Ihre Meinung zu: Wie von Erdogan und Putin gewollt: Kurden ziehen sich zurück

24. Oktober 2019 - 14:44 Uhr

Die von kurdischen Milizen geführte SDF beugt sich dem Willen Putins und Erdogans und zieht sich zurück. Russland schickt weitere Militärpolizisten. Trotz Waffenstillstands kommt es offenbar zu neuen Kämpfen.

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Kommentare

Der Rückzug der YPG ist wichtig für die Stabilität in der Region

Damit endlich Ruhe in die Region einkehrt, ist der Rückzug der YPG wichtig. Das syrische Regime hat die Russen als Schutzmacht, so dass es für Europa sehr schwierig sein wird, ein Wörtchen mitzureden. Ohnehin hat Europa durch sein jahrelanges Abwarten und Beobachten ganz klar ins Abseits gestellt. Die türkische Aussenpolitik hingegen war am Ende des Tages recht erfolgreich!

Würden Terroristen do schnell

Würden Terroristen do schnell aufgeben?
Die Taliban hsben erst richtig losgelegt, als der Yanke kam. Den kurden liegt eben was an ihren leuten und ihrer heimat. Das sind eben keine terroristen.

@fathaland slim - Nachtrag

14:01 von fathaland slim:
"Ich nehme eher an, daß es darum geht, die Ölfelder vor dem erneuten Zugriff des IS zu schützen, der sich ja eine Zeitlang mit dem Verkauf ebendieses Öls finanzierte."
> Das wurde wahrscheinlich auch Trump eingeredet, damit er wenigstens die Ölfelder besetzt hält.

Nun ist es aber so, dass
a) der IS nur auf versprengte Terrorzellen zurückgreifen kann und
b) die syrische Armee die Ölfeldern sofort sichern würde, wenn die USA abzögen. In Manbidsch vollzog sich der Truppenaustausch innerhalb von 48 Stunden.

14:35 von fathaland slim:
"Die USA ziehen sich aus einem ganz einfachen Grund zurück: sie sind mittlerweile Erdöl-Exportnation."
> Warum lösten Trumps Abzugspläne dann eine derartige Panik in den USA aus?

"Und im Gegensatz zu Obama ist Trump der Schaden, den seine Vorgänger dort angerichtet haben, herzlich egal."
> Obama hat die Truppen erst nach Syrien gebracht.

15:58 von Josef Siegel

Die türkische Aussenpolitik hingegen war am Ende des Tages recht erfolgreich!

Das nennen sie Außenpolitik?

Erdogan nennt doch alle Terroristen, die nicht seiner

Meinung sind. Die Verhaftungswelle in der Türkei hört doch nicht auf. Inwischen sind ja nicht nur Kurden in Syrien, sondern alle Mensch, die es noch wagen, etwas gegen Erdogan zu sagen, Terroristen. Dieser Mann gehört doch schon lange vor ein internationales Gericht. Denn er ist es , der Terror verbreitet.

Das neue Syrien kommt jetzt wohl doch nicht aus Wilmersdorf

wie es in der "DIE ZEIT" / 25. Juli 2012 stand (The day after). Und: Warum will AKK Soldaten schicken? Es reicht doch, dass deutsche Panzer … dort schon von der Türkei eingesetzt werden. Wie wäre es mit Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei? Ach ja, Deutschland soll Verantwortung übernehmen (das geht nur mit Soldaten?) und will den Nahen Osten mitgestalten. Deutschland hat kein Recht, in Syrien militärisch aktiv zu werden und was von deutschen Politikern als Verantwortung beschönigt wird, ist verantwortungslos. Seit Jahren versuchen deutsche Interessensgruppen ihren Einfluss im Nahen Osten auszubauen. Egal ob mit der Türkei, den radikalen Islamisten in der FSA oder auch über die Kurden, es gibt in Deutschland Gruppen, denen kein Mittel zu schäbig ist, Syrien zu destabilisieren. Was den Balanceakt zwischen Kurden und Erdogan angeht, hat allerdings einiges nicht geklappt.

Und das Erdöl?

Die Amerikaner schützen die Ölfelder, und wer beutet sie aus? Die Rohstoffe gehören doch dem syrischen Volk. Welche Firmen werden das Erdöl in den türkisch besetzten Gebieten fördern? Wer wird in dem fruchtbaren Land zwischenTall Abjad und Ras al-Ains, in Zukunft säen und ernten? Die syrischen Flüchtlinge aus der Türkei, die auf einmal alle Bauern sind? Geht es um die Menschen, denen geholfen werden muss oder um die Rohstoffe?
Wenn die Russen die Amerikaner auffordern, das Land zu verlassen, so sollten sie auch die türkische Soldaten ausweisen. Sie sind illegal in dem syrischen Land. Ich weiß, die Weltgemeinschaft wird sich damit abfinden.

.........Die Kurden lernen dazu, hoffentlich! ...........

Die Kurden haben durch ihre eigene Dummheit sich in diese verzwickte Lage gebracht!

Sie haben als Syrer mit dem "Feind" kolaboriert gegen des syrischen Staat!

Vorübergehend müsse sie eine sogenannte Sicherheitszone verlassen. Es ist zu ihrem eigenen Schutz.

Aber vorläufig muß erst einmal eine Trennung der "Kampfhähne" bewirkt werden, bzw. erzwungen werden. Sonst gibt es nie ein Ende.

Nachdem die Trennung zwischen der PKK und den syrischen Kurden endgültig vollzogen ist, können sie sicher nach einer gewissen Zeit in ihre Heimat zurück!

Als Syrer müssen sie lernen, wem sie verpflichtet sind. Dem syrischen Staat, oder den Kriegstreibern von aussen!

Und Amerika wird mit seinen Willigen Syrien endgültig verlassen müssen!
Die syrischen Bodenschätze gehören den syrische Staat und seiner Bevölkerung!

Sicher es allen recht zu machen ist ein Unding.

Es ist schon bewundernswert, was Rußland in relativ kurzer Zeit bewirkt hat!

Unter direkter Waffenherrschaft bleibt den Bürgern keine Wahl

"Die Kurden im Norden Syriens beugen sich dem Willen Putins und Erdogans und ziehen sich zurück"

Anderes bleibt ihnen auch gar nicht übrig: "Russland schickt weitere Militärpolizisten"

"Der russische Präsident Putin und sein türkischer Amtkollege Erdogan hatten beschlossen, den Waffenstillstand in Nordsyrien zu verlängern. Die Kurdenmiliz YPG, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird und der der Angriff in Nordsyrien galt, sollte sich aus der Grenzregion zurückziehen. An ihrer Stelle sollten russische Militärpolizisten gemeinsam mit syrischen Regierungstruppen die Grenzregion überwachen. Nur zwischen Tall Abjad und Ras al-Ain (...)"

Für Despoten wie Putin sind Menschen reine "Manövriermasse", die sie ganz wie es ihren Machtinteressen am besten entgegenkommt nach Belieben gegen deren Willen und gegen sämtliche Menschenrechte - der "deklarierten" wie der auf unausgesprochenem internationalem Konsens beruhenden - auf "ihren" Einflussgebieten hin- und herschieben können.

Wenn die Kurden in Syrien

Wenn die Kurden in Syrien eine Heimat haben wollen , dann sollten sie sich dorthin zurückziehen , was man zwischen Putin und Erdogan ausgehandelt hat. Die russ. Militärpolizei wird dafür sorgen , dass es zu keinen Zusammenstösse mehr kommt , wenn die Kurden die Abmachung akzeptieren. Natürlich gehören die Kurden nach Syrien , aber einen eigenen Staat werden sie nicht bekommen können , weil dann immer das Risiko besteht , dass es zu Gefechten zwischen Türken und Kurden kommen kann. Das hier Deutschland wieder mal eine Rolle spielen möchte und in dem Konzert eine Geige spielen möchte , das ist einfach zu kurz gedacht. Erst will man Assad weg haben und setzt auf die USA und jetzt schimpft man auf Trump , weil er den Weg für die Türken frei gemacht hat. Es war doch schon lange klar , dass Trump nur ein Interesse dort hatte , das Öl und weiterhin das Öl.
Haben die Europäer das nicht wahrhaben wollen , dass nur Russland dort eigentlich nicht illegal ist ? Europa kommt wie immer zu spät.

Spätestens jetzt sollte die Türkei raus aus der Nato!

Dass die Russen nun das Vakuum füllen ist logisch und aus meiner Sicht auch legitim. Zum einen sind die Russen "legal" dort und zum anderen hat Europa und auch Deutschland nun jahrelang durch Desinteresse geglänzt. Was aber ein solcher Partner wie die Türkei noch in der NATO zu suchen hat, warum mit einer solchen Regierung überhaupt über einen EU-Beitritt verhandelt werden soll, und wie in aller Welt mit einem unberechenbaren Herrn Erdogan moderner Menschenhandel wie mit dem Flüchtlingsabkommen getrieben wird, ist mit normalem Verstand nicht nachvollziehbar. Außerdem ist es eine Schande wie die USA, die EU und auch Deutschand die Kurden im Stich gelassen haben! AKK´s derzeitiger Versuch mit der Sicherheitszone unterstreicht unsere Unfähigkeit ein weiteres Mal.
Finden wir uns damit ab, dass die dortigen Geschicke nun von anderen gelenkt werden, und seien wir endlich konsequent und beenden diese leidige Beziehung zur Türkei! Das könnte ein Anfang seriöser Außenpolitik sein ...

Re: Nachfragerin

Trumps Abzugspläne lösten so eine Panik in den USA aus, weil er das mal wieder als spontane Bauchentscheidung beschlossen hatte, ohne das Pentagon oder Außenministerium zu informieren.

Trump ist - so befremdlich das bei dem Pomp klingen mag - kein Dominanztyp, sondern auf Harmonie und Balance aus. Deswegen die vielen Fotos in seinem privaten Büro, die ihn mit all den berühmten Leuten zeigen: Schaut her, ich komme mit jedem gut aus.

Deshalb denkt er auch, dass man Politik wie geschäftliche Deals betreiben könne: Hier Kim Yong-un, willst du nicht mein Freund sein? Oder eben den Brief an Erdogan: Komm schon, so ein kurdenüberfallender Fiesling willst du doch nicht sein, oder?

Internationale Diplomatie ist aber komplizierter und das hat er bitter gelernt.

PS: Obama wollte eben keine Bodentruppen nach Syrien schicken. Das waren wenige Spezialkräfte/Ranger, die Ziele für Luftangriffe identifiziert und frei gegeben haben. Will ja nicht jeder Zivilisten bombardieren wie Assad...

Ein Schritt zur Stabilisierung Syriens

Wenn nach Jahren die Armee der Syrischen Arabischen Republik (SARauch im Norden wieder die Grenzen ihres Staates sichern kann, ist das ein weiterer wichtiger Schritt zur Stabilisierung dieses Staates.
Die Wiederherstellung staatlicher Strukturen und Dienstleistungen ist eine Voraussetzung für die Stabilität eines jeden Landes.
Die Kurden sichern sich durch die Kooperation mit der Regierung Damaskus ihren Einfluss auf die Gestaltung der künftigen politischen Verhältnisse. Die langfristig auf die Zeit nach Assad orientierte russische Außenpolitik hat eine Strategie umgesetzt, die nicht nur den Zerfall der SAR verhindert hat, sondern auch die Möglichkeiten für politische Lösungen der zahlreichen historische, konfessionellen, wirtschaftlichen und von außen nach Syrien getragenen Konflikte schafft. Die Ergebnisse dieser Strategie entsprechen russischen Interessen, aber auch den Bedürfnissen des syrischen Volkes nach Stabilität und Frieden.

EU/Nato

Erdogan hat monatelang die Verbündeten aus der NATO zur Zusammenarbeit eingeladen. Er hat um Hilfe/Unterstützung gebeten. NATO/EU hat die Sorgen des Verbündeten leider ignoriert. Noch schlimmer, Sie haben von ihm erwartet als Aussenposten die EU zu schützen, die Flüchtlinge zu zurückzuhalten aber bitte die PKK in Ruhe zu lassen. Am Ende hat die EU sich ins Abseits geschossen. Erdogan hat pragmatisch und zielorientiert gehandelt. Die aktuelle Situation macht mir Hoffnung in Bezug auf Frieden. Die YPG hat nichts verloren, sie hat es am Ende nur nicht geschafft ein Teil Syriens zu besetzen bzw. zu erobern.

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