Ihre Meinung zu: Bewertungssystem in China: Schulnote für jede Firma

28. August 2019 - 8:33 Uhr

Von 2020 an will China auch seine Wirtschaft per Sozialkreditsystem regulieren: Firmen, die gegen Auflagen verstoßen, werden abgewertet. Die meisten ausländischen Unternehmen sind nicht vorbereitet. Von Axel Dorloff.

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Kommentare

Es gibt so einige Dystopien,

Es gibt so einige Dystopien, nicht nur Orwell 1984, Chinas Socialranking erinnert sehr stark daran. Ich hoffe, dass sich das nicht weltweit durchsetzt. Der Mensch immer mehr nur noch eine Zahl, gemessen an einem Mainstream-Bewertungsschema. Mir wird schlecht. Ich würde es noch verstehen, wenn es nur Unternehmer wären, die so bewertet würden.

Wirtschaftsnobelpreis!

Grundsätzlich eine geniale Idee, um die Wirtschaft zur Einhaltung von Gesetzen und Regelungen zu bringen und ein Vorbild für jede Demokratie!
„Bislang mangelt es an Informationen und Transparenz der chinesischen Regierung.“
Wenn dem so sein sollte, dürfte das für die chinesischen Firmen genauso gelten.
Also herrschen da schon mal die gleichen Vorraussetzung.
Anderenfalls sind ausländische Unternehmen in China vielleicht zu schlecht informiert über das Land, in dem sie tätig sind.
@ Tagesschau: Wie funktioniert das „Socialscoring“ denn momentan für Ausländer in China?
Das wäre für die BRD oder Europa ja auch eine nachahmenswerte Lösung.
Wer sich asozial benimmt, muss auf einige Annehmlichkeiten, die im das soziale Gemeinwesen ermöglicht, eben mal verzichten.

Diese Idee...

...ist hervorragend und ich würde mir wünschen, daß sie auch hierzulande Schule macht.

interessanter Ansatz

Diesen Ansatz finde ich als Beobachter interessant.
Ob es damit gelingt, die Wirtschaft dazu zu zwingen, auf die Subjekte (Menschen) Rücksicht zu nehmen ?

Es geht wohl eher um das politische System in China, eine neue Staatsform, und wie immer man es auch nennt: eine Form von Zwang.

Problematisch ist die fehlende Kontrolle durch neutrale Beobachter. Streng genommen handelt es sich wohl nur um eine neue Schwachstelle, welche korruptionsanfällig sein dürfte, um sich einen guten Score zu erkaufen.

Als Betroffener möchte ich das nicht erleben müssen.
upps: "Made in PRC" steht ja überall drauf .....

Firmen müssen

ja nicht nach China gehen, sondern haben das von sich aus gemacht, wegen Absatz und der Vorteile die das Land geboten hat wo alles billig war.
Die Lohnsteigerungen sind sehr hoch, so das einige schon wieder auf andere Länder ausweichen.
" Die Deutsche Handelskammer in China hat unter ihren Mitgliedern eine Umfrage gemacht. Danach sind sieben von zehn deutschen Unternehmen nicht mit dem chinesischen Scoring-System vertraut.

Wo haben die 3 die Informationen her, die 7 nicht haben, bedeutet doch das es Informationen gibt.
Und sich nur keiner gekümmert hat.

Ob das System gut ist oder nicht, kann ich von hier aus nicht entscheiden, dazu fehlt mir auch die Vorstellungskraft.

China geht seinen erfolgreichen ...

Weg der wirtschaftlichen Entwicklung unter Kontrolle der "Kommunistischen" Partei weiter!
Laut einem Bericht auf https://makroskop.eu werden auch Überlegungen angestellt, in jedem Unternehmen (auch den ausländischen) Parteizellen zu installieren!
Der Versuch des Westens, durch wirtschaftliche Zusammenarbeit die demokratische Kräfte in China zu stärken, ist vollkommen gescheitert!

China ist ein richtziger Staat

Viel zu lange leiden in den westlichen Oligarchien viele Bürger unter der Mafia herrschaft und der Bewertungen der privaten ratingagenturen die skrupelose schmarotzer Geschäftsideen belohnen und asoziale elemente an die spitze -verantwortungsloser weise-der gesellschaft katapultieren.
endlich gibt es einen Staat der noten für die gesellschaftstauglichkeit einer Firma noten vergibt so wie es in einem Staat der einen sinn für Bürger macht, sein sollte und nicht dafür das verkokste elitäre oligarchen sich ihren Staat je nach ihren Gelüsten und Neigungen und zur Lasten der Mehrheit ihrer Mitbürger missbrauchen.

In China kann keine Atomlobby sich kein gesetz ernennen lassen dass der bevölkerung die Kosten für den jahrezentenlange abfeiern ihrer unanständigen profite aufhalst.
VW wird mit den Abgasversuchen auch niedrigen social score
erreichen.Die Idee Firmen anhand sozialen kriterien zu bewerten ist unablässig für den fortgang der menschheit insgesamt. So sollte ein Staat sein.

Politiker Soring

Findet ein transparentes öffentliches Scoring der Politiker statt? Wenn überhaupt, müsste es da anfangen.

Tatsächlich?

Ich lebe nun mit meiner Familie seit mehr als 8 Jahren in China und reise quer durch das Land.

Bislang habe ich keinen einzigen Chinesen, der mir das "social rating" erklären konnte, oder hiervon überhaupt nur wußte. Betroffene kenne ich auch nicht und auch keinen, der einen kennt.

Immer wieder lese ich in deutschen Medien über das Projekt in dem chinesischen Kleinstädtchen Rongcheng.
Auch aktuelle Informationen geben hier wenig her, der tatsächliche Umfang der geschöpften Daten und deren Gewinnung scheint unklar und wohl auch noch nicht im Detail entschieden.

Wird hier am Ende vielleicht nur ein Popanz aufgebaut?

Wieder mal Planwirtschaft

Finde ich gut, die zunehmend offenere Planwirtschaft wird China über kurz oder lang wieder in die Bedeutungslosigkeit schicken. Parteikader können eben keine Wirtschaft erfolgreich am laufen halten.

Finde ich gut,

wer sich an Regeln und Gesetze hält, wird belohnt. Wer nicht ist früher oder später raus. Das ist im Sinne der Beschäftigten und der Bevölkerung. Im Übrigen bleibt es den Firmen überlassen, wo sie produzieren. Die "schwarzen Schafe" kommen dann nach Deutschland. Da geht fast alles straflos oder milde.

09:38, OrwellAG

>>Es gibt so einige Dystopien, nicht nur Orwell 1984, Chinas Socialranking erinnert sehr stark daran. Ich hoffe, dass sich das nicht weltweit durchsetzt. Der Mensch immer mehr nur noch eine Zahl, gemessen an einem Mainstream-Bewertungsschema. Mir wird schlecht. Ich würde es noch verstehen, wenn es nur Unternehmer wären, die so bewertet würden.<<

Das Schlagwort "Mainstream" hätte ich im vorliegenden Zusammenhang nicht erwartet.

Ansonsten sind natürlich unser aller Existenzen längst digitalisiert gespeichert, nicht nur in China. Wer sich das nicht klar macht, steckt den Kopf in den Sand.

Sinnvolle Maßnahme!

Würde es so was auch in Deutschland geben, so hätten wir keinen Mega-Betrug wie beim Dieselskandal am Verbraucher oder bei den Cum-Ex-Geschäften am ehrlichen Steuerzahler. Autobauer oder Banken hätten sich dann vermutlich nicht so verhalten wie mafiöse Vereine.

Wenn die kommunistische Regierung Chinas bei Korruption und Umweltauflagen in Zukunft strengere Maßstäbe anlegt als, sagen wir mal, die Stadtregierung von Neapel, dann finde ich das als eine für ein Entwicklungsland äußerst sinnvolle und nachahmenswerte Maßnahme.

Ich würde es begrüßen, wenn auch andere Länder wie z.B. Brasilien, Ägypten oder Kongo sich am Entwicklungsland China ein Beispiel nehmen.

Auch die 1-Kind-Politik Chinas wurde bei der Einführungvom Westen und vor allem von kirchlichen Organisationen als kommunistische Gängelung gegeißelt. Heute, 30 Jahre später, braucht man nur die Bevölkerungsentwicklung in Indonesien oder Indien mit der Chinas zuvergleichen, um zu einer Bewertung zu kommen, ob das sinnvoll war.

Eine Schulnote für jede

Eine Schulnote für jede Firma? Bestimmt erhalten die chinesischen Firmen von ihrer Regierung auch einen Bonus, wenn sie dann ausländische, vor allem europäische Firmen gut ausgetrickst und über den Tisch gezogen haben. Wer's nicht glaubt, sollte vielleicht zur Warnung einfach selber einmal in Verhandlungen mit chinesischen Delegationen treten ...

Kritische Überlegung

Dass Unternehmen, die gegen das Gemeinwohl handeln und Unternehmen, die dem Gemeinwohl zuträglich sind verschieden betrachtet werden sollten, gibt es im "Westen" auch. In den USA sind das bspw. Social Purpose Companies und in Deutschland eingetragene Vereine.

Jetzt dem Unternehmen einen Score zu geben ist eigentlich auch nicht viel anders als das, was man in Deutschland mit der Schufa auch hat, nur eben nicht für die Kreditwürdigkeit, sondern für das Gemeinwohl.

Klar, je nach Parametern kann man damit auch Protektionismus hervorbringen. Daher sollte das Verfahren möglichst transparent gemacht werden. Firmen würden dann womöglich versuchen ihren Score zu verbessern um die entsprechenden positiven Effekte zu erhalten. Es wäre wohl auch eine Art von Prestige?

Wenn das am Ende zu mehr Umweltschutz und weniger Ausbeutung führt begrüße ich das System.

Außerdem sind Firmen keine natürlichen Personen und haben kein Recht auf Datenschutz wie viele Unternehmer manchmal anzubringen versuchen.

@um 09:38 von OrwellAG

"Ich würde es noch verstehen, wenn es nur Unternehmer wären,"
Bei Menschen macht China das wohl schon länger. Inklusive Gesichtserkennung und Zuordnung in der Öffentlichkeit.

Chinaschufa?

Erinnert ein wenig an unsere Schufa. Undurchsichtige Prozesse. Fehlerhafte Datenbasis. Zweifelhafte (KI)Datenerfassungsrichtlininen. Programmatische Kollateralschaeden (unter den Teppich gekehrt). Resultat: Entrechtung, Herausfiltern aus dem Systen, hinein in's Abseits. Eine Marke an's Jackett kleben ist kaum was anderes.
Und weiter: Was China "sozial" nennt, kann eine orwellsche Sprachverdrehung sein und staatstreues Wohlverhalten, willkuerlich von der KPcH definiert, mindestens mit beinhalten. Auch: Es fragt sich, ausser der tatsaechlichen Ueberrumpelung, inwiefern die betroffenen auslaendischen Firmen nicht vorbereit sind. Haben sie denn etwa keine Gewerkschaften, keine sozial vertraeglichen arbeitsbedingungen und der Umweltschutz ist auch im Keller? Dinge, die man nicht erst seit heute kennt...

Keine schlechte Idee

Ich finde es im Grundsatz gut, wenn Firmen so ein wenig besser gesteuert werden besonders auch im Punkt Unweltschutz und Korruption. Das Sozialkreditsystem finde ich vom Grundsatz her auch nicht so schlecht und man muss ja immer sagen, die Information hat der Staat ja schon längst, auch in Deutschland. Was ist denn dagegen zu sagen, wenn der Steuersünder, Schuldenmacher oder permanente Verkehrsrowdy nicht gegenüber anderen Vorteile hat? In Deutschland setzen sich doch oft Leute mit Ihren Ellenbogen auf unfaire Weise durch, während der Ehrliche oft der Dumme ist, oder es zumindest den Anschein hat.

Nicht mit dem Ranking von Privatpersonen vergleichbar

Ich muss Wuttke hier Recht geben. Der Ansatz ist durchaus intelligent. Das Ganze steht und fällt allerdings mit der Art des Scorings und dessen Transparenz. Wobei (und das klingt jetzt doof) chinesische Prüfungen eigentlich im Regelfall sehr transparenten sind und strikten Regeln folgen. (damit meine ich nicht willkürliche Inhaftierungen ohne Anklage, sondern akademische Prüfungen, die in China eine jahrhundertealte Tradition haben)

Während eine totale Transparenz der Bürger nicht wünschenswert ist, ist Transparenz bei Unternehmen durchaus wünschenswert - zumindest in einigen Teilbereichen.

Oh nein! Wo kommen wir hin ...

... wenn Firmen sich auf einmal an Regeln und Gesetze halten müssen!

Wenn das so weiter geht, werden internationale Unternehmen eines Tages vielleicht sogar faire Steuern zahlen müssen!

Unglaublich, was die Chinesen sich da wieder herausnehmen!

ag.

PS: Falls es jemand nicht gleich erkannt hat: das war Sarkasmus. Tatsächlich sollten wir uns hier an den Chinesen ein Vorbild nehmen!

Schufa

Die Schufa in Deutschland und andere Inkassofirmen wie die Creditreform machen im Prinzip nichts anderes, nur nicht staatlich gesteuert. Es werden Informationen gesammelt, über Privatpersonen und auch Firmen, diese in einem Punktesystem erfasst und diese Daten weitergegeben an Banken, und zB Telefongesellschaften. Je nach dem wie die Bewertung ausfällt, sind die Kreditzinsen unterschiedlich hoch, oder man bekommt gar keinen Kredit oder keinen Handyvertrag.

Gut, in die Bewertung fliesst nicht ein, wie oft man über eine rote Fussgängerampel läuft. Aber transparent ist das deutsche System auf keinen Fall, wie kürzlich eine Bekannte von mir erfahren durfte, deren Kreditkarte auf einmal gesperrt war wegen eines falschen Schufa-Eintrages.

@10:01 von thomaseff

"Problematisch ist die fehlende Kontrolle durch neutrale Beobachter. Streng genommen handelt es sich wohl nur um eine neue Schwachstelle, welche korruptionsanfällig sein dürfte, um sich einen guten Score zu erkaufen."

Das ist richtig, in China aber wohl systemimmanent. Ohne saubere Gewaltenteilung ist ein Rechtsstaat nie zu machen, da Willkür nicht ausgeschlossen werden kann.

Ja die Wirtschaft und das

Ja die Wirtschaft und das beliebte Ranking.....
Alles wird irgendwie geranked.
Ganze Staaten werden als unzuverlässig erklärt, auch wenn dort große Weltkonzerne sitzen. Von selbsternanten Agenturen und Fachleuten. Läuft mal ein paar Jahre schlecht? Dann können sie sich auf dem Niveau von Bangla Desh wiederfinden.
Haben sie mal die Bank gewechselt? Hups, das sieht SCHUFA gar nicht gerne. Fast schon kreditunwürdig.
So ein schöner Bogen mit kleinen Kästchen, die man dann abhaken kann. Oder ein neuer Algorithmus? Der hat da was vergessen, sein Mandarin ist nicht perfekt, und außerdem finde ich den doof..... Also schon mal Minuspunkte.
Vielleicht sollten die Unternehmen mal so drohen wie unsere Automobilkonzerne?
So, ich mache jetzt den Laden dicht, ich entlasse alle eure Arbeiter und gehe woanders hin. Dann könnt ihr euren Mist alleine machen! Und von mir bekommt ihr nichts mehr! Tschüß!

Linientreue wird belohnt

China will ein System, in dem Treue zur kommunistischen Führung belohnt wird. Falls dann ein Unternehmer auch außerhalb Chinas eine unbequeme Wahrheit ausspricht, werden ihm Punkte abgezogen. Aber keine Angst. Ein Vertreter eines großen deutschen Automobilkonzerns hat ja schon öffentlich erklärt, nichts von chinesischen Umerziehungslagern für Uiguren zu wissen. Das gibt Punkte.

wenn man in die USA sieht oder auch nach Deutschland

dann ist der West-Kapitalismus bereits in seine dystopische Phase getreten (Wirtschaftskriminalität, Umverteilung, politischer Lobbyismus, Zerstörung von Gesellschaft und Umwelt). Es ist schlicht zuletzt eine äußerst dumme Idee, das Wirtschaften auf der Gier nach mehr zu gründen, ohne den fundamental sozialen Zweck allen Wirtschaftens ins Zentrum zu rücken. Insofern baut China hier ein Parallelsystem auf, das eine wesentlich größere Binnenfestigkeit als der Kapitalismus Westlicher Prägung haben könnte. Ich vermute, dass dieses System am Ende attraktiver erscheinen wird als der sogenannte Westliche Liberalismus.

@10:09 von Hollowman

"Viel zu lange leiden in den westlichen Oligarchien viele Bürger unter der Mafia herrschaft und der Bewertungen der privaten ratingagenturen die skrupelose schmarotzer Geschäftsideen belohnen und asoziale elemente an die spitze -verantwortungsloser weise-der gesellschaft katapultieren.
endlich gibt es einen Staat der noten für die gesellschaftstauglichkeit einer Firma noten vergibt (...)."

Ich mag China - ist ein tolles Land.
Wenn ich mir aber so einen Beitrag durchlese frage ich mich, ob der vor Sarkasmus trieft oder Sie völlig die Perspektive verloren haben.

Ja, Ratingagenturen sind kritikwürdig. Aber hier ein Bild westlicher Oligarchen als Gegenpol zum strahlenden Ritter in weißer Rüstung aus China zu malen ist nicht gerechtfertigt.
Man weiß auch in China um das Korruptionsproblem. Und es ist in China bedeutend wahrscheinlicher, dass ein Megareicher u.A. durch Korruption zum Reichtum gekommen ist als hier. Anders ist es oft gar nicht zu machen gewesen.

Wirtschaftsnobelpreis?

@ nie wieder spd 09:47 Uhr
Zwischen dem, was die chinesische Führung sagt, und dem, was sie tut, tun sich gewöhnlich Abgründe auf. Denken Sie nur daran, wie Peking uns vorgaukelt, die chinesischen Märkte weiter zu öffnen. Europäische Unternehmen berichten, dass sie zunehmend eingeschränkt werden. Die kommunistische Führung in China schafft den totalen Überwachungsstaat, in dem alles für assozial erklärt wird, was ihr gegen den Strich geht. Sie mögen diese Idee genial finden, aber sie ist Diktatur pur.

Interesannter Ansatz

Über diesen Ansatz sollten unsere Politiker auch einmal nachdenken. Das wäre ein pragmatischer Weg die Auswirkungen des derzeit gültigen Ausschreibungswesens zu verändern. Derzeit werden nur die Firmen belohnt die die sozialen Anforderungen nur auf dem Papier erfüllen.
Wer Preise drückt indem er Arbeitsschutz, Sozialstandarts und Umweltschutz auf Subunternehmer auslagert (und diese dann wiederum im Preis drückt) gewinnt zu oft die Ausschreibungen.

10:09, smirker

>>China geht seinen erfolgreichen ...
Weg der wirtschaftlichen Entwicklung unter Kontrolle der "Kommunistischen" Partei weiter!
Laut einem Bericht auf https://makroskop.eu werden auch Überlegungen angestellt, in jedem Unternehmen (auch den ausländischen) Parteizellen zu installieren!<<

Etwas anderes ist auch gar nicht zu erwarten.

>>Der Versuch des Westens, durch wirtschaftliche Zusammenarbeit die demokratische Kräfte in China zu stärken, ist vollkommen gescheitert!<<

Sie scheinen das ja wirklich sehr zu begrüßen.

Chinesische Unternehmen bewerten?

@ Winston S. 10:01
Stellen Sie sich mal vor, hier würden chinesische Unternehmen bewertet. Wie würden Sie es bewerten, wenn ein chinesisches Unternehmen sich zum verlängerten Arm der Regierung in Peking macht, wenn es Arbeitsplätze von Deutschland nach China verlagert, wenn es bei der Übernahme eines deutschen Unternehmens Beschäftigungsgarantien nicht einhält ?

"Ich hoffe, dass sich das

"Ich hoffe, dass sich das nicht weltweit durchsetzt. "

bei uns machen das facebook, die schufa, die polizeibehörden und die ratingagenturen.

letztere maßen sich sogar an, ganze länder als "ramsch" einzustufen, wenn ihnen deren politik nicht gefällt.

china zieht nur nach...

soll es fuer Menschen auch geben

ist ja jetzt schon das nachdem man auf Soziale Medien etwas teilt was nicht der meinung der Regierung unterstuetzt das man als Auslaender sein Visa nicht verlaengert bekommt oder als Uighur in ein Lager gesteckt wird. Punktesystem fuer Menschen wird beeinflussen ob man das Land verlassen darf, ob man Kredite bekommt und wird beeinflusst ob Kontakte zu einen gute Punkte haben wo durch ausgrenzung von Aktivisten kommt. Regierungskritische Posts geben negativ Punkte und teilen von Regierungsnachrichten gibt plus Punkte. Eine Dystopie die von Geld gierigen Laendern wie Deutschland ignoriert wird weil wir Handeln wollen.

In Demokratie hat China eine Sechs

"Es ist die Idee für eine bessere Moral in der Wirtschaft: Alle verfügbaren Informationen zu einem Unternehmen werden vom Staat gesammelt und zusammengetragen"/
""Das Neue ist die Kybernetik der ganzen Angelegenheit: (...)"

Da kann man mal sehen, was man mithilfe der heutigen technischen Möglichkeiten alles erreichen kann, wenn man es will.

Das Dumme ist nur, dass uns das alles ausgerechnet von einer menschenverachtenden totalitären Diktatur vorgeführt wird.

Denn dass die Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, dass sich Moral und Anstand durchsetzen können, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten.

Der Haken an der Sache: Was genau unter diesen Begriffen zu verstehen ist und vor allem, wie und auf welche Weise man erreichen kann, dass diese abstrakten Begriffe im konkreten öffentliche Leben Wirkung entfalten könnten, müsste, wenn alles mit rechten Dingen zuginge, allerdings im demokratischen Konsens definiert und festgehalten werden.

Und nicht von einer Handvoll Machthaber.

Nicht Verhaltensbewertung, sondern Verhaltenskontrolle

China ist kein Rechtsstaat. In der Praxis werden sowohl Unternehmen wie auch Einzelpersonen keine realistischen Einspruchsmöglichkeiten gegen nicht nachvollziehbare un Bewertungen haben. Und Transparenz kann man in China vergessen. Das Sozialkreditsystem ist keine Verhaltensbewertung, sondern Verhaltenskontrolle.

Das hat heute immer noch stark unterschätzte Auswirkungen auf das Verhalten europäischer Unternehmen auch außerhalb Chinas.

Europäische Unternehmen in China werden gegängelt werden, währenddessen chinesische Unternehmen in Europa Freiheiten genießen können, die es in China nicht gibt. Wir haben das lange in der naiven Hoffnung geduldet, dass China demokratischer und rechtsstatlicher wird. Aber es wird nur schlimmer. Jetzt wird es Zeit für eine schärfere Reziprozität. Wir haben uns lange genug veräppeln lassen.

In dem Zusammenhang sollte sich die Bundesregierung fragen, ob der deutsch-chinesische Rechtsstatsdialog nicht schon seit einigen Jahren nur noch eine Farce ist

Am 28. August 2019 um 10:09 von Hollowman

Wie kommen sie denn auf den Satz ?

" In China kann keine Atomlobby sich kein gesetz ernennen lassen dass der bevölkerung die Kosten für den jahrezentenlange abfeiern ihrer unanständigen profite aufhalst. "

Sie mal das Internet befragen wie viel A-Kraftwerke gebaut und geplant sind, und wie viele Kohlekraftwerke im Jahr gebaut werden und geplant sind in China.

Noch besser, Sie fragen Weltweit, vielleicht öffnet das Ihnen die Augen.

Was “gut“ oder “schlecht“ ist, bestimmt...

...die chinesische Regierung. Da kann man in der Tat sehr gespannt sein.
Der Bau eines (schmutzigen?) Kohlekraftwerks wird voraussichtlich mit Pluspunkten belohnt; werden dabei überteuerte Materialien verbaut, wird subtrahiert.
Wenn aber unterm Strich das dabei rauskommt, was sich die Regierung offiziell davon verspricht, sehe ich das Vorhaben, gerade bzgl. der Unternehmen, eher positiv.
Aber noch herrscht ja, wie man lesen kann, eher dichter Nebel über den “Umsetzungsrichtlinien“.

Bewertung des Verhaltens

Carl Rogers sagte einmal: der Mensch ist autonom und frei...in China heißt es, die Partei ist autonom und frei...der chinesische Bürger muß kontrolliert werden, sein Verhalten muß gesteuert werden...sowas nennt man Inhumanität. Freiheit des Einzelnen existiert nur in den gesetzten Grenzen der kommunistischen Herrscher.

Warum wird chinesischer Regierung böse Absichten unterstellt?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Im Großen und Ganzen hat China in den letzten Jahrzehnten seine Sache ganz gut gemacht. Natürlich gibt es Internetkontrolle und -Beschränkung. Die eigentliche Frage ist doch aber die nach einer gerechten Gesellschaft und dem Verhältnis des Einzelnen gegenüber dem Staat. Da sieht die Bilanz zB in Deutschland nicht so prickelnd aus. Das die Uiguren in China Probleme kriegen beim Aufbegehren, stimmt. Aber die Katalanen in Spanien bekommen auch Probleme - und wer würde die Rechtstaatlichkeit Spaniens bestreiten wollen?

Kritikwürdig

@10:46 von WiPoEthik
damit reicht auch die Macht der Bürger über so eine westliche korrupte private mafia struktur ansonsten darf sie machen was sie will.
gelobt habe ich bei China den Ansatz, noch ist es nicht umgesetzt. Die Idee dass Unternhmen die durch asoziale praktiken profit machen endlich konsquenzen erleben und endlich von der gesellschaft ausgegrenzt werden können ist brilliant.
Der Untershied ist es bleibt ncht bei machtloser Kritik, der Bürger kann durch den Staat konsquent bevorzugen und asoziale Machenschaften der unternehmen bestrafen. Sie unterliegen der gewalt des staates und kontroliert durch den Bürger.
Keine CETA paralleljustiz für verbrecher-firmen.

Im Grunde nichts Neues

Ich weiß gar nicht, was der Aufschrei bei einigen Foristen soll.
Verkäuferbewertungen gibt es bei ebay und amazon schon lange.
Und wenn dadurch erreicht wird, dass Standards eingehalten werden, die heute noch von vielen Firmen umgangen werden, dann ist die Sache nur zu begrüßen.

@10:16 von Ramuthra

"Finde ich gut, die zunehmend offenere Planwirtschaft wird China über kurz oder lang wieder in die Bedeutungslosigkeit schicken. Parteikader können eben keine Wirtschaft erfolgreich am laufen halten."

In wiefern Planwirtschaft? Es werden keine Produktionszahlen oder ähnliches vorgegeben. Was Sie hier haben ist schlichtweg, dass staatliche Informationen unterschiedlicher Quellen zusammenfließen. Kann man gut finden oder nicht - generell ist es aber nicht schlecht eine gewisse Transparenz herzustellen.
Das ist allerdings auch schon der Knackpunkt, denn der chinesische Staat ist nicht unbedingt für Transparenz bekannt und es ist wahrscheinlich, dass z.B. eine Anwaltskanzlei die für Menschenrechte eintritt hier abgestraft wird.

Wer sich als unzuverlässiges Unternehmen erweist kommt übrigens auch in Deutschland auf eine schwarze Liste und wird von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen.

10:09 von Hollowman

Die Kraftwerke gehören dem chinesischen Volk und haben seinen Wohlstand gedient.
Seine gewinne sind die Gewinne des chinesischen Volkes.
Zahlen sie mal schön die milliraden entschädigungen an Vattenfall und Co weil deren profit den sie jahrelang eingefahren haben, ausbleibt. Es ist so dass die sich jahrelang an ihrem Tisch gegessen haben und dann als sie dann die Gäste gebeten haben endlich für den Abfall den sie produziert haben mal selbt zue entsorgen sie auch noch verklagt werden (Aufgrund eines Gesetzes den diese Herren selbst geschaffen haben um die Allgemeinheit zu schädigen).
Das verdient gesellschaftliche Ächtung und herabsetzung des social scoring und das wird hoffentlich nicht nur in China vorbildhaft sondern in der ganzen Welt praxis.

@12:34 von Möbius

"Warum wird chinesischer Regierung böse Absichten unterstellt?

Das kann ich nicht nachvollziehen."

Böse ist die chinesische Regierung nicht - aber skrupellos. Und wenn sie zwischen dem Überleben der Partei und dem Recht eines Individuums abwägen muss, dann fackelt sie nicht lange.

"Die eigentliche Frage ist doch aber die nach einer gerechten Gesellschaft und dem Verhältnis des Einzelnen gegenüber dem Staat. Da sieht die Bilanz zB in Deutschland nicht so prickelnd aus."

Das sehe ich völlig anders - besonders im Vergleich zu China. Die Ungerechtigkeiten hier müssen bekämpft werden - aber deren Level ist meist ertragbar.

"Das die Uiguren in China Probleme kriegen beim Aufbegehren, stimmt. Aber die Katalanen in Spanien bekommen auch Probleme - und wer würde die Rechtstaatlichkeit Spaniens bestreiten wollen?"

Spanien hat bzgl. Rechtsstaatlichkeit ein paar Hausaufgaben zu machen. Aber wieviele Katalanen wurden z.B. in Umerziehungslager gesteckt?
Die Handhabung ist nicht vergleichbar.

Zu den Thema sozial credit

Zu den Thema sozial credit system kann ich den Podcasts Fernostwärts Folge 45 empfehlen. Da wird das Thema sehr gut erklärt.

Da wird mir einigen Vorurteilen aufgeräumt

Ist auf englisch.

12:34, Möbius

>>Warum wird chinesischer Regierung böse Absichten unterstellt?
Das kann ich nicht nachvollziehen. Im Großen und Ganzen hat China in den letzten Jahrzehnten seine Sache ganz gut gemacht. Natürlich gibt es Internetkontrolle und -Beschränkung. Die eigentliche Frage ist doch aber die nach einer gerechten Gesellschaft und dem Verhältnis des Einzelnen gegenüber dem Staat. Da sieht die Bilanz zB in Deutschland nicht so prickelnd aus. Das die Uiguren in China Probleme kriegen beim Aufbegehren, stimmt. Aber die Katalanen in Spanien bekommen auch Probleme - und wer würde die Rechtstaatlichkeit Spaniens bestreiten wollen?<<

Die chinesische Doktrin ist die totale Unterwerfung des Einzelnen unter die Obrigkeit. Es gibt keinerlei Meinungs- und Informationsfreiheit, und die Gerichte sind nicht unabhängig.

Wie Sie das mit Deutschland vergleichen können, ist mir schleierhaft, ebenso wie die Parallele, die Sie zwischen Katalanen und Uiguren ziehen.

Gibt es in Spanien Umerziehungslager?

Uiguren

immer wieder wird auf das Uiguren "Problem" verwiesen und dabei die hunderttausend Toten des westlichen Regimes in den zahlosen Kriegen gegen den Terror nicht gennant.
Anscheinend begrüssen westliche Regimes den radikallislamischen Terrorismus wenn sie damit Staaten treffen können zu denen sie in vermeintlicher konkurenz stehen.
der chinesische Staat wird nicht zusehen wie die Uiguren die sharia ausrufen und nicht nach den gesetzen des Staates leben wollen.
Hier doch auch nicht ? Oder ist es hier anders wenn in Gegenden die deutsche verfassung nicht mehr gelten soll ?
Es gibt 56 Volksgruppen in China, warum klappt es nicht dass sich die Uiguren und die Tibeter sich integrieren können und die zivile gesetze der gesellschft nicht akzeptieren wollen. So herum müsste man Fragen und sich über den erfolg dass 54 Volksgruppen kooperieren als grosse Leistung Chinas anerkennen.

Now How abgeben,

Punkte erhalten, auf lange Sicht Aufträge verlieren. Aufwachen

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