuer hatte er auch gewiss gute argumente.

die schaeden, die durch eine viel zu fruehe einfuehrung des EURO und durch die verzweifelte geldpolitik eines mario draghi entstanden sind, sind in der oeffentlichen diskussion weiterhin tabu. wir werden es erst beim eintritt in den ruhestand bemerken, und ganz sicher auch die naechste generation, welcher raubbau hier betrieben wurde, um das ehrgeizige europaeische projekt um jeden preis zu stuetzen.

dabei sind alle kritiker in die rechte ecke gedraengt worden, und das zeugt von einem diskurs, den ich auch weiterhin als unfair erachte. die geschichte wird eines tages ueber all dies klartext sprechen.

Pöbel ist niemals Wahrhaftigkeit

sondern Ausdruck eines schlechten Charakters. Links wie Rechts, ob religiös evangelikal / katholisch oder islamisch motiviert. Man kann Bernd Lucke und Olaf Henkel vieles vorwerfen, aber sicher nicht Rechtsradikalismus! Wer das, gepaart mit Randale und Bedrohungen als irgend eine Art von "Auseinandersetzung" ansieht, ist selbst nicht weit von Radikalismus entfernt.

Um es klar und deutlich zu sagen: Nie wieder Auschwitz, niemals mehr Rechtsradikalismus! Das ist nicht verhandelbar! Aber man muss schon auch wissen, was Rechtsradikalismus ist.

Andere Meinungen, seien sie hier oder dort noch so persönlich abwegig, müssen diskutiert werden. Es darf und muss gestritten werden. Immer wieder. Aber mit Achtung vor dem Gegenüber. Wir leben hier nämlich alle zusammen.

Universitäten

Wie sehr Protest angebracht sein kann,hat man bei der 68-er Bewegung gesehen.Ohne sie ,wären die Nazis an den Unis nie verschwunden,und wir würden immer noch in dem Mief der 50-er Jahre leben.Das hat die Bildungsministerin anscheinend vergessen,wenn sie meint,dass man dort immer freigeistig o.ä. war.

Natürlich steht es Herrn Steinmeier zu, ...

... um Respekt zu bitten, aber diesen zu fordern, halte ich für falsch.

Respekt bekommt, wer ihn sich verdient ... und Herr Lucke hat ihn sich eben NICHT verdient.

Die Grenzen der Demokratie erfordern eine gewisse Mitte und keine Extreme. Wer die AfD unterstützt und/oder deren Ansichten vertritt, überschreitet m.E. diese Grenze ... und dagegen sollte man sich mit entsprechenden gewaltfreien(!) Protesten auch wehren dürfen.

M.m.n sollte Herr Lucke daher künftig ganz einfach darauf verzichten, an Uni´s "auftreten" zu wollen.

Mit dem Thema De Maizière habe ich mich bisher nicht befasst, aber ja, die Waffenlieferungen an die Türkei halte ich aktuell für falsch.

19:42 von Nettie

@Boris.1945, 19:20

„Aber wer selbst Andersdenkende als Hassprediger tituliert, der hat nicht nur den Anfang dieser jetzigen Verrohung verpasst“

Steinmeier hat nicht „Andersdenkende“ als Hassprediger tituliert, sondern Leute, die die Gesellschaft zu spalten versuchen, indem sie alle, die die Dinge nicht exakt so sehen wie von ihnen „vorgegeben“ gegeneinander ausspielen.
///
*
*
Richtig, ich vergass, es gibt ja eine Richtung, die weiss als Einzige, was richtig ist und vorgegeben werden muss.
*
Sagen Sie nur das Sie erstaunt sind, oder nicht nicht erkennenen, das auch die Göttinger Uni-Stadtguerilla wiederauflebt?

Wahre Worte

>>"Bis in die Mitte der Gesellschaft hinein gibt es heute das Gefühl, man dürfe nicht mehr alles sagen", sagte die Ministerin. Der politische Diskurs dürfe nicht so verengt werden, dass man einen Teil der Gesellschaft verliere. Zu viele Menschen säßen auf dem "moralischen Thron". Nur weil sich jemand nicht voll gendergerecht ausdrücke oder nicht umfassend politisch korrekt formuliere, dürfe er nicht gleich runtergemacht werden, erklärte die Ministerin.<<

Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
Danke Frau Ministerin.

Pressionen an Universitäten

Solche Unterdrückungsmethoden sind eines (angehenden) Akademikers grundsätzlich unwürdig und widersprechen allem, was mit einem Studium erreicht werden soll. Natürlich kann man fragen :"sind das alles Rabauken" ? Ich gehe mal davon aus, daß das nicht der Fall ist. Was also sind das für Leute ?
Es sind Personen, die keine ausreichende, vielleicht überhaupt keine Kenntnis davon haben, wie eigentlich die mentalen Prozesse vonstatten gehen, wie sich Meinungen, Urteile, Entscheidungen im Gehirn herausbilden.
Solche Vorkommnisse lassen es geraten erscheinen, an den Anfang eines jeden Studiums eine Pflichtvorlesung über den jeweiligen Stand der Neurobiologie zu setzen.
Übrigens : so eine Aufklärung würde auch den meisten Bundestagsabgeordneten nützen.
Jeder Handwerker prüft ,bevor er ans Werk geht, erst mal sein Werkzeug.
Und an "deutlich" um 19:57 : man kann da sogar auf Lenin hinweisen!

@ Al Ternativ um 19:41

Sie schrieben:
"Ich bin gespannt, ob auch bald die Bücher aller Nicht-Linken verbrannt werden."
Das tun sie im übertragenen Sinne doch längst! Spätestens mit dem NetzDG wurde doch das Instrument geschaffen, alle dem herrschenden Meinungskonsens widersprechenden Menschen und Verbände ihrer digitalen Präsenz zu berauben. Der Facebook-Account von Henrik M. Broder, Sohn von Auschwitzüberlebenden, wurde mit der Begründung gelöscht, er leugne den Holocaust!
Der Stand des rechten Antaios-Verlages wurde letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse mehrmals verwüstet, Bücher zerstört.

Geistige Brandstifter sind in meinen Augen

alle diejenigen, die einen Diskurs verweigern und den Austausch von Argumenten und Perspektiven verweigern, verhindern oder sogar zielgerichtet drangsalieren wollen.
Diese zeigen totalitäre und damit antidemokratische Ausrichtungen und gehören nicht zum Leitbild einer demokratischen Kultur.
Das Niederbrüllen, Denunzieren, Ausgrenzen und Zersetzen von Oppositionen ist der Geist eines Brandstifters und in seinen Methoden nicht anders, als ein Nazi, ein Extremist und eines Demagogen.

Das "Wieso, weshalb, warum?" muss den Diskurs bestimmen. Eine Etikettierung von Menschen und ein Wegsperren in Schubladen ist nicht der freiheitliche Gedanke unserer Demokratie, sondern der Griff in die Mottenkiste von Totalitären mit verengter Sicht.
Mut zum Diskurs ist das Maß!
Wer darin besteht, zeigt Stärke und ggf. seine guten Argumente.
Darin zeigt sich dann, ob jemand sich benehmen kann und tatsächlich gereift ist an seinen Ausfertigungen, oder ob er wie pubertierende sich nur im Niederbrüllen übt.

feine Sahne

Es muss hier erinnert werden an den vom Bundespräsidenten goutierten Auftritt der Band "Feine Sahne Fischfilet" im September 2018 in Chemnitz. Damals wurden Texte gesungen, die mit friedlicher Koexistenz nichts zu tun hatten. Es ist erfreulich, wenn H. Steinmeier nun endlich zu einem Präsident für alle friedliebenden und diskussionsfreudigen Deutschen mutiert. Damit wird er sein Amt gut ausüben.

Angst vor diesen Antifaschisten

Unglaublich! Wer die Bilder in der Tagesschau gesehen hat, wie demokratiefeindlich und selbstherrlich die selbsternannten "Antifaschisten" agieren - einfach fürchterlich.
Wenn das Antifaschisten sind, dann muss man Angst vor ihnen haben.

@Spirit of 1492 Ich als wirklich Rechter...

nur zum besseren verständnis: steht ein Björn Höcke also links von ihnen?

Respekt an der Uni

Kann mich noch gut an die basisdemokratische Linke aus meinem Geschichtsstudium in Göttingen erinnern.
Diese wurden aus unerfindlichen Gründen zu Beginn des Studiums in die Vorlesungen gelassen um ihr Weltbild zu oktroyieren. Das stieß zu etwa 95% bei meinen Kommilitonen auf Ablehnung. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass solche studentischen Gruppen mitnichten die Studierendenschaft repräsentieren geschweige denn die teils verqueren Ansichten von dieser geteilt werden.

Zensur? So ein Unsinn. Die

Zensur? So ein Unsinn. Die dauernde Berieselung mit unerträglicher "Überspitzung", die Verschiebung von verbalen Grenzen, machte Halle, den Mord an Lübke usw erst möglich. Die die Meinungsfreiheit erst dann sehen, wenn sie Hass und Menschenverachtung ungefiltert verbreiten dürfen sind das Problem. Und die Wegbereiter wie Lucke, den ich auch mal gut fand, die die Abgrenzung nie schaffen wollten.

@adeo60

"Viel zu lange hat die Gesellschaft, haben insbesondere die Verantwortlichen in den sozialen Medien Hass- und Hetzkommentare stillschweigend akzeptiert."

Unsinn. Das Problem resultiert daraus, das man mit der PC die Meinungsfreiheit immer mehr untergraben hat. Die Regel "alle Aussagen und Handlungen die nicht zu Gewalt gegen andere auffordern oder Gewalt zufügen sind von der Meinungsfreiheit gedeckt" wurde abgeschafft.

Die jetzigen Zustände herrschten in den USA schon vor Jahren. Ab dem Zeitpunkt ab dem man willkürlich auslegbare Schlagworte wie hate speech eingeführt und Aufrufe und Anwendung von Gewalt hingenommen hat, für die größere Sache, hat diese Entwicklung begonnen. Das habe ich vor 3 Jahren schon geschrieben das wir bei Meinungsbekundungen zur bedingungslosen Liberalität zurückkehren müssen, aber dafür wurde ich dann als Rechtsextremist beschimpft von genau der Klientel die zu Widerstand gegen Hass und Hetze aufruft und diese Entwicklung allein zu verantworten hat.

Was taugt diese Demokratie? noch ?

Wie tief sind wir mittlerweile gesunken? Andere Meinungen, als die, welche man selber hat werden nicht akzeptiert. Ich stelle mir die Frage, wo die Totengräber unserer Staatsform sitzen. Rechts glaube ich nicht mehr. Es wird ständig versucht Andersdenkende in die rechte Ecke zu stellen. Alle Parteien spielen dieses Spiel mit. Es wundert nicht, wenn Kleingeister und Personen die nicht so ganz Helle sind meinen, sie müssten auf den Zug aufspringen. Versucht mal darüber nachzudenken, wo diese Reise hingeht, wenn das so weiter geht. Auch Andersdenkende haben das Recht Ihre eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten. Ohne gleich als Rechte oder Nazis beschimpft zu werden. Die meisten sind es nämlich nicht. Und was unsere, Verantwortung tragenden Politiker, so von sich geben, ist teilweise unterste Schublade, trägt im Ergebnis dazu bei, daß gerade die, welche man bekämpfen will, letztlich gestärkt werden, weil denkende Menschen bemerken, was hier abgeht und die Konsequenz ziehen.

@ life goes on 20:04

Wurde H. Lucke vom Verfassungsschutz als extrem gebrandmarkt? Darf er deshalb nicht mehr in Unis auftreten und zu Wort kommen? Was wissen Sie, was die Allgemeinheit nicht weiß?

Gegen Rechts

Auch unter dem Banner "gegen Rechts" muss der Respekt vorm Andersdenkenden erhalten bleiben.
Egal was man von Lucke persönlich halten mag.

Denkt dieser Bundespräsident

auch bevor er redet? . "Andere zum Schweigen bringen zu wollen, nur weil sie das eigene Weltbild irritieren, ist nicht akzeptabel." Dann können also auch Leute wie Viktor Orbán oder Björn Höcke ihren Geistigen Unsinn in Vorlesungen verbreiten und die Studenten müssen zuhören?

19:42 von Nettie

das hat der gute aber damals nichtmal im ansatz erahnen können. er war nur als apparatschik auf anderer politischer linnie

@Sternenkind, 19.57 Uhr

Gewaltbereite Hassprediger, ganz gleich, ob sie nur der rechts- oder linksextremen zuzuordnen sind, werden völlig zurecht als Feinde der Demokratie und des Rechtsstaates wahrgenommen. Der Verrohung der Sprache folgt die Gewalt der Strasse. Das Mitführen von Galgen auf Pegida-Demos war ein Tabubruch, auch das Verfluchen des Geburtstages von Kanzlerin Merkel durch eine AFD-Abgeordnete war mehr als eine Fußnote und fällt in den Kontext der zunehmenden Radikalisierung. Gefordert ist zunächst die Gesellschaft, gefordert sind die Bürger und die Medien. Die Demokratie muss wehrhaft sein, wenn sie von selbst ernannten Rettern des Vaterlandes ins Chaos und Verderben gestürzt werden soll. Die USA, Italien und England haben die ersten Ausläufer dieser Entwicklung bereits erfahren müssen.

Linker Faschismus

diese bezeichnung hat schon der philosoph jürgen habermas verwendet, sich später aber auch wieder davon distanziert. ich denke aber so verkehrt lag er gar nicht. wenn ich das politische leben in letzter zeit so betrachte dann merke ich immer mehr, dass mir das linke lager teilweise mehr auf die nerven geht als das rechte. und letzteres nervt mich schon gewaltig. vielleicht sind beide seiten charakterlich gar nicht so weit voneinander entfernt. aber toleranz ist manchmal halt auch eine schwierige sache, pöbeln und diffamieren ist sicher einfacher. da nehmen sich beide nicht viel.

ich habe Lucke

in einer podiumsdiskussion erlebt. seine politischen ansichten spielten dabei keine rolle. und diese ansichten (die ich übrigens zu keiner sekunde teile) spielten auch keine rolle in seinen ausführungen. er kam als sehr kompetent und belesen rüber. solange er sich in seinen vorlesungen eben genau so verhält, ist doch alles im grünen bereich. ich als politischlinks verorteter mensch habe keinerlei verständnis für diese proteste, die einzig nur dazu dienen, menschen mundtot zu machen. viel mehr sollten diese studenten der vorlesung lauschen und wenn ihnen thesen nicht passen, direkt nachfragen, die vorlesung kritisch begleiten.

gleiches gilt auch für de Maizière's veranstaltungen.

man muss die meinung der genannten nicht teilen, aber es gehört sich nicht, auf diese art die meinungsfreiheit zu torpedieren.

bei einem Björn Höcke ist das wiederum eine andere sache. da kann es gar nicht genug protest geben. der lässt ja keine chance aus, seine rechts-nationalen sprüche zu bringen.

@ LifeGoesOn um 20.04 Uhr, Wo leben Sie

Wovon reden Sie? "Respekt bekommt, wer ihn sich verdient ... und Herr Lucke ..." unglaublich, was Sie hier verzapfen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" - schon mal gehört? Das gilt für jeden, für den Saubermann genauso wie für den Kriminellen, für Andersdenkende genauso wie für die "Meinungsmacher". Es steht niemandem zu, den Andersdenkenden niederzubrüllen und zu bedrohen, so dass er unter Polizeischutz das Haus verlassen muss.

"...und dagegen sollte man sich mit entsprechenden (gewaltfreien) Protesten auch wehren dürfen." Wehren? Wogegen? Dagegen, dass jemand seine Sicht auf innenpolitische Verhältnisse darlegt? Wo leben Sie?

Hier hat sich niemand gewehrt, es handelte sich nicht um gewaltfreie Proteste, sondern um massive Randale gegen Sachen und auch gegen Menschen. Das Ordnungspersonal wurde körperlich angegriffen und überrannt, Türen u.a. Sachen zerstört.

Danke!

Zu einer offenen Diskussionskultur gehört, dass beide Seiten gehört werden und ein Forum bekommen. Wo sind die eingeladenen Redner/Professoren, die die gegenüberliegende Seite bzw. Denkweise repräsentieren? Danke für den Protest der Studierenden; so erfahre ich weigstens welche Redner von den Unis eingeladen werden!
Diese Studenten gleich mit Demokratiefeinden, Kommunisten oder gar mit extrem rechts gleichzusetzen entbehrt jeglicher Grundlage. Junge Menschen dürfen auch mal über die Stränge hauen und leidenschaftlich sein, auch wenn es mal in schlechten Stil ausartet. Von Gewaltanwendung durch die Demonstrierenden habe ich nichts gelesen.

Viele Kommentatoren hier

Viele Kommentatoren hier bitte ich, bei der nächsten AfD Skandalrede sich an die hier angemahnten Werte wie Demokratie, Fairness im miteinander zu erinnern.

"Andere zum Schweigen bringen

"Andere zum Schweigen bringen zu wollen, nur weil sie das eigene Weltbild irritieren, ist nicht akzeptabel."

So ist es. Mit solch einem Verhalten wird man selbst zum Brandstifter und erreicht allenfalls das Gegenteil von dem, wofür man angeblich "kämpft".

Das gilt für Rechte, Linke und Muslime (die u.a. mit ihrem Protest einen Auftritt von Hamed Abdel-Samad an der Harburger TU verhindert haben).

Natürlich ist es einfacher, Plakte zu basteln und lautstark zu stänkern, als mit wohldurchdachter Gegenrede zu überzeugen. Aber Letzteres ist das, was ich von denen, die sich schon (zu) früh einer Elite zugehörig fühlen, erwarte.

Bundespräsident Steinmeier fordert Respekt

eine Diskussion, die dem Anderen zuhört, die andere auch unbequeme Ansichten aushält, wird eine Diskussion voranbringen. Die Vielfalt der Meinungen erlauben den Blick auf ein Gesamtbild. Auch werden bei Analyse von Vorstellungen auch Fragestellungen und Probleme sichtbar, die noch nicht bedacht wurden. Diese Aspekte bereichern auch das eigene denken. Es bereichert eine demokratische Gesellschaft.

Und es wird schlimmer

Ich persönlich habe schon lange das Gefühl, dass sich ein Kampf zwischen rechten und linken Meinungen gebildet hat und dieses immer weiter ausartet. Ist man /frau konservativ ausgerichtet, wird diese Person direkt als "Nazi" betitelt und anderweitig nieder gemacht. Eben von denjenigen, die meinen, alles besser wissen zu müssen auf "diesen moralischen Thron".
Daran eine Mitschuld trägt auch die Politik und Medien. ..
Nicht umsonst trauen sich 60% der Bürger*innen nicht mehr ihre Meinung offen auszusprechen. Traurig genug

Eine Demokratie ist ein Regelwerk,

und Regelwerke haben die Eigenschaft, dass bestimmte Dinge nicht erlaubt sind. Das betrifft selbstverständlich auch die freie Meinungsäußerung. Auch die ist geregelt, unterliegt also Grenzen. Das muss auch so sein, damit sich dieses politische System überhaupt wehren kann, gegen Versuche es auszuhebeln. Das Verbreiten von faschistischen Ansichten ist IMHO ein klarer Übertritt dieser Grenzen. Für mich handeln diese Studenten deshalb richtig.

Steinmeier dagegen folgt einem Motiv der größt möglichen Offenheit. Das ist nicht konstruktiv sondern verwirrend, falsch, und vor allem ist es nicht seine Aufgabe. Die Aufgabe des Präsidenten ist vielmehr die, die zugrunde liegenden Regeln zu klären, verständlich und transparent zu transportieren, wie sich unsere Regeln auf den Fall auswirken.

Mich interessiert in dem Fall überhaupt nicht, wie toll wir alle sind, sondern das Demokratie-technisch schlauste und effizienteste Verfahren, wiedergegeben aus dem Munde des Präsidenten.

Niedermachen Andersdenkender

Generell ist eine deutliche Auseinandersetzung mit Andersdenkenden wichtig und fruchtbar. Für beide Seiten. Für mich und den Anderen. So können auch Spaltungen in der Gesellschaft aufgefangen werden.
Ein Problem ist das Zuspitzen insbesondere durch Medien, um wahrgenommen zu werden, zu schocken, um gekauft zu werden.
Auch heute dienen sogenannte "Schlagzeilen" der Verkaufsförderung, aber nicht der Wahrheit und dem guten Miteinander!

19:26 von Spirit of 1492

"Ich als wirklich Rechter...

... feiere diese Aktionen. Sie sind das Beste, was unserem Lager passieren kann!
Der Durschnittsdeutsche erkennt nämlich zweierlei.
Erstens die Intoleranz und Menschenverachtung derer, die sich ständig als "tolerant", "weltoffen" und "auf dem Boden des Grundgesetzes stehend" ausgeben."

Selbst als "wirklich Rechter" muss man doch nicht bar aller Logik sein.

Das scheint aber oft der Fall.
Platte Verallgemeinerungen zeugen nicht von logischem Denken.

Und damit kann man keine logisch denkenden Bürger überzeugen.
Ich nenne das vielleicht 'Selbstdiffamierer'.

Widerstand gegen rechts

ist notwendig. Da mit Rechten und Kapitalisten kein Diskurs möglich oder sinnvoll ist, bleibt im Kampf gegen Rechts nur harte Ausgrenzung, Stigmatisierung und soziale Ächtung im Rahmen der geltenden Gesetze selbstverständlich. Gibt man Rechten Raum für ihr Gedankengut, stört dies Diskurs und Überwindung der herrschenden Verhältnisse. Auf die richtige Gesinnung kommt es an, dan klappt es auch mit dem Zuhören und Diskurs!

Wem steht es zu, sich ein

Wem steht es zu, sich ein Urteil über Herrn Luke zu bilden, Bzw. seinen Bildungsauftrag an der Uni zu kritisieren. Wer die Historie der AFD kennt, weiß warum Herr Luke ausgetreten ist. Und wem es nicht passt, kann sich gerne eine andere Uni aussuchen, ist doch einfach.

@19:58 von Artikel Eins

Ich möchte mich Ihren Ausführungen anschließen.

"Wir leben hier nämlich alle zusammen."

Hier fürchte ich, dass das schon jetzt nicht mehr wirklich funktioniert.

Grauenhaft. "Respekt" in dem

Grauenhaft.

"Respekt" in dem Zusammenhang missbräuchlich zu gebrauchen.

Es hat selbstverständlich nichts mit Respektlosigkeit zu tun, wenn demonstriert wird, dass so eine Person nicht erwünscht ist.

Lucke hat die Spaltung Europas initiiert.
Er war Initiator des Verlusts der Integrität unseres Gesellschaftsgefüges.

Das ist eine vollkommen angemessene Reaktion, auf einen Mann, der für die Spaltung der Gesellschaft maßgeblich verantwortlich ist !

20:15 von Christian1966

Nein, Christian, Sie brauchen zu solchen Veranstaltungen nicht hin gehen. Keiner zwingt Sie dazu. Auch das Radio und der Fernseher hat einen Knopf zum ausschalten. Diesen Knopf betätigen würde ich empfehlen. Und bitte nicht jammern wenn andere Leute Ansichten haben, welche sich nicht mit den eigenen decken. Diese Art die Sache tolerant zu sehen ist ein Bestandteil unserer Demokratie.

Verpasste Chance

Jeder kennt es und hat sich bestimmt schon mal darüber geärgert: Man möchte mit seinem Gegenüber über einen Sachverhalt diskutieren, Meinungen austauschen mit der Chance, zu überzeugen oder vom Gegenteil überzeugt zu werden, Ausgang offen.
Anstatt in die Diskussion einzusteigen, brüllt das Gegenüber oder bügelt uns mit einem nicht endenden Wortschwall nieder.
Verpasste Chance und wachsende Frustration.
Ja, Demokratie und demokratisches Verhalten ist anstrengend, bietet aber die ungeheure Chance, das Gegenüber (speziell wenn es sich auf dem falschen Weg befindet) vielleicht zu überzeugen.
Trillerpfeifen, Buhrufe und andere Störaktionen sind kontraproduktiv und zeigen, dass man nicht verstanden hat, welche Chance im Gedankenaustausch bestehen.
Schade, aber auch enttäuschend, dass das gerade von der jungen Generation leider zu oft praktiziert wird.

Danke!

Meine Hochachtung Herr Steinmeier und Frau Karliczek! Es war wichtig, dass das mal gesagt wurde.

um 20:05 von Anna-Elisabeth

Wahre Worte !
Ihren Kommentar darf ich mich anschließen.Gruß

@JeuneFeuille um 20.11 "Respekt an der Uni"

Ich frage mich, ob es sich bei diesen RandalierInnen überhaupt um StudentInnen aus der basisdemokratischen Linken der Uni handelt.
Mittlerweise dürfte jeder wissen, dass es reisende Hools gibt, die sich auf Indymedia und ähnlichen Seiten informieren, wo etwas aufzumischen ist. G20, Fahrraddemos, FFF, 1.Mai-Demo, Hochrisikospiele im Fußball ... überall, wo es etwas kaputtzukloppen ist, sind sie dabei. Natürlich maskiert, denn einstehen möchte man dafür nicht.

Mit der besserwisserischen Einstellung und der eingeschränkten Weltsicht ist diesen StudentInnen kein Studium möglich - wozu auch, wenn man sowieso alles besser weiß. Mit Sicherheit und zum Glück repräsentieren sie nicht die Mehrheit der Studenten.

Meine Meinung

Wer Vorlesungen verhindert und rumpöbelt hat nichts von Demokratie und Rechtsstaat verstanden und an einer Universität nichts zu suchen.

@20:15 von Christian1966

"Dann können also auch Leute wie Viktor Orbán oder Björn Höcke ihren Geistigen Unsinn in Vorlesungen verbreiten und die Studenten müssen zuhören?"

Ja, so geht Demokratie! Sie gilt auch für Orban und Höcke!
Die Einteilung in sagbare und unsagbare Dinge und Meinungen führt in die Diktatur. Die Gesinnungswächter haben unsere ehemals hoch anständige Demokratie schrittweise ausgehöhlt und für sich instrumentalisiert.

Wir müssen die Demokratie verteidigen und sogar wieder gegen die Gouvernanten der sog. "Zivilgesellschaft" erkämpfen.

19:31 von Puqio Es ist

19:31 von Puqio
Es ist traurig, wie selbstherrlich junge Menschen agieren,

---

Diese Auffassug, trifft in dem Moment, indem Sie die Studenten so bezeichnen, in gleichem Maß auf sie zu.

@LifeGoesOn: falsch

Kein Mensch muss sich "Respekt verdienen" um respektvoll behandelt zu werden. Wer will das denn auch definieren? Sie? Ich? Das wäre primitivsten Strassen-jargon.

Umgangsformen sind Konsens, da es eine echte Auseinandersetzung erst ermöglicht. Wer einem Menschen keinen grundsätzlichen Respekt zollen will, hat vieles im Umgang untereinander in einer weltoffenen Demokratie nicht verstanden.

Noch einmal: mit Extremisten diskutiert man nicht, man zeigt Haltung. Man bemüht notfalls Polizei und Justiz. Aber politische Gegner sind nicht persee Extremisten.

///Am 25. Oktober 2019 um

///Am 25. Oktober 2019 um 20:15 von Christian1966
Denkt dieser Bundespräsident
auch bevor er redet? . "Andere zum Schweigen bringen zu wollen, nur weil sie das eigene Weltbild irritieren, ist nicht akzeptabel." Dann können also auch Leute wie Viktor Orbán oder Björn Höcke ihren Geistigen Unsinn in Vorlesungen verbreiten und die Studenten müssen zuhören?///
.
Meinungsfreiheit in Deutschland gilt für alle. Björn Höcke hat ja viele Zuhörer bei seinen Reden. Ob er als Professor qualifiziert wäre ist eine andere Frage.

Hasspredigern kein Forum bieten

Möglicherweise würde man Hasspredigern mehr schaden, wenn man diesen erst gar kein Forum bieten, also z.B. den Vorlesungen von Herrn Lucke fernbleiben würde. Bürger sollten davon überzeugt werden, dass eine Gesellschaft nicht auf Hass- und Hetzparolen aufgebaut werden darf. Die jüngsten Gewaltexzesse, der Mord an Lübcke, die Ermordung jüdischer Mitbürger sowie die zahlreichen Morddrohungen gegen Politiker haben die Bürger aufgeschreckt - sollte man meinen. Wenn aber gleichwohl Parteien mit als verfassungsfeindlich eingestuften Organisationen noch immer einen erheblichen Teil der Wählerstimmen auf sich vereinigen können, macht dies fassungslos.

20:11 von JeuneFeuille

"Respekt an der Uni

Kann mich noch gut an die basisdemokratische Linke aus meinem Geschichtsstudium in Göttingen erinnern.
Diese wurden aus unerfindlichen Gründen zu Beginn des Studiums in die Vorlesungen gelassen um ihr Weltbild zu oktroyieren. Das stieß zu etwa 95% bei meinen Kommilitonen auf Ablehnung. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass solche studentischen Gruppen mitnichten die Studierendenschaft repräsentieren geschweige denn die teils verqueren Ansichten von dieser geteilt werden."

Etwas Ähnliches wollte ich auch schreiben.

In den späten 60ern wurden auch die Seminare vom SDS "übernommen", das heißt, der Professor musste nebenan sitzen, und der hereinspazierte SDS erläuterte seine Parolen.

Ich selber, kurz vor dem Examen, wurde vom SDS mit Gewalt daran gehindert, in die Bibliothek zu gehen, um mich vorzubereiten.

Das waren und sind keine Demokraten, und sie stehen nicht für "die" Linken.
So viel Grips muss sein.

@Eu-Schreck

Diejenigen die argumentationslos den Kampf gegen andere Meinungen antreten sind das Problem. Mehr als autistisches Geschrei und Gewalt bleibt dann nämlich nicht übrig, als Instrument des handelns.

Dazu gehören auch Parolen wie: "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen." Die entsprechenden Anwender erklären damit nämlich einfach alles was nicht passt zum Faschismus und stehen dann vor dem Vorlesungssaal wo gerade ein Lucke, Lindner, de Maiziere oder vielleicht ja auch mal ein Ben Shapiro oder Jordan Peterson stehen, um diese nieder zu brüllen.

Sind einfach alles Faschisten, braucht man nicht diskutieren und kann gleich seinen Gewaltfantasien frönen.

Nicht zu nachsichtig sein

Herr Steinmeier, ihre Stellungnahme finde ich richtig, aber doch ein wenig zu altväterlich. Solche Frechheiten, persönlichen Drohungen und die Zerstörung von Universitätseigentum verlangen deutliche Worte und auch strafrechtliche Konsequenzen. Weichgespültes Werben um Verständnis für Andersdenkende reicht nicht. Die randalierenden Bürgersöhnchen und -töchter haben nie Grenzen kennengelernt, sie wollen die Auseinandersetzung. Sie sollten für ihre Taten einstehen und auch bezahlen.

@20:27 von Jaroslaw P

"Da mit Rechten und Kapitalisten kein Diskurs möglich oder sinnvoll ist, bleibt im Kampf gegen Rechts nur harte Ausgrenzung, Stigmatisierung und soziale Ächtung im Rahmen der geltenden Gesetze selbstverständlich."

Danke! Das ist an Ehrlichkeit und Klarheit nicht zu übertreffen!
Sie bringen hier die typische linke Haltung zur Demokratie auf den Punkt, der von links versucht wird, bis weit in die Mitte der Gesellschaft zu implementieren.
Dieser Ansatz ist jedoch totalitär!
Ehrliche Demokraten müssen eigentlich dagegen aufstehen, tun es jedoch nicht, weil es die unliebsame Konkurrenz trifft. So werden angebliche "Demokraten" zu Totengräbern der Demokratie.

20:15 von zöpfchen

"Auch unter dem Banner "gegen Rechts" muss der Respekt vorm Andersdenkenden erhalten bleiben.
Egal was man von Lucke persönlich halten mag."

Es ist doch gut, wenn jetzt die von ganz rechts die Menschenwürde vertreten. Die gilt eben auch gegenüber den Flüchtlingen.

Wie sich wieder alle ereifern können

Wie sich wieder alle ereifern können nur weil einige Studenten Ihrer Ohnmacht gegen die seit jahrzehnten alles menschliche, tolerante und vernünftige erdrückende, fast ausschließlich vorherrschende neoklassische Weltanschauung auflehnen indem sie einem besonders eingefleischtem Vertreter dieser Denkschule zeigen was sie von ihm halten, indem sie lautstark auf seine zusätzlichen eigentlich unvertretbaren Handlungen am Rand ganz rechts außen hinweisen ist mir wirklich vollkommen unverständlich. (Jetzt mal nur auf Lucke bezogen)

@jaroslaw p

mit diesem text haben sie sich ja direkt für die zielgruppe von steinmeiers rede qualifiziert...;-)

19:48 von hesta15 19:26

19:48 von hesta15
19:26 Spirit of 1492
ich bin war weit entfernt von rechtem Gedankengut aber mit ihren Ausführungen haben Sie 100% Recht. Das Verhalten der Menschen die uns Demokratie lehren wollen ist schon erschreckend.

---

Sie kapierens anscheinend beide nicht:

Die wollen gar niemandem nichts lehren.

Die wollen lediglich nicht vom Begründer der neuen Rechten unterrichtet werden.

@jürgen6465 20:14 Vielen Dank

@jürgen6465 20:14
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich trage ihn mit genau so wie Sie ihn geschrieben haben.
Alles was eine Meinung abgibt jenseits von links und grün wird als Nazi beschimpft. Schrecklich ist das. Es sind wirklich sehr viele Kleingeister unterwegs, die einen niederbrüllen wollen.

wow

Wow....so ein Beitrag bei der ARD....wow

Ist ja mal echt "Linkskritisch". Kaum zu glauben.

Ein guter und wichtiger Beitrag. Danke dafür

///Am 25. Oktober 2019 um

///Am 25. Oktober 2019 um 20:30 von StöRschall
Grauenhaft.

"Respekt" in dem Zusammenhang missbräuchlich zu gebrauchen.

Es hat selbstverständlich nichts mit Respektlosigkeit zu tun, wenn demonstriert wird, dass so eine Person nicht erwünscht ist.

Lucke hat die Spaltung Europas initiiert.
Er war Initiator des Verlusts der Integrität unseres Gesellschaftsgefüges.

Das ist eine vollkommen angemessene Reaktion, auf einen Mann, der für die Spaltung der Gesellschaft maßgeblich verantwortlich ist !///
.
Es steht Studenten frei gegen Äußerungen von Herrn Lucke zu demonstrieren, z.B. auf dem Campus, aber nicht, wenn dadurch die freie Meinungsäußerung von ihm in seiner Vorlesung verhindert wird. Sie haben da eine sehr gefährliche Einstellung.

20:08 von yolo Geistige

20:08 von yolo
Geistige Brandstifter sind in meinen Augen
alle diejenigen, die einen Diskurs verweigern und den Austausch von Argumenten und Perspektiven verweigern,

---

richtig !

Deshalb protestieren diese Studenten.

Sie protestieren gegen den Begründer dieser Brandstifter.

@Christian1966

"Dann können also auch Leute wie Viktor Orbán oder Björn Höcke ihren Geistigen Unsinn in Vorlesungen verbreiten und die Studenten müssen zuhören?"

Das sind keine Pflichtvorlesungen, sondern Infoveranstaltungen mit anschließender Diskussion über das was gesagt wurde. Man muss also weder dorthin gehen, noch zuhören und man darf im Diskussionsstil sogar der Meinung des Redners wiedersprechen mit Argumenten und stellen sie sich vor, da wird sogar zugehört und es findet ein Gespräch statt, anstatt dümmlichen Geschreies.

Wer dorthin geht macht das also freiwillig, ist am Austausch interessiert und hat sogar Argumente. Alles was die, die dort protestieren nicht haben und denen sie den Rücken stärken.

@20:15 von Christian1966

"Dann können also auch Leute wie Viktor Orbán oder Björn Höcke ihren Geistigen Unsinn in Vorlesungen verbreiten und die Studenten müssen zuhören?"

Ich wusste noch gar nicht, dass Orbán und Höcke an deutschen Universitäten Vorlesungen halten.

Was genau ist an Steimeiers Satz: "Andere zum Schweigen bringen zu wollen, nur weil sie das eigene Weltbild irritieren, ist nicht akzeptabel." falsch?

Schön Steinmeiers Zitat umdrehen

Es war so klar, dass Foristen auf die Idee kommen Rechtsterrorismus, rechte Gewalt, rechte Mordtaten wie in Halle und München und Kassel unter den Tisch zu kehren und mit dem Finger in die andere Richtung zeigen. Nein Steinmeier hat sicher nicht gemeint, dass man gegenüber den Leuten die solche Taten wortlos hinnehmen einknickt! Sicher gibt es auch linke Gewalt, jedoch ist das Problem auf der rechten Seite ein schlimmeres und größeres und daran ändern auch die zig Relativierungsversuche in diesem Forum was mehr einem Meinungsaustausch unter Populisten und einer AfD Fanpage gleicht als einem unabhängigem Forum

Ein Kommentar heute in der

Ein Kommentar heute in der Neuen Osnabrücker Zeitung:

„Einen unliebsamen Politiker macht man nicht mundtot, indem man seine Vorlesung blockiert. Das ist kein zivilgesellschaftliches Engagement. Das sind offene Angriff auf die Meinungsfreiheit. Die Linken Blockierer machen sich immer unglaubwürdiger. „

20:28 von Anna-Elisabeth

"Wir leben hier nämlich alle zusammen."

Hier fürchte ich, dass das schon jetzt nicht mehr wirklich funktioniert.
---

Dann sollten wir alle das um so mehr immer wieder einfordern. Hier bei Tagesschau.de genauso wie im täglichen Umgang untereinander.

Wir leben hier im besten Deutschland, was wir historisch je hatten. Trotz aller Probleme und neuen Aufgaben: unsere Vorväter haben von soviel Freiheit, Sicherheit, Rechtstaatlichkeit, Selbstbestimmung und eigenen Möglichkeiten wenn überhaupt nur träumen können. Und es lohnt sich immer, sich für diese historische Errungenschaften immer wieder einzusetzen, und auch sich selbst immer wieder zu Prüfen.

Insofern: nicht entmutigen lassen, die Mehrheit ist besser, als man im Nachrichten-Alarmismus vielleicht zunächst glauben mag.

Zunachst, ...

... die Aktionen der als politisch links verorteten Studentenhorden ist - wie die Gewalt der RAF in den 1970gern - durch nichts zu rechtfertigen. Ich kann auch nicht das Auto meines Nachbarn demolieren, nur weil mir die Marke nicht gefällt.

Was mir aber überhaupt nicht gefällt, sind die ständigen Pauschalisierungen oder das Binärdenken heutiger Neo-Nazis, egal, ob sie sich unter der Flagge der alternativen Faktenpartei sammeln oder auf Straßen ostdeutscher Städte krakeelen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Herrn Bachmann kürzlich irgendwer das Wort abgeschnitten hätte (obwohl es Anlass genug gegeben hätte). Oder Herrn Höcke (aus gleichen Gründen). Auch die Dummheit hat ein Recht darauf, sich zu ventilieren. Gegen die Nackenschmerzen vom ständigen Kopfschütteln angesichts solchem zur Schau getragenen Unsinns gibt's gute Masseure.

Den Studenten sei ins Stammbuch geschrieben, dass der Kampf gegen Rechte und deren Paralleluniversum mit anderen Mitteln erfolgreicher sein wird.

um 20.39 Uhr von Adeo60 "Hasspredigern kein Forum..."

"Wenn aber gleichwohl Parteien mit als verfassungsfeindlich eingestuften Organisationen noch immer einen erheblichen Teil der Wählerstimmen auf sich vereinigen können, macht mich das fassungslos." Da stimme ich Ihnen zu.

Aber in diesem Zusammenhang? Herr Lucke und Herr deMaiziere vertreten völlig verschiedene Ansichten, ich versteh nicht weshalb sie den einen wie den anderen in Zusammenhang mit einer verfassungsfeindlichen Organisation stellen.

Den Zusammenhang, den Sie hier herstellen, "Gewaltexzesse, Mord an Lübcke ..." mit Herrn Lucke und mit Herrn DeMaiziere, finde ich unzulässig.

Grundsätzlich bin ich gegen

Grundsätzlich bin ich gegen ausbuhen und niederbrüllen.
Im Fall Lucke finde ich aber gut, dass man auch mal die Historie dieses Menchen beachtet und da nicht so einfach drüber hinweg geht.
Er hat die AfD groß gemacht, auch wenn Lucke nicht unbedingt rechtsaußen ist (wobei ich seinerzeit durchaus gruselige Beiträge von ihm hörte...), hat der den Boden bereitet. Ohne Lucke gäbe es die AfD in der Form und Größe heute nicht. Das geht auf seine Kappe. Und da finde ich es durchaus okay, Unmut zu bekunden. Das gestrige Handeln hat durchaus auf das Heute Auswirkungen. Dieses zu beachten, das ist die Verteidigung der Freiheit und der Demokratie!

Niederbrüllen indessen ist der falsche Weg, da gäbe es bessere Wege - diese sollten beschritten werden.

@Puqio 19:31

Beklagen Sie sich nicht bei den jungen Menschen sondern bei der AfD, bei den ganzen Fremdenhassern die dieses Land spalten wie keine andere Gruppierung. Toleranz und Respekt ist keine Einbahnstraße. Wo respektiert den die AfD Andersdenkende und toleriert sie? Nirgendwo! Dies hat die AfD auch unter Lucke nie getan! Ihre Attacken gegen Eltern und Schulen sind eine Frechheit. Dieser Oberlehrerton kommt bei ganz vielen jungen Menschen garantiert nicht gut an.

@20:39 von Adeo60

"Möglicherweise würde man Hasspredigern mehr schaden, wenn man diesen erst gar kein Forum bieten, also z.B. den Vorlesungen von Herrn Lucke fernbleiben würde."

Gibt es denn Belege, dass Herr Lucke Vorlesungen für Hasspredigten missbraucht? Ich persönlich mag den Herrn nicht, aber die Entwicklung, die die AFD genommen hat, hat er m.E. nicht zu verantworten.

20:24 von Jacko08

"Ist man /frau konservativ ausgerichtet, wird diese Person direkt als "Nazi" betitelt und anderweitig nieder gemacht."

Nein, die CDUler - die ja konservativ ausgerichtet sind - werden nicht als "Nazi" betitelt.

@Ramuthra, 20.13 Uhr

Zunächst einmal erwarte ich einen respektvollen Umgang mit Andersdenkenden. Ich werde also Ihre Ausführungen nicht - wie Sie dies getan haben - als "Unsinn" abtun, sondern mich sachlich damit auseinandersetzen. Ich bleibe dabei: Gewalt beginnt mit der Sprache und mit Symbolen des Hasses. Galgen mit dem Konterfei von Politikern haben in der politischen Auseinandersetzung nichts zu suchen. Heiko Maas hatte völlig recht, als er als Justizminister gegen Hass- und Hetzprediger vorging. Wer die Anonymität des Internets dazu mißbraucht, strafbewehrte Äußerungen zu verbreiten, zu hetzen und zu diffamieren, kann sich nicht auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit berufen. Die Zustände, die wir heute vorfinden und wohl auch mehrheitlich beklagen, haben ihre Ursache in der Nichtachtung des politischen Gegners, in narzistischem Denken und Handeln. Die Freiheit des einen findet dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des anderen betroffen ist. Dies ist so und wird - hoffentlich - immer so bleiben.

@juergen6465 20:14

Jaja die armen Opfer die in die böse rechte Ecke gedrängt werden. Diese Behauptung ist so ausgelutscht, so langweilig. Ich bin auch ein denkender Mensch und ich sehe was hier abgeht. Die AfD und die komplette rechte Bewegung versucht sich als Opfer zu inszenieren. Lucke selbst war auch ein Meister darin sowas zu tun. Warum kratzt es Sie nicht wenn die AfD Andersdenkende nicht toleriert und das Recht auf eigene Meinung nicht zulassen will und unsere Medien abschaffen will und die Berichterstattung einheitlich pro AfD verändern will? Es kratzt Sie wohl nicht weil es sowieso eine Berichterstattung nach Ihrem Gusto wäre! Bevor man also Toleranz und Respekt fordert sollte man in den Spiegel gucken!

In diesem Protest spiegelt

In diesem Protest spiegelt sich die Kausalität von Ursache und Wirkung.

Es zeugt von Schwachsinn, die Wirkung oder das Symptom (Protest gegen Rechts) aus der Welt schaffen zu wollen, ohne gleichzeitig die Ursache in den Fokus zu nehmen und entfernen zu wollen.

AbseitsdesMain 20:42 re Jaroslawp

Da muss ich Ihnen ausnahmsweise recht geben. Diese totalitären Allüren aus der Antifa-Ecke sind akzeptabel und schädlich für die Demokratie. So erzeugen aber auch die intoleranten Aktionen von ganz links automatisch befeuernd den Zulauf ganz rechts.. das gilt allerdings auch umgekehrt. Es ist leider wie vor vielen Jahrzehnten, die Gegner der Demokratie stehen ganz rechts und auch ganz links . Manchmal kann mans gar nicht auseinander halten.

@draufguckerin 20:42

Wollen Sie einen Bürgerkrieg? Genau dazu wird es kommen, wenn Sie Ihren Sprachgebrauch so beibehalten und alle so reden gegenüber diesen Leuten. Da sollte man sich dreimal überlegen wie man was formuliert!

Wie - kein Vertrauen zur Bevölkerung?

Verstehe ich. Eine Meinung entwickeln ist anstrengend. Viel einfacher ist, die "guten" Medien zu zitieren. Eine Demonstration von Bildung, indem man Schlagzeilen zitiert. Kopf einziehen geht schon - alles nicht so schlimm.

Hier ist doch der Ausdruck Troll so beliebt.

Dann ist das der richtige Weg. Do not feed the troll.

Aber man hat Angst, weil man weiß: die Deutschen reden gerne. Schöne Phrasen, damit selbst die schlimmsten Dinge harmlos klingen.
Aber nur nix machen, dass das Leben weniger komfortabel wird.

In diesem Land geht die Angst um. Nicht vor Höcke. Nein, vor dem Nachbar. Weil man in diesem Land anfällig ist, für all jene, die so gerne mehr wären, einfach besser- alles nicht arm.

Ich bin arm. Und ich bin dadurch frei. Wer nicht viel hat, der lebt nicht in Angst, alles zu verlieren.

Aber - wir wurden gut indoktriniert. Überlasse das Denken anderen, dafür sorgen wir dafür dass sich auch die Unterschicht einen Urlaub leisten kann. Keine Unterschicht? Gut gezogen!

@wanndann

" Die Aufgabe des Präsidenten ist vielmehr die, die zugrunde liegenden Regeln zu klären, verständlich und transparent zu transportieren, wie sich unsere Regeln auf den Fall auswirken."

Wenn sie die Grundlagen der Meinungsfreiheit kennen würden müsste her Steinmeier weder ihnen noch den Randalierern erklären was demokratisch gedeckt ist und ihnen auch nicht erklären das ihre Kenntnisse von Meinungsfreiheit in einer Demokratie mangelhaft sind. Lucke fällt jedenfalls bei weitem noch nicht unter die Einschränkung, jedenfalls für jeden der nicht links außen positioniert ist.

@StöRschall

"richtig !
Deshalb protestieren diese Studenten."

Diese "Studenten" haben nicht protestiert sondern sind mit Gewalt in die Vorlesung eingedrungen um diese zu verhindern .
Hätten Sie protestiert dann wären sie vor dem Hörsaal mit ihren Transparenten gestanden und hätten dadurch ihren Protest ausgedrückt.

Das ist ein großer Unterschied .

Stadtguirilla

Respekt an der Uni

Kann mich noch gut an die basisdemokratische Linke aus meinem Geschichtsstudium in Göttingen erinnern.
Diese wurden aus unerfindlichen Gründen zu Beginn des Studiums in die Vorlesungen gelassen um ihr Weltbild zu oktroyieren. Das stieß zu etwa 95% bei meinen Kommilitonen auf Ablehnung. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass solche studentischen Gruppen mitnichten die Studierendenschaft repräsentieren geschweige denn die teils verqueren Ansichten von dieser geteilt werden
///
*
*
Aber weil überall 95 % schwiegen, glaubt diese Minderheit, die Meinungshoheit zu haben.
*
Aber ich werde vom Alter her, keinen dritten Unrechtsstaat mehr erleben, glaube ich.

@maurice13

Ganz meine Meinung: Lucke vertritt neoliberale Positionen, deren Folgen die Stärkung der Reaktion
war und ist: Pinochet, die Militärdiktatur in Argentinien, Brasilien, die politische und wirtschaftliche Regression auch bei uns sind die Folge dieser Prätofaschisten - den Neoliberalen.
Lucke ist ein Vertreter der herrschenden kapitalistischen Klasse und damit nicht Teilnehmer eines gleichberechtigten Diskurses. Seine Meinung ist Klassenmeinung. Und genau das gehört klargemacht, eben auch durch diese Aktionen.
Er ist Täter und kein armes Opfer!

@berelsbub, 20.52 Uhr

Pauschale Etikettierungen wie rechte und linke Blockierer führen doch nicht weiter. Lucke war gegen den EURO und gegen Europa. Damit hat er breiten Widerstand, vor allem auch bei den Konservativen hervorgerufen. Richtig ist aber, dass man einen unliebsamen Politiker nicht mundtot macht, indem man seine Vorlesung blockiert. Der Rechtsstaat und diejenigen, die ihn verteidigen, müssen stark genug sein, um mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Hetzer und Hassprediger vorzugehen.

Toleranz!?

Es wird Zeit, daß wir (als Zivilgesellschaft und Staat) anfangen, Toleranz und den Respekt nicht nur gewähren, sonndern diesen auch von all den einzufordern, die diese Toleranz weidlich ausnutzen, aber die Werte unserer Gesellschaft (Unversehrtheit der Person, freie Meinungsäußerung und Gleichberechtigung ohne Ansehen der Person) nicht teilen oder gar bekämpfen. Von linken Chaoten über Hardcore-Muslime bis zum braunen Sumpf am rechten Rand!

20:27 von Jaroslaw P

"Da mit Rechten und Kapitalisten kein Diskurs möglich oder sinnvoll ist"

Sorry, das ist linksdogmatische platte Verallgemeinerung.
"Die" Kapitalisten - genauso eine dümmliche Verallgemeinerung, wie sie die Ganzrechten auszeichnet.

", bleibt im Kampf gegen Rechts nur harte Ausgrenzung, Stigmatisierung und soziale Ächtung im Rahmen der geltenden Gesetze selbstverständlich."

Die "harte Ausgrenzung" aller Kapitalisten - also quasi aller Menschen in Deutschland - soll im Rahmen der geltenden Gesetze geschehen?
Wo steht im Grundgesetz, dass man Menschen ächten und stigmatisieren soll?

So reagiert also "unser" Bundespräsident

wenn junge Menschen, mit einer gewissen vorbildung ihre Ablehnung gegen einen Dozenten, welcher eine angeblich EU kritische Partei mitgegründet hat. Welcher gegen Europa gehetz hat, der den geistigen Nährboden für die heut Neo-Faschistische AfD gelegt hat.
Ich kann nur sagen Herrn Steinmeier schweigen Sie !
Wir habeb sch einmal zulange solch einem Treiben zugesehen.
Ich habe selber Studiert & solch einen Vorlesung hätte ich als studierender mit alen legalen Mitteln versucht zu verhindern.
Herrn Steinmeier ist nicht besser als die in den 1960 herschenden verkrusteten Nachkriegspolitiker.
Diese haben die Studenten auch nicht ernst genommen.
Ich begrüße das Verhalten der Studenten außdrücklich, denn keine Handbreit Boden & Präsentationsfläche für Populisten & Faschisten.

Hü und Hott?

Am 10. Oktober sagte der Bundespräsident auf einer Gedenkveranstaltung in Halle wörtlich: „Wer jetzt noch einen Funken Verständnis zeigt für Rechtsextremismus und Rassenhass, wer die Bereitschaft anderer fördert durch das Schüren von Hass […] gegen Andersdenkende, Andersgläubige oder auch Repräsentanten demokratischer Institutionen […], der macht sich mitschuldig“ (Quelle: Redetranskript auf der Website des Bundespräsidenten).

Keine 14 Tage später fordert derselbe Bundespräsident nun, dass man rechten Brandstiftern wie Lucke doch bitte mehr Verständnis entgegen bringen sollte.

Wie diese rhetorische 180-Grad-Wende zu verstehen ist, weiß vermutlich nicht mal Steinmeier selbst.

20:41 von Ramuthra

Grundsätzlich ja. Gewaltfantasien - hm die nehme ich allerdings deutlich mehr von der rechtsextremen Ecke war. Ebenso wie durchgeführte Tötungsdelikte. Ich betone mal rechts*extrem* davon rede ich, nicht von rechts, das wird gerne überlesen um fälschlicherweise die Beiträge in eine linke Ecke zu verschieben. Das übrige hat Mitforist Adeo 20:58 auf den Punkt gebracht.

Angst und Sorgen

Mir bereitet dieses Verhalten Sorgen und Angst. Es erinnert mich ein wenig an die 30 er Jahre, der Beginn des Sozialismus. Ich selbst habe zu dieser Zeit zwar noch nicht gelebt, aber genug Dokumentarfilme gesehen und dieses Thema wurde auch zu meiner Schulzeit noch intensiv besprochen.
Andere Meinungen waren zu jenen Zeiten wohl auch unerwünscht und wurden hinterher nieder gedroschen.
Nur dass das Ganze jetzt von einer anderen Ansicht geprägt ist. ..

20:46

Es steht Studenten frei gegen Äußerungen von Herrn Lucke zu demonstrieren, z.B. auf dem Campus, aber nicht, wenn dadurch die freie Meinungsäußerung von ihm in seiner Vorlesung verhindert wird. Sie haben da eine sehr gefährliche Einstellung.

---

Das ist so nicht richtig.

Studenten sind von Scheinen und den Vorlesungen abhängig.

Sie können sich die Personen, die Vorlesungen in Makroökonomie halten, nicht aussuchen.

Sie sind abhängig.

Es ist die einzige und die einzig möglich Art zu protestieren, solange die Uni nicht adäquat reagiert und nicht eine andere Person für diese Vorlesungen auswählt!

Das Abhängikeitsverhältnis in dem die Studenten stehen, berechtigt sie dazu.

Wer Unsinn redet muss mit schreien rechnen

Hallo zusammen. Ich kann es einfach nicht mehr hören bzw lesen das linke und rechte immer in einen Topf geschmissen werden...lächerlich. der alles entscheidende Punkt ist doch ganz klar das richtige rechte Rassisten sind und linke halt nicht, das macht nicht alles richtiger aber eindeutig deutlich

21:06 von John

21:06 von John Koenig
@StöRschall
"richtig !
Deshalb protestieren diese Studenten."

Diese "Studenten" haben nicht protestiert sondern sind mit Gewalt in die Vorlesung eingedrungen um diese zu verhindern .

---

Das Abhängikeitsverhältnis in dem die Studenten stehen und die Ausschließlichkeit der Person für diese Vorlesungen berechtigt die Studenten dazu.

Es ist für die Studenten eine Notsituation.

Sie möchten nicht von dem Begründer der neuen Rechten belehrt werden.

Spät, aber richtig !

Die Aussagen des Bundespräsidenten und der Wissenschaftsministerin über die Meinungsfreiheit an den Hochschulen sind zweifellos richtig, aber sie kommen etwas spät. Diese Vorgänge halten schließlich schon geraume Zeit an und es sind ähnliche Vorfälle schon vor Monaten bekannt geworden.

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und es muß sogar Leuten wie z.B. Claudia Roth, Renate Künast oder sogar Alice Schwarzer möglich sein, ihre Ansichten an Universitäten vortragen zu können, auch wenn diese Ansichten vielen Menschen oftmals unerträglich erscheinen. Aber dann muss man eben sachlich dagegen argumentieren, reines Niederschreien ist völlig indiskutabel.

@draufguckerin, 20.54 Uhr

Ich stimme Ihnen zu, dass meine Äußerungen in diesem Zusammenhang mißverständlich sein könnten. Selbstverständlich war es nicht meine Absicht, die genannten Herren mit Gewaltexzessen in Zusammenhang zu bringen. Allerdings wurde mit der Gründung der AFD der Grundstein für eine zunehmende Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft gelegt.

@20:34 von Kein Einstein

"Wer Vorlesungen verhindert und rumpöbelt hat nichts von Demokratie und Rechtsstaat verstanden und an einer Universität nichts zu suchen."

Bin ganz Ihrer Meinung. Vor allem bringt man sich so selbst um die Möglichkeit, im Anschluss an die Vorlesung, kritische Fragen zu stellen oder eigene Anmerkungen zu machen. Vielleicht ist man hinterher auch einfach nur stumm, weil die Vorlesung ganz anders war, als erwartet und man über neue Aspekte erst noch nachdenken muss.

19:57 von Adeo60

aber müsste man deine aufsführung nicht auch auf den beziehen, der einen im wahlkampf befindlichen als hassprediger verunglimpfte, und das nur aus seiner gesinnung heraus?

Es fängt nicht wieder an, es ist immer da

Es heisst Faschismus und hat die halbe Welt und fast unser ganzes Land zerstört.
Es ist einerlei ob rechts oder links.
Wäret den Anfängen.

Jaroslaw P. 20.27

wenn alle die gleiche Gesinnung haben, dann gibt es eben keinen Diskurs mehr! Ist es das, was Sie wirklich wollen? Und die Andern werden ausgegrenzt oder kommen direkt in Umerziehungslager? Hatten wir schon in D und in den Ostblockstaaten auch schon. Freiheit ist auch die Freiheit der Andersdenkenden!

um 20:45 von th711

>>
Alles was eine Meinung abgibt jenseits von links und grün wird als Nazi beschimpft. Schrecklich ist das. Es sind wirklich sehr viele Kleingeister unterwegs, die einen niederbrüllen wollen.
<<

Darf ich fortsetzen ?

... und alles, was eine Meinung abgibt jenseits von rechts wird als Kommunist (heute hier wieder) und oder links-grün-versifft oder Vergleichbarem beschimpft. Schrecklich ist das. Ja, es ist schrecklich mit dem Niederbrüllen. Wie war es denn, als Politiker mit Hau-ab niedergebrüllt wurden oder Reden überhaupt nicht beginnen konnten. Ja, ja, das gute alte Glashaus.

Gewalt und Beleidigung müssen Tabu sein. Leider ist der Konsens über das Faktum wie auch über den Inhalt offenbar verloren gegangen.

20:44 von StöRschal

19:48 von hesta15 19:26
19:48 von hesta15
>> 19:26 Spirit of 1492
ich bin war weit entfernt von rechtem Gedankengut aber mit ihren Ausführungen haben Sie 100% Recht. Das Verhalten der Menschen die uns Demokratie lehren wollen ist schon erschreckend.

---

Sie kapierens anscheinend beide nicht:

Die wollen gar niemandem nichts lehren.

Die wollen lediglich nicht vom Begründer der neuen Rechten unterrichtet werden. >>

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Sie unterstützen ja wieder mal heftig die Seite der Gewalt.

Und kapieren tun SIE es nicht:
die Störer waren Demonstranten und nicht die, die der Vorlesung folgen wollten.

Wenn ein Student eine Vorlesung nicht besuchen will, dann besucht er die Vorlesung nicht.
Wenn kein Student kommt, kann der Proff sen Manuskript zuschlagen.

Wenn aber Demonstranten die Studenten mit Gewalt daran hindern wollen, der Vorlesung zu folgen - die ja eine fachliche war, keine ideologische -, dann ist das selbstredend undemokratisch.

20:49 von StöRschall

«Geistige Brandstifter sind in meinen Augen
alle diejenigen, die einen Diskurs verweigern und den Austausch von Argumenten und Perspektiven verweigern.»

---

«richtig !
Deshalb protestieren diese Studenten.
Sie protestieren gegen den Begründer dieser Brandstifter.»

Herr Lucke ist nicht "der Begründer dieser Brandstifter".

Erstens hat er sich längst von der AfD distanziert. Zweitens war es nie sein Ansinnen, eine "völkisch-flügelige" Partei zu begründen, wie sie die AfD des Jahres 2019 darstellt.

"Sein Thema" war immer (und ist es noch) der Euro, die Finanz- & Wirtschaftspolitik in der EU, deren Auswirkungen. In der Meinung von Herrn Lucke eine Politik, die in so gut wie allen Aspekten falsch ist.

"Völkisch-nationaliste Agitation" zeigte Herr Lucke nie. Nicht, weil er sie verbarg (verbirgt). Aber weil er sie ganz einfach "nicht hat".

Ihn am Reden zu hindern. Unterscheidet sich so gut wie gar nicht davon, Herrn Maas oder Frau Merkel auf Marktplätzen "nieder zu schreien" …

20:45 von th711

"Alles was eine Meinung abgibt jenseits von links und grün wird als Nazi beschimpft."

Wenn hier jemand im Forum als Nazi beschimpft wird, würden Sie es nicht zur Kenntnis bekommen, weil es nicht veröffentlicht wird.

Ich halte Ihre Aussage für unglaubwürdig.

21:06 von John

21:06 von John Koenig
@StöRschall
"richtig !
Deshalb protestieren diese Studenten."

Diese "Studenten" haben nicht protestiert sondern sind mit Gewalt in die Vorlesung eingedrungen um diese zu verhindern .
Hätten Sie protestiert dann wären sie vor dem Hörsaal mit ihren Transparenten gestanden und hätten dadurch ihren Protest ausgedrückt.

Das ist ein großer Unterschied .

---

So entspannt, wie Sie sich das ausdenken ist das aber nicht, weil die Studenten unter enormem Druck stehen!

Die können nicht einfach "draußen stehen bleiben" und abwerten und Tee trinken.
Sie MÜSSEN Vorlesungen besuchen und Punkte und Scheine sammeln.

Sie sind angewiesen auf Vorlesungen und sie befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Vorgesetzten!

Am 25. Oktober 2019 um 20:04 von LifeGoesOn

"Die Grenzen der Demokratie erfordern eine gewisse Mitte und keine Extreme...

M.m.n sollte Herr Lucke daher künftig ganz einfach darauf verzichten, an Uni´s "auftreten" zu wollen."
#
#
Welche Extreme werfen Sie Herrn Lucke vor, das er eine andere Meinung hat als Sie?
Wollen Sie wirklich jede andere Meinung als die eigene verbieten, und das noch als demokratisch verkaufen?

um 20:49 von StöRschall

Sie protestieren gegen den Begründer dieser Brandstifter.
....
Falsch. Das ist kein Protest, wie man ihn in einer Demokratie führen darf.
In einer Demokratie protestiert man angemeldet auf der Straße aber verhindert nicht den Diskurs und die Meinungsbildung und -ausübung Andersdenkender.
Darin genau liegt das große Missverständnis derjenigen, die sich Demokraten nennen, aber den Begriff Demokrat nicht verstanden haben.
Das ist eine Missachtung der demokratischen Regeln und eine Gewaltausübung, die den Protestanten nicht zusteht.
Die Gewalt liegt beim Staat.
Solange nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird, darf Herr Lucke ganz klar lehren.
Das Gesetz regelt das Zusammenleben einer Gesellschaft und nicht das Empfinden von Moral, da das ja definitiv subjektiv anders gewertet werden kann.
Das Gesetz ist aber das Gesetz: Daran hat sich jeder Bürger zu halten.
Leider müssen das auch Abgeordnete unseres Parlamentes noch lernen.
Das ist die Absurdität daran.

@20:24 von Roberto16

"Generell ist eine deutliche Auseinandersetzung mit Andersdenkenden wichtig und fruchtbar."

Das fängt bereits in der Partnerschaft an und hört am Arbeitsplatz noch lange nicht auf. Wer sich nicht ernstgenommen fühlt, oder sich nicht traut, eine abweichende Meinung zu äußern, weil er bereits die Erfahrung gemacht, dass man deshalb von anderen niedergemacht wird, wird u.U. krank. Im politischen Bereich führen vielleicht solche Erfahrungen auch zu Radikalisierung, weil man sich nur noch im Kreise Gleichgesinnter wohlfühlt.

Kennen Sie einen Kapitalisten?

@ Jaroslaw P:
Widerstand gegen rechts ist notwendig. Da mit Rechten und Kapitalisten kein Diskurs möglich oder sinnvoll ist

Niemand zwingt Sie zum Diskurs mit irgendwem. Außerdem gibt es heute ja wohl keine Kapitalisten mehr im klassischen Sinne.

um 21:19 von Karl Napf

>>
aber müsste man deine aufsführung nicht auch auf den beziehen, der einen im wahlkampf befindlichen als hassprediger verunglimpfte, und das nur aus seiner gesinnung heraus?
<<

Sie wollen allen Ernstes sagen, dass man zum Hassprediger wird, wenn man einen Hassprediger Hassprediger nennt ? Sie bringen es ungewollt auf den Punkt: Unter dem Vorwand, Herrn Trump Meinungsfreiheit zusprechen zu wollen, sprechen Sie anderen das Recht auf Meinungsäußerung ab.

21:22 von Sausevind 20:44 von

21:22 von Sausevind
20:44 von StöRschal

Sie unterstützen ja wieder mal heftig die Seite der Gewalt.

---

Das sagt ja wohl grad der Richtige ! :D

Sie als afd Anhänger !

Aber auch für Sie noch mal zur Klarstellung:

Es ist Protest. Mehr nicht.

Im Grunde richtig von Cecilia82

Grundsätzlich haben sie da recht. Allerdings haben Frau Künast als Pionierin im Verbraucherschutz und Frau Schwarzer hinsichtlich der Gleichberechtigung etwas positiv bleibendes für unser Land geschaffen. Das kann ich bei Gauland mit dem "Muckenschiss" und Höcke mit seinem"1000-jährigen Reich" beim besten Willen nicht erkennen. Insofern ist das für mich erträglich, was für sie unerträglich ist und umgekehrt.

@Schabernack

"«richtig !
Deshalb protestieren diese Studenten.
Sie protestieren gegen den Begründer dieser Brandstifter.»

Herr Lucke ist nicht "der Begründer dieser Brandstifter"."

.

Ich möchte Ihre Geschichtskenntnisse etwas verbesser.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Lucke

Er war massgeblich bei der Gründung beteiligt. Also ein "Brandstifter". Jeder Mensch sollte sich in meinen Augen der Folgen seiner Taten bewust sein. Er war es scheinbar nicht.

um 21:16 von StöRschall

Das Abhängikeitsverhältnis in dem die Studenten stehen und die Ausschließlichkeit der Person für diese Vorlesungen berechtigt die Studenten dazu.
....
Falsch. Niemand zwingt einen Studenten eine Vorlesung zu besuchen oder dieser beipflichten zu müssen.
Vielmehr ist es die Aufgabe eines Studenten eine breite Perspektive zu erfahren, damit er sich dann eine Meinung überhaupt bilden kann. Es ist nicht das Recht eines Studenten nur das hören zu müssen, was ihm genehm zu sein scheint, sondern sich allseits zu bilden, um dann Pro und Contra bewerten zu können.

Notsituationen, wie Sie das nennen, gibt es an einer Uni, die von einer weit linken AstA betreut wird, wohl kaum.
Vielmehr sind Vorlesungen aus dem rechten Spektrum wohl heute die Seltenheit.

In einer Demokratie muss man sich linke, mittige und rechte Perspektiven anhören, wenn man sich auch nicht von allen angesprochen fühlen muss. Das nennt man übrigens Bildung und nicht Ideologisierung!

Rechtspopulistische Schwarz-Weiß-Malerei

@ th711:
"Alles was eine Meinung abgibt jenseits von links und grün wird als Nazi beschimpft."

Das stimmt nicht, denn das ist eine schon sehr zugespitzt rechtspopulistische Sichtweise. Wenn Sie gehört werden möchten, sollten Sie sich auf vernünftige Argumente beschränken.

25. Oktober 2019 um 20:04 von LifeGoesOn

>> Natürlich steht es Herrn Steinmeier zu, ...
... um Respekt zu bitten, aber diesen zu fordern, halte ich für falsch.

Respekt bekommt, wer ihn sich verdient ... und Herr Lucke hat ihn sich eben NICHT verdient.

Die Grenzen der Demokratie erfordern eine gewisse Mitte und keine Extreme. Wer die AfD unterstützt und/oder deren Ansichten vertritt, überschreitet m.E. diese Grenze ... und dagegen sollte man sich mit entsprechenden gewaltfreien(!) Protesten auch wehren dürfen.

M.m.n sollte Herr Lucke daher künftig ganz einfach darauf verzichten, an Uni´s "auftreten" zu wollen.

Mit dem Thema De Maizière habe ich mich bisher nicht befasst, aber ja, die Waffenlieferungen an die Türkei halte ich aktuell für falsch. <<
.
Wollen Sie DDR Verhältnisse wieder einführen ?

21:25 von Sausevind

da würde ich an deiner stelle nicht so sicher sein.

Protest bitte nur leise. Nur

Protest bitte nur leise. Nur vor der Tür, mit Transparenten.
Stören darf man nicht, das ist gegen die Meinungsfreiheit.
Auch wenn der, der gestört wird, eine rechtsextreme Partei gegründet hat, das alles fällt unter `Toleranz´ und `Meinungsfreiheit´.

Die Demokratie mit ihrer Meinungsfreiheit ist wohl das einzige Regierungssystem, dass sich noch bedankt, wenn es von seinen Feinden zerstört wird.
Und wahrscheinlich noch entschuldigt, weil manche dabei zu laut gestört und protestiert haben.

Auf der Straße pöbeln (Pegida), Dutzende Morde, tausendfache körperliche Angriffe... dagegen darf man protestieren. Aber bitte fair, nicht störend und mit Respekt.

...Es gibt eben Leute, wie Steinmeier, die es nie lernen werden.

Vergessen Sie es!

Wirklich ruhiger hier in Deutschland wird es erst wieder in den 2020er Jahren, wenn der demographische Wandel eintreten wird!

Ich sehe das ähnlich, jaa und das von mir...

...Man kann und sollte gewissenhaft und zudem frei diskutieren
und seine Ansichten vertreten dürfen.

---

Die Studenten übertreiben es und haben auch eine rote Linie überschritten.
Ich halte nichts von Luckes politischer Richtung.
Aber ob ich auch die Person Lucke persönlich nicht mögen würde,
steht auf einen ganz anderen Blatt Papier.

Anders verhält sich es bei Politikern, die offensichtlich mit populistischen und extremen Gedankengut die Republik gefährden.
Von diesen Leuten weiß ich, daß ich sie auch persönlich nicht mag.
Wie da wären:
v. Storch, Höcke, Weidel, Gauland, Merthen und wie sie alle heißen.

Das sind für mich die wahren Brandstifter in unserer Gesellschaft.
Dagegen ist ein Lucke so harmlos wie eine Eintagsfliege.

Zugpferd Lucke

Ich denke, dass die Popularität von Herrn Lucke durch diese Vorfälle enorm steigen wird und er über kurz oder lang zu einer Ikone des Kampfes um Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit werden wird. Er ist jetzt wieder in aller Munde und der weit überwiegende Teil der Menschen äußert Verständnis für ihn oder sieht ihn sogar als Märtyrer. Man rechnet es ihm hoch an, dass er die in linken Kreisen herrschende Vorstellung von Toleranz und Meinungsfreiheit demaskiert hat.

Es wäre wirklich ein großartiger Schritt, wenn Herr Lucke nun wieder der AfD beitreten würde, wo er mit Jörg Meuthen einen kongenialen Partner finden würde und er die Bewunderung, die ihm derzeit entgegenschlägt, in konkrete Politik umsetzen könnte.

25. Oktober 2019 um 20:12 von Eu-Schreck

>>...Und die Wegbereiter wie Lucke, den ich auch mal gut fand, die die Abgrenzung nie schaffen wollten. <<
.
Welchen Weg wollte Herr Lucke denn bereiten?

Stillos

Ich verabscheue es, wenn Menschen durch "Niederbrüllen" am Reden gehindert werden. Selbst wenn es so falsch ist, was diese Menschen sagen, wie es nur falsch sein kann.

Nach Protesten gegen Lucke: Steinmeier fordert mehr Respekt

Lieber Puqio, Sie schreiben : "Es ist traurig, wie selbstherrlich junge Menschen agieren, die eigentlich gelernt haben sollten wie wichtig Toleranz ist.
Und wie man respektvoll mit Andersdenkenden umgeht.
Die Verrohung unserer deutschen Gesellschaft und ganz ähnlich auch in den USA und Russland bereitet mir große Sorgen.
Hier haben wir Eltern versagt.
Hier hat die Schule versagt.

Meine Illusion "nie wieder Krieg" wird sich wohl nicht erfüllen . ."
Lieber Puqio, ich kann nachvollziehen, dass Sie =>deprimiert sind. Aber bitte vergleichen Sie : Nach dem ersten Weltkrieg haben die Überlebenden der Kriegs-Generation auf den Schlachtfeldern von =>Verdun (ehrlich) geschworen : "Nie wieder Krieg !"
Doch die nächste Generation begann1939 den zweiten Weltkrieg. (US-Präsident Wilson sagte es 1918 voraus...!)
1945 "schworen nur noch Franzosen und Deutsche : "Nie wieder Krieg", während die Usa, "fleißig" in Fernost Krieg spielten und sie haben nie wirklich aufgehört mit Kriegen....bis heute.

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