Ihre Meinung zu: 30 Sarkophage mit Mumien in Ägypten entdeckt

20. Oktober 2019 - 10:33 Uhr

Sie wurden vor fast 3000 Jahren vergraben. Doch auch jetzt strahlen die Farben von 30 Holzsärgen noch, die Archäologen nun in Ägypten ausgruben. Was sie darin fanden, zeigten sie der Öffentlichkeit.

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Kommentare

Ist schon erstaunlich

was an Kreativitaet 3000 Jahre ueberdauert hat. Formen, Material und Farben sind einzigartig.

Die Hinterlassenschaft unsere Zeit ueberdauert sicher auch 3000 Jahre, ist aber meist Plastik, zwar in verschiedener Form aber mit zumindest verblichenen Farben.

Sehr beeindruckend,

doch fände ich es aus Respekt vor den Toten besser, sie an der Stätte zu lassen, wo sie seit dreitausend Jahren ihre Ruhe hatten. Sensationslust fordert es sicher nicht, dass die Särge, da wo sie sind mit ihrem Inhalt die nächsten dreitausend Jahre überdauern werden. Eine Bestandsaufnahme mit anschließender erneuter Bestattung würde ich als eine ehrfurchtsvolle Behandlung sehr begrüßen.

@IBELIN

"Die Hinterlassenschaft unsere Zeit ueberdauert sicher auch 3000 Jahre, ist aber meist Plastik, zwar in verschiedener Form aber mit zumindest verblichenen Farben."

Käme auf einen Versuch an. Wenn man unser Plastik in der ägyptischen (sehr trockenen) Erde vergräbt, sind möglicherweise auch dessen Farben nach 3000 Jahren noch nicht verblasst.

Sinnlose Grabräuberei. Fotos

Sinnlose Grabräuberei. Fotos machen und wieder einbuddeln. Bei uns ist es übrigens verboten, am Friedhof jemanden auszubuddeln. Auch wenn der noch so viele Goldringe hat.

wenn ich mir vorstelle

ich werde nach 3.000 Jahren ausgegraben
und meine sterblichen Überreste in einem Museum ausgestellt
Würdelos ....
Ein wenig mehr Achtung wäre - meiner- bescheidenen Meinung nach - geboten

12:02 von IBELIN

Die Hinterlassenschaft unsere Zeit ueberdauert sicher auch 3000 Jahre,
.
das können sie glauben !
und wenn wir schon bei Ägypten sind ... den Pharaonen
... dem Fluch des Tutanchamun
... sollten unsere Nachfahren in 10.000 ..... 100.000 Jahren
so nen alten Salzstollen aufmachen
unbedacht und naiv, die werden sich wundern was sie da für nen Fluch
in verblichenen ehemals orangefarben Fässern finden .....

Zumal diese mumien nun 3000

Zumal diese mumien nun 3000 jahre gehalten haben. Es ist davon auszugehen, dass die nie kaputt gegangen wären. Im museum sind die nach 200jahren nur noch staub.
Und zerstückelt, weil jeder hinz&kunz ne Probe braucht.

Fund der Menschheit.

Es ist zu hoffen das die über 3000 jährige Mumien die nächste Touristengeneration überleben.
Der Fund ist aber sensationell. Hoffentlich sind die Konditionen im neuen Museum besser als bisher.

@Sisyphos3

"wenn ich mir vorstelle

ich werde nach 3.000 Jahren ausgegraben
und meine sterblichen Überreste in einem Museum ausgestellt
Würdelos ..."

So unterschiedlich kann man die Welt sehen ...

Ich bin dann schon 3000 Jahre tot und erweise der Menschheit einen Gefallen, wie ich es zu Lebzeiten nicht fertiggebracht habe!

Was für eine tolle Vorstellung!

@Superschlau

"Sinnlose Grabräuberei. Fotos machen und wieder einbuddeln. Bei uns ist es übrigens verboten, am Friedhof jemanden auszubuddeln. Auch wenn der noch so viele Goldringe hat."

1. ist es keine Grabräuberei.

2. wäre es keinesfalls superschlau, die Särge wieder einzubuddeln, da sie dann dem Risiko der Grabräuberei ausgesetzt wären.

3. besteht, wie Sie als superschlauer Mitmensch sicher wissen, ein kleiner Unterschied zwischen einer historischen Grabstätte und dem Dorffriedhof vor Ort, gerade auch in juristischer Hinsicht.

OT: Mich würde lebhaft interessieren, wie Sie sich Ihren Nicknamen ausgesucht haben.
Ich habe ja schon mal erwähnt, dass ich einen Nicknamen haben wollte, der mit mir möglichst wenig zu tun hat ...

aber der interessiert Leser weiß schon ...

dass um die Jahrhundertwende 10.000de von Mumien
dort in Lokomotiven verbrannt wurden
Baumwolltücher und die mit Erdpech bestrichenen Leichen
erschien den Briten geradezu ideal, bei teurer/ fehlender Kohle

@Superschlau

"Bei uns ist es übrigens verboten, am Friedhof jemanden auszubuddeln. Auch wenn der noch so viele Goldringe hat."

Nicht wenn man bis 3000 Jahre nach der Bestattung wartet.
Verboten ist es dann nur noch die Goldringe zu behalten.

Ich finde diese ständige

Ich finde diese ständige Grabräuberei auch unter scheinbar wissenschaftlichem Interesse, einfach nur pietätlos und empfinde dieses Tun mittlerweile als unangenehm. Wenn man von der Glaubensgeschichte und den Totenkulten dieser ehemaligen Gesellschaften ausgeht, ist doch die Störung, besser der Verlust derer Totenruhe doch unentschuldbar. Für mich ist das Tun diesen Menschen gegenüber genauso ein Tabubruch, wie es die Zerstörung eines jüdischen Grabes, was ja auf ewig bleiben muss, darstellt. D.h. man hat die Ideen und deren Dimensionen all dieser Kulturen in erträglichen Maßen zu achten, gleich welcher Religion, zumindest aber darf man nicht länger diesen ganzen Totenzirkus, egal ob mit immer wieder neuen Ausstellungen von Mumien, genauso wenig wie mit Plastinaten in so inflationärem Maßen immer weiter treiben.

12:41 von Dieter_59

Sehr beeindruckend,

"doch fände ich es aus Respekt vor den Toten besser, sie an der Stätte zu lassen, wo sie seit dreitausend Jahren ihre Ruhe hatten"

Ich glaube, ich sehe das ganz anders.
Verstorbene sind in Sand und Dreck verbuddelt alles andere als gewürdigt.

Verstorbene brauchen auch keine "Ruhe".
Sie HABEN Ruhe.

Falls man religiös ist, erlebt man die Toten ohnehin nicht als identisch mit dem Wesen des vergangenen Menschen.

Ich nehme an, dass die Mumien in Museen kommen, und ganz gewiss nicht aus "Sensationslust".

In Museen sind sie quasi wieder 'unter uns', und das ist die einzig mögliche Respektbezeugung, die mir einfällt.

Selbst Schulkinder zeigen diesen Respekt, wenn sie durch so ein Museum gehen.

Es ist ein unvergleichliches Erlebnis.
Und es hält das ganze Leben lang an.

@superschlau

"Bei uns ist es übrigens verboten, am Friedhof jemanden auszubuddeln. Auch wenn der noch so viele Goldringe hat."

Wieder mal falsch. Wäre das so wären unsere Friedhöfe schon längst überfüllt.

Nach einer festgelegten Zeitspanne wird Otto Normalo ausgegraben, um Platz für neue zu schaffen.

Wozu ein Ort zum trauern, wenn es nach 150 Jahren niemanden mehr gibt der trauert, weil die auch alle tot sind?

Um ewig zu liegen müssen sie schon irgendwas besonderes gemacht haben und nach 3.000 Jahren sind sie im Museum besser aufgehoben, sonst kommen echte Grabräuber und nehmen die mit.

@Sisyphos3 - 13:00

"wenn ich mir vorstelle
ich werde nach 3.000 Jahren ausgegraben und meine sterblichen Überreste in einem Museum ausgestellt
Würdelos ....
Ein wenig mehr Achtung wäre - meiner- bescheidenen Meinung nach - geboten"

Da den meisten Menschen schon Klima und Umwelt in den nächsten 100 Jahren schnurz sind darf man davon ausgehen, dass nach weiteren 3.000 Jahren keiner mehr da ist, um etwas auszugraben.

Ihre Mitmenschen haben in Bezug auf Achtung und Würde auch viel mehr zu Lebzeiten etwas davon als in den Gräbern.

Im übrigen wäre unser Wissen über vergangene Kulturen um einiges ärmer, wenn Ausgrabungen im Anspruch der Archäologie nicht stattfinden dürften.

Sensationell

und derart gut erhalten mit ihren Farben, diese Sarkophage. Danke für die Bilder! Gut, dass diese Kulturschätze Ägyptens nicht Grabräubern in die Hände gefallen sind und nicht ins Ausland verhökert! Sie sind nun der interessierten Öffentlichkeit zugänglich.

12:02 von IBELIN

>>Die Hinterlassenschaft unsere Zeit ueberdauert sicher auch 3000 Jahre, ist aber meist Plastik, zwar in verschiedener Form aber mit zumindest verblichenen Farben.<<

Und unser strahlender Atommüll bestimmt auch...

Mit, nach heutigen Maßstäben

Mit, nach heutigen Maßstäben kleinen Aufwand, ein Maximum erreicht, erstellt für die Ewigkeit. Auch ohne unser zutun hätte das alles weitere 3000 Jahre überstanden. Heute würden allein die Umweltverbände Sturm laufen.
Von unserer Plaste-und Betongesellschaft wäre nach 3000 Jahren nix mehr übrig, was die Menschen in ihren Bann ziehen könnte.
Beim Betrachten dieser Grabkunst kann Neid auf vergangene Zeiten aufkommen.
Was mag ein Betrachter in ähnlicher Zukunft denken, wenn er eine Bettpfanne oder ein iPhone in Händen halten würde?
Unsere Kunst, unsere Museen, elektronischen Speichermedien und Bücher überdauern solche Zeiträume nicht.
Wir werden der Nachwelt wenig brauchbares hinterlassen.

@Dieter_59,

„Sehr beeindruckend, doch fände ich es aus Respekt vor den Toten besser, sie an der Stätte zu lassen, wo sie seit dreitausend Jahren ihre Ruhe hatten. Sensationslust (...)“

Tote sind durch nichts mehr „aus der Ruhe“ zu bringen. Und was hat das Interesse am Leben in früheren Zeiten mit „Sensationslust“ zu tun?

@Sisyphos3

"wenn ich mir vorstelle, ich werde nach 3.000 Jahren ausgegraben
und meine sterblichen Überreste in einem Museum ausgestellt
Würdelos ..."

In Ergänzung zu meinem früheren Kommentar:
Waren Sie schon einmal in Bozen bei Ötzi (seit 5300 Jahren tot)?
Falls ja - fanden Sie das dort würdelos?

Ich war dort und fand es sogar sehr würdevoll: eine ganze Ausstellung, die sich nur dem Leben und der Zeit eines einzigen Menschen widmet. Die sich sehr respektvoll mit dem harten Leben der Menschen der damaligen Zeit beschäftigt. Und die zeigt, wie unglaublich viele Informationen über diese Zeit uns Herr "Ötzi" (in Ermangelung eines besseren Namens) hinterlassen und "geschenkt" hat.

Man konnte ihn auch sehen. Davon abgesehen, dass während meiner Anwesenheit dort niemand auch nur annähernd auf die Idee kam, sich pietätlos zu benehmen, war an seiner Kühlkammer auch noch ein Schild angebracht mit dem Hinweis, dass es sich um einen Toten handele und man sich bitte entsprechend verhalten solle.

@ Ramuthra (14:00)

>@Superschlau> "Um ewig zu liegen müssen sie schon irgendwas besonderes gemacht haben und nach 3.000 Jahren sind sie im Museum besser aufgehoben, sonst kommen echte Grabräuber und nehmen die mit."

Sehr schlaue Leichen werden meistens von doofen Grabräubern übersehen. Intelligente Archäologen finden da immer die schöneren unter den dann doofen Leichen heraus. Die wissen in der Regel auch, welche bunten oder bleichen Leichen zu welcher Zeit in sind.
"Die reitenden Leichen" (berühmte Reihe spanischer Horrorfilme) kommen Forschern nur selten und freiwillig entgegen. Aber als Doppelvorstellung (vier Stunden mit zwischendurch Speise-Eis) in Kinos an der Rambla (Barcelona) auch ein schöner Zeitvertreib, wenn draußen Temperaturen wie in der ägyptischen Wüste brüten.

@ 13:00 von Sisyphos3

„ wenn ich mir vorstelleich werde nach 3.000 Jahren ausgegraben“

Glauben Sie im ernst, Ihre Nachfahren bezahlen 3000 Jahre lang die Miete auf dem örtlichen Friedhof? Wenn Sie Pech haben ist es heutzutage nach 20 Jahren vorbei mit Ihrer Totenruhe.

Da hatten es die Ägypter schon richtig gut.

@13:08 von Superschlau

„ Es ist davon auszugehen, dass die nie kaputt gegangen wären.“

Mit ‚nie‘ ist das so eine Sache :)
Oder wie es Woody Allen mal formulierte:
„Die Ewigkeit dauert sehr lange, besonders gegen Ende.“

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