Kommentare

Wieso "absurd"?

" Die Regierungschefin hatte Trumps Ansinnen als "absurd" bezeichnet. "
Dänisch-Westindien (dän. Dansk Vestindien) war eine dänische Kolonie in der Karibik. Die Kolonie wurde 1917 von Dänemark an die USA verkauft. Zusätzlich sorgten die USA dafür, dass das Deutschen Reich 1920 Nordschleswig an Dänemark abtreten musste, obwohl Dänemark im ersten Weltkrieg neutral gewesen war und somit kein Kriegsgewinner war. Der Verkauf von dänischem Staatsgebiet an die USA hat somit Tradition und ist keineswegs so abwegig wie es dargestellt wird.

doch abwegig

Es ist doch abwegig, weil die Kolonialzeit vorbei ist. Mit demselben Argument könnte man behaupten, Sklaverei sei nicht abwegig.

Es ist auf jeden Fall abwegig, einen geplanten Besuch abzusagen, weil Dänemark Grönland nicht verkaufen will.

@Tarek94

Natürlich ist es absurd. Was Sie beschreiben ist geschichtlich wohl korrekt, doch die Kolonialzeit sowie der 1. Weltkrieg sind eine Weile her. Was damals gang und gäbe war, ist heute durchaus aus der Zeit gefallen. Es wäre auch absurd ein Land heute mit einem mit Kanonen bewaffneten Holzsegelschiff anzugreifen. Kann man machen, sollte man nicht. Genauso verhält es sich mit einem solchen Kaufangebot von Land.

Natürlich war die öffentliche

Natürlich war die öffentliche Kaufabsicht absurd. So etwas bereitet man zunächst im Hintergrund vor und dann kann man öffentlich darüber reden.
Und von Tradition zu schreiben ist nach der wörtlichen Definition einfach falsch.
DT ist und bleibt ein Trampel in der Diplomatie.

Zuschauen...

Da wir nicht beteiligt sind, kann man sich entspannt zurücklehnen und zusehen, wie in den nächsten Jahren Grönland von den USA okkupiert werden wird.
Eine Intensivierung der Zusammenarbeit in der Arktis läuft ja darauf hinaus, dass sich die USA mehr in und um Grönland herum aufhalten werden. Also noch mehr als bislang schon. Interessant, dass Kanada nicht mitbietet.
Dänemark wird Grönland nicht halten können. Wenn die USA nun erklärtermassen Grönland wollen, werden sie es auch bekommen. So oder so.
Es ist nur die Frage, wieviel dabei für Dänemark rausspringt.
Wäre ich in der dänischen Regierung würde ich Kanada und evtl sogar Russland mit an Bord holen. Die Chinesen dürften ebenfalls Interesse haben.
Da RU und China nicht in der NATO sind, die USA jedoch bereits einen Stützpunkt auf Grönland unterhalten, bleibt für offizielle Kontake eben nur Kanada als Mitbieter übrig.
Und so stehlen sich die USA das nächste Gebiet. Nur Trump ist so dämlich das auch noch anzukündigen.

Trump Twittert Krokodilletränen

Wenn man über ein so wichtiges Thema erst Twittert ohne es vorher mit den Dänen das diplomatisch zu sondieren, dan muss Trump sich nicht wundern das es von den Dänen absurt gefunden wird. Und nicht nur von den.

@Tarek94

Und die Entwicklung ist nicht weiter gegangen? Man findet weiterhin nichts dabei, mit Gebieten und vor allem ihren Menschen zu schachern?
Für die USA hat in ihrer Besiedlungsgeschichte und im Verhalten gegenüber anderen Nationen deren Bevölkerung kaum je eine Rolle gespielt, so auch bei dem Grönland-Ansinnen.
Es ist ein wirtschaftlicher und politischer/strategischer Faktor. Zudem wären die USA dann auf einen Schlag um ein gutes Fünftel größer, und ließen damit Kanada und China hinter sich - sicher auch ein Ego-Pölsterchen für die Truppe "Make America Great Again".

p. s. Nordschleswig passt nicht in die Reihe "vertickter Gebiete und ihrer Menschen", da es Grenzgebiet zwischen den beteiligten Staaten ist. Solches Hin und Her war Ergebnis und Norm der Kriege, die sich Europa angetan hat - ein weiterer Grund, froh über die Einrichtung der EU zu sein.

Schadensbegrenzung

Der Gedankengang von Trump traf ja die Dänen quasi über Nacht. Was zunächst nicht für möglich gehalten wurde bewahrheitete sich sehr rasch. Grönland und Dänemark sagten NEIN! Was ist an dem Wort nein nicht verständlich? Fr. Frederiksen betonte daraufhin lediglich, dass das Ansinnen absurd sei. Sich über absurd zu echauffieren ist lächerlich. Trump hat sich schon oft genug über andere Leute und Länder in mehr als ungebührliche Weise geäüßert (Merkel als "insane", Afrika als "s...hole...countrys).
Angefangen haben die USA mit 13 Gründerstaaten. Nun gehört fast ganz Nordamerika dazu.
Fakt ist jedoch, dass sich die Dänen überrumpelt fühlen und ledie Absage der Einladung von Königin Margrethe als Affront empfinden. Zum Glück nehmen es die Dänen gelassen. Und sollte Hr. Pompeo wirklich an Schadensbegrenzung interessiert sein, dann soll er dies auch seinem "Chef" klarmachen. Denn das Telefonat mit Dänemarks Außenminister ist offensichtlich vernünftig verlaufen.

Mehr Professionalität

@Tarek94

Völlig richtig. Trump sieht die Dinge sehr sachlich und nüchtern, wie ein Geschäftsmann eben. Man kann deswegen auch durchaus verstehen, dass ihn die unprofessionelle Reaktion aus Dänemark befremdet hat. Äußerungen wie "ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist" oder "absurd" sind ein Niveau, auf dem sich weder Geschäftsleute, noch Spitzenpolitiker bewegen sollten. Nun hat offenbar US-Aussenminister Pompeo einige klare Worte an seinen dänischen Amtskollegen gerichtet, hoffentlich sind diese dort auch wirklich angekommen.

Es wäre zu hoffen, dass diese "Affäre" und Trumps Absage seines geplanten Besuches in Dänemark nicht nur die dortigen, sondern auch verschiedene andere europäische Politiker/innen, auch hierzulande, zu mehr Sachlichkeit und Professionalität veranlassen werden.

von Tarek94

Vielen Dank für Ihre Aufklärung! Ist in Dänemark also Tradition! Schön! Die haben solange die Russen mit der Nordstreem an die Nase herumgeführt, dass sie selbst nicht gemerkt haben wie sie sich dass eingebrockt haben. So ist es liebe USA Freunde!

Kann nur müde lächeln !!!

die Schuldige

Das Verhalten der dänische Regierung war ABSURD, nicht das Angebot von Donald Trump. Welches seit 1946 bereits auf dem Tisch steht. Harry S. Truman wollte schon Grönland erwerben.

Die dänische Ministerin hätte das Angebot auch diplomatisch und normal ablehnen können, anstatt sich über sein Angebot lustig zu machen. Das war unprofessionell.

Ich glaube nicht, dass die

Ich glaube nicht, dass die USA so viel Geld haben, Grönland mit all seinen Bodenschätzen, kaufen zu können.
Dazu bräuchten die erstmal einen Kredit, der sich dann in 300 Jahren bezahlt macht.
Den Amerikanern würde ich aber nur gegen Euro und cash verkaufen. Keine Dollars, keine Wechsel, Staatsanleihen oder sonstiger Käse.

@daneel

"Es ist auf jeden Fall abwegig, einen geplanten Besuch abzusagen, weil Dänemark Grönland nicht verkaufen will"

>>Er hat den Besuch abgesagt, weil die dänische Ministerin sehr forsch in der Sache aufgetreten ist, sogar sich lustig über sein Angebot gemacht hat. Donald Trump bewahrt somit seine Würde.

Dänemark hätte einfach höflich ablehnen können!

Absurd

Das Ansinnen Trumps als absurd zu bezeichnen, ist doch noch eine höfliche Geste. Jeder halbwegs normal denkende Mensch hätte doch geantwortet "Donald, du bist ein Vollidiot!"

Darum: "absurd"

"Absurd" ist die Anfrage, weil Dänemark der völlig falsche Ansprechpartner ist. Dänemark vertritt Grönland außen- und sicherheitspolitisch, ansonsten ist es autonom.
"Absurd" ist die Anfrage da wir glücklicherweise nicht mehr in einer Welt leben in der 55.000 Menschen und ihr Land einfach an den Meistbietenden verschachert werden können.
"Absurd" ist die Anfrage weil ein Land mit einem jährlichen Haushaltsdefizit von $1.000.000.000.000 sich überhaupt nicht leisten könnte einen angemessenen Preis für ein Gebiet von annähernd der Größe Indiens mit Rohstoffvorkommen im Wert von zig Billionen Euro zu zahlen.

Muss man das schon als

Muss man das schon als erfolgserlebniss sehen wenn jemand aus trumps engerem Stab sich diplomatisch / politische Gepflogenheiten kümmert? Bisher hörte ich nur poltern der USA. Daher erkenne ich das mal als positives Zeichen

wieso sollte Dänemark Grönland nicht halten können?

es ist ja wohl kaum anzunehemen, daß die Europa und die Welt den Amis glauben würden, daß bspw. Dänemark auf Grönland Massenvernichtungswaffen lagern, oder die Grönländer unvermittelt die USA bombardieren würden. So dumm ist auch Trump nicht... hoffe ich....

Trumps Geisteszustand

Bei Trump hat man so langsam wirklich den Eindruck, dass er geistig nicht auf der Höhe ist. Es muss auch für Trump schlimm sein, wenn er selber lesen muss, was über ihn geschrieben wird. Die Meinung von 50% der Amerikaner sind eindeutig und deren Meinung würde hier sofort gelöscht bzw. erst gar nicht gepostet werden. Seine Mitarbeiter müssen seine Hetztiraden und Ausfälle, die eigentlich von Anfang an bestanden, immer öfter glätten, aber wie lange geht das noch so?

Schäden müssen nicht "begrenzt", sondern verhindert werden

Solange sie "dank" ihres Geldes die Möglichkeit dazu haben, werden immer einige Machtbesessene versuchen, sich die ganze Welt zu "kaufen" und alle auf ihr Lebenden untertan zu machen.

Sich darüber aufzuregen, bringt niemanden weiter.

Das Einzige, was helfen könnte, wäre, sich für die schnellstmögliche Ablösung des Geldes in seiner heutigen Form und Funktion durch ein zeitgemäßes, d.h. demokratisches "Wirtschaftssteuerungsinstrument" einzusetzen. Und mit "sich" ist hier jeder gemeint.

mal nachdenken

Am 22. August 2019 um 11:13 von ricosi64
Zuschauen...

Also noch mehr als bislang schon. Interessant, dass Kanada nicht mitbietet.

villeicht sollten sie mal nachdenken warum kanada nicht mitbietet. ganz einfach.
kanada hat nur 37millionen einwohner und europa past dreimal rien. die meisten bewohner sind im südlichen teil der norden fast ausgestorben. usa ist der wichtigste handelspartner zu 75% wird in die usa exportiert. trudeau ist eine luftblase der sein land in den letzten 4jahren auf 140milliarden neuverschuldet hat.

so, logisch wäre es sich von grönland abzusetzen da die 40tausend die dort leben dem staat 800millionen im jahr kosten und sollte dänemark eine touristenatraktion daraus machen werden wieder alle schreien wegen co2 und umweltzerstötung.

die arrogante art von grönland trump auszulachen war der anlass keinen staatsbesuch machen zu wollen. hier hätte die dänische regierung besser alles verwalten und verarbeiten müssen als ihm als lachnummer zu deklarieren.

@Tarek94 - 05:03

"Dänisch-Westindien (dän. Dansk Vestindien) war eine dänische Kolonie in der Karibik. Die Kolonie wurde 1917 von Dänemark an die USA verkauft. Zusätzlich sorgten die USA dafür, dass das Deutschen Reich 1920 Nordschleswig an Dänemark abtreten musste, obwohl Dänemark im ersten Weltkrieg neutral gewesen war und somit kein Kriegsgewinner war.
Der Verkauf von dänischem Staatsgebiet an die USA hat somit Tradition und ist keineswegs so abwegig wie es dargestellt wird."

Verstehe - und weil die dänische Regierungschefin nicht bereit ist, Grönland gemäß dieser Tradition zu verscherbeln, hat der große Dealmaker wieder alles richtig gemacht. Somit ist die dänische Regierung eigentlich der Buhmann, weil sie den guten Donald in seinen besten Absichten so unverschämt vor den Kopf gestoßen hat.

Dass so ein kleines Land mit seiner Widerspenstigkeit eine diplomatische Krise mit unserem transatlantischen Freund auslöst - unfassbar...

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