Ihre Meinung zu: Vorwahlumfrage Sachsen: Schwarz-Rot ohne Mehrheit

22. August 2019 - 18:01 Uhr

In Sachsen nähert sich die SPD laut ARD-Umfrage der Fünf-Prozent-Hürde. Die Große Koalition hat demnach - trotz starker CDU - keine Mehrheit mehr. Großer Gewinner dürfte die AfD werden. Von Ellen Ehni.

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Kommentare

Und tschüss

SPD noch 5%? Das sind 5% zuviel! Weiter so...

40% würden populistische

40% würden populistische Parteien in Sachsen wählen. Das spricht für großen Realitätsverlust.

Ende der Solidarität

Wenn wir hier im Osten so penetrant rechtspopulistische Parteien wählen, dann kann ich verstehen, dass sich die Menschen im Westen aus der Solidarität mit dem Osten verabschieden. Viele in Westdeutschland denken mittlerweile, lasst die Rechten im Osten nur machen, sollen sie ihre Suppe allein auslöffeln.

Erstaunlich, wie

Erstaunlich, wie unterschiedlich die SPD in Sachsen und Brandenburg abschneidet.
Dafür muß es andere Gründe geben, als die trostlose BundesGroKo

Bin ja mal gespannt, wie da die AFD aus der Verantwortung rausgemobt wird. Einzig Jamaika hätte eine Mehrheit. Und daran glaube ich absolut nicht.

@dunkeldeutsch um 18:22 Uhr

"Viele in Westdeutschland denken mittlerweile, lasst die Rechten im Osten nur machen"

Dumm nur, dass die ganz extrem Rechten aus dem Westen kommen. (Wer das propaganda-verseuchte Ost-Fernsehen schon in den 1980ern Jahren verfolgt hat, bekam diesen Hinweis quasi gratis zugesteckt. Doch nahm kaum ein Ossi diese Warnungen wahr...
Der Realität entsprachen sie trotzdem: die BRD ist extrem Nazi verseucht, denn seit 1945 wurde in ihr nicht richtig aufgeräumt mit dem braunen Gedankengut.)

Kurswechsel

Unter Schröder hat die SPD einen scharfen Kurswechsel vollzogen. Danach ist sie auf Bundesebene scharf abgestraft worden - nachdem sie jahrzehntelang stets mehr als 33% erreicht hatte, fiel sie auf 25%. Anders ausgedrückt: ein Viertel (!) ihrer Wähler sind ihr weggelaufen.

Die SPD hat es nie für nötig gehalten, dem Schröder-Kurs abzuschwören. Anders ausgedrückt: die SPD hat im 21. Jh. keine vernünftige Führung mehr gehabt. Ergebnis: heute kann die SPD von 25% bundesweit nur noch träumen, und die 33% sind längst nur noch eine Erinnerung aus fernen Zeiten.

Schade um die älteste und lange Zeit bedeutendste sozialdemokratische Partei der Welt. Ruiniert von Pappköppen.
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@ Werner40

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das spricht für den Realitätsverlust der Politiker, die in anderen Spähren schweben und die Bürger (Wähler) schon lange aus den Augen verloren haben.

24% des Volkes sind "das Volk"

denn wenn in Sachsen die Wahlen so ausgehen sollten, wie die Prognose es zeigt, werde ich wieder lesen, dass der Landtag "entgegen dem Votum der Wähler" besetzt ist. Dessen Auftrag sei nämlich ganz klar eine AfD-geführte Regierung gewesen (weswegen er auch 76% der Stimmen dieser Partei nicht gegeben habe, was man natürlich nicht erwähnt).
Ich freue mich schon drauf.

18:07 von Icke 1

"Und tschüss
SPD noch 5%? Das sind 5% zuviel! Weiter so..."

Dass man dermaßen ersehnt, dass das Soziale in Deutschland komplett verschwindet, verblüfft mich nun doch.

Sollen nur noch die Reichen überleben?

18:22 von dunkeldeutsch

"Ende der Solidarität
Wenn wir hier im Osten so penetrant rechtspopulistische Parteien wählen, dann kann ich verstehen, dass sich die Menschen im Westen aus der Solidarität mit dem Osten verabschieden. Viele in Westdeutschland denken mittlerweile, lasst die Rechten im Osten nur machen, sollen sie ihre Suppe allein auslöffeln."

Das glaube ich eigentlich gar nicht.
Die Menschen im Westen sind im Prinzip tolerant und auch gebefreudig.

Falls die im Osten sich jetzt verrennen und uns im Westen mit in das Unglück reißen, dann werden die im Westen schon ausreichend 'aufstehen' und dafür sorgen, dass wir im Frieden bleiben und keine Gewaltherrschaft bekommen.

Kretschmer führt die

Kretschmer führt die rechteste Landes-CDU im gesamten Bundesgebiet - weshalb einge dann gleich ganz rechts wählen; die SPD bleibt leider blass und nahezu unsichtbar trotz unspektakulärer solider Arbeit an Landesthemen. Das erklärt zum Teil die Entwicklung in den Umfragen. Allerdings kann bisher niemand plausibel erklären, warum ausgerechnet die blauen, die für nichts wirklich eine solide Alternative anbieten können - außer ihren zwei, drei Stammtischsymbolthemen ("die Flüchtlinge sind schuld, eine Islamisierung droht, Merkel muss weg") - einen Zulauf jenseits der 20%-Marke haben. Meine einzige Erklärung ist gleichzeitig meine ernste Sorge: mehr als 20% sind anfällig für politische Nepper/Schlepper/Bauernfängerei.

@dunkeldeutsch um18.22 Uhr, Nein

Nein, Ihre Meinung teile ich als Westdeutsche nicht. Wir sehen das Wahlverhalten der Ostdeutschen als Reaktion auf das Nichtsehen der Probleme der ostdeutschen Menschen. Ich selbst habe erlebt, wie schutzlos die BewohnerInnen der östlichen Grenzen jahrelang ihrem Schicksal überlassen wurden. Einbrüche, Autodiebstahl durch Banden, die fast jede Nacht über die offene östliche Grenze kamen.
Industrie und Landwirtschaft, zugegebenermaßen veraltet, wurden "abgewickelt".

Außerdem: zu wenig Investitionsanreize für Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen - Folge: Dauerarbeitslosigkeit, wenig Hoffnung auf eine gute Zukunft - ... so geht man nicht mit seinen MitbürgerInnen um. Und so gewinnt man keine WählerInnen.

Die Sachsen haben hervorragende Ergebnisse in der Bildung, Sachsens Mittelstand ist innovationsfreudig und leistungsorientiert.
Sachsen und auch Brandenburg verdienen Respekt und keine Maßregelung durch satte Wessis. Der Osten sollte unterstützt und nicht miesgemacht werden.

Die SPD an der Wahrnehmungsgrenze

und das im ehemaligen roten Sachsen, wo 1863 der ADAV gegründet wurde? Da ist auch in der Arbeit vor Ort wohl Alles schief gelaufen, nicht nur bei der Bundes-SPD. Das reißt auch nicht eine eifrig wahlkämpfende Franziska Giffey nicht mehr rum.

Frust

@ Icke 1: Und tschüss. SPD noch 5%? Das sind 5% zuviel! Weiter so...

Frust bringt uns nicht nach vorne, sondern nur nach hinten.

@ Werner40

Nein. Etwa 24%.
Problematisch ist eher: 55% wählen den Rückschritt.

Im Osten sind viele Bürger

von den etablierten " Westparteien " als eine Art die wollen uns nur " unterbuttern " nicht gut angesehen. Man liebt das Bürgerliche Biedermeierliche und nicht das offene nach vorne gerichtetes Zukunftsorientiertes Denken. Diese Erfahrung habe ich auch schon bei meine neue Verwandtschaft aus der Lutherstadt Wittenburg kennen gelernt.

@18:22 von dunkeldeutsch

"Wenn wir hier im Osten so penetrant rechtspopulistische Parteien wählen, dann kann ich verstehen, dass sich die Menschen im Westen aus der Solidarität mit dem Osten verabschieden. Viele in Westdeutschland denken mittlerweile, lasst die Rechten im Osten nur machen, sollen sie ihre Suppe allein auslöffeln."

Als Deutsche, die im Westen geboren wurde, sehe ich vor allem, dass es ein ungeheures Glück war (und keine persönliche Leistung), im westlichen Teil Deutschlands aufwachsen zu dürfen und dass es keinen Grund für die teils immer noch vorhandene Überheblichkeit gegenüber Menschen gibt, die 40 Jahre DDR aushalten mussten.
Ich bin weder Soziologin noch Psychologin, aber trotzdem überzeugt, dass es tieferliegende Gründe für dieses Wahlverhalten gibt, die nicht einfach mit "ostdeutsch" zu erklären sind. Vielmehr fürchte ich, je abwertender die Kritik, desto größer das Trotzverhalten.

@18:07 von Icke 1

"Und tschüss
SPD noch 5%? Das sind 5% zuviel! Weiter so..."

Ich gehöre auch zu denen, die von der einst so stolzen SPD zutiest enttäuscht sind. Aber ich würde doch gerne wissen, was die CDU, die ja angeblich kaum noch von der SPD zu unterscheiden ist, in Ihren Augen so viel besser gemacht hat.

@ dunkeldeutsch

> Ende der Solidarität

Da ist schon was dran. Aber das darf dennoch nicht passieren, denn die Spaltung der Gesellschaft schwächt diese immens. Also so sehr ich die rechtspopulistischen Tendenzen im Osten missbillige, ich als NRWler (und gewiss nicht nur räumlich näher an den Niederlanden als an einigen Bundesgebieten) lasse mir meine Solidarität mit dem Osten nicht nehmen.

Aber wo ist der Geist der Wende, den ich in den frühen 90er Jahren im Osten erlebte und der sehr begeisternd, inspirierend und vorbildlich fand?
Und ja, es gibt Grund zur Frustration, denn vieles ist nicht gut gelaufen und der Osten wurde unter aller Kanone abgewickelt.
Aber rechter Protest - ein No-Go, dafür wurde 89 nicht demonstriert!

Arsch huh und Zäng ussenader!
In _ganz_ Deutschland!

@dunkeldeutsch: Ende der Solidarität

Der Osten wählt seit Jahrzehnten rechtspopulistische Parteien -> siehe CSU in Bayern. Bitte erklären Sie doch, warum Westdeutschland Bayern den Rücken zukehren sollte, nur weil sie seit jahrzehnten die rechtspopulistische CSU wählen.

Fakten und Wahlergenisse

Die AfD hat, wie einige wenige Beobachter nun endlich offen aussprechen, ihren Höhepunkt überschritten.

Wer sich die Fakten anschaut, und die Wahlergebnisse im Osten liegen schwarz auf weiß vor, die 27 % der Bundestagswahl und die 25 bis 26 % der Europawahl wird die AfD in Sachsen nicht mehr erreichen am 1. Sep.

Der Vergleich zu den Zahlen von 2014 ist irrelevant, weil das Land mittlerweile woanders steht. Das Wählerpotenzial derjenigem, die glauben durch Wahl einer gerade ein Osten rechtsextremistischen Partei "denen da oben" eins auswischen zu können, ist ausgereizt.

75% erweisen sich in dieser Situation als aufrechte, innerlich gefestigte Demokraten und wählen demokratisch links (Linke) bis demokratisch mitte rechts (CDU).

Sie wollen stattdessen Antworten zu konkreten Problemfeldern wie Pflege, Zukunft der Arbeit, Rente, Gesundheit, Infrastruktur, Klimaschutz.

Die AfD hat hierzu nichts, Null anzubieten.

Deswegen ist die Fokussierung der Medien auf die AfD irreführend.

Sachsen

Ich verstehe ja, das man in der DDR unter einer sozialistischen Diktatur zu leiden hatte, aber nicht das man deswegen Rechtsradikale wählt, welche für eine Ideologie stehen welchem wir mit die grausigste Geschichte der Menschheit mit zu verdanken haben.

@dunkeldeutsch

genau. Wo kommen wir auch hin, wenn jede/r einfach das wählt, was er/sie/divers für richtig hält.

18:07 von Icke 1 Und

18:07 von Icke 1
Und tschüss
SPD noch 5%? Das sind 5% zuviel! Weiter so...

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Dafür wollen 24% anscheinend wieder eine Mauer.

Bitte ... von mir aus.

Der Schuss ging dann wohl nach hinten los.

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