Ihre Meinung zu: Landwirte protestieren gegen strengere Auflagen

1. Oktober 2019 - 15:11 Uhr

Maßnahmen der Bundesregierung für mehr Umwelt- und Tierschutz sorgen für Unmut bei den Bauern. Sie fürchten finanzielle Einbußen und protestieren mit grünen Kreuzen auf ihren Feldern. Von Oda Lambrecht.

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Kommentare

Wie üblich

wird nicht viel passieren von Seiten der Politik.
Im Gegenteil, die Agrarwirtschaft wird, wie üblich, nach Zuschüssen/Subventionen fragen. Und die Politik wird wieder Steuermittel einsetzen. Ganz sicher nicht an die Landwirte/innen die die grünen Kreuze aufstellen sondern wie gewohnt an die großen Betriebe und Konzerne.
Nichts Neues also in Deutschland und Europa.

Wer keine Lobby hat wird von der Politik übergangen. Siehe die ARD Sendung vom 30.09.19 ab 20:15 Uhr. Dem ist, mMn, nichts mehr hinzuzufügen.

Zu diesem Protest der Landwirte

Zu diesem Protest der Landwirte sage ich mal:

1. ihr Landwirte: dieses Glyphosat macht auch euch selbst krank!! Wir schuetzen damit auch euch!!
2. dieses Glyphosat muss komplett weg weil die Wissenschaftler von Monsanto gekauft sind.
3. diese Stärkung von Umwelt- und Tierschutz ist wichtig:

https://www.tagesschau.de/inland/landwirtschaft-109.html

Das Agrarpaket von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) für mehr Umwelt- und Tierschutz habe das Fass zum Überlaufen gebracht, heißt es in einer Pressemitteilung von Kremer-Schillings und sechs weiteren Landwirten, die sich Graswurzler nennen.

Denn dieses Zuviel an Guelle vergiftet das Trinkwasser und wir Buerger haben dadurch eine EU-Strafe am Hals. Es geht um 850.000 Euro PRO TAG!! Warum wollt ihr uns sowas antun?? Darueber hinaus: dadurch dass wir pro einzelnem Hof die Zahl der Tiere reduzieren wollen, habt ihr mehr Zeit fuer eure Tiere.

Potzblitz.

Da will die Regierung den Bauern doch tatsächlich die Vergiftung der Landschaft (zumindest einmal im Ansatz) verbieten!

Da ist das Fass aber wirklich übergelaufen!

Und sowieso:

"Das staatliche Tierwohllabel von Agrarministerin Klöckner halten sie schlicht für überflüssig, da es schon viele Labels am Markt gebe."

Von den "vielen Labels am Markt" kenne ich bisher keines, dass mir anzeigt, wie gut oder schlecht das geschlachtete (oder eierlegende) Tier behandelt wurde.

Lasse mich aber gerne erleuchten, liebe Landwirte!

Grüne Kreuze passen sehr gut

Denn diese stehen für den Tod der heimischen Artenvielfalt. Auch wenn sie es nicht beabsichtigt haben - besser könnte man es kaum symbolisieren.
Ich finde es unerträglich, dass die Bauern jede Schuld von sich weisen und einfach so weiter machen wollen. Ich weiß, die Bauern sind nicht alleine schuld (mit im Boot ist vor allem die Politik, aber durchaus auch "wir" Verbraucher), aber sie sind definitiv die Ausführenden beim derzeit größten ökologischen Desaster, der Zerstörung unserer Artenvielfalt allem voran durch Düngung, natürlich auch durch Pestizide. Bauern: schämt Euch!
P.S. Ich finde, es müssen Biogas-Anlagen gebaut werden, die speziell Gülle verstromen (das geht mit etwas Beimischung) und es müssen Kläranlagen den Gär-Rest mithilfe spezieller Bakterien in Luft-Stickstoff rück-überführen (das geht auch - man muss es aber wollen). Für Ernteausfälle durch weniger Düngung könnten die Bauern entschädigt werden. Das wären endlich einmal positive Subventionen.

@ rossundreiter (16:27): dazu einfach im Netz gucken

hi rossundreiter

Zu Ihrer Frage:

Von den "vielen Labels am Markt" kenne ich bisher keines, dass mir anzeigt, wie gut oder schlecht das geschlachtete (oder eierlegende) Tier behandelt wurde.

reicht einmal Suchmaschine im Netz anwerfen. Siehe hier:

https://tinyurl.com/y3q8kk3l
NDR: Was bedeuten die größten Tierwohl-Labels? ( 30.07.2019 10:00 Uhr)

oder hier beim WDR:

https://tinyurl.com/y2ygpytr
WDR: Was bedeutet die neue Fleisch-Kennzeichnung? (01.04.2019, 09:25)

Auch fuer Fisch gibt es so ein Label (MSC-Siegel):

https://tinyurl.com/y6t9rcoq
NDR: Fischeinkauf: Wie gut ist das MSC-Siegel? ( 20.09.2019 10:32 Uhr)

Von daher:
einfach mal informieren @ rossundreiter.

Image?

"Die Landwirte, die sich zu den sogenannten Graswurzlern zählen, sind schon länger in sozialen Netzwerken im Internet aktiv, um für ein besseres Image der Landwirtschaft zu sorgen."

Wir brauchen kein besseres Image der derzeitigen Landwirtschaft, sondern eine bessere Landwirtschaft. Und wo sind die Vorschläge aus der Landwirtschaft dazu? Da haben sie schon den zweitgrößten Lobbyverband. Aber von dem kommt nur Kritik an dem Wenigen, was pro Umwelt und Klima von der Politik durchgesetzt wird. Nix Konstruktives.

Wers glaubt...

Ich sags mal so: was für ein Stuss! Sicher mag es einzelne Landwirte geben, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter machen können. Aber die Umweltauflagen haben damit am wenigsten zu tun. Dumpingpreise aufgezwungen von Supermarktkonzernen und gerne durch Endverbraucher angenommen sind wohl eher das Problem. Sich so billig vor der gesellschaftlichen Verantwortung zu drücken um wieder neue Subventionen zu erpressen ist die übliche Masche der Agrarlobby und Großgrundbesitzer. Begreift es endlich: nachhaltig ist nicht Wirtschaftswachstum sondern ein lebensfähiges Ökosystem das uns und Generationen (jawohl: plural!) eine lebenswerte Zukunft bietet.
Also hört auf mit dem Gejammer und behandelt endlich die Natur und Tiere mit Respekt! Ausnahmen sollen sich hier nicht angesprochen fühlen sondern bestätigen die Regel...

Graswurzel ...

Die Landwirte, die sich zu den sogenannten Graswurzlern zählen, sind schon länger in sozialen Netzwerken im Internet aktiv, um für ein besseres Image der Landwirtschaft zu sorgen.

Ein besseres Image für die Landwirtschaft bekommt man nicht mit grünen Kreuzen, sondern mit ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft, mit weniger Nitrateinsatz, mit weniger Pflanzenschutzmitteln (und erst recht kein Glyphosat), mit weniger bienengefährdenden Insektenkillern, mit weniger Monokulturen, mit weniger Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung, mit mehr artgerechter Tierhaltung und so weiter.

Und weil das natürlich teurer ist als die herkömmliche, teilweise massiv umweltschädigende Landwirtschaft, muss die ganze EU-Agrarfinanzierung so umgebaut werden, dass die Agrarsubventionen an bestimmte ökologische und tierschutzbezogene Vorgaben gebunden werden.

Leise

ist hier mal gar nichts. Schon gar nicht das Geschrei der immer gleichen ewig Gestrigen, deren Einkommen fast zur Hälfte vom Staat, dem Steuerzahler und damit uns allen kommt. Zum Dank dafür vergiften sie das Grundwasser, quälen ihre Nutztiere und gefährden unser Leben durch multiresistente Keime aus der industriemäßigen Tierhaltung. Das daraus erzeugte Fleisch verdient dann kaum noch diesen Namen, aber Hauptsache es ist billig.

Das Verhalten grenzt an Schutzgelderpressung: Wenn du mir nicht noch mehr Geld gibst, werde ich dich weiterhin vergiften.

Kein Verständnis für diese Landwirte

Seit den 1990er Jahren bringen deutsche Landwirte Tonnen von Umweltgiften in die Umwelt aus, sprühen nahezu unsere Insektenwelt tot. In der Folge haben wir den Rückgang unserer Singvögel zu ertragen. Immer mehr pervertierte Massentierhaltung, und in deren Folge das Ausbringen von viel zu viel Gülle auf den Feldern sorgen für immer mehr verseuchtes Trinkwasser. Wie konnten wir alle eigentlich in den 1980er Jahren überleben? Kein Mitleid mit dieser viel zu mächtigen Lobby!

@ Botschafter Sarek (16:42): Sie haben mit dem hier so recht

hi Botschafter Sarek:

Sie haben mit dem hier:

Ein besseres Image für die Landwirtschaft bekommt man nicht mit grünen Kreuzen, sondern mit ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft, mit weniger Nitrateinsatz, mit weniger Pflanzenschutzmitteln (und erst recht kein Glyphosat), mit weniger bienengefährdenden Insektenkillern, mit weniger Monokulturen, mit weniger Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung, mit mehr artgerechter Tierhaltung und so weiter.

sowas von recht. Und zu dieser artgerechten Tierhaltung gehört auch, dass die Anzahl der Tiere pro Hof verringert wird damit die Landwirte mehr Zeit fuer ihre Tiere haben. Gleichzeitig muss aber die Anzahl der Höfe erhöht werden.

Zusätzlich können die Landwirte ihre Guelle doch zu diesen Bioagas-Anlagen bringen und damit sogar zur Energiewenden beitragen. Damit verdienen die sogar noch Geld.

Interessenabwägung

Was die Landwirte in Klartext sagen : "Unser Verdienst ist wichtiger als die Gesundheit der Verbraucher und/oder der verfasungsmäßig normierte Tierschutz".
Ich gestatte mir, anderer Auffassung zu sein und ich verlange von den verantwortlichen Politikern, sowohl die Gesundheit aller Menschen in Deutschland als auch das Recht der Tiere auf artgerechte Haltung, schonende Transporte und sorgsame Betäubung bei der Schlachtung höher zu gewichten als die Profitinteressen der Agrarindustrie.

@demokratieschue, 16:36

"Von daher:
einfach mal informieren @ rossundreiter"

Stimmt, danke, mache ich gerne.

Die dort behandelten Labels beziehen sich allerdings entweder auf den Naturschutz (haben also nichts mit dem Tierwohl zu tun), oder sind mir in der Praxis bisher nie begegnet.

Auch das MSC-Siegel hat nichts mit der Behandlung des Tieres in der Packung zu tun. Ein MSC kennzeichnet die Nachhaltigkeit des Fischfangs und wiederum den Naturschutz.

Dennoch, es scheint diese Tierwohl-Labels zu geben. Irgendwo. Aber nicht in der Welt, in der ich einkaufe.

@ heutemalich (16:35): das mit den Biogas-Anlagen ist gut!

hi heutemalich

Mit dem hier:

P.S. Ich finde, es müssen Biogas-Anlagen gebaut werden, die speziell Gülle verstromen (das geht mit etwas Beimischung) und es müssen Kläranlagen den Gär-Rest mithilfe spezieller Bakterien in Luft-Stickstoff rück-überführen (das geht auch - man muss es aber wollen).

Zuerstmal:
das mit den Biogas-Anlagen ist eine sehr gute Idee. Die Guelle sollte aber in den bisher schon bestehenden Anlagen verstromt oder zu Biogas zum Heizen werden können und dafuer sollten die Landwirte auch bezahlt werden wenn sie ihre Guelle dort abliefern. Damit können die auch bei der Energiewende mitmachen. Das wuerde dazu fuehren, dass wir zum Beispiel mit solchem Biogas auch vom Erdgas wegkämen.

Und die Gär-Reste könnte man doch trocknen und eventuell in Kompost-Anlagen bringen wo dann dieses Sachen zu Kompost-Erde und anderen Kompost-Produkten verarbeitet werden.

@Demokratieschue...

Und zu dieser artgerechten Tierhaltung gehört auch, dass die Anzahl der Tiere pro Hof verringert wird damit die Landwirte mehr Zeit fuer ihre Tiere haben. Gleichzeitig muss aber die Anzahl der Höfe erhöht werden.

Also mit anderen Worten: Weg von der quasi-industriellen und wieder hin zur bäuerlichen Landwirtschaft.

Grundsätzlich ist das richtig, wünschenwert und sogar notwendig. Aber dann werden Lebensmittel definitiv teurer. Höhere Lebensmittelpreise können sich viele in unserer Gesellschaft aber schlicht nicht leisten. Wir brauchen also mehr Subventionen.

Außerdem brauchen wir mehr Regulierung am Finanzmarkt. Denn was Lebensmittel teuer macht, sind nicht nur nachhaltige Produktionsbedingungen, sondern auch Terminbörsen, Wetten auf Lebensmittelpreise und ähnlich perverse "Produkte" auf den Finanzmärkten, wo Kapitalisten (hier bewusst im negativen Sinne des Wortes) mit unseren Lebensmittelpreisen spielen.

Nicht die Folgen falscher Agrarpolitik bekämpfen, die Ursachen

„Der [Vorsitzende AG bäuerliche Landwirtschaft in Niedersachsen] sagt, ihm sei das alles nicht weit genug gedacht.
(…), doch aus seiner Sicht entstehe der enorme Kostendruck nicht nur durch strengere Auflagen aus der Politik, sondern auch durch die Weltmarktorientierung der deutschen Landwirtschaft und die Abhängigkeit vom Handel“

Vielleicht sollte man da ansetzen: Sich endlich aus diesen für Mensch, Tier und Umwelt (überall!) fatalen Abhängigkeiten lösen und wo immer möglich auf regionale Erzeugnisse und deren nachhaltigen Anbau setzen. Diese Jagd nach „Margen“ hat nicht nur viel zu viele überflüssige Wege (auf Kosten von Klima, Umwelt und Qualität) zur Folge, sie führt auch zur rücksichtslosen Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft und natürlicher Ressourcen:
„(...) dass Bauern durch eine intensivere Landwirtschaft, etwa durch Überdüngung der Felder, auch selbst für Probleme (...)“.

„[nicht] zielführend, sich (…) gegen Maßnahmen für mehr Insektenschutz zu wehren“:

Ganz sicher nicht.

Am 01. Oktober 2019 um 16:47 von Demokratieschue...

Zitat:
"...Zusätzlich können die Landwirte ihre Guelle doch zu diesen Bioagas-Anlagen bringen und damit sogar zur Energiewenden beitragen. Damit verdienen die sogar noch Geld..."

Also ihr Landwirte, es geht in Richtung "ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft" und wenn ihr euch getraut, die zusätzlichen Kosten auf uns Verbraucher umzulegen, werden wir (die Lobbyisten) uns auf dem Weltmarkt nach billigeren Lebensmitteln umschauen.
Ganz nebenbei, machen wir ja schon und verdienen Geld mit Scheiße.

Was für eine Logik!

Um keine finanziellen Einbußen zu haben, muss man weiterhin tonnenweise Gifte versprühen.
Diejenigen, die so argumentieren, scheinen schon zuviel von ihren Pestiziden inhaliert zu haben.

Es wird höchste Zeit, dass die Politik dem Schaden, den sie mit zu verantworten hat, endlich begegnet - und das mit aller Macht und nicht mit jahzehntelangen Anpassungszeiten.

@Demokratieschue...

Und die Gär-Reste könnte man doch trocknen und eventuell in Kompost-Anlagen bringen wo dann dieses Sachen zu Kompost-Erde und anderen Kompost-Produkten verarbeitet werden.

Hätte den Vorteil, dass der Kompost durch das ganze Nitrat in der Gülle schon vorgedüngt ist :)

@ 16:49 von Diabolo2704

Volle Zustimmung!!!

...Ehrlichkeit...

Man sollte erlich sein, mit einer Ökologischen Landwirtschaft hätten wir Hungersnöte. Auch halte ich den Begriff Bio für eine Lüge. Denn was da alles dranhängt bevor Bio herauskommt, das dauert.
Wir haben nun mal eine industrielle Landwirtschaft, das sollten wir akzeptieren.
Es fehlen, wie zu ddr zeiten, die individuelle Landwirtschaft, wo jeder etwas gemacht hat, wo es noch keinen Supermarkt gab.

Sie haben so recht.....

Ja, ökologische Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist sehr wichtig.
Es gibt vorbildliche Bauern, die beweisen dass es funktioniert mit artgerechter Tierhaltung (keine Massenhaltung), biologischen Pflanzenschutzmitteln. Sie scheuen keine Mühen, nur schade dass der Konsument dies nicht honoriert. Dabei ist weniger oft mehr Qualität. Es muss richtig, auch sichergestellt sein dass der Ertrag für den Lebensunterhalt ausreicht. Das ist oft nur schwerlich der Fall.
Ja, es gehört etwas getan damit es sich lohnt in der Landwirtschaft tätig zu sein, die Abhängigkeit von Grosskonzernen zu vermeiden.
Wir Konsumenten sind gefragt. Wir wollen gesunde nicht genmanipulierte oder halbtot gespritzte Lebensmittel keine vergiftete Umwelt.
Also unterstützen wir unsere Bauern indem wir die Produkte direkt bei ihnen kaufen, Anreiz schaffen für eine biologische Landwirtschaft die sich für alle lohnt.

Stiller ?

Macht es so wie die Holländer und am besten ein ganze woche lang. Gut so , ich freu mich drauf.

Schuld an niedrigen Preisen

Schuld an niedrigen Preisen sind der Handel und billige Importe.

Sterben der Landwirtschaft

M. E. wäre es sinnvoll, alle Subventionen für die konventionelle Landwirtschaft zu streichen und dafür den Biobauern zu geben. Ich glaube, das dann viele Bauern umdenken werden und ganz brutal gesagt, die, die nicht umdenken werden dann eingehen. Übrigens wird durch Humusaufbau CO2 gebunden.

Mais- und Rapsteppiche: Ökologisch totes Land.

Die Bauern hätten mehr Rückhalt in der Bevölkerung, wenn sie die Republik nicht mit lebensfeindlichen Raps- und Mais-teppichen überziehen würden. Da lebt nichts mehr.
Und ganz ehrlich: Da habe ich deutlich größeres Interesse die Tierwelt zu erhalten als die deutsche Futtermais-industrie.
Mein Rat: Weniger düngen, mehr Biodiversität und einige Ökotope zwischen den Feldern leben lassen, dann rede ich gern wieder mit Bauern.

Dank der Knochenarbeit

unserer Landwirte haben wir jeden Tag einen gefüllten Teller auf dem Tisch. Artenschutz, Insektenschutz usw. ist eminent wichtig ohne jeden Zweifel. Dass nach Erfüllen der vorgesehen Maßnahmen für Umwelt- und Tierschutz bäuerliche Erzeugnisse teurer werden ist auch klar. Weiter hin ist -leider- klar, dass dann viele unter den selbsternannten "Umweltaktivisten" bei den Ersten sind, welche gegen höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte protestieren und dafür gibt es einen sehr passenden Begriff: Heuchelei...

Landwirtschaft ohne Insekten?

Wie stellen sich die Holzkreuz-Landwirte denn Ihre Zukunft vor, wenn die Zahl der Insekten weiter so stark zurückgeht, wie in den letzten Jahren beobachtet? Nicht alles erledigt der Wind. Wollen sie dann von Hand bestäuben? Oder auf Schweinezucht umsteigen? Es ist wie in dem Märchen von dem Bauern, der sich sein Wetter selbst machen wollte ...

Diese Landwirte scheinen den Bezug zur Rolle der Natur in Ihrem Gewerbe völlig verloren zu haben.

"Chemie, Chemie und Industrie - Gülle, Gülle" ist das Credo der selbsternannten Bewahrer unserer schönen heimischen Kulturlandschaft...

Ehrlichkeit

Wieviel Tonnen Lebensmittel werden denn heutzutage tgl. vernichtet?....
Ich denke nicht dass wir Hungersnöte wegen einer ökologischen Landwirtschaft bekommen würden.

Die Farbe Giftgrün ist ganz gut gewählt....

..... angesichts des massiven Gifteinsatzes gegen einheimische Insekten, angesichts des Artensterbens in Fauna und Flora, angesichts des penetranten monokulturellen Raubbaus der durch rücksichtslose Grossbauern und sogenannte Waldbauern verursacht wird. Diese Kreuze, ebenfalls eine hervorragende Metapher für das, was in Land- und Forstwirtschaft tatsächlich vor sich geht. In den vergangenen Jahren ist, heimlich und leise eine neue Berufsgruppe entstanden. Mosantobauern. Glyphosatbauern. Alles ausser den Nutzpflanzen wird rücksichtslos plattgemacht. Hübsche Kreuze. Sehr treffend.

Die Landwirte scheinen den Bezug zur Rolle der Natur in Ihrem Ge

zu verallgemeinern ist gar nicht gut, es gibt sehr viele die sich für die Natur einsetzten und auch ohne Label Bio, biologische Erzeugnisse produzieren (Bioland, Demeter usw. sahnen heftige Beiträge bei den Bauern ab) und das z.Teil mit Knochenarbeit.
Das verdient Wertschätzung.

Und wer soll von dem

Und wer soll von dem Verdienst leben, wenn die Anzahl der Tiere auf den einzelnen Höfen verringert wird? Die Preise für das Fleisch bzw. die Milch steigen nicht, nur weil dort weniger Tiere gehalten werden.
Wo genau liegt das Problem, mehrere Tiere in einem großen modernen Stall mit entsprechender Technik (Fütterungsroboter, Kuhdusche, Strohliegeflächen usw.) zu halten? Kleinere Betriebe mit wenigen Tieren halten die diese oftmals in älteren, nicht artgerechten Ställen, da die finanziellen Mittel einfach nicht ausreichen um zu investieren. Auch Biogas-Anlagen müssten erst einmal gebaut werden und müssen sich auch rentieren.

Es geht um mehr

Es geht bei weitem nicht nur um die neuen Auflagen, die die landwirtschaftlichen Betriebe strangulieren. Es geht um viel zu viel Bürokratie. Es geht um Nahrungsmittel, die viel zu wenig kosten, damit sie eine normale Bauernfamilie ernähren könnten. Es geht um die miserable Wertschätzung gegenüber den Menschen, die selbständig sich den Rücken krumm arbeiten, um mit der Urproduktion zu überleben. Und es geht um die große Aroganz der der sogenannten Naturschützer, die noch nie vor einem Acker mit viel Unkraut standen und die noch nie die wirtschaftliche Notwendigkeit erfahren haben, einen Ertrag zu erwirtschaften. Weil sonst der Bauernhof Pleite geht. Und genau das passiert. Und deshalb die grünen Kreuze als Symbol für das Sterben der Bauern. Schaut euch doch die Statistik an! es gibt noch 1% Bauern in der Gesellschaft. Und es sind nicht deshalb so WENIGE, weil es ihnen so gut geht. NEIN, sie sterben aus. Die grünen Kreuze beinhalten mehr als die Medien aktuell beschreiben!

Ich sehe hier im Osten Deutschlands...

...jede Menge große Ackerflächen und im Handel - wenn ich diese (wie so häufig) suche - Bio-Lebensmittel aus Bayern und Baden-Württemberg, die durch die halbe Republik zu uns geschaukelt werden. Gleichzeitig demonstrieren ostdeutschn Bauern gegen eine grüne Landwirtschaftsministerin (warum? Weil sie von den Grünen ist, die erste Demo gab's schon vor ihrer Ernennung), und sie kippten vor einiger Zeit tonnenweise Milch vor den Landtag (warum? Weil die Erzeugerpreise für die Massenware zu niedrig sind). Bio-Milch, für die ich gern mehr ausgebe, kommt grundsätzlich nicht von hier. Jetzt sind dieselben Bauern gegen die Kennzeichnung von Produkten nach dem Tierwohl und möchten nicht, dass der Verbraucher weiß, aus welcher Tierhaltung sein Schweinefleisch kommt.
Was soll man sagen? Überzeugend ist das nicht.

re Oivlis

"Weiter hin ist -leider- klar, dass dann viele unter den selbsternannten "Umweltaktivisten" bei den Ersten sind, welche gegen höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte protestieren und dafür gibt es einen sehr passenden Begriff: Heuchelei..."

Interessant was Sie alles wissen: wer genau zuerst gegen höhere Lebensmittelpreise protestieren würde.

Ich halte dagegen: Unter denen ist der Prozentsatz derer, die teurere, aber ökologisch/artgerecht erzeugte Lebensmittel kaufen, weitaus höher als im Gesamtdurchschnitt.

Wie kurzsichtig

Wie kurzsichtig muss man eigentlich sein?
Glauben die Bauern wirklich, dass es so weiter gehen kann?
Dass man weiterhin die Umwelt vergiften kann und nicht passiert?
Das Insektensterben zum Beispiel wird auch ein Pflanzensterben nach sich ziehen. Und dann gedeiht gar nichts mehr auf den Feldern.
Man sollte nicht auf die Bauern hören. Sie haben nur eine völlig verengte Weltsicht, die auf ihren Äcker und Ställe beschränkt ist.

Kreuze??

Sorry, diese Landwirte können sich bald schwarze Kreuze auf die Äcker stellen wenn sie weiterhin ihre Böden überlasten, das Wasser mit Nitraten versauen und Insekten kaputtspritzen. Ich kaufe regional und/oder Bio. Habe nichts zu verschenken doch zulasten unserer Lebensgrundlage Billigheimerei zu betreiben ist Unfug. Was das finanzielle Überleben der Bauern angeht: Man sollte die Strukturen so ändern dass die Bauern angemessen bezahlt werden. Mit scheint, unser Steuergeld wird für überflüssige Agrarsubventionen verpulvert, die große Konzerne dafür bekommen, mit Billigprodukten afrikanische Landwirte preislich auszustechen. Dann protestiert gegen den Unsinn, den Geld ist doch da, nur falsch verteilt!

Haufenweise Siegel

@Demokratieschue...
Haufenweise Siegel und kein Mensch hat den Überblick und niemand kennt sie.
Wäre da ein einheitliches Siegel nicht viel intelligenter?

Protestiert eigentlich diese

Protestiert eigentlich diese Jugend das dieses Rattengift Glysophat von der Politik durchgewunken wurde ?
Vielleicht sollten die da mal ansetzen.

re rolf schaab

" Und es geht um die große Aroganz der der sogenannten Naturschützer, die noch nie vor einem Acker mit viel Unkraut standen und die noch nie die wirtschaftliche Notwendigkeit erfahren haben, einen Ertrag zu erwirtschaften. Weil sonst der Bauernhof Pleite geht."

Reinster Unsinn.

Erwirtschaften Biobauern keinen Ertrag? Gehen die alle pleite? Tun sie nicht, obwohl sie tendenziell weniger subventioniert werden als die Agrarindustrie

Mir fehlt ...

...in der Liste der ''Schuldigen'' an der ganzen Misere eigentlich die größte Gruppe:Der Verbraucher!
Hier im Forum kaufen ja alle ihr Ost,Gemüse und vor allem ihr Fleisch nur beim Ökologischen Biobauern! Aber für die größere Gruppe der Verbraucher gibt es nun mal einen viel wichtigeren Faktor,nämlich der Preis. Und wer billig kauft,sollte eigentlich wissen was er bekommt.

Ein schlechter Witz

"Das Agrarpaket von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) für mehr Umwelt- und Tierschutz habe das Fass zum Überlaufen gebracht"

Dieser Satz klingt in meinen Ohren wie ein schlechter Witz. Ausgerechnet J.Klöckner wird beklagt, die m.E. rein gar nichts für den Tierschutz tut und bezüglich Umwelt alles auf freiwilliger Basis vorschlägt!
Wenn die Landwirte solche Argumente auffahren, sind sie entweder blind oder sie wollen bewusst die Problematiken nicht erkennen.

Der Preis zählt

Jetzt kann man hier wieder viele Kommentare von Menschen lesen, von denen einige keine Ahnung von der Landwirtschaft haben. Es wird überall etwas aufgeschnappt, Pestizide hier, Monokulturen da... was dabei heraus kommt: gefährliches Halbwissen.
Unsere Lebensmittel sind so sicher und günstig wie nie zuvor, die Lebenserwartung steigt von Jahr zu Jahr, der Verbraucher lechzt nach Sonderangeboten. Wenn es wirklich drauf ankommt, sind die wenigsten bereit mehr Geld für gute Lebensmittel auszugeben. An der Kasse zählt eben immer noch der Preis, solange sich das nicht ändert, ändert sich auch nichts in der Landwirtschaft (die wahrscheinlich mehr Interesse am Umweltschutz hat, als jede andere Branche)

Ich find's immerwieder lustig

Ich find's immerwieder lustig wenn alle schreiben dann wird's teuer. Sicher können wir so nicht weiter machen, aber am Preis liegt's nicht. Fleisch zB. Ist In den letzten Jahren um ca 300 % teurer geworden und den Tieren? Geht's beschissener als vorher. Schaut man sich in vielen anderen Ländern Europas um wird man schnell bemerken das die Waren in den Supermärkten dort von höherer Qualität sind als in Deutschland und auch nicht teurer. Der Preis allein macht noch lange keine ökologische Landwirtschaft. Dadurch steigen nur die Gewinne.

Wenn wir uns schon gesünder

Wenn wir uns schon gesünder und umweltschonend ernähren wollen dann geht dies eben nicht ohne eine Umstellung der Ackerbewirtschaftung.
Kredite für Notfälle sollten schon bereitgestellt werden aber keine Subventionen.

@ Alteradi (17:13): auch Ihr Ansatz ist ueberfällig

hi Alteradi

Auch Ihr Ansatz ist genauso richtig und ueberfällig:

M. E. wäre es sinnvoll, alle Subventionen für die konventionelle Landwirtschaft zu streichen und dafür den Biobauern zu geben. Ich glaube, das dann viele Bauern umdenken werden

genauso ist es. Ökologisch arbeitende Landwirte sollten belohnt werden. Und um diese Idee mit dem Biogas noch weiter zu spinnen: wie wäre es, wenn sich zum Beispiel mehrere Landwirte zusammentun wuerden und eine Firma fuer Biogas aufmachen und dann eine Biogas-Anlage bauen?? Damit wuerden die dickes Geld verdienen.

Und fuer dieses Biogas könnte man doch das bisher bestehene Gasleitungssystem benutzen.

re sedance

" Aber für die größere Gruppe der Verbraucher gibt es nun mal einen viel wichtigeren Faktor,nämlich der Preis. Und wer billig kauft,sollte eigentlich wissen was er bekommt."

Und wenn es ihn einfach nicht interessiert, was er bekommt? Und schmecken tut's ihm ja doch.

@Freischeler um 16:59

"werden wir (die Lobbyisten) uns auf dem Weltmarkt nach billigeren Lebensmitteln umschauen"

Na das machen die Lobbyisten und die EU bereits durch sog. Freihandelsverträge.

Graswurzel?

Dann müssten sie ja die Nitratbelastung, den Wassermangel, den Insektenmangel sowie die Nährstoffwanderung (in die Tiefe) bemerken.

Ach ich vergaß. Ein Rasen nur ist ein minimal besserer Lebensraum als ein Feld.

Mit den Preisen der Lebensmittel haben sie allerdings recht (wobei da immernoch 1/3 des Lebensmittelabfalls direkt bei der Produktion erzeugt werden).

@ sedance (17:45): ich kaufe kein Fleisch beim Discounter

hi sedance

Zu Ihrem Argument:

Hier im Forum kaufen ja alle ihr Ost,Gemüse und vor allem ihr Fleisch nur beim Ökologischen Biobauern!

ich kaufe kein Fleisch bin Discounter. Und Gemuese kaufe ich Biogemuese im Supermarkt. OK, kostet mehr aber ich zahle dafuer. Konventionelles Gemuese sollte nicht mehr gekauft werden.

Und auch bei Eiern und Huehnerfleisch gibt es doch die Möglichkeit der Zweinutzungshuehner:

https://tinyurl.com/y2odwtr6
deutschlandfunk.de: Züchten statt Schreddern (10.05.2019)

Pro Jahr werden Millionen männlicher Küken geschreddert. Ihre Aufzucht rechnet sich nicht in der Geflügelproduktion. Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat nach einer Lösung des Problems geforscht - und jetzt ein "Zweinutzungshuhn" vorgestellt.

Von daher: es geht schon.

Eines ist klar,

unsere Gesellschaft wird m.E. nicht von der industriellen Nahrungsmittelproduktion wegkommen, solange wir derart viele Menschen in Deutschland und der Welt sind. Wer diese riesige Menschenmenge und die immer noch rasant wachsende Weltbevölkerung ernähren will, braucht die elenden Massentierhaltungen und die krebsfördernde Chemie.

Leider kommen die verantwortlichen Personen nicht auf die Idee, das Wachstum der Bevölkerung einzudämmen. In Deutschland werden sogar kinderlose Ehepartner bestraft.

Rechnung wird nicht billiger

Wenn die künstliche Bestäubung in Zukunft zwingender wird, wer wird dann Miete/Lizenzgebühren für die Technik berappen müssen?

Ich denke, in die Natur zu investieren lohnt sich mehr, als die Investition in noch mehr Abhängigkeit von Konzernen und den verkehrten Lobbyisten.

Und na klar, tragen wir schonmal prophylaktisch die Natur zu Grabe. Grünes Kreuz drauf, aber bitte nicht mit Bio-Farbe, soweit kommt's noch, und fertig ist der Lack.
Nebenbei kann man damit auch noch die Propagandisten bedienen, die vom Naturschutz als neue Religion reden.

Schade, daß man die Grünkreuzer im Laden so schlecht identifizieren kann. Denen möchte ich mein Geld nicht geben. Danke, gleichfalls.

neu

Gern vergleiche ich die Situation der Landwirtschaft und der Industrie im Osten nach 1990. Die Landwirtschaft hat vom ersten Tag nach EU-Subventionen in Anspruch nehmen können, die Industrie nicht.
Uneffektive Unternehmen in der Industrie hatten keine Chance. Innovative Industrieunternehmen sind in ihren Bereichen heute oft Weltmarktführer.
Die Landwirtschaft produziert in Hochlohnland Deutschland immer noch einfache Rohstoffe wie Nahrungsmittel und müssen sich dem Weltmarkt damit stellen. Sicher sollte das ein Stück auch so bleiben aber nur ein Stück weit.
Was dem Landwirt heute fehlt, ist ein Anreiz sich mit der Produktion biobasierter hightech-Rohstoffen z.B. für die Industrie zu beschäftigen, nach dem Motto Klasse statt Masse. Das schafft hohe Einkommen bei überschaubarem Materialeinsatz, auch bei Pflanzenschutzmitteln. Die Industrie ist hoch motiviert, solche Rohstoffe einzusetzen. Deren Kunden möchten biobasierte Produkte kaufen. Die Landwirte können ihre Fruchtfolgen auflockern

Wirklich unverschämt ...

... dass die Regierung doch allmählich begreift, wie wichtig es ist, Natur/Umwelt für kommende Generationen zu bewahren - und etwas unternimmt, ohne auf die Profite unbelehrbarer, kurzsichtiger Bauern Rücksicht zu nehmen.
Das Symbol der "Grünen Kreuze" haben diese allerdings sehr gut gewählt, wenn man es als Symbol für die von ihnen ausgerotteten sogen. "Unkräuter", Insekten und Kleinlebewesen versteht.
P.S.
Ich habe gerade ein "lustiges" Bild im Kopf: "Graswurzler" robben mit Pinselchen und kleinen Döschen voller Blütenstaub über ihre Äcker und Felder, um die Bestäubungsarbeit der mit Glyphosat & Co. ausgerotteten Insekten zu übernehmen. Viel Spaß dabei!

Feindbild Bauer?

Wenn man die Kommentare hier so liest, dann liegt die Vermutung nahe, Bauern sind Umweltverschmutzer und Charakterlose Menschen.
Mal zur Erinnerung: Ein durchschnittlicher Hof hat in Deutschland 60,5 Hektar (605.000 m2) und erwirtschaftet im Schnitt 57.300 Euro im Jahr. Also nicht pro Person, sondern der gesamte Hof mit allen Mitarbeitern und Familienangehörigen. Außerdem muss man dafür viel Geld investieren. Trecker und andere Landwirtschaftliche Geräte sind nicht zum Preis eines VW Golfs zu haben.
Dafür arbeiten Landwirte keine 35 Stunden pro Woche.
Die meisten der hier austeilenden Kommentatoren würden so einen Knochenjob für eine solche Bezahlung nicht machen wollen. Aber schön beim Discounter die billigsten Lebensmittel einkaufen, damit den Preisdruck auf die Bauern verstärken und diejenigen, die dann Existenzängste haben beschimpfen.
Ich finde die hier häufig zu lesende Heuchelei einfach nur unanständig.

17:43, Goldenmichel

>>Protestiert eigentlich diese Jugend das dieses Rattengift Glysophat von der Politik durchgewunken wurde ?
Vielleicht sollten die da mal ansetzen.<<

Mit Glyphosat können Sie keine Ratte vergiften. Das Zeug ist derart wenig giftig, daß die Ratte davon gar nicht so viel fressen kann, daß sie stirbt.

Alle Maßnahmen zum Schutz der Insektenvielfalt sind richtig!

Konsequenter Weise ist es aber notwendig, alle Maßstäbe auch bei Produkten aus dem Ausland anzuwenden, ohne wenn und aber! Durch einen geschickten gemischten Anbau, erreicht man, auch ohne großen Pestizideinsatz gute Erträge, dieses Wissen ist jedoch bei vielen Landwirten, anscheinend, verschütt gegangen. Die Ursache ist der exessive Anbau von Monokulturen, wie er im industriellen Landbau praktiziert wird. Den Bauern kann nur geholfen werden, wenn ordentliche Preise gezahlt werden und die EU mit Agrarsubventionen den industrieellen Landbau nicht mehr subventioniert sondern nur noch den ökologischen Landbau. Den Landwirten muss natürlich Zeit gegeben werden, ihren Betrieb entsprechend unzubauen. Wir Verbraucher sind aufgefordert, mehr auf Klasse statt auf Masse zu schauen. Wir müssen lernen die Produkte zu dem Preis zu kaufen, den sie wert sind! Es kann nicht sein, dass Bauern kaputt gemacht werden, indem ihnen ihre Arbeit nicht gerecht bezahlt wird!

@demokraties...16:54

Haben Sie auch nur mal annähernd mal darüber nachgedacht oder wenigstens überschlagsmäßig gerechnet wieviel Gülle man bräuchte um den aktuellen Erdgasbedarf der BRD durch Vergären zu decken? Und das Ergebnis mal in Relation zur tatsächlich erzeugten Güllemenge gesetzt? Mal abgesehen davon daß der Stickstoffgehalt im Gärrest immer noch vorhanden ist und das Ausbringen desselben die Probleme mit den Nitrat nicht im mindesten löst.

re arbzg

"Jetzt kann man hier wieder viele Kommentare von Menschen lesen, von denen einige keine Ahnung von der Landwirtschaft haben.
...
Wenn es wirklich drauf ankommt, sind die wenigsten bereit mehr Geld für gute Lebensmittel auszugeben. An der Kasse zählt eben immer noch der Preis, solange sich das nicht ändert, ändert sich auch nichts in der Landwirtschaft"

Man muss auchnicht viel Ahnung haben um einen Kommentar mit der Richtung: Ja, dann ist das eben so, zu schreiben.

Gewerkschaften fordern

seit Jahren, gerechte Bezahlung für Arbeit. Ergo müssen auch Bauern gerecht bezahlt werden. Wenn der Milchproduzent für den Liter Milch gerade mal 30 Cent (stimmt die Zahl noch ?)bekommt und der Verbraucher knapp 1,- € im Geschäft dafür zahlen muss, dann stimmt was nicht. Ich verstehe aber auch nicht, dass gejammert wird anstatt sich zu organisieren. Gäb es keine Gewerkschaften , würden wir heute wohl noch 48 Std./Woche zu Hungerlöhnen arbeiten müssen.

Wir dürfen nicht auf die Landwirte, verbal, einbrügeln,

die sich der Subventionspolitik angepasst haben und auf Größe und Masse umgestiegen sind, um zu überleben! Wir müssen die falsche Subventionspolitik der EU und den Preisdumping der Warenhäuser die Schuld geben und letztendlich uns selbst, wenn wir nur das billigste Fleisch kaufen. Der Bauer ist der erste in der Produktionskette und bekommt alle Kritik ab. Das es Glyphosat überhaupt noch gibt, ist der Chemieindustrie und der Politik zuzuschreiben, denen die Gesundheit der Bauern oder der Verbraucher sch... egal ist! Hauptsache die Gewinnzahlen stimmen, bzw. die Spendengelder fließen! Schaden vom deutschen Volk fern halten, dies haben unsere Politiker vollkommen verlernt. Ich möchte Kleinbauern sehen, die von ihrem Betrieb leben können und Großbetriebe, die sich verkleinern KÖNNEN, weil sie ordentlicher bezahlt werden. Geschickte Anbaumethoden, ohne Pflanzenschutzmittel gibt es genug, nur gefördert wird es nicht, denn der politische Wille fehlt, je er wird sogar behindert!

Land w i r t e ?

Früher gab es intakte Kreisläufe. Beim Klein- wie beim Großbauern. Was wir heute erleben, ist Raubbau durch profitgierige Großflächenbetriebe, die die gesunden Kreisläufe längst zerstört haben. Ich rede hier bewusst nicht von Einzelwirtschaften mit 40-60 ha. Die arbeiten in der Regel noch als bäuerliche Betriebe und wenn sie eigenes Land bewirtschaften, gehen sie damit verantwortungsbewusst um. Was aber vor allem die ehemaligen ostdeutschen LPG angeht, da wird mit Riesenmaschinen, die alles verdchten, aus dem Boden rausgeholt, was nur möglich ist, Wiesen werden zu Äckern mit Mais oder Raps und wer Land verpachtet, muss höllisch aufpassen, dass nicht nur noch Mais und Raps angebaut werden. Kartoffeln, Brotgetreide? Ach wo, bringt doch nix. Und immer feste rauf mit Gülle, mit Pestiziden und Herbiziden (Monsanto-Produkte sind üüüberhaupt nicht schädlich). Und was an Tieren übrig bleibt, knallen die immer zahlreicheren Jäger ab, so hat jeder was vom Kuchen.

Endlich eine vernünftige Kennzeichnung

Schadstoff belasteter Grünflächen. Und Danke für den stillen Protest der die Totenruhe unseres Ökosystems respektiert. Dass der Preiskampf Bauern in den Selbstmord treibt ist unverzeihlich, hier müssen wir uns als Gesellschaft einsetzen. Aber hey, Willi, zusammen und nicht gegeneinander!

Grüne Kreuze von wem?

Wieder hat einmal jemand eine neue Marketingidee kreiert und schon sieht man allendhalben immer öfters grüne Kreuze. Als Landwirt, der ich schon seit 1987 ökologisch erfolgreich wirtschafte kann ich nur lachen, weiß ich doch bei vielen Feldern in meiner Umgebung und den zugehörigen Kreuzen welcher Bauer sie aufgestellt hat. Es sind keineswegs die, die es eher nötig hätten, jene, die mit dem zufrieden waren was sie haben wie einen gesunden Boden und keine überlasteten Flächen. Nein es sind (zu) oft jene, die schon genügend kassieren und sich trotzdem nicht zu schade sind noch mehr zu fordern. Schade dass auf diesen Kreuzen keine Namen stehen und schade dass die Veröffentlichung der pro Betrieb gezahlten Agrarsubventionen vor Jahren wieder eingestellt wurde. Wäre dem nicht so, dann würde dem interessierten Bürger auffallen, dass die BBV-Obmänner und die Agrar-Topplayer der Region die ersten waren, vor deren Feldern grüne Kreuze standen.

Landwirte protestieren gegen strengere Auflagen....

Bei Glyphosat aber,da ist es doch so,daß sich Deutschland innerhalb der EU für die Verlängerung der Genehmigung eingesetzt hat(Christian Schmidt).

Und dann ist es doch so,daß Agrarsubventionen eben nicht nach Kriterien wie Tierwohl oder Umweltschutz vergeben werden.Mehr als 20 Prozent der EU-Subventionen entfallen auf 1 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe.Meist die mit großen Flächen und die ökonomisch stärksten.

@ArbZG um 17:48

"die Lebenserwartung steigt von Jahr zu Jahr"

Das gleiche falsche Argument benutzt auch Nuhr, wenn er sich über den Umwelt- und Klimaschutz lustig macht.

Dabei wird übersehen, dass viele Menschen nur durch massiven Medikamenteneinsatz am Leben gehalten werden. Auch erhöhen z.B. die Patienten, die künstlich am Leben gehalten werden, die Lebenserwartung. Es sind nicht alles glückliche und bewusst lebende Menschen, die ein hohes Alter erreichen.
Und könnte es nicht auch sein, dass die Agrochemie und die restliche Umweltverschmutzung dafür sorgen, dass z.b. Allergiker oder Krebskranke von Medikamenten abhängig sind?

Faire Preise für eine gesunde Gesellschaft und Umwelt

Es muss endlich aufgehört werden immer nur das billigste zu kaufen. Angefangen bei den Lebensmitteln und aufgehört bei den Flugpreisen. Es kann nicht alles jederzeit und billig verfügbar gemacht werden. Da liegt der Kern des ganzen Problems. Die Betriebe sind gezwungen durch billige Preise effektiver zu produzieren (Masse statt Klasse) und dadurch wird die Umwelt mehr belastet. Geiz ist nicht länger geil. Das muss in die Köpfe....

@Michael Maier, 17.13h

Der flächendeckende Maisanbau wurde ausgerechnet von denen angezettelt, die jetzt am lautesten schreien.
Bei uns sehe ich immer mehr Sojafelder, aber auch Brachen, die mit Blühpflanzen eingesät und im Jahresrythmus hälftig gewechselt werden.
Auch die Blühstreifen am Acker- und Feldrand nehmen wieder zu.
Es tut sich was.
Was den Bauern Sorge bereitet, ist das Verbot von behandeltem und damit schädlingsresistentem Saatgut.
Die immer nur Fordernden sind in der Regel die mit der wenigsten Ahnung.
Um Missverständnissen vorzubeugen.
Ich bin kein Landwirt.

Unsereiner macht sich unentwegt

Gedanken darüber ob WKA's tatsächlich Vogelschredder sind und andere waschen sich symbolisch die Hände in Unschuld indem sie kackfrech religiöse Symbole gegen Kritik an ihrer am besten nie zu hinterfragenden Wirtschaftsweise missbrauchen. Auch das muß man ertragen...

den Biobauern zu geben.

einfach mal informieren

von Demokratieschue...
Bei der suche findet man aber auch sehr oft das:
https://www.rtl.de/cms/streit-um-bio-eier-tierschuetzer-prangern-zustaen...

@karwandler, 17.39h

Ihrem letzten Absatz kann ich nur zustimmen.
Es sind genau diese Leute, die zwar Geld aber keine Ahnung haben.
Letztere braucht man nicht, um, jeden Preis bezahlen zu können.
Ich habe in meinem Umfeld, ich betreue ALG II-Empfänger, viele Menschen, die sich diese höheren Biopreise schlicht nicht leisten können.
Ich kaufe im Hofladen eines bekannten Bauern.
Der ist nicht gerade billig und wird meine Klientel kaum als Kunden gewinnen können.

usnahmen sollen sich hier nicht angesprochen ?

Rosebud@

Ausnahmen sollen sich hier nicht angesprochen ? Auch nicht diese Bio- Betriebe?

https://www.rtl.de/cms/streit-um-bio-eier-tierschuetzer-prangern-zustaen...

18:43, DerVaihinger

>>@karwandler, 17.39h
Ihrem letzten Absatz kann ich nur zustimmen.
Es sind genau diese Leute, die zwar Geld aber keine Ahnung haben.
Letztere braucht man nicht, um, jeden Preis bezahlen zu können.
Ich habe in meinem Umfeld, ich betreue ALG II-Empfänger, viele Menschen, die sich diese höheren Biopreise schlicht nicht leisten können.
Ich kaufe im Hofladen eines bekannten Bauern.
Der ist nicht gerade billig und wird meine Klientel kaum als Kunden gewinnen können.<<

Da sprechen Sie ein sehr, sehr wichtiges Problem an, das aber leider von Vielen kleingeredet wird.

Ich glaube, vielen von denen fehlt die Fantasie, um sich das vorzustellen, was Sie bei Ihrer ehrenamtlichen Arbeit sehen und erleben.

Ich möchte Ihnen meinen Respekt aussprechen. Da können sich Viele eine Scheibe von abschneiden.

Die Kommentare

Ich bedaure das sehr, dass so viele hier sich so negativ über unsere Landwirtschaft äußern. Scheinbar wirkt die jahrelange Rufschädigung. Landwirte können nur das erzeugen, was nachgefragt wird. Entschieden wird an der Kasse, das beweisen zahlreiche Studien. Also alle mal selbst an die Nase fassen.

Warum sind Landwirt für alles die Hauptverantwortlichen?

Landwirte machen mittlerweile nur noch 1% der deutschen Bevölkerung aus. Also eine sehr kleine Minderheit auf der die große Mehrheit ihre Probleme abladen kann.

Was ist mit Lichtverschmutzung und deren Folgen auf das Insektensterben. Überall an jeder Ecke muss eine Laterne stehen. Jeder muss sein neuen schicken Neubau mit dem grauen Steinvorgarten mit perfekten Strahlern die ganze Nacht anleuchten.
Aber welche Folgen hat das Licht für die Insekten? Würde man hier was ändern, müssten sich ja 80 Mio. Menschen und nicht 1% einschränken.
Also immer fröhlich weiter auf die Minderheit.

Tot

Unsere Brunnen vergiftet, der Regenwald für Futterimporte verbrannt, das Ökosystem totgespritzt, Nutztiere gequält und missachtet, Küken geschreddert.

Wahrhaftig, was ist das gegen das Leid der Landwirte, die keine andere Lebensperspektive haben. Der darbende Bauer Willi, der nur von seiner Rente und der Nebenerwerbslandwirtschaft leben muss und nun unter Giftlosigkeit stöhnt. Mit dem bösen Knüppel gesunder Umwelt, der Geißel sauberen Wassers gehen die fiesen Ökoterroristen auf ihn los. Schrecklich. Meine Kinder weinen und wollen für seine Spritzbrühenseligkeit bestimmt auf Trinkwasser und Umwelt verzichten.

Diese Kreuze lassen wirklich nichts an Symbolkraft missen. Definitiv stehen sie für den Tod durch Bauernhand. Aber Einsicht habe ich nur selten bei den Landwirten angetroffen. Die AfD-Plakate wurden hier vom Trecker aus aufgehängt.

Irgendwann kapieren es auch die Bauern

Bauern müssten eigentlich als erstes Anspringen wenn es um den Umweltschutz geht. Immerhin ist die Umwelt ja haargenau ihre Einkommensgrundlage und immerhin geht es hier um die nackte Existenz von allen Menschen, nicht nur von Bauern!

Die kleinen Bauern jammern zwar aber die werden immer nur vorgeschoben von den Großbauern, der Agrarindustrie, die nicht nur jammert sondern massiven Druck auf die Politik ausübt, alleinig nur für ihre Geldinteressen. Aber die kleinen Bauern sind ehrlich gesagt selber mit Schuld. Warum sind sie denn Teil des Bauernverbandes der sich eigentlich nur um die großen Fabriken und Landwirte kümmert?
Sollten die nichtmal einen eigenen Verband organisieren, der sich um die Kleinbauern kümmert? Ja, sollten sie!

Und es arbeitet sich auch kaum mehr ein Bauer den Rücken krumm! Bei den Zuständen in Viehzucht und der Maschinisierung haben die es nicht mehr schwer. Da haben es Paketboten und Umzug-Helfer weit schwerer. Bürokratie bei Staatshilfen ist Norm. Hartz IV..?

@ ArbZG

Es gibt sicher Landwirte, die Interesse am Umwelt- und Naturschutz haben.
Das sind aber ganz sicher nicht diejenigen, die sich für den Einsatz von Glyphosat und gegen Tierwohllabel einsetzen.
Ich habe großes Verständnis dafür, dass Bauern angemessene Preise für die von ihnen produzierten Lebensmittel erzielen wollen.
Ich wäre z.B. für einen Mindestpreis für Milch unter der Voraussetzung, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

industrielle Landwirtschaft ...

Industrielle Landwirtschaft kann ja gar nicht anders reagieren als wie andere rein profitorientierte Industrien wie z.B. die Autohersteller, die der Profitsucht sogar mit Betrug frönen.

Die Politik ist gefordert, mit Auflagen bei den Bauern wieder zu gesundheitsfördernder vernünftiger Landwirtschaft zurück zu kehren, und gleichzeitig europaweit dafür zu sorgen, dass diese landwirtschaftlichen Produkte zu für die Landwirte auskömmlichen Preisen auf den Markt kommen,
sowie gleichzeitig Produkte aus der industriellen Landwirtschaft aus dem Markt drängen mit entsprechend größeren Auflagen und Regulierungen.

Das kann nur europaweit gelingen und die meisten anderen europäischen Länder sind ja längst bereit dazu, nur die deutsche Politik hat sich immer dagegen gestemmt.

@Am 01. Oktober 2019 um 16:35 von heutemalich

Guter Ansatz.

@Wolle_Uferlos

Das mag sein. Aber gerade weil nicht viel seitens der (eigentlich verantwortlichen) Politik passiert, nehmen die Bürger*innen das jetzt selbst in die Hand.
Letztes Jahr in Bayern mit einem erfolgreichen Volksbegehren und aktuell bei uns in Baden-Württemberg mit dem Volksbegehren "Pro Biene" .
Bis März nächsten Jahres werden Unterschriften gesammelt, dann muss sich der Landtag damit beschäftigen, damit es zur Volksabstimmung über mehr ökologische Landwirtschaft kommt.
Ich selbst unterstütze das und habe mir schon Unterschriftenlisten und Infomaterial bestellt ;-) !

Da ist das Geschrei gleich groß

Auch die Landwirte haben ihren Beitrag zum Klimapaket und Umweltschutz, incl. Gewässerschutz beizutragen.
Vor allem die grossen Bestände an Rindern und Schweinen sollten am nationalen Bedarf angepasst werden, nur so können wir einen Teil des Klimapakets erfüllen. Sicherlich geht es auch um die Existenz der Landwirte, aber sehen wie es mal so, was ist heutzutage garantiert, siehe die vielen Menschen die ihre Beschäftigung im Bergbau, Tagebau oder wie jüngst angekündigt in der Kfz Industrie verlieren.
Mittlerweile exportiert die EU mehr als 25 Prozent des Schweinefleisches nach China, die Gülle belastet Flora und Fauna sowie unser Wasser. Paradox hinzu demnächst die 10 tausenden Tonnen von Rindfleisch aus den USA, obwohl wir unter qualvollen Zuständen unsere überschüssigen lebenden Rinder Richtung Arabien und Nordafrika schicken. Das muss aufhören, dann klappt es auch mit den Klima und Umweltschutz der Landwirtschaft. Weniger Flächen für Viehfutter heisst auch mehr Natur.

18:21 von Al Ternativ

>>Und was an Tieren übrig bleibt, knallen die immer zahlreicheren Jäger ab, so hat jeder was vom Kuchen.<<
Ein völlig unsinniger Satz.
Ich bin kein Jäger, aber hier im Süden Deutschlands Werden hauptsächlich Rehe und Wildschweine gejagt. Und von diesen Tieren gibt es wesentlich mehr als vor einigen Jahrzehnten. Andere Tiere wie Feldhasen, Fasane oder Rebhühner werden seit ca. 20 Jahren gar nicht mehr gejagt. Und am Schwund des Niederwilds sind die Jäger nicht schuld.
Zumindest in unserer Region nimmt die Zahl der Jäger eher ab.

@Am 01. Oktober 2019 um 17:00 von BotschafterSarek

Wichtiger Punkt. Finanzprodukte auf Grundbedürfnisse wie Nahrung sollten stark reguliert oder besser ganz verschwinden. Anstatt Risiko zu vergolden könnte man das Geld was in der Finanzbranche verheizt wird auch zum Transport in Ländern mit Hungersnöten oder auch gut, in die die Wiederverwertung zuführen. Vielleicht muss dann auch nicht mehr soviel produziert werden, damit Geld gemacht wird, das man den Finanzern wo hinsteckt.

Das Grüne Kreuz - welch ein Metapher

Es ist an der Zeit, dass sich die Landwirte gegen das Umweltgeschwurbel und die ständig zunehmenden Auflagen auflehnen. Am Grünen Kreuz werden sich die Geister scheiden und man kann den Landwirten nur raten in der Landschaft mit den Kreuzen auf ihren eigenen Grund und Boden für Jedermann und Jederfrau sichtbar Flagge zu zeigen. Mit solch trivialen Methoden arbeiten heute ihre Kritiker und dagegen muss man sichtbar vorgehen.

18:03 von hochtief

>>Die meisten der hier austeilenden Kommentatoren würden so einen Knochenjob für eine solche Bezahlung nicht machen wollen. Aber schön beim Discounter die billigsten Lebensmittel einkaufen, damit den Preisdruck auf die Bauern verstärken und diejenigen, die dann Existenzängste haben beschimpfen.
Ich finde die hier häufig zu lesende Heuchelei einfach nur unanständig.<<
Einer der wenigen sinnvollen Beiträge hier.

@hochtief, 18:03

"Die meisten der hier austeilenden Kommentatoren würden so einen Knochenjob für eine solche Bezahlung nicht machen wollen."

Stimmt. Auch für mehr Geld nicht. Es gibt so einige Jobs auf dieser Welt, die ich für kein Geld der Welt machen würde (aus ganz unterschiedlichen Gründen). Nur, inwiefern verbessert das die Öko- und Tierschutzbilanz der Landwirte? Wo ist Ihr Argument? Auch im letzten Schlachthof ohne jeden Tierschutz wird hart gearbeitet. Sollen Landwirte, die nicht wirtschaftlich und verantwortungsvoll Land bewirten können, sich eben einen anderen Job suchen. Gibt eh zu viele.

"Aber schön beim Discounter die billigsten Lebensmittel einkaufen (...)."

Eine bösartige Unterstellung, ohne jeden sachlichen begründeten Anlass.

@Am 01. Oktober 2019 um 17:10 von briboan

Ob sie es glauben oder nicht, aber Bauern haben es sehr viel lieber wenn sie ein Termingeschäft haben bei der sie die ganze Ernte abliefern können. Zusätzlich noch einen Verkauf zu führen, wie früher, klappt häufig nur bei dem Öko-Bauern. Es gibt keine genossenschaftliche Struktur in der Bauernszene oder nur Regionale. Der Bauernverband wird halt seiner Verantwortung nicht mehr gerecht (oder wurde es nie) und organisiert seine Mitglieder nur noch zu Jahresveranstaltungen mit der Politik und mal ner Messe.

Durch Großabnehmer entsteht ja auch erst die Mentalität soviel zu produzieren wie es geht, denn es wird ja alles abgenommen. Und dadurch kommt das Bauerngejammere ja erst Zustande, weil ihnen die Mittel für diese Massenproduktion eingeschränkt oder genommen werden sollen. Örtlicher Handel wäre entscheidend. Doch dafür braucht es fruchtbare Äcker und eine Wirtschaftspolitik, die Zahlen nur als Beiwerk/Ausdruck sieht und nicht als Zentrum ihres Seins. Ham wa nur nich :D

Landwirte protestieren

Aber Gift und Gülle gehören nicht auf die Felder in dieser Menge ! Und Gülle aus Holland gehört auch nicht an den Niederrhein.
Da sollte man einsichtig sein. Der Tierschutz, den die Politik seit Jahren immer wieder nicht bemerkt haben will, muss deutlich verbessert werden ! Nicht wie die Vorgänger von Frau Klöckner aber auch nicht mit dem bloßen erfinden neuer Labels! Aber man nimmt , wie immer ,dass Einfachste und das Billigste auch wenn es keinen Erfolg bringt aber man kann es ja schönreden . Oder gerade deshalb ????

Gegen Umweltschutz

Dass Landwirte eher gegen Umwelt- und Tierschutz protestieren als dafür, ist so eine Merkwürdigkeit, die man schwer verstehen kann.

@Am 01. Oktober 2019 um 18:07 von fathaland slim

Ich nehme mal an, was eine Ratte verträgt, dass haut einen Menschen auch nicht aus den Latschen. Na dann, Prost und Mahlzeit. :D

Aber mal im Ernst. Alles hat eine Wirkung. Selbst wenn der Körper es ausscheiden kann, dann ist dafür immer noch Aufwand notwendig=körperlicher Stress und bei allen künstlichen Dingen ist eine Auswirkung auch nach Jahrzehnten nicht vorhersehbar. (Vererbung) Alte Heilkunde ist nicht mal eben so über eine Generation entwickelt worden. Der Mensch ist vielleicht ein recht intelligentes Lebewesen aber er hat keine Geduld. Glauben sie, eine Firma würde 100 Jahre lang ein Produkt testen bevor es verkauft würde?

19:37 von Jayray

>>Ob sie es glauben oder nicht, aber Bauern haben es sehr viel lieber wenn sie ein Termingeschäft haben bei der sie die ganze Ernte abliefern können.<<
Jetzt sollten Sie als Experte uns nur noch erklären was ein Termingeschäft Finanzprodukt mit dem Getreideverkauf des einzelnen Landwirts zutun hat.
>>Es gibt keine genossenschaftliche Struktur in der Bauernszene<<
Eine weitere Falschaussage. Bei weitem der größte Teil der Getreideernte wird über Genossenschaften vermarktet an denen die Landwirte Mitglieder sind.

@ Tremiro - Schön, dass es bei Ihnen anders ist

Hier werden ständig neue Jäger ausgebildet (und wer da sich alles "Jäger" nennen darf), denn -wie Sie sagen- Rehe und Sauen nehmen zu. Ja, warum wohl? Hier ist es zumindest so, dass jeder, der etwas zu repräsentieren gedenkt, schießen muss. Die Autos werden mit Hochsitzen ausgerüstet und mit Riesen-Scheinwerfen und dann geht allabendlich das gleiche Spektakel los. Oft kommen noch etliche zahlungskräftige "Jagdgenossen" aus den alten Bundesländern hinzu. Zu DDR-Zeiten hatten wir hier längst nicht so viele Sauen und Rehe. Nochmal meine Frage: Warum wohl jetzt? Aber zum Thema konventionelle Großflächenlandwirtschaft noch eine Erläuterung zu dem, was ich mit meinem Beitrag eigentlich meinte: Die eigentlichen Feld- und Wiesenbewohner sind so gut wie weg, sie haben keinen Lebensraum mehr, vor allem, seitdem die sog. Blühstreifen auch noch verschwunden sind und die wenigen überlebenden Insekten glyphsatvergiftet werden. Der Rest wir abgeknallt, dabei bleibe ich.

Grün ist die Farbe des Landmanns

Liebe Landwirte und Landwirtinnen, zeigt Flagge, stellt grüne Kreuze auf und fahrt mit euren Treckern in die Städte. Ihr habt was substanzielles zu sagen und könnt mit Vorurteilen aufräumen.

19:58, Al Ternativ

>> Die eigentlichen Feld- und Wiesenbewohner sind so gut wie weg, sie haben keinen Lebensraum mehr, vor allem, seitdem die sog. Blühstreifen auch noch verschwunden sind und die wenigen überlebenden Insekten glyphsatvergiftet werden. <<

Glyphosat ist kein Insekten-, sondern ein "Unkraut"vernichtungsmittel. Die Insekten verschwinden, weil ihre Futterpflanzen vernichtet werden. Also die Blühstreifen. Und der Landkreis Osnabrück hat gerade gestern beschlossen, daß bis auf einen Meter an Gewässer heran gespritzt werden darf.

So wird das nix mit dem landwirtschaftlichen Naturschutz.

"Wie konnten wir alle

"Wie konnten wir alle eigentlich in den 1980er Jahren überleben? Kein Mitleid mit dieser viel zu mächtigen Lobby!"

1980 wurden in Deutschland laut Wikipedia 25% mehr Herbizide ausgebracht als 2017. Insektizide kann man leider nicht genau sagen, da bei Wikipedia Vorratsschutzbehandlungen mit Inerten Gasen (N2 zum Beispiel) mit eingerechnet werden, aber laut Umweltbundesamt waren es 2017 857 Tonnen und ich gehe davon aus das auch diese Zahl 1980 deutlich höher lag.
Übrigens ist Kupfer auch nicht gerade gesund und es wird von der EU angestrebt es zu verbieten, davon wurde Ende des 19. Jahrhunderts (also vor über 120 Jahren) bis zu 50 kg/ha eingesetzt gegen Pilzerkrankungen, super Umweltsauerei, aber früher war alles besser.

Ein Graswurzeler

Meine Berufung war es immer Landwirt zu werden. Es sind noch 3 Jahre bis zur geplanten Betriebsübergabe. So euphorisch, wie ich als Kind war, bin ich nicht mehr. Die mittelfristige Betriebsplanung birgt Existenznöte. Ich möchtet für meine Branche kämpfen & bin Mitgründer der Aktion #grünekreuze. Unsere Botschaft ist bei den meisten Medienvertretern angekommen & verstanden worden. Endlich haben wir genug Aufmerksamkeit für die ARD & dann die Ernüchterung: Die Aktion wird dargestellt, als wenn ein „alter, weißer Lobbyisten-Mann, alles beim Alten lassen will“. Meinen Betrieb könnte ich einfach auf Biolandwirtschaft umstellen & wäre somit raus aus der aktuellen Diskussion. Das stimmt - doch auch dieser Markt ist längst hart umkämpft! Das Agrar-Paket verursacht für Landwirte Milliardenkosten & soll mit Milliönchen geheilt werden. Jeder Insider weiß, dass die Umschichtung der Gelder nichts verbessern würde. Ich hinterfrage mich, ob ich meinen Kindern die zukünftige Betriebsführung wünsche.

Fakten nicht Ignorieren

Den Fakt ist die meisten Kleinbäuerlichen Familienbetriebe haben schon oder stellen in den nächsten Jahren zuerst die Viehhaltung ein und dann den Betrieb gesamt. Die nächste Generation verkauft oft den Betrieb denn Sie haben von den ganzen Vorschriften und Vorgaben die Schnauze voll Da nix mehr Nachhaltig Landwirtschaft welche zwei Weltkrieg überlebt hat wird jetzt platt gemacht, ich spreche aus täglicher Erfahrung mit Landwirten. Jeder Landwirt kann auf Krimielle Art heute so überwacht werden das er aus Umwelt oder Tierschutzgründen angezeigt und verklagt werden kann und das geschieht in der Praxis täglich.

Bald werden chinesische

Konzerne die Felder bei uns aufkaufen, die von deutschen Bauern nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden können. Sie werden dort Lebensmittel für China produzieren und sich um alles kümmern, nur nicht um Insektenschutz und ähnliche Gesetze. Und wir werden dagegen nichts machen können.

"Erwirtschaften Biobauern

"Erwirtschaften Biobauern keinen Ertrag? Gehen die alle pleite? Tun sie nicht, obwohl sie tendenziell weniger subventioniert werden als die Agrarindustrie"

Der Ertrag/ha bei Biobauern ist ca. 40% geringer.
Die Biobauern bekommen die gleiche Prämie wie die anderen auch, plus Bioprämie, und da diese nicht negativ ist, bekommen sie definitiv mehr und nicht tendenziell weniger.
Allerdings werden sie zum Großteil pleite gehen. Die Politik sorgt dafür das immer mehr Betriebe umstellen, die Bewohner dieses Landes kaufen aber kaum Bio (unabhängig davon was sie in Umfragen sagen), durch die erhöhte Produktion und die fehlende Nachfrage sinkt der Preis.

Es gibt zu viele Landwirte...

...in Deutschland.
Es stellt sich nämlich die Frage wieso Deutschland mit seinen Agrarexporten die halbe Welt ernähren soll.
Und nein, wir reden hier nicht vom armen Afrikaner der nichts zu beißen hat, sondern von Ländern wie China.
Dort kommt, aufgrund der wachsenden Mittelschicht viel mehr Fleisch und Milcherzeugnisse auf den Tisch(was ihr gutes Recht ist) - aus unter anderem deutscher Produktion.

Ja, da müßen dann halt ein paar Landwirte beruflich das Zeitliche segnen.
Ich bin mir sicher, die Massen an Bierkutscher, hätten auch Subventionen gefordert wenn es das damals gegeben hätte - jetzt mal unabhängig von dem Untergang der Bierkutscher durch die Motorisierung...

Landschaftspflege?

Selten, meist tot gespritzt und ohne Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Fokus steht auf Gewinn und die Förderung (auch der EU) für Landschaftspflege wird gern als Natur gegeben eingesackt. Wo sind denn die Hecken, Naturwiesen, Bäume? Nachweise?

Pestizide und Gülle werden weiter großzügig versprüht und die Wasserbrunnen müssen sie teuer heraus filtern. Auf Steuerzahler Kosten natürlich.

Einfach nicht verstanden

Voller Unverständnis lese ich diese Kommentare hier. Selbst bin ich Landwirtin. Aus Überzeugung und mit voller Begeisterung. Selbst habe ich Kinder und möchte eine nachhaltige Landwirtschaft betreiben. Meine Kinder sollen auch eine Zukunft haben. Das wir Landwirte uns am Klimaschutz, Insektenschutz,... beteiligen müssen, steht nicht zur Diskussion.
Aber auch ich habe grüne Kreuze auf meinem Acker aufgestellt. Und ich fühle mich bestätigt, wenn ich diese zahlreichen Kommentare hier lese. Die Landwirtschaft hat ein solch unwirkliches Bild bei Ihnen. Ich bin sprachlos. Wissen sie eigentlich, dass der Markt für BIO-Produkte gesättigt ist? Das Bio-Äpfel schon als normale Ware ins Ausland verkauft werden, weil sie hier keiner haben will? Dass auch im ökologischen Landbau Spritzmittel verwendet werden? Die dann ebenfalls in Zukunft nicht mehr erlaubt wären? Anstatt immer nur über die Landwirte zu urteilen, suchen Sie doch mal das Gespräch mit uns! Vielleicht würden Sie dann verstehen...

genau: Gülle in die Biogas-Anlagen

@ demokratieschüler - Du schreibst:
"Zusätzlich können die Landwirte ihre Guelle doch zu diesen Bioagas-Anlagen bringen und damit sogar zur Energiewenden beitragen. Damit verdienen die sogar noch Geld."
Das ist eine gute Aussage. Die Politik muss dazu aufgerufen werden, dies zu fördern, indem die Bauern mehr dafür bekommen, wenn Sie Gülle in Biogas-Anlagen bringen (das muss man wollen!), anstatt sie auf die Felder und schlimmer Grasflächen (von Wiesen kann man vielerorts kaum noch reden) bis in die letzte Waldlichtung auszubringen und damit das ökologische Desaster vollenden.

Sterben

genau, am besten dem Sterbenden noch einen Dolch in den Rücken jagen. Anstatt zu helfen, zu verbessern 90 % der Bauern hops gehen zu lassen... geile Idee! aber uuups... leider können die paar übriggebliebenen die Bevölkerung nicht ernähren.... zumindest gibt es auf der ganzen Welt kein Beispiel dafür!
Also Schlaubi.... bitte etwas differenzierter das Thema angehen. und Konstruktiever. und vor allem SELBER etwas machen und die Gesellschaft und die Ökologie verbessern!!!!!! Danke

@ nelumbo

Sie werden dort Lebensmittel für China produzieren und sich um alles kümmern, nur nicht um Insektenschutz und ähnliche Gesetze.

Wusste gar nicht, dass chinesische Konzerne über dem Gesetz stehen.

20:00 von Polit-Observer

Ich möchte nicht, dass die Traktoren in die Städte fahren müssen. Ich möchte, dass die Politik aufhört, die industrielle Landwirtschaft zu fördern. Wichtig ist, dass die Landwirte nicht mehr gezwungen werden, auf Masse zu produzieren. Traktoren haben inden Städten nur eine Wirkung, dass die Bevölkerung eine Wut auf die Bauern bekommen und das ist nicht gerecht, denn die Bauern sind nicht die Verursacher der falschen Agrarpolitik! Erst wenn Großbauern ihren Betrieb verkleinern können UND davon gut leben können, DANN läuft es richtig.

"Es stellt sich nämlich die

"Es stellt sich nämlich die Frage wieso Deutschland mit seinen Agrarexporten die halbe Welt ernähren soll.
Und nein, wir reden hier nicht vom armen Afrikaner der nichts zu beißen hat, sondern von Ländern wie China.
Dort kommt, aufgrund der wachsenden Mittelschicht viel mehr Fleisch und Milcherzeugnisse auf den Tisch(was ihr gutes Recht ist) - aus unter anderem deutscher Produktion."

Laut Statista liegt der Selbstversorgungsgrad über alle Lebensmittel in Deutschland bei 90%. Von einigem produzieren wir mehr als wir verbrauchen, von anderem zu wenig, so funktioniert Handel. Interessant wird es wenn wir komplett auf BIO umstellen, dann geht die Produktion nochmal um 40% runter. Aber ich denke dann wird man die fehlenden Lebensmittel einfach ohne zu schauen wie die dort produziert werden im Ausland kaufen, kann ja nicht sein das hier wer für die durchgesetzte Politik hungern muss.

@ Oivlis

Weiter hin ist -leider- klar, dass dann viele unter den selbsternannten "Umweltaktivisten" bei den Ersten sind, welche gegen höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte protestieren ...

In Wirklichkeit protestieren sie für höhere Preise, die ein ökologisches Wirtschaften erst möglich machen.

Bio Betriebe verwenden Kupfer

Die Bio Betriebe setzten Kupfer ein die Konventionellen brauchen dazu eine Ausnahmegenehmigung. Nur mal zu Information, doch jeder welcher wirklich meint ohne Pflanzenschutzmittel wäre Landwirtschaft oder Gärtnerei möglich ist ein Spinner oder Träumer

Am 01. Oktober 2019 um 17:09 von Knorlo

wie kommen Sie darauf?
Man kann sehr wohl ökologische Landwirtschaft betreiben, ohne dass jemand hungern muss.
Es gibt genügend Landwirte die das vormachen, natürlich ist der Aufwand und Preis höher.
Und wenn wir uns mal auf der Welt umschauen, gibt es genügend Menschen die Hunger leiden müssen, trotz industrieller Landwirtschaft.
Das Problem sind vielmehr Spekulanten und Freihandelsverträge, diese treiben die lokalen Preise in die Höhe und setzen Erzeuger unter druck. Wir Europäer sind da auch gut vertreten.

Und ich werde ganz sicher nicht akzeptieren, dass hier auf dem Rücken der Umwelt und unserer Gesundheit, Profit gemacht wird.

Großbetriebe

Das was die Existenznot von Kleinbauern ausmacht ist doch nicht Tier und Umweltschutz. Das ist der ganz normale Konzentrationsvorgang, der sich im Handel vollzogen hat, bei der Industrie und in fast allen Branchen. Mit den technischen Möglichkeiten einer Industrialisierung der Landwirtschaft, gab es auch die Möglichkeit große Flächen und Bestände mit wenig Personal zu bewirtschaften. Das zerstört die bäuerliche Landwirtschaft.
Dagegen kann man auch mit allem Spritzen und Jauchen nicht ankommen. Wenn man also eine bäuerliche Landwirtschaft erhalten will, so muß dafür ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden. Dagegen arbeiten aber die Landwirtschaftsverbände. Deren Credo ist Geld reinpumpen bis auch beim Kleinbauern genug ankommt. Daher die Auswüchse bei Preisen und Naturzerstörung. Der hiesige Verbraucher hat bei einem Exportmarkt kaum Einwirkchancen.
Lustigerweise wollen die Grünen gerade die bäuerliche Landwirtschaft schützen und werden dafür von den Bauern angefeindet.

Bio Bauer werden höher Subventioniert

Und in Bayern sind die Bio Betriebe im Durchnitt Größer als die Konventionellen.

Die Landwirte bluten grün

Besonders in Deutschland ist es ungemütlich geworden. Die Grünen definieren neue Systeme, in denen nicht nur Industrie, Mittelstand und Energielieferanten kaputt gehen, sondern auch die Landwirte.
Dazu kommen die unmöglichen Verhältnisse auf den Äckern. Die in der Globalisierung längst angekommenen Agrarspezialisten fahren landw. Maschinen über 4.O und ohne Lohnarbeiter am Steuer.
Bei uns haben wir so viele Funklöcher, dass die Maschinen nicht führerlos fahren können, obwohl die Technik dafür schon längst da wäre. Das verzerrt den Wettbewerb zunehmend.

Wer einen Blick in die Landessozialversicherung für Landwirtschaft, Garten und Forsten wirft, bemerkt schnell, wie rasant die Landwirte tatsächlich in die Pleite gehen.
Die Kreuze stehen für den schleichenden Tod der Landwirte, den es schon längst gibt.

Diese Systemveränderungen, die man hier möchte, köpfen so viele, dass man sich fragen muss, wer bald noch die Sozialleistungen der langsam wirtschaftl. Sterbenden bezahlen soll?

20:47 von Rebrubu

Ich finde es lobenswert, wenn sie ihren Betrieb nachhaltig betreiben. Ich würde mir wünschen, wenn sie dafür viel besser entlohnt würden als zur Zeit. Wie ich oben schon geschrieben habe, ich sehe nicht den Bauer als den Schuldigen, sondern eine falsche Agrarpolitik. Wir als Verbraucher sind gefordert, ordentliche Preise zu zahlen, das funktioniert aber auch nur bei ordentlicher Lohnpolitik. Ich glaube ihnen würde es besser gehen, wenn sie für weniger Arbeit besser bezahlt würden. Unsere Politiker bringt diesen Wunsch leider nicht zur Umsetzung. Wenn Fleisch korrekt bezahlt würde, würden wir weniger davon essen, aber der Bauer könnte trotzdem vom Erlös leben. Gesünder wäre es für den Verbraucher, den Bauern und der Natur!

Falsche Fakten Teil 1

@Al ternativ:
Ich weiß ja nicht, woher sie ihr Wissen beziehen, aber das Argument, es würde im Osten, wo auch immer das ist, denn für Kölner ist Hessen auch Osten..., zu viele Jäger geben und vor allem, sie würden die zu genommene Jagd unterstützen. Hier im Erzgebirge gibt es deswegen Streit(https://www.jagderleben.de/news/neue-vorwuerfe-rund-um-rotwildjagd-erzge...).
Und das Argument mit bei der LPG wäre alles besser gewesen, kann ich nicht nach vollziehen. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit in der DDR erinnern. Da gab es viel mehr Felder, die beackert wurden, und größere Flächen, was jetzt zum Teil Wald und Wiese ist. Und überall kam Gülle drauf. Und zwar in großen Mengen! Ich kann mich noch an die riesigen Silos und frei liegenden Häufen erinnern.
Und zum Thema LPG lesen sie sich vielleicht mal die Wikipedia Artikel "LPG" und "Landwirtschaft der DDR" durch. Da hat sich kein Mensch um Natur- und Tierschutz gekümmert, Hauptsache der Plan wurde erfüllt!

Am 01. Oktober 2019 um 20:47 von Rebrubu

Eines habe ich schon verstanden, dass es eben nicht ganz ohne Spritzmittel geht. Damit habe ich persönlich auch kein Problem.
Aber wenn ich hier bei mir den Weinberg ansehe und beobachte, wie häufig dort gespritzt wird, dann habe ich ein Problem damit.
Die Frage ist auch, warum muss heute so viel gespritzt werden? Und da tragen die Landwirte eine große Schuld daran. Große Monokulturen und Zerstörung des Lebensraums vieler, natürlicher Helfer.
Nirgendwo mehr ein Streifen Natur, wie soll da auch auf natürliche weise ein Schädlingsbefall aufgehalten bzw. verhindert werden?
Die Landwirtschaft von heute, hat die Natur weitestgehend verdrängt, man sieht es auch am Wald. Monokultur und schon haben wir einen sterbenden Wald.

An Defender 411

Was Sie möchten ist vollkommen nebensächlich. Den Landwirten reicht es allmählich, dass auf ihnen mit irreführenden Argumenten herumgetrampelt wird. Wenn Sie es wünschen, dann vermittele ich Ihnen ein 4- wöchiges Praktikum auf einem mittelbäuerlichen Milchviehbetrieb.

Wer für alles offen ist, kann eben nicht ganz dicht sein.

Dass die Bauern es nicht selber merken:
Früher hatte man mal Kühe auf der Weide. (Ja, liebe Kinder! Draussen! Wirklich!) Die haben da Gras gefressen, und der Bauer kam zweimal am Tag mit dem Trecker mit dem Melkhänger hintendran raus und hat sie dort gemolken. Und es gab Wiesen, da wuchs nur das Gras für das Heu für das Futter für den Winter - kein Mais und kein Raps für den Tank.

Heute kommt das Futter frisch vom brennenden Regenwald. Dort verkarsten die Böden und wir hier wissen nicht mehr wohin mit der ganzen Scheiße.

Wofür das Ganze? "Genug" hatten wir doch schon vorher:
Die Steigerungen sind allein für den Export. Für Geld also vernichtet unsere landwirtschaftliche Massenproduktion das Grundwasser, die Insekten, unsere Vogelwelt, unsere Reserveantibiotika, das Weltklima, die Landfrische am Wochenende und meine gute Laune beim Einkaufen.

Kein Mitleid also: Jeder nur ein Kreuz. Und hebt eines für Seehofer auf. Der hat 2005 die Landbindung aufgehoben.

Am 01. Oktober 2019 um 19:58 von Al Ternativ

" vor allem, seitdem die sog. Blühstreifen auch noch verschwunden sind und die wenigen überlebenden Insekten glyphsatvergiftet werden."

Sehr richtig.

Beikräuter werden mit glyphosathältigen Pflanzenschutzmitteln gespritzt. Sie sterben nach wenigen Tagen ab und dienen z.B als Nahrungsquelle für Regenwürmer.

Sechs Wochen später kann man bei den Regenwürmern eine 60-prozentige Abnahme der Fortpflanzungfähigkeit feststellen.

Mit den realitätsfernen Versuchsanordnungen (es werden spezielle Kompostwürmer getestet), lassen sich auch in hundert Jahren keine negativen Auswirkungen auf z.B Regenwürmer nachweisen.

Warum sind Regenwürmer wichtig?

Durch die Zunahme von Starkregen gewinnen Regenwürmer zusätzlich an Bedeutung, da sie die Wasseraufnahmekapazität des Bodens erhöhen und dadurch Überschwemmungen entgegenwirken.

Wobei wir wieder beim Klima sind.

Fridays for Regenwürmer,

interessiert aber keinen.

Es hängt alles zusammen

Die europäische Landwirtschaft muss mit billigen Verfahren dafür Sorge tragen, dass immer mehr und günstiger produziert wird. Der Überschuss wird dann z. B. nach Afrika exportiert, wo die holländische Tomate und deutsche Gurke weniger kostet als die einheimischen. Wegen solchen Auswüchsen sind auch Handelsabkommen wie MERCOSUR vollkommen überflüssig und kontraproduktiv.

raus in die Natur und genau hingucken

unbehandelter Apfelbaum: in diesem Jahr in fast jedem Apfel ein Wurm. Würden Sie das kaufen?
Die Äpfel kann man leider weder verkaufen noch aufheben, also wegschmeissen. Das rechnet sich nicht! Wenn deshalb niemand die Streuobstwiese pflegt, ist dem Naturschutz auch nicht gedient.
Es gibt neben bösem Gift und nichts tun auch angemessenen Pflanzenschutz, der Erträge sichert und Natur schützt.
Liebe Städter, geht doch einfach mal raus in die Natur und guckt Euch Blühstreifen, Lerchenfenster, Feldhecken und Eidechsenhaufen an!

Der Strom kommt aus der Steckdose...

Und die Lebensmittel aus dem Supermarkt. Ich habe mich durch die Kommentare gelesen und bin fast vom Glauben abgefallen. Gift. Gülle. Agrarindustrie! Glyfosat. Landwirte die gegen die Natur arbeiten.
Und lauter gute Menschen die nur Bio kaufen und hoffen dass es diesen unmoralischen geldgeilen umweltvergiftenden bienenkillern von Bauern an den Kragen geht. Als ich ein Kind war gab es in unserem Dorf noch gut 50 Bauern mit Mischbetrieben. Heute bin ich einer von 5en. Strukturwandel ist das Stichwort.
Wir sind nicht mehr viele und meinen Hof werde ich nicht an meine Kinder übergeben. Zu viel undankbare Arbeit für ein bisschen Geld. Ich produziere für eine Bevölkerung die meinem Berufsstand vorwirft nicht mit der Natur zu arbeiten. Für Menschen die selbst keinen Bezug mehr zu der Produktion von Lebensmitteln haben. Eine Generation die im Überfluss lebt der zu Zeiten meines Großvaters unvorstellbar war. Eine Schicht der Gesellschaft die ihren Ablass im biomarkt bezahlt.Tja. Alles Experten

@Rebrubu um 20:47 von

"... ich habe grüne Kreuze und ich fühle mich bestätigt, wenn ich diese zahlr. Kommentare hier lese. Die Landwirtsch. hat ein unwirkl. Bild bei Ihnen."

Nicht wirklich. Viele Verbraucher sind gut informiert. Viele wissen, dass Milchbauern v. den Molkereien nur 24 Ct/Liter (jetzt 30 ct) bekamen, der Hauptgrund, warum rund 4000 Milchb. ihr Milchvieh abgesch. haben, u. manche Bauern ihre Höfe sogar an Invest. verkauften. Hier müsste die Politik einschreiten, denn gerade Großmolkereien wie Müller u.a., die mit fast schon mafiösen Erpressermeth. ihrer Gewinnsucht frönen, müssten zu höh. Mindestpr. gezw. werden, die es d. Bauern erl. d. Betriebe zu halten.
Für die gewissenlose Überdüng. sind aber weder Molkereien, noch d. Verbr. verantwortlich.

"Wissen sie eig., dass der Markt für BIO-Pr. gesättigt ist? Das Bio-Äpfel schon als norm. Ware ins Ausland verk. werden?"

Wenn d. Bed. i. ein. Sektor gedeckt ist, dann muss man Nischen finden. Z.B. Bio-Kompott. Die Bauern müssen innovativer werden.

Planzenschutz im Weinberg

Im Weinberg werden v. A. Echter und falscher Mehltau bekämpft. Im konventionellen Anbau wird zwischen 6 und 8 mal appliziert. Im ökologischen Anbau idr häufiger.

@Waldimir

Chinesische Konzerne stehen nicht über dem chinesischen Gesetz. Um die anderer Länder hat sich China selten Sorgen gemacht.

Tja, alles Schuld der Bauern?

Nehmen wir ein Beispiel: ein Kaffee-Bauer erhält 5% vom Endpreis, 83% des Erlöses bleiben bei uns hängen (Röster, Großhandel, Einzelhandel). Und ein Bauer bei uns bekommt auch nur ganz wenig für seine Produkte. Allein deshalb hat er keinen Spielraum für aufwändige Umweltinvestitionen. Auf den Bauern wird rumgehackt, nicht aber auf dem Ausbeutungssystem. Wenn der Bauer 30 Cent pro Liter Milch erhält, dann kann er damit nix verdienen.
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Wann wird denn endlich das Gewinnmaximierungsprinzip in den Fokus gerückt? Das ist es doch, welches Arbeit unterbezahlt und Kapitalinteressen präferiert!
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Würden die Bauern fair bezahlt, bliebe Luft für ökologisches Handeln.

Polit-Observer um 21:37

"Wenn Sie es wünschen, dann vermittele ich Ihnen ein 4- wöchiges Praktikum auf einem mittelbäuerlichen Milchviehbetrieb."

Mich würde eher der "mittel-" bis "großbäuerliche" Hänchenmastbetr. interessieren, der die dichtgedrängt stehenden/pickenden (gehen ist da wegen der Gewinnopt. nicht immer möglich - der Betrieb muss sich ja rechnen) Hühner i. d. Bodenhalt. regelwidr. nicht separ. (zu aufwendig), + dann eben ALLE Hühner m. Reserbeantibiotika vollpumpt, + dann eifrig MRE züchtet. Zwar sind auch die Krankenhäuser nicht ganz unbeteiligt an d. Situation, bis vor wenigen Jahren gab es hier nicht (wie i. Holland u.a. Ländern) in jeder Klinik e. Hygiene-Beauftr., der auch die Reinigung von unorthod. Stellen (z.B. Seifensp. in Neugeborenenabt.), an d. sich die i.d. Regel von Pat./Besuch. eingeschl. MRE einnisten können, generalstabsm. organ.

Und da schließt sich der Kreis wieder: Verbr. -> Hant. m. rohem Hühnerfl. -> MRE-Befall -> Operation i. Klinik -> infiz. Wunde -> lebensbedr. Erkrank.

Hört doch mal auf

immer auf den Pflanzenschutz zu schimpfen, er ist Weltweit gesehen der Segen welcher uns die Nahrung sichert.Lest es doch mal nach wie durch Hungersnöte in Europa die Menschen starben oder nach Amerika auswanderten, weil z.B die Kartoffeln durch die Krautfäule Missß Erträge brachten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Hungersn%C3%B6ten

01. Oktober 2019 um 19:18 von Jayray

>> Und es arbeitet sich auch kaum mehr ein Bauer den Rücken krumm! Bei den Zuständen in Viehzucht und der Maschinisierung haben die es nicht mehr schwer. Da haben es Paketboten und Umzug-Helfer weit schwerer. Bürokratie bei Staatshilfen ist Norm. Hartz IV..? <<
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Sie sollten sich mal als Praktikant auf einem Bauernhof bewerben!

Nitrat

Liebe Landwirte hier im Forum, gehen Sie mal zur Wasserbehörde oder zum Wasserversorger. Hören Sie sich da an, wieviele Brunnen noch unter dem deutschen Dumping-Grenzwert belastet sind und wie der Kampf um die halbwegs sauberen Wassermengen läuft, mit denen dann das höher belastete Wasser verschnitten wird.

Und bitte keine Märchen von 40% weniger an Erträgen im Biolandbau.

Das Bioäpfel nicht abgenommen werden liegt vielleicht nicht am Konsumenten, sondern am Handel? Ich finde jedenfalls regelmäßig nur noch vergiftete Waren im Laden. Bioäpfel muss ich aber derzeit auch nicht kaufen. Die hängen im Garten.

Natürlich sind ...

Bauern nicht nur Umweltzerstörer oder Tierquäler! Natürlich sind Bauern nicht ohne weiteres Umwelt- oder Tierschützer! ... Das Problem liegt im System und den oft von außen aufgeprägten Bedingungen unter denen heutzutage, dem Profit geschuldet, Landwirtschaft zu betreiben ist. Bis hin zur Selbstaufgabe!

Ändern können das weder die Bauern für sich allein, noch dies zunehmend kritisch sehende Verbraucher, die die Schuld einseitig bei den Bauern vermuten! Denn solange wie in den entscheidenden politischen Kremien die Macht der Großbauern die entscheidende ist, wird sich auch nichts politisch bewegen. ... Ich kann den Bauern nur eines zurufen! ... Höhrt auf zu schmollen, und versucht stadtdessen zusammen mit den Verbrauchern das System zu ändern. Protestiert nicht gegen protestierende Verbraucher, sondern zusammen mit Ihnen! Anderenfalls wird sich nichts ändern!

01. Oktober 2019 um 19:00 von fathaland slim

Danke für Ihre Kommentare, Sie zählen zu den Wenigen die ich in diesem Forum noch ernst nehmen kann.

@nelumbo 22:11

Dass die chines. Führung aber selbst die laschen Gesetze selten o. nur widerwillig anw., liegt daran, dass dem heiligen Staatsziel - nämlich die Beibehaltung eines hohen Wachstums - alles andere untergeordnet wird.

Zwar musste selbst die Regierung zugeben, dass die guten Zeiten mit 9% - 10% Wachstum (2010/2011) vorbei sind, und hantiert wohl aktuell mit geschönten Zahlen (6,57%, 2018), aber Experten schätzen, dass real immer noch 4 o. 5% erreicht werden.
Und um wenigstens das zu halten, interessiert es dort fast niemanden, ob chines. Produkte mit Giftst. durchsetzt sind, dass selbst Spielzeug für Kinder Schadstoffe enthält, und dass in Peking u. a. Städten Dauersmog herrscht.
Und nun wird auch noch die Fleischindustrie massiv ausgebaut, weil die Chinesen auf d. Geschmack gek. sind. Die Schweine u. Rinder werden wiederum mit Soja gefüttert, das seit Trumps Handelskr. nun zu 75% aus Brasilien kommt, u. für das dort der Regenwald gerodet wird.
Das Klima kommt in CHN erst an 4. Stelle.

01. Oktober 2019 um 18:43 von DerVaihinger

Danke für Ihren Beitrag, Sie sind einer der Wenigen den ich in diesem Forum als menschlichen Menschen bezeichnen würde.

re marla56

"Ich bedaure das sehr, dass so viele hier sich so negativ über unsere Landwirtschaft äußern. Scheinbar wirkt die jahrelange Rufschädigung. Landwirte können nur das erzeugen, was nachgefragt wird. Entschieden wird an der Kasse"

Ja, klar. Der Landwirt würde ja gern anders, aber der böse Verbraucher lässt ihn nicht.

So kann man den schwarzen Peter schön hin- und herschieben. Und alles bleibt wie es ist.

Arkenson 21.55

ich kann ihren Frust verstehen und bin auch der Meinung, dass die Schuldzuweisungen an die Landwirte meist unberechtigt, fast immer aber überzogen sind. Aber die guten Menschen, die nur bio kaufen, kaufen natürlich für mehr Geld auch ein reines Gewissen und reichlich Überlegenheitsgefühl . Das kann sich nur nicht Jeder leisten.

@ArbZG

An der Kasse zählt eben immer noch der Preis,

Der Preis ist aber ein falscher Preis, da er die Folgekosten der kurzsichtigen Wirtschaftsweise nicht einpreist. Beispiel Antibiotikaeinsatz. Ja, ich weiß, dass Landwirte bestreiten, vorsorglich Antibiotika zu geben, und dass das auch verboten ist. Interessiert viele aber nicht. So, was kostet es nun, neue Antibiotika für die Humanmedizin zu entwickeln, weil gegen die bisherigen (auch aufgrund ihres landwirtschaftlichen Einsatzes) immer mehr Resistenzen auftreten? Was kosten Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die das Nitrat aus dem Wasser holen? Und so weiter, und so weiter.

Das müsste eigentlich in die Lebensmittelpreise mit rein, und wenn man das macht, dann sind sie auch nicht mehr teurer als nachhaltig angebaute Lebensmittel. Das heißt, man muss gar nicht mehr subventionieren, sondern nur anders ...

01. Oktober 2019 um 19:49 von Jayray

Danke, Sie haben mir den Abend gerettet.
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Ich finde es sehr lustig, dass Sie bei diesem Thema den User Fathaland Slim belehren wollen.

01. Oktober 2019 um 19:30 von rossundreiter

Von was würden Sie sich denn ohne Bauern ernähren? Die Milch kommt nicht aus der Steckdose und das Korn fällt nicht vom Himmel!

re deutlich

"Aber die guten Menschen, die nur bio kaufen, kaufen natürlich für mehr Geld auch ein reines Gewissen und reichlich Überlegenheitsgefühl"

Vor allem sichern sie das Einkommen der Landwirte, die nicht daran glauben, dass sie immer größere Mastställe bauen und immer mehr Gülle und Glyphosat ausbringen müssen.

Schau an, die gibt es auch.

@fathaland slim um 20:34

"Glyphosat ist kein Insekten-, sondern ein Unkrautvernichtungsmittel."

Das ist richtig. In der Broschüre zum "Aktionsprogramm Insektenschutz" des BMU liest sich das übrigens so:
"Pflanzenschutzmittel und Biozide (Pestizide), die beide zur Bekämpfung von schädlichen Organismen angewendet werden, können, auch wenn sie zugelassen sind, negative Auswirkungen auch auf Insekten haben, die nicht zu den Zielorganismen gehören."

Deshalb betreibt das BMU nun (gerade) auch die Reduzierung der Glyphosat-Austräge.

Die negativen Auswirkung sind bei Glyph. nämlich indirekter Natur.
Wieder BMU:
"Glyphosat ist ein mengen- und flächenmäßig besonders bedeutendes und verbreitet angewendetes Pflanzenschutzmittel. Es hemmt in allen grünen Pflanzen die Synthese bestimmter Aminosäuren, die für das Wachstum essenziell sind, und tötet die Pflanzen vollständig ab. Breitbandherbizide wie Glyphosat BESEITIGEN DAHER AUCH PFLANZEN, auf die viele INSEKTENARTEN als Nahrungsgrundlage ANGEWIESEN sind."

Es gibt ja schon viele "

Es gibt ja schon viele " Bio-Produkte ", die auch immer stärker nachgefragt werden. Trotzdem: Letzlich entscheidet der Käufer und der ist, was Lebensmittel angeht, in Deutschland geizig. So ist der Anteil des Einkommens, der für Lebensmittel ausgegeben wird in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesunken. Betrug er Mitte des letzten Jahrhunderts noch über 30 % sind es heutzutage nur noch etwa 11 %.

22:52 von karwandler

re deutlich

"Aber die guten Menschen, die nur bio kaufen, kaufen natürlich für mehr Geld auch ein reines Gewissen und reichlich Überlegenheitsgefühl"

Vor allem sichern sie das Einkommen der Landwirte, die nicht daran glauben, dass sie immer größere Mastställe bauen und immer mehr Gülle und Glyphosat ausbringen müssen.

Schau an, die gibt es auch.
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Und Sie sind sicher, das die hiesigen Bioerzeugnisse, alle Bio erwirtschaftet werden.
*
Wie bei den teueren maschinen- und handgepulten Krabben?
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(zumindest deutsche Maschinen gibt es nicht mehr)

re kein einstein (aber echt)

"01. Oktober 2019 um 19:30 von rossundreiter

Von was würden Sie sich denn ohne Bauern ernähren? Die Milch kommt nicht aus der Steckdose und das Korn fällt nicht vom Himmel!"

Das ist ja wohl höchst einfältig polemisiert.

Der casus knacktus ist nicht, DASS Lebensmittel produziert werden, sondern WIE.

Die strängerenAuflagen

sind ja nicht unbegründet.Auch ich möchte gutes Warenangebot von den Landwirten erhalten.Und in sofern glaube ich auch das am Ende der Landwirt auch davon als Erzeuger profitiert.

35h vs. 80h Woche

Aus dem sicheren tariflich geregelten Angestellten Verhältnis lässt es sich so natürlich leicht argumentieren. Die nächste Tarifrunde kommt bestimmt und ohne weiteres Zutun. Und die Tomaten, die Äpfel und die Paprika im Aldi - ob das jetzt aus Spanien, Neuseeland oder Marokko kommt, wen interessiert das schon - hauptsache billig und ohne Fehlstellen- ich bezahle ja schließlich mit meinem "hart" erarbeiteten Geld dafür...
Bei dem Obst und Gemüse aus dem Ausland ist es mir dann auch egal ob das gespritzt wurde. Nur hier vor meiner Haustüre möchte ich das nicht.
Wieviel Arbeit, Mühe und Herzblut in den für euch produzierten Lebensmitteln steckt, sieht doch in diesem Forum keiner mehr.
Ihr solltet euch schämen die Landwirtschaft so darzustellen!

@keineinstein, 22:52

Was soll das denn heißen, "ohne Bauern"?

Ich habe nicht geschrieben, es soll gar keine Bauern geben, sondern dass es zu viele gibt. Gerade in Deutschland.

Warum müsste der Staat sie sonst millionenschwer subventionieren?

Das war kein "einsteinreifer" Kommentar von Ihnen.

Wer will das...?

Immer mehr kleinere und mittelständische Landwirtschaftsbetriebe (Bauern) sind inzwischen an den Rand ihrer Existenzfähigkeit gedrängt worden. Durch immer mehr EU-Vorgaben und lebensmittelrechtliche Erzeugerbestimmungen, mit unterm Strich teuren Anforderungen (Investitionen) bei teils deutlichen Ertragseinbußen. Gleichzeitig gewähren die EU und nationale Landwirtschaftsministerien erhebliche Fördermittel und Prämien für Großbetriebe und deren Output = Effizienz.
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Hier stimmt die Balance bei den Gesetzesgrundlagen und Förderkriterien längst nicht mehr. Denn hinzu kommt noch, daß - im Gegensatz zu Großbetrieben - kleinere Betriebe mit dem Einkaufspreisdumping der Grossisten (Lebensmittelhandel u. Verarbeiter) längst nicht mehr mithalten können. Die Folgen sind ein Aussterben kleinerer Produktionseinheiten (Landschaftspflege), deren Abdriften in "halbseiden-profitablere" Produktionsmethoden, oder ein Ausverkauf an einige wenige Großbetriebe... ohne jede ökologische Eigenverantwortung.

@ Kein Einstein, um 22:52

re 19:30 rossundreiter

“Die Milch kommt nicht aus der Steckdose...“

Jedes Kind weiß, dass dort der Strom herkommt. Milch kommt aus der Tüte. Und Körner fallen in Eisform sehr wohl vom Himmel :-).

Darstellung: