Ihre Meinung zu: Rechtsextreme Camps: Sagt AfD-Kandidat Kalbitz die Wahrheit?

29. August 2019 - 13:01 Uhr

Der Brandenburger AfD-Politiker Kalbitz hat laut Kontraste-Recherchen in den 1990er-Jahren offenbar an einem Camp des Vereins "Die Heimattreue Jugend" teilgenommen. Nun stellt sich die Frage: Hat er über seine Vergangenheit die Wahrheit gesagt?

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Kommentare

Gut recherchiert

Das Erschreckende ist nur, dass es den Wählern völlig egal sein wird. Schließlich werden sich seine Anhänger in die so typische verteidigungswillige Opferrolle begeben und so etwas wie "schon lange her", "die anderen haben aber...", "die anderen sind aber..." und natürlich das beliebte "der ist heute ganz anders".

Ist da jemand überrascht? Ich bin's nicht.

Herr Kalbitz äußert sich in der Regel sehr klar. In meiner Wahrnehmung liegt da oft eine Übereinstimmung mit nationalsozilistischer Argumentation vor, wenn nicht wörtlich, dann sinngemäß.

"Kalbfitz" und ....

Man sollte die Verfassungsschutzakten über verfassungsfeindlichen Menschen mit den Geburstdaten der mutmaßlichen Rechtsextremen in der AfD füttern ! Wer weiß was da ans Tageslicht kommt ?

Alter Hut

" das ist ein alter Hut und ich halte das für Wahlkampfgetöse, dass das jetzt aufgewärmt wird." Alter Hut ist sicher richtig, aber das Aufwärmen auch, denn es zeigt seine Denkweise, und die hat er nicht abgelegt. Aber ob´s ihm schadet? Ich denke, wer nicht davor zurückschreckt, ihn zu wählen, tickt sowieso schon so ähnlich.

Die AfD Scheinheiligkeit

Einem Aussteiger aus dem IS, der vom Terrorismus und vom Islamismus, von Gewalt und Hasspredigten abkehrt wollen die AfD Anhänger immer gern die Rückkehr in unsere Gemeinschaft, in unsere Gesellschaft verwehren. Nicht einmal in unser Land sollten sie nach Meinung vieler wieder kommen dürfen - nicht einmal nach juristischer Überprüfung, Anklage, Verurteilung und Verbüßen der Schuld. Ganz anders sieht es bei den rechtsextremen Parteifunktionären aus. Erst werden sämtliche Verbindungen zu rechtsextremen Netzwerken routinemäßig verleugnet: "Lügenpresse! Propaganda der politischen Gegner!". Sobald alles nachgewiesen und belegt ist, wird abgewiegelt "halb so wild! Es sollte jedem möglich sein, seine Einstellungen zu überprüfen und zu ändern!". --- Fällt bei dieser Gegenüberstellung jetzt auch dem letzten AfDler der offensichtliche Fehler auf, oder ist das bei den meisten immer noch Pech beim Denken?

Aufklärungsbedarf

Der Herr hat Erklärungsbedarf wieso er abgeschirmte Lagerzusammenkünfte eine Organisation besuchte, der eigenes Credo war Kaderschmiede zu sein für künftige neonazistische Führungspersönlichkeiten.

Gleich werden hier wieder Stimmen laut werden, "dass das jetzt vier Tage vor der Wahl aufgetischt würde, sei eine böse Verschwörung der 'Systemparteien".

Mir war der Auftritt von Kalbitz 2007 längst bekannt. Darüber war schon vor langer Zeit berichtet worden.

Vor einer Wahl ist es legitim auf Basis von fachlich sauberer Recherche nachzufragen, wenn es sich um die Wühlarbeit eines mittlerweile verbotenen Nazi-Vereins geht.

Sowas nennt sich guter Journalismus.

Aufklärungsbedarf besteht auch bei den literarisch-politischen Schriften von "Landolf Ladig", Klarname: Bernd Höcke.

Schriftgutachten belegen, dass Ladig Höcke ist und für die NPD geschrieben hat.

Sein Buch "Nie zweimal..." unter Klarnamen erschienen beschreibt die anstehenden ethnischen Säuberungen nach AfD-Machtergreifung.

Unglaublich - Ich habe ja noch Hoffnung . . .

das die Menschen im Osten sich endlich mal über diese sogenannten Befreier informieren. Dieser braune Sumpf ist unerträglich.

Politiker und die Wahrheit

Hand aufs Herz
sagten so herausragende international anerkannte Persönlichkeiten wie der Herr von Weizäcker die Wahrheit über seine Vergangenheit ?
und da ging es um anderes als um zelten und Heimatlieder singen
Also mit Augenmaß, wie verhält er sich heute

Aufklärung ist wichtig und richtig

Vielen Dank für diesen Artikel. Solche Aufklärungen sind wichtig und sollten weiterhin auch stattfinden. Egal ob es sich nun um einen Kalbitz in einer rechtsextremen Organisation handelt oder wie auch einst ein Grüner Fischer, der auf Polizisten eingeschlagen hat. Es ist für jeden Bürger, ganz gleich welcher Parteizugehörigkeit wichtig zu wissen, wem er da seine Stimme gibt. Das muss die AfD genauso durchmachen wie es andere Parteien auch schon erlebt haben. Es ist im Übrigen auch für die Partei und deren Mitglieder selber sehr wichtig. Zeigt es sich nun denn doch allmählich, dass selbst innerhalb der AfD Stimmen laut werden, Unterstützer rechtsextremer Organisationen wie Sayn-Wittgenstein und Co. passen nicht zum Bild der Partei. Und wenn es nun einen Kalbitz trifft, der ja scheinbar zum engeren Kreis Höckes gehört, kann ich nur hoffen, dass solangsam wenigstens die gemäßigten Wähler dieser Partei wach werden und nicht mehr ganz so naiv ihre Stimme vergeben.

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