Ihre Meinung zu: Streit um "Open Arms": Spanien schickt ein Marineschiff

20. August 2019 - 14:47 Uhr

Im Streit um die "Open Arms" zeichnet sich eine Lösung ab: Ein spanisches Marineschiff soll die Migranten an Bord nehmen und nach Mallorca bringen, kündigte die Regierung an. Doch bis dahin werden noch Tage vergehen.

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Kommentare

Trostlos und trotzdem starten weitere in Afrika

Solange diese Rettungsaktionen in Richtung Europa fortgesetzt werden, geht auch das Elend weiter und es werden weitere Menschen ertrinken.
Australien hat bewiesen, dass es anders geht.

Mir geht irgendwie nicht auf,

Mir geht irgendwie nicht auf, warum die in Libyen starten. Kelibia in Tunesien ist deutlich näher an Sizilien. Bis Pantelaria sind es "nur" 75km. Und es ist mitten in der Wasserstrasse.
die Chancen auf Rettung wären hier deutlich größer.

Aber: Wie geht es langfristig weiter?

Spaniens Hilfsbereitschaft ist nett, beantwortet aber nicht die Frage, wie es langfristig weitergehen soll, wenn mehr und mehr Afrikaner aus den verschiedensten Gründen, auch wegen des von den UN prognostizierten Bevölkerungswachstums, nach Europa migrieren möchten. Eine Einzelfalllösung; man müsste aber wissen, wie viele Geflüchtete und Migranten in den kommenden Jahren (Jahrzehnten) in welchen Ländern ankommen werden und dort ggf. versorgt werden müssen. Hierzu fehlen Prognosen.

Meinungsmache

Mit Bildern und Worten, mit dem Transport nach Europa wird sich kein Probem lösen, für Deutschland die wiederum die Meisten nimmt jedoch vergrößern..
Sind diese Menschen asylberechtigt?
Es geht nicht um Seenotrettung es geht nur um die Richtung, Afrikas Elend und Überbevölkerung wird nicht gelöst..
Warum werden nicht die Ursachen der Armut in Afrika benannt und verhindert?

Anklage.

Sollte es in diesem oder in einem späteren Fall zu Todesfällen oder schwerwiegenden Erkrankungen an Bord der Schiffe kommen, muss Herr Salvini (und gegebenenfalls auch Herr Conte) nach meiner Rechtsauffassung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem internationalen Gericht zur Rechenschaft gezogen werden.

Es wäre dann Aufgabe der Bundesregierung, diese Klage zu unterstützen und zu forcieren.

Lernresistenz in der EU

Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles bezeichnete seine harte Haltung als "Schande für die gesamte Menschheit".

Jetzt weiß Italien wo man die Schiffe hinschicken kann. Mal schauen wie lange Spanien "menschlich" bleibt, wenn mit der Realität konfrontiert.

Die meisten EU-Staaten sind mit einer sich verändernden Welt völlig überfordert. In Italien hat Salvini die Situation begriffen, aber auch dort gibt es für eine moderne angepasste Migrationspolitik keinen parteiübgreifenden politischen Konsens wie z.B in weiter fortgeschrittenen, klugen Demokratien wie Australien.

Noch nie herrschte in Afrika so wenig Hunger und Krieg wie heute. Verantwortlich für diese Situation im Mittelmeer ist die Sogwirkung der Politik vieler EU-Staaten. Diese Situation ist unmenschlich für alle Betroffenen. EU-Staaten müssen diese fatalen Anreize beseitigen. Ansonsten wird's so weitergehen.

Bitte Spanien!

Dann aber direkt umfassend unterbringen, versorgen, registrieren und integrieren.
Und nicht wie in der Vergangenheit mit einer Flasche Wasser und Essen in den nächsten Bus zur französischen Grenze bringen, um die Weiterreise zu erleichtern.
Seine "Humanität" auf diese Weise zeigen kann jeder!

Vielschichtiges Problem

Dass es unser Wertesystem nicht zulässt, Menschen einfach ertrinken zu lassen, ist hoffentlich Konsens.
Sie nach Europa zu bringen, löst das Problem aber auch nicht.
Wir können in Europa doch nicht jeden Afrikaner aufnehmen, dem es bei uns wirtschaftlich besser ginge als in seinem Herkunftsland. Wir sprechen dann nämlich über eine Migration nach Europa in 3-stelliger Millionenhöhe.

Keine Migranten.

Ich würde tagesschau.de im Zusammenhang mit diesem und ähnlichen Fällen doch bitten, nicht von "Migranten" oder "Flüchtlingen" zu sprechen.

Es handelt sich bei diesen Personen bis auf weiteres um Schiffbrüchige, die im offenen Meer vor dem Ertrinken gerettet wurden.

Ob und in welcher Form diese Leute irgendwohin migrieren wollen, stellt sich heraus, wenn diese an Land sind und gegebenenfalls Asylanträge stellen (oder eben nicht).

Voher sind die Begriffe "Migrant" oder "Flüchtling" unzulässige Spekulation.

@15:59 von Barthelmus

"Australien hat bewiesen, dass es anders geht"

Den Spruch kennt man ja nun zur Genüge aber keinen Lösungsvorschlag wie das auf die Verhältnisse im europäischen Bereich funktionieren soll.

Loesungsmoeglichkeiten.

Kann den Vorrednern nur zustimmen: Diese taeglich in den Nachrichten stehenden Aktionen von NGOs die Migranten einsammeln und nach Europa bringen verstaerken das eigentliche Problem nur. Mehr Sinn machen wuerde es, so wie Italien es bereits getan hat, Libyen zu staerken und dort zu helfen. Die dortigen Lager koennten verbessert werden, das Personal besser ausgebildet werden, neue Stellen geschaffen werden um so Misshandlungen von Migranten zu verhindern. Was fuer Argumente es auch gibt fuer die NGOs Tripolis als sicheren Hafen abzulehnen, die Argumente lassen sich systematisch abarbeiten. Marokko macht es richtig indem es Migranten schon im Sueden auffaengt und dort unterbringt. Und dann wuerden sich ja auch noch afrikanische Staedte anbieten um dort mit internationaler Hilfe Migranten zu integrieren. Fuer arabisch sprechende Migranten waeren die stets Arbeiter suchenden Golfstaaten vielleicht auch mal gefragt um an Loesungen mitzuarbeiten.

Einfach mal zuhören!

"Voher sind die Begriffe "Migrant" oder "Flüchtling" unzulässige Spekulation." @rossundreiter
.
Heute war im Radio zu hören, dass dort u.a. Frauen an Bord sind, die von Islamisten als Sexsklavinnen wie Tiere behandelt worden sind. Klar, dass es sich da um "Asyltouristen" handelt, oder was soll Ihr "Beitrag" uns hier vermitteln?

Barthelmus, 15:59

Australien hat bewiesen, dass es anders geht.

Sie meinen, das Elend der von der australischen Küstenwache nach Nauru deportierten Flüchtlinge ist das bessere Elend? Schließlich ertrinken sie ja nicht, sondern werden dort "nur" mißhandelt und vergewaltigt ...

und warum muss sich die Tragödie

ausschliesslich vor italienischen Häfen abspielen, warum üben sich andere Mittelmeeranrainer in vornehmer Zurückhaltung, warum kommen keine verbindlichen Übernahmezusagen aller anderen Länder?
Nur auf Salvini schimpfen bringt nichts, schimpfen sollten die Befürworter der Rettungsaktionen auf 26 weitere Regierungschefs und Innenminister Europas!

Nimmt Spanien diese Menschen dauerhaft auf?

... oder werden die Passagiere der open arms nach Europa verteilt?
.

Der Reichtum der Welt

... derweil gibt es ein neues Fischereiabkommen zwischen der EU und Marokko, so dass wieder munter afrikanische Gewässer leergefischt werden können, ... und derweil fordert der BDI von Bundesregierung, mit Blick auf den Bedarf an Metallen für die Elektromobilität, mehr für Deutschlands "Rohstoffsicherheit" zu tun ...
Der Zynismus vieler Kommentare hier angesichts der schreienden globalen Ungerechtigkeit und Ausbeutung lässt mich schaudern.

@ 16:44 von Zundelheiner

Zitat: "und warum muss sich die Tragödie

ausschliesslich vor italienischen Häfen abspielen,"

Wenn Sie sich die geographische Lage von Lampedusa und Malta (den beiden Inseln, die von den Rettungsschiffen angesteuert werden) ansehen, beantwortet sich dieser Teil Ihrer Fragen von selbst.

Gruß, zopf.

Spaniens Haltung ist doch eigentlich klar,

wird hier aber nicht kommuniziert.Warum wohl?
"Anders als Italien, dessen Dekret vordergründig nur das Eindringen in italienische Hoheitsgewässer verhindern will und damit das Ansteuern eines sicheren Hafens, wie es das Seerecht fordert, verbietet Spanien tatsächlich Such- und Rettungsaktivitäten.
In dem Brief an die Open Arms wird erklärt, die Open Arms würde schwere "Rechtsverstöße" begehen, wenn sie die Seenotrettung von Menschen wieder aufnimmt. Ausdrücklich heißt es darin: "Es dürfen keine Such- und Rettungsmaßnahmen" oder andere "Operationen durchgeführt werden, die mit größter Wahrscheinlichkeit dazu führen".
Angeordnet werden können die Rückfahrt nach Spanien und die "Stilllegung" des Schiffs, wenn an solchen Aktivitäten festgehalten wird. Fabuliert wird von "gravierenden oder sehr gravierenden Verstößen" gegen die "maritime Sicherheit".
Deshalb drohen nicht nur Geldstrafen zwischen 300.000 und 901.000 Euro."
Aus Heise online am 12.07.19

Ursachenforschung i.S. Überforderung

EU-Staaten sind mit einer sich verändernden Welt völlig überfordert? Jaja, die Welt verändert sich (ganz von allein) und wir sind überfordert.... Haben Sie schon einmal über Durst und Umweltprobleme nachgedacht bevor Sie Ihre Gedanken zur "Sogwirkung" und zum "friedlichen Afrika" zu Papier gebracht haben? Sudan, Syrien, Nigeria, Kenia, Somalia ... Schauen Sie hin, wohin Sie wollen, aber fragen Sie sich doch bitte, mit wessen Wasser die Rosen auf Ihrem Wohnzimmertisch gezüchtet werden, wessen Landwirtschaft durch wessen Billig-Importe vernichtet wird und mit wessen Waffen die Machthaber in den Ländern übergossen werden, deren Menschen sich jetzt, und sei's um einer besseren Zukunft willen, auf den Weg nach Europa machen.
"Fatale Anreize" sind meiner Meinung nach eher die forcierten Waffen- und Müllexporte in die Länder, deren Menschen jetzt fliehen; und die fehlende Bereitschaft, dem Treiben der vom Dublin-Abkommen Gebeutelten Länder in der EU ein deutliches Ende zu setzen.

Salvini ist ein Populist

Wären die Geretteten in Lampedusa an Land gegangen, wären sie genauso u.a. auf Deutschland umverteilt wie das jetzt von Mallorca aus passieren wird.

Populisten produzieren selbst Probleme, die andere dann lösen müssen. Die Tragik ist die Unmenschlichkeit gegenüber den Geretteten, die sonst Ertrunken wären. Und die Dummheit derer, die Salvini erlauben aus 107 Menschen an Bord eines kleinen Schiffes politisches Kapital zu schlagen. Aber auch die Bundesregierung gibt ein ziemlich trauriges Bild ab, statt sich konsequent für den Schutz der Menschenwürde einzutreten.

@clara2000, 17.02h

Handelsabkommen sind per se nichts Schlechtes.
Schlecht wird es erst, wenn man die Wege der Erlöse verfolgt.
Die landen, ob in Afrika oder in Südamerika oder sonst wo, mehrheitlich in den Taschen der korrupten Regierungsverantwortlichen.
Das gilt es zu ändern, aber das ist nur von innen heraus, also durch die Afrikaner selbst zu regeln.
Wenn ich den Fernseher einschalte, sehe ich jubelnde Menschen, die immer einem neu Gewählten zujubeln und dann feststellen, dass der auch nicht anders ist als der Alte.
Das kommt mir vor, wie der immer neue Versuch eines Sozialismus.
Irgendwann muss doch jemand aufwachen.

17:08 von zopf

was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, dass es bei Verbindlichen Zusagen für die Aufnahme der Migranten für Italien keinen Grund gäbe, das Anlegen zu verweigern.
Hat also nichts mit geographischer Lage zu tun sondern einfach nicht mit einseitiger Belastung von Italien......

@Hallelujah, 17.10h

Wenn dies so ist, dann ist auch klar, warum der Kapitän partout nicht nach Spanien will.

@sooncome, 17.11.h

Die Rosen werden sicher nicht ausschließlich nach Europa verkauft und was die Waffenverkäufe angeht, da müsste sich der Hauptstrom der Migration Richtung Russland und China wenden.
Es ist sicher vieles richtig, was Sie schreiben, aber so einfach und vor allem so einseitig ist es eben nicht.

Fehlende Informationen

"Dort werde sie die Menschen von Bord der "Open Arms" aufnehmen und nach Palma de Mallorca bringen. Dorthin soll auch die "Open Arms" eskortiert werden."
Warum soll auch die "Open Arms" nach Mallorca eskortiert werden? Ist das Schiff seeuntauglich und wird stillgelegt? Wird gegen die Besatzung ermittelt?
Die Eskorte der "Open Arms" nach Mallorca wirft von diesem Artikel unbeantwortete Fragen auf.

@ 17:22 von Zundelheiner

Zitat: "Hat also nichts mit geographischer Lage zu tun sondern einfach nicht mit einseitiger Belastung von Italien......"

Doch, das Anlaufen dieser beiden Inseln durch die Rettungsschiffe hat ganz eindeutig etwas mit der geographischen Nähe zu tun.

1.) Die Schiffe sind nicht besonders groß, eine vernünftige Unterbringung und Versorgung der Menschen über einen längeren Zeitraum ist einfach nicht gewährleistet.

2.) Die Besatzungen wollen natürlich so schnell wie möglich Ihre Rettungsmission wieder aufnehmen.

Oder denken Sie die laufen Lampedusa nur an, um den italienischen Staat zu schädigen ?

Daß es kein vernünftiges Abkommen über die Verteilung der Menschen gibt, ist der Politik geschuldet, da können die Seenotretter nichts dafür, im Gegenteil, die fordern das auch immer wieder.

Gruß, zopf.

@ um 16:25 von rossundreiter

"Keine Migranten.
Ich würde tagesschau.de im Zusammenhang mit diesem und ähnlichen Fällen doch bitten, nicht von "Migranten" oder "Flüchtlingen" zu sprechen.

Es handelt sich bei diesen Personen bis auf weiteres um Schiffbrüchige, die im offenen Meer vor dem Ertrinken gerettet wurden.

Ob und in welcher Form diese Leute irgendwohin migrieren wollen, stellt sich heraus, wenn diese an Land sind und gegebenenfalls Asylanträge stellen (oder eben nicht).

Voher sind die Begriffe "Migrant" oder "Flüchtling" unzulässige Spekulation."
.
Warum ist jemand, der sein Land in Afrika verlassen hat und sich in ein Boot setzt, um über das Mittelmeer Europa zu erreichen, kein Migrant?

@Ritchi, 17.30h

Lesen sie einfach mal die Informationen von @Halleluja um 17.10h.
Das war mir auch neu, ist aber einleuchtend.

@16:25 von rossundreiter

„Ob und in welcher Form diese Leute irgendwohin migrieren wollen, stellt sich heraus, wenn diese an Land sind und gegebenenfalls Asylanträge stellen.“

Sie glauben also allen Ernstes, dass diese Menschen vorwiegend einfach nur einen Bootsausflug vor der libyschen Küste machen wollten und es sich gar nicht oder nur ausnahmsweise um Migranten handelt? Hier werden ja gerne Fakten verdreht, wenn es der eigenen ideologischen Ausrichtung dient, aber das ist jetzt neu. Und originell. Sind Sie tatsächlich so naiv, oder wollen Sie uns hier alle auf den Arm nehmen?

Italien und Spanien

Sollten einmal dem Bsp Deutschlands folgen, denn D nimmt nun mehr als 10.000 Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten und sollen in Deutschland eine neue Heimat finden. Nach Angaben des EU-Flüchtlingskommissars Dimitris Avramopoulos nimmt die Bundesrepublik die Flüchtlinge im Rahmen eines EU-Umsiedlungsprogramms auf.

Wenn man sich hier so über Flüchtlinge ereifert,

fallen mir als erstes unsere früheren DDR-Flüchtlinge ein. Haben wir damals auch so weltfremd reagiert wie einige hier?

Spanien macht es sich einfach...

...wohl wissend, das die Migranten nicht in ES bleiben werden.

Sondern versuchen werden, auf franzoesisches/deutsches Terrain zu kommen.

Aber sie werden eh bald wieder entlastet werden - wenn es einen Regierungswechsel in IT gab und mit Unterstuetzung der neuen Regierung die Migration nach Europa wieder ihren Weg ueber Italien nimmt.

Mit Stueckzahlen, die der Vorstellung der UN von Bestandserhaltungsmigration eher entsprechen....

@ DDR-Flüchtlinge, Ich bin der Volker

Wenn Sie schon solche Vergleiche ziehen, dann passen besser die Schlesier, Pommern und andere, die ähnlich wie die aktuellen Flüchtlinge im Mittelmeer an Leib und leben bedroht waren. Die DDR-Flüchtlinge waren überwiegend Wirtschaftsflüchtlinge.

@ um 17:43 von DerVaihinger

"@Ritchi, 17.30h
Lesen sie einfach mal die Informationen von @Halleluja um 17.10h.
Das war mir auch neu, ist aber einleuchtend."
.
Danke, insbesondere auch an User 'Hallelujah' für die ergänzende Informationen zum Verständnis des Artikels.

@ clara2000 um 17:02

Sie schrieben:
"Der Reichtum der Welt

... derweil gibt es ein neues Fischereiabkommen zwischen der EU und Marokko, so dass wieder munter afrikanische Gewässer leergefischt werden können, ... und derweil fordert der BDI von Bundesregierung, mit Blick auf den Bedarf an Metallen für die Elektromobilität, mehr für Deutschlands "Rohstoffsicherheit" zu tun ...
Der Zynismus vieler Kommentare hier angesichts der schreienden globalen Ungerechtigkeit und Ausbeutung lässt mich schaudern."
Ach, wurden die Vertreter Marokkos etwa mit vorgehaltener Waffe zur Unterschrift gezwungen? Wenn die Vertreter des marokkanischen Volkes nicht im Sinne Marokkos handeln, wäre es Sache der Marokkaner, sich dieser "Volksvertreter" zu entledigen. Zu einem Betrug gehört auch immer jemand, der sich betrügen lässt!
Außerdem verstehe ich nicht ganz, weshalb jemand, der die EU sonst abfeiert, plötzlich die EU für die schlechte wirtschaftliche Lage Afrikas verantwortlich macht.

Was auch immer man macht

so z.B. in Libyen ... das wird die Menschen nicht davon abhalten, ins gelobte Land Europa zu wollen ...
Diese Menschen steigen in alte, klapprige, kurz vorm Zusammenbruch stehende Boote und schippern übers Mittelmeer und gehen damit eine Tod oder Leben-Wette ein und das wisssen sie garantiert auch ...
Da könnte man die Sammelstellen auch mit goldenen Wasserhähnen und Whirlpool ausstatten, sie würden nicht dort bleiben ... sondern übers Mittelmeer schippern ...
Die Lebensumstände in den Heimatländern zu ändern dürfte Jahrzehnte dauern, wenn es denn überhaupt möglich ist - und außerdem von Europa gewollt würde ...
Viele Europäische Politiker, nicht nur extremer Parteien, sollten so ehrlich sein, dass es ihnen völlig egal ist, ob mal wieder 100 Menschen ertrinken, oder das Menschen in afrikanischen Sammellagern wie Abfall behandelt werden ... aber dazu sind unser aller Feiglinge nicht in der Lage ...

@ Autochon um 17:52

Sie schrieben:
"Mit Stueckzahlen, die der Vorstellung der UN von Bestandserhaltungsmigration eher entsprechen...."
Schön, dass Sie sich an die offizielle Übersetzung des Begriffs "replacement migration" gehalten haben... Die wörtliche Übersetzung wäre ja Teil einer Verschwörungstheorie!

17:10 von Hallelujah

«Spaniens Haltung ist doch eigentlich klar, wird hier aber nicht kommuniziert. Warum wohl?
"Anders als Italien, dessen Dekret vordergründig nur das Eindringen in italienische Hoheitsgewässer verhindern will und damit das Ansteuern eines sicheren Hafens, wie es das Seerecht fordert, verbietet Spanien tatsächlich Such- und Rettungsaktivitäten …»

Kein Land der Welt hat irgendein Recht, außerhalb der eigenen Hoheitsgewässer irgendwelchen Schiffen irgendetwas zu verbieten.

In der Regel sind das die Gewässer vor den eigenen Küsten + zugehörigen Inseln innerhalb einer 12-Meilen-Zone (≈ 22 km). Kann u.U. weniger sein, wenn es darüber Abkommen mit anderen Staaten gibt, deren 12-Meilen-Zonen sich überschneiden. Oder wenn die 12-Meilen durch internationale Vereinbarungen "eingeschmolzen werden".

Ist bei ESP nicht der Fall. Streitpunkt mit GB ist Gibraltar.

Innerhalb der eigenen Hoheitsgewässer kann ESP gewisse Regeln setzen. Außerhalb nicht. Die ESP Gewässer sind kein "Seenot-Hotspot" …

Am 20. August 2019 um 17:22 von Zundelheiner

"dass es bei Verbindlichen Zusagen für die Aufnahme der Migranten für Italien keinen Grund gäbe, das Anlegen zu verweigern."

Warum sollte es den nicht geben? Salvini wie auch einige andere haben erkannt, daß der derzeitige Umgang mit dem Flüchtlingsstrom schlicht komplett falsch ist. Er ist ob er dies ausspricht oder nicht zu beiderseitigem Schaden.
Das momentane Verfahren bedeutet einfach maximaler Aufwand für minimalen Ertrag. Der Durchschnittsflüchtling kostet abseits von allen anderen Auswirkungen in Deutschland ca. 2.500 € monatlich. In Afrika kostet er ca. 150-200 € inklusive Verwaltungsaufwand und dann lebt er dort besser als die breite Masse.
Darum ist auch die Stimmung in Deutschland recht aufgeheizt. Nicht weil manche Leute gerne das Geld anderer ausgeben wie gern polemisiert wird, sondern weil sie es ohne Sinn und Verstand ausgeben.

@16:13 von Gelenkte-Dem-DE

"Noch nie herrschte in Afrika so wenig Hunger und Krieg wie heute"

Ist das nun Schönreden oder reine Unkenntnis?

Warum wird wegen dieser 100

Warum wird wegen dieser 100 Migranten so ein Aufhebens gemacht. In Deutschland werden pro Tag 400 Asylanträge gestellt. Da sind diese paar Afrikaner auf dem Schiff doch nur „ Peanuts “.

der Traum von einer neuen Welt

so wie James Cook, Ferdinand Magellan, Vasco da Gama und viele andere sich in ein Boot begeben haben, um in einer ungewissen Welt Erfolg, Rum und Reichtum zu finden so treibt es viele heute auch auf das Meer wenn sie nicht Verfolgte sind.
Ob sie das Ersehnte finden werden? Viele haben damals wie auch heute die Jagt nach dem Neuen mit dem Leben bezahlt.
Glücklicherweise gibt es heute, anders als früher die Seenotrettung

kemalata

Die DDR-Flüchtlinge waren überwiegend Wirtschaftsflüchtlinge."
Das ist Ihre Vermutung und den politischen Flüchtlingen gegenüber unverschämt! Und vor welchem Krieg oder Bürgerkrieg flüchten Marokkaner? oder Gambier? Es gibt hier schon merkwürdige einseitige Verzerrungen

@rossundreiter 16:13

Soso, also die Herren Salvini und Conte sollten bei Todesfällen oder scherwiegenden Erkrankungen der Migranten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden. So im Sinne der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse vielleicht?

Diese "Rechtsauffassung" mag Ihrer linken Ideologie entspringen, kein Jurist bei klarem Verstande wird sie teilen.

18:19 von Nebellicht

«… und viele andere sich in ein Boot begeben haben, um in einer ungewissen Welt Erfolg, Rum und Reichtum zu finden …»

"… Rum und Reichtum …"

Ein sympathischer Tippfehler …

re spirit of 1492

"@ Autochon um 17:52

Sie schrieben:
"Mit Stueckzahlen, die der Vorstellung der UN von Bestandserhaltungsmigration eher entsprechen...."
Schön, dass Sie sich an die offizielle Übersetzung des Begriffs "replacement migration" gehalten haben... Die wörtliche Übersetzung wäre ja Teil einer Verschwörungstheorie!"

Die angeblich wörtliche Übersetzung ist ein Beweis mangelnder Sprachkenntnisse.

Am 20. August 2019 um 17:10 von Hallelujah

Angeordnet werden können die Rückfahrt nach Spanien und die "Stilllegung" des Schiffs, wenn an solchen Aktivitäten festgehalten wird. Fabuliert wird von "gravierenden oder sehr gravierenden Verstößen" gegen die "maritime Sicherheit".
Deshalb drohen nicht nur Geldstrafen zwischen 300.000 und 901.000 Euro."
Aus Heise online am 12.07.19
-----
Danke für diese wertvollen Informationen.
Im Staats-und Privatfunk erfährt man davon nämlich nichts.

Was ist die Mission des spanischen Marineschiffes?

Die Rettung der Migranten ist eine Mission.
Das Eskortieren der Open Arms" ist auch eine Mission.
Was plant die spanische Regierung mit der Open Arms?

@Nebellicht

"der Traum von einer neuen Welt so wie James Cook, Ferdinand Magellan, Vasco da Gama und viele andere sich in ein Boot begeben haben" Am 20. August 2019 um 18:19 von Nebellicht

Warum gleich Berühmtheiten?

Nehmen Sie den durchschnittlichen Auswanderer des 19. Jahunderts in die USA:

45 Tage unter Deck auf engstem Raum mit Fremden, ohne Dusche und Extrawurst.

18:39 von claudius19

«Angeordnet werden können die Rückfahrt nach Spanien und die "Stilllegung" des Schiffs, wenn an solchen Aktivitäten festgehalten wird. Fabuliert wird von "gravierenden oder sehr gravierenden Verstößen" gegen die "maritime Sicherheit".»

«Danke für diese wertvollen Informationen.
Im Staats-und Privatfunk erfährt man davon nämlich nichts.»

"Im Staatsfunk" wurde nie verschwiegen, unter welcher Flagge die "Open Arms" fährt. Es ist die spanische.

Da braucht es gar keiner zusätzlichen Infos im jeweiligen Einzelfall um des prinzipiellen Wissens, was der ausflaggende Staat "seinen Schiffen" auferlegen kann.

Signore Salvini lässt mitunter Schiffe der eigenen italienischen Küstenwache nicht in italienischen Häfen anlegen / aus diesen auslaufen.

Wenn Signore Salvini "mal wieder was quer sitzt", was er meint, im Sinne seiner ganz eigenen persönlichen Agenda verwursten zu können …

@ karwandler um 18:38

Sie zitierten bzw. schrieben:

"Mit Stueckzahlen, die der Vorstellung der UN von Bestandserhaltungsmigration eher entsprechen...."
Schön, dass Sie sich an die offizielle Übersetzung des Begriffs "replacement migration" gehalten haben... Die wörtliche Übersetzung wäre ja Teil einer Verschwörungstheorie!"

Die angeblich wörtliche Übersetzung ist ein Beweis mangelnder Sprachkenntnisse."
Komisch, in meinem Oxford dictionary steht unter replacement "Ersatz", "Austausch", "Ablösung". Aber wahrscheinlich hat man mir in der Schule die "Naziausgabe" verkauft...
Auch komisch finde ich, dass der Attentäter von Christchurch, der ja Australier ist und sein "Manifest" mit "The great replacement" betitelte, offenbar geringere Englischkenntnisse besitzt als Sie. Aber man lernt ja nie aus!

#Ferkelchen

Ihre Zahlen sind falsch! Spanien hat dieses Jahr schon knapp 70000 Menschen aufgenommen, bei 20% Arbeitslosigkeit.
Italien 6000 und Griechenland 12000. An wem soll sich Spanien jetzt ein Beispiel nehmen?
Die Aktion unserer Regierung hier in Spanien ist trotzdem unverständlich und wird von den Spaniern sehr negativ aufgenommen.
Zuerst wurde Algeciras angeboten, dann Mallorca oder Menorca weil näher, jetzt fährt unsere Marine los und die holt die Leute. Das wird Sanchez nicht helfen bei der nächsten Wahl, welche vor der Tür steht.

Die eu wird an diesem problem

Die eu wird an diesem problem zerbrechen. Die einen wollen migration, die anderen nicht. Auf dauer kann das nicht gehen.

Hätten wir von Anfang an ...

... unsere Außengrenzen so geschützt wie die Australier, wären uns diese Bilder und hunderte von ertrunkenen Migranten erspart geblieben.

19:07 von Spirit of 1492

«Komisch, in meinem Oxford dictionary steht unter replacement "Ersatz", "Austausch", "Ablösung". Aber wahrscheinlich hat man mir in der Schule die "Naziausgabe" verkauft...»

Das Oxford Dictionary ist ein "Native Language Dictionary".
Es überträgt Begriffe nicht in andere Sprachen.
Verdeutlicht sie aber mit erläuternden Erklärungen + Beispielsätzen in ENG.

Der Duden übersetzt "Ersatz" auch nicht mit "Replacement" ins ENG.
Oder mit・置換・chikan・ins Japanische.

Schulen verkaufen auch keine Bücher.
Entweder schreiben sie vor, welche selbst im Buchhandel zu kaufen sind.
Oder sie stellen während der Schulzeit Bücher leihweise zur Verfügung.

«Auch komisch finde ich, dass der Attentäter von Christchurch, der ja Australier ist und sein "Manifest" mit "The great replacement" betitelte, offenbar geringere Englischkenntnisse besitzt …»

Und wenn der Typ 3x oder 5x "Replacement" geschrieben hätte.
Sinn hätte es auch dann nicht ergeben.
Auch wenn er der ENG Sprache noch so gut mächtig ist …

Sie mögen der Volker sein ...

... aber von Geschichte haben Sie keine Ahnung.

Jeder DDR Bürger war Deutscher im Sinne des Grundgesetzes. Deutsche brauchen weder Asyl noch Aufenthaltserlaubnis, um in Deutschland zu leben.

@egleichhmalf, 17:47

"Sie glauben also allen Ernstes, dass diese Menschen vorwiegend einfach nur einen Bootsausflug vor der libyschen Küste machen wollten (…)?"

Ich glaube gar nichts. Ich halte mich an die Fakten und spekuliere nicht.

"Und originell."

Was soll daran "originell" sein? Wenn man einen Ertrinkenden aus der Nordsee rettet, weiß man unmittelbar auch nicht, ob der von Juist nach Borkum, von Borkum nach Juist, von Borkum nach Borkum, von Juist nach Juist oder von Borkum (oder Juist) nach Kapstadt wollte.

"Sind Sie tatsächlich so naiv, oder wollen Sie uns hier alle auf den Arm nehmen?"

Ich bin tatsächlich so naiv. Soll heißen, ich halte mich an die Fakten.

19:34 von Einfach Unglaublich

«Hätten wir von Anfang an unsere Außengrenzen so geschützt wie die Australier, wären uns diese Bilder und hunderte von ertrunkenen Migranten erspart geblieben.»

Wäre Europa wie Australien ein "Hochsee-Insel-Kontinent".

Hätte es kein Mittelmeer. Aber viele Haie + giftige Quallen vor den Küsten.
Und die Migranten, die ertinken, sähe wie vor Australien "kein Mensch" …

@deutlich 18:22

Naja, die meisten wollten zur D-Mark, oder waren sie an Leib und Leben bedroht? Nennen Sie es meinetwegen politische Flüchtlinge. Die Leute aus meinem Bekanntenkreis, die "rübergemacht" haben, sagen selbst, dass sie ein besseres Leben wollten. Das ist ja nichts Ehrenrühriges, genausowenig wie bei anderen Flüchtlingen. Aber es ist nichts im Vergleich zu den Leuten im Mittelmeer.

@Superschlau 19:30, Was für ein Mist!

"Die einen wollen migration, die anderen nicht. " Niemand "will" Migration. Aber die einen sehen die Realität, die andern toben sich aus mit ihrem superschlauen Wunschdenken.

@mrfloppy, 18:29

"So im Sinne der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse vielleicht?"

Wohl nicht. Eher in dem Sinne, in dem man etwa Herr Al Baschir aus dem Sudan verfolgt.

(…) kein Jurist bei klarem Verstande wird sie teilen."

Ich kenne gleich mehrere Juristen bei sehr klarem Verstand, die sie teilen.

Die Frage wird sein, ob unsere Bundesregierung sich bequemt, diese im Grunde sehr offensichtliche Rechtsauffassung zu teilen.

Marokkanischer Fisch

Fakt ist, dass Europäerinnen und Europäer den Fisch essen, der dann Menschen in Marokko (und ganz Westafrika) fehlt. Da lässt sich nichts dran deuteln.
Ihre Argumentation ist zutiefst nationalistisch. In jedem Staat gibt es Ausbeuter und Ausgebeutete. Und eine politische Klasse, die sich oft nicht um das Wohlergehen der Bevölkerung kümmert. Wer das Spiel mitspielt, ist ebenso ein Ausbeuter. Und die EU tut das.

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