Kommentare

Schätzungen

In der heutigen volldigitalisierten Zeit bringen es die Kultusministerien nicht auf die Reihe die benötigte Grundschullehrerinnenanzahl zu schätzen. Welche Schulen haben die Berater und Angestellten besucht.

Statistiken sind wie Kristallkugeln

Niemand kann wahrsagen.
Man müsste Lehrern gute Arbeitsbedingungen und langfristige Verträge anbieten. Da braucht es keine Berater, um das zu verstehen...

Mc Kinsey hatte mit Millionenaufwand die Lösung in Bayern:

– Größere Klassen
– Höhere Unterrichtsverpflichtung für die Lehrer
– Und: Ganz absurd, da es das Konkordat von '33 gibt, Abschaffung oder Zusammenlegung des Religionsunterrichts.

Da ließ das Bayerische Kultusministerium sich vor einigen Jahren beraten, wie man am Gymnasium sparen könne.

Lehrerverbände rechneten vor, wie viele Stellen man für dieses Geld hätte schaffen können.

Mir die Bedarfs und Angebotskurve ansehend....

...habe ich den Eindruck, das es ab dem naechsten jahrzehnt bald wieder zuviele Grundschullehrer geben koennte.

D es im Regelfall nicht zu einer verbeamtung kommen duerfte, droht dann vermehrt Arbeitslosigeit.

Mit einer beruflichen Qualifikation, die ausser an grundschulen nicht verwertbar ist.

Es gibt eher wenig Gruende, Grundschullehramt zu studieren.

Vielleicht ...

... sind es auch die Spätauswirkungen der Politik Gerhard Schröders, der Lehrer als faule Säcke bezeichnete.

In NRW ...

... wollte die damalige SPD-Grünen Regierung Lehrern noch nicht einmal einen Inflationsausgleich gönnen.

Wenig attraktiv.

Lehrermangel, die unendliche Geschichte.

Ja, die Grundrechenarten sind offenbar bei den Kultusministern und anderen Würdenträgern nicht bekannt (werden aber aktuell noch an Schulen gelehrt). Bei der Hartnäckigkeit, mit der man zulässt, dass es von Jahr zu Jahr zu wenig / weniger Lehrer gibt, kann man dahinter nur eine Absicht vermuten. (Ausser Geld zu sparen)
Um da nicht auf Mutmassungen angewiesen zu sein, wäre in dem Beitrag der Hinweis nützlich gewesen, dass die Bertelsmann-Stiftung in einer anderen Studie vehement die flächendeckende Einführung digitaler Lernsysteme befürwortet.
So wird die Sache rund, und man versteht das Poltikgerede von "mehr KI !")

Langjährige Planung

Je höher der Lehrermangel, um so wichtiger ist es, die "neue digitale Infrastruktur" möglichst schnell zu nutzen.
Insb. durch Lehr- und Lernmittel, die ja bereits langjährig vorbereitet wurden.
Und dann endlich die erwartete Rendite abwerfen könnten.

Wer die wohl einfährt?

Ich fürchte, die Lehrer wohl eher nicht ...

Die Themen Bildung, Forschung,

Entwicklung, Daseinsvorsorge und Infrastruktur sind derart wichtig, daß sie seit Jahrzehnten als Chefsache auf der Tagesordnung stehen, besonders auch in Wahlkämpfen. Man darf stolz sein auf das stete Bemühen. Nur so geht es Deutschland auch Morgen noch nie so gut wie heute.

@Leberkas

"In der heutigen volldigitalisierten Zeit bringen es die Kultusministerien nicht auf die Reihe die benötigte Grundschullehrerinnenanzahl zu schätzen. "

Naja, das hat wenig mit volldigital oder analog zu tun und es ist auch nicht besonders komplex- es gibt nur ein Problem: Die Grundschüler ab 2025 sind heute noch nicht geboren und Zuwanderung zu prognostizieren ist nicht einfach...

Lebenserwartung als eine von drei Einflussgrößen, die im Text genannt wurden halte ich für Nonsens in Bezug auf die Grundschule.

Es ist aber doch völlig egal ob 30000 oder 500 Lehrer fehlen, wenn es noch nicht einmal geschafft wird die 500 Stellen zu besetzen. Es kann also nur das Ziel sein SO VIELE LEHRER wie möglich auszubilden und das Gehaltsniveau demjenigen vergleichbarer Akademiker anzupassen- diese können heute in der Wirtschaft deutlich mehr verdienen.

Man bedenke: Der Lehrer entspricht einem Master mit zusätzlicher 2jähriger Fachausbildung (Refrendariat)...da gibt es attraktivere Alternativen.

Fehler der Wertschätzung

Solange in unserer Gesellschaft mehr Geld ausgegeben wird für die Verwaltung von Geld anstatt für die Erziehung der Kinder, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Auch in den zehn Geboten heisst es, du sollst Vater und Mutter ehren und du sollst nicht stehlen. Es findet sich aber nichts zur Zukunft der Kinder.

Der Fehlbedarf an Lehrern ist keine Berechnungs-Dummheit der Staatsverwaltungen, sondern eine unerträgliche Wertschätzung des goldenen Kalbes in unserem übergestülpten System.

Studien, Schätzungen, Prognosen

Darauf gebe ich schon lange nichts mehr, da diese von Mal zu Mal unterschiedlich ausfallen. Besonders da sie ja nicht flächendeckend ausfallen.

Für meine Stadt mit ca. 85.000 Einw. möchte ich mal Folgendes darlegen.
In den letzten Jahren sind 2 Grundschulen geschlossen worden. Investoren waren am Werk. Auf diesen Geländen sind mit Anbauten aufwändige Eigentumswohnungen zu stolzen Preisen entstanden. Die Schüler/innen sind auf andere Grundschulen verteilt worden. Lehrer/innen wurden eingespart. Die Klassenstärke ist somit auf den anderen Grudschulen auf gut 30 Kinder gestiegen. Das motiviert natürlich die Lehrkräfte und auch die Kinder!?!
Fakt ist, dass mit so vielen Personen eine individuelle Förderung von Grundschülern fast unmöglich ist. Viele junge Leute, die gerne ins Lehramt möchten scheuen diesen Schritt, da sie eine "Massenabfertigung" (Originalton 2er Abturienten) im Unterricht nicht wollen.
Von der Digitalisierung gar nicht zu sprechen.
Die Politik weiß das schon seit Jahren

Verantwortlich ... ist der Wähler!

Lehrermangel, Hebammenmangel, Ärztemangel (Kinderärzte!), Pflegekräfte fehlen ... da ist es schlicht zu kurz gedacht, auf die "Politik" zu schimpfen - da steckt eine Systemfehler dahinter!
Nein, nicht die Bildungsminister der Länder sind Schuld, die haben schlicht kein Geld, Steuern/Geld wird nämlich in Berlin geregelt ...
Wenn man seit 1982 fast ausschließlich CDU/CSU/FDP wählt, die den Staat kaputtsparen und die Reichen reicher machen (derzeit um 2 Mrd. pro Woche !), so bleibt halt nix für Bildung, Infrasstruktur und Gesundheit übrig (und für die praktisch funktionslose Bundeswehr) ... Keine Vermögenssteuer, keine funktionierende Erbschaftssteuer, 30 Mrd. jährliche Steuerhinterziehung, die Indstrie zahlt kaum noch Steuern, 7 Mrd. jährl. allein für die Dieselsubvention usw..
Geld wäre genug da, aber der Wähler wollte viele Jahre Neokapitalismus, zuletzt 40 % für die CSU ! Daher - wir haben die Politik, die der Wähler wollte ... und nur er kann/muss es ändern!

09:53 von FritzF

Sie sollten Ihre Satire deutlicher kennzeichnen.

Das ist NUR das Fehl an Lehrern bis zum Jahre 2025 wohlgemerkt!

Da die allermeisten Lehrer hier in Deutschland den äußerst geburtenstarken Baby Boomer Jahrgängen angehören, wird der Lehrermangel ab den Jahren 2025 ff sogar noch weiter ansteigen!

Daher mein Rat an ALLE interessierten Personen:
Demographie, was in Wahrheit lediglich einfach NUR angewandte Mathematik ist, kann man zukünftig für wirklich ALLES sehr gut gebrauchen!

Ja, wirklich für ALLES!

Sowas kommt von sowas

Ein Pädagogik-Studium ist freiwillig. Wem die Bedingungen für Lehrer nicht gefallen, studiert etwas anderes oder wird Bauunternehmer, weil die derzeit gefragt sind.

Im Rahmen der Prämissen-Neuordnung wurden die Funktionen, Dienstleistungen, deren Produktivität nicht - wie in der Wirtschaft - quartalsweise überprüfbar sind, einfach als geringwertiger, als reine, unvermeidbare Kostenträger zähneknirschend "bedient".

Und dann kommt hinzu, dass Bildung Ländersache ist. Wenn in einem Bundesland verbeamtet wird und im anderen nicht, werden letztere Länder irgendwann weniger Lehrer haben.

Der Lehrermangel an Hessischen

Grundschulen und weiterführenden Schulen ist gravierend.
Während in den Grundschulen irgendwie vertreten und betreut (aber nicht beschult) wird siehts bei den Gymnasien so aus: Es vergeht kaum ein Tag an denen meine Kinder keinen Ausfall haben. Lehrer sind teilweise monatelang weg, es findet kaum Unterricht statt. Vor 2 Jahren wars extrem schlimm, über 100 Stunden ausgefallen im Jahr, vertretung nichtmal eingerechnet.
Letzes Jahr wars deutlich besser, dieses Jahr scheints wieder schlechter zu werden.
Ich frage mich wozu man Steuern bezahlt wenn dann für Bildung nichts da ist. Ja ich weis Steuern sind nicht zweckgebunden, aber was der Staat hier macht finde ich schon kriminell...

Zustände an Schulen

Bitte mal einen Blick in eine Schule werfen (persönlich oder per Reportage) und sich anschauen, wie Lehrer dort behandelt werden. Da sollte jedem klar sein, warum niemand mehr Lehrer werden will. Leider wurde mein erster Kommentar nicht freigegeben, weil ich den Grund der Zustände beim Namen genannt habe.

In den 90er Jahren...

...gingen Referendare, die ich ausbildete, nicht an Schulen, sondern eröffneten Copy Shops, gingen zu Coca-Cola, machten Bücher- oder Computerläden auf u. ä.
Grund war eine Lehrerschwemme an Gymnasien.
Lehrermangel hingegen herrschte, als Mitte der 70er Jahre meine eigene Referendarausbildung beendet war - da konnte ich mir die Schule aussuchen, an der ich unterrichten wollte.
Lehrerstellenplanung, langfristig, war nie eine Qualifikation des Ministeriums, bis heute.

@ Fritz F., um 09:53:
Meinen Sie die beiden letzten Sätze Ihres Kommentars im Ernst?

Ich schlage vor ...

die Lehrerzahlen deutlich zu erhöhen, Lehrer nicht mehr zu beamten und deren Gehalt an das eines Altenpflegers anzupassen.
Ich weiß, das ist nicht durchsetzbar ... aber gerecht wäre es - und in mehrfacher Hinsicht sinnvoll - egal wie sich die Schülerzahlen entwickeln. Kann doch alles nicht so schwer sein, oder!?

Vorhersage in Bayern lag vor 5 Jahren weit daneben

Vor 5 Jahren entschloss sich meine Tochter nach ihrem Abitur zum Studium des Grundschulehramts in Bayern. Ihr wurde davon abgeraten, weil sie nach Studienabschluss und Referendariat mit großer Wahrscheinlichkeit keine Stelle an Grundschulen in Bayern finden würde. Nach ihrem 4. Semester änderte sich die Einschätzung der KMK. Bei der Übergabe der Abschlusszeugnisse vor einem Jahr war bereits das Gegenteil der Fall und an Grundschulen wurden bereits händeringend Nachfolger für Lehrer aus den geburtenstarken Jahrgänge der 1950/60er Jahre gesucht, die demnächst in den Ruhestand gehen.

Es scheint in den Kultusministerien immer wieder schwierig zu sein, realistische Vorhersagen über den Bedarf an Lehrern in Schulen zu treffen. In bayrischen Gymnasien wurden vor einem Jahr nicht so viele Lehrer gesucht. Den Studien-Absolventen hat man geraten, ggf. zu Grundschullehrern umzuschulen. Wer weiß, wie es in Gymnasien in zwei, drei Jahren aussieht.

Pffff...

Wat jibbet bei der Schülerzahl zu "schätzen"?
Geburten werden ja wohl statistisch erfasst. Und - Wunder der Rechenkunst - 6 Jahre später ist es dann soweit...

Wie viele Junge Lehrer sind

Wie viele Junge Lehrer sind in den letzten Jahren in die Schweiz oder Österreich ausgewandert, weil es für Sie in dem Bildungsland Deutschland keine freie Planstelle gab und immer nur für ein Schuljahr beschäftigt waren.
Langfristiges Denken ist in unserem Land nicht mehr erwünscht. Zahlen werden vorgegeben und von den treuen Diener abgenickt. Wer ein "Aber" sagt wird ausgetauscht.

um 10:05 von reinbolt48

Wenn man seit 1982 fast ausschließlich CDU/CSU/FDP wählt, die den Staat kaputtsparen und die Reichen reicher machen (derzeit um 2 Mrd. pro Woche !), so bleibt halt nix für Bildung, Infrasstruktur und Gesundheit übrig (und für die praktisch funktionslose Bundeswehr) ...

Re
richtig aber sie haben die Grünen vergessen,die waren immer dabei.

Armutszeugnis

Wenn man in der Wirtschaft solche Personalplanungen praktizieren würde, so wäre man schon lange pleite. Ein Armutszeugnis für die sog. "Bildungspolitik".

Und was Quereinsteiger angeht: Überall setzt man auf Expertenwissen, aber im Lehrberuf soll eine begleitende Schnellqualifikation ausreichen? Hier geht es um Weichenstellungen für die künftigen Generationen! Das ist zudem ein Schlag ins Gesicht jener, die ein Lehramtsstudium absolvieren mussten und dafür viel Zeit und Mühe investiert haben. Armes Schulsystem.

Selbsternannte Lehrer

Hier im Kommentarbereich gibt es jedenfalls genügend "Lehrer", oder besser Schulmeister. Finde ich nicht nützlich. Die Retourkutsche folgt auf dem Fuße. Das hindert den freien Gedankenfluss

Hm...

...der Rat, der sich für die völlig verfehlte "Prognose"
verantwortlich zeigt gibt mittlerweile zu, man liege
so daneben wegen:
a) der erhöhten Geburtenzahl
b) der erhöhten Zuwanderung

Ständig und überall liest man doch von rückläufigen
Geburtenzahlen. Diese können ja wohl kaum unbemerkt Jahre lang viel höher gelegen haben, bis diese
Kinder JETZT das Schulalter erreicht haben.
Folglich kann es ja Punkt a) kaum sein.
Bleibt nur Punkt b).

Sprich die Warnung all jender die vor den Auswirkungen
der Zuwanderung auf das Bildungssystem warnten
muss nun zugestimmt werden.
Lassen wir mangelnde Sprachkenntnisse etc. einfach mal
aussen vor, so scheint die pure Anzahl der zugwanderten
Kinder die nun in die Schule gehen das System an den
Rand des Möglichen zu treiben.

Aber man wollte es ja nie hören. Danke an jene Politiker
im Land die den Mut und den Anstand hatten, dies
schon vor Jahren anzusprechen.

MfG,
meine Kritik.

@Autochon

Wenigstens einer der weiter denkt.

Es ist sehr schwierig als Grundschullehrer, falls man nicht verbeamtet wird, einen Beruf mit ähnlichem Gehalt zu finden, wenn die Schülerzahlen weniger werden.

Eine der wenigen Aufstiegsmöglichkeiten ist Rektor werden, aber der Mehraufwand wird finanziell nicht ausgeglichen.

Der Lehrerberuf ist in Deutschland schlecht angesehen und erhält dementsprechend auch wenig Unterstützung aus der Bevölkerung....

Wenn schon der Wille fehlt hören die Probleme nicht auf

Das Grundproblem scheint doch eher zu sein, dass die herrschenden politischen Kräfte nicht bereit sind, Schule und Bildung mit einer vorrangigen Bedeutung zu behandeln, so dass das Herumgeizen mit einigen Lehrerstellen endlich ein Ende hätte.
Man strebt stattdessen an, den Bedarf genauso zu planen, dass immer eine minimale Klassengröße realisiert wird. Dann wird es einem als Problem verkauft, dass diese Planung 'an der Kante entlang' nicht funktioniert.
Den Schulen und Schülern täte es gut, wenn man endlich dazu überginge, grundsätzlich für kleinere Klassen zu planen und dann ganz entspannt eine Schwankungsbreite nach oben und unten hin zulassen würde.
Können wir in Deutschland eine zu gute Bildung haben? Nein, sicher nicht.
Hat unser Staat das Geld? Ja klar, er muss es nur dafür ausgeben wollen.
Den Preis für diese neoliberale Bildungssparpolitik zahlen wir am Ende in Form von Auseinanderfallen der Gesellschaft samt damit verbundener Sozialkosten und aufkommendem Rechtsradikalismus.

10:05 von reinbolt48

Wenn man seit 1982 fast ausschließlich CDU/CSU/FDP wählt, die den Staat kaputtsparen
.
Satire pur !
Bayern CSU Land hat 3.000 Euro Schulden/Bürger " 3 % Arbeitslose das beste Schulsystem in der Republik die wenigsten Hartz4ler
SPD Land Bremen als Vergleich 10 % Arbeitslose 30.000 Schulden ..... soll ich was zum Schulsystem sagen >?

@10:21 von gensunasumus

"Ich schlage vor ...
die Lehrerzahlen deutlich zu erhöhen, Lehrer nicht mehr zu beamten und deren Gehalt an das eines Altenpflegers anzupassen."

Und Sie glauben, das erhöht die Attraktivität des Lehrerberufes? Da wird sich jeder noch mehr überlegen, ob er oder sie sich ein Lehramtsstudium antut oder in der halben Zeit irgendeinen Bachelor macht mit "Business" im Titel. Da lässt sich dann mehr Geld verdienen ohne sich den Ärger als Lehrer anzutun.

@ 10:23 von Andymania Pffff... Hochrechnen ist das eine...

...aber in den 6 Jahren sind noch ein paar dazu gekommen, die man 2013 noch nicht auf der Rechnung hatte.
Die sind zwar nicht die Ursache des Problems, haben es aber akut verschärft. Schätze mal der Satz von Forist Toni B. (10:18Uhr) mit "Grund der Zustände beim Namen genannt" ging in eine ähnliche Richtung, auch hier reden wir m.E. "lediglich" vom Funken am Pulverfass.
Amüsant finde ich die Aufregung um den Kommentar von FritzF (09:53Uhr), den offenbar niemand genau gelesen hat - der letzte Satz trifft es überragend, und das Unverständnis darüber offenbart die jetzt schon kritisch geschwundene Lesekompetenz. Hach, ich schreib ihn einfach noch mal:
"Nur so geht es Deutschland auch Morgen noch nie so gut wie heute."
Bravo, schönes Wortspiel!

Es fehlt an so vielem ....

Schade eigentlich, grad bei der Bildung wäre es doch wichtig jetzt zu investieren bevor die Kinder durch Mangelnde Bildung die von den aktuellen Problemen hervorgebracht wird irgendwann keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und dann von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen.

Leider gucken die Politiker immer erst mal nur auf ihre wahlperdiode und nicht in die Zukunft weil sich sonst so wie so oft die jeweilige Partei die dann in der Zukunft an der Macht ist mit dem rühmt was vorher jemand anders angefangen hat.

Ich hab im Ausland mal einen Monat als Grundschullehrer ausgeholfen, schwere arbeit und man hat viel Verantwortung ... hoffentlich gibt es bald mehr junge Menschen die diese Herausforderung annehmen und es gut machen. (Viele Lehrer sind ja leider auch nur solala wobei andere dann wieder richtig toll sind im vermitteln von Wissen)

@ gensunasumus, um 1021

Sie haben den Artikel nicht verstanden, sonst würden Sie nicht einen solch sinnfreien Vorschlag machen.

@ Andymania

ENDLICH jemand, der das Problem mir einer simplen Grundrechenart erfasst und löst. Gratulation! :-)
Jetzt nur noch ein bisschen hellsehen, und die Lehrerwelt ist gleich mit heile...

Na ja

wo soll das Geld herkommen ?

"https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/trickserei-beim-bundeshaushalt-klaffendes-haushaltsloch-von-14-milliarden-euro-tendenz-steigend-a2995781.html"

und jetzt bitte nicht von Schulden ,Steuererhöhung reden sondern an der Ausgabenseite schauen .Merkel ,UNHCR ,Grüne ,Banken ,Vollversorgung Politiker Beamte und Eliten Wirtschaftsmigration ,Plünderung der Sozialausgaben durch einmal entnahmen ,falsche Politik in Energie ,Schuldenübernahme von anderen Länder usw es gibt viel was falsch läuft unter Grüne spd cdu ,der Politik der letzten 20 Jahre .

10:46 von Allrightcom

"Selbsternannte Lehrer

Hier im Kommentarbereich gibt es jedenfalls genügend "Lehrer", oder besser Schulmeister."

Nach meiner Beobachtung wird das nur in bestimmten Kreisen BEHAUPTET. ->

Wer Antidemokratie in anderen Ländern kritisiert, wird gern als "Schulmeister" diskriminiert, weil man daran keine Kritik wünscht.

Ausgebildete Schullehrer hingegen informieren über Sachverhalte.
Und lehren, wenn es hochkommt, wie man keinen 'Einsprechern' nachplappert.

10:58 Sisyphos3

Auch Bayern hat Lehrermangel, die niedrigste Abiturientenquote, Hebammenmangel, schliesst Bäder ... dafür haben sie etwas mehr Geld wegen der gehätschelten Rüstungsindustrie und die höchste Ärztedichte Deutschands ( am Starnberger See !).
Die CSU ist hauptverantwortlich für die fehlende Vermögenssteuer, Dieselkrise, verfassungswidrige Erbschaftssteuer, Nitrat im Grundwasser, Glyphosat, fehlenden Kampf gegen Steuerhinterziehung und für das teure Chaos in unserem föderalen System ... wo das Geld für mehr Bildung und Lehrer fehlt!
Das kann/muss der Wähler endlich ändern!

Warum wird eigentlich immer

Warum wird eigentlich immer z.B. der Lehrermangel in Deutschland erst dann so groß zum Thema gemacht, wenn die Bertelsmann-Stiftung, die eigens nur dazu gegründet wurde, ihren Gründern die rechtmäßige Zahlung ihrer Steuern zu ersparen, ihre ‘Weisheiten‘ verkündet, während das selbe Thema schon viel länger von vielen Seiten vorgebracht, immer wieder gleich im Themenorkus verschwindet? Das immer häufigere Fördern dieser ‘Stiftung‘ durch die Übernahme ihrer lauten Veröffentlichungen in und durch die fast gesamte Medienlandschaft, hinterläßt zu mindest bei mir, Zweifel am Interesse an einer unabhängigen und unparteiischen Information durch diese Medien. Zumal die Lösung dieses Lehrerproblems bestimmt auch weiterhin grob fahrlässig vernachlässigt wird. Dafür hat man dann den Vorteil gewonnen, ein Land mit sinkendem Bildungsstandard zu haben, wodurch man endlich mittels geschaffenem Bildungskretinismus mit seinen alleine selig machenden grünen, braunen oder roten Wahrheiten überzeugen kann.

11:01 von Youkai

(Viele Lehrer sind ja leider auch nur solala wobei andere dann wieder richtig toll sind im vermitteln von Wissen)
.
wie eben alles im Leben
nicht jeder Arzt ist wie der grosse Sauerbruch,
manche Verkäuferinnen schlafen an der Kasse ein
und manche ein Fliesenleger hat das Bad komplett gefliest,
wenn andere noch beim Fliesenhochtragen sind ....
und warum soll ein Lehrer sich von seinen Schülern unterscheiden,
da kriegt auch nicht jeder den Nobelpreis

Zustände an Schulen

Als ich noch im Schuldienst war (5J) war es schon katastrophal. min 50 % beherrschen nicht die deutsche Sprache! Ältere Schüler erkennen keine Autorität ( Respekt) an.
Da nutzen überhaupt keine neuen ( jedes Jahr) Didaktische Methoden, wenn sogar bei den biol. dt Schülern die Individuelle Ausprägung der Kinder im Vordergrund steht und nicht das gemeinsame Lernen gefördert werden soll.
Und viele andere Schwierigkeiten bis hin zum Bürokratieexzess sind keine Zugmittel den Lehrerberuf anzustreben. Die von der Politik und der Wissenschaft geforderten Verhaltensweisen der Lehrer erbringen ein Übriges das Verhalten der Schüler in eine Richtung zu lenken, die weiter Respekt
der Schüler und auch der Eltern vermissen lässt. Darum kann ich nur raten werdet .........

10:18 von Toni B.

"Bitte mal einen Blick in eine Schule werfen (persönlich oder per Reportage) und sich anschauen, wie Lehrer dort behandelt werden. Da sollte jedem klar sein, warum niemand mehr Lehrer werden will."

Lehrer werden von den Schülern sehr schnell in ein Nervenbündel verwandelt.
Darum scheiden so manche Lehrer aus Krankheitsgründen früh aus oder wollen es sich von vornherein nicht antun.

@11:00 von FuE

"Die sind zwar nicht die Ursache des Problems..."

Eben! Die paar Zuwanderer der letzten Jahre haben NICHTS mit dem Jahrzehnte alten Geiz in deutscher Bildungspolitik zu tun.

Alle aktuellen Parteien

Alle aktuellen Parteien profitieren von ungebildeten Wählern und Eltern die ständig besorgt sind. Nur so kann der aktuelle Politikstil weitergeführt werden.

10:38 von tagesschlau2012

"Langfristiges Denken ist in unserem Land nicht mehr erwünscht. Zahlen werden vorgegeben und von den treuen Diener abgenickt. Wer ein "Aber" sagt wird ausgetauscht."

Was manche sich so alles ausdenken.

seit

2015 sollte klar sein, dass in jegliche Prognose künftiger Schülerzahlen und entsprechend benötigter Lehrer-Anzahl die Zahl der bereits in D. befindlichen und zukünftig noch nach D. kommenden Migranten mit zu berücksichtigen ist. Auf den schon allein dadurch steigenden Bedarf an Lehrern hätte der Staat schon vor etlichen Jahren reagieren müssen.

Personalplanungen für Lehrer laufen immer gleich ab!

Die Schulen melden ihren Personalbedarf an neuen Schullehrern bei den zuständigen Aufsichtsbehörden auch rechtzeitig und auch vollständig an, ABER...

..bekommen diese völlig zurecht angeforderten Neulehrer aus den unterschiedlichsten Gründen letztendlich zumeist dann doch NICHT, denn um die schwarze Null zu erreichen, müssen die Länder angeblich(!!)..

..sparen, und sparen und sparen!

Daher mein Gesamtfazit:
Was nützt einem eine schwarze Null im Landeshaushalt, wenn dadurch die Bildung unserer zukünftigen Generationen dauerhaft den Bach runtergeht!

10:59 von dr.bashir

<< @10:21 von gensunasumus

"Ich schlage vor ...
die Lehrerzahlen deutlich zu erhöhen, Lehrer nicht mehr zu beamten und deren Gehalt an das eines Altenpflegers anzupassen."

Und Sie glauben, das erhöht die Attraktivität des Lehrerberufes? >>

Im gewissen Sinne schon.

Ich bin strikt gegen die Verbeamtung von Lehrern.
Denn das zieht die falschen Leute in den Lehrerberuf.
Und das wiederum verführt zum Stören der Schüler im Unterricht, was wiederum die Nerven dieser Lehrer zerstört.

Würden nur die Lehrer unterrichten, die mit Kindern umgehen können - und nicht die, die nur eine Beamtung wollen -, würde der Beruf automatisch attraktiver werden.

"Lehrermangel" wie lange gibt es den schon?

Das ist doch nichts Neues und dass dieser ständig zunimmt auch nicht. Wer grundlegende, lange bestehende Probleme nicht in den Griff bekommt (noch nicht einmal das Verschlimmern kann verhindert werden), gehört nicht an die Regierung, so einfach.

Kann mich noch an Appelle von Regierende an die Industrie erinnern, wenn es um Leiharbeiter u. befristete Verträge ging: "denkt bitte an eure soziale Verantwortung!"
Und selbst ist man ein extrem schlechtes Vorbild, gerade im Bildungsbereich.
Befristung und Entlassungen vor den Sommerferien sind für die Berufswahl "Lehrer" nicht gerade förderlich.

Luxus in Grundschulen

Was spricht dagegen, endlich wieder größere Klassenstärken zuzulassen?

Und vor allem die völlig falsch verstandene Inklusion aufzugeben.Vielmehr sollten wie in anderen Bildungssystemen gerade sozial auffällige Schüler getrennt gefördert werden, auch mit dem Ziel, sie dann bei z. B. abgestellten Verhaltensauffälligkeiten wieder zurück in die Regelschule einzugliedern.
Die völlig falsch verstandene Inklusion gerade in Grundschulen hat zur Unattraktivität des Berufes Lehrer beigetragen. Und auffällige Kinder finden keinen sozialen Anschluss in der Regelklasse (eine bemühte Mutter mit Spielenlassen ihrer Kontakte als Mitleidsaktion löst da gar nichts).
Und die Bezahlung muss wieder attraktiv auch für Männer werden. Ein Teil des Problems ist die einseitige Geschlechtsausrichtung des Lehrkörpers.

Mangel an Studienplätzen ist nicht der Grund, und Gymnasiallehrer sind keine Grundschullehrer, sie sind excellent ausgebildet zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

holymoly Returns

"Alle aktuellen Parteien profitieren von ungebildeten Wählern und Eltern die ständig besorgt sind. Nur so kann der aktuelle Politikstil weitergeführt werden."

Verflixt, durch Ihren überragenden Intellekt sind Sie uns auf die Schliche gekommen...

@altaria

So ist es….

Und es handelt sich um ein Studium
=> Kostet
=> Muss ggf abbezahlt werden, falls Bafoeg.

Die jungen Leute tuen gut, den Beruf kritisch zu betrachten.

Der Staat soll auf seinem Mangel sitzen bleiben.
Bis er es schafft, ihnen ein attraktives Angebot zu machen.
Das auch laengerfristige Perspektiven bietet.

Eine moegliche Loesung bestuende in der Reduktion der Schulferien.

Prinzipiell koennte man einen Teil dieser Zeit zum Unterrichten Nutzen.

Dann kaeme man vielleicht mit seinem Personalstamm aus.

Mir ist allerdings bewusst, das das bei den Lehrern kaum durchsetzbar waere….

11:38 von Sparer

so isses, und erstaunlich auch, daß Sie das hier so gelassen aussprechen können!

15:24 von eli

"Was spricht dagegen, endlich wieder größere Klassenstärken zuzulassen?"

Lehrer, die die jetzige Klassengröße nicht in den Griff kriegen, kriegen eine erhöhte erst recht nicht in den Griff.

Und wenn die Schüler jetzt schon den Stoff nicht mitkriegen, weil er nicht individuell erklärt wird, dann bei erhöhter Klassenstärke erst recht nicht.

"Gymnasiallehrer sind keine Grundschullehrer, sie sind excellent ausgebildet zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses."

Gymnasiallehrer sind ÜBERHAUPT nicht ausgebildet zur Förderung der Gymnasiasten.

Und außerdem wird im Gymnasium nicht prinzipiell der "wissenschaftliche Nachwuchs" ausgebildet.
Das Abitur wird auch in ganz anderen Berufen als den wissenschaftlichen benötigt.

@Leberkas um 09:10

Wer den Umfagen oder "Studien" einer Bertelsmann-Stiftung glaubt, ist selbst dran schuld.

@Sausevind, 11:48 (re 10:59 von dr.bashir)

"Ich bin strikt gegen die Verbeamtung von Lehrern.
Denn das zieht die falschen Leute in den Lehrerberuf.
Und das wiederum verführt zum Stören der Schüler im Unterricht, was wiederum die Nerven dieser Lehrer zerstört.
Würden nur die Lehrer unterrichten, die mit Kindern umgehen können - und nicht die, die nur eine Beamtung wollen -, würde der Beruf automatisch attraktiver werden"

Und alle - Lehrer wie Kinder - hätten mehr vom Unterricht. In jeder Hinsicht: Spaß am Lernen, Sozialverhalten - und vor allem Lernerfolg.

Ihrem Kommentar kann ich nur vollumfänglich zustimmen.

Meines Erachtens

ist es am Schwierigsten, die Kinder in den Grundschulen und Berufsschulen zu unterrichten. In Realschulen und Gymnasien laufen die meisten SchülerInnen fast selbständig.
Die Lehrer auf Gymnasien können z.B. Gruppenausarbeitungen durchführen, was man in der Grundschule kaum machen kann. Dort müssen die Kinder aus der Kindergartenmentalität herausgeführt werden. Zusätzlich können LehrerInnen in den ersten Jahren der Grundschule nicht auf Bekanntem aufbauend unterrichten. Da ist für die Kinder fast alles neu, was das Lernen erschwert.
In den Berufsschulen müssten die Lehrer eigentlich Schmerzensgeld erhalten.

Eli 15:24

"Was spricht dagegen, endlich wieder größere Klassenstärken zuzulassen?"
Nee, so wie ich es aus zweiter Hand erfahre werden Michael und Mohammed nicht gerade klüger oder einfacher. Häusliche Bildung und Erziehung sind immer weniger ausgeprägt und müssen schnellstens nachgearbeitet werden. In einer Klasse mit 30 Schülern ist das gar nicht mehr zu gewährleisten.

"Und vor allem die völlig falsch verstandene Inklusion aufzugeben."
Da schließe ich mich an, die Inklusion war gut gemeint, führt aber zu überforderten und gestressten Lehrern, Klassen, Schulen. Hier wird vermengt, was keinem hilft - vielleicht, um Kosten für Förderschulen zu sparen?

15:38 von Autochon

"Eine moegliche Loesung bestuende in der Reduktion der Schulferien.

Prinzipiell koennte man einen Teil dieser Zeit zum Unterrichten Nutzen.

Dann kaeme man vielleicht mit seinem Personalstamm aus.

Mir ist allerdings bewusst, das das bei den Lehrern kaum durchsetzbar waere…."

Ich dachte, dass Thema wäre hier Lehrermangel und wie man den beheben kann:
Und nicht, wie man den Lehrermangel steil in die Höhe schießen lässt.

Bei einem anstrengenden Arbeitstag von ca. 14 Stunden soll der Ferienausgleich auch noch reduziert werden?

Hausgemacht

Die nach dem Pisa-Schock eilig herbeigeführten Reformen an deutschen Schulen haben viele potenzielle Lehrer abgeschreckt. Wer will sich schon in ein System genereller Überforderung begeben? Individuelle Förderung statt Klassenunterricht (nicht einlösbar), Ganztagsschule (bringt nachweislich nichts, kostet nur Zeit und Nerven), Inklusion (begreift nichts oder stört, sitzt aber trotzdem dabei), Lernstandserhebungen (kommt Jahr für Jahr nichts Besseres bei heraus), Zentrale Prüfungen (Scheinvergleichbarkeit) , Schul-TÜV (= ideologische Qualitätsanalyse),... dazu noch quengelnde Eltern, miserable Ausstattung, Lärm (weil Lärmschutzmaßnahmen gegen den Brandschutz verstoßen) und, und, und! Na? Klingelt's?

ganz richtig ...

Genau diesen Aspekt habe ich in den vorherigen Kommentaren vermisst.
Wer will den unter den herrschenden Bedingungen für Lehrer noch diesen Beruf anstreben?!

Ich versuche es mal mit dem einen und anderen Grund.
Leider mehrt sich ein unerzogenes, renitentes bis gewalttätiges Verhalten der Schüler.
Ein Vorgehen der Lehrer hiergegen ruft sich genau so oder schlimmer verhaltende Eltern auf den Plan.
Ferner gibt es kaum bis keine Unterstützung durch die Schulleitungen.

Woher sollen da neue Lehrer kommen?!

Nettie 16:07

Sie ja bestens bescheid zu wissen.
Haben Sie's ausprobiert? Das würde ich zu gerne sehen. Dass nur solche Lehrer werden sollten, die Kinder und Jugendliche mögen und Zugang zu ihnen finden können, die Wissen auch vermittelb können, das liegt doch auf der Hand. Und wie ein Mitforist schon geäußert hat: Schwarze Schafe gibt es überall.

Pepe Paukerschreck 17:00

(dieses Mal hoffentlich ohne emotionsbedinte Tippfehler)
Sie sprechen mir (schriftlich) aus dem Herzen.

Fehlende Lehrer Quereinsteiger sollen es richten

Diese Situation hatten wir doch bereits vor ca. 10 Jahren im Bereich der Berufsschullehrer. Damals wurden Lehrer für die Ausbildung von Chemielaboranten gesucht. Quereinsteiger wurden nur mit vorhandener pädagogischer Zusatzausbildung genommen. BA und Jobcenter verweigerten mir die Finanzierung der padagogischen Zusatzausbildung. Kurze Zeit später kamen sie stattdessen mit einer Ausbildung zum Kindererzieher im Vorschulalter an. Diese beinhaltete auch eine padagogische Ausbildung für diesen Zweck. Meine Frage warum diese Ausbildung und nicht die andere bezahlt werde wurde nicht beantwortet. Ich lehnte ab. Das Schmankerl: Die Durchfallquote bei dem Bildungsträger lag auf Grund der unvollständigen und daher billigeren Kurzausbildung bei 80 % (soweit ich mich erinnere gab es zu dieser Ausbildung auch eine ARD-Sendung). BA/JC sind also definitiv nicht in der Lage die Ausbildung von Quereinstiegern zu organisieren. Hier sind die Kultusministerien der Länder gefragt .

Bedarf groß, aber kaum Durchlässigkeit des Systems

Nach intensiver Rücksprache mit der ADD Rheinland-Pfalz (Aufsichts-und Dienstleistungsdirektion) bestehen derzeit mit Blick auf akademische Quereinsteiger für das Grundschullehramt in Rheinland-Pfalz kaum Chancen, das System zu durchdringen.

Diese Informationen decken sich auch mit folgendem Vorgang aus eigener Erfahrung: Die Leitung einer Grundschule hat sich sehr dafür eingesetzt, mich als Seiteneinsteiger oder Quereinsteiger beschäftigen zu dürfen. Aus Sicht der Schulleitung hielt man mich sowohl fachlich als auch persönlich für sehr geeignet (Akademischer Studienabschluss mit zahlreichen inhaltlichen Überschneidungen vorhanden). Der Bedarf an der Schule war groß. Dennoch gab es keine Möglichkeit. Ich persönlich ziehe folgendes Fazit: Der Bedarf ist da, durchlässig ist das System derzeit hauptsächlich für Berufs- und Sonderschulen. Für die Grundschulen wurden nach meinen Informationen sogar Gymnasiallehrer abgeworben.

Bitte auch andere Lehrergewerkschaften zu Wort kommen lassen

Warum lässt man bei der ARD zu schulpolitischen Themen immer nur VertreterInnen der linken GEW zu Wort kommen? Wir leben in einer Demokratie! Es gibt nicht nur eine Lehrergewerkschaft und nicht nur eine Position zu dieser Krise im Bildungssektor! Die ARD sollte bei solchen Themen auch VertreterInnen des Philologenverbandes und des VBE befragen und deren Statements veröffentlichen!

Lehrermangel

Immer wieder heißt es, daß der Lehrerbedarf nicht vorhersehbar ist. Das ist einfach nur Unfug. Das Statistische Bundesamt ist sehr wohl dazu in der Lage und lierfert auch das Zahlenmaterial, nur die Politideologen wollen die Zahlen nicht Wahr haben und ignorieren die Fakten. Außerdem scheuen sie die Kosten. Kommt dann die Katastrophe, zeigen die Politideologen ihren gewohnten hecktischen Aktionismus.

Auch die Einwanderung in Form von Gastarbeitern, Asylanten und Flüchtlingen wird bei den Prognosen der Schülerzahlen berücksichtigt. Auch, daß Lehrer mit 65 Jahren "völlig überraschend und unvorhergesehen in Pension oder Rente gehen" wird bei der Vorhersage der Lehrerzahlen berücksichtigt - nur nicht bei den Politikern. Wir benötigen endlich mehr Fachkräfte in der Politik. Dort herrscht der wirkliche Fachkräftemangel in diesem Land.

15:59 von Sausevind Verkennung von Tatsachen

erstens entstamme ich einer Generation, wo die Klassenstärken groß waren, und trotzdem der Schulerfolg in der Breite gelang. D.h. es liegt nicht an der Klassenstärke, wenn heutige Schüler trotz Miniklassen a 20 und weniger und toller didaktischer Konzepte mit viel Selbstarbeit, dafür im individuellen Tempo, weit weniger erfolgreich in der Breite sind. Es liegt auch nicht am Lehrer, sondern an dem Elternhaus, dass die Autorität des Lehrers zerstört. Denn Grundvoraussetzung für Lernen in Gruppen ist Disziplin, egal ob Stillarbeit oder Frontalunterricht. Da muss nicht der Lehrer geändert werden, sondern den Eltern endlich mal wieder die Schranken aufgezeigt werden.
Gymnasiallehrer sind vor allem wissenschaftlich ausgebildet, schon immer waren promovierte Biologen, Chemiker als Quereinsteiger willkommen. Und natürlich ist die Didaktik das einfachste, aber was nützt es , wenn es modern ist Dyskalkulie zu haben.
Die Gesellschaft muss wieder in der Schule Leistung fordern, in der Breite!

So einfach ist das nicht

Zwar mögen an den Grundschulen Lehrkräfte fehlen, aber so einfach ist das mit dem Quer- oder Seiteneinstieg nicht. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW schreibt auf seinem Bildungsportal zum Thema Seiteneinstieg: " In der Grundschule ist der Seiteneinstieg nur für die Fächer Kunst, Musik, Sport und Englisch möglich. In den Fächern Mathematik und Deutsch ist der Seiteneinstieg in der Grundschule nicht möglich, denn in diesen Fächern sind die Anforderungen besonders hoch."

20:25 von eli

>> 15:59 von Sausevind

erstens entstamme ich einer Generation, wo die Klassenstärken groß waren, und trotzdem der Schulerfolg in der Breite gelang. >>

Ich stamme auch aus Urzeiten.
Wir reden aber von heute. Und die heutige Situation kenne ich auch.

>> D.h. es liegt nicht an der Klassenstärke, wenn heutige Schüler trotz Miniklassen a 20 und weniger und toller didaktischer Konzepte mit viel Selbstarbeit, dafür im individuellen Tempo, weit weniger erfolgreich in der Breite sind. >>

Doch, es liegt daran. Gruppenarbeit etc. ist eine no-go-Lösung.
Sie verführt den Lehrer zum Nichtstun, und die Schüler bringen nur ihre eigenen Lösungen nach Hause.

<< Es liegt auch nicht am Lehrer, sondern an dem Elternhaus, dass die Autorität des Lehrers zerstört. <<
Na nu.

<< Da muss nicht der Lehrer geändert werden, sondern den Eltern endlich mal wieder die Schranken aufgezeigt werden.<<

Wenn die heutige Situation nicht von dem Lehrer gemeistert werden kann, bleibe er diesem Beruf fern.

Notenmurks

Im Übrigen ist eine große Schuld der Schulmisere der heutige Elternanspruch auf sehr gute Noten. Noten werden nicht als leistungsbeschreibend begriffen, sondern als Belohnung, als Merkmal.
Zu meiner Zeit (60ziger/70ziger) war der Durchschnitt mit einer Drei zufrieden. Diese wurden ohne Nachhilfe, ohne Elterngezeter als Nachweis zum Erreichen des befriedengenden Klassenziels verstanden, nicht mehr und nicht weniger. Schon damals waren allerdings unsere Berliner Verwandten in der Grundschule mit Supernoten ausgestattet, und schrieben wörtlich vorgeübte Diktate. Bei uns in SH gab es Überraschungsdiktate und niemals vorgeübten Abklatsch. Wir hatten immer Zeit zum Spielen, denn es brauchte ja nicht vorgeübt werden und haben trotzdem Abi und Studium gemeistert, ohne Nachhilfe, müde Eltern und Elternterror in der Schulsprechstunde.....und die Lehrer waren gerne solche, so dass gerade unsere Generation geradezu Lehrerstudiengänge ob der optimalen Berufsbedingungen stürmten...

21:17 von eli

"Im Übrigen ist eine große Schuld der Schulmisere der heutige Elternanspruch auf sehr gute Noten. Noten werden nicht als leistungsbeschreibend begriffen, sondern als Belohnung, als Merkmal."

Ich kenne solche Eltern nicht. Und ich habe jede Woche mit einigen von ihnen zu tun.

"Wir hatten immer Zeit zum Spielen"

Sehen Sie:
die heutigen Gymnasiasten haben das nicht mehr. Sie kommen um 16 oder 17 Uhr nach Hause, schlingen sich ein Brötchen runter, und dann kommt die Nachhilfe, um ihnen Mathe und Latein und deutsche Grammatik zu erklären, wozu der Lehrer in der Schule nicht fähig war.

Was nützt es, die alten Zeiten zu besingen.
Es muss sich nicht jeder der heutigen Zeit stellen können: nicht jeder Beruf verlangt das.

21:11 von Sausevind

In den Grundschulen ist nicht Gruppenarbeit die Innovation, sondern das individuelle Einzelarbeiten, oder Abarbeiten von Stationen, die eben gerade dem Schülerleistungsniveau individuell angepasst sind. Also ideal, kann der stärkere mehr und herausfordernde Aufgaben bearbeiten, der schwächere eben nacharbeiten und weniger anspruchsvollere Aufgaben bekommen und zudem jeder in seinem Tempo vorgehen, der Lehrer ist coach.

Gruppenarbeit ist mehr bei Projekten, z.B. Igel im Herbst mit Basteln und Posterarbeiten, wobei die Grundschüler auch da betreut werden, und nicht allein sich und die Arbeit organisieren müssen.

Frontalunterricht ist selten. Aber alles funktioniert ausschließlich bei Disziplin und wenn eine gewisse Leistungsfreude bei den Schülern vorausgesetzt werden kann.

Projektarbeit und individualisiertes Lernen erfordern eigentlich wesentlich mehr Betreuung, als der verschriene Frontalunterricht. Der Frontalunterricht ist allerdings leichter disziplinarisch zu kontrollieren. ..

Es wurde ja von andern Forenmitgliedern schon erwähnt

der Lehrerberuf ist nicht mehr so attraktiv wie er mal war. Schwierigste Klassen schon in der Grundschule mit teils aggressiven Kindern und Gewalt, desinteressierte oder uneinsichtige pöbelnde respektlose Eltern, keine Unterstützung durch Schulleitungen und Politik- weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Viele Schüler, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, Verträge, die zu den Sommerferien auslaufen. Dann soll die Lehrerin oder der Lehrer noch fehlende Erziehung ausgleichen, Integrationsbeauftragter und Konfliktmediator sein und möglichst mehrsprachig, um seine Inhalte zu vermitteln. Also eierlegende Wollmilchsau und Prügelknabe in Personalunion. Wird schwierig sein

Wenn die Behörden fähig

währen, die Melderegister halbwegs zuverlässig zu führen. Wenn dann noch die Schulbehörden mit den Mathematikkenntnissen eines Viertklässler ausrechnen wie viel Kinder in welchem Jahr 6 werden, kann man Recht gut die Anzahl an Grundschullehrern ermitteln. Was läuft bei Politikern oder Ämtern schief????

21:54 von eli

von Sausevind

Das Artikel-Thema ist:
Es gibt zu wenige Grundschullehrer.
Sie sagen:
Es liegt an den Eltern. Diese müssen sich ändern.

Ich versuche die ganze Zeit lösungsorientiert zu argumentieren.
Aber für Sie ist es eine Sackgasse, wie es scheint.
Da zukünftige Grundschullehrer nicht sämtliche Eltern ändern können, und Ihrer Meinung nach Grundschullehrer mit der aktuellen Situation nicht klar kommen, gebe es keinen Ausweg.

Ich weiß, was unmotivierte Schüler sind, ich habe sie zu Hauf in der Nachhilfe.
Entweder es gelingt mir, die Ursache für die mangelnde Motivation zu finden und zu beheben, oder ich scheitere.

Darum mein Plädoyer dafür, dass Lehrer sich mit jedem einzelnen Kind und seinem Problem auseinandersetzen.
Mit den Eltern reden - und zwar einzeln mit dem Elternpaar - und so langsam das Kind motivieren.

Selbst wenn alle Schuldzuweisungen stimmen würden: es nützt nichts, der Lehrer muss es als Person lösen.

Die Anforderungen an Lehrer haben sich geändert

In der dritten und vierten Klasse waren wir damals (um 1962) 53 Schüler in einer Klasse. Frontalunterricht. Wer gestört hat, musste entweder vor die Tür, musste nachsitzen oder bekam Strafarbeiten aufgebrummt. Bei Wiederholung bekamen die Eltern einen Brief. Solche Möglichkeiten haben Lehrer heute wohl nicht mehr und würden solche Maßnahmen wohl auch nicht überleben.
Heute werden Kinder eingeschult, die die deutsche Sprache nur unzureichend verstehen. Von den Anforderungen der Inklusion ganz zu schweigen. Und heute müssen sich die Lehrer auch noch im Übermaß mit schwierigen Eltern auseinandersetzen. Ein Traumberuf ist das sicher nicht mehr.

19:52 von Euterpe Pepe Paukerschreck 17:00

"(dieses Mal hoffentlich ohne emotionsbedinte Tippfehler)
Sie sprechen mir (schriftlich) aus dem Herzen."

Mir auch.

Zu "emotionsbedinte Tippfehler": Da fühle ich mich in guter Gesellschaft.

Eine gute Nachricht, denn:

Weniger Lehrer, weniger Schule, - die Kinder werden nicht mehr psychologisch früh geschädigt. Nichts gegen die Lehrer, die Schule in ihrer momentanen Form ist überholt. 100 Jahre Psychologie, aber die Verantwortlichen haben nichts gelernt. Leistungsdenken ist kein Argument. Es sind Kinder, keine Erwachsene.

@21:58 von deutlich

Treffender kann man die Situation an vielen Schulen nicht beschreiben. Traurig aber wahr. Gab dazu auch Fernsehdokumentationen. (z.B. Panorama, ARD)

@sausewind

An den 14h intensiver Arbeit pro Tag wage ich zu zweifeln.
Das halten auch jüngere auf Dauer nicht durch.

Was den aktuellen und noch einige Jahre anhaltenden Mängel angeht.

Er wird sich entspannen.
Das sagt dieser Bericht und auch andere, die ich gesichtet habe.

Und Was wird mit den Lehrern, wenn der Bedarf wie gezeigt steil bergab geht ?

Würde ich Grundschullehramt studieren, würde ich schon sehen wollen, das man meine Arbeitskraft auch nach 2026 braucht.

Diese Perspektive wird nicht geboten.
Im Gegenteil.
Der Bericht würde mich daher klar davon abhalten, diesen Beruf ergreifen zu wollen.
.

22:25 von Sausevind Lehrer als Feuerwehr

Sie fordern noch mehr Lehrer, noch mehr individualisiertes Lernen und behaupten, das sei lösungsorientiert. Es ist doch aber so, dass die tollen neuen Konzepte eben gerade nichts bringen, die schulischen Leistungen in der Breite werden schlechter, und die Lehrerarbeit unattraktiver. Der Lehrer wird nicht als hochgebildete Person wahrgenommen, der im disziplinierten Umfeld sein Wissen weitergibt und damit den Fortbestand der Wohlstandsgesellschaft ermöglicht. Stattdessen soll der Lehrer persönlicher Coach jedes einzelnen Kindes sein. Merken Sie nicht , dass dies nicht der Lehrerberuf ist, sondern höchstens die Beschreibung der Zusatzleistung Nachhilfe.

Wenn trotz Reformen des Unterrichts alles schlechter und ungerechter wird (Nachhilfe ist privat), muss die Änderung an der anderen Schraube, Elternhaus erfolgen. Auch Eltern können diszipliniert werden. Der geregelte störungsfreie Pflichtschulbesuch ist essentiell für ein Staatswesen und dies muss Eltern vermittelt werden.

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