Ihre Meinung zu: Waldbrände in Südamerika: "Umzingelt von Feuern"

25. August 2019 - 9:13 Uhr

44.000 Soldaten kämpfen gegen die massiven Amazonas-Waldbrände - auch mit Löschflugzeugen. Doch nicht nur in Brasilien brennt es - ganz Südamerika meldet ungewöhnlich viele Feuer. Von Anne Herrberg.

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Kommentare

Ziemlich dramatisch was jetzt

Ziemlich dramatisch was jetzt an allen möglichen Stellen auf dem Planeten abgeht. Viele Klagen über Trockenheit und hohe Temperaturen. Nach (oder vor?) Zeiten atomarer Bedrohung und kalten Krieges wieder potentiell existenzielle Herausforderungen.

Eine Tragoedie

Wie die Weltmeere sind die Urwaelder notwendig fuer alle Erdbewohner.
Die Unterordnumg der Ozeane und Waelder unter Profit ist unverantwortlich. Beides ist Allgemeingut.

Handelsembargo für Brasilien ist erforderlich

Der Präsident von Brasilien ist anscheinend jemand, der nur die harte Ansprache versteht. Ein Importverbot für sämtliche landwirtschaftliche Produkte Brasiliens ist die klare Antwort auf die katastrophale Umweltpolitik Brasiliens. Und was macht die EU? Ein Handelsabkommen namens Mercosur, damit die deutsche Autoherstellen weniger Zölle zahlen beim Verkauf ihrer Autos nach Südamerika. Im Gegenzug gibt es dann preiswertes Fleisch und Soja. Das ist der Nährboden der verheerenden Brände. Die Mitschuld trägt die EU.

Willkommen im Club der Umweltzerstörer

Dass der Austoss von CO2 zur Erderwärmung mit verheerenden Folgen führt, davor haben Wissenschaftler schon vor Jahrzehnten gewarnt. Verantwortungsbewusste Politiker hätten sich rechtzeitig darum gekümmert. Wenn diese Politiker nun Bolsonaro, der dabei ist, den Reparaturbetrieb für den von den Industriestaaten angericheten Schaden zu vernichten, kritisieren, ist das scheinheilig. Dass mit dem Sturz von Roussef und der politischen Vernichtung Lulas Brasilien einen neoliberalen, an den USA ausgerichteten Kurs geht, war klar. Wie sagte noch Papst Franziskus?

RE: IBELIN um 09:36

***Wie die Weltmeere sind die Urwaelder notwendig fuer alle Erdbewohner.***

In der Tat ist eine intakte Biosphäre zwingend notwendig für alle Lebewesen.

***Die Unterordnumg der Ozeane und Waelder unter Profit ist unverantwortlich.***

Auch richtig !

*** Beides ist Allgemeingut.***

Stimmt leider nicht. Wenn die brasilianische Regierung weiter den fatalen Weg der Abholzung befeuert, um ihren Wohlstand zu mehren, wird sie niemand daran hindern können.
Da gerade die G7-Staatslenker zusammensitzen, wäre es jetzt genau der richtig Zeitpunkt endlich dem Schutz der Regen- und Feuchtwälder weltweit Geltung zu verschaffen. Die G7 sollten mit gutem Beispiel vorangehen, und einen gewaltigen Fond zum Schutz dieser Wälder auflegen, aus dem die Länder mit Regen- und Feuchtwäldern entschädigt werden.

Gruß Hador

Die Brände der Regenwälder

Die Brände der Regenwälder sind eine globale Tragödie. Sie machen alle Anstrengungen zunichte mit Fahrverboten unser Klima retten zu wollen oder dem Schließen von Kohlekraftwerken.
Sie müssen allerdringendst gelöscht werden.

Jeder - weltweit - , der den

Jeder - weltweit - , der den Regenwald schützen möchte, kann damit anfangen, indem er/sie seinen/ihren Fleischkonsum und Milchkonsum auf ein gesundheits- und umweltverträgliches Maß reduziert. Das heißt zweimal die Woche Fleisch und Milchprodukte auch nicht jeden Tag.

Dabei möchte sicherlich niemand irgendjemandem die Butter vom Brot nehmen. Aber der ständige Konsum von Produkten, die sehr viel Milch enthalten (Puddings, Joghurts, Cremes, Schokoladen, Aufstriche u. ä.) und dabei meist noch völlig überzuckert sind, ist wirklich alles andere als überlebenswichtig.

Nicht die Autos denn die bekommen wir...

in Griff aber die Kohleverbrennung ist das Hauptübel. Bei den Autos ist heute schon klar abzusehen das sich die Antriebe in den nächsten Jahren ganz klar zur Umweltfreundlichkeit hin entwickeln werden da mache ich mir keinerlei Sorgen.

Der Regenwald ist natürlich eine Lunge der Welterde und was da passiert durch Farmer die die Wälder einfach anzünden ist nicht einfach nur nicht akzeptabel sondern ein Verbrechen gegen die Menschheit und der Regenwald ist nicht nur Sache von Brasilien sondern benötigt UN-Schutz. Leider fehlen da die entsprechenden Gesetze was dringend nachgeholt werden muß. Jetzt muß man erst mal löschen und genau auf die Politik Brasilien schauen

Längst verloren

Aus allem was ich beobachte, kann ich nur den einen Schluß ziehen:

Wir haben den Kampf gegen die Zerstörung unseres eigenen Lebensraums längst verloren.

Es wird kein vernünftiger Klimaschutz betrieben, in immer mehr Ländern werden statt dessen Regierungen an die Macht gewählt, denen der Umwelt- und Klimaschutz völlig egal sind.

Das Verbrennen fossiler Energieträger, und damit der Ausstoß an CO² nimmt immer noch zu.

Die Meere, die neben den Regenwäldern ebenfalls erheblich zur Sauerstoffversorgung beitragen, werden immer mehr mit Plastik und anderen Giften verseucht.

Und nicht zuletzt werden die Regenwälder in Brand gesetzt, nur weil sich einige wenige Soja- und Rinderbarone riesige Profite davon versprechen.

Es geht also definitiv in die falsche Richtung!

Wohin das alles führt, brauche ich niemandem erklären, der noch halbwegs bei Verstand ist.

Intelligent ist anders

Wenn wir im Allgemeinen von der "Schwarmintelligenz" reden muss es auch das Gegenstück, die "Schwarmdummheit" geben, so wie sich ein grosser Teil der Weltbevölkerung benimmt, handelt und abstimmt in Demokratischen Ländern. Wer nun immer noch den Klimawandel abstreitet samt den Folgen für die Erde dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Wenn wir so weitermachen wird die Menschheit nur eine ganz kurze Episode der Erde sein. Zum Umsteuern reicht unsere Intelligenz nicht aus, da sollten wir uns nichts einbilden.

Nicht nachvollziehbar

Die Verwunderung, ja Empörung über das Verhalten von Staaten, die ihre Wälder abbrennen lassen und dabei allerhöchstens an die Gefahr durch den Übergriff von Flammen auf Menschen und Orte denken ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Wälder sind deren Eigentum, und wer Besitzer ist, hat auch das Verfügungsrecht.

Deren Existenz ist auf der Möglichkeit, Nutzflächen zu Geld machen zu können aufgebaut. Unsere Proteste kommen denen vor, als seien es Einmischungen in deren innere Angelegenheit. So, als hätte sich jemand bei uns einen SUV gekauft und sein Nachbar kritisierte ihn dafür.

Solange keine globalen Verbindlichkeiten geschaffen werden, die solche Dinge regeln, wird sich daran nichts ändern. Auf Dauer wird man mit Erpressung auch nicht voran kommen.

Guter Artikel.....

der TS! Immerhin wird jetzt auch erwähnt, daß auch in Bolivien der Regenwald brennt, ohne Bolsonaro! Geheuchelt ist aber trotzdem, daß man von den südamerikanischen Ländern den Umwelt- und Klimaschutz fordert, aber z.B. in Deutschland Wälder abholzt oder den jährlichen Bau von hunderttausenden von Wohnungn fordert, ohne sich Gedanken über den Flächenverbrauch und Umweltschutz zu machen!

Keine Umwidmung

Leider brennen auch in Europa immer noch Wälder, weil das Gelände nach einem Brand oder Abholzung zB als Weideland umgewidmet werden darf. Auffortsten muss Gesetz werden. Dann ist Brandrodung unnutz, win Feuer zu legen bringt nichts. Und per Satellit lässt sich das auch bestens dokumentieren. Leider sind auch die dt Öko-Punkte eine Alibi-Veranstaltung, denn Kahlschlag hier forderr KEINE äquvalente Bepflanzung woanders. Also auch bei uns Baumvernichtung zu Gunsten von Fischtreppen und Gartenschauen? Und der Braunkohle-Ausstieg durch Altmeier ist so labbrig, dass er dem Klima nicht (mehr) nutzt - außer den Subventionen an RWE und die Wahlgeschenke an die Länder.

@ 09:36 IBELIN

Wenn die Ozeane, wie Sie sagen, zum "Allgemeingut" gehören und dem Profit - wie die Wälder - nicht untergeordnet werden dürfen, sollten wir schleunigst und mit Nachdruck einiges an unserem Konsumverhalten und Wirtschaften verändern.

@Elite-Deutscher

Zu ihrer Information:
Im Bericht steht, dass auch Bolivien mit überdurchschnittlich vielen Wakdbränden zu kämpfen hat und dort ist ein linker Präsident an der Macht!
Dieses Jahr ist mal wieder ein El Niño Jahr, ein natürliches Phänomen, dass eine verstärkte Trockenheit im Amazonasgebiet zur Folge hat!

Zusammenfassung und Zusatzinformationen

„Feuerwehrmajor: "Wir registrieren aktuell 14.000 Brände in Mato Grosso. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr“/
„Und allein in dieser Woche gab es 68 Meldungen aus indigenen Territorien und nationalen Schutzgebieten. Gerade auch dort habe die illegale Abholzung massiv zugenommen“/
[Bolsonaro gestern]:
„"Im Schnitt haben wir weniger Brände als in den letzten Jahren, die Situation normalisiert sich“

Der Vollständigkeit halber muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass der international als seriöser, d.h. objektiver und unbestechlicher Wissenschaftler anerkannte und geachtete Präsident des INPE, Ricardo Galvão, von Bolsonaro gefeuert wurde, weil er die (korrekten) Daten zur Abholzung des Amazonas-Regenwalds wie vorgesehen veröffentlicht hatte. Begründung: Er habe dadurch dem Ansehen Brasiliens geschadet (Näheres u.a. unter en.m.wikipedia.org/wiki/Ricardo_Galvão).

Hier eine gute Zusammenfassung von allem:
zeit.de/politik/ausland/2019-08/brasilien-urwald-waldbrand-jair-bolsonaro

Die besagte Alarmstufe

dürfte sich eher auf Kohlenmonoxid als auf Kohlendioxid beziehen. Da hilft's auch nicht wenn man den korrekten IUPAC Namen verwendet. Siehe auch "Unternehmen Gomorrha".Und was sollen bitte Löschflugzeuge ausrichten, jedenfalls dort wo es lichterloh brennt? Die Wärmeproduktion pro qm ist dort so hoch das es zum Verdampfen von 80 Liter Wasser auf 1qm Fläche reicht. Da hilft nur ein flächendeckender Wolkenbruch. Die Löschflugzeuge mögen was taugen um Glutnester zu lokal bekämpfen damit sich kein Funkenflug bildet aber ansonsten sind sie den Hysterikern geschuldeter "blinder Aktionismus". Und für Brandschneisen sind sie auch nicht geeignet. Es sei denn sie stürzen ab. Was hoffentlich nicht der Fall sein mag.

Weisheit

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen und der letzte Fluss vergiftet wurde, wird der Mensch erkennen, dass man Geld nicht essen kann.

Costa Rica

Das es auch anders geht, zeigt Costa Rica.
Nachdem man dort von 1940- 1980 extrem den Urwald abgeholzt und ausgebeutet hat, fand ein nationales Umdenken statt...

Der Regenwald dort ist wieder am wachsen...

Harte Schutzmassnahmen und nachhaltiger Ökotourismus tragen dazu bei, das der Wald wieder merkbar nachwächst.

https://tinyurl.com/y3l5gu3n
Der NY Times Artikel ist zwar von 2014, doch gibt es aktuell C-R Regierungsangaben, das der Wald noch immer "auf dem Vormarsch" ist...

Es ist also eine Frage des Willens und der internationalen Unterstützung...

@Haldor Goldscheitel - Dass G7-Länder einen gewaltigen Fond

auflegen sollten, hört sich sehr richtig an.

Allerdings müsste die Verwendung der Gelder dann auch kontrolliert werden können...
Deutschland geht ja derzeit den umgekehrten Weg und streicht Brasilien die Gelder, die wir seit Jahren eigens zum Schutz des brasilianischen Amazonas-Gebiets zahlen (ich glaube, das sind insgesamt über 800 Mio), dasselbe tut das zwar kleine aber engagierte Norwegen.
Der Schutz der Regenwälder ist zudem Teil des angestrebten EU-Handelsvertrags mit den Mercosur-Ländern.

Es sieht so aus, als ob einige Länder und die EU längst erkannt hätten, dass die Wälder zwar Staatseigentum sind, aber das Leben aller betreffen und wir uns daher an ihrem Erhalt beteiligen müssen.

Leider ist Bolsonaro aber ein Faschist, Rassist und Vertreter von Cliquenwirtschaft - und scheint nur auf massiven Druck zu reagieren. Deshalb ist es wohl unvermeidlich, diesen Druck international auszuüben, bevor wieder Milliarden Gelder nicht-brasilianischer Erdbewohner fließen können.

10:03 von Hador Goldscheitel

«Da gerade die G7-Staatslenker zusammensitzen, wäre es jetzt genau der richtig Zeitpunkt endlich dem Schutz der Regen- und Feuchtwälder weltweit Geltung zu verschaffen. Die G7 sollten mit gutem Beispiel vorangehen, und einen gewaltigen Fond zum Schutz dieser Wälder auflegen, aus dem die Länder mit Regen- und Feuchtwäldern entschädigt werden.»

Längst, längst, längst überfällig.

Bereits 2007 bot der damalige Präsident von ECU (Rafael Correa) in einer Rede vor der Vollversammlung der UN an, für eine finanzielle Gegenleistung von ≈ 3 Mrd. US-Dollar die Erdölvorräte in Yasuni-Nationalpark im Amazonas-Gebiet in ECU unangetastet zu lassen.

Bei einem Abkommen UN / ECU werde dies für den Zeitraum von 99 Jahren in die Verfassung in ECU aufgenommen.

Gar nix kam zustande, trotz mehrmaligen "Nachhakens" von ECU. DEU hatte fest ≈ 200 Mio. zugesagt, wenn die Gesamtsumme zusammen käme.

Welche Marginal-Summen!
Man hätte seit > 10 Jahren Erfahrungen sammeln können.
Kompl. sinnlos vertane Zeit …

Missionare unterwegs

Hallo Znarelot (10:13),
ich nehme Ihnen ab, dass Ihnen eine für das Individuum und das Ganze gesunde Ernährungsweise ein echtes Anliegen ist. Das empfinde ich als sehr lobenswert. Allerdings weht einen gleichzeitig ein gewisses Missionarentum aus Ihren Worten an. Ja, es stimmt, der Fleischkonsum ist definitiv zu hoch. Der Zuckerkonsum erst recht. Aber so etwas Lustvolles wie Essen auf das Lebenserhaltende zu reduzieren hieße, sich an der Sinnlichkeit zu vergreifen. Die Crux dieser Gesellschaft ist die Gier. Die Gier nach immer mehr. Und dem steht beklagenswerter Weise oft die Natur in ihrer Vielfalt und Schönheit im Wege.

@ Znarelot

"Jeder - weltweit - , der den Regenwald schützen möchte, kann damit anfangen, indem er/sie seinen/ihren Fleischkonsum und Milchkonsum auf ein gesundheits- und umweltverträgliches Maß reduziert. "

Richtig. Ein User brachte es hier vor einigen Tagen sehr gut auf den Punkt: Der abgebrannte Regenwald liegt demnächst in unseren Supermarktregalen.
Sei es durch Direktimport von südameriknaischen Rindfleisch, Holzkohle, Palmöl, Fleisch aus Sojamast, etc.
Jeder Konsum dieser Güter befeuert (im wahrsen Sinne des Wortes) die Rohdung des Regenwaldes

Was hilft: Weniger konsumieren! Lokale Waren konsumieren!
Entsprechende Parteien wähen (z.B. ÖDP, Tierschutzpartei, auch Piraten, mit Einschränkungen Grüne & Linke)

Gibt übrigens auch gutes Soja aus europäischer Produktion (und besser direkt konsumieren als an Masttiere verfüttern)

Wenn wir überleben wollen, muss _radikal_ umgesteuert werden!

@10:15 Strandy

Und warum fackeln Farmer die Wälder ab? Brasilien zählt zu den weltweit größten Rindfleischexporteuren: für das Jahr 2019 wird eine Exportmenge von rund 2,2 Millionen Tonnen Rindfleisch prognostiziert.
Vor einiger Zeit hat Bolsonaro übrigens den Leiter der Behörde zur Überwachung der Waldzerstörung, Ricardo Galvão, gefeuert, weil dieservor der rapiden Abholzung für Profit gewarnt hatte.
Es ist ein Teufelskreis: Je mehr Bäume verlorengehen, desto trockener wird der Regenwald und desto mehr Feuer wird es geben; Wissenschaftler befürchten, dass das Amazonasbecken bald seinen Umkehrpunkt überschritten hat und für immer zu einem viel trockeneren und offeneren Ökosystem wird - vom freigesetzten CO2 ganz zu schweigen. Und gut 400 indigene Bevölkerungsgruppen leben im brasilianischen Amazonas-Gebiet; auch um den Schutz ihrer Lebensräume und -bedingungen geht es.

Volle Zustimmung an

@ Den Helder um 10:01
Alles Geld, das stetig in den Sektor Aufrüstung fließt, umgehend für den globalen Umweltschutz einsetzen!

Profitdenken

Es ist nur kurz gedachter Profit mit dem Abbrennen der Wälder zu gewinnen. Nach nur ein paar Jahren sind die Böden ausgelaugt und Tod. Es wird dort nie wieder ein dringend notwendiger Wald oder sonst irgend etwas wachsen. Man zerstört für etwas mehr Geld (das man nicht essen kann) für ganz wenige unmengen CO² schluckende und Sauerstoff produzierende Urwälder, rottet damit Flora und Fauna unwiederbringlich aus und provoziert zusätzlich langfristig einen weiteren Stein in Sachen Klimawandel. All jene die sich gegen dieses Profitdenken zur Wehr setzen werden als Spinner und Hysteriker abgekanzelt und die Politiker, allen voran natürlich Bolsonaro und Trump, weigern sich echte Schutzmaßnahmen zu beschließen und durchzusetzen um der "Wirtschaft" keinen Schaden zu zufügen. Nur daß diese "Wirtschaft" lediglich aus einer Handvoll Personen besteht die nur nach weiterem Reichtum giert während der Rest der Menschheit langsam aber sicher vor die Hunde geht.

Die Einschläge kommen näher

Die Klimaveränderungen mit ihren Auswirkungen auf die Temperaturen, auf Ernteerträge, auf Brandkatastrophen in Russland, Griechenland, Portugal, Brasilien usw. sind nicht mehr zu übersehen.
Der Migrationsdruck wird zwangsläufig steigen, weil die Lebensgrundlagen für immer mehr Menschen in deren Heimat schwinden.
Wir wissen es alle. Doch leben wir ungerührt weiter wie bisher, fliegen für 3 Tage nach Mallorca, fliegen für eine einstündige Besprechung von Bonn nach Berlin, gehen auf Kreuzfahrt in die Arktis, um den Todeskampf der Eisbären live zu erleben und wir fahren weiter mit dem SUV zum Bäcker nebenan.
Entweder glauben die Menschen, das alles sei nur Kino und daher nicht ernst zu nehmen, oder sie warten darauf, dass die politische Elite endlich Klartext reden. Die aber tut es nicht, eiert rum und redet das Problem klein, aus Angst vor dem Zorn des Wählers.
Steht nach 2 Millionen Jahren Aufstieg nun der selbstverschuldete Untergang der ersten denkenden Species auf der Erde bevor?

Was sagt Greta dazu?

Wo ist Ihr Aufruf an all Ihre Follower auf der Welt auf die Strassen und auch nach Brasilien zu gehen und aktiv zu werden und vor allem gegen den brasilianischen Präsidenten Blsonaro zu demonstrieren? Dafür würden sich Schulstrikes überall auf der Welt lohnen.

Umweltschutz unausgegoren

Mich stört der undurchdachte Umweltaktionismus. Ansatt ein wirklich durchdachtes Konzept mit Planungen über Wahlperioden hinaus werden immer Flickwerkaktionen gemacht. Z.B. totale Umweltzerstörung durch Mais für Biogasanlagen das sind tote Felder mit Giften damit nur der Mais wächst. Auf diese Energiealternative möchte ich gerne verzichten. Die Regenwälder werden auch deshalb abgebrannt um Palmöl zu erzeugen. Warum E10 Benzin umweltfreundlicher sein soll verstehe ich nicht.
Hauptsache in der Großstadt ist die Luft schön sauber.

@ Smirker

Es ist eine Gemengelage bei der einiges zusammenkommt. Die Wetterbedingungen in Südamerika sind brandgefährlich. Nur durch Agitatoren wie Bolsonaro wird nicht die angebrachte besondere Sensibilität im Regewalsgebit gefördert, sondern genau das Gegenteil. Rücksichtslosigkeit und perönliche Vorteilsnahme.
Ohne Bolsonaro, würde es auch brennen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach deutich weniger.
Bolsonaro ist Teil des Problems - aber auch nicht das einzige und alleinige Problem.

Was wir in Brasilein benötigen ist Regen _und_ ein anderer Präsident (und ein breites und _starkes_ Umweltbewusstein in der Bevölkerung!).

@ Advokatus Diaboli

"Wohin das alles führt, brauche ich niemandem erklären, der noch halbwegs bei Verstand ist."

Den halbwegs bei Verstand seienden muss man es tatsächlich nicht erklären, aber den vielen anderen in aller Deutlichkeit noch einmal:

Das führt in den Tod! Das muss man mal so deutlich und klar ausprechen. Es geht um nichts geringeres als das Überleben.

Klingt dramatisch - ist es auch!

@10:35 smirker

Das wäre bequem und würde wieder mal bedeuten, dass der Mensch schuldlos bleibt: El Niño soll schuld sein. Die Tatsachen sind andere: Tropische Regenwälder gehören zu den feuchtesten Ökosystemen der Erde; Feuer ist natürlicherweise kein Bestandteil des Ökosystems im Amazonasbecken. Und es liegt nicht an den dort herrschenden Temperaturen oder Windbedingungen: Der weltweit größte Regenwald fackelt nur dann ab, wenn Menschen das Feuer vorsätzlich legen - wie Viehzüchter und Farmer vor kurzem am "Tag des Feuers" - abgehalten auch, um ihre Unterstützung für die Regierung Bolsonaros zu demonstrieren. Und je mehr Bäume verlorengehen, desto trockener wird der Regenwald und desto mehr Feuer wird es geben. Das ist das menschengemachte gefährliche Phänomen: mit El Niño hat das nichts zu tun.

@10:41 Morlem

... und bevor das geschieht, sollten wir unser Konsumverhalten, unsere Eßgewohnheiten und unsere Mobilität vernunftgestützt umsteuern. Das geht.

Bolsonaro beeinflussen

So wie es momentan aussieht ist Bolsonaro durch kein auch noch so gutes Argument beeinflussbar. Er geht den Weg der Zerstörung des Urwaldes unbeeindruckt weiter. Wenn überhaupt, dann muss das brasilianische Volk diese Zerstörung bekämpfen. Wie wäre es eigentlich, wenn wir die jetzt die gesperrten Gelder den Gegnern der Urwaldvernichtung in Brasilien zukommen ließen. Mercosur abzulehnen, schwächt unseren Einfluss. Nur wer Handel treibt, kann den anderen beeinflussen.

@um 10:24 von SchulzU

Dem ersten Teil ihres Kommentares findet meine volle Zustimmung.

Lediglich der letzte Satz:
"Zum Umsteuern reicht unsere Intelligenz nicht aus, da sollten wir uns nichts einbilden."- Möchte ich etwas einschränken. Da wir mehr und mehr unsere Überlebensinstinkte verlieren, bzw. irgendwo nicht "gleich verfügbar", in den tiefen unseres Gehirns "verstauben" lassen, fehlt es an Wissenstransfer. Wenn Menschen wie Greta (völlig vernachlässigbar, ob künstlich implementiert-oder nicht) gleich wieder von anderen ("kapitalistischen") Interessenbewegungen "niedergemacht" werden, kann es zu keinem Konsens kommen...
Sie ist ja nicht alleine, sondern hat einige Wissenschaftler auf ihrer Seite... Bildung für alle- natürlich auf unterschiedlichen Leveln ist der Schlüssel. Geht aber auch nur, wenn jeder Trinkwasser, Nahrung und Schutz hat- einem Indigenen brauchen Sie das nicht zu erzählen- aber jedem "zivilisierten Menschen"- Ausgebeutet werden langfristig fast alle- schleichend und leider unbewusst.

Greta ist gerade auf dem

Greta ist gerade auf dem Atlantik unterwegs. Sie können daher gern selbst einen Aufruf starten. Wobei der Aufruf Gretas an alle Menschen in allen Ländern (nicht nur SchülerInnen!) längst erfolgt ist. Wir alle können und sollen freitags (oder wann auch immer) auf die Straße gehen, wir müssen es nur tun. Es geht nicht im Greta (vllt. bei einigen Medien, aber nicht bei Fridays for Future), sondern um die Zukunft des Planeten.

@andererseits

Versuchen Sie mal in einem feuchten Wald ein Feuer zu legen!
Ich vermute mal, ohne dass ich Erfahrungen als Brandstifter habe, dass dies äußerst schwierig sein wird!
Und wenn hauptsächlich der "böse" Bolsonaro für die Waldbrände verantwortlich ist, warum hat dann der "gute" Morales in Bolivien diese nicht verhindert!?

@ 10:57 von Illusiontrust

Sie wollen allen Ernstes von der Verantwortung Bolsonaros, der Farmer und Rinderzüchter und der Staatengemeinschaft ablenken, indem Sie eine doch arg rhetorisch daherkommende Frage nach Greta Thunberg stellen? Diese engagierte schwedische Schülerin und die Bewegung fridays for future tun ihren Teil längst. Die Verbraucher*innen, Politiker*innen sowie die Unternehmer*innen dieser Erde sind dran, ihre Verantwortung zu zeigen - und zu organisieren.

10:30 von karlheinzfaltermeier

«Guter Artikel der TS!
Immerhin wird jetzt auch erwähnt, daß auch in BOL der Regenwald brennt, ohne Bolsonaro!»

Brandrodungen in verschiedenen Ländern in Südamerika haben "Tradition". Von lange bevor überhaupt wer wusste, wer Senhor Bolsonaro ist.

Prinzipiell sind die Brandrodungen unabhängig vom Präsidenten, oder auch von einer rechts / links gerichteten Ausrichtung der Politik der jeweiligen Regierungen.

Senhor Bolsonaro "befeuert" ein solches Vorgehen von Farmern & Co. seit seinem Amtsantritt verbal mit Parolen aus den Schubfächern der Kommode, in denen die dümmsten Sprüche + miesesten Argumente drin sind.

Zu BOL: Ca. 3x so groß wie DEU. Ca. 11 Mio. Einwohner.

Im zentralen Hochland zwischen den 2 Ketten der Anden leben ≈ 60% der Bevölkerung.

Die Regionen der Regen- / Trocken-Savannen an den Abhängen der Anden + der Anteil am Amazonas-Becken sind sehr dünn besiedelt.

"Kontrolliert man" nicht mal so eben alles von Seiten des Staates BOL..
Ob rechts / links / grün-karriert …

@11:31 smirker

Ich empfehle Ihnen, sich einfach mal über das Ökosystem Amazonasregenwald zu informieren statt blumige Hypothesen über "bösen" Bolsonaro und "guten" Morales zu fabulieren. Dann erkennen Sie auch den Widerspruch in Ihren Aussagen selbst: Denn nur durch Brandstiftung und Brandrodung erklärt sich der allergrößte Teil der Brände in Feuchtwaldgebieten.

@10:49 Euterpe

Sie glauben, wer den Fleischkonsum reduziert (oder seine Ernährung auf vegetarisch umstellt), reduziert lustvolles Essen auf "Lebenserhaltendes"? Das Gegenteil ist der Fall: Je stärker Menschen Fleisch in den Mittelpunkt der Ernährung stellen, desto mehr kommt Ihnen das Genussvolle oft abhanden. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Menschheit vernunft-, kreativ- UND geschmacksgesteuert eine Abkehr von der Fleischeslast (ja: Abkehr von der -last statt -lust ...) hinbekommt und so lustvolles Essen und Lebenserhaltung unter einen Hut bringt. Das geht. Anders augenzwinkernd ausgedrückt: Vielfalt in der Küche statt Einfalt im Denken. Die Zahl derer wächst.

@ SchulzU 2019-08-25 10:24

Danke für die klaren Worte! Voll umfängliche Zustimmung von meiner Seite.

Leider!

@asimo

"Was wir in Brasilein benötigen ist Regen _und_ ein anderer Präsident (und ein breites und _starkes_ Umweltbewusstein in der Bevölkerung!)."

Sie meinen, so wie wir Europäer, die ihren Kontinent, der mal vollumfänglich mit Urwäldern bedeckt war, fast vollständig entwaldet haben.
Oder meinen Sie speziell uns Deutsche, die in einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 kmh die Beraubung ihrer Freiheitsrechte erkennen und die in großen Mengen PET-Flaschen kaufen, weil die Getränkekästen mit Glasflaschen zu schwer und unkomfortabel sind?
Bevor wir anderen kluge Ratschläge geben, sollten wir mal bei uns selbst anfangen. Aber so ist er halt, der Deutsche.

Brasilien wartet auf Unterstuetzung durch Löschjumbos

Zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/brasilien-467.html

Am Samstag haben Brasiliens Streitkräfte damit begonnen, die Löscharbeiten zu unterstützen. 44.000 Soldaten stehen für den Einsatz bereit. Präsident Bolsonaro hatte ihn am Freitag per Dekret erlaubt.

lese ich bei n-tv inzwischen dass viele Bundesstaaten inzwischen auf Unterstuetzung von solchen Löschjumbos wie in den USA warten.

https://tinyurl.com/yxdmbscf
n-tv: Brasilianisches Militär kämpft gegen Feuer (Sonntag, 25. August 2019)

Alfredo Sirkis, Gründer der Grünen-Partei in Brasilien und Direktor des Brasilianischen Klimazentrums, sagte, auch wenn er den Militäreinsatz befürworte, bezweifle er, dass irgendjemand in der Lage sei, die Feuer zu löschen. Ohne die Löschausrüstung, die etwa in den USA oder Portugal zur Verfügung stehe, sei es schwierig, derart große Brände unter Kontrolle zu bringen.

Wo bleiben die?? Diese Löschjumbos werden gebraucht.

Leute das ist eine echte Katastrophe. Und meine nicht Bolsonaro.

...Diesen Mann kann man eigentlich nicht mehr ernst nehmen.

---

Das soll nicht bedeuten, daß er nicht gefährlich ist.

Auf der einen Seite fördert er den Raubbau durch Landgewinnung für die Bauern im Amazonas u. auf der anderen Seite verurteilt er die Brandstifter.
Das tolle daran, daß er Umweltschützern die Schuld an den Bränden gibt.
Mittlerweile rudert er zurück und behauptet, alles halb so schlimm.

Leute wir sehen gerade live, wie der linke Lungenflügel d. Erde zerstört wird.
Wenn man bedenkt, daß auch d. rechte Flügel in Russland durch tausende Brände stark geschädigt wird kann sich jeder ausrechenen das wir uns die Luft zum Atmen in übertragenen Sinne wegbrennen.

Von den toten Tieren im Amazonas möchte ich nicht sprechen.
Wer weiß wieviele Tierarten hier gerade für immer ausgeöscht werden.

Diese Brände werden unser Klima nachhaltig zum negativen verändern.
Und kaum einer hilft diese Katastrophe einzudämmen.

Es ist einfach nur noch traurig u. deprimierend.

11:37 von andererseits

«… sich einfach mal über das Ökosystem Amazonasregenwald zu informieren statt blumige Hypothesen über "bösen" Bolsonaro und "guten" Morales zu fabulieren.»

Man kann sich hier mit lesend ja schon glücklich schätzen, wenn nicht wieder Vergeiche der Amazona-Region zum Hambacher Forst, oder zu Windrädern in den Wäldern in DEU "dar nieder regnen" …

Der böse Senhor Bolsonaro hier, und der gute Señor Morales dort.
Welch eine "verplättende" Betrachtungsweise der gegenwärtig bedrohlichen Situation in mehreren Ländern in Südamerika.

Sind die Präsidenten in Peru und in Paraguay eigentlich mit den Guten, oder mit den Bösen? In diesen 2 weiteren Ländern brennen die Wälder ja auch …

@andererseits

Laut den Daten von http://www.inpe.br/ gab es z. B. in den Jahren 2004 und 2005 mehr Waldbrände in Brasilien als in diesem Jahr!
Das die meisten Brände nicht natürlichen Ursprungs sind, habe ich nie bestritten!
Aber auch in Bolivien kann eine linke Regierung offensichtlich die Brandstiftungen nicht verhindern!

Bolsonaro

wurde in erster Linie wegen der Kriminalitätsbekämpfung gewählt.Dass er dabei auch noch den Regenwald platt macht war zunächst nebensächlich.Konnte aber jeder der im Wahlkampf hinhören wollte wissen.

Da Ozeane

und Waelder notwendig sind fuer das Leben aller Menschen, sollten sich auch alle an den Kosten des Erhalts beteiligen.
Denn natuerlich haben Brasilianer dasselbe Recht auf Wohlstand wie EU Europaeer.
Wir haben unsere Waelder 1000 Jahre frueher abgeholzt, auch ohne Naturschutzauflagen.
Ich faende eine Dekommerzialisierung von Allgemeinressourcen fuer angebracht mit entsprechenden Ausgleichszahlungen.
Mehr Sozialisierung in dem Bereich koennte nicht schaden.

Selbstvernichtung der Menschheit ist nicht neu

Raubbau an der Natur, Kriege und Unterdrückung der Mitmenschen sind keine neue Erfindung.

Das gibt es schon seit Jahrtausenden, dass sich Menschen auf Kosten ihrer Mitmenschen und der Natur bereichern und ihre Macht ausbauen.

Jetzt haben wir erstmals die technischen Möglichkeiten, uns selbst auszurotten und das werden wir auch tun.

Dem Rest der Erdbewohner geht es danach bestimmt besser und niemand wird uns und unsere SUV's vermissen.

@ Bäuerchen

"Sie meinen, so wie wir Europäer, die ihren Kontinent, der mal vollumfänglich mit Urwäldern bedeckt war, fast vollständig entwaldet haben. (...)"

Was sie ansprechen ist einerseits richtig, andereseits muss Brasilien nicht erst auf Deutschland warten, bzw. alle Fehler Europas wiederholen.
Ich wäre froh, wenn D/EU in Sachen Umweltschutz und Naturnähe eine Vorreiterrolle einnähme, aber noch lieber ist es mir, wenn überhaupt irgendwer etwas macht.
Und, alle Länder ( D, Bra and alle anderen) haben eine heteroge Bevölkerung. Genauso wie hier einige Menschen den Ernst der Lage erkannt haben und auch danach handeln, gibt es diese in Brasilien. Mein Wunsch ist, dass in allen Ländern diese Menschen mehr werden und die Gesellschaft führen.

Insofern verorte ich ihren Einwand irgendwo zwischen Whataboutism und fatalem Zynismus. Beides ist nicht gerade produktiv, sondern ein Ablenkungsmanöver! Handeln - überall auf der Welt! - ist angesagt. Es geht um nichts geringeres als das Überleben

beängstigent

Es wird immer offensichtlicher, dass die Natur immer mehr aus den Fugen gerät. Sehe in meiner Umgebung (Brandenburg) seit letztem Jahr immer mehr vertrocknete Bäume in den Wäldern - wenn die Trockenheit hier noch ein paar Jahre so weiter geht, kann einem schon Bange werden.
Was Brasilien betrifft: Ein Großteil der Brände ist auf Brandstiftung für Viehzucht und Soja (Viehfutter) zurückzuführen - Darüber sollten alle Fleischliebhaber mal ernsthaft nachdenken und besser noch: ihr Verhalten ändern. Die Politik sollte eine Umstellung auf pflanzliche Kost unterstützen. Ein "Weiter so" ist nicht verantwortbar.

11:55 von Biocreature

Kommt selten vor, aber hierzu meine volle Zustimmung. Beängstigend ist auch der Umgang mit den Brandstiftern. Entweder es wird als Kavaliersdelikt behandelt, oder es wird wie in Indonesien als uralte Bräuche erklärt. Kurzum, es gibt keine ernsthaften Gegenmaßnahmen.

@ um 10:01 von Sanne19

"Handelsembargo für Brasilien ist erforderlich
Der Präsident von Brasilien ist anscheinend jemand, der nur die harte Ansprache versteht. Ein Importverbot für sämtliche landwirtschaftliche Produkte Brasiliens ist die klare Antwort auf die katastrophale Umweltpolitik Brasiliens. ..."
.
Ja, Handelsembargos sind in manchem Wunschdenken ein tolles Mittel. Durch das Handelsembargo hat Putin sofort die Krim wieder an die Ukrainer zurückgegeben und sich aus dem Osten der Ukraine zurückgezogen…
Und was würde in Brasilien passieren? Durch ein Handelsembargo würde der Urwald vermutlich noch schlimmer vernichtet, denn die Menschen in Brasilien wollen auch (kurzfristig) leben. Wenn der Urwald dann vernichtet ist, wird das Handelsembargo aufgehoben, denn es kann nichts mehr ändern. Stattdessen werden wir dann Aufbauleistungen für das Land zahlen.
Wer nach Handelsembargos ruft, ist für mich jemand, der auch gerne Kriege führt. Aggressionen sollte man vermeiden, wo immer es geht.

alles Panikmache !!

schon vor 25 Jahren lag über ganz Paraguay eine Rauchwolke und Sichtanflug auf Asuncion war nicht möglich - Meldung in den Medien = Null

11:54 von Demokratieschuetzerin

«Brasilien wartet auf Unterstuetzung durch Löschjumbos …
Wo bleiben die?? Diese Löschjumbos werden gebraucht.»

Wenn Sie sich mal auf einer der Seiten der vielen Möglichkeiten im Internet informieren. Wo das Zentrum der größten Brände im BRA Amazonas ist.

Dann konzentriert sich "das Ganze" um die Millionensatdt Manaus herum.
Die am wenigsten durch Straßen + größere Flughäfen erschlossene Region in ganz BRA. "Deep Deep Jungle".

Manaus hat einen größeren Flughafen. Aber man schöpft das Wasser (oder Löschmittel) nicht mit Eimern in so'n Jumbo rein. Infrastruktur zur Befüllung hat es in Manaus jedenfalls nicht.

Was man theoretisch-prinzipiell am Amazonas gut gebrauchen könnte.
Wären viele, viele kleinere Löschflugzeuge, die lokal in der Nähe der (Haupt) Brandherde auf den vielen kleineren + größeren Flussarmen wassern könnten, um Löschwasser aufzunehmen. Und nicht stundenlang fliegen, bis sie vor Ort sind.

Aber auch kleine Flieger benötigen Treibstoff + Piloten. Sehr schwierig …

Naiv

Das Leute tatsächlich glauben mit einem Handelsembargo könnte man das stoppen, ist naiv.

Welche Handelsembargen der letzten Jahre haben denn echte und vor allem zeitnahe Wirkung gezeigt?

Russland? Nein. Iran? Nein. Nordkorea? Nein.

Weil sich nämlich immer Handelspartner finden lassen. Verkauft Brasilien eben an China.

Fördermittel die in dunkle Kanäle fließen und eine Regierung die Brandstiftung nicht verhindert machen es nicht besser.

Ich wurde hier von einigen dafür als schwachsinnig betitelt, aber für eine nötige, zeitnahe Bekämpfung der Brände ist eine militärische Intervention unumgänglich. Entweder durch die brasilianische Armee selbst oder die NATO. Ansonsten werden die Brandrodungen weiter steigen. Dieses Jahr und die darauf folgenden Jahre.

Wo ist die internationale Hilfe?

Eine globale Katastrophe ist in vollem Gange. Wie viele Tiere gerade auf grausamste Art und Weise sterben, will ich mir nicht permanent vorstellen. Es ist sehr traurig und ich verachte die gesamte Menschheit dafür, inklusive mich selbst.
Wo ist die internationale Hilfe? Wie viele Stunden und Tage will man noch in Biarritz sitzen? Die Feuer warten doch nicht bis wir mal wieder fertig debattiert haben. Sie verbreiten sich rasend schnell. Warum ist die deutsche Bundeswehr nicht längst für Löscharbeiten vor Ort?
Der Mensch ist zu langsam, zu träge, zu unintelligent,zu egoistisch und hat zu wenig Empathie. Wir sind an dieser Katastrophe mit beteiligt. Seit Jahrzehnten leben wir fett auf Kosten ärmerer Länder.
Die Katastrophen sind nicht mehr lokal und erfordern eine andere Planung und ein anderes Handeln. Die Hilfe beim Löschen der Brände müsste schon erfolgt sein
Ohne viele Worte. Zunächst geht es um die globale Lebensgrundlage. Unsere Ignoranz und Langsamkeit wird uns auslöschen.

@Elite-Deutscher

Ich bin ein Fan von Daten und Fakten und diese besagen, dass es z. B. in den Jahren 2004 und 2005 mehr Waldbrände in Brasilien gab als in diesem Jahr und auch diese Jahre waren El Niño Jahre!
Quelle: http://www.inpe.br/

warum sollte man Brasilien verbieten.....

was in Dtl ganz natürlich ist nämlich ein Rückgang der Waldfläche um 95 % seit dem Mittelalter

@10:51 von andererseits - Ihr Beitrag is' vollkommen richtig...

...Aber...
...seit wann hat sich der weiße Mann jemals Gedanken um den Indianer gemacht?

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Für Bolsonaro spielen diese Naturvölker folgende Rolle:
Keine!

Warum in die Ferne ...

Nur gut, dass hier in Deutschland/Europa die Urwälder schon seit Jahrhunderten abgeholzt sind ((Segel) Schiffe und (Fachwerk) Häuser) sonst hätten wir hier ein Problem. Wälder werden für Stromtrassen gerodet, rechts und links von Autobahnen fallen Bäume zum Ausbau auf sechs- und mehr Spuren. Jeder will sein Eigenheim und braucht Platz dafür. Bäume stehen im Weg, die Sonne kann nicht auf die Terasse und das Laub ist lästig. Die Industrie/Wirtschaft muß wachsen und verbraucht immer mehr Flächen. Die Windkrafträder und Solarparks für die zukünftige E-Autoflotte brauchen auch Platz und und und. Warum nur nach Brasilien und den Amazonas schauen Auch Bäume und Wälder in Deutschland und Europa wandeln CO2 um und tragen zur Verbesserung des Klimas bei.

Wenn wir nicht wollen daß die

Wenn wir nicht wollen daß die zweit, dritt und viertewelt Länder ihre Umwelt zerstören, dann müssen wir denen eben geld für Nichts überweisen. Quasi als entgeld für den Sauerstoff, der dort produziert wird.
Oder wir produzieren unsere Lebensmittel einfach hier. Kann ja nicht so schwer sein, eine Kuh auf die weide zu triben und ein paar jahre abzuwarten, bis die zu Rumpsteak wird.
Dazu brauch ich kein Soja.

Mercosur-Abkommen stoppen!

Das Mercosur-Abkommen muss gestoppt werden und zwar ersatzlos.

Es ist doch kein Zufall, dass die Brände von den Viehzüchtern gerade jetzt so demostrativ gelegt wurden. Kurz nach Abschluss dieses Abkommens!

Wenn das Abkmomen nicht gestoptt wird, werden die Viehzüchter in ganz Südamerika noch häufiger einen "Tag des Feuers" ausrufen und den Wald abfackeln.

12:31 von cszecky

«Wo ist die internationale Hilfe?
Eine globale Katastrophe ist in vollem Gange.»

Ja - es ist ein unfassbares Desaster, was sich momentan in BRA ereignet.
Auch in anderen Ländern in Südamerika.

Es ist erst wenige Tage her.
Da fabulierte Senhor Bolsonaro noch, Umweltschützer hätten viele der Brände gelegt. Um BRA (und ihm persönlich) zu schaden.

Von diesem unglaublichen Nonsens ist er inzwischen abgerückt. Weil ihm wohl auch aus der (Agrar) Wirtschaft in BRA verklickert wurde, dass Gelaber keine Brände löscht.

Wenn internationale Hilfe in BRA auch nur ansatzweise sinnvoll sein kann. Dann muss sie von Senhor Bosonaro gewollt sein. Er hat nun die Armee in BRA beauftragt, bei den Löscharbeiten zu helfen. Immerhin 44.000 Sodaten einer Armee, die kein Dilettant ist.

Es ergibt wenig Sinn, wenn nun "aus aller Welt" Armeen (wie die Bundeswehr) im Namen von Hilfe nach BRA "einfallen".

Das müsste BRA 1. erlauben.
Dann hat 2. unkoordiniertes "Gerummel" ohne Infrastruktur keinerlei Wert …

@um 12:13 von supergescheit

...dann lesen sie bitte mal nach, wie lange sich die Evolution bei ihren Änderungen in einem (Säugetier-) Organismus normaler Weise "Zeit lässt"....
Evolutionsgeschwindigkeit:
"Im Vergleich zu einem Delfin ist der Mensch ein eher primitives Säugetier, das während seiner Evolution ausser der Reduktion seines Schwanzes, der verlängerten Brutpflege und zur zwanghaften Neigung zum Musikkomponieren nicht viel geschafft hat..."
Evolution: Eine Lese-Lehrbuch 2009
Jan Zrzavý et al.

@ Klabautermann 08

Wie schon an andere Stelle geschrieben: Nur weil es auch hier noch großen Handlungsbedarf gibt (und den gibt es zweifelsohne & ich bin mit aller Vehemenz und allem Ernst dabei: Tempolimit, (naturnahe) Aufforstung, Limitierung der Düngung, striktes Verbot weiterer Flächenversiegelung, Reduzierung des Fleischkonsums, Rückbau von Straßen, Flugverbote für Strecken unter 2000km und drastische Verteuerungen von Kerosin, Benzin (z.B. 5EUR/Liter) und Müll um so einiges zu nennen), heißt es nicht, dass andere Länder all unsere Fehler wiederholen sollten. Aus Fehlern sollte man Lernen - dafür haben wir ein Gehirn, man muss es nur nutzen!

@andererseits

Mal wieder ein paar Fakten:
Die weltweite Fleischproduktion liegt zurzeit bei ca. 330 Millionen Tonnen und ist in den letzten zehn Jahren um ca. 10 % gestiegen!
Von einer Wende weg vom Fleisch sind wir weltweit (und das ist die einzig interessante Größe) also weiterhin meilenweit entfernt!

@ 12:31 von cszecky Wo ist die internationale Hilfe?

Sie schreiben es: unintelligent,zu egoistisch und zu wenig Empathie.

Diese Grundhaltung hat sich seit der Jäger- und Sammlerzeit kaum verändert. Damals war sie nützlich, weil nie so viele Menschen auf einem Fleck zusammen lebten, und wenn, kam es zu Kriegen und zu Diktaturen, in denen den Verlierern bestimmende Siegermentalitäten aufoktroyiert wurden. Das schlimmste aber ist die menschliche Eigenart, jede lieb gewordene Haltung und Methode zu rationalisieren, d. h., sich so zurecht zu basteln, dass unser Verstand glaubt, sie entspränge seiner rationellen Analyse. Dabei ist alles, was wir tun und denken, das Ergebnis unserer Triebe und Wünsche.

Vielleicht sollten wir, jeder für sich, damit wir begreifen, dass jede Regel nur für uns allein gilt, alles erst einmal auf den Ursprung zurück führen und darauf, Schritt für Schritt, mittels harter Fakten aufbauen. Damit wir uns nicht ständig durch Nachbeten fremder Einflüsse selber manipulieren.

da sollten wir auch deutschland mit handelsimbargo verurteilen

Am 25. August 2019 um 10:01 von Sanne19
Handelsembargo für Brasilien ist erforderlich

sie machen es sich einfach einfach mal so los zu schreien mit handelimbargo brasilien, und sie in deutschland? es ist doch gerade menschen wie sie die dazu beigetragen haben das es der umwelt schlecht geht oder?
industrialisiert, freien wirtschaftdeal mit südamerika, imoprtsteigerung fÇur agrarprodukte aus brasilien und vor allem sie wollen nur noch billig kaufen.

wer einen vollen magen hat schreit immer am meisten um andere zu verurteilen.

zum glück sind sie entwas engstirnig aber leider reagieren deutsche politiker wie sie.

also wird zeit die industriestaaten mit imbargo zu belegen um ihren export um 45% zu vermindern!

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