Ihre Meinung zu: Geburten in Deutschland: Immer mehr Gebärende über 40

3. September 2019 - 15:35 Uhr

2018 sind wieder mehr Babys als im Vorjahr zur Welt gekommen - insgesamt fast 788.000 Kinder. Den Trend zur späteren Geburt bezeichneten die Statistiker als "bemerkenswert".

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Kommentare

Na und?

Na und? Ist es schlimm? Es gibt Männer, die mit 70 noch Vater werden. Das ist dann für das Kind heftig wenn dieses 20 ist Klar ist 40 recht spät, aber wenn es die Lebensplanung nicht anders hergibt? Ob jung oder alt, mit oder ohne Kind, mit oder ohne Beruf, es kommt die Vermutung auf ich betone, nur die Vermutung auf, das Frauen sich für jede Situation rechtfertigen müssen.

Statistiker am Werk

Bemerkenswert sei die Zunahme der Frauen, die bei der Geburt eines Kindes 40 Jahre oder älter waren, sagten die Statistiker. Das war im vergangenen Jahr bei 42.800 Geburten der Fall. Zwar war ihre Geburtenhäufigkeit mit 88 Kindern je 1000 Frauen immer noch relativ gering.

Diese Aussage halte ich für falsch wenn sich "ihre" im zweiten Satz auf Frauen über 40 bezieht. Dann müssten aus dieser Gruppe (40-100 Jahre) 88 von 1000 Frauen im Jahr gebären.

Richtig wäre vermutlich die Aussage das von 1000 gebärenden Frauen, 88 aus 1000 älter als 40 Jahre waren.

Geburten pro Frau

Auch wenn der Artikel eine Statistik wiedergibt, finde ich die Betonung, Geburt pro Frau, immer wieder befremdlich, zumal sich der wissenschaftliche Hintergrund und das Ziel dieser Veröffentlichung nicht erschließt .
Für mich klingt es wie in der Zucht. Auch 15 jährige als “Frauen” wie selbstverständlich in die Statistik einfließen zu lassen, empfinde ich als empörend!!!!!

@ FHoffmann

Richtig wäre vermutlich die Aussage das von 1000 gebärenden Frauen, 88 aus 1000 älter als 40 Jahre waren.

Nein, es war richtig so, wie es im Artikel steht.

Bei 960000 Sterbefällen und

Bei 960000 Sterbefällen und 788000 Geburten in 2018 ist der Saldo mit 172000 leicht negativ und das ist gut so. Auch Geburten bei Frauen älter als 40 Jahre sind heutzutage ja kein Problem mehr.

@Dauersucher

"Na und? Ist es schlimm? Es gibt Männer, die mit 70 noch Vater werden."

Es ist natürlich keineswegs schlimm, aber Sie wissen schon, dass es da ein paar biologische Unterschiede gibt und Frauen auf natürlichem Wege nicht mehr mit 70 Mutter werden können?

"es kommt die Vermutung auf ich betone, nur die Vermutung auf, das Frauen sich für jede Situation rechtfertigen müssen."

Bei Ihnen vielleicht, bei mir nicht.
Es ist statistisch jedenfalls bemerkenswert, wenn so viele Frauen in diesem Alter noch Kinder bekommen.

Von den damit einhergehenden Risiken wollen wir dabei noch nicht mal reden ...

Gebt den Leuten einfach

Gebt den Leuten einfach dreimal so viel Geld, dann müssen nicht zwei Elternteile arbeiten.
Dann kann man sich auch die extremen Mieten leisten und auch die unfassbaren Steuern und Abgaben könnte man sich leisten. Und dann würden sich die Frauen auch früher um Nachwuchs kümmern. Auch wären dann 3 oder 4 Kinder kein Problem.

@Sunkissed

"Auch wenn der Artikel eine Statistik wiedergibt, finde ich die Betonung, Geburt pro Frau, immer wieder befremdlich, zumal sich der wissenschaftliche Hintergrund und das Ziel dieser Veröffentlichung nicht erschließt."

Statistiken haben erst einmal kein besonderes Ziel außer der Feststellung von Fakten.

Aber der wissenschaftliche Hintergrund einer Statistik "Geburten pro Frau" ist doch eigentlich sehr offensichtlich: Darstellung der Reproduktionsfähigkeit einer Gesellschaft.

"Auch 15 jährige als “Frauen” wie selbstverständlich in die Statistik einfließen zu lassen, empfinde ich als empörend!!!!!"

Das ist keineswegs empörend, sondern schlicht nüchterne Statistik. Es geht darum zu erfassen, wie viele Kinder pro weibliches Gesellschaftsmitglied im gebärfähigen Alter (wäre Ihnen diese Formulierung etwa lieber?) zur Welt kommen.
Im Sinne des "Kinderkriegens" sind auch 15-jährige Jugendliche Frauen, da sie ja nun einmal Kinder bekommen und es ab und zu auch in unserer Gesellschaft machen.

Soso.

Früher waren die Frauen bei Geburt ihrer Kinder 20, dann 30 inzwischen (in Teilen) 40.

Dass das eventuell etwas mit einem gewissen Gellschaftsmodell namens "Kapitalismus" und seinen absurden Wachstumsbedüfnissen zu tun haben könnte, bilde ich mir sicher nur ein.

Vorerst kann man das noch schönreden und (wie User "Dauersucher") von "Lebensplanung" sprechen.

Aber irgendwann sind auch der kapitalistisch-fremdbestimmten "Lebensplanung" natürliche Grenzen gesetzt, und spätestens dann hat das System ein Problem...

Vermuten darf man ja...

Vermuten darf man ja...

@Dauersucher:

Ich teile die Vermutung allerdings nicht.

Meine Vermutung wäre schlicht, daß der Hinweis auf "über 40" rein aufgrund der Biologie erfolgt.

Interessant wäre hier, ob es sich bei der Angabe um Erstgebärende über 40 handelt oder nicht... (bzw. wie die Verteilung aussieht).

Ab einem Alter von 35 Jahren...

... der werdenen Mutter - sowie unter 18 Jahre - wird die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft...

... klingt schlimmer als es ist.

"Eine Risikoschwangerschaft bedeutet nicht zwangsläufig, dass es zu Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf kommen muss. Die Einstufung als Risikoschwangerschaft bedeutet normalerweise nur, dass es Grund dazu gibt, die Schwangerschaft besonders intensiv zu überwachen und deshalb bestimmte Untersuchungen zusätzlich von der Krankenkasse übernommen werden."
Q:https://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/risikoschwangerschaft-id94153.html

So war es auch bei unserem ersten Kind, meine Frau war 36...

Wir wurden bestens betreut, waren uns über alles im Klaren und alles gut.
Wie auch 3 Jahre später bei unserem 2. Kind... :)

Daran ist nichts bemerkenswert

Es wurde schon vor einigen Jahren thematisiert, das es einen Trend gibt das Menschen sich später für Kinder entscheiden, weil sie sich zum Beispiel zuerst im Beruf festigen wollen.
Das war jetzt eins von mehren Beispielen, die schon vor dieser Statistik thematisiert wurden, warum das so ist.

Genauer Hinsehen

Ich würde mir wünschen, dass die Medien da mal genauer drauf schauen. Betrachte ich mein Umfeld fällt auf a) es gibt mehr Mehrlingsgeburten welche auch ein Indikator für b) sind - und b) immer häufiger werden künstliche Befruchtungen notwendig. Falls dem so wäre, und dies signifikant für die Gesellschaft ist schließen sich da mMn bedeutende Fragen an: ist dies nur in Deutschland so, oder weltweit? Welche Faktoren kann die Wissenschaft für die reduzierte Fruchtbarkeit nennen? Sind es die Weichmacher? Andere Umwelteinflüsse? Ein streßigerer Alltag? Wie steuern wir gegen?

Kinderbetreuung einfacher zu gestalten ist richtig, wenn es einem Volk nur noch durch Zuwanderung gelingt seine Zahl zu erhalten. Aber noch wichtiger wäre doch darauf zu achten, dass alle gesund genug bleiben, so dass sie auch Kinder kriegen können!

Das kommt davon..

..wenn immer mehr Menschen aus finanziellen Gründen gezwungen sind, immer mehr zu arbeiten (oft in prekären Verhältnissen), um finanziell zu überleben...

Außerdem warten immer mehr Frauen, bis der vermeindlich Richtige Partner kommt..die Ansprüche an diesen werden immer höher und so werden Frauen immer älter, bis sie Mütter werden..falls überhaupt..

Immer mehr Gebärende über 40

Ich sehe das nicht als sehr aussagekräftig. Sind es Erstgebärende? Oder kommt noch ein Nachzügler?
Dass sich Frauen erst „spät“ Mutter werden, kann viele Gründe haben.
Mich hätte mal interessiert, wie alt Erstgebärende derzeit sind ( bis 20, 25, 30, 35, 40 plus)?..
In den 70ern haben Frauen früher Kinder bekommen. Da reichte auch noch ein Einkommen für eine Familie. Das ist heute nicht mehr oft so. Bis dass man Studium, Ausbildung abgeschlossen hat, und ein unbefristeter Arbeitsvertrag den Unterhalt sichert dauert es nunmehr viel länger, bis dass man Familienplanung finanzieren kann.

Das ist doch toll!

Je größer der Gap zwischen Eltern und Kindern, desto mehr Raum können Handy und Medien einnehmen. Das heißt, reales Zusammenleben wird durch virtuelle Gemeinschaften überlagert. Kein Wunder, dass Kinder nicht mehr Kinder sein können.
.
Wer´s nicht glauben will: Mütter mit Babies im Kinderwagen->
1. Das Kind sitzt von der Mutter abgewandt allein vor sich hin.
2. Mutti fummelt und kommuniziert derweil mit dem Handy.
Ein Handy wird laut Studie bis zu 2.500 Mal am Tag angefasst. Davon kann ein Baby nur träumen.

@17:00 von Dauersucher

"Ob jung oder alt, mit oder ohne Kind, mit oder ohne Beruf, es kommt die Vermutung auf ich betone, nur die Vermutung auf, das Frauen sich für jede Situation rechtfertigen müssen."

Ich glaube, mit Ihrer Vermutung liegen Sie gar nicht so falsch.

Bevölkerungszahlen, Politik, Probleme

Natürlich sind Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland hochpolitisch. Die TS bringt hier nur die heutige kurzgefasste Pressemeldung von destatis. Wer wirklich mehr erfahren will, schaut sich dort die differenzierten Ergebnisse und Zahlenreihen an. Viel Spass und Fragezeichen dabei allen Älterwerdenden und Politikern.

@17:53 von DrBeyer @Dauersucher

//"es kommt die Vermutung auf ich betone, nur die Vermutung auf, das Frauen sich für jede Situation rechtfertigen müssen."

Bei Ihnen vielleicht, bei mir nicht.

Es ist statistisch jedenfalls bemerkenswert, wenn so viele Frauen in diesem Alter noch Kinder bekommen.

Von den damit einhergehenden Risiken wollen wir dabei noch nicht mal reden ...//

Hört sich aber gerade bei Ihnen danach an, als ob Frauen sich auch hier wieder rechtfertigen müssen.
Vielleicht liegt es bei manchen Paaren auch einfach nur daran, dass die Entscheidung FÜR eine Kind partnerschaftlich getroffen wird? Oder dass FRAU sich etwas länger Zeit lässt bei der Suche nach dem richtigen Vater?

Nachtrag zu meinem Kommentar von 18.25 Uhr...

... und ja, ich wage zu behaupten, daß es dem Kindeswohl zum Guten gereicht, wenn die Eltern schon ein gewisses Alter - sprich Lebenserfahrung - haben, um die notwendige Gelassenheit mitzubringen, routiniert die täglichen kleinen Katastrophen zu meistern.

@18:25 von Nirwana1962

"Wir wurden bestens betreut, waren uns über alles im Klaren und alles gut.
Wie auch 3 Jahre später bei unserem 2. Kind... :)"

Dann herzlichen Glückwunsch!

"...waren uns über alles im Klaren..."

In meinen Augen eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine liebevolle Erziehung der Kinder. Nichts ist verhängnisvoller als Überforderung.

@18:07 von rossundreiter

"Dass das eventuell etwas mit einem gewissen Gellschaftsmodell namens "Kapitalismus" und seinen absurden Wachstumsbedüfnissen zu tun haben könnte, bilde ich mir sicher nur ein."

Nein, sicher nicht. Aus einer älteren Statistik ging hervor, dass vor allem gebildetere Frauen später Kinder bekommen. Da liegt "Dauersucher" ja nicht falsch mit der "Lebensplanung".

Was die heutigen Verhältnisse anbelangt: Welcher junge Mann mit befristetem Arbeitsvertrag oder Niedriglohn kann denn an die Gründung einer Familie denken? Ist dann dennoch ein Kind da, muss oft noch ein Zweitjob angenommen werden, weil das Geld nicht reicht. Auch nicht gut fürs Familienleben.

@18:44 von Aber-aber

"Bis dass man Studium, Ausbildung abgeschlossen hat, und ein unbefristeter Arbeitsvertrag den Unterhalt sichert dauert es nunmehr viel länger, bis dass man Familienplanung finanzieren kann."

Hinzu kommt, dass in manchen Branchen ein Übermaß an Flexibilität gefordert wird. Ist mit Familie aber nicht so leicht. Ist schon in einer Partnerschaft oft ein Problem.

@18:44 von Aber-aber

"In den 70ern haben Frauen früher Kinder bekommen. Da reichte auch noch ein Einkommen für eine Familie."

So ähnlich äußerte sich auch Andreas Kalbitz (AfD) am Sonntag. Das beste Rentenkonzept ist, den Familien wieder die Möglichkeit zur (mehr) Kindern zu geben. Höhere Renten über Steuern und Schulden ist das Konzept der letzten 30 Jahre und das funktioniert langfristig nicht.

18:07 von rossundreiter

"Dass das eventuell etwas mit einem gewissen Gellschaftsmodell namens "Kapitalismus" und seinen absurden Wachstumsbedüfnissen zu tun haben könnte, bilde ich mir sicher nur ein."

Ja, ich denke auch, dass das nur Einbildung ist ->

1. Den Kapitalismus haben wir schon seit ca. 1949

2. Der Kapitalismus hat immer nur Wachstum von Geld im Sinn, aber nicht die wachsende Anzahl von Geburten.

3. Es wollen immer mehr Frauen sich auch im Beruf verwirklichen. Selbstverwirklichung ist gänzlich gegen den Sinn des Kapitalismus.
Ich empfehle die Frühschriften von Karl Marx.

@19:42 von Sausevind 18:07 von rossundreiter

„3. Es wollen immer mehr Frauen sich auch im Beruf verwirklichen. Selbstverwirklichung ist gänzlich gegen den Sinn des Kapitalismus.“
Ist es eigentlich auch Selbstverwirklichung, wenn ein Mann einen Beruf ausübt?
Wo ist denn Ihrer Meinung nach der Unterschied zu berufstätigen Frauen?
Ist es Selbstverwirklichung, wenn Alleinstehende einer geregelten Arbeit nachgehen? Ist Putzen Selbstverwirklichung? Ist es Selbstverwirklichung einer Frau, wenn das Gehalt des Mannes nicht für die ganze Familie ausreicht und sie deswegen einen Halbtagsjob annimmt um noch Zeit für die Familie zu haben und später eine Hungerrente? Ich habe bis heute nicht begriffen, was das sein soll – Selbstverwirklichung.
Wenn Punkt 3 zutrifft, kann Punkt 1 nicht mehr stimmen.
Zu „2. Der Kapitalismus hat immer nur Wachstum von Geld im Sinn, aber nicht die wachsende Anzahl von Geburten.“
Ohne Konsumenten wird es aber nichts mit dem Wachstum. Abgesehen davon stößt JEDES Wachstum irgendwann an eine natürliche Grenze.

19:41 von AbseitsDesMains...

"Höhere Renten über Steuern und Schulden ist das Konzept der letzten 30 Jahre und das funktioniert langfristig nicht."

Blödsinn. Das Konzept der letzten 30 Jahre war die gut gefüllte Rentenkasse für alles andere zu plündern und heute dafür die Hälfte aller Rentner mit dem Minimum abzuspeisen und das auch noch zu versteuern.

Es wäre genug da.

Man (und Frau) muss verstehen, dass Familie und Kinder ein Stück Selbstaufgabe bedeuten (bei eigentlich allen Säugetieren). Und dann einen Weg finden gemeinsam das Beste draus zu machen. Aber die egoistische Erziehung der letzten Jahrzehnte hat eine Generation erzeugt, die den Kompromiss nicht wirklich kennt.

Aber richtig, dass geht auch nicht mit allen Jobs finanziell gut und da liegt das größere Problem.

@Anna-Elisabeth um 19.24

>>Nichts ist verhängnisvoller als Überforderung.<<

... genau so ist es.

Deshalb war es mir auch ein Bedürfnis, einen Nachtrag, ob meines Empfindens, abzusetzen. (19.18 Uhr, leicht ueberschnitten mit Ihrem Re)

BTW: unser staatliches Gesundheitssystem - Thx God - trägt Sorge dafür, daß auch im höheren Alter das Wunder des Lebens möglich ist.

Wir alle sollten das, bei aller Kritik, niemals geringschaetzen, sondern stolz darauf sein.

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