Ihre Meinung zu: Strategien von Populisten: Elitenkritik und Minderheitenbashing

13. Oktober 2019 - 12:34 Uhr

Ob Trump oder Johnson, Bolsonaro oder Orban - Populisten sitzen in vielen Ländern an den Hebeln der Macht. Welche Erfolgsrezepte sie haben, erklärt Kommunikationsexperte Haller im tagesschau.de-Interview.

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Kommentare

Tolles Interview

Die Populisten werden auf eine sehr scharfsinnige Art bloß gestellt.

Nicht allzu intelligent

Johnson oder Trump verfügen nur über relativ bescheidene intellektuelle Möglichkeiten. Wenn Sie in der Politik trotzdem erfolgreich sein wollen, bleibt nur der Populismus.

Ausgrenzungsattribut

Ich stelle leider auch ein Populisten-"Bashing" fest, das bereits mit dieser (ab)wertenden Bezeichnung beginnt und eigentlich ausschließlich als Ausgrenzungsattribut für die konservativen und nationalistischen Parteien verwendet wird, wohingegen Populismus am linken Rand nicht als solcher stigmatisiert wird.
.
Austritt aus der NATO, Enteignung von Wohneigentum und radikale Energiekonzepte sind nicht nur Denksansätze, sondern eben auch zu einem großen Teil Linkspopulismus, eben das, was die Wählerschaft gerne hören möchte. Analog zu dem, was am konservativen Rand verbreitet wird, um Wählerstimmen zu gewinnen.
.
Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht - weder links noch rechts. Somit ist Vorhandensein von Populismus nicht weniger als ein Indiz für die Qualität oder das Versagen der regierenden Parteien.

Wir brauchen gar nicht über

Wir brauchen gar nicht über den großen Teich zu schauen; das kommunikative Dreifachmuster finden wir lupenrein bei der afd:
Appell an "das" Volk, verbunden mit der Hybris, als einzige dieses "Volk" zu verstehen und zu vertreten (faktenfrei - bei 13%...);
Kampf gegen die "alten Eliten", wahlweise Altparteien, Systemparteien oder rüde "linksgrünversifft" tituliert;
Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten wie geflüchteten Menschen, Muslime, Juden - natürlich subtil, so dass man vorn auf der Bühne eine bürgerliche Maske tragend hinten Ressentiments und Hass schürt, auch gerne durch die Straßentruppen wie pegida, von denen man sich dann wieder vorne auf der Bühne abgrenzt, wenn es zu heftig wird.
Und über allem die Generalstrategie, sich als Opfer darzustellen, wenn man sie mit diesen Phänomenen konfrontiert - gerade wieder zu studieren bei den Reaktionen auf den Anschlag von Halle.
Wir finden also die Erfolgsrezepte von Trump, Johnson, Orban und Co vor der eigenen Haustüre.

popoulisten sind wir alle

nur einige politiker wissen was das volk gerne von ihrem gewählten leader erwartet.

die herkömmlichen politiker haben in allen richtungen versagt und ihre bevölkerung ignoriert schlimmer noch, ihenen was aufzuzwingen was sie nicht möchten.

nun ist es an der zeit diese abzulösen von anderen. das ist demokratie und vor allem politik!

13:55 von Digitaler Fußabdruck

>>Ich stelle leider auch ein Populisten-"Bashing" fest, das bereits mit dieser (ab)wertenden Bezeichnung beginnt und eigentlich ausschließlich als Ausgrenzungsattribut für die konservativen und nationalistischen Parteien verwendet wird, wohingegen Populismus am linken Rand nicht als solcher stigmatisiert wird.<<
konservative Parteien werden nicht als Populisten bezeichnet. Nationalistisch allerdings schon.
Das Problem ist dass nationalistische Parteien sich selbst häufig als konservativ bezeichnen.

@ Digitaler Fußabdruck

... sondern eben auch zu einem großen Teil Linkspopulismus, ...

Linke grenzen aber keine Minderheiten wie z.B. Migranten aus. Das tun nur die Rechten.

@ andererseits

Zu Ihrer Aussage über die AfD passt auch das denkwürdige, eigentlich erschreckende Gauland-Zitat:
"Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen."

Das Volk wird als homogene Einheit dargestellt, für das die rechtsnationale Partei den Alleinvertretungsanspruch geltend macht.

Erwartungen erfüllt

Natürlich erfüllt dieses Interview die Erwartung des geneigten ARD Lesers im vollem Umfang. Freilich ist das Weltbild der "sogenannten Populismus Gegner" mindestens genauso einseitig und einfach, wie das derjenigen, gegen die sie argumentieren. Hetzen tun sie genauso, ausgrenzen sogar noch wesentlich mehr. Der Unterschied ist jedoch, dass Ihnen der Beifall, der links dominierten Medien, sicher ist. Gegenseitiges Schulterklopfen ist das Resultat. Zudem ein moralisches Überlegenheitsgefühl gegenüber allen Andersdenkenden.

Man selbst nimmt für sich etwas in Anspruch, was man anderen verwehrt. Aus Morden, Terrorakten usw. zu verallgemeinern zu vereinfachen und auf die politischen Gegner einzuprügeln, für Linke gar kein Problem. Politisch zu instrumentalisieren Dauerzustand. Aber wehe das wird von Rechten und Konservativen gemacht. Dann bricht ein Sturm der Entrüstung in den Medien aus. Doppelmoral par excellence.

Es sind zuerst die Inhalte!

Trump, Johnson und auch die AfD sind Reaktionen. Die als als nicht populistisch dargestellten Politiken hatten Ergebnisse, die vielen, vielleicht einer Mehrheit, nicht gefielen. Wenn dieses Nichtgefallen von der Politik ignoriert wird, suchen sich dessen Anhänger andere Politiker, die es adressieren. Wenn sich ein Politiker dazu gegen die Mehrheit der übrigen Politiker stellen muß - das trauen sich am ehesten Querköpfe wie die zitierten „Populisten“.

Völlig falsch

Der "Experte" liegt komplett falsch. Trump und dergleichen sind nicht erfolgreich weil sie die Klappe aufreissen. Das kann jeder. Sie sind erfolgreich weil sie damit durchkommen. Und das liegt nicht an ihnen, sondern an denjenigen die es ihnen durchgehen lassen. Würde sich die internationale Diplomatie an die für alle anderen Staatsoberhäupter geltenden Regeln auch in deren Fall halten, dann wär ganz schnell Schluss mit dem Geschrei.

Aber es will ja keiner die Geldgeber verärgern. Und nicht "Freunde" verärgern. Dass diese Freunde sich wie die schlimmsten Feinde verhalten wird da übersehen.

Hier brauchts mal 'ne Schüppe Prinzipientreue! Immer nur wegducken macht den Raufbold nur angriffslustiger!

Den politischen Gegner

als Populisten abzuqualifizieren ist in Mode gekommen.

Ich glaube nicht, dass man Leuten die Meinungsfreiheit auf diese Weise beschneiden sollte. Ueberzeugungsarbeit leisten ist was positives, Abqualifizierung macht es sich zu einfach. Leute sind nicht bloede und Doppelmoral faellt auf.

Nehmt doch Trump, Orban, Erdogan etc mit Argumenten auseinander und lasst auch Argumente zu.

Also, ich finde Herr Haller beschreibt sehr gut die Populisten.

Nur legt er nur die negativen Vorgehensweisen der Populisten dar. Okay, er wurde ja auch nur nach diesen befragt.
Darum sagt er auch "sogenannte Elite", als ob es in der Realität unserer Gesellschaften in den USA, Großbritannien, Ungarn, Russland und Deutschland (weil von den Staatsoberhäuptern dieser Länder die Rede war) gar keine Elite gäbe, bzw. diese gar nicht richtig definiert werden könnte. Und als ob nicht tatsächlich die Elite (statt das Volk) die Macht hätte.
Denn in diesem ersten Punkt (von den drei von Haller genannten Punkten) liegen die Populisten tatsächlich immer richtig und man wird es ihnen niemals als Unwahrheit nachweisen können.

@ Digitaler Fußabdruck

Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht

Falsch. Ihr Erklärungsmuster, das sonst Populisten für ihre eigene Existenz angeben, wird im Artikel sehr gut anslysiert. Gemäßigte politische Meinungen werden zu "Eliten" erklärt und inhaltlich schlecht geredet. (Typischer Satz: Früher war alles besser.) Damit wird dann wieder die eigene Aggressivität und Respektlosigkeit in der politischen Auseinandersetzung gerechtfertigt.

Populisten

Bitte lies es im Wiki auf Englisch(https://en.wikipedia.org/wiki/Populism) , ich denke nicht, dass es eine schlechte Sache ist, Populist zu sein !! Solange es keinen Rassismus unterstützt und die Menschenrechte nicht verletzt.
In Wirklichkeit hindert es eine kleine Gruppe (die Elite) von Menschen daran, den Rest der Menschen zu regieren. Dies geschieht, wenn sich gewählte Politiker in der reichen Elite befinden. Wenn ein Politiker seinen Job nicht als Überzeugung für das Volk tut, sondern nur für seinen eigenen Erfolg.

Grüße
BP

@13:54 von Prostituierte

"Johnson oder Trump verfügen nur über relativ bescheidene intellektuelle Möglichkeiten. Wenn Sie in der Politik trotzdem erfolgreich sein wollen, bleibt nur der Populismus."

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf einem 50 Jahre Tiefstand. Gleichzeitig ist die USA eine Demokratie geblieben. Die kommende Wahl kann Trump verlieren. Was ist daran populistisch.

@ Petersons

nur einige politiker wissen was das volk gerne von ihrem gewählten leader erwartet.

Das Volk?


die herkömmlichen politiker haben in allen richtungen versagt und ihre bevölkerung ignoriert

Das ist ein für Rechtspopulisten ganz typisches Erklärungsmuster. Das fällt sofort auf, wenn man das Interview sorgfältig liest.

re digitaler fußabdruck

"Austritt aus der NATO, Enteignung von Wohneigentum und radikale Energiekonzepte sind nicht nur Denksansätze, sondern eben auch zu einem großen Teil Linkspopulismus, eben das, was die Wählerschaft gerne hören möchte. Analog zu dem, was am konservativen Rand verbreitet wird, um Wählerstimmen zu gewinnen."

Eben genau nicht analog. Da ist keins der Merkmale, mit dem im Interview Populismus definiert ist.

Und ihre Rechtfertigung des Populismus mit "Versagen der regierenden Parteien" ist eine derart ausgelutschte Stereotype.

"Populismus" ist ein inhaltsleerer Begriff

Diese "populistischen" Methoden werden in verschiedener Form von allen politischen Parteien verwendet.

Dennoch glaube ich, dass wir in Europa und auch in den USA noch intakte Demokratien haben, wo das System von "checks und balances" noch greift

Da würde ich die USA aber nicht mit Europa in einen Topf werfen. Der beste Garant für intakte Demokratien ist eine gleichberechtigte Medienlandschaft. Die USA hat sie, in Europa ist sie eine Seltenheit.

Prpstituierte 13.54

Johnson oder Trump verfügen nur über relativ bescheidene intellektuelle Möglichkeiten. "
Billig und zudem falsch! Beschäftigen Sie sich mal mit Johnson's Ausbildung und Werdegang! Da dürften hier im Forum nicht Viele nur annähernd mithalten können und in der deutschen Regierung auch nicht.

Aus dem Kommentar klingt viel

Aus dem Kommentar klingt viel Bitternis und Verzweiflung. Dann sollte er aber nicht das Ergebnis der Wahlen in Polen anschauen. In Zeiten des Internets lassen sich die Menschen nicht mehr so leicht von Einheitsnachrichten verführen.

re männer wie wir

"@ andererseits

Zu Ihrer Aussage über die AfD passt auch das denkwürdige, eigentlich erschreckende Gauland-Zitat:
"Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.""

Das mit unser Land zurückholen wird von der AfD rauf und runter und täglich zelebriert.

Zurückholen impliziert, dass es uns weggenommen wurde. Und schon hat man einen Feind, gegen den man sich mit allen Mitteln wehren muss. Dann geht schon mal einer los zur Synagoge oder zum Asylantenheim oder zum Dönerimbiß ...

Ganz einfach.

Um den politischen Erfolg von "Populisten" zu erklären bedarf es gar keiner komplizierten Analysen. Man muss sich einfach nur vor Augen führen was dieses Wort ursprünglich bedeutet hat, bevor es von der PC vereinnahmt wurde.

@lesezeichen2705, 14:18

Der Unterschied ist jedoch, dass Ihnen [den Linken] der Beifall, der links dominierten Medien, sicher ist.

Das hat natürlich in der Aufzählung im Interview noch gefehlt. Dass die Medien "links dominiert" und also geradezu direkte Feinde des Volkes sind. Trump spricht das ja auch ganz offen aus.
Man stelle sich vor, ich, @frosthorn, würde behaupten, das deutsche Volk zu vertreten und fordern, dass alle meine Ziele gutheißen und unterstützen. Und wenn dann die anderen, wie zu erwarten, abwinken oder mich sogar auslachen, stricke ich daraus den Beweis, dass sie von frosthorn-feindlichen Medien fehlgeleitet sind.
Würden Sie, @lesezeichen2705, mich ernst nehmen?

Elitenkritik

sollte gestattet sein. Nur so koennen Aenderungen stattfinden. Elitenkritik ist seit Urzeiten eine Triebfeder fuer Veraenderungen.

Minderheitenbashing ist sehr schwamming formuliert. Was meint man damit? Es muss gestattet sein Meinung gegen Rechtsradikale, Islamisten, Paedophile usw haben zu duerfen. Im Rechtsstaat liegt das Gewaltmonopol beim Staat.

Antisemitismus sollte man auch diskutieren, gerade mit den Antisemiten um sie bloszustellen und die Argumente nehmen zu koennen.

Was ist also Minderheitenbashing?

Erwartungen erfüllt

Natürlich erfüllt dieses Interview die Erwartung des geneigten ARD Lesers im vollem Umfang. Freilich ist das Weltbild der "sogenannten Populismus Gegner" mindestens genauso einseitig und einfach, wie das derjenigen, gegen die sie argumentieren. Hetzen tun sie genauso, ausgrenzen sogar noch wesentlich mehr. Der Unterschied ist jedoch, dass Ihnen der Beifall, der links dominierten Medien, sicher ist. Gegenseitiges Schulterklopfen ist das Resultat. Zudem ein moralisches Überlegenheitsgefühl gegenüber allen Andersdenkenden.

Man selbst nimmt für sich etwas in Anspruch, was man anderen verwehrt. Aus Morden, Terrorakten usw. zu verallgemeinern zu vereinfachen und auf die politischen Gegner einzuprügeln, für Linke gar kein Problem. Politisch zu instrumentalisieren Dauerzustand. Aber wehe das wird von Rechten und Konservativen gemacht. Dann bricht ein Sturm der Entrüstung in den Medien aus. Doppelmoral par excellence.

Die Fakten sprechen für die sogenannten Populisten

In der EU belegen Polen mit einem Wirtschaftswachstum von 5,1 % im Jahre 2018 und Ungarn mit einem Wachstum von 4,9 % unter den osteuropäischen EU-Ländern die beiden Spitzenplätze (Quelle: statista.de).
Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche in Deutschland kann man also nur hoffen, dass die AfD bald in Regierungsverantwortung kommt, um den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands zu verhindern!

14:17 von männer wie wir / @ andererseits

@ andererseits

Zu Ihrer Aussage über die AfD passt auch das denkwürdige, eigentlich erschreckende Gauland-Zitat:
"Wir werden sie jagen, wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen
.
wen auch immer jagen ...
das stammt aber vom Grünen-Sprecher Ludger Volmer 1994 in Richtung CDU und Bundeskanzler Helmut Kohl: Wir werden den Kanzler jagen
oder von Herrn Gabriel 2012 : ….nicht nur die Regierung Merkel abzulösen,
sondern „rückstandsfrei zu entsorgen“

13:55, Digitaler Fußabdruck

>>Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht - weder links noch rechts. Somit ist Vorhandensein von Populismus nicht weniger als ein Indiz für die Qualität oder das Versagen der regierenden Parteien.<<

Klassisch populistische Sprüche.

Politik ist in einer demokratischen Gesellschaft immer mit einem mühsamen Interessenausgleich verbunden und finden auf vielen Ebenen statt, vom Gemeinderat bis zum Europaparlament. Wer gern möchte, daß "durchregiert" wird, kann deswegen nur frustriert sein. Und genau an diese Leute wenden sich Populisten jeglicher Couleur. Populismus ist ja keine politische Richtung, sondern eine Machterlangungsstrategie.

Populismus ist nur ein Fremdwort, mehr nicht!

Ein Fremdwort der Studierten, um den politischen Gegner als Bösewicht darzustellen.
Dabei ist dieser Begriff erstmal neutral. Selbst wann man Populismus als etwas Gefährliches oder Schlechtes bewertet, bleibt immer noch die Frage nach der Ursache. Wenn Regierungen ihre Arbeit nicht machen, sich an gewissen Themen nicht die Finger schmutzig machen wollen, dann schreit das gerade nach Leuten, die diese Felder für sich besetzen. Hinzu kommt dann meist noch die Fähigkeit, dieses entsprechend zu kommunizieren, heutzutage gerade mit den Möglichkeiten der sozialen Medien. In der Politik geht es nicht um Fremdwörter. Es geht um Emotionen. Es geht darum, was die Menschen bewegt. Populismus ist ein geeignetes, legitimes Mittel, um politische Änderungen herbeizuführen, die der Wähler sich insgeheim wünscht.

Doppelmoral?

Es gibt halt objektive Standards, die haben einfach die normative Kraft des faktischen. Wer versagt diese zu erfüllen muss halt Kritik ertragen können.

13:55 von Digitaler Fußabdruck

"Ich stelle leider auch ein Populisten-"Bashing" fest, das bereits mit dieser (ab)wertenden Bezeichnung beginnt und eigentlich ausschließlich als Ausgrenzungsattribut für die konservativen und nationalistischen Parteien verwendet wird, wohingegen Populismus am linken Rand nicht als solcher stigmatisiert wird."

Der linke Rand ist auch anders als der rechte.

Insofern glaube ich nicht, dass der linke Rand typisch ist für Populismus, sondern für feste und undurchdachte Dogmen.

Für den rechten Rand ist typisch:
'Das Volk will dies und dies'.
Für den linken Rand ist typisch:
'Die Gesellschaft funktioniert nach der und der Ideologie.'

Unzulässige Verallgemeinerungen in beiden Fällen.
Aber der rechte Rand peilt das dumpfe Unterbewusste an, der linke Rand peilt das unreflektierte Dogmendenken an.

Wie immer sind auch meine Verallgemeinerungen nicht allgemein-gültig. ;-)

14:10, Petersons

>>popoulisten sind wir alle
nur einige politiker wissen was das volk gerne von ihrem gewählten leader erwartet.

die herkömmlichen politiker haben in allen richtungen versagt und ihre bevölkerung ignoriert schlimmer noch, ihenen was aufzuzwingen was sie nicht möchten.

nun ist es an der zeit diese abzulösen von anderen. das ist demokratie und vor allem politik!<<

Vielleicht ist Ihnen das gar nicht klar, aber Sie bestätigen die Kernaussagen des Interviews, welches wir hier diskutieren, überaus deutlich.

Die Anhänger der Populisten sind das Problem

Sie glauben, endlich seien ihnen die Augen geöffnet worden, und der neue Messias werde sie befreien. Dabei merken sie nicht, dass sie sich dem Einfluss der einen Clique entziehen, um anschließend der nächsten, psychlogisch geschickter vorgehenden neuen Clique auf dem Leim zu gehen.

Weder Trump noch Johnson sind Interessenvertreter des Proletariats. Oder hat schon jemand davon gehört, dass Trump oder Johnson einen Teil ihres Vermögens für barmherzige Zwecke gespendet hätten?

Diese Leute sind mindestens ebenso machthungrig und elitär wie die Vertreter der vorher herrschenden Klasse. Sie bedienen sich nur einer neuen Rhetorik.

Wenn man sich allein den Umgang dieser Leute mit dem nachgeordneten Führungspersonal vor Augen führt, wer möchte dann der Willkür dieser Leute ausgesetzt sein? Wie kann man zu diesen Typen Vertrauen haben?

@ Digitaler Fußabdruck um 13:55

"Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht - weder links noch rechts. Somit ist Vorhandensein von Populismus nicht weniger als ein Indiz für die Qualität oder das Versagen der regierenden Parteien."

Das glauben Sie doch selber nicht.
Eine politische Mitte, die es allen recht machen kann, gibt es nur in Utopia.
Eine Politik der Mitte bedeutet immer Kompromisse.
Links- und Rechts-Populismus ist viel mehr Ergebnis fehlender Kompromissbereitschaft oft im Kombination mit Narzissmus und Selbstmitleid.

13:55 von Digitaler Fußabdruck

"Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht - weder links noch rechts. Somit ist Vorhandensein von Populismus nicht weniger als ein Indiz für die Qualität oder das Versagen der regierenden Parteien."

Na ja. Wären alle Menschen 'gut' und fehlerfrei, dann bräuchten wir ÜBERHAUPT keine Regierung.

@14:22 von purpleblues

"Die als als nicht populistisch dargestellten Politiken hatten Ergebnisse, die vielen, vielleicht einer Mehrheit, nicht gefielen. Wenn dieses Nichtgefallen von der Politik ignoriert wird, suchen sich dessen Anhänger andere Politiker, die es adressieren."

Stimme ich voll zu. Beides muss aber nicht unbedingt Populismus sein. Es gibt halt unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen. Was hat man denen in der Vergangenheit vorgeworfen, die einen besseren Sozialstaat wollten.

Ausserdem finde ich, dass die Masche, alles in einen Topf zu werfen, nicht unbedingt besser ist als Populismus.

re mordad

"In Wirklichkeit hindert es eine kleine Gruppe (die Elite) von Menschen daran, den Rest der Menschen zu regieren. Dies geschieht, wenn sich gewählte Politiker in der reichen Elite befinden."

Wo befindet sich denn Trump - nicht in der reichen Elite? Und Johnson - nicht in der reichen Elite?

@14:25 Mordad

Zu den Definitionselementen von Populismus gehört, dass er politisch Engagierte verschiedenster anderer Richtungen als Elite pauschalisiert, die angeblich den Rest der Menschen regiert ohne auf deren Interessen, Erwartungen und Bedürfnisse zu schauen.
Jetzt schreiben Sie, dass der Populismus-Vorwurf ja nur die reiche Elite weiter unterstützen soll, Politik nur für den eigenen Erfolg zu machen.
Aufschlussreich, allerdings eher diagnostisch auf das Argumentationsmuster Ihres Kommentars bezogen.

Immer schon vorhanden

Vielleicht wäre es Erwähnenswert, dass gerade die Unionsparteien immer auch über Populisten verfügt haben, die in rund 70 Jahren bundesdeutscher Wahlkämpfe genau die „Argumente“
Ins Feld geführt haben, die heute der AfD helfen, gegen alles mögliche zu hetzen.
„Kinder statt Inder“ und die „Rote Socken - Kampagne“ der Union sollten auch den Journalisten noch bekannt sein.
Und mit Franz Josef Strauß hatten wir zwar kein echtes altes Nazi - Mitglied als Beinahe - Kanzlerkandidaten, aber nach heutigen Maßstäben zumindest einen echten Neonazi.
Von den tatsächlichen Nazis im Bundestag und in allen früheren deutschen Regierungen der BRD ganz zu schweigen. Sei es als Staatssekretäre oder Minister, Ministerpräsidenten, Bundeskanzler und Bundespräsidenten.
Und Populisten waren die allesamt.

14:22, IBELIN

>>Nehmt doch Trump, Orban, Erdogan etc mit Argumenten auseinander und lasst auch Argumente zu.<<

Die Anhänger der von Ihnen genannten Herren sehen diese als Heilsbringer und pflegen ein sozusagen religiöses Verehrungsverhältnis zu ihnen.

Argumente sind da komplett machtlos, weil sie für unwichtig erachtet und schlicht nicht zur Kenntnis genommen werden.

Jeder "normale" Politiker hätte die Skandale, die diese Charaktere umwehen, politisch nicht überlebt.

Trumps berühmter Spruch über den Menschen, den er auf der Fifth Avenue erschießen könne und trotzdem keinen einzigen Anhänger verlieren würde, beschreibt die Sache sehr gut.

re ibelin

"Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf einem 50 Jahre Tiefstand. Gleichzeitig ist die USA eine Demokratie geblieben. Die kommende Wahl kann Trump verlieren. Was ist daran populistisch."

Was ist denn an Ihrem Kommentar ein Beitrag zum Thema Populismus?

Heute ist Sonntag. Auch nicht populistisch.

14:10 von Petersons

>>popoulisten sind wir alle nur einige politiker wissen was das volk gerne von ihrem gewählten leader erwartet.<<
Auweia! was schreiben Sie denn da?
einen "leader" = Führer hatten wir vor 80 Jahren ca. 12 Jahre lang.
Das Ergebnis sollten auch Sie kennen.

Bei vielen Provokationen

Bei vielen Provokationen sollte man gar nicht erst einsteigen, weil sie häufig bewusst darauf abzielen, Aufmerksamkeit in den Medien zu bekommen.

Das ist allenfalls in der Theorie richtig. Tatsächlich ist das absolut unhilfreich und einigermaßen naiv.
Ignoriert man gewisse Provokationen, muss der Populist nachlegen und noch extremer auftreten, denn sein Erfolg basiert ausschließlich darauf, mit jenen Provokationen zu arbeiten.
Richtiger würde diese Aussage, wenn sie allein auf die Medien bezogen wäre. Den Populisten keine Bühne zu bieten, wo sie sich auslassen können, das würde eher nützen.

Wichtig ist auch, diese falsch verstandene Toleranz abzulegen und die Populisten aufzuwerten, indem man versucht, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen (`wir nennen die nicht Rechtpopulisten, weil das nervt´, `die sind eine ganz normale Partei´, gebt ihnen doch den Stellvertreter-Posten, etc.). Immer wieder entgegenkommen, in der naiven Erwartung, dass die mal zufrieden sind.

14:18 von lesezeichen2705

>>Der Unterschied ist jedoch, dass Ihnen der Beifall, der links dominierten Medien, sicher ist. Gegenseitiges Schulterklopfen ist das Resultat. Zudem ein moralisches Überlegenheitsgefühl gegenüber allen Andersdenkenden. <<
Ihr Post bestätigt den Artikel. Sie beschreiben sehr treffend die Opferdarstellung.

14:44, lesezeichen2705

>>Freilich ist das Weltbild der "sogenannten Populismus Gegner" mindestens genauso einseitig und einfach, wie das derjenigen, gegen die sie argumentieren. Hetzen tun sie genauso, ausgrenzen sogar noch wesentlich mehr. Der Unterschied ist jedoch, dass Ihnen der Beifall, der links dominierten Medien, sicher ist. Gegenseitiges Schulterklopfen ist das Resultat. Zudem ein moralisches Überlegenheitsgefühl gegenüber allen Andersdenkenden.

Man selbst nimmt für sich etwas in Anspruch, was man anderen verwehrt. Aus Morden, Terrorakten usw. zu verallgemeinern zu vereinfachen und auf die politischen Gegner einzuprügeln, für Linke gar kein Problem. Politisch zu instrumentalisieren Dauerzustand. Aber wehe das wird von Rechten und Konservativen gemacht. Dann bricht ein Sturm der Entrüstung in den Medien aus. Doppelmoral par excellence.<<

Langer Rede kurzer Sinn: Es passt Ihnen nicht, daß ein Zusammenhang zwischen AfD-Hetzern wie Höcke etc. und rechtsradikal motivierten Anschlägen hergestellt wird.

14:44 von lesezeichen2705

Aus Morden, Terrorakten usw. zu verallgemeinern zu vereinfachen ...
.
wer an Chemnitz denkt
an was erinnert der sich ?
an den Rechten Mob oder den Erstochenen ?
in Halle, an die 2 Toten an der Würstles Bude doch wohl kaum !

14:22 von IBELIN

>>Den politischen Gegner als Populisten abzuqualifizieren ist in Mode gekommen.
Ich glaube nicht, dass man Leuten die Meinungsfreiheit auf diese Weise beschneiden sollte. Ueberzeugungsarbeit leisten ist was positives, Abqualifizierung macht es sich zu einfach. Leute sind nicht bloede und Doppelmoral faellt auf.
Nehmt doch Trump, Orban, Erdogan etc mit Argumenten auseinander und lasst auch Argumente zu.<<
Vermutlich haben Sie noch nie versucht die Anhänger der genannten Politiker oder der AfD mit Fakten "auseinanderzunehmen".
Da bekommt man keine Antwort, oder die Antwort geht an der Frage vorbei.

14:23 von WM-Kasparov-Fan

>>Darum sagt er auch "sogenannte Elite", als ob es in der Realität unserer Gesellschaften in den USA, Großbritannien, Ungarn, Russland und Deutschland (weil von den Staatsoberhäuptern dieser Länder die Rede war) gar keine Elite gäbe<<
Es gibt schon Eliten, und die derzeitigen Präsidenten der USA, Großbritanniens, Russlands und Ungarns sind die Spitze der jeweiligen Eliten.

Strategien von Populisten: ....

die chronische Scheinweltenproduktion wurde hier nicht genannt … ach wie war die Welt vordem doch noch allzu bequem.
Bei der (selbstverständlich unvollständigen) Aufzählung der Populisten an der Macht fehlte der Putin - der gilt zwar vielen als Realpolitiker, aber er kann auch Realpolitik nur, weil es ihm gelungen ist über die Formierung des Machtapparates und die mafiösen Fädenzieherei, seine Scheibenwelt in die Realität zu zerren und sie in ihrer ganzen Zweidimensionalität physikalische Grenzen sprengen zu lassen.
Man merke, Populisten sind wahre Populisten, solange sich das verdrehte Konstrukt ihrer Wirklichkeit noch mit der wirklichen Wirklichkeit beißt.
Kritik an Eliten gibt es in der Tat auch bei "Linken" nur handelt es sich dort in der Regel um "Finanzeliten", bei rechten und populistischen Elite Bashing geht es um die Abwehr der Infragestellung der Scheibenwelt und deren Immunisierung.
… man darf ihnen nicht glauben, ihnen zuzuhören ist vertane Zeit!

Aber eines lässt sich nicht leugnen,

sie "labern" nicht nur, sie handeln und das ist, was vielen Wählern, bei den meisten Politikern, heute fehlt.
Bei uns werden doch vermeidliche Macher, wenn möglich, abgesägt.

14:45, smirker

>>Die Fakten sprechen für die sogenannten Populisten
In der EU belegen Polen mit einem Wirtschaftswachstum von 5,1 % im Jahre 2018 und Ungarn mit einem Wachstum von 4,9 % unter den osteuropäischen EU-Ländern die beiden Spitzenplätze (Quelle: statista.de).
Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche in Deutschland kann man also nur hoffen, dass die AfD bald in Regierungsverantwortung kommt, um den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands zu verhindern!<<

Deutschland ist ein voll entwickeltes Industrieland, es ist quasi "ausgewachsen". Polen und Ungarn sind europäische Entwicklungsländer, die viel aufzuholen haben und von der europäischen Union mit sehr viel Geld unterstützt werden. Polen ist der mit Abstand größte Nettoempfänger der EU. Ungarn liegt an vierter Stelle, hinter Griechenland und Rumänien.

Das hat man auch bei Strache in Österreich gesehen.

Das Ibiza-Video war das eine.
.
von deutschen Medien aufgedeckt ....
was hat es wohl die deutsche Regierung an (finanziellen) Zugeständnissen gekostet,
diesen Salvini auszubooten
ob in der Politik immer mit sauberen Mittel gearbeitet wird

@ 14:52 von Crefeldinjo

Populismus ist ein geeignetes, legitimes Mittel, um politische Änderungen herbeizuführen, die der Wähler sich insgeheim wünscht.

Genau das nicht. Denn das würde voraussetzen, dass es dem Populisten tatsächlich darum geht, diese `geheimen Wünsche´ des Wählers umzusetzen.
Den derzeitigen Populisten geht es aber um nichts weniger als ihre Wähler. Die sind einfach zu lenkendes Material, mit dem der Populist seine Ziele (Macht und Geld) erreichen kann.
Der Unterschied zwischen dem Populisten-Wähler und dem anderen Wähler ist der, das der Populisten-Wähler nicht in der Lage ist, das zu erkennen.

Zudem werden dem Populisten-Wähler seine geheimen Wünsche auch erst vom Populisten eingeredet.

14:29 von Gelenkte-Dem-DE

>> Der beste Garant für intakte Demokratien ist eine gleichberechtigte Medienlandschaft. Die USA hat sie, in Europa ist sie eine Seltenheit.<<
Da liegen Sie völlig daneben. Wenn man von Polen und Ungarn absieht gibt es wohl nirgendwo eine gleichberechigtere Medienlandschaft als in der EU

@Crefeldinjo, 14:52

Populismus ist ein geeignetes, legitimes Mittel, um politische Änderungen herbeizuführen, die der Wähler sich insgeheim wünscht.

Und sowohl das absolut hypothetische Konstrukt "der Wähler" als auch, dass es jemanden gäbe, der weiß, was dieser sich insgeheim wünscht - und das sogar zu erfüllen vermag - ist ein Merkmal populistischer Propaganda.

@wen auch immer jagen 14:48 von Sisyphos3

zu @@14:17

Bitte keine 'Fake Zitate' um ihre 'Umwertung der Sätze' scheinbar belegen zu können.

Zwischen 'wen auch immer jagen'
und 'den Kanzler jagen' besteht ein Unterschied.
Insbesondere im gegebenen Zusammenhang.
Auch hierfür gilt das:
Auch eine 'Regierung zu entsorgen' oder eine bestimmte Person 'in Anatolien'
macht den wesentlichen Unterschied.

Das Sie das nicht wahrnehmen wollen, ist mir schon klar,
aber eben kein Argument.

Ferien von der kognitiven Dissonanz für Kognitiv Verknappte

Nun, das Phänomen des KKK-Sohns Donald Trump und des Aufschneiders Boris Johnson liegt nicht so sehr in diesen Protagonisten als vielmehr in deren Publikum.

In einer vielsprachigen, multikulturellen, globalisierten und digital in Echtzeit vernetzten Welt gibt es viele Ambivalenzen, Widersprüche und Universen von Details. Das überfordert viele Menschen, besonders solche, die man als Kongitiv Verknappte benennen kann.

Nun ist es so, dass sowohl DT als auch BJ, aber auch Duterte auf den Philippinen usw. in ihren Auftritten eine Reduktion der schwindelerregenden Komplexität und Ambivalenz wohlfeil bieten: Der Klimawandel, der allen Angst macht, z.B., der ist bloß ZITAT eine Erfindung der Chinesen. Die Migrationsbewegungen könnten ganz einfach mit einer Mauer gestoppt werden, ein durchaus mittelalterliches Konzept. Wenn wir erst aus der bösen EU raus sind, wird alles besser...usw.

Diese Protagonisten bieten Ferien von der komplexen Realität und wer mag keine Ferien?

Problematik des Begriffs "Populismus"

Ob eine Meinung, eine Aussage oder ein Statement "populistisch" (im Sinne von populär) ist, sollte keine Rolle spielen. Entscheidend ist doch ob sie mit Fakten untermauert werden können oder haltlos sind. Mit dem gängigen Populismus-Vorwurf können auch berechtigte und vernünftige Forderungen diffamiert werden, wie z.B. der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und nach Frieden. Man sollte das Kind schon beim Namen nennen: Das Problem ist nicht irgendein abstraktes, neutrales Phänomen mit dem Namen Populismus, sondern die Leugnung und Verdrehung von Fakten sowie die Verbreitung von Verschwörungstheorien und esoterische Pseudowissenschaft durch ein erstarkendes, politisch rechtsextremes Lager - immerhin das Resultat der bisherigen Politik!
Außerdem: Die "unbequemen Wahrheiten", die "notwendigen Übel" und die "Alternativlosigkeit" der (angeblich) nicht-populilstischen Kräfte können genau so falsch oder richtig sein - und sind dabei auf ihre Weise auch wieder irgendwie populistisch, oder?

Strategien von Populisten:Elitenkritik und Minderhei...

In einem hat der Herr Haller in diesem Artikel recht:Den Demokraten fehlt ein überzeugender Kandidat(gegen Trump).
Aber dann geht es sehr zurückhaltend weiter:"Wegen Joe Bidens Verbindungen zu mächtigen Personen im In-und Ausland".
Gerade hat der ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch dazu mehr gesagt.

Populistisch

"Populistische Kommunikation hat immer drei Elemente: Zum einen der Appell an das Volk als homogene Einheit, das sogenannte heartland. Zweitens eine sehr starke Elitenkritik. Eliten werden immer als korrupt dargestellt, als selbstsüchtig, als egoistisch. Und drittens eine Exklusion von sozialen Gruppen, beispielsweise Migranten."

Wenn Populismus nur diese 3 regeln beinhaltet, kann es nur einen Rechtspopulismus geben, und keinen linken.
Was die rechtspopulistischen Wähler von ihrem Konzernboss Trump komischerweise nicht erkennen können/wollen ist, dass der selbst ein alter Vetreter dieser korrupten Geldelite ist.
Mittlerweile dürften diese Wähler allerdings und hoffentlich zu einer Minderheit gehören

@naiver Positivdenker

"Aber eines lässt sich nicht leugnen, sie "labern" nicht nur, sie handeln und das ist, was vielen Wählern, bei den meisten Politikern, heute fehlt."

Ja, weil viele Wähler offensichtlich den Unterschied zwischen Quantität und Qualität nicht kennen.
Mir ist jemand wie Frau Merkel, der man beim besten Willen nicht unterstellen kann, mit dem Willen zu regieren, richtig aktiv die Welt zu verändern, immer noch viel lieber als bspw. ein Herr Putin, der zwar aktiv die Welt verändert, aber zum Schlechteren.

Mit ein paar Worten weniger: Mir ist jemand, der nichts tut, immer noch lieber als jemand, der die Welt schlechter machen will (oder der nur für sich und seine Interessen regiert, was auf das gleiche hinausläuft).

Tolles Interview

Aber die Masse Mensch wählt Sie trotzdem weil die Aussagen dieser Kerle sehr einfach sind.

14:52 von Crefeldinjo

"Ein Fremdwort der Studierten,...." mit ein wenig "Elitenbashing" zur Einleitung … zeigt sich was wahrer Geist (oder eben geheimer Volkswille) will... er will im Geheimen … (weil er verbotenes will - ausscheiden, abgrenzen, einzäunen, vergasen und vergessen, das ist es worum es in dem geheimen Tier nur allzu oft geht) und weil der Verstand eben nicht die Anima lenkt, denkt er, will er nicht, er lebt in Wünschen und Vorstellungen - und ganz flugs sind wir wieder alle auf der Scheibenwelt - eben des Populismus, den es zu fürchten und vor dem es sich in Acht nehmen heißt.

@13:55 von Digitaler Fußabdruck

Würden die Parteien der sogenannten Mitte eine bessere Politik machen, gäbe es das Phänomen des Populismus gar nicht - weder links noch rechts. Somit ist Vorhandensein von Populismus nicht weniger als ein Indiz für die Qualität oder das Versagen der regierenden Parteien.
Das impliziert, daß für die jedenfalls existierenden komplexen Probleme einfache Lösungen existieren, die von den regierenden Parteien übersehen werden. Populismus ist es, das Vorhandensein solcher Lösungen zu suggerieren. Das funktioniert am besten aus der Opposition. Kommt der Populist an die Nähe der Macht, scheitern die einfachen Lösungen dann vorgelich an Sündenböcken, die man aus Minderheiten rekrutiert und ohne Gefahr des Mehrheitsverlustes auf den Scheiterhaufen des "gerechten Volkszorns" bringen kann.

Gegen diese Achillesverse der Demokratie hilft nur politische Bildung, weil ansonsten das unausweichliche böse Erwachen sehr häßlich werden kann.

Elitenkritik!!!

Ich persönlich gehöre auf jeden ausdrücklich NICHT zur sogenannten europäisierte Elite, die mangels selbstständigen Denkens selbst persönlich selbst nach fünf Jahren immer NOCH auf gewisse Sachen dauerhaft hereinfallen!

Denn wer mangels selbstständigen Denkens persönlich am längsten auf gewisse Dinge dauerhaft hereinfällt, disqualifiziert OHNEHIN nur SELBST für höhere Führungsaufgaben in Zeiten des demographischen Wandels!

Das Erfolgsrezept

ist aktiv für die Bürger, Leistungerbringer und Steuerzahler eigenen Land zu arbeiten und Ihre persönlich Sicherheit und Freiheit zu gewährleisten. Oder anders gesagt, genau das Gegenteil der GROK.

@Petersons

Normalerweise überlese ich ja ihr merkwürdiges, immer in die gleichen Kerben hauendes, Geschwurbel, aber bei diesem Kommentar habe ich leider und aus Versehen mal wieder reingelesen - und wurde nicht enttäuscht...

Du meine Güte, was haben sie denn für Tabletten genommen?
Sie wissen also genau "das einige Politiker wissen was das Volk gerne von ihrem gewählten Leader erwartet"? Aha, haben sie denen gerade in den Kopf geschaut, oder woher haben sie dieses exakte Wissen?
Und was sind denn in ihren Augen "herkömmliche Politiker" (bzw.: gibt es denn überhaupt "Andere"?) und wo haben die denn bei uns "in allen Richtungen versagt oder die Bevölkerung ignoriert"? Ich kann ihnen versichern: wenn ein Politiker bei uns die Bevölkerung ignoriert, dann wird er bei der nächsten Wahl aber ganz schnell dafür abgestraft.

The Moral Sentiments of Us - Jonathan Haidt

Wer Englisch kann, dem würde ich auch sehr den Vortrag "The Moral Sentiments of Us" von Jonathan Haidt ans Herz legen. Gibt es auf einer großen Videoplattform zu sehen...

30min, die mir wirklich sehr viel Verständnis gebracht haben. Es ist ein großer Fehler der linken, gruppenpsychologische Effekte zu vernachlässigen.

Wer sich mit den Idealen der Revolutionäre von 1848 befasst wird schnell merken, dass die Wünsche und Hoffnungen, die sich mit einem deutschen Nationalstaat verbanden, sich eigentlich 1:1 auf die europäische Einigung übertragen lässt.

Wer also pro-europäisch denkt, sollte nicht auf die Nationalisten schimpfen, sondern sich lieber anschauen, mit welchen Strategien und Konzepten sie eine heterogene Gruppe aus Preußen, Hessen, Bayern usw. dazu gebracht haben, so ein abstraktes Konzept wie das deutsche Vaterland zu akzeptieren und sich als einheit zu begreifen.

Wir brauchen einen (gemäßigten) EU-Patriotismus, wenn wir die europäische Einigung voranbringen wollen.

Es ist ja keine Elitenkritik ...

... sondern Kritik an Leuten, die sich für die Elite halten.

Pleiten, Pech und Pannen - das ist doch ehrlicherweise das Ergebnis unserer Politik- und Wirtschaftsgrößen.

Wenn die Weltkonjunktur brummt, dann schreiben sich die Eliten den Erfolg auf ihre Fahnen. Für Misserfolge übernehmen sie fast nie persönlich Verantwortung. Und das gilt genauso für "mit mir wird es kein xy geben" Merkel und Co.

Dass Politik, Wirtschaft und Medien schlecht mit Kritik umgehen können macht es sicher nicht besser.

Populismus

Was ist Populismus? Für die Parteien der Mitte doch nur ein Kampfbegriff. Es geht um die Erzeugung bestimmter Stimmungen. Es geht um die Ausnutzung und Verstärkung vorhandener Stimmungslagen zu eigenen politischen Zwecken. So hat Frau Merkel die atomare Katastrophe in Japan populistisch genutzt. War das falsch? Als die Mauer fiel in Berlin nutzte Kohl die Chance der Vereinigung Deutschlands. Mit seinen populistischen Reden drückte er die kleinen Parteien Ostdeutschlands an die Wand. Populistisch sind alle Parteien. Sie buhlen um die Stimmen im Volk.

@Tremiro, @WM-Kasparov-Fan

" 14:23 von WM-Kasparov-Fan
>>Darum sagt er auch "sogenannte Elite", als ob es in der Realität unserer Gesellschaften in den USA, Großbritannien, Ungarn, Russland und Deutschland (weil von den Staatsoberhäuptern dieser Länder die Rede war) gar keine Elite gäbe<<

Es gibt schon Eliten, und die derzeitigen Präsidenten der USA, Großbritanniens, Russlands und Ungarns sind die Spitze der jeweiligen Eliten."

Naja, mit den Eliten ist das so eine Sache. Es gibt unendlich viele verschiedene Eliten. Für mich bspw. hat "Elite" immer etwas mit intellektueller Elite zu tun, und dazu gehören die von Ihnen Genannten überhaupt nicht.

Allerdings hat sich User WM-Kasp.-Fan ohnehin ein wenig verlesen. Im Artikel ist gar nicht die Rede von "sogenannten Eliten", sondern von "so definierten Eliten", was einen völlig anderen Sinn ergibt und seinen Einwand obsolet macht.

Boden des Grundgesetzes

Im Grundgesetz steht:

Alle Macht geht vom Volke aus

und nicht von Volker.

Wenn sich Politiker mehr nach der Mehrheit richten scheint dies nicht so schlecht zu sein.

Und die Mehrheit ist laut Medienumfragen gegen illegale Einwanderung und Angriffskriege.

Wohlgemerkt: die Mehrheit - nicht lautstarke Aktivisten

@14:23 von WM-Kasparov-Fan

"Darum sagt er auch "sogenannte Elite", als ob es in der Realität unserer Gesellschaften in den USA, Großbritannien, Ungarn, Russland und Deutschland (weil von den Staatsoberhäuptern dieser Länder die Rede war) gar keine Elite gäbe, bzw. diese gar nicht richtig definiert werden könnte. Und als ob nicht tatsächlich die Elite (statt das Volk) die Macht hätte."

Dass es keine "Elite" in dem Sinn gäbe, ist aber auch gar nicht der Punkt. Dass Geld und Macht sehr ungleich verteilt sind, ist kein großes Geheimnis.

Das faszinierende und erschreckende ist, wie Trump, Johnson und auch die AfD-Spitzen mit der Behauptung durchkommen, dass sie selbst nicht Teil dieser Elite, sondern ihr Gegner wären. Bei Trump finde ich das besonders extrem - ein Milliardär und Spitzenpolitiker, in zweifelhafte Geschäfte verwickelt, mit noch zweifelhafteren Methoden zum Machtausbau, der irgendwie als normaler Durchschnittsbürger durchgeht.

Dass das Leute überzeugt, finde ich völlig unverständlich.

15:43 von Einfach Unglaublich

>>Dass Politik, Wirtschaft und Medien schlecht mit Kritik umgehen können macht es sicher nicht besser.<<
Warum stellt sich die AfD dann bei jeder noch so vorsichtigen Kritik als armes Opfer dar?
Niemand in diesem Forum dürfte diese Frage kompetenter als Sie beantworten können.

Der Ansatz der Populisten ...

... sind in aller Regel die niedersten Instinkte der Menschen.

Sie streuen gezielt manipulierte oder falsche "Meinungen" und Behauptungen und setzen dabei auf die Unwissenheit oder gar "Dummheit" in Teilen ihrer "Opfer". Selbst der gesunde Menschenverstand, den eigentlich jeder irgendwo doch haben sollte, wird so auf oft völlig banale Weise ausgeschaltet.

In Zeiten der immer weiterführenden Digitalisierung können Nachrichten auf einfachste Weise im großen Umfang verbreitet werden ... ohne dass oft deren Inhalt hinterfragt oder auch angezweifelt wird.

Ich habe kein gutes Gefühl, wo uns das noch hinführen wird. Selbst der Staat mit all seinen Einrichtungen (vielleicht auch schon unterwandert und manipuliert) scheint mehr und mehr machtlos zu sein.

Ein Ansatz zur Lösung könnte aber schon mal sein, Beschlüsse wieder mehrheitlich zuzulassen und nicht -wie aktuell- Entscheidungen durch den Einspruch einzelner scheitern zu lassen.

Und dann wäre da noch das Thema Meinungsfreiheit ...

@fathaland slim

Sie offenbaren mal wieder ihre volkswirtschaftlichen Defizite!
Eine "ausgewachsene" Volkswirtschaft gibt es nicht und Österreich hat unter der Koalition von ÖVP und FPÖ im Jahre 2018 ein Wachstum von 2,7 % hingelegt oder ist Österreich etwa noch nicht "ausgewachsen"?
Des Weiteren steht es jedem EU Land frei, Fördergelder der EU zu beantragen, die sogenannten Populisten sind darin offensichtlich cleverer als die anderen Regierungen!

@15:31 a gutt Mensch

Sie verwischen die Definition von "Populismus" und "populistisch" (z.lär: "populär" ist etwas völlig anderes) um dann zu behaupten, dass man auch sinnvolle Ziele wie soziale Gerechtigkeit oder Frieden mit dem Vorwurf "populistsch" belegt könne. Das steht Ihnen frei, sinnvoll argumentieren kann man so allerdings nicht.
Im übrigen widerspreche ich Ihnen, dass das Erstarken von Populismus und rechtsextremem Lager aus der "bisherigen Politik" resultieren: Das widerspricht einerseits den soziologischen Untersuchungen und ist andererseits lupenreines rechtspopulistisches Denkschema.

re nie wieder spd

"Von den tatsächlichen Nazis im Bundestag und in allen früheren deutschen Regierungen der BRD ganz zu schweigen. Sei es als Staatssekretäre oder Minister, Ministerpräsidenten, Bundeskanzler und Bundespräsidenten."

Dieses Gerede, wie doch die alten Nazis in der neuen BRD mitgespielt haben, wird von Jahr zu Jahr schwächer, so wie es von Jahr zu Jahr immer mehr Retrospektive wird.

Das vermeintliche Erfolgsrezept ...

... der Linkspopulisten ist doch

den politischen Gegner lächerlich zu machen und ihm jegliche Intelligenz und Vernunft abzusprechen.

So steht es im Handbuch der linken Agitation.

Und daher vergeht auch kein Tag, an dem missliebige Politiker wie Trump, Johnson, Putin oder Orban medial nicht mit Häme und Spott überzogen werden.

Nur selbst leisten die Linkspopulisten nichts.

Die Hoffnungslosigkeit der Basher...

Hier zeigt sich einmal mehr die Hoffnungslosigkeit der Medien, wenn das drölfzigste Interview mit einem "Experten" aus dem Elfenbeinturm über vermeintliche Strategien zu sogenannten Populisten herhalten muss.

Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen.

Den fleissigen Bürger interessiert doch das Konstrukt "Populist" nicht. Den interessiert ob die Wirtschaft brummt. Dass er einen Job hat mit dem er seine Familie ernähren kann. Dass die Massenimmigration eingedämmt wird, die Kriminalität sinkt. Dass nicht hunderte von Milliarden in teure Militärinterventionen im Ausland geblasen werden, sondern stattdessen die Steuern im eigenen Land gesenkt werden.

Das alles waren Versprechen von Trump. Die hat er weitgehend erfüllt. Darum hat er auch gute Chancen wiedergewählt zu werden. Da kann man noch so viel über seine "Eskapaden" schreiben. Das interessiert den Bürger nicht.

@Ultimo25

"Was die rechtspopulistischen Wähler von ihrem Konzernboss Trump komischerweise nicht erkennen können/wollen ist, dass der selbst ein alter Vetreter dieser korrupten Geldelite ist."

Jein.
Er schimpft ja nur auf die Vertreter der Washingtoner politischen Elite, womit er bei seinen Anhängern gut ankommt.

Und seine Anhänger werden sicherlich wissen, dass er ein starker Vertreter der korrupten Geldelite ist. Warum seine Anhänger sich nur an der politischen Elite, nicht aber an der korrupten Geldelite (die die politische Elite ja extrem beeinflusst) stören, ist mir allerdings auch nicht klar.

In jedem Fall ist das mit der "Elite" so eine Sache ...

13:55 von Digitaler Fußabdruck + 14:49 von fathaland slim

"Ich stelle leider auch ein Populisten-"Bashing" fest, das ... eigentlich ausschließlich als Ausgrenzungsattribut für die konservativen und nationalistischen Parteien verwendet wird."

Antwort um 14:49 von fathaland slim:
"Populismus ist ja keine politische Richtung, sondern eine Machterlangungsstrategie."

Das sehe ich auch so. Und richtig ist auch:
"Politik ist in einer demokratischen Gesellschaft immer mit einem mühsamen Interessenausgleich verbunden und finden auf vielen Ebenen statt, vom Gemeinderat bis zum Europaparlament. Wer gern möchte, daß "durchregiert" wird, kann deswegen nur frustriert sein."

Aber trotzdem ist es nicht ganz falsch zu sagen, dass die Populisten eine größere Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Wähler z.B. das Gefühl haben, es kommen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge und man selber wird abgehängt (ausgeprägt v.a. in den neuen Bundesländern aber nicht nur da).

allgemeine Verrohung in unseren fortschrittlichen Gesellschaften

- darüber wollte ich mich hier längst mal äußern.
Das hat zwar nur bedingt etwas mit AfD, Populismus und wachsendem Rechtsextremismus zu tun, aber doch immerhin mehr, als mit anderen Parteien, Gesinnungen und politisch motivierten Handlungen.

Ich nehme eine stark zunehmende Kritik-Freudigkeit war, die - wenn schon nicht immer aggressiver - so doch immer deutlicher in den sozialen Medien erkennbar/lesbar zutage tritt. Im Vergleich zu zustimmenden, bejahenden, freundlich anerkennenden Kommentaren, sind diese Kontra-Kommentare weit in der Überzahl.
(Es heisst immer-) Lebendige Demokratie lebe von Kritik, doch stirbt augenscheinlich das Gegenteil von Kritik und Kontra, also Pro und Liebe (von der unmerklichen kleinen bis hin zur absoluten großen) immer mehr aus.
Nicht der wachsende Hass, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus verursachen Wut, sondern die schwindende Solidarität, Empathie und Mitmenschlichkeit verursachen Traurigkeit.

@15:50 Einfach Unglaublich

Politiker*innen werden bei uns vom Volk, d.h. den wahlberechtigten Bürger*innen gewählt, verantworten sich vor dem demokratisch gewählten Parlament und vor der Jurisdiktion - und natürlich wieder vor den Wähler*innen bei der nächsten Wahl. Insofern richten sie sich auch immer "nach Mehrheiten", allerdings primär auch nach den Zielen, Prioritäten, Konzepten und Programmen, mit denen sie parteigestützt antreten, für die sie gewählt wurden und die sie ggf. in Konstellationen mehrerer Parteien aushandeln müssen.
Ihr Reflex auf Ihr Lieblingsthema "illegale Migration" ist in dem Zusammenhang - Sie ahnen es oder wissen es - populistisch.

Falsche Elite-Kritik

@ IBELIN
Elitenkritik sollte gestattet sein. Nur so koennen Aenderungen stattfinden. Elitenkritik ist seit Urzeiten eine Triebfeder fuer Veraenderungen.

Wenn Sie nicht so verlogen wäre, wie bei Johnson oder Trump. Das Trump-Kabinett besteht aus sehr betuchten Leuten aus allen möglichen Seilschaften und Thinktanks. Trump selbst ist Immobilienmillionär aus dem New-Yorker Establishment. Geld-Elite par excellence. Allerdings nicht intellektuell herausragend.

Die Elite wird nur als Feindbild aufgebauscht um sich selbst volksnah zu geben.

Populisten, aber keine Diktatoren

Die genannten "Populisten" (Trump, Putin, Erdogan, Orban, Bolsenaro, Kaczinsky) haben eines gemeinsam - sie sind demokratisch gewählt worden. Deshalb ist es mir völlig egal, ob das tatsächlich "Populisten" sind oder nicht. Die sind jedenfalls legal an der Macht und wenn schlecht regiert wird, werden die halt abgewählt. Ganz einfach!

Worüber man sich aber tatsächlich sorgen machen sollte, sind Diktaturen, die von skrupellosen Alleinherrschern regiert werden. Sei es der ägyptische Diktator-General Sisi (mit 100% der Wählerstimmen zum Präsidenten "gewählt") oder der saudische Diktator-Monarch und Kronprinz M. Bin Salman (Kashoggi-Mord und Jemen-Krieg).

Ergänzung zu meinem Beitrag um 15:58

Ich hatte geschrieben "wenn die Wähler z.B. das Gefühl haben, es kommen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge und man selber wird abgehängt ."

Das mit dem "mühsamen Interessenausgleich", den fathaland slim beschreibt, funktioniert eben nicht so wie im Schulbuch und das Gefühl, es kämen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge, ist nicht unbegründet.

Trotzdem ist mir die bestehende Demokratie (wenn auch nur sehr unvollkommen demokratisch) lieber als "Durchregieren".

@15.34 von DrBeyer

Tja, die Geschmäcker sind verschieden.
Aber wie man eine Frau Merkel an dieser Stelle aufführen kann ist für mich nicht nachvollziehbar.
Diese Frau sitzt alles aus, ist machtbesessen, hat Deutschland und Europa gespalten, ist den verschiedensten Lobbyisten verfallen, plant nichts nachhaltig und führt Deutschland dadurch jahrelang in die falsche Richtung.
Aber wie gesagt, alles Ansichtssache.

@ Messi

Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen.

Populisten beschäftigen sich grundsätzlich nicht mit Inhalten. Trump hat von Inhalten in der Politik auch überhaupt keine Ahnung. Das braucht er ja auch nicht.

Das Wort Populismus (von

Das Wort Populismus (von lateinisch populus Volk) wird in den Medien mittlerweile negativ besetzt.

Dabei ist ein Politiker, eine Partei, der/die vom Volk gewählt wird, jemand, der/die die Interessen der Wählenden in seinem/ihrem Amt umsetzen soll!

Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt, entstand im Jahr 2013 eine Partei, die in ihren Programm beim popolus Punkte sammelte und immer mehr Zustimmung bekommt!

Die etablierten Parteien traten 2017 an, die populistische Partei mit Argumenten entkräften zu wollen!

Aber außer Beschimpfungen, Ausgrenzung und Schmähungen haben sie bisher leider nichts zu bieten.

Sie bleiben ihren Politikstil treu und handeln weiterhin nicht nach dem Willen des deutschen Volkes, sondern tun das Gegenteil. (Nur ein Bsp. Koalitionsverhandlungen in Sachsen)

Deshalb werden nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit Populisten Zulauf erhalten.

@14:10 von Petersons

"die herkömmlichen politiker haben in allen richtungen versagt und ihre bevölkerung ignoriert schlimmer noch, ihenen was aufzuzwingen was sie nicht möchten."

Guter Punkt. Auf arte läuft gerade eine Doku "Die Wissenschaft der Meinungsmache", in der dokumentiert wird, wie Politik über PR darauf abzielte die Menschen dazu zu bringen gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Von Kriegen bis zur Agenda 2010 wurde so alles verkauft. Bei der Anbahnung des Irakkriegs wurde die verlogene Argumentation der Regierung von sämtlichen Leitmedien übernommen. Es gibt also ein Elitenversagen was die Demokratie ausgehöhlt hat.
Die Antwort darauf sind nur leider nicht die Populisten.

Mit dieser Aushöhlung von Demokratie

15:34 von Treualp1

"Tolles Interview

Aber die Masse Mensch wählt Sie trotzdem weil die Aussagen dieser Kerle sehr einfach sind"

Was jetzt leider auch auf diesen Ihren Beitrag zutrifft.

re smirker

"Des Weiteren steht es jedem EU Land frei, Fördergelder der EU zu beantragen, die sogenannten Populisten sind darin offensichtlich cleverer als die anderen Regierungen!"

Ungarn und Polen haben auch schon Fördergelder erhalten, bevor Populisten an der Macht waren.

@Robert L.

Geht doch, nun fällt das wenigstens nicht so auf, ansonsten gute Idee mit gutbürgerlichen Namen wie Inge N. oder Harald J. . Im Angesicht dessen das in den neuen Bundesländern ehe Rechts schon immer die Oberhand hatte, sollte man sich nicht unbedingt über deren Wahlverhalten verwundert sein.

Einfache Antwort warum Populisten Erfolg haben:

Alles versprechen, nichts halten.
Oder Versprechungen mit Schulden finanzieren
Das "einfache Volk" glaubt dann gerne an eine goldene Zukunft

Links, rechts, Populisten etc

Alles nur Ablenckungsmanöver von den Feudalisten!

Und betreiben ferner divide et impare durch dieses emotionale Aufladen.
Das kann die gut, wie man sieht.

@ andererseits

Nein

Politiker richten sich in ihren Wahlkampfversprechen nach dem Wählerwillen - a la Merkels "mit mir wird es kein xy geben".

Das müssten Sie ja schon als populistisch kritisieren.

Nach den Wahlen zählt dies alles nichts mehr. Adenauers "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" ist immer noch aktuell.

Nach den Wahlen verfolgen die Politiker ihre eigene Agenda - am Wählerwillen vorbei. Denn der hat seinen Einfluss längst abgegeben - seine Stimme.

@15:31 von a gutt Mensch

"Ob eine Meinung, eine Aussage oder ein Statement "populistisch" (im Sinne von populär) ist, sollte keine Rolle spielen."

Populistisch und populär sind zwei verschiedene Paar Schuhe. "Populistisch" ist überhaupt keine inhaltliche Kategorie, eine Meinung kann also gar nicht populistisch sein.

Was Populismus bezeichnet, sind gewisse Methoden zum Ausbau der eigenen Machtbasis, so wie sie der Artikel beschreibt, oder auch Ihre eigene Beschreibung dieser Methoden:

"Leugnung und Verdrehung von Fakten sowie die Verbreitung von Verschwörungstheorien und esoterische Pseudowissenschaft"

Genau das sind die typischen Merkmale von Populismus.

Wie gesagt, das ist keine inhaltliche Kategorie. Man kann auch nichtpopulistisch rechtsextreme Politik zu machen versuchen - die meisten Versuche sind damit aber nicht allzu weit gekommen, weil es ohne Blendwerk jeder ziemlich schnell merkt, dass der Ansatz nichts taugt.

Populisten oder wie man sie ...

... sonst noch so nennt, profitieren von der Schwäche der Etablierten. Das Sein der Menschen bestimmt ihr Bewusstsein. Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, die Kinderarmut zuzüglich ihrer Eltern immer mehr um sich greift, in den Schulen immer mehr Lehrer fehlen, der Frieden in der Welt immer mehr gefährdet wird, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen der Betroffenen in die etablierte Politik immer mehr zurückgeht oder ganz verschwindet.
Ein Donald Trump ist beispielsweise nicht aus einer plötzlich am Himmel erschienen schwarzen Wolke zu den Amerikanern herabgestiegen, sondern ist das Resultat von leeren Versprechungen, Enttäuschungen und Desinteressen seiner Vorgänger an den sozialen Problemen derselben.

@Paddy B. um 15:52 Uhr

"Das faszinierende und erschreckende ist, wie Trump, Johnson und auch die AfD-Spitzen mit der Behauptung durchkommen, dass sie selbst nicht Teil dieser Elite, sondern ihr Gegner wären."

Volle Zustimmung! Erstaunlich und seltsam. Obwohl der "gemeine"/normale (Mittelstands)Bürger, genau wie jeder andere Mensch auch, als leicht manipulierbar und lenkbar gilt (Gehirnwäsche ist bei Jederman sehr leicht durchführbar).

Doch Trump, Johnson und die AfD-Spitzen werden ja nicht von Bürgern, der Allgemeinheit, und schon gar nicht vom Volk, scharf kritisiert und "verteufelt", sondern von den Eliten.
Den Eliten - die nicht rassistisch, antisemitisch, völkisch, national und inhuman sind, sondern ihre Gegner.
Den Eliten, die einfach nur machthungrig, (Geld) gierig, scheinheilig und eingebildet sind.

@15:53 andererseits

Ich denke nicht, dass das Problem ist, dass ich die Definition von Populismus "verwischt" habe. Der gemeinsame Wortstamm von populär und Populismus (lat. populus ‚Volk‘ - übrigens tatsächlich etwas völlig anderes als "völkisch") ist ja kein Zufall.
Das auch sinnvolle Ziele wie soziale Gerechtigkeit oder Frieden mit dem Vorwurf "populistsch" belbegt werden können ist weder irgendwie hypothetisch noch eine Behauptung, sondern wurde (und wird bis heute) gegen die politische Linke eingesetzt.
Indes halte ich meine Argumentation entgegen der Ihnen (ebenso frei stehenden) Ansicht für durch und durch sinnvoll.

Wenn das Erstarken von Populismus und des rechtsextremem Lagers nicht aus der "bisherigen Politik" resultiert, woraus dann? Was sagen Ihre sagenhaften soziologischen Untersuchungen denn dazu? Handelt es womöglich um das Werk böser Verschwörer die immer im Hintergrund waren? Kann es sein, dass am Ende Sie hier selbst der Rechtspopulist sind?

re messi

"Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen."

Wer den Populisten Antworten gibt und Alternativen aufzeigt kriegt zurück: Das sind gar keine.

Man kann es sehr schön bei einigen notorischen Foristen beobachten, die immer um "Gegenargumente" betteln, aber tatsächlich nur Stichwortgeber suchen, an denen sich die eigene Propaganda aufhängen lässt.

@andererseits 15.53

natürlich hat das Erstarken des "Populismus" mit der bisherigen Politik zu tun, das ist doch überhaupt nicht von der Hand zu weisen! Nur ein paar Beispiele, wo die Bürger nie gefragt wurden oder Abstimmen konnten, aber mit weit reichenden Folgen und Auswirkungen leben müssen: Bankenrettung und Eurorettung, damit verbunden Entwertung der Ersparnisse und Altersversorgung, Grenzöffnung 2015, damit verbunden höhere Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten, Wohnungsnot und steigende Mieten. Nur mal so zum Nachdenken! Gäbe noch genügend Beispiele wie Bildungspolitik...

@ Einfach Unglaublich

Und die Mehrheit ist laut Medienumfragen gegen illegale Einwanderung und Angriffskriege.

Klingt wie ein wörtliches Zitat aus dem Handbuch des Populismus. Inhaltlich für meine Begriffe eine leere Aussage.

@Messi

"Den fleissigen Bürger interessiert doch das Konstrukt "Populist" nicht."

Haben Sie den Artikel gelesen? Dann wissen Sie ja, dass der Appell an das Volk als homogene Einheit eines der Merkmale populistischer Kommunikation ist.
Ich bin genauso ein "fleißiger Bürger", wie Sie es zu sein meinen. Und mich interessiert das Konstrukt "Populist" sehr wohl, weil es meine Zukunft und die meiner Nachfahren zu zerstören droht, und zwar mehr, als es Massenmigration und Militärinterventionen im Ausland je könnten.

"Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen."

Sie sollten sachlich bleiben. Es wurde sich ja wohl schon monatelang mit politischen Inhalten befasst. Ihre Unterstellung entbehrt wirklich jeder Grundlage.

Außerdem muss man sich nicht immer mit politischen Inhalten beschäftigen, insbesondere wenn das diejenigen, um die es geht, auch nicht tun.

re morgentau19

"Sie bleiben ihren Politikstil treu und handeln weiterhin nicht nach dem Willen des deutschen Volkes, sondern tun das Gegenteil. (Nur ein Bsp. Koalitionsverhandlungen in Sachsen)"

Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?

re crosterland

"Ein Donald Trump ist beispielsweise nicht aus einer plötzlich am Himmel erschienen schwarzen Wolke zu den Amerikanern herabgestiegen, sondern ist das Resultat von leeren Versprechungen, Enttäuschungen und Desinteressen seiner Vorgänger an den sozialen Problemen derselben."

Wenn das der kausale Konnex wäre müsste seine Wiederwahl schon erledigt sein - oder welche sozialen Probleme der enttäuschten und desillusionierten Amerikaner hat er denn gelöst?

@morgentau19 16:12

Ich verzichte jetzt einmal darauf, jede einzelne Ihrer unsäglichen Aussagen zu widerlegen (was selbstverständlich leicht wäre), sondern mache Sie einfach nur darauf aufmerksam, dass Ihr Beitrag ein populistischer Kommentar par excellence war.

Lesen Sie einfach aufmerksam den Artikel, versuchen Sie, ihn zu verstehen, und Sie werden wissen, warum.

16:14 von Old Lästervogel

aber klappt doch
warum hat Bremen 32.000 Euro Schulden pro Kopf und die Bayern nur 1.400 Euro
wer wird mehr durch den Kakao gezogen ?

Umgang mit Populisten ?

Ja, soweit die Anliegen der Populisten angemessen sind, sind die Ideen zu diskutieren und und bei der Gesetzgebung in einem demokratischen Prozess einzubinden.
Es wäre falsch, da undemokratisch Menschen mit anderen Ansichten zu isolieren und stigmatisieren. Integration verschiedener Interessen einer Gesellschaft ist der richtige Ansatz! Auch wenn bestimmte Ansichten unbequem sind.

@15:32 von Ultimo25

"Populistische Kommunikation hat immer drei Elemente: Zum einen der Appell an das Volk als homogene Einheit, das sogenannte heartland. Zweitens eine sehr starke Elitenkritik. Eliten werden immer als korrupt dargestellt, als selbstsüchtig, als egoistisch. Und drittens eine Exklusion von sozialen Gruppen, beispielsweise Migranten."
.
Wenn Populismus nur diese 3 regeln beinhaltet, kann es nur einen Rechtspopulismus geben, und keinen linken.

Der ersten Punkt ist mit "Volk" vielleicht tatsächlich ungeschickt ausgedrückt, aber es geht um den Alleinvertretungsanspruch für alle "vernünftig denkenden" Menschen. Den findet man auf der linken Seite auch, wenn man an den richtigen Stellen sucht.

Setzen wir danach als Elite "das Patriarchat" ein und als ausgeschlossene Gruppe den alten weißen heterosexuellen Mann, dann haben wir auf der linken Seite etwas gefunden, das allen drei Kriterien entspricht.

Hat halt nur nicht ganz die politische Bedeutung im Moment wie Rechtspopulismus.

@um 16:10 von Prostituierte

Populisten beschäftigen sich grundsätzlich nicht mit Inhalten. Trump hat von Inhalten in der Politik auch überhaupt keine Ahnung. Das braucht er ja auch nicht.

Sie sind etwas geblendet vom Diskurs über Trump als Person. Das ist schade. Sie können aber vermutlich wenig dafür weil die Berichterstattung hier sich primär darauf beschränkt, auf Trump als Person. Stichwort Mueller-Bericht (daraus wurde halt nichts...) und nun das völlig aussichtslose Impeachment-Verfahren.

Er hat die Steuern für Bürger und Unternehmen gesenkt. Die illegale Migration von Mexiko eingedämmt. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefststand. Es waren noch nie so viele Menschen in den USA in einem Job wie heute. Er zieht das US-Militär aus diversen teuren Konfliktherden ab, Afghanistan, Irak, Syrien. Genügend Inhalte. Nur kommen die bei den Menschen in den USA - Wählern/innen - ganz gut an.

Da ist es zugegeben auch schwer inhaltlich gegen zu halten... ;-)

15:52 von LifeGoesOn

"In Zeiten der immer weiterführenden Digitalisierung können Nachrichten auf einfachste Weise im großen Umfang verbreitet werden ... ohne dass oft deren Inhalt hinterfragt oder auch angezweifelt wird.

Ich habe kein gutes Gefühl, wo uns das noch hinführen wird. Selbst der Staat mit all seinen Einrichtungen (vielleicht auch schon unterwandert und manipuliert) scheint mehr und mehr machtlos zu sein."

Ich verstehe Ihre Angst. Mich übermannt sie auch nicht selten.

Aber ich meine beobachtet zu haben:
das Bedürfnis, brühwarm die Ansichten über Geschehnisse, die offenbar jeden Tag irgendwo im Netz vorgegeben werden, wörtlich zu übernehmen und überall zu posten:

dieses Bedürfnis scheint mir relativ neu zu sein.
Dem scheint etwas anderes zu Grunde zu liegen als wachsende Verblödung ->

Ich nenne das mal:
kollektive Urangst.
Angst vor Verlust der eigenen Identität.

Konkreter: Angst oder Panik vor Überfremdung.

Wie können wir diese Angst enthebeln?
Populismus ist das Produkt dieser Angst

@karwandler

In Polen konnten die sogenannten Populisten das Wirtschaftswachstum gegenüber den Vorgängerregierungen signifikant steigern (Quelle: statista.de)
Für Ungarn habe ich leider keine Zahlen gefunden.

re einfach unglaublich

"Und die Mehrheit ist laut Medienumfragen gegen illegale Einwanderung und Angriffskriege."

Wenn mich einer fragt, ob ich gegen Angriffskriege bin, sage ich auch ja.

Wenn dann aber einer behauptet, ich wäre grundsätzlich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, haben wir die typisch populistische Verdrehung der Wahrheit.

Und natürlich ist kaum jemand für illegale Einwanderung. Wer so fragt kriegt das gewünschte Ergebnis.

16:24 von karwandler

Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?
.
der Wille von den Parteien die 72 % der Wähler repräsentieren
die restlichen 27 % kalt zu stellen
zumindest erkenne ich nur diese Ziel

@ morgentau19

Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt ...

Hätten Sie das Interview gelesen, würden Sie sich spätestens bei "das Volk" ertappt fühlen. Das ist die typische Rhetorik des Rechtspopulismus. Das Interesse des Volkes gibt es nicht, es gibt eine Fülle von Interessen. Die Regierung ist von einer Mehrheit der Wahlbevölkerung in einem demokratischen Prozess auf Zeit mit politischer Macht ausgestattet. Alles andere ist populistisches Geschwätz.

@deutlich 16:22

Ihr Kommentar zeigt nur eines: dass Sie sich dringend mit der Funktionsweise der repräsentativen Demokratie beschäftigen sollten.

Wenn das Erstarken der Populisten jetzt sogar schon damit rechtfertigt wird, dass wir keine direkte Demokratie haben, dann sollten sich einige Leute erst einmal intellektuell und theoretisch mit unserer Demokratie auseinandersetzen, bevor sie wieder an Wahlen teilnehmen.

@16:18 Einfach Unglaublich

Es gibt Politiker*innen, die das, was sie vor der Wahl sagen, nachher nicht tun. Dafür gibt es 3 Hauptgründe:
a) Sie können in notwendig gewordenen Koalitionsverhandlungen nicht alles durchsetzen; das ist politischer Alltag.
b) Die Sachlage, Zusammenhänge bzw. Entwicklungen erfordern neue Antworten; das ist dann begründungswürdig - auch das ist politischer Alltag.
c) Es kümmert sie nicht das "Geschwätz von gestern" (wie Sie zitieren...): Das ist abzulehnen, das geschieht wie z.B. bei der Maut. Mit Populismus hat das noch nicht zwingend zu tun.
Ihr letzter Absatz ist in dieser Generalisierung allerdings Populismus in Reinform. Sie kommen selbst drauf, wenn Sie gängige Definitionen zu Grunde legen.

Erfolg

Das Erfolgsrezept ist die elite in deutschland england amerika etc etc hatten lange genug zeit aber sie arbeiten ALLE in ihre eigene tasche so das es ihnen und ihren familien gut geht und dafur sollen andere arbeiten so das sie ein schones leben fuhren konnen. Die amerikaner englander und ich hoffe auch die deustchen in der zukunft haben die schnauze voll und werden dieses system zum ende bringen. Zum gluck gibt es heute das internet und das leben ist extrem schnell geworden so das die menschen ihre eigene meinung bilden konnen

@ andererseits

Ihre Meinung zur illegalen Migration ist kennzeichnend für die Linke Ideologie.

Diese entscheidet, was gut ist - und wenn das Volk das anders sieht muss es umerzogen werden. Medial und wenn nötig in Gegängnis und Lager - s. DDR, China, UdSSR

Linke Ideologie ist per definitionem antidemokratisch. So sehr, dass diese Länder einen "anti-imperialistischen Schutzwall" bauen mussten, um alle ihre Bürger einzusperren.

@crosterland, 16:20

Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, die Kinderarmut zuzüglich ihrer Eltern immer mehr um sich greift, in den Schulen immer mehr Lehrer fehlen, der Frieden in der Welt immer mehr gefährdet wird, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen der Betroffenen in die etablierte Politik immer mehr zurückgeht oder ganz verschwindet.

Das klingt wie "wenn 2*2 nicht 5 ist, muss es logischerweise 6 sein".
Ich teile das Misstrauen aller von Ihnen genannten Gruppen, Rentnern, Eltern, Friedliebenden. Unsere Regierungen schaffen es nicht oder nur unzulänglich, sich um unser aller Bedürfnisse angemessen zu kümmern. Ich greife sie deshalb scharf an und strebe nach Kräften nach Veränderungen.
Nur, obwohl sie das für alternativlos halten, gehe ich trotzdem nicht den Populisten auf den Leim und verspreche mir von deren autoritärer, national-geprägter freiheits- und menschenfeindlicher Politik erst recht keine Lösung dieser Probleme.

@16:12 von morgentau19

Wenn man in dieser Diskussion mit `das Volk´ oder `dem Volkswillen´ kommt, zeigt das nur, dass man es noch immer nicht verstanden hat.
Denn wenn `das Volk´ das wollen würde, was die AfD `vertritt´, dann würde das Volk die wählen.
Tut es aber nicht. Ergo ist das, was die AfD will, nicht das, was `das Volk´ will. Für `das Volk´ hält sich eine intellektuell überforderte Minderheit von 12%.
Also tatsächlich nur ein kleiner Teil des Volkes.

@ Prostitu

Da Ihnen der Mehrheitswille egal ist, sind sie per Definition antidemokratisch.

@ Crosterland

Populisten oder wie man sie ... sonst noch so nennt, profitieren von der Schwäche der Etablierten. Das Sein der Menschen bestimmt ihr Bewusstsein. Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, ...

... dann sind Populisten die letzten, die an einer Lösung arbeiten würden. Wer gräbt sich schon selbst das Wasser ab?

16:35 von karwandler

wer fragt führt !
und mit der richtigen Formulierung der Frage
hat man auch die passende Antwort
was will man mehr

Vorher - nachher

Boris Johnson war Journalist und wegen seiner intellektuellen Schärfe bekannt...

Donald Trump hatte sich seinen Ruf als cleverer Geschäftsmann mit immerhin 35.000 Angestellten aufgebaut...

dann wurden sie Politiker...

und ihre politischen Gegner kamen - scheinbar ohne Situationsanalyse - zu dem Ergebnis, die beste Taktik sei, diese beiden Überflieger jetzt als Trottel zu bezeichnen.

@ 14:30 von deutlich

"Beschäftigen Sie sich mal mit Johnson's Ausbildung und Werdegang!"

Das ehrfurchtsvolle Einknicken vor Oxford, oder Yale-Absolventen zeigt, dass bei bestimmten Leuten Bildung allein schon ein Ausweis von politischer Qualifikation ist. Auch hierzulande hat der Doktortitel immer noch einen hochstilisierten Nimbus, auch wenn der Betreffende Menschlich ein Versager ist.

@Sisyphos3

"16:24 von karwandler
>>Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?<<
.
der Wille von den Parteien die 72 % der Wähler repräsentieren
die restlichen 27 % kalt zu stellen
zumindest erkenne ich nur diese Ziel"

Sie haben eine recht einfältige Unterstellung zum besten gegeben, aber auf die Frage des Users nicht geantwortet: Welcher Wille des deutschen Volkes wird in Sachsen nicht erfüllt?

@falscher "Dr."Beyer

ich brauch sicher keine Nachhilfe zur repräsentativen Demokratie. Nur sagen Sie mir einfach, in welchem Wahlprogramm stand, dass man Gesetze und Verordnungen mißachtet, die man selbst verhandelt und beschlossen hat, wenn es opportun scheint. Z.B. no-bailout-Klausel, z.B. EU-Stabilitätskriterien, Schengen, Dublin?

Und wie werden die populisten

Und wie werden die populisten bloss gestellt ? Die andren hatten jahrzente zeit aber es gab NICHTS ausser schone worte steuererhohung mehr arbeit etc etc auf kosten der bevolkerung zum gluck gab es 2015 und die menschen in england amerika deutschland sind aufgewacht und sehen wie NUR ein paar eliten von diesem projekt profieteren

@ andererseits

Adenauer zu zitieren halten Sie für Populismus?

Und alles wofür die CDU vor 20 Jahren stand ist rechtsextrem?

re feo

"Integration verschiedener Interessen einer Gesellschaft ist der richtige Ansatz!"

Das ist hohles Geschwätz. Diametral gegensätzliche Interessen kann man nicht integrieren.

@16:08 von pxslo

"Die genannten "Populisten" (Tr., Pu., Er., Or., Bo., Ka.) haben eines gemeinsam - sie sind demokratisch gewählt worden" - so weit, so gut oder schlecht.
"Die sind jedenfalls legal an der Macht" - da wird die Sache schon rissig. Den Begriff der Wahlmanipulation kennen diese Herren, wetten ?
"Worüber man sich aber tatsächlich sorgen machen sollte, sind Diktaturen, die von skrupellosen Alleinherrschern regiert werden" - erwähnten Sie nicht Putin, Erdogan,... ?
Da wird schon mal ein Oppositioneller auf offener Straße erschossen oder landet als "Terrorist" im Gefängnis !
Es ist längst an der Zeit, daß Sie aufhören mit der Märchenerzählung und damit beginnen, sich Sorgen machen !

@16:12 von morgentau19

"Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt, entstand im Jahr 2013 eine Partei, die in ihren Programm beim popolus Punkte sammelte und immer mehr Zustimmung bekommt!
.
Die etablierten Parteien traten 2017 an, die populistische Partei mit Argumenten entkräften zu wollen!"

Diese populistische Partei ist längst selbst etabliert, in allen Landtagen und im Bundestag vertreten und hat auch an Skandalen nicht weniger zu bieten als andere Parteien. In anderen Worten, sie ist längst selbst eine "Altpartei", nur eine noch schlimmere als die anderen.

Aber was wären den "die Interessen des Volks" überhaupt? Und wie kommt man auf die Idee, dass das gesamte Volk dieselben politischen Vorstellungen hat? Ich bin mir sicher, dass sich Ihre Interessen sehr von den meinen unterscheiden (und von den Interessen der meisten anderen Deutschen, sichtbar an Wahlergebnissen, wo noch dazu die Hälfte Protestwähler ohne Interesse am Inhalt waren).

@ um 15:53 von karwandler

Das sind die Leute, die neben dem Verfassungsschutz dafür gesorgt haben, dass es Neonazis gibt.
Wenn man solche Verbrecher bekämpfen will, sollte man die Karten auf den Tisch legen.
Was meinen Sie wohl, warum es geschwärzte und geschredderte Akten gegeben hat?
Meiner Meinung nach gibt es da eine Menge zu verheimlichen, dass dem Ansehen derjenigen zu recht schaden könnte, die mit der Politik befasst sind.
Von Verbechen, deren Aufklärung durch diese Geheimnistuerei verhindert wird, gar nicht zu reden.

@Weltverschlimb...

"Donald Trump hatte sich seinen Ruf als cleverer Geschäftsmann mit immerhin 35.000 Angestellten aufgebaut..."

Sie sollten dringend mehr seriöse Nachrichten konsumieren. Dann würden Sie nämlich etwas derart Grundfalsches nicht behaupten.

"die beste Taktik sei, diese beiden Überflieger jetzt als Trottel zu bezeichnen."

DT ist niemals ein Überflieger gewesen. Er ist ein intellektuell im allerbesten Fall leicht unterdurchschnittliches Millionärssöhnchen mit entsprechender Ausstattung.

Einspruch, Euer Ehren!

Johnson ist kein Populist (mehr).

Er war einmal einer, als er ein Brexit-Referendum forderte.

Das Referendum ist längst vorbei und eindeutig. Nun ist Johnson Demokrat und dann passt nicht mehr in diese Reihe.

16:47 von DrBeyer

Sie haben eine recht einfältige Unterstellung zum besten gegeben,
.
einfältig ?
bei jeder Koalitionsverhandlung die letzten Jahren
> wir verhandeln mit allen Parteien nur nicht der AfD <
und warum hat die AfD noch keinen Bundestagsvizepräsidenten
was ist an dem 3. Kandidaten schlecht
sein Migrationshintergrund Tscheche ?

@ karwandler

Wäre es nur so!

Die Aktivisten von Pro Asyl sind FÜR illegale Einwanderung.

Linkspopulistische und sachlich falsche Slogans wie "kein Mensch ist illegal" findet man leider an viele Stellen.

Und die Grünen waren mehrheitlich FÜR den Kosovokrieg.

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