Ihre Meinung zu: Solidaritätszuschlag: Eine Rechnung mit Lücken

21. August 2019 - 11:43 Uhr

Mit dem Solidaritätszuschlag sollte vor allem der Aufbau der neuen Bundesländer unterstützt werden. Wieviel Geld nahm der Staat ein? Und wieviel floss in den Osten? Zuletzt nicht mehr allzu viel. Von Alex Krämer.

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Kommentare

Wieviel Geld hat die

Wieviel Geld hat die Wirtschaft an der Vereinigung verdient?
Wird es nicht auch dringend Zeit, diese Verdienste steuerlich zu würdigen?
Vielleicht auch durch eine direkte Steuer für die Besitzer der Firmen, die sich auch persönlich am Aufbau Ost bereichern konnten.

Oh ja, der Osten hat viel Geld gekostet!

Geld des Steuerzahlers in West, aber auch in Ost.
Im Gegenzug wurde Ostdeutschland regelrecht ausgeplündert. Viele Betriebe wurden für eine symbolische Westmark verschleudert, fast ausschließlich an westdeutsche Privatpersonen und Unternehmen , meist nur um Konkurrenten auszuschalten bzw. sich den Grund und Boden bzw. Immobilien anzueignen und weiter zu veräußern. Die Treuhand spielte ein ganz übles Spiel.
Von den Schicksalen vieler ehemaliger DDR-Bürger ganz zu schweigen, denen von heute auf morgen eine ganze Welt und teilweise auch ihre Zukunft zusammenbrach. Und das ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.
Westdeutsche sollten sich aus Unkenntnis in der Bewertung, weil nicht am eigenen Leibe verspürt, sehr zurückhalten.

Wendemärchen

" ... Der Westen zahlt für den Osten: Das ist also ein bisschen zu simpel - zumal der Soli bei ostdeutschen Steuerzahlern ganz genauso fällig wird wie bei Westdeutschen."

... Das sind echt Dinge zum schieflachen! ... Wenn einer wüßte, wieviele Menschen ich in den vergangen 30 Jahren getroffen habe, für die das oben geschriebene zur Wahrheit gehöhrte.

Bitte nicht verschweigen

Gut formuliert, "ab 1995 dauerhaft eingeführt...."
Bitte hierzu aber nicht verschweigen das der Soli 1991 eingeführt wurde und für 1 Jahr (!!!) bezahlt werden sollte.
Aus einem Jahr sind (bisher) 28 Jahre geworden....

Ganz weg? Keine Reform?

Das verstehe ich nicht. Wieso wird er ganz abgeschafft?
Was ist aus der Idee geworden, den Soli nach individuellem Bedarf auf die Bundesländer zu verteilen?!

Abschaffung "Soli"

Natürlich wird der "Soli" abgeschafft. Gleichzeitig wird die CO2-Steuer eingeführt. Dann regen sich die Leute nicht allzusehr auf.

Na ja

Keine Abschaffung aber dafür sicher am Ende eine neue Steuer für den Ausgleich .na ja eine Steuer für ein Jahr eingeführt hat sich lange gehalten.Sie schaffen es trotz schlechter Wirtschaft und Rezession Spitzeneinnahmen vom Steuerzahler.Merkelgrüne Hobbys kosten halt viel Geld diese müssen am Ende bezahlt werden .Jede Senkung war teuer am Ende. Populismus für Wählerstimmen so ein Verhalten.

Verkappte Steuererhöhung

Damals (und auch in den Folgejahren bis heute) wollte keine Bundesregierung die Steuern erhöhen, im Gegenteil wurden sie gesenkt - heute beträgt der Spitzensteuersatz 42%, das war schon mal viel mehr. Also hat man ein paar Gründe gefunden, wofür man "zusätzlich" Geld braucht (das waren 1991 noch neben der Deutschen Einheit die Hilfen für Ost- und Südeuropa sowie der deutsche Beitrag zum Irakkrieg), und einen pauschalen Steueraufschlag eingeführt.

Zweckgebundene Steuern gibt es aber nicht, das Geld war schon immer - unabhängig von der Begründung - für alle Staatsausgaben da.

Es ist komisch, dass man offensichtlich nicht darüber reden kann, dass für Ausgaben auch Einnahmen da sein müssen. Immerhin, für die Kosten des Afghanistan-Abenteuers hat man die Tabaksteuer erhöht, das hatte bestimmt total viel miteinander zu tun...

2.000 Milliarden,...

... eine verdammt dicke Portokasse.

Was soll diese Erbsenzählerei bringen?

"Die Gesamtkosten der Einheit zu schätzen, ist verzwickt"

Dass Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Menschen- bzw. Freiheitsrechten stehen überhaupt als "Kosten" bezeichnet (also in Geld berechnet) werden, ist für sich genommen schon pervers.

"Die Einheit hat auch auf vielen anderen Wegen Geld gekostet. >>> Zum Beispiel wurden wegen der hohen Arbeitslosigkeit hohe Sozialleistungen fällig"

Auf die diejenigen, die auf sie angewiesen waren wahrscheinlich meist nur allzu gerne verzichtet hätten.

"Der Westen zahlt für den Osten: Das ist also ein bisschen zu simpel - zumal der Soli bei ostdeutschen Steuerzahlern ganz genauso fällig wird wie bei Westdeutschen"

Das sollte sich nun aber wirklich überall herumgesprochen haben.

Letzlich wird zwar der Soli,

mehr oder weniger, abgeschaft, aber mit der CO2-Steuer, Asylkosten, Erhöungen bei MwSt., Grundsteuer, Kfz-Steuer etc. gleicht sich das allemal aus und Erika Mistermann sowie Otto Normalverbraucher bezahlen bis die Augen tränen. Bei Steuer hat es nie an Kreativität und Begründungen gefehlt.

Bitte Berücksichtigen

Der Osten hat im ganz großen Stil Reparationen geleistet.
Ein Großteil der Firmen, die nach der Wende dann zu marode waren um weiter existieren zu dürfen, haben ausschließlich für die SU produziert. (ZB. viele Werften oder die Stahlindustrie).
Dann kam die Treuhand und hat den Rest für die Symbolische Mark an Interessenten (komischer Weise aus dem Westen) verkauft, die dann noch einmal satte Aufbauhilfen bekamen - und dann war das Werk/Fabrik plötzlich weg. Aber nicht das man denkt das war nicht legal;-)
Ich komme vom Land, da gibt es ehemalige LPG die so Marode waren das von der Treuhand Verwalter eingesetzt wurden, die jetzt noch in Lohn und Brot (oder Besser in Hummer und (echten) Kaviar sind), weil das Vermögen immer noch nicht ganz aufgebraucht ist - aber zu Retten wäre da nichts gewesen.

90 Prozent - Lücken und eine Mogelpackung

Unter den 90-Prozent sind keine Sparer?

"Minister Scholz verschweigt, dass bei seinem Entwurf die Sparer weiterhin den Solidaritätszuschlag zahlen werden", sagte der Präsident des Bunds der Steuerzahler, Reiner Holznagel, der Deutschen Presse-Agentur.

... und die Kanzlerin verschweigt mit!

Gerade die schon lange mehrfach gebeutelten Sparer sollen weiter zahlen.

Real zahlen sie bereits auf reale Negativzinsen nicht nur den Soli sondern auch noch die KapSt.
Der Staat profitiert beim Schuldenmachen mit zig Milliarden und kassiert dazu noch Steuern.

Bekommen die Sparer dann wenigstens bei nominellen Negativzinsen Steuern und Soli zurück?
Eigenvorsorge ist sinnlos. Das hat keine Zukunft. Diese Politik schon gar nicht. Wenn das nicht grundrechtswidrig ist, dann kann man das GG bald in die Tonne treten.
Der Soli ist längst überfällig, komplett. Sofort weg damit, ohne wenn und aber.

Milchmädchendenken und so...

Bei Kritik an Steuermittelverwendungen aus dem Staatshaushalt sitzen manche leichtferigem Milchmädchendenken auf. Am "Soli" (auch bei der KFZ-Steuer) wird das besonders deutlich: Die Prämisse heißt "Aufbau Ost" und man sieht vordergründig die im Osten oft schön renovierten Städte nebst Verkehrsinfrastruktur - und vergleicht mit inzwischen ebenfalls desolaten Zuständen in DE-West. Bei genauerem Hinsehen wird aber offenbar, daß der Löwenanteil der in Osten eingesetzten Steuermittel in die Geschäftsbilanzen von Westfirmen und anderen Nutznießern flossen. Das Geld ist zwar verbraucht und es haben andere, aber eben nicht (oder kaum) konstruktiv wirtschaftsförderliche Nutznießer in Osten. Wer es nicht glaubt ... warum arbeiten so viele junge Ostler im Westen? Also - bitte genauer hinsehen und überlegen, wem der "Soli" wirtschaftlich wirklich nützte... Übrigens wird das bei der geplanten CO²-Steuer wohl auch nicht anders...

@James T. Kirk

Genau darum geht es, wir bekommen die viiiiielen politischen Versprechen eben nicht eingelöst !
Dann wird eben eine neue Steuer bzw. Abgabe erfunden. Am Umweltschutz, freilich, wird sich hierdurch nichts ändern !

Ich war in "der Nacht" auf dem Mauer, extra abends aus Hamburg angereist, und kann nur jedem sagen,...

...heute ungehindert meine östlichen Nachbarn zu besuchen und die Traumlandschaft Meck-Poms (wundervolle Menschen) zu genießen, ist jeden Cent wert gewesen. Ich war Teil der Zeitgeschichte der Deutschen Einheit und heute, mit 50 Jahren, sage ich,...großartig !

Was dieses (gesamte) Land, diese Menschen, trotz der miserablen dt. Politik (Lobby, Klientel und Vettern) der letzten 30 Jahre bewerkstelligt hat,...Hut ab davor !

Wenn jetzt die Großverdiener (große Schultern) wirklich endlich zur Kasse gebeten werden, ist es mir recht.
Denn darauf fußt das Prinzip unserer derzeitigen Gesellschaft.

Die STARKEN müssen MEHR leisten und nicht nur (wie bisher) partizipieren !

Soli nicht abschaffen..

aber in vernachlässigte Gebiete im Westen einsetzen..

schließlich haben wir schon vor 1989 Steuern in harter Währung gezahlt sowie seitdem genug nach Osten gezahlt..

Alles will nach oben, auch das Geld, Solidarität bleibt

In den letzten Jahrzehnten wurde die Vermögensteuer kalt gestellt, der Einkommensteuer-Spitzensatz abgesenkt, dafür die Mehrwertsteuer erhöht, der Soli eingeführt und dergleichen mehr von unten nach oben umverteilt (auf das Auseinanderdriften von Gewinneinkommen und Gehälter/Löhne brauchen wir hier gar nicht einzugehen).
Das ist wie Gütertrennung. Oben weiß mit mehr Geld mehr anzufangen. Unten hat mit weniger Geld weniger Sorgen mit ausgeben und zählen. So hat jede*r was er/sie verdient - irgendwie ziemlich gerecht. Gleiche Gesetze gelten für Ost wie West.
Insgesamt ist es nicht schlecht, alles Gut ist da. Deutschland hat mehr als vorher. Es heißt, wir sind ein reiches Land. Wir sind alle solidarisch miteinand'. Und wichtig: schauen wir uns brav um, anderen wird es schwerer gemacht. Gut das es die gibt.

was hilft der Soli wenn die Grundlage nicht gestimmt

hat: "Wir bauen auf wir reißen nieder Arbeit gibt es immer wieder."
Der Osten musste den Krieg bezahlen- der Westen hatte den Marschallplan.
Der Westen konnte sich in Freiheit entwickeln und der Osten war Vasall der SU. Mein Großvater wurde 45 enteignet. Da wir aber im Osten verblieben gab es keinen Lastenausgleich. Das enteignete Vermögen wurde billigst an westliche Glücksritter verscherbelt die oft nur die Konkurenz beseitigen wollten. Eine beispiellose Deindustriealisierung statt Modernisierung der Industie bekann mit Mill. Arbeitslosen. Das lag zum Teil auch am wegbrechen des Ostmarktes und fehlenden Zugang zu anderen Märkten.Schon wieder hat der Osten bezahlt. Ich kenne nur 1 Beispiel wo ein Alteigentümer die marode Firma zurückbekam. Selbstredend wurde daraus ein Vorzeigebetrieb. Soli allein hilft nichts. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. z.B. Ansiedlung von Instituten . Schaut nach Jena was möglich ist wenn der Rahmen stimmt, dann wäre der Soli kein Faß ohne Boden

@gman

hab ich hier schon oft angesprochen. bin aber immer verbal von unseren linken alleswissern niedergamacht worden.

Nichts ist für die Ewigkeit

1989 Flüchtlinge aus dem Nachbarland, das schaffen wir.
1991 Militär "Golf"
Zwischengedanken- Wie finanzieren wir alles? Befristeter Soli ist da, unkompliziert, zeitnah.

1995 Kassensturz, Vorausschau
Soli war eingeführt, jetzt "Kommunizierter Zweck" Aufbau Ost. Kaum einer merkt, daß eine unbefristete Steuer eingeführt war. Steuern sind selten zweckgebunden.

Unser Eingeständnis, wir haben damals abgenickt, in der Regel gewöhnt sich der Mensch an etwas, vergisst und verdrängt.

Diese Generation sagt "das funktioniert nicht mehr".

2019 Historie, Umwelt, Bundeswehr
Problem: Die jungen von damals, die auch von Groß- Urgroßeltern gelernt haben.

Solidarität für Ost, erledigt.
Solidarität für Umwelt aktuell.
Solidarität für Bundeswehr aktuell.

Möglichkeiten:
1. Die Abgabe komplett abschaffen.
2. Klare Kommunikation, er verändert sich und wieder mal der Zweck.

Erstaunlich viele, inhaltlich für mich vollkommen ..

.. nachvollziehbare Kommentare. Dafür erstmal Respekt in die Runde.

Mit dem Soli isses wie mit vielen Sachen - es ist unglaublich viel Halbwissen im Umlauf. Grundsätzlich danke für den Artikel. Nur der Satz mit dem "wegen der hohen Arbeitslosigkeit wurden hohe Sozialausgaben fällig" finde ich daneben. Wir alle hier wissen inzwischen, dass bei der Treuhand unfassbar viel Klüngelei, Mauschelei und Schläge in den Genitalbereich gelaufen sind, da muss man den Leuten, die letztlich (größtenteils unverschuldet!) ihre Arbeit verloren haben, nicht noch son Riesenstück Schuld an den hohen Kosten der Wiedervereinigung zuschieben, das ist unser aller unwürdig.

Es ist wie immer: viele haben verloren, einige haben gewonnen. Wobei nicht außer Acht gelassen werden darf: einige Westdeutsche haben gewonnen, viele Ostdeutsche haben verloren.

Namen sind Schall und Rauch

Was nutzt es wenn das Ding Solidaritätszuschlag heißt, aber die Gelder in den allgemeinen Steuer-Topf fließen, daraus resultieren dann keine Ansprüche. Es gibt bloß weniger Protest wenn man dem Kind einen zweckgebundenen Namen gibt. Ob die Mittel für den genannten Zweck verwendet werden, vielleicht ja am Anfang, vielleicht aber auch nicht. Es ist einfach Augenwischerei und das sollte im Zuge höherer Transparenz einfach entfallen.

16:25 von Zwicke

"Bei genauerem Hinsehen wird aber offenbar, daß der Löwenanteil der in Osten eingesetzten Steuermittel in die Geschäftsbilanzen von Westfirmen und anderen Nutznießern flossen."

Das der Soli ein unglaubliches Wirtschaftsförderungsprogramm war, bei dem vorrangig die "alten" Bundesländer profitierten weil bei den "neuen" Bundesländern die meisten Produktionsbetriebe und Instandhaltungsunternehmen abgewickelt wurden wird gerne vergessen.

Danke für die Erwähnung

Kann sich jemand erinnern,

Kann sich jemand erinnern, das eine Steuer, die der "kleine Mann" zu zahlen hat jemals gesenkt wurde oder wegfiel?
Wenn der Soli abgeschafft wird, kommt die CO2 Steuer. Die eine Hand gibt's, die andere nimmt's.

Wäre die Wende nicht

Wäre die Wende nicht gekommen, wäre die BRD genau wie die anderen westlichen Staaten in eine tiefe Rezession gefallen. Mit der Wende wurde aber ein riesiger Markt geöffnet, der wieder "Leben in die Bude" brachte und die Auftragsbücher der Westbetriebe füllte. Aber wie das so ist im Leben, den Soli bezahlte das Volk, den Nutzen hatten die Großunternehmen. Kosten verstaatlichen - Gewinne privatisieren. So funktioniert die Marktwirtschaft.

17:41 von KarlderKühne

Kann sich jemand erinnern, das eine Steuer, die der "kleine Mann" zu zahlen hat jemals gesenkt wurde oder wegfiel?
Wenn der Soli abgeschafft wird, kommt die CO2 Steuer. Die eine Hand gibt's, die andere nimmt's.
///
*
*
Also kann man davon ausgehen, das es diesmal wie immer teuerer wird?
*
Und kostenneutral durch die Hand einer Verwaltung, das heisst doch, es bleibt nicht übrig, garantiert.

re karlderkühne

"Kann sich jemand erinnern, das eine Steuer, die der "kleine Mann" zu zahlen hat jemals gesenkt wurde oder wegfiel?"

Den Soli zahlen sowohl der kleine wie der große Mann.
Insofern ist Ihre Frage nicht korrekt formuliert.

re gman

"Gerade die schon lange mehrfach gebeutelten Sparer sollen weiter zahlen.

Real zahlen sie bereits auf reale Negativzinsen nicht nur den Soli sondern auch noch die KapSt."

Was sind denn reale Negativzinsen?

Ist doch Augenwischerei.

Die eine Steuer wird abgeschafft - Eine andere Steuer kommt (CO2)

Der deutsche Michel hat noch nie weniger zahlen müssen.
Es wird alles immer irgendwie erhöht.

Die Groko lässt sich feiern und macht gleichzeitig dann die andere Tasche des Bürgers leer.

Der Solidaritätszuschlag sollte schneller komplett abgeschafft

werden als die Sektsteuer.
Zumindest wurde das bei der Einführung des Solis so versprochen.
Die Kriegsflotte des Kaisers existiert nicht mehr - die Steuer existiert noch.
Hoffentlich existiert der Soli nicht genau so lang wie die Sektsteuer.

Aber das Geld ist doch nicht weg...

... es haben nur andere. :-)

Klar ist der Aufbau der ostdeutschen Infrastruktur zu einem guten Teil vom Soli bezahlt worden. Aber wer hat denn real das Geld bekommen? Im Internet wird man fündig.

Die dicken Aufträge haben vorwiegend westdeutsche Firmen bekommen.

Auch die allermeiste Ausrüstung, Werkzeuge und so gut wie alle Installationen sind im Westen herstellt worden. Und dabei rede ich noch nichtmal vom privat Konsum.

Dafür gingen im Osten die Firmen, die damit nicht konkurrieren konnten reihenweise kaputt und die Leute wurden arbeitslos.

Da ich Infrastruktur Investitionen speziell in ärmeren Regionen für eine Investition in die Zukunft halte die uns am Ende allen nützt, bin ich dafür den Soli weiterhin für alle Bundesbürger zu lassen, diesen aber zielgerichtet nach Bedürftigkeit der Regionen und Kommunen einzusetzen.

Ich versteh nicht was das

Ich versteh nicht was das Geeier um den Solidaritätszuschlag soll und warum man unterschiedliche Dinge vermischt.

Ich denke es ist mehrheitsfähig, dass ein himelsrichtungsunabhänge Förderung abgehängter Regionendurch den Bund sinnvoll ist. Also sollte ein gesamtdeutscher Solidarzuschlag fortgeführt werden.

Wenn es Probleme gibt den bestehenden Solidaritätszuschlag zu überführen aufgrund (Grund-) Gesetzeslage, dann wird der alte einfach abgeschafft und ein neues Instrument eingeführt. Warum begibt man sich nach dem Maut-Desaster schon wieder in Rechtsunsicherheit?

Ein Sozialausgleich durch Belastung höherer und Entlastung anderer Einkommen ist eine ganz andere Baustelle und sollte gesondert für sich geregelt werden. Alles in einem Topf zu schmeißen, zumal rechtsunsicher, wird keinem Ziel gerecht.

Ja es gibt einen Länderfinanzausgleich, dieser hat aber einen anderen Zweck und Funktionsweise. Zudem ist Förderalismus ein hohes Gut, aber dem Bund muss man auch Gestaltungsspielraum geben

Rentner

sind dann wohl davon nicht betroffen, da sie weder Arbeitnehmer noch Selbstständig sind!

Vielen Dank, dass die Rentner nicht nur einen Höheren Krankkassensatz zahlen, demnach auch mehr Soli!

Weder solidarisch noch sozial!

Solidar

Solidaritätszuschlag finde ich gut, wenn die Gelder für ALLE Verwendung finden, dann gerne auch dauerhaft als Abgabe!

Sparer werden bestraft

Der Sparer, ob Zinspapiere oder Aktien, wird wieder behandelt wie ein Krimineller oder Multi-Millionär!
Früher war Sparen und Eigenvorsorge mal eine Tugend der stolzen und eigenverantwortlichen Bürger in der BRD. Heute will man aber lieber ein Heer von Abhängigen vom Staat. Deswegen scheint das aktuelle System seit etwa zwei Jahrzehnten (u. a. Minimierung Sparerfreibetrag, Wegfall BAFöG ab 7.500 € Besitz etc.) so schäbig mit Sparern um.

Das ist das Gegenteil von freier Lebensgestaltung wenn der Staat sich immer mehr in das Leben der Bürger/Familien einmischt (auch Ganztagsbetreuung, gelenkte Medien uvm.).

Sparen führt zu wirtschaftlicher Freiheit und Freiheit sollte ein hohes Gut in einer Demokratie sein!

Wer profitiert?

Das ist eine verkappte Reichensteuer.
Das spaltet die Gesellschaft: Zahlende und Neider. Gleichbehandlung vor dem Fiskus sieht anders aus. Glimpflich sind die Cumcum-Betrüger und Banken davongekommen, von SOLIDARITÄT keine Spur. "Betrügst du schon oder zahlst du noch?" Also bleibt diese Steuer eine einseitige Sache und ein Etikettenschwindel.

@18:10 von karwandler

"Was sind denn reale Negativzinsen?"

Akuelle und typische Situation:
Inflation 2 % und Verzinsung max. 1 %.
Dann erhalte ich auf 100 Euro Zinsen von 66 Ct und zahle 34 Ct Steuer (Kap./Soli/Kirche). Im nächsten Jahr habe ich real bzw. kaufkraftbereinigt nur noch 98,66 Euro übrig und durfte sogar noch 34 ct Steuern auf 100 Euro Sparguthaben zahlen.

Danke für den vernünftigen Artikel

Aber er hört leider falsch auf. 2 Billionen soll der Osten gekostet haben bis heute? Was hat er in der Zeit den eingebracht? Witzig ist, dass die DDR-Wirtschaft anfangs von der Treuhand auch so stark bewertet wurde, natürlich in Mark. Was aber die West-Politik aus der DDR-Wirtschaft an Wert gewann würde bei jedem Kaufmannsazubi dazu führen, dass er in seiner Abschlussprüfung krachend durchfällt.

Und ebenfalls unbeleuchtet ist das Vermögen des DDR-Staats/Parteivermögens. Nicht nur die Wessis haben sich am Topf der untergehenden DDR bereichert. Was war denn mit den ganzen Finanzanlagen der DDR passiert?

Fakt ist, der Aufbau Ost ist spätestens mit Gerhard Schröder beendet gewesen. Eigentlich hat Kohl schon Schluss gemacht.

Aber gut, dass mal erwähnt wird, dass auch die Ossis den Soli zahlen. Alle Ossis! So ihr Wessis, wat nu? Können wir mal aufhören mit den falschen Anschuldigungen und Vorhaltungen? Was ist mit der ungleichen Rentenanwartschaft? Ich zahle wie alle bekomme aber weniger!

@Am 21. August 2019 um 19:08 von Axtos

Jo, find ich auch. Soli(darität) braucht nicht nur der Osten sondern auch viele abgehängte Orte in ganz Deutschland, die bei ihrer jeweiligen Landespolitik regelmäßig ignoriert werden und so mächtig ins Hintertreffen geraten sind. Leider gibts auch im Westen viel zu viel Korruption. Ein Straßenbau von wenigen Kilometern der dutzende Millionen Euro gekostet hat? Nicht nur im Osten werden Schwimmbäder in der Wildnis gebaut. Immerhin wurden sie im Osten auch gebaut (wenn auch völlig unsinnig, man bedenke die vielen Badeseen...) xD

@Am 21. August 2019 um 13:10 von KarlderKühne

Das tragische war ja auch noch das Volksvermögen. Die DDR-Wirtschaft gehörte eigentlich dem Volk. Alle DDR'ler wurden mit der Wiedervereinigung vollständig enteignet. All das Geld, was die Bevölkerung in die Wirtschaft gesteckt hatte war verloren. Es waren die Ossis glücklich, die selbst Eigentum in der DDR besaßen. Die gabs durchaus. Und so mancher von denen hatte durch die Marktwirtschaft des Westen im Osten nun eine rosige Zukunft. Ja, aber das waren immer Einzelpersonen und erfolgreich auch nur wenige. Viele von denen hatten auch das Pech, dass sie ihr Grund und Boden verloren wegen der Wiedervereinigung, wegen Besitzansprüche von vor der DDR.

Auf einmal stand ein ganzes Volk ohne eine Mark in der Tasche da. Was gabs? Ein lustiges Begrüßungsgeld..., der billige Obolus um die Ossis ruhig zu stellen, als ihr schönes Volksvermögen auf einmal Kapital von einigen wenigen Wessis und ganz wenigen Ossis wurde...traurige Volksverarsche, im Westen wie im Osten.

2 Billionen Euro

Das sind in etwa auch die geschätzten Kosten der Willkommenskultur über einen Zeitraum von 50 Jahren..

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