Ihre Meinung zu: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strache

26. September 2019 - 13:56 Uhr

Er soll versucht haben, private Ausgaben über seine Partei abzurechnen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen Ex-FPÖ-Chef Strache und zwei seiner Mitarbeiter. Von Clemens Verenkotte.

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Kommentare

die Terminwahl, wird wohl nicht ganz unbeabsichtigt gewählt sein

Für die FPÖ kommen die jüngsten Entwicklungen rund um ihren ehemaligen Parteichef wenige Tage vor den Nationalratswahlen am Sonntag zur Unzeit.

Strache wollte also nicht nur

Strache wollte also nicht nur sein Land an ausländische Oligarchen verkaufen, er hat vermutlich auch seine eigene Partei betrogen.

Wie konnte dieser Mann den Parteivorsitz in der FPÖ erhalten? Dabei will diese Partei doch gegen Korruption sein.

Abzuwarten

Vielleicht stellt sich ja heraus, daß es nicht so verkehrt ist, einen 'Schmutzkübel' mit einer 'Schmutzkübelkampagne' zu entlarven.

Schmutzkübel

Hexenjagd und Schmutzkübel. Die Rechten sind schnell dabei, Kraftausdrücke zu erfinden für Ihre Opferrolle. Es wird ruhig werden um Strache. Er wird tatsächlich Opfer sein. Bauernopfer für die FPÖ. Denn das Korrupte Strachemodell ist natürlich nicht das FPÖ Modell. oder?

Schmutzkübelkampagne

Ich verstehe, dass das dem Mann stinkt.

Aber schließlich hat er ja selber erst den Kübel mit Dreck gefüllt, in dem er jetzt bis zum Halse steckt. Ein Selfmademan, kein Kampagnenopfer.

Man mags kaum glauben, aber selbst bei ihm gilt die Unschuldsvermutung.

Tricks und Manipulation

Was für ein Zufall...
Eine Woche vor der nächsten Wahl wieder eine Strache-Untersuchung, ein Leibwächter, vielleicht ein Video.
Das die Wähler auf solche durchsichtigen Tricks nicht reinfallen, sah man bei der letzten Wahl beim guten Abschneiden der FPÖ.
Dasselbe macht man übrigens auch in Dtl.

@Sisyphos 15:04

Mein Mitlied hält sich da doch in Grenzen. Die FPÖ ist schon selber Schuld und kann sich bei H C Strache bedanken. Es ist ein Beweis wo es hinführt wenn man Rechtspopulisten und Nationalisten an die Regierung lässt.

15:04 von Sisyphos3

"die Terminwahl, wird wohl nicht ganz unbeabsichtigt gewählt sein
Für die FPÖ kommen die jüngsten Entwicklungen rund um ihren ehemaligen Parteichef wenige Tage vor den Nationalratswahlen am Sonntag zur Unzeit."

Wer weiß. Nur wann ist der richtige Zeitpunkt bis Oberkante Unterlippe im Schmutzkübel zu stecken, dem selbstgefüllten wohlgemerkt?

Hofer kann ihm gefährlich werden.

Die Aufteilung zwischen Kickl und Hofer ist, dass Kickl den Scharfmacher für die Blutrünstigen gibt und Hofer den Saubermann für die Biedermänner.

Das Statement von Hofer zeigt klar, in wessen "Ressort" der Fall Strache (als solches kann man HGStrache innerhalb der österreichischen Politik bestenfalls noch bezeichnen) liegt.

Und Hofers anzunehmende Rücksichtnahme angesichts des Wahlkampfes? Zero...

@ YVH um 15:08

Sie schrieben:
"Strache wollte also nicht nur sein Land an ausländische Oligarchen verkaufen, er hat vermutlich auch seine eigene Partei betrogen.

Wie konnte dieser Mann den Parteivorsitz in der FPÖ erhalten? Dabei will diese Partei doch gegen Korruption sein."
Erstens gibt es mittlerweile von den beiden "Journalisten" der SZ, welche das Ibiza-Video von den kriminellen Machern gekauft haben, ein Buch. In dem werden nicht nur 5 ausgewählte Minuten, sondern der ganze Abend beleuchtet. Und was sagt Strache da wohl immer wieder? Dass Korruption und illegale Sachen mit ihm nicht zu machen sind, obwohl ihn die vermeintliche "Oligarchin" immer wieder in diese Richtung zu drängen versucht.
Zweitens wurden große Teile genau die Zeitung, von der im Ibiza-Video die Rede ist, kurze Zeit später von ÖVPnahen Kreisen gekauft.
Drittens behaupten auch die Grünen gegen Korruption zu sein und haben in Wien gerade einen ganz dicken Skandal an der Backe.

Es ist nur gut,.......

daß nicht bekannt ist, wieviele "gesetzestreue" Bürger in Deutschland bei den Spesenabrechnungen oder bei den Werbungskosten in der Steuererklärung betrügen! Ob Strache gleich sein Land an einen ausländischen Oligarchen verkaufen wollte, nur weil er gegen eine entsprechende Parteispende einen Staatsauftrag in Aussicht stellte? Sein Fehler war nur, daß er sich erwischen ließ, was wiederum zeigt, daß er für höhere Ämter sicher nicht geeignet gewesen wäre. Ich bin sicher, daß auch in Deutschland und in anderen Staaten entsprechende Vereinbarungen abgewickelt werden, nur die wurden eben bisher nicht aufgedeckt!

Auch im Fall Strache gilt

Auch im Fall Strache gilt zunächst einmal die Unschuldsvermutung. Sollten sich die Vorwürfe aber bewahrheiten, wäre dies ein kaum wiedergutzumachender Vertrauensverlust - für Strache und die FPÖ. Keine guten Zeiten für Rechtspopulisten jedenfalls - egal ob Trump, Salvini, Johnson oder jetzt Strache. Sie alle haben die Politik in eine Vertrauenskrise gestürzt.

Passend platziert

Das wird den Rechten nicht gefallen können. Bin mal gespannt, wie der Strache und die FPÖ baldigst in die Opferrolle navigieren werden. Die Schmutzkübel-Idee ist nur ein erster Ansatz, der noch nicht so richtig klappt. Auf diesen Haken darf man gespannt sein!

Da ist der Österreicher

Da ist der Österreicher Strache dem US-Amerikaner Trump mal einen Schritt voraus: Während in Österreich die Justiz ihre Arbeit schon verrichtet, wartet man bei Trump noch auf offizielle Anklagen und Verfahren. Wo Strache von "Schmutzkübelkampagne" spricht, redet Trump von der größten teuflischen Aktion, die je gegen einen Präsidenten in den USA, wahrscheinlich sogar in der ganzen Welt, verübt worden sei. Eine gewisse Ähnlichkeit im Persönlichkeitsprofil lässt sich da schon erkennen.

Ehrenwort

Er wird es sicher geben...

Im ernst, wer hat den nach dem Ibiza-Auftritt erwartet, Strache sei sonst korrekt?

kaum

"Sollten sich die Vorwürfe aber bewahrheiten, wäre dies ein kaum wiedergutzumachender Vertrauensverlust - für Strache und die FPÖ. "
Dies ist ein Satz, der sicherlich für "normale" Menschen gilt, nicht aber für Wähler von rechtsextremen Parteien wie der FPÖ oder der AfD. Diese leben in Parallelwelten, in denen nichts, aber auch gar nichts, sie vom Gegenteil ihrer kruden Weltanschauung überzeugen kann, und von der "rechten Gesinnung" (im besten Sinne gemeint) ihrer Idole.

Macht lädt zum Missbrauch ein

und so manchen muß man nicht mal darum bitten. Was passiert ohne Gewaltenteilung, oder wenn der Hund die Wurst bewacht?

Relativierung und Whataboutism

Zu: 16:56 Uhr von Spirit of 1492

1. Das von Ihnen erwähnte Buch ist seit etwa 6 Wochen auf dem Markt. Ich halte aber für fraglich, dass Sie das Buch gelesen haben sondern eher den Stellungnahmen von Herrn Strache dazu folgen, darauf lässt Ihre Wortwahl schließen.

2. Da niemand die "Macher" des Videoabends kennt, wieso können diese Personen als "kriminell" bezeichnet werden? Tja, warum nur sind die Herren Saubermänner Strache und Gudenus zurück getreten, wenn beide "nur" unschuldige Opfer sind?

3. Warum flirteten die gestandenen Herren Strache (Vizekanzler!) und Gudenus lustig weiter, als ihnen wiederholt kriminelle Anträge unterbreitet wurden? Zuviel Alkohol und sogar Drogen waren doch gar nicht angesagt.

4. Warum steht die saubere Recht-und-Ordnung-Partei FPÖ mit weißer Weste da, nur weil andere Pareien aktuell mit Skandalen konfrontiert sind. Dürfen alle dann böse und unsauber sein? Hatten die österreichischen Grünen jüngst Regierungsverantwortung? Eben: typischer Whataboutism.

16:56 von Spirit of 1492

<< gibt es mittlerweile von den beiden "Journalisten" der SZ, welche das Ibiza-Video von den kriminellen Machern gekauft haben, ein Buch. In dem werden nicht nur 5 ausgewählte Minuten, sondern der ganze Abend beleuchtet. Und was sagt Strache da wohl immer wieder? Dass Korruption und illegale Sachen mit ihm nicht zu machen sind, obwohl ihn die vermeintliche "Oligarchin" immer wieder in diese Richtung zu drängen versucht. >>

Nö, umgekehrt.
taz, die das Buch referiert:

"Strache versuchte daher, seine großsprecherischen Geschäftsideen als „b’soffene G’schicht’“ zu verharmlosen. Seine Einladung zur Korruption sei aus dem Zusammenhang gerissen.
Genau das wird in dem Buch der beiden Autoren von der Süddeutschen Zeitung widerlegt. Den ganzen Abend war Strache immer wieder auf sein zentrales Anliegen zurückgekommen: Die vermeintliche Oligarchin solle die Kronen Zeitung, Österreichs einflussreichstes Boulevardblatt, kaufen und der FPÖ durch freundliche Berichte erstattung ins Bundeskanzleramt

Ich denke all das

wird an einer erfolgreichen Wahl von S.Kurz nicht mehr ändern. Da können noch so viele Schmutzkübel ausgegossen werden.

Was Strache ankündigte, hat Kurz gemacht.

@15:08 von YVH
Das gilt genauso für die ÖVP.
Man sollte Kurz den Prozess machen:
– Er hat - wie von Strache angesprochen, die Kronenzeitung von einem Freund übernehmen lassen (Benzko).
– Er hat - wie von Strache angekündigt, den zu liberalen Chef entlassen lassen.
– Er hat- wie von Strache gewünscht, illegale Parteispenden gesammelt. Allerdings clever verschleiert.
Seine Lügenvorwürfe gegen die anderen hat Kontrast.at hier zusammengestellt:
24 Unwahrheiten im Faktencheck:
"https://kontrast.at/sebastian-kurz-ibiza-balkanroute-faktencheck/"

@wie- 21.10

Hatten die österreichischen Grünen jüngst Regierungsverantwortung? Eben: typischer Whataboutism."
Hatten sie, in Wien. Und um die Bau- und Krankenhausskandale geht's. Könnte man nachlesen, wie und sofern man will.

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