Ihre Meinung zu: Einigung im Treibstoff-Streit in Ecuador

14. Oktober 2019 - 7:53 Uhr

Die Proteste in Ecuador haben Wirkung gezeigt: Die Regierung nimmt die Streichung von Kraftstoff-Subventionen zurück. Offen ist, wie das verschuldete Andenland nun seinen Haushalt saniert.

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Kommentare

Zahlen

Über vier Milliarden als Kredit? Wegen eingesparten nicht einmal Anderthalb Millionen an Subventionen?

Ist das ein 'Zehnerpotenzendreher' im Beitrag oder eine absurde Forderung zu Lasten der ärmeren Ecuadorianer?

Da können die Deutschen vor den Bürgern Ecuadors

den Hut ziehen.
Die zeigen, wie man die Erhöhungen von Kraftstoff- und Ölpreisen verhindert.

Subventionen von fossilen Kraftstoffen sind idiotisch

Subventionen von fossilen Kraftstoffen sind idiotisch. Besser ist es das Geld in öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu stecken.

09:08 von collie4711

was können wir lernen ?
das man auf unverantwortliche Weise sein Land bzw. deren Finanzen ruiniert
wer zahlt jetzt die Staatschulden zurück ?
Wo kommt das Geld für Infrastruktur her, für Investition für die Unterstützung
ärmerer und bedürftiger Bevölkerungsgruppen ?

natürlich garnicht

man holt sich kredite beim IWF. das klappt doch in europa auch mit den schuldenbergen

Verräter Moreno?

Den neoliberalen Ideologen vom IWF sind die Sorgen der Bevölkerung natürlich egal.
Sie empfehlen das übliche Gift: Reduzierung der Staatsausgaben (ohne Plan, wie die Folgen bewältigt werden können), "Liberalisierung" des Arbeitsrechts und Steuersenkungen für die Wirtschaft.

Unklar ist, warum Moreno sich überhaupt auf den IWF einlässt. Bisher haben die Chinesen zig Milliarden an billigen Krediten gegeben und dafür auch im Land investiert.

Die Indigenen protestieren übrigens auch gegen die Ausweitung der Ölförderung im Amazonasgebiet. Warum das hier kein Thema ist, wundert mich. Ebensowenig hört man von den geplanten deutschen und europäischen Investitionen in dem Land, die nun ebenfalls auf dem Spiel stehen könnten.

Mir kommt das so vor, als ob sich hier um einen kleinen Wirtschaftskrieg um Einfluß und Ressourcen des Landes handelt, der zwischen den USA+EU und China auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen wird.

Staatsschulden

werden zurückgezahlt, indem neue Schulden aufgenommen werden. Dafür gibt es den so genannten Rentenmarkt.

So funktioniert das System.

Es funktioniert so lange, wie die Ratingagenturen den Schuldner als kreditwürdig ansehen.

IWF-Kredite

Wer sich dem IWF ausliefert, gibt große Teile seiner staatlichen Souveränität auf. Er muss sich jede staatliche Entscheidung, die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung hat, vom IWF genehmigen lassen.

Wenn der IWF der Regierung Ecuadors nun gestattet hat, die Benzinpreiserhöhung zurückzunehmen, dann wird die Bevölkerung Ecuadors an anderer Stelle zur Ader gelassen, das sit sicher.

Daher scheuen Staaten die IWF-Unterstützung wie der Teufel das Weihwasser, und nur die allerärmsten oder naivsten Länder lassen sich darauf ein.

Wenn man sich gelegentlich fragt, warum denn die armen Länder Afrikas minderwertige Billigst-Produkte aus Europa auf ihre Märkte lassen, kann man davon ausgehen, dass das auf Auflagen von IWF oder Weltbank als Gegenleistung für gewährte Kredite zurückzuführen ist.

@ 09:08 von collie4711

"Da können die Deutschen vor den Bürgern Ecuadors

den Hut ziehen.
Die zeigen, wie man die Erhöhungen von Kraftstoff- und Ölpreisen verhindert."

Glauben Sie allen Ernstes, dass der IWF die Kredit-Auflagen an Ecuador zurücknimmt? Das Vold wird nun an anderer Stelle bluten, da können Sie sicher sein.

@12:56 von Wolfgang E S

"Wer sich dem IWF ausliefert, gibt große Teile seiner staatlichen Souveränität auf. Er muss sich jede staatliche Entscheidung, die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung hat, vom IWF genehmigen lassen."

Das ist doch nicht nur beim IWF so, sondern überall. Wenn Sie jemandem Geld schulden redet der Ihnen rein.
Man sollte es als Staat gar nicht erst so weit kommen lassen; wenn es aber doch passiert muss man damit leben, dass die Geldgeber sicherstellen wollen, dass sie ihr Geld zurückbekommen.

Es ist bei vielen Staaten so, dass diese Probleme nicht plötzlich und unvorhergesehen auftreten. Meistens liegt strukturell etwas im Argen. Bei einem "weiter so" wäre eine Rückzahlung der Kredite (die ja eine weitere Belastung darstellt) unmöglich. Daher werden Reformen zur Bedingung einer Auszahlung erklärt.

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