Ihre Meinung zu: Proteste in Santiago de Chile: Ausnahmezustand verhängt

19. Oktober 2019 - 7:09 Uhr

Weil die Ticketpreise bei der U-Bahn erhöht wurden, sind in Chiles Hauptstadt Santiago schwere Unruhen ausgebrochen. Demonstranten attackierten Haltestellen und Verkaufsschalter. Präsident Piñera rief den Ausnahmezustand aus.

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Kommentare

Randale wegen 4 Cent?

Diese doch recht moderate Preiserhöhung kann in meinen Augen nur ein Auslöser, aber nicht die Ursache der Proteste sein. Den Bildern zufolge hat sich da eine Wut entladen, die nicht mit 4 Cent zu erklären ist.

Da steckt mehr dahinter

Es geht um mehr in Chile. Ein Staat hat nach Forderungen der Bevölkerung zu funktionieren, die da wären: kostenlose Bildung und kostenlose Mobilität in der Nähe.
Jede Nation hat andere Vorstellungen von Staatszielen. Leider leidet der konservative Herr Pinera unter der Vorstellung Chile muss so funktionieren wie die USA. Dies wollen die Chilenen aber nicht.

Leider schlecht

Leider schlecht recherchierter, undifferenzierter Artikel, der die Situation in Chile nicht genug betrachtet.
Hoffe auf Überarbeitung.

tagesschau hätte den nutzern

erklären sollen, in welcher relation diese preiserhöhung im vergleich zu europäischen verhältnissen steht. schon alleine, um uns nutzern, wie auch "nachfragerin", zu verdeutlichen, was die preiserhöhung für die menschen dort bedeutet.

Wieder so ein Fall

bei dem offenbar nur wenige Sachkundige wissen, was wirklich in Südamerika los ist. In meiner Wahrnehmung handelt es sich bei Chile um ein wohlhabendes Land.
Vielleicht ist das ja auch gar nicht falsch, keine Ahnung. Aus irgendwelchen Gründen ist ja auch bei unserem nun zweifellos gut situiertem westlichen Nachbarn Vandalismus bei eher geringfügigen Anlässen nicht unüblich.

Wozu das gut sein soll, erschließt sich sowieso nicht. Die Beseitigung der Schäden kostet ja Geld, das irgendwie über die Fahrpreise wieder eingetrieben werden muss.

08:34 von Brynhildur Erik...

Ein Staat hat nach Forderungen der Bevölkerung zu funktionieren,
.
dann sollten die ne andere Regierung wählen
auch wenn Chile und seine Menschen sich doch von der allgemeinen Mentalität
ihrer Nachbarn unterscheidet
man kann nur das Geld ausgeben das man hat
nebenbei bemerkt
jetzt noch Schäden verursachen senkt die Kosten/Ticketpreis definitiv nicht

zu vermuten ist, die Gründe dieser Unruhen ist ganz woanders zu suchen

Seit Monaten protestiert eine

Seit Monaten protestiert eine breite Front von Studenten, Gewerkschaften, Frauenorganisationen, sozialen Bewegungen und Vertretern indigener Völker gegen die neoliberale Politik von Präsident Piñera. Die Ticketerhöhung ist ein Puzzlestein, zumal es die zweite innerhalb von 10 Monaten ist.

Ist doch wie immer

Kann mich der Kritik nur wieder anschließen. Nur selten erleben wir einmal einen Bericht, in der Zahlenangaben in Relation gesetzt werden. Nur ein Beispiel aus eigenem Erleben (allerdings muß man dazu die AC-Reisebusse verlassen, und sich "unters Volk" mischen)
In Sri Lanke ist der Durchschnittslohn einer Näherin ca 250€. Dafür ist Bildung und Gesundheit kostenlos. Eine Eisenbahnfahrt von Negombo nach Colombo, Hin und Zurück für 2 Personen koste ca 0,40€ (was kostet eine S-Bahn-Fahrt in Berlin?), Mittagessen in einem (einheimischem) Restaurant
für 4 Personen ca 5€.
Das wäre auch hier für Chile möglich gewesen.
Um den Topf voll zu machen. Wenn man in Sri Lanka Bettler auf der Straße sieht. Selbst die haben (zwar "privatwirtschaftlich" organisiert) eine Kranken- und Altersvorsorge!

Proteste in Santiago de Chile:Ausnahmezustand verhängt....

Und nicht nur dort.In Ecuador wurde der auch verhängt(Proteste wegen der IWF-Auflagen).Es scheinen sich die Probleme mit den Folgen neoliberaler Politik zu verschärfen.Ob Chile oder Argentinien.

Tageschau ist nicht Wikipedia.....@ um 08:42 von suomalainen

Sie hätten lieber einen Blick auf eine populäre Suchmaschienen-Seite getan, so wie ich und wären, so wie ich informiert gewesen.
Und ja "@ Nachfragerin " hat in diesem Fall recht wenn Sie von moderater Preiserhöhung spricht.
Ihnen "nutzer suomalainen" empfehle ich einem bekannten Spruch: "Schlag nach bei Google - da steht alles drin"!
Tageschau ist nicht Wikipedia.....
Schönen Tach auch.

Nicht nur Gewalt, auch ein korruptes System ist kriminell

"Dieser Drang, alles kaputt zu machen, ist kein Protest, das ist kriminell"

Die Ursache dieser Proteste ist nicht „der Drang, alles kaputt zu machen“, sondern die Tatsache, dass schon eine Preiserhöhung von vier Eurocents bei einer öffentlichen Dienstleistung, auf das sie angewiesen sind für viele Bürger eine (weitere) einschneidende Einschränkung der persönlichen Bewegungs- bzw. Gestaltungsfreiheit in ihrem täglichen Leben bedeutet - und der (Irr-)glaube, keine anderen Mittel zu haben, um sich gegen das Diktat des Geldes (= „von oben“ auferlegte finanzielle Zwänge) wehren zu können.

Dass Gewalt da eine „Ventilfunktion“ zum „Wutablassen“ hat, weil man glaubt, keine andere Mittel zu haben, um sich gegen die herrschenden gesellschaftlichen Missstände zu wehren, ist zwar nachvollziehbar, macht sie aber trotzdem nicht akzeptabel.

Weil sie an den Ursachen der Misere nicht das Geringste ändert (jedenfalls nicht nachhaltig), sondern sie weiter verschärft. Und es auch geeignete Mittel gibt.

An den Rand gedrängt!

Da zeigt sich dann wohl an diesem Beispiel am besten, an diesen Ausschreitungen, dass wenn eine verarmte Gesellschaft an den äussersten prekären Rand der Armut getrieben wird, dass wenn die Grenzen der sozialen Ungerechtigkeit erreicht sind, zu was dann ein paar Cent Erhöhung, Verteuerung führen können.
Davon sind wir hier in Europa in den meisten Ländern zwar noch ein gutes Stückchen entfernt, um so mehr reagieren die Menschen hier schon sehr viel frührer, wenn viele auch hier beginnen zu spüren dass vieles teurer wird, die Löhne nicht wirklich mitziehen, ansteigen, gutbezahlte Arbeitsplätze stetig verloren gehen und ein Weg der drohenden Verarmung und gesellschaftlich möglichen Zerfalls und der Ungerechtigkeiten sich andeutet, vorzeichnet, ähnlich wie in einem Land wie Chile.
Viele der Zeichen, der Bilder, der Unruhen aus aller Welt sollten gerade uns in Europa aufhören lassen und wie sollten nicht die Augen vor dem was dort vor sich geht verschliessen, stecken wir doch auch mit drin

Proteste in Chile

Ein einfacher Klick auf den Devisenrechner genügt, um festzustellen, dass es fette 40 cent sind, um die die Fahrpreise erhöht wurden. Und das in einem Land, in dem die Lebenshaltungskosten höher sind als hier in Deutschland, die Löhne wesentlich niedriger. Abgesehen davon, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Und dass Pinera noch jeden sozialen Protest umgehend kriminalisiert. Und jetzt werden die "läppischen" 4 cent von allen Medien reproduziert. Hm. Irgendwie nicht wirklich seriös ...

Provokation der Regierung?

Wird wohl so empfunden und ist nur ein Grund mehr, auf die Strasse zu gehen.

@ suomalainen, um 08:42

Was Sie monieren, dachte ich nach dem Lesen des Artikels auch zunächst.
Hab dann etwas gekugelt und fand, dass Chile wirtschaftlich zwar nicht ganz so schlecht dasteht, dass aber der Großteil der arbeitenden Menschen nur über ein recht geringes Monatseinkommen verfügt.
Während das Durchschnittseinkommen in D ca. 40.000/J. betrug, ist es in Chile ca. 12.500. (Und man weiß ja, was “Durchschnittseinkommen“ bedeutet!)
So könnte die genannte Fahrpreiserhöhung schon Grund für derartige Proteste sein, zumal in Santiago die Lebenshaltungskosten recht hoch sind - vergleichbar mit D.

Trotzdem kann das Zerstören von U-Bahn Stationen und Bussen keine Rechtfertigung sein.

Politik für die Bürger

Es ist schon eine andere Kultur.

Für die Bürger anderer Länder ist längst klar, dass die Pokitiker nicht die Interessen der Bürger vertreten. Bei uns heißt dies "Elitenkritik" und wird für anstößig gehalten.

Dabei haben die möchtegern-Eliten längst jeden Bezug zur Bevölkerung verloren. Die Besserverdienenden können es sich nicht vorstellen, dass Preissteigerungen bei Verkehr oder Energie für viele Bürger schwer zu bewältigen sind. Denn die Reichen fahren nicht Bus oder Bahn und den Sprit für die Dienstlimousine bezahlen Sie auch nicht selber. Von steigenden Strompreisen profitiert diese Elite auch noch, denn sie hatte das Kapital, um in Wind- und Solarstromanlagen zu investieren, deren üppige Rendite von der Allgemeinheit, den Stromkunden finanziert wird.

Es ist also verständlich, dass die Bürger nun die Nase voll haben von der politischen und wirtschaftlichen "Elite".

Protest (diesen aber nicht) kann man verstehen,

stellt sich nur die Frage nach der politischen Teilhabe durch Beteiligung an Wahlen. Die ultra-konservativen Regierungen/Präsidenten sind nicht vom Himmel gefallen sondern gewählt worden.

Die entsprechenden Angehörigen der Bevölkerung hätten ihr Wahlrecht wahrnehmen und andere Parteien/Personen in Amt und Würden wählen sollen.

Immer nur die Leier, daß "die da oben" durch eine Protest-Wahl abgestraft werden müßten, führt meist zu unerwünschten Ergebnissen.

Das ist dann der kurze Weg aus dem Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Abwasser-Grube. Und aus dieser kommt man (meist) nicht mehr raus.

Es kommt doch

darauf an, was man im Land für 30 Chilenische Peso bekommt, die Umrechnung in Euro sagt da nicht viel.
Wenn das stimmt was " Am 19. Oktober 2019 um 09:32 von Bernd39 " als Beispiel geschrieben wurde, dann kann ich mich nur noch anschließen.
Ohne Erklärungen sind Beiträge oft nicht zu verstehen, das gilt auch immer für Artikel wo es um Lohn und Gehalt geht, keine Zahlen.

Die Proteste und besonders die Zerstörungen, sind sicher nicht gut, aber nicht alle sind so friedlich wie die Deutschen Sofasitzer.

@sisyphos3

Wenn der Kandidat vorher lügt und danach was anderes macht, braucht man sich nicht zu wundern. Chilenen ticken eben anders als Deutsche.

@Hansi Glück

es ist nicht meine aufgabe, mir meine grundsätzlichen informationen zum besseren verständnis der lage zusammenzusuchen (bei weiteren infos oder zur vertiefung ist das was anderes). immerhin haben wir es bei tagesschau nicht mit einer drittklassigen seite zu tun, die auf boulevard-niveau berichtet. sie bringen ja auch nicht ihr auto in eine qualitätswerkstatt und begnügen sich mit vagen aussagen des mechanikers, die sie dann zuhause bei google nochmal nacharbeiten müssen, um zu wissen, was er da gemeint haben könnte.

Ich bin vermutlich.......

schon zu alt, um die Unruhen in Chile oder dem Irak oder in Bercelona zu verstehen. Kann mir jemand beweisen, daß brennende Autoreifen oder Müllcontainer oder gewalttätige Auseinandersetzungen schon jemals zu einer Verbesserung geführt haben? Ich habe den Verdacht, daß es immer nur die Gelegenheiten für Chaoten-Profis sind! Geschädigt wird nur die Kommune bzw. der Staat. Oder glaubt jemand, daß ein z.B. ausländischer Arbeitgeber sich von Unruhen annimiert fühlt zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen? Und wenn auf Polizisten eingeschlagen wird, glaubt dann jemand, daß Korruption verschwindet? Fast lustig ist dann, daß zwar manchmal Personen ausgetauscht werden, die Jubel verursachen, aber dann auch wieder korrupt sind. Ich möchte wetten, fast alle Teilnehmer der Demonstrationen sind das auch!

Wikipedia keine Quelle.

@09:34 von Hansi Glück
Manche Artikel sind von einer Administratoren-Clique "korrumpiert".
Also ist es m.E. sinnvoll, wenn die Tagesschau auch Hintergründe zum Verständnis mitliefert - was ja auch oft passiert.

Mich würde interessieren, ob es in Chile einen Zusammenhang mit oder eine "Stimmung" für Proteste gibt.
Vor Kurzem gab es z.B.
heftige Auseinandersetzungen zwischen dem chilenischen Staat und Großgrundbesitzern auf der einen und Mapuche auf der anderen Seite. Da ging es um während der Kolonisierung enteignetes Land.

grenouille, 10:10

Ein einfacher Klick auf den Devisenrechner genügt, um festzustellen, dass es fette 40 cent sind

Also der von mir benutzte Rechner gibt 3,789 Eurocent für 30 CLP aus.

10:52, krittkritt

>>Wikipedia keine Quelle.
@09:34 von Hansi Glück
Manche Artikel sind von einer Administratoren-Clique "korrumpiert".<<

Verschwörungen, wohin man nur blickt.

Wie kommt eigentlich die Macht dieser sagenhaften Administratorenclique zustande?

@grenouille

Wenn Sie schon einen Devisenrechner vorschlagen, sollten Sie auch selbst richtig ablesen.
30 Pesos sind 0,038€, gerundet also 4 Cent und keine vierzig!

10:52, karlheinzfaltermeier

>>Ich bin vermutlich.......
schon zu alt, um die Unruhen in Chile oder dem Irak oder in Bercelona zu verstehen. Kann mir jemand beweisen, daß brennende Autoreifen oder Müllcontainer oder gewalttätige Auseinandersetzungen schon jemals zu einer Verbesserung geführt haben? Ich habe den Verdacht, daß es immer nur die Gelegenheiten für Chaoten-Profis sind! <<

Volksaufstände gehen immer und überall mit solchen unangenehmen Begleiterscheinungen einher. Gesittet geht es da eher selten zu. Ich kenne das nicht anders. Natürlich kann ich Ihnen nicht beweisen, daß daraus Verbesserungen entstehen, Regierungen wurden allerdings öfters schon mal so gestürzt.

Was habe ich mir unter einem Chaoten-Profi vorzustellen? Jemand, der dafür bezahlt wird? Solche Theorien kommen ja immer auf, wenn so etwas wie im vorliegenden Fall passiert. Allerdings nicht, wenn es sich um eine US-freundliche Regierung handelt, gegen die protestiert wird.

Chile, tut mir leid

Stimmt. Pardon. Trotzdem, es geht um mehr. Und es ist immer noch viel für die Durschschnittschilenin, zumal das mehrmals im Jahr passiert.

pardon, es sind doch 4 cent, habe mich geirrt

Aber immer noch viel für Chile. Und es geht um weitaus mehr. Auch darum, dass grundsätzlich alle sozialen Proteste kriminalisiert werden (früher im Jahr schon Proteste gegen Einschnitte ins Bildungssystem)

10:52 von krittkritt

«Wikipedia keine Quelle. Manche Artikel sind von einer Administratoren-Clique "korrumpiert".»

Bei der Frage, zu der wer wem anderen riet, Wikipedia zu konsultieren.

Bei dieser Frage geht es darum, ob 4 Cent in Relation zum existierenden Ticket-Preis in Chile nun viel oder wenig ist. Sprich: sind es evtl. 4%, evtl. 10%, oder evtl. auch noch mehr.

Es ist natürlich zu erwarten, dass sich "die korrumpierte Autoren- Clique" ganz besonders darum kümmert, Zahlen-Infos zu Fahrpreisen zu fälschen. Gibt ja auch kaum was Wichtigeres, das Fälschung lohnenswert macht.

Sie sollten schon Obacht geben, hinter welchen Bäumen Sie die Verschwörer vermuten. "Mit dieser Nummer jedenfalls" können Sie in Cabaret und Comedy auftreten …

gewalt ist kein gutes mittel

aber die friedliche methode um sich gehör zu schaffen hilft nicht mehr, weder in chile noch in deutschland - eu. politiker lachen sich ins gesicht wenn sie die friedlichen demonstrationen sehen und machen weiter über den köpfen seiner bevölkerung. 4cent euro sind für einen aus chile eben viel. man sollte bitte nicht alles mit dem künstlich aufgeblasenen euro werten.

wenn ich aber so die preiserhöhungen, steuergelder und programme die viel geld kosten und auf die bevölkerung abgewälzt werden wie in deutschland dann frage ich mich wer besser ist. der chikene der sich erhebt und seine unzufriedenheit zeigt und gewinnen wird oder der deutsche der sein gehalt schrumpfen sieht und für alles bezahlen muss ohne ende? das ist keine auffirdeung für gewalt, aber hier sollte sich dennoch jeder mal fragen warum die chilenen auf die strasse gehen, komisch nicht für klima aber fürs überleben. das gesättigte deutschland werkt schon garnicht mehr seine veramung!

11:12 von NonServiam

re @grenouille
.
Wenn Sie schon einen Devisenrechner vorschlagen, sollten Sie auch selbst richtig ablesen.
30 Pesos sind 0,038€, gerundet also 4 Cent und keine vierzig!

Da sieht man mal, dass es hier bei manchen Foristen nicht um einen Meinungsaustausch, sondern vielmehr um Rechthaberei geht, um den anderen bloßstellen zu wollen.

Denn der User grenouille schrieb zwar im ersten Satz seines Kommentars von 40 Ct. ("..um festzustellen, dass es fette 40 cent sind,..), bezifferte aber am Schluss den Umrechnungskurs mit 4 Ct.: Und jetzt werden die "läppischen" 4 cent von allen Medien reproduziert. Hm. Irgendwie nicht wirklich seriös ...

Für mich zweifellos ein Schreibfehler, so wie es vielen Foristen in der Eile des Schreibens auch passiert. Wenn man also richtig überlegt, kann es nur ein Schreibfehler sein und man sollte sich nicht dumm stellen.

Also, lb. Foristen, nicht auf irgendwelche Fehlerteufelchen anderer schauen, sondern auf die Sache.

11:32 von grenouille

pardon, es sind doch 4 cent, habe mich geirrt

Ich habe im Gegensatz anderer Foristen Ihren Kommentar genau gelesen und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es sich um einen Fehlerteufel handeln muss. Einen solchen würde ich in keiner Weise monieren, zumal sie sich ja am Schluss ihres Kommentars berichtigt haben. Aber manche sind heiliger als der Papst.

@fathaland slim um 11:20Uhr

Nachdem Sie ja auch nicht gerade kleinlich sind mit pauschalen Bezeichnungen, nehme ich Ihnen nicht ab, daß für Sie jemd nur ein Profi ist, der bezahlt wird. Oder haben Sie wirklich so ein eingeschränktes Weltbild? Wie Sie richtig schreiben, können Sie nicht beweisen, daß diese Arten von Unruhen jemals zu dauernden Verbesserungen geführt hätten. Um so mehr verstehe ich nicht, die von Ihnen vertretene Relativierung, ja Entschuldigung. Diese Unruhen bürden dem Staat nur neue Kosten auf und sind im Rest der Bevölkerungen meistens eher kontraproduktiv. Und ich bleine nei meiner eher skeptischen Beurteilung, daß die meisten Demonstranten letztlich genauso korrumpierbar sind, wie diejenigen, gegen die sie, stellvertretend durch die Polizei, gewalttätig werden. Nach der wird übrigens später auch immer gerufen! Und Ist für Sie eine gwalttätige Unruhe gegen eine USA-freudliche Regierung eher zu entschuldigen?

Grenouille 11.32 Uhr

"Auch darum, dass grundsätzlich alle sozialen Proteste kriminalisiert werden (früher im Jahr schon Proteste gegen Einschnitte ins Bildungssystem)"

Also, die Sachbeschädigungen an den U-Bahnen sind an sich schon kriminell, da muss man nix kriminalisieren. Und icg finde schon, dass der Staat dann schon konsequent handeln muss.

Auch die Gelbwesten fand ich wegen dem Vandalismus auch sehr fragwürdig.

Allerdings: Wenn der Staat friedliche Demonstrationen kriminalisiert, dann ist das für den gesellschaftlichen Frieden mehr als kontraproduktiv.

10:52 von karlheinzfaltermeier

«Ich bin vermutlich schon zu alt, um die Unruhen in Chile oder dem Irak oder in Bercelona zu verstehen.»

Solange man nicht von alterbedingten Einschränkungen der Gehirnleistungen beeinträchtigt ist, zu verstehen. Solange ist man kognitiv nie zu gar nichts zu alt …

Was Chile angeht: Nach URU ist es das am stärksten "europäische" Land in ganz Süd-Amerika. Von der Einwanderungs-Abstammung der dort lebenden Menschen her. "Vom gemäßigten Charakter des Aufbrausens" im persönlichen / gesellschaftlichen Umgang miteinander. Ein eher "entspanntes" Land. "Das Temperament" in anderen Ländern des Kontinents ist "heißblütiger", kann schneller … hier und da … eskalieren.

CHI ist vergleichsweise "wohlhabend". Aber auch ein Land, in dem es seit zig-Jahren großen Unmut über die gesellschaftliche Ungleichheit gibt. Exemplarisch sind die hohen Studiengebühren, die diese Ungleichheit "zementiert halten". Aus diesem Grund gab es schon häufig Unruhen im Land (in Santiago de Chile).

Der Tropfen, der …

@ um 10:52 von karlheinzfaltermeier

In Hongkong oder Venezuela glauben der Westen und dessen Medien doch auch, dass gewalttätige Demonstranten etwas Gutes bewirken.

@Jean-Baptiste, 10:07 (Re: „An den Rand gedrängt!“)

„... wenn die Grenzen der sozialen Ungerechtigkeit erreicht sind, zu was dann (...)
Davon sind wir hier in Europa in den meisten Ländern zwar noch ein gutes Stückchen entfernt (...)“

Die Folgen desselben Problems machen sich, wie Sie sehr richtig feststellen, auch hierzulande immer deutlicher bemerkbar.

Hier ein Beispiel (@Anna-Elisabeth gestern unter einem anderen Thread): „Wichtiger und hilfreicher als (...) scheint mir in einer funktionierenden (...) Medizin die Zuwendung zu sein. Diese Zuwendung kommt m.E. (...) entschieden zu kurz“

Das allein schon deshalb, weil Zeit angeblich Geld ist. Und das heute mehr denn je „gilt“.

In unserem von „politischen Interessen“ einer Minderheit gesteuerten Wirtschaftssystem gibt es quer durch alle Branchen immer auch Leute, die davon zu „profitieren“ versuchen - vor allem da, wo viel Geld zu „holen“ ist. Daher ist es zynischerweise kein Zufall, dass gerade hilfesuchende Menschen in verzweifelten Situationen zu deren bevorzugten Opfern werden.

Wen die wirtschaftlichen Verhältnisse in Chile...

...wirklich interessiert, sollte in der Tat mal googeln, zumal man dort auf Foren von Leuten stößt, die vor 10 oder 20 Jahren dorthin ausgewandert sind.
Die können aktuelle, selbst erlebte Verhältnisse schildern, die das Wissen auch um Themen dieser Art, wie sie im Artikel angesprochen werden, erhellen.
Ich glaube nicht, dass es Aufgabe der TS ist, diese Arbeit noch nebenher zu erledigen, wenn es darum geht, Tatsachen aktueller Art zu berichten; das würde letztlich auch den Platz für derartige Meldungen sprengen.

@Der Tropfen, der … 12:12 von Schabernack

zu @@10:52 karlheinzfaltermeier

"das System ins Wanken bringt.." ;)

Charly M. zerrt gerade an mir, um mir zu zeigen,
dass er mit dem 'tendenziellen Fall der Profitrate' doch richtig lag.

Wenn man es etwas weiter fasst, hat er sicherlich recht.
Und zuerst 'knallts' normalerweise halt bei den Ländern
mit schwächerem Bruttosozialprodukt.
Oder bei den Gruppen die relativ am stärksten leiden.

Es lebe der Fortschritt..

10:10 von grenouille

Ein einfacher Klick auf den Devisenrechner genügt, um festzustellen, dass es fette 40 cent sind, um die die Fahrpreise erhöht wurden.
.
Fahrpreiserhöhung von 800 auf 830 Pesos ausgebrochen - umgerechnet eine Erhöhung von vier Euro-Cent. Im Januar hatte es bereits eine Preiserhöhung um 20 Pesos gegeben
bei mir sind das 50 Peso
ich nahm einen Devisenrechner ....
aktuell 3,8 mit der Erhöhung im Jan zusammen 6,3 Euro Cent

in dem Zusammenhang viel mir das schlechte Abschneiden von Schülern in Mathe ein
.... nur Schüler ?

"...Ausnahmezustand verhängt "

Ausnahmezustand wegen gestiegener Ticketpreise - welch paradiesisch anmutende Zustände, das Volk wehrt sich, wenn man ihm die Taschen zu leeren sucht … Was schlimmeres könnte es geben … Hat nicht das "Blutgericht" schon immer zugeschlagen, wenn einer den Himmel auf die Erde holen wollte?
Aber was tun, wenn die öffentlichen Kassen leer sind - es gibt so etwas wie eine Kostenrechnung und wenn ein Linker irgend etwas weiß, dann das er nicht gegen das Wertgesetz an kann.

12:15 nie wieder spd

"in Hongkong oder Venezuela glauben der Westen und die selben Medien doch auch....."

Das ist das berühmte Spiel des mit "zweierlei Maß messens" das wir perfekt beherrschen (und das auf allen Ebenen).

12:00, karlheinzfaltermeier

>>Nachdem Sie ja auch nicht gerade kleinlich sind mit pauschalen Bezeichnungen, nehme ich Ihnen nicht ab, daß für Sie jemd nur ein Profi ist, der bezahlt wird.<<

Das ist meine Definition des Begriffs "Profi". Da steckt das Wort Profession drin, zu deutsch Beruf.

>> Wie Sie richtig schreiben, können Sie nicht beweisen, daß diese Arten von Unruhen jemals zu dauernden Verbesserungen geführt hätten. Um so mehr verstehe ich nicht, die von Ihnen vertretene Relativierung, ja Entschuldigung.<<

Mit keinem einzigen Wort habe ich irgend etwas relativiert oder entschuldigt.

>>Und Ist für Sie eine gwalttätige Unruhe gegen eine USA-freudliche Regierung eher zu entschuldigen?<<

Sie scheinen überhaupt nicht verstanden zu haben, was ich schrieb. Anders kann ich mir diese seltsame Frage nicht erklären.

12:15, nie wieder spd

>>@ um 10:52 von karlheinzfaltermeier
In Hongkong oder Venezuela glauben der Westen und dessen Medien doch auch, dass gewalttätige Demonstranten etwas Gutes bewirken<<

Taten der Westen und seine Medien das? Gibt es da eine einheitliche Beurteilung? Die vorgegeben wird? Oder wie habe ich mir das vorzustellen? Wird im vorliegenden Fall anders berichtet, weil die chilenische Regierung eine "westfreundliche" ist? Woran erkennt man das?

10:52 von krittkritt

«Mich würde interessieren, ob es in Chile einen Zusammenhang mit oder eine "Stimmung" für Proteste gibt.
Vor Kurzem gab es z.B.
heftige Auseinandersetzungen zwischen dem chilenischen Staat und Großgrundbesitzern auf der einen und Mapuche auf der anderen Seite. Da ging es um während der Kolonisierung enteignetes Land.»

In ganz Süd-Amerika geht es bis heute auch darum, dass Indigene Bevölkerungsgruppen "Landraub" (zurecht) beklagen. Unterschiedlich in Abhängigkeit vom Bevölkerungsanteil solcher Gruppen. Und von der Art ihrer Beteiligung an Staats- & Einfluss-Strukturen im Land.

CHI steht in diesem Aspekt "nicht gut da". Es geht nicht nur "um Ex-Kolonial + Mapuche". Auch um aktuellen "Landraub" + Vertreibung bspw. durch den Lithium-Abbau in der Atacama-Wüste im Norden des Landes.

Derartige Fragestellungen sind aber (so gut wie immer) unabhängig von Problemen der städtischen Bevölkerungen. Sie spielen eine Rolle in ländlichen Gegenden. Nicht in Städten, nicht an U-Bahn-Stationen …

12:40, jukep

>>12:15 nie wieder spd
"in Hongkong oder Venezuela glauben der Westen und die selben Medien doch auch....."

Das ist das berühmte Spiel des mit "zweierlei Maß messens" das wir perfekt beherrschen (und das auf allen Ebenen).<<

Könnten Sie mir bitte am vorliegenden, hier diskutierten Beispiel zeigen, wie mit zweierlei Maß gemessen wird?

@ um 10:10 von grenouille

"Proteste in Chile
Ein einfacher Klick auf den Devisenrechner genügt, um festzustellen, dass es fette 40 cent sind, um die die Fahrpreise erhöht wurden. Und das in einem Land, in dem die Lebenshaltungskosten höher sind als hier in Deutschland, die Löhne wesentlich niedriger. Abgesehen davon, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Und dass Pinera noch jeden sozialen Protest umgehend kriminalisiert. Und jetzt werden die "läppischen" 4 cent von allen Medien reproduziert. Hm. Irgendwie nicht wirklich seriös ..."
.
Ich weiß nicht welchen Devisen Rechner Sie verwenden, aber mein Devisen Rechner kommt auf weniger als 4 Cent.

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