Kommentare

Für Putin läuft es überhaupt nicht nach Plan.

Im Gegenteil: Er ist in einer unangenehmen Zwickmühle.
Erdogan würde am liebsten den angrenzenden Teil Syriens übernehmen.
Die Idee einer Aufteilung Syriens war in den USA jedenfalls zu lesen.
Putin dagegen will - völkerrechtskonform - Syrien als Ganzes erhalten.

Er könnte natürlich Syrien dabei helfen, in Übereinstimmung mit der Rechtslage, die Türkei aus Syrien herauszuwerfen - mit entsprechenden Folgen für das Verhältnis zu Erdogan.

Ja

Alles läuft nach Plan. Die Terroristen verkriechen sich 35km gen Süden und niemand muss sterben.

einiges spricht dann wohl dafür,...

...dass hier zwischen Putin, Erdogan und Assad alles schon abgesprochen ist. Erdogan darf seinen Genozid durchziehen, Gebiete werden nach Absprache aufgeteilt. Grausam, zynisch, ekelhaft. DIe USA hat null Einfluss, nur einen Schwätzer als Präsident. Ganz schön traurig. Am meisten ärgert mich, dass der Despot vom Bosporus eine ungeheure Aufwertung bekommt.

11:40 von schabernack

Beziehungskrisen zw. Ländern sind aber nicht, wie eine Beziehngskrise zw. Ehepaaren. Keine der Parteien kann in eine andere Stadt ziehen. Man sieht sich nie wieder, hat gar nichts mehr miteinander zu tun, sobald geklärt ist, wer das Auto, und wer den Hund bekommt.
.
gelegentlich gibt's auch da Probleme - und wenn es die gemeinsamen Kinder sind
ansonsten haben sie natürlich recht mit ihrem Beispiel

Sehr geehrte Frau Nagel !!!

Ihren Worten folgend läuft alles nach Putins Plan. Wie schön, hat wenigstens Einer einen Solchen. (!)

Es ist nicht leicht,

hier aus Deutschland einen objektiven Blick zu haben. Die einen scheinen sich verzockt zu haben, die anderen bleiben weiter am Ball. Aber alle- auch die Kurden- brauchen einen friedlichen Ort zum leben.

vor 5 Tagen

habe ich geschrieben, und von vielen Lesern belächelt.:
Planspiel: Die USA ziehen nicht ihre Truppen ab. Und Assad versucht alleine von der YPG/PYD das Land wiederzuholen. Was wäre dann passiert. ? Es hieße der böse Assad (jetzt gerade aber wieder gut) geht gegen die Kurden vor. Und dann auch noch mit der Gefahr US-Soldaten zu treffen. Besser: Türkei kündigt den Einmarsch an , USA ziehen sich zurück, YPG/PYD sind gezwungen Assad um Hilfe zu rufen. Die kommen, aber nicht aktiv der YPG/PYD zu helfen. Sondern die von der YPG/PYD besetzten Städte zurück zu holen. Ein direktes Treffen zwischen Türkei und Syrien wird es nicht geben. Bei der 1. und 2. Einmarsch (Afrin und Ostteil) der Türkei kam Assad erst gar nicht.!!

Ausgezahlt

Na wunderbar, dann beginnt sich Putins Investition in die 2016er US-Wahl endlich richtig auszuzahlen. Trump hat als (vermutlich eine von vielen) Gegenleistung erstmal die Kontrolle über den nahen Osten an Russland abgegeben. Muss nicht unbedingt das schlechteste sein, wenn man sich das Chaos anschaut, das die Amis seit den 50ern dort angerichtet haben.

Was ist so schlimm daran,

wenn auch mal etwas Russland in die Karten spielt?
Soll bei Konflikten und Kriegen immer nur alles für andere Staaten (z.B. USA, Türkei, Saudi-Arabien, Irak, Deutschland, Frankreich) nach Plan laufen?
Kann der Westen nicht gönnen?

Trump offenbart seine Unfähigkeit mehr und mehr

und hinterlasst mit seiner senilen Altherren-Politik politisch einen Scherbenhaufen. Mag sein, das seine Wähler im "Rust Belt" oder in der evangelikal-extremistischen Wählerschaft der mittleren Bundesstaaten das honorieren. Weltpolitik aber sollte nicht nach den eher schwächsten Lampen im Lampenladen orientieren...
.
Die Frage sei erlaubt: was wird aus Syrien? Ein Vasallenstaat Russlands? Oder vielleicht eine "Dauerbaustelle", zerrissen zwischen Islamisten, Türken, Kurden, Russen?
.
Es ist mir herzlich egal, wer welche "Machtinteressen" dort haben mag. Das wichtigste sind die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Fragt die mal jemand? Erdogan ganz sicher nicht. Er öffnet schon wieder die Büchse der Pandora und agiert als Aggressor und Kriegstreiber.
.
Die UNO ist gefordert. Robuste UN-Truppen, Assad, Putin, Erdogan, Iran in die internationalen Schranken weisen. Das erste Ziel muss lauten: Versöhnung und Aufbau. Jetzt!

alles nach Plan

Machtpolitisch vielleicht schon.

Aber Humanitär? ist das auch ein Kriterium?

12:49 von Schuetzenfest B...

und ?
wenn es so gut klappt macht man bei nächster Gelegenheit
die Pufferzone 100 km .... 500 km breit
und wer Terrorist ist bestimmt der Erfolg - also warten wir mal ab
wie bei Menachem Begin oder Nelson Mandela

Für Putin läuft in Syrien alles nach Plan...

Das klingt fast danach,als wenn er in Nordsyrien einmarschiert wäre.
Nach Plan läuft es in dem Sinne,daß die Dschihadisten zurückgedrängt werden konnten.

In dem Artikel steht etwas vom "geopolitischen Spiel um Macht".Als wenn es nach 1990 nie ein solches irgendwo gegeben hätte(früher mit anderen Gewinnern).

12:46 von krittkritt

ihre Einschätzung könnte hinkommen
er will einen Keil in die Nato treiben
aber eine zu größenwahnsinniges Türkei will er auch nicht
die seine angestrebten Beziehungen zu Arabien torpediert

Putins Spiel?

Nach eigener Aussage will Putin keine territoriale Änderung in Syrien. Dagegen will Erdogan sich wohl ein Teil Syriens aneignen. Vermutlich versucht Putin in Absprache mit Assad zuerst die Gegend um Idlib zu erobern. Danach erst wird Assad versuchen, den von Erdogan besetzten Grenzstreifen zurückzuholen. Bei allen drei Akteuren spielen Menschenleben keine Rolle.

Putin ist der bessere Diplomat

Immerhin hat er es geschafft, dass die US-Amerikanischen Truppen fluchtartig Nordsyrien verlassen.

Durch das Einrücken des syrischen Militärs in Nordsyrien wird übrigens der völkerrechtskonforme Zustand wieder hergestellt, das sollte einer Erwähnung wert sein. Die Truppen bewegen sich auf eigenem Staatsgebiet.

Die Bundesregierung sollte den Syrien-Einsatz der Bundeswehr, der diesen Monat zur Abstimmung steht, flugs einstampfen, im ureigenen Interesse.

Ohne Skrupel

Nachdem Trump die kurdischen YPG-Kräfte allein gelassen hat, zieht jetzt Putin alle Fäden im syrischen Drama. Russische Militärpolizisten posieren schon im verlassenen amerikanischen Feldlager...und er läßt Erdogan großzügig seine geplante Pufferzone installieren. Assad darf seine Truppen nur in leere Gebiete schicken und kämpfen gegen die türkischen Truppen und ihre Helfer von der syrischen nationalen Armee dürfen sie selbstredend nicht...wie aber soll es in Syrien weitergehen? Wohin sollen die nun geflüchteten Bewohner Nordsysriens und wohin und wie sollen die Millionen geflüchteter Syrer in ihre Heimat zurückkehren und letztlich leben? Putin, Assad und Erdogan haben nicht die Mittel diese syrische Tragödie human zu lösen. Putins geopolitische Machtakkumulation in Ehren, helfen wird das weder Russland noch dem geschundenen syrischen Volk.

Natürlich hat Putin kein

Natürlich hat Putin kein Problem mit völkerrechtswidriger Aggression und dem Einmarsch in fremde Territorien. Er hat es mit der Krim doch vorgemacht.

Die Parallelen sind jedoch unübersehbar: Ach gebt dem kleinen Despoten doch seine Sicherheitszone / das Sudetenland, dann gibt er bestimmt Ruhe.

Am 16. Oktober 2019 um 12:49 von Dabbljuh

Zitat:
"... Am meisten ärgert mich, dass der Despot vom Bosporus eine ungeheure Aufwertung bekommt..."

Um von den eigenen Problemen ab zu lenken.

Klar

@sisyphos3.Das ist nur ihre Meinung.

Und warum ist das so?

Es wäre schön, wenn auch hier einmal so ehrlich und kritisch über das Totalversagen von EU, NATO und auch der deutschen Regierung im Fall Syrien/Türkei berichtet würde - wie gestern im ntv-Kommentar "Erpressbar, machtlos, verräterisch".
Schon der erste Satz bringt es auf den Punkt:
"Dass US-Präsident Trump die Kurden in Nordsyrien im Stich lässt, stößt international auf Empörung. Dabei ist das Verhalten von EU und Bundesregierung nicht weniger zynisch".
Ob man es will oder nicht - man kann nur hoffen, dass bei diesem Totalversagen des Westens es wenigstens Putin gelingt, das ganze Ausmaß dieser beispiellosen Völkerrechtsverletzung durch ein NATO-Mitglied einigermaßen in Grenzen zu halten - oder besser noch zu beenden.

Irgendwie besteht der ganze Artikel

aus einer Aneinanderreihung von Mutmaßungen. Fakt ist, dass die USA die ganze Misere ausgelöst haben, unter Mithilfe anderer NATO-Mitglieder, indem sie die Wahl der syrischen Bevölkerung ignorierten und "Rebellen" unterstützten. Übrigens waren es die USA, welche Erdogan den Freibrief für die Eroberung Syriens erteilten.

Ob alles nach Plan

läuft, ist wohl eher eine Vermutung. Denn was die RF vorhat oder auch nicht, weis das jemand ?.
Wurde das je gesagt ?.
Was die USA wollten war jedem klar als der Konflikt los ging vor Jahren. Das hat nicht ganz funktioniert trotz Unterstützung und Geld plus Waffen, der Konflikt ist ja nicht neu und zog sich über viele Jahre hin.
Und das Ganze wird erst enden, wenn alle aus dem Land raus sind, die dort nichts zu suchen haben. Und auch die Unterstützung für Terroristen und ähnliche Gruppen einstellen, ob das je passiert, da hab ich große Zweifel.
Alle Geheimdienste haben Interessen und mischen fleißig mit, also ganz so einfach wie im Artikel ist das alles nicht.
Es geht um Einfluss in einer Region, so was hat noch kein Land, auch die USA nicht aufgegeben.

Wir werden ja erleben was wirklich passiert, und wie weit die Türkei geht.

Bei dieser Gelegenheit:

Natürlich ist Putin auch an diesem Krieg schuld.

auch für Deutschland

ist das ein rentabler Krieg. Zum Beispiel wurden 2005 354 Kampfpanzer Leopard 2 an die Türkei verkauft die man auf vielen aktuellen Fotos vom Vormarsch gut erkennen kann.

Die Kurden wurden im Kampf gegen den IS mit
30 Panzerabwehrlenkwaffensysteme des Typs Milan (inklusive 500 dazugehöriger Raketen), insgesamt 16.000 Sturmgewehre der Typen G3 und G36, 8000 Pistolen, 200 leichte und 40 schwere Panzerfäuste, 40 Maschinengewehre sowie 10.000 Handgranaten ausgestattet.

Beide Seiten schiessen also mit Deutschen Waffen aufeinander. Die Rüstungsindustrie wird sich freuen.

Als die wahren Is Terroristen

Als die wahren Is Terroristen an der türkischen Grenze Menschen die Köpfe abschlugen war dies für die Türkei anscheinend kein Grund einzumaschieren.
Das Hunderttausende jemals von den Kurden fliehen mussten hab ich in diesem Konflikt auch nicht mitbekommen. Das Gegenteil ist der Fall.
Ich erinnere an die Shingar Kurden.
Es ist doch so das Erdogan und der Westen endgültig damit gescheitert sind Assad zu stürzen.
Jetzt hat aber Erdogan nicht nur das Problem 3.5 Millionen Flüchtlingen wieder aus dem Land zu bekommen.
Das Hauptproblem sind die zig Tausend radikalen Kämpfer die sich aus Syrern und Islamisten aus aller Welt zusammen setzten.
Bei der jetzigen Offensive 15.000 Mann +Idlib+Is etc. kann man von 30~50.000 Mann ausgehen.
Die können nicht einfach zurück nach "Syrien" oder in die Herkunftsländer.
Die müssen irgendwo bleiben, am besten auf eigen kontrolliertes Gebiet.
Und das ist halt ein Problem der Türken jetzt wenn man über Jahre Islamisten logistisch und ideologisch unterstützt

Bitte kein Russland Bashing

Die Russen haben versucht den Syrien Konflikt zu loesen. Die Amis haben die Spannungen angeheitzt und das mit fragwuerdigen Methoden aber mit bekannten Resultaten. Verschiedene Terrorgruppen inclusive IS konnten sich in Syrien ungehemmt austoben.

Haben AMIS eigene Interessen verfolgt oder nur Interessen Israels, wer weiss. Das Verhalten des Westens war jedenfalls schockierend.

Natuerlich gibt es eine Loesung nur mit Assad. Er ist der gewaehlte President. Gut , dass man jetzt nach einer Loesung sucht. Wiederum Russland.

@Ja ? 12:49 von Schuetzenfest B...

"Alles läuft nach Plan.
Die Terroristen verkriechen sich 35km gen Süden und niemand muss sterben."

Dummerweise ist der Nahe Osten aber kein Schachbrett.
Auch wenn der mäßige Schachspieler Putin das glaubt.
Und der 'Auserwählte' kennt noch nicht mal die Figuren in diesem tödlichen Spiel.

Solange Weltpolitik so getrieben wird,
können wir doch froh sein für jeden Morgen:

Give me five (Pence).
All -for put- in. (The greatest poker of all time)

Böser Putin

Huch er hat einen Plan und noch schlimmer es läuft nach Plan.
Das zeigt, dass der Plan auf "unserer" Seite mit "Assad muss weg" nicht besonders toll und ausgereift war.

Was soll für Putin gut laufen

Was Putin macht ist auch nicht anderes als was die US und Nato ihm vorgemacht haben.
Die EU ist doch selbst dran Schuld was jetzt in Syrien passiert.Und es ist leicht Trumps ist weiter die Schuld zu zuweisen.Selbst der Deutschen geliebter Ex US-Präsi Obama hat angefangen Leute aus dem Nahen Osten abzuziehen.Trump hat recht soll doch Frau Merkel den Deutschen klar machen dass in Zukunft mehr deutsche Soldaten sterben und verstümmelt werden da jetzt die EU ihre Soldaten in den Nahen Osten schicken.Die ganze Zeit hat Merkel und Co eine große Lippe riskiert als die USA ihre Frauen und Männer zum krepieren schickten.Aber die EU sich zurück hielt.Man hat Erdogan 6 Milliarden zugeschoben um die "Mauer" an der Grenze zur Türkei geschlossen zu halte was ein toller Erfolg der Diplomatie von Merkel und Junkers gelobt wurde. Wie nannte Junkers Erdogan seinen Freund nannte er ihn.
Wo sind denn die Jounalisten die über die Türkei herfallen wie sie über Putin hergefallen sind. Still sind sie.

"Die türkische Offensive ist

in den staatsnahen Medien alles: nur keine Top-Meldung. "

Wieso? Ist hier doch Topmeldung.

Wenn durch Absprachen = Diplomatie versucht wird, Konflikte zu lösen, kann ich da nichts verwerfliches erkennen.

Aber mir ermangelt es vermutlich auch an der dafür nötigen regierungstreuen Haltung.

Na dann ist ja alles gut. Die

Na dann ist ja alles gut. Die MSM haben mal wieder Putin als den Übeltäter ausgemacht. Alles beim Alten überall Chaos verbreiten dann abhauen und andere dafür verantwortlich machen. Einfach nur noch beschämend was hier geboten wird.

@Püppie

"alles nach Plan

Machtpolitisch vielleicht schon.

Aber Humanitär? ist das auch ein Kriterium?"

Natürlich ist das ein Kriterium, selbstverständlich fliegen auch russische, syrische und türkische Bomben um Zivilisten herum und treffen nur Terroristen, genauso wie die Bomben der USA und ihrer Verbündeten.

12:46, krittkritt

>>Für Putin läuft es überhaupt nicht nach Plan.
Im Gegenteil: Er ist in einer unangenehmen Zwickmühle.
Erdogan würde am liebsten den angrenzenden Teil Syriens übernehmen.
Die Idee einer Aufteilung Syriens war in den USA jedenfalls zu lesen.
Putin dagegen will - völkerrechtskonform - Syrien als Ganzes erhalten.

Er könnte natürlich Syrien dabei helfen, in Übereinstimmung mit der Rechtslage, die Türkei aus Syrien herauszuwerfen - mit entsprechenden Folgen für das Verhältnis zu Erdogan.<<

Ich habe selten eine Einschätzung gelesen, die derart in die Irre geht.

Ihre in langen Jahren liebgewordene Sicht auf den Syrienkonflikt scheint sich wohl gerade als den Tatsachen nicht entsprechend herauszustellen. Dazu gehört auch Ihr ausdauerndes Herumreiten auf dem Völkerrecht. Das ist nämlich allen beteiligten Seiten herzlich egal und wird nur dann lauthals bemüht, wenn es den eigenen Zielen nützt.

Willkommen in der Welt der realen, überaus häßlichen Machtpolitik.

"Es ist ein geopolitisches Spiel um Macht, das derzeit in Syrien läuft. Einer der großen Strippenzieher: Russlands Präsident Putin"/
"Die türkische Offensive ist in den staatsnahen Medien alles: nur keine Top-Meldung (...) Was auch daran liegen dürfte, dass sich die russische Führung mit Kommentaren zurückhält. Und es mehr oder weniger bei der Botschaft belässt, dass alles weitgehend unter Kontrolle sei"

Ist es ja auch, wie schon aus der Schlagzeile der Meldung hervorgeht.

Putin hat, gestützt auf einen willfährigen Militär- und Bürokratieapparat, erst strategisch geschickt alle und jeden belogen, manipuliert und gegeneinander ausgespielt und kann jetzt zufrieden zuschauen, wie anderswo andere für seine Interessen über Leichen gehen. Bürgerinteressen und -rechte haben ihn ja noch nie interessiert.

So sieht sie aus, die berühmte "Stabilität": "Russland aber stehe bereit, weiter zu vermitteln. Als letzter verbleibender großer Akteur - mit guten Kontakten zu fast allen Konfliktparteien"

12:49 Dabbelju

"Erdogan darf seinen Genozid durchziehen........"

Nun von einem Genozid ist er noch ein Stück weg, denn die Kurden sind nicht hilflos sie sind gut bewaffnet und ziemlich kampferprobt außerdem eilt ihnen ihre Regierung zu Hilfe (mit der sie noch unter dem Schutzschirm der US Boys nicht viel zu tun haben wollten).
Ich persönlich finde den Genozid im Jemen um einiges grausamer und menschenverachtender.

12:52, SchwarzbierWaldi

>>Sehr geehrte Frau Nagel !!!
Ihren Worten folgend läuft alles nach Putins Plan. Wie schön, hat wenigstens Einer einen Solchen. (!)<<

Den hat Putin von Anfang an gehabt. Die Toten, Verletzten und Vertriebenen des Krieges sind aus seiner Sicht wohl unvermeidbare Kollateralschäden desselben.

So geht Machtpolitik.

@Thomas Mainthal

"Die UNO ist gefordert. Robuste UN-Truppen, Assad, Putin, Erdogan, Iran in die internationalen Schranken weisen"

Aber sie wissen schon, dass der von der UNO anerkannte Präsident Syriens Assad heißt und UN-Truppen in Syrien verpflichtet wären, das US- und NATO-Militär aus dem Land zu werfen, denn die sind anders als russische und iranische Streitkräfte nicht von der anerkannten, rechtmäßigen Regierung Syriens eingeladen um den IS und andere Terroristen zu bekämpfen, die auch vom US-Verbündeten Saudi-Arabien finanziert werden.

12:53 von Familienvater-72

Es ist nicht leicht,

hier aus Deutschland einen objektiven Blick zu haben. Die einen scheinen sich verzockt zu haben, die anderen bleiben weiter am Ball. Aber alle- auch die Kurden- brauchen einen friedlichen Ort zum leben.
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*
*
Richtig aber aus Syrien haben Sie schon vorher in die Türkei geschossen.
*
In Osten türkische Polizisten ermordet.
*
Letzte Woche in Deutschland türkische Restaurants unsrerer deutschen Mitbürger verwüstet.
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Eventuell ist der friedliche Ort ja tiefer in Syrien, fernab von der Türkei und Deutschland.

Für das Verhältnis USA-Türkei

Für das Verhältnis USA-Türkei ist der US-Abzug doch auch gut.

Die Unterstützung YPG/PKK durch die USA stieß in der Türkei halt nicht auf Begeisterung.

Die Islamistenunterstützung der USA schon - das machten die mit (u.a.) der Türkei gemeinsam.
Irgendwann wandte sich die USA von den (erfolglosen) Islamisten ab & klammerte sich vollständig an den (erfolgreichen) YPG/PKK um sich den eigenen Machteinfluss in Syrien zu sichern.

Dies führte allerdings zu erheblichen Spannungen zwischen USA & Türkei.
Über Jahre zogen Türkei & USA an einem Strang im Syrien-Konflikt.
Aber wegen der Spannungen um YPG/PKK ging Türkei auf Russland zu.

In den USA hieß es irgendwann:
Türkei oder YPG/PKK.
YPG/PKK hat nicht,wie von USA erwünscht, offenen Krieg gegen die SAA geführt.
& Türkei als NATO-Staat mit Dardanellen & Incirlik ist USA wichtiger als YPG/PKK & syr. Trockensteppe.
Jetzt,wo USA auf Türkei einging,kann nach einigem Geplänkel das Verhältnis USA-Türkei auch wieder besser werden.

@püppie um 12:58 Uhr

"alles nach Plan - Machtpolitisch vielleicht schon. Aber Humanitär? ist das auch ein Kriterium?"

Natürlich nicht. In welchem Krieg seit Menschengedenken war jemals Humanität für aktiv/militärisch/bewaffnete Beteiligte ein Kriterium? Für wen lief es humanitär jemals nach Plan?
Die Ausnahme bildet Grundschul-Schachunterricht (trotz erlernen des "Kriegsspieles"), denn dieser fördert explizit auch soziale Kompetenz untereinander.

12:53 Familienvater-72

"Es ist nicht leicht hier aus Deutschland einen objektiven Blick zu haben......"

Ich kann ihnen vollkommen zustimmen.
Alle Menschen brauchen einen friedlichen Ort zum leben wahrhaftig so ist es und nicht nur die Kurden. Was mir vollkommen zu kurz kommt ist die Meinung der Flüchtlinge zu hören die aus den Kurdengebieten in die Türkei geflohen sind. Denn machen wir uns nichts vor in den "Kurdengebieten" lebten nicht nur Kurden sondern viele andere syrische Staatsbürger die jetzt ja wieder zurück in ihre Heimat sollen.

12:54, Exillant

>>? Es hieße der böse Assad (jetzt gerade aber wieder gut) geht gegen die Kurden vor.<<

Sie betrachten Machtpolitik unter dem Aspekt von gut und böse?

Ein Kardinalfehler.

Böse sind sie alle. Die Einen mehr, die Anderen weniger.

Die Kurden können einem schon

Die Kurden können einem schon Leid tun, offenbar haben sie kein Recht auf einen Staat denn Türkei, Irak und Syrien wollten bislang kein Staatsgebiet für einen Kurdenstaat abtreten und die Kurden haben auch keinen Lord Balfour, also auch kein Balfour-Declaration.

12:58, püppie

>>alles nach Plan
Machtpolitisch vielleicht schon.

Aber Humanitär? ist das auch ein Kriterium.<<

Nein.

Lediglich ein Lippenbekenntnis.

Das langfristige Spiel

Trump hat keinen Plan. Er wirft irgendwelche absurden Versprechungen in den Raum und einige davon erfüllt er sogar - mit absurdem Ergebnis.
Er ist sehr gut darin Streitereien vom Zaun zu brechen um aktuelle Probleme zu vertuschen. Dabei scheut er auch keine internationalen Konflikte zur Verschleierung nationaler Probleme.
Es sieht oft so aus als würde er den Ton angeben, doch in Wahrheit reagiert er nur.

Putin, der eher Taktiker als Stratege ist, hat sich schon mehrfach in schwierige Lagen hineinmanövriert für die es langfristig nicht so aussah als würde es befriedigende Auswege geben.
Trump kommt ihm da gerade Recht, denn Trump schaut nur auf das hier und jetzt.

Putin muss daher wenn er sich festgefahren hat nur darauf warten, bis der US-Präsident wieder irgendetwas unternimmt das zwar heute von Problemen ablenkt, aber auf lange Frist völlig kontraproduktiv ist.
Diese Chancen lassen sich nutzen und stärken Putins Position nachhaltig, während sie die USA nachhaltig schwächen.

die

Frage ist, ob nicht viele der sich in der Türkei befindlichen syrischen Flüchtlinge lieber in Richtung Europa aufbrechen würden als in eine Region Syriens, die ursprünglich für viele nicht einmal die Heimat-Region gewesen sein mag, wo vieles zerstört ist und man weiterhin die Repressionen des Assad-Regimes ertragen müsste.

12:58 von Thomas Mainthal

wirst du bzw deine söhne mitmarschieren, bei diesem "robusten" truppenaufmarsch der UNO?

Da schätze ich Putin anders ein

Wie auch immer er sein mag, ein Dummkopf ist er ganz sicher nicht und planen kann er.

Und das, was da gerade vonstatten geht sieht ganz sicher nicht nach einem Plan aus.

@Thomas Mainthal

"Erdogan ganz sicher nicht. Er öffnet schon wieder die Büchse der Pandora und agiert als Aggressor und Kriegstreiber."

Erdogan ist Präsident des NATO-Staates Türkei, als Aggressor und Kriegstreiber zu agieren ist in diesem Kreis der neue Standard und Sie wollen Erdogan doch nicht gegenüber anderen Präsidenten von NATO-Staaten diskriminieren.

Alles nach Plan

Nicht nur für Putin läuft alles nach Plan.
Ich betrachte mal die Situation mal aus dem Sicht der verschiedenen beteiligten.

Amerikaner/Trump:
Er kann sich zurückziehen und sein Wahlversprechen halten, indem er die Truppen aus dem Krieg rausholt.

Türkei/Erdogan
Erdogan kann endlich die Kurden an der grenze Vertreiben. Zudem kann er die vielen Flüchtlinge im Land wieder zurück schicken.

Syrien/Assad
Assad kann endlich wieder die Kontrolle über den Norden erlangen.

Russland/Putin
Kann seine macht in der Region ausbauen.

Die Kurden sind wohl die einzigen verliere an der ganze Sache. Dadurch müssen die die Selbstverwaltung aufgeben und wieder unter Assad leben.

Hört sich für mich alles sehr genau abgesprochen zwischen allen beteiligten an.

12:56, WM-Kasparov-Fan

>>Was ist so schlimm daran,
wenn auch mal etwas Russland in die Karten spielt?
Soll bei Konflikten und Kriegen immer nur alles für andere Staaten (z.B. USA, Türkei, Saudi-Arabien, Irak, Deutschland, Frankreich) nach Plan laufen?
Kann der Westen nicht gönnen?<<

Was für furchtbar naive Fragen.

Es geht um Machtpolitik. Da gönnt freiwillig niemand irgendwem irgendetwas. Man schafft Zwänge. Denen man sich dann entweder unterwirft oder sie aufzubrechen versucht. Die Menschen sind bei diesem Schachspiel die Bauern. Man opfert sie als erstes.

12:55, Rüdiger Latotzke

>>Na wunderbar, dann beginnt sich Putins Investition in die 2016er US-Wahl endlich richtig auszuzahlen. Trump hat als (vermutlich eine von vielen) Gegenleistung erstmal die Kontrolle über den nahen Osten an Russland abgegeben. Muss nicht unbedingt das schlechteste sein, wenn man sich das Chaos anschaut, das die Amis seit den 50ern dort angerichtet haben.<<

Sie meinen, die UdSSR wäre daran nicht beteiligt gewesen?

Es war kalter Krieg. Man führte Stellvertreterkriege.

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