Ihre Meinung zu: Taliban-Angriff in Afghanistan: "Nicht bereit für den Frieden"

31. August 2019 - 16:03 Uhr

Gespräche und Gefechte - so sieht die Lage in Afghanistan derzeit aus. Während Taliban-Vertreter mit den USA verhandeln, griffen ihre Kämpfer Kundus an. Die Regierung zweifelt an der Friedensperspektive. Von Bernd Musch-Borowska.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.666665
Durchschnitt: 2.7 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Man darf keineswegs glauben,

Man darf keineswegs glauben, die Taliban würden sich an irgendeine Vereinbarung länger als ein paar Stunden halten. Jede Naivität ist fehl am Platze.

Tatsache ist, entweder

Tatsache ist, entweder ziehen alle alliierten Truppen ihre Soldaten der und Afghanistan zerfällt wieder unter den radikalen Taliban Regime. Allerdings finde ich, es ist nicht vAufgabe von ausländischen Truppen den Frieden dort zu sichern. Wichtiger sollte der Aufstand der liberalen Afghanen sein. Es gibt eben Zeiten dass das Land und die jetzige angestrebte Gesellschaftsform mit Gewalt verteidigt. werden. Für mich reine Kopfsache, auch wenn es Bürgerkrieg wäre.

Nach Afghanistan

Kommt Gott nur zum Weinen.

Haben alle Bemühungen dort irgendeinen Sinn, ausser das Leben und die Gesundheit der stationierten Soldaten zu gefährden und eine Menge Geld zu verschwenden? Ich bezweifle es.

Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden. Was sich da abspielt, ist doch wohl sowas wie finsteres Mittelalter, mit dem Unterschied, dass es in Europa keine Burkas gab. Und dass diese Stammeskrieger über Waffen verfügen, die sie nicht haben sollten.

Taliban-Angriff

"Der Angriff der Taliban in Kundus steht doch völlig im Widerspruch zu den Gesprächen in Doha. Das zeigt doch nur, dass die überhaupt nicht bereit sind für Frieden in Afghanistan. Die wollen kämpfen."
###
Natürlich nicht. Solange Ausländische Truppen in Land sind werden sie weiterkämpfen. Und was diesen Verhandlungen in Doha angeht...Mit wenn Verhandeln den die USA überhaupt . Mit Terroristen... das muß man so sagen. Und das sind zur Zeit nun mal die realistischen Fakten in Afghanistan ! Das kann man, so traurig wie es auch ist nicht ändern ! Also Handeln auch sie Frau Merkel und Frau AKK. Ziehen Sie die Bundeswehr aus diesen Land zurück !

Ausser Spesen nichts gewesen...

Tja, so ist das halt, wenn man glaubt, andere Völker und Kulturen gegen ihren ausdrücklichen Willen aus dem Mittelalter herausholen zu wollen. Dumm nur, wenn die das vielleicht gar nicht wollen?! Da werden jahrelang Milliarden von Steuergelder sinnlos verballert und am Ende wird man wieder genau da stehen, wo man angefangen hat: Die Taliban und andere Clanchef´s werden ihr Volk wieder weiter drangsalieren - alles wie gehabt. Nein, zusätzlich haben wir dann auch noch Flüchtlingsströme erzeugt, die es sonst vielleicht so gar nicht gegeben hätte. Also, als auf Erfolg hinaus hin arbeitender Unternehmer kann ich da nur sagen:
" Ausser Spesen, nichts gewesen..." Würde ein normales Unternehmen so geführt, wie es uns manchmal die Politik vorlebt, dann würden Firmenpleiten noch und nöcher an der Tagesordnung sein. Aber solange "humanitäre ""Kriege"" aus der Steuerkasse statt aus der Privatschatulle von Politikern bezahlt werden, wenn kümmert´s da schon ...

Hoffnungslos

Die Taliban sind ein hoffnungsloser Fall.Alle Truppen zurückziehen.Die Alternative wäre mit ein paar hundertausend Infanteristen einzumarschieren.

Tatsachen in die Augen sehen

Offenbar finden die Mehrheit der Afghanistan, die von den Taliban vertretenen Werte und Normen richtig. Sonst würden sie sich den Taliban in grosser Zahl entgegen stellen.
Sicherlich ist es für uns schwer zu akzeptieren, dass die Afghanen sich in den letzten 18 Jahren nicht davon überzeugen haben lassen, dass z. B. gleiche Rechte für Mann und Frau etwas Gutes sind.
Aber vielleicht lehrt uns dieser Umstand ein wenig Demut und Realismus wenn es um die Frage der integrierbarkeit von Afghanen in das hiesige Gesellschaftssysteme geht?

@17:42 von Lyn

"Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden."

Was bitteschön ist in Ihren augen denn ein "zivilisiertes" Afghanistan? Mit einer Infrastruktur, Städten, Häusern mit adretten Vorgärtchen nebst den Zwergen wie bei uns???

Was maßen wir uns im Westen eigentlich mittlerweile alles an? Das nimmt mittlerweile Ausmaße an, das man es an Borniertheit kaum noch ertragen kann! Ich weis, das sie das bestimmt nicht böse gemeint haben und ich vermute, das wir gedanklich da gar nicht so weit auseinander liiegen.

Ich denke jedoch, das wir generell in diesen Ländern mal gar nichts zu suchen haben, und uns auch von der Politik nicht weiter verschaukeln lassen sollten. "Humanitäre Kriege" gibt es nicht, was es aber gibt ist die UN Carta, die grundsätzlich alle Angriffe auf andere Staaten untersagt! Und dementsprechend sollten wir unsere Politiker auch aussuchen und wählen. Ich persönlich habe jedenfals keine Lust mehr, jeden Tag solche Horrormeldungen zu lesen!

Zyklop (17:29)

Die "Taliban" sind keine straffe Organisation mit Führungsstrukturen, sondern lediglich eine Menge in Gruppen organisierte Kämpfer mit gemeinsamer Ideologie, aber nicht unbedingt gemeinsamen Zielen und schon gar nicht unter einer gemeinsamen Führung, die bei allen Anhängern Autorität und Gefolgschaft genießt.

Was eine (vielleicht eine größere) Gruppe aushandelt und tatsächlich gewillt ist einzuhalten, kann anderen Gruppen ziemlich egal sein oder wird sogar torpediert, weil die Vereinbarungen diesen Gruppen (oder deren Führern) Nachteile bringt.

Kompromiss der Starken

Die offizielle Sprachregelung hat in Kriegs- und Krisenzeiten und -gebieten nur bedingt etwas mit der Realität und den Absichten der Beteiligten zu tun.
Tatsache ist, die USA und Nato-Länder haben sich seit 2001 zusätzliche ökonomische und geostrategische Positionen in Süd- und Zentralasien verschafft und werden diese nach eigener Bekundung nicht aufgeben. Allenfalls wird man "sichtbare" Truppenteile und Strukturen reduzieren.
Der aktuell gemeldete Angriff der Taliban könnte vor dem Hintergrund der Verhandlungen mit den USA zum Zwecke der Verbesserung von Verhandlungspositionen stehen.
Es scheint wohl klar, dass ohne Einbindung der Taliban in einer zukünftigen Ordnung Afghanistans nichts zu machen ist. Nun düfte es um die Einzelheiten und Machtanteile gehen und darum, welche Rechte westlichen Staaten, ihren Beratern und Geheimdiensten eingeräumt wird.

Was für ein Debakel. Unter

Was für ein Debakel. Unter fadenscheinigen Begründungen 2001 einmarschiert und 18Jahre später geprügelt abgerückt. Das ist die Billanz der "unbesiegbaren US Army".
Wenn man es mal ernsthaft betrachtet, haben sie eigentlich nur das deutsche Reich wirklich besiegt. Danach gabs immer was auf die Ohren (Vietnam), oder so komische "Halbsiege" ( Korea, Irak, Afganistan).
Man kann eben nicht jeden Menschen zu demokratie und westlichem Lifestyle zwingen. Man sieht doch, wie intolerant wir hier sind, wenn wir eine Frau in Burka sehen müssen. So wird es den Taliban auch gehen, wenn sie die westliche Besatzer rummarodieren sehen.

Tatsache ist doch, dass die NATO vom ersten

Tag an, in Afghanistan "Kriegsfürsten" toleriert hat. Hierzulande würde man von Maffia Strukturen sprechen. Es ist doch selbst in unseren Medien berichtet worden, dass seit dem die NATO in Afghanistan tätig ist, dieser Staat zum größten Drogenproduzenten der Welt aufgestiegen ist. Drogenanbau ist in Afghanistan genauso selbstverständlich, wie Zuckerrüben in der BRD.

Aber genau diese Kriegsfürsten sorgten dafür, dass die NATO über Jahre hin und wieder hübsche Bilder aus Afghanistan vermelden konnte. Nur bricht nach und nach dieses perverse Konstrukt zusammen. Und auch ist mittlerweile bekannt, dass NATO Staaten die Taliban zur ihrer Macht verholfen haben und das nur, um der GUS eines auszuwischen.

Nur allgemeiner Wohlstand würde die Situation verändern aber wahrscheinlich dürfte das Arm und Reichtum-Verhältnis heute noch unfairer sein, bevor die NATO und GUS ihre "Möglichkeiten" dort gezeigt haben.

Die Taliban braucht die NATO nicht mehr, um sich mit Waffen zu versorgen.

Die Zeit zeigt doch, dass der

Die Zeit zeigt doch, dass der Westen mit den USA an der Führung nicht allmächtig ist. Die Zeit zeigt auch, dass der Westen kein Recht hat auf seine militätische Präsenz und Aktionen in anderen Ländern. Schliesslich ergibt es auch keinen Sinn. Für uns, normale Erdenbürger. Politiker haben ihre spezifische Logik. Die Menschen in Saudi-Arabien, in den VAE, in Teilen des Fernosten u.s.w. leben auch nicht nach unseren Vorstellungen, aber im Frieden, ihre Länder werden nicht zerstört und sie bekriegen sich nicht.
Wie kann der Westen das jemals wìeder gutmachen, was in Afghanistan, sowie im Irak, in Syrien angerichtet wurde?

@Lyn

"Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden."

Ja, aber man kann ihnen dabei helfen. Dass das nicht unwillkommen ist und durchaus auch Fortschritte für die dort lebenden Menschen bringt, haben die 10 Jahre vor 2014 gezeigt, als es dort relativ ruhig war.

"Haben alle Bemühungen dort irgendeinen Sinn, ausser das Leben und die Gesundheit der stationierten Soldaten zu gefährden und eine Menge Geld zu verschwenden? Ich bezweifle es."

Wie gesagt, als dort noch deutlich mehr Truppen stationiert waren und die öffentliche Sicherheit mehr oder weniger garantiert haben, ging es den Menschen dort auch deutlich besser. Jedenfalls wurden sie in der Zeit nicht von einer mittelalterlichen Terrormiliz mit modernen Waffen unterdrückt.

Taliban Angriff...

Am 31. August 2019 um 17:42 von Lyn...
Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden. 
###
Gegenfrage...wollen Die Afghanen das denn ? Oder inwiefern ist die zu. Offizielle Regierung Afghanistans und die Armee von den Taliban unterlaufen ? Der Westen wird es niemals schaffen, und schon gar nicht mit Truppen, das Afghanistan in einen zivilisierten Staat verwandelt wird.

In Afghanistan hatten vor dem US-Eingreifen Mädchen Unterricht.

@18:07 von ChristianK.
Also wir, der Westen, haben aus einem relativ modernen Staat mit vielen Dollars erst das von Islamisten kontrollierte Gebilde geschaffen.
Präsidentenberater Brzezinski war persönlich in Afghanistan und hat die islamistischen Kämpfer ermutigt.

Es ging also gar nicht um "westliche Werte", sondern darum die Sowjetunion zu schwächen, und das ist, wie Brzezinski in einem Interview betonte, doch "gelungen".

@ChristianK.

"Nein, zusätzlich haben wir dann auch noch Flüchtlingsströme erzeugt, die es sonst vielleicht so gar nicht gegeben hätte."

Na, da würden mich aber wirklich mal Zahlen zu den afghanischen Flüchtlingen interessieren. Sind das jetzt mehr oder weniger als vor dem großen Truppenabzug?

Ich kann es nicht belegen, hätte aber den starken Verdacht, dass zu den Zeiten der starken westlichen Truppenpräsenz die Flüchtlingszahlen niedriger als jetzt waren.
Falls ich damit richtig liegen sollte, hätten wir durch den Truppenabzug also die Flüchtlingsströme erst ausgelöst.

Zitat Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums:

„"Die Taliban sind jetzt noch in zwei Gebieten der Stadt, in einem Wohnviertel und in einem Krankenhaus. Sie nutzen die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde. Wir konnten sie noch nicht von dort vertreiben, weil wir vermeiden wollen, dass Zivilisten ums Leben kommen"

Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, mit solchen Leuten auf politischer Ebene zu verhandeln.

„Die Regierung zweifelt an der Friedensperspektive“: Dass diese Zweifel mehr als begründet sind, ist nur allzu offensichtlich:

„Während Taliban-Vertreter mit den USA verhandeln, griffen ihre Kämpfer Kundus an“/
„Schwer bewaffnete Kämpfer der Taliban hätten die Provinzhauptstadt von verschiedenen Seiten angegriffen (...). Es soll viele Tote und Verletzte gegeben haben“

Die Einzigen, die in diesem geschundenen Land überhaupt über Waffen verfügen dürften, wären ehrlich (das heißt standhaft!) um die Verteidigung der Interessen von dessen ZIVILBEVÖLKERUNG Bemühte.

18:18 von MWunsch ...

"Die "Taliban" sind keine …" das ist was dazu zu sagen wäre, die Talibane sind, auch nicht anders als "die Warlords" nur klingt Warlords eben per se differenzierter als Taliban, weshalb man unter letzterem eher eine homogene (und vielleicht auch tumbe) Maße zu verstehen bereit ist. Sie zu bekämpfen bräuchte es, soviel scheint doch klar eine ausreichend starke und motivierte Schar, die bereit ist nicht nur in Afghanistan, sondern auch in den umliegenden Ländern hinter alle möglichen Türen zu schauen, an Bärten zu ziehen und in Bücherregalen zu stöbern um dann, aber auch mal den westlich-dekadenten Humanismus gründlich beiseite zu lassen und reinen Tisch zu machen - nur schlechte Menschen lassen sich ebenso wenig ausmerzen, wie schlechte Gedanken und deshalb lohnt der Aufwand kaum.

Taliban !

Das kommt dabei heraus, wenn man mit islamistischen Terroristen Frieden schließen will. Das sind Terroristen und Schlächter, die unbedingt an die Macht wollen und dieses Land noch weiter zurück ins Altertum schicken.
Da jetzt Truppen ab zu ziehen wäre der falsch
Weg, das ermuntert diese Idioten noch mehr.
Denen müsste die Geldmittel genommen werden, das heißt, alles Opium vernichtet und alle Kämpfer schonungslos gejagt werden.
Wenn die ausländischen Truppen nur in ihren Lager sind, kann dies natürlich nicht klappen.
Auch müsste auf Russland ein gewirkt werden, dass es alle Waffenlieferungen einstellt.

Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!

Das Problem mit Afghanistan und mit anderen Ländern (wie Mali) ist dass sowohl die U.S.A. als auch die EU immer denselben Fehler machen: sie mischen sich ein aber greifen dann nicht hart genug durch. Den gleichen Fehler haben die Russen davor auch schon gemacht: da scheiterte die Mission an den Kosten.
Was soll ein Krieg gegen das finsterste Mittelalter, angeführt und befeuert von religiösen Fanatikern, wenn nicht mit Gewalt durchgegriffen wird? Gewalt ist die einzige Sprache die der Taliban versteht, andere Mittel kennt er nicht. Das halbherzige Getue mit Ausbildungsprogrammen und Unterhandlungen führt nur zu neuen Unruhen und Morden.
Die westliche Welt hat genügend moderne Waffen und Techniken um den Taliban ein für allemal platt zu machen, aber sie trauen sich nicht die einzusetzen weil sie nicht wissen wie der Rest der islamischen Welt darauf reagieren würde.
Entweder ganz raus da oder 'neutralisieren': dieses Hin und Her hilft niemandem, auch der leidenden Zivilbevölkerung nicht.

Sieg nur von innen

Der Sieg über die Taliban kann nur von innen kommen.

Aber scheinbar gibt es noch zu viele Sympathisanten, die die Taliban decken/unterstützen.

Die jahrzehntelange Vergangenheit hat gezeigt, dass die Besatzung nicht den gewünschten Erfolg erzielen kann. Deutschland sollte endlich - wie von der AfD gefordert - die Konsequenz ziehen und unsere Soldaten dort abziehen, anstatt sie weiterhin in Gefahr zu bringen und Tote in Kauf zu nehmen.

Feudale Clanstrukturen

dienen den Taliban zur Erhaltung und dem Ausbau der Macht ihrer Drogenbarone.
Der niedrige Bildungsstandard und die Massenarmut der Mehrheit der Landbevölkerung erlauben den Erfolg ihrer Kämpfer. In Verbindung mit dem missbrauchten islamischen Glauben , der Frauen unterdrückt, wollen sie ihre mittelalterlichen Machtstrukturen durchsetzen, um möglichst ungestört ihren Geschäften nachgehen zu können.
Die Möglichkeiten, das Land mit seinem erheblichen Bevölkerungswachstum, das es in Zukunft nicht mehr ernähren können wird wirtschaftlich aufzubauen, wissen sie so zu verhindern. Verlässlich sind sie nur in Hinsicht auf die erbarmungslose Durchsetzung ihrer eigenen Ziele und Geschäfte.
Das Misstrauen der Bevölkerung gegen fremde Mächte im Lande und deren"Segnungen" versteht, wer sich mit der Geschichte des Landes befasst hat.
Ein echter Demokratisierungs- und Bildungsprozess kann nur von den Afghanen selbst kommen und stellt bestenfalls eine Wette auf die Zukunft dar.
Ausgang ungewiss.

Falsches Angriffsziel

Es sollten die zur Verantwortung gezogen werden, die die Waffen liefern, statt jahrelang in fremden Territorien gegen die zu kämpfen, die sie nutzen.
Aber huch, dann müssten wir uns ja selbst bekämpfen, immerhin haben alleine deutsche Rüstungsfirmen 368 Millionen € an Lieferungen für den aktuellen Afghanistan-Krieg verdient.
Quelle: waffenexporte.org nach Zahlen der Bundesregierung.
Oder gar unsere "Freunde".
Das Muster ist doch immer gleich, ob Irak, Afghanistan oder irgendein anderes Land: Erst wird erst die eine Partei mit Waffen "unterstützt", dann wird die Seite gewechselt und die andere Partei mit Waffenlieferungen zugepflastert.
So wird aktuell Russland beschuldigt, die Taliban mit Waffen zu beliefern, vorher waren es u.a. die USA.
In den ersten 3 Monaten 2019 sind übrigens mehr Zivilisten durch "Friendly Fire" gestorben als durch die Taliban, 305 Opfer.
Quelle: UN.

@Superschlau

"Wenn man es mal ernsthaft betrachtet, haben sie eigentlich nur das deutsche Reich wirklich besiegt. Danach gabs immer was auf die Ohren (Vietnam), oder so komische "Halbsiege" ( Korea, Irak, Afganistan)."

Das ist einfach nur falsch.

Im Irak war der militärische Sieg mehr als vollständig. Die Niederlage folgte später politisch, aber das ist ein anderes Thema. Die Army hat ganze Arbeit geleistet.

In Afghanistan war die Army in dem Bereich, der militärisch besiegt werden konnte, ebenfalls erfolgreich. Dass die Taliban nicht ausgerottet werden konnten, ist den geografischen Besonderheiten Afghanistans und der Tatsache, dass die Taliban eine Guerilla- und Terrormiliz sind, geschuldet. Militärisch waren die Taliban jedenfalls so lange besiegt, wie Truppen vor Ort waren.

19:41 von DrBeyer

@Superschlau

"Wenn man es mal ernsthaft betrachtet, haben sie eigentlich nur das deutsche Reich wirklich besiegt. Danach gabs immer was auf die Ohren (Vietnam), oder so komische "Halbsiege" ( Korea, Irak, Afganistan)."

Das ist einfach nur falsch.

Im Irak war der militärische Sieg mehr als vollständig. Die Niederlage folgte später politisch, aber das ist ein anderes Thema. Die Army hat ganze Arbeit geleistet.

In Afghanistan war die Army in dem Bereich, der militärisch besiegt werden konnte, ebenfalls erfolgreich. Dass die Taliban nicht ausgerottet werden konnten, ist den geografischen Besonderheiten Afghanistans und der Tatsache, dass die Taliban eine Guerilla- und Terrormiliz sind, geschuldet. Militärisch waren die Taliban jedenfalls so lange besiegt, wie Truppen vor Ort waren.
///
*
*
Wer die Drogenhändler vor der Verfolgung, auch durch die BW, ausgenommen hat, der hat die Taliban nie besiegt.
*
Denn die Finanzierungsquelle wurde geschont.
*
Unlogisch?

Wer trägt die Verantwortung?

In Afghanistan haben fremde Mächte Krieg und Zerstörung gebracht. Viele Tausende Tote und Verletzte. Die Russen wurden nach 10 Jahren Besatzung mit Häme, besonders aus Europa und der USA, nach Hause geschickt. Was haben die USA oder Deutschland in den 18 Jahren erreicht? Die Taliban wurden nicht besiegt. Al Quaida, verantwortlich für den 11. September 2001, existiert immer noch. Sie, an ihren Händen klebt das Blut unschuldiger Menschen, werden in der neuen Regierung sitzen und alle Demokratiebestrebungen zunichtemachen. Milliarden wurden in Afghanistan investiert. Wer denkt an die deutschen Soldaten, die dort ihr Leben ließen? Wer an die getöteten Zivilisten? Wer trägt die Verantwortung?

Taliban-Angriff

Am 31. August 2019 um 19:17 von Traumfahrer
Da jetzt Truppen ab zuziehen wäre der falsche Weg. Denen müsste die Geldmittel genommen werden, das heißt, alles Opium vernichtet und alle Kämpfer schonungslos gejagt werden.
###
Denke ich nicht ! Mit Truppen oder humanitäre Hilfe oder Bildung und Westlicher denkweise ist diesen Leuten nicht beizukommen. Das haben in der Vergangenheit bereits die Briten und die Russen erfahren müssen. UND was haben die Amerikaner und die internationalen Truppen dort seit 2001 dort erreicht ? Diese Taliban wollen diese Lebensweise für Afghanistan nicht und wollen die volle Kontrolle wiedererlangen die sie bereits vor 2001 innehatten ! Und das werden sie auch. Früher oder später, ob wir es wollen oder nicht !

@ ChristianK

"@17:42 von Lyn
"Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden."

Was bitteschön ist in Ihren augen denn ein "zivilisiertes" Afghanistan? Mit einer Infrastruktur, Städten, Häusern mit adretten Vorgärtchen nebst den Zwergen wie bei uns???" Am 31. August 2019 um 18:16 von ChristianK

*

Für den Anfang reicht es, wenn Frauen nicht dafür gesteinigt werden, wenn sie vergewaltigt wurden.
Oder wäre es zu viel westliche Kultur für Sie?
Immerhin wurede das in Afghanistan früher auch schon zivilisierter gehandhabt.

Man darf keineswegs glauben,

Glauben tun nur die fanatischen Steinzeitislamisten und zwar, umso mehr Menschen Sie umbringen, desto schöner ergeht es Ihnen im Paradis. Verhandeln hat da keinen Zweck entweder gibt es einen rigorosen Kampf ohne Glacéhandschuhe oder man findet sich mit diesem Steinzeit-System ab. Das bedeutet aber auch eine Isolation dieses Landes damit dieses menschenverachtendes System sich nicht über Flüchtlingskarawanen in Europa festsetzten kann.

Taliban-Angriff

Am 31. August 2019 um 19:26 von Giselbert...
Aber scheinbar gibt es noch zu viele Sympathisanten, die die Taliban decken/unterstützen.
Die jahrzehntelange Vergangenheit hat gezeigt, dass die Besatzung nicht den gewünschten Erfolg erzielen kann. Deutschland sollte endlich die Konsequenz ziehen und unsere Soldaten dort abziehen...
###
Eine für mich logische Konsequenz aus ihren Kommentar wäre in der Tat der Abzug der Bundeswehr aus diesen Land. Schade nur das unsere Regierungsparteien nicht schon lange zu dieser Einsicht gekommen sind. Ich würde es Frau Merkel nicht übelnehmen, wenn sie als eine der letzten Amtshandlungen ihrer Regierungszeit diesen Fehler korrigiert und die Bundeswehr dort abzieht...

@19:03 von DrBeyer

Wir hatten da von Anfang an überhaupt nichts zu suchen. wir wirden von den Afghanen weder angegriffen noch mussten wir uns sonst wie verteidegen! Und wenn Sie der Meinung sind - Kriege lösen keine Flüchtlingsströme aus - einfach mal googlen und sich schlau machen, das hilft als schon für den Anfang! Meiner Meinung nach haben Kriege ( heute gerne fälschlich als Humanitäre Einsätze bezeichnet) noch nie wirklich Probleme gelöst! Wenn sie auch hier anderer Meinung sind, kann ich Ihnen nicht helfen. LG

mit ein paar hundertausend Infanteristen einzumarschieren.

Das können nur die Chinesen die halten von Demokratie auh nicht viel aber dafür haben die Mädchen und Frauen dieses Landes wenigstens die Chance als Menschen behandelt zu werden.

@19:41 von DrBeyer

Im Irak war der militärische Sieg mehr als vollständig.Die Army hat ganze Arbeit geleistet.

Ein sieg ist erst dann als vollständig zu betrachten, wenn später aus der Niederlage des Gegners etwas Positives entsteht. Siehe BRD nach 1945, DDR allerdings erst nach 1989. Alles andere. von Vietnam bis Irak war absoluter Mumpitz! bzw. hat sich Vietnam ( anders als der Irak) dank der amerikanischen Niederlage dort wenigstens positiver entwickeln können! Die hatten einfach Glück gehabt! Und ja, ich bin kein Anti-Amerikaner, wollte ich nur so anmerken!

+Die völlig sinnlose Gefährdung von Leib und Leben

deutscher Soldatinnen und Soldaten muss schnellstens beendet werden. Anfangs dachte ich auch noch an einen gerechtfertigten Einsatz gegen die Steinzeitislamisten, die Mädchen vom Schulbesuch abhielten und Frauen unter die Burka zwingen. Aber es blieb nicht beim Brunnen oder Schulen bauen- das waren nur nette Meldungen, um die kritische Bevölkerung hier einzulullen. Die Schulen sind schon lange wieder von Taliban zerstört und die Mädchen können wieder nicht zur Schule. Die Taliban haben mehr Rückhalt als wir uns das vorstellen wollen.

19:39 von Chnutz

Falsches Angriffsziel

Es sollten die zur Verantwortung gezogen werden, die die Waffen liefern, statt jahrelang in fremden Territorien gegen die zu kämpfen, die sie nutzen.
Aber huch, dann müssten wir uns ja selbst bekämpfen, immerhin haben alleine deutsche Rüstungsfirmen 368 Millionen € an Lieferungen für den aktuellen Afghanistan-Krieg verdient.
Quelle: waffenexporte.org nach Zahlen der Bundesregierung.
Oder gar unsere "Freunde".
Das Muster ist doch immer gleich, ob Irak, Afghanistan oder irgendein anderes Land: Erst wird erst die eine Partei mit Waffen "unterstützt", dann wird die Seite gewechselt und die andere Partei mit Waffenlieferungen zugepflastert.
So wird aktuell Russland beschuldigt, die Taliban mit Waffen zu beliefern, vorher waren es u.a. die USA.
In den ersten 3 Monaten 2019 sind übrigens mehr Zivilisten durch "Friendly Fire" gestorben als durch die Taliban, 305 Opfer.
Quelle: UN.
///
*
*
368 Mio. Gewinn oder Umsatz?
*
Bezahlt aber aus Steuergeldern.
*
Oder?
*

Das ist ein asymetrischer Krieg,

soll heissen, die einen Kombattanten (Amerika, Deutschland etc.) sind sofort als solche erkennbar und lokalisierbar.
Die anderen nicht, das sind eben Partisanen, die man nicht von der einheimischen Bevölkerung unterscheiden kann.
Da gibt es nur drei Möglichkeiten:
1. Alle bekämpfen bzw. töten, wie die Nazis oder die Amerikaner zeitweise in Vietnam.
Nachteil: Kommt schlecht bei der einheimischen und der eigenen Bevölkerung an.
2. Da bleiben und sich selbst und die dortige Bevölkerung als Ziel anbieten.
Nachteil: Hilft der einheimischen Bevölkerung gar nicht und kommt bei der eigenen Bevölkerung auch nicht mehr gut an.
3. Abziehen, eigene Grenzen und die eigene Bevölkerung gegen Terroristen sichern und die dort einheimische Bevölkerung das Problem auf einheimische Art lösen lassen.
Nachteil: Hiesige Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechte werden dort auf einheimische Art ganz sicher nicht umgesetzt.
Werden sie aber rein praktisch gesehen bei 1. und 2. auch nicht.

passend...

Komisch, jedes Mal wenn die USA ihre Truppen aus Afghanistan abziehen wollen gibts einen Anschlag.

Liebe TS:
Bitte klären sie doch mal ab, wie oft nach einer Rückzugserklärung Anschläge stattfanden.

Afghanistan,

"heimatplanet mars" schrieb : "Es ist doch selbst in unseren Medien berichtet worden, dass seit dem die NATO in Afghanistan tätig ist, dieser Staat zum größten Drogenproduzenten der Welt aufgestiegen ist. Drogenanbau ist in Afghanistan genauso selbstverständlich, wie Zuckerrüben in der BRD."
Ich stimme zu !
Ich vermute, es war nicht die Nato, sondern eher das CIA, welches einen Deal machte: =>"Ungehinderte Sprit-Transporte für die Truppe,....=>gegen ungehinderten Drogenanbau und Rauschgiftt-Transport."<=
Die Finanzen des CIA sind m.W. noch nie offengelegt worden......

20.10 NeNeNe- Wer trägt die Verantwortung ?

`Wer trägt die Verantwortung ?`.
Die Verantwortung tragen die die Milliarden $ verdienen am Opium-Geschäft. Und am meisten sollen die im Westen daran verdienen. Und von Jahr zu Jahr wird das Geschäft größer. Der Opium Anbau soll ein größeres Ausmaß angenommen haben als in den Kolonial Zeiten. Und das meist erstaunliche, man hört fast nichts drüber. Ein einziges Mal konnte man ein erschreckender Bericht darüber lesen in einer amerikanischen Zeitung. In Europa gar nichts.
Warum wohl ? Das sind die, die die Verantwortung tragen.

Teilabzug aus Afghanistan.....

Herr Reginald schreibt : "Die Taliban sind ein hoffnungsloser Fall. Alle Truppen zurückziehen.Die Alternative wäre mit ein paar hundertausend Infanteristen einzumarschieren."

Für die ersten beiden Sätze stimme ich voller Überzeugung zu !
Für den dritten Satz aber frage ich vorsichtshalber nach : Was sollen die paar hunderttausend Infanteristen dort tun?

Ich glaube, w i r sollten endlich damit aufhören, andere Völker zu einem Regime-Wechsel zwingen zu wollen.
=>Wir wollen doch auch nicht gezwungen werden ....wie andre Völker zu handeln.....oder ?

um 19:17 von Traumfahrer

"Denen müsste die Geldmittel genommen werden, das heißt, alles Opium vernichtet und alle Kämpfer schonungslos gejagt werden."

Die Opiumproduktion ist merkwürdigerweise von durchschnittlich unter 2.000 t pro Jahr in den Jahren vor 2001 auf jetzt ca 6.000 t /Jahr gestiegen.

Also wenn die westlichen Allierten den Opiumanbau ernsthaft reduzieren möchten, erscheint ein Truppenabzug als die beste Lösung.

Was ist da los am Hindukusch ,

auf Amerika wo sind die Drohnen um den Herren ordentlich einzuheizen. Ihr habt doch die Macht und das Material wenn sich die Gotteskrieger aus der Deckung wagen sie gebührend zu Begrüßen. Oder befindet ihr euch alle schon im verlängerten Wochenende !

@ 20:41 von PeterWolf

Mit dem asymmetrischem Krieg haben Sie recht und mit den Partisanen auch. Allerdings kann die einheimische Bevölkerung sehr wohl die Partisanen unterscheiden bzw. erkennen, nur können das ausländische Soldaten, die meist nicht einmal die örtliche Sprache sprechen, eben nicht. Für die sehen alle Einheimischen gleich aus. Wenn die Bevölkerung diese Taliban nicht mehr dulden will, wären diese sehr schnell weg. Im Gegensatz zu uns ist nämlich dort jeder bewaffnet.

Keine Chance auf eine moderne Zivilisation

Schon die Sowjetunion musste in den 80ern reumütig erkennen, dass die dort herrschenden Gesellschaftssysteme und -formen, im Vergleich zu mitteleuropäischen zum Beispiel, um einige Jahrhunderte im Entwicklungsprozeß der Menschheit zurückhängen. Der Rachefeldzug der US-Amerikaner nach 9/11 ist ebenfalls grandios gescheitert. Es ist nun wirklich an der Zeit, den Afghanen ihre eigene Zeit (zurück) zu geben, damit sie selbständig und "souverän" - aus eigener Kraft (quasi eine eigene "Aufklärung" findend) - einen fortschrittlicheren, moderneren Weg einschlagen werden....

Afghanistan

Wer hat Afghanistan ins Chaos gestürzt? Hatte nicht selbst Bin Laden mal engen Draht zur CIA?

Taliban Khan

ist der Spitzname des nachbar Presidenten Pakistans. Es ist in seinem Interesse das Taliban stark bleibt um Indien fern zu halten. Dazu kommt das Afghanistan durch die Berge unmoeglich Kontrolliert werden kann und die Strasse die die grossen Staedte verbindet gebaut von USA ist zerstoert und Teile in Kontrolle von Taliban. Warum soll Afghanistan den Konflikt weiter aus harren? Sollen sie doch ihren Staat da bekommen im Tausch von Wohlstand bringenden Frieden. Am ende ist der Krieg nur von Westlichen Interesse zur bekaempfung Radikaler Terroristen und ISIS. Dann ist Pakistan sicher von Nationalistischen Indien und Afghanistan sicher von Taliban. Alles andere ist ein Bergauf Kampf in einem Proxykrieg.

Tatsache ist.......

......das in Afghanistan wir mit anderen zusammen die "Besatzer" sind und sich dagegen viele Afghanen einfach wehren.

@Traumfahrer

Richtig, den Taliban müssten die Geldmittel genommen werden........aber WER könnte das machen, tuts aber nicht?

In einem Punkt irren Sie gewaltig: Ausgerechnet die Taliban haben nämlich seinerzeit den Opiumanbau tatsächlich in Richtung "null" verringert; religiös bedingt. Seit dem Einmarsch des Westens gibts dort immer neue Rekordernten.......

19:28 von Reinhard Libuda

"" Ein echter Demokratisierungs- und Bildungsprozess kann nur von den Afghanen selbst kommen und stellt bestenfalls eine Wette auf die Zukunft dar.
Ausgang ungewiss.""
#
Ich schließe mich Ihren Kommentar an.

um 22:07 von

um 22:07 von crastro:
"
Ausgerechnet die Taliban haben nämlich seinerzeit den Opiumanbau tatsächlich in Richtung "null" verringert; religiös bedingt. Seit dem Einmarsch des Westens gibts dort immer neue Rekordernten.......
"

Jup.
Die Taliban verboten den Anbau von Opium in Afghanistan.
Direkt nach dem Ernte-Totalausfall sind NATO-Staaten in Afghanistan einmarschiert.
& seitdem gibt es Jahr für Jahr neue Rekordernten an Opium in Afghanistan...

Passend dazu sind auch die Bilder von NATO-Soldaten,die liebevoll Mohnblumen streicheln,während die durch Mohnfelder laufen oder die Bilder von NATO-Stützpunkten,die inmitten von Mohnfeldern liegen...

Für was

wurden Soldaten dort hingeschickt?

Für was sind Soldaten dort gestorben?

@18:16 von ChristianK.@17:42 von Lyn

//"Afghanistan kann nur von den Afghanen in ein zivilierstes Land verwandelt werden."

Was bitteschön ist in Ihren augen denn ein "zivilisiertes" Afghanistan? Mit einer Infrastruktur, Städten, Häusern mit adretten Vorgärtchen nebst den Zwergen wie bei uns???

Was maßen wir uns im Westen eigentlich mittlerweile alles an? Das nimmt mittlerweile Ausmaße an, das man es an Borniertheit kaum noch ertragen kann! Ich weis, das sie das bestimmt nicht böse gemeint haben und ich vermute, das wir gedanklich da gar nicht so weit auseinander liiegen.//

Warum so unhöflich und unsachlich? @Lyn hat recht, zivilisiert geht es in Afghanistan nun wirklich nicht zu. Sie scheinen nur eine sehr abweichende Vorstellung von Zivilisiertheit zu haben.
Für mich gehören z.B. Frauenrechte und das Recht auf Bildung unbedingt dazu. Für Sie scheinbar nicht. Und dass wir tatsächlich dort nichts verloren haben, hat Lyn ebenso deutlich gemacht.

Was wurde da sinnlos Deutsche Steuergelder verplempert

Ganz zu schweigen von den sinnlosen Toten.
Was wurde am Ende erreicht? Nichts.

@19:00 von DrBeyer @Lyn

"Ja, aber man kann ihnen dabei helfen. Dass das nicht unwillkommen ist und durchaus auch Fortschritte für die dort lebenden Menschen bringt, haben die 10 Jahre vor 2014 gezeigt, als es dort relativ ruhig war."

Sie wissen aber schon, was in afghanischen Schulbüchern zu lesen ist, die mit deutschen Steuergeldern finanziert werden?
So wird das nichts mit der Hilfe. Jedenfalls nicht für Frauen und Mädchen.

@ChristianK.

"Ein sieg ist erst dann als vollständig zu betrachten, wenn später aus der Niederlage des Gegners etwas Positives entsteht."

Das ist natürlich Unfug. Ein Sieg ist ein Sieg, unabhängig davon, was hinterher daraus wird oder daraus gemacht wird.

"Und wenn Sie der Meinung sind - Kriege lösen keine Flüchtlingsströme aus"

Das habe ich nie behauptet.

"Meiner Meinung nach haben Kriege ( heute gerne fälschlich als Humanitäre Einsätze bezeichnet) noch nie wirklich Probleme gelöst!"

Diese pauschale Verunglimpfung von humanitären Einsätzen ist einfach nur unanständig.

31. August 2019 um 22:15 von schiebaer45

>> 19:28 von Reinhard Libuda
"" Ein echter Demokratisierungs- und Bildungsprozess kann nur von den Afghanen selbst kommen und stellt bestenfalls eine Wette auf die Zukunft dar.
Ausgang ungewiss.""
#
Ich schließe mich Ihren Kommentar an. <<
.
Ich mich auch. Mit wenigen Worten wurde alles gesagt.

Taliban sind Terroristen

Das Problem ist doch in Afghanistan, dass die Taliban Terrorakte begehen...nur in seltenen Fällen stellen sie sich in regulären Kämpfen. Sie unterscheiden sich im Habit nicht von der normalen Bevölkerung. Wie will man dagegen ankämpfen. Schon das russische Militär hatte damals mehr als 10000 Soldaten verloren...Afghanistan ist ein Fass ohne Boden... die Leute müssen lernen, sich selbst zu verteidigen. Die Bundeswehr hilft den Afghanen dabei.

@20:33 von deutlich

"Die völlig sinnlose Gefährdung von Leib und Leben
deutscher Soldatinnen und Soldaten muss schnellstens beendet werden. Anfangs dachte ich auch noch an einen gerechtfertigten Einsatz gegen die Steinzeitislamisten, die Mädchen vom Schulbesuch abhielten und Frauen unter die Burka zwingen. Aber es blieb nicht beim Brunnen oder Schulen bauen- das waren nur nette Meldungen, um die kritische Bevölkerung hier einzulullen. Die Schulen sind schon lange wieder von Taliban zerstört und die Mädchen können wieder nicht zur Schule. Die Taliban haben mehr Rückhalt als wir uns das vorstellen wollen."

Sehe ich inzwischen genauso.

@22:15 von schiebaer45 19:28 von Reinhard Libuda

//"" Ein echter Demokratisierungs- und Bildungsprozess kann nur von den Afghanen selbst kommen und stellt bestenfalls eine Wette auf die Zukunft dar.
Ausgang ungewiss.""
#
Ich schließe mich Ihren Kommentar an.//

Ich auch.

Meine Meinung

Wer anderen Völkern oder Staaten unsere "Werte" einfach so überstülpen will hat diese Werte nicht verstanden.

um 22:54 von

um 22:54 von landart:
"
Afghanistan ist ein Fass ohne Boden... die Leute müssen lernen, sich selbst zu verteidigen. Die Bundeswehr hilft den Afghanen dabei.
"

...die Leute in Afghanistan,die gelernt haben sich gegen ausländische Soldaten/Söldner & deren einheimische Handlanger zu verteidigen nennen sich Taliban & haben großen Rückhalt in der afghanischen Bevölkerung - besonders bei den Paschtunen (nach den Paschtunen wurde Afghanistan übrigens benannt)

@Anna Elisabeth

Vielleicht braucht alles einfach nur seine Zeit und kann nicht per Krieg zugeführt werden. Wann genau haben den Frauen hier Ihre Rechte bekommen? Ist das schon ewig lange her? Oder in USA die Farbigen?

und wieder ein Vorschlag zur Güte ...

denn eine wirkliche Befriedung und Verbesserung der Lebensverhältnisse dort kann nur von den Afghanen selbst erfolgreich angegangen werden. Von den zigtausend Exilanten, die sich im Rest der Welt tummeln wurde m.W. noch nie gesprochen. Diese sind es doch, die das allergrößte Interesse an einer wirklichen Problemlösung haben (sollten !). Hat man diesen Personenkreis überhaupt in die bald zwanzigjährigen Bemühungen mit einbezogen ? Sie sprechen nicht nur die div. Sprachen, sondern denken ähnlich wie ihre vor Ort noch ausharrenden und leidenden Landsleute. Ein Teil dieser Leute ließe sich evtl. militärisch ausbilden, um den Rückkehrern den erforderlichen Schutz zu garantieren, ein anderer Teil könnte sich in die Verwaltung einarbeiten, Lehrer werden oder medizisches Personal stellen. Nach dem Motto "Flüchtlinge raus - Bomben rein" ist es nun lange genug falsch gelaufen.

@Anna Elisabeth

An Steuergelder nur allein denken ist nicht in Ordnung, den an den Kriegen und Unruhen verdienen auch die führenden Waffenindustrieländer und welche Länder sind das nochmal?

um 22:47 von Seneca " Was

um 22:47 von Seneca
"
Was wurde da sinnlos Deutsche Steuergelder verplempert
Ganz zu schweigen von den sinnlosen Toten.
Was wurde am Ende erreicht? Nichts.
"

...auf jeden Fall Opium-Rekordernten...

...und noch so "Kleinigkeiten" wie:
- USA konnte Tonnen an Atommüll in Afghanistan loswerden ( in Form von Uranmunition)
-Taliban konnten für deutsche Waffen begeistert werden (u.a. für: Pistolen,Maschinenpistolen, Maschinengewehre,Sturmgewehre & Mörser)

- es gab "fantastische Bilder aus einem Kriegsgebiet" -> als eine MOAB von US-Truppen gezündet wurde

& natürlich konnte so mancher Soldat/Geheimdienstler eines NATO-Staates neue Fertigkeiten & jede Menge Erfahrungen sammeln - als Kriegsverbrecher in vielfältiger Art & Weise (der internationale Gerichtshof stellte die Ermittlungen ein,nachdem die USA dies forderten) u.a. bei 'Folter bis zum Tod des Opfers' (um mal nur einen Punkt zu nennen)

....& all das soll "nichts" sein ?

@landart

Ich bin garantiert kein Taliban Freund, aber wieviele zivile Opfer forderten den bislang Bombardierungen? Sind das nicht auch terroristische Akte? Der eine legt Bombe zu Boden, der andere wirft die von der Luft ab, wo ist da groß ein Unterschied? Wenn man dann noch den Atlas aufschlägt, dann sollte man sich doch fragen was Länder da aus der Ferne suchen. Die Afghanen sollen/müssen das selber grade biegen, wie schon von meinen Vorkommentatoren geschrieben.

Ist die Zeit der Demokratien ist vorbei?

Demokratie heißt doch eigentlich die Mehrheit endscheidet, doch bei uns ist es so das nicht mehr die Mehrheit sondern Minderheiten der Mehrheit Vorgaben machen und damit auch immer öfters bei den Gerichten Recht bekommen. Ein Volk muß sich deshalb Leisten können so regiert zu werden. In vielen Länder der Erde ist das überhaupt nicht möglich das Minderheiten über der Mehrheit regieren. Im Arabischen Frühling wurden das Bürgerkriege daraus.

@Kein Einstein

Ich bezweifle das es darum geht, warum macht man das nicht mit Saudi Arabien? Wo unterscheiden die sich groß von Taliban?

Darstellung: