Ihre Meinung zu: #MeToo: Frauen haben es jetzt noch schwerer

18. September 2019 - 8:51 Uhr

Vor zwei Jahren bezichtigten die ersten Frauen den Film-Produzenten Weinstein des sexuellen Missbrauchs. Es war der Beginn der #MeToo-Debatte. Doch die hat nun Spätfolgen, wie eine neue Studie belegt. Von Julia Kastein.

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Kommentare

Als das aufkam, habe ich

Als das aufkam, habe ich genau das vorhergesagt. Zu viele Frauen kamen mit nicht mehr belegbaren Vorwürfen. Als Mann konnte dich jede Frau irgendwie melden. Das hat den wirklich betroffenen Frauen nicht geholfen. Und nun kommt die Retourkutsche. Von einem Extrem ins nächste .

"Fast die Hälfte der Männer

"Fast die Hälfte der Männer sagte, sie hätten Angst vor unfairen und falschen Anschuldigungen. Und als wir sie gefragt haben, ob sie deshalb lieber keine Frauen mehr einstellen würden, hat ein Viertel 'Ja' gesagt."
#
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Eigentor mit Ansage. Dort wo Frauen und auch Männer durch "sexuelle Dienste" aufsteigen können (Film, Musik & Fashion) hat und wird sich wenig ändern. Im normalen Arbeitsleben haben es jetzt Frauen schwerer eine Stelle zu finden, bei der die Mehrzahl an Mitarbeiter Männer sind.

Nicht ganz verwunderlich.

Irgendwie kann man die (Über-?)Reaktion der männlichen Arbeitgeber oder Mitarbeiter nachvollziehen, denn immerhin hat jeder nicht nur beruflich eine Menge zu verlieren, zumal es zunächst keine Rolle, ob er möglicherweise oder tatsächlich zu Unrecht beschuldigt wird.
Dieser gravierende, weil grundlegende Vertrauensverlust ist - sollte er sich bestätigen - angesichts der offensichtlichen Folgen dennoch äußerst bedauerlich.

Erschreckend ...

... wie viele Männer nicht wissen, was man darf und was nicht. Denn nur so ist zu erklären, dass diese Männer überhaupt Angst haben.

Dass so viele Männer Angst davor haben, zu Unrecht beschuldigt zu werden, kann mir niemand erzählen. Und falls es doch so sein sollte, wäre es wirklich erschreckend, wie viele Männer Angst vor nichts haben.

MeToo: Frauen haben es jetzt noch schwerer

schon bevor die MeToo-Bewegung existierte, stiegen Männer aus dem Fahrstuhl in der Uni Bielefeld aus, wenn zu befürchten war, dass sie allein mit einer Frau waren, aus Angst vor falscher Beschuldigung. Schlimm genug.

@tagesschlau2012

""Im normalen Arbeitsleben""

Gerade auch dort müssen sich Männer vor verlogenen Frauen schützen. Habe es miterlebt wie ein verheirateter Kollege seine Stellung verloren hat weil eine Kollegin was von ihm wollte, er aber nichts von Ihr.
Sie hat ihn einfach der sexuellen Belästigung beschuldigt.
Inzwischen wurde diese Frau zwar überführt, der Kollege hatte aber wegen Ihr eine heftige Ehekrise und stand kurz vor der Scheidung. Er hat wieder einen guten Job und redet mit Kolleginnen nur noch wenn Zeugen dabei sind.

So viel zum "normalen" Arbeitsleben.

Gruß

Frauen machen vieles für den Aufstieg

Die Erkenntnis ist traurig, aber wahr: Es sind nicht nur die Männer die Bösen und die Frauen die Guten.
Jede Frau kennt aus ihrer Ausbildungszeit und dem Berufsleben nicht nur Chefs, die sich heranscharwenzeln. Natürlich gab es Einladungen zum Essen, Angebote, nach Haus gefahren zu werden, Dienstreisen ... aber eine freundliche Abfuhr, notfalls ein dezenter Hinweis auf Reizgas in der Handtasche hat immer gereicht.
Es gibt und gab auch genug Frauen, die sich an Vorgesetzte herangemacht haben. Studentinnen, die ihre Noten mit Dienstleistungen verbessert haben. "Aufstiegsorientierte" Kolleginnen ("hochschlafen"), Sekretärinnen, die sich so lange eingeschleimt haben, bis sie Ehen zerstört haben. ...
Mein Frauenarzt hat aus Angst vor Verleumdungen keine Patientinnen empfangen, ohne dass eine Arzthelferin im Raum war, bzw. notfalls hat er die Tür offengelassen - aus Selbstschutz.
Natürlich habe ich auch ausbeuterische "Liebesverhältnisse" gesehen, aber als Frau muss man das nicht mitmachen

und trotzdem war es richtig

Schließlich hat es einige Kopf und Kragen gekostet und das ist auch gut so.

Völlig unabhängig vom Me2

Vertrauen ist etwas, das immer weniger wird. Mich wundert das nicht, bei dem, was vorgelebt und mit dem 'durchgekommen' wird. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Begriff Wahrheit immer mehr an Schärfe, an Bedeutung verliert.

Bem.: Ich stamme aus einer Zeit in der ein Handschlag genausoviel Bedeutung hatte wie ein schriftlicher Vertrag.

USA ist nicht Europa

Man sollte hier vorsichtig sein, denn die
Ergebnisse sind nicht übertragbar. War selbst oft beruflich in den USA und kann die Reaktion sehr gut nachvollziehen. Würde ich dort vermutlich auch so machen, wegen der hysterischen Hexenjagd die dort veranstaltet wird. In Europa ist das entspannter und Männer haben nicht so viel Angst vor Frauen. Das heißt nicht, dass es in Europa keinen Missbrauch gibt und dass man -gerade auch als Mann- einschreiten muss, wenn einem ein solches Szenario begegnet.

Frauen haben es jetzt noch schwerer ...

Wo in Gottes weiter Welt sind die weniger belasteten und fröhlicheren 70er hin - diejenigen die uns deren Charme kaputt gemacht haben sollte man heute noch zur Rechenschaft ziehen. Nicht Frauen aus dem Weg gehen (oder besser, sie uns, womit wir bei vor-gestrigen politischen und religiösen Zuständen landen), sondern auf sie zu - nicht geschlechterspezifische Reflexe sind gefragt (es kann in einer Massengesellschaft nicht sein, das wir in jedem Fall erst die individuelle Befindlichkeit und akzeptable Distanzen auskundschaften müssen, es braucht akzeptable Traditionsbestände die den Umgang miteinander geschlechtsunabhängig zuverlässig regeln), sondern Geschlechter übergreifende - Missbrauch ist Missbrauch und bleibt das auch. Egal ob Übergriff oder einfach falsche Anschuldigung. In beiden Fällen wird ein Machtmittel missbraucht um den anderen klein zu kriegen.

Kevin Spacey, Kachelmann etc.

Schade. Studienbefragungen sind Studienbefragungen und wie wird da geantwortet. Siehe TS.

Ich bezweifle die positiven Effekte des Medienhype meetoo.

Eine Vergewaltigung ist eine Straftat und gehört angezeigt, verfolgt und der/die Täter°Innen verurteilt.

meetoo aber hat nicht nur die Geselleschaft in den USA noch mehr gespalten, sondern auch die westliche Welt in Zeiten eines archaischen Rechtsempfindens zurückgeworfen.
meetoo sei wie die Inquisition wird behauptet.
Das ist dummer Unsinn.
In der Inquisition hatte Bernardo Gui den Scheinprozess eingeführt -der fehlt bei meetoo.

Karrieren werden vernichtet siehe z.B. Spacey, Filme werden nachgedreht um Schauspieler die nur beschuldigt wurden - nicht verurteilt - als Profitschädling rauszuhalten.

Es ist wie immer um Gutes zu tun entsteht am Ende durch blinden Eifer leider ein grösserer Schaden.

Nach #metoo keine Hilfe bei häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt gibt es nach wie vor. In der Regel schauen die Leute weg und helfen nicht.
Ein guter Freund von mir ist einer der wenigen der schon mehreren Frauen aus häuslicher Gewalt erfolgreich geholfen hat.
Jetzt ist sein Standpunkt: Nach #metoo helfe ich nicht mehr bei häuslicher Gewalt.
Ich sehe wie es ihn belastet, das er Aufgrund von #metoo nicht mehr helfen wird. Ein Anruf bei der Polizei bringe seiner Meinung nach nichts.
Die Meinung der Menschen die nicht helfen ist mir egal. Aber wenn Männer/Kavaliere nicht mehr helfen besorgt mich das.
Warum er nicht mehr hilft? Es war bisher schon riskant genug, wenn die Frau dann wieder zu ihrem Peiniger hält. "Die Gefahren einer #metoo Anschuldigung" wären ihm zu viel. Wir haben durch #metoo Männer verloren die uns Frauen geholfen haben. Wie können wir sie wieder für uns gewinnen?

Retourkutsche?

Die Interpretation "Retourkutsche" bzw "Dir zeig ichs jetzt!" (Wie im Artikel beschrieben) zeigt ein Grundproblem der Diskussion.
Dass man sich als Vorgesetzter / Kollege einfach nicht der Gefahr des ungerechtfertigt Beschuldigt werdens oder des "unbeabsichtigen Belästigens" aussetzen möchte, halte ich für nachvollziehbar, aber leider in der Diskussion zu wenig beachtet.

Ich bin wirklich entsetzt,

Ich bin wirklich entsetzt, über die Täter, die den Frauen Gründen liefern, über die Frauen, die sich wie neue Täter verhalten, und dass die wahren Opfer jetzt noch mal "vergewaltigt" werden.

Die Überreaktion der Arbeitgeber ist voll nachzuvollziehen. Wer falsche Anschuldigungen macht, das kann natürlich auch nicht so leicht entlarvt werden. Wenn es klar wäre, zB durch MItschnitte oder Email belegt werden kann, sollte die Strafe erhöht werden. Das sollte sehr stark erhöht werden. Aber natürlich nur wenn es klar beweisbar ist.

Wunschvorstellung trifft Realität

Es sind Ereignisse wie bei Karl Dall, Andreas Türck oder Jörg Kachelmann zusammen mit dem entsprechende Medienspektakel das Spuren hinterlassen hat. Auch die überzogene Reaktion in der Begegnug Brüderle / Himmelreich waren für die MeToo Debatte höchst kontraproduktiv. Und es sind nicht nur die Boulevard Medien die mit der überzogenen Debatte das Gegenteil erreicht haben. Wieder zum Nachteil der betroffenen Frauen nur um die Auflage zu erhöhen. Dabei ist die MeToo Debatte gesellschaftlich notwendig. Man vermisst die Weisheit aus früherer Zeit in der es auch hieß: „Man solle das Kind nicht mit dem Bade ausgießen“

Was niemals gefragt wurde...

Seit der Zeit, als diese Sache aufkam, vermisse ich eine bestimmte Frage, die NIEMALS gestellt wurde:

Wie viele der heutigen Anklägerinnen haben sich in der Zeit freiwillig auf die so genannte "Besetzungscouch" gelegt, um eine ungeliebte Konkurrentin auszustechen und eine entsprechende Rolle zugesprochen zu bekommen?

Die Auswirkungen, die in diesem Artikel beschrieben werden, verwundern mich nicht. In Amerika gibt es Bundesstaaten in dem es schon als sexuelle Belästigung gewertet wird, wenn man eine Frau im Aufzug nach der Uhrzeit fragt.

Und was ist mit den Fällen, in denen Frauen aus verschmähter Liebe Racheakte verübten, indem sie sich die Bluse aufrissen und Hilfe schreiend aus dem Aufzug stürzten und den entsprechenden Herren eines sexuellen Übergriffs bezichtigten.

Oder wie junge Schülerinnen männlichen Lehrern ihre Karriere und ihren Namen beschmutzt haben aus Rache dafür, dass Diese deren Annäherungsversuche abblockten.

MeToo ist für mich eine Sache, die der Abzocke gilt.

Erschreckend ... 09:40 von DrBeyer

Dass so viele Männer Angst davor haben... nicht (zu-) wissen was man darf … Was sollte man denn wissen und was wollte man wissen - in den fiebrigen 30ern oder in den gelassenen coolen 40ern oder in den abgeklärten machtverliebten 50ern … wenn die Probleme mit der abgeschlossenen Situation - Frage: soll man was sagen, wenn ja was, oder lieber schweigend an die Decke glotzen etc... - Sex im Fahrstuhl bietet sich ja eher nicht an, die Dinger sind einfach zu flink heuer... … der Halbsatz, "..wie viele Männer Angst vor nichts haben .. negiert diverse gesellschaftliche Tatsachen und der Verlust von allem, Beziehung, gesellschaftliche Position etc. ist eben kein Nichts.

"Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt"

"Im normalen Arbeitsleben haben es jetzt Frauen schwerer eine Stelle zu finden". Solange es in Deutschland den Passus gibt "Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt" dürften sich die Nachteile in Grenzen halten.

@09:41 von ex-lax - genau so isses...

...wenn ich eine Studentin mündlich prüfe, habe ich immer eine Beisitzerin dabei (Prüfungsbeisitz ist eh vorgeschrieben, aber da sichere ich mich noch mal geschlechtsspezifisch ab). Von wegen "oral exam"... der Vorwurf bleibt dauerhaft hängen.
Und es kommen durchaus welche gefühlt halbnackt in die Prüfung; im Grunde bin ICH der sexuell belästigte. Aber wenn ich das irgendwo anbringe, kommt sofort "Du sollst denen auch nicht in den Ausschnitt gucken" (mehrfach wörtlich!).
Es sind zum Glück nur Einzelfälle (1-2 schwarze Schafe pro Jahrgang); aber eine die Dir Böses will reicht ja.
Wie ein Kollege von mir mal so schön sagte: "Ich bin nicht frauenfeindlich; ich bin frauenvorsichtig".
Zum Glück hat mich das nicht davon abgehalten, mir eine Arbeitsgruppe mit Frauenüberschuss aufzubauen. Aber das #MeToo nach hinten losgeht - nein, das wundert mich nicht. Traurig isses trotzdem.

lynchmob

Es ist eine Sache, sexuelle Belästigung anzuzeigen, und eine andere, öffentliche Beschuldigungen zu erheben, oft viele Jahre nach dem angeblichen Vorfall. #meetoo hat für mich den Charakter eines Lynchmobs angenommen, bei dem sich viele zu etwas hinreissen lassen, zu dem sie alleine nicht den Mut gehabt hätten. Das war ja auch der Sinn der Kampagne. Während die Beschuldigten oft dramatische Konsequenzen erfahren, haben die Beschuldiger so gut wie nichts zu befürchten, schlimmstenfalls verlieren sie ihren Opferstatus und das war's.

Die Grenzen der Gleichberechtigung

Wenn eine Frau einen Mann der Belästigung anschuldigt, wird dieser in der Regel erstmal mit einem etwas verschämten Blick angesehen. Umgekehrt wird ein Mann, der einer Frau Belästigung vorwirft, wohl eher ins Lächerliche gezogen.

Wir haben ein Problem damit, dass die Anschuldigung ohne Beweis schon alleine ausreicht, einen Menschen selbst bei einem Freispruch ins gesellschaftliche Abseits schicken zu können. Und genau das hat die #metoo-Debatte auch gezeigt. An sich ist es natürlich super, dass sich immer mehr Menschen trauen, den Peiniger anzuzeigen. Aber wenn dann schon jede Art des "fragwürdigen Umgangs" untereinander dazu führen kann, dass die Frau den Mann in ein ebenso fragwürdiges Licht stellen kann, dann läuft da was verkehrt.

Solange es keine Beweise gibt, müssen wir uns angewöhnen, den oder die Beschuldigte auch als Unschuldig anzusehen. Und daher muss auch die Frau akzeptieren, dass sie im Rahmen der Gleichberechtigung auch als der schwächere Part keine Sonderstellung hat!

@ Dr Beyer

"wäre es wirklich erschreckend, wie viele Männer Angst vor nichts haben."

Sie haben es nicht verstanden. Die Männer haben nicht Angst vor nichts, sondern Angst davor, zu Unrecht beim Arbeitgeber und bei Strafverfolgungsbehörden Taten bezichtigt zu werden, die sie nicht begangen haben.
Ob die Angst jetzt begründet ist, oder nicht, aber sie ist ja scheinbar da und es gibt ja auch einige bekannte Fälle, in denen sich die Beschuldigungen als komplette Luftschlösser herausgestellt haben. Und diese bekannten Fälle sind ja nur Fälle mit prominenten Personen. Fälle, von denen die breite Öffentlichkeit nichts mitbekommt, werden weitaus mehr sein. Es soll ja einige Menschen geben, die zum Beispiel für ihre Karriere und andere Motive sehr viel tun würden. Vielleicht auch Leute beschuldigen, die nichts gemacht haben.

@um 09:41 von ex-lax

"Gerade auch dort müssen sich Männer vor verlogenen Frauen schützen. Habe es miterlebt wie ein verheirateter Kollege seine Stellung verloren hat weil eine Kollegin was von ihm wollte, er aber nichts von Ihr.
Sie hat ihn einfach der sexuellen Belästigung beschuldigt.
Inzwischen wurde diese Frau zwar überführt, der Kollege hatte aber wegen Ihr eine heftige Ehekrise und stand kurz vor der Scheidung. Er hat wieder einen guten Job und redet mit Kolleginnen nur noch wenn Zeugen dabei sind. "

Kennen wir uns?

Das perverse an der Angelegenheit ist, das Frauen, die eine Falschaussage tätigen, maximal zu einer Ordnungswidrigkeit bestraft werden, während die beschuldigten Männer unschuldig als Straftäter hinter Gittern landen. Und das Ganze wird dann noch höhnisch von Radikalfeministinnen wie Alice Schwarzer oder Heiko Mass kommentiert und unterstützt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sexuelle Belästigung

... schon immer gab. Jedenfalls als im Sozialismus aufgewachsenes Kind, in dem Karriere machen überhaupt keine Rolle spielte (die Erziehung zum Egoisten gab es nicht), in jedem Beruf gleichberechtigte und fast gleich viele Männer wie Frauen arbeiteten und jeder von Kindesbeinen an zu einem höflichen, zuvorkommenden, jederzeit hilfsbereiten Jugendlichen erzogen wurde, wenn auch vorwiegend durch den Staat (Krippe nach dem ersten Lebensjahr, weil Mutti arbeiten geht).
Weswegen mir auch Angst, egal ob männliche oder weibliche, völlig absurd erscheint.

Belegbare Vorwürfe

Was sind denn für sie belegbare Vorwürfe?
Wenn jemand begrabscht oder missbraucht wurde, aber außer der Erinnerung keine körperlichen Spuren bleiben?
Oder welchen guten Grund gibt es einen solchen Vorwurf zu erfinden?
Beruflichen Erfolg ja wohl nicht.
Oder der Genuss einer öffentlichen Verhandlung?
Anerkennung in der Familie und bei Freunden?
Wenn jemand das Gefühl hat von den Vorwürfen der MeToo Debatte betroffen zu sein sollte er sich überlegen ob diese zutreffen. Und wenn nicht, ist auch gut.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis einige Fälle. Zu einem Vorwurf kam es dabei aber nie! Anders gesagt, das Thema ist noch lange nicht durch.

das Risiko hat sich durch die Sexismus-Kampagnen deutlich erhöht

Erstens ist das "kalter Kaffee". Daß Männer in gehobenen Positionen alles vermeiden, was zu Belästigungsvorwürfen von Frauen führen könnte, wird seit über einem Jahr regelmäßig berichtet. Einfach mal unter "Mike Pence Rule" googlen (auch wenn Mike Pence als religiöser Fanatiker andere Gründe für dieses Verhalten hat).

Das Problem wird maßlos übertrieben, denn nur ca. 20% der Manager sind so vorsichtig. Die meisten nehmen, ohne zu murren, weiterhin an zahllosen Frauenförderungsmaßnahmen und Einzelgesprächen teil.

Man wundert sich eher, daß es nur ca. 20% sind, denn die Klagefreudigkeit ist in den USA ganz generell viel höher als bei uns, und durch die Metoo- und ähnliche Kampagnen werden die Frauen regelrecht darauf konditioniert, überall nach potentiellem Sexismus zu suchen. D.h. das Risiko, wegen einer absurden Kleinigkeit den Job zu verlieren oder der Firma einen Klage auf Strafschadenersatz zu verschaffen, hat sich durch die Sexismus-Kampagnen deutlich erhöht.

@Fue, 10:06

...wenn ich eine Studentin mündlich prüfe, habe ich immer eine Beisitzerin dabei (Prüfungsbeisitz ist eh vorgeschrieben, aber da sichere ich mich noch mal geschlechtsspezifisch ab). Von wegen "oral exam"... der Vorwurf bleibt dauerhaft hängen.

Ha, ha. Als ich noch Studentinnen mündlich geprüft habe, war nicht selten ausgerechnet der Beisitzer so beeindruckt von deren "Auftreten", dass er mich bedrängte, bei der Note zwei Augen zuzudrücken. Und dabei hatten die es nicht etwa mit dem Ausschnitt oder der Rocklänge übertrieben, sondern sahen einfach nur sehr attraktiv aus.

Will heißen, die MeToo-Bewegung ist von Anfang an richtig gewesen und ist es noch.

@ petraklein

>>> ... Nach #metoo helfe ich nicht mehr bei häuslicher Gewalt. <<<
.
Das ist doch nicht nur bei häuslicher Gewalt (gegen Frauen) so. Civilcourage war gestern. Was auch verständlich ist. Heutzutage ist man nämlich schneller der Depp als man gucken kann, und der eigentliche Täter wird zum Opfer stilisiert. Und vor der etwaigen Rache des Täters kann einen auch niemand mehr schützen, solange die Gutmeinenden jegliche Staftat relativieren und die Richter bei der Sache mitspielen.

this is a man`s world

Traurig, was man hier so lesen muss.
Was aus den ersten Anschuldigen wuchs, konnte niemand erahnen.
Aber wäre weiter schweigen denn besser gewesen ?

Oberflächlichkeit

MeeToo zeigte auch wunderbar wie Oberflächlich die Gesellschaft und auch der Feminismus mit dem wichtigen Thema umgeht. Bestes Beispiel ist Fr. Lohfink, welche durch Emma und Fr. Schwarzer als Opfer gepusht wurde, dabei aber eine mittlerweile nachgewiesene Falschaussage getätigt hat. Dummerweise bleibt an dem Ruf der Lohfink nichts hängen, an den beiden zu Unrecht beschuldigten Männer aber alles. Solange selbst der Feminismus so unkritisch bleibt, wird sich nicht viel für Frauen verbessern. Mittlerweile klagen mir bekannte Single-Frauen darüber das sich Männer nicht mehr trauen würden Sie anzusprechen....

Am 18. September 2019 um 09:40 von DrBeyer

"Dass so viele Männer Angst davor haben, zu Unrecht beschuldigt zu werden, kann mir niemand erzählen. Und falls es doch so sein sollte, wäre es wirklich erschreckend, wie viele Männer Angst vor nichts haben."
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Erzählen Sie Ihre Meinung einmal Männer, die unschuldig Angeklagt wurden, und dann einen Freispruch bekommen haben, weil die Lüge der Frau bewiesen wurde.
Bei den meisten Männer ist das alte Leben vorbei. Oft ist die Partnerin weg, da der Stress und auch die Zweifel zu groß waren. Von der beruflichen Kariere möchte ich gar nicht erst anfangen.
Wie lautet doch das dumme Sprichwort. In jedem Gerücht steckt ein Körnchen Wahrheit.

@09:40 von DrBeyer: Problem nicht verstanden

"Erschreckend wie viele Männer nicht wissen, was man darf und was nicht."

Sie haben das Problem nicht verstanden. In jeder Population gibt es ca. 5% Soziopathen, auch unter den Frauen. D.h. 95% sind "normal", bei 5% muß man höllisch aufpassen, die kleinste falsche Bemerkung kann einen den Job kosten. Man sieht es einer einzelnen Frau aber nicht an, ob sie zu den 95% oder zu den 5% gehört. Und in den Kreisen, von denen wir hier reden (Karrieremenschen), befindet man sich sowieso in einem Haifischbecken, Skrupellosigkeit ist dort normal.

Die Situation ist so ähnlich wie beim russischen Roulette mit 20 Kugeln: das statistische Risiko ist gering, aber wenn es dann zuschlägt, ist der Schaden immens. Deshalb ist es völlig plausibel, immer zunächst das Risiko im Blick zu halten.

Vernünftige Gegenreaktion

Bei Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe gibt es de facto keine Unschuldsvermutung. Insbesondere wenn solche Vorwürfe erst nach Jahren erhoben werden (was oft vorkommt), dann lässt sich auch nur in Ausnahmefällen etwas beweisen, egal in welche Richtung - es steht dann stets Aussage gegen Aussage. In weiten Teilen des Feminismus gilt aber das eherene Dogma: Falschbeschuldigungen existieren nicht. Wer behauptet, Opfer geworden zu sein, hat immer recht.

In einer solchen Atmosphäre ist es als Mann einfach nur logisch, Kontakt mit Frauen möglichst zu vermeiden, sofern die Begegnung nicht vollständig gerichtsfest dokumentiert wird. Alles andere wäre wegen fehlender Rechtssicherheit schlicht leichtsinnig oder gar grob fahrlässig. Das ist schade aber venünftig.

Angst vor unfairen und falschen Anschuldigungen.

das kann "mann" ja jetzt auch gut verstehn. Er hat wenn es zum zusammentreffen ohne Zeugen kommt kaum möglichkeit sich zu wehren.

Angst vor unberechtigter Anschuldigung

Wenn ich alleine im Aufzug stehe und eine Frau steigt ein, dann muss ich sofort aussteigen. Die Folgen einer falschen Beschuldigung wären für mich so fatal, dass ich nicht darauf achten kann, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass das eine Frau wirklich tun würde.

Ich bin daher kein Befürworter der verallgemeinernden #MeToo-Bewegung aber ein Freund von konkreten Anzeigen und drastischen Strafen bei nachgewiesenen Taten. So geht m.E. Rechtsstaat.

eine Frage von Macht

"Wenn eine Frau einen Mann der Belästigung anschuldigt, wird dieser in der Regel erstmal mit einem etwas verschämten Blick angesehen. Umgekehrt wird ein Mann, der einer Frau Belästigung vorwirft, wohl eher ins Lächerliche gezogen."

sehr interessant und wahr...

Auch ich bin von Maechtigen des anderen Geschlechts belästigt worden, hab es ignoriert , ich fand es für die Damen peinlich, igitt - wer fasst bitte einem fremden Mann bei einer von ihm durchgeführten Ausstellungsführung an den Po - hä? - ist aber passiert...
Ich fühle mich allerdings zur Zeit dadurch nicht psychisch oder karrieretechnisch beeinträchtigt - weiss aber nicht was mir durchs ignorieren karriere entging....

Warum gründen - die möglicherweise Wenigen - nicht eine ##meealsotoo ##Bewegung?

Wir sind doch gleichberechtigt - oder? noch..

Wir sollten alle Medienhypes als Medienhypes sehen - mehr sind sie nicht.

Alles andere gehört vor die Gerichte.

@WM-Kasparov-Fan

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sexuelle Belästigung... schon immer gab." Am 18. September 2019 um 10:16 von WM-Kasparov-Fan

Gab es nicht früher die "gute alte" Ohrfeige, wenn der Mann zu weit ging? Damit war das meistens erledigt.

Heute kann eine Frau von dem Mann verklagt werden, wenn sie ihn wegen sowas ohrfeigt.

Wo Frauen ausgegrenzt werden, leiden Gesellschaft und Wirtschaft

„Viele Männer gingen Frauen am Arbeitsplatz jetzt grundsätzlich lieber aus dem Weg, vermieden Situationen, in denen sie mit Frauen alleine sind, oder wollten nicht mehr mit ihnen auf Reisen gehen“ / "Natürlich gilt das nicht für alle. Aber wenn das 20 bis 25 Prozent der Männer sagen, dann sind das alarmierende Zahlen"

Zahlen, die größtenteils auf gerade die Männer entfallen dürften, deren Einstellung zu (und Umgang mit) Frauen und („Untergebenen“) ohnehin problematisch ist.

Denn für jeden, der ein halbwegs normales bzw. realistisches, sprich: anderen gegenüber positiv eingestelltes (und nicht völlig verzerrtes) Menschenbild hat dürfte es schon aufgrund eigener Erfahrung völlig außer Frage stehen, dass er, wenn er sich seinen Mitmenschen gegenüber anständig verhält, von diesen auch nichts zu befürchten hat.

Diese....

"negative" Reaktion war zu erwarten, weil menschlich und die gesamte #me-too#-Bewegung ein "komisches G´schmäckle" hatte und in die saure- Gurken-Zeit der Medien fiel. Soviel ich weiß, ist eine Vergewaltigung oder Mißbrauch oder Nötigung zu sexuellen Handlungen etc. ein Straftatbestand, also kein "Kavalliersdelikt", oder? Was soll man von Männern halten, die einfach behaupten, das Opfer habe sich nicht gewehrt oder sogar mitgemacht? War das Realität oder nur ihr Wunschtraum? Was soll man von Opfern halten, denen erst nach Jahren und Jahrzehnten einfällt, daß der Vorgang damals ein Mißbrauch oder Nötigung oder Vergewaltigung war? Erstaunlicherweise kommt die Erinnerung oft erst dann, wenn der Täter "prominent" wurde oder die eigene "Karriere" im Nirwana verlief. Warum findet sich eigentlich kein "Star" unter den Opfern? Ist ein Zusammenhang mit der Karriere zu weit hergeholt? Warum gab es keine me-too-Bewegung bei den Bestechungen für Studienplätze an Unis?

Am 18. September 2019 um 09:40 von DrBeyer

in der Tat erschreckend.
Dennoch kann ich das gut glauben, dass es genügend Männer gibt, die sich vor "nichts" fürchten.
Nur weil man ein Mann ist, darf Mann keine Angst haben?
In den USA ist das ganze noch sehr viel schlimmer als bei uns.

Mir ist schon ähnliches passiert, eine Kollegin die sehr aufdringlich war, kam urplötzlich mit wilden Behauptungen, weil ich nichts für sie übrig hatte.
Ich war kurz davor meinen Job zu verlieren, weil ihr einfach mehr glauben geschenkt wurde.
Zum Glück hat die Kollegin selbst gekündigt und es kam raus, dass alles erfunden war.

Und es gibt genügend anderer Beispiele, wo Männer von rachsüchtigen Frauen, bewusst falsch beschuldigt wurden. Deren Image und Berufsleben nachhaltig geschädigt oder gar ruiniert sind.

Solche Bewegungen wie #meToo, sind sehr gefährlich für beide Seiten.
Nicht alle Männer sind Schweine und nicht alle Frauen sind Unschuldslämmer.
Mit #me2 hat man aber sofort einen Schuldigen, ohne jeglichen Beweis.

Das ganze betrifft ja nicht

Das ganze betrifft ja nicht nur die Me Too Debatte sonder die ganz Diskusion um Frauenrechte. Bitte nicht falsch verstehen, ich halte Gleichberechtigung für sehr wichtig, aber der Weg der gerade gegangen wird um das zu erreichen den halte ich für falsch. Er ist höchstens dazu geeignet Frauen gegen Männer zu hetzen und umgekehrt. Wacht endlich auf wenn wir was verändern wollen geht fas nur gemeinsam und nicht gegeneinander.

@ Zeitungs-Ente

"Das perverse an der Angelegenheit ist, das Frauen, die eine Falschaussage tätigen, maximal zu einer Ordnungswidrigkeit bestraft werden"

Das ist falsch! Eine Zeitungs-Ente...

@micmul um 10:32Uhr

Der Analyse kann ich nur zustimmen! In meiner nächster Umgebung führte eine derartige, aber sehr wahrcheinlich falsche Beschuldigung zum Selbstmord des Beschuldigten!

@Dr.Beyer

Dass so viele Männer Angst davor haben, zu Unrecht beschuldigt zu werden, kann mir niemand erzählen. Und falls es doch so sein sollte, wäre es wirklich erschreckend, wie viele Männer Angst vor nichts haben.

Ich glaube, Sie verharmlosen da etwas. Es gibt in beiden Geschlechtern karrieregeile und skrupellose Menschen, die vor nichts zurückschrecken, um einen unliebsamen Konkurrenten auf der Karriereleiter auszubremsen. Jemanden zu denunzieren ist da eine sehr elegante Art und Weise. Und das ist nur einer der Gründe für Denunziationen, es gibt viele weitere wie gekränkter Stolz und so weiter.

Wenn irgendwo der Verdacht auf sexuellen Missbrauch besteht, muss dem selbstverständlich nachgegangen werden. Aber bis zum Beweis der Schuld erst mal nichtöffentlich! MeToo hat es da leider übertrieben. Es war richtig, das Thema (!) öffentlich zu machen, aber die öffentliche Hexenjagd, die daraus erwuchs, hat mehr geschadet als genützt.

Am 18. September 2019 um 10:26 von my comment

"Aber wäre weiter schweigen denn besser gewesen ?"
#
#
Nein.
Es wäre besser gewesen, wenn die betroffenen Frauen Zeitnah die Männer angezeigt hätten. Scheinbar war die Kariere doch wichtiger als das Seelenleben.

@ Harald Friedrich

>>> Wenn ich alleine im Aufzug stehe und eine Frau steigt ein, dann muss ich sofort aussteigen. <<<
.
Man kann es aber auch übertreiben. Das ist ja fast schon Diskriminierung, oder gar Paranoia ...
Nach diesem Prinzip dürfte ich keine Ärztin mehr aufsuchen, mit keinen Kolleginen (im Einzelbüro) mehr zusammenarbeiten, keinen Supermarkt mehr betreten in dem gerade keine anderen Kunden sind, Friseurin, etc.

Glaube versetzt Berge

Zitat aus dem Artikel: "Und deshalb, glaubt Leanne Atwater, würden Frauen mittlerweile schon im Bewerbungsprozess ausgemustert. Das sei zwar nicht legal, aber auch sehr schwer nachzuweisen."

Dieser Satz verdeutlicht fast schon idealtypisch die Lage: Da ist eine (offenbar feministische) "Wissenschaftlerin", die kann ein illegales Verhalten von Männern nicht nachweisen, aber sie glaubt trotzdem fest daran, und die Presse bzw. hier der ÖR Rundfunk verbreitet das dann als Faktum. Es ist zwar nur ein Zitat, aber zitiert wird nur, was den Reportern plausibel und korrekt erscheint, und so wird es auch von den Lesern aufgenommen.

D.h. wir haben hier wieder mal eine durch reines Glauben bewiesene Verdächtigung von Männern in den Medien!

Und dann wundert sich noch jemand, wenn ebendiese Männer sehr vorsichtig agieren.

@DrBeyer

Viel erschreckender, dass Sie augenscheinlich nicht wissen, dass es so etwas wie Falschbeschuldigungen überhaupt gibt.

Wieviele Beschuldigungen falsch sind, kann niemand sagen, aber wohl doch eine ganze Reihe und die Fälle, in denen eine solche eindeutig erwiesen ist, sind in der Regel für die betroffenen Männer gravierend. Dazu kommt natürlich noch eine hohe Anzahl an Falschbeschuldigungen, die eben nicht vollständig entkräftet werden.

@tagesschlau

Es wäre besser gewesen, wenn die betroffenen Frauen Zeitnah die Männer angezeigt hätten. Scheinbar war die Kariere doch wichtiger als das Seelenleben.

Nun, zu der Zeit mussten Frauen noch davon ausgehen, dass ihnen niemand glaubt. Zumindest das dürfte sich durch die öffentliche Debatte glücklicherweise geändert haben - heute gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr, sexuelle Übergriffe nicht sofort anzuzeigen, so dass eine zeitnahe Ermittlung stattfinden kann, den den Täter entweder überführt oder eben nicht. Und wenn nicht, hat er als unschuldig zu gelten.

@tagesschlau2012, 10:55

Es wäre besser gewesen, wenn die betroffenen Frauen Zeitnah die Männer angezeigt hätten.

Sie blenden großzügig aus, dass für eine Frau, die sexuelle Übergriffe thematisiert, ein unmittelbares Risiko besteht, selbst massive Nachteile zu bekommen.

Mir ist der Fall einer Altenpflegerin bekannt, die während der Versorgung von einem alten Patienten unsittlich berührt wurde. Als sie das ihrer Chefin berichtete, wurde sie entlassen. Und zwar ausdrücklich mit den Worten "wenn Sie da so empfindlich sind, dann sind Sie hier falsch."

@ tagesschlau2012

>>> Scheinbar war die Kariere doch wichtiger als das Seelenleben. <<<
.
So siehts aus. Und als die Karriere dann doch nicht so lief, wurde #metoo geboren.
Die wirklich misshandelten Frauen, die täglich missbraucht werden, haben überhaupt nicht die Lobby um so eine Kampagne zu starten.
Bezeichnend: Als vor kurzem Sandra Norak vor dem NRW-Landtag eine Rede über Zwangsprostitution hielt, wurde sie allenfalls belächelt. Einzig von der AfD bekam sie Beistand. Wie gesagt, bezeichnend.

gleiche Erfahrung gemacht

Aus meinem Umfeld kann ich den Artikel bestätigen.
Ich kenne Männer, die z.B. den Aufzug verlassen, wenn sie allein fahren und eine Frau einsteigt. Die Sorge, alleine mit einer Frau im Raum zu sein und sich bei Anschuldigungen nicht verteidigen zu können weil es keine Zeugen gibt treibt in manchen Büros schon merkwürdige Stilblüten.
Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach die mediale Vorverurteilung vieler prominenter Fälle, so dass manche männlichen Vorgesetzte den Eindruck gewinnen das eine Anschuldigung und nicht der Beweis ausreicht, um eine Karriere zu beenden.
Letztes Beispiel: Placido Domingo. Es gibt einen Vorwurf einer sexuellen Belästigung, die Jahre zurück liegen soll und sofort wird der Mann bei einer Gala und öffentlichen Auftritten ausgeladen, obwohl überhaupt noch nicht geklärt wird.
Ich glaube nicht, dass man auf diese Weise das Zusammenleben- und Arbeiten zwischen Männern und Frauen verbessert.

Ja ja,

Frau grundsätzlich gut, Mann Böse.
Frau grundsätzlich Opfer, Mann Täter.
Wenn dadurch Männer Angst bekommen zu Unrecht als Täter beschuldigt zu werden ist es für diese am einfachsten Frauen zu meiden.
Ich mache es nicht anders.
Denn ich glaube nicht das Frauen grundsätzlich gut sind oder Opfer.

Dieses „hashtag“ hat vor

Dieses „hashtag“ hat vor allem dem Rechtsstaat geschadet. Hier sollte die Unschuldsvermutung abgeschafft und gegen öffentliche Empörung getauscht werden.
Die negativen Auswirkungen werden lange spürbar bleiben. Solche Fälle wie bei diesem Obersten Richter letztens bleiben lange im Gedächtnis.

keine Belästigung im Sozialismus: alles klar träum weiter

Macht und Ohnmacht gab es erst Recht im Sozialismus, sexuelle Belästigung war da nur das kleinste der Übel....

Nachhilfe für die Träumer bietet der oscarprämierte Film " Das Leben der Anderen"

Am 18. September 2019 um 11:07 von BotschafterSarek

"Nun, zu der Zeit mussten Frauen noch davon ausgehen, dass ihnen niemand glaubt. "
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Gab es zu dieser Zeit keine Verurteilungen wegen Vergewaltigung?
Warum sollte man zu dieser Zeit den Frauen nicht geglaubt haben?

Was könnten die Waffen der Frauen eigentlich sein?

Dass die Substanz unserer Gesellschaft aus gegenseitigem Mißtrauen und Konkurrenz besteht, ist nicht bekannt? Wer das Nachsehen hat, ist oft gezwungen bei seinem Potential und Waffenarsenal nachzuschauen.
Daran wird so schnell nichts ändern. Gleichberechtigung (Gerechtigkeit?) und Vertrauen sind nicht die Werte der bürgerlichen Gesellschaft, sondern die Frage: Du oder Ich.
Man kann nachvollziehen, dass Menschen (hier nun Männer) Kämpfe aus dem Wege gehen, die sie nicht gewinnen können.

Diese Entwicklung ist

Diese Entwicklung ist bedrückend und für die Männer bzw. die Firmen/Organisationen, in denen Frauen es jetzt schwerer haben und stärker als vorher benachteiligt werden, auch beschämend. Ich selber arbeite viel mit Kolleginnen zusammen, wir sprechen sein langem natürlich auch über die sexuellen Übergriffe, die zur me-too-Bewegung geführt haben; nicht im mindesten hat das unsere Arbeitsbeziehungen belastet oder irritiert, im Gegenteil. Meine These ist daher eine andere: Da wo Arbeitsklima, Kommunikation, Transparenz, Fairness, in einer Organisation bzw. einer Firma nicht stimmen, werden Frauen jetzt benachteiligt mit dem vorgeschobenen Grund der me-too-Debatte; das geht nur, wenn in der Organisation/Firma etwas nicht stimmt.

Thema Vorverurteilung

"in den vergangenen zwei Jahren haben alleine in den USA über zweihundert prominente und mächtige Männer ihren Job und ihre Reputation verloren, weil sie Frauen belästigt oder missbraucht haben sollen."

Da liegt wohl der Hase im Pfeffer, "sollen" ist das Zauberwort. Es wurden öffentliche Hetzjagden inszeniert, die z.T. nachweislich mit der Realität nichts zu tun hatten. Der Ruf der Betroffenen ist trotzdem ruiniert.
Kein Thema, wenn es angeklagt wird und eine Schuld nachgewiesen ist, hat der Mann im Anschluß nichts mehr in diesen Positionen verloren. Aber hier gilt eben wie bei allen anderen Straftaten so lange die Unschuldsvermutung bis vor Gericht etwas anderes bewiesen ist, Empörung hin oder her.

um 10:19 von Nikkolaos

Oder welchen guten Grund gibt es einen solchen Vorwurf zu erfinden?
Beruflichen Erfolg ja wohl nicht.

Wieso sollte beruflicher Erfolg kein Grund sein? Tatsächlich dürfte das neben persönlicher Rache ein Hauptgrund sein. Wer wird wohl eher die Karriereleiter erklimmen, man selbst oder der Kollege, den man wegen sexueller Belästigung anschwärzte?

@Forscher um 11:04Uhr

Da nennen Sie genau richtig das Problem der Medien, auch der ÖR. Leider wird absichtlich oder unabsichtlich immer verschwiegen, daß jede Meldung, jeder Artikel die persönliche Meinung des Journalisten(-in) beinhaltet. Der fast verschämte Hinweis auf die Bezeichnung "Kommentar" ist nur das notwendige Feigenblatt, damit die anderen Meldungen als Fakt gewertet und aufgefaßt werden.

@ 11:24 Ist Wahr

Was haben Sie denn da für ein Bild unserer Gesellschaft und des Geschlechterverhältnisses? Gleichberechtigung und Vertrauen und Kooperation und Respekt sind natürlich Basis unserer Gesellschaft, und da, wo das anders ist, muss man gegensteuern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Das sind zunächst klare Kommunikation und verschiedene Elemente und Schritte der Konfliktklärung - und da wo das nicht reicht, auch rechtliche Schritte einbeziehen.
Die Tatsache, dass es Menschen gibt, die trotzdem nach der Devise "ich oder du" agieren, dass es Unternehmen gibt, die das auch propagieren (mit "unterm Strich zähl ich" kann man ja sogar heutzutage schon Werbung machen...) und dass ein ungezügelter Kapitalismus sowie rassistische Bewegungen und Parteien das fördern, darf nicht zu einem einfachen Rückzug oder gar einer Kapitulation gegenüber solchen Tendenzen führen.

nein sie haben Angst

dass auch wenn sie nichts machen, man sie ruinieren kann. Man braucht als Frau nur was zu sagen

es soll Männer (Vorgesetzte) geben

die benutzen grundsätzlich den Aufzug nicht
wenn sie dann mit einer Frau allein wären
Warum ?
Eine interessante, wenngleich doch sehr naive Frage ....
Eine Anschuldigung ist schnell getätigt
Beweise .... brauchts keine
es bleibt immer was hängen
das Perfide an einer Verleumdung

@ oooohhhh (11:19)

"Macht und Ohnmacht gab es erst Recht im Sozialismus, sexuelle Belästigung war da nur das kleinste der Übel...."

Wer davon ausgeht, die DDR sei ein sozialistischer Staat, womöglich auch noch demokratisch, gewesen, kann auch der Auffassung sein, dass die "Demokratische Volksrepublik Korea" auch ihrem Namen entspricht. Unser Gehirn hat ein großes Problem, die Dinge zu bezeichnen und sie gleichzeitig zu sehen.
Weder hat es in der Vergangenheit den Sozialismus gegeben, noch wird der je Realität werden. Wer den voraussetzt, um zu argumentieren, spielt nur mit Worten und ihrer Leier. Ein Spielfilm zur Verstärkung der Wahrheit, ist nicht ratsam. Kunst und Wirklichkeit sollten wir inzwischen auseinander halten können.

@ 11:48 lenamarie

Mit Verlaub: Was Sie da schreiben "man braucht als Frau nur was zu sagen" ist verallgemeinerter Unfug.

@ 10:16 von WM-Kasparov-Fan

Das mit "sexuelle Belästigung gab es in der DDR nicht" war ironisch gemeint, hoffe ich? Wir fangen ja gerade erst an, die dort streng unter dem Deckel gehaltenen Fälle von Kindesmisshandlung aufzuarbeiten, es wird vermutlich noch etwas dauern, bis die umfassende sexuelle Ausbeutung, wie sie in allen Unrechtsstaaten gang und gäbe ist, aufgearbeitet ist. Und die streng bürgerlichen, auf Intoleranz ausgerichtete Erziehungsmoral der Margot Honnecker kennt man inzwischen auch. Wer als Jugendlicher nicht spurte, bekam sofort heftigen Ärger, der seinen ganzen Lebensweg ruinieren konnte.

Horst Arnold

erinnert sich einer dran
auch das ist die Realität
//
bei diesem Kachelmann
wurde sein Verhalten gegenüber Frauen in die Öffentlichkeit gezerrt
im Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen
... moralisch bedenklich, nur ist das nicht strafbar

@ andererseits (11:35) > Ist Wahr (11:24)

Ihre Argumente, um Wunsch und Realität zusammen zu bringen, haben mich nicht überzeugt. Sie flüchten von der Analyse, durch den Rückgriff darauf, dass es nur Einzelfälle gibt (einzelne Menschen, einz. Unternehmen, der ungezügelte Kapitalismus, ...). Sie nähern sich einer umfassenderen Erklärung, sind aber nicht konsequent. Ich kann den Wunsch nach Harmonie nachvollziehen. Aber die systemimanenten Zwänge, vor denen Sie eine Kurve machen, sind die Realität. Die (nicht nur) Frauen sind nicht naiv und sehen und erleben dies. Sie wollen ein großes Stück unserer gesellschaftlichen Realität nicht sehen.

@10:25 von frosthorn

" Als ich noch Studentinnen mündlich geprüft habe, war nicht selten ausgerechnet der Beisitzer so beeindruckt von deren "Auftreten", dass er mich bedrängte, bei der Note zwei Augen zuzudrücken."

--> Ein Grund mehr, den Beisitz weiblich zu gestalten. Danke für die Bestätigung!

11:56 von Autograf

Und die streng bürgerlichen..... der Margot Honnecker
-
als im Westen lebend
hat man nur gelegentlich Dinge von Liebhabern gehört,
die sie gelegentlich in Hotelzimmer in Ostberlin traf
ist da was dran zum Thema "streng bürgerlich"
heißt Sozialismus im Gegensatz zu dieser bürgerlichen Verklemmtheit "freie Liebe" ?

gestern abend in "Kulturzeit" auf 3Sat

berichtete die brühmte geigerin Anne-Sophie Mutter über die negativen erscheinungen der #metoo-kampagne, in deren folge sich ein ihr bekannter intendant (?) das leben nahm, nachdem er zu unrecht, wie sich herausstellte, von einer frau des sexuellen übergriffs bezichtigt wurde, und einer hexenjadd ausgesetzt war, nachdem zeitungen die anschuldigungen aufgriffen. auch das ist #metoo, das sollten wir nicht vergessen!

11:53 von andererseits

Mit Verlaub: Was Sie da schreiben "man braucht als Frau nur was zu sagen" ist verallgemeinerter Unfug.
.
also bei Horst Arnold hat es genügt ihn zu ruinieren
und wenn sie als Vorgesetzter mit ner Frau im Aufzug fahren, deren Beurteilung/Gehaltsvorstellung nicht in deren Vorstellung war
wie reagieren sie dann,
wenn die den Klingelknopf bestätigt
die Bluse aufreißt und sich durchs Haar fährt
bevor der Aufzug hält ?
da haben sie den entsetzten Gesichtsausdruck
der sie sofort als Schuldigen entlarvt
... und den dümmlichen Spruch "irgendwas wird schon dran sein" ohnehin

@DrBeyer

"... wie viele Männer nicht wissen, was man darf und was nicht."

Ich weiß sehr wohl was man darf und was nicht und niemals gab es auch da irgendwelche Fragen oder Probleme.

Aber es gibt eine ganze Reihe von "tückischen" Frauen die nach Gelegenheiten suchen, Karriere zu machen und fast jedes Mittel ist ihnen da recht. Das ist auch ihr gutes Recht und Männer machen das ja genau so. So weit so gut.
Aber die Mittel, die Frauen dann gelegentlich einzusetzen versuchen, sind schwerwiegend und die Wahrheitsfindung schwierig. Manchmal genügt nur ein zweideutiges Wort oder eine Bemerkung.
Als Mann hat man generell schlechtere Karten.
Aber - man kann dem aus den Weg gehen und vorausschauend handeln, d.h. am besten immer eine neutrale Person in der Nähe haben und für alles einen Nachweis haben.
Leider war das früher entspannter und die Zusammenarbeit hat immer gut funktioniert. Heute wird aber auch alles was man tut oder sagt auf die Goldwaage gelegt.

andererseitz 11.53

"Unfug" war Ihr Kommentar gestern zu meinem Post. Nicht nachgedacht? Auch jetzt - sorry - einiges voreilig und einseitig kommentiert.
Im Übrigen : ich persönlich finde es fragwürdig, sich in Kommentare anderer User einzumischen.
Letztlich teilen Sie mit Ihrer Kritik an Anderen ganz schön aus! (Wortwahl) Mich wundert, daß die Moderation das zuläßt.

@Autograf um 11:56 Uhr

"Und die streng bürgerlichen, auf Intoleranz ausgerichtete Erziehungsmoral der Margot Honnecker kennt man inzwischen auch. Wer als Jugendlicher nicht spurte, bekam sofort heftigen Ärger, der seinen ganzen Lebensweg ruinieren konnte."

Klar gab es schlimme Einzelfälle von Mißbrauch. Die Natur des Menschen ist so, dass kein Gesellschaftssystem das in den bisherigen und nächsten Jahrhunderten ändern könnte.
Jedoch unterliegen Sie hier immer noch der allgemeinen alten West-Propaganda. Denn wenn es in der DDR weniger sexuellen Mißbrauch gegeben hätte, würde das ja heißen, dass es tatsächlich auch positivere, humanistischere und fortschrittlichere Lebensformen, als im Kapitalismus bis heute, gegeben hätte. Das darf aber in keinem Fall unter keinen Umständen jemals gewesen sein!

wir finnischen männer

tendieren dazu, in gegenwart von frauen, zu leisetretern zu mutieren. und das schon weit vor #metoo, bedingt durch die frühe gleichberechtigung der frau und durch die geschichte des landes. was zur folge hat, dass häusliche gewalt von männern frauen gegenüber bei uns (leider) weit öfter vorkommt, als in Deutschland (prozentual). im rausch wird aus dem freundlichen Pekka eben der zornige Matti, der auch mal das sagen haben will. wurde oft unter den teppich gekehrt, dank #metoo war es präsenter.

ich erinnere mich an eine arbeitskollegin aus Deutschland, vor einigen monaten, die zuerst zutiefst erstaunt war über das verhalten der männlichen arbeitskollegen und die irgendwann einfach mal rausposaunte "mein gott, jetzt benehmt euch doch endlich mal wie ein mann!". ob das dann auch was mit #metoo zu tun hatte?

@andererseits

"Man braucht als Frau nur was zu sagen" ist "verallgemeinerter Unfug"?

Wohl kaum, der Fall Kachelmann belegt, dass eine Frau nur etwas sagen muss, um jemanden zu ruinieren.

Warum versuchen Sie das zu leugnen?

Am 18. September 2019 um 11:11 von frosthorn

"Sie blenden großzügig aus, dass für eine Frau, die sexuelle Übergriffe thematisiert, ein unmittelbares Risiko besteht, selbst massive Nachteile zu bekommen."
#
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Ich blende gar nichts aus. Wer nur durch sexuelle Leistungen einen Job bekommt, ist wohl nur durchschnittlich.
Diese Damen haben aber durch Ihr Jahrelanges Schweigen weitere Opfer durch diese Männer billigend in Kauf genommen.

Wieso lautet die Überschrift "Frauen haben es...

...noch schwerer?" Wieso sind das wieder nur die Frauen die 'armen Opfer" Was ist mit den Männern? Es sind die Männer, die jetzt bei jedem Umgang mit Frauen darauf achten müssen, möglichst (männliche) Zeugen zu haben, dass NICHTS passiert ist. Denn jeder Mann hat schon die ERfahrung gemacht, dass Frauen eben nicht die unschuldigen Engel sind, als die sie in diesen öffentlichen Verfahren auf Basis von Gerüchten gerne dargestellt werden. Und ist da wirklich jemand da draussen, der behaupten will, Frauen wären -anders als Männer- nie gar nie nicht fähig, sich mit dem Streuen von Andeutungen, Gerüchten und kompletten Lügen Vorteile in Beruf und Karriere zu verschaffen? Die Details der Scheidungskriege vor deutschen Gerichten, wenn es um Unterhalt, Wohnung und Sorgerecht geht, sprechen da eine andere Sprache. Und wenn Mann liest, dass ein Politiker, der vor 30 Jahren einer Frau ungefragt auf den Oberschenkel gefasst haben soll(!), deshalb seinen Job verliert....

Am 18. September 2019 um 11:28 von andererseits

"Ich selber arbeite viel mit Kolleginnen zusammen, wir sprechen sein langem natürlich auch über die sexuellen Übergriffe, die zur me-too-Bewegung geführt haben; nicht im mindesten hat das unsere Arbeitsbeziehungen belastet oder irritiert, im Gegenteil. Meine These ist daher eine andere: Da wo Arbeitsklima, Kommunikation, Transparenz, Fairness, in einer Organisation bzw. einer Firma nicht stimmen, werden Frauen jetzt benachteiligt mit dem vorgeschobenen Grund der me-too-Debatte; das geht nur, wenn in der Organisation/Firma etwas nicht stimmt."
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Wenn in "Ihrer Firma" eine neue Mitarbeiterin eingestellt wird, und diese Sie unsympathisch findet, diese Sie dann unbegründet der sexuellen Belästigung beschuldigt.
Stimmt dann etwas nicht bei der Firma?
Bei Ihnen gibt es leider auch hier nur schwarz/weis.

Nein, die Sorge der Männer lässt sich eben nicht ...

... "nur so" erklären. Eine weitere Erklärung ist, dass Männer in ihrem Leben die Erfahrung gemacht haben, dass Frauen sich eben nicht so ehrlich und unschuldig verhalten, wie es in diesen öffentlichen Prozessen immer unterstellt wird. Frauen sind um keinen Deut ehrlicher als Männer - im Gegenteil: die Literaturgeschichte ist reich an Werken, die Gerücht und Lüge als die bevorzugte Waffe der Frau gegen die körperliche Übermacht des Mannes darstellen...
BTW: Ich warte auf den ersten Fall, an dem ein Mann mal ein gleiches Schlaglicht auf das Verhalten einer Frau in einer Machtposition - vorzugsweise in Politik oder Showgeschäft wirft. Ob da auch schon mal eine Dame plötzlich im Seidenbademantel aus dem Bad des Hotelzimmers gekommen ist....? Es wird interessant sein, zu sehen, nach welchen Regeln das öffentliche Verfahren dann abläuft.... Mein Tip: am Ende wird die Frau wieder das Opfer sein....

Monica Lewinsky und ihr Meinungswechsel

Die Äußerung von Frau Monica Lewinsky zeigt eindeutig wie „Einvernehmen“ nun zu verstehen ist:

„Ich sehe erst jetzt, wie problematisch es war, dass wir beide überhaupt zu dem Punkt kamen, an dem es eine Frage von Einvernehmen war. Der Weg dahin war gepflastert mit dem unangemessenen Missbrauch von Autorität, Posten und Privilegien.“(Quelle: Kurier.at vom 27.2.2017).

Oder auf den Punkt gebracht:
1. Mann kann nicht davon ausgehen, dass „Einvernehmen“ gegeben ist, sobald er eine höhere Position als Frau hat.
2. Für Frau kann etwas, was einvernehmlich geschehen ist,
nach 20 Jahren nicht mehr einvernehmlich sein.

Welchen Grund für Vorwurf? ...

... "Beruflichen ERfolg ja wohl nicht"...
Einspruch. Wenn beruflicher Erfolg wesentlich von publicity beeinflusst wird - und die Tätigkeit im US-Showgeschäft gehört sicherlich dazu: dann schon. Und ein Schelm, wer eine shortlist für die weibliche Hauptrolle im nächsten Hollywood/netflix Dokudrama mit #metoo-Thematik zusammenstellen würde. Und die "Anerkennung bei Familie und Freunden" nun... nehmen Sie den öffentlichen und nicht so öffentlichen Support besonders durch die FreundINNEN und das Bild sieht nicht sooo schlecht aus....

Geht das eigentlich auch

Geht das eigentlich auch andersrum? Würde einem 80kg chef geglaubt, dass er von seiner 45kg sekretärin bedrängt wurde? Glaube ich nicht.
Aber als Frau kann man jahre später alles mögliche behaupten.
Das ist schlecht für die männer und schlecht für wirklich betroffene frauen.

Hysterie

Nicht verwunderlich, weitete diese "Bewegung" sich ja schnell zur Hexenjagd...pardon...Hexerjagd aus. Mit dieser Hysterie hat man einer vielleicht ursprünglich gut gedachten Sache einen Bärendienst erweisen.

Es gab mal eine Zeit, in der der Arbeitsplatz der ...

... wichtigste Ort für den Beginn von Beziehungen war. Und da lässt es sich kaum sicher stellen, dass es da nur zwischen Menschen knistert, die zufällig auf dem gleichen "Machtlevel" arbeiten - zumal es wohl kaum zu bestreiten ist, dass gerade Macht (und das dazugehörige Einkommen) für die Damen eine starke Attraktion sind....
Da kann es -systemtheoretisch gedacht- eigentlich zu einer Beziehungsanbahnung zwischen Frau in einer Machtposition und einem Mann "darunter" kaum noch kommen. Das Ergebnis ist so eine Art Kastenwesen....Mann & Frau bleiben machtlevelmässig unter ihresgleichen....

"Wenn mächtige Menschen Angst

"Wenn mächtige Menschen Angst bekommen, dass ihnen so etwas auch passieren könnte, dann sagen sie nicht: 'Oh, das tut mir leid, vergebt mir'. Sondern sie sagen: 'Dir zeige ich es'. Und ich glaube, das ist es, was wir jetzt sehen. Sie sagen: 'Ich lass Dich einfach nicht mehr in meine Nähe. Dann kannst Du mich auch nicht beschuldigen'."

Wow eine solche Aussage ist schon echt dreist. Dass Frauen Männer auch zu unrecht beschuldigen, kommt in der Gedankenwelt dieser Frau offenbar nicht vor. Und solch eine Frau bezeichnet sich als Wissenschaftlerin, dabei ist eine solche Aussage absolut unwissenschaftlich, wenn man nur Schlüsse zieht, die einem passen. Und dass der ÖR solchen Frauen eine Plattform bietet und dieses Zitat auch noch unwidersprochen stehen lässt, ist auch ziemlich enttäuschend. Es ist aber erfreulich zu sehen, dass viele Kommentatoren dieses ähnlich sehen.

Sexismus ist überall (noch) da

Natürlich gibt es Männer, die schon immer korrekt mit Frauen umgegangen sind. Als Mann sage ich aber: bei der Mehrzahl der Männer war und ist Sexismus verwurzelt und an der Tagesordnung - das hat mich auch ein 'Heimatabend' in Bayern letztens wieder gelehrt...alles unter der Gürtellinie und zu 90% auf Kosten der Frauen. Was mich erschüttert hat: dass einige anwesende Frauen am lautesten johlten - die tun der Sache nun wirklich keinen Gefallen.
Und auch sonst sollt von Frauen viel klarer und konkreter andere Wortwahl oder verändertes Verhalten von Männern verlangt werden (drum 'bitten' halte ich hier für einen nicht angemessenen Begriff!).
Natürlich mag es auch 'Gefahr' für Männer von 'üblen' Frauen geben, die etwas unterstellen.
Verhalten Männer sich im Arbeitsleben und auch sonst allerdings wirklich und bewusst 'korrekt', ist das Hauptproblem meines Erachtens schon gelöst.

" Das Leben der Anderen"

@11:19 von oooohhhh
Dem Film wurde aber von den Beteiligten heftig widersprochen. Er hat zugunsten einer besseren Verkäuflichkeit Vieles zurechtgebogen.

Der Oscar zeigt nur, dass es funktioniert hat.

Beweispflicht

was die ganze Diskussion doch so absurd macht, ist die Tatsache, dass hier jemand (meist eine Frau) jemand anderen (hier meist einen Mann) völlig ohne auch nur den Hauch eines Beweises in den Ruin stürzen kann.
.
Das ist doch das Problem - das gibt es sonst nirgendwo. Wie man dann völlig machtlos mit ansehen muss, wie sein Leben zerstört werden könnte. Kann man keinem verdenken, dass man sich nicht in so eine Position begeben möchte.
.
An dieser Situation müsste etwas geändert werden, dann hätten wir die ganze Diskussion nicht. Aber wir leben ja in einem Rechtsstaat, was soll da schon passieren...

Bei meinen Besuchen...

in der Zentrale in USA haben mir die Kollegen als erstes folgenden Rat gegeben:
Bist du allein im Aufzug und es kommt eine Frau rein.....verlasse den Aufzug.

Ich war zuerst sehr verwundert, aber mir war schon klar, dass man ansonsten auch in eine äußerst ungünstige Situation kommen kann wenn es der Dame danach ist.

Seit den 70er Jahren wurden die Männer systematisch als Sexmonster, potentielle Vergewaltiger oder auch Grabscher hingestellt. Natürlich gab es die auch. Aber auf der anderen Seite war dies ebenfalls der Fall, nur wurde und wird dies nicht publik gemacht da Frauen grundsätzlich Opfer sind.

Das Ergebnis sieht man heute, wo das Miteinander zwischen Männern und Frauen in dieser Gesellschaft sowie ein natürlicher Umgang miteinander inzwischen sehr schwer ist.

Aber die Fakten sind bisher zB beim Weinsberg...

...er hat seinen Job verloren, sein Unternehmen ist beim Teufel, das Verfahren schleppt sich hin und die angeblich so kämpferischen Opfer wollen plötzlich vor Gericht - anders als in den Medien - nicht mehr so recht konkrete Aussagen machen....denn da droht bei nachgewiesener Falschaussage in den USA doch ein hässliches Strafmass und teurer zivilprozessualer Schadensersatz...
Ist der Mann verfolgte Unschuld: Ich neige der Ansicht zu : nein. Aber was sich danach alles unter #metoo versammelt hat und wer da mit welchen Anschuldigungen später um Job und Karriere gebracht wurde: Das hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun.
Und wenn Männer jetzt praktisch jederzeit unter den Verdacht des Übergriffs gestellt werden können - dann müssen Frauen die Konsequenz akzeptieren, dass sie jederzeit unter dem Verdacht der Falschbeschuldigung stehen....
Schön ist anders....

@11:56 von Autograf

"...es wird vermutlich noch etwas dauern, bis die umfassende sexuelle Ausbeutung, wie sie in allen Unrechtsstaaten gang und gäbe ist, aufgearbeitet ist."

Sexuelle Ausbeutung ist also ein typisches Merkmal für Unrechtsstaaten? Ich dachte eigentlich, dass die Bundesrepublik ein Rechtsstaat ist.

Kampagnen nerven im Allgemeinen

Als Frau finde ich solche Debatten insgesamt kontraproduktiv.
Wenn mich jemand strafbar belästigt, dann würde ich den juristischen Weg wählen.
Jemanden zu Unrecht in eine Ecke stellen ist heute viel zu leicht. Ich würde sofort mit Rufmord gegenhalten, würde mir das passieren.
Nur so lässt sich Recht durchsetzen und Unrecht bestrafen.
Jemanden aus dem Berufsleben zu hebeln, weil ein Persönchen meint, noch nach Jahrzehnten ein vermeintliches Unrecht anzumelden, ist mit Verlaub zu spät, nicht nachweisbar und im Zweifel für den Angeklagten eben zu vernachlässigen.

Die einzige Möglichkeit ist die sofortige Handlung, der Mut, das Rückgrat und die Konfrontation in Zeitnähe.

Ich denke da an den Hr. Kachelmann, den man beruflich auch absägte und dessen Schuld gerichtlich niemals festgestellt wurde...im Gegenteil, es gab einen Freispruch!
Dennoch wurde er ruiniert in seinem Ansehen und seiner freien Lebensart.

Diese Dramakampagnen sind überemotionalisiert, Trittbrett für Arglistige und nerven

Frauen sind nicht weniger ehrgeizig als Männer

Und auch manchmal nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel. Reine Frauen Teams sind in Unternehmen deshalb oft verpönt - Stichwort: „Stutenbissigkeit“. Ich finde überhaupt nicht das es Frauen im Beruf schwerer haben zB aufzusteigen, eher im Gegenteil. Einflussreiche Männer gefallen sich darin oft, ausgewählte Frauen gezielt zu fördern. Das hat oft gar keinen sexuellen Hintergrund, sondern unterstreicht den Status der Männer, den sie tun es - nicht weil die Frau so talentiert sei „sondern weil sie - die Männer - es tun können“. Und die Frauen fahren manchmal auch gut damit und kokettieren damit. Die ganze #metoo Debatte ging aus meiner Sicht am Thema vorbei. Der Gegenpart zu „sexueller Belästigung“ waren schon seit 2000 Jahren Frauen die sich „hoch schlafen“. Auch das gibt es. Und es gibt auch Frauen Seilschaften - und nicht zu knapp.

11:03 von Mischpoke West

Am 18. September 2019 um 11:03 von Mischpoke West
@ Harald Friedrich
>>> Wenn ich alleine im Aufzug stehe und eine Frau steigt ein, dann muss ich sofort aussteigen. <<<
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Man kann es aber auch übertreiben. Das ist ja fast schon Diskriminierung, oder gar Paranoia ...
Nach diesem Prinzip dürfte ich keine Ärztin mehr aufsuchen, mit keinen Kolleginen (im Einzelbüro) mehr zusammenarbeiten, keinen Supermarkt mehr betreten in dem gerade keine anderen Kunden sind, Friseurin, etc.
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Das nenne ich Gesellschaft zersetzendes Verhalten..., am besten alles reduzieren auf Home Office und hoffen das die Postbotin ne Drohne is...

Die stärkste Kompatibilität zwischen Menschen wird als Gefahr verdreht...

Düstere Zeiten...

@suomalainen: ein Alkoholproblem und kein "Männerproblem"

Ein sehr interessanter Beitrag, aber:

" im rausch wird aus dem freundlichen Pekka eben der zornige Matti, ..."

beschreibt eindeutig ein Problem im Umgang mit Alkohol und kein Problem von Männern im allgemeinen im Umgang mit Frauen.

Auch Frauen neigen im Rausch zur Gewalttätigkeit.

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