Ihre Meinung zu: Merkel empfängt Johnson: "Im Geiste der Freundschaft"

21. August 2019 - 19:03 Uhr

Kanzlerin Merkel empfängt den neuen britischen Premier Johnson zu einem Antrittsbesuch. Beide bemühen sich in der Brexit-Frage um Entgegenkommen. Doch die Streitpunkte sind die alten. Nach wie vor geht es um den Backstop.

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Kommentare

"Auch Johnson sagte, er wolle einen verhandelten Austritt."

Und was er tut ist das genaue Gegenteil.

Ganz schön dreist. Eben Boris.

rer Truman Welt

Ist ja in Ordnung -> Höflichkeitsbesuch. Ändern wird das und auch Weiteres nichts. Schon bald kommt schon sein Abtrittsbesuch.
Es bleibt ->
"Im Brexit nichts Neues! "

Dass hier von Merkel ist völlig falsch!!

Entschuldigung aber das hier von Merkel ist völlig falsch:

https://www.tagesschau.de/inland/johnson-berlin-101.html

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Antrittsbesuch des britischen Premierministers Boris Johnson erneut für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU geworben.

Es muss alles dafuer getan werden, um England in der EU zu halten, Frau Merkel. Es wäre Selbstmord fuer England, aus der EU rauszugehen. Das möge unsere Kanzlerin bitte einsehen.

Nein, Nein, Nein

Der Drops ist gegessen und die letzte künstliche Verlängerung des Austritts war der größte Fehler der EU.

Die Briten fangen wieder mit dem Erpressen und der Rosinenpickerei an, das darf nie wieder passieren.

Jetzt muss es seitens der EU einen „ganz“ harten Brexit mit allen Folgen haben.

Wenn sich Konzerne verspekuliert haben ist das deren ihr Risiko. Bezüglich auf GB gemeint. Die wissen das schon sehr, sehr lange!

Auf den Backstop verzichten

"Seinen Worten zufolge gibt es gute Chancen auf einen geordneten Brexit - vorausgesetzt, dass die EU auf den sogenannten Backstop verzichte."

Aber der Backstop wurde doch auf Wunsch GB in den Vertrag genommen. Wenn er nun wieder gestrichen werden soll, dann sollte PM Johnson einen Vorschlag unterbreiten wie den Brexit an der Grenze zwischen Irland und Nordirland regeln will. Bisher wurden ja alle Vorschläge der EU dazu abgelehnt.

Daraus resultierte dann der Backstop.

Ganz einfach

"Geordneter Austritt" bedeutet: GB muss die Regeln der EU so einhalten, als ob man noch drin wäre. Was soll der Quatsch?

Meine Empfehlung: Handel auf eine Basis stellen, wie sie z.B. für China gilt. Und die müssen ja auch keine EU-Freizügigkeitsrichtlinie einhalten.

Diplomatie....

... bedeutet nicht "Schleimen". Es bedeutet Gemeinsamkeiten finden.

Der Vertrag ist fertig, wurde unterzeichnet und wartet nur noch auf die Genehmigung durch das britische Parlament.

GO!!!!!!

Reisende soll man ziehen lassen.

Auf Wiedersehen Groß Britannien bis zum nächsten Aufnahmeantrag.

@Demokratieschülerin

Irgendwie finde ich Sie putzig! Fr. Dr. Merkel macht gar nichts falsch, oder glauben Sie allen Ernstes, sie könnte GB zwingen in der EU zu bleiben? Johnson WILL SO ODER SO raus aus der EU! Unsere Kanzlerin hat ihm nur sehr diplomatisch mitgeteilt, wie bescheuert ein NO-DEAL-BREXIT wäre! Und - liebe EU-Basher - ja, auch der EU wird es weh tun, aber im direkten Vergleich wird das schlimmsten Falls ein blauer Fleck und kein KnockOut, der es (ich hoffe inständig, dass ich mich irre) vermutlich für viele einfache Briten werden dürfte, die nicht die Chance hatten, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, egal was kommt! Johnson und Farage & Co sind da sicher besser aufgestellt...

Brexit, der Erste

Der Wirtschaft, den Aktionären muss es gut gehen. Hier wird entschieden, was auf der Welt passiert. Die Politik ist nur ein Spielball der Mächtigen in Wirtschaft und Finanzen. Das weiß Johnson. Der Brexit sollte er mit positiven Ergebnissen gelingen, wird der Startschuss für weitere Austritte sein. Ich denke da an Italien, nicht an Polen und Ungarn, die vom Beitritt profitieren. Deutschland braucht mit der jetzigen Wirtschaftspolitik die EU, um als Exportweltmeister Märkte für ihre Produkte zu haben. Das erzeugt Hass, aber keine Freunde. Ohne unsere wirtschaftliche Macht würde Deutschland in Europa isoliert dastehen.

Freunde

In Freundschaft bleiben beide Länder verbunden...auch wenn GB die EU verläßt...auch der Handel wird weitergehen...da sind die europäischen Volkswirtschaften viel zu eng verbunden...für Häme ist da grundsätzlich kein Platz. Die Briten wollen einen Weg ohne Brüssel und der EU gehen, das wird große Schwierigkeiten bereiten...doch auch danach müssen Handelsverträge geschlossen werden...sie sind unsere Nachbarn.

Politiker sind manchmal

Politiker sind manchmal unfähiger Streitigkeiten beizulegen wie Kinder.
Wenn es wirklich nur noch an der backstop-regelung scheitert, kann es doch nicht so schwierig sein eine Lösung zu finden. GB kann in Nordirland doch wohl kaum auch ein Interesse an einer harten Grenze haben. Viele Nordiren pendeln doch genau so täglich zwischen den Ländern. Ich verstehe die Briten hier nicht...

Der Vertrag

ist auch wirklich nicht gut.
" dass Großbritannien durch den Backstop dauerhaft eng an die EU gebunden bleiben könnte. Eine eigenständige Handelspolitik wäre so unmöglich. "

Ja leider ist das so, deshalb kann GB keine Verträge mit andren schließen, sie eben nach dem Austritt immer noch der EU unterliegen.
Austritt bedeutet aber ich kann eigenständig handeln und mit jeden Land der Welt, eigenständige Handelsbeziehungen eingehen.
Der Austritt ist eben kein Austritt.
Und zu G8, die RF war ja nur zeitweise drin, hieß nicht immer noch G7 plus RF, so zumindest habe ich das noch im Kopf.
Welche Vorteile würde die RF haben wenn es bei den G7 dabei wäre ?.

Fragt die,die es angeht

Bei dem Backstop geht es doch um die Iren.Lasst das Irische Volk entscheiden ob sie eine Innerirische Grenze ,oder eine EU -Irische Grenze zu GB wollen .Volksentscheid und sich danach richten. Backstop ist dann nicht mehr das Thema.

Brexit-Vertrag

Im Prinzip hat die Kanzlerin diesmal recht, wenn sie sagt, da der backstop ohnehin nur eine Zwischenlösung bis zu einer endgültigen Regelung sein sollte, warum dann nicht diese endgültige Vertragsklausel gleich noch verhandeln. Gibt es dazu eigentlich Vorschläge der Rep.Irland?

Ansonsten scheint ja wohl alles Andere auch von Johnson abgenickt zu werden. Also ran an den Verhandlungstisch.

Und wenn all das Nichts bringt, dann bitte schnell Neuwahlen in GB, zusammen mit einer Neuauflage des Austrittsvotums. Denn nur zur Erinnerung, Johnson ist als Premier Minister nicht vom Volk legitimiert.

keine angst das wird schon

die bleiben dank deutscher hilfe drin

„Das erzeugt Hass, aber keine Freunde“

Lieber Herr NeNeNe,

ich komme gerade von einer 5wöchigen Reise aus England, Irland, Nordirland und Schottland zurück. Natürlich war der Brexit das Thema Nr. 1.

Von Hass auf Deutschland keine Spur, ganz im Gegenteil. Der Hass existiert nur in Ihrem Kopf.

Briten scheiden aus der EU aus

Das die britische Regierung keinen geordneten Brexit schafft, zeigt deren Verlogenheit vor und nach der Volksabstimmung. Unsere EU-Gelder stehen uns zu. Immerhin kann sich die EU nun besser einigen.

Johnson trennt und reibt die Briten weiter auf. Das Chaos kommt erst noch.

Zu Putin

Die Provokation ging von Amerika und der EU aus.Mal ehrlich wie würde sich die USA verhalten wenn sich der Russe den Amis in ähnlicher Weise nähern würde? Wenn wurde Europa das letzte mal von Russen überfallen? Anderst herum ist das schon öfter vorgekommen und Russland hat sich erfolgreich gewehrt.Aber wirklich Agresiv sind doch eher die Amis ,überall auf der Welt haben sie ihr Militär verteilt.Wo ist der Russe ähnlich präsent?

Lasst doch die Briten ziehen...!

Nein, ich habe mir den Austritt "groß"Britanniens bestimmt nicht gewünscht, nicht einmal für möglich gehalten. Aber, dass kann ich nach fast 40 jährigem Interesse an EU Geschichte bestätigen: die Briten waren nie wirklich gerne in der EU und niemals einfache Mitglieder! Immer wieder Extrawürste, immer wieder Widerstände. Also, auch wenn es uns nicht passen sollte: Laßt die Briten gehen, es war ihre demokratische Entscheidung, die Bedingungen waren und sind ihnen bekannt und die RestEUMitgliedstaaten sollten einen Teufel tun, da noch mal einen Millimeter nach zu verhandeln! Wenn jemand in sein vermeintliches Un-glück( bewußt klein geschrieben) rennen möchte - Reisende soll man nicht aufhalten! Und wer weis, irgendwann gibt es dann wieder eine andere demokratische Entscheidung und dann sind sie halt wieder dabei. Wichtig ist nur, dass wir den europäischen Grundgedanken beibehalten und weiterhin Frieden auf unserem Kontinent auch für unsere Kinder erhalten. Denn das alleine ist´s schon ..

Säbelzahn 19:26

"Geordneter Austritt" bedeutet: GB muss die Regeln der EU so einhalten, als ob man noch drin wäre
oh man, bei ihnen muss man ja nochmal ganz von vorne anfangen, ich mach das mal für sie.
Geordneter Austritt bedeutet eben nicht, dass sich GB an alle Regeln der EU halten muss, sie dürfen zum Beispiel eigene Handelsverträge schließen. Sie müssen sich lediglich an die Regeln halten die sie vorher ausgehandelt haben und bis auf den backstop scheinen die ja sogar für einen Boris Johnson in Ordnung zu sein.

"Meine Empfehlung: Handel auf eine Basis stellen, wie sie z.B. für China gilt"

Dies wären die Regeln der WTO. Wenn sie sich auch nur halbwegs mit dem Thema beschäftigt hätten wüssten sie, dass das britische Parlament dies auf gar keinen fall will

@Am 21. August 2019 um 19:22 von GeMe

Das ist nicht richtig. May ist nicht GB! War es auch nicht. Die EU aber bestand auf eine Zwangsmitgliedschaft (das ist der Backstop) mit allen Pflichten, die auch für die EU-Mitglieder gelten, damit die Grenzen zu GB offen bleiben würden. May hat sich auf diese Zwangsmitgliedschaft eingelassen. Formal wäre GB aus der EU aber praktisch müsste GB noch immer die meisten Regeln befolgen, damit die Grenzen offen blieben. Aber genau das entspricht ja nicht einem EU-Austritt. Zumal GB dann sogar kaum Rechte und fast nur Pflichten hätte. Da hat das britische Parlament "Nein" gesagt. Das war übrigens eines der wenigen Dinge, die die britischen Abgeordneten ganz deutlich abgelehnt haben. Schade, dass sie nicht im Detail über den Backstop abgestimmt haben aber die Tories wollten das nicht. So aber hätte es zumindest öffentlichen Druck auf die EU gegeben, auf die Zwangsmitgliedschaft zu verzichten und eine neutrale Lösung anzustreben. In diesem Punkt hat May schlecht verhandelt. Johnson nicht.

re landart

"doch auch danach müssen Handelsverträge geschlossen werden...sie sind unsere Nachbarn."

Ich wüßte nicht, wer das bestreiten könnte oder wollte.

Also manchmal ist unsere

Also manchmal ist unsere Bundeskanzlerin überraschend cool:

Es gehöre nicht zu den Kernaufgaben .....

Und schwups den Ball an den Briten weitergespielt und was macht er damit?
Vermutlich wieder nichts (kein Vorschlag, keine Lösung, es bleibt beim backstop) und der Premier ist entzaubert. Ob er das selber merkt?

Ich beneide die Briten...

Ich beneide die Briten.

Antrittsbesuch?

Hätte doch direkt auch mit als Abschiedsbesuch deklariert werden können. Hätte Kosten gespart.
Ansonsten fahre ich am 31.10. zum gemütlichen „Brexitwatching“ an die holländische Küste.
Bei leckeren Matjes und Genever!

das Alte und das Neue

Das war lustig.
Johnson hat Merkel mit ihren eigenen Worten vorgeführt "wir schaffen das".
Ganz klar, Johnson find ich gut!

@ 20:00 von scio_me_non_sciere

"Von Hass auf Deutschland keine Spur, ganz im Gegenteil. Der Hass existiert nur in Ihrem Kopf."

Genau meine Erlebnisse bzw. die Äußerungen meiner britischen Freunde und Bekannten. Die nehmen es (selbst Brexitgegner) zum Teil very british, eben mit Humor... Ganz anders als wir humorlosen Deutschen, die den Engländern gerne aufschschatzen wollen, was diese gefälligst zu haben hätten wollen - im Zweifelsfalle halt un-demokratisch so lange abstimmen lassen, bis es dann dem letzten passt. Sp lange aber mindestens permanent quängeln bis zum Erbrechen. Wie wäre einfach mal damit: Andere einfach so sein lassen wie sie sind und vor allem sie so nehmen! In England selbst komischerweise habe ich manch der hier so giftig geführten Debatten noch nicht erlebt - Da gehen die Meinungen- teilweise quer durch die Familien, aber so humorlos hassend wie bei uns der jeweilige Gesinnungsgegner angegangen wird - dass scheint komischerweise nur uns Deutschen eigen zu sein!

Brexit und andere Nachrichten der deutschen Außenpolitik

Ich kann nur beiden Seiten wünschen, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU mit möglichst wenig Schaden für Bürger und Wirschaft der beiden Seiten (UK und EU) erfolgt.

Die Andeutung Johnsons auf Deutsch "wir schaffen es!" lässt uns alle hoffen...

Schon mal was von Demokratie gehört?

19:17 von Demokratieschue...
"Es muss alles dafuer getan werden, um England in der EU zu halten, Frau Merkel. Es wäre Selbstmord fuer England, aus der EU rauszugehen. Das möge unsere Kanzlerin bitte einsehen."
Eigentlich ist Ihr Nick irreführend.
GB hat in einem demokratischem Referendum beschlossen, die EU zu verlassen. Danach hat es die gesamte britische Elite nicht geschafft, einen ausgehandelten Vertrag durch ihr Parlament zu bekommen. Was also soll Frau Merkel unternehmen? Soll sie vorschlagen die Briten mögen nochmal abstimmen? Wenn das Ergebnis dann immer noch nicht paßt, eben noch einmal? Es scheint ja inzwischen Volkssport zu sein, anderen Ländern ständig Ratschläge zu geben, wie sie ihr Land zu führen haben.

nee Fr. Merkel

""deshalb hören wir als Erstes auf die Vorschläge Großbritanniens"

vor allem sollten sie auf Irland höre. die bleiben nämlich, anders als GB, in der EU, also hat deren wort auch mehr gewicht.

aber es war ja mal wieder klar. von unserem regierungschef Antti Rinne gab's gestern eine klare abfuhr für Johnson, kaum taucht er in Berlin auf, schon wird's von seiten Merkels schwammig und schon die ersten annäherungen, oder besser gesagt: einknicker vor Johnson.

machen wir uns nichts vor, Merkel ist eine sog. "lame duck". das ende der kanzlerschaft steht kurz bevor, der rückzug aus der politik auch. so jemand sollte so etwas wichtiges wie Brexit gar nicht mehr verhandeln.

Alles hellseher hier

Ich wundere mich immer wer alles weis was in der zukunft passiert. Ich sage keiner kann es wissen. Aber in 5 jahren wissen wir ob es gb besser oder schlechter geht als heute. Also einfach abwarten. Und tee trinken

Was Selbstmord für England

Was Selbstmord für England ist und was nicht muss England selber entscheiden.
Hier kann Merkel nicht falsch oder richtig liegen, das liegt eben außerhalb ihrer Kompetenz.
England könnte ja Nordirland selbstständig werden lassen aber solche Träumereien geht man besser nicht nach.
Boris Johnson versucht Merkel derzeit einzuwickeln aber sie ist zu sehr Profi um darauf einzugehen.
Trotzdem finde ich es nett daß Boris hier vorbeischaut und es probiert bevor er sich mit Marcon trifft.

Ich beneide die Briten

Lieber KalliBayern,

der Brexit hat das Land gespalten. Der Konflikt wird verzweifelt innerhalb von Familien, Verwandtschaft, Belegschaften, Clubs, Nachbarschaften und Gemeinden ausgetragen.

Alte Freundschaften und Beziehungen sind in die Brüche gegangen.

Wieso beneiden Sie die Briten darum?

Herr....

Premierminister Boris Johnson wird nach meiner Meinung den ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreich aus der EU bevorzugen. Aber er wird diesen im House of Lords (Oberhaus) und im House of Commons (Unterhaus) nicht durchgekommen. Außerdem würde Schottland auf die Unabhängigkeit pochen.

@KalliBayern, 20:14h

"Ich beneide die Briten"

Um was? Um Boris Johnson? Um den Linksverkehr? Die Queen? Fish & Chips? Die Rolling Stones???

Fragt die ...

Am 21. August 2019 um 19:53 von albexpress
Fragt die,die es angeht

Sie haben sich aber schon mal mit der Materie beschäftigt oder?
Die Nordiren haben mehrheitlich dafür gestimmt in der EU zu bleiben.

Ihrer Logik folgend tritt dann jetzt keiner aus?
Das Problem ist ja eben, dass das was für die einen Richtig ist Auswirkungen auf die anderen hat und insofern gibt es keine getrennte Gruppe, die es angeht und die man isoliert betrachten könnte.

Wenn es so einfach wäre wären auch schon die Verhandler des Brexit drauf gekommen.

Merkel empfängt Johnson zum Antrittsbesuch

"Beide bemühen sich in der Brexit-Frage um Entgegenkommen. Doch die Streitpunkte sind die alten. Nach wie vor geht es um den Backstop."
Ein lange ausgehandelter Vertragsentwurf sollte eigentlich keine Streitpunkte bieten. Das ist doch eigentlich ein Witz, denn was Frau May als PM ausgehandelt hat, kann ihr Nachfolger als PM nicht einfach über den Haufen werfen, zumal er aus der gleichen Partei kommt.
Also fassen wir den Antrittsbesuch nur als das auf, was er eigentlich ist. Eine weitere Diskussion ist mit der EU nicht mehr zu machen, denn auch die anderen Mitgliedsstaaten haben da noch ein Wörtchen mitzureden und lehnen weitere Verhandlungen mit Herrn Johnson ab.

Johnson braucht nur auf zwangsverwaltung Nordirlands verzichten

Irland und Nordirland könnten sich nach einem Volksendscheid wiedervereinigen
und es wäre gar kein Backstop nötig.

@suomalainen

"aber es war ja mal wieder klar. von unserem regierungschef Antti Rinne gab's gestern eine klare abfuhr für Johnson, kaum taucht er in Berlin auf, schon wird's von seiten Merkels schwammig und schon die ersten annäherungen, oder besser gesagt: einknicker vor Johnson."

Ich glaube, da ist Ihnen gerade Ihre Merkel-Antipathie mit Ihnen durchgegangen. Ich bin ganz sicher auch kein Freund von ihr, sondern halte ihre Kanzlerschaft für eine größtenteils vergeudete Zeit, aber was hätte sie in diesem Fall denn anderes machen können?

Immerhin hat sie auf diplomatisch gesagt: "Wenn Du einen besseren Vorschlag hast, dann her damit! Und wenn nicht, dann nerve nicht!"

Finde ich eigentlich ganz gut.

@Lollipopuganda 20:22

"Also einfach abwarten. Und tee trinken"
.
Mehr als Tee dürfte den Briten auch nicht bleiben ... wenn man den Berichten der letzten Wochen und Monate glauben schenken mag sind die Engländer wegen des Brexit in 5 Jahren allesamt verhungert.

UK-Exit Nordirlands

Die naheliegenste Lösung hat Merkel nicht angesprochen. Nordirland tritt aus dem Vereinigten Königreich aus und vereinigt sich mit Irland. Problem gelöst. Die Nordiren wollen mehrheitlich in der EU bleiben.
Das "United Kingdom" ist auch nur ein Staatenbund und wer sich nicht wohlfühlt sollte austreten. So ist die Logik von Nationalisten wie Farage/Johnson und ihren Wählern nunmal. Jeder Kirchtum muss eigenständig sein ! Globale Fragen gibt es nicht, alles kann im Kleinklein gelöst werden.
Viel Spaß dabei.
Zu freundlich sollte die EU mit dem Brexit-Großbritannien nicht umgehen. Die Vereinigung Europas trotz aller Schwierigkeiten ist ein wichtiges Projekt. Man denke an die kriegerische Geschichte Europas als es noch Nationalstaaten gab. Wollen wir uns dem mächtigen China und USA als Kleinstaaten ausliefern ?
Warum wurde Johnson überhaupt empfangen, wenn er keinerlei praktischen Lösung für Nordirland im Gepäck hat ? Reine Zeitverschwendung.

Nun ja...

Ich kann die Merkelsche Position gut nachvollziehen, in der Sache sagt sie konkret: Wer den Backstop nicht will, soll einen Vorschlag für die Lösung machen; vor allem wir Deutschen können diese nicht von Außen herbeiführen. Es ist offensichtlich, dass die Torys keinen haben, sonst läge dafür wenigstens eine einzige ernstzunehmende Verhandlungsposition auf dem Tisch.
Und wer allen Ernstes der Meinung ist, dass der Brexit wichtiger ist als der Zusammenhalt der eigenen Nation und der Verbleib Schottlands im großen Brittannien, den sollten wir auf seiner Reise nicht aufhalten. Ich muss gestehen, dass ich mir eine solche Verbohrtheit noch vor wenigen Jahren nicht im Traum habe vorstellen können.

@um 19:54 von FalkoBahia

Denn nur zur Erinnerung, Johnson ist als Premier Minister nicht vom Volk legitimiert.

Johnson ist genauso viel oder wenig legitimiert wie alle seine Vorgänger/innen in diesem Amt. Er wurde von den Tory-Unterhausabgeordneten als einer von zwei Kandidaten für die Urwahl zum Parteivorsitzenden bestimmt und anschliessend von den Parteimitgliedern gewählt. Und der Parteivorsitzende der Mehrheitsfraktion/Koalition wird dann von der Queen als Premierminister ernannt. So funktioniert das nun mal in GB. War bei May nicht anders.

Es ist ärgerlich dass die Medien in Deutschland krampfhaft versuchten bei Johnson einen Unterschied auszumachen wo gar kein Unterschied besteht. So steuert man die öffentliche Meinung auch.

Reisende sollte man ziehen lassen

Und irgendwie beneide ich die Briten.
Ich war das letzte Mal im Dezember in Großbritannien, es war wundervoll. Ich habe mich in dieses Land und die Menschen verliebt. So viel Freundlichkeit, soviel Herzenswärme. Natürlich bekam jeder mit, das ich Deutsche bin, mein Englisch ist reines Notfallenglisch.
Wenn es brennt, hilft jeder einem weiter.
Derzeit freue ich mich auf meine Schottland und Nord Irland Tour im Oktober.
Ich werde wohl, spaßenshalber, den Reisepass einpacken....
Und ich denke, dass das dann nicht die letzte Reise nach Großbritannien sein wird. Dazu mag ich dieses Land zu sehr.

@um 20:18 von claudius19

Das war lustig.
Johnson hat Merkel mit ihren eigenen Worten vorgeführt "wir schaffen das".
Ganz klar, Johnson find ich gut!

Und weniger Plan als Merkel wie das "wir schaffen das" geht hat er auch nicht. Aber Humor hat er. Guter Mann!

re th711

"Trotzdem finde ich es nett daß Boris hier vorbeischaut und es probiert bevor er sich mit Marcon trifft."

Ich finde es auch nett, und vor allem sehr aufschlussreich, dass er bereits nach 4 Wochen seit Amtsantritt ans Werk geht, sich mit seinem angeblich wichtigsten politischen Projekt zu befassen ...

Es ist doch so einfach

Backstop streichen und die Chose läuft.

Und nee, is kein Problem. Einfach mal am Teilchen-Welle Dualismus des Lichts ein Beispiel nehmen: Die EU behandelt Nordirland als wäre es Mitglied und für die Briten bleibt es Teil des UK.

Dann ist Nordirland gleichzeitig innerhalb UND außerhalb der EU und alle sind zufrieden. Keine harte innerirische Grenze und das Karfreitagsabkommen gilt auch weiterhin.

Alles ganz easy!

Und ich sehe das Problem nicht

Die Schweiz und Norwegen gehören auch nicht zur EU.
Trotzdem läuft es hervorragend.
Zumindest für meine Begriffe.

@taxi132

"Wenn es wirklich nur noch an der backstop-regelung scheitert, kann es doch nicht so schwierig sein eine Lösung zu finden."

Allein die Tatsache, dass es genau dieser Punkt (der Backstop) ist, an dem ein geordneter Brexit seit zwei Jahren scheitert, hätte Ihnen sagen können, dass die ganze Angelegenheit vielleicht doch nicht ganz so simpel ist, wie Sie sich das vorstellen ...

Was soll man dazu dagen?

Auf jeden Fall passen die beiden optisch gut zusammen. Und was die Frau Merkel an freundlicher Unklarheit bietet, das der Johnson an überzogenem Gegrummel. Und wie man weiß, liegt die Wahrheit immer in der Mitte.

um 20:41 von Karl Klammer

"Irland und Nordirland könnten sich nach einem Volksendscheid wiedervereinigen
und es wäre gar kein Backstop nötig."
Ja, die Bürger von Nordirland sollen selbst entscheiden, ob sie lieber bei GB bleiben wollen oder doch lieber dem Nachbarland und damit der EU angehören wollen. Wenn sie bei GB bleiben wollen, dann müssen sie eben auch die Zollkontrollen der EU in Kauf nehmen.

@20:36 von FalkoBahia

"Ich beneide die Briten" Um was? Um Boris Johnson? Um den Linksverkehr? Die Queen? Fish & Chips? Die Rolling Stones???

Sie haben The Beatles und Queen vergessen... ;-) Leider sind diese genialen britischen Bands nicht mehr existent. Teils aus separatistischen (The Beatles), teils aus biologischen (Queen) Gründen...

@Messi

"Es ist ärgerlich dass die Medien in Deutschland krampfhaft versuchten bei Johnson einen Unterschied auszumachen wo gar kein Unterschied besteht. So steuert man die öffentliche Meinung auch."

Von welchen Medien reden Sie?

Bei tagesschau.de jedenfalls wurde es genau so dargestellt wie von Ihnen.

re messi

" Und der Parteivorsitzende der Mehrheitsfraktion/Koalition wird dann von der Queen als Premierminister ernannt. So funktioniert das nun mal in GB. War bei May nicht anders.

Es ist ärgerlich dass die Medien in Deutschland krampfhaft versuchten bei Johnson einen Unterschied auszumachen wo gar kein Unterschied besteht. So steuert man die öffentliche Meinung auch."

Nirgends in deutschen Medien wurde das Verfahren in Frage gestellt. Auch nicht krampfhaft.

Dies unabhängig von der Frage, wie zeitgemäß einiges Traditionelle gemäß der ungeschriebenen britischen Verfassung noch ist. Worüber die Briten mal nachdenken müssten.

@Messi, 21:01h

"Johnson ist genauso viel oder wenig ( vom Volk als Premierminister) legitimiert wie alle seine Vorgänger/innen..."

Das stimmt schon, aber die letzten PM sind halt als Spitzenkadidaten ihrer Partei in eine allgemeine Wahl gegangen und dann, nachdem ihre Partei gewonnen hatte, als PM eingesetzt worden. Bei Johnson hat es keine Wahl vom Volk gegeben.

Trotzdem danke für die Klarstellung.

Wir schaffen das claudius19 20:18

Ich habe den Spruch v BoJo als Versuch eine Brücke zu schlagen und einen Draht zueinander für ergebnisoffene Verhandlungen zu erreichen wahrgenommen Selbst wenn es nur eine humorvolle Einlage sein sollte ein bisschen Lachen schadet in der Politik nichts. Am Ende zählt aber nur das, was am Ende raus kommt und ob das nachhaltig ist. Wer da wen vorführen wollte interessiert niemand.

re einfach unglaublich

"Es ist doch so einfach

Backstop streichen und die Chose läuft.

Und nee, is kein Problem. Einfach mal am Teilchen-Welle Dualismus des Lichts ein Beispiel nehmen: Die EU behandelt Nordirland als wäre es Mitglied und für die Briten bleibt es Teil des UK."

Und wie wird beim Dualismus des Lichts der Zoll berechnet?

@ FalkoBahia 20:36 Die

@ FalkoBahia 20:36
Die richtige Antwort an dieser Stelle lautet:
Die Rolling Stones.

re lyn

"Und ich sehe das Problem nicht

Die Schweiz und Norwegen gehören auch nicht zur EU.
Trotzdem läuft es hervorragend."

Zum gefühlten hunderttausendsten Mal sei mitgeteilt, dass die Lösung EWR für die Briten nicht in Frage kommt.

Der Nächste, bitte ...

"Wir schaffen das"

Boris Johnson ist mit seinem ironischen Merkel-Zitat "wir schaffen das" während dieser Pressekonferenz wirklich eine herausragende Pointe gelungen. Er konnte sich das Lachen dabei ja nicht verkneifen, während Merkel diese Anspielung sichtlich geschmerzt hat, ihre verdüsterte Miene sprach da ja Bände. Aber dies dürfte sicher nicht das letzte mal gewesen sein, dass Merkel dies zu hören bekommt. Interessant nebenbei, dass Merkel inzwischen wieder in der Lage ist, ihre Pressekonferenzen im Stehen zu absolvieren. Von dem ausgeprägten Zittern, das sie in der Vergangenheit bei derartigen Anlässen gezeigt hat, ist momentan nichts zu sehen. Offenbar ist sie davon gegenwärtig genesen und man solte ihr die Daumen drücken, dass dies auch hoffentlich so bleibt.

re lyn

"Derzeit freue ich mich auf meine Schottland und Nord Irland Tour im Oktober.
Ich werde wohl, spaßenshalber, den Reisepass einpacken...."

Und verlassen Sie sich nicht auf die letzte Fähre am 31.Oktober. Falls die ausgebucht ist ...

@MKir13 21:23 Äh.... sorry

@MKir13 21:23
Äh.... sorry bei den Beatles kommt da auch noch was biologisches hinzu...

selbst merkel war erschrocken

als er "wir schaffen das" raushaute. der austritt wird deutschland noch teuer zu stehen kommen

@ 21.06. Einfach unglaublich

Nee, nix ist easy.

Bliebe nur Nord-Irland in der EU, verliefe die Außengrenze der EU zwischen eben NI und dem Rest von GB

Mit Blendern zu verhandeln ist mehr als verantwortungslos

„Johnson sagte: "Der Backstop weist große, große Mängel auf für ein souveränes, demokratisches Land wie das Vereinigte Königreich. Er muss einfach gestrichen werden"

Kein Backstop heißt: Zurück zum Terror der 70er. Frappierend übrigens, wie die Rhetorik Johnsons an die Trumps erinnert.

Auch in puncto Berechnung, Wahrheitstreue und Verantwortungslosigkeit stehen sich die beiden offenbar in nichts nach. Wie übrigens ALLE auf der derzeitigen Welle des „Zeitgeists“ schwimmenden Populisten; dazu hier zur Vervollständigung noch - im Zusammenhang mit der Meldung „Brasilien/Waldbrände zerstören Amazonas-Regenwald“ - die Übersetzung einer tagesaktuellen Schlagzeile in einer brasilianischen Tageszeitung:
„Ohne Beweise vorzuweisen, sagt Bolsonaro, dass ONGs die Feuer verursacht haben könnten“.

Da dürfte es allemal zielführender sein,, solche Wahrheitsverdreher mit vereinten Kräften und auf internationaler Ebene entschlossen zu bekämpfen, statt mit ihnen „in aller Freundschaft“ zu “verhandeln“.

@21:06 von Lyn: Trotzdem läuft es hervorragend.

Dafür zahlen die Schweiz und Norwegen ja auch jedes Jahr einen ordentlichen Betrag in die EU-Kasse, ohne dass sie bei Entscheidungen der EU ein Mitspracherecht hätten.

Den Briten wurde angeboten, dass sie den gleichen Status haben könnten. Das wurde aber vom britischen Parlament, so wie alle anderen Vorschläge einer Partnerschaft mit der EU, abgelehnt.

21:06, Lyn

>>Und ich sehe das Problem nicht
Die Schweiz und Norwegen gehören auch nicht zur EU.
Trotzdem läuft es hervorragend.
Zumindest für meine Begriffe.<<

Es wurde hier doch nun wirklich schon oft genug geschrieben, daß sowohl die Schweiz als auch Norwegen sämtliche Pflichten eines EU-Mitglieds haben, aber nicht die Rechte.

Außerdem sind sie beide Teil des Schengenraums, im Gegensatz zu Großbritannien.

Die Lösung ist so einfach

Nordirland endlich zusammenführen. Schottland bleibt in der EU. Mann müsste halt nur Great Britain in Britain umbenennen. Vielleicht noch Britain an Trump verkaufen, aber das regeln die sicher selbst.

21:06 von Einfach Unglaublich

«Es ist doch so einfach. Backstop streichen und die Chose läuft.

Und nee, is kein Problem. Einfach mal am Teilchen-Welle Dualismus des Lichts ein Beispiel nehmen: Die EU behandelt N-IRL als wäre es Mitglied und … bleibt es Teil des UK.»

Und ja - schon ein neues Problem. Ein sehr verzwicktes dazu …

1. kann man den Welle-Teilchen-Dualismus nicht eben mal so "behandeln".
Wie Zahnschmerzen, wie es einem beliebt.

2. hat der Effekt quanten-mechanische Konsequenzen.
Der Dualismus beinhaltet physikalisch zwangsläufig, dass man für das auf der Welle bewegte Teilchen niemals den Aufenthaltsort + die Geschwindigkeit gleichzeitig bestimmen kann.

Man kann bestimmen. Jedes einzeln für sich. Nie beides gleichzeitig.

Hat zur Folge, dass man für alle Päckchen + Warensendungen nach / von N-IRL entweder bestimmen kann. Wo sie sind, oder wie schnell unterwegs.

Will man wissen, wann der LkW kommt.
Ist der Ort, wo er gerade ist, "verschwunden". Oder umgekehrt.

"Chaos hoch 3" in Dreamland …

Gut so

Frau Merkel hat dem trotzigen kleinen Jungen klar gesagt, dass er seinen Willen nicht kriegt - hoffen wir, dass er das endlich mal kapiert und sein Zimmer aufräumt - will sagen den ausgehandelten Vertrag im Unterhaus durchbringt. Schließlich war er einer der Strippenzieher beim Scheitern von Frau May - von der ich auch nichts halte, aber das ist von gestern und erledigt. Jetzt kann er zeigen dass er es besser kann.

Niemand in der politischen

Niemand in der politischen Riege hat soviel Lügen über die EU verbreitet wie Boris Johnson. Jetzt arbeitet er daran, die EU zum Sündenbock für seine gescheiterte Brexit-Politik zu machen. Das sollte man auch auf der politischen Bühne klar so benennen - und damit verhindern.

21:20 von pkeszler

«Ja, die Bürger von Nordirland sollen selbst entscheiden, ob sie lieber bei GB bleiben wollen oder doch lieber dem Nachbarland und damit der EU angehören wollen.»

Die Bürger von N-IRL haben im Juni 2016 mit mehr als 60% Mehrheit entschieden, dass sie in der EU bleiben wollen.

Das muss ja nun wohl reichen. War ja ansonsten auch eine Befragung, die bis zur nächsten Sintflut in Stein gemeißelt sein soll.

Wäre ja noch schöner, wenn man alle ca. 4 Jahre erneut über irgendetwas abstimmen würde. Wo käme man denn da hin, außer in des Teufels Küche …

Kanzlerin Merkel hat völlig Recht...

... wenn sie betont, dass es am UK liegt, einen konstruktiven Vorschlag zu machen, was an Stelle des Backstop in Irland treten soll.

Und was kommt von PM Johnson? - Kein Plan, noch nicht mal ein Ansatz für eine Lösung. Vermutlich ist seine Reise nach Deutschland und Frankreich morgen eine reine "Alibi-Veranstaltung", um hinterher behaupten zu können, er hätte noch mal zu "verhandeln" versucht und anderen die Schuld an einem No-Deal-Brexit in die Schuhe schieben zu können.

Ich bin kein Merkel-Wähler und halte auch einige ihrer politischen Entscheidungen für fragwürdig bzw. erklärungsbedürftig...
Aber im Vergleich zu solchen Schaumachern wie Johnson ist mir ihre nüchtern-sachliche Art, Politik zu betreiben, doch bedeutend lieber.
Wenn es mehr solcher sachbetonter Politiker auch im UK gäbe, hätte man schon längst eine Lösung für einen Brexit mit Vertrag finden können.

Schon putzig:

Da bläst Boris Johnson allenthalben der Wind ins Gesicht - und dabei sieht sein Blondschopf immer aus, als hätte er Rückenwind...

@22:11 von Karl Napf: teuer zu stehen kommen

"der austritt wird deutschland noch teuer zu stehen kommen"

und die Briten erst... dagegen ist das, was der Brexit uns kostet, lächerlich.

21:01 von Lyn

«Reisende sollte man ziehen lassen.
Und irgendwie beneide ich die Briten.»

Niemand will die britischen Reisenden an der Reise hindern. Aber den Hausrat anderer in beliebiger Art mitnehmen, das sollen sie dann auch nicht, die britischen Reisenden.

Man mag die Briten zurecht um das eine oder das andere beneiden.
Um das selbst verursachte "Brexiteer's Chaos" aber ganz sicher nicht.
Nicht einmal "irgendwie" …

Und weiterhin als Tourist aus DEU nach GB reisen.
Das wird auch niemand verwehren …

Also die Pressekonferenz.....

war genial. Wir schaffen das, wir reden halt noch über das ganze, wir finden ne Lösung.......
Was für ein bla bla.
Auch bei Phönix wusste keiner was das ganze soll.

Backstop ist nicht verhandelbar

Warum will Boris den Backstop aus dem Vertrag raus haben? Der Backstop ist lediglich eine Versicherung gegen eine Grenze quer durch Irland. Und die will hoffentlich niemand in GB. Der Backstop ist nicht verhandelbar.

re suomalainen

""aber es war ja mal wieder klar. von unserem regierungschef Antti Rinne gab's gestern eine klare abfuhr für Johnson, kaum taucht er in Berlin auf, schon wird's von seiten Merkels schwammig und schon die ersten annäherungen, oder besser gesagt: einknicker vor Johnson."

Ich fürchte, Sie müssen noch lernen, dass man unter Politikern höflich sagt: wir werden das konstruktiv diskutieren. Und meint: Da läuft gar nichts mehr.

20:36 von FalkoBahia

Um was? Um Boris Johnson? Um den Linksverkehr? Die Queen? Fish & Chips? Die Rolling Stones???///
Ich beneide die Briten auch!Um die Queen. Die Briten bezahlen Ihre Steuern für Ausgaben der Queen! Deutschlands Steuerzahler bezahlen immer noch die Kriegsflotte unseres letzten Kaisers! Die wird glaube,ich,nie fertig.

Das muss Merkel ja wohl sehr als unangebracht

betrachtet haben : " Wir schaffen das schon " ihre Mine dazu sagte Alles.

22:11 von Karl Napf

«… der austritt wird deutschland noch teuer zu stehen kommen.»

Nicht ein einziges Land wird vom Austritt von GB aus der EU profitieren.

Einige Einzelpersonen sicherlich, einige wenige Unternehmen eventuell.

Johnsons Kuh-Problem

Bei der BBC gibt es einen interessanten Beitrag, dass nordirische Milchbauern bis zu 45000 Milchkühe schlachten müssten, wenn die Milchausfuhr in die Republik Irland wegen einer Zollgrenze zusammenbricht.

Mal bei Youtube nach cow culling brexit suchen.

Versteh ich alles nicht. Was

Versteh ich alles nicht. Was ist an so einer Grenze schlimm? Erstmal wird nicht jeder Mist hin und her gekarrt, wie es in der EU üblich ist. Die wichtigen Dinge werden weiter im- ind exportiert. Der kleine Grenzverkehr in Irland wird auch gelöst werden. Das bisschen Zoll und Wartezeiten an den Grenzen kann auch kein Problem sein. Das gab es früher an JEDER Grenze.
Das Ganze ist einzig einer Panikmache zuzuschreiben, um GB als Zahler in der EU zu halten. Blöd wird das nur für D, da wir Deppen schon freiwillig die Ausfälle aufzufüllen angeboten haben, anstatt die Eu mal zum Sparen anzuhalten.

Am 21. August 2019 um 19:52 von landart

Zitat:
"...In Freundschaft bleiben beide Länder verbunden...auch wenn GB die EU verläßt...auch der Handel wird weitergehen..."

Sehr schön geschrieben, ich bin total überwältigt, aber haben Sie bei ihren Freundschaftbekundungen nicht die zwei Weltkriege vergessen.

21:31 von Advokat76

«Ich habe den Spruch v BoJo als Versuch eine Brücke zu schlagen und einen Draht zueinander für ergebnisoffene Verhandlungen zu erreichen wahrgenommen.»

"Ergebnisoffen" sind Verhandlungen, wenn sie beginnen.

Nicht mehr nach mehr als 2 Jahren an Verhandlungen.
Plus einem Abkommen, das zwischen der EU + der Vorgänger-Regierung von Boris J. bereits geschlossen wurde.

Boris J. fängt nicht an, "nun von Null an zu verhandeln".
Und bekommt es auch nicht wie beim Gebrauchtwagenmarkt an 2 bis 4 Wochenenden vor dem 31.10. hin. Den PkW zu erhandeln, den er selbst so gerne hätte …

Einfach Unglaublich, 21:06

Die EU behandelt Nordirland als wäre es Mitglied und für die Briten bleibt es Teil des UK.
Dann ist Nordirland gleichzeitig innerhalb UND außerhalb der EU und alle sind zufrieden. Keine harte innerirische Grenze und das Karfreitagsabkommen gilt auch weiterhin.
Alles ganz easy!

Einfach unglaublich!

Karl Tropf, 22:11

der austritt wird deutschland noch teuer zu stehen kommen

Deutschland tritt allerdings gar nicht aus der EU aus.

GB

Ich habe die einfache Überlegung das man den Zustand wiederherstellt, wie es war, als GB der EU noch nicht beigetreten war. Dann brauch man auch nicht große Verhandlungen mehr.

Die Ausländische Presse

Berichtet aber anders!
Da glaubt Sie an eine Einigung in 30 Tagen

Der TS Kommentar bringt es auf den Punkt

"Merkel lässt Johnson auflaufen"

Und morgen in Paris wird Johnson nochmal auflaufen.

Nicht dass ihn das stören würde. Das Schaulaufen in Berlin und Paris ist eh nur für das heimische Publikum gedacht.

@geseliger misa

Ich weiß ja nicht wie oft Sie so Grenzen passieren, aber ich wurde dieses Jahr an der türk., bulgarischen, ungarischen und der österreichischen Grenze kontrolliert.

23:27, Hackonya2

>>GB
Ich habe die einfache Überlegung das man den Zustand wiederherstellt, wie es war, als GB der EU noch nicht beigetreten war. Dann brauch man auch nicht große Verhandlungen mehr.<<

Aber Sie wissen schon, daß sich die Welt seitdem weitergedreht hat?

Die Weltgeschichte ist kein Computer. Ein Systemwiederherstellungspunkt lässt sich da leider nicht festlegen.

re kommentator-02

"Einfach Unglaublich, 21:06

Die EU behandelt Nordirland als wäre es Mitglied und für die Briten bleibt es Teil des UK.
Dann ist Nordirland gleichzeitig innerhalb UND außerhalb der EU und alle sind zufrieden. Keine harte innerirische Grenze und das Karfreitagsabkommen gilt auch weiterhin.
Alles ganz easy!

Einfach unglaublich!"

Ich würde hinzufügen: Wie soll man mit solchen, ich sag mal vorsichtig: Naivlingen, ernsthaft diskutieren?

@suomalainen

Was erwarten Sie den? Das man wie Mr. Trump gleich mit Erpressung und Drohungen kommen sollte? Muss man wirklich alles so direkt vermiesen, wo doch niemand weiß wie such die Zukunft gestalten wird und man trotzdem Nachbar bleiben wird?

re karl napf

"selbst merkel war erschrocken

als er "wir schaffen das" raushaute. der austritt wird deutschland noch teuer zu stehen kommen"

Kurz, rätselhaft und unverständlich.

@th711

Nein die richtige Antwort lautet:
The Beatles. :)

Eine harte grenze: Wollen die

Eine harte grenze:
Wollen die Briten nicht.
Einen ähnlichen Vertrag wie die Schweiz oder Norwegen: wollen die Briten nicht.
Einen vorläufigen backstop: wollen die Briten nicht.
Eine Vereinigung von Irland und Nordirland: wollen die Briten nicht ( davon gehe ich mal stark aus.
Ja was wollen sie dann? Wenn jetzt maoam kommt, dreh ich am rad.
Also es wird immer nur verrückter

23:27 von Hackonya2

«Ich habe die einfache Überlegung das man den Zustand wiederherstellt, wie es war, als GB der EU noch nicht beigetreten war. Dann brauch man auch nicht große Verhandlungen mehr.»

Bevor GB der EU beitrat.
Herrschten schwere Konflikte an der inner-irischen Grenze.

Sie "Krieg" zu nennen, ist wohl übertrieben.
"Permanenter Aufruhr" mit regelmäßigen Bombenattentaten + Toten gehörten "zur Alltäglichkeit" der Menschen dort.

Unter starker Mithilfe der EU gelang es, dem im "Karfreitags-Abkommen" ein Ende zu setzen. Heute geschieht "so was" dort nicht mehr.

Das will 1. kein Mensch wieder zurück. Und 2. lässt sich die Uhr im realen Leben nicht wie in Zeichentrickfilmen zurück drehen, auf dass alles wieder so wäre, wie es einst einmal war …

Und im nächsten Kommentar heißt es,

das Merkel Johnson auflaufen lässt.
Bin mal gespannt wie es am Ende ausgeht.
Ich glaube nicht, dass überhaupt eines der für Grossbritannien befürchteten Szenarien kommt.
Die Europa wird am Ende als Verlierer verstehen, denn die Lücke des "Zahlers" muss ja auch geschlossen werden.
Schauen wir mal.

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