Kommentare

Die Queen verliest eine

Die Queen verliest eine vorgefertigte Rede. Sie trägt keine eigenen Gedanken vor, sondern übernimmt das Statement eines Regierungschefs, der längst keine Mehrheit mehr hat. Der Niedergang der Krone hat sich abgezeichnet, nun aber ist er Realität.

Passt doch zu Boris

"Premierminister Johnson hat keine Mehrheit im Parlament und ist auch erst seit wenigen Wochen im Amt. Die von seinem Team formulierte Rede ist deshalb eigentlich ein Wahlkampf-Manifest. Viele Verfassungsexperten halten die heutige Queen's Speech deshalb für einen Missbrauch der Queen beziehungsweise ihres Amtes."

Die Queen zum Sprachrohr für seinen Wahlkampf zu machen wird hoffentlich konservativen Briten zu denken geben.

Vorführung die II.

Vorführung die II. - Dieses Ritual sollte man abschaffen. Die Queen eine Rede von Boris Johnson vorlesen zu lassen, ist Ihrer unwürdig.

Was kümmert Johnson, ob er

Was kümmert Johnson, ob er das Amt und die Rolle der Queen missbraucht für Wahlkampf - das ist eine Kerbe mehr auf seinem populistisch-narzisstischen Colt. Es war vorher schon klar, dass dies nicht die "Regierungserklärung" wird, denn angesetzt hat Johnson die Prorogation ursprünglich, um das Parlament wochenlang auszubooten; da hat gottseidank die britische Gerichtsbarkeit ein "P" davorgesetzt. Nun erdreistet sich Johnson, die Queen für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren - mehr kann es nicht sein für jemanden, der durch den Rauswurf unbequemer Tories seine eigene Mehrheit zum Teufel gejagt hat. Es bleibt zu hoffen, dass das unwürdige Kapitel "Johnson in Downing Street No. 10" sehr schnell durch die Wähler*innen beendet wird.

Das ramponierte Ritual

Vielleicht ist dies nun die Gelegenheit, über den Sinn bzw. Unsinn eines Königshauses in unserer Zeit nachzudenken.
Wenn die "Krone" nur noch als Story-Lieferant für die "Klatschpresse" dient, kann sie wohl gleich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt werden.
Die Zeit für einen neuen Glanz des untergegangenen britischen Imperiums ist wohl unwiderruflich vorbei.

17:41 von SchorschHh

Vorführung die II. - Dieses Ritual sollte man abschaffen. Die Queen eine Rede von Boris Johnson vorlesen zu lassen, ist Ihrer unwürdig.
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Seltsam auf welche Methoden die hiesen Mainstreambefürworter kommen, wenn demokratische Wahlen oder jahrzehntelange Prozeduren Ihr Missfallen erregen. Haben Sie und die britischen Oppositionspolitiker einen Realitätsverlust.
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Hat die Queen bis 2015 Labour- Regierungserklärungen frei gesprochen?
Ganz einfach, die Queen hat immer geschriebene Texte verlesen.
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Welches Wahlkampfprogramm? Hat die Antibrexit-Mehrheit etwa einen Wahltermin beschlossen und nur vergessen diesen abstimmen lassen?
Ein Wahlkampf wird nach Feststellung eines Wahltermins begonnen.
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Aber welche Interpretationen sind dem Mainstream nur noch möglich?

18:03 von Jürgen Ernst H.

Das ramponierte Ritual

Vielleicht ist dies nun die Gelegenheit, über den Sinn bzw. Unsinn eines Königshauses in unserer Zeit nachzudenken.
Wenn die "Krone" nur noch als Story-Lieferant für die "Klatschpresse" dient, kann sie wohl gleich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt werden.
Die Zeit für einen neuen Glanz des untergegangenen britischen Imperiums ist wohl unwiderruflich vorbei.
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Den Unsinn fabriziert doch zur Zeit die demokratische Vertretung der britischen Bürger.
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Welche die Ausführung einer demokratischen Abstimmung verweigern, weil ja unverbindlich.
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Nach 3jährigen Fisematenten, den weichgekochten Bürger zum zweitenmal, ganz unverbindlich, die Parlamentsmeinung bestätigen lassen.
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Bei dieser Demokatie wäre eventuell eine reine Monarchie besser.

ein Spiegel dessen

Ein Pumuckl,

zu viel Aufmüpfigkeit, zu wenig gesittete Ausdrucksweise, zu wenig heile Welt,
zu negativ beschriebene Eltern und Lehrer,

für konservativen Briten einfach unmöglich.

Aber es ist ein Spiegel dessen, was heute gesellschaftlich so läuft.

Träume von einem alternativen Weg sind ausgeträumt.

Es gibt keinen Brexit.

Wann beginnt endlich das 21. Jahrundert?

Angesichts der drängenden Probleme der Welt erscheint mir dieser traditionelle Pomp sehr anachronistisch. Eine steife Maskerade, die eigentlich mehr an die dunkle Zeiten vor der Aufklärung erinnert, als Mut für die Zukunft zu machen. In weniger turbulenten Zeiten fällt es mir deutlich leichter, dies als erbauliche Folklore zu sehen. Jetzt stößt es mir schon sehr sauer auf. Wem geht es auch so?

Ja...

die Regierung ihrer Majestät(Boris Johnson) hat das House of Lords und das House of Commons Unrechtmäßig in die Zwangspause geschickt. Die Queen Elisabeth II. ist belogen worden und hinter die Fichte geführt. Ich hoffe das der Schaden für die Demokratie im Vereinigten Königreich nicht zu groß geworden ist.

Man kann den Briten

nur wuenschen, dass sie diese doppelmoralige EU verlassen koennen.

Man kann die Fehler auch selber machen, dann kann man wenigstens was korrigieren.

Der Moloch mit 450 Millionen Leuten ist schwerfaellig und traege. Das wissen die zu schaetzen, die gut mit dem Status Quo leben. Man haette es nicht fuer moeglich gehalten, aber die EU, die zweifellos viel reformiert hat, scheitert an der eigenen Reform.

Schon jetzt geht es nur ums Geld, die Werte wie gesagt sind (ab) zweitrangig. Heute so, morgen so.

@20:38 von Einwohner

"In weniger turbulenten Zeiten fällt es mir deutlich leichter, dies als erbauliche Folklore zu sehen. Jetzt stößt es mir schon sehr sauer auf. Wem geht es auch so?"

Mir.

Mit höfischem Kratzfuß
A-E

18:03 von Jürgen Ernst H.

"" Vielleicht ist dies nun die Gelegenheit, über den Sinn bzw. Unsinn eines Königshauses in unserer Zeit nachzudenken.""
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Da ist was wahres dran,aber in GB wird es aus Tradition wohl ewig so bleiben. Es ist halt ein Königreich so wie wir einmal ein Kaiserreich im 19ten Jahrhundert hatten.

@21:04 von IBELIN

"Schon jetzt geht es nur ums Geld, die Werte wie gesagt sind (ab) zweitrangig. Heute so, morgen so."

Das Problem haben wir (und andere) aber auch ganz unabhängig von der EU.

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