Ihre Meinung zu: EU zu Einsatz in Syrien: Das Ringen um den richtigen Ton

10. Oktober 2019 - 4:14 Uhr

Die EU will verhindern, dass die Türkei Gelder aus dem Flüchtlingspakt verwendet, um eine "Sicherheitszone" in Syrien einzurichten. Doch die Mitgliedsstaaten sind lange nicht fähig, mit einer Stimme zu sprechen. Von Ralph Sina.

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Kommentare

Das Bruttoinlandsprodukt ...

der Türkei betrug 2018 ca. 750 Milliarden US-Dollar und da soll die Nichtzahlung von 2,5 Milliarden Euro ein Machthebel sein!?
Erdogan wird darüber nur lachen und mit neuen Flüchtlingsströmen in die EU drohen!
Setzen und Klappe halten ist für die EU angesagt!

Neugierig

Ich bin neugierig, wie das mit der Türkei noch weiter gehen soll.

Die EU ist ja im Hinblick auf den Flüchtlingsdeal mit der Türkei (unter Erdogan) erpressbar geworden. Er kann den Geldbeutel der EU aufmachen wie er will.

Meine Meinung wäre fast, dass der Flüchtlingsdeal beendet werden soll und sobald wieder Flüchtlingsströme nach Europa kommen, diese sofort wieder zurück schicken oder in ein Land, welches den Herkunftsländern kulturell und der Sprache entsprechend ähnelt, welches dann diese Gelder bekommt und mit Überwachung der EU für die Flüchtlinge verwendet wird.

schwieriges Thema

Welch unangenehmer Zug der Türkei.
Ein Natoland greift seinen "Erzfeind" die Kurden an, obwohl diese die treibende Kraft im Kampf gegen den IS sind.
Und Herr Trump (in seiner unerschöpflichen Weisheit- siehe Twitter) stellt sich hin und droht den Türken.
Und wir? Wir werden natürlich nichts sagen , da Erdogan sonnst mit der Migrationskeule ausholt.
Wie krank ist eigendlich die Welt geworden?
Die wenigen Desputen dieses Planeten machen vor den Augen der Welt was sie wollen und wir lassen sie gewähren.
Wenn eines der größten Armeen der Nato sich vor andere Partner stellt und macht was ein einzelner religiös angehauchter Präsident will und wir diesen Machenschaften buckelnd zusehen, na dann gute Nacht liebe Demokratie.

Jeder mit Verstand hat einen Plan B

Man hat den Eindruck, dass die Entscheidungsträger in der EU gar keinen Plan haben. Das Leben ist ja auch viel bequemer, wenn man keine Entscheidungen fällen muss. Man kann sich an diesen Luxus gewöhnen, keine Entscheidungen fällen zu müssen.

Die Türkei dient als Puffer, damit die Flüchtlinge nicht nach Europa kommen.
Eine bequeme Lösung, die aber auch einen Maulkorb bedeutet.

Andere Lösungen wären teurer aber es kostet halt Geld, wenn wir das Problem human lösen wollen.

Ohnmacht oder Ohnfähig?

Warum wohl erinnert mich das Verhalten der politischen EU an München 1938?
Seit Jahren läßt man sich in Berlin im Besonderen, in Europa im Allgemeinen von dem Despoten am Bosporus und seinen Schergen auf der den Nasen herumtanzen. Nun wird ganz klar das Völkerrecht mit dem Angriff auf Nordsyrien gebrochen und was passiert? Nichts als lauwarme Worte aus Berlin und Brüssel. Noch schlimmer - ein weiterer Despot im eigenen, europäischen Hause, blockiert zunächst eine klare Reaktion.
Wovor hat man denn in der EU solche Angst, Entschiedenheit gegenüber der Türkei zu zeigen?
Was erwarte ich von der EU?
1. Einstellung ALLER Zahlungen.
2. Stop aller Waffenlieferungen.
3. Wirtschaftssanktionen.
Anstatt die kleinasiatischen Krieger mit Milliarden Euro zu unterstützen könnte man mit diesen Geldern SEHR VIEL für die unschuldigen, zivilen Opfer der verhängnisvollen Politik und der Waffengewalt, nämlich für Flüchtlinge tun!

Hätte man in der EU

Die letzten 3 Jahre "Nägel mit Köpfen" gemacht und nicht nur wegen "ein paar Tausend" Bootsflüchtlingen, sich schon so sinnlos zerstritten (bzw. einfach ignoriert), dann gäbe es vielleicht schon eine vernünftige Lösung, um diesen ca. 3,5 Millionen Flüchtlingen einen humanen Schutz zu bieten.

Jetzt ist die EU erpressbar- schaut daher mehr oder weniger bei einem Völkermord zu- (oder glaubt man ernsthaft, das Erdogan verbale Verurteilungen ernst nimmt?!) und bekommt die neue Flüchtlingswelle sowieso. Sehr wahrscheinlich mit "Kurdischen Terroristen",-
also Menschen, die an eine neue Freiheit geglaubt haben, diese mit ihrem Leben bereit waren (sind) zu verteidigen und dann durch Verrat (bzw. Nichtstun) zum "Abschuss freigegeben" sind.
Da braucht sich dann wirklich niemand wundern, wenn dieser Hass bei einigen, in physische Gewalt umschlägt...
Ein einziges beschämendes Trauerspiel...

Warum so schüchtern?

"EU zu Einsatz in Syrien: Das Ringen um den richtigen Ton"

Warum so schüchtern? Die EU hat doch im Ukraine-Konflikt bewiesen, zu was für großen Worten und Taten sie im Namen der Freiheit, des Völkerrechts und so fähig ist. Oder war das alles nur eine große Show, um dem großen Bruder zu gefallen?

Mit dem Angriff der Türkei haben wir nun eine weitaus deutlichere Sachlage. Wenn die EU die Wertegemeinschaft ist, für die sie sich ausgibt, sind nun klare Worte und Sanktionen gefragt. Bei der Wortwahl würde ich mich an den Herren Stoltenberg oder Ischinger orientieren...

"Die EU will verhindern, dass

"Die EU will verhindern, dass ihre Gelder aus dem Flüchtlingspakt mit Erdogan zur Einrichtung einer Sicherheitszone in Syrien genutzt werden."
Nichts einfacher als das.
Es gibt kein Geld mehr.
Alle Produktionen westlicher Güter aus der Türkei abziehen.
Die Türkei hat ein Nachbarland überfallen, somit hat dieses Land weltweit geächtet zu werden.

liebe ts-online, bitte nicht so:

Die EU will verhindern, dass ihre Gelder aus dem Flüchtlingspakt mit Erdogan zur Einrichtung einer Sicherheitszone in Syrien genutzt werden. Doch Ankaras mögliche >Retorten< erschweren klare Ansagen aus Brüssel.

Es zeigt sich, was der

Es zeigt sich, was der EU-Türkei-Flüchtlingsdeal in Wirklichkeit war und ist: ein politischer Knebel und selbst angelegte Fesseln, die Erdogan ermutigen, despotischer zu agieren und seinen ethnischen Kampf gegen die Kurden brutalst auch mit völkerrechtswidrigem Krieg weiterzuführen. Die Formulierung "Ringen um den richtigen Ton" ist eine viel zu verschleiernde Verharmlosung für diese Zusammenhänge.

"Ein Machthebel der EU"?

ich lache mich kaputt.
Die EU hat gar nichts und wird weiter nach Erdogans Nase tanzen.
Dem Wirtschaftswachstum zu liebe nimmt man vieles in Kauf.

Feigheit und Angst

Die Türkei ist ein NATO-Mitglied.
Wo ist die Reaktion von Herrn Stoltenberg?
Er meldet sich immer, wenn es gegen andere Länder geht.
Wo sind die angedrohten Sanktionen der EU?
Wo ist eine klare Ansage der politischen Führung der EU gegen die Aggression der Türkei?
Nichts.
Feigheit.
Kuschen.

ferngesteuert

Das hat man davon, wenn man nicht die eigene Grenze sondern die Grenzen anderer Staaten ferngesteuert kontrollieren möchte.
Es läuft niemals nach Plan.

Es gibt nur

einen richtigen Ton , der dem Verhalten Erdogans angemessen wäre.
Wirtschaftliche Sanktionen, Abbruch aller Verhandlungen und sofortiger Stopp aller Steuergeldgeschenke aus der EU.
Zusätztlich Erdogan und seine Mittäter in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Terrorismus vor Gericht stellen.
Das wäre ein angemessener Umgang.

Leider wird die Bundesregierung und die EU sehr wahrscheinlich, dem Herrscher vom Bosporus wie bisher mit Geldgeschenken und Unterwürfigkeit entgegen treten

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