Kommentare

Keine Hintergründe

Warum werden die Leser nicht über die Hintergründe dieses unglaublichen Gewalt und Hass Ausbruches informiert. Ich habe Chile vor 5 Jahren als ein sehr ruhiges und sicheres Land erlebt.

Wut = Gewalt & Kriminalität?

Ich bin ja auch ab und zu mal wütend. Und 2 oder 3 mal im Jahr auch so richtig wütend.
Aber noch nie ist es mir in den Sinn gekommen dadurch gewalttätig oder kriminell zu werden.
Dass es dem einen oder anderen Bürger da anders geht; okay. Mag sein.
Aber in dieser Masse?! Kann mir das bitte jemand erklären? Wieso ist ein dermaßen großer Teil der Bevölkerung dieses Landes kriminell und gewalttätig? Wie geht sowas?

Die Frage, wie sehr sich Hinz und Kunz ...

.. schröpfen und/oder sonstwie bevormunden lassen, wird in einigen Ländern gerade eindrucksvoll beantwortet.

Ich denke, unsere Politik sollte daraus die richtigen Schlüsse ziehen und Lasten nicht mehr ausschließlich auf die schwächsten Schultern verteilen. Denn wenn diese - früher oder später zwangsläufig - zusammenbrechen, bricht das ganze System zusammen. Stürzt man dabei von ganz weit oben, kann das ziemlich schmerzhaft sein oder, wenn man ungünstig fällt, sogar mit dem Tode enden. Bildlich gesprochen.

Chile !

Es ist ja legitim, zu protestieren, aber es ist sehr traurig und beschämend, dass es immer wieder so furchtbar ausartet und so schlimm endet.
Ich kann die Wut der Bevölkerung verstehen, wenn sie gegen Preiserhöhungen protestiert.
Dann aber bitte friedlich und mit Verstand.
Chile ist ja da nicht alleine mit solchen Problemen von Verschuldung und falscher Politik. Da gibt es sehr viele Länder, die haben die gleichen Schwierigkeiten, weil oft die falschen Prioritäten gesetzt werden und die Korruption blüht. Auch in Deutschland ist dies so, da geht es auch nur um Gewinn Maximierung in die eigenen Taschen auf Kosten vieler armer Bürger. Siehe die Miete und all die Steuern. Dann wird so mancher Euro dann wieder zum Fenster raus geworfen durch falsche und unüberlegte Entscheidungen und völlig falsche Prioritäten Setzungen. Siehe PKW- Maut !
Wer zahlt die Rechnung, der Bürger und dem Verursacher wird VIELLEICHT mal auf die Finger geklopft.

Pluenderer

Klingt als seien die 10 Leute beim Pluendern und nicht beim Protestieren umgekommen. Da sollte schon differenziert werden, die Ueberschrift ist missverstaendlich.

Chile !

Leider gibt es immer wieder Chaoten, die anscheinend bei berechtigen Protesten dann ihr Gewaltpotential ausleben wollen und müssen. Leider auf Kosten der anderen. Dass sie damit sehr kaputt machen, ist ihnen völlig egal, genauso Menschenleben.
Wenn man sich die heutige Welt so anschaut, dann ist das Aufkommen von immer mehr Gewalt und Unterdrückung sehr beängstigend und furchtbar. Ein Miteinander und Füreinander steht immer mehr im Hintergrund und nur das ICH wird immer mehr entscheidend. Da ist es egal, in welcher Religion oder bei welcher Hautfarbe. Dass jeder Mensch ein für sich einmaliges Individuum ist und jeder Mensch geachtet und respektiert und so akzeptiert werden sollte, wie er ist, geht immer mehr verloren. Was für eine traurige und schamvolle Entwicklung dieser Welt. Chaoten die zerstören, Extremisten die drohen und töten, Politiker die nur diktieren und unterdrücken und in die eigene Tasche wirtschaften. Und all die schämen sich nicht.

ÖPNV oder doch die Renten

Schon zu Beginn des Monats gingen in Chile Tausende auf die Straße. Allerdings ging es um die Rente.
50% der chilenischen Rentner haben Anspruch auf 48.000 Pesos (60€) monatlich.
Chile ist ein neoliberales Land, in dem sich 2018 das private Vermögen seiner Superreichen auf 500 Milliarden US-Dollar anhäufte.

Wenn das mal kein Grund ist, verärgert zu sein.

Und warum wird so etwas hier nicht publiziert?

Schlagzeile: Zehn Tote bei Protesten in Chile

derlei Berichterstattung finde ich nicht in Ordnung
dadurch wird einem suggeriert das Militär hätte etwas damit zu tun
Erst wenn man den ganzen Beitrag liest findet man heraus
dass es sich um Plünderer handelt,
die eben so gierig waren nicht rechtzeitig ihre Beute aus dem Gebäude bringen konnten bevor es abbrannte

Die Bilder gleichen sich

Ob in Hongkong, in Chile, Frankreich oder sonstwo - randalierende Jugendliche, denen die angebliche Freiheit und Demokratie alle Möglichkeiten in die Hand gegeben hat, ihre Gewaltfantasien auszuleben. Ich bin gespannt, wann diese Sorte "Demonstranten" auch hier zeigen, was sie so drauf haben, Hamburg und zuvor Leipzig waren ja nur Vorboten. Demokratie (so wie man sie sich derzeit vorstellt) soll ja wohl auch bedeuten: Sowenig Staat wie nötig un d so viel Freiheit wie möglich - nur der Staat zieht sich immer mehr zurück (tut ers mal ncht, spricht man gleich vom Polizeistaat) und die Freiheit zeigt sich von ihrer großartigsten Seite... Schöne neue Freie Welt! D i e s e r wundervollen Freiheit mussten wir im Osten ja auch so lange entbehren, den Medien sei Dank - so kennen die jungen Leute die grauenhaft unfreien Zustände früherer Zeiten nur noch durch entsprechende ewige Wiederholungssendungen.

ICh denke, in Deutschland

ICh denke, in Deutschland wird es nie zu Protesten kommen, auch wenn die Rente auf 0 gefahren wird, Benzin 5€ kostet, und die Urlaubstage auf -2 reduziert werden. Selbst dann wird man Uns noch weis machen können, daß alles andere der Wirtschaft schade und Arbeitsplätze koste.
Andere Länder haben da pragmatischere Bürger. Und das ist auch gut so. Man muß sich nicht von jedem Politkasper für blöd verkaufen lassen. Das sieht man ja sogar in Frankreich. Dem Heimatland der Revolution.

08:44 von Josh57

Ich habe Chile vor 5 Jahren als ein sehr ruhiges und sicheres Land erlebt.
.
wie würden sie Frankreich einschätzen ?
grundsätzlich .... und wenn sie nichts von diesen Gelbwesten wüssten
mehr als 10 mal war ich in Buenos Aires und in Santiago de Chile
wenn man sich die Menschen in beiden Ländern dort betrachtet, in der City,
Anzüge / Krawatte, die "Frau" im Kleid/Kostüm - so was von kultiviert,
da kommen sie nicht auf so was

09:44 von Sisyphos3

«Schlagzeile: Zehn Tote bei Protesten in Chile
derlei Berichterstattung finde ich nicht in Ordnung
dadurch wird einem suggeriert das Militär hätte etwas damit zu tun.
Erst wenn man den ganzen Beitrag liest findet man heraus …»

Überhaupt gar nichts "wird einem suggeriert".

Und man muss auch nur die ersten zwei Sätze des Artikels lesen, um zu erfahren, wo die Toten durch welche Umstände ums Leben kamen.

Die Artikel-Überschrift: "10 Tote bei Tumulten im Fußball-Stadion" suggeriert auch nicht, die Polizei hätte etwas mit den Todesursachen zu tun …

09:59 von Superschlau

Andere Länder haben da pragmatischere Bürger
.
erstaunlich hierbei darf man auf gewisse kulturelle Unterschiede hinweisen
wenn man das in anderem Zusammenhang macht
heißt es Vorurteile oder Ressentiments

Chile - Musterland für Reiche

Leider zeigt sich hier wieder mal, dass der Neoliberalismus nur die reichsten der Gesellschaft begünstigt. Es darf einfach nicht sein, dass der Staat die Kontrolle über Energie, Gesundheit, Transport, Vorsorge aus der Hand gibt. Die Menschen in Deutschland sollte sich auch mal trauen, auf die Straße zu gehen. Denn anders können sich die Menschen heute nicht mehr wehren." Der Mensch hat nichts zu verlieren, als seine Ketten. " Dieser Spruch hat heute mehr denn je Gültigkeit.

Zehn Tote bei Protesten in Chile....

Und da geht es nicht nur um die Preiserhöhungen bei der Metro.Sondern auch um die niedrigen Renten und Erhöhungen bei Strom-und Gesundheitsversorgung.Bei gleichzeitigen Korruptionsfällen bei Polizei und Armee.
Kurz:Die neoliberale Politik des rechten Präsidenten gerät in die Krise.So wie auch in den Nachbarländern(Lenin Moreno,Macri).

10:05 von Sisyphos3

«mehr als 10 mal war ich in Buenos Aires und in Santiago de Chile
wenn man sich die Menschen in beiden Ländern dort betrachtet, in der City,
Anzüge / Krawatte, die "Frau" im Kleid/Kostüm - so was von kultiviert,
da kommen sie nicht auf so was.»

Es sind auch nicht die "so was von" kultivierten Santiagionenses, die in der Stadt Barrikaden bauen, Steine werfen, Geschäfte plündern.

In Buenos Aires und in Santiago de Chile liefen Sie bei Ihren Besuchen als Tourist auch nicht durch die Stadtviertel, "die man landläufig Slums nennt".

Die gibt es auch, in Santigo. Noch mehr in Buenos Aires, dieser sehr großen Stadt. Sind weder hier noch da in der City, wo die Touristen sind, die aus guten Gründen "nicht in die Slum-Bezirke gehen". Ohne Sprachkenntnisse schon mal gar nicht.

Wer nie in Tokyo am Yasukuni-Schrein bei einem Aufmarsch "der Durchgeknallten" mit Militär-LkWs war. Der meint auch nicht, dass die japan. Polizei dort fast täglich in SEK-Montur mit Schilden + Knüppeln anwesend ist.

10:10 von schabernack

auf was wollen sie raus
in der Schlagzeile stand
"Zehn Tote bei Protesten in Chile"
warum nicht
"Zehn Tote beim Plünderungen in Chile"
und wenn man Bilder Polizei / Militär in Straßenkämpfen verwickelt sieht,
wird das suggeriert

10:31 von schabernack

ich habe nie behaupte die chilenische Seele zu verstehen oder deren Probleme (Wünsche/Hoffnungen)
.
wie auch verstehe ja nicht mal meine Landsleute hierzulande
und bin einer von denen

10:17 von Sisyphos3

«Andere Länder haben da pragmatischere Bürger.»

«erstaunlich hierbei darf man auf gewisse kulturelle Unterschiede hinweisen
wenn man das in anderem Zusammenhang macht
heißt es Vorurteile oder Ressentiments.»

Das hängt sehr davon ab, worauf man bei welchem Land auf welche kulturellen Eigenarten hinweist. Und welche Ursachen man als Begründung für die Unterschiede "her nimmt". "So von alleine" vermutet niemand Vernünftiges Ressentiments dabei …

Sie waren häufiger in Santiago de Chile + in Buenos Aires. Schon alleine diese 2 Städte, CHI + ARG, weisen deutliche Unterschiede in Kultur, Mentalität, Lebensweise auf.

Ich fuhr mit der Fähre von Montevideo für 4 Tage nach Buenos Aires.
"Zwei Welten". Ruhig, entspannt, "zivilisiert" in URU vs. laut, hektisch, "krawallig" in ARG.

In BA besuchten wir ein Fußball-Spiel + ein Polo-Turnier.
Die 2 National-Sportarten in ARG. Wieder "2 Different Worlds"

Süd-Amerika ist noch weniger "einheitlich".
Als es so gut wie alle Länder in EUR sind …

Eine 4 % Preiserhöhung bei

Eine 4 % Preiserhöhung bei der U-Bahn war wohl nur der letzte Auslöser für diesen großen Proteststurm. Es scheint, als ob die Regierungen in vielen Ländern in Südamerika inkompetent und/oder unwillig sind, den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten zu mehren, egal ob es sich um " links "- oder " rechts "- gerichtete Regierungen handelt, selbst wenn es sich um potentiell sehr reiche Länder wie Venezuela handelt.

Schon lustig

- Beschweren sich über steigende ÖPNV Preise
- Zerstören einen Großteil der Stationen und Fahrzeuge

Macht auf jeden Fall sinn.

(Und ja, ich weiß dass da auch noch ganz andere Faktoren dazugehören, wie Unterhaltskosten etc)

10:31 von schabernack

liefen Sie bei Ihren Besuchen als Tourist auch nicht durch die Stadtviertel, "die man landläufig Slums nennt".
.
auch das ist ne schöne Sache in Buenos Aires
da wird man von Einheimischen sehr schnell darauf hingewiesen !!!
dass man besser in die Straße nicht reingeht - wenn man das schon selber nicht merkt
auch dass man die Tasche ganz geschlossen halten soll
und wenn keiner mit ner Kamera rumläuft gehört nicht viel Verstand dazu
oder "Gefühl" das auch nicht zu tun ...

10:42 von Sisyphos3

«n der Schlagzeile stand
"Zehn Tote bei Protesten in Chile"
warum nicht
"Zehn Tote beim Plünderungen in Chile"»

Weil 1. die Überschrift "10 Tote bei Protesten …" die ganz allgemeine ist.

Weil 2. "10 Tote bei Plünderungen …" ebenso offen lässt, ob die 10 bspw. durch Polizei-Einsätze starben. Oder ob sie durch andere Ursachen zu Tode kamen.

Weil 3. schon nach 2 Sätzen des Artikels klar ist, welches die Ursachen für die Todesfälle waren.

Und warum nicht die Überschrift: "10 Tote durch Brände" …?

Und in allen Fällen liest man den ganzen Artikel. Weiß dann mehr, als es jede beliebige Überschrift je ausdrücken + vermitteln kann …

Wie?

"Chiles Präsident Sebastián Piñera hatte am Freitagabend den Ausnahmezustand ausgerufen. Am Samstagabend machte er die Tariferhöhung der U-Bahn rückgängig."

Der Präsident von Chile legt die chilenischen U-Bahn-Tarife fest?

Ist das normal in der Demokratie, tagesschau.de?

Wundert anscheinend keinen, außer mich.

Zuerst: diese Gewalt geht gar nicht - ÖPNV muss kostenlos werden

Zuerstmal möchte ich die Demonstranten wirklich eindeutig auffordern, mit dieser Gewalt, dieser Brandstiftung und diesen Pluenderungen aufzuhören. Denn sowas geht nicht und ihr schadet euch damit selbst weil euch das ueberhaupt nichts nuetzt. Weiterhin fordere ich diejenigen die bei diesen Pluenderungen dabei waren eindeutig auf, die Sachen zurueckzugeben! Sie gehören euch nicht!

https://www.tagesschau.de/ausland/chile-195.html

Zuvor waren in zwei Supermärkten der Hauptstadt zwei Frauen und ein Mann ebenfalls bei Bränden nach Plünderungen umgekommen. Weitere zwei Tote wurden in der ausgebrannten Halle einer Baumarktkette im Süden Santiagos aufgefunden, teilte Bürgermeisterin Karla Rubilar mit.

Aber: die Regierung in Chile sowie auch alle anderen Regierungen sollten wirklich einsehen, dass wegen dem Klima der ÖPNV endlich kostenlos werden muss. Da muessen sich die Regierungen wirklich mehr anstrengen.

Ich denke,

.. 99,99% der Kritiker haben Null Einblick oder Ahnung vom Leben der Chilenen. Wenn man wegen jedem Cent auf die Straße gehen muss,
Bildung, medizinische Versorgung, Energie oder gar Altersversorgung zu Begriffen aus Utopia werden, ist da was in mächtige Schieflage geraten.
Wir kennen ja noch nichteinmal die Sorgen und Nöte unseres EU- Mitgliedes Griechenland; von denen der Menschen des schwarzen Kontinents ganz zu schweigen.
Wir "Vollversorgten" und rundum "Gepäppelten" sollten mal etwas die Nase etwas herunter nehmen. Auch hier lebt nicht jeder im Wohlstand oder Überfluss, keine Frage. Aber ein Dach überm Kopf, ausreichend Nahrung und med. Versorgung sind gewährleistet. Schnaps, Zigaretten oder 3 Handyverträge gehören nicht dazu.
Wir sollten daher bei der Beurteilung ausländischer Lebensumstände etwas zurückhaltender sein.

Hey Tagesschau, wie wärs,

Hey Tagesschau, wie wärs, wenn ihr mal vernünftig Bericht erstattet? Die 10 Toten aus der Schlagzeile sind bei Plünderungen und Brandstiftungen gestorben, nicht beim Protestieren. Und von den Leuten, die friedlich protestierend mit Tränengas und scharfer Munition beschossen werden, kein Wort. Hört auf, einseitige und schlechte Berichterstattungen zu machen und geht lieber eurem Job nach, nämlich unabhängig und vollständig über Geschehnisse in der Welt zu berichten!

@Toni B., 09:13

"Wieso ist ein dermaßen großer Teil der Bevölkerung dieses Landes kriminell und gewalttätig?"

Die Chilenen sind weder krimineller noch gewalttätiger als jedes andere Volk der Welt.

"Wie geht sowas?"

Das "geht", weil die schiere "Masse", also ein sehr großer Teil der Bevölkerung, nicht mehr weiß wohin mit ihrer ohnmächtigen (und ebenso nachvollziehbaren wie berechtigten) Wut. Mit Betonung auf "ohnmächtig".

Trotzdem gibt es Gewalt keine "Rechtfertigung", weder die von "staatlicher" Seite noch die von Bürgern. Weil die sich immer ausschließlich destruktiv auswirkt. Und weil sie noch mehr Gewalt "generiert".

10:56 von Sisyphos3

«ich habe nie behaupte die chilenische Seele zu verstehen oder deren Probleme (Wünsche/Hoffnungen)»

"Wünsche und Hoffnungen" der Menschen weltweit sind grundsätzlich
"fast deckungsgleich".

Leben ohne Armut, ohne zu viel "Plackerei" für den Lebensunterhalt. Sicherheit vor Übergriffen anderer. Wenn die Menschen Kinder haben, auch gute Bildung für die Kinder. Mit der Aussicht "auf ein besseres Leben", als es viele Menschen in Süd-Amerika selbst haben.

Viele Menschen dort sind "mit so wenig zufrieden", was Europäern als "bitterste Armut" erscheint. Nie werde ich die Bergbauern-Familie in den Anden in ECU vergessen, bei der wir übernachteten.

Kein Strom, kein fließendes Wasser, tägliche harte Arbeit.
Keine Armut, 5 fröhliche, lustige, glückliche Kinder, die alle die Schule besuchen konnten. Leben in grandioser Natur, "Freiheit" für selbständige Kinder.

Wir unterhielten uns über Alexander von Humboldt. Er war der Kenner …
Mit gar nichts in der Welt hätten alle 7 tauschen wollen …

Darstellung?

Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend zu sehen, wie stark sich die Berichterstattung von den kursierenden Privatvideos auf den sozialen Medien unterscheidet. Natürlich vertraue ich in erster Linie einer sachlichen Tageszeitung, aber wenn berichtet wird es seien Personen lediglich durch Brände gestorben, die von der protestierenden Zivilbevölkerung gelegt werden, dann muss ich mir doch mal hier ein Konto zulegen. Denn diese Informationen passen so gar nicht in die Vielzahl von Videos in denen das chilenische Militär (auf Drogen - der Konsum ist auf einigen Videos klar zusehen) Menschen aus nächster Näher erschießen, Kinder mit Schlagstöcken verprügeln und Personen überfahren (sofort tot). Auf Seiten der Demonstranten gibt es auf jeden Fall ebenfalls Gewalt, diese richtet sich aber vorrangig gegen materiellen Dingen. Und statt der Demonstranten sieht man eine Vielzahl von Polizisten, die Fernseher stehlen... Die Bilder sind wirklich schrecklich, wie auch diese Berichterstattung.

11:19 von rossundreiter

«Der Präsident von Chile legt die chilenischen U-Bahn-Tarife fest?
Ist das normal in der Demokratie, tagesschau.de?
Wundert anscheinend keinen, außer mich.»

Wissen Sie, wer Eigentümer + Betreiber der U-Bahn in Santiago de Chile ist?
Des größten U-Bahn-Netzes in allen Städten in ganz Süd-Amerika.

Ich weiß es nicht. Ist der Staat CHI Eigentümer + Betreiber (u.U. durch eine staatliche "Bahngesellschaft"). Dann ist es der Staat, der die Preise festsetzt.

War in JAP bis 1986 auch so. Seither sind es private Betreiber, die die Preise ohne Einfluss des Staates gestalten. Wie ist es 2019 in CHI …?

Beim ZDF lese ich mehr Gruende warum die Bevölkerung sauer ist

Weitere Gruende warum die Bevölkerung in Chile sauer auf die Regierung ist lese ich bei den ZDF-Nachrichten.

Es geht dabei um nicht eingehaltene Reformen im Gesundheitsbereich und im Bildungsbereich:

https://tinyurl.com/yyqnldnq
ZDF-Nachrichten: Gewaltsame Proteste in Chile - Regierung weitet Ausnahmezustand aus (21.10.2019 08:53 Uhr)

Mit einem Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent im vergangenen Jahr gehört Chile zu den ökonomisch stabilsten Ländern der Region. Gleichzeitig stiegen aber die Lebenshaltungskosten unter der Regierung Piñera und die soziale Ungleichheit nahm weiter zu. Zugesagte Reformen vor allem im Bildungswesen und im Gesundheitssektor blieben aus.

Auch da sollte man deutlich mehr Anstrengungen von der Regierung erwarten können. Dafuer können zum Beispiel auch erwirtschaftete Ueberschuesse genutzt werden.

11:39 von schabernack

"Wünsche und Hoffnungen" der Menschen weltweit sind grundsätzlich
"fast deckungsgleich".
Viele Menschen dort sind "mit so wenig zufrieden", was Europäern als "bitterste Armut" erschein
Kein Strom, kein fließendes Wasser, tägliche harte Arbeit.
.
ja was jetzt ?
ist man hierzulande mit "wenig" zufrieden
geht nicht arbeiten weil es nicht mehr "bringt" als Hartz4
träumt man von bedingungslosem Grundeinkommen

sie haben sicherlich nicht unrecht,
dass viele Wünsche und Hoffnungen ähnlich sind
aber auch der Willen das sich zu erfüllen ?

Es gärt so einiges in diesem Land

Wobei die Ticketpreise nur ein Aspekt sein dürften.

Aber gerade in Chile braucht kein Bürger mit Verbesserungen im sozialen/Bildungsbereich zu rechnen.

Auch Jahrzehnte nach Pinochet wacht die Armee darüber, das sich das Land nicht vom Pfad totaler wirtschaftlicher Liberalisierung entfernt.

Sollten die Proteste sich verstetigen oder intensivieren, gibt es einen Putsch.

Wie 1973.

Im Dienste der Unternehmer und ihrer Handpuppen.

wie viel male wollen sie noch friedlich demonstrieren?

@Am 21. Oktober 2019 um 09:22 von Traumfahrer
Chile !
Es ist ja legitim, zu protestieren, aber es ist sehr traurig und beschämend, dass es immer wieder so furchtbar ausartet und so schlimm endet.
Ich kann die Wut der Bevölkerung verstehen, wenn sie gegen Preiserhöhungen protestiert.
Dann aber bitte friedlich und mit Verstand.

schauen sie sich doch bitte um und vor allem in ihrer realen welt bei sich zu hause. wie viel male sind menschen auf die strasse gegeangen und haben friedlich demonstriert, wobei sie von politikern ignorierd und verlacht wurden.
erst als es zu gewaltausbrüchen gekommen ist oder kommt, wups auf einmal hôrt man, verspricht und versteht.
es sind eben die politiker die die menschen zwingen gewalttätig zu werden wenn sie etwas erreichen wollen, friedlich? geht leider gar nichts mehr oder sind bei ihnen die strompreise rubntergegangen? spritpreise runtergegangen? mietpreise runtergegangen? usw.

11:58 von Sisyphos3

«ja was jetzt ?
ist man hierzulande mit "wenig" zufrieden
geht nicht arbeiten weil es nicht mehr "bringt" als Hartz4
träumt man von bedingungslosem Grundeinkommen»

Die weit, weit überwiegende Mehrheit der Menschen in DEU träumt weder von Hartz 4, noch vom Bedingungslosen Grundeinkommen "als Soziale Hängematte". Die eigene Arbeit + Anstrengungen überflüssig machen.

In CHI ganz sicher nicht. Auch nicht in DEU.
Ist zu viel "Soziales", zu viel Hängematte.

"Arbeiten gehen" ist auch "soziale Teilhabe", die Hängematte nie bieten kann. (In CHI fehlende) soziale Sicherungssysteme, Bildungschancen für finanziell weniger gut Gestellte, Nicht-Korruption staatlicher Institutionen sind gerade die Triebfedern, die die Proteste (Unruhen) in Santiago "voran treiben".

Mein Bsp. mit der Bergbauern-Familie in ECU ist nicht allgemein gültig "für dort". Die positive Ausnahme einer Familie, "die mehr hat als der Durchschnitt".

Auch in der Birne, da sie Touristen Übernachtung gegen Bezahlung bot …

Wünsche und Hoffnungen ...

Was kann man eigenlich wirklich beurteilen , ..
so weit weg in der Welt ?
Proteste , ..
wie sangen einst die Beatles !?
Du denkst wir brauchten eine Revolution , ..und was wird dann ?
Aktuelles Geschehen einordnen mit scheinbar gerechteren Charakteren , ..was für eine Illusion ...

@Demokratieschülerin 11.23

kostenloser ÖPNV? Wir reden hier über Länder, die mit hoher Verschuldung kaum die nötigsten staatlichen Aufgaben bewältigen können! Schauen Sie sich mal die aktuelle Krise in Argentinien an! Und ÖPNV kostet viel Geld. Mit welchem Geld sollen zusätzliche Subventionen finanziert werden? Mit Ihrem? Mal wieder meilenweit von der Realität entfernt...

Ich kenne die Verhältnisse in

Ich kenne die Verhältnisse in Chile nicht genau, aber:
1. Vielleicht ist die U-Bahn staatlich?
2. Wenn das nicht der Fall ist und das Volk revoltiert, muss die Politik in die Wirtschaft eingreifen.

Wir sind alle Menschen mit Problemen

"Es ist ja legitim, zu protestieren, aber es ist sehr traurig und beschämend, dass es immer wieder so furchtbar ausartet und so schlimm endet."
Ja, ein menschliches Problem.

"Dann aber bitte friedlich und mit Verstand (protestieren)."
Ja, ein menschliches Problem.

"Auch in Deutschland ist dies so, da geht es auch nur um Gewinn Maximierung in die eigenen Taschen auf Kosten vieler armer Bürger."
Ja, ein deutsches menschliches Problem.

"Dann wird so mancher Euro wieder zum Fenster raus geworfen ..."
Ja, ein europäisches Fensterphänomen, ein EU-Menschen Problem.

"Siehe PKW-Maut!" Ja, ein Bayern Problem.

"Wer zahlt die Rechnung, ..." Unser Problem, menschlich gesehen ...

"... dem Verursacher wird VILLEICHT mal auf die Finger geklopft." Sein Problem, jetzt aber bitte nicht lachen, an diesen Fingern ist ein Mensch, und ihm tut es auch weh.

Diese Probleme sollten uns alle schmerzen
Chile Solidarität.

11:23 von Demokratieschuetzerin

«ÖPNV muss kostenlos werden.

Aber: die Regierung in Chile sowie auch alle anderen Regierungen sollten wirklich einsehen, dass wegen dem Klima der ÖPNV endlich kostenlos werden muss. Da muessen sich die Regierungen wirklich mehr anstrengen.»

Auch bei "wärmerem Klima" wächst Geld nicht auf Bäumen, wohin Staaten nur genügend Pflücker schicken müssen, um es für völlig kostenfreien ÖPNV "einzusammeln".

"Mal auf Santiago de Chile runter gesammelt":

Wäre in der ganzen Stadt der ÖPNV rund um die Uhr kostenlos. Gäbe es für jeden Fahrgast noch einen Mate-Tee + ein belegtes Sandwich "für umme" dazu.

Wäre kein anderes der vielen Probleme der Unzufriedenheit der Menschen in CHI dadurch im Ansatz gelöst. Nicht ein einziges …

Und darüber, was ÖPNV kostet, haben Sie sich wohl noch nie Gedanken im Detail gemacht. Ist ja nicht das erste Mal, dass Sie mit derart weltfremden Forderungen "aufs Feld auflaufen" …

13:14 von Hajo Pei

«Ich kenne die Verhältnisse in Chile nicht genau, aber:
1. Vielleicht ist die U-Bahn staatlich?
2. Wenn das nicht der Fall ist und das Volk revoltiert, muss die Politik in die Wirtschaft eingreifen.»

Ich bemühte in der Zwischenzeit meine Suchmaschine im Netz.

Das U-Bahn-Netz in Santiago de Chile wird betrieben von der: "Empresa de Transporte de Pasajeros Metro S.A.". Eine Aktiengesellschaft.

Kapitaleigner ist zu 100% der Staat CHI. In verschiedenen Stationen des Streckennetzes gibt es Wandgemälde verschiedener chilenischer Maler.

Daran kann ich mich (grundsätzlich) noch erinnern, dass ich solche Gemälde sah, als ich einst dort mit der U-Bahn fuhr.

Wie u.a. in Prag und Moskau, ist die U-Bahn in Santiago de Chile auch eine Attraktion für Touristen, um "einfach mal" damit zu fahren, und sich das unterschiedliche Ambiente der einzelnen Stationen anzusehen …

um 13:26 von schabernack

>>
Und darüber, was ÖPNV kostet, haben Sie sich wohl noch nie Gedanken im Detail gemacht. Ist ja nicht das erste Mal, dass Sie mit derart weltfremden Forderungen "aufs Feld auflaufen" …
<<

Sie gehen die Foristin hart an. Im Kern unterstütze ich deren Ansinnen.

Natürlich ist ÖPNV nie kostenlos - es geht nur immer darum, wer die Kosten trägt. Und das könnte gerne gerechter verteilt sein. Was spricht dagegen, die Einkommensteuer um einen Prozentpunkt zu erhöhen und dafür nicht nur den ÖVPN, sondern auch noch die Bahn für deren Fahrgäste kostenfrei zu stellen und zusätzlich deutlich auszubauen ? Man spart auch noch so einiges ein dabei: Automaten, Verkaufsstellen, Kontrolleure, Richter, die jetzt Schwarzfahren bearbeiten usw. Und nebenbei hat man auch noch den Klimaeffekt. Das alles gilt für Chile, wie für Deutschland, wie anderswo auch.

Im Detail braucht es mehr Demokrtatieschue...

>>Demokratieschue...

Lassen Sie sich nicht beirren. Und wenn Sie Zeit haben und Zugang zu den wesentlichen Details, dann werden diese von größerem Nutzen sein. Ihre Forderungen nach einem weltweiten ÖPNV ist nicht "weltfremd", sondern eines der Umstände, die diese Welt rasch benötigt, ebenso wie das Beenden, Menschen in Ihrer Armut als Lastesel für Neoliberale Menschenfeinde zu mißbrauchen. Nichts anderes sind die Ursachen der Konlfikte in Chile.

10:17, Sisyphos3

>>09:59 von Superschlau
Andere Länder haben da pragmatischere Bürger
.
erstaunlich hierbei darf man auf gewisse kulturelle Unterschiede hinweisen
wenn man das in anderem Zusammenhang macht
heißt es Vorurteile oder Ressentiments<<

Ach Mann.

Sie dürfen nun wirklich sagen, was immer Sie wollen. Allerdings müssen Sie auch mit Gegenrede umgehen.

Der Kommentar das Users, auf den Sie etwas larmoyant antworten, war mir eigentlich keine Gegenrede wert, aber da Sie hier wieder anfangen, von kulturellen Unterschieden zu reden, muss ich dann doch mal was dazu sagen:

Zwischen Chile und Deutschland bestehen vor allem Unterschiede, was die wirtschaftliche Lage der so genannten großen Masse angeht. Mit anderen Worten, weite Teile der dortigen Bevölkerung leben in für uns unvorstellbarer Armut. Die Menschen in Deutschland sind deswegen so ruhig, weil es der ganz, ganz großen Mehrheit hier immer noch ziemlich gut geht.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Anscheinend kann....

niemals die Wahrheit erwartet werden, obwohl sie zumindest teilweise in der Realität deutlich zu sehen ist. Ich frage mich immer wieder, wofür die Zerstörung von Privat- oder öffentlichem Eigentum gut sein soll. Was bewirken denn die Unruhen in Chile, dem Libanon oder vor kurzem in Paris? Die Schäden belaufen sich vermutlich auf dutzende von Millionen, die entweder dem privaten Eigentümer oder dem Staat in welcher Form auch immer, ungefragt aufgebürdet werden . Die Schäden werden dann entweder garnicht oder sehr spät beseitigt und der Staat muß dafür Mittel verwenden, die eigentlich für andere Ziele geplant waren. Und wenn die Schäden wegen Sinnlosigkeit nicht mehr repariert werden, hat man schon den Grund für die nächsten Unruhen, weil "DIE" sowieso alle korrupt sind. Interessant ist eigentlich nur noch, daß niemand "DIE" genauer und beweisbar nennen und beschuldigen kann oder will!

13:52 von Klärungsbedarf / @schabernack

«Sie gehen die Foristin [@demokratieschützerin] hart an. Im Kern unterstütze ich deren Ansinnen.»

In DEU lebte in nie wo anders als in Köln. Dort ist "großstadt-like" der ÖPNV nicht "toll", aber brauchbar. Für finanziell schlechter Gestellte gibt es Ermäßigungen, vor allem für Familien mit vielen Kindern.

Meine prinzipielle Beurteilung "ÖPNV kostenlos - ja/nein" stützt sich auf die Zeit, in der ich in Tokyo lebte + arbeitete.

JAP hat Aber-Zig-Milliarden in den ÖPNV investiert. Züge + U-Bahnen.
Seit Jahrzehnten. Genauer gesagt, seit 1964. Als die Olympischen Spiele erstmals in Tokyo waren. Als die 1. Shinkansen-Trasse entstand.

JAP ist ein sehr teueres Land. Der stetige Ausbau des ÖPNV folgt einem strikten, unbeirrbaren Konzept: "Schiene vor Straße".
Bis in entlegene Regionen.

ÖPNV in JAP ist "atemberaubend" gut, was Verbindungen angeht. Nie wäre das Geld für Investitionen vorhanden, wäre dort ÖPNV kostenlos.

Er ist teuer, aber relativ zum Auto kostengünstig. Der bessere Weg …

14:00 von Ist Wahr

«Ihre Forderungen [@Demokratieschützerin] nach einem weltweiten ÖPNV ist nicht "weltfremd", sondern eines der Umstände, die diese Welt rasch benötigt …»

Nicht um die Frage der Existenz des ÖPNV, aber um die Frage der Kostenübernahme ging es. "Weltweiter ÖPNV" sind Flugzeuge, Länder verbindende Bahnstrecken, und Schiffe. Diese "kostenlos" für Nutzer zu machen, "ist nun wahrlich zu viel des Guten" …

Wichtiger noch als "kostenlos", ist erst mal die Existenz von ÖPNV.
Wo keiner ist, kann man ihn auch nicht nutzen, selbst wenn er nichts kostet.
Ist in Städten so, meist erst recht auf dem Land. In DEU, in CHI, in FRA … wo auch immer.

ÖPNV zur Verfügung zu stellen, kostet viel Geld. Sehr viel Geld. In DEU, in Santiago de Chile. Oft könnte man Mittel aus Ticket-Preisen besser einsetzen, als man es tut. Wohl nicht nur in DEU

"Ist der Spagat" zw. "was kostet ÖPNV?" und "wo ist überhaupt ÖPNV?".
Kann man … so oder so … entscheiden.

"Je mehr kostenlos", desto schwieriger wird mehr ÖPNV …

@schabernack, 11:56

"Dann ist es der Staat, der die Preise festsetzt."

Der Artikel spricht vom Präsidenten. Staat (in Demokratie) ungleich Präsident.

Dass ich gerade Ihnen so etwas erläutern muss, wundert mich etwas. So uninformiert sind Sie doch normalerweise nicht.

re klärungsbedarf

"Was spricht dagegen, die Einkommensteuer um einen Prozentpunkt zu erhöhen und dafür nicht nur den ÖVPN, sondern auch noch die Bahn für deren Fahrgäste kostenfrei zu stellen und zusätzlich deutlich auszubauen ?"

Z. B. spricht dagegen, dass ein Prozent mehr Einkommensteueraufkommen bei Weitem nicht für kostenlosen ÖPNV und schon gar nicht für kostenlose Bahn reicht.

Sie haben offensichtlich keine Idee, was Ihr Vorschlag kosten würde.

14:53 von rossundreiter / @schabernack

Ich: «Dann ist es der Staat, der die Preise festsetzt.»

Sie: «Der Artikel spricht vom Präsidenten. Staat (in Demokratie) ungleich Präsident.

«Dass ich gerade Ihnen so etwas erläutern muss, wundert mich etwas. So uninformiert sind Sie doch normalerweise nicht.»

Und was genau wissen Sie nun, welche "Direktiven" dem Präsidenten in CHI als Staatsoberhaupt hinsichtlich der zu 100% als Kapitaleigner dem Staat gehörenden U-Bahn-Betreiber-Gesellschat in Santiago zustehen …?

"So'ne ins Blaue hinein" - Aussage.
Um nur ja irgendwie irgendwas irgendwem zu widersprechen.

Ich fragte Sie weiter oben im Verlauf, ob Sie denn wissen, ob der Staat CHI die Bahnen in Santiago betreibt. Geantwortet darauf haben Sie nicht.
Habe ich mich selbst informiert.

Machen Sie das mal zu den Befugnissen des Präsidenten in CHI hinsichtlich der Bahn-Preise. Dann können Sie mir Ihre Erkenntnisse ja mitteilen …

um 14:59 von karwandler

>>
Sie haben offensichtlich keine Idee, was Ihr Vorschlag kosten würde.
<<

Totschlagargumente behindern immer konstruktive Diskussionen. Sie kennen ja auch nicht die genauen Beträge.

Was Sie aber nicht verstanden haben: Ein steuerfinanzierter Nahverkehr (und Bahnverkehr) kostet exakt erst mal weniger als ein fahrpreisfinanzierter Verkehr, weil nämlich, wie ich bereits schrieb, diverse Aufgaben entfallen würden. Und es zahlen einige mehr, andere weniger, weil in der Steuer immerhin noch eine soziale Komponente enthalten ist. Man muss dann das finanzieren, was man meint haben zu müssen und das unterliegt demokratischen Entscheidungsprozessen. Mit "war schon immer so" werden Sie nie voran kommen.

Arme Linke, wo geht es lang... da vorne rechts... Danke f. slim

"Zwischen Chile und Deutschland bestehen vor allem Unterschiede, was die wirtschaftliche Lage der so genannten großen Masse angeht. Mit anderen Worten, weite Teile der dortigen Bevölkerung leben in für uns unvorstellbarer Armut. Die Menschen in Deutschland sind deswegen so ruhig, weil es der ganz, ganz großen Mehrheit hier immer noch ziemlich gut geht.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel."

Ich muß leider sagen: eine ziemlich Linke (Materialistische Philosophie?) Analyse. Aber diese Aussagen sind keine Einzelfälle oder Ausnahmen, wenn "Linke" Vegleiche zwischen neoliberalen Wirtschaften machen. Ziemlich gut. Auf die sonst geschätzten Details wollen wir hier nicht dringen. Es geht ja nur um den Wink. Links geht es da (<<) lang; nicht hier (>>) lang.
Der Unterschied ist nicht immer für jeden zu erkennen. In Deutschland wird die Wahrnehmung seit einiger Zeit immer komplizierter gemacht als anderswo. Das könnte an den Fortgeschritteneren hiesigen Linken liegen. Ich bin kein Linker.

re klärungsbedarf

"um 14:59 von karwandler

>>
Sie haben offensichtlich keine Idee, was Ihr Vorschlag kosten würde.
<<

Totschlagargumente behindern immer konstruktive Diskussionen. Sie kennen ja auch nicht die genauen Beträge."

Ich habe einen ungefähren Anhalt, wieviele Milliarden ein Prozent mehr am Einkommensteueraufkommen bringt.

Dagegen stehen allein 57 Milliarden Investitionstau, um die Bahn auf jetzigen Stand zu zu bringen. Und ausbauen wollen Sie auch noch. Müssen Sie auch, wenn erheblich mehr Bahnverkehr stattfinden soll.

Deshalb bleibts dabei: Wie Sie kostenlosen ÖPNV und Bahnverkehr finanzieren wollen, da ist große Leere.

@schabernack, 15:37

Davon rede ich ja:

Dass es mit einer Demokratie in meinen Augen nicht vereinbar ist, wenn das Staatsoberhaupt die Befugnisse besitzt, per Dekret die Ticketpreise zu ändern. Völlig egal, ob Staatskonzern oder nicht.

Dass dem so ist, hat tagesschau.de ja im Artikel geschrieben. Da muss ich mich nicht weiter informieren.

Wir drehen uns etwas im Kreis...

15:39 von Klärungsbedarf

«Ein steuerfinanzierter Nahverkehr (und Bahnverkehr) kostet exakt erst mal weniger als ein fahrpreisfinanzierter Verkehr, weil nämlich, wie ich bereits schrieb, diverse Aufgaben entfallen würden.»

"Wenn ich nochmal JAP bemühen darf" …

Ich schrieb es weiter oben schon mal.
Bis 1986 waren die Bahnen in JAP zu 100% staatlich. Trassenbau, Unterhalt, Festlegung der Preise. "Ging so nicht weiter" bei den Vorhaben, die anstanden.

Man privatisierte. Mit in so einer Art von "5-Jahres-Plänen" fest gelegten Zielvorgaben für alle privaten Betreiber. Hauptziel: Bahn muss besser, attraktiver, kostengünstiger für Nutzer sein, als Fahren mit dem KfZ.
Sie muss "überall" sein (in vertretbarem Maß).

Die Shinkansen-Züge zw. den Ballungsräumen Tokyo / Osaka fahren 24 Std. / Tag. "In Stoßzeiten" (morgens + abends je 3 Std) im Takt von 8 (!) Minuten.

Die JR-Rail-Netzkarte für 28 Tage kostet 469 Euro (1. Klasse).
Eine entsprechende DB-Variante in DEU für 1 Jahr ca. 7.000 Euro.

"Streckennetz zählt" …

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