Kommentare

Wenn der Amazonas-Regenwald allen gehört

müssen auch alle dafür zahlen. Zur Erinnerung: Die Nationalparks in Afrika wurden zwar von den dortigen Staaten eingerichtet, aber deren Schutz, insbesondere die Finanzierung der Wildhüter, wurde umfassend über Spenden aus Europa vorgenommen. Und die Staaten Afrikas haten ein direktes wirtschaftliches Interesse an den Nationalparks: Tourismus, der mehr Geld bringt als die Jagd oder die landwirtschaftliche Nutzung dieser kargen Gebiete. Im Amazonas ist die Situation ganz anders: Der Schutz der Regenwälder bringt nur Sauerstoff, kein Geld. Und alle, die davon profitieren, sollen dafür zahlen. Natürlich muss dies wie in Afrika völlig zielgerichtet gehen, sonst versickert das Geld in den korrupte Strukturen. Aber wir müssen aufhören, über unsere kleinen Wäldchen hier zu reden - wir müssen auf Geld und Wohlstand verzichten, um die Grünen Lungen der Erde zu erhalten. Die Einheimischen dort können es nicht. Wir haben diese Länder als Kolonialmächte ausgeplündert.

Sollten nicht wir mit gutem Beispiel vorangehen.

Bevor wir den südamerikanischen Staaten vorschreiben was sie zu tun haben sollten wir erst mal mit gutem Beispiel vorangehen. Auch bei uns wird Umweltschutz nur praktiziert wenn es den Großunternehmen dient. Erst mal bei uns die Vermaisung auf den Feldern stoppen und nicht alles zubetonieren für Einkaufstempel und Singlewohnraum. Inlandsflüge und Lagerhaltung auf den Straßen abschaffen. Das Handy erst erneuern wenn das alte defekt ist. Dann können wir uns um andere kümmern und ihnen Vorschläge machen. Mit welchem Recht maßen wir uns an anderen Ländern Vorschriften zu machen wie sie sich zu verhalten haben. Bitte einmal darüber nachdenken.

Bolsonaro: Unter dubiosen Umständen an die Macht gekommen,

aber offensichtlich seinen Geldgebern verantwortlich, hat ja ganz offen zum Beseitigen des Regenwalds aufgefordert. So etwas wie Rechte der dort lebenden Bevölkerung ist für ihn "Sozialismus".
Er hat nicht damit gerechnet, dass die Weltöffentlichkeit darauf jetzt doch einen kritischen Blick wirft. –
Von der Argumentation er hat Morales Recht: "Die Profite, der Luxus und das Konsumverhalten, die einige wenige genießen, richtet großen Schaden bei jenen an, die die Erde bevölkern"

Freihandelsabkommen war der Startschuss für die Brandrodung

Kaum war das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercusor-Staaten Brasilien & Co. Ende Juni unterzeichnet, begannen die brasilianischen Profiteure, in großem Stile den Wald in Brand zu stecken, um der Perspektive auf einen höheren Agrarproduktexport gerecht zu werden. Auch wenn das Abkommen die Rodung verbietet, hindert das offenbar niemanden, vor seiner Haustür neue Agrarflächen zu schaffen. Die ganzen Umweltschutz-Appelle an Bolsonaro sind genauso wirkungslos, wie es dieser neue Anrainer-Vertrag sein wird.

Helfen könnte nur eine Aussetzung oder Kündigung des Freihandelsabkommens, gegen das ja klar verstoßen wird. Das wäre dann aber auch eine Gewissensfrage für die EU: Wegen des Klimaschutzes auf eigene Vorteile verzichten? Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht, denn wie immer wird die Politik nur labern, aber das Abkommen dann doch gegen alle Vernunft beibehalten.

„Drogenhandel sowie die zunehmende Ausbeutung der Wälder (...)“

Man muss es wirklich so deutlich sagen:

Entweder das Geld, das mit diesen Aktionen zu „verdienen“ ist verschwindet - und damit zugleich die Grundlage dafür, dass Leute wie Brasiliens Präsident Bolsonaro im Zusammenhang mit Naturressourcen von „Reichtümern“ (damit meinen sie natürlich ausschließlich das durch deren Ausbeutung bzw. Vernichtung zu verdienende Geld, das die Basis ihrer Macht ist) reden und die „Souveränität“ über Gebiete - z.B. den Regenwald - für sich beanspruchen können - oder wir. Und das ziemlich zügig:
„Der Amazonas-Regenwald brennt - verheerender als je zuvor“.

Der im Amazonas-Gebiet geborene Präsident Ecuadors: „"Wir töten die Erde", erklärte er. Als er von seinem Flug über den Amazonas-Fluss berichtete, kämpfte er mit den Tränen“.

Sein bolivianischer Kollege: „"Unser Planet kann ohne Menschen existieren, doch die Menschheit kann nicht ohne Mutter Erde existieren“"

Da haben beide vollkommen Recht.

@schmokie

"Freihandelsabkommen war der Startschuss für die Brandrodung" Am 07. September 2019 um 10:24 von schmokie

Da haben Sie wahrscheinlich Recht.
Zumal Importstopp aus Brasilien nicht in Sicht ist und Sanktionen nicht ausgesprochen wurden.
Der Brand wird also akzeptiert.

Ein anschauliches Beispiel

99,9% der Menschheit müssen sich mit 19% der Einkommen begnügen, während die obersten 0,1% 81% haben. Die ganze "Wachstumsarie" und die daraus folgende Umweltproblematik entspringt deren unersättlicher Gier.
.
So wie Mütter für ihre Gebär- und Erziehungsleistung wenig bekommen, so auch die Länder mit viel unberührter Natur. Der Umweltzertifikatehandel sollte eigentlich der Natur zugute kommen. Aber Spekulanten und Korrupte schöpfen das ab, und für die Natur bleibt nichts übrig. Der Amazonas-Regenwald ist ein anschauliches Beispiel für diese Situation der Menschheit.
.
Da der Satz gilt "Gier frißt Hirn", ist außer viel Palaver kaum etwas handfestes zu erwarten.

@ Autograf um 10:12

Sie schrieben:
" Wir haben diese Länder als Kolonialmächte ausgeplündert."
Wer bitteschön ist "wir"? Ich wüsste nicht, dass die BRD oder deren Vorgängerstaaten Kolonien in Südamerika hatten.
Außerdem sollten wir uns den moralischen Kolonialismus, den ich in Ihrem Beitrag erkenne, sparen! Die Brasilianer sind erwachsen und können für sich selbst entscheiden. Hören wir auf uns überall als Besserwisser und moralisch höhere Instanz zu gerieren!

Und schon wieder diese unwahre Behauptung!

Eine Lüge wird nicht dadurch wahr, dass man sie ständig wiederholt!

Der brasilianische Fernsehsender Globo (wahrlich kein Freund von Bolsonaro) hat vor ca. 2 Wochen eine Grafik der Brände von 1998-2019 veröffentlicht. Aus dieser Grafik geht eindeutig hervor, dass die schlimmsten Brände in der Regierungszeit von Lula stattfanden!

Ich fordere tagesschau.de auf, sachlich zu werden und sich nicht an den ideologischen Kampagnen gegen den konservativen Bolsonaro zu beteiligen!

Eine große Hilfe für das

Eine große Hilfe für das Amazonasgebiet könnte eine Verhinderung des Mercosurabkommens sein, dass im Endeffekt nur für noch mehr Abholzung sorgen wird.
Ausserdem haben wir in Europa genug Fleisch um es ins Ausland zu verkaufen und sind auf südamerikanisches nicht angewiesen.
Unsere Bauern würden das zu schätzen wissen.

@ Nie wieder spd

Eine große Hilfe für das
„Eine große Hilfe für das Amazonasgebiet könnte eine Verhinderung des Mercosurabkommens sein, dass im Endeffekt nur für noch mehr Abholzung sorgen wird.
Ausserdem haben wir in Europa genug Fleisch um es ins Ausland zu verkaufen und sind auf südamerikanisches nicht angewiesen.
Unsere Bauern würden das zu schätzen „

Da stimme ich Ihnen vollkommen zu.
Das Abkommen würde die Brandrodungen meiner Ansicht nach noch beschleunigen.
Man könnte soweit gehen es Brandbeschleuniger zu nennen.

Bolsonaro

wurde wegen der Bekämpfung der Kriminalität gewählt,das er nebenbei auch noch den Regenwald platt macht,war bei den Wählern nebensächlich.
Zu den Kommentaren,man soll nicht mit dem Finger auf andere zeigen:
Warum sollen die Länder am Amazonas nicht die selben Fehler machen wie wir in Europa auch?
Diese Länder könnten ja auch auf die Idee kommen aus diesen Fehlern zu lernen.
Prognosen sagen das es im Süden Brasiliens kaum noch regnen wird wenn der Regenwald abgeholzt und abgebrannt wird.
Was hier an Fläche auf der einen Seite nicht wirklich "gewonnen" wird geht auf der anderen Seite um ein vielfaches verloren.Den Präsidenten von Equador kann ich hier gut verstehen,bei so viel Ignoranz können mir auch die Tränen kommen.

@ um 10:15 von krittkritt

Bolsonaro, der einer christlichen(!) Partei angehört, ist vor allem auch mit der Hilfe der Konrad Adenauer Stiftung zum Präsidenten geworden, die jahrelang Wahlkampfhilfe geleistet hat.
Erst als kurz vor der Wahl Bolsonaros auch öffentlich bekannt wurde, dass Bolsonaro und seine christliche(!) Partei eher faschistische Züge an den Tag legen, hat sich die Konrad Adenauer Stiftung bei der Unterstützung Bolsonaros etwas zurückgehalten.
Vielleicht könnte Frau Merkel nun Bolsonaro daran erinnern, dass er ohne Wahlkampfhilfe aus Deutschland möglicherweise nicht so weit gekommen wäre.

Am 07. September 2019 um 10:47 von nie wieder spd

" Eine große Hilfe für das Amazonasgebiet könnte eine Verhinderung des Mercosurabkommens sein, dass im Endeffekt nur für noch mehr Abholzung sorgen wird.
Ausserdem haben wir in Europa genug Fleisch um es ins Ausland zu verkaufen und sind auf südamerikanisches nicht angewiesen.
Unsere Bauern würden das zu schätzen wissen. "

Das reicht noch nicht ganz, außerdem sollten wir nur noch Fleisch für unseren Verbrauch herstellen, und nicht Millionen Tonnen exportieren.

Selber mehr Flächen aufforsten, Flächen für Lebensmittel nutzen und nicht für Biokraftstoff und Energie, einzig Solar macht keine Schäden in der Natur.
Windmühlen töten Vögel und Insekten, Artikel gibt es genug zu lesen.

Also selber mal was in die Hand nehmen, und auch Deutschland wächst immer weiter, mehr Menschen brauchen auch mehr Platz und Ressourcen.
Immer zu erst vor der eigenen Tür kehren.

@ 10:42 von Spirit of 1492

Entschuldigen Sie, wenn ich in etwas größeren Dimensionen als meinem Heimatort denke - ich denke an Europa, das als Kolonialmacht ganze Kontinenten ausgebeutet hat - leider, um in erster Linie davon die Kriege zwischen uns zu finanzieren. Jetzt, wo wir dank EU in Europa endlich Frieden haben, sollten wir einen großen Teil der Friedensdividende an unser damaligen Opfer zurückgeben. Es geht überhaupt nicht um moralischen Kolonialismus - wir, westlichen Nationen, haben die Erde zerstört und wir müssen uns daraum kümmern, dass sie für alle Menschen lebenswert bleibt. Ich rede nicht von irgendwelchen Enteignungen, Kanonenbootpolitik etc., sondern davon, dass wir die Mittel bereit stellen für das, was die Menschen vor Ort nicht kennen. Selbst Nationalisten wie Nyerere haben es nicht als Kolonialismus verstanden, dass westliche Spender die Wildhüter in der Serengeti bezahlen und so die letzten Wildtiere Afrikas erhalten haben.

@ um 11:17 von wenigfahrer

Traurigerweise haben Sie vollkommen recht!

Meinen Sauerstoff habe ich reserviert, Glück af Wissenschaft

Wenn Europa und andere die Natur schützen wollen, sollten sie aufhören Fleisch, Soja, Holz u.a. Waldprodukte aus diesem Kontinent zu importieren und zu konsumieren. Die von Willkür, Banden, Diktatoren und Konzernen bedrohten südamerik. Staaten könnten bei ihrer Entwicklung politisch unterstützt werden. Das Gegenteil geschieht, sie dienen nur als billige Lieferanten und Absatzmarkt, insbesondere der deutschen Industrie. Wir können hierzu stehen, aber dann auch richtig. Am besten, wir reden nicht soviel darüber; Für die nächsten Jahrzehnte wird schon noch genug Sauerstoff da sein. Wer nach uns kommt, soll noch was zu tun bekommen.
Außerdem, die Wissenschaft wird sowieso über kurz oder lang alle Probleme lösen; Der Mensch ist sehr intelligent. Die Natur kann ihm schon lange nichts mehr anhaben.

Die masslose Gier ....

und die Arroganz gegenüber anderen Lebewesen wird die Menschheit bald und schnell auslöschen. Und NEIN , gewachsene Regenwälder kann man nach ihrer Vernichtung nicht auffordern. Von den Zig Mio. betroffenen Tieren redet ja nicht mal jemand! Wenn die Microwelt erst Mal zerstört ist geht da nix mehr. Betrachtet man nüchtern den Zustand des Planeten und unsere "modernen" Systeme ,dürften uns noch wenige Jahrzehnte bleiben bis zum Point of no return, wenn überhaupt. Die Erde braucht uns nicht und wird sich selbst von dem Krebs Homo Sapiens , der sich wie "Predator" benimmt erlösen. Dann beginnt ein neuer Zyklus. Mit unserem Nationalismus und unserer Ignoranz haben wir keine Chance. Schade aber auch. M.M.

Amazonas-Gipfel:Ein Pakt der für wenig Optimismus sorgt...

Das ist so.Sind doch die Teilnehmer im wesentlichen wirtschaftsliberale Vertreter,die die Abholzung und Ausbeutung des Amazonas befürworten(Lima-Gruppe).So soll die Soja-Produktion gesteigert werden.Das ist denen vor allem vor dem Hintergrund des gerade abgeschlossenen Mercosur-Handelsvertrages wichtig(Export nach Europa).
Und der rechte Präsident Bolsonaro hat dafür gesorgt,daß Venezuela erst gar nicht zu dem Treffen eingeladen wurde.

Bhutan.....

ist beispielhaft wie wir leben könnten, wenn wir nur wollten. Der Neoliberalismus ist der Tod dieses Planeten! Wir müssen nur genau hinsehen! Bald ist Schluss mit lustig.

Ich unterstütze....

die Forderung den Handel , Besitz und Transport von Tropenhölzern global zu verbieten! Das muss ein Ende haben! Tatsächlich braucht diese Hölzer kein Mensch wirklich. Verarbeiteter Bambus kann sie binnen weniger Jahre voll ersetzen.

Es ist leider so,

dass den Großteil der Weltbevölkerung unsere Klima- und Umweltsorgen nicht im Geringsten interessiert.

Da alle Menschen hohen

Da alle Menschen hohen Lebensstandard erreichen wollen und es immer mehr Menschen gibt ( + 80 Millionen jedes Jahr ) werden die globalen Resourcen immer stärker ausgenutzt. Dies ist auch gut im Amazonas-Regenwald-Gebiet zu sehen. Die vernünftigste Lösung wäre ein globales Abkommen, wie beim Klimaabkommen, um den Anstieg der Weltbevölkerung zu begrenzen. Leider ist hiervon bei den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN nichts vereinbart. Der im Artikel erwähnte " Pakt " wird wohl kaum etwas verändern.

@ wenigfahrer

„Windmühlen töten Vögel und Insekten, Artikel gibt es genug zu lesen.“

Im Falle von Insekten trifft das nicht zu, gerade Wildbienen zum Beispiel sterben an Monokulturen, weil da bestimmte Proteine und Vitaminzusammensetzungen fehlen.
Da hab ich mich mal ein bisschen eingelesen, hier bei mir Wildblumen gepflanzt Ihnen mit Bienenhotels ein Heimat gebaut und es dauert gar nicht so lange, bis ich hier wieder sehr viel dieser kleinen nützlich Insekten sehe könnte.

@ kk07 (11:57)

"Es ist leider so, dass den Gorßteil der Weltbevölkerung unsere Klima- und Umweltsorgen nicht im Geringsten interessiert."

Ebensowenig interessiert den Deutschen die Verringerung sinnloser Überproduktion und Überexport umweltschädlicher, naturfeindlicher Produkte. Davon lenken wir lieber nur ab, und erzählen uns, wie beruhigend, die andern sind's, die es nicht kapieren.
Der Handelsvertrag mit Mercosur ("bitte, rodet für unsere Autos und Mittagstische euren Urwald ab") ist nur eine von vielen, bewußten Taten gegen die Umwelt und Natur. Die Interessen liegen hier halt anders.
Die "Weltbevölkerung" hat längst begriffen, worum es bei "unseren Klima- und Umweltsorgen" geht.

Wenn man den Drogenhandel

Wenn man den Drogenhandel legalisieren würde, könnten die Bauern dort Koka anbauen. Deutlich mehr Gewinn, auf geringeren Flächen. Die Preise würden purzeln und die Kriminalität sinken.
Also eine Win-Win-Win-Win Situation.

@ Autograph um 11:26

Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, dass an allem Übel der Welt Europäer unmittelbar oder mittelbar schuld sind?
Im Übrigen finde ich Ihre Argumentation interessant. Wenn es um die vermeintlichen Folgen des Kolonialismus geht, sind die Deutschen natürlich mitschuldig, weil sie wie Spanier, Portugiesen, Franzosen zufällig auch Europäer sind. Schieben Sie den Spaniern, Portugiesen, Franzosen dann im Ausgleich auch einen Teil unserer "immerwährenden Schuld" zu? Und wenn nicht, warum nicht?

@ um 12:02 von Werner40

Das sehe ich auch so. Die Erde lässt sich nun mal nicht aufpusten, damit jährlich über 80 Millionen Menschen immer mehr und größere Flächen für Wohnraum, breitere Straßen, Geschäfte und so weiter bekommen. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden dadurch aber kleiner. Alle wollen ein großes Stück vom Kuchen abbekommen, wahrscheinlich wird auch in Brasilien den Menschen großer Reichtum versprochen, wenn sie weitere Landflächen bearbeiten (abbrennen geht schneller als Handarbeit) und den Ertrag verkaufen. Soweit ich gelesen habe gelten 5 Millionen Brasilianer als landlos, Indigene sind überproportional in der armen Bevölkerung vertreten. Auch in Deutschland kann man den Handwerker, Förster und andere nicht problemlos in einen anderen Job unterbringen.
So traurig und vor allem bedenklich ich die Regenwaldvernichtung finde: Man muss eine andere Einkunftsmöglichkeit und Arbeit für Brasilien finden, leere Zusagen werden nicht mehr ausreichen. Habe leider keine Idee, Tourismus im Regenwald

@ um 11:57 von kk07

Das liegt daran , dass sich ein Großteil der Weltbevölkerung täglich um das Überleben am nächsten Tag sorgen muss. Da ist einfach kein Platz und keine Zeit für Sorgen um die Zeit danach.
Dank unseres rücksichtslosen Wirtschaftssystems, dass sich um die Umwelt und das Klima einen Dreck sorgt.

@ Agent apple um 11:53

Sie schrieben:
"Bhutan ist beispielhaft wie wir leben könnten, wenn wir nur wollten."
Und beispielhaft dafür, wie wir leben werden, wenn Politiker Ihrer Gunst entscheidenden Einfluss bekommen. Nordkorea oder Kambodscha unter den Roten Khmer wären andere beispielhafte Gesellschaften.
Guten Appetit beim Grassalat und der täglichen Hand voll Reis!

@superschlau

Endlich mal ein vernünftiger Post von Ihnen . Bravo.

@Spirit of 1492

Na ja. Die , die die dort roden sind in der grossen Überzahl die Nachkommen der Kolonisatoren und die Urbevoelkerung wird gerade gleich mit vernichtet . Kolonisierung 2.0 vor den Augen(und mit freundlicher Unterstützung) der Weltoeffentlichkeit. Ein Verbrechen ist das , was sich gerade beschleunigt fortsetzt.....oder fragt jemand die Urbesitzer und Bewohner des Regenwalds? Nicht das ich wüsste. Die wissen allerdings genau wie wichtig ein intakter Wald ist. Von den abermillionen Tieren und Pflanzen gar nicht zu reden. Krank ist diese Welt bis ins Mark. Ignorant und geisteskrank . M.M.

Agent apple

"Neu
Am 07. September 2019 um 13:48 von Agent apple
@superschlau

Endlich mal ein vernünftiger Post von Ihnen . Bravo.

"

Selbstverständlich. Da ich zu den Wenigen mit Durchblick gehöre, wäre es angebracht, sich diese Idee mal anzuhören. Und wenn es nicht Koka sein soll, dann muß man sich halt überlegen, was die dort im Urwald machen können. Ohne den Urwald zu zerstören.
Aber ich wüsste nicht, was am Koka schlimm sein soll. Kokain wird weltweit nachgefragt und konsumiert. Eigentlich ein absolutes Erfolgsprodukt.

@Spirit of 1492

N Korea und Khmer Rouge mit Bhutan zu vergleichen zeugt von wenig bis keinem Sachverstand. Gruss aus Kambodscha

Ist doch ganz einfach:

Wenn Europa und Nordamerika für die saubere Luft, die ihnen die Amazonasregion liefert, endlich angemessen bezahlen, wird auch weiterhin geliefert!

Das ist doch wirklich einfach zu verstehen.

Ich kenne eine Gemeinschaft -

die unterstützt massiv die Abholzung und Brandrodung, indem sie neue Verträge gemacht hat über die Lieferung von noch mehr Soja und noch mehr Rindfleisch. Soja und Rindfleisch wachsen aber nicht am Baum. Also muss der Wald gerodet werden, wie auch immer, damit die EU mehr Soja und Rindfleisch importieren kann.
Wie scheinheilig ist diese Welt!

Hier wird nichts aufhören.

Es geht um Geld, um viel Geld, um hohe Gewinne für deutsche Unternehmen. Somit stehen dann die Lobbyisten Schlange im Bundestag.

In Hessen und anderen Bundesländern

werden Waldgebiete freigegeben, damit Windenergieanlagen gebaut werden können. Deutschland will weniger CO2 produzieren und das Klima retten und beseitigt gleichzeitig die Wälder, die CO2 binden. Pro "Windmühle" sind das ca. 0,5 Ha Wald. Und wenn so ein Teil brennt, ist der ganze Wald hinüber.
Die Rechnung auf kurze Sicht zahlen die deutschen Bürger, auf lange Sicht alle.
Herr Altmeier will ja die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen abkürzen und Widersprüche leichter abwürgen lassen.
Das ist gelebte Demokratie in Deutschland.

@ krittkritt

//Von der Argumentation er hat Morales Recht: "Die Profite, der Luxus und das Konsumverhalten, die einige wenige genießen, richtet großen Schaden bei jenen an, die die Erde bevölkern"//

Wir reden von dem Evo Morales der seine Einstellung zum Thema Brandrodung, die der von Jair Bolsonaro in nichts nachstand, erst auf massiven Druck geändert hat?
Der vorher etwa so argumentiert hat:
„es sei okay, dass die Kleinbauern sich durch Brandrodungen Ackerland für ihre Viehwirtschaft verschafften“
Zitat ist aus dem Spiegel.

erbärmlich

Es ist erbärmlich heute immer noch von dem Problem des Regenwaldes zu lesen und zu hören.
Ich bin fast 50 Jahre, dieses Thema kenne ich seit meiner Schulzeit und ich denke, dass dieses Problem auch in den kommenden 40 Jahren nicht gelößt sein wird.

@um 13:09 von Superschlau

Um Himmels Willen...
Stellen Sie sich alle Warlords, Populisten, (Waffen und sonstige) Lobbyisten, Großkonzernsbesitzer, bis hin zu den Hooligans im Fußballstadion auf Koks vor...

Zu einem wäre der dritte Weltkrieg schneller da, als man es begreifen könnte ..

Und zum Anderen

Wenn der Planet eines nicht braucht, ist es mehr Menschen mit Größenwahn...

Der hat uns schon vom (Natur-) Zerstörungspotential dahin gebracht, wo wir jetzt leider sind...

Regenwald Bolivien

Wenn der bolivianische Präsident, bekanntermaßen ein Sozialist, die Brände anprangert und deren Ursache hauptsächlich beim Kapitalismus und seinen Erscheinungen sieht- was wohl auch stimmt; warum tut er und seine Regierung nicht selbst etwas gegen die Waldbrände im eigenen Land? In Bolivien ging, prozentual zur Fläche des dortigen Waldes, die Brandrodung viel intensiver voran als in Brasilien. Oder ist die dortige Regierung genauso korrupt und unfähig, wie es viele linke und rechte Regierungen, gerade in Süd- und Mittelamerika waren- und auch heute noch sind?

Nachtrag

Wenn, dann lieber Cannabis und Opium für Schmerzmittel...

Es wäre aber auch noch herauszufinden, was dann die bisherigen Drogenkartelle bei ihrem "überflüssigen Dasein so veranstalten würden"...?!

Der Couch Kritiker

Warum sollten die dauernd auf Koks sein?
Mal abgesehen davon hätten Warlords und Diktatoren doch genug Geld, Sich das heute schon zu kaufen. Hooligans nehmen heute Alkohol. Wo sehen Sie nun ds neue Gefahrenpotential?

Mir fällt leider nichts anderes ein, was man im Urwald anbauen könnte, ohne den zu zerstören.
Andererseits könnte man auch die 765mio€, die wir ins reiche Indien überweisen, den Amazonasanrainern zukommen zu lassen, als Entgeld für Unseren Sauerstoff.

10:12 von Leberkas

"Bevor wir den südamerikanischen Staaten vorschreiben was sie zu tun haben sollten wir erst mal mit gutem Beispiel vorangehen. [...] Erst mal bei uns die Vermaisung auf den Feldern stoppen und nicht alles zubetonieren für Einkaufstempel und Singlewohnraum."

Auch hier das ständig gleiche Muster:
Dafür plädieren, dass man das Elend in der Welt auf keinen Fall unterbindet: mit dem (Schein-) Argument, dass der Mensch immer nur eins zur Zeit machen kann und nur eins machen soll.

De facto geht das Plädoyer dann so, dass man den ZUR ZEIT brennenden Regenwald komplett abbrennen lassen soll.

Dass Menschen in der Lage sind, zwei Dinge oder mehr gleichzeitig zu tun, stellt man als unmöglich dar.

Auch Ihr Argument, dass man nicht vorschreiben darf, dass der Regenwald nicht abbrennen darf, sehe ich als Angriff auf die Menschheit.

Was da in Südamerika gerade

Was da in Südamerika gerade passiert, kann gar nicht hoch genug aufgehängt werden.
Niemand weiß wirklich, was der derzeit stattfindenene Verlust von solchen Massen an Regenwald für das globale Klima in 5 Jahren bedeuten wird.
Es ist ganz dringend notwendig, so schnell es geht internationalen Druck bzw internationalen Support aufzubauen, der dafür sorgt, dass die Feuer gelöscht und die Rodungen gestoppt werden.
Niemand kann das verantworten, was die Menschheit hier gerade zulässt und Folgen könnten dramatisch sein und sind nicht abschätzbar.
Das alles ist eine äußerst gefährliche Situation.

10:42 von Spirit of 1492

"Die Brasilianer sind erwachsen und können für sich selbst entscheiden. Hören wir auf uns überall als Besserwisser und moralisch höhere Instanz zu gerieren!"

Jeder einzelne Brasilianer kann für sich selber entscheiden, aber nicht für einen Wald, der für die ganze Welt zentral ist.

Einen Besserwisser sehe ich weit und breit nicht - außer Ihrem Plädoyer, im Namen aller Menschen das einzig Richtige zu verkünden.

Das ist wieder dieser gefährliche Nationalismus:
nur weil der Regenwald - den die ganze Welt benötigt - in Brasilien liegt, soll der Brasilianer mit ihm machen dürfen, was er will.

Nettie 10.31

Die Brände im Amazonasgebiet sind eine Tragödie. Aber es ist nicht nur Brasilien betroffen, sondern auch Peru und Bolivien. Dort hat der Präsident Morales per Dekret sogar die Landbevölkerung zu Brandrodungen ermutigt, berichtet u.a. die Welt. Hier dazu kein Wort. Bloß ja nicht differenzieren, wenn man so einen ins Weltbild passenden Sündenbock hat

wir Europäer...

wir benötigen 5 mal mehr Resorcen der Erde, als der Durchschnitt der restlichen Weltbevölkerung!
Bevor wir anderen Vorschriften machen, sollten wir erst mal selber bescheidener werden.

Aktionismus?

habe gerade gelesen, das Umweltministerium will Ölheizungen verbieten lassen, nun noch mehr Holzofen oder wie?
wohne in Miete und haben keinen Einfluss, aber dies wird weitere Mietpreis Steigerungen bringen...

Brasilien darf natürlich brandroden!

Ich versteh nicht, wie man als Deutscher den typischen Zeigefinger auf die Brasilianer richten kann. Bis vor wenigen Jahren gab es das Thema Umweltschutz in Deutschland gar nicht. Damals galt "Wirtschaft zuerst". Vor allem nach dem Krieg rauchten überall die Schornsteine und die Abfallprodukte der Industrie wurden in den Flüssen entsorgt. War das gut? Nein, natürlich nicht. Aber Schwellenländer wie Brasilien müssen technologisch aufholen und sollten beim Thema Umweltschutz nicht die gleichen Maßstäbe anwenden wie Industrienationen. Die sollen ihre Industrialisierung ruhig auf Kosten der Umwelt vorantreiben dürfen.

Und wenn der Westen ein Problem mit der Abholzung der Wälder hat, kann er ja dies durch Aufforstung auf SEINEM Gebiet ausgleichen. Ich glaube niemand wäre dagegen.

07. September 2019 um 17:15 von Sausevind

>> Das ist wieder dieser gefährliche Nationalismus:
nur weil der Regenwald - den die ganze Welt benötigt - in Brasilien liegt, soll der Brasilianer mit ihm machen dürfen, was er will. <<
.
Haben Sie etwas zur Entstehung oder Rettung des Regenwaldes beigetragen?
Wenn nein, überlassen Sie die Entscheidung den Brasilianern.
.
Verursachen Sie kein CO2? Wenn nein zahlen Sie doch eine CO2 Abgabe an Brasilien damit der Urwald erhalten bleibt.

Der Nachfrager 15.10

"....nicht gelößt.."? Besser: nicht verstanden werden will!!! Es lebe der Profit!

Amazonasgipfel

Der größte US-Vasall und Regenwaldzerstörer Bolsonora ließ sich aus "gesundheitlichen Gründen" entschuldigen - das sagt alles. Weiter so! Sein Sohn ist übrigens US-Botschafter

18:06 von pxslo

"Ich versteh nicht, wie man als Deutscher den typischen Zeigefinger"

Ach, vor allem der Russe ist dann ein typischer Deutscher mit seinem Zeigefinger, und der Ami erst: Wie oft streckt Trump nicht seinen typischen deutschen Zeigefinger in die Welt.

Bloß die Deutschen selber nicht, weil sie aus der Geschichte gelernt haben.
Sie kritisieren nur, weil sie dessen Notwendigkeit auch aus der Geschichte gelernt haben.

"Und wenn der Westen ein Problem mit der Abholzung der Wälder hat, kann er ja dies durch Aufforstung auf SEINEM Gebiet ausgleichen. Ich glaube niemand wäre dagegen."

Ja, genau. Den uralten Regenwald Brasiliens - rund 15 Mal so große wie Deutschland - kann man in Deutschland mal eben nachbauen, und alles ist wieder gut.

@ Sausevind (17:15)

"(gefährlicher Nationalismus) nur weil der Regenwald - den die ganze Welt benötigt - in Brasilien liegt, soll der Brasilianer mit ihm machen dürfen, was er will."

Sie akzeptieren sicher und räumen ein, dass der Brasilianer (und andere) in Sachen des weltweiten Luftverkehrs, des Massentourismus auf Land und See, der Benzin- und Dieselmotorproduktion, der Plastikindustrie und des übermäßigen Fleischkonsums - um nur einige Themen zu erwähnen - ein Mitspracherecht, damit eine "Einmischung" in unseren Industrieländern, unserer Wirtschaftspolitik und unseren Konsum- und Freizeitgewohnheiten haben.

@ Longjogger

„Aktionismus?
habe gerade gelesen, das Umweltministerium will Ölheizungen verbieten lassen, nun noch mehr Holzofen oder wie?
wohne in Miete und haben keinen Einfluss, aber dies wird weitere Mietpreis Steigerungen bringen...“

Genau das ist es Aktionismus, Frau Schulze hat ja auch ganz grandiose Idee für Alternativen für Ölheizungen auf dem Land.
Schade nur das die Heizungsbauer die ich gefragt hab, keine Alternative für meine Ölheizung hatten...
Mit ziemlicher Sicherheit lag es nicht dran, das sie ungern am Verkauf einer neuen Heizungsanlage verdient hätten.
Vermutlich weiß Frau Schulze es aber besser als die Leute die dafür auf der Meisterschule waren.

@18:39 von Sausevind

"Ja, genau. Den uralten Regenwald Brasiliens - rund 15 Mal so große wie Deutschland - kann man in Deutschland mal eben nachbauen, und alles ist wieder gut."

Deutschland kann ja schon mal anfangen und seinen Teil dazu beitragen. Den Rest machen dann EU, USA und Canada. Die Fläche wäre dann zig mal größer als ganz Brasilien.

Aber nur kritisieren und selber nix tun reicht eben nicht.

18:17 von Kein Einstein

"Haben Sie etwas zur Entstehung oder Rettung des Regenwaldes beigetragen?
Wenn nein, überlassen Sie die Entscheidung den Brasilianern."

Ich nehme keinerlei Befehle entgegen.

18:46 von Ist Wahr

"Sie akzeptieren sicher und räumen ein"

Nö.

Die Regenwälder des Amazonas

Die Regenwälder des Amazonas sind Teil eines globalen "Weltnaturerbes" und stehen sicherlich nicht in der ausschließlichen Verfügungsbefugnis von Bolsonaro. Zusammen mit Donald Trump scheint er sich aber in den Kopf gesetzt zu haben, selbst die elementaren Grundlagen der Schöpfung zu vernichten, um kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg daraus zu schöpfen, getreu dem Motto: "Nach mir die Sintflut". Die Weltgemeinschaft muss nach Mitteln und Wegen suchen, um dieser Ignoranz wirksam zu begegnen. Wirtschaftliche Sanktionen allein werden nicht ausreichen.

17:03 von Sausevind

Sehr geschätzter Sausevind ich bedauere das sie mir nicht folgen konnten und meine Aussage mißinterpretieren.
"Auch Ihr Argument, dass man nicht vorschreiben darf, dass der Regenwald nicht abbrennen darf, sehe ich als Angriff auf die Menschheit."
Es war nie die Rede davon das ich der Meinung bin der Regenwald solle abgebrannt werden. Auch die Menschheit greife ich nicht an wie sie es mir gerne unterstellen würden.
Wir haben einfach nicht das Recht andere zu Maßregeln wenn bei uns auch vieles mindestens so im Argen liegt.
In diesemn Sinne hoffe ich das sie meine Erklärung richtig verstehen damit ich ihre Kommentare achten kann.

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