Kommentare

Spionage

Unter Obama wurde man schon abgehört, nun sowas von Airbus, die Angst müssen wir aber von China haben ausspioniert zu werden?

Was soll man mit BW

Was soll man mit BW dokumenten anfangen?
Sich über bekloppte Ausschreibungsmodalitäten belustigen: ihr zahlt vorkasse, wir liefern spät bis garnicht?

Ich würde da nicht von

Ich würde da nicht von Spionage sprechen.
Bei den Unterlagen handelt es sich um Kundendaten. Die Bundeswehr ist Kunde bei Airbus, also keine großen Geheimnisse.
Geplante Anschaffungen werde für gewöhnlich ausgeschrieben, sind dann auch kein großes Geheimnis.
Jetzt im Planungs-Vorfeld kann man höchstens von illegaler Datenbeschaffung sprechen, um sich vermutlich dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, was verboten ist.
Airbus ist immerhin ein europäisches Projekt und auch tätig im Bereich Military, Defence oder Helicopters. Und meines Wissens noch nicht unterwandert von chinesischen Investoren, dem CIA, KGB/Erdogan, oder wem auch immer.

@ 09:13 von Superschlau

Sehe ich ähnlich.
Wir planen ein neues Kommunikations- und Sicherheitssystem und wollen da bald was beschaffen?
Was für eine Nachricht. Nach der Ausschreibung wissen es alle.

Mit diesem Informationsgehalt...

...bleibt die Meldung vorerst ziemlich wertlos.
Zumal man sich fragt, was es bei den Beschaffungsabsichten der BW groß auszuspionieren gibt...

BW-Daten? Airbus wird sich

doch nicht sowas abgeben. Ein High-Technik-Konzern kann mit Daten einer maroden Einrichtung wie die BW eine ist, doch gar nichts anfangen.
Will man etwas abkupfern? Gibt`s nicht.
Will man wissen, wie man in den Führungsetagen der BW denkt? Sollte man auch sein lassen.
Aber...... wenn sich so ein Konzern wie Airbus freiwillig outet, steckt was anderes dahinter. Ganz sicher.

@Superschlau um 09:13Uhr

Volltreffer! Die Wahrheit wird eben nicht gerne gehört bei den Medien oder manchen Foristen. Deswegen wird auch einfach "Geheim" verwendet, obwohl es auch in Deutschland da verschiedene Stufen gibt wie z.B. "vertraulich" oder "VS-Verschlußsache" usw. Am schönsten sind dann Beiträge im Fernsehen, in denen Aufnahmen von Eurofighter-Displays oder den angeblich modernsten U-Booten mit "streng geheim" bezeichnet werden, ohne sich darüber klar zu sein, daß schon mit jedem Export die "Geheimhaltung" gebrochen ist. Wirklich "geheim" sind bestenfalls die Zahlen und Ergebnisse der herstellenden Firmen, aber doch nicht die Ausschreibungskriterien der BW !

Industriefremd

Da merkt man einmal mehr, dass hier viele Foristen eingeschränkte Erfahrungen zu diesem Thema haben.

Um ein Angebot abgeben zu können, benötigt Airbus die Anforderungsdaten an das von der BW gewünschte Produkt. Das sind Daten, die mind. VS-NfD klassifiziert sind, oftmals aber Ü2 relevant. Da steht nicht drin: Wir wollen einen Düsenjäger, sondern ganz genau bis ins kleinste Detail was erfüllt sein muss und daraus lässt sich schließen, was im Jet „drinne“ sein wird und wie es zu bekämpfen ist.

Wenn man jetzt noch bedenkt, wie viele Leiharbeiter bei Airbus tätig sind, bei denen man nicht immer weiß woher die kommen...

Für Airbus birgt es mind. die Gefahr des Vertrauensverlustes. Es ist in jedem Fall eine Sicherheitslücke. Hat im übrigen auch nix mit den Daten an sich zu tun - wenn da nur das Mittagessen der Projektmitarbeiter steht, wäre das schon ein Grund zur Sorge bzgl. anderer Daten.

Späße über das Vertragsgebahren unserer Politik sind dennoch angebracht ;-)

Mehr Fragen als Antworten

Tatsächlich fehlt, wie in einem anderen Beitrag bereits angemerkt, jeder Hinweis darauf, ob und ggf. welcher Geheimhaltungsgrad für die Dokumente galt. Sollten die Dokumente einem Geheimhaltungsgrad unterlegen haben, dürften nur Personen Zugriff haben, welche für den jeweiligen Grad gesondert sicherheitsüberprüft wurden - und dass aus dieser Gruppe gleich eine größere Zahl an Personen an einem solchen Fehltritt beteiligt ist, erscheint sehr unwahrscheinlich.

Ergo kann wohl davon ausgegangen werden, dass es sich mehr oder weniger um normale Betriebsgeheimnisse gehandelt haben dürfte, was die Sache per se zwar nicht besser macht, juristisch aber weitaus "harmloser" ist. Letztlich ist davon auszugehen, dass dort von einigen Leuten nicht mit der gebotenen Sorgfalt agiert wurde. Positiv anzumerken ist jedoch, dass die Schlamperei intern aufgedeckt UND nicht unter den Teppich gekehrt wurde, was sonst wohl des Öfteren passieren dürfte.

Dennoch bleiben viele Fragen offen ...

11:49 von SelbstDenker90

Besser kann man es nicht erklären, danke! Die BW ist insgesamt sehr lasch geworden, was Sicherheit angeht. Es werden SAP Projekte von Beratern und Entwickler betreut, die sicherlich nicht im erforderlichen Maße Sicherheitsüberprüft wurden. Insofern, wundert es mich auch nicht, dass es bei Airbus nicht anders ist. Ich erinnere mich an meine Dienstzeit, als ich nicht in Ostblockstaaten reisen durfte und mein faniliäres Umfeld auch überprüft wurde, was ich durchaus richtig fand.

Old lästervogel

"ber...... wenn sich so ein Konzern wie Airbus freiwillig outet, steckt was anderes dahinter. Ganz sicher."
Genau. Die wollen nicht mehr für den problemkunden bw arbeiten. So wie es viele bahnhersteller gibt, die lieber mit öbb, sncf,... arbeiten, als mit der unfähigen db.

Spionage

Einfache Kiste:
Je nach Höhe des entstandenen Schadens Klage erheben.

Dokumentenmißbrauch bei Airbus ?

Wenn sich diese Leute Unterlagen aus dem Bereich "Bundeswehr " beschaffen konnten bleibt doch nur die Frage : Wer ist denn dann der wirklich Dumme ? Da ja die technischen Ausfälle , je nach Waffengattung, bis zu 100 % betragen, ist doch klar wer der Dumme ist. Nur bezahlen muss es der Steuerzahler und mein Dank geht dafür an die Politik!

@Superschlau

Als Witz ganz schön. Aber die Bundeswehr ist wie die DB ein zu großer Player am europäischen Markt und die deutsche Politik hat einen zu großen Einfluss auf die europäische Politik als dass man es sich als europäisches Konsortium Airbus damit mutwillig und vorsätzlich verscherzen dürfte.
Dass die staatliche Infrastruktur in Deutschland im zivilen wie im militärischen Bereich zur höheren Ehre der Schwarzen Null kaputt- und totgespart wurde, ist völlig richtig, hat mit diesem Fall aber konkret nichts zu tun.

@SelbstDenker90 hat es hier sehr gut erklärt. Der Vorgang ist daher meiner Meinung nach eher so zu deuten, dass Airbus mit seinem prophylaktischen Selbstouting im Gegenteil guten Wind bei der Bundesregierung machen und seine besondere Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen möchte, damit Aufträge auch in Zukunft hereinkommen. Es könnte anderenfalls ja sonst so sein, dass ein/e JournalistIn die ganze Sache irgendwann ausgräbt und dann würde es erst recht peinlich für Airbus.

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