Ihre Meinung zu: Das Strache-Video und die politischen Folgen - ein Überblick

27. September 2019 - 18:26 Uhr

"Verstörend" - mit diesem Wort beschrieb Österreichs Bundespräsident Van der Bellen das Video, das den FPÖ-Chef und Vizekanzler Strache auf Ibiza zeigt. Clemens Verenkotte gibt einen Überblick über die Folgen des Skandals.

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Kommentare

Er hat sich angedient

Strache ist einer mutmaßlichen Oligarchen-Nichte auf den Leim gegangen, weil er sich Vorteile für sich und seine rechte Partei versprach (z. B. illegale Parteifinanzierung). Er hat sich regelrecht angedient. Die Mächtigen und ihre Interessen sind den rechten Parteien wichtiger als das Volk.
Das ist etwas, was ich den Konservativen und Nationalen echt ankreide.

Eine gute Regierung

Kann nicht einfach die angesehene Experten-Regierung im Amt bleiben? Besser als die Rechts-Nationalen.

Die SPÖ wird vom Wähler die

Die SPÖ wird vom Wähler die Quittung bekommen, weil man aus eigenem Machtkalkül beim Misstrauensvotum mit den Rechten gemeinsame Sache gegen Kurz gemacht hat.
Die starken Umfrageergebnisse von Kurz zeigen deutlich, dass den Wähler Sozialdemokraten im Bett der Rechten anwidern

Das gute Recht der Opposition

@ berelsbub:
Die SPÖ wird vom Wähler die Quittung bekommen, weil man aus eigenem Machtkalkül beim Misstrauensvotum mit den Rechten gemeinsame Sache gegen Kurz gemacht hat.

Das war das gute Recht der SPÖ als Opposition. Weshalb hätte man Nachsicht mit Kurz haben sollen?

Rot-Grün

Ich wünsche dem österreichischen Volk eine knappe rot-grüne Mehrheit.

ein Lehrbeispiel dafür

was von den Rechtspopulisten in der Regierung zu erwarten ist. Korruption, Betrug, gegenseitige Rückendeckung und Vertuschung, letztlich auch Landesverrat. Ist man ertappt, geriert man sich als Opfer einer "schmutzigen Kampagne", lügt noch dreister als vorher und schiebt die Schuld auf alles und jeden, nur selbst Verantwortung übernehmen, dazu hat man nicht das Formet.

Diese Art Charakter ist kriminell, geprägt von Egoismus und Machtgier, menschenverachtend in den Einstellungen und rücksichtslos im Vorgehen, und das zeigt sich im Laufe der Geschichte alle paar Jahrzehnte aufs neue.

egal

Ist doch alles nur gesteuerter Schwachsinn. Solange Politiker nicht permanent eine Kamera auf der Schulter haben kann man denen eh nichts glauben.

Kurz wird keinen Augenblick

Kurz wird keinen Augenblick mit der Wimper zucken und die fpö wieder ins Koalitionsbett holen, wenn es keine andere Koalition gibt, die ihm die Macht sichert. Es gab selten einen Politiker, bei dem Auftreten und politischer Machtwille so auseinanderklaffen: einerseits das gute Knigge-Benehmen, die höflichen Diener und das smarte Schwiegersohnimage und andererseits knallharte Machtpolitik schon in der eigenen Partei övp, die er entkernt hat und zur Wahlliste Kurz verkümmern ließ, um dann lupenreine rechtspopulistische Politik mit dem auf allen Politikfeldern instrumentalisierten Sündenbock "Der Flüchtling ist schuld" zu betreiben. Ich hoffe, dass viele Österreicher*innen das durchschaut haben, dass Kurz da dem Machtinstinkt Straches in nichts nachsteht, der bei der Durchsetzung nicht Freund noch Feind und erst recht keine moralischen politischen Maßstäbe kennt. Die Erinnerung an das Video hilft da hoffentlich der ein oder dem anderen.

Keine Ahnung ob das Video Einfluß hatte.

Am Sonntag Abend - spätestens am Montag Morgen kenne wir das Wahlergebnis.
Und die Österreicher werden das Parlament gewählt haben, das sie verdienen.

Die österreichischen Grünen

Die österreichischen Grünen täten gut daran, klarer zu machen, dass sie auf keinen Fall mit Kurz in eine Regierungskoalition gehen: Die Grünen sollten deutlich machen, dass man sich für die Fortführung der Kanzlerinschaft von Brigitte Bierlein ausspricht und für diesen Fall auch in eine Regierung eintreten würde, wenn die notwendigen klima- und umweltpolitischen Leitlinien und eine humane Flüchtlingspolitik die Handschrift des Koalitionsvertrages mitbestimmen.

20:07, berelsbub

>>
Die SPÖ wird vom Wähler die Quittung bekommen, weil man aus eigenem Machtkalkül beim Misstrauensvotum mit den Rechten gemeinsame Sache gegen Kurz gemacht hat.
Die starken Umfrageergebnisse von Kurz zeigen deutlich, dass den Wähler Sozialdemokraten im Bett der Rechten anwidern.<<

Kurz ist auch ein Rechter.

Für mich ist Ö. das

Für mich ist Ö. das Paradebeispiel dafür, dass die Demokratie und das allgemeine Wahlrecht Auslaufmodelle sind, die in der heutigen Zeit nicht mehr funktionieren und dringend durch etwas anderes ersetzt werden müssen.
Im Interview mit Klenk wird das deutlich: Es gibt nicht nur einen Trend zur Polarisierung, sondern auch die sehr treffende Aussage:
Wir verzeichnen in Österreich eine sehr starke Rückkehr der Parteipropaganda - besonders auf Facebook.[...]
In diesen Medien gibt es eine andere Erzählung über das "Ibiza-Video", nämlich die von einem Attentat aus dem Ausland, vom armen Strache, der ja eigentlich so ausschaut wie viele seiner Wähler,[...]

So funktioniert das heute: Hunderttausende leben in alternativen Realitäten und sind von der wahren Realität nicht mehr erreichbar.
Ungeeignet, an Wahlen teilnehmen zu können, keine Wahlreife. Leider wird erst Schlimmes passieren müssen, ehe sich diese Erkenntnis durchsetzen wird.

Warum wird das Bild des Lockvogels

Warum wird das Bild des Lockvogels bei uns immer noch verpixelt dargestellt, während das in allen europäischen Qualitätsmedien nicht der Fall ist? Hat man Angst,dass diese IM enttarnt wird?
Wenn man schon etwas "brisantes" aufdecken will, sollte man mit offenem Visier auftreten. Das gilt auch für den sogenannten "Rezo"!

Quittung für die SPÖ

Bei der Wählerstruktur der SPÖ wird sie zurecht die Quittung bekommen wegen der gemeinsame Sache mit den Rechten gegen Kurz. Diese Dummheit werden die Wähler nicht verzeihen. Und zurecht.

Kurz' Aufkaufen der Medien macht sich bezahlt.

Strache redete in dem Video.
Als es bekannt wurde, hatte Kurz - genauer seine Freunde - schon gehandelt.
Sie haben begonnen, diese "Vorschläge" in dem Ibiza-Video umzusetzen.
Vom Einsteigen bei der Kronenzeitung bis zum Feuern des unliebsamen Chefs - das hat die ÖVP bzw. Kurz zu diesem Zeitpunkt schon umgesetzt.

Die überhöhten Wahlkampfspenden und entsprechende gesetzliche Änderungen zugunsten von Spendern entsprechen ebenfalls den Angeboten im Ibiza-Video.

Kurz lügt zudem wie gedruckt. Das auf den ersten Blick merkwürdige: Das scheint ihm nicht zu schaden.
Auf den 2. Blick allerdings kann man feststellen, dass das die breite Öffentlichkeit offensichtlich gar nicht mitbekommt, dank der (fehlenden) Presse.

Eine Hand wäscht die andere...

Das Pech der Rechtspopulisten besteht meiner Meinung nach darin, dass sie sich mit den Medien in einer Art Kriegszustand befinden. Die Falle war gut und hat funktioniert. Aber sie wäre sicherlich auch bei den Politikern anderer Parteien wirksam gewesen, die nicht im Fokus der Medien stehen.

Ich bin auch der Meinung

das die SPÖ am kommenden Sonntag die Quittung für ihr Wahlverhalten bekommt. Als Wahlsieger sehe ich Sebastian Kurz . Neuer und alter Kanzler Österreichs.

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