Ihre Meinung zu: Hongkong: Proteste - digital und in Echtzeit

12. September 2019 - 8:24 Uhr

Die Massenproteste in Hongkong verlaufen lebhaft und dynamisch. Das liegt vor allem auch an der dezentralen und digitalen Organisation der Aktivisten. Es gibt keine Anführer. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

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Es handelt sich fast nur um ganz junge Leute, offenbar gut betuchte Studenten. Alle anderen müssen hart arbeiten. Oder hart lernen. Sie haben für die zumeist mit extremer Gewalt verbundenen Demokratiefantasien der Demokratisten kein Verständnis.

Im 21.Jahrhundert angekommen

Die Proteste - vor allem der jungen gut ausgebildeten Hongkongchinesen - zeigen, daß sie die wachsende Politik der Bevormundung der chinesischen KP satt haben...sie pochen zu Recht auf die ihnen garantierten Sonderregelungen. Die Hongkonger werden ihre Freiheit - trotz Drohungen, Polizeigewalt und medialen Verunglimpfungen an die Machthaber in Peking nicht so ohne weiteres abgeben. Die KP hat Angst, daß ihr abgeschottetes System der politischen Unterdrückung auf das Festland überschwappt...die allgegenwärtige Kontrolle der Massen bei gleichzeitigem Gewähren von "Brot und Spiele(n)" funktioniert nicht mehr im 21.Jahrhundert. Die Wirkung der abendländischen Aufklärung ist Gift für die Pekinger Machtclique...so wirkungslos - wie erhofft - sind die Freiheitseffekte im Rahmen des Handels und der Globalisierung nun doch nicht.

So fing das auf dem Maidan

So fing das auf dem Maidan auch an. Oder in Damaskus.
Was versprechen sich diese sogenannten Kritiker von sowas? Wie man das richtig macht, sollen sie sich mal von den DDR Bürgern erklären lassen.
Ohne Gewalt gehts besser.

Hongkong:Proteste-digital und in Echtzeit....

Digital und in Echtzeit bestimmt.Dafür sorgen schon die potenten Medienmogule wie Jimmy Lai.
Und auch hierzulande gibt es ja prominente Unterstützer:Die BILD-Zeitung.
Was würde der Bevölkerung Hongkongs ein Sieg dieser Bewegung bringen,die keine sozialen Forderungen erhebt ?

Unvorstellbare Menschenrechtsverletzungen

Etwas Mitgefühl mit den Demonstranten in Hongkong wäre wünschenswert, selbst wenn ein paar von ihnen zu weit gehen. Schließlich gibt es in China seit langer Zeit grobe Verletzungen der Menschenrechte. Es existieren Konzentrationslager, in denen Chinesen (z.B. Falun Gong) Organe entnommen und weltweit verkauft werden. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs - und selbst diese Spitze ist für die westliche Welt ein Tabu. Warum? Weil man es sich mit China wirtschaftlich nicht verscherzen will. Produkte aus China können nur deshalb so billig sein, weil die Menschen dort so ausgebeutet werden, wie wir uns es gar nicht vorstellen können. Hauptsache, wir haben Spaß. Das Gespräch mit Herrn Wong ist einer der seltenen, zaghaften Versuche, unerträgliche Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Diejenigen, die sich auf die Seite Chinas Regierung stellen, sollten sich besser informieren, auch wenn Informationen über ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht ganz einfach zu finden sind.

10:20, Bernd Kevesligeti

>>Hongkong:Proteste-digital und in Echtzeit....
Digital und in Echtzeit bestimmt.Dafür sorgen schon die potenten Medienmogule wie Jimmy Lai.
Und auch hierzulande gibt es ja prominente Unterstützer:Die BILD-Zeitung.
Was würde der Bevölkerung Hongkongs ein Sieg dieser Bewegung bringen,die keine sozialen Forderungen erhebt ?<<

Ja, es ist leicht, das Anliegen von millionen Menschen herabzuwürdigen, indem man auf einige dubiose Unterstützer fokussiert.

Das geht immer, egal worum es geht.

Was die sozialen Forderungen angeht: sie meinen, die wären bei der chinesischen Staatspartei (ich vermeide absichtlich den Begriff "kommunistisch") besser aufgehoben?

Stichwort Wanderarbeiter.

Was bringen die Proteste und Demonstrationen?

@10:20 von Bernd Kevesligeti
Ein "Sieg" dieser Bewegung - es sind junge excellent ausgebildete Hongkonger - bringt der Bevölkerung, daß sie noch nicht den Glauben aufgeben muß, daß ihre Kinder sich nicht mehr nur durch glitzernden Kommerz einlullen lassen und ihre Meinung- und Gedankenfreiheit wieder zurückgewinnen wollen. Denn sie wollen dauerhaft stolz auf ihre Jugend sein. Woran hat sich denn der Protest entzündet? Es war der Versuch von Peking, seine Bevormundungs- und Kontrollpraxis auf dem Festland auch auf die Hongkonger auszuweiten.

um 09:34 von Al Ternativ

Aha , und das wissen sie alles weil sie die Finanzsituation der Studenten, bzw der Eltern der Studenten genau kennen oder weil es Ihnen von Ihrem Arbeitgeber so aufgetragen wird?
Man kann die Proteste durchaus kritisch betrachten, so wie man alles aus mehreren Blickwinkeln betrachten sollte.
Aber was Sie schreiben wirkt als eine Botschaft direkt aus dem nationalen Volkskongress.
Davon abgesehen ... "Demokratiefantasien" ist eine interessante Wortschöpfung.
;)

10:13,Superschlau

>>So fing das auf dem Maidan auch an. Oder in Damaskus.
Was versprechen sich diese sogenannten Kritiker von sowas? Wie man das richtig macht, sollen sie sich mal von den DDR Bürgern erklären lassen.
Ohne Gewalt gehts besser.<<

Sie auf Ihrem bequemen Sofa in unserer trotz aller Schönheitsfehler gefestigten Demokratie haben wirklich gut reden.

Was meinen Sie, was 1989 losgewesen wäre, hätten die Autoritäten nicht gewaltlos auf die Proteste reagiert, sondern so wie in Syrien oder auf dem Maidan. Die Sache hing am sprichwörtlichen seidenen Faden, NVA und rote Armee standen schon bereit.

Die Gewalt in Hongkong ist ein Randphänomen. Die überwältigende Mehrheit der Demonstrierenden ist absolut friedlich. Nach wie vor.

um 10:42 von fathaland slim

"Ja, es ist leicht, das Anliegen von millionen Menschen herabzuwürdigen, indem man auf einige dubiose Unterstützer fokussiert."

Diesen Satz, werde ich mir ausleihen und ihn Ihnen sicher bald, bei passender Gelegenheit zurückgeben.
:)

Nicht, dass ich der Meinung wäre, er sei Unsinn, sondern ganz im Gegenteil ... es ist ein sehr kluger Satz.

Zerstörungen sind ziemlich analog

Digital hin oder her, ich denke das ist ziemlich egal. In Hamburg bei der Gipfel-Randale waren die Leute auch vernetzt. Ich bin eher schockiert, das inzwischen von 90 U-Bahnhöfen in Hongkong 40 verwüstet wurden. Ich warte auch immer noch, dass der im Westen so gefeierte Herr Wong sich mal klar gegen Gewalt ausspricht.

@09:34 Al Ternativ

"Demokratiefantasien"? Ist das Ihr Ernst, dass Sie den Anspruch und das Recht auf demokratische Grundordnung und Regeln als Fantasie abtun?

um 10:50 von fathaland slim

Danke, ich war gerade dabei eine ähnliche Antwort zu geben. Sie haben vollkommen Recht.

Hut ab!

Hut ab vor den jungen Hong Kongern. Prima, wie sie demokratische Grundrechte einfordern bzw. Menschenrechte beibehalten wollen. Die VR China wird mit ihrer kommunistischen Diktatur über kurz oder lang scheitern. Den ein Volk lässt sich nicht ewig unterdrücken.

10:50, schutzbefohlener

>>um 10:42 von fathaland slim
"Ja, es ist leicht, das Anliegen von millionen Menschen herabzuwürdigen, indem man auf einige dubiose Unterstützer fokussiert."

Diesen Satz, werde ich mir ausleihen und ihn Ihnen sicher bald, bei passender Gelegenheit zurückgeben.
:)

Nicht, dass ich der Meinung wäre, er sei Unsinn, sondern ganz im Gegenteil ... es ist ein sehr kluger Satz.<<

Ich weiß, Sie werden versuchen, ihn mir dann um die Ohren zu hauen, wenn es hier wieder mal um die Beziehungen zwischen der AfD und der rechtsextremen Szene geht.

Sollten Sie dies tun, dann haben Sie meinen Satz aber gar nicht verstanden.

Aber tun Sie es ruhig, ich werde Ihnen die passende Antwort schon liefern. Aber nicht hier im Thread, denn da würde sie gerötet. Wegen gehöriger Themenabweichung.

Nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Gerechtigkeit durchsetzt

"Besonders bemerkenswert seien der dezentrale Charakter der Demos und Protestaktionen und die digitale Verbreitung von Infos, so Lai. So etwas habe es bisher noch nicht gegeben, weder in Hongkong noch anderswo. "Vor fünf Jahren, bei den Regenschirm-Protesten hier in Hongkong, gab es zwar bereits Facebook und Youtube. Aber das Ganze fand nicht live statt", sagt der Analyst. "Heute ist alles live. Dadurch fühlen sich die Menschen emotional viel stärker verbunden mit den Protesten.""

Die lernen naturgemäß „in Echtzeit“ dazu. Und das wesentlich schneller als ihre in ihrem Denken ideologischen Stereotypen verhafteten Machthaber. Schon weil sie sich ihre geistige Freiheit und Unabhängigkeit bewahrt haben. Und in Zukunft natürlich bewahren werden.

""Einige unserer Leute sind dort gerade umringt von der Polizei", so der Demonstrant. "Wo wir jetzt genau hingehen, weiß ich noch gar nicht. Aber was ich weiß ist: Wenn wir uns zusammentun, sind wir stärker""

Absolut. Und das wissen da auch alle.

von fathaland slim 10:42

Das Anliegen von Millionen Menschen,daß ist die Frage,ob es so viele sind.Aber Sie räumen ein,daß diese Bewegung keine sozialen Forderungen hat.
Und "Wanderarbeiter",in China wurden in den letzten Jahrzehnten hunderte Millionen Menschen aus der Armut geholt.

10:55, baumgart67

>>Zerstörungen sind ziemlich analog
Digital hin oder her, ich denke das ist ziemlich egal. In Hamburg bei der Gipfel-Randale waren die Leute auch vernetzt.<<

Und auch in Hamburg waren die Gewalttäter eine winzige Minderheit in einer riesigen friedlichen Demonstration. Aber natürlich stürzt sich die Presse auf die Randale, weil die Boulevardmedien von Skandalisierungen leben und die seriöse Presse dann irgendwie hinterher muss, will sie sich nicht den Vorwurf der Nachrichtenunterdrückung gefallen lassen müssen.

Und so wird das Anliegen Vieler durch Wenige diskreditiert.

Leiden tun die Menschen in

Leiden tun die Menschen in Hongkong leider primär unter dem Kapitalismus, nicht unter China.
Die Honkonger Oberschicht plündert ihre Untertanen gnadenlos aus --> Wohnkäfige.

um 11:24 von fathaland slim

"Ich weiß, Sie werden versuchen, ihn mir dann um die Ohren zu hauen, wenn es hier wieder mal um die Beziehungen zwischen der AfD und der rechtsextremen Szene geht."

Nein, Sie wissen es nicht. Sie glauben diesbezüglich etwas zu wissen. Ich bin nicht weniger ein Gegner der AFD als Sie.
Allerdings sollten Maßstäbe und dieser Satz beschreibt einen Maßstab unabhängig der ideologischen Einstellung gelten.
Wenn es bezüglich der Anliegen der Honk Konger unredlich ist, deren Anliegen aufgrund dubioser Unterstützer herabzuwürdigen, dann sollte dies auch für das Anliegen Anderer gelten. Inhaltliche Kritik, ja ... pauschale Herabwürdigung , nein.

Schade dass nur die Hongkoner "Aktivisten" ...

... eine solche Lobby haben, dass sogar ein Außenminister es für nötig hält mit einem medienwirksam vor den Kameras zu posieren.
.
"Aktivisten" in anderen Regionen der Welt werden allzu häufig als "Seperatisten" oder "Terroristen" verunglimpft.

11:30, Bernd Kevesligeti

>>Aber Sie räumen ein,daß diese Bewegung keine sozialen Forderungen hat.<<

Das kann ich gar nicht einräumen, weil ich die Forderungen, die bei den Demos aufgestellt werden, nicht im Einzelnen kenne.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß soziale Forderungen in Hongkong momentan gerade nicht die allerhöchste Priorität genießen. Das Thema ist ja schließlich Freiheit und Demokratie.

Werfen Sie beispielsweise der Fridays for Future-Bewegung auch vor, keine sozialen Forderungen zu haben?

Oder den antirassistischen Demonstationen?

>>Und "Wanderarbeiter",in China wurden in den letzten Jahrzehnten hunderte Millionen Menschen aus der Armut geholt.<<

Und Sie wissen auch wie, nicht wahr?

Durch wirtschaftliche Entwicklung, Wirtschaftswachstum. Ganz kapitalistisch. Mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Wie beispielsweise einer stinkreichen Oberklasse. Und eines rechtlosen Lumpenproletariats.

11:42, schutzbefohlener

>>Nein, Sie wissen es nicht. Sie glauben diesbezüglich etwas zu wissen. Ich bin nicht weniger ein Gegner der AFD als Sie.<<

Dann bitte ich um Entschuldigung, wenn ich Ihnen Unrecht getan haben sollte. Kann sein, daß ich einige Ihrer Kommentare falsch verstanden habe.

>>Allerdings sollten Maßstäbe und dieser Satz beschreibt einen Maßstab unabhängig der ideologischen Einstellung gelten.
Wenn es bezüglich der Anliegen der Honk Konger unredlich ist, deren Anliegen aufgrund dubioser Unterstützer herabzuwürdigen, dann sollte dies auch für das Anliegen Anderer gelten. Inhaltliche Kritik, ja ... pauschale Herabwürdigung , nein.<<

Keinerlei Widerspruch von mir.

11:42, Shuusui

>>Leiden tun die Menschen in Hongkong leider primär unter dem Kapitalismus, nicht unter China.

Die Honkonger Oberschicht plündert ihre Untertanen gnadenlos aus --> Wohnkäfige.<<

Das ist in "rotchinesischen" Ballungsgebieten aber nicht anders. Das angeblich kommunistische China ist nämlich ein kapitalistisches Land.

wer mit USA fahnen demonstriert

dürfte sich in china keine großen freunde machen. jeder chinese weiß was dieses land den chinesen im 19.jahrhundert angetan hat und wieder tun würde wenn es nur könnte um es klein zu halten und auszubeuten.
die demonstraten stehen wieso auf der seite der verlierer der geschichte und können die zeit nicht mehr zurückdrehen.
wer den kampf der systeme gewinnt kann man am beispiel hongkongs gut sehen dort gibts es eine armutsquote die zehnmal so hoch ist wie in festlandchina. diese leute sind ganz sicher nicht auf der straße weil sie wissen das an ihren elend nicht peking schuld ist!

Ich frage mich,

warum wieder einmal die Demokratiegegner hier die große Mehrheit ausmachen.

Egal, wo junge Leute protestieren:
sie werden von diesen Usern angefeindet.

Ob es Greta ist, ob es Studenten in Hongkong sind:
sie werden diskriminiert, ihnen wird Betuchtheit unterstellt und unredliche Ziele.

Es ist offensichtlich, dass es Unterstellungen sind, weil sie beides ja gar nicht wissen können.

Sie merken aber selber nicht, dass sie dadurch klar machen, dass es ihnen nur um Diffamierung geht und nicht um ehrliche Analyse.

Ebenfalls wissen wir nicht, welche Rolle die Polizei spielt und von der Regierung eingeschleuste Gewalttäter.

Das wird von diesen Usern aber nicht in Erwägung gezogen.

Zum Glück sind diese Art Demokratiefeinde sofort an all diesem erkennbar.

@09:34 von Al Ternativ

Was bittesehr, sind denn "Demokratiefantasien "?

Also ich kenne Gewaltfantasien, oft von Demokratiefeinden und Diktaturfreunden.

10:50 von fathaland slim

Was meinen Sie, was 1989 losgewesen wäre, hätten die Autoritäten nicht gewaltlos auf die Proteste reagiert, sondern so wie in Syrien oder auf dem Maidan. Die Sache hing am sprichwörtlichen seidenen Faden, NVA und rote Armee standen schon bereit.

Diesen seidenen Faden hat Gorbatschow wieder eingerollt, der damals Generalsekretär der KPdSU war und wesentlichen Einfluss bei den Entscheidungen auf Regierungsebene hatte ("Wer zu spät kommt, der bestraft das Leben"). Wenn ein Mensch vor mir die größte Hochachtung genießt und den ich auch heilig sprechen würde, wäre es u.a. Gorbatschow, der im Grunde das Ende der Ära Sowjetunion eingeläutet hat und zumindest für ein paar Jahre für echte Entspannung sorgte.

Ich warte nur darauf, ob sich dieses Wunder in Peking wiederholt; die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich verstehe nicht mehr

um was es geht. Der Gesetzesentwurf zur Auslieferung von Verdaechtigen oder Straffaelligen wurde doch zurueckgezogen.

Sind die Aktivisten, die man uns zeigt wirklich fuer die Leute in Hongkong unterwegs oder fuer sich selbst. Warum hoehrt man keine Argumente einer anderen Seite ?

Ich bin gespannt,

wie lange sich China da raushält. Das erinnert mich eine Diskussionssendung über den arabischen Frühling in Libyen, in der euphorisch über die Nutzung sozialer Medien zur Unterstützung der Proteste berichtet wurde und Peter-Scholl-Latour der rosaroten Sicht widersprach. Wenn Honkongs Regierung um Hilfe bittet wird China dem nachdrücklich nachkommen. Der Westen macht trügerische Hoffnung und wird an Ende die Demonstranten im Regen stehen lassen müssen. Nein, wenn die Proteste weiter anhalten nimmt das ein ähnliches Ende wie 1989. Ich befürchte deshalb, dass Unterstützungshandlungen seitens des Westens eher schaden. Möglicherweise sollte man sich mit dem bisher Erreichten zufrieden geben.

@11:16 von Mitdenker2019

Wenn das eine "kommunistische Diktatur" ist, dann bin ich der Kaiser von China.

Das ist eine turbokapitalistische Diktatur, bestehend aus Kadern einer "kommunistischen" Partei und Profiteuren derselben.

@von Shuusui

"Leiden tun die Menschen in Hongkong leider primär unter dem Kapitalismus, nicht unter China.
Die Honkonger Oberschicht plündert ihre Untertanen gnadenlos aus --> Wohnkäfige."

sehr gut auf den punkt gebracht! wenn die sonderzeit in hongkong vorbei ist wird das ein segen sein für die große mehrheit! natürlich nicht für die jetzigen ökonomischen herren.

Hongkong gehört zu china. Und

Hongkong gehört zu china. Und china ist eben keine demokratie. Damit hat man sich abzufinden. Oder man wandert aus.

Einfachste Formel

@11:42 von Shuusui
Ja...was kann man mit ihren Zeilen anfangen...erst einmal... "leiden" ist dem Menschen genuin, und mit Kapitalismus hat das "Leiden" in Hongkong oder in China nichts zu tun...denn dort in China leben weltweit die meisten Millionäre, aber auch sehr viele arme (Wander-)Arbeiter...was mich stört, ist ihr Framing: "leiden, Kapitalismus, Oberschicht, Untertanen und Wohnkäfige..." all das gibt es in China und in Hongkong, aber das haben sie so sicherlich nicht gemeint...sie wollten China als toll herausstellen und Hongkong als ultra schlimm kennzeichnen. Warum?

fathaland slim 12:00

Aus der Armut heraus geholt auch durch die vielen Streiks in China.Oder sind Sie dagegen ?
Und wenn das ganz kapitalistisch zugeht,ja dann dürften Sie nichts dagegen haben.

@von Sausevind

"warum wieder einmal die Demokratiegegner hier die große Mehrheit ausmachen."

es gibt verschiedene formen der demokratie und die bürgerlich parlamentarische ist garantier nicht das nonplusultra.wessen freiheit es ist sieht man daran wer die meisten möglichkeiten hat und da brauchen wir bei uns nicht lange rätseln.
athen war auch eine sogenannte demokratie aber zu sagen hatte trotzdem nur eine kleine schicht.ein sklave hatte davon nicht einen funken was.

@ Superschlau, um 12:48

Auch Ihnen verbietet niemand, endlich zur Kenntnis zu nehmen, dass für Hongkong ein Sonderstatus gilt, der es vom “Mutterland“ in wenigen, aber gewichtigen Aspekten unterscheidet.
Um die Wahrung dieser vertraglich vereinbarten Rechte geht es.

12:32 von einmalig klug

"Gorbatschow, der im Grunde das Ende der Ära Sowjetunion eingeläutet hat und zumindest für ein paar Jahre für echte Entspannung sorgte.

Ich warte nur darauf, ob sich dieses Wunder in Peking wiederholt; die Hoffnung stirbt zuletzt."

Ja, Gorbatschow war damals das Wunder, mit dem keiner gerechnet hat und alles verändert hat.

Bezüglich Peking könnte ich mir ebenfalls ein Wunder vorstellen - wenn es nicht sogar schon da ist:
in der Form der Protestdemonstrationen, die ja noch nicht niedergeknüppelt wurden.

Aber nicht in Form eines zweiten Gorbatschow, denke ich.

Sondern möglicherweise in der Tatsache begründet, dass hier Wirtschaft und Politik so eng verwoben sind, dass man dem Ziel der Dominanz in der Weltwirtschaft massiv schaden würde, wenn man die Demonstrationen niederschießen würde.

@12:32 von einmalig klug

"Diesen seidenen Faden hat Gorbatschow wieder eingerollt, [...] ("Wer zu spät kommt, deN bestraft das Leben"). "

Das stimmt nur zum Teil, es fängt schon damit an dass der Satz so nie gefallen ist.

Die Internierungslager, die Kräfte um den sog. "Putsch" niederzuschlagen standen schon bereit.

Nur haben immer mehr Entscheidungsträger auf unterer und mittlerer Ebene nicht mehr an die Zukunft des Regimes unter Führung der SED geglaubt.

Es ist bitter welche Leute nachher die Entscheidungen getroffen haben, wie z.B. den Anschluß an die BRD.

So wird es auch den Hong Kongern ergehen.

12:48 von Superschlau

"Hongkong gehört zu china. Und china ist eben keine demokratie. Damit hat man sich abzufinden. Oder man wandert aus."

Egal, wie oft Sie das wortwörtlich noch wiederholen:

Ihre Parole zündet nicht, weil sie in ihrer Tendenziösität durchschaubar ist.

Man schaudert eher davor, wie sehr manche sich einspannen lassen für antidemokratische Tendenzen in der Welt.

Was hat ein deutsch-schreibender User davon, wenn er die normalen Entwicklungen in der ganzen Welt - hin zu einer Demokratisierung - täglich schreibend verhindern möchte.

Das ist für mich ein Rätsel.

Die Frage ist letztlich, wie

Die Frage ist letztlich, wie kann man die diktatorische KPC davon überzeugen, dass ihr Versuch der permanenten Unterdrückung der Bevölkerung wahrscheinlich über kurz oder lang scheitern wird und es besser wäre sich demokratischen Spielregeln anzunähern ? Vielleicht braucht es eine erneute Kulturrevolution ? Dann wäre sinnvoll, die Bevölkerung aus ihrer staatlichen Propagandablase zu befreien.

12:21, Sausevind

>>Ich frage mich,
warum wieder einmal die Demokratiegegner hier die große Mehrheit ausmachen.<<

Weil sie das Forum brauchen, um ihre Meinung zu posten.

Täten sie das im analogen Leben, wären sie sozial isoliert, abseits verschwörungstheoretischer und rechtsextremer Stammtische.

Ich bin heute Morgen in der Wohnung eines neuen "Geschäftspartners"/Kneipenwirts aufgewacht. Es stellte sich heraus, daß er dieselbe Morgenroutine wie ich pflegt: erst mal Emails lesen, dann Tagesschau. Das Forum schenkt er sich aber, weil er nicht will, daß ihm der Kaffee wieder hochkommt. Originalzitat.

Aber auch wenn dieses Forum hier nicht repräsentativ ist, so müssen wir doch damit umgehen, daß es hierzulande mindestens 15-20% Demokratiefeinde gibt. Oder, besser gesagt, Menschen, die autoritär geprägt sind und gar nicht verstehen, worum es bei Demokratie überhaupt geht. Denen fällt höchstens "Volksbefragung" ein, und das war's.

Unfreie Menschen.

Freiheit für Hongkong

Man sollte mal der chinesischen Regierung stecken, daß sie doch Hongkong in die Unabhängigkeit schicken sollen, sozusagen per Zwang. Da wären aber so einige überrascht, wie schnell die sich zurücksehnen würden wenn sie sehen wie chancenlos sie alleine am Weltmarkt sind und daß "Demokratie" und "Freiheit" eben nicht satt macht...

12:49, Bernd Kevesligeti

>>fathaland slim 12:00
Aus der Armut heraus geholt auch durch die vielen Streiks in China.Oder sind Sie dagegen ?<<

Streiks? In China? Davon ist mir nichts bekannt.

Aber natürlich streiken die Menschen deswegen nicht in China, weil sie mit Ihrem Los total glücklich sind. Und nicht etwa, weil der staatliche Repressionsapparat allgegenwärtig ist und es ein Streikrecht in China gar nicht gibt.

>>Und wenn das ganz kapitalistisch zugeht,ja dann dürften Sie nichts dagegen haben<<

Nun unterlassen Sie doch endlich mal diese querfronttypischen persönlichen Diffamierungen. Wir streiten hier mit dem Florett, nicht mit der Dampfwalze.

Keine Demokratie

@12:48 von Superschlau
Wie wahr ist ihr erster Teilsatz..."China ist keine Demokratie", es ist eine Diktatur der kommunistischen Partei Chinas...Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone, in der vertraglich bestimmte Rechte wie Pressefreiheit, unabhängige Justiz, Reisefreiheit und natürlich auch Meinungsfreiheit von China vertraglich zugesichert wird...ihr Beitrag will suggerieren, daß in Hongkong auch eine Diktatur herrscht...(oder herrschen soll)...das ist falsch. Die jungen Demonstranten wollen sich nicht damit abfinden, daß der Zwei-Systeme-Vertrag von China Schritt für Schritt kassiert wird...Hongkong hat 7,4 Mio. Einwohner, wollen sie wirklich, daß die alle auswandern? Oder ist ihr Beitrag bloß schlaue Satire?

Ein schlechter Scherz

Wenn sich die Chinesen einmal genauer ansehen werden, wie der Westen, allen voran die NATO, Gorbatschow dessen Einsatz für die Einheit Deutschlands und der Verringerung des östlichen Militärpotentials gedankt hat, ist eine ganz andere Reaktion Pekings denkbar. Schon allein die Tatsache, daß von allen Beteiligten lediglich Kohl und Gorbatschow positiv dachten, und aktuell immer mehr verschwiegen wird, daß der "Rest", USA, Frankreich, GB alles andere als begeistert waren, sollte Ihnen doch zu denken geben.
Und ich bin überzeugt, es hätte weder einen Jugoslavienkrieg samt der Abspaltung des Kosovo und dem Zerfall der Bundesrepublik Jugoslavien, es hätte keine Georgienkrise, keine Ukrainekrise gegeben. Setzen Sie als Ursache eine einzige Gemeinsamkeit, die Obama so herrlich formulierte. "Weil wir es können", oder wie schon Bush sen. Kohl gegenüber (den Wunsch der UdSSR, die NATO nicht Richtung Osten zu verschieben): "DIE haben nichts zu fordern, WIR haben den Kalten Krieg gewonnen."

Mit dem Willen des Volkes kommt China voran

Auch China bekommt noch ihren Gorbatschow. Der kommt spätestens dann, wenn das System ökonomisch am Ende ist, das Volk mit Parolen nicht satt zu kriegen ist und sich nicht darüber beschweren darf.
Aber dem versucht die KP China ohne hin zuvorzukommen: mit Kapitalismus, freiem Handel, private Eigentumsbildung und nach und nach wird auch die freie Meinung erlaubt (wozu dient sonst die Vorbereitung mit Social Score als Lenkungsinstrument dieses sich öffnende System). Auch wenn die Lenin-Mao-Fraktion im Westen von etwas Erhabenerem träumt, der Zug in das kommunistische Paradies wird von diesem China nicht mehr gebaut.

@12:51 von ernst_thälmann

Es gibt keine (funktionierende) Alternative zur "bürgerlich parlamentarische(n)" Demokratie.

Sie sehen doch am Beispiel Chinas am besten wie die Idee einer Räterepublik und die "Diktatur des Proletariats" von den geistigen "Söhnen und Enkeln" Ernst Thälmanns pervertiert worden ist.

Das fing schon mit Lenin an.

fathaland slim 13:16

China ist eines der streikintensivsten Länder.Und zwar auch viele spontane Streiks,unabhängig von den Gewerkschaften.
Dampfwalze und besonders Querfront:
Sie streiten nun wirklich nicht mit dem Florett.

@von fathaland slim

"Streiks? In China? Davon ist mir nichts bekannt."

dann machen sie sich mal schlau weil in china gibt es sogar außergewöhnlich viele streiks und es ist auch nichts darüber bekannt das die KP das irgendwie einschränkt außer vielleicht einige korrupte herrn des lokalen parteiadels die dort eigene intressen verfolgen. die KP ist sogar an der steigerung der massenkaufkraft intressiert und das die produktivitätszuwächse in china viel stärker an die bevölkerung weitergegeben werden als im westen ist einer der gründe für den erfolg chinas.

13:44, Bernd39

>>Wenn sich die Chinesen einmal genauer ansehen werden, wie der Westen, allen voran die NATO, Gorbatschow dessen Einsatz für die Einheit Deutschlands und der Verringerung des östlichen Militärpotentials gedankt hat, ist eine ganz andere Reaktion Pekings denkbar. Schon allein die Tatsache, daß von allen Beteiligten lediglich Kohl und Gorbatschow positiv dachten, und aktuell immer mehr verschwiegen wird, daß der "Rest", USA, Frankreich, GB alles andere als begeistert waren, sollte Ihnen doch zu denken geben.
Und ich bin überzeugt, es hätte weder einen Jugoslavienkrieg samt der Abspaltung des Kosovo und dem Zerfall der Bundesrepublik Jugoslavien, es hätte keine Georgienkrise, keine Ukrainekrise gegeben.<<

Ja natürlich.

Wenn die glorreiche Sowjetunion ("von der UdSSR lernen heißt siegen lernen") weiterbestanden hätte, dann hätte es all das nicht gegeben.

Geschichte ist aber ein dynamischer Prozess, der sich nicht auf einen Status quo einfrieren, geschweige dahin zurückdatieren lässt.

Chapeau, junge Hong Konger !

Hong Konger haben absolut Recht, die Diktatur seitens der VR China abzulehnen. Schauen wir die Uiguren an, müssen mehrere Millionen Uiguren in Umerziehungslagern den Koran abschwören. Null Religionsfreiheit, null Menschenrechte. Und auch 60% der Han-Chinesen, die es schon zu was gebracht haben, wollen auswandern. Absolutes Verständnis, das man die kommunistische Diktatur ablehnt (außer unsere lieben bezahlten Schreiberlinge der KP)

@13:08 von fathaland slim

">>Ich frage mich,
warum wieder einmal die Demokratiegegner hier die große Mehrheit ausmachen.<<

Weil sie das Forum brauchen, um ihre Meinung zu posten.

Täten sie das im analogen Leben, wären sie sozial isoliert, abseits verschwörungstheoretischer und rechtsextremer Stammtische."

Ich bedanke mich bei Ihnen für das Aussprechen dieser banalen Erkenntnis.

"Aber auch wenn dieses Forum hier nicht repräsentativ ist, so müssen wir doch damit umgehen, daß es hierzulande mindestens 15-20% Demokratiefeinde gibt. Oder, besser gesagt, Menschen, die autoritär geprägt sind und gar nicht verstehen, worum es bei Demokratie überhaupt geht. Denen fällt höchstens "Volksbefragung" ein, und das war's.

Unfreie Menschen."

Es ist schön wenn man merkt dass man nicht allein mit diesen Gedanken ist. :-)

14:16, Bernd Kevesligeti

>>fathaland slim 13:16
China ist eines der streikintensivsten Länder.Und zwar auch viele spontane Streiks,unabhängig von den Gewerkschaften.<<

Anarchie in China? Offensichtlich habe ich Bildungslücken.

>>Dampfwalze und besonders Querfront:
Sie streiten nun wirklich nicht mit dem Florett.<<

Sie wollen aber nicht bestreiten, daß Sie hier oft nach rechts anschlussfähige Positionen vertreten, oder?

Wenn es beispielsweise um den Brexit geht, oder die Aktionen Putins oder anderer autokratischer Herrscher, dann decken sich Ihre Positionen mit denen der AfD-Foristen. Natürlich aus hehren antikapitalistischen Motiven, im Endeffekt kommt aber das Gleiche dabei heraus.

Deswegen benutze ich, bewusst polemisch zugespitzt, den Begriff "Querfront". Das ist mein Florett.

Während Sie mir in Bausch und Bogen absprechen, überhaupt ein Linker zu sein. Das nenne ich Dampfwalze.

11:42 von Shuusui

Die Honkonger Oberschicht plündert ihre Untertanen gnadenlos aus --> Wohnkäfige.

Woher wollen Sie das wissen?

10:13 von Superschlau

Ohne Gewalt gehts besser.

Ein weiser Satz! Haben aber Sie sich schon einmal überlegt, ob da nicht Peking militante Personen, "verkleidet als Demonstranten , in die Menschenmenge einschleust, um so die Demonstrationen als gewaltig zu zeigen, und einen Grund zum "Einschreiten" hat. Ich weiß es zwar nicht, schließe es aber nicht aus.

@ fathaland slim um 13:16

"Nun unterlassen Sie doch endlich mal diese querfronttypischen persönlichen Diffamierungen. Wir streiten hier mit dem Florett, nicht mit der Dampfwalze."

Sie wollen fechten? Also los nutzen wir Ihr Florett.

Wie sollen denn die Lebensumstände der Chinesen in China aussehen und welches Recht haben denn Bürger diese Rechte einzufordern?
Gelten dann diese Ihre definierten Rechte nur in China oder sollten auch die Arbeitnehmer und Bürger in anderen Staaten, wie in Frankreich oder Deutschland, gegen ihre schlechten Lebensumstände so protestieren dürfen, mit dem Ziel ihre Lebensgrundlage zu verbessern?

Da Sie so frei sind jeden mit Diffamierungen zu beschmeißen, der nicht Ihre Auffassung teilt, Ihnen offen widerspricht oder eine andere politische Meinung hat, wäre ich sehr an einer klaren und unmissverständlichen Antwort gespannt.

@Metatagesschau: Ich verzichte in diesem Post den User Fake Lefty zu betiteln. Warum darf dieser User anderen Leuten Titel verleihen und sich noch beschweren?

14:01, IchMeinJaNur

>>@12:51 von ernst_thälmann
Es gibt keine (funktionierende) Alternative zur "bürgerlich parlamentarische(n)" Demokratie.

Sie sehen doch am Beispiel Chinas am besten wie die Idee einer Räterepublik und die "Diktatur des Proletariats" von den geistigen "Söhnen und Enkeln" Ernst Thälmanns pervertiert worden ist.

Das fing schon mit Lenin an.<<

Lenin hat Karl Marx zum Religionsstifter erhoben. Eine Rolle, die er, hätte er noch gelebt, vehement oder sogar wütend abgelehnt hätte.

Das war der Beginn des ganzen Elends.

@ fathaland slim um 14:33

"Sie wollen aber nicht bestreiten, daß Sie hier oft nach rechts anschlussfähige Positionen vertreten, oder?"

Selbst wenn der Forist das tun würde, ist das sein gutes Recht.

Schließlich maßen Sie sich ja auch an, sich hier als Linker auszugeben, wenn es darauf ankommt stehen Sie aber immer auf der Seite der Bonzen und Mächtigen. Eine sehr gewagte Definition eines Linken, wie ich finde.

"Deswegen benutze ich, bewusst polemisch zugespitzt, den Begriff "Querfront". Das ist mein Florett."

Denn polemisch zugespitzte Begriffe (m.E. sogar mehr als passende) wie Fake Lefty sollten Sie dann allerdings auch über sich ergehen lassen (müssen).

13:04 von IchMeinJaNur

"Wer zu spät kommt, deN bestraft das Leben"). "
.
Das stimmt nur zum Teil, es fängt schon damit an dass der Satz so nie gefallen ist.

Sie haben recht! Das ist ein Fehlerteufel, den ich in der Eile beim Schreiben eingebracht und vor dem Absenden überlesen habe. Im Grunde wollte ich diesen Satz auch schon so schreiben.

Aber Schreibfehler passieren vielen Foristen, wie zum Beispiel " ... fängt schon damit an, (Komma) dass der Satz so ..."

Soll aber die Angelegenheit nicht beeinträchtigen. Sachlich gebe ich Ihnen ebenfalls recht.

14:36, Pilepale

Da mir am Erhalt einer gewissen Diskussionskultur hier im Forum gelegen ist, werde ich Ihre Provokationen in Zukunft ignorieren.

Ich habe mich oft genug bemüht, auch mit Ihnen sachlich zu diskutieren, es ist aber nicht möglich.

Deswegen war dies hier meine letzte Reaktion auf Ihre Kommentare. Ich werde sie in Zukunft unbeachtet lassen.

@IchMeinJaNur

"Es gibt keine (funktionierende) Alternative zur "bürgerlich parlamentarische(n)" Demokratie."

es ist also alternativlos das eine kleine schicht vermögender bürger über die große masse des volkes herrscht? na da bin ich anderer meinung. und entweder kommt die alternative oder es feierabend mit der menschheit!

fathaland slim 14:33

Nach rechts anschlußfähige Positionen und Querfront,daß sind Ihre Begriffe.
Aber da wo es wirklich Querfronten gibt,da schreiben Sie nichts.Wie im vorliegenden Fall Hongkong.Und bei den ganzen Regimechange-Bemühungen in etlichen Ländern.Die von wo unterstützt werden und wurden ?

14:48, ernst_thälmann

>>@IchMeinJaNur
"Es gibt keine (funktionierende) Alternative zur "bürgerlich parlamentarische(n)" Demokratie."

es ist also alternativlos das eine kleine schicht vermögender bürger über die große masse des volkes herrscht?<<

Nein, so ist nicht bürgerlich-parlamentarische Demokratie definiert, sondern Kapitalismus.

Und bitte benutzen Sie bürgerlich nicht im Sinne von bourgeois.

Wenn es um die bürgerliche Demokratie geht, dann ist der Bürger der Citoyen, nicht der Bourgois.

Auch ein sozialistisches Wirtschaftssystem braucht den mündigen Bürger, also den Citoyen.

Aus diesem Grunde sind sämtliche bisherigen Sozialismusversuche gescheitert, denn mit Untertanen lässt sich kein Sozialismus machen.

Nahaufnahmen und Bildberichte zeigen...

eigentlich immer nur einen Ausschnitt. Und den kann man dann ganz subjektiv wählen, entweder um das ideologische Narrativ eines "Auftraggebers" zu verkaufen, oder um den eigenen Ressentiments nachzuhängen.

"Es handelt sich fast nur um ganz junge Leute..." - Ja, denn viele sind in den letzten Jahren vom Umland nach Hongkong übergesiedelt, in der Hoffnung auf Arbeit, in der Hoffnung auf ein "besseres Leben" in einer etwas freieren Gesellschaft. Und die wissen ganz genau, was sie zurückgelassen haben. Und was ihnen "blüht", wenn sich der Würgegriff chinesischer Autokratie vollends um die Sonderverwaltungszone schließt. "Gut betuchte Studenten" sieht da allerdings nur, wer sie auch unbedingt sehen will.

"Alle anderen müssen hart arbeiten." Denn wer zu den Protesten geht und erkannt wird, der riskiert seinen Job.

"Oder hart lernen." Zum Beispiel, wie schnell Parteiknechte die Rechtfertigung für ein zweites Tian’anmen zimmern und "Demokratiefantasien" vorab verbal zusammenschiessen.

12:32 einmal klug

"Ich warte nur darauf, ob sich das Wunder in Peking wiederholt......"

Man kann unsere Wiedervereinigung niemals mit dem was gerade in Hongkong abläuft vergleichen. Außerdem waren die Demonstrationen absolut gewaltfrei. Was passiert wäre, hätten die Demonstranten damals nur einen Bruchteil der Gewalt ausgeübt wie die Demonstranten in Hongkong darüber kann man nur spekulieren aber ob die NVA tatenlos zugeschaut hätten bezweifle ich.

@14:48 von ernst_thälmann

Nur kurz OT, wenn es die TS Redaktion gestattet.

Die einmalige Chance eine echte Rätedemokratie (!) zu schaffen wurde mehrmals vertan, auch von denen zu denen Thälmann 1920 bei- oder übertrat. Statt Rosa zu kritisieren und ihr "Luxemburgismus " vorzuwerfen und dem Massenmörder Stalin zu folgen, hätte er mal lieber auf Rosa Luxemburg gehört.

...

Wenn ich mit ansehen muß dass in Brandenburg 20% rechtsextrem gewählt haben sind wir Ihrem hehren Ziel der Befreiung der Menschheit vom Unrecht ferner seit je zuvor.

Statt den großen Zielen hinterherzuträumen ist es viel wichtiger kleine Schritte zu gehen.

Wie die Studenten in Hong Kong.

Man darf ja weiter träumen, das ist nicht verboten. ;-)

Aber dann lieber von Bakunin und Mühsam.

"Sich fügen heißt lügen." E. Mühsam

"Dem ist nichts hinzuzufügen!" Von mir. :-D

...Berichterstattung über China

gerade von seiten der Korrespondenten des ÖR soll den Menschen in Deutschland ein Bild über China vermitteln was nichts, aber auch nicht im Entfentesten etwas mit der Realität zu tun hat. Wenn man hier lebt und die Berichte eines Herrn Wurzel verfolgt, dann fallen einem solche Stichworte wie Voreingenommen oder Hetze ein.
Kritikwürdige Dinge werden überzeichnet, jeder Erfolg in diesem Land schlechtgeredet. Sogenannte "Demokraten" die kaum ein Chinese wahrnimmt werden so dargestellt, als hätten sie Millionen hinter sich.

Hetze über China?

@15:45 von R_BR
...Berichterstattung über China
...
Sogenannte "Demokraten" die kaum ein Chinese wahrnimmt werden so dargestellt, als hätten sie Millionen hinter sich."
Klar bekommen die Chinesen in China nix von der Demokratiebewegung in Hong Kong mit... schon mal versucht so politisch unverdächtige Publikationen wie "economist" oder "FAZ" zu lesen? Nennt sich Zensur.
Und in Hong Kong? Tja, wenn 10-20% (!) der Bevölkerung (=Millionen) auf die Strasse gehen, kann man nicht von einer nicht wahrzunehmenden Minderheit sprechen.

15:45, R_BR

>>...Berichterstattung über China
gerade von seiten der Korrespondenten des ÖR soll den Menschen in Deutschland ein Bild über China vermitteln was nichts, aber auch nicht im Entfentesten etwas mit der Realität zu tun hat. Wenn man hier lebt und die Berichte eines Herrn Wurzel verfolgt, dann fallen einem solche Stichworte ein.<<

Die fallen einem wohl hauptsächlich dann ein, wenn man ein Freund autoritärer, die Bürger umfassend kontrollierender Regierungen ist und mit dem, was man bürgerliche Demokratie nennt, wenig am Hut hat.

Dazu, wie ich den Begriff "bürgerlich" verstehe, finden Sie hier um 15:07 etwas.

15:35, IchMeinJaNur

>>Man darf ja weiter träumen, das ist nicht verboten. ;-)

Aber dann lieber von Bakunin und Mühsam.

"Sich fügen heißt lügen." E. Mühsam

"Dem ist nichts hinzuzufügen!" Von mir. :-D<<

Von mir auch nicht.

Danke.

15:06, Bernd Kevesligeti

>>fathaland slim 14:33
Nach rechts anschlußfähige Positionen und Querfront,daß sind Ihre Begriffe.<<

Es fällt auf, daß Sie auf meine eigentlich sehr klare Argumentation inhaltlich nicht eingehen.

@15:45 von R_BR

"gerade von seiten der Korrespondenten des ÖR soll..."

SOLL? Wieder einmal eine Variante von "Lügenpresse" oder "Staatsfunk"?

Auch der Rest hört sich nach plumper AfD/Pegida Propaganda an.

Nennen sie uns doch mal was angeblich "überzeichnet" ist und "schlechtgeredet" wird!

Darüber ließe sich dann nämlich trefflich streiten, d.h. diskutieren.

Aber wenn ich mir das typische an ihren Kommentar so anschaue haben sie daran nicht das geringste Interesse.

Genau wie die, die "Lügenpresse" skandieren.

fathaland slim 16:12

Nun,inhaltlich kommt ja bei Ihnen nicht viel rüber.Was soll man auf Diffamierungen eingehen ?
Sie sind sauer,weil es Entwicklungen in der Welt gibt,die Ihnen nicht gefallen.Es gibt Länder,die beugen sich nicht,wie Sie es gern hätten.Unter anderem auch aufstrebende Mächte.

@ IchMeineJaNur (16:14)

"Darüber ließe sich dann nämlich trefflich streiten, d.h. diskutieren."

Sie meinen hier im Forum (streiten, diskutieren)? Das glauben Sie doch nicht im ernst, das dies hier zugelassen wird. Da mache ich die gegenteiligen Erfahrungen.
Nicht die User haben kein Interesse an einen Meinungsaustausch, sondern ausgerechnet die, die vorgeben für die freie Meinung einzustehen.
Deshalb ist verständlich, dass in der Öffentlichkeit hierüber viel Unmut herrscht.
Das einzige Argument ist: alles hat seinen Platz (und damit weg vom Tisch).

@ fathaland slim [16:12)

"Es fällt auf, daß Sie auf meine eigentlich sehr klare Argumentationen inhaltlich nicht eingehen."

Woran könnte das liegen? Möglicherweise auch daran, daß manches auf dem Weg zu Ihnen stecken bleibt. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit nachzuschauen.

>>"Wir ziehen jetzt rüber in

>>"Wir ziehen jetzt rüber in den Stadtteil Sai Wan", sagte ein maskierter Protestierenden bei einer der Demonstrationen. Er wollte seinen Namen nicht nennen und war gerade mit einigen Freunden zu Fuß unterwegs im Zentrum Hongkongs auf dem Weg zu einer Straßenschlacht in einem rund drei Kilometer westlich gelegenen Bezirk. "Einige unserer Leute sind dort gerade umringt von der Polizei", so der Demonstrant. "Wo wir jetzt genau hingehen, weiß ich noch gar nicht. Aber was ich weiß ist: Wenn wir uns zusammentun, sind wir stärker.">>

DAS hier ist sicher kein Bericht von den - oft als vorbildlich gewerteten - gewaltfreien Montags-Demonstrationen. Ganz im Gegenteil, das hört sich stark nach einer Strategie an, die daran interessiert ist, die Gewalt an allen Ecken und Enden zu eskalieren. - Mit etwas Sarkasmus ließe sich formulieren: Eine ziemlich schräg vorgebrachte Bitte, die Zentralregierung möge die öffentliche Ordnung auf der Rechtsgrundlage von § 18 des Basic Law wieder herstellen.

13:16 von fathaland slim

"Nun unterlassen Sie doch endlich mal diese querfronttypischen persönlichen Diffamierungen. Wir streiten hier mit dem Florett, nicht mit der Dampfwalze."

Sie verwechseln ja selbst in diesem ihrem Beitrag das Florett mit einer Ihrer Keulen in diesem Fall der Querfrontkeule. Also unterlassen lieber gerade Sie es andere Teilnehmer zurechtzuweisen.

16:05 von fathaland slim

Ich denke, die Anliegen der Honkonger Demonstranten sind berechtigt und ich wünsche ihnen Erfolg.

Der vorliegende Artikel von Herrn Wurzel gehört noch eher zu seinen sachlichsten. Ansonsten erinnere ich mich an keinen Beitrag von ihm, in dem er nicht bemüht schien, sein Berichtsland in einem negativen Licht erscheinen zu lassen. Auch ich halte seine Berichterstattung nicht für ausgewogen um dem Leser einen möglichst realistischen Eindruck aus China zu vermitteln, obwohl er weitgehend die Möglichkeit dazu hätte.

Wie wir sehen, nagt so etwas an der Glaubwürdigkeit und verführt dazu, die Gegenposition zu beziehen. Es zeigt, wie extrem wichtig eine wahrhaftige, insgesamt um Ausgewogenheit bemühte Berichterstattung ist. In allen Bereichen jetzt mehr denn je.

Gruß
I.B.

@16:32 von Ist Wahr

"Sie meinen hier im Forum (streiten, diskutieren)? "

Das ist hier kein Forum, sondern die Kommentarfunktion der TS.

"Das glauben Sie doch nicht im ernst, das dies hier zugelassen wird."

Doch. Falls es sie tröstet, auch von mir kommen nicht alle Kommentare durch.

"Nicht die User haben kein Interesse an einen Meinungsaustausch, sondern ausgerechnet die, die vorgeben für die freie Meinung einzustehen."

HÄ?

"Deshalb ist verständlich, dass in der Öffentlichkeit hierüber viel Unmut herrscht."

Nein, "Unmut" herrscht vorgeblich bei denen, die rechtsextrem wählen, z.B. in Brandenburg 20%.
Die anderen diskutieren und arbeiten an einer (wehrhaften) Demokratie mit.

Die einen heulen "alles schaize". die anderen wissen dass man Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit nicht einfach so geschenkt bekommt.

Demokratie muß man leben und notfalls auch verteidigen. Jeden Tag.

16:26, Bernd Kevesligeti @fathaland slim 16:12

>>Nun,inhaltlich kommt ja bei Ihnen nicht viel rüber.Was soll man auf Diffamierungen eingehen ?
Sie sind sauer,weil es Entwicklungen in der Welt gibt,die Ihnen nicht gefallen.Es gibt Länder,die beugen sich nicht,wie Sie es gern hätten.Unter anderem auch aufstrebende Mächte.<<

Ich dachte, Sie wären Sozialist und würden deswegen die Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Solidarität hochhalten.

Die sind nämlich für jeden, der Marx verstanden hat, untrennbar mit dem Sozialismus verbunden.

Statt dessen brechen Sie hier pausenlos Lanzen für alle möglichen Autokratien und Zwangssysteme, Hauptsache man kann sie als "antiwestlich" verstehen, und behaupten, wie auch wieder hier im Thread, Foristen wie ich würden die Interessen des Großkapitals vertreten. Wenn das keine Diffamierung ist, dann weiß ich es nicht.

Daß ich nicht inhaltlich argumentieren würde halte ich für eine Schutzbehauptung Ihrerseits, um eine inhaltliche Auseinandersetzung zu vermeiden.

16:32, Ist Wahr

>>Sie meinen hier im Forum (streiten, diskutieren)? Das glauben Sie doch nicht im ernst, das dies hier zugelassen wird. Da mache ich die gegenteiligen Erfahrungen.
Nicht die User haben kein Interesse an einen Meinungsaustausch, sondern ausgerechnet die, die vorgeben für die freie Meinung einzustehen.<<

Hier findet kein Meinungsaustausch statt?

Ich bitte Sie.

Dann weiß ich wirklich nicht, was Sie unter einem Meinungsaustausch verstehen.

Aber kann es vielleicht sein, daß Sie meinen, im Besitz der Wahrheit zu sein? Ihr Nick lässt das ahnen.

@16:26 von Bernd Kevesligeti

Merkwürdig. Ich lese hier fast täglich mit und konnte noch keine Diffamierungen von @fathaland slim entdecken.

Bissiger Humor und bloßstellen von Propaganda/Phrasen sind keine Diffamierungen.

Vielmehr gehen die Diffamierungen von anderen aus.

"Nun,inhaltlich kommt ja bei Ihnen nicht viel rüber."

q.e.d.

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